1.9. Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann
Datum: 01.09.2010
Kurzbeschreibung:
Geplanter Ablauf der Hauptverhandlung
Zunächst wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Sitzungstage am 08. und am 27. September 2010 von Amts wegen aufgehoben wurden (vgl. die Pressemitteilung vom 23. August 2010).
Die Eröffnung der Beweisaufnahme ist von Seiten der Kammer für Mittwoch, den 15. September 2010 vorgesehen. Der Vorsitzende der 5. Großen Strafkammer hat für nachfolgende Sitzungstage Zeugen und Sachverständige geladen. Daneben ist noch die Vernehmung von vier weiteren Sachverständigen vorgesehen. Insoweit stehen noch keine konkreten Termine fest.
Anmerkung: Es folgten die weiteren Termine bis zum 20.Oktober 2010)
2.9. Organisatorische Hinweise für Besucher der Hauptverhandlung im Verfahren gegen J. Kachelman
Datum: 02.09.2010
Kurzbeschreibung:
Organisatorische Hinweise für Besucher der Hauptverhandlung im Verfahren gegen J. Kachelmann
http://www.landgericht-mannheim.de/servlet/PB/menu/1258812/index.html?ROOT=1160629
2.9. Die Bunte präsentiert zum Prozessauftakt eine neue Zeugin: Er hat mit mir Sex gehabt obwohl ich nein gesagt und geweint habe. Weinerlich berichtet Anja L. der Öffentlichkeit dass sie angeblich Jörg Kachelmann ihre Jungfräulichkeit dargeboten hätte.
Anmerkung: Später wird sich herausstellen, dass auch sie gelogen hat und für den Bunte-Artikel königlich bezahlt wurde! ( Bunte36/2010)
2.9. Laut BILD-Informationen weicht diese Darstellung der jungen Frau teilweise von ihrer Aussage bei der Polizei ab. Dort gab sie auch auf Nachfragen an, Kachelmann nicht direkt gesagt zu haben, dass sie keinen Sex möchte. Außerdem hätten beide bereits nackt im Bett gelegen, als es zur Diskussion um die Beziehung kam. Sie wird im Prozess als Zeugin aussagen.
2.9. Sie war 18 und er 48
Jörg
hörte mir gar nicht zu, sondern begann, mir die Kleider auszuziehen. Auch als ich sagte, ich wolle nicht mit ihm schlafen, machte er weiter.” Das behauptet Anja L. (23, Name geändert). In “Bunte” erhebt sie schwere Vorwürfe gegen den Wettermoderator. Sie sollen bereits Teil der Ermittlungsakten sein.http://www.bz-berlin.de/archiv/sie-war-18-und-er-48-article966501.html
2.9. Der Fall Kachelmann wird vor der 5. Großen Strafkammer des Landgerichts Mannheim verhandelt. Am Ende des Prozesses werden neben dem Vorsitzenden Richter, Michael Seidling (Bild), zwei Berufsrichter, Daniela Bültmann und Joachim Bock, sowie zwei Schöffen das Urteil fällen. Der Vorsitzende Richter Seidling nimmt öffentlich keine Stellung zu dem Prozess, er will auch währenddessen keine Medienanfragen beantworten. Der 60-Jährige verhandelt in seiner Kammer hauptsächlich Drogen- und Eigentumsdelikte. Er gilt als sachlich, kompetent und ruhig, auch bei emotionsgeladenen Befragungen. Seidling lebt in Oftersheim, wo er auch Gemeinderatsmitglied ist. Da im Vorfeld des Prozesses bereits spekuliert wurde, ob er die Eltern des mutmaßlichen Opfers aus seinem privaten Umfeld kennt, könnte die Verteidigung möglicherweise einen Befangenheitsantrag auftischen. Joachim Bock war bis zum Kachelmann-Verfahren Pressesprecher des Landgerichts, legte dieses Amt zumindest im Zusammenhang mit diesem Fall nieder. (Morgenweb)
2.9. Staatsanwaltschaft: “Erstaunlich, was die Medien alles wussten”
„Ich fand das mehr als erstaunlich, was die alles wussten“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim, Andreas Grossmann. Er betont: „Von uns hatten sie’s nicht.“ Vorwürfe, wonach die Staatsanwaltschaft Kachelmanns Persönlichkeitsrechte besser hätte schützen müssen, weist Grossmann zurück: „Es ist illusorisch anzunehmen, die Behörden könnten den Namen eines inhaftierten Prominenten über Monate geheim halten.“ (Hannoversche Allgemeine)
3.9. Ist Kachelmann schizophren? – Die vielen, die schlecht über ihn reden, zweifeln an der Version, wonach Kachelmann für einige dunkle Minuten zu Mr. Hyde mutierte. Eine Minderheit traut es ihm zu. Sie hält es für plausibel, dass er an einer dissoziativen Identitätsstörung leidet. Einen Link zu dieser Krankheit hat Kachelmann am Tag nach der folgenschweren Nacht in Schwetzingen höchstpersönlich in einer E-Mail an eine andere Partnerin verschickt……
Der Hypochonder – Allerdings streitet sich die Fachwelt, ob es die dissoziative Identitätsstörung überhaupt gibt. Ob Kachelmann an dieser umstrittenen Krankheit leidet? Ausser Andeutungen des angeblichen Betroffenen selbst sind keine Spuren bekannt: Dem Programmdirektor des Fernsehsenders MDR teilte Kachelmann kurz nach seiner letzten Schwetzinger Nacht mit, er wolle sich aus gesundheitlichen Gründen künftig aufs «Wettermachen» beschränken und keine Talkshows bestreiten. Bereits 2003 hatte er der Frau, die ihn angezeigt hat, gemailt, er lasse sich in den USA behandeln. Doch unterzog er sich tatsächlich eine Therapie in Seattle? Oder wollte er sich mit einer Ausrede einfach Ruhe verschaffen vor der Radiomoderatorin? Wer Jörg Kachelmann länger kennt, hält auch die zweite Variante für möglich.
Fast alle haben von ihm Geschichten von schweren Krankheiten gehört, zum Teil sehr unterschiedliche Geschichten von unterschiedlichen Krankheiten. Sind sie Dichtung? Sind sie Wahrheit? Das fragen sich viele. Schon lange. Aber heute mehr denn je.
«Jörg ist ein Hypochonder», sagt ein alter Freund, der ein Freund geblieben ist, «das meine ich nicht negativ.» Kachelmann glaube tatsächlich, er sei krank. Nach einem Anfall von Panik sei er plötzlich wieder genesen.
Pubertäres Verhalten- «Er bringt immer wieder abenteuerliche Begründungen, warum er kurzfristig Termine nicht einhalten kann», erzählt ein Geschäftspartner, «und alle zweifeln, ob es stimmt.» Mal sei die Mutter erkrankt, mal er selber. «Pubertäres Verhalten wie auf dem Gymnasium» sei es. Zweifle jemand eine Ausrede an, sei Kachelmann schwer beleidigt. «Am Schluss musste ich mich entschuldigen», erzählt ein Freund, «als Dank dafür, dass ich ihn mit unangenehmen Nachfragen konfrontiert habe.»…..
Der raffinierte Manipulator- «Wenn er reinkommt, geht die Sonne auf», sagt eine ehemalige Partnerin, die aufgrund der gemeinsamen Vorgeschichte manchen Grund hätte, andere Eigenschaften hervorzuheben. Kachelmann, besessen vom Wetter, ist Antreiber, Türöffner bei Kunden und Ämtern. «Er sprüht vor Ideen, von denen sich nur zehn Prozent umsetzen lassen», sagt ein Arbeitskollege, «aber diese zehn Prozent sind oft bahnbrechend.»
Kachelmann sei ein faszinierender Chaot, ein sympathischer Mensch, sagen die einen. «Das habe ich auch einmal gedacht», sagen die anderen. Zuletzt sei Kachelmann als Manipulator aufgefallen. Chronisch, notorisch, raffiniert. Nicht nur, aber besonders bei Frauen….(Tagesanzeiger)
Anmerkung: In dem Artikel Jörg und die Kachelmänner (Zitate oben) erwähnte 4-teilige Interwiev mit dem Magazin ist plötzlich und unerwartet aus dem Internet verschwunden.
3.9. Alice Schwarzer rettet die Welt: Denn die anderen Leitmedien der Republik – wie Spiegel oder Zeit – waren bisher in einem solchen Maße parteiisch pro Kachelmann, dass von diesen Seiten eine voreingenommene Berichterstattung zu befürchten ist. (Emma-Blog)
3.9. Auszug der Pressemitteilung Kanzlei Höcker:
„Und das Opfer? Das ist unsichtbar. Gesichtslos bzw. gepixelt, wie eine Verbrecherin.“
„Der Fall Kachelmann ist (…) längst zu einer Medienschlacht ausgeartet, bei der sich die Lager verfestigen: hie Anhänger der Unschuldsvermutung von Kachelmann – da Anhänger der Wahrheitsvermutung des Opfers.“
„In der aktuellen EMMA steht nur eine kleine Meldung, in der wir Ihnen den Rat geben: „Sollte der Vorwurf stimmen, verteidigen Sie sich nicht auch noch auf Kosten des Opfers.“ Nun, entweder der Vorwurf stimmt nicht – oder Sie verteidigen sich auf Kosten des Opfers. Und wie.“
Das Strafverfahren gegen Jörg Kachelmann missversteht Frau Schwarzer in geradezu grotesker Weise als Prozess über die Frage: „Ist sexuelle Gewalt in Beziehungen Privatsache? Oder ist sie ein Verbrechen?
Mit diesem absurden Satz unterstellt Frau Schwarzer obendrein, dass es im Fall Kachelmann sexuelle Gewalt gegeben hat. Nur so lässt sich auch ihr boshafter Kommentar erklären.
„Und übrigens: Auch nette Männer vergewaltigen manchmal, Kollege Kachelmann. Leider.“
Frau Schwarzer möchte nun sicherstellen, dass in der BILD als einem „meinungsprägenden Blatt auch die Sicht des mutmaßlichen Opfers ernst genommen“ werde. Denn die anderen Medien seien so parteiisch pro Kachelmann, dass von dort eine voreingenommene Berichterstattung zu befürchten sei. (Weiterlesen :http://www.hoecker.eu/mitteilungen/artikel.htm?id=48)
Anmerkung: Schwarzer spricht wie Richter Seidling bereits vom OPFER!
3.9. «Bei jeder Messstation hat er eine Freundin», witzelten sie bei seiner Meteomedia AG. Kachelmanns Unternehmen sammelt an 820 Orten in Europa Wetterdaten. Als der Chef verhaftet wurde, blieb den Mitarbeitern das Lachen im Hals stecken. In der Ausserrhoder Zentrale meldeten sich zahlreiche Frauen. Mehrere hielten sich für die einzige Lebenspartnerin des Inhaftierten. Irgendwie hatte es der Heimatlose geschafft, gleichzeitig mit ihnen allen zusammenzuleben.(Der Bund)
4.9. Ein „Bild“- Sprecher bestätigte Freitagabend, dass Schwarzer den am Montag in Mannheim beginnenden Prozess regelmäßig für die Zeitung kommentieren wird. Auch für die Frauenzeitschrift „Emma“ werde sie weiter über den Fall berichten, schrieb die Journalistin und Verlegerin. Es sei gerade in diesem Fall nötig, dass in einem tagesaktuellen, meinungsprägenden Blatt auch die Sicht des mutmaßlichen Opfers ernst genommen wird. „Anderen Leitmedien der (deutschen, Anm.) Republik“ warf sie Parteilichkeit für Kachelmann vor.
Kachelmanns Rechtsanwalt Prof. Ralf Höcker (Köln) reagierte erbost. „Frau Schwarzer weiß also schon jetzt, wie die deutschen Medien über den Fall Kachelmann berichten werden, nämlich zu seinen Gunsten. Sie beweist damit seherische Qualitäten und rechtfertigt mit ihrer Unterstellung kurzerhand ihre eigene voreingenommene Berichterstattung über künftige Ereignisse“, teilte er mit. Eine objektive Berichterstattung könne man von ihr nicht erwarten. (Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Sa, 04.09.2010)
4.9. Alice Schwarzer will ab Montag in der Causa Kachelmann mitmischen: In ihrem Blog schreibt sie, es sei ihr besonders wichtig, dass in einem tagesaktuellen, meinungsprägenden Blatt auch die Sicht des mutmaßlichen Opfers ernst genommen werde. (Spiegel)
4.9. Dass Passagen von Ermittlungsakten an die Presse gelangen, ist nicht neu. Auch nicht bei Strafverfahren wie diesem. So erinnert der Fall an den Prozess gegen Peter Graf, Vater von Tennisspielerin Steffi Graf, der 1997 wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor dem Mannheimer Landgericht stand. Damals zitierte eine Boulevardzeitung aus einem psychiatrischen Gutachten über Graf, – noch bevor dieses – in nichtöffentlicher Sitzung – in den Prozess eingeführt wurde. Damals ermittelte die Staatsanwaltschaft, ohne Verantwortliche für das „Leck“ zu finden.
Nun hat die Mannheimer Behörde erneut Ermittlungen eingeleitet, weil auch diesmal Vertrauliches nach außen gelangt ist. Eine Zeugin hat Anzeige erstattet. Ihre persönlichen Daten waren an die Presse gelangt und sie wurde daraufhin von Journalisten belästigt.
Aber auch Kachelmann sieht seine Persönlichkeitsrechte durch die Berichterstattung vor allem in „Bild“ verletzt und hat den Springer-Verlag auf rund zwei Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Das Privatleben von Kachelmann sei in einer Weise an die Öffentlichkeit gezerrt worden, wie es bei weniger prominenten Verdächtigen nie der Fall gewesen wäre, kritisierte Jürgen Möthrath, Präsident des Verbandes deutscher Strafrechtsanwälte. (Anmerkung: Natürlich findet die Mannheimer Staatsanwaltschaft nie ein Leck in den eigenen Reihen.) Südkurier
4.9. Die Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann will beweisen, dass sie von ihm vergewaltigt und mit einem Messer bedroht wurde. Sie drängt gegen den Willen ihres Anwalts darauf, die Öffentlichkeit bei ihrer Aussage am Prozess nicht auszuschliessen.
Sie wird nicht dabei sein, wenn am Montag um 9 Uhr in Mannheim – 15 Kilometer von Schwetzingen entfernt – der Prozess gegen ihren Ex-Freund Jörg Kachelmann beginnt. Der Auftritt der Hauptbelastungszeugin ist frühestens für den 9. Prozesstagam 13. Oktober vorgesehen. Dann wird sie vom Vorsitzenden der 5. Grossen Strafkammer am Mannheimer Landgericht, Richter Michael Seidling, zunächst zur Person befragt.
Dabei wird klar werden, was in Schwetzingen längst kein Geheimnis mehr ist: Die 37-jährige Journalistin arbeitet wieder stunden- und tageweise bei einem Spartensender. «Sie wirkt im Hintergrund und gestaltet Beiträge, beispielsweise über Hip-Hop und House-Music», sagt ein Radio-Insider. Ihr Chef und Programmleiter sagt gegenüber dem «Sonntag» lediglich: «Was ich meiner Kollegin für den Prozess wünsche, werde ich keinem Pressekollegen sagen, sondern allenfalls meiner Kollegin selbst.»
Doch die Radiofrau will keine Lügnerin sein. Wie der «Sonntag» aus zuverlässiger Quelle weiss, führt sie mit ihrem Anwalt Thomas Franz intensive Gespräche über eine entscheidende Frage: Soll die Öffentlichkeit bei ihrer Aussage ausgeschlossen werden? Was ihr Anwalt, der bei der Opferhilfeorganisation Weisser Ring engagiert ist, eindringlich rät, stellt seine Klientin überraschend infrage.
«Sie will beweisen, dass sie die Wahrheit sagt, und öffentlich zeigen, dass sie nichts zu verbergen hat», so ein Freund der Familie in Schwetzingen zum «Sonntag». Laut Christian Hirsch, Richter und stellvertretender Pressereferent am Landgericht Mannheim, werde der Ausschluss der Öffentlichkeit «mit Sicherheit im Rahmen des Prozesses ernsthaft geprüft».
In Schwetzingen trauen insbesondere viele Frauen Kachelmanns Ex-Geliebter zu, die Tat aus Rache konstruiert zu haben. Doch wer mit Leuten im Umfeld der Familie spricht, bekommt zu hören, wie schwer der Radiofrau der Schritt zur Anzeige gegen den Star-Moderator gefallen ist. Als Medienprofi habe sie erahnt, was auf sie zukommen werde, «aber mit dem Wissen von heute würde sie es nicht mehr tun», so der Tenor.
Nach einem längeren Aufenthalt in einer Klinik kehrt das mutmassliche Vergewaltigungsopfer nur langsam ins Leben zurück, wie Hans Leyendecker in der «Süddeutschen Zeitung» schrieb. Er hatte Einsicht in die Akten. Sie könne «ihren Körper nicht mehr im Spiegel ansehen, sie ekele sich vor sich selbst».
Der neuerliche Schritt in die Radiowelt, die sie so liebt, hat diesen Weg erleichtert. Ob sie als Opfer aus dem Prozess des Jahres geht, wird ab Montag in Mannheim entschieden.
(http://www.sonntagonline.ch/index.php?g=1&show=news&type=nachrichten&id=1210)
Anmerkung: CSD hat immer garbeitet, das kann man auch im Tagebuch nachlesen. Und Aufenthalt in einer Klinik? Wann soll das gewesen sein!
5.9. Die Nebenklägerin ist angeschlagen, kaum mehr arbeitsfähig, seit Monaten in Therapie(…)
(…) Doch noch kann man sie ,wie jüngst, in Ruhe im DM -Markt ein paar Kleinigkeiten einkaufen, am Schwetzinger Schlossgarten spazieren, vorbei am Edel-Italiener „Delle Rose“ , einen der von Jörg Kachelmann favorisierten Restaurants ( das Wort“ sehen „fehlt)( …)
(..)Stattdessen kursieren im Ort Gerüchte, die Kripobeamten, zu denen Sabine W. am Morgen nach der mutmasslichen Tat kam, hätten sie im „schlimmen“ Zustand erlebt; nie und nimmer könne sich jemand selbst in diese Verfassung befördern. (…)
(…) Dafür wurde Kachelmann im Dezember 2009 im nahegelegenen Speyer mit einer schwarzhaarigen Dame beim Dinner gesichtet. Es sei ihm sichtlich unangenehm gewesen, sagt ein Beobachter. Den Tisch habe die Dame auf einen anderen Namen reserviert (…)
Anmerkung: Nur einige Highlights der Printausgabe: Welt am Sonntag vom 5.9.2010 Die Akte Kachelmann
5.9. Dieser Prozess wird ein Medienspektakel sondergleichen. Die beiden deutschen TV-Sender N24 und n-tv werden mit Übertragungswagen vor Ort sein und den ganzen Tag in diversen Sondersendungen live vom Prozess aus Mannheim berichten. 48 Journalisten sind für diesen Gerichtsprozess akkreditiert und werden von dem Gerichtsverfahren für diverse Medien berichten. Im Saal selber werden 85 Prozessbeobachter Platz finden, der Saal wird mit Sicherheit wegen des Riesenandrangs und Überfüllung geschlossen werden. (Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen)
5.9. Zwar hat die Frau bei ihren Aussagen in der Tat seltsame Haken geschlagen, die Schatten des Zweifels auf ihre Anschuldigungen werfen: Den anonymen Brief mit den auf Kachelmann und eine andere Geliebte ausgestellten Flugtickets, den sie kurz vor seinem Besuch im Briefkasten gefunden haben will, schrieb sie selbst. Auch dass sie mit jener Frau schon Wochen zuvor per Mail verkehrt hat, räumte sie erst auf hartnäckiges Nachfragen ein. Hat sie womöglich von langer Hand einen perfiden Racheakt vorbereitet? Oder waren dies nur die hilflosen Versuche einer verzweifelten Frau, das erschütterte Selbstwertgefühl wiederzuerlangen?( Süddeutsche.de)
5.9. Zwangsbegutachtung von Jörg Kachelmann: Im Vergewaltigungsprozess vor dem Landgericht Mannheim wird der Wettermoderator ab morgen von einem Psychiater beobachtet werden. Während vom mutmasslichen Opfer, 37, ein psychologisches Gutachten vorliegt, hat sich Kachelmann, 52, nie begutachten lassen. „Es besteht keine Veranlassung dazu“, sagt Ralf Höcker, Medienanwalt im Verteidigungs-Team. Und:“ eine Zwangsbegutachtung wäre unangemessen und diskriminierend. Rechtsexperten finden, mit einer Begutachtung könne der Angeklagte nur verlieren, weil sich jedes Wort gegen ihn wenden könne. Möglich, dass Kachelmann Schweigt (SonntagsZeitung)
5.9. swissinfo.ch: Wurden die Medienrechte im Fall Kachelmann verletzt?
P.S.: Meiner Meinung nach gab es eine Reihe von Berichten, welche die Privatsphäre von Kachelmann verletzten. Zum Beispiel hat der Blick-am-Abend eine so genannte Topnews Nummer 5 publiziert mit dem Titel: “So schleimte er per SMS”. Untertitel: “Schmalzig, der Wettermann schrieb 50 klebrige SMS an Popsternchen Indira…” Und dann wird aus diesen privaten Messages zitiert.
All das hat nichts mit dem Fall zu tun, und es besteht kein gesellschaftliches Interesse für solche SMS.
swissinfo.ch: Ist jetzt Kachelmanns Ruf für immer geschädigt, auch wenn er freigesprochen würde?
P.S.: Nein, das glaube ich nicht. Wenn ein Freispruch erfolgt, wird wahrscheinlich wieder Gras über die Geschichte wachsen, obwohl der Ruf des Strahlemanns gewiss verschlissen ist.In Deutschland kann ich mir vorstellen, dass Kachelmann nach einer Abstandspause wieder zum Zug kommt. In der Schweiz ist er ja, soweit ich sehe, kaum mehr aufgetreten.
Medienrechtler Peter Studer fordert mehr Zurückhaltung und Respekt. http://www.swissinfo.ch/ger/gesellschaft/Kein_Eingriff_in_Privatsphaere_zwecks_Unterhaltung.html?cid=28215752
Anmerkung: Heisst, dass dieses “Sternchen” Reklame brauchte und die SMS der Bildzeitung zur Verfügung gestellte – wobei es natürlich nicht ausgeschlossen ist- Geld stinkt nicht!
1.Prozesstag Montag 6.September 2010
6.9. Jörg Kachelmann Prozess geplatzt! Bunte Überschrift am 6.9.20.10 10:19 UHR
6.9. Um 9 Uhr 19 ist die mit grosser Spannung erwartete Gerichtsverhandlung gegen den Schweizer Wettermoderator Jörg Kachelmann am Landgericht Mannheim bereits wieder unterbrochen worden. Wie der Gerichtsvorsitzende Michael Seidling bekanntgab, hatte die Verteidigung am Wochenende per Fax ein Ablehnungsgesuch gegen zwei Richter wegen Befangenheit eingereicht. Das Gesuch richtet sich gegen den Gerichtsvorsitzenden Michael Seidling sowie die Beisitzerin Daniela Bültmann. Die Gründe für das Ablehnungsgesuch wurden am Gericht nicht erläutert. Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock erklärte vor den Medien, er wolle die Auseinandersetzung gegen die betroffenen Richter nicht in der Öffentlichkeit führen. Deshalb habe er sich auf eine schriftliche Begründung beschränkt, die über 60 Seiten umfasse. (NZZ)
6.9. Sie will nicht aussagen, nicht gegen Jörg Kachelmann und sowieso nicht, weil das alles schon so lange her sei. Sie habe doch keine Ahnung, ob er die Vergewaltigung begangen hat oder nicht. Die Ex-Geliebte hat Angst vor einem Spießrutenlauf bei jenem Verfahren, das diesen Montag beginnt und schon als “Prozess des Jahres” tituliert wird. Neun ehemalige Freundinnen des Wettermoderators hat das Landgericht Mannheim geladen. Einige kommen gern, aus welchen Gründen auch immer. Andere lässt die Vorstellung, dass jetzt Intimstes an die Öffentlichkeit gelangen wird, nicht mehr schlafen. Viel Rücksichtnahme dürfen sie wohl nicht erwarten. Eine der Frauen lehnte zunächst die Aussage bei der Staatsanwaltschaft ab. Daraufhin schrieb der ermittelnde Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge ihrem Berliner Anwalt einen Brief: Sollte seine Mandantin nicht freiwillig aussagen, müsste man eben eine Vorführung “zwangsweise” durchsetzen. (Kampfansage in Mannheim :Spiegel.de)
6.9. Zur Begründung der Prozessunterbrechung sagte Verteidiger Reinhard Birkenstock: “Herr Kachelmann hat den Befangenheitsantrag gestellt, weil die Sorge besteht, dass die beiden abgestellten Richterpersönlichkeiten ihm nicht mit der nötigen Unvoreingenommenheit gegenüberstehen.” Den Grund für die Befangenheitsbefürchtungen wolle man aus Rücksicht auf die Richter nicht öffentlich machen.
Vor dem Prozess hatte es Spekulationen gegeben, dass der Vorsitzende Richter privat mit dem Vater des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers bekannt ist: Die Bild-Zeitung schreibt, einer der beiden Richter stamme aus dem Nachbarort der Nebenklägerin.(Süddeutsche.de)
6.9. Peinlich, peinlicher, Pochers Auftritt! Bildunterschrift: Erkennen Sie den Mann in der Mitte? Nein, es ist nicht Jörg Kachelmann. Wer könnte es sonst noch sein? Kleiner Tipp: Es handelt sich um einen Comedian, der es derzeit etwas schwer hat, weil ihn das Publikum nicht mehr so richtig mag, und auch Harald Schmidt ihn verstoßen hat. Richtig: Oliver Pocher!
C-Promis wie Indira, die Sängerin der untergegangenen Popgruppe Brosis, stellen sich in die Warteschlange und wollen etwas abhaben von der medialen Aufmerksamkeit. “Es ist die große Kachelmann-Show und jede Show braucht ihre Zuschauer”, begründet die Sängerin, die mit dem Moderator einen Flirt via SMS gehabt haben will, ihre Anwesenheit. Dann setzt sie sich neben eine ältere Dame mit Krücken in den Zuschauerraum des Gerichtssaals, rückt ihren kurzen schwarzen Rock zurecht und legt ihre langen Beine übereinander. ( Stern)
6.9. Anders als erwartet, erschien das mutmaßliche Opfer in Begleitung ihres Anwalts vor Gericht. Die 37 Jahre alte Radiomoderatorin tritt als Nebenklägerin in dem Prozess auf. Ihr Verteidiger Thomas Franz bat vor Prozessbeginn darum, die Persönlichkeitsrechte seiner Mandantin nicht zu verletzen und keine Fotos oder Videos von ihr zu veröffentlichen. Anmerkung: Dass die Persönlichkeitsrechte von Jörg Kachelmann unmässig verletzt wurden, scheint der Anwalt vergessen zu haben
Für die 37-Jährige und gegen Kachelmann spricht zunächst das Gutachten des Heidelberger Traumatologen Günter Seidler im Auftrag der Staatsanwaltschaft. Er kam nach langen Gesprächen mit der Frau zu dem Schluss, es gebe keine Anhaltspunkte, dass die „behauptete Vergewaltigung nicht stattgefunden hat“. Dass sie sich an die angebliche Tat nur lückenhaft erinnern könne, begründet Seidler mit der Todesangst, die sie erlebt habe.
Demgegenüber steht die Expertise der Bremer Aussagepsychologin Luise Greuel. Sie stellt fest, dass die Aussagen der Frau nicht einmal die „Mindestanforderungen“ an logischer Geschlossenheit, Detailreichtum und Beständigkeit erfüllten. Ob es die Vergewaltigung gegeben habe, sei „nicht klar“. (ORF.at)
6.9. Obwohl beide Vereine kooperieren, hatte Seidling Medienberichten zufolge gesagt, er kenne weder den Vater noch „das Opfer“. Dass er dabei nicht vom „mutmaßlichen Opfer“ sprach, könnte aus Sicht der Verteidigung für eine Voreingenommenheit des Richters sprechen.
Gegenüber den Medien erklärte Verteidiger Birkenstock: Die Behörden, insbesondere die Staatsanwaltschaft, habe „die Medien gegen Herrn Kachelmann eingesetzt“. Unter anderem sei aus Ermittlerkreisen, Birkenstocks Vermutung zufolge von Seiten der Staatsanwaltschaft, die Information gestreut worden, dass am Tatmesser Spuren des Täters gefunden worden seien. „Jeder weiß, DNA-Spuren sind eine Täterüberführung“, sagte Birkenstock. Es habe jedoch nie DNA-Spuren gegeben. „Das war eine Falschinformation.“ (Welt.online)
6.9. Wie die auskunftsbereiten Frauen womöglich in die Medien kamen, darüber gibt es eine elektronische Spur. Aus der Redaktion der “Bunten” stammt eine E-Mail, in der behauptet wird, dass Frank-Bernhard Werner, Mitgesellschafter von Kachelmanns Firma Meteomedia, dem Blatt eine “Kachelfrau aus der Schweiz” angeboten habe, “die in einem Interview sagen will, dass sie SM-Sex mit der Fliese hatte und er sie dabei auch verletzt habe”. Weiter soll es heißen: “Wenn wir die Tante nicht nehmen, spricht sie Sonntag wohl in der BamS.” (Spiegel36/2010)
6.9. Alles war so schön vorbereitet: “Breaking News”-Insert, Splitscreens, Reporter “vor Ort” “Etwas Verwirrung hier” gab es Montagmorgen beim deutschen Nachrichtensender n-tv. Beitrag abgebrochen, der nächste zu spät angespielt, Moderator stotterte und lächelte peinlich verlegen. Ausgelöst wurde die Pannenserie durch die Vertagung des Prozesses im Fall Jörg Kachelmann. Alles, um dem Ereignis das Drama zu geben, als das es seit Monaten aufgebaut wird: ein Fressen für den Boulevard. Dem kann sich ein kommerzieller Nachrichtensender eben nicht verschließen: Kachelmanns Ex-Freundin klagte, weil er sie “vergewaltigt habe”. Nur ein Wort trennt da vom “hat” und von lupenreiner Vorverurteilung. Die Verteidigung sei der Ansicht, der Richter habe “sozusagen Heimvorteil”. Der Befangenheitsantrag wird mit lässiger Rhetorik ins Unglaubwürdige gezogen.( http://derstandard.at/1282979032915/Prozessbeginn-im-Fall-Kachelmann-Fressen-fuer-den-Boulevard)
6.9.So ein Klima kann nur entstehen, wenn ein Mensch öffentlich degradiert und für vogelfrei erklärt wird.( Schwarzer in Bild.de)
Alice Schwarzer hat Jörg Kachelmann- über das Prozessende hinaus- für vogelfrei erklärt!
7.9. Sein Anwalt Reinhard Birkenstock sagte hinsichtlich eines Messers, das bei der Vergewaltigung eine zentrale Rolle gespielt haben soll: O-Ton: “Es gibt keine Spuren an diesem Messer, von dem die Nebenklägerin behauptet, es sei ein Tatmesser, die Herrn Kachelmann zuzuordnen sind. Es handelt sich da um Nullspuren. Das war eine Falschmeldung.”Der leitende Staatsanwalt Oskar Gattner erklärte hingegen, die Medien nicht zu instrumentalisieren:O-Ton: “Das liegt sicher nicht an uns. Wir gewinnen dadurch auch nichts. Es gibt ja Hinweise darauf, auch auf die auszugsweise Veröffentlichung von Akten, Aktenteilen. Wir haben uns von Anfang an auf eine relativ zurückhaltende Medienpolitik beschränkt, und das haben wir auch durchgehalten. (SüdtirolNews)
6.9. Im Foyer des Gerichts und auf dem Bürgersteig nutzten Kachelmanns Anwälte jedes Mikrofon, um die Staatsanwaltschaft erneut für ihren bisherigen Umgang mit ihrem Mandanten zu kritisieren. „Mediale Notwehr“ nannte Professor Ralf Höcker dieses Vorgehen, nachdem man sich nach der Verhaftung Kachelmanns zwei Monate lange zurückgehalten habe. Den Kölner Medienexperten hatte Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock von Anfang an mit ins Boot geholt. Zum Ende des ersten Prozesstages sprach Höcker von einer „Hetzjagd gegen einen Menschen“, während Birkenstock der Staatsanwaltschaft vorwarf, „mit halbwahren und falschen Informationen“ an die Öffentlichkeit gegangen zu sein.(Frankfurter Rundschau)
7.9. Jörg Kachelmann hat neben seinem Strafverteidiger auch einen Medienanwalt engagiert. Welchen Eindruck haben Sie von der Öffentlichkeitsarbeit der Verteidigung Kachelmanns?
Die Prozess-PR war in diesem Fall so plump und offensichtlich durchschaubar, dass sie allein schon deswegen nur eine sehr beschränkte Wirkung haben wird. Die Richter merken natürlich, auf welch plumpe Art sie beeinflusst und unter öffentlichen Druck gesetzt werden sollen. Das fördert eher Trotzreaktionen, die Herrn Kachelmann nicht nützen werden.
(..) Gerade in einem solchen Fall wäre es die große Kunst der Litigation-PR gewesen, die öffentliche Diskussion möglichst wenig zu befeuern. Wenn gegen Prominente ermittelt wird, ist das natürlich immer eine Nachricht. Auch die besten Litigation-PR-Strategen hätten nicht verhindern können, dass über die Ermittlungen gegen Jörg Kachelmann öffentlich berichtet und diskutiert wird. Man hätte aber die öffentliche Debatte nicht immer wieder anheizen dürfen.(…)
Staatsanwaltschaft hat zu viele intime Details herausgegeben
Das gilt aber genauso für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsanwaltschaft. Sie hat viel zu viele intime Details peu à peu in die Öffentlichkeit gegeben und Jörg Kachelmann immer wieder bloßgestellt. Das war rechtswidrig. Damit hat sie aus meiner Sicht die Unschuldsvermutung verletzt – und Persönlichkeitsrechte von Jörg Kachelmann.
(…)Wenn ich das richtig sehe, hat der Anwalt des mutmaßlichen Opfers von Jörg Kachelmann hier sehr geschickt agiert: Er hat sich aus der Diskussion herausgehalten. Er hat nichts getan, um die öffentliche Debatte über seine Mandantin, die ehemalige Freundin von Herrn Kachelmann, anzuheizen(…) Anmerkung: Dann hat Volker Boehme-Neßler, Medienrechtler, der diess Interview gegeben hat, sich aber nicht genau informiert.(NDR:Die Öffentlichkeitsarbeit von Verteidigern und Staatsanwaltschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung – nicht nur im Fall Kachelmann. Der Medienrechtler Volker Boehme-Neßler erläutert das Phänomen.)
7.9. «Peinlich, peinlicher, Pocher», überschreibt «Die Welt» ihre Bildstrecke vom ersten Prozesstag in Mannheim, bei dem die Frage geklärt werden soll, ob Jörg Kachelmann eine Frau vergewaltigt hat. Der Komödiant hatte sich als Doppelgänger des Angeklagten ausgegeben – und muss sich nun selbst Klagen ob seiner wenig originellen Vorstellung anhören. Das deutsche Feuilleton ätzt, die Pocher-Parodie sei mehr Ausdruck eines Dramas als ein Schwank. Es geht um die Grenze des guten Geschmacks: Billiger Klamauk habe bei einem Prozess dieser Tragweite nichts verloren, argumentieren die Kritiker.
(…) Eine Verzweiflungstat: Man muss kein Medienprofi sein, um hinter dem in Kauf genommenen Eklat den Quotendruck zu erkennen: Nachdem der TV-Sender Sat.1 Pocher gewiss nicht für ein Trinkgeld von der ARD losgeeist hatte, floppte die erste Staffel seiner Talk-Show am Freitagabend kläglich. Auch der neue Sendeplatz kann den Abwärtstrend nicht stoppen. Die ersten beiden Sendungen der «Oliver Pocher Show» erreichten am Freitagabend um 23.15 Uhr laut «Meedia.de» nur 9,5 Prozent und 6,5 Prozent der Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren: Die Luft für den Fernsehclown wird also dünn. (…)
(..) Ein entlarvendes Interview mit dem Deutschen haben die ORF-Angestellten Dirk Stermann und Christoph Grissemann im September 2009 geführt. Sie fragten ihn (bei Minute zehn) in «Willkommen Österreich»: «Muss man nicht auch ein Arschloch sein, um so was zu machen? Wenn man keine Hemmungen mehr hat?» Pochers peinlich-ausweichende Antwort: «Man ist dann ja auch in so einer Rolle…»
Diese Rolle des Arschlochs hat er offenbar verinnerlicht. (…) (http://www.20min.ch/people/international/story/19288214)
8.9.
Alice im Wunderland. Angeführt von Bild, Blick und Focus wurden die Journalisten quasi zu Pressesprechern der Mannheimer Staatsanwälte. Täglich flüsterte die Justiz den Medien neue Verdachtsmomente ins Ohr. Die Medien druckten und sendeten das Geflüster ungeprüft und reicherten es zur Freude der Justiz mit allerlei schmutzigen Geschichten aus Kachelmanns Privatleben an. Erst als der Spiegel, die Zeit und die Weltwoche gegensteuerten, unterbrachten sie kurz die flotte Party der vereinigten Juristen und Journalisten. (Weltwoche36/2010)
8.9. Um die Wahrheit im Prozess gegen Jörg Kachelmann ans Licht zu bringen, hat sich der Vorsitzende Richter Michael Seidling für einen ungewöhnlichen Weg entschieden. Ein Psychiater soll den Wetter-Moderator fortan im Gericht beobachten und analysieren. Dagegen wehren sich Kachelmann und seine Anwälte. Strafrechtlerin Andrea Combé soll laut Bild-Zeitung gesagt haben: «Wir sehen keine Veranlassung für eine Begutachtung, weil unser Mandant unschuldig ist. Er wird daher nicht mitwirken.»
Was den Richter zu diesem Schritt bewegt hat? Die Glaubwürdigkeit der beiden Hauptpersonen, Klägerin (Kachelmanns Ex-Freundin) und Angeklagter (Kachelmann), ist entscheidend. Um dies beurteilen zu können, braucht er psychologische Gutachten. Auch will er sich im Streit von Verteidigung und Staatsanwaltschaft über bislang mehr als ein Dutzend Gutachten ein unabhängiges Bild machen und hat deshalb laut Bild den Heidelberger Psychiater Hartmut Pleines bestellt. Er soll Kachelmann während des Verfahrens begutachten und den Wahrheitsgehalt von dessen Aussagen einschätzen. (news.de)
6.9. Aus Pietätsgründen
Damit auch wirklich alles gelingt, und zum Eindämmen richterlicher Einsamkeit, erhält Michael Seidling exklusiv einen quasi globalen Sachverständigen zu Seite.
Viel Glück, wenig Kaffeesatz und nuda veritas !

Zwei Sachverständige vor einem schier unlösbaren Problem:
Richter Michael Seidling und Sigmund Freud
http://web-quantensprung.blogspot.com/2010/09/jorg-kachelmann-dream-team-wahrer.html
9.9. Fall Kachelmann Ein verfahrenes Verfahren Prozessauftakt im Fall Kachelmann: Kann der Angeklagte noch auf eine faire Behandlung hoffen?
Zum Prozessauftakt am Montag dieser Woche hat Jörg Kachelmann die Mannheimer Strafjustiz eines Besseren belehrt. Entgegen den Prognosen der Staatsanwaltschaft und der Richter der 5. Großen Strafkammer, die ihn – mit der Begründung, er würde andernfalls flüchten – in Untersuchungshaft halten wollten, ist er zur Hauptverhandlung erschienen und nimmt zwischen seinen Verteidigern auf der Anklagebank des Landgerichts Platz. Da sitzt der ARD-Wetteransager mitten im Medientrubel und sieht aus wie einer, der nicht viel isst und nicht gut schläft in letzter Zeit.(DieZeit)
10.9. Befangenheitsantrag abgelehnt: Betroffen waren der Vorsitzende Richter, Michael Seidling, und die beisitzende Richterin Daniela Bültm. Die Anwälte befürchteten, die beiden seien nicht unvoreingenommen gegenüber Kachelmann. Denn der Vorsitzende Richter ist im selben Sportclub wie der Vater der Klägerin, die sagt, Kachelmann habe sie vergewaltigt und mit einem Messer bedroht. Die beisitzende Richterin Bültm soll die Klägerin in einem Interview als «Opfer» bezeichnet haben.
Jetzt haben die Richter im Prozess, die vom Befangenheitsantrag nicht betroffen sind, gemeinsam mit weiteren Richtern beschlossen, den Antrag abzulehnen. Solothurnerzeitung.ch
Anmerkung: Die alte Geschichte von den Krähen!
10.9. Richter mit Interview-Faux-pas !
“Intime Details” sind am Montag nicht zu erwarten. Vielmehr wird darüber entschieden werden, ob die beiden Richter tatsächlich befangen sind. Laut Medienberichten soll der Vorsitzende Richter, Michael Seidling, stellvertretender Präsident eines Sportvereins gewesen sein, der sich in der unmittelbaren Nachbarschaft mit einem anderen Sportverein befand, in dem der Vater der Klägerin den Vorsitz innehatte.
Zudem soll der Richter in einem Interview, die Radiomoderatorin als “Opfer” und nicht als “mutmaßliches Opfer” bezeichnet haben, was die Verteidigung als Voreingenommenheit auslegt.(OEat)
12.9. Die Bildzeitung bietet auch Thea Dorn( die, laut Wikipedia eine ideologiefreien Geschlechter- und Feminismusdebatte anstossen wollte) auf in der Schlacht Kachelmanvorverurteilung: Zwei Verlorene im Labyrinth der Lebenslügen
Weil sie hoffte, er würde ihr versichern, dass alles ein Missverständnis und nur sie seine wahre Liebe sei? Wie haltlos muss eine erwachsene Frau sein, die den Mann, der sie belügt, regelrecht anfleht, sie weiter zu belügen? Die glaubt, ein über elf Jahre errichtetes Luftschloss könne mit einem Streich in ein reales Schloss – oder zumindest ein Häuschen im Schwarzwald – verwandelt werden?
Die verzweifelte Königstochter hat den Wetterfroschkönig an die Wand geworfen. Doch der verwandelte sich nicht in einen Königssohn mit schönen und freundlichen Augen. Sondern in den bösen Wolf.
Anmerkung: Hatte Schwarzer keine Zeit?
2. Prozesstag Montag, 13. September
13.9. Kachelmanns Anwalt Reinhard Birkenstock hat scharfe Kritik an der Verhandlungsführung des Gerichts geübt. Er kritisierte vor allem den Plan, vor dem mutmaßlichen Opfer zunächst ehemalige Freundinnen des Angeklagten zu vernehmen. „Wir sind in einer Situation, in der alles danach schreit, dass jetzt Frau D. gehört wird“, sagte Birkenstock. „Ich kenne keine Verhandlung, in der nicht nach der angeklagten Person zuallernächst derjenige gehört wird, der behauptet, verletzt worden zu sein.“
Auch das mutmaßliche Opfer erschien am Montag im Landgericht Mannheim. Die 37 Jahre alte Radiomoderatorin, die als Nebenklägerin in dem Verfahren auftritt, saß mit ihrem Anwalt gegenüber von Kachelmann und dessen Verteidigern. Nach Verlesung der Anklage kündigte ihr Anwalt an, dass sie bis zu ihrer für den 13. Oktober vorgesehenen Zeugenaussage nicht mehr persönlich an der Hauptverhandlung teilnehmen werde. Dann verließ sie den Saal. (B.Z.online)
13.9. Es lieferte einen Einblick in die Geschehnisse dieser Nacht: «Drei Mal hat sie den Geschlechtsverkehr unterbrochen und mich gefragt: ‘Liebst Du mich?’», schilderte Kachelmann die einzige ungewöhnliche Szene der Nacht. Es blieben nicht die einzigen intimen Details: «Hatte Sie ihre Menstruation?» «Haben Sie Blut gesehen?» Solche und andere Fragen musste sich Kachelmann während der Befragung anhören. Seine Antworten verlas der Richter heute, sie könnten im weiteren Verlauf des Prozesses von Bedeutung werden. Noch hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen nicht offengelegt, noch steht die Aussage von Jörg Kachelmann genauso im Raum wie die von Sabine W.(20min online)
13.9. Einerseits sei es eine Zumutung, dass diese Frauen über intimste Sachen aussagen müssten, obwohl es nichts zum Fall beitragen würde. Er forderte deshalb, dass ein Teil der Zeuginnen ausgeladen wird oder zumindest in einem nicht öffentlichen Verfahren aussagt. Anderseits fand er, dass vor allem eine Zeugin das «Ansehen der Justiz» gefährde. «Die Zeugin ist von der «Bunten» ausgegraben worden und hat ihre Aussage dem Magazin exklusiv verkauft», so Birkenstock. ( 20minonline)
13.9. Prozesstag mit schwachen Beweisen. Der Angeklagte schilderte hier dem Richter den angeblichen Tatabend aus seiner Sicht: Ein ganz normaler Abend, wie er ihn häufig in der Wohnung der Gelegenheitsgeliebten verbracht habe – so normal, dass er nicht mehr sagen kann, was es zu essen gab, ob er die Küche betreten hat, und ob die Frau ihre Monatsregel hatte. Kachelmann weiß bloß noch, dass die Beziehung mit der Freundin an diesem Abend nach heftigen Vorwürfen ihrerseits zu Ende ging – aber auch dieser Trennungsakt kommt in Kachelmanns Schilderung farblos, undramatisch, fast gleichgültig daher.
Bei der Nebenklägerin, der Kröber durchaus einige “manipulative Potenz” zuerkennt, hat der Kriminalpsychiater allerdings kein Trauma gefunden. Auch keine Löschung von Erinnerungen an den Tatablauf und auch keine schamvolle innere Hemmung, vom erzwungenen Geschlechtsverkehr zu berichten – “wohl aber eine normalpsychologisch nachvollziehbare emotionale Labilität, insbesondere durch Kränkungen, die ihr Jörg Kachelmann zugefügt habe”.
Vor allem aber entlarvt der Sachverständige in seinem Gutachten das zutiefst Unseriöse der Argumentation des die Nebenklägerin behandelnden Traumatologen. Der hatte bei seiner Patientin erst eine Posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert, um dann von der eigenen Diagnose darauf zu schließen, dass es die behauptete Vergewaltigung wirklich gegeben habe.(DieZeit)
13.9. Jörg Kachelmann war gewohnt zu dominieren. Er hat es fertiggebracht, dass sich ihm Frauen reihenweise unterwarfen. Dabei scheint er es weniger auf die Herzen der stolzesten Frauen abgesehen zu haben. Sondern auf Frauen wie Sabine W., mit denen er ein erschreckend leichtes Spiel hatte. Ob ihm darüber, dass alles so einfach ging, das Bewusstsein abhanden gekommen ist, dass es letztlich ein gefährliches Spiel bleibt, das er mit seiner halsbrecherischen Affären- und Beziehungsakrobatik treibt?
Die Don Juans früherer Zeiten wussten, dass sie mit dem Feuer spielen, dass jederzeit ein Verlobter, Gatte oder sonstiger Verwandter der Verführten und Betrogenen mit dem Dolch vor ihnen stehen kann. Jörg Kachelmann ließ sich von seinen „Schwiegermüttern“ mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen bewirten. Vieles spricht dafür, dass er sich den Biedermann selbst geglaubt hat. Und es deshalb doppelt nicht fassen kann, dass die einst erfolgreich Unterworfene ihm nun als Nebenklägerin gegenübersitzt, während der öffentliche Meinungssturm ihm eine Höllenfahrt beschert.
Aber auch uns, dem schockiert-faszinierten Publikum, zeigt der „Fall Kachelmann“, dass es eine Schimäre bleibt zu glauben, wir könnten den Irrgarten unserer Begierden und Sehnsüchte zu einem übersichtlichen Schrebergarten machen. Mit ihrem Brachialvers „Sex ist eine Schlacht, Liebe ist Krieg“ dürften Rammstein selbst dort recht haben, wo keine neunschwänzigen Katzen und Handschellen im Spiel sind. (Bild)
Anmerkung: Weil mit dem Namen Kachelmann gute Kasse gemacht werden kann, hat nun Jeder etwas zu sagen, so auch: Thea Dorn, 40, Sie blickte in die Augen des Angeklagten, des mutmasslichen Opfers und in all die Abgründe, titelt die Bildzeitung…. Ferndiagnosen von unqualifizierten Personen!
13.9. Der Vergewaltigungsprozess gegen den TV-Moderator Jörg Kachelmann ist am Montag vor dem Landgericht Mannheim kurz nach Beginn für kurze Zeit unterbrochen worden. Die Verteidigung beantragte ein Rechtsgespräch, an dem das Gericht, die Staatsanwaltschaft und der Nebenklägervertreter teilnehmen soll.
Zugleich kündigte das mutmaßliche Opfer am Rande der Verhandlung an, nicht mehr an dem Prozess teilzunehmen.(Schenefelder Tagblatt)
13.9.“Sie hat eine gewaltige manipulative Potenz”
Birkenstock forderte außerdem, Oberstaatsanwalt Oskar Gattner und Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge als Zeugen zu vernehmen. Sie hätten dem mutmaßlichen Opfer versprochen, dass Kachelmann in Untersuchungshaft bleibe, auch nachdem die Frau ihre Aussage in einigen Punkten korrigiert hatte. Dieser Vorgang sei nicht in die Akten aufgenommen worden.(Stern)
13.9. Deshalb wurde am Montag erstmals öffentlich seine Einlassung verlesen, die er kurz nach seiner Festnahme beim Haftrichter machte.
Danach habe seine frühere Freundin am 9. Februar bereits in ihrem Schlafzimmer mit Handschellen und Reitpeitsche auf ihn gewartet. Es sei zu einvernehmlichem Sex gekommen, danach hätten sie zusammen gegessen. Erst dann habe seine damalige Freundin ihn wegen eines auf ihn und eine andere Frau ausgestellten Flugtickets zur Rede gestellt. Beide seien danach davon ausgegangen, dass die Beziehung zu Ende sei. Als er sie verlassen habe, sei sie unverletzt gewesen. Dass er ein Messer angefasst habe, verneinte er, relativierte dann aber, er könne sich jedenfalls nicht daran erinnern.
Im Übrigen wurde bekannt, dass Kachelmann zeugungsunfähig ist und er deshalb keine Kondome benutzt. Die beiden Kinder aus seiner früheren Ehe stammen nicht von ihm. Das habe er bei einem Test erfahren. Weil seine frühere Frau ihm die Kinder untergeschoben habe, habe er großes Misstrauen in Beziehungen gehabt. Sein Verhältnis zum mutmaßlichen Opfer schilderte er dem Haftrichter als locker.
Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge verlas am Montag die Anklageschrift. Danach habe Kachelmann seiner damaligen Freundin in ihrer Küche ein Messer vorgehalten und sie ins Schlafzimmer geschoben und ihr gedroht: „Halt die Klappe, oder du bist tot.“ Während der Tat habe er ihr den Mund zugehalten und das Messer an den Hals gedrückt, wovon sie Rötungen im Halsbereich davongetragen habe. Die Gewaltanwendung habe außerdem zu blauen Flecken an den Oberschenkeln geführt.(Main Post)
13.9. Der Angeklagte schilderte hier dem Richter den angeblichen Tatabend aus seiner Sicht: Ein ganz normaler Abend, wie er ihn häufig in der Wohnung der Gelegenheitsgeliebten verbracht habe – so normal, dass er nicht mehr sagen kann, was es zu essen gab, ob er die Küche betreten hat, und ob die Frau ihre Monatsregel hatte. Kachelmann weiß bloß noch, dass die Beziehung mit der Freundin an diesem Abend nach heftigen Vorwürfen ihrerseits zu Ende ging – aber auch dieser Trennungsakt kommt in Kachelmanns Schilderung farblos, undramatisch, fast gleichgültig daher.
Dann spricht der Verteidiger. Reinhard Birkenstock, der Rechtsanwalt Kachelmanns, fasst die aktuelle Gutachtenlage zusammen und die sieht nicht gut aus für Staatsanwaltschaft und Nebenklage: Eine Bremer Aussagepsychologin hält in ihrer Expertise die Vergewaltigungsschilderung der Opferzeugin für so dürftig und unplausibel, dass sich damit eine tatsächlich stattgefundene Vergewaltigung nicht beweisen lässt. (DieZeit online)
13.9. «Ich schwöre bei allem, was mir heilig ist, dass die Vorwürfe haltlos und falsch sind», sagte Kachelmann bei der Einvernahme. Er habe weder ein Messer berührt noch die langjährige Geliebte vergewaltigt. Was in der Wohnung von Sabine W. in Schwetzingen passierte, schilderte Kachelmann so: Als er am späten Abend des 8. Februar deren Wohnung betreten habe, sei die 37-jährige Frau bereits ausgezogen gewesen. Sie habe Reizwäsche angehabt, «in den Händen hielt sie Handschellen» und eine Reitgerte habe sie auch gehalten. So sei es praktisch immer gewesen, wenn sie miteinander Sex gehabt hätten.
«Es kam zum Geschlechtsverkehr – und dies erfolgte zu jedem Zeitpunkt in gegenseitigem Einvernehmen», sagte Kachelmann weiter. Danach hätten sie sich vor den Fernseher gesetzt und etwas gegesssen.
Im Laufe des Abends habe ihr Sabine W. gesagt, dass die Vertrauensbasis der Beziehung nicht mehr gegeben sei, weil er eine andere Frau habe. Anschliessend hätten sie sich emotional, aber normal verabschiedet. Er habe in einem Hotel übernachtet und sei schliesslich nach Kanada geflogen.Vor dem Haftrichter bestritt Kachelmann entschieden, dass er Sabine W. Verletzungen zugefügt habe. Als in der Nacht auf den 9. Februar die Wohnung in Schwetzingen verlassen habe, sei sie nicht verletzt gewesen. «Die Verletzung durch ein Messer am Hals und die Hämatome an den Oberschenkeln muss sie sich selber zugefügt haben.»(Der Bund)
13.9. „Ich möchte vorwegschicken, dass ich schwöre bei allem, was mir heilig ist, dass der Vorwurf falsch ist. Ich habe kein Messer berührt. Wir hatten uns per SMS verabredet. Frau W. wollte nackt auf dem Bett warten.“„Ihr Strickkleidchen war bereits hochgeschoben, als sie mich empfing. Sie hielt die Handschellen bereits in der einen Hand, hatte eine Reitgerte bereitliegen. Wir hatten zunächst oralen und dann normalen Geschlechtsverkehr. (…) Danach war es üblich, dass wir uns vor den Fernseher setzten. Ich gehe davon aus, dass sich auf dem Sofa noch DNA-Spuren von mir finden, sozusagen vom Heraustropfen.“
„Nach dem Essen kam sie auf das Kuvert mit den Flugtickets zu sprechen. Ich gab zu, dass ich mit dieser Frau nach Vancouver geflogen war. Danach sah sie keine Vertrauensbasis für eine Beziehung mehr. Ich habe nicht gekämpft. Wir haben uns normal, aber emotional verabschiedet.“
• Kachelmann über die Beziehung mit Sabine W., die er seit 1998 kannte: „Ich habe sie 10- bis 12-mal im Jahr gesehen, dann wieder ein paar Monate nicht. (…) Telefonischer Kontakt war selten, mehr per SMS und Mail. (…) Die Perspektive war nie ein Thema. Die Treffen waren in ihrer Seltenheit für beide Seiten in Ordnung.“
• Kachelmann über finanzielle Hilfe für Sabine W.: „Ich habe sie unterstützt, habe ihr manchmal einen dreistelligen Betrag überwiesen, wenn sie knapp bei Kasse war.“
• Kachelmann über gemeinsame Aktivitäten mit Sabine W.: „Ich habe nur einmal für eine halbe Stunde am Familientisch gesessen. Ich war mit ihr einmal für eine knappe Woche in Oklahoma, doch das war für beide Seiten ein frustrierendes Erlebnis. Ich habe nie Weihnachten mit ihr verbracht.“
• Kachelmann über Hoffnungen, die sich seine Ex-Freundin machte: „Ich bemerkte im letzten halben Jahr ein wachsendes Interesse von ihr an mir. Ich sprach sie auch darauf an. Sie sagte, sie sei zu dem Schluss gekommen, dass ich doch nicht so dumm sei. (…) Ich muss mich bei Frau W. entschuldigen. Ich habe ihr nicht klar gesagt, dass ich keine Perspektive sehe.“
• Kachelmann über Untreue: „Ich war Frau W. nicht treu, ich hatte weitere Verhältnisse von der Art wie mit Frau W.“
• Kachelmann über seine Kinder: „Ich habe in Kanada zwei Kinder, von denen ich später erfuhr, dass sie nicht von mir sind. Seither habe ich ein großes Misstrauen in neue Bindungen. (…) Meine Kinder sind sechs und zehn Jahre alt.“
• Kachelmann berichtet über Zeugungsunfähigkeit: „Ich habe ein Spermatogramm gemacht. Dabei kam heraus, dass eine Befruchtung mit technischen Methoden wohl nicht ausgeschlossen sei, aber nicht auf dem Normalwege. (…) Frau W. wusste von meiner Zeugungsunfähigkeit, deshalb fand der Geschlechtsverkehr stets ohne Kondom statt.“
• Kachelmann über das Beziehungsende am Tatabend: „Erst kam das Essen, dann kam der Brief. Wir haben beide geweint. Das Gespräch hat auch viel Schweigen beinhaltet. Es dauerte so eine halbe Stunde. (…) Ich sagte: Das war es ja wohl? Sie sagte: Ja. Beim Sex fragte sie dreimal: Liebst du mich überhaupt? Hinterher wusste ich warum. Ich hätte mir gewünscht, sie hätte es früher thematisiert.“
• Kachelmann auf die Frage, ob er das Messer, mit dem Sabine W. verletzt worden sein soll, in der Hand hatte: „Nein, ich hatte das Messer nicht in der Hand. Ich kann mich nicht erinnern, an jenem Abend das Messer berührt zu haben. 100-prozentig kann ich aber nicht ausschließen, das Messer benutzt zu haben, erinnern kann ich mich aber nicht.“
• Bei der Vernehmung zeigt der Richter dem Moderator Fotos der Verletzungen von Sabine W.. Kachelmann bestreitet, etwas damit zu tun zu haben. „Ich habe nichts getan, was zu den Hämatomen führte. (…) Sie muss sich die Verletzungen selbst zugefügt haben. Als ich sie verließ, hatte sie die nicht.“
14.9. Aber erstmals wurde das verlesen, was er im März dem Haftrichter gesagt hatte. Die Öffentlichkeit kennt diesen Tag, denn nach dieser Aussage rief Kachelmann den vorm Mannheimer Landgericht wartenden Journalisten zu, dass er unschuldig sei. Die Szene lief in allen Fernsehsendern. Was Kachelmann damals dem Haftrichter erklärt hatte, wurde am Montag vor dem Landgericht öffentlich. Er sagte, seine Freundin habe bereits in ihrem Schlafzimmer mit Handschellen und Reitpeitsche auf ihn gewartet. Es sei zu einvernehmlichem Sex gekommen, danach hätten sie zusammen gegessen. Erst dann habe seine Freundin ihn wegen eines auf ihn und eine andere Frau ausgestellten Flugtickets zur Rede gestellt, sagte Kachelmann. Als er sie verlassen habe, seien beide vom Ende der Beziehung ausgegangen. Sie sei unverletzt gewesen. Ob er ein Messer angefasst hat, daran kann sich der wegen schwerer Vergewaltigung Angeklagte nicht erinnern.
3. Prozesstag Mittwoch, 15. September 2010
15.9. An der heutigen Verhandlung hatte das Landgericht Mannheim zunächst drei Polizisten befragt. Die Beamten schilderten die Umstände der Anzeige, die das mutmassliche Opfer Sabine W. erstattete. In der Verhandlung liess das Gericht den Telefonanruf der 37-jährigen Frau abspielen. Auch ihr Handy und der Computer wurden später sichergestellt und durchsucht. Dabei kam heraus, dass das mutmassliche Vergewaltigungsopfer Kachelmann noch zweimal im März anrief, wie die Nachrichtenagentur dapd berichtet. Die Ex-Geliebte Kachelmanns erklärte das der Polizei damit, dass sie sicher sein wollte, dass er noch im Ausland ist.
Im Weiteren erzählten die Polizisten, wie die Festnahme des 52-jährigen
Kachelmanns am 20. März 2010 auf dem Flughafen Frankfurt erfolgte. Kachelmann, der aus Kanada gekommen war und von einer jungen Frau abgeholt wurde, sei von acht Polizisten beschattet worden. Diese hätten ihn bei der Gepäckausgabe und der herzlichen Begrüssung der 24-jährigen Frau beobachtet. «Es wurden Zärtlichkeiten ausgeteilt, rumgeknutscht», sagte ein Polizist bei der Befragung durch das Landgericht Mannheim.
Die Verhandlung, die um 9 Uhr begann, musste bereits nach wenigen Minuten unterbrochen werden – wegen eines Befangenheitsantrags gegen zwei Sachverständige der Verteidigung. Einer der beiden Gutachter ist der renommierte Rechtsmediziner Bernd Brinkmann. Den Befangenheitsantrag hatte die Staatsanwaltschaft gestellt. (Der Bund)
15.9. Obwohl klar war, dass Kachelmann noch am selben Tag nach Kanada zu den Olympischen Winterspielen fliegen wollte, entschied die Staatsanwaltschaft, ihn zunächst nicht festnehmen zu lassen. “Wir hatten seinerzeit Bedenken hinsichtlich eines dringenden Tatverdachts”, sagte Oberstaatsanwalt Oskar Gattner. (DieZeit)
15.9. Heute dritter Prozesstag gegen Jörg Kachelmann (52)! Am Nachmittag soll die erste von neun Geliebten aussagen.http://www.bild.de/news/2010/news/prozess-erste-geliebte-sagt-aus-13964204.bild.html
15.9. Der dritte Prozesstag zeigte auch, wie es weitergehen wird in diesem Verfahren. Der Vorsitzende Richter Michael Seidling lehnte Anträge der Verteidigung ab, Ex-Freundinnen als Zeuginnen „abzuladen“, wie es in der Gerichtssprache heißt. Auch soll es dabei bleiben, dass die Nebenklägerin erst nach den anderen Gefährtinnen Kachelmanns aussagt. „Die Reihenfolge ist sinnvoll und sachgerecht.“ Ein Einfluss auf die Schöffen sei nicht zu befürchten, sie könnten die Aussagen – wie Berufsrichter – differenziert beurteilen. „Keine der Zeuginnen wird von Vergewaltigungsszenen berichten, es geht um die Schilderungen sadomasochistischer Liebesspiele“, so Seidling. „Die Aussagen werden voraussichtlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.“ Zudem habe sich die Nebenklägerin vielfach zur Tat geäußert, „ihre Bekundungen lassen kaum Spielraum für Manipulationen.“
Reihenfolge der Zeugenauftritte ist umstritten : Der Streit um die Reihenfolge der Zeugenauftritte hat einen handfesten Hintergrund. Anders als die Verteidigung es behauptet, ist es durchaus nicht ungewöhnlich in der kritischen Konstellation „Aussage gegen Aussage“ bei einem Vergewaltigungsprozess die Belastungszeugin, das angebliche Opfer, erst spät anzuhören. Das Gericht kann so zunächst die Aussagen anderer sammeln und möglicherweise neue Anknüpfungspunkte finden, um die Zeugin mit neuen Tatsachen und Fragen zu konfrontieren. Motto: Wer schon etwas weiß, kann leichter Neues erfahren. Doch auch das Gegenargument aus Sicht der Verteidigung ist verständlich. Nebenklagevertreter Thomas Franz hat die Pflicht, seine Mandantin über den Ablauf der Hauptverhandlung zu informieren, auch über Zeugenaussagen anderer. So kann sich die mutmaßliche Opferzeugin besser auf ihre Aussage vorbereiten, Widersprüche vermeiden, Lücken schließen – und notfalls, auch das ist möglich, eben auch lügen. (Der Tagesspiegel)
15.9. Die Zeugin kam durch einen separaten Eingang, hat vorher im Zeugenzimmer gewartet. Sie hat langes dunkelbraunes lockiges Haar, braune Augen, ist sehr zierlich. Die Frau trägt ein eng anliegendes rot-weiß gestreiftes Hemd, schwarze Jeans und Jacke. Als sie den Gerichtssaal betrat, ging Kachelmanns das Gesicht auf, großes Lächeln. Vorher hatte er die ganze Zeit geguckt und gesucht, durch welchen Eingang sie reinkommt. Sie betrat mit Rechtsbeistand den Verhandlungssaal, sagte Namen, Alter, „ledig“ und „ich bin nicht mit Kachelmann verlobt“. (Bild)
Miriam K. (24) ist Psychologie-Studentin, stammt aus Leipzig. Nach BILD-Informationen glaubte sie – wie auch mehrere andere Frauen –, sie sei die Einzige, führe eine feste Beziehung mit Kachelmann. Sie sollen über Heirat und Kinder gesprochen haben. Die junge Studentin zog angeblich sogar nach Konstanz – um näher bei ihm zu wohnen.
Anmerkung: Miriam K. Leipzig. schrieb auf ihrer Homepage, sie würde gerne Queen oder Jörg Kachelmann kennen lernen. Queen war eine Nummer zu Gross für die kleine Leipzigerin, da nahm sie 2009 eben Jörg Kachelmann, den sie- nach Skypekontakt – dann bei Riverboat traf. Freiwillig ging sie mit ihm eine Beziehung ein, aber auch um zu profitieren! Nur Hoteltreffs, wie bei den meisten anderen Frauen, die sich Lebenspartnerinnen nennen! Was sie von Jörg Kachelmann bekam? Er zahlte Zahnarzt- und Führerscheinrechnung. Bargeld, nachdem ihr BAföG auslief) (Bild)
15.9. Ein Kriminaltechniker erzählte dem Gericht, wie sie zuvor das Dachgeschoss der Nebenklägerin unter die Lupe genommen hätten. „Wir haben uns größte Mühe gegeben, wie bei einem Tötungsdelikt“. Vor jedem neuen Asservat habe man die Handschuhe gewechselt. Auf dem Bett seien die Decken gerade gezogen gewesen, vor dem Bett auf dem Teppich lag ein Messer. Auch den Brief fand man, den, wie später herauskam, die Nebenklägerin selbst an sich geschickt hatte. Zwei Blätter, davon eine Kopie mit einem Flugticket, ausgestellt auf Kachelmann und eine Nebenfreundin, dazu ein Blatt mit dem Hinweis „Er schläft mit ihr“.
Auch soll es dabei bleiben, dass die Nebenklägerin erst nach den anderen Gefährtinnen Kachelmanns aussagt. „Die Reihenfolge ist sinnvoll und sachgerecht.“ Ein Einfluss auf die Schöffen sei nicht zu befürchten, sie könnten die Aussagen – wie Berufsrichter – differenziert beurteilen. „Keine der Zeuginnen wird von Vergewaltigungsszenen berichten, es geht um die Schilderungen sadomasochistischer Liebesspiele“, so Seidling. „Die Aussagen werden voraussichtlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.“ Zudem habe sich die Nebenklägerin vielfach zur Tat geäußert, „ihre Bekundungen lassen kaum Spielraum für Manipulationen.“(Tagesspiegel)
15.9.(..) “Ich habe alles an die Staatsanwaltschaft gemailt”, rechtfertigt sich der Polizeizeuge. “Wir bekamen keine Begründung”, warum er ausreisen durfte.(…)
(…)er dritte Zeuge, ein Kriminaltechniker, hatte an jenem Morgen “danach” den Tatort untersucht. Das Bett mit “frischen Sekretantragungen”. Woher wusste er, dass sie frisch waren? “Die Wohnung war ja sonst aufgeräumt und ordentlich”, sagt der Mann. “Ich konnte mir nicht vorstellen, dass jemand eine solche Bettwäsche lässt. Das sah man ja mit bloßem Auge! So etwas will man doch gewaschen haben!” (…)
(…)Die Spuren seien zwar trocken -”brettartig!” – gewesen. Aber doch frisch. “Woran sieht man, wenn die Flecken trocken sind, dass sie frisch sind?” fragt die Beisitzerin. “Sperma wird doch abgerubbelt, wenn man nochmals drauf liegt”, sagt der Zeuge. Sekret, das sei seine Einschätzung nach “meinem Erfahrungswert”, falle ab.
Oder waren die Spuren noch feucht? “Ich denk’ mal, dass sie trocken waren”, antwortet der Kriminaltechniker.
(…) Rechtsmediziner Bernd Brinkmann, Gutachter der Verteidigung und einer der anerkanntesten Sachverständigen der Republik für die Spurenbewertung, schaltet sich ein: “Haben Sie darauf geachtet, ob bei den Flecken auf dem Bett Faltenaussparungen zu sehen waren?” Nein, so genau habe er nicht geschaut, sagt der Zeuge. Das Bett habe wie “gemacht” ausgesehen. Glattgezogen zumindest. “Wenn da zwei Personen drauf liegen, hätte da mehr durcheinander sein müssen.” (…)
(…)”Haben Sie gefragt, wie lange diese Bettdecke da schon lag?”, fragt Rechtsmediziner Brinkmann den Zeugen. “Nein”, antwortet der und beteuert, dass man in diesem Fall so genau “wie bei einem Tötungsdelikt gearbeitet” habe. (…) Giesela Friedrichsen: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,717734-2,00.html
15.9. Es gehört zur Perfidie des Verfahrens, dass bei mutmasslichen Sexualdelikten noch das Allerprivateste ans Licht gezerrt wird. Egal, wie der Prozess am Ende ausgeht, der Schaden für den Meteo-Unternehmer ist bereits enorm.
Hart zu kritisieren ist vor allem die Prozessführung des Mannheimer Gerichtspräsidenten. Die Ermittler haben zur Anschwärzung des Angeklagten nicht nur eine Reihe seiner früheren Freundinnen eingeladen. Sie staffelten auch die Abfolge der Zeugenaussagen zum grösstmöglichen Nachteil des Wettermoderators. Zuerst reden ungehindert die ehemaligen Lebens- und Tagesabschnittspartnerinnen, ehe dann die eigentliche Kronzeugin der Anklage, das mutmassliche Vergewaltigungsopfer, weitere Anschuldigungen platzieren darf. Das ist insofern höchst fragwürdig, als bereits bekannt ist, dass die Kronzeugin bei der Einvernahme nachweislich gelogen hat und versucht sein könnte, die eigenen Aussagen auf die Aussagen der anderen Kachelmann-Freundinnen abzustimmen.
Die über den Prozess berichtende Frauenrechtlerin Alice Schwarzer rechtfertigte im Fernsehen diese Vorführ- und Schauprozessjustiz ausdrücklich. Es sei eben wichtig, dass man ein vollständiges Bild der Persönlichkeit des Angeklagten erhalte, sagte Schwarzer sinngemäss. Welch ein Unsinn. Denken wir diesen Ansatz konsequent zu Ende, muss in Zukunft jede vor Gericht stehende Person fürchten, zur Ermittlung eines möglichst vollständigen Charakterbilds bis auf die Unterhose öffentlich ausgezogen zu werden – wobei sich immer ein Heer von Zeugen findet, das pikante Details brühwarm weiterreicht. Die Volksgerichtshöfe der Moral kennen kein Erbarmen. Es wäre richtig und anständig, wenn die Medien sich an der Kachelmann-Ausweidung nicht beteiligten und seine Intimsphäre so weit wie möglich respektierten.
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2010-37/artikel-2010-37-editorial-kachelmann.html
15.9. 9.15 Uhr Der Prozess ist erneut unterbrochen! Die Staatsanwaltschaft hat gegen zwei Experten der Verteidigung Befangeinheitsanträge gestellt. Der Prozess ist bis 10.15 Uhr unterbrochen. Die in Frage gestellten Experten – einer davon der Rechtsmediziner Bernd Brinkmann – sollten für die Verteidigung, Hämatome und Verletzungen sowie Waffe beurteilen, die laut Anklage nach der angeblichen Vergewaltigung beim mutmasslichen Opfer festgestellt, respektive in ihrer Wohnung gefunden wurden.
Der Staatsanwalt hält die Gutachter der Verteidigung für befangen, da sie bereits vor Prozessbeginn Stellungnahmen zugunsten Kachelmanns abgegeben hätten.
10.54 Uhr: Der Notruf von Petra S. wird im Gericht abgespielt: Zuerst ist Petras Vater zu hören. Er nennt Name und Wohnort und gibt dann seiner Tochter den Hörer. Petra sagt: «Guten Tag, mein Name ist Petra S. Ich bin heute Nacht vergewaltigt worden. Der Polizist fragt: «Von wem?» Petra: «Von… (kleine Pause) meinem Freund.»
11.03 Uhr: Hauptkommissar Hubert D. wird vernommen. Er schildert die Prozedere nach dem Anruf von Petra S. Wie man sie vernommen habe und schliesslich beschlossen habe, ihn am Flughafen zu verhaften.
13.15 Uhr: Andreas K. (40), Leiter der Kriminaltechnik, sagt aus. Er hat mit seinem Team die Wohnung von Petra S. untersucht. Neben dem Bett habe man das Messer gefunden. Auf der glattgezogenen Bettdecke seien Blut und sekretverdächtige Spuren festgestellt worden. In der Küche habe man im Mülleimer einen benutzten Tampon gefunden. Auf einem Handtuch im Bad seien ebenfalls Blutspuren festgestellt worden.
15.40 Uhr: Miriam K. (24), die Jörg Kachelmann vom Flughafen abgeholt hatte, betritt den Gerichtssaal. Ihr Anwalt beantragt, die Öffentlichkeit von der Verhandlung auszuschliessen. Dem wird stattgegeben.
16.05 Uhr: Miriam K. muss aussagen. Sie hat ein kindliches Gesicht, ist gross und schlank. Sie hat lange braune Locken, trägt ein rotweiss-gestreiftes Hemd. Medien und Zuschauer müssen nun den Saal verlassen. (Blick)
Anmerkung: Hubert D. vergisst jedoch zu erzählen, dass er seine Tochter zu dem Event Kachelmannverhaftung mitgenommen hat. Damit sie sich amüsieren konnte.
16.9. Alice Schwarzer kann nicht schweigen. Im Fall Kachelmann hätte sie aber lieber ihren Mund gehalten. Die Emma-Chefin schaltet sich via Bild-Zeitung in den Prozess ein und setzt damit ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel, die sie sich in den letzten vier Jahrzehnten hart erkämpft hat.
Ausgerechnet als Bild-Gerichtsreporterin ist Alice Schwarzer zum tragischen Star des Kachelmann-Prozesses geworden. Sie vertraut nicht auf die Unabhängigkeit der Justiz, sondern will auf das Urteil Einfluss nehmen. Nicht unbegründet wirft sie der medialen Öffentlichkeit – in persona der Spiegel-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen – vor, Partei für den mutmaßlichen Täter Kachelmann zu ergreifen. Doch anstatt objektiv in der Emma über den Prozess zu berichten, sieht sie sich in der Pflicht, die Sicht des mutmaßlichen Opfers medial zu vertreten. Und das ausgrechnet im auflagenstärksten Medium Deutschlands. Dabei hält sie mit ihrer Schuldvermutung gegenüber Kachelmann nicht hinterm Berg.
http://www.news.de/medien/855073557/alice-schwarzer-verraet-sich-selbst/1/
16.9. Sie bringt sich um den letzten Rest ihrer ernstzunehmenden Reputation. Die Marke Schwarzer, die sie in 40 Jahren aufgebaut hat, richtet sie in fünf Sekunden zu Grunde. Und bei Pocher ist Hopfen und Malz verloren. Der Mann schafft sich derzeit selbst ab.
Da hackt die eine Krähe der anderen kein Auge aus. Beide freuen sich diebisch. Die Schwarzer macht damit satt Kohle. Das ist zumindest meine Vermutung. Die Emma läuft nicht und die Zeit der feministischen Feministin ist abgelaufen. Das ist der Offenbarungseid der Alice Schwarzer in reinster Form.
Herr Kachelmann wird irgenwann ein Buch darüber schreiben, wie es wirklich war. Er wird weiterhin auch Geld haben. Er wird aber Mühe haben, an sein altes Leben anzuknüpfen. Wenn Aussage gegen Aussage steht und der Mann notdürftig freigesprochen wird, dann bleibt immer noch dieser ganze selbstherrliche Umgang mit den Medien und der Gesellschaft. ( News.de – Jon Christoph Berndt, Jahrgang 1969, ist Medienexperte und Management-Trainer sowie Inhaber der brandamazing: Unternehmensberatung für Markenkommunikation in München. )
16.9. Kriminaltechniker: Nicht so genau hingeschaut
Der Kachelmann-Prozess macht heute eine Pause, die Diskussionen um den Fall aber nicht: Am dritten Tag vor Gericht in Mannheim ging es neben dem Ablauf der Verhaftung Kachelmanns vor allem um Detailfragen, die aber eine gewisse Brisanz mit sich bringen – wurde bei der Tatortsicherung geschlampt?
Wie die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen bei ‘Spiegel Online’ schildert, gab ein Kriminaltechniker, der am Morgen des Notrufs der Klägerin Sabine W. deren Wohnung untersucht hatte, kein gutes Bild vor Gericht ab.
Zunächst wusste der Zeuge von “frischen Sekretantragungen” auf dem Bett zu berichten – auf die Nachfrage, warum er sich da so sicher sei, konnte der Beamte aber nur erwidern: “Die Wohnung war ja sonst aufgeräumt und ordentlich. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass jemand eine solche Bettwäsche lässt. Das sah man ja mit bloßem Auge! So etwas will man doch gewaschen haben!”
Außerdem hätte sich das Sperma auf der Decke nach Ansicht des Kriminaltechnikers gelöst, wenn man nochmals darauf gelegen hätte. Die Spuren seien trocken aber frisch gewesen. Auf die Nachfrage, ob die Spuren doch feucht waren, antwortete der Zeuge laut Friedrichsen: “Ich denk’ mal, dass sie trocken waren.”
16.9. «Wir orientierten die Staatsanwaltschaft darüber», sagte der leitende Ermittler am dritten Tag des Prozesses im Zeugenstand. Der dringende Tatverdacht war für die Staatsanwaltschaft zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben. Die Aussage der Angeklagten knapp 12 Stunden nach der Tat sei nicht ausführlich genügend gewesen, wie Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge erklärte. «Wir mussten sie unterbrechen, um die Spurensicherung an dem mutmasslichen Opfer durchzuführen.»
Geheime Spurensicherung: Der Beschuldigte hob aber bereits am Nachmittag ab in Richtung Olympische Spiele in Kanada. Die Polizei und Staatsanwaltschaft hielten daraufhin den Tatverdacht unter Verschluss, um eine Rückkehr des Moderators nicht zu verhindern. Während Jörg Kachelmann in Vancouver im Einsatz stand, sicherten die Behörden in Deutschland Spuren und Beweise, wie am Mittwoch klar wurde. Das Gericht berief den zuständigen Beamten der Spurensicherung in den Zeugenstand – es wurde eine Befragung der unappetitlichen Art.
«Auf dem Bett fanden wir Blut und Sperma», begann der zuständige Kriminaltechniker seine Ausführungen. Weitere Blutspuren wurden auf einem Handtuch im Bad gefunden. Zudem habe man einen Brief, ein Messer und einen Tampon sichergestellt. «Der blutige Tampon lag zuoberst im Müll. Wir drehten den Rückholfaden und stellten ihn gesondert sicher», beschrieb der Beamte die Suche nach Beweisen in der Wohnung des mutmasslichen Opfers Sabine W. Über eine Stunde beschrieb der Kriminaltechniker die Lage im Haus: Wo lag der Brief? War das Bett zerwühlt? Wo lag das Messer? Jedes Detail am mutmasslichen Tatort wurde mit Fotos dokumentiert. Das Gericht ging Bild für Bild durch.
(..)Das Ende des dritten Prozesstages erlebten die Journalisten nicht mehr im Saal: Die Befragung von Marion K.* erfolgte unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Medien waren nur bei der Personalienaufnahme der 24-jährigen Freundin von Jörg Kachelmann dabei. Die Psychologie-Studentin wurde zur Verhaftung befragt, sie hatte den Wettermoderator am Flughafen abgeholt, als er festgenommen wurde. Mit ihrer schlanken Figur erinnerte sie stark ans mutmassliche Opfer: Nur die dunklen, lockigen Haare unterscheiden die beiden Frauen. (..) (20minonline)
17.9. Die Crème de la Crème der Forensik
In Schweizer Gerichtsverhandlungen schauen die Experten vorbei, wenn sie gefragt sind, und gehen meist bald wieder. In Deutschland herrscht Anwesenheitspflicht. So sitzen Professoren an einem Dutzend Verhandlungstagen in Mannheim fest, obwohl die meisten irgendwo zwischen Nord- und Bodensee an Universitäten lehren und forschen müssten. Für viele ist es eine Prestigeangelegenheit, beim «Prozess des Jahres» mitzuwirken. So trifft sich während zweier Monate montags und mittwochs ein Teil der Crème de la Crème der deutschen Forensik in Mannheim.
Der Indizienprozess Kachelmann ist zum Expertenstreit geworden. Genauer: Es gibt zwei Auseinandersetzungen. Die einen Fachleute streiten sich, ob sich das mutmassliche Opfer selber verletzte oder ob die Spuren an Hals, Oberkörper und Beinen von einem anderen Menschen stammen. Die anderen Experten analysieren die Aussagen der Frau, die Jörg Kachelmann angezeigt hat, sowie den Angeklagten. Die schwierigste bis unmögliche Aufgabe hat der Psychiater Hartmut Pleines bekommen: Er soll Kachelmann begutachten. Aber der will nicht mittun, sondern schweigt.(Tageanzeiger –Knellwolf)
Anmerkung: Titel dieses Artikels: Die schwierigste Aufgabe hat Kachelmanns Psychiater! Kachelmanns Psychiater? Nein, das ist die moderne Foltermethode des Vorsitzenden der 5. Strafkammer. Pleines ist NICHT Kachelmanns Psychiater, er kennt ihn nicht, hört ihn nicht, kann nur seine Gesten oder Mimik beurteilen! Und da will dieser Herr ein Urteil abgeben? Lächerlich!
18.9. Gerichtspsychiater Volker Dittmann glaubt nicht, dass der TV-Meteorologe Jörg Kachelmann an einer schweren Störung leidet
18.9. Hörfunkstimmen bekamen beim Radiopreis ein Gesicht
ie Laudatoren haben die aus TV und Film bekannten Gesichter, die Preisträger die vertrauten Stimmen: Zahlreiche öffentlich-rechtliche Sender und einige Privatradios haben die ersten Deutschen Radiopreise gewonnen.
(….) Ernstere Töne schlugen Kollegen des mutmaßlichen Opfers von TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann auf der Bühne an: „Eine Moderatorin von uns geht derzeit durch sehr schlechtes Wetter. Das ist auch Dein Preis und wir stehen hinter Dir.“ Die Moderatorin des Mannheimer Radiosenders Sunshine Live hatte Kachelmann wegen Vergewaltigung angezeigt. Der Prozess läuft derzeit vor dem Landgericht Mannheim. (…) (Focus)
19.9. Isabella M. (30, Name geändert Original Viola Schillinger), die im April in „Bunte“ als erste Ex-Geliebte über ihr Leben mit dem Wettermann berichtet hatte, macht in einer E-Mail deutlich, dass sie Kachelmann auf jeden Fall im Gefängnis sehen will: „Ja, er ist ein Schwein, und ich freue mich über jede einzelne Minute, die er einsitzt, bin ich doch der Meinung, selbst wenn er sie nicht vergewaltigt hat, hat er doch mit allen einen seelischen Missbrauch durchgeführt und sitzt zu Recht.“
Isabella M. soll am 6. Oktober im Prozess als Zeugin aussagen. Die Diplom-Kauffrau versuchte auch, andere Frauen zu überzeugen, öffentlich über Jörg Kachelmann zu sprechen: „Je mehr Frauen was sagen, desto besser für uns“, schreibt sie.
Anmerkung: Isabella M. das Korkenzieherlöckchen hat ihre angebliche Geschichte, einschliesslich der Kinder und der Mutter von Jörg Kachelmann für sehr viel Geld – bereits vor ihrer Aussage - an die Bunte verkauft( Bild)
19.9. Die Aussagen von Kachelmanns mutmasslichem Opfer erfüllen laut einer Gutachterin die «Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz» nicht. Wie liess sich das feststellen?
Sehr wahrscheinlich hätte in den Aussagen der Frau mehr kommen sollen – aufgrund kriminologischer und psychologischer Erfahrungen. Eine Radiomoderatorin hat normalerweise die intellektuelle Fähigkeit, eine Tat detailreicher und widerspruchsfreier darzustellen. Wenn jemand eine Vorgeschichte mit vielen Details wiedergibt – dann Treffen, dann den und den Wein getrunken – und bei der Tatschilderung die Erzählung plötzlich dürftig wird – im Stil: Da war noch ein Messer, und dann weiss ich fast nichts mehr –, ist höchste Skepsis angebracht
Könnte ein Schock dies erklären?
Kaum. Eine Vergewaltigung ist ein eingreifendes Erlebnis. Ein Opfer müsste in der Lage sein, wesentliche Details zu schildern. Intellektuelle, geschulte Personen wissen aber, dass sie bei Falschbeschuldigungen sich in Widersprüche verstricken können, wenn sie zu viele unwahre Einzelheiten erzählen. Zudem können die Rechtsmedizin und die Spurensicherung dann Details überprüfen.
Lassen sich Erinnerungslücken nicht mit Verdrängung erklären?
Das gehört weitgehend ins Reich der Märchen. Wissenschaftlich lassen sich solche Lücken damit nicht erklären.
Also ist die Gleichung Traumatisierung = Erinnerungslücke falsch?
Das Gegenteil ist der Fall: Posttraumatische Belastungsstörungen führen zu quälenden Erinnerungen, die man nicht loswird. Ein totales Blackout gibt es kaum. Es kann zwar Erinnerungslücken bei Einzelheiten geben. Aber es gibt eine Fokussierung auf das Tatgeschehen. (Tagesanzeiger)
19.9. Bei den Schilderungen sexueller Praktiken, die der Vorsitzende aus dem Vernehmungsprotokoll vorliest, fühlt man sich bei aller voyeuristischen Lust unangenehm berührt. Manchmal aber ist es auch zum Schmunzeln: Vor jedem Treffen gab es SMS Verkehr. Die Frau habe immer wissen wollen, wann exakt er bei ihr Eintreffe. Der Grund: die Heizung im Haus stelle sich um 23 Uhr ab. Und sie wollte ihn jeweils nackt auf dem Bett liegend empfangen, ohne frieren zu müssen.(SonntagsZeitung)
19.9. Die bisher geheimen Internet-Einträge der Ex
„Ich freue mich jeden Tag, wenn er weiter sitzt“, schrieb eine der Frauen am 14. April – zwei Wochen nach der Verhaftung. Isabella M. (30, Name geändert) berichtete im April in der Bunten von ihrem Leben mit Kachelmann. Auch sie soll vergewaltigt worden sein. In einer E-Mail schreibt sie jetzt: „Ja, er ist ein Schwein, und ich freue mich über jede einzelne Minute, die er einsitzt, bin ich doch der Meinung, selbst wenn er sie nicht vergewaltigt hat, hat er doch mit allen einen seelischen Missbrauch durchgeführt und sitzt zu Recht.“ Am 6. Oktober soll M. als Zeugin vor Gericht aussagen. Via Internet ermutigte sie andere Frauen, ebenfalls öffentlich über Kachelmann zu sprechen: „Je mehr Frauen was sagen, desto besser für uns.“
Der stärkste Mail-Verkehr zwischen den Damen fand am 29. Juli statt, nachdem Kachelmann aus der U-Haft entlassen worden war. „Ein Horror“, lautet ein Kommentar. „Ja. Mich machen sie hier auch schon alle verrückt“,lautet die Antwort.
Für Frauen, die Kachelmann verteidigen wollen, hat die verschworene Netz-Gemeinschaft kein Verständnis übrig. „Er ist es nicht wert. Und er wird auch Sie immer weiter belügen.“ Und noch eindeutiger das Urteil einer anderen: „Wie dumm kann sie sein? Oder ist sie mittellos?“ Sprachen sich Zeuginnen vor ihren Aussagen ab?
Heikel: Laut Bild am Sonntag soll es zwischen dem mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer und zumindest einer Zeugin auch telefonischen Kontakt gegeben haben. Eine der Ex-Geliebten schrieb im Internet mit Hinblick auf die zahlreichen Kontakte: „Man muss sich auf Übereinstimmungen in den Zeugenaussagen von Sabine W. und einer anderen Frau einrichten.“(OE24at)
20.9. Das sagten die 7 Geliebten aus
Viele von ihnen halten seit Wochen Kontakt untereinander. Sie telefonieren regelmäßig, kommunizieren im Internet.
Ex-Geliebte Isabelle M. (30) schrieb den anderen Zeuginnen laut BILD am SONNTAG: „Ich freue mich über jede einzelne Minute, die er einsitzt.“
Kachelmann-Anwältin Andrea Combé befürchtet deshalb: „Dieser Informationsaustausch der Zeuginnen kann dazu führen, dass die Aussagen aufeinander abgestimmt sind und Zweifel an der Glaubwürdigkeit bestehen.
Wer sind die Zeuginnen? BILD liegen die Aussageprotokolle von sieben Ex-Geliebten vor, die von der Kripo vernommen wurden.
Woher hat bild die Aussageprotokolle? Es galt auch für Journalisten:
20.9. Schon der Aussagepsychologin Luise Greuel waren bei Durchsicht der Tatortfotos die Flecken aufgefallen, die über die ganze Fläche des Bezugs verteilt waren. Wie passt das zu einem einzigen kurzen Sexualakt, so wie ihn Simone beschrieben hat? “Woran merkten Sie, dass die Flecken frisch waren?”, fragt die Beisitzerin. Die Wohnung sei so ordentlich gewesen, erklärt der Polizeizeuge, da habe er sich nicht vorstellen können, “dass jemand das so lässt”. Einen solchen Bettbezug, “den will man doch gewaschen haben”. Frische Flecken, so der Zeuge, ließen sich überdies mit der Aussage der “Geschädigten”, wie er die angeblich vergewaltigte Nebenklägerin immer wieder nennt, mühelos in Einklang bringen. So steht es auch in seinem Bericht.
Doch vielleicht ist Simone doch nicht so aussagetüchtig, wie man es bei einer Radiomoderatorin annehmen möchte? Die 5. Große Mannheimer Strafkammer mit dem Vorsitzenden Richter Michael Seidling bat im Juli den Berliner forensischen Psychiater Hans-Ludwig Kröber, dieser Frage noch einmal nachzugehen. Möglicherweise beschlichen die Richter Zweifel, ob ein Therapeut die richtige Auskunftsperson ist, wenn es um die Glaubhaftigkeit einer Aussage seiner Patientin geht. Vielleicht kamen ihnen aber auch einige der emotionalen Ausführungen Seidlers merkwürdig vor.( High Noon in Mannheim: Spiegel 38/2010)
20.9. Um es freundlich auszudrücken: Professor Doktor Hans-Ludwig Kröber hält Professor Doktor Günter Seidler für einen Stümper, Nichtskönner und naiven Märchenerzähler.
(…) In der großen Show „Ich und Kachelmann“ liefert Psychiater Kröber allerdings die bislang irrste Einlage. In seinem Gutachten hält er sich mit den üblichen und offenbar langweiligen Ritualen wissenschaftlicher Bewertung nicht lange auf. Er zelebriert die verbale Exekution eines Kollegen.
In den Aufzeichnungen des Traumatologen Seidler, so Kröbers Verdikt, herrsche ein emotionalisierter und kritikloser Ton vor. Zu keinem Zeitpunkt zweifle Seidler an der unbedingten Wahrheitstreue seiner Patientin, die doch in Wahrheit eine große „manipulative Potenz“ besitze.
Kröber attestiert dem Heidelberger Forscher schlicht Willkür. Dieser urteile nach dem Prinzip: Jegliches normale Verhalten habe sich Sabine W. trotz des Traumas erhalten können; alles Ungewöhnliche, jegliche Erinnerungslücke sei Folge eines schweren Traumas.
Kröber unterstellt Seidler, er nutze die Begutachtung der Frau, um seine eigenen Forschungen, jene Themen, die ihm „am Herzen“ lägen, zu bestätigen. So untersuche Seidler seit Langem das Phänomen der Scham bei Gewaltopfern. Nur aus diesem Grund erkenne Seidler bei Sabine W. eine tiefe Scham. Für Kröber eine krasse Fehldiagnose. Das mutmaßliche Opfer sei im Gegenteil in der Lage, über die angebliche Gewalttat konzentriert und lückenlos zu berichten. (..) (Focus 38/2010 Versuchte Hinrichtung)
4. Prozesstag Mittwoch, 22. September 2010
22.9. Rätsel um Hämatome. Nächster Knackpunkt ist ein weiteres Gutachten von Brinkmann. Darin geht es um ältere Bilder, die man auf dem Laptop des mutmaßlichen Opfers gefunden hat. Zu sehen sind darauf Oberschenkel mit bräunlich-grünlichen Verfärbungen. Die Oberschenkel gehören Sabine W. Laut Anklage habe Brinkmann in seinem Gutachten den Eindruck entstehen lassen, dass es sich um „eine Art experimentelle Verletzung“ handelt. Es sollte der zeitliche Verlauf eines Hämatoms beobachtet werden. Hat Sabine W. also ausprobiert, wie man sich selbst Blutergüsse zufügt?
Die Staatsanwaltschaft hielt das zwar für eine mögliche Theorie, aber nicht für einen so zwangsläufigen Schluss wie der Gutachter. Oltrogge: „Es besteht die Sorge, dass der Sachverständige gezielt auf ein Szenario hinarbeitet, das den Vorstellungen seines Auftraggebers entspricht.“
Während Richter Michael Seidling den Befangenheitsantrag zurückstellte, empörte sich Kachelmann-Anwalt Reinhard Birkenstock: „Ich habe in meinem Berufsleben schon einigen Unsinn zu hören bekommen. Aber das ist der erstaunlichste Ablehnungsantrag, den ich je das zweifelhafte Vergnügen hatte zu hören.“
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit sagten dann die Eltern des mutmaßlichen Opfers aus. Begründung des Richters: Es gehe in den familiären und persönlichen Bereich. Dabei hatte die 70-jährige Mutter von Sabine W. einen Ausschluss nicht ausdrücklich gewünscht: „Das überlasse ich Ihnen. Ich versuche, mein Bestes zu geben, bin ein bisschen angespannt.“ (B.Z.)
22.9. Einen kurzen Blick hatten die Zuschauer auf die Mutter, Christel D., des mutmaßlichen Opfers werfen können. Und schon dabei wurde klar, welche Tortur die Aussage für die 70-Jährige gewesen sein muss. Die kleine, rundliche Frau in schwarzer Hose und schwarz-weißer Bluse schaute nicht Richtung Zuschauer, als sie durch einen Seiteneingang den Saal betrat, ihre Stimme zitterte, als sie ihren Namen nannte, und ihre Füße konnte sie kaum stillhalten
Sie sei „sehr angespannt“, sagte sie zum Richter, als er fragte, ob sie einen Ausschluss der Öffentlichkeit wünsche. „Aber ich versuche, mein Bestes zu geben. Ich überlasse die Entscheidung Ihnen.“ (Berliner Morgenpost)
Anmerkung: Nur zur Erinnerung, dass Christel D. imFebruar bei der Polizei und im März gegenüber der Presse noch sehr gesprächig war: Sie weint und lässt kein gutes Haar an «Jörg», der elf Jahre lang mit ihrer Tochter Petra* zusammen gewesen sei.
Petras Mutter sagt unter Tränen: «Das ganze Leben von Jörg ist eine Lüge. Er hat die ganzen elf Jahre nur gelogen.» (Blick-25.3. )
22.9. Zunächst wurden die Hotelangestellten des Hotels vernommen, in dem Kachelmann nach der mutmaßlichen Vergewaltigung am 9. Februar eingecheckt hatte. Sie beschrieben den Wettermoderator als einen unauffälligen, freundlichen Gast. “Er kam ziemlich spät”, erinnerte sich eine 36-jährige Hotelfachfrau. Eine andere Angestellte erzählte, dass sich Jörg Kachelmann von 3.30 Uhr bis 10.30 Uhr in dem Hotel aufgehalten habe. Am Folgetag flog er zu den Olympischen Spielen nach Vancouver, um Wettervorhersagen für die Winterspiele zu machen.
Der Prozess gegen Jörg Kachelmann wird voraussichtlich etwa zwei Monate länger dauern als zunächst geplant. Nach Angaben der Verteidigung soll mindestens bis zum 21. Dezember verhandelt werden. Im Laufe des Prozesses sollen zunächst weitere Ex-Freundinnen gehört werden, erst danach das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer – eine Vorgehensweise, die von der Verteidigung Kachelmanns kritisiert wird.(Gala.de)
22.9. Bericht aus Wolkenkuckucksheim. In Simones Wohnung gab es nicht einmal eine Zahnbürste oder ein Kleidungsstück Kachelmanns, nichts, was darauf hindeutete, dass er demnächst oder später, ja ob er irgendwann einmal die Ehe mit der jungen Frau einzugehen gedachte. Sie verbrachten keines der vielen Weihnachtsfeste miteinander. Sie fuhren nicht zusammen in Urlaub, jedenfalls nicht so, wie sich die meisten Menschen einen gemeinsamen Urlaub oder gemeinsam verbrachte Freizeit vorstellen. Simone war meist allein. Und wartete.(Spiegel.de.)
Bisher ist bekannt, dass Jörg Kachelmann und die 37-jährige Radiojournalistin aus Schwetzingen eine zwölf Jahre dauernde Beziehung hatten. Nach Angaben von Kachelmann trafen sie sich etwa zehn- bis zwölfmal pro Jahr. Es sei eigentlich nur um Sex gegangen. Die Frau habe sich ihm regelrecht aufgedrängt, sagte Kachelmann am 24. März 2010, vier Tage nach der Festnahme, dem Haftrichter. «Leider habe ich ihr nie klar genug gesagt, dass es zwischen uns keine Perspektive gibt», erklärte der 52-Jährige damals weiter.
22.9. Das Mannheimer Gericht erhofft sich von der am Mittwoch begonnenen Befragung der Eltern von Sabine W. mehr Informationen, um sich ein Bild über die Beziehung und die Person Kachelmanns zu machen. Bisher ist bekannt, dass Jörg Kachelmann und die 37-jährige Radiojournalistin aus Schwetzingen eine zwölf Jahre dauernde Beziehung hatten. Nach Angaben von Kachelmann trafen sie sich etwa zehn- bis zwölfmal pro Jahr. Es sei eigentlich nur um Sex gegangen. Die Frau habe sich ihm regelrecht aufgedrängt, sagte Kachelmann am 24. März 2010, vier Tage nach der Festnahme, dem Haftrichter. «Leider habe ich ihr nie klar genug gesagt, dass es zwischen uns keine Perspektive gibt», erklärte der 52-Jährige damals weiter.
Infoveranstaltung des Justizministers
Auch für die Befragung des Vaters von Sabine W., die am Nachmittag erfolgen sollte, war mit dem Ausschluss der Öffentlichkeit zu rechnen. Doch dazu kam es gar nicht, weil für 16 Uhr ausgerechnet im Saal, wo der Kachelmann-Prozess stattfindet, eine Informationsveranstaltung des baden-württembergischen Justizministers Ulrich Goll terminiert war. Das Thema: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Eingeladen waren Richter, Notare, Anwälte und Ärzte.
Nebst vielen Unterbrüchen und Verzögerungen gibt es im Kachelmann-Prozess auch seltsame Terminplanungen. Jedenfalls war der vierte Prozesstag frühzeitig vorbei. (Basler Zeitung)
22.9. Mit Spannung hatten Journalisten und Zuschauer am vierten Verhandlungstag aber vor allem auf die Aussagen der Eltern von Claudia D. gewartet, die für diesen Tag in den Zeugenstand geladen waren. Das Gericht hielt sich jedoch an das bereits im Fall einer Ex-Geliebten praktizierte Verfahren – und schloss die Öffentlichkeit aus. Die reagiert überrascht, denn eigentlich war erwartet worden, dass die Türen für Zuschauer nur dann verschlossen werden, denn es um intimste Details geht, etwa um die Sexualpraktiken, die Kachelmann mit seinen diversen Geliebten ausübte.
Doch auch die Eltern würden zu „Umständen aus dem persönlichen Lebens- und Intimbereich“ befragt, wenn nicht dem eigenen, so doch dem einer Familienangehörigen, begründete der vorsitzende Richter der 5. Großen Strafkammer, Michael Seidling.
Einen kurzen Blick hatten die Zuschauer auf die Mutter, Christel D., des mutmaßlichen Opfers werfen können. Und schon dabei wurde klar, welche Tortur die Aussage für die 70-Jährige gewesen sein muss. Die kleine, rundliche Frau in schwarzer Hose und schwarz-weißer Bluse schaute nicht Richtung Zuschauer, als sie durch einen Seiteneingang den Saal betrat, ihre Stimme zitterte, als sie ihren Namen nannte, und ihre Füße konnte sie kaum stillhalten.
Sie sei „sehr angespannt“, sagte sie zum Richter, als er fragte, ob sie einen Ausschluss der Öffentlichkeit wünsche. „Aber ich versuche, mein Bestes zu geben. Ich überlasse die Entscheidung Ihnen.“(BerlingerMorgenpost)
Anmerkung: Dabei war es Christel D. die bereits am 25. März 2010 bei der Presse schwere Beschuldigungen gegen Jörg Kachelmann erhoben hatte. Wurde deshalb die Öffentlichkeit ausgeschlossen? Jetzt, da man wusste dass die Tochter mehrfach gelogen hatte. Die Erzählungen von Kaffeetrinken bei Ihr und Vater D. rechtfertigen den Ausschluss nicht!
22.9. Eine Hotelangestellte aus dem Holiday Inn Express in Mörfelden berichtete am Mittwoch über die Ankunft Kachelmanns in der Nacht des 9. Februar wenige Stunden nach der angeblichen Vergewaltigung. Sie beschrieb Kachelmann als freundlich, Auffälligkeiten habe es nicht gegeben. Die Übergabe des Zimmerschlüssels wurde nachts um 3.28 Uhr registriert. Nach der Anklage der Staatsanwaltschaft soll die Vergewaltigung zwischen 0.30 Uhr und 1 Uhr in Schwetzingen begangen worden sein. Kachelmann flog am Folgetag von Frankfurt aus zu den Olympischen Spielen nach Vancouver. (http://www.express.de)
22.9 Bisher ist bekannt, dass Jörg Kachelmann und die 37-jährige Radiojournalistin aus Schwetzingen eine zwölf Jahre dauernde Beziehung hatten. Nach Angaben von Kachelmann trafen sie sich etwa zehn- bis zwölfmal pro Jahr. Es sei eigentlich nur um Sex gegangen. Die Frau habe sich ihm regelrecht aufgedrängt, sagte Kachelmann am 24. März 2010, vier Tage nach der Festnahme, dem Haftrichter. «Leider habe ich ihr nie klar genug gesagt, dass es zwischen uns keine Perspektive gibt», erklärte der 52-Jährige damals weiter.(Tagesanzeiger)
Anmerkung: Zwölf Jahre?
23.9. Quasi nebenbei kam in der Begründung für diesen Befangenheitsantrag ein hochinteressantes Detail zutage: Die 37-Jährige Radiomoderatorin soll bereits lange vor der angeblichen Tat eine Art “blaue-Flecken-Selbsttest” an ihren Oberschenkeln durchgeführt und die Ergebnisse fotografiert haben. Diesen Schluss zog zumindest Brinkmann. Die Ermittler haben auf Antrag der Verteidigung auf den PC der blonden Schwetzingerin durchsucht – und Fotoaufnahmen entdeckt, die unter anderem bräunlich-grün verfärbte Stellen an den Beininnenseiten zeigen. Claudia D., die als Nebenklägerin auftritt, hat wohl zugegeben, dass es sich um ihre Schenkel handelt. Die Bilder sollen schon älter sein, ein Jahr oder noch mehr. Die Fotos müssten “mit hoher Wahrscheinlichkeit an eine Selbststudie denken lassen”, schlussfolgerte Brinkmann, als er sie betrachtete. Wie der Streit über die mutmaßliche Befangenheit des Gutachters ausgeht, ist noch nicht entschieden.(Weltonline)
26.9. Man würde jetzt auch noch gern wissen, was Hartmut Pleines denkt. Er sitzt im Saal vorne halblinks und hat freie Sicht auf den Angeklagten Jörg Kachelmann. Das muss er auch, denn seine Aufgabe ist es, sich ein Bild von ihm zu machen. Das Mannheimer Landgericht hat den Psychiater aus Heidelberg mit dieser Expertise beauftragt. Pleines ist der einzige aus dem in der Nähe der Staatsanwaltschaft sitzenden Gutachter-Quartett, der sich ausschließlich mit Kachelmann befasst.
Höcker muss nicht im Juristenjargon bleiben, er kann draufhauen. Und also spricht er von einem „boulevardesken Schauprozess“, von einem „unwürdigen Spektakel“, von Zeuginnen, „die ihre Aussagen an die Bunte verkauft haben“. Kachelmann bezahlt Höcker dafür, dass er außerhalb des Saales die Deutungshoheit in dem Verfahren erkämpft und seine Persönlichkeitsrechte schützt, oder, wie es Birkenstock ausdrückt, ihn „vor Verunglimpfungen bewahrt“. Höckers Hauptwidersacher ist der Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge. Der sieht mit seinen halblangen, lockigen Haaren und dem Mittelscheitel nicht so aus, wie man sich einen Staatsanwalt vorstellt. Oltrogge, 36, macht in kurzen Verhandlungspausen, die er freilich nicht im Foyer verbringt, sondern im Saal, im Plausch mit Journalisten einen freundlichen Eindruck; er kann während der Verhandlung im Disput mit der Verteidigung harsch und eisig werden. Das Verhältnis zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft ist angespannt. Die Anwälte werden nicht müde, der Anklage vorzuwerfen, die Vorverurteilung ihres Mandanten betrieben zu haben. (Frankfurter Rundschau)
26.9. Nach vier Verhandlungstagen kann man über das Verhalten des Angeklagten vor Gericht zusammenfassend sagen: Er ist anwesend. So sehr Jörg Kachelmann direkt nach seiner Entlassung aus der U-Haft die Öffentlichkeit gesucht und Interviews gegeben hat, so sehr meidet er sie jetzt. Er betritt stets erst kurz vor den Richtern den Saal, immer in Anzug und Schlips, rasiert, frisiert, setzt sich und verbringt den Tag im Saal 1 des Mannheimer Landgerichts weitgehend sprach- und gestenlos. Zum Tatvorwurf wird er sich, vorerst zumindest, nicht äußern. Er tuschelt selten mit seinen Verteidigern, macht sich ab und zu Notizen und schaut manchmal mit unbestimmtem Blick ins Publikum.
Kachelmann wirkt oft versonnen, so viel lässt sich sagen. Warum er versonnen wirkt, lässt sich nicht sagen. Einmal, als der Schwetzinger Kriminalhauptkommissar Hubert Dietrich schildert, wie Kachelmann nach seiner Rückkehr von den Olympischen Winterspielen aus Vancouver am 20. März seine Freundin Miriam K. am Frankfurter Flughafen begrüßt und von „Rumgeknutsche“ spricht, lacht Kachelmann kurz. Mehr Emotion hat er sich bisher nicht geleistet oder nicht leisten wollen.
Der Angeklagte steht also unter ständiger Beobachtung von Pleines – und natürlich der Journalisten.
Über Sabine W., 37, Radiomoderatorin aus Schwetzingen, hat Verteidiger Birkenstock gesagt, sie sei „eine Frau mit gewaltiger manipulativer Potenz“. (Frankfurter Rundschau)
26.9. Ein „regelrechtes Staatsgeheimnis“ habe das Gericht aus der Identität der fünf Zeugen gemacht, die es geladen hatte, wobei es offensichtlich nicht zu dessen Stärken gehört, so ein Geheimnis entsprechend zu hüten. Sogar Pohl rechnete mit dem Erscheinen der Mitarbeiter jenes Hotels, in das Jörg Kachelmann in der Nacht nach der fraglichen Vergewaltigung eingecheckt hatte. Und als am späteren Nachmittag auch die Mutter der Nebenklägerin befragt wurde, war das für die meisten Prozessbeobachter schon lange keine Überraschung mehr. Was genau passieren würde, so vermutete Pohl dann noch, sei etwas offen, offenbar wolle sich das Gericht so langsam „an die Hauptpersonen herangrooven“.
(..)Es ist nicht ganz klar, mit welchem journalistischen Auftrag die Reporter dabei angereist waren: Der Verdacht, es könnte ihnen um sachdienliche Ergebnisse der Verhandlung gehen, bestätigte sich jedenfalls nicht. Die Möglichkeit, bei ausbleibenden Neuigkeiten nicht zu berichten, scheint vielen Medien nicht zur Verfügung zu stehen. Wenn es partout nichts zu berichten gibt, nehmen sie wenigstens mit beeindruckender Hartnäckigkeit immer wieder aktuelle Stimmungsbilder auf: vom an- und abfahrenden Kachelmann; von Anwälten, die Akten ins Gericht tragen; und von Menschen, die das Gebäude verlassen. (..)
(..)Schwarzer unterstellt Friedrichsen eine chronische Sympathie mit den Tätern (gemeint sind auch: die mutmaßlichen, das Wörtchen vergisst Schwarzer gerne), vor allem, wenn es sich dabei um Männer handelt. „Das Opfer ist bei Friedrichsen immer schuld. Tot oder lebendig“, schreibt Schwarzer und findet überall in Friedrichsens Texten „Frauen, die lieblose Schlampen, und Männer, die unverstandene Opfer sind“. (..)
(…)Mit der Arbeit einer Gerichtsreporterin jedenfalls hat Schwarzers Agitation nicht viel zu tun. Insofern ist es vielleicht sogar ganz gut, dass sie zuletzt ein wenig die Lust verloren zu haben scheint, sich den Prozess vor Ort anzusehen. (..) Harald Staun bei FAZnet http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E58F6AF0E6CBC40D580767DEED0274FCF~ATpl~Ecommon~Scontent.html
27.9. Kachelmann-Anwalt Reinhard Birkenstock zeigt sich zufrieden. Gemäss «Bild.de» sagte er, die ausführliche Befragung von Petra S. habe der Verteidigung viele Nachfragen erspart.
Birkenstock selbst will Petra S. aber nichts ersparen: Nach dem strengen Befragungsmarathon soll sie heute mit pikanten Fotos aus ihrer damaligen Beziehung mit Kachelmann konfrontiert werden.
Neben den Fotos hat der Kachelmann-Anwalt auch schriftlichen Chatverkehr im Gepäck – beides spräche für «keine sehr hohe Scham» zwischen und Kachelmann und seiner damaligen Geliebten, sagte Birkenstock vor Prozessbeginn. So will der Verteidiger vor allem eines erreichen: die Glaubwürdigkeit von Petra S. zu untergraben.
Offenbar konnte Birkenstock vor Gericht tatsächlich punkten: Zwar wurde am Vormittag entschieden, dass die Prozessbeteiligten den ausgedruckten Chatverkehr selbst in den Akten nachlesen sollten.
Die intimen Fotos aber werden im Gerichtsaal gezeigt – in Anwesenheit von Sabine S.(Blick)
5. Prozesstag Mittwoch, 29. September 2010
29.9. (…) Der Richter fragt die Polizistin, die als erste Petra S. einvernommen hatte,
ob ihre Schilderungen glaubwürdig gewesen seien. Auch diese antwortet ohne zu zögern: «Ich hatte schon den Eindruck, dass es sich so abgespielt hat, wie das Opfer es schildert.» (…)
(…) Das braune Stickkleid und den Schlüpfer, den sie während der Vergewaltigung getragen haben soll, habe Petra S. in einem Plastik-Sack mitgebracht. (..)
(…)«Sie wollte, dass man nun so schnell wie möglich etwas unternimmt gegen ihn», sagt die Polizistin. Man habe dem mutmasslichen Opfer schliesslich einen Anwalt vermittelt und sie wieder den Eltern übergeben, die ebenfalls sehr aufgewühlt gewesen seien. «Das ist so furchtbar», habe die Mutter immer wieder gesagt. (…) (Blick)
Im Zeugenstand saßen die zwei Polizeibeamtinnen, die das mögliche Tatopfer sofort am Morgen nach der angeblichen Tat und auch später noch mehrfach vernommen hatten. Die beiden Kripo-Beamtinnen von 40 und 59 Jahren haben lange Berufserfahrung. Sie haben auch schon Frauen vernommen, die Männer falsch anschuldigten. Aber bei der 37-jährigen Radiomoderatorin hatten bei Die Frau sei emotional gewesen, das sei aber normal. Sie habe immer wieder von ihrer Enttäuschung gesprochen, „elf Jahre“ habe sie immer wieder gesagt. Den Namen des Mannes habe sie aber erst nach ihrer ausdrücklichen Aufforderung genannt. de keine Zweifel.
Als auffällig schilderte die Polizeibeamtin jedoch, dass das mögliche Opfer zwei Tage später bei der Vernehmung am 11. Februar ihre Angst detailreich beschrieb. Als sie das Messer am Hals gehabt hätte, habe sie gedacht, sie überlebe nicht und habe deshalb angefangen zu beten.
Aufgefallen ist der Kriminalbeamtin weiter, dass sich der körperliche Zustand der 37-Jährigen zwischen der angeblichen Tatnacht am 9. Februar bis zu ihrer Videovernehmung am 30. März 2010 deutlich verschlechtert hatte
Die Verteidigung erklärt den schlechten Gesundheitszustand der Frau anders. Verteidiger Reinhard Birkenstock sprach von „einer gewaltigen Lüge der Anzeigenerstatterin“. Sicher ist, dass die Ex-Freundin Kachelmanns die Entlarvung seiner Untreue der Polizei ursprünglich falsch erzählt hatte. (fr-online)
29.9. Das Rätsel, ob Jörg Kachelmann seine Ex-Geliebte vergewaltigt hat oder nicht, wird die Öffentlichkeit weiterbeschäftigen – bis Weihnachten auf jeden Fall, womöglich gar bis in nächste Jahr. Neun neue Termine habe das Gericht jetzt festgelegt, verkündete Richter Michael Seidling zum Auftakt des fünften Verhandlungstages: zwei im November und sieben im Dezember. Bei der Vernehmung der altgedienten Schwetzinger Kriminalhauptkommissarin ging es danach viel um „Gefühle“ und „Eindrücke“. Besonders gut erinnern konnte sich die Polizistin zwar nicht an jenen Morgen, der ihr den wohl spektakulärsten Fall in ihrer 40 Jahre währenden Karriere als Beamtin bescherte.
Häufig fielen Sätze wie „das weiß ich jetzt nicht mehr so genau“, oder: „Das kann ich jetzt so nicht mehr sagen, aber es müsste in den Aufzeichnungen stehen.“ Genau wusste sie nur noch, dass sie das „Gefühl“ gehabt hatte, die Tat habe sich genau so zugetragen, wie das mutmaßliche Opfer sie schilderte.
Einen konkreten Anlass für dieses Gefühl hatte sie zwar nicht. Dennoch hielt sie den Akten fest, nach ihrem „Empfinden machte Claudia D. einen glaubwürdigen Eindruck“
Am deutlichsten erinnerte sich die Kommissarin an zwei Dinge: Zum einen sei es dem mutmaßlichen Opfer „peinlich“ gewesen, den Namen des angeblichen Vergewaltigers zu nennen. Dass es sich dabei um einen Prominenten handelte, hatte zuvor schon die Mutter angekündigt, die ihre angeblich sehr aufgelöste Tochter zum Schwetzinger Präsidium begleitete. Die Untreue hat Claudia D. also offenbar mehr beschäftigt als die Vergewaltigung selbst. „
Die Zeugin ist in Schwetzingen zuständig für Sittlichkeitsdelikte und hat nach eigenen Angaben viele Erfahrungen. Allerdings konnte sie sich im letzten Jahr nur an vier bis fünf Fälle erinnern, und nur einer davon wurde vor Gericht behandelt. Sie wusste auch nicht mehr, vor welchem Gericht: „Das kann ich jetzt nicht so genau sagen.“ (Berliner Morgenpost)
Anmerkung :Prozessbericht von Biggi Meier: Mein Banknachbar sagte es sei auffällig gewesen dass eine erfahrene Polizistin fast immer sagte weiss ich nicht genau oder kann ich nicht sagen. Auf die Frage wie viele Fälle sie bisher hatte mit Vergewaltigungsvorwurf immer sei „weiss ich nicht kann ich nicht genau sagen’“ gekommen. Nur dass sie der Dinkel glaubt, da sei sie sicher gewesen. Wen wundert es. (weiterlesen Teil 26)
Prozessberichtzusammenfassung: Aussage der Polizistin vom 29.09.2010
Die Zeugin ist in Schwetzingen zuständig für Sittlichkeitsdelikte und hat nach eigenen Angaben viele Erfahrungen. Allerdings konnte sie sich im letzten Jahr nur an vier bis fünf Fälle erinnern, und nur einer davon wurde vor Gericht behandelt. Sie wusste auch nicht mehr, vor welchem Gericht: „Das kann ich jetzt nicht so genau sagen.“
40 Jahre währender Karriere als Beamtin
Zwar sei Claudia sehr aufgewühlt und nervös gewesen, als sie mit ihrer Mutter auf das Revier gekommen sei, aber das sei bei den meisten Vergewaltigungs-Opfern so, sagt die erfahrene Beamtin.
Die Mutter der Frau war bei der Befragung dabei.
„Die Mutter war dabei, weil die Tochter sagte, sie sei selbst zu aufgeregt zum Autofahren“,
„Die Mutter war noch aufgeregter als das Opfer.“ Sie habe gesagt: „Es ist schrecklich. Es handelt sich um eine Person des öffentlichen Lebens.“
Das braune Stickkleid und den Schlüpfer, den sie während der Vergewaltigung getragen haben soll, habe Petra S. in einem Plastik-Sack mitgebracht.
Während der Befragung habe das mutmaßliche Opfer oft geweint und sei sehr emotional gewesen. Besonders viel habe sie geweint, als es um die Frage nach dem Täter ging und das Geschehen im Schlafzimmer.
«Als ich sie fragte, wer denn der Täter sei, zögerte die Frau lange – es schien ihr peinlich zu sein.» Als sie schliesslich gesagt habe, «es ist Jörg Kachelmann», sei sichtbar eine Last von ihr gefallen und sie habe angefangen zu weinen.
Die Tat
„Das kann ich jetzt so nicht mehr sagen, aber es müsste in den Aufzeichnungen stehen.“
“Genau wusste sie nur noch, dass sie das „Gefühl“ gehabt hatte, die Tat habe sich genau so zugetragen, wie das mutmaßliche Opfer sie schilderte.
„Sie hat dann gleich Schluss gemacht, als sie von den anderen erfuhr. Danach kam es zur Tat.“
„Sie war sehr enttäuscht. Elf Jahre, und dann all diese anderen Frauen“.
Sie habe vom Messer erzählt, mit dem sie bedroht worden sei und von Druckschmerzen an den Oberschenkeln. Sie habe ausgesagt, dass Kachelmann dort drauf gekniet sei. Auch am Hals habe sie eine schmale Verletzung gehabt, so die Polizistin.
Immer wieder habe Claudia. geäussert, wie enttäuscht sie von Jörg Kachelmann sei. Er habe sie betrogen. «Sie wollte, dass man nun so schnell wie möglich etwas unternimmt gegen ihn»,
Klinik Heidelberg
Die Polizistin schildert weiter, wie sie das mutmassliche Opfer zur Frauenklinik begleitete. «Sie entschuldigte sich bei den Untersuchungen mehrmals, dass sie ihre Menstruation habe. Das schien ihr sehr peinlich», sagt die Beamtin.
Dort seien bei der späteren Untersuchung große Hämatome festgestellt worden. Die seien nach Aussage der Nebenklägerin entstanden, weil Kachelmann während der Tat auf ihr gekniet habe.
Man habe dem mutmasslichen Opfer schliesslich einen Anwalt vermittelt und sie wieder den Eltern übergeben, die ebenfalls sehr aufgewühlt gewesen seien. «Das ist so furchtbar», habe die Mutter immer wieder gesagt.
Glaubwürdigkeit
Der Richter fragt die Polizistin, die als erste Claudia einvernommen hatte, ob ihre Schilderungen glaubwürdig gewesen seien. Diese antwortet ohne zu zögern: «Ich hatte schon den Eindruck, dass es sich so abgespielt hat, wie das Opfer es schildert.»
Einen konkreten Anlass für dieses Gefühl hatte sie zwar nicht. Dennoch hielt sie den Akten fest, nach ihrem „Empfinden machte Claudia D. einen glaubwürdigen Eindruck“.
Die Polizistin sagt aus, dass sie schon Fälle hatte, in denen Frauen Vergewaltigungen vortäuschten, die Aussage von Sabine W. sei ihr allerdings plausibel und glaubwürdig erschienen.
Polizistin No2 29.09.2010
Als sie Claudia im Februar zum ersten Mal gesehen habe, habe sie sofort gewusst, dass dieser Frau etwas Schlimmes zugestossen sei, sagt die Polizistin. «Sie war bleich, fix und fertig. Das war mehr als nur Übermüdung.»
Claudia schilderte eindrucksvoll und detailliert, was in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 2010 in ihrer Wohnung in Schwetzingen passierte.
Claudia habe alle sexuellen Handlungen beschrieben. Dabei habe sich gezeigt, welche Ängste die Frau habe durchstehen müssen.
«Ich wurde an Befragungen schon einige Male angelogen. Das habe ich sofort immer bemerkt.» Claudia habe schon während der ersten detaillierten Einvernahme eindrucksvoll geschildert, was sie durchleben musste. Petra S. habe zwar alle sexuellen Handlungen beschrieben, doch viele schlimmer seien für die Frau die Ängste, die sie durchstehen musste.
Bei einer gemeinsamen Fahrt zu der Frauenklinik, wo sie am Tag nach der angeblichen Vergewaltigung untersucht worden war, sei das Gesicht von Sabine W. sehr fahl gewesen,
die Frau die Kachelmann angezeigt hatte, habe körperlich sehr mitgenommen gewirkt.
Nach einer 45-minütigen Befragung wurde sie in eine Frauenklinik und zu einem Rechtsmediziner zur Untersuchung gebracht. Danach wurde Claudia nochmals von der Polizei vernommen.
Vernehmung März/Video Polizistin No2
Die Frau habe an dem Tag Ende März körperlich sehr mitgenommen gewirkt.
Sie sei kaum die Treppe zum Vernehmungszimmer hochgekommen, habe gezittert.
Sie habe die Beine nicht still halten können, eingefallen gewirkt und sei sehr blass gewesen. Ihr Körper habe bei der Befragung vibriert.
Die Beamtin: „Ich hatte keinen Grund, an ihrer Aussage zu zweifeln.“
Claudia habe ihr sehr eindringlich ihre Todesangst geschildert, soll gesagt haben, dass sie während der Tat dachte: Es ist vorbei, den Tag überlebe ich nicht.
Nachdem sie merkte, keine Chance gegen ihn zu haben, habe sie sich auf sich konzentriert und angefangen zu beten. Weil sie sicher gewesen sei, nicht zu überleben.
29.9. Die Polizistin war offensichtlich beeindruckt von Claudia D. aus Schwetzingen – „dem Opfer“, wie die 40-Jährige Kripo-Beamtin bei ihrer Zeugenaussage mehrfach sagte und dabei jedes Mal tunlichst das Wort „mutmaßliche“ wegließ. Claudia D., die Ex-Freundin von Wettermoderator Jörg Kachelmann, habe ihr zwei Tage nach „der Tat“ nämlich „ungewöhnlich eindrucksvoll“ geschildert, wie sie Todesangst gelitten habe während der Vergewaltigung.
Und dass sie in dieser Nacht, das Messer am Hals, begonnen habe zu beten. „Sie war davon überzeugt, dass sie nicht überlebt“, sagte die Beamtin am fünften Tag des Prozesses gegen Jörg Kachelmann, an dem sie als Zeugin Nummer drei am Bänkchen hinter dem Mikrofon Platz nehmen musste.
Die Beamtin aus Schwetzingen hat Claudia D. nicht nur am Morgen nach der mutmaßlichen Tat ins Krankenhaus gefahren, sondern sie auch mehrfach vernommen. Erstmals geschah das zwei Tage nach der mutmaßlichen Vergewaltigung. Damals sei die Frau schon „fertig, völlig fertig“ gewesen, fahl und aufgelöst. Sieben Wochen später sei es ihr noch schlechter gegangen.
Da erst sollte die Aussage der Ex-Geliebten von der Kripo auf Video aufgezeichnet werden. Und dieses Zusammentreffen scheint der Polizistin richtiggehend nahe gegangen zu sein. Claudia D. habe am 30. März „am ganzen Körper gezittert, ihre Beine waren nicht mehr unter Kontrolle, sie wetzte ihre Finger aneinander, bis ich dachte, sie fängt gleich an zu bluten“, erinnert sich die Ermittlerin. „Es ging ihr wesentlich schlechter als direkt nach der Tat.“ Sie, die Beamtin, habe ihr dann ein Tempo-Taschentuch gereicht, „und das hat sie dann geknetet, statt an ihren Fingern herumzuzerren. Da war ich dann beruhigt.“
Reinhard Birkenstock, Kachelmanns grimmiger Verteidiger aus Köln, hatte später für die Zeugenaussage der 40-Jährigen allerdings nur einen spöttischen Kommentar übrig: „Jawohl, die Videoaussage der Anzeigeerstatterin war in der Tat eindrucksvoll. Das Video ist vor allem dort sehr plastisch, wo sie unter ergreifenden Tränen lügt, wie sie dann später zugeben muss.“ Er sei fest davon überzeugt, sagte Birkenstock bei einem kurzen Pressestatement, bevor er mit seiner Frau Johanna in die Mittagspause verschwand: Der Vorwurf an Jörg Kachelmann, seine damalige Freundin vergewaltigt zu haben, sei nichts anderes als „eine gewaltige Lüge“, die entlarvt werden würde. „Jörg Kachelmann wird rehabilitiert.“ (Welt online)
29.9. Sollte D. also tatsächlich eine Lügnerin sein, lieferte sie ihr Motiv für die Lüge gleich mit. Doch stutzig wurde niemand. Wenigstens ein Verdacht? „Überhaupt nicht“, betont die Zeugin. „Sie war aufgeregt, emotional, also für ein Opfer normal“, sagt sie. „Ich hatte den Eindruck, dass es sich so abgespielt hat, wie sie erzählt hat.“ Ihr seien keine Erinnerungslücken aufgefallen, die Frau habe ab und zu gestockt, sonst aber flüssig berichtet. Bis auf die Personalie des Verdächtigen kein ungewöhnlicher Fall, kein Anlass für mehr als die übliche Polizeiroutine. Von „Festlegevernehmung“ spricht die Zeugin und schließt mit einem Vermerk: „Nach hiesigem Empfinden hat D. einen glaubwürdigen Eindruck gemacht.“
Auch einer zweiten Polizistin kam kein Gedanke, hier werde jemand zu Unrecht beschuldigt. Noch eindringlicher schildert sie, wie Simone D. ihr erschien: „Sie war fix und fertig.“ Auch diese Zeugin hat seit mehr als zehn Jahren mit Vergewaltigungsopfern zu tun, sie weiß, sagt sie, dass man auch angelogen wird. Meist verwickelten sich die Betroffenen aber in Widersprüche, man merke schnell, wenn etwas nicht stimmt. Wollte Simone D. täuschen, dann ist es ihr auch vor dieser Polizistin gelungen: „Sie hat mir ihre Todesangst geschildert, wie sie dachte, ‚jetzt ist es aus’, wie sie sich ganz auf sich konzentrierte und angefangen habe, zu beten.“ Sie habe beim Erzählen heftig geweint, ihre Ängste noch einmal durchlebt; ihre Angst zu sterben sei nachhaltiger erschienen als der Geschlechtsakt selbst, was sie für die Zeugin offenbar noch einmal glaubhafter gemacht hat.
Bei einer Vernehmung über sechs Wochen später hatte sich der Zustand des mutmaßlichen Opfers nach Ansicht der Zeugin dramatisch verschlechtert. „Sie kam kaum die Treppen rauf“, sagt die Beamtin. Das Gespräch sollte auf Video aufgezeichnet werden, Simone D. habe am ganzen Körper vibriert, ihre Beine nicht kontrollieren können, sich die Hände fast blutig gekratzt. Alles nur Show? „Ich hatte keinen Anlass, an der Aussage zu zweifeln.“ (Der Tagesspiegel)
29.9. Haftrichter R. vernahm Jörg Kachelmann am 24.03.2010 anderthalb Stunden lang. Haftrichter: „Seine Schilderung zum Ablauf des Abends war mir nicht einleuchtend.“ Der Haftrichter weiter: „Ich ging davon aus, dass jemand, der einen einer solchen Straftat bezichtigt, wahrheitsgemäße Angaben macht. Es gab Bilder von den Verletzungen der Frau. Ich habe es ausgeschlossen, dass sich jemand diese Verletzungen selbst zufügt.“ „Mir war auch nicht einleuchtend, dass eine Frau erst freiwillig den Geschlechtsverkehr ausführt und sich dann zur Trennung bespricht. Ich kann nicht sagen, ob damals schon ein Gutachten zu DNA-Spuren am Messer vorlag. Jörg Kachelmann gab spontan an, weder das Messer noch andere Gegenstände angefasst zu haben bei der Essenszubereitung. Er war ja schon einige Tage in Haft, er hat sich gut überlegen können, was er sagt.“
Richter Seidling: „Wurde mit Herrn Birkenstock über ein Geständnis geredet?“ Haftrichter: „Ja, das habe ich mit Herrn Birkenstock später erörtert. Ich glaube, er hat sofort reagiert, dass so etwas nicht infrage komme, weil sein Mandant unschuldig sei.“
http://www.bild.de/news/2010/news/aussage-haftrichter-polizeibeamte-geliebte-14123668.bild.html
29.9. In einer Verhandlungspause kommentierte Birkenstock die Aussagen der Beamtinnen: “Eine subjektive Bewertung ist eine subjektive Bewertung. Mehr nicht.”
Subjektiv urteilte auch ein Amtsrichter aus Mannheim über den Fall Kachelmann. Siegfried Reemen hatte den 52-jährigen Schweizer kurz nach dessen Festnahme am 24. März angehört. “Nicht einleuchtend” sei ihm Kachelmanns Version der fraglichen Nacht gewesen, meinte der Richter in der heutigen Verhandlung. So habe Kachelmann erst behauptet, weder ein Messer noch Mays Tampon angefasst zu haben. Nur auf Nachfrage, habe sich der Wettermoderator korrigiert, er könne dies nicht ausschließen. Zweifel am Tatverdacht befielen Reemen auch in den folgenden Wochen nicht, weshalb er für Kachelmann stets Haftfortdauer anordnete. Erst das Oberlandesgericht Karlsruhe ließ den Journalisten Ende Juli frei. (Stern)
29.9. Die Aussage des Haftrichters beim Amtsgericht Mannheim, Siegfried R. (60): Er schaut zu Kachelmann lange hinüber, der schaut weg.
Haftrichter R. vernahm Jörg Kachelmann am 24.03.2010 anderthalb Stunden lang. Richter Seidling befragt den Haftrichter, der Kachelmann ins Gefängnis schickte, als Zeugen.
Haftrichter R.: „Ich gab zu erkennen, dass ich Herrn Kachelmann nicht auf freien Fuß setzen würde und ich Haftfortdauer anordne.“
Richter Seidling: „Wurde mit Herrn Birkenstock (Anwalt von Jörg Kachelmann, Anm. d. Red.) über ein Geständnis geredet?“
Haftrichter: „Ja, das habe ich mit Herrn Birkenstock später erörtert. Ich glaube, er hat sofort reagiert, dass so etwas nicht infrage komme, weil sein Mandant unschuldig sei.“
Richter Seidling: „War Kachelmann aufgeregt oder empört über den Vorwurf?“
Haftrichter: „Dass er schwört, dass der Vorwurf falsch ist, ist ja schon Ausdruck einer Empörung. Aber in der Folgezeit war sehr ausdruckssicher und beherrscht. Beim Verlassen des Raumes bedankte er sich, dass man ihm zugehört habe und dass er diese Erklärung abgeben durfte. Dann hat er sich verabschiedet.“
Richter Seidling: „Was hat Sie veranlasst, nicht vom dringenden Tatverdacht abzurücken?“
Haftrichter: „Seine Schilderung zum Ablauf des Abends war mir nicht einleuchtend.“
Der Haftrichter weiter: „Ich ging davon aus, dass jemand, der einen einer solchen Straftat bezichtigt, wahrheitsgemäße Angaben macht. Es gab Bilder von den Verletzungen der Frau. Ich habe es ausgeschlossen, dass sich jemand diese Verletzungen selbst zufügt.“
„Mir war auch nicht einleuchtend, dass eine Frau erst freiwillig den Geschlechtsverkehr ausführt und sich dann zur Trennung bespricht. Ich kann nicht sagen, ob damals schon ein Gutachten zu DNA-Spuren am Messer vorlag. Jörg Kachelmann gab spontan an, weder das Messer noch andere Gegenstände angefasst zu haben bei der Essenszubereitung. Er war ja schon einige Tage in Haft, er hat sich gut überlegen können, was er sagt.“ (Bild)
Anmerkung: Prozessbericht von Biggi Meier: Dann kam der Haftrichter. Er hatte komischerweise auch sehr viel „Gedächtnislücken“ Auf Fragen ob bei der Befragung etwas überreicht worden sei von Birkenstock, oder wer anwesend war kam „das kann ich nicht mehr sagen“. Er sprach sehr verworren.
Es kam vor allem zum Gespräch warum Jürg Kachelmann den Medien vorgeführt wurde es sei doch auch möglich gewesen diesen Wagen etwas näher ranzufahren ohne dass er sich den Medien präsentieren müsse. Antwort: „Wie der Beschuldigte rauskommt aus dem Gebäude sei nicht seine Sache“ Er könne sich da auch an das was ausgemacht war nicht mehr erinnern.
Birkenstock meinte daraufhin „Mein Mandant kann sich aber noch sehr gut daran erinnern“ „Es wurde nichts mit ihm abgesprochen, den Fotografen wurde es erlaubt in den Hof zu kommen und Fotos zu machen. Kachelmann stand es nur frei mit einer Aktentasche vor dem Gesicht raus zu gehen oder hoch erhobenen Hauptes wozu Birkenstock ihm geraten habe.
Es sei keine Rede von Kaution gewesen, er habe Birkenstock aber angeraten seinen Mandanten zum bedeutend strafmildernden Geständnis zu bewegen. (weiterlesen http://ritaevaneeser.wordpress.com/2010/10/01/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-sechsundzwanzig/)
30.9. Reinhard Birkenstock, Kachelmanns grimmiger Verteidiger aus Köln, hatte später für die Zeugenaussage der 40-Jährigen allerdings nur einen spöttischen Kommentar übrig: “Jawohl, die Videoaussage der Anzeigeerstatterin ist eindrucksvoll. Das Video ist vor allem dort sehr plastisch, wo sie unter ergreifenden Tränen lügt, wie sie dann später zugeben muss.” Er sei überzeugt, sagte Birkenstock bei einem kurzen Pressestatement, bevor er mit seiner Frau in die Mittagspause verschwand: Alles sei “eine gewaltige Lüge”, die bald entlarvt würde. “Jörg Kachelmann wird rehabilitiert.” Von dieser Lüge, die Claudia D. offenbar tatsächlich in die Kameras der Polizei gesprochen hat, war bisher offiziell im Verfahren noch nicht die Rede. Doch schon im Mai hatte der “Spiegel” aus Ermittlungsakten berichtet und offenbart, dass die Radiomoderatorin wohl vor der Polizei geschwindelt hatte, eben auch in der Videoaussage.
Kachelmann wird noch bis mindestens Dezember warten müssen, bis endgültig über sein Schicksal entschieden ist. Erst dann, so die neue Planung des Mannheimer Gerichts, wird ein Urteil gesprochen. Es ist eben ein schwieriges Unterfangen – bei so vielen subjektiven Eindrücken. (Welt.de)
30.9. Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann
Datum: 30.09.2010
Kurzbeschreibung:
Geplanter Ablauf der Hauptverhandlung – Aktualisierung
Der Vorsitzende der 5. Großen Strafkammer hat neue Hauptverhandlungstermine bestimmt. Nach aktuellem Stand findet die Hauptverhandlung noch an folgenden Tagen statt( Es folgen die neuen Termine bis Dezember 2010.)
Anmerkung: Die dilettantische Prozessvorbereitung war von Anfang an absehbar!
1.10. Ergänzungen zum 5.Prozesstag und der Aussage der Polizistin, die man nicht in der Presse lesen konnte, Biggi M. (Teil 26)
Man hat sogar den Nachbarn im Flieger auf dem Flug nach Kanada ausfindig gemacht und auch der sagte nur er sei ganz entspannt gewesen und habe die meiste Zeit im Flieger geschlafen ihm sei nichts aufgefallen.
Am auffälligsten für alle war aber folgendes:!!!!
Die Beamtin sagte so nebenbei wir waren ja öfter in der Wohnung.
Nachfrage des Richters: “In der Wohnung der Nebenklägerin”
Die Beamtin: ja
Auf Frage: Warum?
Antwort: „Weil man immer wieder Fragen hatte, und auch was holen musste.
Auf Frage: Auch ob der Laptop abgeholt wurde.
Antwort: ja
Ob sie wusste wann die Beamten kommen, sie meinte erst ja.
Also wusste sie wann sie kommen, dann hat sie sich rausgeredet ja aber nur dass wir kommen, nicht dass wir den Laptop mitnehmen…..
6.Prozesstag Montag, 04. Oktober 2010
4.10. Die Presse fragte draußen schon ob das Urteil bei so viel Ausschluss der Öffentlichkeit – laut Annahmen der Besucher – noch „im Namen des Volkes“ gesprochen werden kann. ( Biggi Meier,Prozessbesucherin )
4.10. Für Reporter wird der Prozess um Jörg Kachelmann zunehmend mühsam, und für Zuschauer, die früh morgens am Seiteneingang des Mannheimer Landgerichts für einen Beobachterplatz anstehen, frustrierend. Denn zur Beweisaufnahme treten mittlerweile fast nur Zeugen an, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit reden wollen – und vom Gericht auch das Recht dazu bekommen.
Zuvor war nun heute ihr Vater, der 71-jährige Schwetzinger Walter D., an der Reihe. Und auch der schmale, alerte Pensionär im braunen Anzug beantragte umgehend, die Medien und das Publikum aus dem Saal zu verbannen. So wurde der Saal 1 des Landgerichts nach wenigen Minuten auch schon wieder geräumt.
Vor dem Publikum musste Walter D. nur seinen Namen, sein Alter, die Adresse und eine zehnjährige Tätigkeit als Schöffe beim Schwetzinger Amtsgericht bestätigen. (Welt de)
Anmerkung: Schöffe,Lehrer,Sportklubpräsident, aber Richter Seidling kennt ihn NICHT! http://www.zonta-schwetzingen.de/Grundung_-_20070711_sz_009_1__-_2.pdf
4.10. Der Prozess gegen Moderator Jörg Kachelmann findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.(Radio Hamburg)
4.10. Das Gericht wollte vor allem die Frage klären, welche Art von Beziehung der Angeklagte und das mutmaßliche Opfer geführt haben. Elf Jahre waren die Eltern von Sabine W. schließlich davon ausgegangen, dass diese in fester Beziehung mit Jörg Kachelmann lebte. (Abendzeitung)
4.10. Seine Befragung sei sinnvoll, sagte Birkenstock. “Er kennt seine Tochter und die Situation, über die er berichtet.” Es sei nötig, alles über die Aussage der 37-jährigen Ex-Freundin Kachelmanns zu erfahren. “Dafür ist es hilfreich, die Eltern zu vernehmen.” (Spiegel)
4.10. Vater der Ex-Geliebten musste drei Stunden aussagen
+++ Öffentlichkeit ausgeschlossen +++ (Bild)
4.10. Der Vater, ein 71-jähriger pensionierter Studiendirektor, hatte selbst darum gebeten, seine Aussage ohne Zuschauer und Medienvertreter zu machen. Zuvor gab der Vater zu seiner Person an, dass er früher selbst Schöffe gewesen sei.(Augsburger Allgemeine)
4.10. Am Montag ist der Vergewaltigungsprozess gegen Fernsehmoderator Jörg Kachelmann fortgesetzt worden – weiter unter Ausschluss der Öffentlichkeit ist. Der Vater des mutmaßlichen Opfers sowie eine 23-jährige Ex-Freundin sagten als Zeugen vor dem Mannheimer Landgericht aus. In der Befragung der jungen Frau würden die sexuellen Gewohnheiten des 52-jährigen angeklagten Schweizers sowie der Zeugin selbst zur Sprache kommen, sagte der Vorsitzende Richter Michael Seidling. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,721223,00.html
Anmerkung: Diese Zeugin ist die von der Bunten bezahlte Anja Langer (Verena C.) die nackt ein ernstes Gespräch wollte und dann falsche Angaben über eine angebliche Vergewaltigung bei Polizei/Gericht und der Bunten machte!
4.10. Kachelmann-Prozess: Erneut bleiben die Türen zu! ( Süddeutsche)
4.10. „Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat der Vater des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers ausgesagt. Er war es, der nach der Tat die Polizei anrief. “(Welt)
Anmerkung: Tat? Nicht vermutliche oder angebliche Tat?
4.10. Zwischen den beiden Häuserreihen liegen nur die Gärten und nur ein schmaler, zugewucherter Pfad. Wohl auch deshalb soll Kachelmann bei mindestens einer Gelegenheit zu Gast bei den Eltern gewesen sein, bei einem Kaffeetrinken zum Geburtstag von Walter D. Aus Begebenheiten wie dieser hatten die Eltern offenbar abgeleitet, Kachelmann und ihre Tochter hätten tatsächlich eine ernsthafte, elf Jahre währende Beziehung.
Der Schweizer jedoch hatte das in seiner Aussage vor dem Mannheimer Amtsgericht – der einzigen Stellungnahme, die er zu den Vorwürfen abgeben wollte – bestritten. Man habe sich nur zehn bis zwölf Mal im Jahr gesehen, manchmal monatelang gar nicht, hatte Kachelmann gesagt. (Berliner Morgenpost)
4.10. Es klafft ein langes Zeitloch! Die lange Zeitspanne spricht nicht für die Version von der unspektakulären Trennung. Auch nicht, dass Kachelmann nach der Rückkehr aus Kanada bei seiner Verhaftung am Flughafen keinerlei Empörung zeigte. Es gibt aber auch Entlastendes. Seine Kollegen hatten ihn in den fünf Wochen während der Olympischen Winterspiele als normal, sogar positiv erlebt. Sie fielen aus allen Wolken, als sie von der Inhaftierung des Wettermanns erfuhren.(Kölner StadtAnzeiger)
Anmerkung: Der Beitrag ist von Ursula K. Jener Journalistin, die genau diese Angaben Monate später in einer Zusammenfassung wiederholt. Und dass, obwohl sich das angebliche „Zeitloch“ aufgeklärt hat. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, entweder Madame kann nicht rechnen, oder es fehlt ihr einfach an journalistischer Neutralität. Was damit zu erklären wäre, wie anbetend sie an den Lippen des jungen Oltrogge hängt.
4.10. Die große Blonde mit den tiefschwarz geschminkten Augen wirkt angeschlagen, aber entschlossen. Vier Jahre ist es her, dass die heute 22-Jährige mit dem angeklagten TV-Moderator Jörg Kachelmann liiert war. Jetzt treffen sie sich im Mannheimer Landgericht wieder. Er muss sich wegen Vergewaltigung an einer anderen Frau, Sabine W. (Name geändert) aus Schwetzingen, verantworten. Sie soll aussagen, wie das damals war zwischen ihr und Kachelmann. Dass da heute nichts mehr ist, kann im Gerichtssaal jeder beobachten. Die Auszubildende ignoriert ihren Ex-Freund, kein Blick geht auch nur andeutungsweise in seine Richtung. Die Anwältin an der Seite der Zeugin meldet sich sofort zu Wort, kündigt an, dass die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden soll. Nichts darf nach draußen dringen – selbst ihren Wohnort möchte die ehemalige Kachelmann-Geliebte nicht preisgeben (Morgenweb)
Anmerkung: Verena C. vulgo Anja L.will Jungfrau gewesen sein, als sie bereits bei zweiten Treffen mit ihm ins Hotel geht. Einige Treffen – immer in Hotels – bis 29.Mai 2006. Nahm nicht nur eine Uhr als Weihnachtsgeschenk, sondern auch Geld!
4.10. Prozessbericht Maschera : So langsam gewinne ich den Eindruck, das Mannheimer Gericht will die Öffentlichkeit BEWUSST prellen……?!
Sorry, die Bekanntgabe der Zeugenvernehmung ändert sich willkürlich. Heute sollten doch zwei Polizisten verhört werden, zunächst, heute Morgen hörte ich dann, (bevor ich losfuhr) ein Polizist und eine Zeugin.
Einlass war um 08:15 Uhr.
Frau Dr. Luise Greuel betritt wie immer als Erste den Saal. Ca. 15 Minuten danach Frau RA Combe. Anschließend RA Birckenstock und Frau. Frau Combe, RA Birckenstock und Frau begrüßen sich mit „Küsschen“ links und rechts.
08:52 Uhr betritt Herr Kachelmann den Saal. Eine Minute später StA Oltrogge und Oberstaatsanwalt Gattner.
08:58 erscheint RA Franz.
09:15 Uhr treten die Richter ein. Kurze Bekanntgabe, das die Verteidigung über das Wochenende per Fax einen Schriftsatz eingereicht hat. Unterlagen werden an alle Beteiligten verteilt. KEINE Stellungnahme worum es geht.
Der Richter Seidling kündigt an, zunächst zum heutigen Programm…………
Der Vater der Zeugin wird jetzt vernommen!
Keine Angaben zum weiteren Programm. Der Zeuge kommt nicht und StA Oltrogge geht raus um ihn zu holen.
Herr Dinkel tritt ein. (Kleiner, schmächtiger Mann mit weißen Haaren, kleine Glatze). Zunächst folgt die Rechtsbelehrung.
Die Persönlichen Daten sollen aufgenommen werden, Herr Walter Dinkel. Freizügig ohne Aufforderung erklärt er: 71 Jahre, Diplom Ingenieur Walter Dinkel. Adresse, ist ja hinreichend bekannt. Desweiteren berichtet er, auch ohne Aufforderung, dass er schon sein ganzes Leben in Schwetzingen lebt und 18 Jahre Schöffen am Gericht (Schwetzingen?) war.
Dann ging es um die Frage, Öffentlichkeit oder nicht? Herr Walter Dinkel wollte den Ausschluss der Öffentlichkeit. Inzwischen ist es:
09:19 Uhr, die Richter gehen raus zu einer kurzen Beratung.
09:23 Uhr, Richter treten wieder ein. Die Öffentlichkeit wird ausgeschlossen.
Es ist sehr ruhig geworden. Journalisten waren reichlich „unterbesetzt“. Frau Friedrichsen war heute auch nicht da. Die Abwesenheit von Frau Schwarzer, versteht sich von selbst.
Tanja May war Vorort und eine Reporterin der Welt. Kenne den Namen nicht. (Schulterlange dunkle Haare, Dauerwelle).
Ich habe mich noch eine Weile im Gerichtsgebäude aufgehalten und davor und jetzt bin ich nach Hause gefahren. Soeben kam im NTV, dass heute noch zwei weitere Zeuginnen befragt werden sollen. Die Vernehmung des Vaters geht mit Sicherheit bis zur Mittagspause. Ich habe NTV eingeschaltet und arbeite jetzt zuhause.
In den Mittagsnachrichten wird vielleicht gesagt wie es heute weiter geht und ich fahre eventuell noch einmal hin.
5.10. Dem 71-jährigen Zeugen kam die elfjährige Fernbeziehung anfangs auch unkonventionell vor. «Ich habe so nach fünf Jahren einmal gefragt, wie das weitergehen soll», sagte er gemäss Protokoll. Die Eltern liessen sich aber dadurch beruhigen, dass ihre Tochter glücklich schien mit der Gegenwart und den gemeinsamen Zukunftsplänen. Mit Freude sahen sie, dass die 37-Jährige einen Partnerschaftsring Kachelmanns trug. Sie ahnten nicht, dass es viele weitere Frauen in seinem Leben gab.
Drei Tage nach Kachelmanns Verhaftung meldete sich eine 23-Jährige bei der Polizei. Gestern betrat sie sichtlich nervös das Gericht und beantragte erfolgreich den Ausschluss der Öffentlichkeit. Einer Polizistin hatte sie erzählt, sie habe als 18-Jährige eine halbjährige Liaison mit Kachelmann gehabt. Die Illustrierte «Bunte» stellte einen Sexualakt zwischen den beiden implizit als Nötigung dar. Gegenüber der Polizistin hatte die junge Frau dieselbe Begegnung mit dem 29 Jahre älteren Kachelmann harmloser geschildert. An welcher Version sie gestern festhielt, ist nicht bekannt. (Tagesanzeiger)
5.10. Das Landgericht Mannheim vernahm am Montag den Vater des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers. Der 71-jährige pensionierte Studiendirektor hatte selbst darum gebeten, seine Aussage ohne Zuschauer und Medienvertreter zu machen.
Grundsätzlich hat die Öffentlichkeit von Gerichtsverfahren hohen Rang. Ausnahmen sind aber zum Schutz der Persönlichkeit und des Intimlebens möglich. Die 5. Große Strafkammer begründet ihre Entscheidungen regelmäßig damit, dass die Zeugen auch über das engste Familienleben und intime Beziehungen befragt würden (Die Welt)
5.10. Mir fiel nur auf, dass Herr W. Dinkel frei sofort alles erzählte: ein Leben lang in Schwetzingen, Dipl. Ing. 18 Jahre Schöffe. Keiner hat ihn danach Da drängt sich mir die Vermutung auf, dass Frau Simone auch zuhause viele Informationen über den Verlauf einer Verhandlung erfahren hat?
Meine persönliche, (natürlich) Einschätzung vom Vater war, dass ihm sein Titel (Dipl. Ing.) und die Tätigkeit als Schöffe „viel bedeuten“. Dieser Mann konnte sein Mitteilungsbedürfnis zuhause sicher nicht zurückhalten…….
Das sind Spekulationen, aber gerechtfertigt, wie ich finde. Frau Simone ist in gewisser Weise mit einem „Gerichtsalltag“ aufgewachsen…….
Mich wundert, warum diese Tatsache von den Medien noch nicht „aufgegriffen“ wurde und bis jetzt nur am Rande erwähnt wird. gefragt. ( Maschera )
5.10. Dem 71-jährigen Zeugen kam die elfjährige Fernbeziehung anfangs auch unkonventionell vor. «Ich habe so nach fünf Jahren einmal gefragt, wie das weitergehen soll», sagte er gemäss Protokoll. Die Eltern liessen sich aber dadurch beruhigen, dass ihre Tochter glücklich schien mit der Gegenwart und den gemeinsamen Zukunftsplänen. Mit Freude sahen sie, dass die 37-Jährige einen Partnerschaftsring Kachelmanns trug. Sie ahnten nicht, dass es viele weitere Frauen in seinem Leben gab.(Tagesanzeiger)
7.Prozesstag Mittwoch, 06. Oktober 2010
6.10. Die inzwischen verheiratete 37-jährige Lehrerin sollte zum Intimleben Kachelmanns befragt werden. Sie sagte – wie die meisten anderen Zeugen im Verfahren vor dem Mannheimer Landgericht – unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Die verheiratete blonde Frau erschien vor der Kammer in Jeans und brauner Lederjacke (Schweizer Illustrierte)
6.10. 10.05 Uhr: Die Aussage der Zeugin ist beendet. Jetzt ist bis 13 Uhr eine Mittagspause angesetzt.
11.13 Uhr: Das Verteidiger-Team sitzt draußen in der Sonne in einem Café. Nicht dabei sind nur Kachelmann und seine Anwältin Combé.
12.01 Uhr: Etwa zwanzig Minuten vor dem Ende der Mittagspause wird mit dem Eintreffen der zweiten Zeugin gerechnet. Daher stehen auch schon zwei Einsatzfahrzeuge bereit – um das Auto, mit dem sie ankommt, abzuschirmen.
13.07. Uhr: Vorsitzender Michael Seidling: „Wir setzen die Beweisaufnahme fort in der Sache Kachelmann. Wir kommen am Nachmittag nun zur Vernehmung der Zeugin Juliane P.“ : Die 33-Jährige trägt ein schwarzes Kleid, eine schwarze Strumpfhose und schwarze Pumps. Ihre blonden Haare hat sie mit einem lilafarbenen Band zum Zopf gebunden. Sie ist Meteorologin und auch eine Ex-Freundin des Angeklagten. Jörg Kachelmann schaut Juliane P. nachdenklich, fast traurig an. Sie guckt ihn nicht an, schaut weg. Die Öffentlichkeit wird ausgeschlossen. (Bild)
Anmerkung: Die Meteorologin Juliane P. bekam für ihre Liebesdienste eine Job bei Meteomedia
Die Lehrerin Andrea P. Ist schon beim ersten Treffen in einem Kölner Hotel mit ihm ins Bett gegangen.Das Verhältnis war jedoch so angelegt, dass man sich alle 2 – 3 Monate zum Zweck des sexuellen Vollzugs getroffen hat! Auch sie nahm gerne Geschenke, darunter einen vergoldeten Vibrator, an!
Mittagspause von 10 Uhr 5 bis 13 Uhr?? Das ist zügig?
Verhandlung von 9 Uhr 20 bis 10 Uhr 5 = 45 Minuten?
Davon noch abgezogen die Durchsuchung des Saales von 4 VIER Polizeibeamten = Das ist zügig?
6.10. Kachelmanns Gutachter als befangen abgelehnt Im Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann hat die Verteidigung am Mittwoch eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. Der von ihnen benannte Sachverständige Bernd Brinkmann wurde überraschend vom Landgericht Mannheim als befangen abgelehnt. Er kann deshalb nicht mehr als Gutachter am Prozess teilnehmen. (Bild)
6.10. “Der Beckenbauer der Rechtsmedizin”
Die Verteidigung kritisierte die Ablehnung des Gutachters am Mittwoch mit deutlichen Worten. “Brinkmann ist für die Rechtsmedizin so etwas wie Beckenbauer für die Fußballwelt”, betonte Kachelmanns Anwalt Reinhard Birkenstock. Brinkmann sei seit Jahrzehnten einer der führenden Experten der Rechtsmedizin in Deutschland und bekannt für sein klares Urteil. “Am Inhalt des Gutachtens geht kein Weg vorbei”, kritisierte Birkenstock.
Der Verteidiger beantragte eine Unterbrechung der Hauptverhandlung und will nun einen neuen Befangenheitsantrag gegen die Richter prüfen. Ein erster Versuch zum Auftakt des Verfahrens war gescheitert.
In den vier Wochen seit Prozessbeginn wird vor allem hinter verschlossenen Türen verhandelt. (Welt.de)
6.10. Die Verteidigung wendet ein, dass nach den medienfreudigen Vor-Aussagen die gerichtliche Vernehmung der Frauen nicht mehr viel wert sei. Laut Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge wurden alle Frauen von ihm schon vor ihren Äußerungen in den Medien vernommen. /Frankfurter Rundschau)
6.10. Haudrauf in Mannheim
Ich mache den Job schon 15 Jahre. Eigentlich dachte ich, so ziemlich jede merkwürdige Situation in einem Strafverfahren erlebt zu haben. Der Prozess gegen Jörg Kachelmann belehrt mich aber eines Besseren. Das Landgericht Mannheim hat es heute tatsächlich geschafft, einen Gutachter als befangen abzulehnen – weil ihm dessen Standpunkt und Ergebnisse nicht passen.
Wieso das Landgericht Mannheim aber meint, einen von der Verteidigung aufgebotenen Sachverständigen geradezu abkanzeln zu müssen, indem es ihn nicht mal anhört, sondern rausschmeißt wie einen renitenten Zuschauer, ist für mich nicht nachvollziehbar. Vor allem deshalb nicht, weil ich auch schon mal Gutachten von Bernd Brinkmann gehört habe. Der Mann beherrscht nicht nur sein Fach, er drückt sich auch klar aus.
Das Gericht bestätigt durch seine Entscheidung den Eindruck, dass es sich schon mal grob festgelegt hat und alles tut, um das anvisierte Ziel nicht zu verfehlen. (http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/10/06/haudrauf-in-mannheim/)
6.10. Der Vergewaltigungsprozess um den Wettermoderator Jörg Kachelmann am Mannheimer Landgericht geht voran – die Frage ist nur: “wie”? Denn auch am 7. Verhandlungstag wird die Öffentlichkeit bei den Zeugenvernehmungen ausgeschlossen…(Rhein-Neckar-Fernsehen)
Werbung mit Jörg Kachelmann – die Idee war so gut!
Publiziert am 06/10/2010 von swiss-kontaktlinsen.ch
Es ist unglaublich und wer hätte gedacht, dass eine solche Geschichte eines Mannes soviele Kreise zieht!? Irox, die inovative Schweizer Firma, die für Qualität und Design steht, hatte in Jörg Kachelman den vermeindlich perfekten Werbepartner gefunden und mit diesem eine ganze Wetterstation-Kollektion entworfen. Perfekte Geräte in bestem Design, bis hin zu den Zusatzsensoren! Die Geräte sind da, warten auf Ihren Einsatz – der Werbeträger hockt im Gefängnis und wartet auf sein Urteil! Aus diesem einzigen Grund und dem Werbephoto auf der Verpackung sieht sich Irox durch uns veranlasst, die Geräte praktisch zum Einkaufspreis abzugeben! Wem es also egal ist, dass vorgesehen war mit Herrn Kachelmann und dieser Porduktegruppe Werbung zu betreiben, der kommt nie mehr günstiger zur perfekten Temperatur-Heimüberwachung (http://swissaugenoptik.ch/klartext/joerg-kachelmann-irox/)
Anmerkung: Man beachte die Fehler in diesem KLARTEXT!
7.10. Wolfgang Joop und das Kachelmann-Syndrom . Im Erbstreit um das Anwesen der Familie Joop in Potsdam-Bornstedt verhärten sich die Fronten. Modemacher Wolfgang Jopp erkennt nach eigenen Worten bei seiner Tochter das “Kachelmann-Syndrom”. (Berliner Morgenpost)
7.10. Sprachlos und wie gelähmt reagieren vor allem Opfer, die schon mal ein traumatisches Erlebnis hatten – oder die so eingeschüchtert sind, dass sie keinen Ausweg mehr sehen.
Zur letzteren Kategorie scheint Kachelmanns Ex-Freundin zu gehören. Vieles deutet darauf hin, dass sie besonders eingeschüchtert ist bzw. war. So wartete sie elf Jahre lang geduldig auf ihn und fügte sich willig seinen Sexpraktiken. Und sie wagte es auch nicht, ihren Freund wegen der anderen – die sich dann als viele andere herausstellten – sofort zur Rede zu stellen.
Über Monate hatte die Radiomoderatorin hinter der anderen her recherchiert. Doch statt Kachelmann ganz einfach zu fragen, täuschte sie in einem komplizierten Manöver eine von Dritten zugespielte Information vor – nämlich mit einem selbst verfassten Brief, in dem es hieß: Er schläft mit ihr! Und das alles, weil sie offensichtlich zu schwach war, ihn direkt zur Rede zu stellen. „Gelernte Hilflosigkeit“ nennen das die Psychologen. (Bild und wer hats geschrieben? Schwarzer natürlich!)
8.10. Der Jurist und Mediziner Brinkmann ist einer der erfolgreichsten Rechtsmediziner Deutschlands. Er war 26 Jahre lang Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Münster, hat womöglich Pate gestanden für den dortigen “Tatort”-Ermittler Professor Boerne. Der grauhaarige Experte mit dem norddeutschen Tonfall war zwei Jahrzehnte lang einer der Köpfe des weltweit führenden rechtsmedizinischen Fachjournals. Er wies bei mutmaßlichen Kindsmördern nach, dass es sich nicht um Gewalt, sondern um plötzlichen Kindstod handelte. Er war auch der Erste, der im Fall des “Phantoms von Heilbronn” auf die Möglichkeit hinwies, dass die Teststäbchen der Spurensicherung verunreinigt gewesen sein könnten. Das baden-württembergische Landeskriminalamt hatte den Verdacht damals empört zurückgewiesen, Brinkmann aber ins Schwarze getroffen. (Welt)
8.10. „Dem bisher so siegesgewissen Kachelmann drohen nun weitere Rückschläge – nachdem am Mittwoch bereits der wichtigste Gutachter der Verteidigung, der Rechtsmediziner Prof. Brinkmann, für „befangen“ erklärt und sein Gutachten als „ungeeignet“ abgelehnt worden war.“ (Schwarzer)
8.10. Die Justiz, in diesem Fall ein Vorsitzender Richter, gegen den ein im Kern berechtigter Befangenheitsantrag anhängig ist, gibt die Schlagzahl vor. Jetzt ist vieles privat, was Monate lang allzu öffentlich war. In der Logik der Gerichte, die sich wiederholt und vehement dagegen gewehrt haben, dass Filmaufnahmen von Prozessen gemacht werden dürfen oder dass ,wie in den USA ganze Verhandlungen live übertragen werden, ist das stringent. In der Wahrnehmung einer Medien- und Informationsgesellschaft wirkt dies wie ein konstanter Rückschritt ins publizistische Mittelalter.
Doch niemand wehrt sich offen gegen die Selbstherrlichkeit der Richter, die mitten in der Mediengesellschaft dazu legitimiert sind, öffentliche Verfahren nach eigenem Gutdünken auf ein unverstehbares Minimum zu reduzieren. Die Gerichtsreporter sind auf eben jene Klientel angewiesen und überlegen sich lange, ob sie rebellieren, wenn der Vorsitzende Richter sie auch von elementaren Phasen der Prozesse ausschließt. Am Ende stehen sie mit leeren Händen da, müssen ihren Blattmachern erklären, warum sie außer den vielseitig interpretierbaren Beobachtungen auf den Gerichtsfluren keine News aus der Verhandlung liefern können, obwohl sie doch auf Ortstermin mit Hotel, Taxi und Spesensatz sind. Um dann als Top-Reporter auch nicht mehr liefern zu können als der Kollege von der dpa oder der Lokalschreiber: Das ist für viele bitter, aber eben auch nicht zu ändern. (meedia.de)
10.10. Der Prozess entwickelt sich zur Geheimsache. Mit Spannung wird an diesem Mittwoch (13. Oktober) die wichtigste Zeugin erwartet: Die Frau, die den 52-jährigen Schweizer beschuldigt, sie Anfang Februar bedroht und vergewaltigt zu haben. Die 37 Jahre alte Radiomoderatorin – in den Medien meist Sabine genannt – soll seit 1998 ein Verhältnis mit Kachelmann gehabt haben. Dann erkannte sie nach Auskunft der Ermittler, dass ihr Geliebter neben ihr noch andere Freundinnen hatte. Sie stellte ihn zur Rede und wollte sich laut Anklage von ihm trennen. Daraufhin soll er sie mit einem Küchenmesser bedroht und zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben.
Er gab zu, seine Freundin gekränkt zu haben. Körperlich verletzt habe er sie nicht. Im Prozess hat der Moderator bislang ebenfalls nichts gesagt. Ungewöhnlich am Verfahren ist der Zeitplan: Das mutmaßliche Opfer sagt erst aus, nachdem die zahlreichen Geliebten von Kachelmann gehört wurden. Verteidiger Reinhard Birkenstock hatte das Prozedere heftig kritisiert. Das Gericht versuche damit, ein schlechtes Bild seines Mandanten zu zeichnen (http://www.morgenpost.de/printarchiv/panorama/article1419840/Kachelmann-Verteidigung-erwaegt-erneuten-Befangenheitsantrag.html
8. Prozesstag Montag, 11. Oktober 2010
11.10. Kachelmanns Anwälte kämpfen im Prozess mit allen Mitteln: Befangenheitsanträge gegen die Richter, Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Staatsanwälte sowie Anträge, die Ankläger als Zeugen vernehmen zu lassen.
Bislang ohne Erfolg. Im Gegenteil. Sie mussten immer wieder Niederlagen einstecken.
Ungewöhnlich an dem Verfahren ist der Zeitplan. Das mutmaßliche Opfer sagt erst aus, nachdem die zahlreichen Geliebten von Kachelmann gehört wurden.
Verteidiger Reinhard Birkenstock hatte das Prozedere heftig kritisiert. Das Gericht versuche damit, ein schlechtes Bild seines Mandanten zu zeichnen.(Bild)
11.10. Am 8.Prozesstag hat die Verteidigung im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann beantragt, dass das Gericht die Ablehnung des “Blaue-Fecken-Gutachters” rückgängig macht. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit sagen heute drei ex-Geliebt Kachelmanns aus.
Am 13. Oktober soll das angeblich Opfer aussagen.
Möglich ist, dass die Verteidigung einen Befangenheitsantrag gegen das Gesamt-Gericht stellt, nachdem in der letzten Woche ein Sachverständiger Kachelmanns abgelehnt worden war. Über den Verlauf des Prozesses wird heute Abend Alice Schwarzer berichten. ( http://litart.twoday.net/stories)
11.10. Der am Verfahren nicht beteiligte Anwalt Dirk Dünnwald von der Hamburger Promi-Kanzlei Prinz erklärt das so: „Das Gericht will sich ein möglichst detailliertes Bild von Kachelmann und seinen früheren Partnerinnen machen.” Dahinter steht die Frage: Was für ein Mensch ist der Angeklagte? „So wollen die Richter auch die Aussage des mutmaßlichen Opfers besser einschätzen können, damit das, was sie sagt, nicht so allein im Raum steht.” (Bild)
11.10. Die schärfste seiner Waffen wollte Kachelmann-Anwalt Reinhard Birkenstock zwar vorerst nicht einsetzen gegen das Mannheimer Landgericht. Aber kampflos klein beigeben mochte der Strafverteidiger am achten Prozesstag auch nicht. Eine ganze Stunde lang las der Kölner Jurist den Richtern samt Schöffen daher die Leviten dafür, dass sie zuvor überraschend seinen wichtigsten Gutachter Bernd Brinkmann als befangen aus der Verhandlung ausgeschlossen hatten. (Welt.de)
11.10. Kampf mit allen Mitteln. Kachelmanns Anwälte kämpfen im Prozess mit allen Mitteln: Befangenheitsanträge gegen die Richter, Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Staatsanwälte sowie Anträge, die Ankläger als Zeugen vernehmen zu lassen.
Am heutigen Prozesstag warten auf den Wettermoderatoren drei ehemalige Geliebte, die dem Richter von ihrer Beziehung erzählen. Die Zeugenaussagen finden hinter verschlossenen Türen statt – die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen.(Grenchner Tagblatt)
11.10. Es bestünden Zweifel an seiner Unparteilichkeit, hatte Seidling erklärt. Er habe sexuelle Praktiken und andere Ursachen für die Verletzungen ausgeschlossen und sich auf die These der Selbstverletzung beschränkt.
Birkenstock sagte dazu: “Der Sachverständige Brinkmann gelangt aber in seiner Stellungnahme nicht zu dem Ergebnis einer von der Klägerin langfristig geplanten Falschbelastung des Angeklagten.” Die Kammer solle sich noch einmal “gründlich und unbefangen” mit der Stellungnahme des Gutachters befassen. “Sie wird dann zu dem Ergebnis kommen, dass eine Erwartung der Befangenheit nicht berechtigt ist.” Er betonte seine Ansicht, dass der Rechtsmediziner zu den Größen seines Fachs gehört. “Brinkmann ist nicht Irgendeiner”, sagte Birkenstock. (stern)
9.Prozesstag 13.Oktober 2010
13.10. Immer, wenn es spannend wird – wenn die Kammer Aussagen zur Intimsphäre des Angeklagten und seiner sogenannten Lausemädchen hört – wird sie ausgeschlossen, weil ihr Interesse hinter den, so Gesetz und Gericht, „schutzwürdigen Interessen“ der Beteiligten zurücksteht. Wenn diese nicht dem Ausschluss widersprechen. Nach der Belehrung über die Wahrheitspflicht sagte die Zeugin aber entschlossen: „Ich möchte, dass die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird.“ Das Bild der schlanken Frau mit blondem Haar in Schwarz (Stiefel, Rock, Oberteil, Schal) und Pink (Lippen, Hemd) wurde per Videokamera an eine Leinwand über die Köpfe von Staatsanwaltschaft und Nebenklagevertreter projiziert, auf dass die medizinischen und psychologischen Sachverständigen und Fachleute, die im Rücken der Zeugin saßen, deren Mimik und Gestik verfolgen könnten.(FAZnet)
13.10. Prozessbericht Birgit M.Der 9. Prozesstag
Zunächst teilte Birkenstock mit, dass Professor Elliger wieder am Prozess teilnimmt, des weiteren ist Professor Markowitsch erstmalig dabei.
Professor Kröber, wegen dessen Terminengpässen die Vernehmung von CSD erst im Oktober stattfindet, ist heute auch zugegen.
Birkenstock verteilte noch eine Ergänzung zu seinem Antrag, Professor Brinkmann weiter zuzulassen und warf der Staatsanwaltschaft vor, die Kompetenz von Professor Brinkmann anzuzweifeln. Staatsanwalt Oltrogge teilte mit, dass er hierbei die Seiten der Verteidigung, der Nebenklage und der Staatsanwaltschaft berücksichtigt habe. RA Birkenstock teilte ihm daraufhin mit, dass für die Interessen der Nebenklägerin nicht er, sondern Rechtsanwalt Franz zuständig sei.
Das Gericht zieht sich wie mehrfach an diesem Tag zur Beratung zurück.
In der darauf folgenden Pause wurde eine Kamera vor dem Zeugentisch installiert, um die Mimik des mutmaßlichen Opfers auf eine Leinwand zu übertragen. Sinn dieser Installation war es, dass die Gutachter sich ein besseres Bild von der Glaubhaftigkeit des Opfers machen können.
Diese Pausen nutzte Staatsanwalt Oltrogge wieder um die Journalisten zu unterhalten. Er plaudert in seiner gewohnt lässigen Form, die jegliche Ernsthaftigkeit für diesen Fall vermissen lässt. Es wirkt wie ein Lehrer, der seine Schüler um sich schart. Mir kommt das sehr selbstdarstellerisch vor.
Die Kammer erscheint erneut und teilt mit, dass der Beschluss bestehen bleibt und es nun weitergeht mit der Zeugeneinvernahme von CSD.
Das „mutmaßliche“ Opfer betritt den Saal. Sie kommt lachend und beschwingt herein, wirkt triumphierend und selbstsicher. Auf mich wirkt sie eher, als ob sie zur Disco gehen will. Sie trägt einen schwarzen Jeansrock, schwarze Stiefel, schwarze Strümpfe und eine schwarze Jacke darunter ein pinkfarbenes Oberteil. Um den Hals hat sie ihr violettes Halstuch. Sie nimmt am Zeugentisch platz und beantwortet zunächst die Fragen zur Person, Name, Alter 37 Jahre, ledig, Beruf Radiomoderatorin. JK schaut sie an, sie würdigt ihn keines Blickes.
Rechtsanwalt Birkenstock bemerkt, dass sie nicht nach § 55 StPO belehrt wurde (wer sich selbst belastet, kann die Aussage verweigern), was der Richter allerdings als nicht notwendig ansah. Birkenstock beantragt, sie auch nach § 55 StPO zu belehren mit der Begründung, sie habe bereits in einem entscheidenden Punkt nachweislich gelogen. Staatsanwalt Otrogge beantragt, diese Belehrung nach § 55 StPO abzulehnen. Während dieser Diskussion wirkt CSD eher nervöser. Es scheint sie zu nerven. Die Kammer zieht sich zur Beratung zurück.
Wieder Zeit für Staatsanwalt Oltrogge die Journalisten zu unterhalten, sei es mit möglichen Prognosen über den Termin, mit Fachliteratur …etc.
Nach der Beratungspause teilt die Kammer mit, dass sie es nicht als notwendig ansieht, CSD nach § 55 StPO zu belehren.
Rechtsanwalt Brinkmann bittet um eine Unterbrechung von 4 Stunden, um sich mit seinem Mandanten zu beraten. Richter Seidling bittet, in 1 Stunde wieder im Saal zu erscheinen, um zu schauen, inwieweit diese Beratung fortgeschritten ist.
Mittagspause bis 13 Uhr.
Die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen, die kurz mit uns sprach, sagte auch sie verstehe es nicht, dass nicht einfach vorsorglich belehrt wird. Was diese Diskussionen sollen. Sie spricht vielen aus der Seele.
13 Uhr die Kammer tritt wieder zusammen, das mutmaßliche Opfer betritt auch wieder in der triumphierenden Art den Saal.
Rechtsanwalt Brinkmann teilt mit, dass JK das Gericht für befangen hält, weil, wenn diese Belehrung unterbleibt, gehe man davon aus, dass man eine Falschaussage nicht als Möglichkeit in Betracht ziehe, und das heißt im Umkehrschluss, dass man ihr glaubt. Das OLG hat aufgrund dieser bisherigen Lüge die Haft aufgehoben. Das sei der ausschlaggebende Grund gewesen für die Entscheidung. Geht das Gericht aber davon aus, dass sie nicht falsch aussagt, glaubt man ihr, ohne dass sie etwas gesagt hat. Also Befangenheitsantrag gegen die 3 Berufsrichter.
Es wird wieder beraten.
Oltrogge hat wieder Zeit, den Journalisten Informationen zu geben.
Die Kammer erscheint wieder.
Richter Seidling teilt mit, dass die Verhandlung für diesen Tag beendet ist, da Professor Kröber nur bis 15 Uhr Zeit habe. Der Termin gehe am Montag mit der Vernehmung von CSD weiter unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Genannter Hauptgrund, Professor Kröber habe nur im Oktober Zeit.
Das wieder einmal unverständlich. Der Befangenheitsantrag hat ja mit der Zeugenvernehmung zu tun.
Gisela Friedrichsen kommentierte es am Ausgang richtig: „Ich verstehe ja vieles, aber das hier nicht“.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
http://ritaevaneeser.wordpress.com/2010/10/13/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-neunundzwanzig/
13.10. Unterdessen hat das Gericht entschieden, dass im Prozess gegen den Fernsehmoderator Jörg Kachelmann ein von der Verteidigung bestellter Gutachter ausgeschlossen bleibt. Das Gericht lehnte am Mittwoch einen Antrag ab, den wegen der Besorgnis der Befangenheit abgelehnten Rechtsmediziner Bernd Brinkmann doch wieder zuzulassen. Kachelmanns Verteidiger hatten mit einem langen Schriftsatz versucht, die Zulassung zu erreichen. Brinkmann hatte in einer Stellungnahme die These vertreten, das mutmaßliche Opfer habe sich möglicherweise seine Verletzungen selbst zugefügt.(Hamburger Abendblatt)
13.10. Für Sabine W. muss es der schwerste Prozesstag im Fall Kachelmann gewesen sein. Die blonde, zierliche Frau und Kachelmann blickten sich während der Verhandlung immer wieder in die Augen. Als sie die Fragen des Richters zu ihrer Person beantwortete, klang Sabine W.’s Stimme brüchig.
„Auf die Frage, ob eine Zermürbung der Zeugin von der Verteidigung versucht werde, sagt Staatsanwalt Oltrogge zu Journalisten: „Ich bestreite nicht, dass so eine Taktik dahinter stecken kann.“ ( Bild)
13.10. Doch das Gericht lehnt den Antrag ab. Nun bricht auf der Verteidigerbank, wo Jörg Kachelmann zwischen seinen drei Anwälten hockt, unterdrückter Tumult aus.
Verteidiger Birkenstock erklärt, er habe „Beratungsbedarf“ mit seinem Mandanten. Dazu müsse die Sitzung jetzt für vier Stunden unterbrochen werden.
Vier Stunden? Es ist zwölf Uhr. Und die zunächst lächelnde, dann zunehmend angestrengt wirkende Hauptbelastungszeugin ist bereits viermal reingeholt und wieder rausgeschickt worden.
Denn dem Kachelmann-Verteidiger fallen immer neue Formalien ein und die Spitzen gegen Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge fliegen jetzt in Geschwadern( Schwarzer bei der Bild)
13.10. Der Antrag der Verteidigung wurde nun vom Gericht abgelehnt. Dabei wird am heutigen Verhandlungstag natürlich jemand ganz anderes im Fokus der juristischen und journalistischen Aufmerksamkeit stehen: Die mutmaßlich von Jörg Kachelmann vergewaltigte Radiomoderatorin selbst. Nachdem bislang viele Stimmen von Zeugen und Gutachtern gesammelt wurden, wird sie nun heute aussagen.
Die Öffentlichkeit ist abermals während der Befragung der Zeugin Sabine W. ausgeschlossen worden. Ein Ticker in Bild registriert jedoch interessante Details: Wie zum Beispiel, dass Jörg Kachelmann seine ehemalige Geliebte anstarrt, während sie seine Blicke ignoriert. Nur: Was verrät dieses Verhalten? Bedeutet das Starren von Jörg Kachelmann soviel wie “Warum tust du das? Ich weiß genau, dass du lügst?”. Oder will der Schweizer vielleicht genau diesen Effekt erreichen. Mit der Frage, wie er in der Öffentlichkeit wirken kann, ist der Moderator ja professionell vertraut. Man darf gespannt sein, was genau die möglicherweise vergewaltigte Radiomoderatorin Sabine W. heute aussagen wird. (news.myvideo.de/)
13.10. Die späte Aussage der Hauptzeugin wurde mit Terminproblemen begründet (Augsburger Allgemeine)
13.10. Heute dürfte es “spannend” werden in Mannheim: das mutmaßliche Opfer Sabine W. sagt aus. Wettermoderator Jörg Kachelmann soll die Frau in ihrer Wohnung mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben. Die Belastung für beide ist extrem, natürlich auch abhängig davon, wer hier die Wahrheit sagt und wer nicht. (Wdr.de)
13.10. – Aussage des mutmaßlichen Opfers vertagt.Im Vergewaltigungsprozess gegen den ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann ist die Vernehmung des mutmaßlichen Opfers auf den kommenden Montag verschoben worden. Die Aussage der 37-Jährigen vor dem Landgericht Mannheim musste aus Zeitgründen vertagt werden. Die Verzögerung ergab sich daraus, dass die Richter über einen gegen sie gerichteten Befangenheitsantrag der Verteidigung zu beraten hatten.
Nun müssen andere Richter des Landgerichts über den Befangenheitsantrag von Kachelmanns Verteidigung entscheiden. Der Vorsitzende Richter Michael Seidling ordnete an, dass das Verfahren gleichwohl am kommenden Montag mit der Anhörung des mutmaßlichen Opfers fortgesetzt werde. Seidling begründete dies mit der Terminnot eines der bestellten Sachverständigen.(Stern.de)
13.10. Der Schweizer misstraut den deutschen Richtern.Sein Mandant sei besorgt darüber, dass die drei Berufsrichter ihm gegenüber parteiisch seien und die gebotene Distanz missen liessen, sagte Birkenstock. Stattdessen scheine das Gericht Petra S. zu glauben, ohne dass die bislang zu Wort gekommen sei.(Blick)
13.10. Die Ex-Freundin Kachelmanns musste ihre frühere Aussage teilweise korrigieren. Sie hatte bei der Polizei angegeben, die Kopie eines Flugtickets mit dem Namen Kachelmanns und dem einer anderen Frau im Briefkasten vorgefunden zu haben. Beigelegen habe die Notiz «Er schläft mit ihr». Nach mehreren Vernehmungen räumte sie jedoch ein, dass der Satz von ihr selbst geschrieben war. Sie hatte im Vorfeld Mail-Kontakt zu der Frau auf dem Ticket hergestellt und unter einem Vorwand von ihr erfahren, dass sie mit Kachelmann zusammen ist.Die Verteidigung sieht die selbst geschriebene Notiz «Er schläft mit ihr» als Beleg, dass auch die Vergewaltigung von ihr erfunden wurde. Die Staatsanwaltschaft verweist dagegen auf ihre von Anfang an gleich bleibende Schilderung der Tat. Die falsche Angabe zu der Notiz mache die Kernaussage nicht unglaubhaft.
Zwei Kripobeamtinnen, die die Ex-Freundin als erste vernahmen, beurteilten sie vor dem Landgericht Mannheim als glaubwürdig. Es fiel auch auf, dass sie den Namen Kachelmann erst auf gezielte Nachfrage angab. «Verfolgungseifer» stellten die Polizistinnen nicht bei ihr fest.( /www.news.de/)
13.10. Mannheim (dpa) – Im Vergewaltigungsprozess gegen den Wetterexperten Jörg Kachelmann soll heute das mutmaßliche Opfer aussagen. Die 37-jährige Ex-Freundin des Schweizers beschuldigt ihn, sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Kachelmann bestreitet dies. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist mit dem Ausschluss der Öffentlichkeit zu rechnen. Die späte Aussage der Hauptzeugin wurde mit Terminproblemen begründet. Zuvor muss das Gericht über einen Antrag der Verteidigung entscheiden: Sie will, dass ihr Gutachter Bernd Brinkman wieder als Sachverständiger zugelassen wird. Er war vom Gericht für befangen erklärt worden, weil er davon ausgeht, dass sich die Frau ihre Verletzungen selbst zugefügt hat.( http://www.mallorca24online.com) Um 10.40 Uhr betrat das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer den Gerichtssaal. Sie wurde zunächst zu ihrer Person befragt. Wegen Verfahrensfragen zur Belehrung der Zeugin wurde die Verhandlung unterbrochen.
Die 37-jährige Radiomoderatorin gibt an, in der Nacht zum 9. Februar 2010 von ihrem langjährigen Freund mit einem Messer bedroht und vergewaltigt worden zu sein. Der 52-jährige Schweizer bestreitet die Tat. Seine Verteidiger sprechen von einer Falschanschuldigung. Die Öffentlichkeit ist während der Befragung der Frau ausgeschlossen. Die Hauptbelastungszeugin hatte dies beantragt. Auch die Eltern und andere Freundinnen Kachelmanns, die bereits früher vernommen wurden, machten ihre Aussage hinter verschlossenen Türen.
Es wird erwartet, dass die Zeugenbefragung des mutmaßlichen Opfers den ganzen Tag über andauert. (Welt)
13.10. Silvia May* hatte sich ein lila Seidentuch um den Hals gedreht. Es passte farblich zu den Leggings, die sie an diesem Tag im Gerichtssaal trug. Es könnte aber auch noch einen anderen Grund für dieses Tuch geben. Dient es – wenigstens traumapsychologisch gesehen – als Anhaltspunkt, dass Jörg Kachelmann ihr in der Nacht zum 9. Februar ein Messer die Kehle presste? (Stern)
13.10. Sie lächelte gequält, biss sich auf die Unterlippe, fuhr sich nervös mit den Händen durchs Haar. Nervenkrieg im Kachelmann-Prozess! Mehrere Gutachter beobachten jede Regung. Der wichtigste: Prof. Hans-Ludwig Kröber aus Berlin. Er soll die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers bewerten. Weil er in den Wochen zuvor keine Zeit hatte, wurde Sabine W. erst jetzt, zum 9. Prozesstag, geladen. Der Richter fragt, ob die Zeugin mit Kachelmann verwandt sei. „Nein“, sagt sie. Verlobt? Empört schüttelt Sabine W. den Kopf. (Bild)
13.10. Kachelmanns Anwälte wollen Prozess kippen. Erneut stellten die Anwälte des Moderators einen Befangenheitsantrag gegen das Gericht. Kommt er durch, platzt der Prozess.(Mittelbayerische)
13.10. Für die eigentliche Vernehmung der Ex-Freundin soll die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden. Der Vorsitzende Richter befragte sie zunächst lediglich nach ihren persönlichen Daten und belehrte sie darüber, dass sie verpflichtet ist, vor Gericht die Wahrheit auszusagen. Daraufhin beantragte Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock, sie auch über das Zeugnisverweigerungsrecht nach Paragraf 55 der Strafprozessordnung zu belehren. Demnach dürfen Zeugen die Aussage verweigern, wenn die Gefahr besteht, dass sie sich selbst belasten und möglicherweise strafrechtlich verfolgt werden. Kachelmanns Verteidigung wittert wohl diese Gefahr, weil „Sabine“ in früheren Vernehmungen die Unwahrheit gesagt habe, und sich deshalb möglicherweise einer Falschaussage schuldig gemacht haben könnte.
Nachdem der Vorsitzende Richter zunächst den Antrag abgelehnt hatte, beantragte Birkenstock einen förmlichen Beschluss. Die Sitzung wurde ein weiteres Mal unterbrochen, nach fast 50-minütiger Beratung lehnte das Gericht den Antrag auf die Belehrung ab. Daraufhin beantragte die Verteidigung eine weitere Unterbrechung von vier Stunden. Birkenstock sagte im Anschluss, man wolle „den Mandanten beraten, ob ein Ablehnungsgesuch gestellt wird“.(Neue Presse)
13.10. Während die Kachelmann-Verteidigung mit einem Mega-Befangenheits-Antrag gegen das gesamte Gericht einen Paukenschlag versuchte, zeigte sich das mutmaßliche Opfer vor Gericht besonnen und aufgeschlossen.
Nachdem die Öffentlichkeit ausgeschlossen wurde, verlangt Kachelmann-Anwalt Birkenstock, die Nebenklägerin nach Paragraph 55 über ihr Recht auf Aussageverweigerung zu belehren. Der Paragraph besagt, dass jeder Zeuge die Auskunft auf Fragen verweigern darf, deren Beantwortung ihm selbst die Gefahr zuziehen würde, wegen einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit verfolgt zu werden. Das mutmaßliche Opfer reagiert genervt auf Birkenstocks Antrag, presst die Lippen aufeinander, lässt seinen Kopf in eine Hand sinken.
Prozessbeobachter meinen, das mutmaßliche Opfer hätte im Verlauf des Mittwoch zunehmend an Kraft verloren, wirkte labil und schien es nur schwer auszuhalten, mit Jörg Kachelmann in einem Raum zu weilen.
Kachelmann hingegen versucht zu scherzen.(netplosiv)
13.10. Das Ende für Kachelmanns Richter
Ich lehne mich aus dem Fenster. Wenn es stimmt, was Gisela Friedrichsen über den heutigen Prozesstag gegen Jörg Kachelmann für Spiegel online aufgeschrieben hat, wird diese Strafkammer kein Urteil über den Fernsehmoderator fällen. Sie ist befangen, und das wird nun auch festgestellt werden.
Den letzten, allerdings bei weitem nicht einzigen Beleg für seine Voreingenommenheit lieferte das Gericht heute, als es eine Belehrung der Nebenklägerin über ihr besonderesAuskunftsverweigerungsrecht nach § 55 Strafprozessordnung nicht für nötig hielt – obwohl die Verteidigung dies ausdrücklich beantragte.
Dabei geht es um Folgendes: Jeder Zeuge darf, auch wenn er grundsätzlich zur Aussage verpflichtet ist, die Antwort auf bestimmte Fragen verweigern. Und zwar auf solche, bei denen die Gefahr besteht, dass er damit Grund liefert, gegen ihn ein Ermittlungsverfahren zu eröffnen oder im Rahmen eines laufenden Verfahrens Munition gegen sich zu liefern.
Der Nebenklägerin, die Kachelmann vergewaltigt haben soll, sind bereits unwahre Aussagen nachgewiesen worden, zum Beispiel zu der Frage, wann sie von Kachelmanns weiteren Freundinnen erfahren hat. Sie hat wohl auch selbst zugegeben, in Teilbereichen zunächst falsch ausgesagt zu haben. Darüber steht natürlich die weitaus größere Möglichkeit, dass die Nebenklägerin die Vergewaltigung insgesamt erfunden hat. Kachelmann wurde auch deshalb aus der Untersuchungshaft entlassen, weil das Oberlandesgericht die Aussagen der Frau für wenig stichhaltig hielt.http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/10/13/das-ende-fur-kachelmanns-richter/
15.10. Der Kachelmann-Prozess geht weiter. Wie sich der Wettermann wohl fühlt, jetzt, da im Gerichtssaal jede seiner Regungen ständig von einem Psychologen beobachtet wird. Da kann er es sich nicht einmal leisten, die Reste eines Mittagessens aus den Zähnen zu saugen, denn sonst könnte der wissenschaftlich ver… gebildete Wahrsager gleich auf Aggressivität schliessen.
Petra S. …. ehm …. Sandra D. … öh…. Sabine W. … also die Klägerin durfte statt einer Aussage am Mittwoch nur Angaben zu ihrer Person machen, da ein juristisches Säbelrasseln zu einer weiteren Verzögerung führt. Taktik? Wenn ja, was soll das?
Irgendwie nervt es ja schon, dass die Medien sich nicht einmal auf ein einheitliches Pseudonym einigen konnten, nachdem man als Laie gerade mal drei Minuten im Netz braucht, um auf Claudia Simone Dinkels Namen samt Foto zu stossen. Die Radiomoderatorin aus Schwetzingen (Radio Sunshine) wird nach wie vor geschützt, verpixelt und abgeschirmt. Kachelmann dagegen wird sozusagen bis auf die Unterhose ausgezogen, sein ganzes Sexualleben inklusive Vorlieben durchleuchtet, seine sämtlichen (?) Ex-Geliebten ausfindig ge
gemacht, vernommen, vorverurteilt (?) und vieles mehr. (http://kurzum.blogspot.com/2010/10/kachelmann-prozess-und-rechtsstaat.html)
15.10. Das OLG Karlsruhe hat in seiner Presseerklärung zur Aufhebung des Haftbefehls gegen Herrn Kachelmann auf mehrere Punkte abgestellt
a. Es gebe einen Unterscheid zwischen dem „dringenden Tatverdacht“ (Grundlage für den Haftbefehl) und dem „hinreichenden Tatverdacht (Grundlage der Anklageerhebung) – bitte beachten: zu einer Verurteilung muss sogar noch mehr vorliegen, nämlich die tatrichterliche Überzeugung; nur wenn das Gericht nach Durchführung einer Hauptverhandlung keinen vernünftigen Zweifel mehr an der Schuld des Angeklagten hat, darf es ihn verurteilen.
b. Im Hinblick auf den den Tatvorwurf bestreitenden Angeklagten und die Nebenklägerin als einzige Belastungszeugin liege die Fallkonstellation der „Aussage gegen Aussage“ vor.
c. Bei der Nebenklägerin könnten Bestrafungs- und Falschbelastungsmotive nicht ausgeschlossen werden.
d. Die Nebenklägerin habe bei der Anzeigeerstattung und im weiteren Verlauf des Ermittlungsverfahrens zu Teilen der verfahrensgegenständlichen Vorgeschichte und des für die Beurteilung des Kerngeschehens (dem Vergewaltigungsvorwurf) bedeutsamen Randgeschehens zunächst unzutreffende Angaben gemacht.
e. Hinsichtlich der Verletzungen der Nebenklägerin könne derzeit aufgrund der bisher durchgeführten Untersuchungen und Begutachtungen neben einer Fremdbeibringung auch eine Selbstbeibringung nicht ausgeschlossen werden. (http://stscherer.wordpress.com/2010/10/15/fall-kachelmann-warum-macht-es-sich-das-gericht-so-schwer/)
15.10. BILD sperrt Benutzerforum: (…)Die BILD hat Emma-Chefin Alice Schwarzer die Rolle der “unparteiischen” Gerichtsreporterin übernommen. Wie kaum anders zu erwarten gibt es keinen neutralen Blick auf die Geschehnisse vor Gericht, sondern nur ihre Sicht der Dinge. Und für Schwarzer ist Kachelmann schuldig, vollkommen klar. Das ist schlichtweg falsch, die Ex-Freundin hat in dieser Gerichtsverhandlung schon gelogen und dies auch zugeben müssen. Sich als Lügnerin hingestellt hat sie sich also schon selbst. Sieh auch: Beitrag von RA U.Vetter auf lawblog.de
Zum BILD-Artikel schrieb ich heute morgen (ca. 7Uhr) einen Kommentar – er wurde nicht veröffentlicht, schlichtweg zensiert. (http://www.pappnasen-politik.eu)
16.10. Kriminalität: Wenn sich auf Computern, Kameras oder Handys Beweise für eine Straftat befinden könnten, kommen die IT-Experten der Polizei ins Spiel
Aus den Untiefen der Festplatte. Auch wenn etwas weg ist, es ist meistens irgendwie immer noch da. Ja, so eine Computer-Festplatte hat durchaus etwas Übersinnliches. Und genau dafür interessiert sich Alexander Krahl, Kriminalhauptkommissar, ein kräftiger Mann mit Bürstenschnitt, der inmitten von Rechnern, Bildschirmen und Tastaturen in einem engen Büro im Polizeipräsidium sitzt. Der 48-Jährige ist einer von vier Mitarbeitern im Bereich “IT-Beweissicherung und Datenträgeruntersuchung”.(Morgenweb)
17.10. Fall Kachelmann hat eine neue, verwirrende Facette. Am Montag wird die Aussage des mutmaßlichen Opfers “Sabine” vor Gericht erwartet. Zuvor tauchte ein ominöser Erpresserbrief auf. An verwirrenden Details hat es im Prozess gegen Jörg Kachelmann bislang nicht gefehlt. Da ist zunächst das komplizierte, organisatorisch hochkomplexe Beziehungsnetz, das den Wettermoderator mit mehreren Frauen zugleich verband. Und als wäre das noch nicht genug, soll nun auch noch eine ominöse Erpresserin aufgetaucht sein.(Welt)
17.10. Der Brief war im Kölner Büro von Kachelmanns Management eingeworfen worden, adressiert an „Herrn Kachelmann persönlich“, mit dem fett gedruckten Vermerk „EILT – Prozessrelevant!“ Inhalt: Eine DIN-A-4-Seite, mit dem Computer geschrieben.
In dem Brief, der BILD am SONNTAG vorliegt, lockt die Unbekannte mit einer geheimnisvollen Entlastungszeugin.
Die Frau, die angeblich Kachelmanns Unschuld beweisen kann, soll in den USA leben, pflegt dort Angehörige. Sie sei extra für den Prozess nach Deutschland gereist, wohne jetzt in einem kleinen Hotel in Kerpen (NRW). „Diese Zeugin kann wegen ihrer Justiznähe beweisen, dass die vom Gericht beauftragten Gutachter und Zeuginnen beeinflusst waren. Ebenso kann sie beschreiben und beweisen, warum diese Kampagne gegen Sie gestartet wurde“, so die Briefschreiberin.
http://www.bild.de/news/2010/erpressung/polizei-versucht-erpresserin-zu-verhaften-14328706.bild.html
17.10. Birgit M am Blog: Dieser Aktion die die BILD ja schilderte macht mich etwas stutzig.
Am Mittwoch wurde eine Bekannte von mir vor dem Gerichtsgebäude angesprochen was sie Herrn Birkenstock als Brief überreicht habe. Das war vor ca. 2 Wochen es handelte sich dort um simple Zeitungsberichte.
Dieser Herr fragte sie ob sie in engerem Kontakt zu Herrn B. oder JK stehe und und und. Leider konnte sie ihm ja nichts spektakuläres bieten.
Er sagte als er ging es sei von der BILD am Sonntag.
Dann genau die BILD am Sonntag berichtet jetzt von so einer Geschichte.
Gibt es da Zusammenhänge?.
Ich möchte natürlich nichts behaupten aber komisch ist das schon.
Anmerkung: man sollte den Bild-Jüngling Marc-André Rüssau zu dieser Geschichte hören! Der hat was zu erzählen!
17.10. “Spiegel”-Gerichtsreporterin “Richter haben etwas gegen Kachelmann”
Anträge von Verteidiger Reinhard Birkenstock abgelehnt.
Die drei Mannheimer Richter im Fall Kachelmann sind darauf aus, den TV-Meteorologen zu verurteilen. Dieser Ansicht ist die renommierte “Spiegel”-Gerichtsrepoterin Gisela Friedrichsen, wie sie der Zeitung “Der Sonntag” sagte. “Dies ist in der Tat auffallend”, so Friedrichsen: “Wenn das Gericht den Anträgen der Staatsanwaltschaft jeweils ohne lange Diskussion stattgegeben wird, bei der Verteidigung aber selbst die massvollsten Anträge abgewiesen werden, erweckt das zwangsläufig beim Angeklagten den Eindruck, die Richter hätten etwas gegen ihn.”( http://www.persoenlich.com)
10. Prozesstag 18. Oktober 2010
18.10. Nach langen Verzögerungen sagt endlich die Nebenklägerin im Kachelmann-Prozess aus. Der Wettermoderator soll sie vergewaltigt haben. Zu Beginn der Verhandlung war das Gericht dem Antrag der Verteidigung gefolgt, die Radiomoderatorin darüber zu belehren, dass sie keine Angaben machen muss, falls sie sich dabei selbst einer Straftat wie etwa falscher Verdächtigung bezichtigen würde. Die 37-Jährige wirft Kachelmann laut Anklage vor, sie nach einem Beziehungsstreit an den Haaren gepackt, ihr ein Tomatenmesser an den Hals gehalten und sie mit den Worten „Halt die Klappe, oder Du bist tot“ aufs Bett geworfen zu haben. Dort habe er sie ausgezogen und vergewaltigt. Auslöser des Streits sei gewesen, dass sie Kachelmann nach einem gemeinsamen Abendessen mit dem Vorwurf konfrontiert habe, ein Verhältnis mit einer anderen Frau zu haben. Kachelmann bestreitet die Vorwürfe. (Welt)
18.10. Am Montag zeigte sich nun ein gewandelter Vorsitzender. Seidling entsprach nicht nur Birkenstocks Antrag zur Belehrung und nahm damit die Luft aus dem Befangenheitsantrag. Der ansonsten so wortkarge Vorsitzende Richter erklärte zudem umfänglich, dass er die Nebenklägerin ja erst zu ihrem Lebenslauf befragen und erst dann speziell belehren wollte, wenn es um das eigentliche Tatgeschehen gehe. «Die Kammer hat leider versäumt», sagte Seidling mit Blick auf den Befangenheitsantrag von vergangener Woche, «ihren Standpunkt zu Paragraph 55 zu erläutern.»
Die Vernehmung der Radiomoderatorin, die in schwarzen Röhrenjeans, hochhackigen Schuhen und lila Schal erschien, wird das Gericht vermutlich noch bis in die kommende Woche hinein beschäftigen. Bei ihrer Aussage hinter verschlossenen Türen wird die Nebenklägerin mit einer Videokamera gefilmt und ihr Gesicht auf einer zwei Mal zwei Meter grossen Leinwand gezeigt. Dies soll mehreren Gutachtern ermöglichen, aus ihrer Mimik und ihren Reaktionen Rückschlüsse auf den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen zu ziehen. (Tagesanzeiger)
18.10. Der zehnte Prozesstag im Verfahren gegen Jörg Kachelmann endete am Montag, wie er begann: Mit der Befragung des mutmasslichen Vergewaltigungsopfers. Zum zweiten Mal ist Sabine W. vor das Landgericht Mannheim getreten. Die Vernehmung durch das Gericht wird aber voraussichtlich noch mehrere Tage andauern. «Die Vernehmung ist sehr ausführlich», sagte Kachelmanns Verteidiger Klaus Schroth vor den Medien in Mannheim. Bis zum Montagabend ist die 37-jährige Radiojournalistin offenbar nur zu ihrem Werdegang und der Beziehung zu Kachelmann befragt worden. Die Vernehmung zur angeblichen Vergewaltigung hat bisher noch gar nicht begonnen, wie es hiess. Geht die Befragung in diesem Tempo weiter, wird der Prozess wohl nicht vor 2011 enden. Nächsten Montag hätte bereits ein anderer Zeuge aussagen sollen. Das Urteil wurde bereits einmal von Ende Oktober auf Ende Dezember verschoben.(20min.ch)
18.10. Claudia D., das Trauma und der Seidenschal. Für das Quartett grauhaariger Damen, das den Mannheimer Vergewaltigungsprozess von Tag eins an eifrig auf den Zuschauerrängen verfolgt, steht nun endgültig fest: „Jörg Kachelmann ist unschuldig“, tönte eine der vier Seniorinnen vor dem Gerichtssaal im Brustton der Überzeugung in eine Fernsehkamera. Begründung: Das mutmaßliche Opfer habe „überhaupt nicht vergewaltigt gewirkt“. Offensichtlich hatte so mancher im Publikum erwartet, dass die 37-Jährige als bebendes Häuflein Elend, womöglich sogar weinend in den Zeugenstand treten würde. Doch die Radiomoderatorin, die genau sechs Wochen nach Verhandlungsbeginn endlich zur Aussage gegen ihren Ex-Geliebten Kachelmann gerufen wurde, kam mit forschen, fast beschwingtem Gang und einem Lächeln in den Raum.(Welt)
18.10. Andreas Grossmann, Sprecher Staatsanwaltschaft Mannheim: „Die Belehrung der Zeugin war vorab nicht zwingend notwendig. Sie wurde heute vorab belehrt, um das Verfahren zu beschleunigen. Das war kein Einknicken vor der Verteidigung.“
Ihre Aussage ist deshalb so wichtig, weil sie die Belastungszeugin ist. Zum Zeitpunkt der Anklageerhebung hielten wir ihre Aussage für glaubwürdig. Ihre Aussage vor Gericht macht sie gerade. Danach kann man sie erst bewerten.“
Anmerkung: Man beachte diese Aussage! Zum Zeitpunkt der Anklageerhebung hielten wir ihre Aussage für glaubwürdig! Und jetzt?
18.10. Sie wird im Moment zur Person vernommen und schildert ihren Werdegang bis zur beruflichen Tätigkeit, die sie jetzt ausübt“, sagte Kachelmanns Verteidiger Klaus Schroth in einer Sitzungspause. Die Vernehmung sei „sehr ausführlich“. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, er könne sich vorstellen, „dass diese Vernehmung mehrere Tage in Anspruch nehmen wird“.(Focus)
18.10. Eine Überraschung lieferte der Tag in einem anderen Punkt des Verfahrens. Das Gericht gab in einem prozessrechtlichen Streit mit der Verteidigung nach. Der Vorsitzende Richter belehrte die ehemalige Geliebte nun doch über ihr Aussageverweigerungsrecht nach Paragraf 55 der Strafprozessordnung.(süddeutsche)
18.10. Wenn die Anhörung der 37-Jährigen abgeschlossen ist, wird den bisherigen Plänen zufolge ein Experte des Bundeskriminalamts (BKA) dazu befragt, ob DNA-Spuren auf einem kleinen Messer, das Kachelmann der Frau an den Hals gehalten haben soll, dem Wetterexperten zuzuorden sind. Zudem soll der Beamte über die Anordnung von zahlreichen Sperma-, Sekret- und Menstruationsblutspuren berichten, die auf dem Bett und einem Sofa der Frau gefunden wurden. ( SAT 1)
18.10. Ein Rückzug aus freien Stücken war dies wohl nicht, sondern einer, der erst eines zähen Ringens hinter den Kulissen bedurft hatte. Dabei war es fünf vor zwölf für die Mannheimer Richter – auch wenn die Uhr erst halb elf Uhr zeigte an diesem Montagmorgen. Die Anwälte bezogen sich dabei vor allem auf den ausführlichen Beschluss des Oberlandesgerichts Karlsruhe, das Ende Juli die von der Mannheimer Strafkammer beharrlich verweigerte Entlassung Kachelmanns aus der damals bereits mehr als vier Monate währenden Untersuchungshaft herbeigeführt hatte.
In dieser Entscheidung war den Mannheimer Richtern nahegelegt worden, die Möglichkeit einer absichtlichen Falschaussage des mutmaßlichen Opfers, einer 37 Jahre alten Radiomoderatorin, besonders genau zu prüfen. (Spiegel)
18.10. Staatsanwalt Andreas Grossmann: „Zum Zeitpunkt der Anklageerhebung hielten wir die Zeugin für glaubwürdig!“( http://www.blick.ch/news/kachelmann-prozess-die-vernehmung-von-petra-s-laeuft-vid18647)
18.10. Der Vorsitzende Richter Seidling erklärte an diesem Montag, die Verteidigung hatte zuvor erneut auf der Belehrung der Zeugin über ihr Auskunftsverweigerungsrecht bestanden, die Kammer habe es in der vergangenen Woche “leider versäumt, ihren Standpunkt darzulegen”. Es sei geplant gewesen, sagte der Vorsitzende, die Nebenklägerin erst einmal über ihren Lebenslauf zu befragen, “um ein umfassendes Bild von ihrer Persönlichkeit” zu bekommen. In diesem Punkt sehe die Kammer “derzeit keinen Grund” für eine weitergehende Belehrung. “Anders ist es natürlich bei weiteren Angaben zum Tatgeschehen.”
Aber warum hat die Kammer dies nicht schon in der vorigen Woche zu erkennen gegeben? Warum stundenlange zermürbende Beratungen, Beschlüsse und anschließende Anträge? Der bloße Hinweis auf eine möglicherweise später zu erteilende Belehrung hätte dem Eindruck entgegengewirkt, die Kammer fasse die Zeugin – ganz im Gegensatz zum Angeklagten – mit Samthandschuhen an. Ein Halbsatz hätte genügt. Und die Verteidigung hätte keinen Anlass gehabt, das Gericht wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen.
“Wir haben die Belehrung nicht schon zu Anfang der Zeugenaussage erteilen wollen”, fuhr Seidling am Montag fort, “weil der Eindruck einer bloßen Förmelei verhindert werden sollte.” Eine Belehrung, die die Zeugin auf die Gefahr einer möglichen Strafverfolgung hinweist, sei zu einem späteren Zeitpunkt “von größerer Wirksamkeit als zu Beginn”. An dieser Auffassung halte die Kammer fest. “Aber, um weitere Verzögerungen zu vermeiden”, Seidlings Widerstreben stand ihm ins Gesicht geschrieben, werde nun belehrt. Und noch einmal: “Aber eigentlich hält die Kammer an ihrer Auffassung fest.”
Bloße Förmelei? Mit solchen Argumenten begründen Richter normalerweise ihre Entscheidungen nicht. Die Strafprozessordnung besteht von A bis Z aus dem, was die Mannheimer Richter “Förmelei” nennen.(Kehrtwende um fünf vor Zwölf-Spiegel online)
18.10.Maschera Obwohl angekündigt wurde, dass, heute noch nicht über den Befangenheitsantrag gegen die 5. Kammer entschieden wird, gab es ein großes Aufgebot an Fernsehteams-Autos vor Gericht.
Es „liegt was in der Luft“…. Die Erfahrung hat gezeigt, in Mannheim kann es ganz anders kommen als geplant. Im Verhältnis zu den Offiziellen Medien haben es die Zuschauer heute nicht eilig. Um 07:00 Uhr ist noch niemand Vorort. Nach und nach trudeln die Zuschauer ein, Einlass ist schließlich erst um 08:45 Uhr.
Um 08:58 Uhr, mittlerweile nach dem Sicherheitscheck, in Saal 1 angekommen , teilt Richter Bock mit: der Prozess fange voraussichtlich 15 Minuten später an, da sich die Prozessbeteiligten noch beraten.
Ich stelle in der Zwischenzeit fest, dass es unter den Gutachtern, auf Seiten der Verteidigung zwei neue Gesichter gibt. Die Namen stehen auf den Karten auf dem Tisch. Ein Prof. Dr. Steven Paul Ranck und ein Prof. Dr. med. K. Püschel sind neu. (Man verzeihe mir, falls ich die Nachnamen nicht ganz richtig geschrieben habe).
Bis jetzt sind Anklage und Verteidigung im Saal.
09:05: Auch die Anklage und gesamte Verteidigung verschwindet in der Tür hinter dem Richterpult.
Weitere Beobachtungen. Die Leinwand ist fest installiert, daneben ebenfalls fest installiert, eine Kamera. Trotzdem stehen Kamera und Beamer wie beim Prozesstag am vergangenen Mittwoch auf einem Tisch, vor dem Zeugenstand.
Es sind ca. 30 Journalisten im Saal. Darunter Sabine Rückert, Gisela Friedrichsen. Tanja May ist nicht anwesend und Alice Schwarzer glänzt ebenfalls durch Abwesenheit.
09:36 Uhr: Die Verteidigung betritt wieder den Saal.
09:46 Uhr Richter Bock ruft RA Birkenstock noch mal raus.
09:48 Uhr, Birkenstock betritt mit Jörg Kachelmann erneut den Saal.
09:50: Richter Bock tritt an das Mikrofon am Richterpult und teilt mit, dass sich der Begin der Verhandlung aus formalen Gründeren um weitere 10 Minuten verzögert. Man sei bemüht alles so schnell möglich zu klären, aber es brauche nun mal Zeit.
Jörg Kachelmann unterhält sich in der Zeit mit RA Combe und ich sehe ihn zum ersten Mal seit Begin der Verhandlung auch mal lachen. Allerdings sieht er aus, wie ein Schatten seiner selbst, wird immer blasser und dünner.
10:00 Uhr: Endlich betreten die Richter den Raum. RA Birkenstock verweist Richter Seidling auf Unterlagen die er ihm hingelegt hat und stellt einen Beweisantrag für Prof. Dr. Paul Ranck. Dieser wird ein Sachverständigen Gutachten erstellen, (oder hat dieses schon erstellt, habe ich nicht verstanden), in dem es vormalig um die Spermaspuren, etc. geht.
Desweiteren stellt er einen Beweisantrag für Prof. Dr. Püschel. Dieser soll sich mit der (Intentionalen Falschbeschuldigung das MM Opfers beschäftigen). Art der Verletzungen an den Beinen, Verletzungen am Hals.
Ebenfalls stellt RA Birkenstock Beweisanträge für Dr. Köhnke und Dr. Markowitsch, der ein neuropsychologisches Gutachten erstellt, (oder bereits erstellt hat). Hierin geht es wohl vorrangig darum zu beweisen, dass, das MM Opfer nicht aufgrund einer Traumatisierung Einzelheiten „vergessen“ hat.
Richter Seidling fragt die Staatsanwaltschaft ob diese etwas zu sagen hätte. Nein. Nun erklärt Richter Seidling, diese Anträge müssen nicht sofort bearbeitet werden. Einwurf von RA Birkenstock, es sei schon wichtig, baldigst darüber zu entscheiden.
Richter Seidling will in die Beweisaufnahme treten und ruft die Zeugin Frau Simone in den Zeugenstand. Frau Simone tritt ein und nimmt im Zeugenstand Platz. Sie ist heute in schwarzen Hosen und schwarzem Pullover gekleidet, darüber einen langen hellbraunen Strickpullover. Wenn ich mich richtig erinnere: einem lila Halsband.
Herr Seidling ergreift das Wort und erklärt folgendes. Das Gericht habe wohl „versäumt“ eine Erklärung abzugeben, warum es das MM Opfer nicht nach §55 belehrt hat. Nach vorheriger Beratung am vergangenen Mittwoch, seien sie jedoch zu dem Schluss gekommen, eine Belehrung nach §55 sei nicht erforderlich, WEIL es zunächst nur um allgemeine Fragen zum Lebenlauf, etc. des MM Opfers gehen sollte, die nichts mit dem Tathergang zu tun haben.
Wenn es um die komplexen Fragen zum Tathergang, etc. ginge, würde sie nach §55 belehrt werden. Um nun zu verhindern, dass die Verteidigung wieder mit irgendwelchen Anträgen kommt, die eine weitere Verzögerung bedeuten würde, werde er nun also nach §55 belehren.
Er betonte jedoch noch einmal, er halte das nicht für erforderlich.
Es erfolgte die Belehrung und die Öffentlichkeit wurde ausgeschlossen.
Da hat das Gericht, meiner Meinung nach geschickte Klimmzüge gemacht um im Nachhinein, wie ja bereits von einigen Medien geschrieben, die Verteidigung als die „Verzögerer“, dazustellen. (meine Meinung).
Da ich nicht damit rechne, dass heute, außer der Vernehmung des MM Opfers etwas passiert, habe ich das LG verlassen.
(P.S. die Kamera war, solange die Öffentlichkeit anwesend war, NICHT eingeschaltet).
19.10. Die Kachelmann-Verteidigung im Vergewaltigungs-Prozess gegen den Medienmann zieht alle Register. Nach einem Befangenheits-Antrag gegen die gesamte Strafkammer am Landgericht Mannheim in der vergangenen Woche, haben die Anwälte um Verteidiger Birkenstock jetzt einen neuen Gutachter beantragt. Mit einem Sperma-Gutachten wollen die Verteidiger die Kachelmann-Version des fraglichen Abends stützen und das mutmaßliche Opfer der Lüge überführen.
Der von der Verteidigung beauftragte Rechtsmediziner ist Steven Paul Rand. Er fertigte ein Gutachten an, das belegen soll, dass an einem Küchenmesser keine Spuren von Kachelmann zu finden waren. Außerdem, so Anwalt Birkenstock, wertete der Experte die „Spermaspuren, Sekretanhaftungen und Spuren von Menstruationsblut“ aus. Nach den Ergebnissen von Steven Paul Rand, stammen die Sekretanhaftungen auf der Couch auch von Kachelmann.( netplosiv.org)
19.10. …Der bisherige Verlauf, angefangen von der Haftentlassung lässt annehmen, dass es Jörg Kachelmann nicht leicht gemacht werden soll. Alle Anträge der Staatsanwalt gehen problemlos durch, während die der Verteidigung grundsätzlich abgelehnt werden.
Man kann durchaus zu dem Schluss kommen: Die haben etwas gegen den Angeklagten.
G.Friedrichsen weiter zur Frage der Kamera und Grossleinwand im Saal: Sie kenne so etwas aus anderen Verfahren nicht. Das Gesicht erscheint auf dieser Leinwand, sie( die Nebenklägerin) sieht es immer aus den Augenwinkeln. Dass ist irritieren und stört ganz sicher.
Sie ist ja Radiomoderatorin und keine Kameras gewöhnt!( G.Friedrichsen ARD Nachrichtenmagazin)
19.10. Die Öffentlichkeit bleibt ausgeschlossen. Andererseits ist nicht nachvollziehbar, dass Zeuginnen das, was sie der Öffentlichkeit in bunten Blättern erzählt haben, nun unter Ausschluss derselben Öffentlichkeit wiederholen oder auch modifizieren können. Ausgeschlossen bleibt die Öffentlichkeit auch in jenen Bereichen, über die öffentlich zu berichten anderen Zeugen zugemutet wird. Das, was auf dem Frankfurter Flughafen während Kachelmanns Verhaftung geschehen ist, könnte problemlos öffentlich verhandelt werden, das, was in den Betten gemacht wurde, dagegen nicht. So, wie die Mannheimer Kammer agiert, ist es ausgeschlossen, dass sich irgendjemand außer den unmittelbar am Prozess Beteiligten ein eigenes Urteil bilden und so die Justiz kontrollieren kann. Das aber ist der Sinn öffentlicher Strafverfahren. Weil es zum Rechtsfrieden beitragen würde.(StuttgarterNachrichten)
11.Prozesstag , 20.Oktober 2010
20.10. Wenn das Gericht tatsächlich von Anfang an vorgehabt hätte, diese Belehrung nach der Vernehmung zur Person vorzunehmen, wie nunmehr von diesem angegeben wird, stellt sich die Frage, warum der Vorsitzende darauf nicht gleich hingewiesen hat, sondern stundenlange Beratungen des Gerichtes erforderlich waren. Dieses Vorgehen hinterlässt einen faden Beigeschmack.(NWZ-online)
20.10. Wegen Falschaussagen des mutmasslichen Opfers, fordert Reinhard Birkenstock einen Freispruch für Jörg Kachelmann im Vergewaltigungs-Prozess.(Blick)
20.10. Hinter dem hartnäckigen Verfahrensstreit vor dem Landgericht Mannheim steckt eine frühere Falschaussage der Ex-Freundin in Teilbereichen. Die Radiomoderatorin hatte der Polizei zunächst gesagt, sie habe Flugtickets mit dem Namen Kachelmanns und einer anderen Frau erhalten, dazu ein anonymes Schreiben mit dem Hinweis auf intime Beziehungen der beiden. Später räumte sie ein, dass sie nach Erhalt der Tickets selbst unter einem Vorwand Kontakt zu der anderen Frau aufnahm und dadurch die Untreue ihres langjährigen Freundes bestätigt fand. Das anonyme Schreiben mit dem Satz “Er schläft mit ihr” hatte sie jedoch selbst geschrieben, um Kachelmann ihre Kontaktaufnahme mit der anderen Frau zu verbergen. Auch bei der Polizei gestand sie ihre eigenen Recherchen zunächst nicht ein. Diese Lüge bezüglich der Vorgeschichte sieht die Verteidigung als Beleg, dass auch der Vergewaltigungsvorwurf falsch sei.(themenportal)
20.10. Zwei Richter aus anderen Kammern des Landgerichts sowie ein Ergänzungsrichter, gegen den kein Befangenheitsantrag gestellt worden war, entschieden nun jedoch, dass es „die Freiheit des Vorsitzenden“ sei, „den Zeitpunkt einer Belehrung zu bestimmen“. Eine solche sei erst dann erforderlich, wenn ein Zeuge beginne, über Fragen auszusagen, die ihn in die Gefahr der Strafverfolgung brächten. Die Entscheidung, mit der Belehrung zu warten, „stellt keinen Ermessensmissbrauch dar“.(FAZ.net)
20.10. Mannheim. Die Befragung der ehemaligen Geliebten von Jörg Kachelmann wird vermutlich noch die kommende Woche in Anspruch nehmen. Das sagte Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge in einer Verhandlungspause. Am Nachmittag habe die Frau erstmals das angebliche Tatgeschehen geschildert. Die 37-Jährige beschuldigt Kachelmann, er habe sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Bislang scheine sie die stundenlange Aussage gut zu verkraften. „Unter den gegebenen Umständen hält sie sich ganz gut“, sagte Oltrogge (Morgenweb- Artikel ist im Nirwana verschwunden!)
20.10. Nach einem Vernehmungsmarathon von zehn Stunden muss die Ex-Freundin von Jörg Kachelmann am kommenden Montag (25. Oktober) erneut in den Zeugenstand. Am Mittwoch war das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer lediglich von den Richtern befragt worden. Staatsanwaltschaft, Verteidiger und neun Gutachter werden folgen. Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge sagte am Mittwoch in einer Verhandlungspause: „Unter den gegebenen Umständen hält sie sich ganz gut.“ Sie habe dem Gericht die Tatnacht geschildert, Nachfragen würden jetzt folgen.(Der Westen)
20.10. Der zweite Befangenheitsantrag gegen Jörg Kachelmanns Richter ist gescheitert (Bericht). Die Begründung klingt lapidar: Die Belehrung über das Auskunftsverweigerungsrecht nach § 55 Strafprozessordnung müsse erst erfolgen, wenn der Zeuge Dinge gefragt werde, bei denen er sich der Gefahr strafrechtlicher Verfolgung aussetze; den Zeitpunkt der Belehrung bestimme der Vorsitzende des Gerichts.
Das ist brav aus dem Standardkommentar Meyer-Goßner abgeschrieben. Aber es ist nur die halbe Wahrheit. Gerade wenn man die am Montag nachgeschobene Begründung des Gerichts berücksichtigt, man habe das mutmaßliche Opfer doch zunächst nur zu ihrer Person und ihrem Werdegang befragen wollen. Die von der Verteidigung beantragte Belehrung sei für einen späteren Zeitpunkt geplant gewesen. Wobei das Gericht wohl einräumte, dies alles nicht hinreichend kommuniziert zu haben.
Nicht nur das. In Wirklichkeit ließ sich die Kammer auf ein mehrstündiges Hickhack mit der Verteidigung ein. In den Presseberichten aus letzter Woche wird diese Kontroverse eher so dargestellt, als habe das Gericht die Belehrung überhaupt nicht für nötig gehalten – und dies auch so gesagt. Auch das publizierte Argument des Gerichts, der Angeklagte sei bei einer unterbliebenen “Belehrung” gar nicht beschwert und habe deshalb keinesfalls ein Recht, Fehler des Gerichts überhaupt zu rügen, spricht eine andere Sprache. http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/10/20/mannheimer-wagenburg/
20.10. Im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann soll heute die Vernehmung des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers fortgesetzt werden. Nachdem die 37-jährige Ex-Freundin des Angeklagten am Montag fünf Stunden zu ihrem Lebenslauf befragt worden war, soll es nun um ihre elfjährige Beziehung zu dem Schweizer Wetterexperten und die mögliche Vergewaltigung am 9. Februar gehen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft deutete bereits an, dass die Radiomoderatorin möglicherweise auch noch in der kommenden Woche im Zeugenstand stehen wird. Zunächst musste das Gericht über einen Befangenheitsantrag entscheiden, den Kachelmanns Verteidiger vergangene Woche gegen die Richter der Strafkammer gestellt hatten. Das Gericht lehnte den Antrag zu Beginn der Verhandlung ab. Der Vergewaltigungsprozess kann wie geplant fortgesetzt werden. (Stern)
20.10. Doch es ging um mehr als um prozessuale Kautelen. Es ging um die Frage, ob das Gericht sich von seinem Eröffnungsbeschluss hinreichend gelöst und zu der absoluten Objektivität und Ergebnisoffenheit gefunden hat, die ein solches Verfahren verlangt. Relevant ist nicht die Prominenz des Angeklagten – sondern die Tatsache, dass Aussage gegen Aussage steht und fünf Jahre Haft drohen.
Richter Seidling hatte es trotzdem unterlassen, die Hauptzeugin darauf hinzuweisen, dass sie ein Schweigerecht hat, wenn sie sich mit ihrer Aussage selbst belastet. Eine sinnvolle Belehrung, denn es steht eine Strafbarkeit wegen falscher Verdächtigung im Raum. Sinnvoll zumal, da die Zeugin bereits gelogen hat. Seidling hat die Belehrung nachgeholt und – formal korrekt – darauf verwiesen, sie sei erst nötig, wenn heikle Fragen kämen. Doch war es erstens unnötig und zweitens unüblich. Das Gericht mochte die Zeugin offenbar nicht sogleich mit der Haltung konfrontieren, man könnte ihr keinen Glauben schenken. Und man mochte sich schon gar nicht dem Willen der Verteidigung beugen, die eine solche Belehrung eingefordert hatte. Wenn das Gesetz vom „Anschein“ der Befangenheit spricht, den es zu vermeiden gilt – hier könnte er gewesen sein.(Tagesspiegel)
20.10. Es bleibt immer etwas hängen» Der renommierte Medienanwalt Peter Bratschi verurteilt die Verletzungen der Privatsphäre im Fall Kachelmann und kritisiert den Boulevardjournalismus, der immer mehr Narrenfreiheit beanspruche.
In den letzten Jahren wurde kaum ein Kriminalfall derart medial ausgeschlachtet wie der von Jörg Kachelmann. Selbst seriöse Zeitungen berichteten zu Themen wie Verhütung, Menstruationsblut, Sexspielzeuge und Tampon. Paparazzi schossen ungehindert Bilder von Kachelmann in Untersuchungshaft und veröffentlichten SMS. Darf das Allerprivateste eines Menschen derart ans Licht gezerrt werden? (Weltwoche)
Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann
Datum: 21.10.2010
Kurzbeschreibung:
Weiterer Ablauf der Hauptverhandlung
Die Vernehmung der Nebenklägerin wird am kommenden Montag (25.10.2010), ggf. auch noch am kommenden Mittwoch (27.10.2010), unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Die Pressestelle wird Sie umgehend informieren, sobald der weitere Ablauf der Hauptverhandlung feststeht.
21.10. Sabine W. erzählt, wie sie und Kachelmann sich kennen gelernt hätten, wie sie ein Paar wurden, wie sie eine gemeinsame Zukunft planten. Dann spricht sie von der verhängnisvollen Nacht am 8. Februar 2010. Mehrere Gutachter beobachten das vermeintliche Opfer, ihre Körperhaltung und ihre Mimik.
Als sie von ihrer enttäuschenden Erkenntnis erzählt, dass sie nicht die einzige Frau im Leben des Meteorologen gewesen war, bricht Sabine W. in Tränen aus.
Ein Prozessbeobachter schildert der Zeitung: «Sie war glaubwürdig, überzeugend und sehr gut vorbereitet.» (Schweizer Illustrierte)
Anmerkung: Das schreibt die Autorin Yasmin Merkel dieses Blattes – obwohl an diesem Tag die Öffentlichkeit ausgeschlossen war. Wer also war der informative Prozessbesucher wirklich?
12. Prozesstag 25.Oktober 2010
25.10.Bei ihrer Ankunft am Landgericht erregte die Frau Aufsehen: Um sich vor den
Fotografen zu schützen, hielt sie sich ein Buch vor den Kopf. Titel: „Der Soziopath von nebenan“. Untertitel: „Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks.“ „Natürlich sieht sie sehr angespannt aus“, sagte Combé über das mutmaßliche Opfer. „Sie weiß aber, dass sie da durch muss.“ Bis zum Nachmittag befragten die drei Richter der Strafkammer die Frau weiterhin. Erst anschließend sollten Staatsanwaltschaft, Gutachter und Verteidigung die Gelegenheit bekommen, Fragen zu stellen.(Welt)
25.10. Ein Soziopath studiere sein Opfer. Er „versucht herauszufinden, wie diese Person manipuliert und ausgenutzt werden kann und wie er dazu sein auserkorenes Spielobjekt umschmeicheln und betören kann“. Er habe ein Gespür dafür, „wer für sexuelle Avancen empfänglich sein könnte. Verführung ist eine weitere, sehr verbreitete soziopathische Technik.“
Über einen Betroffenen schreibt die Autorin: „Frauen sind sexuelle Beute, sonst nichts. (…) Er hat kein echtes Interesse daran, Gefühlsbindungen einzugehen. (…) Er kann nicht lieben.“
Die Persönlichkeitsstörung ist unheilbar. Die Psychologin gibt 13 Tipps für den Umgang mit Soziopathen. Der letzte lautet: „Ein erfülltes Leben ist die beste Rache.“
Sabine W., das mutmaßliche Kachelmann-Opfer, habe das Buch von ihrem Psychotherapeuten empfohlen bekommen, sagte Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock gestern.
Der Anwalt süffisant: „Lesen bildet. Von dem Buch halte ich nicht so viel.“(Bild)
25.10. Pünktlich um 8.37 Uhr ist der BMW von
Rechtsanwalt Thomas Franz am Montagmorgen vor das Landgericht Mannheim gebogen: auf dem Beifahrersitz Sabine W. Die 37-Jährige versteckt sich vor den Fotografen hinter einem Buch – «Der Soziopath von nebenan». Ein Buch über «Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks», wie der Untertitel verrät. Ein eindeutiges Zeichen der Hauptbelastungszeugin im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann.(20min-online)
25.10. Bei ihrer Ankunft am Landgericht Mannheim hat Sabine W. heute Morgen für Aufsehen gesorgt: Um sich vor den Fotografen zu schützen, hielt sie sich ein Buch vor den Kopf. Ein Buch, das zu Spekulationen Anlass gab. «Der Soziopath von nebenan», heisst der Titel. Der Untertitel lautet: «Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks.» Es ist sehr gut möglich, dass Sabine W. auf Jörg Kachelmann anspielen wollte.(Tagesanzeiger)
Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann
Datum: 26.10.2010
Kurzbeschreibung:
Weiterer Ablauf der Hauptverhandlung
Die Vernehmung der Nebenklägerin wird am Mittwoch (27.10.2010) um 10.00 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Sollte die Befragung der Nebenklägerin beizeiten abgeschlossen sein, ist noch am Nachmittag die Vernehmung eines Zeugen (kein Polizist) beabsichtigt. Aus Gründen des Schutzes der Persönlichkeitsrechte wird der Zeuge nicht namentlich benannt. Aus diesem Grund wird auch nicht mitgeteilt, ob es sich um eine männliche oder weibliche Person handelt. Auch über den Gegenstand des Beweisthemas werden keine Angaben gemacht. Bitte sehen Sie daher von weiteren Anfragen ab.
26.10. Schon zum 4. Mal musste das angebliche Opfer aussagen, aber die Zeugenvernehmung selbst finden immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Die fünf Gutachter sind privat von Jörg Kachelmann bestellt worden und meinen belegen zu können, dass die Zeugenaussagen des vermeintlichen Vergewaltigungsopfers nicht wahr sind. Wie Welt online berichtet, sehen auch die Aussageexperten Hans Markowitsch (Bielefeld) und Günter Köhnken (Kiel) Mängel in der Aussage der 37-Jährigen.( newsdash.de/)
26.10. So ähnelt der Prozess einer Blackbox: Von außen kann niemand sagen, was passiert – und so machen auch kleine, mehr oder weniger geschickt gestreute Informationsfetzen schnell Karriere. Vergangene Woche hatte Staatsanwalt Oltrogge ein paar Allgemeinplätze über die Vernehmung der Nebenklägerin geäußert, etwa: „Unter den gegebenen Umständen hält sie sich ganz gut.“
Für Verteidiger Birkenstock Anlass genug, eine Attacke zu starten: Dass die Staatsanwaltschaft über eine nichtöffentliche Sitzung rede, sei eine „Unverschämtheit“, sagt er – und bringt das Kunststück zuwege, im selben Satz die Glaubwürdigkeit der Nebenklägerin infrage zu stellen. „Da muss man konsequent sein“, sagt Birkenstock und meint die Verschwiegenheit, „nicht so sehr aus Respekt vor der Zeugenaussage, die sich als Lüge offenbart, sondern aus Respekt gegenüber dem Gericht“. (Welt.de)
26.10. Doch gestern ist etwas anders. Bisher hatte Petra S. ihr Gesicht stets mit den Händen verdeckt, die Augen mit einer schwarzen Sonnenbrille. Alle bisherigen Fotos von ihr gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Diesmal aber hält sich die blonde Radiomoderatorin aus Schwetzingen (D) ein Buch vors Gesicht.
Kachelmann: Ein «Soziopath»? Und was für ein Buch! «Der Soziopath von nebenan» lautet der Titel des Werks. Untertitel: «Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks.»
Ein Zufall? Lag das Buch vielleicht einfach im Handschuhfach der Limousine von Petra S.’ Anwalt Thomas Franz, der seine Mandantin wie immer in die Tiefgarage des Gerichtsgebäudes fuhr?
«Sicher nicht!», sagt der Schweizer Medienprofi und Kommunikationsberater Hannes Hug. Der Mitinhaber der Agentur «Andreas und Conrad» zu BLICK: «Die Wahl dieses Buches ist kein Zufall, sondern eine gezielte Botschaft.»
Ganz bestimmt ist es kein netter Gruss an Kachelmann. Ein Soziopath soll er sein – also eine Persönlichkeit, die nicht fähig ist, Mitgefühl zu empfinden und die sich nur schwer in andere hineinversetzen kann.
Der Begriff stammt aus der angloamerikanischen Psychiatrie. Wie die Autorin des Buches: Dr. Martha Stout arbeitete 25 Jahre an der Harvard Medical School. Heute unterhält sie eine Privatpraxis in Boston.
Sie bekam das Buch vom Trauma-Experten BLICK weiss: Petra S. erhielt das Buch vom Traumatologen Günter Seidler von der Uni Heidelberg. Er hat es ihr gegeben, nachdem sie Anzeige gegen den TV-Star erstattet hatte. Gemäss Polizei-Protokollen hatte Petra S. später ausgesagt, zu bedauern, das Buch nicht schon früher gekannt und gelesen zu haben – dann hätte sie Kachelmann viel früher durchschaut. (Blick)
26.10. Nun muss Kachelmanns Verteidigung ran. Nach der Befragung der Ex-Geliebten durch die Staatsanwaltschaft ist nun die Verteidigung dran. Neun Gutachter beobachten die Aussage. Der Unterschied zwischen einem gerichtlich bestellten Sachverständigen und einem Privatgutachter ist, dass der gerichtlich Bestellte sein Gutachten der Strafkammer vorlegen muss. Gibt ein Angeklagter ein Gutachten in Auftrag, entscheidet er selbst über die Verwendung vor Gericht. Er könnte also ein für ihn weniger günstiges Ergebnis unberücksichtigt lassen. Außerdem wird in der privaten Bezahlung des Gutachters ein möglicher Mangel an Unabhängigkeit gesehen.
Im Kachelmann-Prozess hat die Verteidigung beantragt, die fünf Privatgutachter zu gerichtlichen Sachverständigen zu bestellen. Hierüber wurde bisher noch nicht entschieden. Das Fragerecht haben die Fünf im Gerichtssaal dennoch. http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article10552364/Nun-muss-Kachelmanns-Verteidigung-ran.html
27.10. Kachelmann-Prozess: Ex-Freundin hält an Vergewaltigung fest. Im Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann steht weiter Aussage gegen Aussage. Kachelmanns Ex-Freundin hält an ihrer Version fest, dass Kachelmann sie vergewaltigt habe. Der Moderator bestreitet die Tat. http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/10/25/Vermischtes/Kachelmann-Prozess-Ex-Freundin-haelt-an-Vergewaltigung-fest
27.10. – Im Prozess gegen Jörg Kachelmann nähert sich die ausführliche Befragung der ehemaligen Geliebten dem Ende. Am Mittwoch wurde die Vernehmung des mutmaßlichen Opfers vor dem Landgericht Mannheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Nachdem bislang vor allem das Gericht und die Staatsanwaltschaft die 37- Jährige insgesamt rund 16 Stunden lang vernommen hatten, wird heute die Verteidigung ihre Fragen stellen. Wie einer der Anwälte vor Prozessbeginn sagte, habe das Gericht die Nebenklägerin sehr ausführlich befragt. Kachelmann-Prozess: Pikante Fotos und Chat-Auszüge?
Laut Bild Zeitung will die Verteidigung Kachelmanns pikante Fotos und Auszüge von “Chats” zwischen Kachelmann und der Ex-Freundin als Beweismaterial nutzen ( http://www.dnews.de)
27.10. Es war eine ungewöhnlich lange Befragung: 20 Stunden lang musste sich das mutmassliche Opfer im Fall Kachelmann den Fragen vor Gericht stellen. Da die ganze Zeit die Öffentlichkeit ausgeschlossen war, bleiben nur die Interpretationen von Anklage und Verteidigung. Vier Tage lang hatte die hagere blonde Frau unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt. Nur als sie entschlossenen Schrittes zum Zeugenstuhl lief und mit fester Stimme ihre Personalien angab, bekamen die Zuschauer einen kurzen Eindruck von ihr.(NZZonline)
27.10. Vor Beginn der eigentlichen Verhandlung stellte Kachelmann-Anwalt Birkenstock eine Anfrage ans Gericht. Es geht um pikante Fotos und schriftlichen Chatverkehr zwischen Kachelmann und dem mutmaßlichen Opfer. Die Unterlagen, erklärte Birkenstock, sprächen für „keine sehr hohe Scham“ zwischen dem Moderator und seiner Ex-Geliebten.
Birkenstock wollte nun wissen, ob er Sabine W. mit den Fotos und den Texten während der Befragung konfrontieren solle, oder die Prozessbeteiligten alles in den Akten nachsehen und lesen sollen. Das Gericht entschied, dass der schriftliche Chatverkehr nachgelesen werden soll.
Die sehr pikanten Fotos jedoch sollen den Prozessbeteiligten in Anwesenheit der Zeugin präsentiert werden.(Bild)
27.10. Dabei hatte Birkenstock zuvor noch den jungen Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge kritisiert für seinen Satz, das mutmaßliche Opfer halte sich „unter den gegebenen Umständen gut“. Dass die Staatsanwaltschaft über eine nicht öffentliche Sitzung rede, sei eine „Unverschämtheit“, sagte er – und brachte dabei das Kunststück zustande, wieder einmal eine Attacke gegen die Nebenklägerin zu reiten. „Da muss man konsequent sein“, sagte Birkenstock in Bezug auf die Verschwiegenheit, „nicht so sehr aus Respekt vor der Zeugenaussage, die sich als Lüge offenbart, sondern aus Respekt gegenüber dem Gericht”.
Deutlich unbeholfener im Umgang mit den Medien zeigte sich der Anwalt des mutmaßlichen Opfers, Thomas Franz. Er verweigert konsequent jede Auskunft, auch, nach der vernichtenden Einschätzung durch Birkenstock. Die öffentliche Wirkung scheint ihm egal. „Der Prozess wird nicht durch SMS-Abstimmung entschieden”, sagt er zu einem Berichterstatter von dpa.
27.10. In der kommenden Woche legt die Kammer eine Pause ein. Ist es wirklich so, wie Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock sagt? “Meines Erachtens hat die Vernehmung der Anzeigeerstatterin uns unserem Ziel, der Rehabilitierung des Herrn Kachelmann, sehr viel näher gebracht.” Oder hat Staatsanwalt Lars Torben Oltrogge Recht? Er entgegnet: “Ich halte das für Wunschdenken.” Zeit für eine Zwischenbilanz.
Die wichtigste Frage lautet: Ist das Gericht der Wahrheit näher gekommen? Schon diese Frage ist kaum zu beantworten. Denn Öffentlichkeit und Presse waren bisher von einem Großteil der Verhandlung ausgeschlossen. Die Ex-Freundinnen des Moderators, die Eltern Silvia Mays und vor allem May selbst: Sie alle wurden ohne Publikum vernommen. Journalisten müssen sich daher mit vereinzelten Hinweisen von Verteidigern oder der Staatsanwaltschaft aus dem Gerichtssaal begnügen. So soll May bei ihrer bisherigen Aussage geblieben sein und ihren Ex-Geliebten weiterhin beschuldigen, sie in der Nacht zum 9. Februar vergewaltigt zu haben. Doch wie flüssig, wie ausführlich, wie glaubwürdig hat sie berichtet? Dieses entscheidende Detail können in diesem Fall nur die Verfahrensbeteiligten bewerten. Zu ihnen gehören die Gutachter.(Stern)
27.10. War im Sender swr4 eine Sendung zu hören: Birgit hat davon berichtet
Gast der Leiter des Weissen Ringes, der erzählte:
CSD bekommt, ausser dem Anwalt Dr. Franz und ihren Therapeuten Dr. Seidler jede erdenkliche Hilfe vom Weissen Ring!
Sie wird umfassend und dauerhaft betreut! Man ging mit ihr vorher in den Gerichtssaal, damit sie den schon kennen lernte. Auch Staatsanwalt Oltrogge wurde einbezogen!
Man lasse ihre jede Hilfe zukommen, die sie benötigt!
27.10. Aber so gut wie nichts von dem, was in den Frühlings- und Sommerwochen, während denen Kachelmann in Mannheimer U-Haft saß, an Ermittlungsergebnissen und Gutachten in den Medien ausgebreitet wurde, ist bisher im Landgericht öffentlich erörtert worden. Das Verfahren, das schon zum Boulevard-Event des Jahres ausgerufen worden war, mutiert immer mehr zum Geheimprozess.
Das Gericht unter Vorsitz von Michael Seidling schließt die Saaltüren, wann immer die Verhandlung sich Richtung intimes Terrain zu bewegen scheint. Bisher regte sich dagegen kein Widerstand von Staatsanwaltschaft, Nebenklage oder Verteidigung. Und dieses Prinzip setzt sich fort. Gestern sagte Günter Seidler, Experte auf dem Gebiet der Traumapsychologie, aus – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. (FrankfurterRundschau)
27.10. Am Nachmittag will das Gericht erörtern, wieso es im Ermittlungsverfahren Lücken in der Aussage der Frau zum Ablauf der Vergewaltigung gab. Dazu soll der Psychotraumatologe Günter Seidler als Zeuge aussagen, der auch der Therapeut von Kachelmanns Ex-Freundin ist. Seidler, Leiter der Sektion Psychotraumatologie an der Universität Heidelberg, erklärt die Erinnerungslücken mit der Todesangst des möglichen Opfers als sie mit dem Messer bedroht wurde. Andere Gutachter widersprechen dem. Der vom Gericht beauftragte Berliner Psychiater Hans-Ludwig Kröber sieht keinen wissenschaftlich belegten Zusammenhand zwischen Traumatisierung und Gedächtnislücken. Wann Kröber als Sachverständiger gehört wird, ist noch offen.(Stern)
27.10. Die Gerichtsverhandlung, die Jörg Kachelmann durchzustehen hat, kommt langsam in die heiße Phase. Schon seit vier Verhandlungstagen wird die Ex-Freundin des Wettermannes und zugleich das angebliche Opfer der Vergewaltigung durch den Casanova befragt. Die Öffentlichkeit, vor allem aber die Presse, muss draußen bleiben. Hier ist die Saaltür verriegelt, um dem Opfer die Peinlichkeit, intime Details vor einem riesigen Publikum ausplaudern zu müssen, zu ersparen. Aber auch ohne die direkte Anwesenheit der Medien dringt jeden Tag etwas in die Zeitungen und die News Seiten im Netz. ( /www.un.or.at)
13.Prozesstag 28.Oktober 2010
28.10. Sie hat die Prozedur der Befragung überstanden. Sabine W. hat ihre Aussage gegen Jörg Kachelmann beendet. Dabei blieb sie bei ihrer Aussage, dass der Journalist und Moderator sie vergewaltigt haben soll. Während ihrer Befragung soll sie angespannt gewesen sein und auch immer wieder in Tränen ausgebrochen sein, doch ihr Anwalt ist mit ihrer Aussage zufrieden.Während der Aussage wurde Sabine W. auf Video aufgenommen und das Bild wurde auf eine Leinwand übertragen. So konnte sie von insgesamt neun Gutachtern beobachtet werden, die versucht haben anhand ihrer Körpersprache und Mimik herauszufinden, ob Sabine W. die Wahrheit sagt oder ob sie lügt. Da ist es natürlich auch kein Wunder, dass das mutmaßliche Opfer bei ihrer Aussage angespannt wirkte. ( promiano.de)
28.10. Fünf dicke Leitz-Ordner wurden am 13. Prozess-Tag im Fall Kachelmann vor Gericht gebracht. Sie enthalten Dinge, die eigentlich niemals für die Öffentlichkeit bestimmt waren, intime Gedanken, Wünsche, Sehnsüchte, Chat-Gespräche, die Medienmann Jörg Kachelmann (52) während seiner Bezeihung mit seinem späteren, mutmaßlichen Opfer führte, und wohl auch sehr intime Fotos.
Richter Michael Seidling entschied, die Ordner würden „in nichtöffentlicher Sitzung in Augenschein genommen“.
Die Ordner wurden daher am gestrigen Prozesstag an alle Prozessbeteiligten verteilt.
Dr. Reinhard Birkenstock, Anwalt des Wettermoderators zeigte sich äußerst zuversichtlich: „Ich überlege, ob ich der Zeugin Fotos aus dem Chatverkehr in der Vernehmung vorhalten soll, Fotos, die nicht für eine hohe Hürde der Scham zwischen den beiden sprechen.“(netplosiv.org)
Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann
Datum: 28.10.2010
Kurzbeschreibung:
Weiterer Ablauf der Hauptverhandlung im November
An den beiden Hauptverhandlungstagen im November 2010 (08. und 10.11.) ist die Vernehmung von insgesamt fünf Zeugen (keine Polizisten) beabsichtigt.
Montag, 08. November 2010
09.00 Uhr: sonstiger Zeuge
13.00 Uhr: sonstiger Zeuge
Mittwoch, 10. November 2010
09.00 Uhr: sonstiger Zeuge
11.00 Uhr: sonstiger Zeuge
14.00 Uhr: sonstiger Zeuge
28.10. Alice Schwarzer schreibt Buch über ihren Ex-Tanzpartner Jörg Kachelmann.Die Feministin meint, der Moderator geniesse zu viel Sympathie. Ihr Buch kann man bereits vorbestellen.(Tagesanzeiger)
28.10. Am Nachmittag hörte das Gericht den Heidelberger Traumatologen Günter Seidler, der Claudia D. seit März, kurz nach der Verhaftung von Kachelmann, behandelt. Er sollte sich dazu äußern, ob eine Traumatisierung zu Gedächtnislücken im Bezug auf die Vergewaltigung geführt haben könnte. Die These, dass Todesangst solche Lücken beschert, ist umstritten.
Was Seidler dazu meinte, wird die Öffentlichkeit aber nie erfahren, sie wurde erneut für die Aussage ausgeschlossen. Anwalt Birkenstock wehrte sich zwar nicht dagegen, nutzte die Gelegenheit aber für eines seiner berühmten Statements, die so viel zwischen den Zeilen sagen: Er sei “sehr erstaunt”, dass Professor Seidler einen Ausschluss der Öffentlichkeit wünsche, obwohl er mit Alice Schwarzer ein “publizistisches Projekt über Gewalt” plane. Das finde “dann ja auch nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt”. Da es aber nicht um Diffamierung von Claudia D. oder ihres Therapeuten gehe, sondern ausschließlich darum, “die Lüge und Unwahrheit zu entlarven”, widersetze er sich dem Antrag nicht.(Welt)
28.10. Jörg Kachelmann geht es nach Angaben seines Anwalts nicht gut. Anwalt Birkenstock: „Herr Kachelmann leidet sehr darunter, dass sein ganzes Privatleben ausgebreitet wird. Angeklagt sein ist nicht schön – auch wenn man von mir verteidigt wird…“
Erst am 8. November geht der Prozess weiter. Bis dahin sollen die Schöffen alle intimen Chat-Protokolle gelesen haben.(netplosiv.de)
29.10. Mal wieder die Mitleidsmasche, die Kachelmann anscheinend bei vielen Frauen mit Erfolg ritt? Oder war diesmal etwas dran? Kann die mutmaßliche Vergewaltigung der Höhepunkt einer Krise gewesen sein – beziehungsweise könnte eine solche Tat ihn überhaupt erst in die Krise gestürzt haben?
Da Kachelmann selber weiterhin entschlossen scheint zu schweigen, wird dem Gericht und auch Gutachter Prof. Hartmut Pleines nichts anderes übrig bleiben, als sich auf Kachelmanns stumme Mimik, die Aussagen anderer zu stützen. Pleines ist der Psychiater, der ihn während des Prozesses beobachten und begutachten soll.
Ein Angeklagter hat das Recht zu schweigen – jedoch nicht die Pflicht. Am 8. November geht es weiter. (Alice Schwarzer-Kachelmann und die Mitleidsmasche – Nr. 11)
November 2010
3.11. Jörg Kachelmann hat seine BildschirmKarriere beendet. Nicht freiwillig, sondern gezwungen,
wie der 52-Jährige meint. Staatsanwaltschaft und Medien hätten angebliche Details seines Privatlebens in die Öffentlichkeit gezerrt und ihm eine weitere Fernsehlaufbahn damit kaputt gemacht, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Das Kapitel Fernsehen ist dadurch für mich beendet worden.“ Der Wetter-Experte, der vor Gericht bestreitet, seine damalige Geliebte vergewaltigt zu haben, wolle in Zukunft hinter die Kamera wechseln und nur noch als Redakteur bei seinem Unternehmen Meteomedia AG arbeiten. Die Firma, die für das Erste und weitere Sender Vorhersagen macht, hatte er 1990 gegründet. (Tagesspiegel)
3.11. Jörg Kachelmann sieht sich gezwungen, seine Karriere als Wetter-Moderator zu beenden. Staatsanwaltschaft und Medien hätten sein angebliches Privatleben in die Öffentlichkeit gezerrt und ihm eine weitere TV-Fernsehlaufbahn damit kaputt gemacht, wie er der “Bild”-Zeitung sagte. Kachelmann: “Das Kapitel Fernsehen ist dadurch für mich beendet worden. Nachdem Staatsanwaltschaft und Medien mein angebliches Privatleben gewaltsam öffentlich gemacht haben, wärs mit dem Blumenkohlwolken-Onkel wohl schwierig.”
Auch für sein künftiges Privatleben hat sich Kachelmann einiges vorgenommen: “Ich war nicht immer treu, offen und ehrlich mit meinen Partnerinnen… Wenn ich in Zukunft eine Beziehung führe, werde ich monogam leben.” Wo er später wohnen werde, wisse er noch nicht. “Vielleicht werde ich erst mal mit meiner Mutter zusammenwohnen”, sagte er der Zeitung. Am 21. Dezember soll im Kachelmann-Prozess das Urteil gesprochen werden. (Stern)
3.11. Kachelmann nie mehr im TV. Er war einer der beliebtesten und bekanntesten Fernsehmoderatoren Deutschlands, aber einen Weg zurück ins Geschäft sieht er nicht mehr: Jörg Kachelmann. Für die Zukunft gelobt der ehemalige Wettermann Treue: “Ich werde monogam leben”, sagt er. Wo das sein wird, weiß er noch nicht.(banken-undversicherung.at)
3.11. Keine Änderungen bei ARD-Wetter nach Kachelmanns TV-Aus. Nach dem angekündigten TV-Aus von Jörg Kachelmann wird das Wetter im Ersten und den Dritten Programmen vorläufig weiter von einem Trio präsentiert. „Die Verträge für die Wettersendungen laufen mit der Meteomedia AG, nicht mit Herrn Kachelmann“, sagte Claudia Scheibel, Sprecherin der zuständigen WDR Mediagroup. Bis Kachelmanns Unternehmen Gespräche mit der ARD aufnehme, gelte die seit März gültige Regelung mit Claudia Kleinert, Sven Plöger und Alexander Lehmann. Scheibel sagte, vor dem Ende des Prozesses gegen Kachelmann seien keine Gespräche zu erwarten.
Auch Urs Knapp, Mitgesellschafter der für Meteomedias Pressearbeit zuständigen Beratungsfirma Farner Consulting, bestätigte der Agentur die Regelung. Diese sei „erfolgreich und wird weitergeführt (Hamburger Abendblatt)
4.11. Die Kachelmänner. Das Grundsätzliche ist bekannt: Der Wetteransager der ARD, Jörg Kachelmann, ist in Mannheim der Vergewaltigung angeklagt. Über seine Schuld oder Unschuld im juristischen Sinne hat das Gericht zu befinden. Schuldig ist Kachelmann aber allemal: des Missbrauchs von Gefühlen, der Zerstörung von Lebensentwürfen und möglicherweise ganzer Menschen.
Er hat gleichzeitig mehreren Frauen vorgegaukelt, jeweils die Einzige in seinem Leben zu sein, die auserwählte künftige Ehefrau und Mutter seiner Kinder. Nun finden das gewisse Männer auch noch toll. In diversen Internetforen wie zum Beispiel wgvdl.com (“Wie viel Gleichberechtigung verträgt das Land?”) wird Kachelmann abwechslungsweise als Held und Märtyrer gefeiert. Böse ist nur die betrogene und in jedem Falle malträtierte Frau, der unterstellt wird, Kachelmann in eine Falle zu locken, sich zu rächen, ihn abzocken zu wollen. Er hingegen wird bewundert ob seiner vielen Geliebten, seiner Potenz und seiner Fähigkeit, den Frauen etwas vorzumachen. (Welt. Gastkommentar Hollstein)
5.11. Ein Urteil im Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann wird zwar erst für den 21. Dezember erwartet, aber eigentlich ist es längst gesprochen. Kachelmann wird bis ans Ende seiner Tage der Mann bleiben, der die Radiomoderatorin Sabine W. mit Gewalt zum Sex gezwungen haben soll – ob er nun schuldig ist oder nicht. Dieser Makel wird haften bleiben, sein Leben bestimmen.
Am Mittwoch erklärte Kachelmann via Bild (wohl als Dankeschön für die durchweg faire Berichterstattung – hüstel) seine Fernsehkarriere für beendet: “Ich werde nach all dem keine Wettersendungen mehr moderieren können. Nachdem Staatsanwaltschaft und Medien mein angebliches Privatleben gewaltsam öffentlich gemacht haben, wärs mit dem Blumenkohlwolken-Onkel wohl schwierig. Das Kapitel Fernsehen ist dadurch für mich beendet worden. Welche “Medien” er wohl meint? Bild jedenfalls fühlt sich nicht angesprochen. (KOLUMNE VON DAVID DENK – http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/wird-er-jemals-wieder-gluecklich/)
14. Prozesstag 8.November 2010
8.11. Der Prozess gegen Jörg Kachelmann wird vermutlich noch bis kommendes Jahr dauern. Dies sagte einer der Verteidiger im Mannheimer Landgericht. Am Montag wurde nach anderthalb Wochen Prozesspause eine weitere Ex-Geliebte des Fernsehmoderators vernommen. Am Montag wurde eine 29-Jährige Försterin vernommen. Eine auffällige, hübsche Frau, die selbstbewusst vor Gericht auftritt – mit ihrem Anwalt kommt sie in den Gerichtssaal, wirft ein nicht unsympathisches, leicht spöttisches Lächeln in die Runde, setzt sich auf den Zeugenstuhl.
Eine Frau, die den Auftritt nicht scheut – die sich in öffentlichen Aktionen für
Umweltprojekte einsetzt, sich schon als Schauspielerin versucht hat und es mit einem etwas skurrilen Hobby zu ein paar Fernseh- und Bühnenauftritten gebracht hat. Sie soll über ihre Beziehung zu Kachelmann aussagen; wie bei der Vernehmung der anderen Ex-Freundinnen soll das dem Gericht dabei helfen, sich ein Bild von der Persönlichkeit des Angeklagten zu machen. Außerdem soll sie am Tag nach der mutmaßlichen Tat mit Kachelmann telefoniert haben – möglicherweise war sie die letzte, die vor seinem Abflug nach Kanada mit ihm sprach. (Focus)
8.11. – Mit der Vernehmung einer ehemaligen Geliebten ist am Montag nach anderthalb Wochen Pause der Prozess gegen Jörg Kachelmann vor dem Landgericht Mannheim fortgesetzt worden. Die 29 Jahre alte Försterin soll über ihre Beziehung zu dem Fernsehmoderator und Wetterexperten aussagen.(Abendblatt)
8.11. Kachelmanns Verteidiger Klaus Schroth war darüber mehr als erbost. Eine „Unverschämtheit und Missachtung des Gerichts“ nannte er dies. Allerdings ließ dass Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge so nicht „stehen“ – denn immerhin wäre auch vonseiten des Angeklagten versucht wurden, die Presse für seine Zwecke zu nutzen. Diesbezüglich sei es ebenso der Zeugin selbst überlassen, ob und mit welcher Illustrierten sie Verträge aushandelt bzw. abschließt. (Deutschlandmachtschlagzeilen)
8.11. Der Prozess gegen Medienmann Jörg Kachelmann wird heute fortgesetzt. Es ist der 14. Prozesstag im Vergewaltigungs-Verfahren gegen den 52-jährigen, der eine langjährige Lebensgefährtin zum Geschlechtsverkehr gezwungen und mit dem Tod bedroht haben soll.
Heute werden zwei weitere Geliebte des Ex-Wetter-Moderators in den Zeugenstand treten. (netplosiv)
8.11. Eine ehemalige Geliebte des Ex-Wettermoderators Jörg Kachelmann will nach ihrem Zeugenauftritt vor Gericht offenbar ihre Geschichte an eine Illustrierte exklusiv verkaufen. Das teilte Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock nach dem 14. Verhandlungstag am Landgericht Mannheim mit. Der Vertrag zwischen der Frau und der Illustrierten liege dem Gericht vor, sagte Birkenstock.
Die Ex-Geliebte hatte den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragt. Diesem Antrag war auch stattgegeben worden. Nach Auffassung Birkenstocks bestehe der Verdacht, dass sie die Öffentlichkeit ausschließen wollte, um ihre Geschichte exklusiv verkaufen zu können. Ob sie allerdings ihr Intimleben in der Illustrierten ausbreiten wird, sei offen. Der Anwalt meinte, das Gericht müsse das Verhalten der Zeugin nun bei der Beweiswürdigung berücksichtigen.
Die 29-Jährige Försterin aus Norddeutschland soll am Morgen nach der mutmaßlichen Vergewaltigung mit dem Angeklagten telefoniert und ihn bei diesem Gespräch als gestresst beschrieben haben. Diese Aussage machte sie bereits im Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft. In der Verhandlung soll auch eine Freundin der Försterin gehört werden, mit der sie über das angeblich auffällige Telefongespräch mit Kachelmann gesprochen hatte. (http://www.news.de/)
8.11. Heute wird vor dem Landgericht eine frühere Lebensgefährtin des Wettermoderators befragt. Im Wesentlichen erhoffe man sich einen Aufschluss über “sexuelle Gewohnheiten” des Angeklagten zu erlangen, so das Gericht.Neben der heute zu vernehmenden ehemaligen Partnerin Kachelmanns ist eine weitere Zeugin vorgeladen, deren offizielle Aussage ebenfalls noch am heutigen Montag erwartet wird.
Bei ihr handelt es sich um eine weitere Ex-Freundin Jörg Kachelmanns.Auch wenn es diesbezüglich noch keine Informationen gibt, so ist es durchaus wahrscheinlich, dass in diesem Fall weiterhin Eigenheiten von Kachelmanns Sexualleben eine Rolle spielen. ( http://www.spreadnews.de)
8.11.Jörg Kachelmann wird sich über die neue Ausgabe der Illustrierten „Bunte“ nicht freuen. Nicht, weil eine neue Frau neue Details aus dem Privatleben des TV-Moderators erzählt. Sondern weil diese neue Frau, Catharina T., Kachelmann möglicherweise schwer belastet.
Sie berichtete der Illustrierten von einem Telefongespräch zwischen ihr und dem Moderator – ein Gespräch, das nur einen Tag nach der mutmaßlichen Vergewaltigung, also am 9. Februar stattgefunden haben soll. „Die Vergewaltigung soll in der Nacht des 8. Februar passiert sein. Jörg hatte mich am 9. Februar vormittags abgerufen. Er wirkte völlig aufgelöst. Als sei etwas Schlimmes passiert“, zitiert „Bunte“ die 30-Jährige. Sie, der er wie vielen Anderen vorgemacht hatte, die Einzige zu sein, schickte ihm nach dem Gespräch eine besorgte SMS: „Was ist los mit Dir? Was ist passiert?“, fragte sie, und bekam die Antwort: „Mir geht es nicht gut. Aber ich wollte mein Versprechen halten, mich noch mal zu melden.“ (Welt)
8.11. Prozessbericht Maschera
Heute bin ich ca. um 08:30 Uhr am Seiteneingang eingetroffen. Außer mir war niemand da, allerdings kam gerade ein Polizist angelaufen. Diesen habe ich angesprochen und er sagte mir es seien schon Leute eingelassen worden. Er war sehr freundlich und geleitete mich dann zum Haupteingang und brachte mich zur „Kontroll-Station“. Dort waren in der Tat schon einige Zuschauer versammelt. Ich würde sagen: ca. 10 Leute.
Es dauerte noch eine Weile und dann fingen die Kontrollen an. Wie gehabt, Taschen durchleuchtet, abtasten. Dieses Mal wurden die Mäntel separat untersucht. Das mag jedoch an der Tatsache liegen, dass die Jahreszeit nach dickeren Jacken, Mänteln schreit und diese beim abtasten behindern.
Kurz vor Neun Uhr waren alle Zuschauer im Saal 1. Dort waren bereits die Verteidigung, Anklage und auch Jörg Kachelmann versammelt. Natürlich auch die Gutachter.
Auf der Seite der Anklage fehlte unter den Gutachtern, wie zu erwarten war, Hr. Prof. Dr. Kröber. Auf der Seite der Anklage fehlte Hr. Prof. Dr. Rand.
Sehr erstaunlich, auf der Seite der Anklage fehlte RA Franz. StA Oltrogge und OStA Gattner waren zugegen.
Auf Seite der Verteidigung waren RA Birkenstock, RA Schroth und Jörg Kachelmann. Rechtsanwältin Combe war kurz im Saal, ging jedoch wieder.
1-2 Minuten nach 09:00 Uhr betraten die Richter den Saal. Wir setzen die Verhandlung ……… fort, etc. ob es Anträge gibt. RA Birkenstock sagte, er würde mit seinen Anträgen warten bis die Beweisaufnahme der Zeuginnen abgeschlossen ist.
Daraufhin wurde die nächste Zeugin aufgerufen. Ich nenne sie Frau K.
Frau K. betrat zusammen mit ihrem Anwalt den Saal und die beiden nahmen im Zeugenstand platz. Zunächst folgte die Belehrung. Man entschuldige, ich weiß nun nicht ob nach §55, ich habe extra darauf geachtet, es akustisch nicht verstanden. Aufnahme der Personalien. Weiblich, 29 Jahre, nicht verwandt nicht verschwägert, nicht verlobt.
Woher die Zeugin kommt wurde nicht bekannt gegeben. Eine weitere Veränderung. Ich kann also nicht sagen wo ich diese Zeugin unterbringen kann/soll. Auf die Frage nach ihrem Beruf, sagte die Zeugin, sie sei Umweltwissenschaftlerin. Richter Seidling erwähnte etwas in der Art: sie hätte doch angegeben sie sei Försterin? Das ging irgendwie unter.
Nun teilte Richter Seidling mit, er hätte die anderen Zeuginnen darauf hingewiesen sie könnten den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragen. Wie diese Zeugin das denn halten würde? Sie beantrage den Ausschluss der Öffentlichkeit. Richter Seidling fragt die Anklage ob es Einwände gibt: NEIN, die Verteidigung: NEIN.
Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück. Zu diesem Zeitpunkt war RA Franz immer noch nicht im Saal. Etwas seltsam fand ich, dass RA Birkenstock nun aufstand und zum Anwalt der Zeugin ging. Diesen begrüßte er freundlich. Die Pause dauerte doch recht lange. Ich frage mich schon was es da jedes Mal so lange zu beraten gibt. Ich schätze ca. 10 Minuten.
Während dieser Zeit sah sich die Zeugin interessiert im ganzen Saal um. Sah sich die Journalisten, die Zuschauer genau an. Die Zeugin war ganz in schwarz gekleidet. Schwarzes Kleid, oder Rock, bis kurz über die Kniee, darüber einen langärmligen kurzen schwarzen Pullover. Ihre kurzen dunklen Locken hat sie mit Haarspangen so gesteckt, dass die kurzen locken anliegen. Sie trägt dunkle Stiefel.
Das Gericht betritt nach ca. 10 Minuten den Saal und verkündet den Ausschluss. Begründet wird der Ausschluss weil es Fragen zum persönlichen Intimbereich der Zeugin gibt und auch Fragen zu den sexuellen Gewohnheiten.
Nun müssen die Zuschauer den Saal verlassen. Zu diesem Zeitpunkt sind weder RA Franz, noch Frau Combe im Saal. Ich konnte später sehen, dass Frau Combe an einer Verhandlung in Saal 2 teil nimmt. RA Franz habe ich nicht mehr gesehen.
Von einem Reporter erfuhr ich, dass nachmittags noch eine Zeugin verhört wird, wohl eine Freundin dieser Zeugin. Ich nahm mir vor auf jeden Fall bis zur Mittagspause zu warten. Ca. 10:30 Uhr wurde eine kurze Pause einberaumt. Die Verteidigung hat das Gebäude verlassen und in einem Kaffee in der Nähe etwas getrunken. Ich habe in dieser Zeit auch mit ein paar Leuten Kaffee getrunken, mich vorher jedoch versichert, dass wir wieder in das Foyer dürfen, damit wir nicht in der Kälte ausharren müssen.
Um 12:20 Uhr war Mittagspause. RA Birkenstock gab ein kurzes Interview. Ich nehme an, dieses wird heute Abend in Brisant oder Hallo Deutschland gesendet. Ein Reporter fragte ihn, was er von dem Ausschluss halte. RA Birkenstock fänd das nicht so gut denn die Öffentlichkeit sei ja sehr wichtig. Daraufhin der Reporter: „Sie haben dem Ausschluss aber doch zugestimmt“? RA Birkenstock: „Ja, das würde ich sogar bei Ihnen machen“!
Des weiteren wurde RA Birkenstock befragt ob die Vernehmung des MM Opfers abgeschlossen sei und ob alle Chatprotokolle nun gelesen wurden. Darauf sagte RA Birkenstock, das wisse er nicht, dies liege im Ermessen des Gerichtes ob es weitere Vernehmungen gebe. Für heute war klar, dass die Vernehmung der Zeugin K. nach der Pause weiter geht. Es ist somit fraglich ob heute noch eine weitere Zeugin vernommen wird. Die Öffentlichkeit bleibt weiter ausgeschlossen, Anträge gibt es heute nicht, also bin ich nach Hause gefahren.
Das war es für heute. Fragen kann ich gerne beantworten.
P.S. Journalisten waren ca. 15 Vorort. Tanja May war da, Sabine Rückert und Gisela Friedrichsen nicht. Ich denke, die Frage nach Frau A.S. erübrigt sich.
9.11. Was weiss das Luftgitarren-Girl? Katharina T.* (29) tauchte gestern am Prozess gegen Jörg Kachelmann im schwarzen Röckchen, schwarzen Hemd und Stiefeletten auf. Sie hat Umweltwissenschaften studiert, reist gerne um die Welt – und hat eine wilde Seite.
Vor fünf Jahren wurde die nette Brünette deutsche Meisterin im Luftgitarrenspielen. Intelligent, attraktiv und wild – offenbar ganz nach dem Geschmack von Jörg Kachelmann. Katharina T. wurde eine der Geliebten des Schweizer Wettermoderatos. Gestern sagte sie am 14. Prozesstag aus. Über ihre Zeit mit Kachelmann und über ein Telefonat, das sie mit ihm geführt hatte.
Katharina T. zufolge hatte Kachelmann sie am 9. Februar angerufen – einen Tag nach der angeblichen Vergewaltigung von Kachelmanns Ex-Freundin Petra S. «Seine Stimme klang komplett aufgelöst. So habe ich ihn noch nie erlebt. Ich habe gedacht, dass etwas Schlimmes mit seinen Kindern passiert sein müsste», sagte Katharina T. gestern laut «Bild» dem Gericht.
Für Aufregung vor allem bei den Kachelmann-Anwälten sorgte dann aber die Ansage des Anwalts von Katharina T. Er kündigte an, dass Katharina T. ihre Erlebnisse mit Kachelmann veröffentlichen wolle. Und dass sie ihre Geschichte bereits einer Illustrierten verkauft haben soll. Inklusive aller brisanten Details. (Blick)
9.11. Eine ehemalige Geliebte des Ex-Wettermoderators Jörg Kachelmann will nach ihrem Zeugenauftritt am Montag vor Gericht offenbar ihre Geschichte an eine Illustrierte exklusiv verkaufen. Das teilte Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock nach dem 14. Verhandlungstag am Landgericht Mannheim mit.
Der Vertrag zwischen der Frau und der Illustrierten liege dem Gericht vor, sagte Birkenstock. Die Ex-Geliebte hatte den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragt. Diesem Antrag war auch stattgegeben worden. Ob sie allerdings ihr Intimleben in der Illustrierten ausbreiten wird, sei offen. Der Anwalt meinte, das Gericht müsse das Verhalten der Zeugin nun bei der Beweiswürdigung berücksichtigen.
Nach Auffassung Birkenstocks bestehe der Verdacht, dass sie die Öffentlichkeit ausschließen wollte, um ihre Geschichte exklusiv verkaufen zu können. Ob sie allerdings ihr Intimleben in der Illustrierten ausbreiten wird, sei offen. Der Anwalt meinte, das Gericht müsse das Verhalten der Zeugin nun bei der Beweiswürdigung berücksichtigen. (Morgenpost)
Anmerkung: Dieser Zeugin ist Staatsanwalt Oltrogge sogar bis in die Lüneburger Heide nachgefahren…dienstlich natürlich, oder?
15. Prozesstag 10.November 2010
10.11. Zur Entlastung Kachelmanns präsentierte der Kölner Strafverteidiger zum Sitzungsende zudem noch eine neue Akte: gefüllt mit Mails, die der Wettermann just direkt nach der angeblichen Vergewaltigung an diverse Leute geschickt hatte. Kachelmann hatte angegeben, die Wohnung der Nebenklägerin gegen ein Uhr nachts verlassen zu haben, nachdem sich die beiden auf eine endgültige Trennung geeinigt hatten. Einer Hotelangestellten zufolge soll er gegen halb vier Uhr morgens in einem „Holiday Inn“ nahe dem Flughafen eingecheckt haben, am Nachmittag dieses Tages wollte er nach Vancouver zu den Olympischen Spielen abfliegen. Den von Birkenstock vorgelegten Dokumenten zufolge hatte Kachelmann zwischen 2.50 Uhr und 3.29 Uhr diverse elektronische Briefe losgeschickt, womöglich mit dem Blackberry. Darin ging es um durchweg alltägliche und ganz unterschiedliche Dinge wie Wetterstationen, Temperaturdaten, eine noch nicht bezahlte Rechnung oder die Planung eines Treffens mit seinen beiden Söhnen, die bei seiner Ex-Frau in Kanada leben.(Berliner Morgenpost)
10.11. Ein Interview, das der Wettermann nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft gab, muss sie so empört haben, dass sie sich erst dann bei der Mannheimer Staatsanwaltschaft meldete: Sie habe mit Kachelmann am Morgen nach der mutmaßlichen Vergewaltigung telefoniert, und er habe so gestresst und aufgelöst gewirkt wie nie zuvor, berichtete sie Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge am 12. August – also fast fünf Monate nach der Verhaftung. Was genau die Frau, eine Umweltaktivistin und ehemalige Deutsche Meisterin im Luftgitarrenspiel, am Montag vor Gericht ausgesagt hat, ist nicht bekannt. Denn die Vernehmung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Doch ihre Freundin musste sich vor versammeltem Publikum den Fragen stellen. Ziemlich wirr schilderte die Studentin dabei ihre Erinnerung an die Wahrnehmung, Kachelmann solle „total bedrückt und fahrig“ bei dem kurzen Telefonat geklungen haben. Einen konkreten Hinweis allerdings, worauf dieser Eindruck fußte, konnte sie nicht liefern. (Welt)
10.11. Für Geliebte war klar, dass bei Kachelmann irgendwann «die Bombe hochgeht» Noch vor der Mittagspause begann das Mannheimer Gericht mit der Vernehmung von Zeugen aus dem beruflichen Umfeld des Wettermoderators. In den Zeugenstand trat ein Redakteur des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), der mit Kachelmann zusammgearbeitet hatte. Dabei kam auch ein E-Mail zur Sprache, das der Schweizer TV-Mann am 10. Februar 2010 an die Programmdirektion des MDR gesendet hatte. Er wolle nicht als «Deisler reloaded» oder Heulsuse der Nation oder Schlimmeres enden. Deshalb wolle er künftig nur noch das Wetter, aber keine Talksendungen mehr moderieren, liess Kachelmann die Chefetage des MDR wissen.(DerBund)
10.11. Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge kritisierte die Pressearbeit der Verteidigung. Ein „medialer Berater“ Kachelmanns habe ihn vor der Anklageerhebung kontaktiert und damit gedroht, dass die Verteidigung im Falle einer Anklage gezwungen sei, an die Presse zu gehen. Dabei könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass einiges „auf dem Rücken der Nebenklägerin“ ausgetragen werde. Das Verhalten der Försterin konnte Staatsanwalt Oltrogge bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen. Die Entscheidung, ihre Geschichte in einem Magazin öffentlich zu machen, sei womöglich ihre Form der Verarbeitung. (Berliner Morgenpost)
10.11. Wie die Gynäkologin der Heidelberger Frauenklinik sagte, habe die Patientin am Morgen nach der mutmaßlichen Tat beginnende Hämatome an beiden Oberschenkeln gehabt. Ähnliche Verletzungen, so berichtete die Ärztin, habe sie auch schon bei einem anderen Vergewaltigungsopfer gesehen.
Außerdem sei eine Verletzung am Hals – „vergleichbar mit einer Kratzspur“ – erkennbar gewesen. Die Patientin sei „sehr ruhig und gefasst gewesen“. Sie habe weder den Namen des mutmaßlichen Täters noch Genaueres zum möglichen Tathergang berichtet. Die Patientin habe lediglich gesagt, dass es am Abend Streit mit ihrem Freund gegeben habe und er sie gegen 2.00 Uhr vergewaltigt und mit einem Messer bedroht habe. Bei den Untersuchungen des Unterleibs seien ihr keine Verletzungen aufgefallen, sagte die Ärztin vor dem Mannheimer Landgericht(Hannoversche Allgemeine).
10.11. Die Aussage der Gynäkologin wirft vor allem allgemein die Frage auf: Warum hatte das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer keine nennenswert feststellbaren Unterleibsverletzungen? Es ist nicht ungewöhnlich, dass Vergewaltigungsopfer keine inneren Verletzungen aufweisen. Der Tathergang an sich bzw. die Vorgehensweise des Täters, ist in diesem Zusammenhang immer in Betracht zu ziehen.
Nun gilt es für die zahlreichen Gerichtsmediziner, die an diesem Fall beteiligt sind, herauszufinden, ob tatsächlich eine Vergewaltigung vorliegt. Diese müssen die offensichtlichen Verletzungen des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers richtig deuten und vor allem sachkundig erläutern können.(Deutschlandmachtschlagzeilen)
Anmerkung: Angeblich hatte CSD die Tüte mit Slip und Kleid zur Polizei mitgebracht. Der Ärztin erzählte sie, sie müsste die Teile von “zu Hause” holen!
10.11. Am 9. Februar gegen 10 Uhr kam die Ex-Geliebte Sabine W. (37, Name geändert) in die Heidelberger Frauenklinik. Gynäkologin Dr. Kerstin B. (28): „Mir wurde von der Polizei eine Vergewaltigung angekündigt.“
Die Ärztin untersuchte die Frau. Machte einen Abstrich, schaute sich den Körper nach Auffälligkeiten an. Sie entdeckte die Striemen am Arm und die Hämatome an den Innenseiten der Oberschenkel. Außerdem sei eine Verletzung am Hals – „vergleichbar mit einerKratzspur” – erkennbar gewesen. Innere Verletzungen im Unterleib konnte B. nicht feststellen.
Sabine W. wirkte auf die Gynäkologin sehr ruhig, gefasst. Sie habe nicht geweint. Sie habe weder den Namen des mutmaßlichen Täters noch Genaueres zum möglichen Tathergang berichtet.
W. erzählte nur, gegen 23 Uhr sei sie von ihrem Lebensgefährten aufgesucht worden. Es gab Streit. Gegen 2 Uhr habe er sie vergewaltigt und mit einem Messer bedroht.
Die Ärztin fragte, ob sie geduscht habe. Die Ex-Geliebte verneint. Normalerweise wird in solchen Fällen die Schambehaarung gekämmt, um Spuren zu sichern. Doch die Ex-Geliebte war total rasiert. Es konnte nur ein Haar gesichert werden.
Der Richter fragte, ob sie schon öfter Vergewaltigungsopfer untersucht hat. B antwortete, ja, es waren bisher 10. Und sie habe auch solche Hämatome an den Beinen gesehen. Die entstehen, wenn die Beine auseinander gedrückt werden.
Nach rund 40 Minuten war die Befragung der Gynäkologin vorbei. Gleich soll die Vernehmung der besten Freundin der Ex-Geliebten Katharina T. (29) beginnen.
Die Försterin, die 2005 schon Deutsche Meisterin im Luftgitarrespielen war, soll am Tag nach der mutmaßlichen Tat mit Kachelmann telefoniert haben. Er soll darin vor seinem Abflug nach Kanada zu den Olympischen Spielen gestresst gewirkt haben.
Kachelmann habe in dem etwa einminütigen Gespräch einen gestressten Eindruck gemacht. Schon bei der Polizei sagte Katharina T.: „Seine Stimme klang komplett aufgelöst. So habe ich ihn noch nie erlebt. Ich habe gedacht, dass etwas Schlimmes mit seinen Kindern passiert sein müsse.“
Die nun geladene Freundin soll Erkenntnisse über die Glaubwürdigkeit der Aussage bringen.
Katharina T. hatte über ihren Anwalt bereits angekündigt, ihre Erlebnisse mit Kachelmann öffentlich zu machen. Sie soll die Geschichte einer Illustrierten verkauft haben – mit angeblich brisanten Details.
Außerdem sollen heute auch Zeugen aus dem beruflichen Umfeld des früheren Wettermoderators vernommen werden. Sie werden möglicherweise etwas zur Verfassung des Schweizers nach der angeblichen Vergewaltigung aussagen können.
Kachelmann ist angeklagt, eine ehemalige Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Er bestreitet die Vorwürfe. Der 52-jährige Schweizer spricht von einer einvernehmlichen Trennung.
Inzwischen gehen die Prozessbeteiligten davon aus, dass das Urteil im Kachelmann-Prozess erst 2011 fallen wird. Bisher war der 21. Dezember 2010 als letzter Verhandlungstag geplant.
Am Rande des Prozesses kam es zu einem Eklat – ein Korrespondent der Nachrichtenagentur dpa wurde vorübergehend festgenommen!
Dem Redakteur wurde die Festnahme mit dem Verdacht begründet, die Richter der 5. Großen Strafkammer des Mannheimer Landgerichts illegal abgehört zu haben. Die dpa-Chefredaktion wies diesen Vorwurf entschieden zurück und protestierte gegen die „massive Behinderung der Berichterstattung“.
Der Journalist, der seit Monaten über den Vergewaltigungsprozess gegen Kachelmann berichtet, hatte am Nachmittag auf dem Bürgersteig vor dem Gebäude einen Radiobeitrag in ein Aufnahmegerät gesprochen. Dabei stand er nach eigener Aussage unwissentlich vor dem Fenster eines Raumes, in dem sich die Richter der Strafkammer nach der Verhandlung aufhielten.
Ein Richter habe das Fenster geöffnet und ihn beschuldigt, die Kammer abzuhören, berichtete der Journalist.
Anschließend seien Wachleute alarmiert worden, die ihn umstellt hätten. Beamte der Kripo nahmen den Reporter schließlich vorläufig fest, beschlagnahmten sowohl das Aufnahmegerät als auch das Dienst-Handy und führten den Redakteur in ein Vernehmungszimmer des Gerichts.
Er wurde aufgefordert, das Handy zu entsperren, damit die Daten herausgelesen werden könnten. Das lehnte der Reporter mit Hinweis auf den Informantenschutz ab. Am späten Nachmittag wurde der Journalist freigelassen.
„Das Vorgehen des Gerichts ist völlig unverständlich und unbegründet“, sagte dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner. Insbesondere die Forderung nach Herausgabe von Handy-Kontaktdaten sei „ein Angriff auf die grundgesetzlich geschützte Pressefreiheit“.http://www.bild.de/news/2010/news/sie-untersuchte-ex-geliebte-aussage-14600136.bild.html
10.11. Als letzter Zeuge des Tages trat ein Redakteur des Mitteldeutschen Rundfunks auf, der mit dem Schweizer über eine Fortsetzung der vor anderthalb Jahren aus dem Programm verschwundenen Talkshow „Kachelmann Spätausgabe“ verhandeln wollte. Es sei ein Termin für Ende März vereinbart gewesen, sagte der 41-Jährige. Doch dann hatte Kachelmann am 10.Februar eine Mail an den Sender geschickt und eine weitere Arbeit abgelehnt. Weitere Talkshows seien „auf ärztlichen Rat“ nicht machbar, schrieb Kachelmann und entschuldigte sich dafür, dass sich seine Psyche „nicht als stabil“ erwiesen habe. Er wolle nicht als „Deisler reloaded“ enden oder als „Heulsuse der Nation“. (Berliner Morgenpost)
10.11. Jörg Kachelmann, sagt der Zeuge vor Gericht, habe sich selbst öfter mal als „Klugschweizer“ bezeichnet. Jörg Kachelmann, so der Zeuge weiter, sei als Moderator eine „Rampensau“. Jörg Kachelmann grinst, sein Verteidiger grinst, selbst die Richter und die Staatsanwälte können sich eines leichten Schmunzelns nicht erwehren. Heitere Stimmung herrscht im Gerichtsaal in Mannheim, als ein Ex-Kollege des Wettermoderators über den Menschen Jörg Kachelmann und dessen „sehr spezielle“ Art plaudert. Für wenige Augenblicke ist an diesem Mittag nichts mehr von der angespannten Stimmung der vorangegangen Stunden zu spüren. Eine willkommene Verschnaufpause für alle Verfahrensbeteiligten, hatte es am Vormittag des 15. Verhandlungstages im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann doch einige brisante Momente gegeben(Stern)
10.11. Tollhaus Kachelmann-Prozess: Ein Redakteur der Deutschen Presse-Agentur ist vor dem Landgericht Mannheim vorübergehend festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn, die Kammer abgehört zu haben – dpa weist den Vorwurf entschieden zurück und beklagt den Eingriff in die Pressefreiheit. (Spiegel)
10.11. Birgit M. zum Prozesstag: Als nächstes betrat die Freundin der am 14. Verhandlungstag befragten Frau Katharina T. mit ihrem Anwalt den Saal. Es handelte sich um die Studentin der Theaterwissenschaften Xenia R. Sie gab an Frau Katharina T. seit 20 Jahren zu kennen.
Sie wisse dass Frau T. JK seit Ende 2006 kenne und bis Anfang 2010 mit ihm befreundet war.
Es sei aber ein schwieriges Verhältnis gewesen weil sie sich immer nur ab und an sahen.
Lediglich in der Zeit von Frühjahr 2009 bis zum Sommer 2009 habe sie sich als in einer richtigen Beziehung mit ihm geführt.
Am Mittag des 09.02.2010 habe die Freundin sie angerufen und von einem Anruf JK mit ihr berichtet. Er habe komisch geklungen, verwirrt, rede sonst anders. Es soll ein kurzes Gespräch gewesen sein wobei er leise gesprochen habe. Das Gespräch… sei ohne großen Inhalt gewesen. Sie sei besorgt gewesen ob da etwas passiert sei und wolle das mit ihrer Freundin besprechen.
Auch nachdem die beiden Ende Januar beschlossen hatten ihre nicht richtig geführte Beziehung zu beenden sei Frau T. JK nicht gleichgültig gewesen. Es bestand auch weiter email und vielleicht auch sms Kontakt. Zum genauen Inhalt des Gesprächs zwischen JK und der Freundin konnte sich Frau R. nicht erinnern. Sie sagte „Einzelheiten zum Wortlaut wisse sie nicht“. Sie habe nur geschildert er sei komisch, bedrückt und fahrig gewesen. Sie habe ihm gesagt er wolle doch nach Kanada und habe ihn gefragt wo er jetzt sei. Noch nie sei er so leise und bedrückt gewesen. Sie habe gedacht es müsse etwas passiert sein.
Der Kommentar von Herrn Schroth war treffen er sagte; „Ich bin wohl der dienstälteste Prozessbeteiligte hier, 40 Jahre und habe das was ich hier erlebe noch nirgendwo erlebt“.
Nach englischem Recht wäre eine Zeugin die vorher einen Vertrag mit der Presse schließt sofort vom Verfahren ausgeschlossen. (Blog Teil 32)
11.11. Ein Chor gegen Kachelmann. Am Montag spät gab ein ungewohnt zusammengesetztes Chörchen in der Nähe von Mannheim ein Geburtstagsständchen. Für eine Zeugin im Prozess gegen Jörg Kachelmann sangen ein Anwalt, eine Reporterin der Illustrierten «Bunte» sowie eine Freundin des Geburtstagskinds. Diese Freundin war jene Försterin, die den Wettermoderator bis Anfang Jahr geliebt, ihn aber zum Wochenauftakt im Zeugenstand schwer belastet hatte. Während der Vernehmung der inzwischen 29-Jährigen erfuhren die Prozessbeobachter, dass man sich am Montag nicht allein versammelt hatte, um die angehende Theaterpädagogin zu feiern. Es ging auch um einen publizistischen Deal. 8500 Euro erhält die Ex-Geliebte, wenn sie ihre Erinnerungen an Kachelmann in der Zeitschrift ausbreitet. Das alles wäre Nebensache, wenn es keinen Einfluss auf das Vergewaltigungsverfahren hätte. Doch es hat. Erst kurz vor ihrer Aussage soll die Försterin von der Idee abgekommen sein, als Erste von nun mittlerweile sieben (Ex)-Partnerinnen im Zeugenstand nicht den Ausschluss der Öffentlichkeit zu verlangen. Ob dem Vorhaben letztlich die Exklusivitätsgarantie an die «Bunte» entgegenstand? (Tagesanzeiger)
10.11. Katharina T. könnte man als Zeugin der Anklage bezeichnen. Doch hat die Frau, die vor fünf Jahren deutsche Meisterin im Luftgitarrespielen war, einfach nur die Seiten gewechselt? Verteidiger Reinhard Birkenstock zitierte aus einer Mail von T. an seine Kanzlei, in der T. an Kachelmann schrieb: „I stand by you.“ Im August meldete sie sich dann bei der Mannheimer Staatsanwaltschaft, weil ihr die Bedeutung ihres Telefonats am 9. Februar mit Kachelmann offenbar erst jetzt bewusst geworden war. Man durfte von Birkenstock aber auch erfahren, dass T. – jetzt offenbar bereits zur Kachelmann-Opposition gewechselt – ihrem Ex-Freund zum Geburtstag ein Kondom und Intimwaschlotion in die U-Haft geschickt hatte. Eine „intensive Geschmacklosigkeit“ nannte Birkenstock das. (Frankfurter Rundschau)
10.11 Streit um Rolle der Medien
Mannheim (dpa) – Im Prozess gegen Jörg Kachelmann ist es zu einem heftigen Streit um die Rolle der Medien gekommen. Anlass war ein Exklusivvertrag, den eine Zeugin vor ihrer Vernehmung mit der Illustrierten «Bunte» abgeschlossen hatte.
Dies sei eine «Unverschämtheit und Missachtung des Gerichts», sagte Kachelmanns Verteidiger Klaus Schroth. Die Zeugin, eine ehemalige Geliebte des Moderators, hatte am Montag vor Gericht ausgesagt. Sie hatte in ihrer Vernehmung zugeben müssen, dass sie über ihren Anwalt einen Exklusivvertrag abgeschlossen hat.
Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge kritisierte daraufhin die Pressearbeit der Verteidigung. Ein «medialer Berater» Kachelmanns habe ihm schon vor Anklageerhebung mitgeteilt, dass die Verteidigung im Falle einer Anklage an die Presse gehen werde. «Er hat auch gesagt, dass das zum Teil auf dem Rücken der Nebenklägerin erfolgen werde.»
Kachelmann soll laut Anklage eine 37-jährige Ex-Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben. Das mutmaßliche Opfer, eine Radiomoderatorin, wurde bereits ausführlich vernommen. Kachelmann weist die Vorwürfe zurück
11.11. Am gestrigen 15. Prozesstag wurden auch erste Details aus der geheimen 40-stündigen Befragung des mutmasslichen Opfers bekannt. Ein Richter fragte die Frau, wie es denn für einen Täter möglich sei, einen Tampon zu entfernen, wenn sich eine Frau dagegen wehre. Offenbar provoziert fragte sie zurück: «Sprechen Sie da aus Erfahrung?» Der Tampon spielt in der Beweisaufnahme eine zentrale Rolle. Am Faden stellten Gerichtsmediziner DNA-Spuren des Angeklagten fest. Kachelmann hatte in seiner einzigen Einvernahme behauptet, keinen Tampon angefasst zu haben. Nach Vorlage der DNA-Ergebnisse korrigierte er sich und sagte, er könne eine Berührung nicht ausschliessen. (BaZonline)
11.10. Kachelmann weg vom Wetter-Karton. Ein Schweizer Thermometer-Hersteller warb bislang mit Jörg Kachelmann (52). Jetzt gibt´s neue Verpackungen ohne ihn. Kunden hatten sich zuvor beschwert.
Verkaufs-Chef Eckhard Markau (40) zu BILD: „Es gab einige Beschwerden, weil wir trotz des Verfahrens gegen Jörg Kachelmann weiter mit seinem Konterfei warben. Um Missverständnissen vorzubeugen, haben wir entschieden, unser Produkt mit neuen Verpackungen in den Handel zu bringen.” Auf dem Karton ist aber weiterhin groß die Internet-Adresse von Kachelmanns Wetter-Firma aufgedruckt. (Bild)
12.11. Mannheim – Seit mehr als einem Monat steht Jörg Kachelmann vor Gericht. Im Gegensatz zu den Tagen, die seiner Verhaftung folgten, dringt fast nichts mehr an die Öffentlichkeit. Die Zeugen – und vor allem die Zeuginnen: diverse frühere Geliebte des Fernsehmoderators – werden hinter geschlossenen Türen befragt. Der Prozess entwickelt sich zur Geheimsache!
Mit Spannung wurde die Aussage einer Ex-Geliebten als Zeugin erwartet. Doch wie auch schon an den vergangenen Verhandlungstagen wurde die Öffentlichkeit zum Schutz des Intimlebens der 33-Jährigen aus Hamburg vom Prozessgeschehen ausgeschlossen.
Doch die Frau hatte bereits vor Beginn des Prozesses in der Illustrierten „Bunte“ ausführlich über ihre Beziehung zu Kachelmann berichtet. (radio-starfighter)
Eine Kuriose Rechnung erhielt Jörg Kachelmann von seiner Ex-Freundin Katharina Tomaschek. Die Frau, die drei Jahre mit Kachelmann zusammen war, stellt dem Wettermoderator ihre jetzt einiges in Rechnung. Darunter Geschenke, Telefonkosten und Obst. 3729,40 Euro soll Kachelmann an seine Ex zahlen. Natürlich alles ohne Mehrwertsteuer, die gibt man bei Schwarzarbeit ja nicht mit an.
Bis zur Verhaftung des Moderators waren die beiden ein Paar und Katharina T. Wusste nichts von den anderen Frauen. Anfangs ließ sie ihn noch wissen, das sie zu ihm stehe. Als bekannt wurde, das Kachelmann nicht allzu viel von Monogamie hält, änderte sich ihre Einstellung ihm gegenüber natürlich.
Der Hass auf ihren Ex-Freund muss enorm sein. Zum Geburtstag schickte sie ihm Kondome und Gleitgel ins Gefängnis, dann folgte eine saftige Rechnung über verschiedene Ausgaben aus der Beziehung der beiden. Selbst ein Geschenk will sie bezahlt haben. Ein Specksteinschiff, das sie selber für ihren liebsten gebastelt hatte, stellt sie mit 2340 Euro in Rechnung. Fahrtkosten, zu gemeinsamen Treffen, Hotelkosten und sogar über hundert Euro für ihre 530 Liebes-SMS will sie haben. Andere Telefonkosten werden mit 50 Euro veranschlagt.
Beendet wird die Auflistung der Kosten mit 6 Pfirsichen für 12 Euro. Da sollte man vielleicht mal den Supermarkt wechseln. Zwei Gläser Honig für 10 Euro sind da auch nicht gerade ein Angebot.
Das Jörg Kachelmann diese Rechnung nicht zahlen wird, dürfte jedem Klar sein. Sein Anwalt R. Birkenstock nennt das eine zynische Verachtung seines Mandanten. Immerhin hat Frau Tomaschek ihre Geschichte samt Fotos einer Illustrierten verkauft. Warum eine so befangene Frau vor Gericht als Zeugin zugelassen ist und als Glaubwürdig gilt, ist fraglich. Birkenstock geht mittlerweile davon aus, dass der Prozess nicht wie angenommen im Dezember, sondern erst Anfang 2011 enden wird.(http://www.newsbo.de/2010/11/12/joerg-kachelmann-erhaelt-rechnung-ueber-leistungen-seiner-ex-freundin/)
12.11. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat ein Verfahren gegen den dpa-Korrespondenten eingeleitet, der versucht haben soll, die Richter der 5. Großen Strafkammer abzuhören. Oberstaatsanwalt Jochen Seiler sagte gestern unserer Zeitung, es würde wegen “Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes” ermittelt. “Wir überprüfen, was auf dem beschlagnahmten Aufnahmegerät zu hören ist”, erläuterte Seiler. “Allerdings ist schon der Versuch des illegalen Abhörens strafbar.” Das Strafmaß beläuft sich bei einer Verurteilung auf bis zu drei Jahre Haft – oder eine Geldstrafe. Der Redakteur und sein Arbeitgeber, die Deutsche Pressagentur, bestreiten den Abhörversuch entschieden – der Journalist habe vielmehr einen Radiobeitrag in ein Aufnahmegerät gesprochen.(Mannheimer Morgen)
12.11.Ein Journalist, der seit Monaten für die Deutsche Presse-Agentur über den Vergewaltigungsprozess gegen TV-Moderator Jörg Kachelmann berichtet, war am Mittwoch vorläufig festgenommen worden. Nach gut zwei Stunden kam er wieder frei. Nun hat die Staatsanwaltschaft den Abhörverdacht fallengelassen. Es gebe keinen Anlass, weiter gegen den Journalisten zu ermitteln, sagte der Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. “Das Ermittlungsverfahren wird eingestellt.”
Die Deutsche Presse-Agentur sieht sich damit in ihrem scharfen Protest gegen die Ermittlungen der Justiz in vollem Umfang bestätigt. “Das Vorgehen war völlig unverständlich und unbegründet”, sagte dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner.(Spiegel)
14.11. Der Prozess gegen Jörg Kachelmann ist für gut zwei Wochen unterbrochen worden. Diese Zeit will der Schweizer sinnvoll nutzen. Deshalb ist er am Freitag nach British Columbia geflogen, wie die «Sonntagszeitung» berichtet. In Kanada will er seine beiden Söhne besuchen. Zwar wurde in der Verhandlung bekannt, dass er nicht der natürliche Vater der sechs und zehn Jahre alten Kinder ist, trotzdem wolle er so viel Zeit wie möglich mit ihnen verbringen.Ist er auf Wiedergutmachung aus? Vor Gericht gab ein Zeuge an, dass Kachelmann während den Olympischen Spielen in Vancouver die beiden Knaben als seinen «Kuckucks-Kinder» bezeichnet habe. Das quittierte der Schweizer nur mit einem Kopfschütteln. Der Prozess wegen der Vergewaltigungsvorwürfe oll am 1. Dezember in Mannheim fortgesetzt werden. (Blick)
14.11. Er macht mal Pause in Kanada. Vor kurzem flatterte Jörg Kachelmann, 52, die Liebesrechnung einer enttäuschen Ex-Geliebten ins Haus. Jetzt hat der Schweizer Meteorologe die Koffer gepackt und ist laut «Blick» am Freitag nach British Columbia geflogen. In Kanada wolle Kachelmann seine beiden Söhne besuchen, obwohl – wie in der Verhandlung bekannt wurde – er nicht der leibliche Vater der sechs und zehn Jahre alten Knaben ist. Mit den beiden wolle nun Jörg Kachelmann möglichst viel Zeit verbringen.(Schweizer Illustrierte)
16.11. Seitdem kommt Neumann immer wieder. Auch am vergangenen Mittwoch sitzt er da, die ballonseidene Jacke spannt sich über seinen Bauch, er lächelt. Neumann stützt die Arme auf die Lehne der Sitzbank vor sich wie auf einen Gartenzaun. Mit wachen Äuglein beobachtet er den Angeklagten, der im grauen Anzug neben seinem Anwalt sitzt, über die Köpfe der anderen Zuschauer und Journalisten hinweg. Dann sagt er: „Wenn ich mich im Recht fühle, nehme ich nicht so viel ab wie der, wissen Sie?“ So dünn mache nur ein schlechtes Gewissen.
Besonders eine Gruppe von weiß- bis dunkelblonden Frauen mittleren Alters zetert über den „Skandalprozess“, wie eine aufgebracht sagt. Die Frauen haben sich auf den Zuschauerbänken des Gerichtssaals kennengelernt und verbündet. Sie telefonieren auch gelegentlich miteinander; auf der Facebook-Seite „Jörg Kachelmann – Unrecht im Namen des Gesetzes“ sind einige von ihnen aktiv. „Unschuldig!“, steht dort unter einem Foto des Angeklagten.
(..) „Ja, unschuldig“, sagt auch eine Frau, die ihren Namen in der Zeitung mit Birgit M. abgekürzt wissen will – so, wie es die Zeitungen auch bei den Zeuginnen machen. Birgit M. hat viel gelesen über den Fall, und sie ist an fast jedem Prozesstag in Mannheim. Wenn sie spricht, hören die anderen Frauen ehrfürchtig zu. „Ich verfolge Sachen, wo der Verdacht naheliegt, dass was nicht stimmt“, sagt Birgit M. und fügt an, dass sie auch schon mal Schöffin war. Ein Profi im Prozessbusiness, sagt ihr Blick. Ihr Urteil über die 37 Jahre alte Frau, die Kachelmann der Vergewaltigung beschuldigt: „Die kommt uns ja sowieso nicht vor wie so ‘ne Vergewaltigte.“ Birgit M. schnaubt verächtlich.(…)
(…) Noch ärmer sind nur noch Männer wie Kachelmann, finden die Frauen. Seine „Lausemädchen“ steckten „alle unter einer Decke“. Immer wieder loben sie dagegen das Blog „Jörg Kachelmann und das Chaos“, in dem eine Schweizerin über den Prozess schreibt. Ihr Engagement begründet sie damit, dass sie „eine spezielle Art von Frauen“ nicht möge: solche, die einen „Versorger“ finden wollen. „Klappt das nicht, spielt der Mann nicht mit, dann werden sie hysterisch. Dann wird gedroht, dann wird geheult, dann verlieren sie die Nerven“, heißt es in einem Blogeintrag. Jo, so ist das, meinen auch die Leserinnen, die nach Mannheim gekommen sind. (..)
(…)Ein bisschen gelassener gehen andere Gerichtstouristen die Sache an. Eher bräsig kauen etwa die Jurastudenten, die von der gegenüberliegenden Uni gekommen sind, an ihren Brezeln. Studentin Lea, die mit zwei Freundinnen extra für den Prozess eine Vorlesung schwänzt, glaubt „wie ja fast alle hier“, dass Kachelmann unschuldig ist: „Man merkt, wenn man drin sitzt, dass es ungerecht zugeht.“(..)
(…)Eine Mannheimerin etwa ärgert sich über die „tratschenden Hausfrauen, die nichts Besseres zu tun haben, als sich an der Dramatik hier zu ergötzen“. Sie selbst habe Urlaub und sei zum ersten Mal in einem Gerichtssaal, „um mal zu sehen, wie so etwas abläuft“. Einerseits sei es interessant, andererseits „hat es etwas Peinliches, als Zuschauer hier zu sein“. (..) (FAZ http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E3C8347B751A14C43B387685BDAADA285~ATpl~Ekom~SKom.html)
Lesermeinungen zu diesem Artikel:
Peter Friedrich (PeterFriedrich) 16.11.2010: Der Artikel ist zwar nicht unlustig, verkennt aber in seinem etwas arroganten Ton, dass die Öffentlichkeit von Gerichtsverhandlungen ein wichtiges Prinzip des Rechtsstaates ist. Es ist eben gewollt, dass Bürger, die vom Juristischen keine Ahnung haben, den Gerichtssaal besuchen und sich von Prozessen ein Bild machen. Wenn sich diese Bürger dann äußern, sollte man nicht die letzte juristische Präzision von ihnen verlangen.
Carolus Doomdey (Domday)16.11.2010 :Verstehe ich Sie recht, Frau Friderike Haupt: Nur Einfältige glauben an Herrn Kachelmanns Unschuld?
18.11. Er wollte, dass ich mein Studium abbreche um mehr Zeit für ihn zu haben.
Er hatte nicht die volle Kontrolle über mich. Das schien ihn maßlos zu ärgern.
Ich hatte schnell kapiert, dass man mit Jörg keine normale Beziehung führen kann.
Es gibt aus den vergangenen Jahren seitenweise E-Mail Verkehr, in dem ich ihn immer wieder auf seine Lügen anspreche. Doch Jörg behauptete stets:“Ich lüge dich nicht an. Ich habe noch nie gelogen.“
Ich meldete mich bei der Staatsanwaltschaft und erzählte von Jörgs seltsamen Anruf am 9.Februar.
Es ist meine Bürgerpflicht, das Gericht bei der Aufklärung dieser Strafsache zu unterstützen. (Bunte47/2010)
18.11. Ex-Geliebte: «Er hatte ein Spuckritual»In der «Bunten» packt eine Ex-Geliebte des wegen Vergewaltigung angeklagten Jörg Kachelmann aus. Catherina T. erzählt von den Sexvorlieben des Wettermoderators, ihrer Beziehung und dem Zusammentreffen vor Gericht.
«Jörg wollte Sadomaso-Sex mit mir. Aber ich stehe da nicht drauf. Das habe ich ihm auch deutlich gemacht. Jörg hatte ein spezielles Spuckritual. Er packte mich fest am Handgelenk, spuckte mir in die Hand und verlangte, dass ich seine Spucke auflecke. Ich fragte ihn, ob er das nicht pervers fände.
Er sagte kein Wort, sah mich nur an und liess die Hand erst los, als ich tat, was er verlangte. Es ging ihm darum, mir seine Macht über mich zu demostrieren. Er wollte, dass Frauen ihm zu Diensten sind. Er wollte stets das Alphatier sein, der Bestimmer.» Als Kachelmann Catherina beim Sex einmal ins Gesicht schlug, «war ich total irritiert.»
« Ich hatte schnell kapiert, dass man mit Jörg keine richtige Beziehung führen kann. Er schrieb zwar ständig, dass er Kinder mit mir wolle und dass ich mit ihm nach Oklahoma ziehen soll. Dann liess er plötzlich wochelang nichts von sich hören und verhielt sich nach dem Sex abweisender und kalt. Jörg hat zwei Gesichter. Er kann lieb und charmant sein – aber auch genau das Gegenteil.»
Am Geburtstag von Kachelmann, dem 15. Juli, schickte Catherina ihm Kondome ins Gefängnis. «Mein Geschenk sollte Jörg daran erinnern, wie ekelhaft und unverantwortlich er sich uns Frauen gegenüber verhalten hat. Er hatte schliesslich mit uns allen ungeschützten Sex. Als habe er noch nie etwas von ansteckenden Geschlechtskrankheiten gehört.»(Schweizer Illustrierte online)
22.11.Die Berichterstattung über den Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann hat erneut zu juristischem Streit geführt: Ein Sprecher des Landgerichts Köln sagte am Montag,Kachelmann-Anwalt Reinhard Birkenstock habe einen Ordnungsgeldantrag gegen „Emma“-Herausgeberin Alice Schwarzer eingereicht. Er wirft Schwarzer vor, sich nicht an eine Unterlassungserklärung gehalten zu haben. Das Landgericht hat über den Antrag noch nicht entschieden. Zurzeit wartet es auf eine Reaktion von Schwarzer.
Schwarzer hatte Birkenstock Mitte Oktober in einem Artikel vorgeworfen, das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer des Fernsehmoderators Jörg Kachelmann zu diffamieren. So habe er die Frau als Stalkerin bezeichnet. Der Anwalt bestritt dies und versicherte, dass er dies niemals gesagt habe. Daraufhin erließ das Landgericht eine einstweilige Verfügung, in der Alice Schwarzer die Wiederholung dieser Behauptung untersagt wurde. Nach Darstellung Birkenstocks hat sie sich daran aber nicht gehalten.(Hamburger Abendblatt)
Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann
Datum: 24.11.2010
Kurzbeschreibung:
Weiterer Ablauf der Hauptverhandlung in der
Kalenderwoche 48 (01. und 03.12.2010)
An den beiden Hauptverhandlungstagen in der Kalenderwoche 48 (01. und 03.12.2010.) ist von Seiten der Kammer folgendes Programm beabsichtigt:
Mittwoch, 01. Dezember 2010
09.00 Uhr: sonstiger Zeuge
13.00 Uhr: sonstiger Zeuge
Freitag, 03. Dezember 2010
09.00 Uhr: sonstiger Zeuge
anschließend gerichtlich bestellter Sachverständiger
anschließend ggf. noch ein vom Angeklagten geladener Sachverständiger
Abschließend möchte ich mich noch mit folgenden beiden Punkten an Sie wenden:
1. Das Landgericht Mannheim bittet um Verständnis dafür, dass in der Zeit vom 02. bis 14.12.2010 die Zahl der Tische, die den Journalisten zur Verfügung stehen, geringfügig reduziert werden muss, da in dieser Zeit die zweite juristische Staatsprüfung stattfindet, bei der diese Tische benötigt werden.
2. In der letzten Zeit gab es gewisse Unzuträglichkeiten, da nach Schluss der Sitzung die Pressearbeitsplätze nur noch begrenzt zur Verfügung stehen. Wir bitten dafür um Verständnis, da jede Verlängerung nicht nur mit Kosten verbunden ist (Überstunden der Wachtmeister), sondern die ohnehin stark belastete Mannschaft der Wachtmeister auch persönlich weiter belastet. Um die Verhältnisse aber etwas günstiger und vor allem transparenter zu gestalten, soll dies künftig wie folgt geregelt werden:
• Endet die Sitzung spätestens um 17.00 Uhr, können Sie davon ausgehen, dass jeweils noch eine Stunde im Hause gearbeitet werden kann.
• Bei Sitzungsende zwischen 17.00 Uhr und 17.30 Uhr bleibt das Haus bis 18.00 Uhr geöffnet; nach 17.30 Uhr können Sie einplanen, dass jedenfalls noch eine halbe Stunde im Haus gearbeitet werden kann.
Anmerkung: Nun auf diese Kosten kommt es wohl bei dem schlecht vorbereiteten und durch das Gericht/Staatsanwaltschaft (Einvernahme von unnötigen Zeuginnen) wohl nicht mehr an!
29.11. Für Kachelmann ist Kröbers Einschätzung wichtig – wenn er sie denn vortragen darf.
Denn ob dieser Sachverständige auch zu Wort kommen wird, können die Richter der 5. Großen Strafkammer nach Gusto entscheiden. Sie haben ihn zwar als Gutachter beauftragt, sie müssen ihn aber nicht aufrufen. Überdies schwebt nach der Überzeugung von Prozessbeobachtern über Kröber das Damoklesschwert der Ablehnung wegen Befangenheit durch die Staatsanwaltschaft: Der Berliner Professor hat Seidlers Theorie von der Gedächtnisstörung allzu genussvoll zerrissen und seine generelle Abneigung gegenüber Traumatologen erkennen lassen.
Schon eine andere Koryphäe, die Kachelmanns Version stützte, wurde von den Mannheimer Richtern wegen Befangenheit abgelehnt: Bernd Brinkmann, 71, emeritierter Professor für Rechtsmedizin aus Münster. Seine Kollegen wählten ihn vor ein paar Jahren zum besten Rechtsmediziner der Welt.
Brinkmann kam in seinem Gutachten für die Verteidigung zum Ergebnis, dass die vermeintlichen DNA Kachelmanns keine Beweiskraft hätten. Er spricht davon dass die Frau erst Kachelmann angefasst habe danach das angebliche Tatwerkzeug das Messer. Außerdem passe die gefundene lückenhafte DNA auf dem Messer auf Tausende Männer in Deutschland und müsse nicht vom Angeklagten stammen
Auch die blauen Flecken an den Beinen der Belastungszeugin fand Brinkmann wenig überzeugend. Sie sähen verdächtig nach selbst beigebrachten Faustschlägen aus.
Brinkmann wird in der übernächste Woche nur als „sachverständiger Zeuge“ aussagen.
Seine Ablehnung durch das Gericht erfolgte unmittelbar vor der Vernehmung der Polizeibeamten, die am angeblichen Tatort die Spuren gesichert haben
Als Gutachter hätte Brinkmann die Möglichkeit gehabt den Ermittlern unangenehme Fragen zu stellen.(Giesela Friedrichsen Spiegel 48/2010)
30.11. Der Neue ist smart und könnte auch in amerikanischen Gerichtsfilmen mitspielen. Er hat schon viele prominente Mandanten vertreten. Der Alte hat ein paar Kilos zu viel und wirkt so, als liebe er es gerne gemütlich. Auch er vertrat schon einige bekannte Klienten, nur sind es nicht ganz so viele.
Vielleicht war es zu erwarten, dass der angeklagte TV-Star Jörg Kachelmann irgendwann einen Verteidiger nimmt, der besser zu seiner einstigen Glitzer-Medienwelt passt.
Am Montag aber war es eine Sensation. Mitten in einer zweiwöchigen Prozesspause wechselte das Verteidigungsteam des einstigen ARD-Wettermoderators: Es ging der Kölner Anwalt Reinhard Birkenstock, der Mann, der immer neben Kachelmann saß. Auch der zweite Wahlverteidiger, der Karlsruher Rechtsanwalt Klaus Schroth, wurde von seinen Aufgaben entbunden. Nur die Pflichtverteidigerin Andrea Combé sowie der Medienanwalt Ralf Höcker bleiben.
Einzug hält ein Jurist, der als Spezialist für schwierige Fälle gilt: der Hamburger Strafverteidiger Johann Schwenn 63.(Süddeutsche.de)
30.11. Kachelmann-Prozess: Die Pest unserer Tage von Johann Schwenn
Der Strafprozess gegen Jörg Kachelmann droht zu entgleisen. Die Staatsanwälte verlassen sich auf „posttraumatische Belastungsstörungen“ des angeblichen Vergewaltigungsopfers, das sich in Widersprüche seiner polizeilichen Aussagen verheddert hat.
Vom mutmaßlichen Opfer zum mutmaßlichen Täter ist der Weg manchmal nicht weit: Beruht der Verdacht eines Sexualdelikts vor allem auf der Aussage des vermeintlichen Opfers, sind außerdem Spuren des angeblichen Delikts nicht vorhanden und gibt es obendrein noch ein plausibles Motiv für eine falsche Verdächtigung oder gar Hinweise auf eine psychische Störung der Aussageperson – dann ist ein Rollentausch für Kenner der einschlägigen Materie keine Überraschung.( Weiterlesen. http://www.cicero.de/97.php?ress_id=4&item=5609)
30.11. Kachelmann-Prozess Ein Staranwalt steigt in den Ring
Lars-Torben Oltrogge bekommt es mit einem neuen Widersacher zu tun. Der junge Staatsanwalt im Kachelmann-Prozess trifft ab heute im Mannheimer Landgericht auf den Hamburger Staranwalt Johann Schwenn, der am Montag völlig unerwartet die Verteidigung des Schweizer Wettermoderators übernahm und die bisherigen Anwälte Reinhard Birkenstock und Klaus Schroth ablöste. Oltrogge, der Kachelmann der schweren Vergewaltigung von Sabine W. anklagt, kann sich auf eine deutlich verschärfte Gangart der Kachelmann-Seite einstellen (FrankfurterRundschau)
30.11. Nach 15 Verhandlungstagen und kurz vor der wohl entscheidenden Phase des Vergewaltigungsprozesses trennt sich der Schweizer von seinen Wahlverteidigern und setzt auf den Hamburger Staranwalt Johann Schwenn.
Was ist da passiert? „Es gab aus meiner Sicht keinerlei Anlass“, sagt der bisherige Kachelmann-Anwalt Klaus Schroth. „Das letzte Treffen mit Herrn Kachelmann nach der Hauptverhandlung war so einvernehmlich, dass ich nicht damit rechnen konnte, und deswegen ist es auch bei mir eine starke Überraschung.“Kachelmann habe die Entscheidung nicht weiter begründet, sagt Schroth. „Ich weiß auch nicht, ob und welche Ratgeber da möglicherweise am Werk waren.“ Die Pflichtverteidigerin Andrea Combé weiß wohl mehr, aber möchte sich nicht zu den Motiven äußern. „Es war auch für mich überraschend“, sagt sie nur. Combé gerät nun in eine Schlüsselrolle – sie bleibt dabei, und als einzige auf der Kachelmann-Seite hat sie nun den kompletten Prozess gesehen. Sie wollte sich am Dienstagabend erstmals mit Schwenn beraten.
Besonders scharf ging die Zeit-Journalistin Sabine Rückert im Juni zu Gericht. Da listete sie in einem dicken Dossier all die Gründe auf, die für eine Unschuld Kachelmanns sprächen. Birkenstock bezeichnete sie damals – neben Opferzeugin und Staatsanwaltschaft – als Kachelmanns “drittes Problem”. Zwar habe der Kölner Anwalt “die Lügen der Opferzeugin von Anfang an gerochen” und die Staatsanwälte zu den entscheidenden Ermittlungen angehalten – darüber hinaus aber gebe es wenig zu rühmen.
Birkenstock kenne sich aus mit Wirtschaftsstrafsachen und bewirke hier Deals, damit aber sei Kachelmann nicht gedient. Fast schon wütend kritisierte die Autorin “Birkenstocks Schmusekurs” und ätzte, der Anwalt nähere sich den Strafverfolgern “auf Samtpfötchen”(Süddeutsche.de)
30.11. «Kachelmann hat viel Energie investiert, um Frauen zu zerstören»
Der Prozess gegen Jörg Kachelmann geht nach einer Pause weiter. Im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnetz sagt Alice Schwarzer, weshalb sogar dessen Verteidigung mit einer Verurteilung rechnet.
(..) Sie sind Kachelmann bestimmt schon persönlich begegnet. Welchen Eindruck hatten Sie von ihm? Und wie hat sich Ihre Meinung geändert, seit Kachelmann unter Vergewaltigungsverdacht steht?
Jörg Kachelmann habe ich bei zwei, drei gemeinsamen TV-Terminen getroffen. Ich mochte ihn immer gut leiden. Vor allem dieses leicht Anarchistische und wenig Angepasste vor der Kamera hat mir gefallen. Und heute? Nun ja, auch unabhängig von der Wahrheit der Nacht vom 8. auf den 9. Februar wissen wir ja inzwischen, dass er ein Mann ist, der viel Energie darin investiert hat, Frauen zu belügen, zu kontrollieren, in seine Macht zu bekommen – und zu zerstören. Kachelmann hat ja offensichtlich mindestens einem halben Dutzend Frauen gleichzeitig die Ehe versprochen und ihnen suggeriert, sie seien jeweils die Einzigen. Dafür steht er allerdings nicht vor Gericht. In dem Prozess geht es nicht um seine Lebensführung, sondern ausschliesslich um die Frage, ob er seine Ex-Freundin vergewaltigt und mit dem Tode bedroht hat.
Es ist sehr gut möglich, dass sich in diesem Prozess die Seite durchsetzen wird, die mehr Anwälte und Gutachter zur Verfügung hat – und da ist Kachelmann im Vorteil. Oder doch nicht?
Das wäre tragisch. Denn dann müsste der Angeklagte, der ja eine Armada von Anwälten und Gutachtern auf seiner Seite hat, auf jeden Fall recht bekommen. Egal, ob er unschuldig oder schuldig ist.
16. Prozesstag Mittwoch, 01. Dezember 2010
1.12. Hier die Abstimmung: Wird Jörg Kachelmann in 1. Instanz vor dem Landgericht Mannheim wegen Vergewaltigung verurteilt? Wird er am Ende freigesprochen?
http://fachanwalt-fuer-it-recht.blogspot.com/2010/12/hier-die-abstimmung-wird-jorg.html
1.12. Jörg Kachelmanns neuer Verteidiger hat seinen ersten Auftritt in dem Vergewaltigungsprozess zu einem Rundumschlag gegen Medien und Gericht genutzt. Gleich zu Beginn der Verhandlung am Mittwoch äußerte der Hamburger Staranwalt Johann Schwenn scharfe Kritik an der Berichterstattung bestimmter Medien. Kurz darauf ließ er eine Zeugenvernehmung unterbrechen, um die Verhandlungsführung des Gerichts zu beanstanden. (FAZ.net)
1.12.„Aus berufsrechtlichen und prozessualen Gründen stehe ich zu keiner weiteren Auskunft in dieser Sache mehr zur Verfügung“, gab sich Birkenstock in Gesprächen mit Journalisten spröde. Kein Hinweis also auf „persönliche Gründe“, etwa seinen Gesundheitszustand. Birkenstock wird immerhin Heiligabend 66 Jahre alt, er ist ein schwerer Raucher, und er kam stets schwerfällig ins Landgericht geschnauft.(BerlinerMorgenpost)
1.12. Anwalt: Kachelmann wird fertig gemacht. Zu den Richtern: Das Frageprogramm sei „unappetitlich und abstoßend“. Er wolle die Richter „nicht ärgern oder vorführen“, aber es gehe darum, der Kammer die „Problematik bewusst“ zu machen, „ihrer Aufklärungspflicht zu genügen“. Zu einer Richterin: „Wenn Sie mit sichtbaren Zeichen der Verärgerung darauf reagieren, dass die Zeugin ihr Privatleben schützen will, haben Sie eine falsche Auffassung. Es geht auch um Körpersprache, eine Zeugin muss man nicht so ungeduldig behandeln. Das eine Frage mal missraten kann, kenne ich, das sollte aber nicht Methode haben.“
Schwenn: „Wenn Sie die Zeitspannen der nicht öffentlichen und der öffentlichen Verhandlungen vergleichen, sehen Sie, welches Gewicht diese Selbstanbieterinnen haben.“ Die Richter würden sich „als objektivste Behörde der Welt“ darstellen, „mir erscheinen Sie als Verfahrensbeteiligte, um nicht zu sagen Partei, die mit den Medien gemeinsam den Angeklagten fertiggemacht hat“. (B.Z.online)
1.12. Grosse Spannung wird jetzt bei der Fortsetzung des Prozesses erwartet. Alle stellen sich die Frage, wie der neue Anwalt Kachelmanns, der Hamburger Johann Schwenn, den Prozess führt. Er ist ein bundesweit bekannter und angesehener Strafverteidiger. Es wird gemutmasst, dass die Zeugenaussage des möglichen Opfers nicht so widersprüchlich und unglaubwürdig war, wie von der bisherigen Verteidigung dargestellt. Der Prozess soll noch bis nächsten März andauern. (SF)
1.12. Der Vergewaltigungs-Prozess gegen Medienmann Jörg Kachelmann geht in die 16. Runde. Am Mittwoch wird wieder vor dem Landgericht Mannheim verhandelt, diesmal mit neuem Anwalt.Wie vor zwei Tagen überraschend bekannt wurde, hat Jörg Kachelmann einen neuen Rechtsvertreter. Wie die Bildzeitung nun berichtet, entließ Jörg Kachelmann seinen Anwalt Dr. Reinhard Birkenstock per E-Mail.
Außerdem entließ Kachelmann auch den Kölner Juristen Klaus Schroth aus seinen Diensten. Schroth sagte bei Stern.de: „Es ist denkbar, dass Herr Kachelmann Herrn Schwenn in das Team hinzuziehen wollte und Herr Birkenstock das nicht wollte. Möglicherweise will Herr Kachelmann eine andere Strategie.“(netplosiv)
1.12. Staatsanwalt Oltrogge wies die Vorwürfe des neuen Verteidigers zurück. “Wir haben sehr knappe Pressemitteilungen herausgegeben”, sagte er. Die seien erst zu einem Zeitpunkt herausgegangen, als es nach dem Pressegesetz angezeigt gewesen sei. Die erste Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft wurde zwei Tage nach der Verhaftung Kachelmanns auf die Homepage der Ermittlungsbehörde gestellt. Den Namen des beschuldigten Moderators enthielt sie nicht. Die Medien fanden ihn aber schnell heraus und auf Anfrage wurde dann der Name Kachelmann bestätigt.
Die Ladung zahlreicher Zeuginnen hat das Gericht bereits zu Prozessbeginn damit begründet, dass es sich ein Persönlichkeitsbild von dem schweigenden Angeklagten machen müsse. Oltrogge erwiderte auf die Vorhaltung Schwenns, es seien zehn Zeugen aus Kachelmanns beruflichem Umfeld, aber nur fünf aus seiner Privatsphäre geladen. Allerdings hatten auch Berufskolleginnen sexuelle Beziehungen mit Kachelmann, sodass die Öffentlichkeit auch bei ihrer Vernehmung ausgeschlossen wurde. (Stern.de)
1.12. Der als Staranwalt angesehene Hamburger Johann Schwenn kritisierte explizit, dass einstmalige Geliebte von Jörg Kachelmann, die als Zeuginnen vernommen wurden, kurz darauf in der «Bunte» befragt worden waren.
Dort hätten sie sich dann teilweise anders geäußert als noch vor Gericht im Vergewaltigungsprozess. Kachelmann hatte Anfang dieser Woche sein Verteidigerteam umstrukturiert. Ihm wird vorgeworfen, seine Ex-Freundin mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Kachelmann bestreitet das.(AugsburgerAllgemeine)
1.12. Schwenn stellte den Antrag, auch Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker in den nichtöffentlichen Verhandlungen vor dem Landgericht Mannheim zuzulassen. Dies sei erforderlich, um die Persönlichkeitsrechte des angeklagten TV-Wettermoderators zu wahren.
Der Hamburger Staranwalt kritisierte vor allem, dass ehemalige Geliebte, die als Zeuginnen vernommen wurden, anschließend in der Zeitschrift „Bunte“ zu Wort kamen. Dort hätten sie sich zum Teil anders geäußert als vor Gericht. Deshalb müsse Medienanwalt Höcker bei den nichtöffentlichen Vernehmungen anwesend sein, um beurteilen zu können, „wann und ob es sich empfiehlt, gegen dieses Burda-Blatt vorzugehen“, sagte Schwenn.
Der Burda-Verlag verteidigte sich: „Es besteht ein überragendes öffentliches Informationsinteresse, das gerade durch solche Interviews angemessen befriedigt wird. Auch Herr Kachelmann hat die Medienöffentlichkeit gesucht“, teilte die „Bunte“-Chefredaktion mit. Als eine weitere Ex-Freundin des Wettermoderators vernommen wurde, erwirkte Schwenn eine Unterbrechung, um die Befragung der Zeugin durch die Richter zu beanstanden. Hierbei ging es offenbar um die Frage, inwieweit die Zeugin mit bestimmten Sexualpraktiken einverstanden war.(Focus)
1.12. Die Nebenklage beurteilte den Verteidigerwechsel als Rettungsversuch Kachelmanns. “Vielleicht schätzt der Angeklagte seine Situation realistischer ein, als sie seine Verteidiger bisher darstellten, zumindest gegenüber der Öffentlichkeit”, sagte der Anwalt des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers, Thomas Franz, am Mittwoch vor der Fortsetzung des Prozesses.
Der Annahme, Kachelmann verlange in dem Verfahren eine härtere Gangart gegenüber Staatsanwaltschaft und Gericht, konnte Franz nichts abgewinnen. “Ich hatte nicht den Eindruck, dass Birkenstock bisher einen Schmusekurs gefahren ist, weder in öffentlicher noch in nicht-öffentlicher Verhandlung”, sagte Franz.
Birkenstock hatte als Hauptverteidiger des Wettermoderators nach der 20-stündigen Vernehmung des mutmaßlichen Opfers mitgeteilt, man sei der Rehabilitierung Kachelmanns ein gutes Stück näher gekommen. Die Staatsanwaltschaft widersprach jedoch dieser Darstellung. (Spiegel)
1.12. Gegen ein Uhr nachts fuhr er von ihrer Wohnung in Schwetzingen auf die Autobahn nach Frankfurt-Mörfelden ins Hotel, am Folgetag flog er zu den Olympischen Spielen nach Kanada. Aber da gibt es ein Zeitproblem. Denn die Elektronik im Hotel registrierte die Schlüsselübergabe an den späten Gast um 3:28 Uhr. Ein Detail, das bei Kachelmanns Aussage vor dem Haftrichter noch keiner kannte, denn man hatte die Hotelrechnung erst vier Tage vorher bei seiner Festnahme gefunden.
Wieso brauchte Kachelmann statt 45 Minuten zweieinhalb Stunden für eine Strecke von 77 Kilometern? Könnte sein, dass ihm die Trennung doch nachging, dass er in einer Raststätte noch einmal ausstieg und nachdachte. Dies bestätigte er aber nicht.
Nach seiner Darstellung machte er nur einen kleinen Umweg über ein anderes Hotel, bei dem er aber wegen der ungünstigen Parkplatzsituation gar nicht erst ausstieg. Grosse Gemütsbewegungen verneint er. Er hätte ihr schon früher sagen sollen, dass er keine Perspektive für ihre Beziehung sehe, gab er an. Die Verteidigung hält die Aussage der Försterin für nachträglich konstruiert. Wie das angebliche Vergewaltigungsopfer wolle sie Rache nehmen (SF)
1.12. Alice Schwarzer (67, „Emma“), die den Prozess für BILD kommentiert, ist ebenfalls skeptisch: „Der neue Anwalt kann das Verfahren nicht aus eigenem Erleben beurteilen, er ist ganz den Behauptungen des Angeklagten ausgeliefert. Auffallend ist, dass Schwenn schon im Vorfeld öffentlich versucht hat, das Gericht einzuschüchtern. Die Schlammschlacht wird also jetzt noch schmutziger werden.“ (Bild)
1.12. Schwere Angriffe auf das Gericht Die folgenden Angriffe Schwenns hatten dann vor allem das Gericht zum Ziel. Offenbar hatte eine Ex-Geliebte unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt, dass sie mit den Sexualpraktiken Kachelmanns einverstanden sei, sich aber nicht genauer dazu geäußert. Schwenn kritisierte den Fragestil der Beisitzenden Richterin, die “konkrete” Aussagen gefordert hatte. Wie eine Schülerin maßregelte er sie: “Eine Frage kann mal missraten, aber das sollte keine Methode haben. Wenn jemand sagt, er sei mit Praktiken einverstanden gewesen, ist das höchst konkret. Und wir werden jeder weiteren nicht-offenen Frage beanstanden.” Schweigen auf der Richterbank. Schwenn: “Wenn Sie das bedenken, werden Sie in mir einen sehr ruhigen Zuhörer finden.” Nachdem die Staatsanwaltschaft Verständnis für die Richterin äußerte, setzte Schwenn seinen nächsten Nadelstich. “Was ich von der Kammer zu halten habe, kann ich erst nach dem Urteil sehen. Ich bin aber gespannt, wie die weitere Befragung läuft.” Rumms. Das saß.(Stern.de)
1.12. Doch vorher fragte RA. Schwenn ob Frau H. denn der Name Schillinger bekannt sei. Was diese bejahte. Er fragte sie, ob sie von Sch. kontaktiert wurde.
Frau H. erzählte, dass Sch. (SVS)( dem Lockenköpfchen aus der Bunten die 50(80)000 € kassiert hat) ihr eine E-Mail geschickt hätte in der sie geschrieben hätte, dass sie J.K. seit geraume kennen würde, auch die Kinder seien ihr bekannt, ebenso J.K. Frau.
Sie hätte mit ihm Urlaube gemacht, wäre in Canada gewesen. Es sei eine Riesensauerei was J.K. mit den Frauen mache. Sie würde Katja H. wachrütteln und vor Schaden bewahren wollen.
Katja solle doch nicht weitere Zeit mit J.K. verschwenden. Und sie erbitte Rückmeldung.
Frau H. wurde gefragt ob sie sich bei Sch. gemeldet hätte, was diese verneinte. Da Mail wäre aber unmittelbar nachdem bekannt wurde, das J.K. verhaftet war, bei ihr eingelangt.
Dann fragte RA.Schwenn ob sie den von Medien kontaktiert worden sei.
Katja H. meinte “unterirdische” Medien hätten sie und ihre Eltern belästigt (wörtlich!)
Bereits am 23.3. sind zwei Journalisten in W.(Schweiz) aufgetaucht , und hätten unsere Nachbarn belästigt, erzählt Katja H. Die Reporter wären von der Superillu (Schwenn DDR-Bunte) und der Bunten gewesen und hätten diese aufgefordert ihr doch Bescheid zu sagen, dass man mit ihr sprechen wolle.
29.3. Die Schwäbische Zeitung hat ihren Vater belästigt
31.3. seien ihre Eltern belästigt worden Bams -Reporte Klaus Schlichtmann (der sass im Saal mit einem hochroten Kopf!)
3.4. Reto Zimpel freier Journalist
13.4. Die Eltern von Katja H. wurden von Tanja May mehrfach belästigt (O-Ton Katja H.)
und der Vater bekam von ihr sogar eine E-Mail: Tenor man solle doch der Tochter ausrichten es wäre von Vorteil, wenn sie sich bei Tanja May aussprechen würde! Sie hätte sicher das Bedürfnis dazu!
22.4 Anette Lache Stern
22.4 Blick Adrian Schultess
22.4 Superillu
22.4 Schlichtmann Bams
22.4. Reto Zimpel nun für die Bunte und weiter Journalisten..
Frau H. hat dann erklärt, sie würde auf Wunsch, dem Gericht und der Verteidigung eine genaue Liste, mit den Wortlaut der diversen E- Mails der “Belästiger ” überlassen. (Bericht R.E.N. aus Mannheim Teil 35)
1.12. Birkenstock ist schon seit Längerem wegen seiner zurückhaltenden Art kritisiert worden: ”Birkenstock ging im Ermittlungsverfahren lange Zeit viel zu defensiv an die Sache heran. Außerdem ist er kein Spezialist für solche Sexualverbrechen. Und gute Kollegen, die ihre Hilfe angeboten haben, hat er weggebissen.” So ein Anwalt aus dem Rheinland gegenüber stern.de (newsdash.de)
1.12. Der neue Strafverteidiger im Prozess gegen Jörg Kachelmann, Johann Schwenn, hat am Mittwoch eine Kostprobe seiner neuen Verteidigungsstrategie gegeben. Er ließ eine Zeugenvernehmung unterbrechen und kritisierte die Fragetechnik mehrerer Richter.
Anlass war die Befragung einer Freundin Kachelmanns, die am Mittwoch in nicht-öffentlicher Sitzung vernommen wurde. Die 40-Jährige hatte offenbar ausgesagt, sie habe stets einvernehmlichen Sex mit Kachelmann gehabt. Der beisitzende Richter befragte die Zeugin dann, ob sie bestimmte sexuelle Handlungen tun „musste“ oder „sollte“. Schwenn sah das als Suggestivfrage und beantragte eine Unterbrechung der Zeugenvernehmung.In einem kurzen öffentlichen Teil der Verhandlung kritisierte er auch die Beisitzerin, dass sie von der Zeugin Konkreteres hören wollte.(Berliner Morgenpost)
1.12. Der Kollege Ulrich Dost, Rechtsanwalt in Berlin, hat sich die Mühe gemacht, diesem Gedanken mithilfe eines Experten nachzugehen. Er kam zu folgendem – wenig überraschenden, aber treffenden – Ergebnis:
Der von mir befragte Liebespsychologe vermutet bei ihr ein tief verwurzeltes Gefühl der Inakzeptanz bei den männlichen Artgenossen. Ihre heimliche Hoffnung auf einen Lebenspartner blieb immer Illusion. Die daraus entstandenen Depressionen treten offenbar in Phasen auf. Der Experte nimmt an, dass sich Alice Schwarzer schon vor Jahrzehnten ihres inzwischen betagten Daseins in mediale Dauertherapie gegen die Depressionen begeben haben muss. Als sie nun kürzlich erfuhr, dass der Wetterfrosch einen ganzen Harem der von ihm sehr individuell und einfallsreich alle gleich als ”Lausemädchen” bezeichneten Frauen sein eigen nennen durfte, wurde ihr plötzlich und schmerzhaft klar: sie gehörte wieder nicht zum erlauchten Kreis ausgewählter Frauen eines Mannes. Und so kam es zu einem heftigen Depressionsschub, dem sie sich sofort mit der Medientherapie entgegenstellte …
Ja, genauso, wie es Rechtsanwalt Dost in seinem Weblog beschreibt, muß es sein. Ich warte gemeinsam mit ihm gespannt auf weitere Therapiesitzungen der Frau Schwarzer in (mit?) der BILD. (http://www.kanzlei-hoenig.info/index.php?s=kachelmann)
2.12. Der Wettermoderator Jörg Kachelmann will seine Wohnung auf der Ostseeinsel Hiddensee verkaufen. Kachelmann gründete 1998 auf der Insel Hiddensee ein Meteomedia-Wetterstudio und moderierte häufiger von dort Wetterberichte fürs Fernsehen. Im Zusammenhang damit kaufte sich Kachelmann die Wohnung auf der Prominenteninsel, auf der einst auch Filmlegenden wie Asta Nielsen oder der Schriftsteller Gerhart Hauptmann Häuser besaßen.
Das Haus ließ die jüdische Künstlerin Henni Lehmann im Jahr 1907 erbauen. Im Jahr 1937 ging es in den Besitz der Gemeinde über, die das Haus als Rathaus nutzte. Heute wird das Erdgeschoss für Veranstaltungen, Ausstellungen und für die Bibliothek genutzt. (http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/Kachelmann-verkauft-Wohnung-dpa-132773873.html?x=0)
2.12 . Die Nervensäge der Strafjustiz . Jörg Kachelmann hat ab sofort einen neuen Strafverteidiger. Wer ist Johann Schwenn?
Mit seinem neuen Rechtsanwalt hat sich Kachelmann jedenfalls einen Spezialisten für Sexualstrafsachen ausgesucht. Zwar gilt Schwenn als Fachmann für Revisionen und Wirtschaftsstrafsachen, und er ist wie alle renommierten Verteidiger vor allem da zu finden, wo das Geld sitzt – nämlich im Einsatz für Vorstände großer Unternehmen. Das Sinnstiftende seiner Tätigkeit erlebt er jedoch bei der Verteidigung von Menschen, die sich der ideologisch hoch aufgeladenen Anschuldigung ausgesetzt sehen, ein Sexualdelikt begangen zu haben – sei es der Fernsehstar Jörg Kachelmann, sei es ein Müllmann aus Sachsen. Bei dieser Deliktgruppe – so begründet Schwenn seinen Ehrgeiz – »ist die Ungerechtigkeit am größten«.
Auch in der aktuellen Dezemberausgabe der juristischen Fachzeitschrift Strafverteidiger schreibt Schwenn in seinem Aufsatz Fehlurteile und ihre Ursachen über Sexualdelikte: »Bei keinem anderen Straftatbestand ist die Bereitschaft zum Vorurteil so groß, die Unschuldsvermutung so unpopulär.« Schon ein Haftbefehl bedeute »das soziale Aus für den Verdächtigen«, selbst wenn sich dessen Unschuld zu guter Letzt herausstelle. Sogar unter den Verteidigern sei die »Kontamination durch solche Mandate gefürchtet«, weshalb manche Anwaltskollegen sich öffentlich etwas darauf zugutehielten, niemals mutmaßliche Vergewaltiger vor Gericht zu verteidigen.( Die Zeit)
2.12. Kachelmanans Medienanwalt Ralf Höcker zu BILD: „Das Gericht zieht den Prozess durch die Vernehmung lauter überflüssiger Zeuginnen nun bis März. Dadurch steigen die Prozesskosten, die Herr Kachelmann irgendwie finanzieren muss. Als Moderator arbeitet er ja nicht mehr.“(Bild – auch die Fehler!)
17. Prozesstag Freitag, 03. Dezember 2010
3.12. Johann Schwenn vergeudete an diesem Freitagmorgen keine Sekunde. Der Anwalt von Jörg Kachelmann hatte das Mikrofon vor sich auf der Anklagebank schon eingeschaltet, noch bevor sich die Richter setzen und die Fortsetzung der Verhandlung gegen seinen Mandanten verkünden konnten. Der Vorsitzende Richter Michael Seidling kam erst gar nicht dazu, den ersten Zeugen aufzurufen, da legte Schwenn los, präsentierte Anträge, wetterte gegen Gutachter, die Staatsanwaltschaft und sogar gegen seinen Vorgänger Reinhard Birkenstock. Und so stand auch dieser 17. Prozesstag gegen Jörg Kachelmann unter einer Überschrift: Attacke.
Obwohl man von einem “Prozess”, also einer wirklichen Weiterentwicklung, nicht sprechen kann. Denn zu den geplanten Zeugenaussagen kam es nicht. Das Verfahren wurde beherrscht von einem juristischen Kleinkrieg, angezettelt vom neuen Kachelmann-Verteidiger. Dieses Gezerre um Paragrafen und Auslegungen zeigte, dass sich Schwenn nicht nur von der Tonart sondern auch taktisch von seinem Vorgänger unterscheidet, ja dessen Strategie sogar komplett umkrempelt. (Stern.de)
3.12. Gar unsinnig ist Seidlers Theorie für Hans-Ludwig Kröber, Leiter des Instituts für Forensische Psychiatrie der Berliner Charité. Bei Menschen in extremen Situationen finde eine «Fokussierung aufs Kerngeschehen» statt, meint die Forensik-Koryphäe. Gerade in lebensbedrohlichen Situationen würden sich schmerzhafte Details ins Gehirn einbrennen. Kröber schliesst aus, dass während einer Vergewaltigung sich die Wahrnehmung beim Opfer ausschaltet. Und er äussert harte Kritik an Seidler: Der Therapeut von Sabine W. sei auf eine «Frau mit manipulativer Potenz» reingefallen.
Kröber wurde vom Gericht als Gutachter bestellt und soll beim Mannheimer Prozess heute Nachmittag zu Wort kommen. Ob auch Kröber, dessen Expertise für Kachelmann spricht, hinter verschlossenen Türen vernommen wird, ist noch offen. (tagesanzeiger)
3.12.Kachelmann-Prozess wird immer grotesker: Therapeut behauptet Todesangst zu riechen. Vorwurf: “Scharlatanesk anmutendes Gebaren” Ein Zeuge musste seine leere Brotdose präsentieren. Danach warf Schwenn dem Therapeuten Seidler “scharlatanesk anmutendes Gebaren” vor. Der Therapeut habe behauptet, Todesangst bei einem Menschen riechen zu können. Der Verteidiger beantragte deshalb, den als Zeugen bestellten Experten teilweise öffentlich zu vernehmen. Das lehnte die Kammer mit Hinweis auf das Arzt-Patient-Verhältnis ab. Als die Befragung des Therapeuten beginnen sollte, beantragte die Verteidigung die Beschlagnahmung seines Aktenkoffers. (news.at)
3.12. Die Staatsanwaltschaft bestreitet eine Beauftragung ohne Beteiligung der Verteidigung. Die Professorin Greuel sei in Absprache mit dem früheren Verteidiger Reinhard Birkenstock erfolgt. Er habe damals täglich mit der Staatsanwaltschaft Mannheim gesprochen.
Der Ablehnungsantrag gegen Greuel war deshalb überraschend, weil ihr Gutachten in Presseveröffentlichungen als Beleg für Kachelmanns Unschuld bewertet worden war. Aus ihrem Gutachten war in den Medien sogar wörtlich zitiert worden. Das Landgericht Mannheim berät derzeit noch über den Befangenheitsantrag gegen Greuel.(SF)
3.12. Herr Staatsanwalt, Sie können froh sein, dass Sie hier nicht als Zeuge vernommen werden!
Rechtsanwalt Johann Schwenn hat sich heute selbst übertroffen. Eigentlich wollten wir ja Prof. Kröber hören, aber leider war uns das nicht vergönnt.
Als um 9 Uhr 10 die Verhandlung eröffnet wurde, waren Sie alle da die besten der Forensiker!
Krober, Greuel, Matern, Rothschild und auch Gutacher ;Pleines der stille Beobachter von Jörg Kachelman.
Prof. Markowitsch wurde von seiner Gutachtertätigkeit durch die Verteidigung entbunden, dass muss aber bereits seit der
3 Wochen Prozesspause bekannt geworden sein.
Und wieder brachte RA,Schwenn den Ausschluss der Öffentlichkeit ins Spiel. Dieses Vorgehen der 5. Strafkammer ist ihm ein regelrechter Dorn im Auge.
Ganz besonders im Zusammenhang mit der Luftgitarrenspielerin. Diese hatte in ihrem Exklusivvertrag mit der Bunten vereinbart, dass sie,total abgeschirmt von jeden anderen Medienvertretern und dem “Volk”, durch einen Hinterausgang das Gerichtsgebäude betreten und verlassen muss.
Und das, so prangerte RA Schwenn an, wäre ohne tatkräftiger Hilfe der Justiz unmöglich gewesen. Solche Vereinbarungen würden diese Zeuginnen ohne Skrupel eingehen.
Das heisst im Klartext, Privatinteressen der Bunten und der jeweiligen Zeuginnen überwiegt. Es wird aber dann so verfahren, dass die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird, obwohl diese Aussagen höchst relevant sind und auch an die ÖFFENTLICHKEIT GEHÖREN!
Dieses Vorgehen sei seiner Ansicht nach ein klarer Rechtsbruch Das kann durchaus bedeuten, dass ein Teil ihrer Aussagen vor der Öffentlichkeit wiederholt werden müssen!
Damit hat RA. Schwenn die Marschrichtung ganz deutlich vorgegeben.
Und die erste Nervosität bei der Kammer aber auch bei Sta. Oltrogge war nun deutlich zu spüren.
Aber es sollte noch härter kommen. (R.E.N.Bericht aus Mannheim Teil 35)
3.12. Vor dem Mannheimer Landgericht stellte er zudem zahlreiche Anträge – unter anderem einen Befangenheitsantrag gegen die Sachverständige Luise Greuel.
Schwenn liess zudem die Unterlagen eines Therapeuten des mutmasslichen Opfers beschlagnahmen. Ausserdem mäkelte er an der Strategie seines Vorgängers Reinhard Birkenstock herum.
Die Bremer Psychologin Greuel hatte in ihrem Gutachten, auf das sich die Staatsanwaltschaft auch bei ihrer Anklageerhebung stützte, die Glaubwürdigkeit des mutmasslichen Vergewaltigungsopfers analysiert.
«Sie ergeht sich in Spekulationen zu traumatisch bedingten Scheinerinnerungen und verlässt damit ihr Fachgebiet und wildert auf dem Gebiet der Psychiatrie», sagte Schwenn.
Indem die Psychologin dem mutmasslichen Opfer die Möglichkeit gebe, sich auf Schein-Erinnerungen zu berufen, habe sie ein «Netz» unter ihr gespannt, in das sie hineinfallen werde, wenn Kachelmann freigesprochen werden sollte.
Somit könne sie sagen, was sie will – rechtlich belangt werden könne sie dafür nicht. «Das ist ein typischer Ausdruck von Jagdinstinkt und begründet bei einem Sachverständigen die Befangenheit.» (Liechtensteiner Vaterland)
3.12. So viel kostet der Prozess : Der Saal 1 im Mannheimer Landgericht ist fensterlos, bietet aber viel Platz. Der ist auch nötig, um die 5. Kammer unterzubringen – drei Richter, ein Ergänzungsrichter, zwei Schöffen, zwei Ersatzschöffen, ein Gerichtschreiber. Ferner zwei Staatsanwälte, bis zu vier Verteidiger, ein Nebenklageanwalt, neun Gutachter. Dazu mehrere Justizbeamte. Der Personalaufwand für einen der größten Prozesse des Jahres ist hoch. Doch wie teuer kommt solch ein Mammutprozess den Staat, was muss der Angeklagte übernehmen – und wer zahlt am Ende welche Rechnung?
Auch ein solventer Angeklagter wie Jörg Kachelmann bekommt einen Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. Er soll verhindern, dass der Prozess bei eventueller Zahlungsunfähigkeit neu beginnen muss. Die Kosten für Pflichtverteidigerin Combé übernimmt zunächst der Staat. Für jeden Prozesstag bekommt sie den gesetzlich vorgesehenen Satz von 216 Euro. Sollte die Verhandlung zwischen fünf und acht Stunden dauern, gibt es 108 Euro extra, bei mehr als acht Stunden 216 Euro.
Eher karg im Vergleich zu den Honoraren, die Kachelmanns Wahlverteidiger einstreichen dürften. Bei renommierten Juristen sind Sätze bis zu 500 Euro nicht unüblich – pro Stunde. Allein seine bisherigen Anwälte Reinhard Birkenstock und Klaus Schroth haben Kachelmann pro Sitzungstag vermutlich mehrere tausend Euro gekostet. Die Büroarbeit kommt da noch obendrauf. Der neue Verteidiger Johann Schwenn, ein bekannter Promi-Anwalt, wird nicht billiger sein. Zudem muss Kachelmann seinen Medienanwalt bezahlen, auch für eine eventuelle Revision steht ein Jurist bereit.(Stern.de)
3.12. Kachelmann-Prozess wird immer grotesker: Therapeut behauptet Todesangst zu riechen Der Kachelmann-Prozess vor dem Landgericht Mannheim ist teilweise zur Groteske geworden. Die Verteidigung beantragte, den Koffer des Therapeuten des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers zu beschlagnahmen. Der als Zeuge geladene Therapeut Günter Seidler gab daraufhin den Inhalt freiwillig her und präsentierte unter anderem eine leere Brotdose.
Danach warf Schwenn dem Therapeuten Seidler “scharlatanesk anmutendes Gebaren” vor. Der Therapeut habe behauptet, Todesangst bei einem Menschen riechen zu können. Der Verteidiger beantragte deshalb, den als Zeugen bestellten Experten teilweise öffentlich zu vernehmen. Das lehnte die Kammer mit Hinweis auf das Arzt-Patient-Verhältnis ab. Als die Befragung des Therapeuten beginnen sollte, beantragte die Verteidigung die Beschlagnahmung seines Aktenkoffers. Nach diesem Zwischenspiel machte das Gericht Mittagspause. (News.at)
4.12. Auch beim schweizerisch-deutschen Wetterunternehmen Meteomedia, das Kachelmann zur Hälfte gehört, fallen wegen des Mannheimer Verfahrens hohe Kosten an. Einerseits fehlt eine zentrale Arbeitskraft, da sich der Firmengründer vorübergehend aus dem Geschäft zurückgezogen hat, um sich auf den Prozess zu konzentrieren. Andererseits kam es im Unternehmen zu Querelen und zu unschönen Abgängen im Kader. Erkleckliche Abgangszahlungen folgten.
Bereits bevor die jüngste Prozessverlängerung bekannt wurde, hat der Wirtschaftsauskunftsdienst Moneyhouse die Kreditwürdigkeit von Meteomedia heruntergestuft. Die Risikoeinschätzung fiel im Oktober von 64 auf 58 Punkte. 100 wären möglich.
«Wir sehen das nicht als Problem an», sagt Meteomedia-Sprecher Urs Knapp. «Finanziell steht das Unternehmen auf tragfähiger Grundlage. Es ist auf Expansionskurs.» Auch Moneyhouse bezeichnet die Finanzlage von Meteomedia selbst nach der Rückstufung als «gut». Noch ist alles im grünen Bereich. (http://www.zueritipp.ch)
4.12. Im Fall um den Vergewaltigungsvorwurf gegen den ehemaligen Wettermoderator Jörg Kachelmann soll eine neue Zeugin den Angeklagten schwer belasten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“. Weiter berichtet der „Focus“, dass die Frau aus der Schweiz stamme und Kachelmann im Oktober 2009 kennen gelernt habe. Sie habe zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt, dass noch eine andere Frau im Spiel gewesen sei.
Kachelmann habe ihr sehr gut gefallen. Bei dem Vorfall am 17. Januar sei Kachelmann jedoch ein vollkommen anderer Mensch und brutal geworden, berichtete die Zeugin weiter. Sein Blick habe sich dabei gewandelt, und sie habe Angst empfunden, wie sie vorher noch nie gehabt habe. Die Übergriffe habe sie als Sado-Maso-Handlungen gewertet. (Weltonline)
5.12. Tief im verschneiten Schwarzwald in einer Lichtung bei Herrenschwand steht ein braunweisses Häusle. Bis vor kurzem fand sich dahinter, neben den beiden dunklen Tannen, eine Wetterstation. Nun ist sie weg. Anzunehmen ist, dass sowohl die Rechtsanwälte als auch die Forensiker, die zu den bekanntesten der Bundesrepublik gehören, dem TV-Meteorologen vierstellige Euro-Beträge pro Arbeitstag verrechnen. So dürften sich die Prozesskosten bis zum Urteil auf über 1 Million Franken belaufen. Davon gehen Kenner des Falls aus. Hinzu kommt für Kachelmann mindestens ein Jahr Verdienstausfall. Mit der Verhaftung im März war er auch seine lukrativen Werbemandate los. Vorträge hält er keine mehr. Wird Kachelmann dereinst freigesprochen, kann er einen Teil seiner Kosten zurückfordern und Schadenersatz verlangen. Wird er verurteilt, ist er auch finanziell ruiniert.
Auf Rosen gebettet scheint der Schaffhauser schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu sein. Zwar war sein Unternehmen Meteomedia nach stürmischen Jahren zuletzt auf Kurs. Doch vergangenes Jahr und in diesem Frühling musste Kachelmann laut einem kanadischen Scheidungsurteil umgerechnet rund 600’000 Franken an seine Ex-Frau bezahlen.
Nun scheint er sofort Geld zu brauchen. Nicht nur das Schwarzwälder Haus will er bald zu Cash machen. Auch seine schicken zwei Zimmer auf Hiddensee stehen zum Verkauf. Angeboten wird die «lichtdurchflutete Dachgeschoss-Maisonette-Wohnung mit Meerblick» auf der Ostseeinsel auf der Homepage der Immobilienfirma des Bruders von Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker. Die knapp 80 Quadratmeter Wohnfläche sind für 395’000 Euro zu haben. (http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/leute/Joerg-Kachelmann-braucht-Geld-und-verkauft-Haeuser-/story/18115794)
5.12. Jörg Kachelmann konnte Hypo-Zinsen nicht bezahlen – Keine Weihnachtsfeier bei Meteomedia. Kachelmann habe vor drei Wochen die Contenance verloren, wie drei Quellen gegenüber der Zeitung bestätigen. Als das Gericht in Mannheim 19 zusätzliche Termine bis im kommenden März anberaumte, sei er in Panik geraten. Seine Ex-Frau in Kanada erzählte den sechs und zehn Jahre alten Knaben bereits, dass der Vater «lange nicht mehr heimkommen wird». So selbstsicher er in den Prozess ging, rechnet der 52-Jährige jetzt auch mit einer Verurteilung.
Zum Verkauf seiner Wohnung auf der Ostseeinsel Hiddensee macht der “Sonntag” neue Details bekannt. Kachelmann habe die Hypo-Zinsen nicht mehr bezahlen können. «Er hat im März eine Hypothek über 200 000 Euro aufgenommen, für die er monatlich Zins und Tilgung zahlen muss. Da klemmt es», so ein Vertrauter. Ob es bereits zu Zahlungsausfällen gekommen ist, will die betroffene Ostsee Sparkasse nicht kommentieren: «Wir äussern uns nicht zu Kundenbeziehungen», so eine Sprecherin.
Damit konfrontiert, sagt Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker: «Grund für den Verkauf der Wohnung ist der Umstand, dass der Prozess wegen der Vernehmung weiterer völlig überflüssiger Zeuginnen nun bis März dauern und entsprechend mehr Geld kosten wird.» Wie die Zeitung weiter berichtet, verzichtet die Meteomedia von Gründer Kachelmann dieses Jahr auf eine Weihnachtsfeier. (Sonntag)
6.12. Der Staatsanwalt rief sie an einem Dienstag an Ende September! Er sagte sie komme im Gerichtsverfahren gegen Jörg Kachelmann als Zeugin in Betracht. Sie antwortet, sie habe damit gerechnet. Obwohl sie darauf gehofft habe, das ihr das erspart bleibt. Schliesslich stellte die Schweizerin dem Juristen aus Mannheim noch eine Frage: Ob es denn nötig sei, dass sie mit dem angeklagten im selben Saal sitzen müsse? Damals nämlich, als es passiert sei, habe sie Angst bekommen. So grosse Angst habe sie noch nie empfunden. Focus 49/2010 Seite 53
Focus 49/2010 Seite 54:
Weiter auf dieser Seite: Nicht sie hatte sich als Belastungszeugin angeboten. Der Staatsanwalt hatte sie angerufen und um ihre Aussage gebeten.
6.12. So angelt man sich einen Mandanten : Wie der Fall Kachelmann strafrechtlich entschieden wird, ist noch offen. Standesrechtlich steht das Urteil fest. Kachelmanns neuer Verteidiger Johann Schwenn hat das Mandat mit einer Methode erobert, die viele seiner Kollegen für unanständig und standeswidrig halten. Im Kampf der Anwälte um spektakuläre Fälle hat er das bisher schon fragwürdige Niveau noch um ein paar Grad nach unten gesenkt. Normalerweise bemühen sich Strafverteidiger vor Beginn eines Verfahrens um Kontakt zu den Beschuldigten, durchaus auch mit Hilfe von Journalisten, in der schlichtesten Form durch das Zustecken von Visitenkarten.
Johann Schwenn hat es fertiggebracht, sich mitten in ein laufendes Verfahren zu drängeln. Seine Propagandisten in den Medien und er selber haben den amtierenden Verteidiger Reinhard Birkenstock so schlecht aussehen lassen, dass Kachelmann sich von ihm trennte und Schwenn als den angepriesenen Rechts-Messias engagierte. (Rentner Markwort im Focus 49/2010 )
6.12. Der Prozess sollte ursprünglich bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Bereits vor dem Wechsel in der Verteidigung zeichnete sich jedoch ab, dass er sich bis März 2011 hinziehen wird. Birkenstock war in dem Prozess von Anfang an dabei.
Birkenstock beantragte nach Angaben des Amtsgerichts Köln zudem ein Ordnungsgeld gegen Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer. Er warf Schwarzer vor, sich nicht an eine Unterlassungserklärung gehalten zu haben. Schwarzer hatte Birkenstock in einem Artikel vorgeworfen, das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer des Fernsehmoderators zu diffamieren. So habe er die Frau als Stalkerin bezeichnet. Der Anwalt wies dies zurück und sagte, er habe das niemals gesagt.
Demnach hat die Frau der Staatsanwaltschaft in Mannheim berichtet, dass Kachelmann sie drei Wochen vor der angeblichen Vergewaltigung seiner Ex-Partnerin zu Hause besucht habe. Beim intimen Zusammensein soll es zu gewalttätigen Übergriffen seitens Kachelmanns gekommen sein. Die Frau soll schockiert und in der Folge wochenlang krank gewesen sein. (Die Zeit)
6.12. Bei seiner Festnahme hatte Jörg Kachelmann drei Handys bei sich. Die Polizisten beschlagnahmte alle drei. Doch die PIN kriegten sie nicht. Der Wettermoderator soll behauptet haben, sie vergessen zu haben. Nach Informationen von «Bild am Sonntag»-ist das Bundeskriminalamt (BKA) jetzt zu einem brisanten Ergebnis gekommen. Kachelmann habe auf dem Nokia-Handy zwar Hunderte SMS aufbewahrt, berichtet die Zeitung. Aber ausgerechnet in der Zeit der mutmasslichen Vergewaltigung am 9. Februar finde sich nur eine einzige. Eine knappe Bitte um Rückruf.
Die Spezialisten vom BKA hätten feststellen können, dass in dieser Zeit durchaus SMS von Kachelmanns Handy verschickt und empfangen wurden. Diese seien aber vor der Festnahme gelöscht worden. Auch der SMS-Verkehr mit seinem mutmasslichen Opfer, Petra S.*, fehle.
Trotzdem hätten die Beamten einige SMS rekonstruieren können. Die Ermittler sind laut «Focus» einer neuen Zeugin auf die Spur gekommen. Die Frau soll behaupten, dass Kachelmann sie beim Liebesspiel am 17. Januar plötzlich brutal behandelt habe. Er sei für kurze Zeit ein anderer Mensch geworden. Allerdings weigere sich die Schweizerin, vor einem deutschen Gericht auszusagen.
Dr. Ralf Höcker, Medienanwalt von Jörg Kachelmann, dementiert das alles. Er sagte zu «Bild»: «Keiner der Vorwürfe ist wahr. Hinter der ,Focus‘-Berichterstattung steckt eine üble Kampagne des Hubert-Burda-Verlags.» Pflichtverteidigerin Andrea Combé assistiert: «Es bleibt abzuwarten, ob diese neue Zeugin eine Rolle im Prozess spielen wird.»(Blick)
7.12. Er hat den Vater von Steffi Graf verteidigt, Rad-Star Jan Ullrich, den Ex-DDR-Spionagechef Markus Wolf, Gregor Gysi und den VW-Betriebsratschef Klaus Volkert. Als Jan-Philipp Reemtsma 1996 entführt wurde, war Johann Schwenn (63) Kurier bei einer gescheiterten Geldübergabe, vertrat ihn später im Prozess gegen den Kidnapper.
Der Anwalt mit der sehr aufrechten Haltung kleiner Männe ist ein brillanter Strafverteidiger. Angriffslustig und ironisch. Und er hat keine Probleme, seine gefühlte Überlegenheit zu demonstrieren. Das Verfahren Kachelmann hat Schwenn offenbar schon lange vor der offiziellen Mandatsübernahme beschäftigt: Im Magazin „Cicero“ schreibt er eine Abrechnung mit der Arbeit der Staatsanwälte („dilettantisches Herumermitteln“) und dem Thema sexueller Missbrauch (“gegen den Glauben an den Missbrauch scheint kein Kraut gewachsen“). Diagnosen wie „Trauma“ oder „posttraumatische Belastungsstörungen“ zerfetzt Schwenn in der Luft: „Am Ende blieb vom Trauma nie etwas übrig.“ Mit dieser Anti-Haltung hat Schwenn kürzlich eine spektakuläre Wiederaufnahme gewonnen: Das Landgericht Lüneburg sprach zwei Männer frei, die wegen angeblicher Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Haft saßen. Schwenn wies nach, dass das Mädchen psychisch krank war. Im Fall eines Arztes, der Patientinnen unsittlich berührt hatte, konnte Schwenn mit der „alles erfunden“-Verteidigung allerdings nicht punkten. Der Mann wurde zu sieben Monaten auf Bewährung verurteilt.(Berliner Kurier)
18.Prozesstag Mittwoch, 08. Dezember 2010 – Sitzungsbeginn erst um 11.00 Uhr
8.12.Der Ton zwischen dem neuen Verteidiger Johann Schwenn und Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge vor dem Landgericht Mannheim wird zunehmend gereizt. Auch die 5.
Große Strafkammer wurde am Mittwoch von Schwenn harsch kritisiert: „Es ist an der Zeit, dass das Gericht etwas Distanz zur Linie der Staatsanwaltschaft einnimmt“, ermahnte Schwenn die Richterbank. Aber auch den früheren Verteidiger Reinhard Birkenstock kritisierte Nachfolger Schwenn inzwischen in öffentlicher Hauptverhandlung. Nur das Publikum reagiert zunehmend belustigt. (Der Westen)
8.12. “Wenn ein Verlagshaus meint, seine Macht missbrauchen zu müssen, um ein Verfahren zu beeinflussen, dann ist das nicht mehr von der Pressefreiheit gedeckt,” sagte Rechtsanwalt Schwenn. In seinem Antrag auf Durchsuchung der Redaktionen bezog er sich auf Kontakte zu ehemaligen Geliebten des Moderators, die sowohl als Zeuginnen vor Gericht aussagten als auch der “Bunten” Interviews gegeben hatten.
Außerdem hatte der “Focus” am Montag eine neue angebliche Belastungszeugin präsentiert, die in der Schweiz lebe und nicht vor einem deutschen Gericht aussagen wolle. Das Magazin habe außerordentlich früh von der Zeugin und ihrer Weigerung erfahren. Das nötige zu dem Schluss, dass es sich um eine von Redaktionsverantwortlichen der Burda-Verlagsgruppe geführte und bezahlte Person handele, sagte Schwenn. Einer Reporterin der Illustrierten “Bunte” warf Schwenn vor, sie habe versucht, die Aussage einer Zeugin vor Gericht zu beeinflussen.(Financial Times Deutschland)
8.12. Im Laufe des 18. Verhandlungstages soll noch ein Heidelberger Traumatologie-Professor in den Zeugenstand treten. Der Therapeut des mutmaßlichen Opfers wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehört. Kachelmanns Ex-Geliebte wirft dem 52-jährigen Moderatoren vor, sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben.
Der Therapeut vertrat die Ansicht, dass Erinnerungslücken des mutmaßlichen Opfers auf eine Traumatisierung zurückzuführen sein könnten. Dies ist zwischen Anklage und Verteidigung höchst umstritten. Beim letzten Verhandlungstag der vergangenen Woche vor dem Landgericht Mannheim erzwang die Verteidigung die Herausgabe von Unterlagen des Therapeuten.(Stern.de)
8.12. Patricia Riekel versicherte: „„Bunte“ hält sich selbstverständlich an die journalistische Sorgfaltspflicht und wird weiter ausgewogen und neutral über den Fall Kachelmann berichten.“(Hamburger Abendblatt)
Anmerkung: So gelacht haben die Leser dieser Wort wohl noch nie!
8.12. Denn auch wenn das Gericht den Moderator freispricht: Die Prozesskosten dürften Kachelmann nicht vollständig erstattet werden, sagt Thomas Fingerhuth. Die Entschädigungen deckten im Normalfall die Kosten nicht.
Und auch von Seiten der Kunden weht Kachelmanns Firma Meteomedia ein rauer Wind entgegen. So hat beispielsweise der Schweizer Verlag Ringier auf eine Zusammenarbeit mit Meteomedia verzichtet, als die angebliche Vergewaltigung an die Öffentlichkeit kam.
Wie Ringier-Sprecher Edi Estermann zu «tagesschau.sf.tv» sagte, habe man bei der Zusammenlegung der Blick-Medien nach einem einheitlichen Wetterlieferanten gesucht. Meteomedia sei in diese Evaluation miteinbezogen worden. Als die Verhaftung erfolgte, sei die Firma aber «in der Prioritätenliste weit nach unten gerutscht.» Und auch heute sei man an einer Zusammenarbeit mit Kachelmanns Unternehmen nicht interessiert.( http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/12/08/Vermischtes/Kachelmann-vor-Gericht-Spekulationen-um-finanzielle-Probleme)
Anmerkung: Und wer ist der Arbeitgeber der Schweizer Zeugin Toini L? Genau…
8.12. Explizit ging RA Schwenn noch auf die Zeuginnen Katherina T. und ihre Freundin Xenia R. ein. Diese haben sich am Abend vor der Vernehmung zusammen mit Tanja May getroffen. Eine Verabredung für den nächsten Morgen zwischen Frau Katherina T. und Tanja May sei dabei vereinbart worden, zu einem Exklusiv-Interview.
RA Schwenn sagt, er habe sich doch noch so einigen Rechtsfragen zu widmen, (sinngemäß). In der Zeit von RA Birkenstock sei doch einiges nicht angesprochen worden und schief gelaufen. Die Anwältin Frau Combé nahm er da raus, sie sei während dieser Phase ja quasi „entmündigt“ worden.
Nun meldet sich StA Oltrogge zu seiner „Verteidigung“ zu Wort. Die Zeuginnen seien alle VOR der Vernehmung vor dem Gericht und den Exklusiv-Aussagen von der Staatsanwaltschaft vernommen worden.
Das Treffen zwischen Katherina T. und Xenia R. hätte auch den Grund haben können, dass Frau Xenia R. Geburtstag gehabt habe und sie diesen feiern wollten.
Sehr fadenscheinige Argumentation, wie mir schien und das fällt natürlich auch RA Schwenn auf, der daraufhin direkt sagt: Sie lügen Herr Staatsanwalt. Frau May war abends dabei und es wurde für den nächsten Vormittag ein „isoliertes Treffen“ mit Tanja May vereinbart!
Es gehe ihm, RA Schwenn um das generelle Problem des Zeugnisverweigerungsrechtes. (Ich hoffe das habe ich richtig verstanden.) Die Staatsanwaltschaft habe möglicherweise eine „Aufräumaktion“ im Kopf. (Maschera als Prozessbesucherin Dezember 8, 2010 um 22:25 Teil 36)
8.12.Eine neue Zeugin aus der Schweiz könnte in dem Prozess gegen Wetterfrosch Jörg Kachelmann eine entscheidende Wende bringen. Nach Medienberichten soll eine Schweizerin Kachelmann gegenüber der Staatsanwaltschaft Mannheim schwer belastet und erklärt haben, dass es drei Wochen vor der angeblichen Vergewaltigung seiner Ex-Partnerin zu ähnlichen Vorfällen auch bei ihr gekommen sei.
Wenn sich diese Berichte bestätigen, so der Wormser Fachanwalt für Strafrecht Jürgen Möthrath, Präsident des VdSRA-Verband deutscher StrafrechtsAnwälte e. V. mit Sitz in Worms, könnte das im Fall „Kachelmann“ eine Trendwende herbeiführen, da die Glaubwürdigkeit Kachelmanns hierdurch geschwächt und die Angaben seiner Ex-Freundin glaubhafter würden (http://www.pressemitteilungen-online.de/index.php/trendwende-im-fall-kachelmann-neue-zeugin-erhebt-schwere-vorwuerfe/)
9.12. Am Donnerstag, 9. Dezember 2010, wurde eine neue Runde eingeläutet, denn in der aktuellen Ausgabe des Burda-Blattes “Bunte” ist eine Reportage unter dem Titel “Wenn die neue Zeugin auspackt” veröffentlicht, die sich an die Berichterstattung im “Focus” – ebenfalls im Burda-Verlag erschienen – anlehnt. Es geht um eine Frau, die über einen längeren Zeitraum mit Kachelmann liiert gewesen sein soll und deren Adresse laut “Bunte” über Handy-Daten ermittelt worden ist. Im Januar 2010 soll es zu einem unerfreulichen Zwischenfall zwischen dieser Frau und dem Wetter-Moderator gekommen sein. Während des Liebesspiels sei Kachelmann brutal geworden. (Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen: Kachelmann-Prozess wird immer turbulenter http://www.suite101.de/content/kachelmann-prozess-wird-immer-turbulenter-a94738#ixzz1JFSAYqgi)
9.12. Ungeachtet der durch den Durchsuchungsantrag entstandenen Verzögerungen begann das Gericht später unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit der Vernehmung des Therapeuten des mutmaßlichen Opfers, des Heidelberger Professors Günter Seidler. Ihm hatte Schwenn am vergangenen Freitag Züge von Scharlatanerie vorgeworfen, weil er der Auffassung sei, Todesangst riechen zu können. Vor allem Seidlers These, dass Erinnerungslücken der Frau auf eine Traumatisierung zurückzuführen sein könnten, ist zwischen Anklage und Verteidigung umstritten. Hörbar brach Schwenn gestern in Gelächter aus, als ein Anwalt Seidlers den Therapeuten als „weltweit anerkannten Traumatologen“ bezeichnete. Zweifel äußerte er auch am Sachverstand des noch von seinem Vorgänger Reinhard Birkenstock benannten Psychologen Hans Markowitsch.(SächsischeZeitung)
9.12. Unter der suggestiven Überschrift “Wenn die neue Zeugin auspackt”, schildert Reporterin Tanja May noch einmal, was im Focus bereits gestanden hatte. Munter zitiert die Journalistin dabei das Nachrichtenmagazin – ebenfalls aus dem Burda-Verlag. Die Geschichte ist also bereits hinlänglich bekannt: Die neue Zeugin habe man durch die Entschlüsselung von Kachelmanns Handy-Daten ausfindig gemacht. Sie wolle aber nicht vor einem deutschen Gericht aussagen.
Doch für die aktuelle Ausgabe des Regenbogenmagazins kamen Schwenns Äußerungen zu spät. Patricia Riekel hatte ihr gewohnt gefühliges Editorial (Thema: der Unfall bei Wetten, dass..?) bereits verfasst. Und das Heft ist längst im Druck, als der neue streitfreudige Anwalt am gestrigen Mittwoch erklärt, gegen die Burda-Blätter vorgehen zu wollen.
Seine Aussage: Man werde die Redaktionsräume durchsuchen lassen und dabei Unterlagen sicherstellen lassen, die geeignet sein sollen, den wegen Vergewaltigung angeklagten Jörg Kachelmann zu entlasten. Zudem warf er den Magazinen “üble Nachrede und Beeinflussung des Verfahrens” vor. Er äußerte den Verdacht, dass Zeuginnen vom Burda-Verlag geführt worden seien, um im Prozess bestimmte Aussagen zu machen.(Süddeutsche.de)
19.Prozesstag Freitag, 10. Dezember 2010
10.12. Die Mannheimer Anklagevertreter Lars-Torben Oltrogge und Oskar Gattner greift Schwenn am Freitag scharf an, wirft ihnen Straftaten vor und verlangt ihre Ablösung: „Die beiden Herren hier mir gegenüber sind um einiges verdächtiger als Herr Kachelmann.“ Er fordert die Ankläger zudem auf, „alle schuldspruchrelevanten Unterlagen“ vorzulegen. Daraufhin wehrt sich Gattner: „Hier werden haltlose Spekulationen in den Raum gestellt.“ Hintergrund des Streits sind Artikel in den Burda-Blättern „Focus“ und „Bunte“. Im „Focus“ von dieser Woche kommt eine angebliche Kachelmann-Freundin zu Wort und schildert, wie Kachelmann bei einer sexuellen Begegnung im Januar brutal geworden sei. Die Frau ist jedoch Schweizerin und verweigert eine Aussage in Mannheim. Nach Darstellung Schwenns hat lediglich Staatsanwalt Gattner mit ihr telefoniert, erst Wochen später sei die Kammer davon in Kenntnis gesetzt worden. „So macht man das nicht“, sagt Schwenn am Rande der Verhandlung. Die Praxis der Staatsanwaltschaft laufe in Anbetracht der „Focus“-Veröffentlichungen darauf hinaus, dass eine Zeugin „jeden Mist in die Welt setzt, ohne sich dabei einem Risiko auszusetzen“. Sollte sich die Zeugin im Prozess oder bei einer Einvernahme im Ausland äußern, „halten wir Beweise bereit, sie zu widerlegen“. Notfalls müssten sich auch die Staatsanwälte als Zeugen äußern, auch könnten ihre Vermerke beschlagnahmt werden. (Der Tagesspiegel)
10.11. Anwalt Schwenn ist sofort von null auf hundert: Breitseite gegen den lockenköpfigen Anklageverfasser Lars-Torben Oltrogge und den in Ehren ergrauten Oberstaatsanwalt Oskar Gattner: „Beide Herren sind um einiges verdächtiger als Herr Kachelmann!“ Nun schreit jeder jeden an. Schwenn (wettert): „Sie beten das Beweisprogramm der Staatsanwaltschaft nach!”! Richter (empört): „Es geht hier nicht ums Nachbeten!” Schwenn (braust auf): „Sie sind auf dem Holzweg!” Staatsanwalt Oltrogge (näselt mit überschlagender Stimme): „Protokollieren Sie das!” Richter (donnert): „Ich lasse mir die Prozessführung nicht aus der Hand nehmen!” Schwenn: „Mein Ton ist gemäßigt, durch Ihr Desinteresse tragen Sie zur Schärfe bei!” Oberstaatsanwalt Gattner (läuft rot an): „Sie haben kein Recht auf Narrenfreiheit!” Schwenn: „Alles Tatsachen!” Gattner: „Spekulationen!”
Schließlich holt der Kachelmann-Anwalt die große (Gerüchte-)Keule raus. Frage an MDR-Fernsehdirektor Wolfgang Vietze (64): „Hat Ihr Intendant berichtet, dass er von dritter Seite aufgefordert wurde, Kachelmann zu feuern?” Vietze: „Nein.” Schwenn: „Ist es richtig, dass diese dritte Person Herr Hubert Burda sein soll?” Vietze: „Nein.” Schwenn: „Sie haben nicht gehört, dass Burda den Intendanten aufforderte: ‚Schmeiß den Kachelmann raus’?” Vietze: „Nein.” Schwenn: „Kennen die sich?” Vietze: „Ja. Der MDR überträgt den Bambi. Ich weiß nicht, ob sie per Sie oder per Du sind.” Schwenn: „Was ist Bambi?” Vietze: „Der traditionsreichste Medienpreis Deutschlands.” Schwenn: „Ich dachte, das sei der Pulitzerpreis.“ (BZ)
10.11. Nun befragte RA Schwenn den Zeugen. – Achtung meine Lieben, jetzt wird´s interessant.
Schwenn: Wie wurde die Riverboot-Sendung mit JK beendet?
Zeuge: Durch einvernehmliche Kündigung
Schwenn: Und ohne einvernehmlich?
Zeuge: Aufgrund Schwierigkeiten der Termin- und Liveauftritte, die JK nicht einhalten konnte, kam es zum Ende. Das Kinderthema (Canada) war vordergründig der Grund.
Schwenn: Haben Sie mit irgendjemandem über den heutigen Termin geredet?
Zeuge: Ja, mit meiner Sekretärin.
Schwenn: Kennen Sie Prof. Reiter?
Zeuge: ja, das ist der Intendant von MDR
Schwenn: haben sie ihm auch Bescheid gegeben?
Zeuge: ja
Schwenn: warum und wie?
Zeuge: weil es selbstverständlich scheint und im Gespräch hätte er es ihm gesagt.
Schwenn: Haben Sie von 3. Seite gehört, das Reiter aufgefordert wurde, JK rauszuschmeißen?
Zeuge: nein
Schwenn: Prof. Reiter und Hubert Burda kennen die sich?
Zeuge: ja, die kennen sich, die Bambi Verleihung wird im MDR gemacht (oder so ähnlich)
Schwenn: Wissen sie, ob JK und H. Burda sich kennen?
Zeuge: wahrscheinlich (Edda als Prozessbesucherin am Dezember 10, 2010 um 16:48 Teil 36)
Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann
Datum: 10.12.2010 Kurzbeschreibung:
Der Vorsitzende der 5. Großen Strafkammer hat neue Hauptverhandlungstermine im Jahr 2011 bestimmt. Die vier weiteren Dezembertermine 2010 finden wie angekündigt statt.
Freitag, 10. Dezember 2010 9.00 Uhr Saal 1
Montag, 13. Dezember 2010 9.00 Uhr Saal 1
Montag, 20. Dezember 2010 9.00 Uhr Saal 1
Dienstag, 21. Dezember 2010 9.00 Uhr Saal 1
Mittwoch, 19. Januar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Donnerstag, 20. Januar 2011 13.30 Uhr Saal 1
Montag, 24. Januar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Dienstag, 01. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Donnerstag, 03. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Mittwoch, 09. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Freitag, 11. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Dienstag, 15. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Mittwoch, 23. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Freitag, 25. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Dienstag, 01. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
Donnerstag, 03. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
Montag, 21. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
Mittwoch, 23. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
Freitag, 25. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
Dienstag, 29. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
Donnerstag, 31. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
10.12. Zeitgeist 2010 :Kachelmann bewegt die Welt (http://www.tierschutznews.ch)
11.12. Zitat Tagesspiegel vom 10.12.2010:
„MDR-Fernsehdirektor Wolfgang Vietze bestätigt als Zeuge vor Gericht, mit Kachelmann habe es Probleme bei seinen Liveauftritten im MDR-„Riverboat“ gegeben. Kachelmann habe Termine nicht eingehalten, weshalb man die Zusammenarbeit mit ihm beenden wollte.“
Zitat Bericht Edda vom 10.12.2010
„Schwenn: Wie wurde die Riverboot-Sendung mit JK beendet?
Zeuge: Durch einvernehmliche Kündigung
Schwenn: Und ohne einvernehmlich?
Zeuge: Aufgrund Schwierigkeiten der Termin- und Liveauftritte, die JK nicht einhalten konnte, kam es zum Ende. Das Kinderthema (Canada) war vordergründig der Grund.“ (Ottilie Dezember 11, 2010 um 19:39 Teil 36)
http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Kachelmann-und-die-TVKommissarin-/story/19570152
Anmerkung: Der Beitrag von Thomas Knellwolf ist total aus dem Internet verschwunden! Ich frage mich ob Burda, neben der Bunten und Schnittmustern auch Bücher verlegt?
11.12. Thomas Knellwolf berichtet, dass der Verleger Herbert Burda die Verbannung Jörg Kachelmanns vom Bildschirm nicht erst seit gestern angestrebt haben soll. Kachelmann und die Herbert Burda-Gattin Maria Furtwängler haben sich scheinbar viel zu gut gekannt – und in jeder Beziehung verstanden. Kachelmann hat daraus kein Geheimnis gemacht; er hat es seiner “Umweltaktivistin” erzählt – und die dem Gericht. Die Talkshows Kachelmanns «Kachelmanns Spätausgabe» und das Unterhaltungsprogramm «Riverboat» wurden 2009 vom MDR abgesetzt. Vielleicht auf Herbert Burdas Intervention…
Maria Furtwängler will zu Kachelmann nichts sagen; sie verschanzt sich hinter ihrer Arbeit. Als Tatort-Kommissarin Lindholm. (SideEffects http://litart.twoday.net/stories/kachelmann-und-maria-furtwaengler/modTrackback)
11.12 Kachelmann-Verfahren: “Der deutsche Strafprozess – krank an Haupt und Gliedern” Professor Dr. Bernd Schünemann, Ordinarius für Strafrecht an der Universität München, sieht derartige Schieflagen in der deutschen Justiz annähernd regelhaft: “Mit gewaltigen Konsequenzen ist die Stellung der Polizei im Ermittlungsverfahren in mehrfacher und sich wechselseitig potenzierender Weise so radikal verstärkt worden, dass die Kontrolle durch die Justiz weitgehend paralysiert und diejenige durch die Verteidigung praktisch beseitigt worden ist.”( http://www.psychologie-aktuell.com/news/aktuelle-news-psychologie/news-lesen/article/2010/12/11/1292046265-kachelmann-verfahren-der-deutsche-strafprozess-krank-an-haupt-und-gliedern.html )
11.12. Fährt er den Prozess absichtlich an die Wand? Der Hamburger Verteidiger verdächtigt die Staatsanwälte, sie hätten Ermittlungsergebnisse an die Presse weitergegeben. «Die beiden Herren mir gegenüber sind um einiges verdächtiger als Herr Kachelmann», sagt er.
Konkreter wird er nicht, verlangt dafür eine Durchsuchung der Staatsanwaltschaft. Schwenn will auch die Redaktions-Räume von «Focus» und «Bunte» auf den Kopf stellen. Seine Theorie: «Es gibt konkrete Anhaltspunkte dafür, dass sich hier Schriftstücke und Datenträger befinden, die geeignet sind, den Angeklagten zu entlasten.» Worauf zielt Kachelmanns Anwalt mit seinen Attacken? Handelt es sich um ein «vordergründiges Ablenkungsmanöver», wie es die «Focus»-Chefs nennen. Ist es ein gezielter Versuch, Journalisten zu kriminalisieren? Oder peilt Schwenn, dem die «Zeit» schon 2001 «eine Lust am Duell, am Hauen und Stechen» attestierte, sogar einen Prozessabbruch an?
Auch Richter Michael Seidling muss seinen Posten verteidigen – ohne (Sch)Wenn und Aber: «Ich lasse mir hier nicht die Prozessführung aus der Hand nehmen (Blick)
12.12. KACHELMANN PROZESS – STAATSANWALTSCHAFT präsentiert weitere LÜGENZEUGIN Während Alice Schwarzer munter ihre verbalen Ergüsse verbreitet, fanden BILD am Sonntag Redakteure heraus, dass die neue Zeugin offenkundig lügt. Die süsse Fotografin feierte angeblich monatelang krank, obwohl sie drei Tage nach ihrer Affäre mit Jörg Kachelmann am Züricher Flughafen fotografiert. http://www.pressinfocom.com/1/KACHELMANN-PROZESS—STAATSANWALTSCHAFT-_566159.html)
12.12. Kachelmann Prozess: Simsalabim eine neue Opfer-Zeugin
Sieh da, eine Neue! Nach der Sicherstellung und Auswertung des Handy’s von Jörg Kachelmann zog jetzt (reichlich spät) die Staatsanwaltschaft ein neues Opfer aus dem Hut. Linda, so ihr geänderter Name, behauptet, dass Jörg Kachelmann sie im Januar 2010 brutal “genommen” hätte und ihr große Angst eingeflößt habe. (http://www.samuidevelopment.com/2010/12/12/kachelmann-prozess-simsalabim-eine-neue-opfer-zeugin/)
12.12.Die Empörung der Damen, die schon am Telefon bereit sind, intimste Details aus ihrem Leben preiszugeben, richtet sich überwiegend gegen bekannte Verlagshäuser. Es scheint, bei diesen Medien hat ein Umdenken stattgefunden und die Preise für Kachelmann-Zeuginnen wurden drastig gesenkt. Zeugenaussage, inklusive Exklusiv-Interview und Foto-Shooting bringt derzeit nicht mal mehr € 5.000,- ein, ein absoluter Hungerlohn für qualifizierte Berufszeuginnen.(http://www.neu-news.de/content/kachelmann-prozess-opfer-beschweren-sich)
20. Prozesstag 13.Dezember 2010
13.12. Am Rande der Vernehmung kam es hinter verschlossenen Türen und ohne Kameras wieder zu einem lautstarken Wortgefecht im Gerichtssaal. Kachelmanns Anwalt sagt, an ihm liegt das nicht. Der Vorsitzende Richter habe den Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge zurückgewiesen. “Schreien tut die Staatsanwaltschaft. Ich mache nur den Rechtsstandpunkt der Verteidigung geltend. Und wer das als Krawall bezeichnet, ist im falschen Film”, so Schwenn.
Der Rechtsmediziner Bernd Brinkmann hat am Montag im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann ausgesagt. Brinkmann war ursprünglich von der Verteidigung als Sachverständiger geladen, dann aber vom Landgericht Mannheim als befangen abgelehnt worden. Er sagte am Montag deshalb nicht als Gutachter, sondern als sachverständiger Zeuge aus. Das bedeutet: Er durfte nur über seine Wahrnehmungen sprechen, jedoch vor Gericht keine Schlussfolgerungen daraus ziehen. (Focusonline)
13.12.Gutachter Brinkmann erklärte nun, die Struktur der Hämatome an den Oberschenkeln lasse auf Schläge mit Fäusten schließen, nicht auf statische Verletzungen mit den Knien bei einer Vergewaltigung. Auch habe das Messer bei seinem Versuch keine Doppelspur hinterlassen, wie bei der Ex-Freundin des Angeklagten. Zum Beweis legte er dem Gericht Fotos vor. Einige der Bilder, die der Rechtsmediziner mitgebracht hatte, waren auch von den Zuschauerbänken aus zu erkennen. Fotos von Blutergüssen auf den Oberschenkeln der Frau, die Jörg Kachelmann vergewaltigt haben soll, rötlich-violett auf blasser Haut.
Auch Kachelmann schaute die Bilder laut Prozessbeobachtern an, mit seiner Verteidigerin über die Fotomappe gebeugt. Dann machte er einen angedeuteten Faustschlag, als wollte er etwas demonstrieren.(Spiegel)
13.12. Um die Aussage des 71 Jahre alten Rechtsmediziners Bernd Brinkmann hatte es im Vorfeld einigen Wirbel gegeben: Ursprünglich war er von der Verteidigung Jörg Kachelmanns als Sachverständiger geladen, dann aber vom Landgericht Mannheim als befangen abgelehnt worden. Er sagte am Montag deshalb nicht als Gutachter, sondern als sachverständiger Zeuge aus.
Die langjährige Ex-Freundin Kachelmanns behauptet, sie sei am 9. Februar mit einem Messer bedroht und vergewaltigt worden. Bei ihr wurden blaue Flecke an den Oberschenkeln und Kratzspuren am Hals festgestellt.
Brinkmann sagte, er habe im Versuch ein Küchenmesser an den aufgelegten Oberarm eines Kollegen gepresst und dann die Kratz- und Druckspuren geprüft. Außerdem schlug er sich selbst mit Fäusten an seine Oberschenkel. Brinkmann legte der Strafkammer zahlreiche Fotos vor. Danach habe es bei seinen Experimenten mit dem Messer keine Doppelspur gegeben, wie sie bei der Ex-Freundin am Hals aufgetreten waren. Auch die Struktur der Hämatome an den Oberschenkeln lasse auf Schläge mit Fäusten schließen, nicht auf statische Verletzungen mit den Knien bei einer Vergewaltigung.
13.12 Maschera Gesendet am 13.12.2010 um 17:39
Jetzt möchte ich jedoch schon die „Schlussworte“ von RA Schwenn zur Sprache bringen. Es war RA Schwenn ein Bedürfnis, Prof. Dr. Brinkmann noch einige Fragen zu stellen.
RA Schwenn will wissen wie Prof. Dr. Brinkmann, als er noch als Sachverständiger im Prozess zugegen war behandelt wurde. Wie seine Durchsuchungen durchgeführt wurden und wie die Staatsanwaltschaft ihn behandelt habe?
Diese Fragen sind Prof. Dr. Brinkmann sichtlich unangenehm, aber er setzt zu seiner Schilderung an. Er schickt vorab, dass seine Eindrücke natürlich nicht frei von subjektiven Empfindungen seien. Sein Eindruck sei gewesen, dass die Dimension der Sicherheitsbedingungen schon sehr außergewöhnlich gewesen sei. Er hätte das so bei anderen Prozess-Besuchern/Gutachter-Kollegen nicht gesehen!
Die Untersuchungen seien sehr lange gewesen und intensiv und im wesentlichen auch direkt am Körper. Taschen abgetastet, etc.
Zwischenbemerkung von RA Schwenn an Dr. Bock: Würden sie sich das bitte anhören Dr. Bock? Oder sind diese Ausführungen für sie nicht interessant und sie besprechen lieber etwas mit ihrem Kollegen Richter Seidling?
Richter Bock: Wir haben uns nur kurz beraten. In diesem Augenblick schreit StA Oltrogge völlig außer Fassung dazwischen:. Ich konnte nicht verstehen was. Richter Bock fährt StA Oltrogge sehr deutlich an,: jetzt sind Sie mal still Herr Oltrogge! StA möge ihn zu Wort kommen lassen!
StA Oltrogge hört zunächst nicht und spricht weiter, :“ Ich beanstande die Weise“ . Richter Bock wird NOCH deutlicher laut: „Es reicht aber wirklich!“ Wir wollen uns doch um Sachlichkeit bemühen, bevor Prof. Dr. Brinkmann weiter spricht. Er erklärt, seine kurze Besprechung mit Richter Seidling habe mit Desinteresse nicht zu tun.
RA Schwenn fährt fort und bringt an: wie „verständig“ die Staatsanwaltschaft sich Prof. Dr. Brinkmann gegenüber verhalten habe, wenn die Kammer NICHT dabei war…..
StA Oltrogge steht auf und schreit: das ist ihre Behauptung!
RA Schwenn, wäre nicht RA Schwenn, wenn er sich aus der Ruhe bringen lassen würde. Also fährt er ganz ruhig fort. Ein kurzer Einwurf in Richtung Medien kam dann doch noch. Sie sollen doch notieren, dass dies KEIN Schreiduell sei, also zumindest nicht von seiner Seite!
Nun kommt von Richter Seidling die Bemerkung, diese extreme Durchsuchung sei auf SEINEN Anlass hin vorgenommen worden an Prof. Dr. Brinkmann. (????????)
RA Schwenn lässt nun Prof. Dr. Brinkmann beschreiben wie es ihm als Sachverständiger im Saal ergangen sei. Nun trug es sich wohl so zu, dass Herrn Prof. Dr. Brinkmann am ersten Tag ein Platz angewiesen wurde, nachdem er sich als Sachverständiger ausgewiesen hatte. Dies geschah durch einen Beamten. Kurz vor Beginn der Verhandlung kam StA Oltrogge auf ihn zu und sagte ihm, er solle seinen Platz verlassen. Er sitze auf einem Gutachter-Platz der Anklage. Wo er sich denn sonst hinsetzen soll, habe Prof. Dr. Brinkmann ihn gefragt? Die Antwort von StA Oltrogge lautete: Das sei ihm egal!
RA Schwenn tat zum Schluss noch Kund, dass, das Verhalten des Staatsanwaltes Oltrogge sehr dazu beigetragen hat, dass der Angeklagte den Verdacht auf Befangenheit hat. Des Weiteren teilte er mit, wenn Frau Dr. Greuel ausscheiden müsse, so habe sie das auch StA Oltrogge zu verdanken.
13:50 Uhr: Richter Seidling sagt, das Programm für heute sei abgeschlossen und die Verhandlung beendet.( Teil 37)
13.12. Jörg Kachelmann verabschiedet sich vom Fernsehen(Stern.de)
Mit ihm wird es kein Wetter mehr geben: Jörg Kachelmann sieht sich gezwungen, seine Karriere als Wetter-Moderator zu beenden und will nicht mehr vor der Kamera stehen. Staatsanwaltschaft und Medien hätten ihm eine weitere TV-Fernsehlaufbahn kaputt gemacht, indem sie sein “angebliches Privatleben” in die Öffentlichkeit gezerrt hätten, klagt der einstige ARD-Wetterexperte. Seit September muss er sich vor dem Mannheimer Landgericht verantworten, die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine ehemalige Freundin vergewaltigt zu haben. Der 52-jährige Schweizer bestreitet die Vorwürfe. Aber der Verdacht der Vergewaltigung lastet schwer auf dem Moderator, der bislang eigentlich als netter Wetterfrosch galt. Als Autodidakt hat der Schweizer viel Geld mit dem TV-Wettergeschäft gemacht, seine Firma Meteomedia erwirtschaftet mit rund 100 Mitarbeitern mehrere Millionen Euro im Jahr. Zum Jahresrückblick 2010
14.12. Im Zweifel gegen den Angeklagten?
Der neue Anwalt Jörg Kachelmanns polemisiert auch als Autor: Johann Schwenn zieht gegen den Opferschutz bei Sexualdelikten ins Feld. Seine Fallbeispiele sind ebenso haarsträubend wie seine rechtspolitischen Thesen brisant.
(Oliver Tolmein bei http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E17B1ADBD38CE428FAEF3C90909DCA56C~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
15.12. Fazit :Es erscheint zweifelhaft, dass Kachelmann eine Vergewaltigung bewiesen werden kann, zumal sich in seiner Aussage einige gewichtige Realkennzeichen finden. Zudem fehlt Kachelmann ein plausibles Motiv für eine Vergewaltigung. Wahrscheinlicher ist, dass das mutmaßliche Opfer die Vergewaltigung vorgetäuscht und dieses von langer Hand als Racheakt geplant hat. Das mutmaßliche Opfer hatte nicht nur ein Motiv dafür, auch die Aussagen der Sachverständigen und Gutachter weisen in diese Richtung. (http://www.psychomeda.de/psychologie-blog/wie-glaubwuerdig-kachelmann.html)
16.12. Kachelmann dominiert Personensuche 2010. Jörg Kachelmann selbst ist unangefochtener Spitzenreiter der meistgesuchten Personen 2010 auf Yasni. Die häufige Suche nach Zeugin Claudia Dinkel unterstreicht zusätzlich das breite öffentliche Interesse am Prozess um den Wetter-Moderator.( http://blog.yasni.de/business/kachelmann-dominiert-personensuche-2010/)
17.12. Dass Schwenn es fertiggebracht hat, sich knapp drei Monate nach Beginn in den Prozess zu drängeln, wurde selbst in Kreisen renommierter Strafverteidiger als äußerst ungewöhnlich bewertet. Als Strippenzieherin im Hintergrund galt bislang Sabine Rückert, Gerichtsreporterin der „Zeit“. Seit Kurzem kursierte eine Mail, die sie Birkenstock im Mai geschickt haben soll. Darin empfahl die Journalistin dem Juristen, „einen Kollegen einzubinden, der Verfahren dieser Art gewachsen ist. Wenn Sie mein Buch gelesen haben, wissen Sie, wen ich in einem solchen Falle wählen würde.“ Das Buch, das sie meint, heißt „Unrecht im Namen des Volkes: Ein Justizirrtum und seine Folgen“. Der Anwalt, um den es geht, ist Schwenn, mit dessen Hilfe sie es verfasst hat. Doch Birkenstock reagierte nicht.
Wenig später machte Rückert gleich auf mehreren „Zeit“-Seiten deutlich, was sie von der Verteidigerarbeit des Kölners hält: nicht viel. Sie warf Birkenstock einen „Schmusekurs“ vor: „Auf leisen Sohlen verteidigt man nicht den Unschuldigen, sondern den Täter.“(Waldeckische Landeszeitung http://www.wlz-fz.de/Welt/Buntes/Uebersicht/Garbsener-ueberzeugt-Kachelmann-von-Anwalt-Schwenn)
16.12. «Medienknall» angekündigt Wenig später soll Kachelmann den Herrn angerufen haben, der von Schwenn in einem aufwendigen Revisionsverfahren nach fünfeinhalb Jahren aus dem Gefängnis geholt worden war. Zum Schluss des etwa zehnminütigen Gesprächs habe Kachelmann gesagt: «Sie sind schuld, wenn es nächste Woche einen Medienknall gibt.»
Der Ratschlag aus Norddeutschland gepaart mit einer grossen Unsicherheit über den Verfahrensausgang in Mannheim liess den Schweizer Angeklagten wohl kurz darauf erneut zum Hörer greifen. Kachelmann wählte die Nummer von Rechtsanwalt Johann Schwenn in Hamburg. Vier Tage später liess er seinen bisherigen Verteidigern Reinhard Birkenstock und Klaus Schroth mitteilen, dass er ab sofort auf ihre Dienste verzichte. Es gab einen «Medienknall».
«Leise rieselt der Schnee», sagte Reinhard Birkenstock am Mittwoch spät, als er vom «Tages-Anzeiger» vom Inhalt des «Zeit»-Berichts erfuhr. Dann fügte er noch hinzu, dass er zum Fall Kachelmann nichts sagen werde.
Die ganze Sache hat ein Vorgeschichte: Birkenstock war bereits im Mai von Sabine Rückert, der Verfasserin des «Zeit»-Artikels, in einer E-Mail, die dem TA vorliegt, empfohlen worden, «einen Kollegen einzubinden, der Verfahren dieser Art gewachsen ist». Rückert nannte namentlich Johann Schwenn, mit dem es in anderen Fällen bereits eine «Zusammenarbeit zwischen Verteidigung und der ‹Zeit›» gegeben habe. Birkenstock trat nicht darauf ein. Denkbar wäre nun, dass das Duo Rückert/Schwenn den norddeutschen Karosseriebauer zum E-Mail-Schreiben ermutigt hat, um Kachelmann zum Verteidigerwechsel zu bewegen. Rückert beteuert aber, dass sie von der Absetzung Birkenstocks und der Einsetzung Schwenns ebenfalls am Tag des «Medienknalls» überrascht worden sei. Auch Schwenn sagt: «Denken Sie nicht daran, dass ich etwas damit zu tun habe. » (Knellwolf/BaslerZeitung)
21. Prozesstag Montag, 20. Dezember 2010
20.12. Nach Angaben des Gutachters vom Landeskriminalamt (LKA) befinden sich am Messergriff sowohl Spuren, die auf das mögliche Opfer hinweisen, als auch eine, allerdings geringere Spur, die auf Kachelmann hindeutet. „Wenn eine Person das Messer mehrere Minuten in der Hand gehabt hat, dann würde ich ein eindeutigeres Ergebnis erwarten“, sagte der Sachverständige Gerhard Bäßler am Montag vor dem Landgericht Mannheim.
Der Gutachter betonte, dass es sich bei der Spur am Messergriff um eine „Mischspur an der Nachweisgrenze“ handele. Die geringe Spur könne auch auf die glatte Oberfläche zurückgeführt werden. Eine andere Möglichkeit sei, dass die Spur in der Tüte der Spurensicherung verloren gegangen sei.
Eindeutiger sei die Spur dagegen an der Messerklinge. Hier fand der Sachverständige eine Spur, die dem möglichen Opfer, Kachelmanns langjähriger Freundin, zuzuordnen sei. Allerdings sei auch die Blutspur am Küchenmeser gering gewessen. Es habe sich um „winzige Abtragungen“ gehandelt, sagte Bäßler und fügte hinzu: „Es gibt hier nicht die klare Aussage: So muss es gewesen sein.“ (http://www.focus.de/panorama/welt/fall-kachelmann-wenig-dna-am-messer-viele-fragezeichen_aid_583369.html)
Anmerkung: Der komplette Artikel strotzt nur so von Fehlern
20.12. Mit diesem Messergriff und was auf ihm zu finden ist, beschäftigen sich auch Gutachter der Verteidigung, die Rechtsmediziner Markus Rothschild und Klaus Püschel und der DNA-Experte Steven Paul Rand. Sie schalten sich so intensiv wie bisher nie in die Verhandlung ein. Wenn auch vieles davon einer Debatte unter Experten über Nachweismethoden gleicht, bei denen das Publikum nur Bahnhof versteht, so konzentriert sich doch das hartnäckige Nachfragen auf einen Punkt. Müssten nicht an dem Messergriff wesentlich mehr Hautpartikel von Kachelmann zu finden sein, wenn er, wie von der Nebenklägerin geschildert, das Messer so lange an ihren Hals gehalten hat?
Bäßler spricht von „einem sehr schlechten Befund“. Und müssten nicht deutlich mehr Partikel von Sabine W. im gesamten Bereich der Schneide sein, wenn diese über so viele Minuten an ihrem Hals war? „Schon“, sagt Bäßler. Ganz grundsätzlich sagt er noch, dass „ab einem bestimmten Limit es bei der DNA-Analyse nicht mehr um den sicheren Fakt geht“.
Der Gutachter des LKA berichtet von weiteren Untersuchungen. So fanden die Kriminaltechniker an einem Tamponfaden eindeutig die DNA des Angeklagten, aber nicht die von ihr. Ein anderer Punkt betraf das Sofa im Wohnzimmer. Kachelmann schilderte den fraglichen Abend so, dass Sabine W. und er nach einvernehmlichem Geschlechtsverkehr gemeinsam auf dem Sofa gesessen und gegessen hätten. Die Polizei sicherte daraufhin nach der Festnahme Kachelmanns, mehr als sechs Wochen nach der vermeintlichen Tat, mögliche Spuren auf dem Möbelstück. Doch bei der Analyse fand sich kein Hinweis auf Sperma des Angeklagten auf dem Sofa, was seine Darstellung unterstützt hätte. (Frankfurter Rundschau)
20.12. “Wenn eine Person das Messer mehrere Minuten in der Hand gehabt hat, dann würde ich ein eindeutigeres Ergebnis erwarten”, sagte der Sachverständige Gerhard Bäßler vor dem Landgericht Mannheim. Der Gutachter betonte, dass es sich bei der Spur am Messergriff um eine “Mischspur an der Nachweisgrenze” handele.
Allerdings ist es nach Auffassung des Sachverständigen auch möglich, dass im Nachhinein Spuren verlorengegangen sind. “Es kann sein, dass ein Kontakt stattgefunden hat.“ (Süddeutsche.de)
20.12. Und wieder Maschera am 22.12 aufbereitet und korrigiert um 18:18
Nun geht es RA Schwenn sinngemäß darum, wieso dieser Spurenverlust immer wieder angeführt werde. Ob denn so schlampig gearbeitet werde, dass so viele Spuren verloren gehen können?
Bäßler spricht von ganz normalem Spurverlust.
Schwenn: bemerkt, durch die Verzackung könne der Spurenverlust geringer sein? (Ja)
Bäßler: es gibt keinen Hinweis, dass mit dem Rücken und der Schneide eine Verletzung durchgeführt wurde.
Rand: will wissen: Wenn es flächenhaften Kontakt gegeben hat, könnten Sie dann nur die Punkte finden, die Sie gefunden haben?
Bäßler: Nicht die gesamte Klinge wurde untersucht. Es wurden Stichproben entnommen.
Combé: Gab es Blutspuren, seien das eher „Tropfen“?
Bäßler: es gäbe ganz kleine Spuren, unter einem Millimeter.
Hier sind Details wieder nicht zu verstehen. Alle Gutachter gehen nach vorne. Nur Greuel und Pleines nicht. RA Franz bleibt auch immer auf seinem Platz sitzen.
Oltrogge: Spricht nun die Transportsituation an. Er hat sich da auf die Frage von Schwenn hinsichtlich der Spurenverluste durch die Spurensicherung bezogen. Oltrogge erwähnt einen Spezial-Karton. Er habe ein Vermerk von Hr. Knopf: vom 10.02.10. Sonderband KTU. Messertransportkarton. Messer bleibt unbehandelt.
Bäßler: da kann ich Spurenverlust fast ausschließen! Spurenverlust ist zu vernachlässigen.
Oltrogge: Bei der daktyloskopischen Untersuchung [= Untersuchung auf Fingerspuren] wird mit Handschuhen gearbeitet. Die Rede kam auf eine „Dampfkammer. Ob bei diesen Untersuchungen ein Verlust von Spuren stattfindet?
Bäßler: betont wieder, dass natürlich der Umgang mit dem Material verantwortlich ist für Spurenverlust.
Mattern: Wurden die Spuren von Messer „abgepickt“?
Bäßler erklärt: Das Präparieren wurde auf „Verdacht“ vorgenommen. Kleine weiße Partikel wurden abgesucht. „Auf Verdacht“.
Mattern: Fand die Untersuchung unter Mikroskop statt? (Da muss ich wohl die Art des Mikroskops nicht mitbekommen haben, denn ohne ein Mikroskop können solche Untersuchungen wohl kaum stattfinden).
Bäßler: Man fand am Griff einzelne Schüppchen.
Rotschild: kommt auf den „MM Tatablauf“ zu sprechen, wie er Hr. Bäßler von Hr. Knopf geschildert wurde. Wann denn das MM Opfer, bzw. Zeugin das Messer gespürt hätte.
Bäßler: so viel er weiß, von der Küche bis ins Schlafzimmer. Sie habe zwischendurch versucht wegzukommen. War ihr nicht gelungen und dann habe sie das Messer wieder gespürt. Während des Geschlecht-Aktes habe sie die ganze Zeit das Messer am Hals gespürt.
Bäßler: sagt: er habe mehr Spuren erwartet. Zumal ja nun auch noch mal geklärt worden war, dass das Messer sicher transportiert wurde.
Püschel: Frage zum Griff/Schneide. Wenn das Messer am Hals in den ganzen Phasen gehalten wurde, hätten Sie mehr Spuren erwartet?
Bäßler: Ja.
Püschel: Frage zu der kreuzweisen Übertragung an den Gläsern. Könnte das auch beim Messer gelten?
Bäßler: eigentlich ja.
Rand: Wo waren Hautspuren? Wenn das Messer gesamt an den Hals gehalten wurde, hätten Sie mehr Spuren erwartet?
Bäßler: Ja!
Rand: Wo waren Epithelspuren? (GENAU). Wo haben sie Epithelschüppchen gesehen?
Bäßler: erklärt wieder, dass Stichproben gemacht wurden. Also nicht das gesamte Messer untersucht wurde.
Rand: Er hätte schon erwartet, dass der ganze Klingenbereich untersucht wird.
Bäßler: Es seien größere Bereiche untersucht worden.
Rand: Im mittleren Bereich wurde nichts gefunden?
Alle gehen vor zum Richterpult.
Bäßler: erklärt, Spitze sei extra untersucht worden. Rücken auch und Bereiche auf der Klinge.
Rand: Wenn es flächendeckender Kontakt mit dem Hals gegeben hat, hätte man das doch sehen müssen?
Bäßler: wenn das der Fall gewesen wäre, hätte man das protokolliert.
Püschel: Wenn das Messer Kontakt mit dem Hals der Zeugin hatte und es Spuren gab. Dann hätte man, andersherum ja evtl. auch Spuren am Hals vom Messer finden können? Partikel vom Messer evtl. mit Klebefolie gesichert?
Bäßler: Diese Untersuchung sei ihm nicht bekannt.
Das entspricht dem, was man in den Zeitungen lesen konnte. Interessant ist allerdings, daß Bäßler zunächst Thesen erörterte, die erklären könnten, warum auf dem Messer so wenig Spuren waren, bis er dann einräumte, daß er sich selbst auch sehr über den mageren Befund gewundert habe, der mit der Tatschilderung nicht vereinbar ist. Oltrogge hat erst auf Schwenns Vorwurf wegen schlampiger Ermittlungsmethoden auf die korrekte Handhabung (also kein Eintüten, wie es Bäßler voraussetzte) durch die Polizei verwiesen.
Unklar bleibt, ob die von Oltrogge angesprochene Fingerspur-Überprüfung (Besprühen mit Ninhydrin-Lösung, Aufbewahren in einem Bedampfungsschrank, woraufhin die Spuren lila-blau sichtbar werden) vor der DNA-Untersuchung nun stattgefunden hat oder nicht. Püschel weist auf ein Unterlassen der Rechtsmedizin (Mattern), Untersuchung des Halses auf Spuren des Messers hin. Ob Metall Mikrospuren hinterläßt, ist mir unbekannt.(Teil 38)
20.12. Es ist viel um E-Mails gegangen in den Medien, die das Verfahren gegen den Angeklagten Jörg Kachelmann begleiten: E-Mails des Wettermoderators an seine zahllosen Geliebten. E-Mails diverser Exfreundinnen an die Staatsanwaltschaft Mannheim. E-Mails von Journalisten an verschiedene Exgeliebte. Eine E-Mail der ZEIT- Gerichtsreporterin an Kachelmanns früheren Verteidiger. E-Mails der Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer an das angebliche Vergewaltigungsopfer Simone* und retour.
Nur von einer E-Mail ist noch nicht die Rede gewesen. Sie wurde am 24. November 2010 um 23.18 Uhr unter dem Betreff »wichtig« an die Schweizer Wetterfirma Meteomedia geschickt und lautet so: »Guten Tag, Herr Kachelmann. Ich weiß nicht, ob diese Mail Sie persönlich erreicht, aber ich glaube, dass ich es mal auf diesem Weg versuchen sollte. Mein Name ist Ralf Witte und ich bin vor kurzem am Landgericht Lüneburg von dem Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden, dank meines Verteidigers, Johann Schwenn aus Hamburg. Ich verfolge Ihren Fall mit großem Interesse und ich glaube, Sie sind nicht in den besten Händen mit Ihrem Anwalt. Sicher ist es sinnvoll, es gar nicht erst zu einer Revision kommen zu lassen, doch ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass Sie mit Ihrem Anwalt eine brauchen werden. Wenn es die Möglichkeit gibt, Sie mal persönlich zu sprechen, würde ich mich über einen Anruf freuen.« (Weiterlesen: Sabine Rückert, Schlacht um Kachelmann: http://www.zeit.de/2010/51/DOS-Kachelmann)
»Es geht auch um Geld« Kachelmanns Verteidiger Schwenn über den Kampf vor Gericht
DIE ZEIT: Herr Schwenn, seitdem Sie der Verteidiger des Angeklagten Kachelmann sind, ist das Gericht in Mannheim zu einem Ort des Krawalls geworden. Sie attackieren Staatsanwälte, Sachverständige und Zeugen. Was bezwecken Sie damit?
Johann Schwenn: Was Sie Krawall nennen, ist der Versuch, ein entgleistes Verfahren mit deutlichen Worten und den richtigen Anträgen in Ordnung zu bringen. Die von mir angegriffenen Staatsanwälte haben Herrn Kachelmann durch ungeeignete, auf Demontage seines Ansehens und seiner beruflichen Existenz angelegte Ermittlungen nach Kräften beschädigt und haben deshalb keinen Grund, sich über einen Verteidiger zu beschweren, der endlich darauf angemessen reagiert. Eine Sachverständige, die haltlose Spekulationen anstellt, darf sich nicht wundern, wenn der Angeklagte sie deshalb wegen Besorgnis der Befangenheit ablehnt. Und Zeugen, die ihre Aussagen nach Honorierung von interessierter Seite zum Nachteil unseres Mandanten ändern oder das Verfahren nutzen wollen, um für sinistre Therapien Reklame zu machen, zählen besser nicht darauf, dass die Verteidigung dazu schweigt.( Weiterlesen: Gespräch mit STEFAN WILLEKE Die Zeit)
22. Prozesstag Dienstag, 21. Dezember 2010
21.12 Auf dem Programm stand die erneute Vernehmung der Polizistin Lapsit.
CSD Anwalt Franz (war anwesend) hatte offensichtlich am Vortag einen Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit per Fax an die Gerichtsgeschäftsstelle gestellt. RA Schwenn hatte nichts dagegen, solange es um intime Details von Frau Dinkel geht.
Zu den Vorgängen rund um die Festnahme von Jörg Kachelmann am Frankfurter Flughafen am 20.03.2010, bei der Frau Lapsit beteiligt war, fordert Schwenn jedoch ausdrücklich die Zulassung der Öffentlichkeit.
In Frankfurt dabei war u.a. ein KHK (Kriminalhauptkommissar) Dietrich. Schwenn sagte, nach Studium der Protokolle sei ihm aufgefallen, dass auch eine Polizeimeisterin zur Anstellung (einfach ausgedrückt: Auszubildende) Dietrich bei der Festnahme zugegen war. Hier wäre zu klären, ob zwischen dem KHK und der PM z.A. eventuell eine verwandtschaftliche Beziehung bestehe. Eine Festnahme bei der gleichzeitig Beamte der Kripo und der Schutzpolizei zugegen sind, wäre ohnehin ungewöhnlich. Schwenn wörtlich: „Das gibt es sonst nur im Fernsehen“. Die PM z.A. Dietrich soll sich die Festnahme zeitweise grinsend angeschaut haben.
Dies sind Sachverhalte, die sehr wohl in die Öffentlichkeit gehören, sagte Schwenn sinngemäß.
Das Gericht zog sich zur Beratung zurück. Seidling verkündete nach relativ kurzer Zeit den Ausschluss, sagte aber, dass über eine Wiederzulassung der Öffentlichkeit später entschieden werden soll.
Es war ca. 9.40 Uhr und wir waren schon wieder draußen. Im Gespräch mit anderen Zuschauern stellte sich heraus, dass viele wohl den hochnäsigen FAZ Artikel von Klaubert gelesen hatten. Neben anderen hier im Blog schon erwähnten dummen Bemerkungen stand da ja auch „gelangweilte Rentner … usw.“ (die ja nicht nur aus Mannheim kommen).
Zur Mittagspause kurz nach 13:00 sprach Schwenn zunächst in Kameras und Mikrofone, meines Erachtens mit einem Seitenhieb gegen RTL. Vielleicht hatte er auch etwas von der unterirdischen „Berichterstattung“ der RTL Senderfamilie (u.a. RTL, VOX, n-tv) vom Wochenende mitbekommen.
Schwenn war dann auch sichtlich froh, als die Kameras und Mikrofone dann mal aus waren. Bevor er zum Mittagessen ging, unterhielt er sich auch mit uns Zuschauern. Er sagte, dass die Verhandlung wahrscheinlich nach 14:00 Uhr zunächst noch ca. 30 Minuten nicht öffentlich fortgeführt und danach die Öffentlichkeit wieder hergestellt werden soll. Wörtlich sagte er: „Sie werden nicht enttäuscht!“
Ca. 15:10 Uhr: Die Zuschauer dürfen wieder in den Saal. Schwenn beantragt den Ausschluss der Zeugin Lapsit, bis über den Antrag die Öffentlichkeit wieder herzustellen formell entschieden ist. Seidling schickt Lapsit darauf kurz raus.
Um ca. 15:17 ist die Öffentlichkeit auch wieder formell hergestellt. Lapsit kommt wieder rein.
Zunächst geht es um ein „Zeugenschutzprogramm“ der PD Heidelberg, die Zusammenhänge haben wir nicht ganz verstanden.
RA Schwenn fragt Frau Lapsit ob und in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis KHK Dietrich und PM z.A. Dietrich stehen. Lapsit: „ Er ist der Vater“. Lapsit meint, dass die Beiden zusammenarbeiten wäre angeblich Zufall und nicht ungewöhnlich. RA Schwenn sagt, dass er das für überaus ungewöhnlich hält. RA Schwenn fragt wann der letzte Kontakt zwischen Frau Lapsit und Herrn Dietrich war. Lapsit: „Gestern“.
Dann zu den Vorkommnissen rund um die Festnahme von JAK. Von wem wurde Herr Kachelmann festgenommen? Lapsit: „ Von den Beamten Dietrich , Fischer und Krämer.
RA Schwenn sagte, dass Frau Kolbus (war glauben wir die Begleitung von JAK) sagte, eine Polizistin hätte bei der Festnahme gegrinst (offensichtlich die Dietrich Tochter).
RA Schwenn mahnt an, dass bei dieser Festnahme eines möglicherweise Unschuldigen, von den Beamten ein völlig unangemessenes Verhalten an den Tag gelegt wurde.
Schwenn sagt zwischendurch, die „Vereidigung sei eigentlich nicht mehr üblich“, aber er denke darüber nach den Antrag zu stellen, sie (Lapsit) vereidigen zu lassen. Sie (Lapsit) hätte die Gelegenheit Aussagen, die sie bei ihrer ersten Vernehmung gemacht habe, hier heute richtig zu stellen.
Dann wurden von RA Schwenn und danach auch von RA Combe´ noch Fragen zur Festnahme JAK gestellt, die unserer Meinung nach zum Teil ausweichend und unsicher von der Zeugin Lapsit beantwortet wurden. Lapsit hatte CSD ja auch zu einem frühen Zeitpunkt bereits vernommen und gestern nochmal gesagt, dass sie keinen Grund sah an der Version der Frau Dinkel zu zweifeln.
Anschließend kamen dann noch Fragen der Gutachter Rand und Püschel, wann sie von dem Gutachten von Prof. Mattern erfahren hatte und ob dies in ihre Beurteilung von Frau Dinkel eingegangen ist. Aus der Antwort von Frau Lapsit wurden wir ganz ehrlich gesagt nicht ganz schlau.
Nun gut, schließlich wurde die Vernehmung von Frau Lapsit beendet und sie für „heute“ entlassen. Eine Entscheidung über eine eventuelle Vereidigung wurde vertagt.
Richter Seidling kündigte an, bevor die Hauptverhandlung in die Weihnachtspause geht, hätte er noch einen Beschluss zu verkünden:
Der Antrag der Verteidigung auf Durchsuchung der Redaktionsräume der Zeitschriften „BUNTE“ und „FOCUS“ wird abgelehnt!
Monika fiel sofort auf, dass Oltrogge wieder dreckig grinste, anders kann man das wohl nicht sagen.
Auch RA Schwenn sagte völlig zu Recht etwas dazu.
Danach wurde die Hauptverhandlung bis zum 19.11.2011 11 Uhr unterbrochen. So wie wir mitgekriegt haben, soll dann in nicht öffentlicher Sitzung eine Video Vernehmung von Frau Dinkel abgespielt werden. (Fritz und Monika als Prozessbesucher am 22.12.2010 um 17:37 Teil 38)
21.12. Am letzten Verhandlungstag vor der Winterpause wurde überdies eine Polizistin vernommen. Sie hatte das mutmaßliche Opfer befragt. Das Gericht wollte damit unter anderem prüfen, inwieweit die damaligen Angaben mit der Aussage der 37-Jährigen vor Gericht übereinstimmen. Für die Vernehmung der Polizistin wurde größtenteils die Öffentlichkeit ausgeschlossen, da es um Vorgänge aus dem Intimbereich ging. Kachelmanns ehemalige Geliebte beschuldigt ihn, er habe sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Der 52-Jährige bestreitet das.
Im öffentlichen Teil der Vernehmung kritisierte Verteidiger Schwenn das Verhalten der Polizei bei der Verhaftung Kachelmanns am 20. März. Insbesondere störte sich der Verteidiger daran, dass die Tochter des zuständigen Sachbearbeiters bei der Kriminalpolizei – die selbst Polizistin in Ausbildung ist – bei der Festnahme am Frankfurter Flughafen dabei war. Es bestehe der Verdacht, dass sie aus sachfremdem Motiven bei einer “Promi-Verhaftung” mitdurfte, so Schwenn. Die als Zeugin vernommene Kommissarin bestritt dies. (Stern.de)
21.12. Die Staatsanwaltschaft ist zwar gesetzlich verpflichtet, auch Anhaltspunkte zu ermitteln, die den Beschuldigten entlasten. Doch gerade im Verfahren gegen Kachelmann hatte die Verteidigung den Ermittlern immer wieder vorgeworfen, sie würden einseitig ermitteln.
Wenn aber Kachelmann Simone W. das Messer an den Hals gedrückt hätte, dann, so der Sachverständige, hätte er mehr Spuren erwartet – sowohl Spuren Kachelmanns am Messergriff als auch Spuren des mutmaßlichen Opfers an der 8,5 Zentimeter langen, geriffelten Klinge.
Zwar waren am Griff des Messers Spuren nachweisbar, hierbei handelte es sich jedoch um «Mischspuren», die Kachelmann nicht eindeutig zugeordnet werden konnten. Auch sei nicht auszuschließen, dass eine «Spurenübertragung» stattgefunden – also Simone W. winzige Hautpartikel ihres Ex-Geliebten auf das Messer übertragen hat.(news.de)
21.12. «Kein Respekt vor dem Gericht» Allerdings kritisierte der Vorsitzende Michael Seidling das Verhalten von mehreren früheren Kachelmann-Geliebten, die sich teilweise vor ihrer gerichtlichen Vernehmung in der Illustrierten geäussert hatten. «Das mag Respekt gegenüber dem Gericht vermissen lassen und kritikwürdig erscheinen», sagte Seidling.
Dieses Verhalten müsse jedoch in der späteren Beweiswürdigung berücksichtigt werden. Anhaltspunkte dafür, die Zeuginnen seien gezielt zu Falschaussagen angestiftet worden, gebe es jedoch nicht. (bazonline)
21.12. Der junge Staatsanwalt :Lars Torben Oltrogge vertritt die Anklage – meist zusammen mit seinem Vorgesetzten Oskar Gattner, der ihm aber die Verhandlungsführung weitgehend überlässt. In kleineren Runden wirkt Oltrogge ruhig und reflektiert; im Gerichtssaal allerdings klingt er mitunter etwas schrill. Verteidiger Schwenn gelang es regelmäßig, Oltrogge zu provozieren. Am 20. Verhandlungstag wurde es dem beisitzenden Richter Joachim Bock zu viel. Er schrie den Staatsanwalt geradezu an: «Jetzt sind Sie mal still, Herr Oltrogge!»
Der Vorsitzende Richter: Michael Seidling ist der vorsitzende Richter der 5. Großen Strafkammer. Er machte nicht immer den souveränsten Eindruck – etwa, als er sich zunächst kategorisch weigerte, «Simone W.» über ein Zeugnisverweigerungsrecht zu belehren und es dann unter dem Eindruck eines Befangenheitsantrags doch tat.( http://www.news.de/medien/855100433/auf-wen-es-jetzt-ankommt/1/)
21.12. Im Fall Kachelmann scheint es so, als ob dieser jetzt in Promikreisen weiter Fäden zieht. Die Gerüchteküche brodelt schon fast über…
Und das sind die Gerüchte: Zum einen hat Kachelmann-Verteidiger Johann Schwenn es abgelehnt, Maria Furtwängler, Frau des Verlegers Hubert Burda, als Zeugin vor Gericht zu laden. Gleichzeitig scheint es nun aber so, als ob jetzt das Landgericht Mannheim großes Interesse habe, Frau Furtwängler als Zeugin vor zu laden.
Was hat Maria Furtwängler mit dem Vergewaltigungs-Prozess gegen Jörg Kachelmann zu tun?
Hintergrund sind angeblich Ereignisse die unter dem Titel “Tanz von Lüneburg” geführt werden. Dort habe der Angeklagte mit Furtwängler einmal getanzt – nur getanzt ? Beide wurden früher bei unzähligen Anlässen gemeinsam gesehen und möglicher Weise könnte die berühmte Tatort-Kommissarin Kachelmann besser kennen, als so mancher es zu glauben mag.
Welche Art von Beziehung unterhielt Furtwängler zu Kachelmann? (http://netplosiv.org/201051925/leute/promis/geruechtekueche-was-hat-maria-furtwaengler-mit-kachelmann-zu-tun)
22.12. Das Landgericht Mannheim lehnt im Kachelmann-Prozess Durchsuchungen bei “Focus” und “Bunte” ab. Jörg Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn hatte den Burda-Magazinen die Beeinflussung von Zeuginnen vorgeworfen und sich von Durchsuchungen Material erhofft, das diesen Vorwurf stützt. Richter Michael Seidling sieht jedoch keine Anhaltspunkte für eine Beeinflussung von Zeugenaussagen und damit auch keinerlei Rechtfertigung für eine Durchsuchung der Redaktionsräume. Dass die Zeuginnen in Interviews, teilweise schon vor der Gerichtsvernehmung, Details über ihre Beziehung zu Kachelmann offenbarten, “mag den Respekt vor ihrer Rolle im Verfahren und damit dem Gericht vermissen lassen und insofern kritikwürdig erscheinen”, so Richter Seidling, rechtfertige jedoch keine Durchsuchung. Da keine begründeten Verdachtsmomente gegen die Zeitschriften vorliegen, müsse nicht entschieden werden, ob eine Durchsuchung angesichts der Pressefreiheit zulässig wäre. Zugleich weist Seidling Schwenns Verdächtigung zurück, die Staatsanwaltschaft habe unrechtmäßig Informationen zum Prozess weitergegeben. Dieser Vorwurf gehe “nicht über eine Vermutung hinaus”(Turi2.de)
22.12. Fall Kachelmann: Zum Fest der Liebe schiesst „Bild“ noch einmal aus vollen Rohren:
Der Prozess um Herrn Kachelmann vor dem Landgericht Mannheim treibt schon seine seltsamen Blüten – und damit sind nicht nur die Vorgänge im Gerichtssaal selber gemeint, sondern auch die diversen Kommentare in den Medien; und jetzt, kurz vor Weihnachten, legt die „Bild“ noch einmal richtig nach und lässt ihre Kolumnist(inn)en Alice Schwarzer und Franz Josef Wagner noch einmal so richtig aus dem Vollen schöpfen; deren Pamphlete muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen… (http://de.paperblog.com/fall-kachelmann-zum-fest-der-liebe-schiesst-bild-noch-einmal-aus-vollen-rohren-74181/)
22.12. Der nächste Verhandlungstag im Prozess Jörg Kachelmann ist für den 19. Januar 2011 festgesetzt. Doch zur Ruhe kommen wird Jörg Kachelmann sicherlich nicht. Denn die Anspannung, welche der Prozess mit sich bringt, ist dem Moderator sichtlich anzusehen. Während der Verhandlung achtet Jörg Kachelmann peinlich genau darauf, einen neutralen Blick zu haben. Dies ist auch kein Wunder, schließlich wird jede Regung des Angeklagten von den Medien beobachtet.
Eigentlich hätte der Jörg Kachelmann Prozess schon längst zu Ende sein sollen. Doch der Prozess scheint sich immer mehr in die Länge zu ziehen und für die Verteidigung und die Anklage immer aufwändiger zu werden.( http://www.entertainment-news-blog.de)
27.12. Zwar ist das Sündenregister der Mannheimer Staatsanwaltschaft lang. Sie hatte Ermittlungen unterlassen. Sie hatte gegen die Fortdauer der U-Haft keinen Finger gerührt, sogar als Falschaussagen des angeblichen Opfers offen zutage traten. Sie hat die Öffentlichkeit, freundlich ausgedrückt, einseitig informiert und getrickst, wenn es ihr opportun erschien.
Die Staatsanwaltschaft erhob auch Anklage ohne Rücksicht auf das Ergebnis eines von ihr selbst in Auftrag gegebenen aussagepsychologischen Gutachtens über die Nebenklägerin. Die Staatsanwaltschaftfragte ausgerechnet deren obskurenTherapeuten, ob die Erinnerungslücken und Widersprüche in der Aussage der Zeugin nicht typisch seien für ein durch sexuelle Gewalt traumatisiertes Opfer wissend, dass ein Traumatherapeut nicht prüft, ob die Patientin die Wahrheit sagt, sondern das Trauma, und damit die behauptete Tat, nicht in Frage stellt.
Doch zugelassen haben die Anklage die Richter. Und sie haben dabei ohne Not eine „hohe Verurteilungswahrscheinlichkeit“ prognostiziert. Auch den Beschluss, Kachelmann nicht aus der U-Haft zu entlassen, hatten diese Richter gefasst. Erst das Oberlandesgericht Karlsruhe setzte ihn ohne Auflagen auf freien Fuß. (Gisela Friedrichsen Strafjustiz entgleist Spiegel 52/2010)
28.12. Wäre sich der Angeklagte seiner sicher und würde fest mit einem Freispruch rechnen, hätte er nicht seinen Anwalt Reinhard Birkenstock vor die Tür gesetzt und den für seine hochfahrenden Auftritte bekannten Hamburger Verteidiger Johann Schwenn engagiert. Der wird ihm vermutlich sagen: „Stellen Sie sich darauf ein, in den Knast zu müssen. Und ich hole Sie dann wieder raus.“ Denn so war seine Strategie der letzten Tage, er redete viel von Revision und Bundesgerichtshof und wenig davon, wie klar die Unschuld seines Mandanten schon vor dem Mannheimer Landgericht zutage trete.
Eine Halbzeitbilanz, so man das hier nennen darf, fällt gemischt aus, im Sport würde man sagen: Gleichstand. Nach Aktenlage hielt das Gericht eine Verurteilung für wahrscheinlich, sonst hätte es das Verfahren nicht eröffnen dürfen. Doch so weit ist es auch „common sense“ unter Staatsanwälten und Richtern, bei Konstellationen „Aussage gegen Aussage“ in Vergewaltigungsdelikten sucht man nach der Wahrheit in der Hauptverhandlung. Gleichwohl hatten Gericht und Staatsanwälte in verschiedenen Beschlüssen und Mitteilungen durchklingen lassen, worauf sie ihre Vermutungen neben DNA-Spuren an der vermeintlichen Tatwaffe, einem Tomatenmesser, und den Aussagen des Opfers noch maßgeblich stützen: auf die „Persönlichkeit“ des profilierten Fernsehmannes.
Das Gericht gibt sich sehr viel Mühe, diese Persönlichkeit zu erforschen; weil Kachelmann sich gutachterlicher Exploration verweigert, sitzt ein Sachverständiger im Saal und versucht, die Gerichtsakten, die Regungen des Angeklagten und die Aussagen der Partner-Zeuginnen nach dem Stand seiner Wissenschaft zu lesen. Dass dabei nicht viel herauskommen wird, außer, dass der prominente Angeklagte multilaterale Frauenbeziehungen unterhielt, in ihnen zuweilen Gewalt- und Unterwerfungsfantasien auslebte und in seinen E-Mails zu gedrechselten, mitunter zynischen Wortwitzeleien neigt, darf vermutet werden.
Anmerkung: Kommentar von Jost Müller-Lüdenscheid, pardon Müller-Neuhof Tagesspiegel (http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gleichstand-zur-halbzeit/3683396.html)
31.12. Auch Jörg Kachelmann hat Anspruch auf Respektierung der Geheimsphäre und der Privatsphäre
Der renommierte Medienanwalt Peter Bratschi verurteilt die Verletzungen der Privatsphäre im Fall Kachelmann und kritisiert den Boulevardjournalismus, der immer mehr Narrenfreiheit beanspruche.
«Es bleibt immer etwas hängen»
Die Gesetze sind eindeutig. Weshalb scherten sich dennoch derart viele Zeitungen keinen Deut um Kachelmanns Privatsphäre?
Die Publizierung des Falls Kachelmann per se war rechtens. Es handelt sich um den Verdacht einer Straftat, die viel gravierender ist als etwa eine Ehrverletzung. Das Interesse an diesem Strafverfahren ist deshalb so gross, weil die Öffentlichkeit in ihrer Kernsubstanz betroffen ist. Kachelmann ist eine absolute Person der Zeitgeschichte, weshalb für ihn in einem Strafverfahren ein deutlich eingeschränktes Persönlichkeitsrecht gilt.












31. März 2011 um 20:30
Der BILDblog bietet unter der Überschrift “Ups, verheiratet” eine launige Abhandlung zum Thema Kachelmann und Heirat:
http://www.bildblog.de/29152/ups-verheiratet/
Hier bekommen die in “Plauderlaune” geratenen Justizkreise genau so ihr Fett ab wie die BLÖD.
Besondere Beachtung möge man auch dem angefügten PS schenken
30. März 2011 um 09:03
SVS kam gestern mit Sascha Böttner als Rechtsbeistand. Sascha Böttner und Johann Schwenn kennen sich. Sie agierten als Verteidigergespann für den früheren VW-Betriebsratschef Klaus Volkert. Das dürfte auch SVS als Hamburgerin bekannt gewesen sein. Hatte sie geglaubt, dass Schwenn den “Schongang” einlegen würde, nur weil Böttner an ihrer Seite ist?
Wer bezahlt die Rechtsbeistände der “interviewten” Exen, wer bezahlt Böttner? Die “Bunte”? Ich meine, so was mal gelesen zu haben. Weiß jemand mehr?
Toppy
30. März 2011 um 12:02
Den Rechtsbeistand zahlt der Zeuge immer selbst, denn es ist sein “Privatvergnügen”. Um vor Gericht die Wahrheit zu sagen, brauche ich keine rechtliche Beratung, denn man soll dort ja nicht vermuten oder taktieren, sondern einfach sagen, was man weiß. Einen Anwalt an seiner Seite braucht man nur, wenn man sich ggf. sonst selbst belasten würde. Insofern ist ein Rechtsbeistand eher verdächtig als hilfreich, falls man wirklich eine weiße Weste hat.
Ob die Bunte die Kosten übernimmt, steht auf einem anderen Blatt. Dass Anwälte mal gemeinsam einen Mandanten haben und dann wieder getrennt aufeinander treffen, passiert immer wieder und ist eigentlich harmlos. Es ist wie ein Schachspiel, mal spielt man gegen den einen, mal gegen den anderen. Anwälte sehen das erstaunlich emotionslos und rein sachlich.
30. März 2011 um 08:21
Die Welt (n.b.):
http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13003607/Kachelmanns-Ex-Geliebte-verteidigt-Skandal-Interview.html
.. und sie dreht sich doch!! (ROFL)
30. März 2011 um 08:01
Im “Unrecht”-Blog wurde SVS zitiert, sie hätte mit Birkenstock unmittelbar nach Verhaftung JKs Kontakt gehabt und ihre Hilfe angeboten, später dann jedoch ihre Meinung geändert, weil sie bereits gegen JK ausgesagt hatte (????). Anyway…. Jedenfalls soll Schwenn dazu gesagt haben, SVS hätte Birkenstock aushorchen wollen. Weiter: dies sei dann wohl auch der nachvollziehbare Grund des Anwaltswechsels gewesen, weil Birkenstock nicht als befangen gelten wollte (oder so ähnlich)…..
GIBT ES DENN NOCH EINEN VOLLSTÄNDIGEN BERICHT DIESES ENORM WICHTIGEN PROZESSTAGES MIT ALLEN FRAGEN SCHWENNS AN SVS??
29. März 2011 um 22:13
Ein kurzes Resümee aus rechtlicher Sicht zum heutigen Tag:
Das Gericht hat es ja schon angedeutet: Es geht nicht um die Liebschaften des JK, es geht um eine Vergewaltigung, möglicherweise eine schwere Vergewaltigung (unter Gewaltandrohung). Da unzweifelhaft niemand dabei war, müssen Indizien her. Die Gutachter sind sich nicht schlüssig, also brauchen wir andere Indizien. Wenn einer schon einmal vergewaltigt hat, vielleicht auch mehrmals, dann wäre das ein solches Indiz. Auch ein Motiv für eine Vergewaltigung wäre aus rechtlicher Sicht nicht schlecht. Dazu, und nur dazu, könnte der Club der Teufelinnen etwas beitragen. Und was machen die dummen Weiber (sorry): Sie setzen den Karren in den Sand.
Es geht nämlich nicht um Vielweiberei, um gebrochene Eheversprechen, um Untreue, um merkwürde Ausreden, verworrene Sprüche, um Ehefrauen und deren Kinder und um sonstige private Dinge wie sexuelle Vorlieben. Das haben die Exen und offenbar auch die Bunte und BILD am Anfang falsch eingeschätzt. Sie dachten, wenn das ganze Liebesleben auf den Tisch kommt, dann muss er in den Knast. Mitnichten. Es ist vielmehr rechtlich völlig unwichtig, sieht man einmal von dem entscheidenden Punkt ab: Es erklärt die Wut der Frauen. Sie sind allesamt wütend auf ihn, aber nicht, weil er sie vergewaltigt hat, sondern weil er sie nicht geheiratet und ihnen eine Versorgungsehe geboten hat. Genau dieses Motiv hat das Gericht gesucht, um die Aussagen der Exen richtig einordnen zu können, und genau dieses Motiv hat Viola heute in ihrer ganzen Dummheit geliefert. „Er hat uns alle seelisch missbraucht.“ Mag sein, aber interessiert das Gericht nicht. Sie führt aus: „Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Es war für mich ein Weg, damit klarzukommen. Ich wusste: Wenn ich das Interview gebe, dann wird er mich nie wieder kontaktieren. Es war also auch Selbstschutz.“ (Zitiert aus dem Stern online von heute). Schwenn „lächelt süffisant“ laut Stern. Das hätte ich auch getan: Wir haben ein Motiv auf dem Silbertablett für ihre negative Aussage (Welt ist zusammengebrochen – nicht: „die arme CSD wurde also genau wie ich auch vergewaltigt“) und sie wußte: „er wird mich nie wieder kontaktieren“ – spricht das für einen Mann, der sich nicht beherrschen kann und dessen 2. Ich ab und an vergewaltigt? Oder eher für das Gegenteil? Ein Mann, der sich 8 Jahre ihr gegenüber tadellos und liebenswert verhalten hat, nur (aus ihrer Sicht:) leider nicht nur ihr gegenüber. Aber das ist kein strafbarer Vorwurf.
Offenbar hat es ein halbes Jahr gedauert, bis Bunte und Co. gemerkt haben, dass eine Vergewaltigung her muss, egal woher. Also wurde Toini, die Fotografin, in diese Ecke gebracht. Hätte funktionieren können, wenn die sich nicht von ihrem Anwalt hätte ausbremsen lassen und vor Gericht Kreide fressen mußte. Dieser letzte Versuch ging also auch daneben.
Dass nun auch noch die Geschäftspartner ins Spiel kommen und offenbar versucht haben, JK rauszukegeln, möglicherweise schon seit Längerem, macht die Sache nur noch runder aus rechtlicher Sicht. Erneut ein Motiv für falsche Anschuldigungen, aber wahtlich kein Motiv für JK, Frauen zu vergewaltigen.
Wir haben nun also eine bzw. mehrere Taten und passende Motive – nur leider passen sie nicht zur Anklage. Wir haben Menschen, die ihre Macht ausspielen, wenn es nicht so läuft, wie sie wollten – nur war es nicht JK, der seiner CSD zeigen wollte, wer der Herr im Haus ist, sondern es waren die Frauen, die den einzigen Trumpf ausgespielt haben, den sie als Frau gegnüber Männern haben, die auf den Sex mit ihnen nicht angewiesen sind: Die angebliche Opferrolle einer seelisch misshandelten Frau, die ihnen ASchwa seit Jahren und hier nun erst richtig beigebracht hatte. Die Täter sind die Exen und die Mitgesellschafter, das Opfer ist JK, das Motiv ist Geld und enttäuschte Liebe – man könnte ein Lehrbuch damit füllen. Besser kann es doch gar nicht mehr kommen – für JK.
Und wer ihn bedauert, dass er ein Jahr leiden mußte und sein Ruf ruiniert ist, dem sage ich aus ganz persönlicher und eigener Erfahrung mit derart Betroffenen: Zuerst ist es wirklich ein Schock, aber man wächst mit der Aufgabe und am Ende möchte man diese Selbsterfahrung nicht mehr missen. Es werden einem so viele Augen gleichzeitig geöffnet und man sieht (und genießt !!!) das zukünftige Leben ganz anders und intensiver, das ist die Sache am Ende (fast) wert. Und der schlechte Ruf macht einen ganz erstaunlich interessant bei den Leuten. Dieses Forum beweist es ja auch, niemanden hier stört es, dass JK ein normaler Mann ist mit allen Stärken und Schwächen, ganz im Gegenteil. Auf die anderen Menschen, die meinen, die Nase rümpfen zu müssen, kann man in Zukunft sehr gut verzichten. In diesem Sinne: Mach was draus, Jörg!
29. März 2011 um 22:50
@ Reinhard! Nicht nur Toini L. sondern auch Verena C.- Anja L. Bunte 36/2010 Ich war auch ein Opfer von Jörg Kachelmann.
Sie hat bei der Polizei, vor Gericht und bei dem Interview, im Bezug auf sexuelle Übergriffe, gelogen, wie wir jetzt wissen!
Und das alles für ganze 5.000 €, was muss sich die ärgern, dass sie so BILLIG- im wahrsten Sinne des Wortes – war!
29. März 2011 um 23:01
Hallo Liebe Blogger,
nach einiger Zeit der Denkpause, möchte ich einen Aspekt beleuchten, der das Verhalten von JK erklären könnte.
Wenn er von sich aus, eine Presseerklärung abgibt, ich habe geheiratet, dann gibt er der Presse die Möglichkeit relativ Straffrei alles mögliche über eine neue Frau an seiner Seite zu berichten. Zu erklären über die das dann öffentliche Interesse an einer Person der Zeitgeschichte.
Tut er das nicht, ist Sie relativ leicht zu schützen, durch Unterlassungsklagen etc. einfach weil er ihren Hut nicht in den Ring geworfen hat.
Ansonsten bin ich gespannt was sonst noch rauskommt, in der nächsten Zeit, denn die R……verlassen das sinkende Schiff, so sehe ich das, wobei ich mit R……. natürlich nur den alten Seemannsspruch meine und keine der tatsächlich handelnden Personen.
Good days
29. März 2011 um 23:10
@ REN
wegen mir können sich diese 5.000€-Damen ( ?? Damen ?? ) in den Allerwertesten beißen und muskelverzerrt bis zum Lebensende so verharren müssen
30. März 2011 um 00:06
@Reinhard
Ihre Bulletins zeigen mir immer wieder, wie sehr! anders die *rechte* Welt der Schwarzkittel tickt.
Da muß sich frau/mann sich erst auf den Kopf stellen, damit sich die Gehirnzellen auf diese komplett andere Denkungsart umschichten lassen.
Merci für Ihre Aufhellungen!
Skorpion
29. März 2011 um 23:06
Meine Güte @ Reinhard, wie Recht Sie haben, nur wäre es mir nicht möglich, dies alles so perfekt in Worte verpackt hier wieder zu geben.
Und was die dummen Weiber betrifft – dafür dürfte ein “sorry” wirklich überflüssig sein.
Das liebe ich an der Natur,… dass früher oder später alles kommt, wie es kommen muss. Und was JK betrifft glaube auch ich, ebenso aus eigener Erfahrung, dass es ihm rückblickend von abslutem Nutzen für die Zukunft sein wird. Kein Leid ist wirklich sinnlos…
29. März 2011 um 23:22
Wie immer höchst interessant und aufschlussreich! Danke!
Ihrem letzten Satz schließe ich mich gerne an!
29. März 2011 um 23:30
Danke Reinhard für die super rechtliche Zusammenfassung.
Sie haben Recht, man darf den eigentlichen Anklagevorwurf nicht vergessen.
Und hier ist SVS heute ja kläglich eingebrochen.
Es war aber nicht Bunte, die gemerkt hat, dass eine Vergewaltigung her muss (Toini. L), sondern meine persönliche Vermutung eher FBW mit K.H. und anderen Profitgeiern.
Man muss sich das mal vorstellen. JK macht aus 13 oder 14 Millionen etwa 3 Millionen Gewinn, entspricht etwa 25%. Viele Firmen träumen schon von einem Rohertrag in Höhe von 25 %. Für den Finanzexperten FBW (( bei dem es ja in anderen Unternehmen finanziell nicht so gut lief ( nachzulesen im deutschen Bundesanzeiger online. Ihr müsst da mal reingucken, auch was der L.Q. mit seiner AG 2009 Gewinn gemacht hat, will da aber jetzt nicht näher darauf eingehen)) mit den funkelnden Dollarzeichen im Auge muss das wie eine Goldgrube vorgekommen sein. Allein schon der Gedanke, er investiert in diese Firma mit einer Beteiligungsgesellschaft!!, erweitert den Radius der Messstationen z. Bsp. Richtung Osten etc., dann macht man mit der Verdoppelung des Umsatzes gleich mal 6 Millionen.
Dass er bereits 5 Tage nach JK´s Verhaftung mit Verträgen im Knast war, um JK Firmenanteile, Autos etc. zu entreißen, im Gegenzug anbot die Prozesskosten zu übernehmen ( er wusste also schon nach 5 Tagen, dass JK hier ne Million an Prozesskosten hinblättern darf) beweist meiner Meinung, dass er hier als Kulissenschieber tätig war.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch CSD von langer Hand vorbereitet, in diesen Prozess eingebunden war und mit einer hochkarätigen Beteiligung rechnen konnte, wenn der Plan aufgeht. Weil mit 700- 1000 € im Monat lässt sich´s schlecht leben und die Eltern leben ja nicht ewig!
Zu dumm, dass Krokodilstränen (von CSD und SVS, welcher Depp das denen geraten hat?) bei Schwenn nicht ankommen!
29. März 2011 um 23:56
SVS und Tränen: dann war die Rio-Reise zu dem “exzellenten” Breater Schill wohl für die Katz!!
29. März 2011 um 23:47
Ich gehe weitgehend mit Ihnen konform, nur dass er es so leicht nehmen kann, mal so eben 132 Tage im Bau zu verbringen und medial geschlachtet zu werden, das kann man beim besten Willen nicht behaupten. Bitte relativieren Sie das entschieden!!!
30. März 2011 um 10:10
Nein, das tue ich nicht! Es gibt Menschen, die leiden im Knast unheimlich darunter, ihre Frau und ihre Kinder nicht sehen zu können, andere wieder leiden darunter, sich am Abend nicht in der Kneipe besaufen zu können. Viele “Südländer” leiden am meisten unter der Vorstellung, ihre Frau würde jetzt sofort fremdgehen, weil sie diese nicht mehr rund um die Uhr bewachen können. Zu all diesen Typen gehört JK nicht. Er nahm den Knast wie eine Jugendfreizeit, ein Dschungelcamp oder eine Selbsterfahrungsgruppe. Man lernt neue Menschen kennen, die ganz anders ticken als die, die man bisher kannte, und erfährt ein Gruppengefühl, ein Zusammenhalten gegen “die da oben”, also die Justiz, zusammen mit den Aufsehern, die dort offiziell Schließer heißen, und häufig auf der Seite der Gefangenen stehen, weil sie nicht gerade fürstlich bezahlt werden. Er hat nicht umsonst bei der Entlassung einen Schließer umarmt und sich bei ihm bedankt, und Grüße an einen Mitgefangenen ausrichten lassen. Das ist eine ganz andere Art von Zusammenhalt als z.B. eine Urlaubsbekanntschaft.
Ich habe mal eine Radiotalkshow gehört, da beklagte sich eine Frau, dass sie das letzte Mal eine richtige Gemeinschaft, in der man sich gegenseitig hilft, im Luftschutzkeller 1945 erlebt habe. Das soll nicht heißen, dass sie sich den Krieg zurückwünscht, aber dass es eben besondere Verhaltensweisen gibt, die man im normalen Leben leider aufgibt. Wieviele echte Freunde haben wir denn alle, wirklich echte? Braucht JK wirklich 10 Millionen, die ihn lieben, oder nur einige wenige, die dann aber auch wissen, warum sie ihn lieben und zu ihm halten? Ich bleibe daher dabei: Es wird sein Leben verändern und es liegt an ihm, ob er sich selbst zum Opfer macht oder ob er sich selbst als strahlenden Sieger sieht, der aus all dem gelernt hat, was wirklich wichtig im Leben ist. Dazu gehört auch die Erkenntnis: Eine wirkliche Liebe ist besser als 100 Liebschaften. Daher noch einmal: Mach was draus, Jörg!
30. März 2011 um 16:40
@ Reinhard
Ich kann es x-mal durchlesen, ich finde kein Veto in Ihren Ausführungen.
29. März 2011 um 23:51
Zitat Reinhard:
“Wir haben nun also eine bzw. mehrere Taten und passende Motive – nur leider passen sie nicht zur Anklage. Wir haben Menschen, die ihre Macht ausspielen, wenn es nicht so läuft, wie sie wollten – nur war es nicht JK, der seiner CSD zeigen wollte, wer der Herr im Haus ist, sondern es waren die Frauen, die den einzigen Trumpf ausgespielt haben, den sie als Frau gegnüber Männern haben, die auf den Sex mit ihnen nicht angewiesen sind: Die angebliche Opferrolle einer seelisch misshandelten Frau, die ihnen ASchwa seit Jahren und hier nun erst richtig beigebracht hatte. Die Täter sind die Exen und die Mitgesellschafter, das Opfer ist JK, das Motiv ist Geld und enttäuschte Liebe – man könnte ein Lehrbuch damit füllen.”
Genau das haben RA Schwenn und Sabine Rückert ja recht bald erkannt und daraufhin hat RA Schwenn den “Gegenangriff” mit Bravour gestaltet – der Mann ist wirklich ein vorzüglicher Stratege!
Und noch jemandem gebührt Respekt:
Jörg Kachelmann hat bemerkenswerte Nervenstärke und Ruhe bewiesen, mehr noch – er hat es allen seinen Widersachern gezeigt, hat sich nach dem ersten Schock beharrlich abseits des Medientheaters und der Hetzte des Boulevards wieder bekrabbelt und eine (hoffentlich) neue Zukunft aufgebaut. Wenn er aus der Sache wirklich was gelernt hat, dann wird sein Leben wohl nie mehr derart aus den Fugen geraten und ihn wird auch so schnell nichts mehr umhauen. Wer würde sich das nicht auch für sich selbst wünschen (natürlich ohne die “Schmerzen” – aber keine Geburt ohne Wehen … )?!
30. März 2011 um 00:00
1000 points Marieann73…
30. März 2011 um 00:33
@Marieann73
Jörg Kachelmann hat bemerkenswerte Nervenstärke und Ruhe bewiesen, mehr noch – er hat es allen seinen Widersachern gezeigt, hat sich nach dem ersten Schock beharrlich abseits des Medientheaters und der Hetzte des Boulevards wieder bekrabbelt und eine (hoffentlich) neue Zukunft aufgebaut.
Schon vor längerer Zeit fiel mir der Widerspruch zwischen der Propaganda von einem angeblich austickenden Vergewaltiger und einem in Miene und Haltung STETS kontrolliert agierenden Kachelmann auf.
Und das seit Monaten – und auch noch ganz egal, WER sich da in unsäglichen Intimitätenoutings betätigte und mit verlogenen Geschichten aus gerichtsberufenen Zeuginnenmund so alles vor seiner direkten Nasenspitze herum stolzierte und WIRKLICH Grund zum allöffentlich sichtbar anschaulichen Gemütswechsel gewesen wäre.
Ich bezweifle ganz stark, daß ein emotional leicht
am Anschlag stehender Mensch diese monatelange Gerichtstortur und verbale Vivisezierung ohne äußerlich deutlich wahrnehmbare Gemütsregung “überstanden” hätte;
es dürfte ja schon für Otto Normalverbraucher äußerst schwierig werden, bei solchen Gerichtsaktionen Ruhe und Contenance zu bewahren.
Skorpion
30. März 2011 um 10:53
Dazu kommt, dass er in seinen Tweets z.B. auf die Bild-Berichte im Zusammenhang mit dem unfähigen Meteorologen Jung direkt eingegangen ist. Nicht nur dass er ihm mittels mehrerer Tabellen nachgewiesen hat, dass er mit seinen Prognosen völlig daneben lag, sondern dass er damit auch bewiesen hat, dass er den Müll liest, der über ihn geschrieben wird.
Ich dachte eigentlich diese Lebenskatastrophe könne man nur überstehen, wenn man sich konsequent das Lesen der Zeitungen verkneift.
Aber nein, er liest es! Um so bewundernswerter, dass er so kontrolliert bleibt.
Ich teile deine Meinung völlig, Skorpion, so agiert kein zu Wutausbrüchen neigender Mensch!
29. März 2011 um 23:55
@Reinhard
Das ist wohl die beste Erklärung für die aktuelle prozessuale Lage. Der Boden des Sumpfes ist aber damit wohl noch nicht erreicht. Hier geht es noch immer um die Auswirkungen und nicht um die Gründe. Es gibt einen Anstoß dazu, weshalb eine eher unehrgeizige Frau plötzlich aktiv wird und zu suchen beginnt. Wer rief bei ihr an und fragte nach Frau X und Herrn Y?
In einem Kommentar an anderer Stelle las ich soeben sinngemäß: “Eine Frau als Knopf am Zünder einer Bombe.” Damit ist eigentlich bildlich beschrieben was die Ausgangslage darstellte. Wir laufen nur durch die Trümmer und fragen uns “warum” das geschah.
Ich hoffe, daß dieser Bombenwerfer (weshalb eigentlich immer maskulin?) bald ergriffen wird und ebenso für sein Verhalten zahlen muß.
30. März 2011 um 00:06
@Paul: exakt, wir haben erst den Zünder und suchen den Bombenleger…….
30. März 2011 um 00:17
Hallo Paul
Was heißt hier “unehrgeizige Frau”,
ein sicherer Ehehafen, ein Promileben, jeden Tag shoppen, Frisör, Maniküre, Pediküre und ab und an eine teure Aruvedamassage und genau diese ehrgeizigen Wünsche werden diesem Frauentyp nicht erfüllt. Da kann solch ein Frauentyp mit Bauernschläue schon mal nach der Bombe greifen, um mit anderen Mitteln ans Ziel zu kommen.
30. März 2011 um 08:39
@MaxMäuerle
Es handelt sich hier um die “amtliche Selbsteinschätzung” der “Frau Korn”. Ich rede nicht über das Wörterbuch “Frau – Deutsch; Deutsch – Frau” von “L”.
30. März 2011 um 08:00
@Reinhard: Sie rücken wieder einmal alles zurecht und richten den Fokus auf das Wesentliche, Chapeau und Dank! Bisher hat meines Wissens keine Frau ausgesagt, JK habe sie vergewaltigt oder auch nur extrem bedrängt. Was soll also dieser ewig dauernde Prozess noch. Wohl das Gesicht von Staatsanwalt und Polizei wahren. Doch der Zug für einen geordneten Rückzug ist längst abgefahren. Da kommt auch nichts mehr, kein Geständnis einer aus dem Hut gezauberten Exe, kein garnix. Also cui bono?
29. März 2011 um 21:11
Es ließe sich zum heutigen Tag noch viel sagen und schreiben. Ich möchte in gebotener Kürze etwas festhalten.
Was mich heute richtig gefuchst hat, war nicht die Aussage dieser Zeugin.
Es war die Art und Weise mit der sich das Gericht, hauptsächlich verbal vertreten durch Richter Joachim Bock, aus seiner bisherigen Fördererrolle der Reitgerten schwingenden Sadomaso Miminen, aus seiner Verantwortung und Fürsorge für den Beschuldigten hinweg wanzen wollte.
Ich wundere mich, weshalb das bisher nicht zur Sprache gekommen ist!
Bislang konnte das Gericht, welches schon durch seine mehr als eigenwillige Verhandlungsführung auffiel, nicht genug dieser Damen heranschaffen lassen. Angeblich nur, um die Wahrheit in der Aussage der Zeugin und Opfermimin Dinkel zu ergründen.
Während Frau Neeser mit gesundem Menschenverstand in Ihrem Blog diese Dinge längst durchschaut und angeprangert hatte, konnten die Herren und Damen aus dem Mannheimer Gericht nicht genug von diesen, durch Presseförderung bezahlten, Auftritten bekommen.
Wie im Rausch gierten die Richter und Staatsanwälte nach Sensationen und eigen förderlicher Presseprominenz.
Niemanden interessierte sich für die verletzten und mit Füßen getretenen Gefühle des Kachelmann. Keiner der Staatsanwälte ermittelte Entlastendes für Kachelmann, nein…., die Justiz entfaltete ihre ganze Macht, um einen unschuldig Beschuldigten mit Hilfe dieser Schmähdamen zu vernichten.
Flintenweiber wie Alice Schwarzer prügelten, mit der prozessualen Richtungsvorgabe, über unterirdische Schmähblättchen noch reichlich hinzu.
Das war ein ganz erbärmlicher und schmählicher Tag für ein deutsches Gericht und eine deutsche Staatsanwaltschaft.
Es ist ein Tag zum schämen gewesen.
29. März 2011 um 22:25
Wie erschreckend festzustellen, welchen Geistes Kind sie ist, diese Viola S.
Sie ist eine Diplom-Kauffrau ??? Wo hat sie das Diplom denn her, etwa selbst bewerkstelligt ?
Sie hat die gleichen Dollarzeichen auf den Augen, wie all die anderen auch und schämt ebenso wenig, vor Gericht auch noch in Tränen auszubrechen, wenn es brenzlig wird. Das konnte wohl auch der Rio-Coach nicht verhindern.
Solch ein “Möchtergernverhalten”, das wahrlich in die Hose ging, kann ich nur abgrundtief verachten !
Frauen mit derartig plumper Oberflächlichkeit, die spätestens hierbei völlig offensichtlich ans Tageslicht kommen, bilden sich tatsächlich ein, dass das Interesse eines Mannes an Ihnen weiter geht, als bis an die Bettkante ?
Wo lebt Ihr eigentlich ????
Ich könnte jetzt unsachlich werden und sagen : mensch geh – ab in Bau und nimm CSD und die andern Scheinheiligen gleich mit – aber ich verkneife es mir lieber….
29. März 2011 um 22:44
@ Martha
Schämen tu ich mich schon lange, nicht nur für diesen Verhandlungstag.
Wenn mir nur ein Vöglein einmal zwitschern würde, mit welchem Wunder die Herren vom Gericht zu bekehren wären, damit sie endlich zu der Einsicht gelangen um Ihr Augenmerk einmal dahin zu richten, wo es hingehört.
Ständig diese Schieflage, zu einer einzigen Seite, dabei kann doch logischerweise nur eine einzige Verkrampfung herauskommen.
Was liegt denn bislang an einigermaßen verwertbaren Fakten gegen JKA auf dem Tisch ? Mir fällt nicht wirklich etwas brauchbares ein. Alles an den Haaren herbeigezogenes Gesäusel von ehemaligen Geliebten, die sich im Frust befinden, und den Schlund an Gagen nicht vollbekommen können, weiter aber auch nichts.
Was ist nun eigentlich mit CSD ? Haben die 2 knappen Stunden, die sie an ihrem letzten Verhandlungstag, grade mal so mit Hängen und Würgen durchgehalten hat, schon ausgereicht ? Oder ist ihr eine weitere Befragung und Konfrontation mit der Sache etwa nicht zuzumuten ? Sie ist es doch, die vordergründig die Beweise liefern muss, nicht die Exen ! Warum wird sie ständig geschohnt, während JKA von sämtlichen Seiten ( nach wie vor unbewiesenermaßen !) Knüppelschläge, in sämtlchen Varianten, einstecken muss ?
Wieviel von der Zeit im Zeugenstuhl hat sie mit Weinerei oder vorlautem Mundwerk verplempert und wieviel davon wirklich etwas “zur Sache” beigetragen ?
Wenn die Beweislage doch nach wie vor so düftig ist, dann müsste es ihr doch ein Anliegen sein, im Zeugenstuhl selbst weiter für ihre Sache zu kämpfen. Und wenn ihr das selbst nicht klar ist, dann sollte sie von ihrem Anwalt darüber aufgeklärt und spätestens vom Gericht so lange dazu aufgefordert werden, bis man auch das Allerletzte weiß, um sich zumindest annährend ein Bild davon zu machen, was sie angeblich anklagt !
29. März 2011 um 19:46
Zitat: Flirtversuche”, sagt Anwalt Johann Schwenn scharf zu der jungen Frau, die vor ihm auf dem Zeugenstuhl sitzt und ihm gerade eine Frage beantwortet hat, “die wirken bei mir nicht”. Und dann belehrt er Viola S., die ihn selbstbewusst anschaut: “Sie müssen keinen Augenaufschlag machen. Sagen Sie nur ja oder nein.” Zitat Ende
http://www.stern.de/panorama/prozess-gegen-tv-moderator-shoppen-mit-dem-kachelmann-geld-1669073.html
Anmerkung: Hat es mit Herrn Schill nicht so gut geklappt, Frau Sch.?
Ja, ja, der Hang zur Prominenz – Auch in den Nichtkachelmannzeit ab 2003 wollte einer nicht, dass man dann 2007 auf J.K. zurückgegriffen hat.
29. März 2011 um 20:25
Ich bewundere JK grenzenlos für die Fähigkeit, bei diesen Aussagen ruhig zu bleiben! Ich wäre der “Dame” an den Hals gesprungen!
JK kann das natürlich nicht, sie würden ihn aus dem Gerichtssaal direkt wieder einbuchten.
29. März 2011 um 23:24
Aber lachen kann er und einen Ring vorweisen.
29. März 2011 um 20:30
Und … “Sie müssen keinen Augenaufschlag machen. Sagen Sie nur ja oder nein.” … “Ich finde es indiskutabel, den Burda-Verlag Regie über diese Verhandlung führen zu lassen”. …..Zudem müsse man auf diese Zeugin keine Rücksicht mehr nehmen. “Sie will, dass der Angeklagte im Knast verreckt. Das hat sie der Polizei gesagt und deshalb ist die öffentliche Verhandlung der richtige Ort.
….
Doch nachdem … das anfängliche Angebot von 30.000 Euro (auf 50.000 EUR d.V.) erhöht worden sei, habe sie sich dazu entschlossen, das Interview zu geben.
…
Welche Wut Viola S. im Frühjahr 2010 auf Kachelmann hatte, zeigen Auszüge aus ihren Vernehmungen bei der Polizei, die das Gericht vorliest. Demnach hat Viola S. gesagt, sie wolle, dass Kachelmann “im Knast verreckt”. Für Anwalt Schwenn sind Zitate wie diese Beweis dafür, dass Viola S. in eine “Kampagne” gegen seinen Mandanten eingebunden ist. Zu ihren Mitstreitern zählt Schwenn auch den Mit-Gesellschafter von Kachelmanns Firma Meteomedia Frank Werner.
Genüsslich zitiert Schwenn aus einer angeblichen E-Mail von Werner aus dem Frühjahr 2010, aus der hervorgeht, dass Kachelmann offenbar aus dem Unternehmen gedrängt werden sollte.“
http://www.stern.de/panorama/prozess-gegen-tv-moderator-shoppen-mit-dem-kachelmann-geld-1669073.html
„Preis in die Höhe getrieben
Das Geldangebot habe zunächst 30.000 Euro betragen, so die Ex-Freundin Kachelmanns. Dann sei von zusätzlichen Bildern und einem weiteren Interview gesprochen worden, und das zweite Angebot habe dann 50’000 Euro betragen.“
http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/prozess_kachelmann_aussage_geliebte_1.10073747.html
“Ich finde es indiskutabel, den Burda-Verlag Regie über diese Verhandlung führen zu lassen”:
HUT AB, HERR SCHWENN
„Mit Werner habe sie keinen Kontakt gehabt, sagt Viola S. “Ich habe nur mal gehört, dass sie ihn aus der Firma drängen wollen.” Doch dann holt Schwenn einen weiteren Zettel hervor und liest aus einer E-Mail von Viola S. an eine andere Ex-Geliebte Kachelmanns wenige Tage nach dem “Bunte”-Interview vor: “Ich habe gehört, dass ich Herrn Werner einen großen Gefallen getan habe, weil er damit draußen ist.”“
http://www.stern.de/panorama/prozess-gegen-tv-moderator-shoppen-mit-dem-kachelmann-geld-1669073.html
DIE WAGEMUTIGSTEN SPEKULATIONEN IM BLOG – TRAFEN INS SCHWARZE!!!
29. März 2011 um 20:41
Von wem gehört? Wer war die “Mittelsfrau” zwischen Frank B. Werner und S.V.Sch.?
29. März 2011 um 20:44
Das Schiff sinkt! Wer bleibt bis zuletzt an Bord? Der “Stern” sitzt schon im Rettungsboot. ASchwa oder der Baron?
29. März 2011 um 22:19
Tanja May war vermutlich Koordinatorin.
30. März 2011 um 00:22
Auf das dünne Brett stellt sich eine Tanja May nicht selber, dazu ist sie zu gerissen (hat wenig mit Intelligenz zu tun!).
Sie ist in der Postion “Drecksarbeit” delegieren zu können – und bleibt so meist aus der Schußlinie.
Wenn sich eine lukrative Story, und sei sie noch so dünn und haltlos, bietet, greift sie bedenkenlos zu – und kassiert.
Die clevere Lady würde sich aber niemals (!) wissentlich in (firmeninterne) Intrigen verstricken lassen – viel zu gefährlich …
30. März 2011 um 07:34
Ich zitiere mal Biggi Meier: “Sie (Anm.: SVS) schilderte es so dass Burda ihre Anschrift von Kerstin S. habe und dass sie eben von diesem Verlag über alles was so geschah informiert worden sei.”
Angesichts von 7T.-Euro Standard-Entgelt für ein Interview ist davon auszugehen, dass ein Redakteur/Reporter auf der Stufe May NICHT über ein entsprechendes Budget verfügt und diese Summe von GANZ WEIT OBEN (HB by himself??) absegnen lassen muss. Nach wie vor vermute ich sogar, dss SVS und HB sich persönlich kennen!! Der Kaiserstuhl und Offenburg liegen so weit ja nicht auseinander…
29. März 2011 um 23:23
Vor allem: an wen ging diese Mail.
Es klingt vor allem danach daß sie bei FBW noch einen dicken Stein im Brett habe!!!
Wer hat ihr den Kontakt zu Onkel Barnabas vermittelt?
30. März 2011 um 00:17
Ich habe gehört kann auch heissen:
- ich habe wo im Web gelesen oder noch deutlicher:
- ich WEISS…
30. März 2011 um 07:04
Und was war ihre Rolle im Club der Teufelinnen ?? WURDE DIESE FRAGE ETWA AUCH NICHT GESTELLT?? DAFÜR WAREN DOCH DIE CA. 43000 MEHR-EURONEN IM VERGLEICH ZU EINEM EINFACHEN INTERVIEW! ! !
Zitat: “„Ich finde es indiskutabel, den Burda-Verlag Regie über diese Verhandlung führen zu lassen“
Und genau nach diesem Satz sollte folgen: ich beantrage, Herrn HB als Zeugen zu vernehmen!!!!
29. März 2011 um 20:43
Da kann ich nur hoffen , das ich nicht so eine als Schwiegertochter bekomme.
Ja sagt mal ,schämt Ihr euch denn nicht, die angebliche Liebe seines Lebens zu verraten und zu verkaufen.
29. März 2011 um 21:21
Die ehemalige Geliebte Kachelmanns weiter: „Ich hatte einfach ein gutes Gefühl. Ich musste einfach meine Geschichte erzählen.”
„Wenn ich keine Gefühle haben dürfte, bei dem, was rauskam, wäre das doch seltsam. Aus dieser Gefühlslage heraus habe ich das Interview gegeben. Ich habe die Kinder kennengelernt, für mich war das meine Familie. Für mich war klar, wo ich Ostern, Weihnachten verbringe.”
Vor Gericht sagte sie jetzt: „Am Anfang ist man schockiert, was ihm alles vorgeworfen wird. Erstmal hört man nur: Dein Partner ist festgenommen worden. Ich war geschockt, was dann in der Woche rauskam.“
Auf Nachfrage des Richters erklärte Kachelmanns Ex: „Ich habe jahrelang jemanden geglaubt und habe Dinge erfahren, die man keinem wünscht. Da war Verdrängung, Enttäuschung, Sarkasmus und Ironie. Da ist alles dabei. Ich wurde am Ende der Vernehmung gefragt, was ich fühle. Da sagte ich: Ich freue mich über jeden Tag, den er sitzt. Zunächst war auch die Rede davon, dass er im Knast verrecken soll. Aber das war doch sarkastisch gemeint.“
http://www.bild.de/news/inland/joerg-kachelmann/ex-geliebte-viola-s-soll-erneut-aussagen-17139646.bild.html
Soso, sarkastisch….50.000 schöne , runde Judas-Silberlinge für Sarkasmus?
29. März 2011 um 23:15
“Denke so schlecht von der Sache wie es dir nur möglich ist und du wirst nicht die halbe Wahrheit nur erahnen.”
30. März 2011 um 00:23
wie wahr!
30. März 2011 um 00:25
JA DESHALB WAR UND IST UNSERE ARBEIT SO WERTVOLL!! Wir wissen SEHR viel und Schwenn und JK wissen das auch………………………….
30. März 2011 um 06:38
Von diesen Niederlagen von SVS gegen Schwenn berichtet BLÖD natürlich nicht!!
http://www.bild.de/news/inland/joerg-kachelmann/prozess-hauptgeliebte-sagt-vor-gericht-aus-17149776.bild.html
30. März 2011 um 06:57
Zitat: “DIE WAGEMUTIGSTEN SPEKULATIONEN IM BLOG – TRAFEN INS SCHWARZE!!!”
ALLERDINGS!!
Was ist aber mit der Frage nach den TICKETS!?!?!? Das steht nirgends. Hat Schwenn das etwa vergessen zu fragen??? Das ist doch das Entscheidende, wer den Stein überhaupt ins Rollen brachte!!!!! HALLO!!
29. März 2011 um 19:00
Zitat: “Die Zeugin heult Sie an und Sie fragen nicht nach”
Am Nachmittag war es dann so weit. Frau S. beschrieb vor Publikum, wie die “Bunte” auf sie zugekommen sei. “Ich war mit jemandem über Jahre zusammen, dem ich geglaubt und vertraut habe. Ich war mit seinen Kindern zusammen. Für mich war klar, mit wem ich Ostern und Weihnachten verbringe – das war meine Familie!” Bei der “Bunten” habe sie sich “verstanden gefühlt”. Es sei ihr darum gegangen, ihr Leben mit Kachelmann zu erzählen. Für sie sei ein Lebensplan zerbrochen. “Das Interview war ein Weg, wieder die Herrschaft über mein Leben zu gewinnen,” sagte sie unter Tränen.
Anlass für Verteidiger Schwenn, die Aussage zu unterbrechen: “Die Zeugin heult Sie hier an und Sie fragen nicht nach, was sie mit den 50.000 Euro gemacht hat”, rief er erbost dem Gericht zu.
“Frauentypisch” eingekauft habe sie, ein wenig gespendet an Leute, “die es nicht so gut haben”, für die Steuer etwas zurückgelegt. 45.000 Euro seien noch da, so ihre Auskunft.
Die Zeugin war gut vorbereitet. Fragen nach ihren Kontakten zu dem umstrittenen ehemaligen Hamburger Richter Schill, mit dem sie unlängst in Rio de Janeiro gesehen wurde, wich sie geschickt aus. Allerdings gab sie zu, dass es 150 Seiten Gesprächsprotokolle mit der “Bunten” gebe und dass es ihr ein Anliegen gewesen sei, “dass es rauskommt”.
Unangenehm wurde es für die Zeugin, als ihre Kontakte zu den Verantwortlichen in Kachelmanns Schweizer Firma zur Sprache kamen, wo man zeitweise offenbar vorhatte, ihn “rauszukicken” und bei diesen Bestrebungen auf die Mithilfe von Ex-Gespielinnen setzte. “Wann war Ihr letzter Kontakt zur ‘Bunten’”, fragte Verteidiger Schwenn schließlich beiläufig.
“Gestern”, antwortete die Zeugin zum Erstaunen aller. Die Chefreporterin habe Geburtstag gefeiert. “Waren Sie mit den Leuten von der ‘Bunten’ schon von Anfang an per du?” fragte Schwenn weiter. “Ach, man hat so viel mit einander erlebt,” sagte sie. Zitat Ende
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,753923,00.html
29. März 2011 um 19:38
Da fällt mir doch das herrliche Bonmot von Lotta im Oktober 2010 zur Gästebetrauerin Senta Viola Sch. ein: “Frei nach dem Motto „Coffee, Tea or me?“
Sie scheint immer schon käuflich und promigeil gewesen zu sein!
29. März 2011 um 23:11
Weshalb “scheint”? Von 5.000Eur hat sie eingekauft, gespendet, eine Süd-Amerika- Reise bezahlt, plus diverse Kleinigkeiten. Womit und in welcher Höhe wurde Barnabas entlohnt? Langsam laufen?
30. März 2011 um 00:40
.. für die Bezahlung von Barnabas blieb wohl wie ich schon vermutete die Naturalleistung…
30. März 2011 um 10:00
Zitat:
Außerdem, so gibt Viola S., zu bedenken, seien 50.000 Euro ja auch nicht so viel nach Abzug von Steuern und man müsse “mit den Folgen leben können”.
Während Kachelmann weiterhin keine Regung zeigt, lächelt sein Anwalt süffisant. Ihm wird es auch gefallen haben, was Viola S. über die Verwendung des Geldes zu sagen hatte. “Ich war frauentypisch einkaufen, ich habe Urlaub gemacht, einen kleinen Teil gespendet. Der Rest ist noch da, 45.000 Euro.”
Zitatende
Dann kann der Abzug durch die Steuern ja nicht soo hoch gewesen sein…
30. März 2011 um 11:54
Diese Steuern muss sie erst NACH Abgabe Ihrer Steuererklärung (IMHO Abgabetermin im Mai) bezahlen…
29. März 2011 um 19:39
Ach , ja , man hat schon soviel miteinander erlebt, sagte die “Heulboye ”
Viola SCH. na, klar, man hat nächtelang zusammengesessen , und überlegt wie man J. K. am Besten schaden kann.
Das kostet natürlich Zeit, wenn man aus Nichts etwas Spannendes für den geneigten Leser zurechtzimmern muss.
Das verbindet, und schafft einen tolle Gemeinsamkeit.
Frau May soll mit solchen Artikeln die Auflage steigern,
und Frau Viola möchte gaaaaanz viel Kohle.
Also hat jeder etwas davon, und da kommt es auf ein paar rausgepressten Tränen vor Gericht nicht an. Das schafft man auch noch.
Wer weiss, was als nächstes bei BUNTE in dieser Richtung erscheint,
da gibt es bestimmt schon Ideen .
29. März 2011 um 20:39
Die gesamte Vernehmung von SVS hätte heute eigentlich öffentlich sein müssen. Über ihren teilweise öffentlichen Auftritt heute, hätte ich meine Wut im Gerichtssaal wohl nur schwer unterdrücken können.
Wahrscheinlich wahr es besser, dass Monika und ich heute einen Spaziergang durch ein Naturschutzgebiet in unserer Nähe gemacht haben.
29. März 2011 um 18:41
Hallo an alle JK Freunde,
heute haben wir überwiegend die Sonne und die frische Luft genossen. Jetzt werfe ich einen Blick auf die zahlreichen neuen Beiträge. Nicht einfach für Frau Neeser, da den Überblick zu behalten.
Wahrscheinlich war die Öffentlichkeit heute auch nur kurz zugelassen. Im Mai sind auch Termine, bei denen wir vielleicht nochmal hinfahren können.
Eigentlich gehört dieser Prozess aber sofort eingestellt, und zwar mit einem Freispruch erster Klasse für JK. Mit den Falschaussagen einiger Exen sollten sich andere Gerichte befassen, genau wie mit einigen Erzeugnissen der unterirdischen Presse, die mit Pressefreiheit nichts mehr zu tun haben.
29. März 2011 um 18:36
Ist das schon bekannt?
http://meedia.de/details-topstory/article/bild-zeigt-falsche-frau-kachelmann_100034028.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=62&cHash=a6421831b390efe9d52765c90a44fa08
29. März 2011 um 18:24
Zitat: Vor Gericht rechtfertigte sie ihr «Bunte»-Interview damit, dass nach dem Bekanntwerden von Kachelmanns Doppelleben für sie «eine Welt zusammengebrochen» sei. Sie habe gewollt, «dass es rauskommt», sagte sie bei ihrer teilweise öffentlichen Vernehmung in Mannheim.
Mit Redaktorin gut verstanden
Zu den zeitlichen Abläufen gab die schlanke brünette Frau an, dass sie am 1. April 2010 in Mannheim von der Polizei vernommen wurde, am 14. April habe die «Bunte» Kontakt zu ihr aufgenommen. Der Vertrag über 50’000 Euro sei am 25. April 2010 geschlossen worden. Auch andere Medien wie «Stern» und «Süddeutsche Zeitung» hätten bei ihr angefragt.
Sie habe sich für die «Bunte» entschieden, weil sie sich mit der Redaktorin gut verstanden habe, erklärte die Zeugin. Was sie der Illustrierten gesagt habe, sei wahr, so die 31-Jährige. Weitere Leistungen habe es nicht gegeben, sie stehe aber noch in Kontakt mit der Redaktorin. Verteidiger Johann Schwenn warf im Prozess dem Burda-Verlag mehrmals gezielte Presseberichte gegen seinen Mandanten vor. Zitat Ende
Zitat: Auf Befragen des Verteidigers Schwenn verneinte die Zeugin Kontakte zur «Bild»-Zeitung. Zitat Ende
Und da hat SVS doch glatt Herrn Rechtsanwalt Schwenn, dem Gericht und der Staatsanwaltschaft frech ins Gesicht gelogen!
29. März 2011 um 17:47
Zitat: Am frühen Nachmittag wurde die Öffentlichkeit wieder in den Saal gelassen und erlebte eine Zeugin, die teils unter Tränen und mit brüchiger Stimme vom Zustandekommen des Interviews berichtete. Nachdem sie im März 2010 erfahren habe, dass Kachelmann sie über Jahre getäuscht habe, seien „ganz, ganz viele Gefühle“ über ihr zusammengebrochen: „Ich war mit jemandem zusammen, dem ich vertraut und getraut habe“, sagte die Zeugin. Dann sei die „Bunte“ auf sie zugekommen und habe ihr angeboten, das Interview zu machen. „Ich wusste, wenn ich das Interview mache, dann bin ich jemand, den er nicht mehr kontaktieren wird.“
Kachelmanns Anwalt Schwenn sagte, die Zeugin geriere sich als „Mater Dolorosa“, ihr Auftritt vor Gericht sei „bezahlte Inszenierung“ und „Theater“. Schwenn zitierte aus E-Mails und mehreren Chatprotokollen, die seiner Ansicht nach nicht nur eine enge Verbindung zwischen der Zeugin und dem Burda-Verlag belegen, sondern auch beweisen, dass die Zeugin in eine Medienstrategie eingebunden gewesen sein soll, die Frank Werner, früher Geschäftspartner des Angeklagten Kachelmann bei dem gemeinsamen Wetterdienst Meteomedia, unter der Bezeichnung „nuklearer Erstschlag“ geführt haben soll. Ziel sei es gewesen, Kachelmann aus dem eigenen Unternehmen zu entfernen. Die Verteidigung werde sich nicht dagegen sperren, Werner als Zeugen zu laden, sagte Schwenn. Zitat Ende
http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~ED782B6DAC7804605AAA9DAD974B2A682~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Anmerkung: Wenn ich das so lese, dann brauche ich gar nicht die verschiedenen Teile dieses Blogs nachzusehen, wie oft wir das hier alles schon vermutet und geschrieben haben!
Frank B. Werner gehört schon längst in den Zeugenstand. Nicht nur wegen der “Schmerzensmutter Viola” gehört er befragt, auch wie seine Kontakte zu CSD sind( waren)!
Der Name Frank… den hat sie sich doch nicht einfach so einfallen lassen!
29. März 2011 um 17:50
Quod erat demonstrandum!
29. März 2011 um 17:56
Na endlich !!! Den Herrn Werner hätte man schon zu Anfang des Prozesses laden sollen. Bin ja mal gespannt, wie der sich herausreden will!!
29. März 2011 um 18:18
Möglicherweise stimmt dann auch die Email an Blatt von der Bunten. Welche der Plapperliesen hat er angeboten? Toini L.?
29. März 2011 um 19:34
PeterM vermutet das auch. Wo wäre sie (die Plapperliese) denn sonst geblieben?
29. März 2011 um 18:13
Ich würde dann auch noch gleich Frau Schless dazu bitten! Sie war eine Mitinitiatorin des Aufstandes gegen Kachelmann! Auch hier am Blog nachzulesen
29. März 2011 um 18:28
Und den L.Q nicht vergessen!
30. März 2011 um 08:50
Den hat JK doch schon im Sommer rausgeschmissen!! Hat der nicht noch die GET AG??
30. März 2011 um 20:31
Ja aber schau mal was der macht, und schau mal auf den Bundesanzeiger, online verfügbar, da läuft nich so viel, Wetterdaten von Meteomedia hätten da gut Kasse gemacht!
30. März 2011 um 22:09
Scheint so, Entsorgung sozusagen.
Wenn man das mal wörtlich nimmt…! Da gibt es wohl eine Menge Assoziationen zumal auch Schless dabei ist.
29. März 2011 um 19:26
Na endlich! Frank B. Werner steht auf der Agenda.
29. März 2011 um 21:04
Frank B. Werner kann zu der nicht stattgefundenen Tat eigentlich nichts aussagen, vielleicht war er aber an der Erfindung des Tatvorwurfs beteiligt. Sein eigener Vorteil lag ihm wohl besonders am Herzen. Das sind für mich niedrige Beweggründe.
30. März 2011 um 00:44
Vor einiger Zeit hatte ich mal geschrieben, daß Kachelmann gründlich ausmisten muß. Offensichtlich hat Schwenn das Finale eingeläutet und mit dem “Frühjahrsputz” begonnen …
Mal sehen, was er noch so alles aufwirbelt …
30. März 2011 um 00:54
Schwenn ist einfach genial (vielleich haben wir ihn, sagen wir mal, auch) ein bisschen inspiriert????? Er zäumt nun das Ross mal von hinten auf und landet dort wo wir es AM STÄRKSTEN vermuten: bei FBW und dem HB-Männchen, evtl noch beim baldigen EX-JM aus BaWü….. who knows…surprise, surprise..
29. März 2011 um 17:18
Habe gerade das erste öffentliche Statement von SVS in der Süddeutschen Zeitung gelesen und sie rechtfertigt das Bunte Interview wie folgt: Sie habe es getan um ihre gescheiterte Beziehung zu verarbeiten. Ach nee, was für eine billige Aussage ist das denn?
29. März 2011 um 17:24
und weiter Das Geld habe sie zu einem kleinen Teil gespendet, außerdem sei sie einkaufen gegangen und in Urlaub gefahren, sagte sie auf Nachfrage des Gerichts. „45.000 sind noch da.“ (dpa)
29. März 2011 um 17:28
Das muss aber ein ganz winziger Teil gewesen sein, den sie gespendet hat.
Gut dass 45.000 € noch da sind. Prof. Dr. scheint mir nicht einer der günstigsten Medienanwälte zu sein!
29. März 2011 um 19:29
Wurde Senta Viola Sch. denn nach weiteren Einkünften bei Burda gefragt, wurden damit Gerüchte bestätigt oder dementiert?
30. März 2011 um 01:01
.. und diese 45 Tonnen kann sie nach Prozessende DIREKT an JK überweisen, nebst Zinsen und weiterem Schadenersatz, denn Gewinne aus kriminellen Handlungen sind widerrechtliche Bereicherungen und können eingezogen werden, gell @Reinhard???
29. März 2011 um 16:35
Zitat
*Rechtsanwalt Höcker sagte: “Das geht keinen etwas an und das will auch keiner mehr wissen. Weder mein Mandant noch die Öffentlichkeit brauchen weitere Schnüffelreportagen aus seinem angeblichen Privatleben.”*
Sehen Sie, lieber Herr Höcker, da bin ich völlig anderer Ansicht!
Eine kurze Stellungnahme würde die Sache klären und die Spekulationen beenden.
Nun schaue man sich die Konsequenzen an!
Der Prozess läuft gut, sogar sehr gut, der Freispruch ist absehbar, die Öffentlichkeit begann sich mit JK auszusöhnen, hörte wieder gerne seine Wetterberichte, unterstützte ihn, es war regelrecht Ruhe eingekehrt.
Und nun das, immer vorausgesetzt die Berichte stimmen.
Klar, niemand muss sich für seine Eheschließung rechtfertigen oder dazu eine Erklärung abgeben. Tut er das aber in einem solchen Fall wie hier nicht, öffnet er allen Spekulationen Tür und Tor.
1000e von Paaren heiraten jedes Jahr. Die stehen aber nicht so unter Beobachtung und sind jobmäßig nicht derartig vom Meinungsbild der Öffentlichkeit abhängig.
JK, von allen Seiten als hochintelligent bezeichnet, muss sich doch um Himmels Willen im Klaren gewesen sein, dass ihn diese(!) Eheschließung in der eben wiederentstehenden positiven öffentlichen Meinung, einen gewaltigen Schritt zurückwirft und ihm auch vor Gericht nicht den Anstrich von geänderter Lebensführung einbringt.
Wir sind hier der lesbare Spiegel seines Unterstützerkreises und ich unterstelle, dass ich nicht die einzige bin, die zum allerersten Mal den Ausführungen dieser unterirdischen Emanzenschreiberin etwas abgewinnen kann.
Mir fehlt völlig das Verständnis für diesen Schritt zu dieser Zeit! Die Hochzeit, gerade mit dieser Partnerin, ein paar Monate nach dem Freispruch, wieder im Job, nicht mehr so im Rampenlicht, hätte kaum noch jemanden wirklich interessiert.
Jetzt geht der Schuss eher nach hinten los! Das hätte man sich sparen können!
29. März 2011 um 16:50
@ Chris
Eine super-klasse Ausführung !!!
( Konnte mich aus Zeitgründen leider bislang noch nicht dazu auslassen und erübrigt sich somit nun auch )
29. März 2011 um 16:54
@Chris
Ich schliesse mich ganz Ihren fantastischen Kommentar an. Den Preis den Kachelmann jetzt zahlen muss, mit dem heutigen Bild seiner “angeblichen Ehefrau” in der BLÖD ist ungemein hoch. Von einer wahrscheinlich jetzt einstweiligen Verfügung wird sich diese Zeitung niemals abschrecken lassen. Ein kurzes, ehrliches Erklärung und die ganze Sache hätte ich erledigt.
Die Pressemeute wird denen auch weiterhin auf der Lauer liegen und das wird auch der Medienanwalt nicht verhindern können. Das alles hat doch einen sehr bitteren Beigeschmack und eine Eheschliessung mitten in einem Vergewaltigungsprozess ist auch sehr ungewöhnlich.
29. März 2011 um 17:14
Cui bono?
Auch wir hier, auf diesem Blog, sind ein Teil der Öffentlichkeit.
Und alles! Andere, als auf den Kopf gefallen (Brainblogger eben)
Jedoch….
Die Akteneinsicht haben die Prozessbeteiligten – UND die Durchstecher.
Wir hmpft kennen NUR das, was uns von der xxxxx (hier steht ein saftiger Seemanns Fluch) Presse und sonstigem Gesocks an der Oberfläche zum Fr… präsentiert wird.
Und die höcker ´schen Versuche, Kachelmanns Privatleben auch von den extrem! vielen neu-GIERIGEN Gafferblicken einer dem Spektal von und zu Mannheim mal mehr, mal weniger interessiert zuschauenden Öffentlichenkeit zu schützen.
Was so alles an über Wochen exakt durchgeplanten Info-Schiebereien hinter den Kulissen veranstaltet wird,
das wissen die Götter – die LÜGE natürlich auch.
Die geben ja den bildungsarmen Lesern/innen vor, daß sie eine direkte und absolut exklusive Standleitung (incl. wortwörtlicher Rede – delikate Photos) unter alle VIP-Betten (gilt schon ab T-Promis ) haben…..
DAS wiederum gefällt natürlich der Femanze Schwarzer an der Bild, kann sie da doch prima Daten für ihre Gender-Hetzereien abfischen.
Wenn mich der über die diversen Artikel über RA Johann Schwenn nicht trügt (leider bin ich zu weit weg, um mir selbst einen Eindruck zu verschaffen; arbeite allerdings an der zeitweisen Verkürzung der Distanz
) dann weiß der Mann ganz genau! was er tut – bzw. was Kachelmann tun DARF.
Der läßt sich doch seinen schönen, mutmaßlich! in die Annalen und Bücher der Rechtswissenschaftler eingehenden Gewinnerstrassenprozess NICHT von einem unbedachten Akt seines Mandanten zerbröseln – think BIG: Mr. Schwenn is
Skorpion
29. März 2011 um 21:25
Möchten Sie die Antwort einer “Elfriede” lesen Skorpion, oder soll ich sie gleich in den Papierkorb versenken?
29. März 2011 um 23:32
Daher gern nochmal:
“Terminator” Schwenn ist ja so cooooool!
Hasta la vista …. baby! *bäng*
Ab in den Shredder – Danke!
Skorpion
30. März 2011 um 00:32
@Skorpion: absolute world class contribution… THX so much
30. März 2011 um 08:20
@Skorpion: das denke ich mir auch, dass Schwenn genau weiss, was er tut und was Kachelmann tun kann, darf oder soll. Ich könnte mir aber auch folgendes Szenario vorstellen: JK lernt eine junge, hübsche Dame kennen, bandelt mit ihr an, nach seinem üblichen Muster, einiges offen lassend, vage Andeutungen, die wie Versprechen ausgelegt werden, etc. Die Art der Beziehung könnte nach seinen üblichen Vorlieben gestaltet gewesen sein oder auch noch gar nicht begonnen haben. Die junge Frau holt ihn in Frankfurt ab und erlebt die Verhaftung hautnah. Vor Gericht sagt sie für ihn positiv aus und wartet geduldig, bis er aus dem Knast kommt. Dann lässt sie sanft die Krallen ausfahren: heirate mich oder ich nehme die Aussage zurück, resp. sage etwas völlig anderes aus. Nachem alle anderen Exen ihn zwar als “Verräter” hingestellt, aber nicht als Vergewaltiger bezeichnet haben, läuft der Prozess für ihn prima. Bis auf diese kleine, süsse, tickende Zeitbombe, die genau weiss, dass sie nicht 50’000 von der Bunten sondern alles von JK will. Sie ist die Schlauste. Denn für JK gibt es wohl nur einen Ausweg, sie an einer Aussage zu hindern, Ring an den Finger, Augen zu und durch. Ich betone, es ist wohl alles ganz anders, war einfach eine kleine Gedankenspielerei, die ja auch erlaubt sein muss, bei all den Vermutungen, die hier auch Platz finden.
29. März 2011 um 17:15
Hier unterschreibe ich jede Zeile!!!
29. März 2011 um 17:16
@ Chris – sollte es heißen
29. März 2011 um 18:04
Ich meine, dass ist allein seine Sache. Und: Wenn einer, der jetzt während des Prozesses schon seit 10 Monate den Mund halten muss, obwohl ihm bei dem Gelüge und den Widrigkeiten das Kotzen kommen müsste, dann vielleicht mit der Hochzeit seine Exen ein bisschen porvozieren will und deshalb den Zeitpunkt so wählt, steht ihm das durchaus zu!!
Darüber sollten wir uns im blog nicht alterieren.
29. März 2011 um 18:30
Das genau sind auch unsere Überlegungen hier.
Genug Gängelei, monatelang, genug Fremdbestimmung, ich mach jetzt, was ich will.
Mittlerweile glaube ich, dass die kachelmannsche Anwaltsriege ebenso erstaunt war wie wir!
29. März 2011 um 18:31
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schwenn oder ein Höcker über dieses erneute Medienaufgebot entzückt ist.
29. März 2011 um 19:59
Wäre ich an Kachelmanns Stelle würde ich der Bild und Bunte noch jede Menge Pseudo-Informationen durchstechen lassen, zum Teil aber eben auch sachlich komplett falsche. Da bei Bild und Bunte Recherche und Faktenprüfung absolute Fremdwörter sind, kann man so viele verklagenswerte Artikel provozieren und ein wenig Schadenersatz geltend machen.
29. März 2011 um 22:50
@Franz Kafka
Das ist überaus gefährlich.
Einerseits gibt es genügend Personen die absolut jeden Mist glauben sofern der gedruckt erscheint, andererseits wäre es absolut kontraproduktiv wenn diese Informationen später der Quelle zugeordnet werden können. Als Selbstinszenierung oder Irreführung würde dieser Schuß kräftig nach hinten gehen. Man bleibt besser bei den Tatsachen, auch wenn diese im Augenblick nicht erklärbar erscheinen.
29. März 2011 um 14:05
Ein Leserkommentar aus der Welt-Online (nur zur Aufheiterung):
Antidode79 sagt:
„Hier blickt keiner mehr durch…
Alice Schwarzer hat Kachelmanns Gutachter vergewaltigt? Oder hat die Ex von Kachelmann Alice Schwarzer vergewaltigt. Oder hat Kachelmanns Gutachter im Beisen von Alice Schwarzer den Kachelmann vergewaltigt?
Welche Rolle spielte das Messer? Hat es etwa zusammen mit Alice Schwarzer den Gutachter von Kachelmanns Ex-Freundin vergewaltigt??? Wo war eigentlich Kermit, der Frosch zum Tatzeitpunkt? Oder Knut, der Eisbär? Ich wette, die beiden stecken mit dem Wellensittich vom Kachalmanns Ex-Gutachter-Freundin unter einer Decke und wollen die Weltherrschaft an sich reißen… „
Quelle:http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12999271/Richter-ruegen-Medienauftritte-von-Kachelmanns-Ex.html?wtmc=smo.twitter_a
PS: Dieser Kommentar von Antidote scheint wieder einmal gelöscht zu sein.
29. März 2011 um 14:33
@ Erich
Bei aller Ernsthaftigkeit und Grandiosität gegenüber diesem skandalösen Fall, aber wenn ich das lese, muss mich wieder mal wegschmeißen “brüll”