geborgt bei kachelmannwetter/Wordpress

Eine Geschichte, aber nicht von den Gebrüdern Grimm….

Wetterdienste gibt es seit – ja  – seit wann eigentlich?

Nun den „Helvetischen“ wohl schon ewig, ich weiss es nicht genau. Er gehört der Schweizerischen Eidgenossenschaft, also dem Volk und wird von uns – via Steuertopf (den wir alle füllen, ausser, man ist prominent) gesponsert. Er nennt sich Meteoschweiz.

http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de.html

Dann – Anno 1990 – kam ein junger, innovativer Aussenseiter namens Jörg Kachelmann und hatte mit seiner Idee, einen privaten Wetterdienst zu gründen, grandiosen Erfolg.

Seine Firma, sein Engagement wurden bekannt und er, der Wetterfrosch,  wurde – trotzdem überall Unken sassen – zum Publikumsliebling. Ein wenig im Internet geblättert und man findet (fand?) Promis die sich ach so gerne mit ihm zeigten und  von seinem Bekanntheitsgrad profitierten!

Jeder von uns, der sich damit beschäftigt hat, kennt die Erfolgs-Story. Kein Schwein hat sich um sein Privatleben gekümmert, wohl wissend, dass dies auch niemanden zu interessieren hatte. Punkt. Aus!

Erinnern wir uns doch noch an die Lobeshymne in der SZ: Sie haben einen Wetterfrosch nach Kanada mitgenommen, und sie sahen, dass es gut war.  

Das war 5 Minuten vor 12… Kurze Zeit später wurde der Publikumsliebling  dank einer Falschbeschuldigung zum Paria. Die BILDZeitung und andere Schmuddelgazetten lieferten sich eine Schlacht um die miesesten Schlagzeilen, um Jörg Kachelmann zu ruinieren und zahlten Denunziantinnen hohe Summen für ihre „Aussagen!“ Manche von ihnen bekamen mehr als Judas, dessen 30 Silberlinge würden heute 10.000 Euros entsprechen. (Währungsumrechnung Welt online)

Selbst die geplante „feindliche Übernahme“ der Meteomedia ist nicht gelungen. Jörg Kachelmann blieb der Chef.

Auch wenn sich immer wieder Insider verleiten (kaufen?) gelassen haben, Nachrichten und Firmeninterna an die Presse weiterzugeben.  Ich denke da an den Sonntag.ch…

Auch wenn sich „Lehrlinge“ und gute Bekannte – die sich inzwischen mit eigenen, mehr oder weniger gut laufenden Wetterdiensten selbstständig gemacht hatten – zu sehr , nun sagen wir,  eigenartigen Aussagen und Psychogrammen ihres ehemaligen Chefs oder Freundes verblö… pardon,  verlocken liessen.

Wie konnte man schon am 1.April 2010 lesen:

Zitat: In der Schweiz stehen dafür bereits Konkurrenten bereit, um Meteomedia Markt abzuringen.

Laut Peter Wick, der 70 Prozent des privaten Wettermarktes in der Schweiz betreut und einst Geschäftspartner von Kachelmann war, ist „der Schweizer Markt von Meteomedia gefährdet“.Gefällig erklärte er in der schweizerischen Zeitung „Sonntag“ weiterhin, dass er mit seiner Firma Meteonews „gerne bereit sei – falls nötig – auszuhelfen“.

Auch Konkurrent Thomas Bucheli steht angeblich schon in den Startlöchern, Meteomedia Marktanteile in der Schweiz einzunehmen. Er will sich öffentlich aber nicht äußern.  Zitat Ende (Quelle netplosiv.com)

Inzwischen sollte aber jeder wissen, dass Meteomedia und damit Jörg Kachelmann gute Arbeit leistet und der Prozess vorbei ist. Der Freispruch rechtskräftig! Sollte man eigentlich denken.

Aber nein, dem ist nicht so!

Weil, ja weil die Schweizer Eidgenossenschaft mehr  Schtütz* will (braucht?). Und was ist da einträglich?? Genau, das Wetter! Man kam also auf die Idee, Meteoschweiz.ch sollte in die Privatwirtschaft gehen.

Zitat: Meteo Schweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, wird reformiert und entwickelt sich von einer Fachinstitution zu einem «unternehmerischen Wetterdienst», Zitat Ende

http://www.derbund.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Meteo-Schweiz-koennte-uns-platt-walzen/story/31295061

  Zitat : Die selbstbewusste Ankündigung ist der jüngste Akt eines Bundesbetriebs, dessen Name Meteo Schweiz bereits suggeriert, dass er seit längerem viel mehr Privatunternehmen ist als Verwaltungseinheit. Ein Unternehmen, das mit der Arroganz eines Monopolisten auftritt und Kritik ignoriert. Ein Unternehmen, das sich mit Steuergeldern finanzieren lässt und seine Konkurrenten aus der Privatwirtschaft behindert und bedrängt. Zitat Ende

http://bazonline.ch/schweiz/standard/Ein-Unwetter-mit-Ansage/story/10208585

Klar, dass die kleinen privaten Wettervorhersager nicht sehr erfreut waren. Man gründete also  einen Zweck – Verband: Verband der Schweizer Meteo-Anbieter (SMA), denn sonst lieben sie sich gar nicht.

Nur Meteomedia und damit auch Jörg Kachelmann liess sich in diesen Streit nicht hineinziehen.  Warum? Weil die Firma wirtschaftlich dachte! Das machen  die „Kleinen“ jetzt Jörg Kachelmann zum persönlichen Vorwurf.

Da stellt sich nur die Frage: Wer von diesen „Freunden“ hat sich jemals auf Jörg Kachelmanns Seite gestellt? Wer hat ihn in seiner schwersten Zeit unterstützt! KEINER! Alle haben den Schwanz eingezogen.

Und nun soll Meteomedia sich ein Geschäft entgehen lassen?

Ausserdem, wer gewinnt schon gegen den steuerfinanzierten Bund? Dann lieber mit dem Beelzebub kooperieren.

So war die Lage vor Weihnachten! Das Fest des Friedens ist vorbei .

Nun äussert sich Peter Wick von MeteoNews AG, welcher seine Wetterdaten von  xx Stellen einsammelt und sicher niemals – wie einst Jörg Kachelmann – seine Orte für Wetterstationen selbst auswählte, besuchte und aus neuen Aufstellungen Volksevents machte.

Beispiele:

Oktober 2003: Kachelmann weiht mit der Ex-„Heidekönigin” Jenny Elvers eine Wetterstation im Kreis Lüneburg ein.

Juni 2006: Bei strahlendem Sonnenschein hat der „Wetterguru“ Jörg Kachelmann, bekannt aus Wettervorhersagen in TV und Radiosendungen, am Samstag die Wetterstation am Camping- und Ferienpark Wulfener Hals auf Fehmarn feierlich eröffnet.

u.v.a.m.

*****

Also dieser Peter Wick, der sich im Mai 2011 einen Bart wachsen liess, weil: „Die Frauen mögen das!“ Und auch farbigere Klamotten tragen wollte: http://www.schweizer-illustrierte.ch/prominente/peter-wick-von-meteonews-neu-mit-bart-die-frauen-moegen-das  So, So! Wick, Peter Wick ….

Aber da war doch etwas :“ Das etwas schmuddelige Auftreten könnte sogar narzisstisch oder eitel sein. „Er war zudem nicht immer nur charmant, sondern konnte tiefschwarz sarkastisch sein. Er hatte tatsächlich zwei Seiten.“ (Peter Wick zur Welt September 2010)

 Jedenfalls schreibt er gestern am 8.Januar 2012 im Schweizer Sturmforum folgenden Beitrag:

von wick » So 8. Jan 2012, 10:40

Liebe Forumsteilnehmer

Ich werde neu in regelmässigen Abständen nun über die geplante Teil-Privatisierung der MeteoSchweiz berichten. Ich möchte an dieser Stelle – sehr wichitig – erwähnen, dass wir von MeteoNews mit MeteoSchweiz angenehm zusammenarbeiten und mit den Mitarbietern eine sehr geschätzte und mindestens von Teilen der Mitarbeiterschaft von MeteoSchweiz respektvolle Zusammenarbeit pflegen. Es geht somit beim Thema“Privatisierung MeteoSchweiz“ nicht um persönliche Aspekte, sondern um Geschäftspolitische.
Entsprechend haben Meteoblue, Meteodat, Meteonews, Meteoradar und Meteotest den Verband Schweizer Meteo Anbieter (SMA) gegründet (leider und aus logischend Gründen (siehe Betrag unten und in der Basler Zeitung vom 23.12.2011) hat Meteomedia zwar an den Gründungssitzungen Teilgenommen, alle Inhalte zu Kenntnis genommen, aber am Vorabend der effektiven Gründung Ihren Rückzug bekannt gegeben).

Hier ein erster Beitrag, es geht um den Wetterdatenverkauf der Meteomedia an die MeteoSchweiz (siehe auch BAZ vom 23.12.2011):

Es ist mir ein Anliegen ein Thema zu thematisieren, welches uns sehr beschäftigt. Es hat sich zwar abgezeichnet, aber nach dem Bericht in der Basler Zeitung bin ich doch teilweise sehr erstaunt.
Kachelmanns Meteomedia verkauft ab 2012 die Daten der Wetterstationen an Meteoschweiz. Der kolportierte Vertragsumfang wird mit 100’000 bis 200’000 Franken beziffert. Zum Vergleich: MeteoNews bezahlt für die 10Minuten-Beabachtungen, einigen anderen kleineren Leistungen und dem Radar (!) etwas mehr als die Hälfte des unteren genannten Betrags. MeteoSchweiz kauft somit für Stundenwerte von gegen 300 Wetterstationen (meist semiprofessionelle, aber taugliche Ventage Pro) für den dreifachen Betrag ein, was Ihre Swissmetnet-Stationen, Augebeobachtungen und Radardaten kosten. Ich überlasse jedem Leser hier die entsprechende Beurteilung. Zu bemerken ist, dass die Daten für interne Zwecke benutzt werden! Sprich es wird nie ein Rekordwert dieser Stationen veröffentlicht.
Es macht demnach auch wieder Sinn, dass sich Meteomedia als einziger privater Wetterdienst nicht am Verband Schweizer Meteo Anbieter (SMA) angeschlossen hat. Logischerweise will Meteomedia einen Kunden nicht mit einem solchen Beitritt vor den Kopf stossen. Oder hat man Kachelmann mit einem netten Obolus Maultot gemacht?
Was mich zudem interessiert ist, ob mindestens Teile der Einnahmen des Verkaufs von Daten der Wetterstationen (auch von Dritten) an die Wetterstationsbetreiber zurück fliessen? Ansonsten macht Kachelmann, Schugg und Co ein nettes Geschäft mit Wetterdaten, welche von Partnern erhoben werden.
Noch ist MeteoSchweiz hauptsächlich von Steuergeldern finanziert und der Vertrag soll im 2012 bereits laufen. Entsprechend gibt die MeteoSchweiz trotz Entlassungen und anderen Sparübungen Geld für (ich sag es mal so) ziemlich teuere Wetterdaten aus.

Tatsache ist, dass Kachelmann keine Gelegenheit ausgelassen hat MeteoSchweiz zu bekämpfen und in den Dreck zu ziehen. Letztmals beim Warndebakel im Sommer. Nach Aussagen des Chefs von MeteoSchweiz in einem persönlichen Gespräch wurde die Thematik angeschnitten und damals war eine Zusammenarbeit zwischen Kachelmann und MeteoSchweiz nicht denkbar…! Wie schnell sich doch die Meinungen ändern. Natürlich sind die Wetterdaten in einem gewissen Masse wertvoll, aber man weicht beidseitig in beschämender Manier von Geschäftsgebaren ab. Kachelmann verkauft seinem ärgsten Konkurrenten seine so heiligen Wetterdaten, MeteoSchweiz kauft von seinem grössten Gegner und Kritiker Wetterdaten für teures Geld. Das ist ein beidseitiger bitterer Gang nach Canossa, wobei wahrscheinlich Kachelmann und Meteomedia das Geld bitterer nötig haben als MeteoSchweiz die Wetterdaten.

Vielleicht zahlt MeteoSchweiz ja auch Bucheli Geld für Wetterdaten oder für die Mithilfe bei der Warnung?

Die Konsequenz ist, dass es bitter nötig ist, die Verselbständigung der MeteoSchweiz zu verhindern. Der Verband SMA wird versuchen das neue Meteogesetzt zu verhindern oder abzuschwächen. Und Kachelmann muss sich unter Umständen ab 2014 bewusst sein, dass ALLE Wetterdaten von Meteoschweiz frei zur Verfügung stehen, auch diese der Meteocentrale.

Peter Wick

http://www.meteoradar.ch/forum/viewtopic.php?p=144710#p144068

Wie soll man dieses Pamphlet nennen: hasserfüllt, neidisch, bösartig?

Auf jeden Fall unter der Gürtellinie!

* schweizerdeutsch Geld

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Der Erfolg kommt selten vom Müssen, sondern eher vom Wollen.

© Dieter Gropp

Ein privater Blog, ohne Zwang zur Registrierung, ohne Netzwerk dahinter, ohne Werbung wurde zum Selbstläufer! 

1,000,140 heute 10 Uhr 31

Die meisten Besucher hatten wir am 1.Juni 2011 :   22,542

Eines ist aber sicher: Ohne Euch Blogger -Verfasser von grossartigen Beiträgen – wäre das niemals möglich gewesen!

Danke an Alle  R.E.N

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31. Mai 2011

Am Ende eines schweren Weges möge dich die Wärme der Sonne empfangen.

Altirischer Segenswunsch

Meine besten Wünsche R.E.N

9 Uhr 10

Freispruch!

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Danke für die umfangreiche Post , mit guten Wünschen ,Zuspruch und Lob!

- die anderen Schriftwerke habe ich alle auch gelesen, sie waren es nicht wert, dass ich reagierte.

Danke für die fast 30.000 Beiträge , die unseren Blog so interessant machten!

- die Spammitteilungen habe ich zur Kenntnis genommen, sie waren es ebenfalls nicht wert mehr Beachtung zu bekommen.

Wir erwarten vom neuen Jahr immer das, was das alte nicht gehalten hat. Dabei sind wir es doch selbst, die das Jahr gestalten.

© Peter Amendt

À votre santé!  R.E.N

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Weihnachten steht direkt vor der Türe, also wollen wir uns nur mehr Heiterem widmen!

Haben uns die Medien in diesem Jahr nicht viel „ Freude“ bereitet? Oh, ja, sie haben uns beschimpft, beleidigt und Dinge verbreitet, die alle Weihnachtsmärchen und Sagen in den Schatten gestellt haben.

Sie sitzen auf dem hohen Ross (nicht Ros, wie aus dem Weihnachtslied) und meinen, nur sie hätten das Recht, der staunenden Leser/Seherschaft die ultimative Wahrheit nahe zu bringen.

Gerade Jörg Kachelmann hat’s möglich gemacht, dass die Allwissenden der schreibenden Zunft ihr Licht über uns leuchten liessen.

Und dann passiert so etwas:

Also es war so, ich habe einen Leserbrief geschrieben. Manchmal kribbelt es nach einem Artikel einfach in den Fingern, und man setzt sich hin und schreibt. Wem ist das noch nicht passiert! Schande über mich, aber ich habe es getan. Nicht an ein kleines Provinzblatt, nein ganz und gar nicht. Es war schon ein grosses Verlagshaus!

Ich bekam auch eine Antwort, die da lautete:

Sehr geehrter Herr Nesser

Herzlichen Dank für Ihren Leserbrief. Ein Echo aus der Leserschaft freut uns sehr und Kritik nehmen wir ernst.

Da wöchentlich sehr viele Leserbriefe auf der Redaktion eingehen, können wir nicht alle berücksichtigen. Aus diesem Grund konnten wir Ihren Leserbrief leider nicht veröffentlichen.

 Jeder Leserbrief wird jedoch an unsere zuständigen Redaktoren weitergeleitet, die sich über Reaktionen freuen und froh über die Darlegung verschiedener Meinungen und neuer Standpunkte sind.

 Wir freuen uns, wenn Sie auch weiterhin zu den aufmerksamen Lesern zählen und uns Ihre Meinung schreiben.

 Freundliche Grüsse

Name und Redaktion der Zeitung( ist bekannt)

Oh, dachte ich mir, Herr Neeser? Ich habe doch – wie immer – mit vollem Namen unterzeichnet, aus welchem hervorgeht, dass ich weiblich bin.  Nesser statt Neeser…. Aber das bin ich nachgerade gewöhnt!

Meine Antwort:

Herr ……….( Name bekannt)

Aber das wusste ich doch schon vorher, dass Sie mein Schreiben NICHT veröffentlichen würden. Sie haben es ja nicht einmal gelesen, sonst würden Sie gesehen haben, dass als Unterschrift Rita-Eva Neeser steht.

Ersparen Sie mir die Ausrede mit den „Vielen Leserbriefen“.. brauche ich nicht. Ich verzichte in Zukunft Ihre Zeitung zu lesen und/oder meine Meinung in irgendeiner Form zu äussern. Das bringt hier nichts.

Rita-Eva Neeser

 Es war anzunehmen, dass  die Redakteure mit  „Freuen„  so beschäftigt waren, dass sie darauf nicht mehr antworten würden. Aber da hatte ich mich geirrt. Ich wurde mit einer Antwort „erfreut“…. ehrlich erfreut, denn ich habe gelacht,  wie schon lange nicht mehr.  Ein schönes Geschenk, welches mir hier zuteil wurde:

 Warum? Weil ich meine Vermutung bestätigt sah, wie bei den Gazetten mit Lesermeinungen verfahren wird, und wer sich darum kümmert:

Sehr geehrter Herr Nesser

 Ich habe nichts mit den veröffentlichungen zu tun, da ich nur ein Lehrling bin.

Ich mache lediglich nur die Absagen und es tut mir sehr leid wenn ich anstatt Frau,

Herr schreibe.

 Freundliche Grüsse

Name und Redaktion( ist bekannt)

 Das also ist meine Weihnachtsgeschichte – eine wahre Begebenheit!

Wer weiss, ob ich hier nicht Post vom Nachfolger Marc-André’s , Jörg oder Thomas und wie sie alle heissen, bekommen habe! 

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Wer nicht überzeugen kann, sollte wenigstens Verwirrung stiften.

Deutsches Sprichwort

So gesehen,  kann  der nachfolgendene Kommentar bewertet werden!

Henning Marten, Story House Productions:

„Es ist unglaublich, wie Justiz, Anwälte, Presse und die sogenannte Öffentlichkeit mit diesem Fall umgesprungen sind – ihn für die unterschiedlichsten Zwecke instrumentalisiert haben. Und mittendrin Claudia D., die einen Stein zurück warf und eine Lawine auslöste.“

1) Justiz /Polizei

Claudia D. hatte von  der Justiz, beginnend bei der Schwetzinger Connection (Lapsit &.Co.) jede erdenkliche Hilfe. Man hat ihr jede vorstellbare Unterstützung bis hin zur Vorankündigung, wann man den zu ihr käme, um den Laptop zu holen, gewährt.  Sie wurde scheinbar ständig an der Hand geführt, und sie war für Lapsit &.Co. auch das Sprungbrett zu Beförderungen.

Professor Köhnken sagt dazu: Die Kripobeamtinnen, die seinerzeit als erste die Anzeige der Frau aufnahmen und ihr glaubten, hätten nicht wörtlich protokolliert.  Sie hätten auch nur oberflächlich gefragt, anstatt akribisch nachzuhaken. Ja, sie seien regelrecht „froh gewesen, nicht nachbohren zu müssen“.

Die Spurensicherung war so angelegt, dass sie nur dass untersuchten, was für die Angaben der Frau sprachen. Erinnern wir an die Couch, die erst 6 Wochen nach der Anzeige beamtshandelt wurde . Nicht wahr?  Was kann man in dieser langen Zeit alles anfangen. Von der Decke, unter der man nackt gesessen haben soll, war nie die Rede u.s.w.

Die Aussage des Polizisten:“ …wir haben den Fall wie ein Tötungsdelikt bearbeitet“  klingt da schon nach einer schlechten Satire!

Die Aussagen der Polizisten waren anfangs direkte Vorverurteilungen! Als man sie dann ein zweites Mal aufbot, litten sie unisono an Gedächtnisverlust. (Nachzulesen hier am Blog, aufgezeichnet von Maschera, Biggi Meier und anderen Prozessbesuchern, weniges auch in der Presse durch die Damen Rückert und Friedrichsen)

Der Name von Claudia D. wurde immer geheim gehalten!

Vergessen wir auch nicht, dass es die Polizei war, die von Viola S. beauftragt wurde, ihr die Namen und Adressen – ihr noch nicht bekannter – Freundinnen zu übermitteln. (Wie das ablief, könnte man in den Akten, vielleicht sogar im Urteil nachlesen.)

Jörg Kachelmann dagegen wurde vom Tag seiner Verhaftung an wie ein Schwerverbrecher behandelt.

Man erinnere sich an das Verhaftungsevent (auch hier nachzulesen), für das  sich die Polizei später gegenseitig auf die Schultern klopfte und an den Schwetzinger Polizisten, der  seine Tochter mitnahm, um ihr eine Promiverhaftung vorzuführen.

Die Statements des Reto Schüssler, zu dieser Zeit Vorstandschef der JVA Mannheim!

Die Weitergabe der Häftlingsnummer und des Fotos  durch die Polizei!

Die Veröffentlichung, nicht nur durch die  Pressemitteilung, wer den der verhaftete Moderator ist! (Die Bild hat sich ja gerühmt, die besten Kontakte zur Polizei zu haben!)

Und… man wollte die Geschehnisse um den Haftprüfungstermin Jörg Kachelmann in die Schuhe schieben.  Wenn man aber Hans-Jörg Zumsteins Film aufmerksam gesehen hat, dann haben die Beamten nur nach Anweisung der Presse den Wagen wieder aus der Einfahrt geschoben, damit jene  diese Fotos machen konnten.

2) Staatsanwaltschaft

Claudia D. bekam Narrenfreiheit von der Staatsanwaltschaft,   auch noch,  als sie bereits nachweislich mehrfach bei ihren Aussagen gelogen hatte. Gerade Lars Torben Oltrogge fand die Lügen nicht so schlimm.

Als sie bei der vierten Einvernahme, Ende April, wieder einmal  in das von ihr zur Theaterreife stilisierte Tränenvergießen  und Zittern verfiel, brach man, obwohl sie gerade wieder Märchen erzählt hatte, die Vernehmung ab, und sie wurde nie mehr weiterbefragt.

Einige Tage später erhob Oltrogge Anklage.

Nie wurde untersucht, ob die Ausführung der angeblichen Vergewaltigung überhaupt so abgelaufen sein konnte, wie die Frau das angab. Am 9.2.2010, so erfuhr man später, hatte die Staatsanwaltschaft sogar noch Zweifel an diesen Aussagen und liess den Angeschuldigten abfliegen. Erst später hat man sich dann umorientiert, als Lars Torben Oltrogge wohl die Möglichkeit sahsah, dass ein Promiverfahren einen Karrieresprung bedeuten könnte. Und so liess man die Vernichtungsmaschinerie anlaufen.

Wie schreibt D. im Tagebuch:“ Man würde  sie über alle Schritte Jörg Kachelmanns unterrichten. „

Erinnern wir uns an die Unmengen von Pressekonferenzen, die der inzwischen beförderte Staatsanwalt Andreas Grossman gab, wo er – wider besseres Wissen- die Frau als glaubhaft bezeichnete!

Ermittlungen gegen die Frau wurden nur auf Druck der Verteidigung und das auch nur mit höhnischen Kommentaren vorgenommen (Beispiel: Laptop).

Staatsanwalt Oltrogge hat sich bis zuletzt geweigert, eine Untersuchung  der Claudia D. durch Gutachter vornehmen zu lassen. Er stützte sich auf das 46-Seiten-Traktat des behandelnden Arztes Seidler. Erst als es gar nicht mehr ging, beauftragte er Prof. Greuel.
Dieses Gutachten wartete er aber gar nicht mehr ab, als er vorab dessen Inhalt erfuhr, der ihm so gar nicht gefiel!  Als es öffentlich wurde, dass seine Haupt- und Lieblingszeugin nicht blütenweiss ist.

Staatsanwalt Lars Torben Oltrogge vergass sich sogar soweit,  einem der führenden Wissenschaftler Deutschlands Käuflichkeit und Manipulation zu unterstellen.

Die Staatsanwaltschaft nahm sogar die hirnverbrannte Anschuldigung der Claudia D. ernst, als sie meinte, Jörg Kachelmann könnte eine Waffe ins Gericht schmuggeln und man ihn deswegen durchsuchen sollte!

Jörg Kachelmann hatte gegenüber der Mannheimer Staatsanwalt keine Chance:

Obengenannter Andreas Grossman sagte schon früh, dass mit einer Verurteilung zu rechnen ist!

Er war es auch, der das Messer als Tatwaffe bezeichnete, obwohl zu dieser Zeit schon feststand, dass es als solche ausschied!

Die Staatsanwaltschaft nahm die Untersuchungen und ihren Auftrag, auch zugunsten eines Beschuldigten zu ermitteln, zu keiner Zeit ernst. Sie hatten ihren „Täter“ und damit war Schluss.

Staatsanwalt Oltrogge reiste durch die Lande, um Ex-Freundinnen, die eigentlich gar nicht aussagen wollten, dazu zu überreden, in einem Fall sogar dazu zu zwingen (Berlin und Lüneburg, Zürich) .

Staatsanwalt Gattner telefonierte mit der Schweizerin, und wenige Tage später konnte man sein Telefonat im Focus lesen. Und das, als der Prozess schon lief,  und gerade in dem Moment, als RA Johann Schwenn die Verteidigung übernommen hatte.

Die unsägliche Reise nach Zürich, die man erzwang, sollte von Seiten der Staatsanwaltschaft und wieder einmal mit unlauteren Mitteln, die Schuld Jörg Kachelmanns untermauern.

Die Staatsanwaltschaft bot Zeuginnen auf, die mit der angeklagten Tat nichts zu tun hatten, die am 9.2.2010 nicht dabei waren und so zur Aufklärung absolut nichts beitragen konnten. Sie sollten nur ein möglichst schlechtes Bild auf das Privatleben – das aber nichts mit der Anklage zu tun hatte- werfen und Jörg Kachelmann als potenziellen „Vergewaltiger“ abstempeln! Nach dem Motto:“ Kein Blümchensex, also trauen wir ihm alles zu!“

Staatsanwalt Lars Torben Oltrogge hat jedem, der über ihn selbst berichtet, mit „Massnahmen“ gedroht. Er aber hat in jeder Verhandlungspause die ihm zugeneigten Journalisten  um sich versammelt, um seine Statements abzugeben. Statements, bei denen es ausschliesslich darum ging, die Schuld Jörg Kachelmanns zu dokumentieren.

Die teilweise Veröffentlichung von Akteninterna dürfte wohl auch zu Lasten der Staatsanwaltschaft gehen, auch wenn sie das immer abgestritten hat. Aber wer anders sollte Interesse daran haben, den Angeschuldigten möglichst mies darzustellen, wenn nicht die Staatsanwaltschaft.

3)Richter/Gericht

Claudia D. hatte von Seiten der 5.Strafkammer zu Mannheim jede, aber auch schon jede Unterstützung, die man als Anzeigeerstatterin bekommen kann.

Ein Befangenheitsantrag gegen Richter Seidling- trotz der direkten Nähe zur Anzeigenerstatterin und deren Familie – wurde abgeschmettert.

«Ich kenne weder den Vater noch das Opfer. Es gibt keine Nähe zwischen uns.»

In diesem Augenblick krähte in der Ferne ganz sicher ein Hahn….

Richter Seidling sprach im Vorfeld des Prozesses über Claudia D. sogar als von einem „Opfer“!

Keiner seiner Kollegen hat sich daran gestossen und ihn für befangen erklärt.

Man zog die Aussagen der „Selbstanbieterinnen“ vor– die zum Teil bereits ihre Geschichten der Bunten, aber auch RTL oder SZ verkauft hatten – , um der Öffentlichkeit, den Schöffen und der Presse  mit deren  Auftreten ein möglichst schlechtes Bild von Jörg Kachelmann  zeichnen zu können. Was sie dann tatsächlich ausgesagt haben, durfte man nicht erfahren.  Tatsache aber ist, dass  mindestens im Fall der Anja L.( Verena C.) bekannt wurde, dass sie bei der Polizei gelogen hatte! Aber, das war dem Gericht egal….

„Keine der Zeuginnen wird von Vergewaltigungsszenen berichten, es geht um die Schilderungen sadomasochistischer Liebesspiele“, so Seidling.

Das Gericht zog die Aussagen der Eltern vor, damit der Vater öffentlich bekannt geben durfte, er sei Schöffe gewesen und darum über jeden Zweifel erhaben. Oder wie sonst sollte das gemeint sein? Ausserdem, nur wenige Eltern würden ihre Kinder anschwärzen, auch wenn sie später erfahren müssen, von der eigenen Tochter belogen worden zu sein.

Und dieses Gericht zog auch die ermittelnden Polizisten aus Schwetzingen vor, damit jeder sehen konnte, wie sehr diese doch von den „wahrheitsgemässen“ Aussagen der Claudia D. überzeugt waren. Da war aber schon bekannt, dass sie mehrfach gelogen hatte!

Claudia D. brauchte ihre Aussagen erst machen, als  andere schon„beschuldigt“  hatten. Vergessen wir nicht, dass RA Franz während der ganzen Zeit dabei sass und sicher seiner Pflicht nachkam, die Mandantin über den Ablauf der Hauptverhandlung zu informieren, auch über Zeugenaussagen anderer. So hatte sie jede Möglichkeit, sich auf ihre Aussage vorzubereiten, Widersprüche zu vermeiden, Lücken zu schließen – und notfalls, wie bereits bei den Einvernahmen geschehen, eben auch zu lügen.

Alles was die Verteidigung  in Bezug auf die Anzeigenerstatterin vorbrachte, wurde vom Gericht entweder abgeschmettert oder verwässert. Man war, gerade durch Richter Seidling immer bemüht, der Staatsanwaltschaft in die Hände zu spielen! ( Reise in die Schweiz, Einvernahme der Staatsanwälte etc. )

Claudia D. bekam die denkbar beste Behandlung, und das Gericht hat sie selbst im Urteil noch geschützt!

Da nützt es auch nicht, wenn Richter Joachim Bock – Monate später – sagt: „Warum lügt sie so schlecht? Das treibt mich um, seit ich die Akten gelesen habe“!

Jörg Kachelmann jedoch wurde bereits vom Haftrichter als unglaubwürdiger Täter hingestellt.

Grossmann nach dem Vorführungsevent: „Wir schätzen die Aussagen der Frau als glaubhaft ein.“ Es bestehe ein dringender Tatverdacht.

Haftrichter Siegfried Reemen wird dann vor Gericht aussagen: «Seine Schilderung zum Ablauf des Abends war mir nicht einleuchtend. Ich ging davon aus, dass jemand, der einen einer solchen Straftat bezichtigt, wahrheitsgemässe Angaben macht. Es gab Bilder von den Verletzungen der Frau. Ich habe es ausgeschlossen, dass sich jemand diese Verletzungen selbst zufügt», so der Richter weiter. Es sei für ihn nicht einleuchtend gewesen, dass eine Frau erst freiwillig den Geschlechtsverkehr ausführt und dann eine Trennung bespricht.

Ein paar Wochen später wird sich herausstellen, dass die Schwetzingerin sehr wohl lügen konnte. Aber durch Reemens- sehr voreingenommene – Einschätzung wird Jörg Kachelmann 132 Tage Untersuchungshaft über sich ergehen lassen müssen!

Die 5. Strafkammer hat alles, aber auch wirklich alles unternommen, um Jörg Kachelmann verurteilen zu können. Man hat aus dem Prozess  überwiegend eine Geheimverhandlung gemacht. Vieles wurde von der Verteidigung angesprochen und aufgezeigt.  Das Gericht hat diese Anträge fast immer abgeschmettert oder gar nicht erst zur Kenntnis genommen.

Beispiel:  Angebliches Telefonat des OLG-Richters mit Anwalt Franz und Therapeut Seidler, in dem  Jörg Kachelmann als gefährlicher Täter bezeichnet  worden sein soll, die Duzfreundschaft mit einem ermittelnden Beamten! Selbst die Vorwürfe, dass Zeuginnen ihre Aussagen bereits im Vorfeld an die Presse verkauft hatten, wurden vom Gericht als „nicht wirklich schlimm“ angesehen.

Nun diese Liste ist ellenlang. ( Siehe auch Teil 50)

Selbst das  mündliche  Urteil – die komplette schriftliche Ausführung soll unter keinen Umständen an die Öffentlichkeit gelangen – hat Richter Seidling benützt, um zu dokumentieren, wie schwer es ihn fällt, einen Unschuldigen nicht zu verurteilen.  Sein Rundumschlag ist eine juristische Katastrophe.

Die einzigen Richter, die gesehen haben, dass hier etwas schiefläuft, waren die vom OLG Karlsruhe:

„Die Nebenklägerin, bei der Bestrafungs- und Falschbelastungsmotive nicht ausgeschlossen werden könnten, habe zudem bei der Anzeigeerstattung und im weiteren Verlauf des Ermittlungsverfahrens zu Teilen der verfahrensgegenständlichen Vorgeschichte und des für die Beurteilung des Kerngeschehens (dem Vergewaltigungsvorwurf) bedeutsamen Randgeschehens zunächst unzutreffende Angaben gemacht. Hinsichtlich der Verletzungen der Nebenklägerin könne derzeit aufgrund der bisher durchgeführten Untersuchungen und Begutachtungen neben einer Fremdbeibringung auch eine Selbstbeibringung nicht ausgeschlossen werden.“

Mehr konnten sie wohl nicht tun!

 4) Anwälte

Claudia D. hat den von der Polizistin empfohlenen Anwalt des Weissen Rings, Dr. Thomas Franz genommen. Ihre eigene Entscheidung ! Vermutlich auch deshalb, weil der Weisse Ring jeden – auch wenn er lügt – grundsätzlich als „Opfer“ ansieht und weil es sie nichts gekostet hat.

Dr. Franz hat doch alles gemacht, um sie als „Opfer“ zu präsentieren. Er war es, der schon frühzeitig zum Fernsehen (Kerner) rannte, um dort seine Ansichten dem Publikum einzuhämmern.

Franz hat auch- zumindest in der Anfangszeit der Causa Kachelmann – immer wieder Interviews mit Vorverurteilungen gegeben.

Dabei musste er schon von den Vernehmungen her wissen, wie oft seine Mandantin bei ihren Aussagen gelogen hat. Schliesslich war er dabei!

Er ist auch in die Schweiz mitgereist, wohl, um seiner Mandantin über diesen Flop berichten zu können.

Der Anwalt des möglichen Vergewaltigungsopfers, Thomas Franz, sagte vor Verhandlungsbeginn: «Vielleicht schätzt der Angeklagte seine Situation realistischer ein. als sie seine Verteidiger bisher darstellten, zumindest gegenüber der Öffentlichkeit. « Das war einer seiner letzten öffentlichen Aussagen anlässlich des Verteidigerwechsels von Jörg Kachelmann.

Sein Plädoyer allerdings zeigte keine grossen Geistesblitze. (hier am Blog nachzulesen)

Er sagte: Frau D. habe sich seit ihrer Kindheit vorgenommen, ihre Probleme stets selbst zu lösen.(was im völligen Gegensatz zum Greuel-Gutachte steht).  Dies sei ihr auch immer gut gelungen. Am 09.02.2010 habe sie gemerkt: sie kann nicht mehr! Jetzt habe sie sich Hilfe geholt.

Im Übrigen schliesse er sich der Staatsanwaltschaft an.

Ja, sie hat sich Hilfe geholt und von Polizei, Staatsanwaltschaft, Weissen Ring und Gericht auch im Übermaß  bekommen.

Trotzdem, und das schreibt die Welt am 22.5.2011, hat das mutmaßliche Opfer nicht nur die Staatsanwaltschaft angelogen , sondern die Polizei, ihren eigenen Anwalt, ihre Eltern  und ihren Psychotherapeuten gleich mit.

Was Wunder, wenn er sich mit diesem Plädoyer und dem Schulterschluss mit der Staatsanwaltschaft nicht durchsetzte.

Seinen Lohn hat er dann mit einem Tobsuchtsanfall der Claudia D. und den angeblichen Beschimpfungen: „Sie feige Sau!“ erhalten

Und sie setzt noch einen drauf:“ „Ich rechne damit, dass JK und seine Anwälte alles tun werden, um mich weiter zu quälen und zu terrorisieren. Bis sie mich irgendwann komplett vernichtet und besiegt haben.“ (Bunte)

Jörg Kachelmann allerdings hat sich die besten Anwälte gesichert. Ob das die Crew um Dr. Birkenstock, oder später Rechtsanwalt Johann Schwenn war oder  – nicht zu vergessen – die geniale Pflichtverteidigern Andrea Combé  sowie Prof. Dr. Höcker

Er wusste vermutlich, ohne diese Anwälte würde er in nur wenigen Tage (wie ja auch anfangs geplant 6.9-27.10. 2010 mit 15 Verhandlungstagen) als Unschuldiger wohl verurteilt werden.

Der Verteidiger hat die Pflicht, den Beschuldigten wirkungsvoll zu verteidigen. Er hat dabei eine autonome Funktion und ist keineswegs ein beamteter oder abhängiger Zuträger des Staates. Seine Parteilichkeit zugunsten des Angeschuldigten ist stets und strikte zu wahren. Der Verteidiger hat von sich aus das Nötige zur Verteidigung vorzukehren. Er hat sich bei der Hauptverhandlung auch mit den wesentlichen Punkten der Anklage auseinanderzusetzen. Der Verteidiger untersteht dem Mandanten nicht in Form einer Weisungsgebundenheit. Er kann sich nicht nur auf die Aussagen des Mandanten verlassen, sondern muss sich selber um eine wirkungsvolle, genügende Verteidigung bekümmern.

Dieser Pflicht sind die Anwälte Jörg Kachelmann im vollen Umfang nachgekommen. Nicht mehr und nicht weniger!

Dank der Anzeigenerstatterin, ihrer Lügen, die sie bis heute aufrecht erhält: „Man hat versucht, mich mit gezielten Hetzkampagnen zugrunde zu richten und in den Selbstmord zu treiben.“ hat er einen hohen finanziellen Schaden erlitten, von dem er sich wohl nicht so rasch erholen kann.

Doch Frau RA Andrea Combé hat es Claudia D.  attestiert.

„Wenn ein Beschuldigter derart Lügen erfände, sie aufrechterhielte und mit so großer Umsicht vorginge“, erklärte sie  in ihrem Schlussplädoyer, „spräche man von ‘hoher krimineller Energie’.“

5)Medien

Claudia D. wurde behandelt, als wäre sie das Gold von Fort Knox. Ihr Name wurde geheim gehalten, mal war sie Simone W. oder Petra D. Jedes Bild wurde verpixelt. Sogar die Polizei beaufsichtigte ihren Wohnort….

Sie wurde zum „Opfer“ deklariert, allen voran von der Bildzeitung, der Bunten und natürlich Alice Schwarzer.

Zeitung boten Leumundszeugen, wie den Schwetzinger Oberbürgermeister oder Wirte aus Schwetzingen auf.  Die Medien bekamen, von wem auch immer, die Namen von Frauen, die zum Teil schon lange kein Verhältnis mit J.K. hatten, um Claudia D. bei ihrer Beweisführung er sei ein „Monster“, zu unterstützen;  die Luusmeitli-Kampagne z.B. in der Bildzeitung.

Focus, Stern und Bunte durften in den Akten kramen und nicht nur Tatortfotos, sondern auch Tagebuchauszüge, sowie angebliche Verletzungsbilder zu veröffentlichen.

Die SZ mit dem schrecklichen Beitrag: „Wer hat Angst vor Jörg Kachelmann!“

Oder die dpa-Mitarbeiterin, die hingebungsvoll an den Lippen von Lars Torben Oltrogge hin um später Prozessbesucher- die sich nicht ihrer Meinung „Hängt Jörg Kachelmann „ anschlossen – zu verleumden!

Alles für die Anzeigenerstatterin war die Maxime, der Leitgedanke der Leitartikler….

Jörg Kachelmann konnte sich ja nicht wehren.  Er wurde in Haft gehalten, während die Staatsanwaltschaft noch diese Parolen – mit immer mehr Kommentaren –  von PRESSE/Funk und Fernsehen, unterstützten.

Jörg Kachelmann, aber nicht nur er, sondern seine ganze Familie, wurde in den Dreck gezogen unter der Federführung der Bunten, die hohe Summen für Sensationsberichte von Frauen bezahlten, die sogar logen, nur um einige Tausend Euros zu kassieren. Eine Bunte, die sich nicht einmal scheute, falsche Scheidungsurteile abzudrucken, nur um ihre Sensationsberichte zu bestücken! Die vor Kinder-Fotos nicht Halt machten, um einem Menschen zu schaden!

Und Alice Schwarzer, die ihn offen als Vergewaltiger bezichtigte“ Auch nette Männer vergewaltigen!“ und die Jörg Kachelmann mit ihren BILD-Beiträgen den meisten Schaden zufügte. Sicher, andere Gazetten und TV-Magazine hatten ebenfalls grossen Anteil an der Demontage eines Unschuldigen , aber Schwarzer war und ist bis heute die Schlimmste – „Ich bin stolz auf meine Kommentare zu Jörg Kachelmann!“

Jörg Kachelmann wurde zum ungeschützen Freiwild der Presse!

Hier sind wieder einzig und alleine die Damen Rückert und Friedrichsen zu erwähnen, die sich nicht in das Hurra-Geschrei  „Jörg Kachelmann –schuldig!“ einbinden liessen, sondern Ungereimtheiten und Unsinniges in ihren Berichten aufdeckten!

6) *sogenannte*Öffentlichkeit.

Zu diesen Worten hätte ich gerne eine Definition…

Aber wenn Herrn Marten die Öffentlichkeit  bzw.  das Volk meint, in dessen Namen das Urteil gesprochen wurde, dann muss ich ihm zustimmen. Es ist schändlich, wie man mit diesen umgesprungen ist!

Richter Seidling war ein Feind der Öffentlichkeit. Er wollte eigentlich einen Geheimprozess führen, und  das ist ihm nicht gelungen.  Also hat er die „sogenannte Öffentlichkeit“ ausgeschlossen, wo immer es ging.

Selbst jetzt noch soll  das Urteil in seiner ganzen Länge und Ausführung nicht an  die „sogenannte Öffentlichkeit„, unters  Volk kommen. Selbst jetzt, da die Anzeigeerstatterin die Persönlichkeitsrechte ( und wohl auch das Urteil) meistbietend verkauft hat. Da müssten er und seine Co-Richter eigentlich vor Wut  im Quadrat springen…

Rechtsanwalt Stefan Scherer hat es ja in seinem Beitrag vom 31.10.2011 auf das Beste beschrieben. Dem ist nichts hinzuzufügen!

Wir klammern uns an die Lüge von der Macht der Wahrheit und wollen die Wahrheit von der Macht der Lüge nicht einsehen.
(Henryk Broder)

Wenn man das alles berücksichtigt, dann stellt sich doch die Frage, warum die Filmemacher Rindlisbacher und Marten ausgerechnet die „Persönlichkeitsrechte“ einer Frau gekauft haben, die jede erdenkliche Unterstützung von Seiten der Justiz, des Gerichtes, der Medien  erhalten hat. Sie kann und konnte sich zu keiner Zeit beschweren!

Wenn sie allerdings angenommen hat, die 5.Strafkammer würde auch noch die Gesetze verbiegen,  dann war sie wirklich schlecht beraten; sei es von ihrem Anwalt oder der Staatsanwaltschaft!

Ja, natürlich ist es unglaublich, wie man mit diesem Fall umgesprungen ist, das stimmt! Aber nicht zu Ungunsten der Persönlichkeitsrechtsverkäuferin , sondern ausschliesslich zum Nachteil von  Jörg Kachelmann!

All das, weil  Claudia D. – eine Person, die selbst heute noch versucht, dem Ex-Geliebten zu schaden – das Ende eines  rein sexuellen Verhältnisses  nicht ertragen kann.

Und diese Rachegelüste werden schon wieder vergoldet? Müsste nicht jede Angabe der Frau auf die Goldwaage gelegt werden?  Sie ist doch gar nicht mehr vertrauenswürdig, von wahrheitsliebend gar nicht erst zu sprechen.

Selbst die Bunte hat sich von ihren Angaben doch distanziert, und das will etwas heissen.

Seit dem 9.Februar 2010 wirft also die Schwetzingerin mit Steinen, sei es mit der Anschuldigung, die mit dem Freispruch des Beschuldigten endete,  sei es mit ihrem unsäglichen Bunte-Interview.Obwohl ihr bereits untersagt wurde, sich weiterhin als“Opfer“ zu bezeichnen, wirft sie nun den nächsten Stein und verkauft weiter! Angeblich ihre Persönlichkeitsrechte, aber in Wahrheit die von Jörg Kachelmann…

Denn, was soll wirklich verfilmt werden, wenn nicht die Geschichten der Claudia D. die selbst vom OLG, aber auch von der 5.Strafkammer in Zweifel gezogen wurden! Ein Drehbuch nach Claudia D. kann nur wieder zu einer Story gesammelter Unwahrheiten verkommen!  Und DAS ist unglaublich!

Wenn jemand sagen darf, es sei unglaublich, wie mit diesem Fall umgesprungen wurde, dann einzig und allein Jörg Kachelmann!

 Nur: Er hat so viel Persönlichkeit, dass er sich   nicht an Hinz oder Kunz – noch dazu für ein billiges Sensationsfilmchen – verkaufen würde! Da müssten schon  erstrangige Angebote von erstrangigen Produzenten kommen, die für Qualität bürgen, ehe er eine solche Möglichkeit überhaupt in Erwägung ziehen würde.

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Der allgemeine Gleichheitssatz Art. 3 Abs. 1 GG lautet

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

*******

Daß alle Menschen gleich seien, war als Witz gedacht.
Jeder weiß das, aber alle schweigen betreten und nicken nur.

© Erhard Blanck

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Leute, die nicht aufgeben, sind Floptimisten. © Klaus Klages

Nebenklage, Staatsanwaltschaft, gewisse Medien haben es nicht ertragen, dass Jörg Kachelmann in ein neues Leben zurückkehren konnte!

Revision

Mit einer Beschimpfung der Verteidigung anzufangen und dann anschließend das Beweisergebnis selektiv darzustellen, mit geflissentlicher Aussparung all der Beweise, die die Nebenklägerin der Lüge überführen – das zeigt, dass die Kammer den Angeklagten zu gerne verurteilt hätte!“

„Also wenn Sie die Urteilsausführungen hören, dann ist es geradezu eine Einladung für die Staatsanwaltschaft, das Urteil mit der Revision anzugreifen. Das zwingt die Kammer dann allerdings dazu, die Beweislage darzustellen, wie sie wirklich war, und dann kann die Revision keinen Erfolg haben.“  (RA Johann  Schwenn)

Wie erwartet gibt sich die Mannheimer Staatsanwaltschaft mit dem Freispruch für Jörg Kachelmann nicht zufrieden.

Formelle Verfahrensfehler gebe es aus bisheriger Sicht nicht, sagte Oltrogge. Der Staatsanwaltschaft gehe es um Fragen der stichhaltigen Beweiswürdigung des Gerichts und darum, ob die Indizienkette nochmals überprüft werden müsse.

Gibt nicht auf: die Nebenklägerin! Das Gericht habe nun dreieinhalb Monate Zeit, die schriftliche Urteilsbegründung zu verfassen und der Nebenklägerin zu überstellen, hieß es in der Mitteilung.(Faznet)

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Einen bessern Rat weiß ich nicht zu geben als den:

Man hüte sich, mit seinem Vermögen oder seiner Person in die Hände der Justiz zu fallen!*

 Die Anzeige-Erstatterin und Nebenklägerin:

Am 9.Februar 2010 hat sich Claudia D., Radiomoderatorin eines kleinen Provinzsenders in Schwetzingen entschlossen,  den bekannten Fernsehmoderator Jörg Kachelmann wegen Vergewaltigung – bei welcher er sie auch noch mit einem  Messer bedroht haben soll – anzuzeigen.

Claudia D., die kurz vor ihren 37 . Geburtstag stand, war nach ihren Erzählungen 11 Jahre die Lebensgefährtin des Moderators. War sie das wirklich? 1998 hat sie ihm bei einer Veranstaltung im Rahmen ihrer Tätigkeit getroffen. Sie gab ihm ihre Telefonnummer. Warum? Weil sie ihn kennen lernen wollte. Aus keinem anderen Grund verteilt man Telefonnummern. Dass Jörg Kachelmann diese Einladung angenommen hat, liegt in der Natur eines Mannes. Aber, keiner wusste davon, dass sie irgendwann mit einander das Bett, vielleicht auch ab und zu den Tisch teilten. Jörg Kachelmann war jemand, der grundsätzlich sein Privatleben unter Verschluss hielt. Das hat Claudia D. akzeptiert. Sie hat akzeptiert, dass sie nie, absolut nie bei wichtigen Events, die er wahrnehmen musste, an seiner Seite sein durfte.

Natürlich war sie auch damit einverstanden, dass er einmal im Monat, manchmal öfter, dann wieder länger Zeit überhaupt nicht, in Schwetzingen auftauchte.

Sie akzeptiert alles, diese Claudia D., weil sie eine brave Tochter war, die sich sportlich betätigte, ein wenig studierte und, immer noch in Rufweite der Eltern wohnte. Eine Frau, die von sich selbst sagt: „Ich bin unehrgeizig!“ Man weiss, dass sie eine nette und unauffällige Kollegin ist. Ihren Traumberuf hat sie nicht gelernt. Gab es diesen überhaupt! Das war ihr wohl zu anstrengend. Lebte sie eigentlich, oder existierte sie nur?

Eine Beziehung war gerade in die Brüche gegangen, als sie den Wettermoderator traf. Hat sie in ihm den Traumprinzen gesehen? Vermutlich, denn 11 Jahre hat sie nichts an diesem Verhältnis geändert.

Sie hat sich, so sagt sie, in die Welt des SM einführen lassen und mit der Zeit daran Gefallen gefunden. Sie fand den Sex mit Jörg Kachelmann wunderbar und träumte von Heirat und Kindern, davon eine brave Hausfrau zu sein und sofort jeglichen Gedanken an eine Karriere aufzugeben zu können. Sie wollte mit ihm irgendwo hinziehen, auch wenn das angeblich geplante Objekt in Herrenschwand kein Traumhaus ist, sondern eigentlich nur als neue Wetterstation gedacht war. Wichtig für Claudia D. war, dass sie ein Klavier unterbringen durfte.

Sie billigte alles! Als der Vater sie fragte, wie es denn weitergehen sollte, meinte sie nur:“ Ich habe alles im Griff, wenn sich etwas ändert, sage ich es schon!“ Das war vor Jahren.

Nichts hatte sie im Griff. Ihre Illusionen wurden immer grösser, auch als sie wusste, dass ihr Prinz noch andere Frauen hatte. Und sie wusste es schon lange, doch ihre war Sorge nur:  Es sollten keine Gefühle dabei sein und Kondome verwendet werden!

11 Jahre, Elf lange Jahre, in denen sie ihn nur sporadisch sah, aber man chattete, hatte Cyber-Sex , und sie lebte von Brosamen, wenn er ihr schrieb:“ Sie sei seine Beste, und er wollte Kinder mit ihr.“ Niemals hat sie sich wohl Gedanken gemacht, dass die Zeit läuft, dass Jahr um Jahr vergeht.

Konnte sie nie darüber nachdenken, wenn sie auf ihre Hauptaufgabe hingewiesen wurde? Was war diese Hauptaufgabe? Bereit sein für Sex, nichts sonst!“ Ein einziger Urlaub endete desaströs, sonst gab es nichts, keine Weihnachten, kein Ostern, keine Geburtstage, die im Kreise der Familie gefeiert wurden. Nichts, was auf eine Partnerschaft im wahrsten Sinne des Wortes hinwies. Hat sie wirklich nicht gemerkt, dass sie nur eine von vielen war?

Hat sie sich wirklich nicht im Internet umgesehen und nachgelesen, was der Angebetete so macht. Hat sie wirklich nicht gewusst, dass er in diesen Jahren geheiratet hatte, dass Kinder kamen, die zwar nicht die seinen waren, er aber anerkannt hat und dass er sich in Canada niedergelassen hatte? Wollte sie das nicht wissen, um weiter in ihrem irrealen Leben verbleiben zu können, weil sie wusste, ein Wort und ich sehe ihn nie wieder? Diese Selbsterniedrigung musste doch irgendwann ein Ventil finden und fand es auch.

Wie Claudia D. zu den Tickets gekommen ist, wissen wir nicht. Möglicherweise wurde das ja an den Tagen mit Ausschluss der Öffentlichkeit besprochen. In Frage kommen mehrere Personen, besonders die Zeugin Viola S. Diese war 2007 nachweislich in Bridge Lake, wo die geschiedene Frau von Jörg Kachelmann, Denise W., lebt. Letztere wusste schon 2007 von Claudia D.! Wann Claudia D. die Tickets bekommen hat, ist aber bekannt, nämlich irgendwann 2008, also lange vor dem 8. Februar 2010. Tatsache ist aber auch, dass sie den Begleitbrief selbst gefälscht hat. Warum? Es hätte genügt, Jörg Kachelmann mit den Fakten zu konfrontieren.

Später wird sie aussagen, sie hätte das nur getan, damit man ihr glauben würde. Hat sie also aus diesem Grund gefälscht, dass Jörg Kachelmann ihr glaubt? Oder kommt hier bereits die von Professor Greuel diagnostizierte „Hohe manipulative Tendenz“ zum Tragen?

Wer immer auch die Schilderung des angeblichen Tatvorganges an den FOCUS weitergeleitet hat, eines ist sicher. So wie es vorgetragen wurde, kann es – technisch – nicht gewesen sein. Und vielleicht wäre die Staatsanwaltschaft gut beraten gewesen, den angeblichen Vergewaltigungsvollzug nachstellen zu lassen. Das klingt zwar wie ein Witz, aber bei solchen Überprüfungen kommt oft viel zutage, und Staatsanwaltschaft, Richter und Verteidiger können bei Ungereimtheiten sofort nachhaken. Es wurde nicht gemacht. Die Polizei, die Staatsanwaltschaft haben Claudia D. ungeprüft geglaubt, auch noch, als sie nachweislich bereits mehrfach gelogen hatte.

Dass das angebliche Tatgeschehen, wie von Claudia D. geschildet, nicht mit der Aussage in Einklang zu bringen ist, haben alle Gutachter bestätigt. Selbst Professor Mattern, der Hausgutachter der Staatsanwaltschaft konnte keine hundertprozentigen Beweise erbringen- obwohl er die angebliche Vergewaltigungszenerie sogar am heimischen Herd , an seiner Frau nachvollzog – selbst wenn er das wirklich im Sinne seines Auftraggebers mit allen Mitteln  versucht hatte. Auch als er dann mitten im Prozess, am 12. November 2010, noch einen Versuch mit Claudia D. machte, um doch, wie gewünscht, ein eindeutiges Ergebnis zu bekommen, gelang ihm dies nicht

Er habe die Nebenklägerin sogar „überredet“, ihr das Original-Tatmesser an den Hals halten zu dürfen. Das Original Tatmesser? Hat er sich nicht hier in der Wortwahl geirrt und das „vermutlich“ wieder einmal vergessen? Wie er  natürlich immer vom „Opfer „sprach?  Dabei wollte Mattern vor allem sehen, wie die knapp acht Zentimeter lange Klinge mit ihrer leicht abgeflachten Spitze in Relation zu den einstigen Schürfwunden vorn am Hals stand. Die Zeugin habe dem Experiment zwar zunächst zugestimmt, sei aber „sofort in Tränen ausgebrochen, sie begann zu zittern, ihre Stimmlage kletterte in die Höhe“, so Mattern.

Und wieder hat Claudia D. mitgemacht, „Ich muss bei allem mitmachen, sonst glaubt mir doch keiner“, hat sie laut Prof. Mattern gesagt. Sie hat mitgemacht, obwohl führende Gutachter den Tatablauf bezweifeln und das auch belegen konnten, mitgemacht, um Jörg Kachelmann ganz bestimmt hinter Gitter zu bringen.

Auffallend: Zu den Verletzungen an den Oberschenkeln sagte Prof. Dr. Rothschild, sie seien recht Symmetrisch. Eine intensiv „wolkige“ Struktur. Helle, weniger intensive Streifen. Davon ausgehend, dass die Haut unbekleidet war, müsste ein Gegenstand eine glatte, weiche, gepolsterte Oberfläche haben für solche Verletzungen. Die Nebenklägerin gebe an: Sie sagt nichts dazu!

Warum ? Um Jörg Kachelmann hinter Gitter zu bringen. Denn das, nur das war nun ihre Hauptaufgabe, das hat sie sich vorgenommen. So kann man auch ihre Frage „Kommt er jetzt raus?“ an Staatsanwalt Olrogge verstehen, als sie ihre Lügen bei der Vernehmung endlich zugegeben hatte.

Sichtbar wird das in dem Schluss zu dem Frau Prof. Greuel in ihrem Gutachten kommt: Claudia D. nennt Kachelmann heute nur noch „Monster und „Schwein“, für den sie nur noch Hass und Wut fühlt. Und sie sagt ferner:  Kachelmann darf nicht gewinnen!

„Ich kann mit meinen Methoden nicht nachweisen, dass der Angeklagte ihr diese Verletzungen beigebracht hat, aber auch nicht ausschließen, dass sich die Nebenklägerin die Verletzungen selber beigebracht hat.“ sagte Professor Mattern. Musste es endlich eingestehen!

Das veranlasste Staatsanwalt Oltrogge dazu, folgenden Satz von sich zu geben: „Und uns hat Mattern in der Ansicht bestätigt, dass die Anklage zutrifft.“

Manchmal muss man sich, bei solchen Aussprüchen des Herrn Staatsanwaltes fragen, ob er nicht während einiger Semester seines Studiums auf Reisen war, oder aus anderen Gründen gefehlt hat. Prof. Mattern hat „kann sein, kann aber auch nicht sein“ gesagt, aber niemals den Anklagevorwurf bestätigt!

Vielleicht wär es noch richtig zu erwähnen, dass Professor Rainer Mattern und seine Familie lange Jahre in Schwetzingen wohnten. Auch hier kann man durchaus der Meinung sein, dass er diese Untersuchung- wegen der Nähe zur Nebenklägern und deren Familie, besser von sich aus abgelehnt hätte. Aber der Fall reizte ja jeden, er wurde ein Medienhype.

Wir wissen nicht was Claudia D. in den 5-6 Stunden der Nacht zum 9.2.2010 gemacht hat, ausser, dass sie die Wohnung geputzt und Beweise verändert hat. Aber sie hat sich nicht sofort bei der Polizei gemeldet, oder wenigstens die Eltern über das angebliche Geschehnis benachrichtig. Es ist durchaus möglich, dass sie diese Zeit brauchte, um sich die angebliche Vergewaltigung auszudenken. Staatsanwalt Oltrogge sagt, es sei ein Indizienprozess und man muss alle Möglichkeiten in Betracht ziehen und entsprechend bewerten. Natürlich ist das so, aber dann muss man die Falschbeschuldigung, die eventuelle Selbstverletzung, die Manipulationen mit Messer und Tampon ebenso in Erwägung ziehen und entsprechend bewerten.

Es ist bekannt, dass Claudia D. Jörg Kachelmann nichts sehnlicher als den Tod wünscht. Mit dem Tod kann durchaus das Verschwinden für lange Jahre im Gefängnis gemeint sein. Dass sie dafür alles tun würde, bestätigt sie mit immer wiederkehrenden Aussagen: „Sie müsse alles tun, damit man ihr glaubt. „

Claudia D. hat wohl alles getan. Das lässt sich auch daran erkennen, als sie mit dem Buch „Der Soziopath von nebenan“ vor dem Gesicht beim Gericht vorfuhr.. Damit wollte sie Einfluss auf die Öffentlichkeit nehmen. Der Schuss ging nach hinten los.

Denn Gutachter Pleines hat bestätigt, dass Jörg Kachelmann kein Soziopath ist. Wieder wurde Claudia D. beeinflusst, hat das getan, was andere von ihr verlangten. Ob es nur ihr Therapeut, Alice Schwarzer oder was wohl am schlimmsten wäre, ihr Anwalt war, werden wir nicht erfahren, weil man sich unisono auf das Aussageverweigerungsrecht zurückgezogen hat.

Ob es wirklich so war, dass das OLG den Therapeuten und die Nebenklägerin am 31. Juli 2010 wegen Gefährlichkeit gewarnt hat? Auch das wissen wir nicht. Wir wissen jedoch, dass Prof. Seidler alle tun würde, um seiner Patientin zu helfen, auch,  indem er Jörg Kachelmann mit seinem Gutachten und solchen Aussagen wie „Selbst das OLG wäre von der Gefährlichkeit des Angeklagten überzeugt gewesen, sonst hätte man ihn nicht gewarnt“ belastete.

Hinzu kommt auch noch der Kontakt von Seidler und Claudia D. mit Alice Schwarzer, deren Buch über Jörg Kachelmann in Zusammenarbeit mit der Nebenklägerin und Prof. Seidler lange vor einer Urteilsverkündung hätte erscheinen sollen.

Sicher wird Claudia D. alles für eine Verurteilung von Jörg Kachelmann getan haben. Warum sonst hätte sie in ihrem Laptop vor der angekündigten Beschlagnahme Löschungen vornehmen sollen, wenn nicht deswegen? Warum hat sie Jörg Kachelmann nicht schon vor einem Jahr mit ihrem Wissen um andere Geliebte konfrontiert? War es, um ihn noch eine Zeit behalten zu können? Waren es Verlustängste, die dann voll ausbrachen, als Jörg Kachelmann genau das tat, was sie sie zu ihm sagte? : Gehen, das Verhältnis zu beenden, einen Schlussstrich zu ziehen?

Trotzdem ist es unfassbar, dass Claudia D. nach dem sie ihn schon eines schweren Verbrechens angezeigt hatte, noch zweimal in Vancouver angerufen hat. Wollte sie ihm sagen, dass sie im Falle einer Rückkehr zu ihr, zugeben würde alles erfunden zu haben?

Vielleicht hätte sie ihm die anderen Frauen wieder verziehen, aber er hat es vorgezogen, zu gehen. Nun musste er bestraft werden. Schwer bestraft, er sollte leiden, wie sie nun litt! Wie konnte sie ihn bestrafen? Doch nur mit der Beschuldigung, er habe sie vergewaltigt. In ihren Augen war es ein guter Plan. Doch er war schlecht, weil nur hochemotional, aber nicht rational durchdacht. Die Lügen kamen an den Tag und Claudia D. wurde sogar bei Gericht, in die Enge getrieben, ausfallend. Sie läuft in ihrem Hamsterrad, ohne den Ausgang zu finden. Alle Gutachter, auch Professor Greuel, mussten zugeben, dass aus ihren Angaben keine Vergewaltigung abgeleitet werden kann, „die Schilderung der Vergewaltigung nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz erfülle.“

„Das mutmaßliche Opfer könne die Tat selbst bei eingehender Befragung nur vage und oberflächlich wiedergeben“, so Greuel. „Es würden auch Sachverhalte dargestellt, die handlungstechnisch unwahrscheinlich bis unmöglich seien. Zwar ist damit laut Greuel keineswegs eine Falschaussage erwiesen. Die im gerichtlichen Kontext gebotene Zuverlässigkeit der Aussagen sei aber nicht gegeben.“

„Die Berichte über die von ihr behauptete Vergewaltigung sind „dünn“, „detailarm. Sie fülle „Lücken durch Plausibilitätsschlüsse“. Das sagen alle Experten. Dagegen erzählt sie – auch da stimmen die Gutachter überein – sehr ausführlich über das Trennungsgespräch, das nach ihrer Darstellung der angeblichen Vergewaltigung in ihrer Schwetzinger Wohnung vorausging.

Von einem „eklatanten Strukturbruch in der Aussage“ spricht demzufolge Psychologie-Professor Köhnken.

Aber wenn es um das Messer, die angebliche Tatwaffe geht, die angebliche Vergewaltigung und  Detailfragen geht, dann, so Professor Köhnken, hat sie auch in der nichtöffentlichen Aussage  immer nur: „weiß ich nicht“, „kann ich mich nicht erinnern“ geantwortet.

„Warum lügt sie so schlecht?“, fragte sich Richter Dr. Bock. Ja warum? Warum hat sie ihn nicht schon früher mit ihrem Wissen um die Nebenbuhlerin konfrontiert? Warum hat sie ihr Laptop „gereinigt“? Warum log und log sie bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft und bei der Frauenärztin, als es um die Tatzeit und die Tüte mit der Kleidung ging? Warum hat sie den angeblichen Tatort verändert, das Messer aufgehoben und wieder zurückgelegt wenn es denn ein Beweis sein sollte? War es nicht so, dass dieses Messer nie eine Rolle gespielt hat und nur dazu verwendet wurde, um ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Und Claudia D. tat ja alles, das man ihr glaubt.

Professor Greuel: „Die Trennung von Kachelmann in jener Nacht habe eine „massive Selbstbilderschütterung“ bedeutet, die zu „Wahrnehmungsdefiziten“ bei der behaupteten Vergewaltigung geführt haben könnten“.

„Frau W(Claudia D.)  trifft mit ihren Angaben über die Nacht auf einen Therapeuten, der sie fast bedingungslos, distanzlos und kritiklos unterstützt. Das bestärkt sie natürlich. Dazu kommt: Seidler ist offenbar vom ersten Termin an überzeugt, dass das Geschehen so stattfand, wie Sabine W. es schildert“, erklärt Köhnken. Er bezweifelt die Verwertbarkeit von Aussagen, die Sabine W. getroffen hat, nachdem sie bereits in Therapie bei Seidler war.

Die beiden Rechtsmediziner Markus Rothschild und Klaus Püschel hatten recht klar festgestellt, dass die angebliche Tatwaffe, ein Tomatenmesser, nicht Verursacher der Halsverletzung der Nebenklägerin gewesen sein könne. Sie gaben auch an, dass die großen blauen Flecken an den Oberschenkeln aller Wahrscheinlichkeit nach von der Frau selbst erzeugt worden seien.

„In der Gesamtschau aller Verletzungen“, konstatiert Püschel, „sei eine Selbstbeibringung wesentlich nahe liegender als eine Gewalteinwirkung von fremder Hand. Das Gesamtbild sei völlig atypisch für ein überfallartiges Geschehen.“

„Es gibt keinen Hinweis darauf, dass es war, wie die Zeugin sagt“, schließt der Gerichtsmediziner seine Ausführungen, »aber sehr viele Hinweise darauf, dass es sich hier um Manipulation handelt. «

Der Rechtsmediziner Prof. Dr. Bernd Brinkmann beschrieb dagegen, dass Sabine W. (Claudia D.) sich die Hämatome selbst zugefügt haben könnte. Sein Fazit: „Die Struktur der blauen Flecken an den Oberschenkeln lasse auf Schläge mit Fäusten schließen, nicht auf Verletzungen mit den Knien bei einer Vergewaltigung.“

Im Kachelmann-Prozess hat der Sachverständige Psychiater Hans-Ludwig Kröber bezweifelt, dass sich das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer an das Geschehen nur lückenhaft erinnere. Und das ist ein Gutachter, der vom Landgericht Mannheim bezahlt wird – von welchem er auch bestellt wurde.

Dr. Pleines verweist auf eine Studie, in der statistisch 90 % der Teilnehmer nach eingehenden Übungen es geschafft hätten, Symptome vorzutäuschen. Traumatisierte Menschen sollten lt. Dr. Pleines jedoch nicht von Traumatologen beurteilt werden, sondern durch forensische Psychiater. Auch das sagt ein Gutachter, den das Gericht bestellt hat.

Die führenden Gutachter, Psychiater und Wissenschaftler sind sich einig, dass Claudia D. nicht die Wahrheit gesagt hat.

Und das kann nur eines bedeuten:  Freispruch für Jörg Kachelmann

Der Angeklagte

Jörg Andreas Kachelmann war 51 Jahre alt, als ihn die Schwetzinger Wetterwolke traf, die sich später zum Tsunami entwickeln sollte. Er bezeichnete sich damals als C-Promi, aber er war weitum bekannt.

Ein genialer Chaot, der aus der Wettervorhersage in den 80er Jahren in der Schweiz, später mit grossem Erfolg auch in Deutschland eine Show machte. Er verkaufte das Produkt Wetter wie kein anderer, gründete seine Firma. Dass er ein grosser Finanzmann war, kann man wohl kaum sagen, mehr Praktiker als Theoretiker. Immer unterwegs, immer in Bewegung. Der Aufbau Hunderter von Wetterstationen ist ihm wichtiger als Bilanzen. Egozentrisch ist er ganz sicher. Verheiratet, was er nicht in den Medien wissen will, so wie er sein ganzes Privatleben streng unter Verschluss hält. Nur weniges gibt er selbst preis, so den sexuellen Missbrauch in Jugendjahren, allerdings eher widerwillig.

Nicht viel aus seinem Leben dringt nach aussen. Passiert es doch, schaltet er frühzeitig schon seine Anwälte ein. Von seiner zweiten Heirat weiss kaum jemand, und wer informiert ist, wird zum Schweigen verpflichtet. Noch weniger ist bekannt, dass Jörg Kachelmann schon seit Jahren mehrere Beziehungen gleichzeitig laufen hat. Auch die Frauen schweigen, in den 80er, in den 90er Jahren und auch später. Seine Logistik ist exzellent und sehr effizient.

Aus dem recht ordentlichen, ansprechenden jungen Mann wird jedoch mit zunehmendem Erfolg eine Mischung aus Alp-Öhi und Yeti, die Kleidung wird immer eigenwilliger, nachlässiger, die Haar- und Barttracht mehr als schauderhaft. Stilisiert er das zu einem – allerdings sehr gewöhnungsbedürftigen – Markenzeichen? Oder will er austesten, ob er auch jede Frau in jedem Outfit bekommen kann? Ja, er bekommt sie!

Man sagt ihm nach, ichbezogen zu sein. Das ist er vermutlich auch. Natürlich braucht ein erfolgreicher Mensch eine grosse Portion Egoismus. Manchmal spielt ihm dieser Egoismus aber auch einen Streich, so, als er seine Kinder in aller Öffentlichkeit “Kuckuckskinder“ nannte. Dabei übersieht er, dass Kindern solche Bezeichnungen durchaus zu Ohren kommen können, denn es gibt immer angeblich wohlmeinende Menschen, die so etwas weitertragen. Und das haben sie auch getan, die lieben Kollegen. Sie haben es der Polizei erzählt und die dann wiederum der Presse. Eine kleine, unbedachter Äußerung mit grossen Wirkungen, früher oder später.

Seine Arroganz und sein Egoismus lassen wohl Herzensbindungen oder Rücksichtnahme auf andere Menschen nicht leicht zu. Aber es gab auch Ausnahmen, etwa als er die Kinder anerkannte, sie mehr als ausreichend versorgte und sich – bis heute! – aufmerksam und liebevoll um sie kümmerte.

Im Falle seiner Frauen hielt er Empathie und Einfühlungsvermögen für weniger notwendig. Er honorierte sie statt dessen finanziell, denn er war immer äusserst grosszügig!

Der Spass an der Abwechslung und die Annehmlichkeiten eines variantenreichen Sexlebens brachten es wohl mit sich, dass für ihn die Frauen zunehmend austauschbar wurden. Ganz bestimmt war die Frau, mit der er gerade zusammen war, Stunden oder Tage, manchmal sogar im Urlaub, seine Königin. Aber sie war, sobald er sich verabschiedet hatte, für ihn nicht mehr wichtig in seinem Leben. Das zeigt auch der Sammelname „Luusmeitli“ für alle Frauen. Keine bekam einen speziellen Kosenamen, geschweige denn ihren eigenen Namen zugestanden.

Das beweist auch der Umstand, dass es ihn fast noch mehr unterhalten hat, mit diesen Frauen zu chatten. Dr. Birkenstock meinte, die Schamgrenze dabei sei sehr niedrig gewesen, sowohl bei Claudia D. als auch bei Jörg Kachelmann, und so wird es wohl auch bei allen anderen Frauen gewesen sein. Doch das machen Millionen Chatter täglich in den verschiedensten Chatrooms. Das ist nichts Neues mehr und überhaupt nichts Ungewöhnliches.

Jörg Kachelmann lebte privat ausserhalb der vorgegebenen Normen und liess sich auch nicht in ein Schema pressen. Ob das nun nach den herrschenden Moralvorstellungen einwandfrei und tolerabel ist, kann und darf nicht beurteilt werden. Das heisst, es hätte niemals in der Presse breitgetreten werden dürfen, nicht von der Staatsanwaltschaft, nicht von Journalisten und auch nicht von seinen Ex-Freundinnen oder all jenen, die sich zu Wort meldeten, weil sie auch etwas wussten oder zu wissen glaubten. Das ist Vorverurteilung, und damit wurde der Grundsatz der Unschuldsvermutung durch die Medien schwer verletzt. Und trotzdem schiesst er – der nun Verfemte – Eigentore, wenn es nicht notwendig ist. Das Interview nach der Haftentlassung,  das auffällige tragen eines Ringes, unnötige Aufmerksamkeiten zu einer Zeit wo sie nicht gebraucht werden.

Ein Gutachter bestätigt – und das ist ein Kernsatz für Jörg Kachelmanns Verhältnis zu Frauen, den man nicht übergehen darf -: Wenn eine Frau gehen wollte, dann habe er sie immer gehen lassen.

So war es vermutlich auch in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 2010. Claudia D. hatte sich, als sie ihn mit ihrem Wissen um die Nebenbuhlerinnen konfrontierte, wohl erhofft, dass er sie um Vergebung bitten und ihr sagen werde, dass er sie allein liebe. Nicht umsonst hatte sie ihn, regelwidrig in diesem Verhältnis, mehrmals während des Beischlafs gefragt, ober er sie liebe. Statt der Erfüllung ihrer Hoffnung, dass es nicht nur einen Neuanfang geben, sondern das von ihr so ersehnte gemeinsame Leben nun beginnen werde, musste sie mit Entsetzen feststellen, dass er auf ihr Ultimatum einging und sie ohne weitere Umstände auf der Stelle verließ.

Auch sie war also austauschbar, und irgendwo wartete schon eine andere, nein, mehrere, nein, sogar viele andere. Nein, das konnte sie ihm nicht durchgehen lassen! Es war nicht nur die Fassungslosigkeit über die elf verlorenen Jahre. Es war auch die Furcht davor, wie sie das nun ihren Eltern, der Familie, den Freunden und Kollegen beibringen sollte. Mit der Furcht ging der verheerende Zusammenbruch aller Illusionen einher, und das nicht zum ersten Mal!

Wann sie sich entschloss, ihn der Vergewaltigung zu bezichtigen, wird wohl immer im Dunkeln bleiben. Tatsache ist, sie hat sich dazu entschlossen, weil sie wusste, dass sie ihn damit in jedem Lebensbereich treffen konnte. Sie konnte ihn geschäftlich ruinieren, ihm sein Publikum nehmen, aber ihn auch von seinen Frauen trennen. Hoffte sie ihn seinen Kindern zu entfremden? Es lag außerhalb ihrer Vorstellungskraft, dass etliche nicht auf ihrer Seite stehen würden und dass es Frauen gab, die in ihm ganz und gar nicht den Ritter Blaubart oder den Soziopathen sahen.

Laut Gutachter ist er tatsächlich keinesfalls ein Soziopath, sondern ein völlig normaler Mensch mit seinen Fehlern und Schwächen. Ebenso ist er kein Narzisst, wie das Professor Luise Greuel per Ferndiagnose festgestellt haben wollte.

Viele der bekannt gewordenen Verhältnisse (auch die der aufgebotenen Zeuginnen) lagen schon Jahre zurück und/oder waren nur auf einige wenige Monate ,höchstens ein  Jahr beschränkt. Mit sporadischen Treffen. Diese Zeuginnen konnten seinen Charakter zwar aus ihrer persönlichen Sicht beurteilen, aber man darf nie vergessen, dass hinter diesen Beurteilungen schwer enttäuschte, nach Rache dürstende Frauen stehen, die überdies keinerlei Aussagen zum Kerngeschehen machen können.

Bei allem, was es über Kachelmann zu sagen gibt, ist aber eines ganz besonders auffällig: Die Auswahl seiner Freundinnen zeugt weder von gutem Geschmack noch von Intelligenz und Menschenkenntnis; es waren Kolleginnen, Gästebetreuerinnen, Zufallsbekanntschaften, Frauen, die ihn anschrieben, weil sie ihn unbedingt kennenlernen wollten. Jörg Kachelmann nahm wahllos jede, wie es scheint, die sich ihm anbot.

Angebot – Nachfrage – Kauf = Sexuelle Marktwirtschaft. Nichts, was es nicht schon seit Tausenden von Jahren gibt! Hier ist ihm kein urteilsrelevanter Vorwurf zu machen.

Alles das hat in gar keiner Weise mit der angeklagten Tat zu tun. Es berührt nicht das Kerngeschehen, die angebliche Vergewaltigung. Moralisches Fehlverhalten – wer stellte eigentlich diese Normen auf – kann und darf nicht gewertet werden. Die Zeit, in der jemand wegen seiner Gesinnung, seiner Sexualität, seiner Vorlieben verurteilt werden konnte, ist vorbei und muss vorbei bleiben.

Es war schon ein Skandal, dass Jörg Kachelmann 132 Tage in Untersuchungshaft verbringen musste, nur weil sich der Untersuchungsrichter Siegfried Reemen – der keineswegs in einem so fortgeschrittenen Alter ist, dass ihn das entschuldigen könnte – spezielle Sex-Praktiken nicht vorstellen konnte: „Seine Schilderung zum Ablauf des Abends war mir nicht einleuchtend.“

Und er nahm mit einer bemerkenswerten Naivität und Weltfremdheit als Wahrheit hin, was Claudia D. erzählte: Ich ging davon aus, dass jemand, der einen einer solchen Straftat bezichtigt, wahrheitsgemäße Angaben macht.“

Die weitaus plausiblere Schilderung des angeblichen Tatabends durch Jörg Kachelmann bei seiner einzigen Aussage wurde von Polizei, Staatsanwaltschaft und Untersuchungsrichter ignoriert und in ihrer eigenen realitätsfremden Deutung der Presse weitergeleitet.

„Weil nicht sein kann, was nicht sein darf“, nämlich, dass Claudia D. aus Rache- und Bestrafungsmotiven Jörg Kachelmann falsch beschuldigt hat, wie es Monate später das OLG Karlsruhe einräumte.

Sollte Jörg Kachelmann für seinen Umgang mit den Frauen bestraft werden, so, wie es nicht nur die Zeugin Viola S. in der Bunten, sondern auch andere enttäuschte Frauen wünschten und wie es Alice Schwarzer will und durchzusetzen versucht, weil er „andere Menschen als Publikum betrachtet und benutzt hat“?

Gilt aber ein solches Verhalten nicht mehr oder weniger für Prominente allgemein?

In unserer noch immer vom Pharisäertum geprägten Welt mag das ja ein Grund sein, um solche Menschen zu verurteilen, Alice Schwarzer und ihr Gleichgesinnten machen das ja auf jeden Fall und dauernd. Aber es darf niemals als Indiz für die angeklagte Tat herangezogen werden. Wäre das möglich, wären die Anklagebänke und die Gefängnisse in kurzer Frist gefüllt, und einem blühenden Denunziantentum stünde Tür und Tor offen.

Man demontierte Jörg Kachelmann, von dem die Süddeutsche am 14.2.2010 also 5 Tage nach der angeblichen Vergewaltigung noch schrieb“ Sie haben einen Wetterfrosch nach Kanada mitgenommen, und sie sahen, dass es gut war.“ Jörg Kachelmann ist für die ARD bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver und Whistler im Einsatz, und er ist gleich zu Beginn ein gefragter Mann: Er redet Klartext – und ärgert nebenbei ein bisschen die Konkurrenz vom ZDF. Kaum einer kann meteorologische Zusammenhänge so volksnah präsentieren wie der Schweizer. Normalerweise hat er dafür vor der Tagesschau nur ein paar Minuten Zeit, in Kanada aber lassen sie ihn ausreden.“ Kachelmann ist damit der Star des ersten Olympia-Tages….

Und er war gut, er wusste nur noch nicht, dass es in sein Leben „schiffen“ würde und er bald mit „Matsch“ beworfen wird! Er ist seiner Berufung – verschrieben dem Wetter – mit üblicher Verve nachgegangen, vor der Kamera stand kein Vergewaltiger!

Es gibt keine Beweise dafür, dass Jörg Kachelmann die angeklagte Tat begangen hat. Die Gutachter sind überwiegend zu dem Ergebnis gekommen, dass Claudia D. nicht nur die Unwahrheit sagt, sondern dass auch der Ablauf der angeblichen Vergewaltigung so nicht gewesen sein kann. Ihm anzulasten, er hätte keine Aussage vor Gericht gemacht ist kein Grund ihm eine Schuld unterzuschieben. Er hat als Angeklagter das Recht dazu, was nicht als Eingeständnis der angeklagten Tat gewertet werden darf. Ausserdem hat er alles was es zu den Anschuldigungen, dem Tatvorwurf zu sagen gab, am 24.3.2010 vor dem Haftrichter ausgesagt. Hier gab es nichts hinzuzufügen!

Fazit: Freispruch für Jörg Kachelmann!

Die Polizei:

Als der Vater des mutmasslichen Opfers auf der Dienststelle der Polizei anrief und meldete, dass seine Tochter vergewaltigt worden sei, hätten dort alle Alarmglocken läuten müssen. Walter D. war schliesslich in Schwetzingen nicht nur als Lehrer, sondern vor allem als Grösse im Sportgeschehen und als Schöffe der Kleinstadt bekannt. Bekannt war aber auch die Tochter, zuerst als Sportlerin und später als relativ angesehene Moderatorin im ausgedehnten Einzugsbereich von Radio Sunshine mit Sitz in Schwetzingen.

Es wäre von grösstem Vorteil gewesen, wenn die Verantwortlichen sofort die übergeordnete Polizeidirektion in Heidelberg um völlig neutrale Ermittler ersucht hätten.

Besonders dann, als Christel D. vor dem Vernehmungsraum den angeblichen Täter beim Namen nannte. Denn dieser Fall war für die Kleinstadtpolizei eine Nummer zu gross.

Und noch einmal besonders vor dem Hintergrund, dass der amtierende Präsident der vernetzten Sportclubs Schwetzingen/Oftersheim der ehemalige stellvertretende Dienststellenleiter der Polizei Schwetzingen gewesen ist.

Nichts da, man gab den Fall nicht ab, man wollte sich profilieren. Und so kam dann die Nähe zum angeblichen Opfer zustande, und es erfolgten mehrfache Besuche in der Wohnung, was die beiden Polizistinnen Schwerzinger und Lapsit niemals abstritten. Später hatten sie freilich zeitweise mit grossen Erinnerungslücken zu kämpfen. „Gefühle“ und „Eindrücke“ beherrschten die Aussagen der Polizistinnen. Das änderte allerdings nichts an der Tatsache, dass beide Claudia D. immer als glaubwürdig beurteilten. Selbst dann noch, als diese sich bereits in Widersprüche verwickelt hatte.

Man hatte Claudia D. also immer geglaubt, und entsprechend fielen die Ermittlungen aus, bis hin zur Benachrichtigung von der bevorstehenden Beschlagnahme des Laptops oder bis zur Empfehlung des Anwalts Dr. Thomas Franz vom Weissen Ring (der grundsätzlich nur Opfer vertritt) aus dem benachbarten Ketsch (wo auch die Polizistin Lapsit wohnt).

Die Polizisten riefen den Aussagen zufolge im Laufe ihrer Ermittlungen den MDR-Sportchef Wolf-Dieter Jacobi in Vancouver an und erkundigten sich nach Kachelmanns Gemütszustand. Zur Antwort hätten sie erhalten, obwohl Kachelmann „ein schwieriger Mensch“ sei, sein Gemütszustand „eher positiv“wirke. Womit haben diese Polizisten die Nachfrage begründet? War also Jacobi schon von der drohenden Verhaftung unterrichtet? Hat er deswegen später seine Vorladung zur Zeugenaussage angeblich zu spät bekommen?

Dazu kommt Dietrich, jener Polizist der unrechtmässig seiner Tochter mit der Verhaftung Jörg Kachelmanns eine Show bieten wollte und dessen Aussagen sehr mit eigenen Meinungen gefärbt waren, man denke nur an die Bemerkung über das „Knutschen“ Jörg Kachelmanns und seiner Begleitung?

In einer späteren Aussage, am 33. Prozesstag – 23. 3. 2011 – konnte sich Dietrich an nichts mehr erinnern, nicht einmal, wer wann bei Claudia D. wegen des Laptops angerufen hatte und ob Verträge mit TV oder Presse existierten.

Er erzählte lieber von der Vernehmung vom 30. 3. und wie er Claudia D. stützen musste, aber genau dieser Aussage hatten doch genau so die Polizistinnen gemacht. War also nicht nur zur Verhaftung nach Frankfurt die ganze Dienststelle Schwetzingen ausgefahren, sondern auch zur Vernehmung nach Heidelberg?

Schlussendlich kam aber dann zu Tage, dass Herr Dietrich die Unwahrheit gesagt hatte: keiner musste die Ärmste stützen, sie kam alleine hoch. Berücksichtigt man ferner die Aussagen von Lapsit und Dietrich bezüglich des Taschentuches, das ihr jeder gegeben haben will, die widersprüchlichen Angaben der beiden, was die Verhaftung betrifft, und die schweren Gedächtnislücken zwischen den ersten Aussagen der Polizisten im September 2010 und dann im März 2011, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass hier der Schwetzinger Bonus der Familie D. voll zur Wirkung gelangte.

Ein weiterer Hinweis ist noch die Tatsache, dass die Polizistin Lapsit vom Opfer und nicht vom mutmasslichen Opfer berichtete.

Sie notierte gleich nach der Anzeige am 10. Februar 2010 in einem Vermerk: »Nach hiesigem Empfinden macht die Frau einen glaubwürdigen Eindruck.« Als die Polizistin ein halbes Jahr später vom Gericht gefragt wird, auf welchen Umständen ihre Einschätzung damals beruhte, kann sie keine Antwort mehr geben.

Was man so hört, hat es in Schwetzingen Beförderungen gegeben!

Die Tatortermittler, die angeblich „wie bei einem Tötungsdelikt“ vorgegangen sein wollen, haben nicht weniger dilettantisch gehandelt.

Sie haben ein Messer eingetütet, das bereits Claudia D., wie sie selber zugibt, vom Boden – anlässlich ihrer Putzorgie – aufhob und weglegte. Keiner hat sich darum gekümmert, sie zu fragen, ob sie etwas verändert habe.

Die Ermittler haben es auch verabsäumt, den LKA-Experten Dr. Bässler von diesen Umständen zu unterrichten, der sich darüber sehr erstaunt zeigte.

Sie haben einen Tampon zuoberst aus dem Küchenmüll gefischt, ohne sich zu fragen, wieso er nicht im Bad weggeworfen wurde. Denn die Aussage von ihr lautete, Jörg Kachelmann habe sie liegen lassen, sei ins Bad gegangen und habe anschliessend die Wohnung verlassen. Von einem Gang in die Küche, um den Tampon zu entsorgen, war niemals die Rede.

Jörg Kachelmann gab an, er sei nackt auf der Couch im Wohnzimmer gesessen, als es zum Streit kam. Tatsächlich fanden die Kriminaltechniker Spuren; worum es sich dabei handelte, blieb unklar. Die Couch im Wohnzimmer wurde erst sechs Wochen nach der angeblichen Tat auf Spuren untersucht! Eine lange Zeit, und vor allem hatte die Nebenklage da schon Akteneinsicht!

Eine Aussage war: Die Polizei hat in ihrer Wohnung keine Utensilien für Sadomaso-Sex gefunden, keine Handschellen oder Reitgerten, von denen er gesprochen hat. Die Polizei hat aber auch nicht intensiv danach gesucht und genau das wird vom LKA-Experten Bässler widerlegt, der sehr wohl solche Utensilien untersucht und das auch vorgetragen hat.

Der Kriminaltechniker sagt unter anderem, es habe sich um frische Sekretanhaftungen gehandelt, die auf dem Bett gefunden wurden. Erst auf Nachfrage gibt er zu: „Die Wohnung war ja sonst aufgeräumt und ordentlich. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass jemand eine solche Bettwäsche lässt. Das sah man ja mit bloßem Auge! So etwas will man doch gewaschen haben!“ Ausserdem hätte sich das Sperma auf der Decke nach Ansicht des Kriminaltechnikers gelöst, wenn man nochmals darauf gelegen hätte. Die Spuren seien trocken, aber frisch gewesen. Auf die Nachfrage, ob die Spuren nicht vielleicht doch feucht waren, meint dieser Zeuge „Ich denk’ mal, dass sie trocken waren.“

An diesem Tag hat Prof. Brinkmann Fragerecht, er bekommt von dem Ermittler zur Antwort: „So genau habe er nicht hingeschaut.“ Das Bett habe „wie gemacht“ ausgesehen. Ein weiteres Versäumnis: Das mutmaßliche Opfer wurde nicht gefragt, wie lange die Decke schon da lag.

Im Raum steht auch noch die ungelöste Frage, ob die Polizei die Daten anderer Geliebter an Viola S. weitergegeben hat. Ein Polizist sagt jedoch:“ Sie habe sie genervt und oft bei ihnen angerufen!“

Gesamthaft gesehen, wurden bereits ab dem 9. 2. 2010 schwere Fehler gemacht, die schon bei der Anklageerhebung am 19. Mai 2010 von der Staatsanwaltschaft hätten berücksichtigt werden müssen.

Zusätzlich muss festgestellt werden, dass die Polizeiarbeit dilettantisch und überwiegend zugunsten der in Schwetzingen ansässigen Nebenklägerin durchgeführt wurde.

Professor Köhnken sagt dazu: Die Kripobeamtinnen, die seinerzeit als erste die Anzeige der Frau aufnahmen und ihr glaubten, hätten nicht wörtlich protokolliert, sie hätten auch nur oberflächlich gefragt, anstatt akribisch nachzuhaken. Ja, sie seien regelrecht „froh gewesen, nicht nachbohren zu müssen“.

Schlussfolgerung: Freispruch für Jörg Kachelmann

 Die Staatsanwaltschaft:

Nachdem das mutmassliche Opfer am 9. 2. 2010 gynäkologisch und rechtsmedizinisch untersucht worden war und man wusste, dass der Angeklagte an diesem Tag nach Vancouver fliegen würde, hielt man es nicht für notwendig, ihn aufzusuchen, zu befragen und eventuelle Spuren zu sichern. Von einer eventuellen Festnahme war überhaupt keine Rede – denn:

„Wir hatten seinerzeit Bedenken hinsichtlich eines dringenden Tatverdachts“, sagte Oberstaatsanwalt Oskar Gattner.

Es stand also zu dieser Zeit fest, dass man Claudia D. gerade in den wichtigen ersten Stunden nach der angeblichen Tat nicht glaubte. Erst als Staatsanwalt Oltrogge sich des Falls so richtig annahm, wurde am 25. 2. der Haftbefehl ausgestellt. Was war also in der Zwischenzeit passiert? Hatte Prof. Mattern, der von der Staatsanwaltschaft bestellte Gutachter aus Heidelberg, die erwünschten Diagnosen gestellt?

Sicher ist, Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge hat der Nebenklägerin sehr viel zugesagt. Darf man dem Tagebuch glauben – und es wurde wegen dieses Abdrucks ja keine einstweilige Verfügung gegen den Focus gestellt – dann war das Verhältnis Nebenklage/Staatsanwalt zu dieser Zeit sehr erspriesslich.

Bedauerlicherweise haben die Herrn Staatsanwälte bei ihrer Zeugenaussage nur wenig zur Aufklärung über die Zeit bis zur Verhaftung des Angeklagten beigetragen. Wir müssen uns also damit zufrieden geben, dass nur Teile bekannt wurden. So die Aussagen im März 2010, wo Claudia D. mehrere Lügen zugeben musste. Staatsanwalt Oltrogge bestreitet natürlich, dass er die Nebenklägerin zur Falschaussage ermunterte, das musste er ja so sagen, sonst wäre er und nicht sie in „Teufels Küche“ gekommen. Allerdings bestätigte er, dass das angebliche Opfer – wieder einmal – geweint und gezittert habe.

„Ich habe in den Raum gestellt, dass sie nicht die Wahrheit gesagt hat“, erinnert sich Oltrogge. „Es kam aber keine klare Antwort, und ich wollte sie auch nicht lenken.“ Genügte es also schon, wenn keine klaren Antworten kamen, dass sie dabei weinte und zitterte, damit ihr geglaubt wurde? Immerhin erschien sie Staatsanwalt Oltrogge zu dieser Zeit trotzig. Sicher, man hatte sie auf ihre Wahrheitspflicht aufmerksam gemacht. Trotzdem blieb sie lange bei ihren Lügen, erst eine Aussprache mit ihrem Anwalt belehrte sie eines besseren. Und man beruhigte sie. „Jetzt kommt er doch bestimmt frei?“ fragt sie und fängt an zu weinen. Antwort von Oltrogge: „So schnell geht es nicht. Es war nicht schön, was Sie hier gesagt haben, und alles andere wäre besser gewesen.“

Natürlich haben beide Herren keinerlei Belastungstendenz bei Claudia D. feststellen können, wie sie übereinstimmend bestätigen, denn Oltrogge: „Unser Ergebnis war dann, dass das Lügen nicht das Kerngeschehen betrifft und wir weiter von einem dringenden Tatverdacht ausgehen.“

Nicht einmal am 23. April 2010, als die Frau im Lauf einer Befragung durch die Staatsanwaltschaft Unwahrheiten zugeben musste, sei ein Wortprotokoll geführt worden, beanstandet Prof. Köhnken!

Damit fällt auf, dass es der Mannheimer Staatsanwaltschaft nur sehr selten um das Kerngeschehen, die angebliche Tat, geht, sondern sie immer nur Beweise für die Schuld Jörg Kachelmanns aus Nebenschauplätzen zu konstruieren versucht. Das bestätigt sich auch mit der Vorladung der Reihe ehemaliger Geliebter, von denen sich die Staatsanwalt Beweise erhofft.

Nicht umsonst hat Staatsanwalt Oltrogge einer *aussageunwilligen* Frau mit polizeilicher Vorführung gedroht oder ist im Falle der Zeugin Catharina T. bis in die Lüneburger Heide gereist.

Obwohl ihm bewusst sein musste, dass gerade in diesem Fall eine wahrheitsgemässe Aussage – und sei es auch nur zum Randgeschehen – nicht zu bekommen sein würde. Staatsanwalt Oltrogge musste von dem Schreiben „I stand by you“, aber auch von dem geistlosen, anzüglichen Geschenk, welches sie in die Strafanstalt geschickt hatte, und natürlich auch von der Rechnung für Specksteinschiffchen, Pfirsiche und Honig, die Catharina T. an Jörg Kachelmann übermitteln liess, Kenntnis haben. Dass hier in der Aussage nur Rachemotive zutage kommen würden, war von Anfang an klar. Dass er auch nichts dabei fand, dass diese Ex-Geliebten ihre Erfahrungen mit Jörg Kachelmann vor und während des Prozesses gewinnbringendst an spezielle Verlage verkauften, zeigt keine sehr gute Menschenkenntnis des jungen Staatsanwaltes.

Aber er hat es nicht versäumt, via Bildzeitung die Öffentlichkeit unterrichten zu lassen, dass sich eine Person gemeldet hätte, der angeblich im Jahre 2001 auch körperliche Beeinträchtigungen durch Jörg Kachelmann widerfahren sein soll. Staatsanwalt Oltrogge wollte- ohne Beweise nur mit einer einzigen Aussage – betonen, dass Jörg Kachelmann ein Wiederholungstäter sei!

Aber auch der ältere erfahrene Oberstaatsanwalt hat sich zu unüberlegten Schritten hinreissen lassen, so das Telefonat mit der Schweizer Zeugin, welches dann auch noch beim Focus wörtlich auftauchte. Und im Falle von Toini L. musste das Gericht auf Betreiben der Staatsanwaltschaft in die Schweiz reisen.

Es ist unverständlich, dass die Staatsanwaltschaft immer noch Kontakte mit den Medien abstreitet, auch vor dem Hintergrund, dass Oltrogge über lange Zeit während der Prozesspausen ausgewählten Journalisten seine Erkenntnisse mitteilte. Vieles, was hier zur Sprache kam, war aber dann niemals in diesen Zeitungen zu lesen.

Dass keine der Zeuginnen die angeklagte Tat bestätigen konnte, weil keine dabei war und ihre Aussagen nur nebensächliche Bedeutung hatten: das störte die Staatsanwaltschaft nicht.

Es störte sie auch nicht,  sich ab dem 20. März 2010 mit täglichen Statements durch Staatsanwalt Andreas Grossmann vor die Presse zu stellen und sofort und umfänglich die Schuld Jörg Kachelmanns zu bestätigen. Herrn Grossmanns Angaben sind hinlänglich bekannt. Er machte sie aber mit dem Wissen, dass bei den polizeilichen Ermittlungen fahrlässig geschlampt worden war, dass die Nebenklägerin den Tatort manipuliert und bei ihren Aussagen gelogen hatte und dass der Laptop der Nebenklägerin nicht von Polizei oder Staatsanwaltschaft gleich am 9. 2. 2010, sondern erst auf Betreiben der Verteidigung am 26. März 2010 beschlagnahmt worden war, die Gutachten zu dieser Zeit noch nicht fertig gestellt sind.

Die Lügenaussagen, von denen die Staatsanwälte Oltrogge und Gattner bei ihrer Zeugenaussage erzählen, waren denn auch erst nach der Beschlagnahme des Laptops festgestellt worden.

Diese Widersprüche der Nebenklägerin haben die Staatsanwaltschaft aber nicht dazu gebracht, nun sorgfältiger zu arbeiten. Die Presseberichte wurden immer mehr mit direkten, angeblichen Beweisen untermauert, die so von der Verteidigung nicht weiter gegeben worden wären, also nur von der Staatsanwaltschaft kommen konnten.

Nun hatte die Verteidigung schon einige der besten Forensiker und Gutachter damit beauftragt, die Unterlagen des Herrn Prof. Mattern zu überprüfen. Die einhellige Meinung war: So wie die Nebenklägerin sie schildert und Prof. Mattern sie bestätigt, kann die angebliche Tat nicht geschehen sein. Was Professor Mattern veranlasste, sofort ein zweites Gutachten zu erstellen und sich über Kollegen lustig zu  machen. Monate später wird er sogar ein drittes Gutachten erstellen, bei dem er überdies seine Frau benutzt, ohne die Grössenunterschiede zwischen ihm und Jörg Kachelmann sowie zwischen seiner Frau und Claudia D. zu berücksichtigen.

Die Staatsanwaltschaft also spielte natürlich die auf dem Laptop von Claudia D. vorgefundenen Fotos mit blauen Flecken herunter. Auch als diese abwechselnd erklärte, das seien Fotos, wie sie sie Jörg Kachelmann nach heissen Sexspielen sandte, oder sie habe ihre Selbstheilungskräfte beobachten wollen, und schliesslich gar, es seien die Abdrücke ihres Neffen, der auf ihren Schenkeln herumgehüpft sei.

Für die Staatsanwaltschaft spielte es auch keine Rolle, dass Claudia D. ihr Laptop vor der Beschlagnahme „gereinigt“ und Daten gelöscht hatte, was nicht verwundert, schliesslich hatte man sie ja vorher unterrichtet.

Dass es keine Beweise für die angebliche Tat, sondern nur spärliche Indizien gab, war ebenso unwichtig wie die Ergebnisse, zu denen das LKA kam. Dass Messer war nicht bluttriefend, die Spuren waren so winzig, dass man nicht einmal feststellen konnte, ob Menschen oder Tierblut. DNA war nur von der Nebenklägerin zu finden. Die Tatsache, dass Claudia D. dieses Messer angeblich vom Boden aufgehoben hatte – wo es gelegen haben soll – und es bei den Tatortermittlungen wieder auf diesem Teppich lag, wurde weder zur Kenntnis genommen, noch an den LKA-Experten weitergeleitet.

„Es gibt keine Hinweise darauf, dass mit dem Rücken oder der Spitze Verletzungen herbeigeführt wurden“, so der LKA-Experte Gerhard Bässler.

Der Teppich selber war für die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwalt überhaupt nicht beweisrelevant. Man hätte ja feststellen müssen, dass es auch da keinerlei Spuren gab. Die es aber sich hätte geben müssen, wenn es ein Tatwerkzeug gegeben hätte.

Es ist bezeichnend für Staatsanwalt Oltrogge, dass er – selbst als das Messer keine Rolle bei der angeblichen Vergewaltigung mehr spielen konnte und durfte – noch immer daran festgebissen blieb:

… des weiteren sei es Tatsache, dass das Messer keine Rolle mehr spiele, es sei nichts übrig geblieben. Hier ruft StA Oltrogge ganz unvermittelt und laut in den Saal: „Das werden wir ja sehen, was davon übrig geblieben ist!“ Dieser Ausbruch zeugt davon, dass die Staatsanwaltschaft in Mannheim sehr wohl wusste und weiss, dass sie nichts in der Hand hatte und hat.

Staatsanwalt Oltrogge hat auch den Abschluss der Ermittlungen nicht abgewartet, er musste Anklage erheben, bevor die Handys ausgewertet, die Erkenntnisse des LKA auf dem Tisch lagen. Und ihm ist es zu verdanken, dass Jörg Kachelmann 132 in Untersuchungshaft bleiben musste. Trotzdem die Möglichkeit eine Falschbeschuldigung von CSD bereits keine Utopie mehr war.

Ein Punkt darf aber überhaupt nicht ausser Acht gelassen werden. Staatsanwalt Oltrogge hatte mit dem Therapeuten Prof. Seidler aus Heidelberg einen Traumkanditaten, was die Begutachtung der Nebenklägerin betraf. Der bestätigte ihm alles, was er hören wollte, und noch mehr. Als nun die Verteidigung die 38 Seiten Gutachten des Heidelbergers beanstandete, ihrerseits dieses Gutachten zur Überprüfung weitergab und dann grosse Mängel festgestellt wurden, entschloss sich der Staatsanwalt am 15. April 2010, Frau Prof. Luise Greuel als weitere Gutachterin anzuwerben. Nicht ohne den Seitenhieb, die Kachelmannverteidigung habe sich schon alle Gutachter, die man kenne, verpflichtet!

Doch auch das Gutachten von Prof. Greuel konnte nicht den Erwartungen Oltrogges entsprechen. In der Presse wurde bekannt, Professor Greuel sei zu dem Schluss gekommen, dass die Schilderung der Vergewaltigung nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz erfülle. Das mutmassliche Opfer könne die Tat selbst bei eingehender Befragung nur vage und oberflächlich wiedergeben, so Greuel. Es würden auch Sachverhalte dargestellt, die handlungstechnisch unwahrscheinlich bis unmöglich seien. Zwar sei damit laut Greuel keineswegs eine Falschaussage erwiesen. Die im gerichtlichen Kontext gebotene Zuverlässigkeit der Aussagen sei aber nicht gegeben.

Man telefonierte wohl am 12. Mai 2010 noch einmal, aber aus den Aktenvermerken der Staatsanwaltschaft geht nichts über die Kurzmitteilung hervor, etwa der Wortlaut, dass der Tatverdacht gegen Kachelmann nicht entkräftet wurde, was angeblich die Gutachterin an Staatsanwalt Oltrogge übermittelt haben soll. Stattdessen sagte Prof. Greuel, dass die Gespräche mit Claudia D. beendet seien, das Ergebnis jedoch erst Ende Mai vorliegen werde.

So lange wollte Staatsanwalt Oltrogge jedoch nicht warten. Und niemand, nicht Oberstaatsanwaltschaft oder Generalstaatsanwaltschaft, hielten ihn auf, nein, man stärkte ihm noch den Rücken, wie es Jürgen Gremmelmaier von der Karlsruher Generalstaatsanwaltschaft tat: „Haftsachen müssen mit der größtmöglichen Beschleunigung betrieben werden“

Staatsanwalt Lars Torben Oltrogge erhob also am 17. Mai 2010 Anklage. Ohne fertiges Gutachten, mit denkbar schlechten Ermittlungsergebnissen, ohne Beweise, aufgrund dubioser Indizien und Zeuginnen. Mit einem angeblichen Opfer, das schon mehrfach gelogen hatte, nachweislich. Nur durch die Gutachter Mattern und Seidler und den ihm wohl zugeneigten Nebenklägervertreter unterstützt.

Unterstützt wird er auch von Oberstaatsanwalt Gattner, der genau wusste, dass diese Anklage in nichts durch Beweise fundiert ist. Auch von den Lügen der Claudia D. war er informiert. Er war ja dabei, als sie log.

Er wird bei seiner Einvernahme sagen: „Ein Einschlag“, so nennt es Oberstaatsanwalt Gattner, als die Nachricht von der Computerauswertung kam. Doch man sei sich bald klar darüber geworden, dass dies für den Wahrheitsgehalt der Aussage zur angeblichen Tatnacht nichts bedeuten müsse – und zwar noch vor der denkwürdigen Vernehmung der Zeugin.

Die denkwürdige Vernehmung! Das war an dem Tag wo nicht nur die Kameras im Vernehmungsraum ausgefallen sind, es war der Tag an dem Claudia D. ihre Lügen zugeben musste:  „Ich hatte große Angst, dass man mir nicht glauben wird“, soll Claudia D. laut Vernehmungsprotokoll gesagt haben. „Ich hatte Bedenken, dass alles geplant wirkt.“ Warum aber hat sie Kachelmann nicht früher zur Rede gestellt? „Ich habe den Mut nicht gefunden.“ Es sei alles so gut gelaufen mit ihm, sie habe sich Hoffnungen gemacht. Und nun schäme sie sich für ihre Falschaussagen.

Staatsanwalt Oltrogge : „Es ist grundsätzlich so, dass ich allein durch meine Stimme einschüchternd wirken kann.“ Einschüchternd war er bei dieser Aussage wohl kaum.

Denn unwillkürlich fragt man sich warum wurde die Staatsanwaltschaft nicht in diesem Moment aufmerksam: Die Falschaussagen! So sagt sie selber. Es hätte nur mehr einer eindringlicheren Befragung bedurft und sie hätte wohl zugegeben, dass sie nicht nur in Teilen, sondern seit dem 9.2.2010 falsch aussagt! Aber weinen und zittern hat Claudia D. wieder einmal davon bewahrt.

Doch für Staatsanwalt Oltrogge ist es selbstverständlich, dass eine Anzeigenerstatterin, auch wenn es sich um eine so schwere Beschuldigung wie Vergewaltigung handelt, lügen darf. So sagte er bei seiner Aussage vor Gericht:

Aber nein, „aus meiner Sicht schien das alles plausibel“, sagt der Staatsanwalt; der dringende Tatverdacht blieb, trotz der Lüge. „Auch, weil das nicht das Kerngeschehen betraf.“ Jedoch: Alles was Claudia D. sagt betrifft letztendlich das Kerngeschehen!

Als Professor Dr. Brinkmann von der Staatsanwaltschaft abgelehnt wurde gab es folgenden, sehr bezeichnenden Wortwechsel bei dem RA Birkenstock schon genau die Beweggründe der Staatsanwaltschaft erkannte:

„Eigentlich drückt Ihr Text keine echte Sorge aus, sondern ist Wortklauberei. Zu fragen ist, ob Sie nicht verfahrensfremde Zwecke verfolgen, indem Sie Professor Brinkmann verunglimpfen.“

Dies weist die Staatsanwaltschaft zurück. Man habe darauf zu achten, dass auch die Nebenklägerin mit Neutralität behandelt werde. Birkenstock fragt, ob die Staatsanwaltschaft ihre eigene Sorge oder die der Nebenklägerin umtreibe.

Genau das ist es, Staatsanwalt Oltrogge hat sich auf die Seite der Nebenklägerin geschlagen und dabei den gesetzlichen Auftrag übersehen: Entgegen einer verbreiteten Meinung ist die Staatsanwaltschaft nicht gezwungen, unter allen Umständen eine Verurteilung des Angeklagten anzustreben. Sie hat vielmehr auch zugunsten des Beschuldigten bzw. Angeklagten zu ermitteln. Sie ist keine Partei im Strafprozess und arbeitet weder mit dem Gericht zusammen noch gegen den Angeklagten oder seinen Verteidiger!

Denn bis heute bleibt er aber bei seiner Überzeugung, dass Jörg Kachelmann schuldig ist; das beweist auch sein Ausruf am letzten Tag der Beweisaufnahme:

„Es ist nicht widerlegt, dass es nicht doch so war, wie sie es geschildert hat.“

Wie selbstverständlich bekommt er wieder Schützenhilfe durch Kollegen. Staatsanwalt Mägerle am 31.März 2011: „Ich halte durch den heutigen Tag den Vorwurf für widerlegt, dass die Staatsanwaltschaft nicht objektiv ermittelt hat.“

Natürlich hat die Staatsanwaltschaft Mannheim das nicht, man hatte sich auf die Schuld Jörg Kachelmanns festgelegt.

Entscheidend für die Bewertung der Ereignisse sei jedoch die Gesamtschau, argumentierten die Staatsanwälte immer wieder. Und wie sieht die Gesamtschau aus?

Es werden die Erkenntnisse der Gutachter, auch die von der Staatsanwaltschaft bestellten Experten, ignoriert. Es werden die Aussagen und Ergebnisse des LKA-Sachverständigen ignoriert. Man klammert sich, wie Schiffbrüchige, an die Aussagen einiger Ex-Geliebten , die aber, wie Herr Oltrogge im Zusammenhang mit Claudia D. immer wieder betont, mit dem Kerngeschehen nichts zu tun haben. Obwohl die Staatsanwaltschaft schon verloren hat, will sie das nicht wahr haben.

 Dabei gibt es doch nur einen Antrag: Freispruch für Jörg Kachelmann

Die Zeugen

Die Eltern

Christel und Walter D. angesehene Bürger im Kleinstädtchen Schwetzingen. Die Mutter Angestellte und Hausfrau, der Vater Lehrer, Sportclubvorsitzender und Schöffe. Kleinbürgerlich, anständig, christlich. Das Kind wohnt in der Nähe, man muss ja auf die Tochter achten.

Man ermöglicht ihr eine gute Schulausbildung. Das Mädchen ist konfliktscheu und auf Harmonie bedacht – so wird sie es später Frau Prof. Greuel erzählen. Vermutlich also eine brave und gehorsame Tochter.

Also muss sie studieren, obwohl ohne viel Ehrgeiz. Medientechnik in Stuttgart. Sie  volontiert dann bei einem Radiosender und erlangt in ihrer kleinen Welt  eine gewisse Prominenz, was den Eltern durchaus gefallen haben dürfte.

Aber beruflich ehrgeizig, nein das ist sie nicht. Muss sie das? Viele Eltern sehen in der Bestimmung einer Tochter Ehe und Mutterschaft an. War das hier auch so? Die Beziehung mit einem englischen Musiker geht in die Brüche. Doch schon lernt sie, eine Woche nachdem sie beim Radio zu arbeiten begann Jörg Kachelmann kennen. Man tauscht Telefonnummern aus, man telefoniert. Wenige Tage nachher besucht der Traummann, ihr Süssbärchen, sie in der Wohnung. Bald stellt sie ihn angeblich den Eltern vor. Endlich! Der von den Eltern herbeigesehnte Schwiegersohn, dem man das Kind – aus der elterlichen Fürsorge entlassen – anvertrauen kann; der angeblich regelmässig zu Kaffee und Kuchen kam.

Dann noch 2003 der gravierte Ring. Gutbürgerliches Kleinstadtidyll, doch keine Hochzeit! Der Vater fragt nach. Die Antwort der Tochter kennen wir. Ist es ihm nicht aufgefallen, dass seine Tochter nur mehr sehr wenig arbeitet, der Schwiegersohn in spe äusserst selten und unregelmässig die Braut besucht? Er hat gute PC – Kenntnisse, hat er niemals gegoogelt um sich über den Liebhaber seiner Tochter zu informieren?

Hatte er kein Gespräch mit ihm, wann er nun zum Standesamt gehen wolle? Inzwischen sind doch viele Jahre ins Land gegangen, die Tochter hat die 30 weit überschritten, die Uhr tickt – man will doch Enkelchen!

Und nun sitzen sie also als Zeugen vor Gericht, doch was können sie sagen. Keine persönlichen Wahrnehmungen ,nur Hörensagen! Dass ihnen Jörg Kachelmann angeblich erzählte, dass er Single sei, keine Kinder hätte? Dass die Tochter ihnen sagte:„ Es sei alles in Ordnung?“

Und über die angebliche Tatnacht? Keine persönlichen Wahrnehmungen, nur Hörensagen. Sie waren nicht dabei, und Claudia D. hat auch nicht sofort nach dieser angeblichen Vergewaltigung bei den Eltern Hilfe, Schutz und Trost gesucht. Warum? Das wäre doch der erste Weg gewesen, wenn das Eltern-Kind-Verhältnis stimmte! Selbstverständlich glauben Eltern ihren Kindern, aber so bedingungslos?

Originalangaben der Claudia D. bei Prof. Greuel Zitat:  Gegen 07:00 Uhr sei sie zu ihren Eltern gegangen, die im Haus gegenüber wohnen und wissen wollen, was sie tun solle. Ihre Eltern wären beim Anblick der verstörten und verletzten Tochter entsetzt und fassungslos gewesen. Ihr Vater hat die Polizei gerufen. Zitat Ende

Sie haben nicht sofort nachgefragt, warum die Tochter erst jetzt kommt, wenn sich das Drama schon gegen 1 Uhr morgens abgespielt haben soll?

Wurde deshalb die Öffentlichkeit ausgeschlossen, damit diese und andere Ungereimtheiten nicht an die Öffentlichkeit geraten sollten? Denn Intimes, wirklich Intimes werden die Eltern bestimmt nicht gewusst haben. War wieder der Schutz der Nebenklägerin durch die Staatsanwalt und das Gericht, nötig, weil die Wahrheit möglicherweise den Prozess sofort beendet hätte? Und wollte man das damit verhindern? Wir wissen es nicht, auffallend ist es allemal!

Was also können die Eltern von Claudia D beitragen zu dem von Herrn StA. Oltrogge immer wieder angeführten Kerngeschehen? Nichts! Nur persönlich gefärbte Eindrücke, die garantiert nicht die besten sind. Schliesslich hat dieser Mann, der Angeklagte ja ihr Kind über Jahre hingehalten, ohne Frage auch belogen. Dass die Tochter mitgemacht und alles akzeptiert hatte, wussten sie nicht und werden es auch nun nicht glauben können. Es entspricht nicht ihrer bürgerlichen Wahrnehmung. Zudem sehen sie in Jörg Kachelmann nur noch den Schänder ihrer Tochter, selbst wenn es dazu nur deren Aussage gibt.

Das zeigt sich auch in dem Interview, dass die Mutter am 25.3. dem Blick gab: «Das ganze Leben von Jörg ist eine Lüge. Er hat die ganzen elf Jahre nur gelogen. Sie weint und lässt kein gutes Haar an «Jörg», der elf Jahre lang mit ihrer Tochter Petra* zusammen gewesen sei. »

So wird sie es auch vor Gericht ausgesagt haben.

Aber ein Beweis, dass sich die angebliche Vergewaltigung so abgespielt habt, wie Claudia D. es aussagt, dass sie überhaupt stattgefunden hat, ist auch das nicht!

Die Geliebten

Man hat sie aufgeboten und vorgeladen. Teilweise unter Zwang. Nicht alle haben in Jörg Kachelmann ihren Verführer gesehen. Manche sind sofort, oder recht bald nach dem Kennenlernen mit ihm ins Bett gegangen. Einige geben ehrlich zu, dass es nur ein Verhältnis auf sexuelle Basis gewesen ist. Das diese Begegnungen schon Jahre her sind und/oder nur kurz gedauert haben. Das sind nicht die Zeuginnen die sich die Staatsanwaltschaft wünscht.

Staatsanwalt Oltrogge wünscht sich Zeuginnen wie Viola S., Catharina T., Verena C., Helen Sch. Anklägerinnen, die mit dem Koffer voll Sexspielzeug zu Polizei kommen, sich in der Bunten  oder anderen Medien über den Angeklagten auslassen, bevor noch der Prozessbegonnen hat, oder mitten in der Beweisaufnahme.

Die erst ihr „ I stand by you“ und ihre Versprechungen , Jörg Kachelmann zu unterstützen, bei der Kanzlei Birkenstock deponieren, sich dann in derselben Minute  mit der Presse gemein machen um ihre Geschichte zu vermarkten. Das sind die Zeuginnen welche die Staatsanwaltschaft braucht – mit deren Hilfe können sie dann des Volkes Meinung lesen und steuern, sowie ihre Absolution für die Anklage und das Alibi für einen aufgeblähten Monsterprozess bekommen.

Diese Frauen bekommen die Funktion von Leumundszeuginnen. Unberechtigt, denn während ihrer Verhältnisse mit Jörg Kachelmann sind sie seinen Wünschen mit Freuden nachgekommen. Glaubten sie sich doch schon vor dem Traualtar und als Mütter seiner Kinder. Und haben sich ihre Dienste auch noch entweder bar oder mit Geschenken honorieren lassen. Jörg Kachelmann hat sie belogen, daran besteht kein Zweifel, und jetzt zahlen sie es ihm heim, in dem sie aussagen. Von Hass und Rache getragen.

Für seine Lügen sollte er büssen. Dazu haben sie sich zusammengetan. Dazu wurde in Chats aufgerufen, man müsse jetzt zusammenhalten und entsprechend aussagen.

„Ich freue mich über jeden Tag, den er im Gefängnis sitzt.“

Das sind die Zeuginnen der Staatsanwaltschaft: Frauen die solche Sätze in die Öffentlichkeit bringen und die alles dafür tun würden! Dafür reist man durch die Weltgeschichte, droht mit Vorführmassnahmen. Und: Findet an der Medienpräsenz dieser Frauen nicht wirklich schlimmes.

Staatsanwalt Oltrogge sagt sogar: Die Zeuginnen hätte ihre Geschichten erst nach der polizeilichen Einvernahme an die Presse verkauft! Was er nicht sagt, das mindestens eine- Verena C.- Ich bin auch ein Opfer von Jörg Kachelmann – in der Bunten einen ganz anderen Ablauf erzählt, als bei der Polizei. Sie hat also gelogen, um ihn zu belasten. Doch erzählte ihr Onkel nicht noch eine ganz andere Geschichte? Nämlich, dass sie bei der Information über die Verhaftung von Jörg Kachelmann in Tränen ausbrach und ihn ganz entscheiden einer solchen Tat für unfähig hielt?

Oder der Vater von Viola S. der sich bereits am 25.3.2010 vor der Presse äusserte? Herr Kachelmann ist ein Charakterschwein. Er hat unserer Tochter mehrere Jahre lang eine Zukunft versprochen, mit Ehe und Kindern», so der Vater gegenüber der deutschen Zeitung «Bild».

Seine Tochter sei aus allen Wolken gefallen, als sie aus den Medien erfuhr, dass Kachelmann noch weitere Freundinnen hatte. «Er war mir nie geheuer. Ich habe immer gedacht: Lieber Gott, möge diese Beziehung doch bald zu Ende sein», so der Vater weiter.

Da wusste aber die Tochter schon sehr genau Bescheid, denn ihre Tickets waren es die bei Claudia D. auftauchten. Und 2007 war sie mit ihm schon in Bridge Lake, wo auch die damals Noch-Ehefrau von Jörg Kachelmann wohnte! Viola S. war auch die sich ihre Anschuldigungen mit €50.000(€80.000?) am höchsten dotieren lies. Die aber auch Verbindungen zur geschiedenen Frau Kachelmann herstellen sollte und ihr auch eine hohe Summe von der Zeitschrift Bunte bieten sollte. Denise W. hat erst zugesagt, aber dann abgelehnt. Wie sie auch die €120.000 von einem TV-Sender nicht angenommen hat.

Also konnte sich die Staatsanwaltschaft Mannheim, aber auch die 5. Strafkammer des Landgerichtes, doch ausrechnen mit welchen Zeuginnen sie es zu tun bekommen würde. War das so geplant: Die Luusmeitli vor allen anderen Zeugen aussagen lassen, ganz besonders vor der Nebenklägerin und angeblichen Opfer Claudia D. Sollte die die Stimmung der Öffentlichkeit durch die Presse entsprechend angeheizt werden, die Schöffen beeinflusst?

RA Schwenn wird später sagen: „ Es war ein Fehler die Luusmeitli so früh aussagen zu lassen!“

Und das war es auch. Hätte man, wie es üblich ist, das angebliche Opfer und die Gutachter zuerst gehört, dieser Prozess wäre , wie geplant wenn schon nicht im Oktober, dann wenigstens  im Dezember zu Ende gewesen. Man hätte diese Frauen alle nicht mehr gebraucht, die ihre Aussagen nur dazu benutzen um sich noch einmal, wenn auch indirekt an Jörg Kachelmann finanziell bereichern  und gleichzeitig ihren Frust über eigene Dummheit abbauen zu können.

Denn eines ist sicher! Zum Kerngeschehen( bevorzugtes Wort des Herrn StA. Oltrogge) konnten sie alle nichts beitragen. Denn keine war dabei. Und keine hat Beweise dafür, dass alles in der Nacht vom 8/9.Februar 2010 so war, wie Claudia D. es angibt.

Welcher der Zeugen und Zeuginnen, die aufgerufen, vorgeladen und auch erschienen sind – konnte überhaupt etwas zu der angeklagten Tat aussagen. Alle sollten Jörg Kachelmann als Monster belasten, zum Teil ist das gelungen, teils auch nicht. Hier muss man differenzieren, wer was ausgesagt hat.

Aber Beweise, nein Beweise gibt es von Seiten der Zeugenschaft nicht, nicht einmal Indizien. Ausser Spesen nichts gewesen. Das aber, sollte die Öffentlichkeit, das Volk in dessen Namen ein Urteil gesprochen werden soll, niemals mitbekommen. Obwohl die Presse alles bis ins letzte Detail bereits – dank der Informationspolitik der Staatsanwaltschaft? – breitgetreten hatte, man sowieso wusste welche Vorlieben bis zu Nudeln und Rotwein alle Beteiligten haben, besonders die Nebenklägerin und Jörg Kachelmann, wurde die Öffentlichkeit überwiegend ausgeschlossen. Wen wollte man eigentlich wirklich schützen?

Die Gutachter:

Professor Rainer Mattern, Heidelberg: „Ich habe mich natürlich gefragt, was will der Richter von mir hören!“ Professor Rainer Mattern 1990 bei einem Prozess in Darmstadt!

In Mannheim 2011, nach vielen Versuchen doch noch die Schuld von Jörg Kachelmann zu bestätigen: „Ich kann weder nachweisen, dass der Angeklagte der Nebenklägerin die Verletzungen beigebracht hat, noch kann ich nachweisen, dass sich die Nebenklägerin die Verletzungen selbst beigebracht hat“. (Von der Staatsanwaltschaft beauftragt!

Professor  Dr. Luise Greuel, Bremen: Die Angaben der Opferzeugin entsprechend quantitativ nicht den Mindestanforderungen, um einer tragfähigen Aussage zu genügen. Die Schilderung leidet unter starken Defiziten, dass nicht einmal die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz. Detaillierung und Konstanz erfülle. Solange Claudia D. den Streit mit Kachelmann wiedergab, fanden sich noch zum Teil Verankerungen im wirklich erlebten wieder. Das aber kann nicht die eklatanten Qualitätsmängel der Aussage zur Vergewaltigung ausgleichen. (Von der Staatsanwaltschaft beauftragt!)

Prof. Dr. Bernd Brinkmann, Münster: Kam dagegen zu dem Schluss, dass die geschilderte Tat mit dem Verletzungsbild nicht in Einklang zu bringen sei und dies für eine Selbstverletzung und damit für eine vorgetäuschte Tat spreche. (Der Doyen der Forensiker wurde von der Verteidigung beauftragt, willkürlich für befangen erklärt und nur als Zeuge vernommen)

Prof. Dr. med. Klaus Püschel, Hamburg: „In der Gesamtschau aller Verletzungen, sei eine Selbstbeibringung wesentlich nahe liegender als eine Gewalteinwirkung von fremder Hand. Das Gesamtbild sei völlig atypisch für ein überfallartiges Geschehen. (Von der Verteidigung beauftragt)

Prof. Dr. Markus Rothschild, Köln:. Es wird in Erwägung gezogen, wie die Verletzungen entstanden sein können. Die Hämatome seien für eine Vergewaltigung nicht ungewöhnlich. Er habe nun überlegt, ob sie durch die Knie des MM Angeklagten gekommen sein können. Dieser sei 1,90 m und die Nebenklägerin sei 1,70 m lang. Die Nebenklägerin habe beschrieben, sie habe das Gesicht des MM Angeklagten andauernd vor sich gesehen. Von Angesicht zu Angesicht sozusagen. Bei dem Größenunterschied und den Verletzungen oberhalb der Knie der Nebenklägerin, sei diese Schilderung sehr unplausibel. Auch Prof. Dr. Rothschild kommt zu dem Schluss, dass die Verletzungen mit dem geschilderten Tathergang nicht übereinstimmen. Nach seiner Tabelle, auf welcher , um einen Unterschied zwischen Fremd- und Selbstverletzung 10 Punkte zu erfüllen sind, habe das angebliche Opfer 7 Punkte erreicht, was für eine Selbstbeibringung spricht. (Von der Verteidigung beauftragt!)

Professor Dr. med. habil. Hans-Ludwig Kröber, Berlin: Die Forensik-Koryphäe von der Berliner Charité und die Radiomoderatorin aus Schwetzingen sind sich bereits im Mannheimer Gerichtsgebäude begegnet. Mitte August hat er sie an einem Abend und am nächsten Morgen befragt.

Er  kann nicht nachvollziehen, weshalb Therapeut Seidler in einem Seidenschal bei seiner Patientin und in wiederholten Griffen an den Hals fast schon einen Beweis sieht. Der Berliner Professor hält es auch für alles andere als wahrscheinlich, dass ausgerechnet während einer Vergewaltigung sich die Wahrnehmung beim Opfer ausschaltet. Erfahrungen aus Strafprozessen zeigten genau das Gegenteil

Kröber bescheinigt dem Heidelberger Seidler eine unprofessionelle und gar innige Beziehung zu seiner 37-jährigen Patientin aus dem Nachbarstädtchen: Der Kollege falle auf eine Frau mit «manipulativer Potenz» rein. (Sachverständiger des Gerichts)

Dr. Hartmuth Pleines, Heidelberg:  Verweist auf eine Studie, in der statistisch 90 % der Teilnehmer nach eingehenden Übungen es geschafft hätten, Symptome vorzutäuschen. (Vom Gericht beauftragt)

Prof. Dr. Günter Köhnken, Kiel: Claudia D. trifft mit ihren Angaben über die Nacht auf einen Therapeuten, der sie fast bedingungslos, distanzlos und kritiklos unterstützt. Das bestärkt sie natürlich. Dazu kommt: Seidler ist offenbar vom ersten Termin an überzeugt, dass das Geschehen so stattfand, wie Sabine W. es schildert“, erklärt Köhnken. Er bezweifelt die Verwertbarkeit von Aussagen, die Claudia D. getroffen hat, nachdem sie bereits in Therapie bei Seidler war. Die Hypothese einer Falschaussage könne er nicht zurückweisen. (Von der Verteidigung beauftragt)

Prof. Dr. Hans J. Markowitsch, Bielefeld: Nach seinen Angaben sind Erinnerungsblockaden jedoch die Ausnahme. In der Regel erinnerten sich Menschen unter Stress-Situationen sehr scharf. ( Erst Gutachter der Verteidigung, dann als Gutachter der Staatsanwalt die Seiten gewechselt!)

Nur Prof. Dr. Günter H. Seidler, Heidelberg glaubt, dass Claudia D. die Wahrheit sagt. Aber er ist auch ihr behandelnder Haus-Traumatologe! Herr Seidler hat sich eklatant in den Prozess, obwohl eben nur Zeuge involviert, eingemischt.

Er hat Zusammenkünfte aller Geliebten von Jörg Kachelmann vorgeschlagen. Er hat der Welt erzählt, dass er Angst auch noch nach Wochen riechen könne. Er hat Patientenunterlagen und ein Gutachten an die Justiz weitergeleitet.

Und um die Gefahr die angeblich von Jörg Kachelmann ausging noch zu unterstreichen hat noch von einen Anruf des Senatspräsidenten des Oberlandesgerichts Karlsruhe erzählt, denn er erhalten haben will, mit dem Inhalt: „Wir lassen jetzt den Kachelmann raus, bring deine Patientin in Sicherheit, es könnte sein, dass der die umbringt.“ (Der Therapeut der angeblichen Geschädigten tritt – weil befangen – nur als Zeuge auf.)

So war es kein Wunder, dass der Verteidiger von Jörg Kachelmann Rechtsanwalt Johann Schwenn über diesen Mann sagte, er sei ein Scharlatan und seine Thesen und Therapiemassnahmen seien bizarr.

Obwohl das Gutachten von Dr. Steven Paul Rand nie bei einem Prozesstag relevant wurde, noch er als Zeuge vernommen wird, ist es interessant. Was also steht in diesem Gutachten? Er wertete „Spermaspuren, Sekretanhaftungen und Spuren von Menstruationsblut“ aus. Bekannt wurde, dass die Anhaftungen auf der Couch anhaftenden Sekretspuren von Jörg Kachelmann stammen. Die Verbreitung der Spuren auf dem Bett und der Couch ist mit dem von Kachelmann geschilderten „einvernehmlichen, variantenreichen Geschlechtskontakt plausibel erklärbar“.

Die Polizei sicherte daraufhin nach der Festnahme Kachelmanns, mehr als sechs Wochen nach der vermeintlichen Tat, mögliche Spuren auf dem Möbelstück. Doch bei der Analyse fand sich kein Hinweis auf Sperma des Angeklagten auf dem Sofa, was seine Darstellung unterstützt hätte.

Aber Dr. Steven Paul Rand fand als Experte sehr wohl, entsprechend der Aussage von Jörg Kachelmann, Spuren. Wollte die Staatsanwaltschaft und das Gericht, dieses Gutachten gar nicht mehr hören? Eben wegen der schlampigen Polizeiarbeit .Keiner, absolut keiner kann sagen, dass die Gutachter überwiegend von der Verteidigung Jörg Kachelmanns beauftragt wurden.

Fazit der Crème de la Crème der forensischen und psychiatrischen Wissenschaft: keine Beweise nicht einmal Indizien, keine Eindeutigen Spuren, die Nebenklägerin kann durchaus alles erfunden haben!

Grundgesetz: Artikel 3(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Die Aussage einer Person, wenn es keine Beweise gibt, darf nicht höher bewertet werden, nur weil sie von einer Frau kommt!

So kann das Urteil nur lauten: Freispruch für Jörg Kachelmann!

 *Freiherr von Knigge
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Zur Wiederaufnahme des Prozesses :

Mit dem Namen Kachelmann ist viel Geld zu verdienen. Dass wissen wir nicht erst seit Viola S. vulgo Isabella M, Catharina T- Luftgitarre, Verena C.- Künstlername Anja L. und anderen Teilzeitgeliebten, die kassierten!  Oder die sattsambekannte Aschwa, die sich sogar der Bildzeitung, zwecks Vermögensvermehrung, andiente! Da tauchen dann schon mal Artikel aus der frühchristlichen Zeit auf Immobilien-Homepages auf, jeder Schmierenkomödiant der sich Journalist/IN nennt, setzt auf dubiosen Seiten seine ultimative Wahrheit ins Internet und auch Rechtsanwälte aller Couleur habe beste Werbung, wenn sie 10 Zeilen in der Causa Kachelmann ihre Kommentare abgeben.

Warum also nicht auch Finanzdienstleister? Passt doch, der geneigte Leser meint hier etwas Neues zu erfahren, aber ach, weit gefehlt. Ein Sammelsurium von Plattitüden und Allgemeinplätzen, abgeschrieben aus der unendlichen Weite des www, werden zur eigenen Meinung zusammengeschreibselt und dann fehlt natürlich der Verfasser unter dem Mix! Aber viel, viel Werbung für die eigene Sache!

Und weil der/die Gute natürlich von Blogs abkupfert, ist es klar, dass man in das Horn der Entrüstung blasen muss. Den Blogger- wir wissen es; sind grundsätzlich WEIBLICH (jaja, ich sehe Max, Paul, anselm, Goji , Toppy , Reinhard und andere in Röckchen direkt vor mir!)

Zitat: Als wesentliche Protagonistinnen stehen sie im Fokus der selbsternannten, medialen Kachelmannverteidiger, die übrigens überwiegend weiblich sind. Soweit die Ex-geliebten Kachelmann belasten, werden sie in einschlägigen Blogs oder anderen Internet-Plattformen auf dubiose Art diskreditiert, noch mehr gilt dies für das mutmaßliche Opfer selbst: Sie wären ja (alle) überhaupt nie richtige Partnerinnen Kachelmanns gewesen, dumm, naiv und unselbständig wären sie, dass sie nie die Eine in seinem Leben werden würden, hätten sie doch erkennen müssen, ja „Sexgespielinnen“ wären sie doch nur gewesen. Abgesehen davon, dass Kachelmann nach einschlägigen Medienberichten mehr als nur einer seiner Gespielinnen äußerst konkrete Planungen für ein gemeinsames Leben vorgehalten hat, bleibt dem vernunftbegabten Leser nur die Frage, was dies denn nun beweisen soll? Bedenklich ist hier nur, dass auch die renommierte Reporterin Sabine Rückert von der ZEIT auffallend ähnlich ‘argumentiert’. Zitat Ende

Was sind wir „Weiber“ – einschliesslich Sabine Rückert – doch für ein böses Volk, nicht wahr? Nun ja, vielleicht hat dieses Geschäfterl, dass mit dem Namen Kachelmann jetzt auch verdienen will, nur männliche Kunden, wer weiss das.

Aber eines ist selbstverständlich klar, was hier geschrieben steht ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit und hat schon seine Richtigkeit, denn das geht so:

Lesen wir von Kachelmann und dann vielleicht noch etwas über Girokonten und Kreditkarten dann lernen wir: Bargeldlos bezahlen liegt im Trend oder dass XY einen neuen Aufsichtsrat hat. Haben wir ja noch nicht gewusst!

Aber am besten hat mir doch der Witz an diesem Artikel gefallen:

Zitat: Dieser Artikel beruht nebst zahllosen, online verfügbaren Quellen auch auf durchgehender persönlicher Prozessbeobachtung seit Febr.2011 Zitat Ende

Durchgehende Prozessbeobachtung seit FEBRUAR 2011, das muss man sich so richtig auf der Zunge zergehen lassen!

„Spät kommt ihr – doch ihr kommt.“

Friedrich v. Schiller

Manchmal gibt es auch im Fall Kachelmann wirklich etwas zu lachen.

Und hat dieser Finanzdienstleister auch noch Leserkommentare freigeschaltet, die abartig sind. Das allerdings ist nicht zum Lachen!

Aber Geld stinkt ja nicht…..und vielleicht hätte der/die VerfasserIN doch die Blogs genau durchlesen sollen, besonders was die von ihm/ihr so bedauernswerten Geliebten betrifft.

Möglicherweise sind das ja potentielle Kundinnen, die ihre Judassilberlinge und / oder Zuwendungen die sie ihm Laufe der Liebschaft mit J.K. verdient haben, gut angelegt haben wollten !

Quelle: http://www.kerner.de/kachelmann—ein-medienprozess-geht-in-die-endrunde_7945.html
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Februar 2011

25.Prozesstag Dienstag, 01. Februar 2011

1.2. Wer Quincy oder das CSI-Team liebt, der weiß, dass Rechtsmediziner und ihre Mitarbeiter oder Angehörigen mitunter gefährlich leben, zumindest in Hollywood. Da sind schon mal riskante Experimente am eigenen Bauch oder Hals nötig, um die mögliche Entstehungsgeschichte rätselhafter Verletzungen nachzuvollziehen. Dass es sich dabei aber mitnichten um reine Fiktion handelt, erfährt die Öffentlichkeit nun durch den Fall Kachelmann. Mit Rainer Mattern erlebte das Mannheimer Gericht am 25. Verhandlungstag erneut einen Gutachter, der im Bemühen, die Hintergründe der angeblichen Vergewaltigung zu erhellen, in die Vollen ging.

Um zu klären, ob die Verletzungen des mutmaßlichen Opfers selbst erzeugt wurden oder tatsächlich von Jörg Kachelmann stammen, musste sogar die 63-Jährige Ehefrau des Heidelberger Rechtsmediziners dran glauben. Er drückte ihr mit ziemlicher Heftigkeit ein Messer an den Hals, um sich dann die Spuren zu betrachten. Auch betupfte er, wie er vor Gericht im Zeugenstand referierte, sein Knie mit Fingerfarbe und drückte es seiner Gattin dann mit einiger Anstrengung zwischen die geschlossenen Schenkel.

Wie er jetzt dem Gericht darstellte, hat Mattern das mutmaßliche Opfer sogar im November, mitten im Prozess also, ein weiteres Mal einbestellt, „weil ich im Zuge des Prozesses das Gefühl hatte, ich muss noch mal nachschauen.“ An diesem 12. November, jener Prozesspause also, in der Kachelmann seinen Anwalt ausgetauscht hat, nahm der Wissenschaftler nicht nur die alten Verletzungsstellen in Augenschein. Er habe die Nebenklägerin sogar „überredet“, ihr das Original-Tatmesser an den Hals halten zu dürfen. Dabei wollte Mattern vor allem sehen, wie die knapp acht Zentimeter lange Klinge mit ihrer leicht abgeflachten Spitze in Relation zu den einstigen Schürfwunden vorn am Hals passte.

Die Zeugin habe dem Experiment zwar zunächst zugestimmt, sei aber „sofort in Tränen ausgebrochen, sie begann zu zittern, ihre Stimmlage kletterte in die Höhe“, so Mattern. Der Mediziner brach die Sache ab und behalf sich mit dem per Computertomographie erstellten Querschnitt eines Halses, den er im Internet gefunden hatte. (Welt.de)

1.2. Weder-noch im Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann: Auch einer der wichtigsten Sachverständigen hat dem Landgericht Mannheim am Dienstag nicht die erhoffte Klarheit gebracht.

Der Rechtsmediziner hatte das mutmaßliche Opfer insgesamt drei Mal untersucht – doch die entscheidende Frage, ob sie sich ihre Verletzungen möglicherweise selbst zugefügt hat, konnte er weder ausschließen noch bestätigen. «Ich kann weder nachweisen, dass der Angeklagte der Nebenklägerin die Verletzungen beigebracht hat, noch kann ich nachweisen, dass sich die Nebenklägerin die Verletzungen selbst beigebracht hat», sagte der Leiter des Rechtsmedizinischen Instituts an der Universität Heidelberg, Professor Rainer Mattern vor dem Landgericht.

Ausführlich setzte sich Mattern auch mit den Einwänden der von Kachelmann benannten Gutachter auseinander – doch am Ende blieb ihm nur ein hilfloses Fazit: «Ich kann nicht beweisen, dass der Angeklagte diese Verletzungen erzeugt hat, halte es aber traumato- mechanisch für möglich.» Das gleiche gelte jedoch für das mutmaßliche Opfer: «Man kann alle diese Dinge, wenn man entschlossen genug ist, sich selbst zufügen.» (antenneBayern)

1.2. Bestimmte Kriterien seien für eine erfolgreiche Selbstverletzung erforderlich: Um blaue Flecken hervorzurufen, wie sie auch beim Knien auf den geschlossenen Oberschenkeln einer anderen Person entstehen, müssten mehrere kräftige Faustschläge mit einer Krafteinwirkung von 500 Kilonewton ausgeführt werden.

Diese Vorgehensweisen hatte der Rechtsmediziner im Versuch mit seiner Ehefrau demonstriert. Mit höchster Krafteinwirkung lagen die blauen Flecken an ähnlichen Stellen, wie die der mutmaßlichen Vergewaltigten.(spreadnews.de)

2.2. Um ihre Aussage zu überprüfen, hielt Professor Rainer Mattern ihr bei einer Untersuchung ein Messer an den Hals. „Mir fiel auf, dass sie sofort in Tränen ausbrach, anfing zu zittern.“ (B.Z.online)

Kachelmann, der selbst Schweizer ist, in Mannheim fortgesetzt werden. Das Landgericht hatte den Termin aber kurzfristig aufgehoben. Die deutschen Juristen dürfen die Frau nicht direkt befragen, sondern nur über einen Schweizer Staatsanwalt.(Welt.de.)

1.2. Mattern sagte, der Vergewaltigungsfall gehöre zu jenen, «mit denen ich mich am meisten befasst habe». (Tagesanzeiger)

1.2. Den Aussagen des Gerichtsmediziners kommt erhebliche Bedeutung in diesem Prozess zu, weil sie neben den DNS-Untersuchungen der angeblichen Tatwaffe die einzigen objektiven Anhaltspunkte für die angebliche Vergewaltigung liefern könnten. Die Analyse der DNS-Spuren an dem Messer hatte Kachelmann eher entlastet. Weder fanden sich am Messergriff eindeutige DNS-Spuren Kachelmanns, noch gab es am Messerrücken DNS-Spuren der Nebenklägerin.(Süddeutsche.de)

1.2. Gutachter bringt keine Klarheit. Es ist eine der zentralen Fragen im Prozess gegen den Wettermoderator Kachelmann: Woher stammten die Verletzungen des mutmaßlichen Opfers? Vom Angeklagten oder von der Frau selbst? Ein Rechtsmediziner sollte diese Frage nun klären – konnte sie aber auch nicht eindeutig beantworten. (FAZnet)

1.2. (..) Funktioniert so die Rechtsmedizin? Die Eherau des Mediziners muss sich ausziehen und mit ihm eine Vergewaltigungsszene nachstellen? Ihr Mann stemmt sich mit seinem bepinselten Knie auf ihre Oberschenke, um festzustellen, wo die größte Druckeinwirkung stattfindet? Ich hoffe, dass von dieser Prozedur im Gericht keine Bidler oder Aufnahmen gezeigt wurden und dass die Matterns Frau mit dieser Prozedur einverstanden war und keinen neuen Prozess eröffnet. (..)

(…)Eine Fotografie MIT (?) seiner Assistentin? Das ist noch nicht mal eine gültige Präposition. Die einzige Deutung, die mir plausibel erscheint, ist dass Mattern ein Foto gezeigt hat, dass den zerkratzten Hals seiner Assistentin gezeigt hat. Bekommt man als Assistentin eines Gerichtsmediziner ein Gehalt, das hich genug ist, das man sich den Hals malträtieren lässt? Hatte Matterns Frau nach der Knie-Prozedur keine Lust mehr, sich für derartig brachiale forensische Experimente herzugeben, so dass dieser sich eine Assistentin suchen musste? „Gerichtsmediziner sucht Assistentin zum Nachstellen von Verbrechen, die gerne Schals trägt.“(..) (http://www.blog.jonasivomeyer.de/2011/02/neues-vom-kachelmann-prozess-die.html)

1.2. Ein Gutachten belastet ihn. Der wegen Vergewaltigung angeklagte Wettermoderator Jörg Kachelmann wird durch das Sachverständigengutachten des vom Gericht bestellten Rechtsmediziners belastet. Der kommissarische Leiter der Rechtsmedizin an der Universitätsklinik Heidelberg, Rainer Mattern, sagte am Dienstag vor dem Landgericht Mannheim, die Verletzungen des angeblichen Vergewaltigungsopfers könnten von dem aufgefundenen Messer stammen. „Ich kann nicht beweisen, dass der Angeklagte die Verletzungen beigebracht hat, aber ich halte es traumatomechanisch für möglich“, sagte der Professor am 25. Prozesstag. (Bunte)

1.2. Vom Mangel an eindeutigen Erkenntnissen – Mattern legt dem Gericht zahlreiche Fotografien vor, die er in zeitlichen Abständen gemacht hatte. Ansonsten ist er vorsichtig. Und geschickt. Er muss seine Worte hüten, denn sonst interveniert Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn. Zum Beispiel, als Mattern davon spricht, dass das mutmaßliche Opfer, als es am 9. Februar 2010 zu ihm in die Heidelberger Uniklinik gebracht wurde, „sehr betroffen“ und dem Weinen nahe gewesen sei. Das könne ein Sachverständiger für Rechtsmedizin nicht beurteilen, fällt Schwenn dem Gutachter ins Wort. Mattern sei schließlich nicht Psychiater.

Das Parkett war also glatt, auf dem sich Mattern bewegte. Vor Prozessbeginn war seine Argumentation noch geeignet, der Anklage zumindest nicht zu widersprechen, und davon geprägt, sich von den Feststellungen seines von der Verteidigung beauftragten Münsteraner Kollegen Bernd Brinkmann abzugrenzen. Doch nun wählte er den gefahrlos anmutenden Weg der Nicht-Festlegung.

Alles sei möglich, nichts zwingend beweisbar, so Mattern. Sein Kollege Brinkmann mache es sich zu einfach, berücksichtige dies und das nicht. Es hänge von so vielen Umständen ab. Vieles sei einfach eine Sache der Interpretation. Und er, Mattern, könne sich eben nicht festlegen.

„Es kann eine Faust gewesen sein“, doziert er, die die acht mal zehn Zentimeter großen Hämatome an den Schenkel-Innenseiten der Nebenklägerin verursacht habe. „Aber man muss dann schon gewaltig zuschlagen!“ Die Sache sei hochkomplex und „nicht einer Ursache zwingend zuzuordnen“. (Spiegel online)

 1.2. Dr. Mattern untersuchte das angebliche Opfer erneut am 12.11. und nochmals 14.12.
Er war selbst überrascht dass die Kratzer noch leichte Rückstände, also eine diskrete Narbenbildung erkennen ließen. Er habe nie damit gerechnet dass solch oberflächliche Verletzungen Narben verursachen würden.
(Anmerkung:schon komisch finde ich auch, hat man da nachgeholfen nur um die Wundheilung zu beobachten, nur eine Frage von mir Hinweis dieser Bericht wurde exklusiv geschrieben für facebook – unrecht im namen des gesetzes und für wkw Free Kachelmann SWR 3 Wettermann. Sollte er irgendwo anders stehen wurde er widerrechtlich kopiert)

Was wirklich wichtig war. Es hat Professor Matern schilderte dass er sehr verwundert war dass CSDinkel keine Hämatome an den Armen hatte. Da haben nämlich üblicherweise Opfer Hämatome die durch die Abwehrbewegungen entstehen.

Klassische Anzeigen für eine Selbstbeibringung sei dass in solchen Fällen die Verletzungen an nicht sichtbaren Stellen sind, meist nicht groß wehtun und dass die Brust dabei ausgelassen wird. Er gab an dass man sich alle Verletzungen von CSD auch selbst zufügen kann.
Er könne weder das eine noch das andere ausschließen. ( Biggi Maier mit Ihrem Bericht zum Prozesstag. Weiterlesen bei: Jörg Kachelmann – Unrecht im Namen des Gesetzes  )

Anmerkung: Wie ausführlicher die Prozessberichte von Prozessbesuchern sind, wird gerade hier wieder klar. Die Journalisten lassen vieles weg, besonders wenn es nicht zum Dogma ihres Verlages passt.

27.Prozesstag Donnerstag, 03. Februar 2011

3.2. Ein weiterer Tag im Verfahren um die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den Schweizer Wettermoderator Jörg Kachelmann verlief nicht ohne Aufregungen. Bericht eines Prozessbeobachters.

Der Verhandlungstag begann mit der Diskussion von zu einem Band zusammengestellter Fotos, die die Verletzungen des mutmaßlichen Opfers dokumentieren sollen. Anschließend folgte zum wiederholten Male ein Antrag der Nebenklage mit dem Ziel, die Öffentlichkeit von der Verhandlung auszuschließen, und zwar für einen Teil jener berüchtigten 12 Fragen[1], die nach Ansicht der Anwälte des möglichen Opfers dessen Intimsphäre verletzen würden. Das Gericht war hierbei bereit, dem Antrag Folge zu leisten, was jedoch Kachelmann-Verteidiger Johann Schwenn so nicht hinzunehmen wollte. In der Folge entspann sich ein ausgedehntes, überwiegend nichtöffentliches Hin und Her zwischen den Parteien, das den größten Teil des Verhandlungstages in Anspruch nehmen sollte.

Dabei kam es zu einem kleinen Eklat indem aus den Reihen des interessierten Publikums deutliche Unmutsäußerungen hörbar wurden. Hier entlud sich vor allem der Frust der kleinen, mittlerweile überschaubar gewordenen Schar wiederkehrender privater Prozessbesucher über das ständige Ausgeschlossenwerden vom Geschehen. Unter dem mittlerweile als Verteidiger entlassenen Anwalt Birkenstock erfuhr diese Praxis bekanntlich ihren Höhepunkt. Sein Nachfolger Schwenn vertritt jedoch im Gegensatz zu diesem die Strategie größtmöglicher Öffentlichkeitseinbindung. Und dies mit Nachdruck. Dennoch musste auch er sich hier oft geschlagen geben. Dabei tun viele Verhandlungspausen ihr übriges um die eigentliche Verhandlungszeit drastisch zu reduzieren.

Am Beginn des folgenden Verhandlungsabschnittes gab es von Seiten des Vorsitzenden Richters Michael Seidling eine deutliche Ermahnung in Richtung Publikum, wobei auch die Verhängung von Ordnungsgeldern angedroht wurde. Selbst Verteidiger Schwenn bezeichnete die Reaktion des Publikums als kontraproduktiv.

Auch in der erzwungenen Verhandlungspause kam es an diesem Tag zu kleinen Eklats im eigentlich harmonisch wirkenden Mikrokosmos von privat und beruflich interessierten Prozessbeobachtern. Zu letzteren gehören die beiden bekannten Gerichtsberichterstatterinnen Sabine Rückert und Gisela Friedrichsen ebenso wie die für die Bildzeitung anwesende Feministin Alice Schwarzer. Dabei konfrontierte eine durchaus renommierte freie Journalistin einen Zuschauer aus dem Blogger-Umfeld mit dem Vorwurf, er habe sie als „Schmierenjournalistin“ bezeichnet. Die Sache konnte jedoch ohne großen Streit beigelegt werden. Das enge Beieinandersein lässt eine Eskalation der Grabenkämpfe nicht zu.

Bei der anschließend wieder für die Öffentlichkeit freigegebenen Verhandlung brachte die mögliche Verwicklung von Frau Schwarzer in die Vorgänge um einen sehr fragwürdigen Anruf[2] vom Oberlandesgericht Karlsruhe nun eine interessante Wendung in das Geschehen. Verteidiger Schwenn beantragte nämlich Frau Schwarzer als Zeugin zu vernehmen, jedoch war dies erst für einen späteren Zeitpunkt eingeplant. Dies hatte aber zur Folge, dass sie ab sofort von der Verhandlung ausgeschlossen wurde. Offenbar war das auch für Schwarzer verblüffend. Ihre verdutzte Frage „Darf ich nun gar nicht mehr reinkommen?“ wirkte hier sehr bezeichnend. Verpasst hat sie jedoch vorläufig nichts – kurz nach ihrer Hinauskomplimentierung wurde der Sitzungstag für beendet erklärt.( http://de.wikinews.org/wiki/Kachelmann-Prozess_am_3._Februar_von_Unruhe_gepr%C3%A4gt)

3.2. Publikum in Kachelmann-Prozess beginnt zu pöbeln – Aber auch Journalisten geraten zunehmend ins Visier des Stamm-Publikums. Die Betreiber mehrerer Blogs gehören zu den ständigen Besuchern des Kachelmann-Prozesses in Mannheim. Sie sind von der Unschuld Kachelmanns mehr als überzeugt. Anwalt Schwenn erntete schon mehrfach Applaus, wenn er den Gerichtssaal verließ. Die Staatsanwaltschaft, insbesondere Lars-Torben Oltrogge, ist dagegen ihr Buhmann.

„Schämen Sie sich“ – Als nun am Donnerstag ein Journalist die Verhandlungspause nutzte, um Fragen an Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge in Bezug auf den Therapeuten zu stellen, erregte das den Volkszorn. Eigentlich sind Fragen an den Staatsanwalt üblich. Auch Verteidiger Schwenn werden von den anwesenden Journalisten regelmäßig Fragen gestellt.

An diesem Donnerstag ging Schwenn allerdings dazwischen. Er wolle sich zwar nicht in die Arbeit der Journalisten einmischen, sagte der Hamburger Anwalt, tat es dann aber dennoch. Die Frage des Journalisten an den Staatsanwalt sei unsinnig. Man wisse doch im Voraus, wie er die Frage beantworten werde – heftiger Applaus der Blogger. „Schämen Sie sich“, wurde der Medienvertreter – seit dem ersten Tag im Kachelmann-Prozess dabei – angeblafft. Die Szene wiederholte sich, als ein zweiter Journalist dabei „ertappt“ wurde, dass er mit Alice Schwarzer sprach. Welt.de.)

Anmerkung: Die Schilderung des Sachverhaltes ist von der Journalistin völlig falsch und mit Absicht unwahr dargestellt worden. Wir wissen ja, dass die Presse Internet-Blogs und Foren verabscheuen, aber deshalb muss man doch nicht lügen. Dazu: http://ritaevaneeser.wordpress.com/2011/01/28/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-sechsundvierzig/comment-page-2/#comments

Wer gepöbelt hat, das waren Knapp und Schwarzer, und dafür gibt es ausreichend Zeugen!

3.2. Da wir alle annahmen, das werde eine kurze Sache, sind wir sitzen geblieben. Und dann passierte die Szene mit dem Journalisten und A. Schwarzer, die in die Zuschauerreihen rief: „Halten Sie endlich den Mund!“

Eine Dame aus Mannheim sagte laut: „ Das ist wirklich eine gute Reklame für Deutschland, Frau Schwarzer, die Dame – [damit war ich gemeint] – kommt aus der Schweiz!“ Schwarzer dreht sich um, sagt gedehnt: “Ach, SIE kommen aus der Schweiz!“ und verzieht ihren Mund entsprechend… Nun ja, wir kennen Aschwa …

Wir haben sie dann weitgehend ignoriert, denn es geschah viel Interessanteres: Weiterlesen http://ritaevaneeser.wordpress.com/2011/01/28/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-sechsundvierzig/comment-page-2/#comments

3.2. Stellungskrieg in Mannheim – Es kommt nicht von ungefähr, dass sich der Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann seit fünf Monaten hinzieht. Das Verfahren hat sich, insbesondere seit Kachelmann seinen Anwalt gewechselt hat, zu einem knallharten juristischen Stellungskrieg entwickelt.

Schwenn beharrte nun auf die öffentliche Aufklärung dieser Episode durch Seidler. „Es gehört an die Öffentlichkeit, denn es hat mit der Therapie nichts zu tun. Die Frage ist, ob Herr Seidler in der Lage ist, Sachverhalte zutreffend wiederzugeben.“ Und dann fügte er in schärferem Tonfall hinzu: „Die Öffentlichkeit soll erfahren, mit wem man es hier zu tun hat.“

Am Rande der Verhandlung setze sich auch Alice Schwarzer, die für die „Bild“-Zeitung von dem Prozess berichtet, gegen die Behauptungen Schwenns zu Wehr. Sie habe von dem Traumaexperten Seidler lediglich dessen Arbeiten lesen wollen. „Ich habe mit ihm kein einziges Wort über das angebliche Opfer gesprochen.“ Der Kontakt zu Silvia May sei von dem mutmaßlichen Opfer selber ausgegangen. „Sie hat sich bei mir bedankt, für das, was ich in der Fernsehsendung von Anne Will gesagt habe. Ich habe dann den Email-Kontakt mit ihr abgebrochen, weil ich meine Objektivität nicht gefährden will.“

Seidler bestritt dann ebenfalls die Vorwürfe: „Ich habe mit Medienvertretern keinen Kontakt zum Prozessablauf gehabt“, sagte er in öffentlicher Sitzung. Auch sei ihm von der Staatsanwaltschaft nicht gesagt worden, wie ein Gutachten gegen den Angeklagten eingesetzt werden könne. Schwenn gab sich mit diesen Aussagen zufrieden, allerdings beantragte er Alice Schwarzer als Zeugin zu vernehmen. Der Anwalt erhofft sich dadurch offenbar Seidler doch der Lüge überführen zu können. Der Richter verwies Schwarzer sofort des Gerichtssaals, da sie als Zeugin in Betracht komme. Verwundert stand Schwarzer auf und sagte: „Das nimmt ja Formen an.“ Scharf antwortete Schwenn: „Das sind keine Formen, sondern die Strafprozessordnung.“ (Stern.de)

4.2. Der Kachelmann-Prozess: Proll-Verteidigung macht ihn noch verdächtiger ! Zunehmend verstärkt Kachelmann mit den durchsichtigen Proll-Angriffen seiner Anwälte vor Gericht, den Eindruck, doch gewaltig etwas zu verbergen zu haben. Warum lässt er sich sonst auf derartige Kinder-Spielchen ein und untergräbt ganz von alleine seine Glaubwürdigkeit ?! …( Yale Gilbert bei http://netplosiv.org/201153406/vermischtes/kriminalitaet/der-kachelmann-prozess-proll-verteidigung-macht-ihn-noch-verdaechtiger)

Anmerkung: Noch verdächtiger?

5.2. Wegen des regen Publikumsinteresses am Kachelmann-Prozess soll dieser nun einen festen Sendeplatz in den Wohnzimmerstuben Deutschlands, Österreichs und der Schweiz bekommen. Nach Auskunft des Programmdirektors des Schweizer Senders „TV-now“, Urs Wengenbichler, soll der Kachelmann-Prozess nahtlos in eine Reality-TV-Show übergehen.

Man hätte bereits Verhandlungen mit dem hessischen Justizministerium aufgenommen, berichtete Wengenbichler im Schweizer Regionalmagazin „Züri-Interna“. Danach soll der Prozess gegen Jörg Kachelmann ohne grosses Aufsehen und im Einvernehmen mit sämtlichen Prozessbeteiligten unter Vermittlung des Justizministeriums eingestellt werden und der TV-Sender wolle eine hohe Abfindung an das mutmassliche Opfer zahlen.

Anschliessend sollen Räume im Mannheimer Gericht angemietet und die derzeit mit dem Prozess befasste Strafkammer für die Dauer der Fernsehshow freigstellt werden. Auch die hohen Zusatzkosten für Richter, Staats- und Rechtsanwälte will der Schweizer Fernsehsender übernehmen.(Von Ralf Möbius, weiterleisen: http://fachanwalt-fuer-it-recht.blogspot.com/2011/02/kachelmann-prozess-soll-tv-format.html)

5.2. Alice Schwarzer, Uralt-Feministin und gescheitertes Seite 1 Girl der Boulevardpresse ist vom zuständigen Richter des Kachelmann-Prozesses aus dem Verhandlunggssaal verwiesen worden.

Schwarzer, die seit Beginn des Prozesses an der Spitze eines „öffentlichen Feldzuges“ gegen Jörg Kachelmann, gemeinsam mit dem mutmaßlichen Opfer und dessen Therapeuten steht und für ein einschlägiges Boulevardblatt über den Prozess berichtete, darf nun nicht mehr den Verhandlungen beiwohnen.(Schweiz Magazin)

8.2. Kachelmanns Anwalt hatte die Vernehmung Schwarzers beantragt, die für die „Bild“-Zeitung über das Verfahren berichtet. Der Anwalt warf ihr einen „öffentlichen Feldzug“ gegen seinen Mandanten vor. Unterdessen können Richter und Staatsanwälte des Landgerichts Mannheim zur Vernehmung einer Frau in die Schweiz fahren, die das Magazin „Focus“ als neue angebliche Belastungszeugin präsentiert hatte.

Schwarzer hatte den Gerichtssaal vergangene Woche nach dem Antrag von Anwalt Johann Schwenn verlassen müssen. Schwenn möchte Schwarzer zu ihren Kontakten mit dem Therapeuten von Kachelmanns Ex-Freundin, Günter Seidler, befragen. Schwarzer bezeichnet den Vorwurf eines „öffentlichen Feldzugs“ als „absurd“. Sie ist für Mittwochnachmittag als Zeugin geladen, wie das Landgericht Mannheim am Dienstag mitteilte.(Focus)

8.2. Schwarzer hatte als «Bild»-Reporterin über den Prozess berichtet. Am 3. Februar beantragte Kachelmanns Verteidigung die Vernehmung Schwarzers als Zeugin. Der Verteidiger wirft der «Emma»-Herausgeberin vor, einen öffentlichen Feldzug gegen den Angeklagten zu führen. Auch habe sie Kontakte zum Therapeuten der Ex-Freundin, Günter Seidler, und mit ihm den Prozess besprochen. (NZZonline)

8.2.„Negativreaktionen“ der Hörer Kein Sunshine für Kachelmann – „Aufgrund diverser Reaktionen aus der Hörerschaft“ verzichtet der Schweizer Sender Radio Sunshine „bis auf weiteres“ auf die Wettermoderation von Jörg Kachelmann. Für Radio Basel dagegen gilt weiter die Unschuldsvermutung. In Mannheim dürfte derweil die Zeugenvernehmung von Frauenrechtlerin Schwarzer für Wirbel sorgen.

28. Prozesstag  Mittwoch, 09. Februar 2011

9.2. Jörg Kachelmann wird nach Beschwerden von Hörern nicht mehr das Wetter beim Schweizer Sender Radio Sunshine präsentieren. Die Rundfunkstation bestätigte entsprechende Medienberichte. Kachelmann hatte am vergangenen Freitag erst zum zweiten Mal das Wetter bei dem Zentralschweizer Sender präsentiert.

Radio Sunshine habe entschieden, „aufgrund diverser Reaktionen aus der Hörerschaft, bis auf weiteres auf Wettermoderationen mit Jörg Kachelmann zu verzichten“, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. Nähere Angaben zu den Reaktionen wurden zunächst nicht gemacht, in Medienberichten wurden „Negativreaktionen“ genannt.

Radio Sunshine habe einen Vertrag mit Kachelmanns Firma Meteomedia über die Wettervorhersagen, hieß es. Diese würden in Zukunft – wie bisher – von verschiedenen Meteorologen der Firma Meteomedia präsentiert, nur nicht von Kachelmann.(ntv.de)

9.2. Hatte der Wetterfrosch drei Hände? – Im Fall Kachelmann steht Aussage gegen Aussage. Da die «Lausemädchen» wenig zur Klärung beitragen konnten, sollten es die Gerichtsmediziner nun richten. Doch sie tun sich schwer am lebenden Objekt, zumal wenn die Aussagen der einzigen Zeugin nebulös sind.

(..) Weder Brinkmann, den die Staatsanwaltschaft offiziell wegen Besorgnis der Befangenheit — tatsächlich wohl eher wegen seiner klaren Schlussfolgerungen — als Gutachter aus dem Prozess entfernen liess, noch der von der Staatsanwaltschaft favorisierte Heidelberger Rechtsmediziner Rainer Mattern konnten dem Gericht bisher auch nur einen stichhaltigen Beweis für die Richtigkeit der Anklage liefern. Dabei hätte ein einziges naturwissenschaftlich fundiertes Indiz mehr Aussagekraft als all das Geplapper verflossener oder aktueller Geliebten des Angeklagten, auf die das Gericht viel Zeit verwandte.

Mattern, durch Brinkmann ebenfalls zu Selbstversuchen animiert, was das Gericht sichtlich beeindruckte, trug also am 25. Verhandlungstag über Stunden seine neugewonnenen Erkenntnisse vor. Vor dem Prozess hatte er die Hämatome und Hautveränderungen noch als mit dem Tatvorwurf durchaus vereinbar bezeichnet. Bemerkenswert war nun nicht sein neues Ergebnis, nämlich ein laues «Kann sein, kann nicht sein», sondern das, worauf er bei seinen Selbstversuchen das Augenmerk gerichtet hatte. (..) ( Giesela Friedrichsen in der Weltwoche 6/2011)

9.2. Rechtsmediziner entlastet Kachelmann. Im Prozess gegen Jörg Kachelmann hat die Vernehmung eines Rechtsmediziners den Fernsehmoderator entlastet. Dabei ging es um Spuren an dem Messer, das Kachelmann laut Anklage seiner ehemaligen Geliebten an den Hals gedrückt haben soll.

Wie der Heidelberger Rechtsmediziner Rainer Mattern am Mittwoch vor dem Landgericht Mannheim erklärte, wären danach deutlichere Spuren von Hautpartikeln an der Klinge zu erwarten gewesen. „Das kann man als Widerspruch darstellen“, sagte Mattern auf Nachfrage der Staatsanwaltschaft. (Westdeutsche Zeitung)

9.2. Gutachter widersprechen mutmasslichem Opfer im Kachelmann-Prozess – Im Prozess gegen Jörg Kachelmann hat die Vernehmung zweier Rechtsmediziner am Mittwoch neue Zweifel an der Tatversion der Ex-Geliebten genährt. Die beiden hatten die Spuren an einem Messer untersucht, mit dem Kachelmann die Frau bedroht haben soll.

Das mutmassliche Opfer beschuldigt Kachelmann, er habe ihr das Messer an den Hals gedrückt und sie vergewaltigt. Der 52-jährige Schweizer bestreitet dies.

Der Heidelberger Rechtsmediziner Rainer Mattern erklärte vor dem Landgericht Mannheim, seiner Einschätzung nach wären deutlichere Spuren von Hautpartikeln an der Klinge zu erwarten gewesen, wenn Kachelmann der Frau das Messer über längere Zeit an den Hals gedrückt hätte.

Keine DNA-Spuren – Ähnlich äusserte sich der von der Verteidigung bestellte Kölner Rechtsmediziner Markus Rothschild. Es sei „ausgesprochen unwahrscheinlich“, dass solch eine Verletzung auf Grundlage der Angaben des mutmasslichen Opfers entstehen könne. Der Täter hätte den knapp einen Millimeter breiten Messerrücken dem Opfer bis zu 20 Mal nebeneinander an den Hals drücken müssen, damit solch ein Verletzungsbild entstehen könne. Rothschild zufolge hätten sich am Messerrücken dann auch DNA-Spuren des Opfers finden müssen. Doch dies sei nicht der Fall gewesen. „Dort ist keine DNA, und das ist nicht nachvollziehbar.“ Er schloss auch aus, dass die Spuren verloren gegangen sein könnten, als die Frau nach der Tat das Messer nochmals anfasste.

Verletzungen selber zugefügt? Dass sich das mutmassliche Opfer die Wunde selbst beigebracht haben könnte, hielten beide Gutachter für ebenso möglich, wie bei Kratzern am Bauch sowie Blutergüssen an den Oberschenkeln der 34-Jährigen. (swiss.info)

9.2. Da ich frühestens um 18:00 Uhr mit meiner Berichterstattung loslegen kann, hier vorab das wichtigste.

Die Befragung von Prof. Dr. Mattern wurde zu Ende geführt. Jedoch unter Vorbehalt. Eventuell muss Dr. Bäßler noch einmal geladen werden und seine Aussagen mit eingearbeitet werden in die anderen Gutachten. Herrn Bäßler war, wie es scheint, bei seiner Befragung entgangen, dass das MM Opfer das Messer noch einmal aufgehoben hat. (Diese Information habe Hr. Bäßler evtl. nicht bekommen, oder er könne sich nicht daran erinnern. Darüber wurde spekuliert). Muss mit Hr. Bäßler erörtert werden.

Nach der Vernehmung war Dr. Rotschild an der Reihe. Auch diese Vernehmung wurde abgeschlossen. Mit einer kleinen Unterbrechung.

Für 14:00 Uhr war Alice Schwarzer geladen. Sie wurde kurz hereingerufen und es wurde ihr mitgeteilt, dass ihre Befragung um ca. 15:15 Uhr stattfindet. Man wolle die Befragung von Prof. Dr. Rothschild an dieser Stelle ungerne unterbrechen.

15:15 Uhr wurde Alice Schwarzer aufgerufen. Diese machte von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht gebrauch. Daraufhin war sie sofort wieder entlassen. Nach Verlassen des Saales hatte StA Oltrogge noch Fragen zur Aussage von Frau Schwarzer. Dies fand RA Schwenn etwas unangebracht, da Frau Schwarzer schliesslich inzwischen nicht mehr da sei. RA Schwenn stellte somit den Antrag Frau Schwarzer ein weiteres Mal ein zu bestellen. Das Gericht hat über diesen Antrag nicht sofort entschieden. Vorerst ist Frau Schwarzer also weiterhin von ihrer Berichterstattung im Saal entbunden. Weiterlesen:

10.2. Prof. Dr. Mattern holt nun etwas weiter aus. Ja er habe sich z.B. gewundert warum die Nebenklägerin nicht von sich aus geschildert habe, wie die Verletzungen am Oberschenkel entstanden sind. Desweiteren habe er im Vergleich zu anderen Vergewaltigungen keine Abwehrverletzungen am Arm gesehen, etc. Die Nebenklägerin habe auch nichts über die Entstehung gesagt und z.B. andere Verletzungen (am Bauch, Oberschenkeln) nicht gezeigt. Zwei Verletzungen habe sie jedoch spontan geschildert. U.a. die Verletzung am Hals und die Nebenklägerin wollte berichten, diese seien ihr mit der Messerschneide zugefügt worden. Prof. Dr. Mattern sei sofort klar gewesen: Das kann nicht sein. Mascheras Prozessbericht: http://ritaevaneeser.wordpress.com/2011/02/09/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-siebenundvierzig/comment-page-1/#comments

11.2. Alice Schwarzer: Männer sind Schweine – Alice Schwarzer legt heute bei ihren Genossen bei BILD für die Leserschaft wieder mächtig auf. Ihrer Frustration sind keine Grenzen (mehr) gesetzt, wenn es um Männer und ihre grenzenlosen,  sexuellen Lüste geht. Und wie schon des öfteren habe ich auch diesmal den Liebespsychologen zu Rate gezogen, der diesmal sein Talent als Dichter unter Beweis stellte und das Verhalten der Probandin in Prosa diagnostizierte. Ich darf  zitieren:

“Die Alice ist oft missgestimmt, weil sie der Kachelmann nicht lieb gewinnt.

Nicht nur dieser Kerl alleine, nein die Männer, alles  Schweine!” (http://verteidiger-aus-berlin.de/alice-schwarzer-manner-sind-schweine/)

11.2. Am Mittwoch musste ich im Kachelmann-Prozess die Pressebank gegen den Zeugenstuhl tauschen. Kachelmann-Verteidiger Schwenn wollte das so.

Er unterstellte mir ein Komplott mit der mutmaßlich vergewaltigten Ex-Freundin von Kachelmann und deren Therapeuten. Was natürlich absurd ist.

Nach drei Minuten war ich wieder raus aus dem Gerichtssaal.

Doch die Zeit, in der ich darauf gewartet hatte, vom Richter gerufen zu werden, war für mich eine der interessantesten Stunden des gesamten bisherigen Prozesses.

Anmerkung: Schwarzers Kuscheltierepamphlet in der Bildzeitung

11.2. “Lehrstunden in Sachen Rechtsmedizin” titelte SpOff, und der Artikel ließ mich mir eine beinah endgültige Meinung zum Thema “Kachelmann” bilden:
“Der von Kachelmanns Anwalt eingesetzte Kölner Rechtsmediziner Markus Rothschild zitierte vor Gericht aus dem “Handbuch für gerichtliche Medizin” einen Zehn-Punkte-Katalog von Merkmalen, wie sie für Selbstverletzungen typisch seien. Verblüffend viele Merkmale trafen anscheinend auf die Nebenklägerin zu…” (http://www.burks.de/burksblog/2011/02/11/kachelmann-final-release-und-tron)

11.2. Der Wind hat gedreht- Nichts bringt den Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann wohl besser auf den Punkt als der 27. Verhandlungstag. Am Mittwoch tagte die 5. Strafkammer des Landgerichts Mannheims auf den Tag genau ein Jahr nach der mutmasslichen Vergewaltigung von Sabine W. durch den Wettermoderator.

In den Salven klickender Fotokameras um Alice Schwarzer wäre fast untergegangen, dass es am Mittwoch im schmucklosen Saal 1 des Gerichtes um einen Vergewaltigungsprozess geht. Einen Vergewaltigungsprozess, der sich langsam, aber sicher wohl seinem Ende nähert und sich immer mehr zu Gunsten von Jörg Kachelmann wendet.

Schwenn grinste nur, als Schwarzer von ihrem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch machte und forderte, dass dies zu Gunsten des Angeklagten und zu Lasten der Glaubwürdigkeit von Therapeut Seidler gewertet werden müsse. Kachelmanns Verteidiger hatte auf diesen Moment gewartet. Die Glaubwürdigkeit des Therapeuten ist eine der letzten Hürden, die der Anwalt seines Mandanten auf dem Weg zum Freispruch beseitigen muss. Kein Wunder, widmeten sich Jörg Kachelmann und sein Verteidiger Johan Schwenn am Mittwoch im Gericht zunächst mehr ihren Tablet-PCs als dem Geschehen, wie ein Reporter der «Stuttgarter Zeitung» beobachtete. Die beiden konnten sich an diesem Tag auch getrost zurücklehnen: Die Staatsanwaltschaft räumte die andere grosse Hürde gleich selbst aus dem Weg. (20min online)

15.2. Am Morgen waren die Mannheimer Richter in die Schweiz gereist. Die Vernehmung findet bei der Staatsanwaltschaft Zürich statt, deren Gebäude von der Polizei bewacht wurde. Nach einem Bericht des Magazins „Focus“ ist die Frau eine neue Belastungszeugin. Sie sei eine Ex-Geliebte Kachelmanns und habe sich geweigert, vor einem deutschen Gericht auszusagen. Die Mannheimer stellten daraufhin ein Rechtshilfeersuchen. Ursprünglich sollte am Dienstag der Prozess gegen Kachelmann, der selbst Schweizer ist, in Mannheim fortgesetzt werden. Das Landgericht hatte den Termin aber kurzfristig aufgehoben.(Pforzheimer Zeitung)

15.2. Der Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann (52) wird immer skurriler. Heute reiste eine ganze Karawane von Richtern und Staatsanwälten aus Mannheim in die Schweiz. Da sagte eine mutmaßliche frühere Geliebte von Kachelmann aus (Bild)

15.2. Staatsanwalt Strassburger habe seine Aufgabe souverän und sachgerecht erfüllt, sagte Landmann. Die Befragung sei in einer «ruhigen Atmosphäre» geführt worden. Diskussionen habe es wegen einiger formeller Punkte gegeben. Gerügt worden sei unter anderem, dass einige Medien Details zur Schweizer Zeugin publik gemacht hätten. Die Befragung begann bereits am Vormittag und zogen sich bis in den späten Nachmittag hinein. Anwesend waren laut Landmann auch der angeklagte Jörg Kachelmann. Das Landgericht Mannheim war mit einer Viererdelegation, die deutsche Staatsanwaltschaft mit einer Zweierdelegation vertreten.(Tagesanzeiger)

16.2. Beim stundenlangen Verhör der Schweizer Zeugin in Zürich wurden offenbar nach SPIEGEL-ONLINE Informationen keine belastenden Momente gegen Jörg Kachelmann gefunden. Das von der Staatsanwaltschaft Mannheim erhoffte Ergebnis blieb somit aus – hatten sie doch gehofft, Beweise für die Schuld des Wettermoderators zu erhalten.

Außer Reise-und Übernachtungskosten reiste man ohne nennenswerten Ergebnisse zurück nach Deutschland. Die mögliche Belastungszeugin war zuvor durch die Auswertung von Kachelmanns Handydaten ermittelt worden.

Die Reise nach Zürich, die Kachelmann, Richter, zwei Staatsanwälte, die Verteidiger Kachelmanns, der Nebenklagevertreter und Ergänzungsrichter unternahmen, um weitere Informationen über Kachelmanns sexuelle Übergriffe zu erhalten blieb damit praktisch erfolglos.Die angebliche Zeugin hatte zuvor deutlich gemacht, dass sie nicht in Deutschland aussagen wolle, was die Mannheimer Justizkarawane in die Schweiz auslöste.

Fragen allerdings durften die Prozessbeteiligten nichts, sondern mussten ihre Fragen schriftlich formulieren und sie dem Schweizer Staatsanwalt vorlegen. Nicht alle Fragen wurden zugelassen, lautete es aus der Schweiz.

Das Ergebnis der Befragung war für die Anklage enttäuschend: Weder sei die Frau aus der Schweiz Freundin, Partnerin noch die Geliebte Kachelmanns gewesen. Bei einem Shooting hätte man sich gut verstanden und sich beim Abschied geküsst.  Dieser Annäherung Kachelmanns, die sie angeblich nicht beabsichtigt hatte, habe sie sich nicht widersetzt, zu weiteren Treffen sei es nicht gekommen.(Spread.news)

15.2. «Es ist am Landsgericht Mannheim zu entscheiden, ob sich die Aussagen für Kachelmann belastend oder entlastend auswirken», sagt der Anwalt der Zeugin, Valentin Landmann, zu 20 Minuten Online. Er wollte sich über den Inhalt der Gespräche vor der Staatsanwaltschaft I von Zürich nicht äussern. Er bestätigte nur, dass sowohl Jörg Kachelmann als auch die Zeugin erwartungsgemäss vor dem leitenden Staatsanwalt erschienen seien. «Es herrschte eine ruhige Atmosphäre und ging sehr gesittet zu und her», so Landmann über die Anhörung. «Meine Mandantin hat ruhig und sachlich geantwortet.» (20 min online)

16.2. Wettermoderator Jörg Kachelmann (52), der von einer Schwetzinger Ex-Geliebten (38) der Vergewaltigung bezichtigt wird, ist auch dabei.Er möge doch bitte eine dunkle Sonnenbrille tragen, soll die zu befragende Zeugin verlangt haben, denn Kachelmann verfüge über den „bösen Blick“.Die Frau ist ein Phantom. Keiner weiß, wie sie ins Verfahren kam, angeblich rekonstruierten Ermittler gelöschte Daten aus Kachelmanns Handy. Auch sie soll mal ein Verhältnis mit dem Wettermann gehabt haben, eine bekannte Fotografin sein, gern auch auf dem roten Teppich.Bei der Zeugenaussage trägt sie locker Jeans und dunklen Blazer, die braunen Haare kinnlang. Ihre Befragung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, wie fast der gesamte Kachelmann-Prozess.Sie wird als schüchtern und zart beschrieben, soll Kachelmann bei einem Fotoshooting kennengelernt und ab Oktober 2009 eine Affäre mit ihm gehabt haben. Angeblich will sie schon Wochen vor der Schwetzinger Radiomoderatorin beim Sex mit Kachelmann schockiert gewesen sein, es heißt, der nette Wettermann sei plötzlich brutal geworden.(B.Z. News aus Berlin)

17.2. Fall Kachelmann: Hollywood und Zürich liegen weit auseinander! Nach allem, was man bisher so weiss, dürfte die Telefonnumer der Zeugin der Staatsanwaltschaft durch die Entschlüsselung der Mobiltelefone des Angeklagten in die Hände gefallen sein. Man hat dann die Nummer angerufen und ist dabei auf die schweizer Fotografin gestossen; über das Telefonat hat die Staatsanwaltschaft einen Aktenvermerk erstellt, und der muss irgendwie (und wohl zeitlich vor einer erneuten Akteneinsicht der Verteidigung und der Nebenklage) an die Presse, und zwar an den „Focus“, gelangt sein – die Zeitung, die sich ja auch schon vorher sehr intimer Kenntnisse der Ermittlungsakten berühmte.

In dieser Zeitschrift ist dies dann unter Bezugnahme auf die staatsanwaltlichen Ermittlungen umfänglich zu Lasten des Angeklagten dargestellt worden, und bei der Lektüre der dortigen Zeitungsartikel konnte man schon den Eindruck gewinnen, der jungen Frau sei Ähnliches passiert wie es auch die Anzeigeerstatterin im Prozess behauptet.( http://de.paperblog.com/fall-kachelmann-hollywood-und-zurich-liegen-weit-auseinander-105283/)

17.2. Ausser Spesen nichts gewesen: Außer Spesen nichts gewesen: Für Tausende Euro reiste der Tross im Kachelmann-Prozess in die Schweiz, um dort eine Zeugin zu vernehmen. Doch Belastendes kam bei dem stundenlangen Verhör nach „Spiegel-Online“-Informationen nicht heraus. Der Ausflug des Mannheimer Gerichts nach Zürich hat im Vergewaltigungsfall Kachelmann offenbar nicht das von der Staatsanwaltschaft erhoffte Ergebnis gebracht. Anlass der Reise, bei der pro Teilnehmer 300 Euro Übernachtungskosten entstanden sein sollen, war die Vernehmung der Schweizer Fotografin Linda T., die den Wettermoderator bei einem Fotoshooting am 17. Januar 2010 kennengelernt hatte. Die Mannheimer Staatsanwaltschaft war auf T.s Telefonnummer gestoßen, als sie nach der Festnahme Kachelmanns seine Handys auswerten ließ. (http://nachrichten.t-online.de/kachelmann-prozess-ein-teurer-ausflug-in-die-schweiz/id_44447466/index)

29.Prozessstag 23.Februar 2011

23.2. Schwenn sagte vor dem Mannheimer Landgericht, die Verteidigung müsse annehmen, dass die Frau eine Art Koordinatorenrolle gegenüber den anderen ehemaligen Geliebten Kachelmanns übernommen habe. Das dürfte Burda viel wert gewesen sein. Schwenn hatte schon einmal erfolglos beantragt, die Redaktion bei den Burda-Zeitschriften «Focus» und «Bunte» zu durchsuchen. Er wirft den Blättern vor, sie würden versuchen, das Verfahren zum Nachteil Kachelmanns zu beeinflussen.(Westdeutsche Zeitung)

23.2. Beweisantrag zu Aussageverweigerung Schwarzers. Hintergrund der Auseinandersetzung ist, dass der Traumatologe die Angaben des möglichen Vergewaltigungsopfers trotz Erinnerungslücken für absolut glaubhaft hält. Die Gedächtnislücken seien mit ihrer Todesangst zu erklären. Schwenn warf dem Traumatologie-Professor bereits früher «scharlateneskes» Gebaren vor.

Im dritten Beweisantrag will Schwenn die Aussageverweigerung der Journalistin Alice Schwarzer am 9. Februar 2011 zugunsten Kachelmanns gewertet haben. Schwenn wollte Schwarzer zu ihren Kontakten zum Therapeuten Seidler befragen. Seidler war als sachverständiger Zeuge mehrmals vernommen worden und gab an, nicht mit Alice Schwarzer über den Prozess gesprochen zu haben. Aufgrund ihrer Berichterstattung in der «Bild»-Zeitung sah Schwenn jedoch Anhaltspunkte für Gespräche zwischen der Feministin und Seidler. (Der Bund)

23.2. Im Prozess gegen Fernsehmoderator Jörg Kachelmann sollen heute (Mittwoch/09.00) die Videoaufzeichnungen von der Vernehmung einer Zeugin in der Schweiz begutachtet werden. Die angebliche Ex-Freundin des 52-Jährigen hatte sich geweigert, vor einem deutschen Gericht auszusagen. Richter und Staatsanwälte des Mannheimer Landgerichts sowie Kachelmanns Anwälte waren daher vergangene Woche nach Zürich gefahren, um die Frau dort zu befragen. Die nicht öffentliche Vernehmung hatte mehrere Stunden gedauert. (Bild)

23.2. Streit um Aussage von Schweizer Zeugin .Kachelmann sei bei einem Treffen «kurzzeitig wie verwandelt gewesen» und sie habe «Angst wie noch nie in ihrem Leben» empfunden. Diese angeblich belastende Aussage soll die Schweizerin während eines Telefonats mit der Staatsanwaltschaft gemacht haben, wie diese angibt.

Der Verteidiger von Kachelmann, Johann Schwenn, bezweifelt nun die Richtigkeit dieser Wiedergabe. Die angebliche Ex-Geliebte habe das nie gesagt. Die Staatsanwaltschaft wiederum besteht darauf, dass die Verteidigung die Äusserung falsch darstelle. Dabei verwies sie auf ein nichtöffentliches Protokoll.

Über das Ergebnis der nichtöffentlichen Vernehmung von vergangener Woche ist noch nichts bekannt. Nun will Schwenn den Staatsanwalt Oskar Gattner in den Zeugenstand rufen. Das Gericht hat noch nicht über diesen Antrag entschieden. (SF Schweizer Fernsehen)

23.2. Kachelmann-Prozess: Öffentlichkeit wieder ausgeschlossen? – Im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann ist am (morgigen) Mittwoch erneut mit dem Ausschluss der Öffentlichkeit zu rechnen. Das teilte die Pressestelle des Landgerichts Mannheim am Dienstag mit.

Die 5. Große Strafkammer war vergangene Woche zur Vernehmung einer Zeugin in die Schweiz gereist. Das bei der Vernehmung aufgezeichnete Video soll am Mittwoch im Gerichtssaal vorgeführt werden.

Da bisher alle ehemaligen Geliebten von Kachelmann unter Ausschluss der Zuschauer aussagten, könnte auch die Videovorführung hinter verschlossenen Türen stattfinden.(net tribune)

23.2. Ich möchte – trotz der Gefahr der Voreiligkeit und deshalb auch mit aller Vorsicht – ein vorläufiges Zwischenfazit zu diesem Prozess ziehen. Ebenso wenig wie alle anderen (außer zwei Personen) weiß ich, was in der betreffenden Nacht in der Wohnung der Anzeigeerstatterin vorgefallen ist. Aber nach Beobachtung der öffentlich zugänglichen Informationen über den Prozess ergibt sich für mich: In der Hauptverhandlung hat sich kein überzeugender Nachweis dafür ergeben, dass die angezeigte Vergewaltigung stattgefunden hat: Weder Sachbeweise (Messer, Spuren am Körper der Zeugin) noch die Aussage der Anzeigeerstatterin bieten offenbar hinreichende objektive Anhaltspunkte, die einer kritischen Prüfung standgehalten hätten. Zwar kann eine  Vergewaltigung „nicht ausgeschlossen“ werden, aber wenn dies für eine Verurteilung genügen sollte, dann müssten dazu allg. gültige Maßstäbe der Beweiswürdigung außer Kraft gesetzt werden. Jedenfalls sind die Leumundszeuginnen, mit deren Vernehmung ein Großteil der Hauptverhandlung bestritten wurde, völlig ungeeignet, um den konkreten Tatvorwurf zu belegen.

Vieles spricht deshalb dafür, dass Kachelmann nach der bisherigen Beweislage (also wenn nicht noch überraschend ein ganz neuer Beweis auftauchen sollte)  freizusprechen ist. Nun wird von einigen meiner Gesprächspartner (auch aus der juristischen Zunft) geargwöhnt, das Gericht könne, nachdem es sich schon relativ weit aus dem Fenster gelehnt habe  und auch wegen  seiner teilweise gezeigten Übereinstimmung mit der Staatsanwaltschaft gar nicht mehr freisprechen.
Doch, das Gericht kann dies tun! Es kann gerade nach dieser Hauptverhandlung auch gegenüber der Nebenklägerin gut argumentieren: Man hat nun wirklich alle Möglichkeiten einer Aufklärung erschöpfend wahrgenommen, man hat alles getan, um ihrer schweren Anschuldigung gegen Kachelmann auf den Grund zu gehen, man hat ihr  zunächst trotz ihrer gelegentlichen Unwahrheiten im Kern Glauben geschenkt und Kachelmann sogar inhaftiert,  aber letztendlich gilt: Die rechtsstaatlichen Grundlagen des Strafrechts, nämlich dass ein Vorwurf zur Überzeugung des Gerichts mit den erreichbaren Beweismitteln bewiesen sein muss und der Grundsatz  „in dubio pro reo“, diese Grundlagen des Strafrechts kann auch das LG Mannheim nicht verlassen. (http://blog.beck.de/2011/02/23/kachelmann-hauptverhandlung-ein-voreiliges-fazit)

24.2. Unter dem Stichwort Medienprozess sind wohl auch die umfänglichen Befragungen der diversen Ex-Geliebten des Herrn Kachelmann zu sehen (sozusagen die Prinzessinnen, die den Wetterfrosch geküsst haben und dann doch bitter enttäuscht wurden). Für die Wahrheits- nein, sagen wir lieber, die Urteilsfindung dürften sie eigentlich nicht mehr als Nebengeräusche sein – aber trotzdem oder gerade deswegen wurden ihre Zeugenaussagen dank diverser Medien mit dicken Brieftaschen umfänglich dokumentiert. Dies geschah dann zwar nicht im Rahmen von öffentlichen Verhandlungen (jedenfalls nicht für uns, die „geneigte Öffentlichkeit“, wie Richter gerne formulieren), aber doch wenigstens im Mediengestrüpp – eigentlich im gewissen Sinne nachvollziehbar, denn, wenn wir schon auf dem Weg in eine Mediendemokratie sind, dann können wir doch auch die Medienjustiz einführen, in der die Zeitungen die Prozesse bestimmen – und in denen die Zeuginnen unbedrängt von lästig-investigativ-bohrenden Fragen der Nebendarsteller des eigentlichen Prozesses (in der Fachsprache „Verteidiger“ genannt) die wirklich wichtigen Fragen beantworten können, praktischerweise untereinander gleich abgestimmt, um dem Gericht die Entscheidungsfindung zu erleichtern: Zeugenaussage 2.0 sozusagen. (http://stscherer.wordpress.com/2011/02/24/fall-kachelmann-ein-kuss-in-ehren-oder-warum-es-darauf-gar-nicht-ankommt/)

24.2. Profi-Partner für regionales Wetter
Für Radio Primavera ist eine zuverlässige regionale Wettervorhersage immens wichtig. Unsere Hörer erwarten exakte Wetterinformationen aus ihrer Region – der Wetterservice ist neben dem Verkehrsservice einer der wichtigsten Gründe für den Erfolg regionaler Radioanbieter. Mit Meteomedia hat das Funkhaus jetzt dafür einen neuen sehr professionellen Partner gefunden. Immerhin hat das Unternehmen über Jahre die ARD als Wetterpartner unterstützt. Stellungnahme zum Prozess – Natürlich wissen wir um den Prozess in Mannheim, indem sich Kachelmann zurzeit verteidigen muss. Nach unserem Rechtsverständnis muss aber auch für ihn die Unschuldsvermutung gelten – zumindest bis ein Urteil gefallen ist. Kachelmann lebt momentan auf freiem Fuß und kann deshalb auch während der Zeit des Prozesses Wetterinformationen liefern. Das tut er übrigens auch für Radio Basel in der Schweiz.(Priavera24)

24.2. Im zweiten Beweisantrag soll der Anwalt des möglichen Vergewaltigungsopfers, Thomas Franz, als Zeuge befragt werden. Dabei geht es um ein umstrittenes Telefongespräch zwischen Franz und dem Therapeuten des möglichen Opfers, Günter Seidler. Seidler beschreibt den Inhalt des Gesprächs anders als der Anwalt. Schwenn will Franz nun zum Beweis der Tatsache als Zeuge hören, dass der Therapeut und Traumatologie-Professor Fakten und Fantasie nicht trennen könne. Hintergrund der Auseinandersetzung ist, dass der Traumatologe die Angaben des möglichen Vergewaltigungsopfers trotz Erinnerungslücken für absolut glaubhaft hält. Die Gedächtnislücken seien mit ihrer Todesangst zu erklären. Schwenn warf dem Traumatologie-Professor bereits früher „scharlateneskes“ Gebaren vor.

Im dritten Beweisantrag will Schwenn die Aussageverweigerung der Journalistin Alice Schwarzer am 9. Februar 2011 zugunsten Kachelmanns gewertet haben. Schwenn wollte Schwarzer zu ihren Kontakten zum Therapeuten Seidler befragen. Seidler war als sachverständiger Zeuge mehrmals vernommen worden und gab an, nicht mit Alice Schwarzer über den Prozess gesprochen zu haben. Aufgrund ihrer Berichterstattung in der „Bild“-Zeitung sah Schwenn jedoch Anhaltspunkte für Gespräche zwischen der Feministin und Seidler.(RPonline)

24.2. Das Funkhaus Aschaffenburg, der Veranstalter von Radio Primavera, hat mit Kachelmanns Firma Meteomedia einen Vertrag über zwölf Monate geschlossen, teilte der Sender mit und zitierte Kachelmann mit den Worten: „Ich sehe meine Zukunft im Radio. Wir werden den Hörern von Radio Primavera professionelle Wetterprognosen exakt für ihre Region liefern.“ (B.Z.online)

30. Prozesstag 25.Februar 2011

25.2. Im Vergewaltigungsprozess behauptet Kachelmanns Anwalt, die Schweizer Zeugin habe den Moderator nie belastet. Jetzt will er den Staatsanwalt als Zeugen vernehmen. Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn bezweifelte, dass die Staatsanwaltschaft Angaben der angeblichen Ex-Geliebten korrekt wiedergegeben habe. Die Schweizerin soll Kachelmann bei einem Telefonat mit der Staatsanwaltschaft angeblich belastet haben. Schwenn beantragte, Staatsanwalt Oskar Gattner als Zeugen dazu zu vernehmen.

Laut Schwenn soll die Frau nie gesagt haben, dass Kachelmann bei einem Treffen „kurzzeitig wie verwandelt gewesen“ sei und sie „Angst wie noch nie in ihrem Leben“ empfunden habe. Weil sich die Frau geweigerte hatte, vor einem deutschen Gericht auszusagen, waren Richter des Landgerichts Mannheim, Staatsanwälte und Verteidiger vergangene Woche zu einer nichtöffentlichen Vernehmung in die Schweiz gereist. Über das Ergebnis ist bisher nichts bekannt. (Welt.de)

25.2. Schwenn: „Er (Oberstaatsanwalt Gattner, Anm. d. Red.) hat die Prognose aufgestellt, dass davon auszugehen sei, dass die Zeugin von Oktober 2009 bis kurz vor der angezeigten Vergewaltigung eine Beziehung mit Kachelmann unterhalten habe und dass es am 17. Januar zu einem intimen Zusammensein gekommen sei, in dessen Folge sie wochenlang krank gewesen sei. Der Oberstaatsanwalt hat ihre angeblichen Aussagen in An- und Abführungszeichen gesetzt. Doch die Defizite in der Aussage der Nebenklägerin können nicht durch Aussagen anderer Personen ausgeglichen werden.“

Tatsächlich hatte die Zeugin bei der Vernehmung in Zürich bestritten, dass sie beim Sex mit Kachelmann Angst wie nie zuvor in ihrem Leben gehabt habe.

Die Staatsanwaltschaft betonte, die Frau habe sich anders geäußert als von der Verteidigung dargestellt und verwies auf ein Protokoll, dessen Inhalt nicht öffentlich ist.Doch Schwenn ging noch weiter in die Offensive: „Oberstaatsanwalt Gattner hat gegen das Schweizer Strafgesetzbuch verstoßen, indem er die Schweizer Zeugin unter Umgehung des Rechtshilfeverfahrens angerufen hat.“

Er beabsichtige, Oberstaatsanwalt Gattner zu befragen, ob er mit Personen aus dem Umfeld der Zeitschrift „Focus“ gesprochen habe und über Erkenntnisse aus diesem Verfahren informiert habe. „Ich möchte auch wissen, wann er von dem Fax Kenntnis erlangte, dass die Zeugin T. der Ladung eines deutschen Gerichts nicht Folge leisten werde.“ (Bild)

25.2. Das seitdem Johann Schween im Vergewaltigungs-Prozess die Verteidigung von Jörg Kachelmann (52) übernommen hat, es drunter und drüber, geht ist bekannt. Nun möchte der Jurist den Oberstaatsanwalt Oskar Gattner zu einer Zeugenaussage zwingen, da ihn der Lüge bezichtigt.

„Er (Oberstaatsanwalt Gattner, Anm. d. Red.) hat die Prognose aufgestellt, dass davon auszugehen sei, dass die Zeugin von Oktober 2009 bis kurz vor der angezeigten Vergewaltigung eine Beziehung mit Kachelmann unterhalten habe und dass es am 17. Januar zu einem intimen Zusammensein gekommen sei, in dessen Folge sie wochenlang krank gewesen sei. Der Oberstaatsanwalt hat ihre angeblichen Aussagen in An- und Abführungszeichen gesetzt. Doch die Defizite in der Aussage der Nebenklägerin können nicht durch Aussagen anderer Personen ausgeglichen werden.“

Bei der Vernehmung in Zürich gab die besagte Zeugin an, dass beim Geschlechtsverkehr mit Kachelmann keine Angst gehabt haben soll. Doch der Staatsanwalt ist anderer Meinung, denn laut einem Protokoll, das nicht öffentlich einsehbar ist, habe sich die Zeugin anders geäußert.

Erst vergangene Woche mussten die Richter, Staatsanwälte sowie Verteidiger in die Schweiz reisen, da sich die besagte Frau geweigert hatte vor einem deutschen Gericht auszusagen (http://newsdash.de/4268/oberstaatsanwalt-gattner-soll-aussagen)

25.2. Experten im Trauma-Zoff – Im Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann zoffen sich die Experten. Ein Berliner Psychiater hilft dem Angeklagten und hetzt gegen seinen Wissenschaftler-Kollegen. Es ist ein Krieg der Worte. Die Kontrahenten sind zwei Professoren, beide werden als Experten auf ihrem Gebiet angesehen. Meinungsverschiedenheiten zwischen Wissenschaftlern sind nicht ungewöhnliches. Doch der Traumatologe Günter Seidler und der Psychiater Hans Ludwig Kröber streiten sich nicht auf einer Podiumsdiskussion oder in wissenschaftlichen Abhandlungen. Ihre Arena ist der Saal eins im Landgericht Mannheim, Ort des Vergewaltigungsprozesses gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann.

Verhandlungstag 29. Endlich darf der Berliner Psychiater Kröber sein Gutachten vorlegen, nachdem immer wieder juristische Scharmützel zur Verschiebung seiner Aussage geführt hatten. Der Leiter der forensischen Psychiatrie an der Berliner Charité, ein anerkannter Experte und vielbeschäftigter Routinier im Gerichtssaal, hat sich mit Silvia May (Name von der Redaktion geändert), dem mutmaßlichen Opfer Kachelmanns, beschäftigt. Eine Frage steht im Mittelpunkt des gerichtlichen Gutachtenauftrages: Hat die angebliche Vergewaltigung bei der Frau eine Traumatisierung verursacht, durch welche sie sich nicht mehr an entscheidende Details der behaupteten Tat erinnern kann? Ein Ende des Prozesses ist noch lange nicht in Sicht (Stern.de.)

25.2. Widerspruch des Gutachters verringert Glaubwürdigeit des Opfers – Hierzu wurde Kröber am Nachmittag in einer nicht-öffentlichen Sitzung befragt. Wie später bekannt wurde, widersprach der gerichtlich bestellte Sachverständige offenbar ausdrücklich dem Heidelberger Traumatologen Günther Seidler. Dieser hatte ausgesagt, dass die Erinnerungslücken seiner Patientin, der Frau, die Kachelmann wegen Vergewaltigung angezeigt hatte, mit ihrer Todesangst zusammenhingen.

“Diese These ist ohne wissenschaftliche Grundlage“, sagte der forensische Psychiater.

Vor dem Landgericht Mannheim erklärte Hans-Ludwig Kröber daher: “In der Regel werden traumatische Ereignisse besonders gut erinnert“. Das gelte unter anderem auch für Vergewaltigungsopfer.Dagegen seien völliger Erinnerungsverlust, oder große Gedächtnislücken, wie sie von der Klägerin behauptet werden, nicht nur extrem selten, sondern  würden auch keinen Umkehrschluss – das Opfer habe besonders intensive Angst verspürt – zulassen. Erinnerungslücken seien kein Gradmesser für die Intensität der verspürten Angst. Menschen reagierten insgesamt auf erschütternde Ereignisse sehr unterschiedlich. Nur rund 30 Prozent entwickelten “posttraumatische Symtomatiken“.(spreadnews.de)

25.2. Kachelmann-Prozess voraussichtlich noch bis Mai – Der 21. März ist als geplanter Urteilstermin im Kachelmann-Prozess nicht zu halten. Die Hauptverhandlung am Landgericht Mannheim wird sich voraussichtlich noch bis Mai hinziehen.

Vor der 5. Grossen Strafkammer teilte die Verteidigung am Freitag mit, der angeklagte Wettermoderator Jörg Kachelmann werde im April drei Wochen in Kanada verbringen, um sein Besuchsrecht für seine Kinder wahrzunehmen.

Die Grosse Strafkammer dringt auf eine zügige Terminierung der weiteren Prozesstermine. Sie will das Verfahren vor dem Sommer zu Ende bringen und wies darauf hin, dass es bisher die Verteidigung gewesen sei, die auf eine zügige Verhandlung gedrungen habe.(St.Galler Tagblatt)

26.2. Zwei blaue Flecke und ein Nullbefund – Als Bernd Brinkmann schließlich zum Prozessauftakt als von der Verteidigung geladener Sachverständiger in Mannheim erscheint, wird er behandelt wie ein Feind. Er ist der einzige unter den vielen Gutachtern, der vom Sicherheitspersonal vor aller Augen ausführlich durchsucht wird, als vermute man in seinen Hosentaschen Waffen oder Sprengstoff. Als er sich zu den anderen Sachverständigen setzt, wird der 71-jährige Professor vom jungen Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge grob aufgefordert, seinen Platz auf der Gutachterbank zu räumen. Auf seine Rückfrage, wo er denn Platz nehmen solle, antwortet Oltrogge sinngemäß, das sei ihm einerlei. Das Publikum wird Zeuge, wie der renommierte Mediziner auf der Suche nach einer Sitzgelegenheit durch den Gerichtssaal irrt. Eine aufschlussreiche Szene.

Zuletzt gelingt es den Staatsanwälten, den unliebsamen Sachverständigen aus dem Prozess zu entfernen – durch einen Befangenheitsantrag, dem das Landgericht Mannheim nachkommt. Grund: Bernd Brinkmann hielt ein Hämatom, das Simone D. ein volles Jahr vor der angeblichen Vergewaltigung an ihrem eigenen Oberschenkel fotografiert hatte, für die Folge eines Probierschlags, mit dem sie schon frühzeitig »ihre Fähigkeit zur Ausbildung großer Hämatome« getestet habe.

Der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel wird noch deutlicher. Er gilt als Spezialist für Selbstverletzungen, er hat ein Lehrbuch über das Thema geschrieben und – ebenso wie sein Kollege Bernd Brinkmann – schon etliche angebliche Opfer als Falschbezichtiger entlarvt. Weder die Halswunde noch die Ritzer auf der Haut könnten entstanden sein wie von der Opferzeugin geschildert, pflichtet Püschel seinem Vorredner bei. Das sei rechtsmedizinisches Lehrbuchwissen. Auch Knie kommen für Püschel als Verursacher der Beinhämatome nicht in Betracht, diese müssten vielmehr mit Fäusten oder einem irgendwie abgerundeten Gegenstand hergestellt worden sein. In der Gesamtschau aller Verletzungen, konstatiert Püschel, sei eine Selbstbeibringung wesentlich naheliegender als eine Gewalteinwirkung von fremder Hand. Das Gesamtbild sei völlig atypisch für ein überfallartiges Geschehen. »Es gibt keinen Hinweis darauf, dass es war, wie die Zeugin sagt«, schließt der Gerichtsmediziner seine Ausführungen, »aber sehr viele Hinweise darauf, dass es sich hier um Manipulation handelt.«

Dabei dürfte es kaum einen Wissenschaftler geben, dem das Wohl eines Verbrechensopfers mehr am Herzen läge als dem Professor Püschel (Sabine Rückert – Zwei blaue Flecke und ein Nullbefund http://www.zeit.de/2011/09/WOS-Kachelmann?page=1)

 26.2. Kröber sagt, dass er in seiner beruflichen Praxis bisher nur zweimal einen Ausschluss der Öffentlichkeit erlebt hätte. Das wären Ausnahmefälle gewesen. Bei seinen Gutachten gehe es nicht um intime Details, sondern um die Aussagetüchtigkeit. So auch im konkreten Fall.
Nach der Stellungnahme Kröbers, verlässt ein sichtlich angesäuerter Seidling mit seinem Anhang ohne ein weiteres Wort zu sagen, den Sitzungssaal. (sonst wird wenigstens z.B. gesagt: „Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück“.)
Prof. Kröber bleibt an seinem Platz. Zwischendurch kommt Oltrogge wieder in den Saal und spricht mit Kröber. Auffällig wieder sein häufiges Grinsen. Es hat den Anschein, Kröber soll irgendwie beeinflusst werden. Später kommt auch noch Gattner hinzu. Schwenn unterhält sich währenddessen mit Journalisten.
Um ca. 10:20 Uhr kommt Dr. Bock zu Kröber, Gattner und Oltrogge. Kröber geht zusammen mit den anderen drei aus dem Saal. Um ca. 10:30 Uhr kommt Kröber alleine wieder rein.
Irgendwann sitzen alle wieder auf ihren Plätzen und die Verhandlung geht weiter.
Oh Wunder, Oh Wunder!! Dem Antrag der Verteidigung, die Aussage Kröbers zu splitten wird stattgegeben!
Franz nimmt seinen Antrag zurück, solange es um allgemeine Aussagen geht.
Prof. Kröber versichert, dass er zwischen „allgemein“ und „persönlich“ trennen kann. (Fritz der an diesem Tag in Mannheim war: http://ritaevaneeser.wordpress.com/2011/02/19/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-neunundvierzig/#comments)

26.2. Die Tatsache, daß die STA und das Gericht nicht mal mitbekommen, das Prof Kröber sich auch schon in seinem allgemeinen Teil von dem Blödsinn des Herrn Seidler distanzierte und somit wieder ein Stück Boden für die Anklage verloren ging, haben die meiner Meinung nach nicht wirklich begriffen.
Ich habe das Gefühl, das die vor einem großen Loch stehen und es nicht sehen und mit offenen Augen darauf zulaufen.
Auf jedenfall waren die Ausführungen von Prof Kröber sehr detailliert
und auch leicht verständlich, was dem Gericht sicher auch nicht gefallen hat. die hätten es wohl begrüßt wenn Prof Kröber seine Ausführungen weniger verständlich gemacht. So war die wieder ein Schlag ins Gesicht der STA und dem Gericht.
Die Ausführungen von Prof Kröber dauerten ca 80 Min und danach war erstmal Mittagspause und danach war die Öffentlichkeit wieder ausgeschlossen. (Krümels Prozessbericht  http://ritaevaneeser.wordpress.com/2011/02/19/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-neunundvierzig/#comments

28.2. Die Diskussion führte jedoch zu einem eindeutigen Ergebnis mit Argumenten, die ich bislang nicht in meine eigenen Überlegungen einbezogen hatte: Die wesentlichen Zeugen und Gutachter sind in dem Prozeß schon gehört worden. Vor allem die angeblich Geschädigte und die sie untersuchenden Gutachter. Wenn nicht alles täuscht, werden jetzt noch eine Reihe von Zeuginnen vernommen, die ihre Geschichten ja zum Teil schon an so seriöse Presseorgane wie die “Bunte” verkauft haben. Wenn diese vermeintlich für das Kerngeschehen unwichtigen Zeuginnen und Zeugen noch in einer unüberschaubaren Anzahl von Hauptverhandlungstagen vernommen werden, dann spricht viel dafür, daß das Gericht von der Schuld Kachelmanns überzeugt ist. Denn ansonsten könnte es diese Vernehmungen kurz fassen oder sogar ausfallen lassen. Von Bedeutung sind diese Zeuginnen dann nur noch für die Frage der Strafhöhe und für die kann (wenn man von der Schuld überzeugt ist) wichtig sein, ob er zum Beispiel bei der Beendigung von Beziehungen zu Gewalt neigt.

Ich würde dieses Ergebnis zwar wegen der Zweifelstheorie für falsch halten, aber auch Gerichte sollen ja mal Fehler machen.

Zum Glück gibt es ja noch die Revision. Wenn das Gericht nicht bei der Urteilsverkündung wieder eine Inhaftierung vornehmen wird, kann die Verteidigung in aller Ruhe nach Verfahrensfehlern des Gerichts suchen. Ich wage die Prognose, dass sich da der eine oder andere finden wird. ( http://hoechststrafe.dorkawings.de/2011/02/kachelmannprognosen/)

 28.2. Kachelmann reist nach KanadaDie Kammer will mindestens noch an sechs Tagen verhandeln. Im April wird es voraussichtlich keine Termine geben, da Kachelmann drei Wochen nach Kanada reist, um die Kinder seiner Ex-Frau in Kanada zu besuchen, für die er das Sorgerecht hat. Der Besuch sei notwendig, da er ansonsten sein Besuchsrecht verliere, begründete die Verteidigung die Unterbrechung. Möglicherweise zieht sich das Verfahren sogar bis in den Juni hinein, da Kachelmanns Pflichtverteidigerin Andrea Combé im Mai zahlreiche andere Prozess-Termine hat.(T-online)

 29.2. Gutachter hält Trauma für Unfug – Zu dieser Trauma-Theorie sollte nun der Berliner Psychiater Hans-Ludwig Kröber Stellung nehmen, eine Koryphäe seines Faches und seit drei Jahrzehnten Gutachter in vielen Aufsehen erregenden Prozessen. Der 60-Jährige erklärte Seidlers Antwort und Trauma-Verständnis ziemlich unumwunden für Unfug. Vielmehr sei genau das Gegenteil der Fall: Meist würden traumatische Ereignisse, und vor allem solche, die sich komprimiert in wenigen Stunden abspielten, ganz besonders gut erinnert.

Unzulässig sei grundsätzlich auch, von Symptomen wie einem plötzlich starren Blick ins Leere oder einem unbewussten Griff an den Hals darauf zu schließen, dass tatsächlich eine schlimme Tat stattgefunden habe. Von Erinnerungslücken auf ein lebensbedrohliches Erlebnis zu schließen sei aus wissenschaftlicher Sicht völlig unzulässig, kritisierte Kröber.(Welt.de.)

März 2011

30. Prozesstag Dienstag, 01. März 2011

1.3. Harter Wortwechsel vor Gericht – Zuvor war es am 30. Verhandlungstag im Kachelmann-Prozess zu einem Wortwechsel zwischen Verteidigung und Richterbank gekommen. Nachdem in der vergangenen Woche bekannt geworden war, dass der Prozess bis in den Mai dauern soll, warf Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn dem Gericht vor, «mit Hängen und Würgen etwas Belastendes finden zu wollen». Die 5. Große Strafkammer mache «Termine ad infinitum statt zu prüfen, ob die Beweisaufnahme noch einen Sinn macht».

Der Vorsitzende Richter, Michael Seidling, entgegnete, das Gericht komme Kachelmann entgegen, indem es ihn im April für drei Wochen zu seinen Kindern nach Kanada reisen lasse. Der Prozess soll dann im Mai abgeschlossen werden. Der beisitzende Richter, Joachim Bock, wies Schwenns Vorwürfe als «schlichte Unterstellungen» zurück. Der Verteidiger greife die Strafkammer vor allem in öffentlicher Hauptverhandlung an. Wörtlich sagte Richter Bock zu Schwenn: «Sobald die Zuschauer nicht mehr da sind, können wir uns ganz gut unterhalten. Es wäre schön, wenn wir das auch der öffentlichen Hauptverhandlung fortsetzen könnten.»

Der Wortwechsel endete nach 45 Minuten relativ versöhnlich. Richter Bock stellte fest, dass man sich fast einig sei. Die Vernehmung verschiedener Zeuginnen und Gutachter erforderte noch einige Zeit.(news.de)

1.3. Was wusste das Opfer? – Im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann ist am Dienstag bekannt geworden, dass das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer bereits ein Jahr vor der angeblichen Tat im Internet nach einer möglichen Nebenbuhlerin suchte. (www.webmail.de)

1.3. Im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann ist bekannt geworden, dass das mutmassliche Vergewaltigungsopfer bereits ein Jahr vor der angeblichen Tat im Internet nach einer möglichen Nebenbuhlerin suchte. Das gab ein Polizeibeamter am Dienstag vor dem Landgericht Mannheim an. Der Polizeibeamte hatte den Auftrag, Handy und Laptop der langjährigen Freundin Kachelmanns zu untersuchen. Er sagte am Dienstag aus, dass diese den Namen der anderen Frau schon im Februar 2009 bei Facebook eingegeben hatte.

Keine Hinweise habe es darauf gegeben, dass sich die Frau im Internet über Verletzungsspuren bei Vergewaltigungen informierte. Entsprechende Suchwörter hätten keine Treffer ergeben. Ein Löschprogramm hatte die Ex-Freundin laut Aussage nicht installiert. Es seien auch keine Hinweise auf manuelle Löschungen gefunden worden. Selbst bei manuellen Löschungen würden mit hoher Wahrscheinlichkeit noch Datenfragmente zu finden sein, so der Polizist vor dem Mannheimer Landgericht.

Wie ein weiterer Polizeibeamter aussagte, waren im Handy von Kachelmann keine ausgehenden Daten vorhanden, allerdings zahlreiche Eingänge. Sie füllten beim Ausdruck über 500 Seiten. Bei seinem zweiten Handy sei das Passwort nicht bekannt gewesen. Es konnte deshalb nicht ausgewertet werden.(Tagesanzeiger)

1.3. Schmusekurs im Kachelmann-Prozess – m Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann hat ein IT-Experte Indizien für und gegen den Wettermoderator vorgebracht. Und die Verfahrensbeteiligten hatten ein paar warme Worte füreinander übrig. Es sind Kleinigkeiten, die am Ende über Schuld oder Unschuld von Jörg Kachelmann entscheiden werden. Auf winzige Details müssen die Richter am Landgericht Mannheim achten, wenn sie demnächst ihr Urteil in dem Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator sprechen: Es geht nicht nur darum, ob und von wem sich Hautspuren an einem angeblichen Tatmesser befinden oder nicht. Oder ob Kachelmann nun einen erstaunten Gesichtsausdruck bei seiner Festnahme hatte oder nicht. Das Gericht muss sich auch mit der Frage auseinandersetzen, seit wann die angeblich vergewaltigte Silvia May (Name von der Redaktion geändert) von ihren Nebenbuhlerinnen um die Gunst Kachelmanns wusste und was genau ihr Ex-Geliebter unmittelbar nach der angeklagten Tat am 9. Februar getan hat. Denn beide Umstände könnten Aufschluss über die Wahrheitsliebe der Beteiligten geben.

Um dies herauszufinden, war am 30. Verhandlungstag ein Polizeinformatiker geladen. Stefan Lorch hatte die Laptop Mays und Kachelmanns umfassend untersucht. Ein wichtiges Resultat seiner Recherchen: Silvia May hat bereits ein Jahr vor der angeblichen Vergewaltigung im Internet den Namen einer weiteren Freundin Kachelmanns gesucht. Dies steht im krassen Widerspruch zu dem, was May lange Zeit den Ermittlern erzählt hatte: Sie habe erst durch einen Brief, den sie am 8. Februar 2010 bekommen habe, einen Hinweis auf die Existenz dieser Frau bekommen. May hatte lange auf dieser Version beharrt und erst in weiteren Vernehmungen ihre Lüge eingeräumt. Ein Punkt für Kachelmann.

Der Polizeinformatiker sprach ein weiteres Detail an, welches als Indiz für Kachelmann gelten könnte. Denn Lorchs Recherchen ergaben: Bereits um 2.25 Uhr am 9. Februar 2010 hatte sich Kachelmann an seinen Laptop gesetzt und eine Stunde im Internet verbracht. Gegen 3.30 Uhr soll Kachelmann dann ein Hotel in Frankfurt aufgesucht haben. Bislang war unklar, was Kachelmann nach seinem Abschied von Silvia May in deren Schwetzinger Wohnung gegen 1 Uhr gemacht hat und warum er über zweieinhalb Stunden für die Strecke zwischen Schwetzingen und Frankfurt gebraucht hatte.(Stern.de)

1.3. Dies nimmt RA Schwenn zum Anlass etwas „einzuwerfen“. Er fragt ob er etwas anregen darf. Sinngemäß: ob denn zu den nicht erklärbaren Phänomenen ein Google-Fachmann näheres sagen könne? Ob dieser nicht genauer feststellen könne, ob nicht doch evtl. etwas gelöscht wurde?

Es sei RA schwenn „unheimlich“, dass man sich etwas „vorstellen könne“, es sich aber nicht erklären kann. Er wolle nun auch nicht weiter in Hr. Lorch „eindringen“. Das Ganze erinnere ihn doch sehr an die Befragung und die Ausführungen von Prof. Dr. Mattern. Man solle doch besser einen Auskunftsfähigeren Sachverständigen befragen.

Richter Seidling möchte die Vernehmung weiter führen und will sehen wie diese weiter verläuft.

Es geht nun um die Frage ob Hr. Lorch die Suche von Frau D. nach dem Notruf und der Beratungsseite für Vergewaltigte Frauen ausgedruckt habe? Hr. Lorch sagt: habe er nicht.

In diesem Augenblick ruft ein Journalist: „Mikrofon“!!! Richter Bock wirft ein: Wenn schon solle der Journalist das Wörtchen „bitte“ benutzen. Er sei kein Befehlsempfänger. Leider hatte dieser Einwurf für mich zur Folge, dass ich einen, wie ich glaube, sehr wesentlichen Kommentar akustisch nicht verstehen konnte.

StA Oltrogge möchte die Sache etwas „aufhellen“. Spricht von möglichen Simulierungen des History-Verlaufes, etc. Ich habe das leider auch nicht alles verstanden. Hr. Lorch kann jedoch auch hierzu keine eindeutigen Aussagen machen.

RA Schwenn stellt fest, es seien doch 2010 einige Merkwürdigkeiten aufgetreten durch Google Chrome. Wieder geht es um Inkonsestenz.

RA Schwenn möchte es nun ganz genau wissen und fragt: „Sind sie in der Lage eine bewusste Löschung auszuschliessen?“

Hr. Lorch. Nein. Er möchte ausführen, theoretisch…… RA Schwenn interessiert diese Ausführung nicht besonders!

Fazit: Hr. Lorch kann nicht ausschliessen, das bewusst gelöscht wurde.

RA Schwenn möchte noch wissen aufgrund welcher Tatsachen Hr. Lorch von einer W-Lan Verbindung ausgehe? Das wisse Hr. Lorch nicht genau!

Da Frau D. öfter „Inkognito“ gesurft“ habe, möchte RA Schwenn wissen, welche Auswirkungen das auf die „Cookies“ hat?

Hr. Lorch führt aus, man sei fast anonym, aber Spuren würden sich trotzdem finden lassen.

RA Schwenn holt nun aus. Meines Erachtens falscher Weise. Er versucht Hr. Lorch „festzunageln“. Hr. Lorch habe bei Wikepedia hinsichtlich Google Chrome recherchiert um sich zu informieren. (Mit anderen Worten, er kenne sich selbst nicht mit Google Chrome aus.) Da hat RA Schwenn, muss ich sagen etwas „verdreht“. Denn Hr. Lorch hatte eindeutig gesagt, er habe bei Wikepedia lediglich nach den einzelnen Veröffentlichungen der Versionen recherchiert. Also WANN, WELCHE Version.

RA Schwenn möchte noch wissen, ob der Rechner vom Vater, oder der Rechner bei der Arbeit von Frau D. untersucht wurde? Nein!

RA Schwenn ist der Meinung, man solle doch evtl. einen Vertreter von Google verhören. Falls der Kammer nicht ausreichen sollte was sie heute gehört habe.  Mascheras ausführlicher Bericht vom 30.Prozesstag, der so in der Presse nicht zu finden ist! (http://ritaevaneeser.wordpress.com/2011/02/27/jorg-kachelmann-und-das-chaos-chronik/comment-page-1/#comments)

1.3. Jörg Kachelmann hat in der Nacht nach der angeblichen Vergewaltigung seiner Ex-Geliebten offenbar eine Stunde lang im Internet gesurft.

Das ergab die Vernehmung eines Computerexperten am Dienstag vor dem Landgericht Mannheim. Damit könnte sich die Frage klären, warum Kachelmann nach der angeblichen Tat erst so spät im Hotel ankam. Das galt bis lang als möglicher Widerspruch in der Darstellung des Fernsehmoderators, der seine ehemalige Geliebte vergewaltigt haben soll.

Was tat Kachelmann in der Zwischenzeit? – Kachelmann soll gegen ein Uhr nachts bei seiner Ex-Geliebten im baden-württembergischen Schwetzingen aufgebrochen sein; nach der Aussage von Hotelangestellten checkte er gegen 3:30 Uhr in einem Hotel in Mörfelden in der Nähe des Frankfurter Flughafens ein. Die Strecke lässt sich jedoch in rund 45 Minuten bewältigen. Was also tat Kachelmann in der Zwischenzeit? Dies war bislang eine der offenen Fragen in diesem Prozess, und dieses Zeitloch schien eher gegen Kachelmann zu sprechen.

Ein Computerexperte der Polizei brachte nun ein wenig Licht in das Dunkel der angeblichen Tatnacht: Um 2:25 Uhr habe Kachelmann seinen Laptop gestartet und sich kurz darauf eine Version von Skype aus dem Internet heruntergeladen, ergab die Auswertung des Computers. Anschließend habe Kachelmann bis 3:23 Uhr seinen Computer genutzt. Ob er im Auto an seinem Computer arbeitete oder an einem anderen Ort wurde nicht bekannt.( www.dnews.de)

1.3. Zeitlöcher im Kachelmann-Prozess gestopft – Jörg Kachelmann hat in der Nacht nach der angeblichen Vergewaltigung seiner Ex-Geliebten offenbar eine Stunde lang im Internet gesurft. Das ergab die Vernehmung eines Computerexperten am Dienstag vor dem Landgericht Mannheim.

Damit könnte sich die Frage klären, warum Kachelmann nach der angeblichen Tat erst so spät im Hotel ankam.

(..)Ansonsten ergab die Technikstunde im Landgericht Mannheim viele Details, aber kein klares Bild: So war bereits bekannt, dass das mutmaßliche Opfer schon längere Zeit vor der angeblichen Tat über Kachelmanns Parallelbeziehungen Bescheid wusste – anders, als sie zunächst behauptet hatte. Die Computerauswertung bestätigte nun: Schon ein Jahr vor der mutmaßlichen Tat hatte die Radiomoderatorin den Namen einer der anderen Geliebten gegoogelt.(..) (Focus)

2.3. Kachelmann-Prozess vor Abschluss – Das Gericht vernahm am Dienstag zwei Technik-Experten der Polizei, die unter anderem Daten vom Mobiltelefon Kachelmanns und vom Computer seiner Ex-Geliebten ausgewertet hatten. Der Ausdruck des Chat- und E-Mail-Verkehrs umfasst 1400 Seiten.(Tagblatt)

2.3. Der Prozess rund um den Moderator Jörg Kachelmann zieht sich nun schon über mehrere Monate. Dabei war eigentlich geplant, das Verfahren noch im vergangenen Jahr abzuschließen. Nun könnte aber es aber wirklich bald so weit sein, dass ein Urteil im Jörg Kachelmann Prozess gefällt wird.

Mittlerweile wurden im Jörg Kachelmann Prozess bereits viele Details bekannt, doch ob der für viele sympathische Wettermoderator schuldig ist, konnte bislang nicht festgestellt werden. Immer wieder werden neue Zeugen vernommen, die dem Gericht dabei helfen sollen, herauszufinden, ob Jörg Kachelmann zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigt wird.

Bis heute gab es bereits 30 Verhandlungstage im Jörg Kachelmann Prozess. Und schon morgen soll es so weit sein, dass der nächste Termin im Mannheimer Landgericht ansteht. Schon bald könnte auch ein Urteil anstehen. Aller Wahrscheinlichkeit nach soll das Verfahren im Mai 2011 zu Ende kommen. Natürlich hofft jeder, dass es dann ein klares Urteil gibt, aus welchem ersichtlich ist, ob Jörg Kachelmann seine ehemalige Geliebte tatsächlich vergewaltigt hat.( www.websavvy.de)

31.Prozesstag Donnerstag, 03. März 2011

3.3. Die Verteidigung hält es deshalb nicht für ausgeschlossen, dass sich die 37-jährige Radiomoderatorin «besinnt», wenn man sie mit dem bisherigen Ergebnis der Beweisaufnahme konfrontiere. Das würde auch das Verfahren wesentlich beschleunigen, sagte Schwenn. Zum Anwalt des möglichen Opfers, Rechtsanwalt Thomas Franz, sagte der Verteidiger, es gehöre zu seinen Aufgaben, dass er ihr «bei der Rückkehr zur Wahrheit beisteht». Die Ex-Freundin Kachelmanns solle Gelegenheit erhalten, «von ihrer Aussage abzurücken», sagte der Verteidiger aus Hamburg.

Gleichzeitig warnte er, die Ex-Freundin habe bei einer wissentlichen Falschbezichtigung mit einer Gefängnisstrafe zu rechnen. Der Vorsitzende Richter Michael Seidling kündigte am Donnerstag bereits an, dass das mögliche Opfer noch einmal als Zeugin gehört werde. Tagesanzeiger)

3.3. Die Ex-Geliebte von Wettermoderator Jörg Kachelmann soll noch einmal aussagen. Das Landgericht Mannheim kündigte am Donnerstag an, die 38-Jährige werde noch einmal gehört. Sie hatte Kachelmann wegen Vergewaltigung angezeigt.

Sein Verteidiger Johann Schwenn betonte vor Gericht, er halte daran fest, die Frau ein weiteres Mal befragen zu wollen. Er wolle sie mit den bisherigen Ergebnissen der Beweisaufnahme konfrontieren. «Es zeichnet sich ab, dass sie die Unwahrheit gesagt hat.» Das Gericht könne sich die Diskussion um weitere Verhandlungstermine sparen, wenn die Frau von ihren Beschuldigungen abweiche, sagte Schwenn. Er stützt seine Argumentation vor allem darauf, dass das mutmaßliche Opfer während der Ermittlungen Details der Aussage korrigiert hatte. (www.westline.de)

3.3. Anwalt Schwenn zerrt Petra S. nochmal vor Gericht- Zum Anwalt des möglichen Opfers, Rechtsanwalt Thomas Franz, sagte der Verteidiger, es gehöre zu seinen Aufgaben, dass er ihr «bei der Rückkehr zur Wahrheit beisteht». Gleichzeitig warnte er, die Ex-Freundin habe bei einer wissentlichen Falschbezichtigung mit einer Gefängnisstrafe zu rechnen.

Heute Polizistin erneut vor Gericht – Der Vorsitzende Richter Michael Seidling kündigte heute bereits an, dass das mögliche Opfer noch einmal als Zeugin gehört werde. Am heutigen Prozesstag stand zum wiederholten Mal die Polizistin vor Gericht, die Kachelmanns Ex-Freundin vernahm und den Moderator mit ihrer Aussage schwer belastet hatte. (Blick)

3.3. Der heutige Prozesstag begann mit einer kurzen Verspätung. Wie wir erfuhren beriet das Gericht darüber ob die Aussage der Zeugin Lapzit öffentlich sein sollte.

Da aber die Zeugin um die es in dieser Aussage ging auch schon der Bunte Auskunft erteilt hatte, entschied man sich diese Aussauge in öffentlicher Verhandlung vorzunehmen.

Befragungsrecht hatte nun die Verteidigung. Das Gericht hatte allerdings auch noch einige Fragen an die Zeugin Lapzit.

Hierbei ging es um einen Widerspruch bei der nichtöffentlichen Aussage von Frau C. im Vergleich zu der niedergeschriebenen Vernehmung der Zeugin.

Bei der Aussage auf der Polizeidienststelle gab sie an sie habe habe keinen Sex gewollt aber dieses nicht so direkt gesagt. In der nicht öffentlichen Hauptverhandlung sagte sie sie habe das genau so gesagt. Sie habe schon gezeigt dass sie nicht wollte und der Angeklagte habe dieses ignoriert. Bei der Vernehmung habe Frau Lapzit sie aber durch ständiges Nachfragen wie z.B. „Haben sie wirklich nein gesagt“ zu einer Relativierung der Aussage gedrängt.

Der Bunten gegenüber habe sie auch ausgesagt. „Ich habe nein gesagt“

(Zu diesem Zeitpunkt der Verhandlung fiel mir auf dass Rechtsanwalt Franz noch sehr verächtlich in Richtung Verteidigerbank lacht. Heute liegt die Betonung auf dem Wort NOCH)

Es geht noch einmal um die Zeuginnen die der Bunten ja auch schon Auskünfte erteilt haben.

Rechtsanwalt Schwenn erwähnte dabei auch noch einmal wie er es nannte „die angeblich schöne, angeblich Försterin“ er müsse sie so nennen, da er sie ja nicht selbst gesehen habe. Daher das angeblich davor.

Nun wird Frau Lapzit hereingerufen.

Sie stelle die Aussage der Frau C. so dar, dass sie sich mit JK im Steigenberger Hotel getroffen habe um mit ihm eine Aussprache zu haben. Er wollte aber nur mit ihr schlafen.

Sie hatten Sex obwohl sie „nein“ gesagt habe und sie nur geweint habe während des Sexes.

Frage der Frau Lapzit war dann wohl in der Vernehmung, ob sie sich verbal gewehrt habe.

Sie habe ihm gesagt, nach ihrer Aussage „Ich wollte nur mit dir reden“ Er wollte nur Sex und habe sie dann liegengelassen.

Er habe Essen bestellt obwohl sie lieber mit ihm etwas essen gegangen wäre. Beim Austausch der Zärtlichkeiten sei sie passiv gewesen. Explizit habe sie ihn nicht aufgefordert keinen Sex haben zu wollen.

Im Gericht lautete ihre Aussage dann anders. Dort gab sie an sie habe ihm direkt gesagt, sie wolle keinen Sex. Diese Aussage steht im krassen Widerspruch zu der Aussage bei Frau Lapzit, während sie angab die Wahrheit schon bei der Polizei gesagt zu haben. Bei der Aussage auf dem Revier sei sie 10mal hinterfragt worden ob sie wirklich „nein“ gesagt habe.

9mal habe sie es bestätigt, beim 10.mal sei sie unsicher geworden und habe sich relativiert.

Frau Lapzit bestreitet dies und hat die Zeugin als sehr „taff“ in Erinnerung. Sie habe sehr spontan geantwortet außerdem sei ihr das Protokoll noch einmal zur Unterschrift vorgelegt worden und dass sie da nach dem Durchlesen noch einmal die Niederschrift hätte korrigieren können.

In der Hauptverhandlung gefiel ihr dann aber wohl die Bunteversion besser.
Weiterlesen „Was die Presse verschweigt“ http://www.facebook.com/note.php?note_id=172287986152516

4.3. Gestern 9 Uhr war der 31. Prozesstag angesetzt. Der Ablauf verrät eine Menge über das Verfahren:
Um 9.22 Uhr, mit der üblichen Verspätung und ohne Begründung, betreten die Richter den Saal. Dann wird eine Zeugin zum zweiten Mal vernommen. Die Verteidigung stellt der Polizistin zum Teil Fragen, die sie bereits einmal gestellt hat.
Die Prozessbeteiligten diskutieren lange und kontrovers, ob dies zulässig und sinnvoll ist. Nach einer Stunde wird die Zeugin entlassen. Der Vorsitzende ordnet 20 Minuten Pause an.
Nach 45 Minuten (übliche Verspätung, ohne Begründung) betritt die Kammer den Saal wieder. Wenige Minuten und einige Formalitäten später wird die Verhandlung auf den 21. März vertagt. Es ist 11.30 Uhr. Für viele Verfahrensbeteiligte, die allen Teilen Deutschlands kommen, hat die Anreise länger gedauert als der kurze Prozesstag. Doch niemand regt sich darüber auf. Alles scheint normal zu sein.( http://neu-news.de/content/kachelmann-prozess-eine-posse-31-akten)

 7.3. Ein Liebesnest für Kachelmann – Für die prachtvolle Gestaltung ihrer Wagen ernteten die Fasnachtsgruppen viel Applaus. So etwa der Samariterverein Neuheim oder die Provinzler aus Deinikon, die beide Jörg Kachelmann auf die Schippe nahmen. Dass Kachelmann nicht alleine an den Umzug kommt, war beiden Gruppen klar, und so luden sie kurzerhand einige seiner Frauen ein und montierten auf beiden Wagen ein Liebesnest. Mittendrin winkte natürlich der Gemeindepräsident und Räbevater Andreas I. Hotz seinen fasnächtlichen Fans zu und strahlte mit ihnen um die Wette. ( http://www.zugerzeitung.ch/zentralschweiz/fasnacht/zug/art106,80604)

14.3.Kachelmann wettert gegen Wetter-Konkurrenz – Jörg Kachelmann meldet sich zu Wort. Diesmal wettert er gegen den bekannten Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst WETTER.NET. Als „Gaga-Vorhersagen“ bezeichnet Kachelmann in seinem Twitter-Account die Wetterprognosen seines jüngeren Kollegen.

„Mehr als 70 Tageszeitungen im In- und Ausland beliefert der Wetterdienst WETTER.NET täglich mit aktuellen, punktgenauen und ausführlichen Wetterberichten. In absoluten Zahlen ausgedrückt sind das täglich über 20 Millionen Leser, die mit den Prognosen von WETTER.NET hochzufrieden sind. Zu unseren Zeitungskunden gehören beispielsweise die Passauer Neue Presse, Freie Presse Chemnitz, Frankfurter Rundschau, Kölner Express, Berliner Kurier, Allgemeine Zeitung Mainz, Wiesbadener Kurier, Fuldaer Zeitung, Bild und Bild am Sonntag“ erklärt Wetter-Experte Jung.

Es ist nicht das erste Mal, dass aus Richtung Meteomedia (Kachelmanns Wetterfirma) verbal gegen Wetter- Experte Jung und den Wetterdienst WETTER.NET scharf geschossen wird – bis hin zu unflätigen Bemerkungen, die wir der guten Ordnung halber hier nicht wiedergeben möchten.

„Da muss man das einzig richtige tun und cool bleiben. Wer die sachliche Ebene verlässt und sich auf persönliche Ebene begibt, der hat für mich schon verloren. Das ist kein schönes soziales Verhalten. Das ist einfach nur uncool“ so Jung.

Die Kunden von WETTER.NET wissen, dass die zahlreichen Diplom-Meteorologen, Diplom-Geografen, Informatiker, Techniker und Grafiker Tag für Tag – und das seit über 13 Jahren – einen guten Job machen und ausgezeichnete Produkte für den Zeitungs-, Online- oder Energiebereich ausliefern.

Vielleicht ist es Neid – immerhin hat der Wetterdienst WETTER.NET Kachelmanns Wetterfirma in der Vergangenheit einige Kunden abgeworben.

Vielleicht war ja alles auch nur ein Missverständnis. Immerhin gibt es eine sehr erfolgreiche und bekannte Musikerin die den Namen „Lady Gaga“ als Künstlernamen führt. Die Bezeichnung „Gaga-Meteorologe“ könnte daher auch als eine Art der besonderen Auszeichnung oder gar „meteorologischen Ritterschlag“ durch den Ex-ARD-Wettermann verstanden werden…wer weiß?! (http://www.sachsen-fernsehen.de/default.aspx?ID=6767&showNews=941113)

14.3. Jörg Kachelmann Twittert Atom-Wetter – Meteorologe liefert Klima-Analysen zu Japan.  Abseits des monatelangen Prozessierens überrascht Jörg Kachelmann via Twitter mit einer Atom-Wettervorhersage für Japan – einer Prognose auf Basis der meteorologischen Bedingungen im Falle eines Super-GAUs. Laut einem Bericht auf meedia.de erkennt man in seinen Tweets, dass Kachelmann nicht auf Publicity aus ist, sondern für seinen Beruf brennt. Er hat die relevanten Quellen im Blick und kommt zu dem Schluss, dass die japanische Regierung offenbar gezielt zensieren würde.

So seien die Strahlenwerte rund um das gefährdete Atomkraftwerk Fukushima noch „under survey“. Kachelmann schliesst daraus: „Under survey’ heisst wohl in diesem Fall: Die Daten sind so, dass wir sie euch nicht zeigen, weil wir nichts mit Eurer Panik anfangen können.“ Seine Meinung: Die Regierung zensiert gezielt. Dabei bezieht er sich auf die Daten des Nuclear Safety Technology Centers in Japan.

Ausserdem verweist er auf Berechnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien. In Zusammenhang mit dem von Kachelmanns Firma Meteomedia erstellen Strömungsfilm für Japan könnte man darauf spekulieren, dass eine mögliche radioaktive Wolke in den nächsten Tagen vor allem auf die Küstenregion und das Meer ausstrahlen würde.

Warum Kachelmann über derlei Ressourcen verfügt? Kachelmann hält als Unternehmensgründer weiterhin 49 Prozent an Meteomedia. Das Wetterdienst-Unternehmen betreibt allein in Deutschland und der Schweiz 730 Stationen. Außerdem betreibt er weiterhin die Jörg Kachelmann Produktions AG, die aus den gewonnenen Daten Filmmaterial herstellt. (http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=94048)

 16.3. Der Wettermoderator Jörg Kachelmann, der sich wegen Vergewaltigung derzeit vor dem Mannheimer Landgericht verantworten muss, wird nach seinem Auftritt im Schweizer Radio nun auch in Deutschland wieder als Wettermacher im Radio zu hören sein. Seit vergangener Woche sagt der umstrittene 52-jährige Wetterfrosch Freitag und Samstag das Wochenend-Wetter an. Der Moderations-Vertrag mit der Kachelmann- Firma „Meteomedia“, die er mit dem Radiosender geschlossen hat, läuft zunächst einmal über ein Jahr. „Er will sich mehr im Radio positionieren“, so ließ Chefredakteur Marco Maier darüber verlauten. Die beschlossene Zusammenarbeit mit dem Radiosender „Primavera“ ist seit der Verhaftung Kachelmanns vor knapp einem Jahr nun das erste Engagement innerhalb Deutschlands.

Der Vorwurf vor Gericht: Vergewaltigung und Bedrohung mit einem Messer einer seiner langjährigen Freundinnen. „Unser Rechtsverständnis sagt, dass die Unschuldsvermutung gelten muss, solange bis ein Urteil gefallen ist“, so der Chefredakteur von „Primavera“. Erst wenn es zu einem negativen Urteil gegen Jörg Kachelmann käme, müssten wir uns mit der Tatsache eindringlich auseinandersetzen. Ich gehe aber davon aus, dass das Vertragsverhältnis bestehen bleibt“, so abschließend Marco Maier.

Bereits im Januar war der angeklagte Wettermoderator Jörg Kachelmann im Schweizer Radio mit seiner Wettervorhersage zu hören. Kurz danach entschied jedoch der Sender von Radio „Sunshine“ aufgrund negativer Zuhörer-Reaktionen, Kachelmann bis zur Klärung der Vergewaltigungsvorwürfe auf seine Präsenz im Hörfunk zu verzichten. Nur der Schweizer Radiosender in Basel hielt an der Moderation Kachelmanns fest.( entertainment-aktuell.de)

16.3. Die Exfreundin hatte Verletzungen an Hals und Beinen, dazu kleinere Schnittwunden an Arm und Körper. Der Gerichtsmediziner und gerichtlich bestellte Gutachter sagte aus, die Verletzungen am Hals könnten mit dem Messerrücken entstanden sein, die Schnittverletzungen mit der Messerspitze. Das Messer wurde am Boden vor dem Bett sichergestellt. Allerdings fanden sich an dessen Rücken, mit dem die Halsverletzungen nur entstanden sein können, keine DNA-Spuren der Frau. Sie wurden vom Landeskriminalamt (LKA) nur an der Klinge nachgewiesen. Allerdings hat die 38-Jährige nach der angeblichen Tat aufgeräumt und dabei auch das Messer angefasst. Möglicherweise fiel es zuvor auch vom Bett auf den Boden. Ob das erklären kann, warum dem Messerrücken keine Zellen anhafteten, dazu soll der Sachverständige des LKA noch einmal gehört werden.

Die Verteidigung interpretiert die fehlenden Spuren als Beleg, dass weder die Vergewaltigung noch die Bedrohung mit dem Messer stattgefunden haben, sondern es sich um Selbstverletzungen handelt. Das halten auch die beiden von Kachelmann beauftragten Gutachter für naheliegend. Die Staatsanwaltschaft hält dagegen, dass bei geplanten Selbstverletzungen reichlich Spuren der Frau vorhanden sein müssten.

Gänzlich umstritten ist auch die Aussage der Schweizer Zeugin, die Mitte Februar in Zürich nicht-öffentlich vernommen wurde. Nach Medienberichten soll sie wenige Wochen vor der angeblichen Vergewaltigung Kachelmann in ihre Wohnung mitgenommen haben, und er soll beim Sex brutal vorgegangen sein. So berichteten es zunächst „Focus“ und später „Bild am Sonntag“. Verteidiger Johann Schwenn, den Kachelmann im November überraschend verpflichtete und den Anwalt Reinhard Birkenstock damit auswechselte, spricht dagegen von einer „unsäglichen“ Reise. „Außer Spesen nichts gewesen“, schrieb „Spiegel online“.( www.open-report.de)

18.3. Der Aufstieg und Fall des Jörg Kachelmann- Genau ein Jahr ist es her, da wurde der beliebte Wettermoderator Jörg Kachelmann am Frankfurter Flughafen verhaftet. Verdacht: Vergewaltigung. Wie der Prozess für ihn ausgeht, ist noch immer unklar. ls die Kripobeamten am 20. März, vor genau einem Jahr, auf dem Frankfurter Flughafen zuschlagen, ha­ben sie die Aktion lange vorbereitet. Sie erwarten ihn an seinem Wagen im Parkhaus, sie observieren ihn, als er von seiner Geliebten leidenschaftlich begrüßt wird.

…..selten hat ein Kriminalfall die Öffentlichkeit so elektrisiert wie dieser. Selten hat sich ein Fernsehpublikum, hat sich ganz Deutschland in einem scheinbar vertrauten Menschen so getäuscht gefühlt. Der lilalaunige Wetterfrosch ein brutaler Vergewaltiger, ein polygamer Lüstling, der strategisch verteilt zwischen seinen Hunderten Wetterstationen auf warme Betten hoffen konnte? Deutschland kann all das nicht fassen, der Fall polarisiert alsbald jene, die ihn verdammen und andere, die ihn als Opfer einer rachsüchtigen Frau sehen, seiner Ex-Geliebten Simone D.

….Bis heute ist ungeklärt, wer Kachelmanns Geliebten Simone D. anonym jene zwei Flugtickets zuschickte, die ihr deutlich machten, dass es da eine andere gab. „Darüber ist viel spekuliert worden. Großer Frieden scheint in Kachelmanns Unternehmen nicht geherrscht zu haben. Eine denkbare Variante ist, dass die Tickets aus dem Unternehmen versandt wurden“, sagt Oberstaatsanwalt Oskar Gattner. Spekulationen fürwahr. Schließlich gab es auch genug Frauen, die eine offene Rechnung mit Kachelmann hatten.

Noch ist nicht klar, ob der Indizienprozess für Kachelmann gut ausgeht. Aber einiges spricht dafür. Der Wettermann arbeitet auf jeden Fall schon heftig an seiner medialen Rückkehr. Via Radio plaudert er wieder über „Flöckchli“ und „Schneehaufen“. (www.derwesten.de/nachrichten/panorama)

20.3. Vier verliert – Die Bremer Psychologin Luise Greuel hat sich intensiv mit dem angeblichen Opfer unterhalten und kommt in ihrem Gutachten zu dem Schluss, dass die Aussage Mays sehr mangelhaft ist und sich deren Erlebnisgehalt mit aussagepsychologischen Mitteln nicht belegen lässt. Es hört sich nach einem eindeutigen wissenschaftlichen Ergebnis an, trotzdem wertet die Staatsanwaltschaft Greuels Expertise nach wie vor als anklagestützend, da die Psychologin von einer unklaren, im Fachjargon „non liquet“ genannten Situation, spreche. Im Oktober 2010 wurde May dann ohne Öffentlichkeit vor Gericht gehört. Ihr Auftritt scheint der Staatsanwaltschaft gut gefallen zu haben. „Wenn wir ihr nach dieser Aussage nicht mehr glauben würden, säßen wir heute nicht mehr in dieser Sache vor Gericht“, sagte Oberstaatsanwalt Oskar Gattner stern.de. Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn dagegen appellierte vor einigen Wochen an May, doch endlich „reinen Tisch“ zu machen und ihre Anschuldigungen zurückzuziehen.

Auch wenn sie dies nicht tun wird, hat das Verfahren einige erhebliche Zweifel an der Stimmigkeit ihrer Tatversion ergeben. Da sind die fehlenden Blut und DNA-Spuren am Messerrücken, den Kachelmann bei der angeklagten Vergewaltigung angeblich ständig an Mays Hals gehalten hat. Staatsanwalt Gattner argumentierte im Gespräch mit stern.de zwar, das Messer könne zufällig an einer Bettdecke abgewischt worden, die Spuren könnten auch beim Herunterfallen auf den Boden verschwunden sein. Und er meint: „Wenn sie sich die Halsverletzungen wirklich selber mit dem Messer zugefügt hat, hätte sie das Messer doch nicht danach abgewischt.“ Doch einen Beweis, dass das Messer wirklich wie von May geschildert eingesetzt wurde, gibt es ganz offensichtlich nicht.(http://www.stern.de/panorama/kachelmann-prozess-vier-verliert-1665661.html)

21.3. Jörg Kachelmann: Blümchen zupfen für ein Null-Ergebnis – …. Und mit jedem längeren Atemzug zupften die Richter, der jesusähnliche Staatsanwalt, Schöffen, Gerichtsschreiber und das Ersatzpersonal je einem Blümchen ein Blütenblättchen raus, um leise seufzend zu raunen: «Er war’s.» oder «Er war’s nicht.» Wenn später die «kleine Urteilsliste» herumgereicht wurde, zählte jeder die dahinwelkenden Blütenblättchen, und kreuzte darauf sein vorläufiges Ergebnis an.

….. Viel später zogen sich der vorsitzende Richter und der Staatsanwalt jeweils dezent zurück, um die letzten Erkenntnisse dieser kleinen Liste durch das Würfelspiel zu festigen. So wurde aus jedem Prozessmorgen bis zu seinem Abend ein neuer Tag, und die Mannheimer zogen unentwegt neuen Abenteuern entgegen, um ihren Erzfeind, den Kachelmann, endlich zur Strecke zu bringen.

Nein, Untätigkeit kann man dem Mannheimer Gericht nicht vorwerfen. Man scheute sich selbst nicht vor einer Expedition in die Schweiz, um auch dem letzten Bit des letzten Clusters eines Mobiltelefons gerecht zu werden. – Und dies alles brachten sie fertig in der Hoffnung, dem Jörg Kachelmann anhand einer an der Tat gar nicht Beteiligten wenigstens noch auf den letzten Drücker etwas Grauenhaftes vorwerfen zu können.

Nicht einmal die beiden ausdrücklich auf Kachelmann zugeschnittenen Spezialsyndrome erhärteten ich, obwohl man grosse Hoffnung in sie gesetzt hatte, um aus einem unbescholtenen Mann endlich jenen Täter zu herauszubilden, der zu den fantasiereichen Verausgabungen der klagenden Claudia Simone Dinkel aus Schwetzingen so wunderbar gepasst hätte:

Das Werwolf-Syndrom, bei dem der Täter ohne Anlass, unverhofft und plötzlich böse geguckt, böse geredet und böse Dinge getan haben sollte, verflüchtigte sich ins Nichts, und mit ihm verflogen auch alle kleineren oder grösseren Persönlichkeitsstörungen, derer sich die Mannheimer so gerne bedient hätten.

Ganzer Text: http://web-quantensprung.blogspot.com/2011/03/jorg-kachelmann-blumchen-zupfen-fur-ein.html

21.3. Geheim verhandeln, in der Presse plaudern – Es ist ein Elend mit dem Kachelmann-Prozess. Nicht nur, dass er fast komplett hinter verschlossenen Türen stattfindet, wodurch der Grundsatz der Öffentlichkeit des Strafverfahrens immer wieder geradezu missachtet wird – jetzt besteht auch Anlass zum Verdacht, dass sich schon wieder eine Zeugin mit den Medien eingelassen hat.

Die Frau aus der Schweiz, wegen deren Aussage sich Gericht, Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung jüngst ins Nachbarland begeben hatten, weil die Zeugin nicht vor einem deutschen Gericht aussagen wollte, hat sich offenbar zumindest für ein Pressefoto zur Verfügung gestellt. Dass wirtschaftliche Interessen dabei eine Rolle gespielt haben könnten, liegt mehr als nahe.

Ihre Angaben über Jörg Kachelmann, die in Zürich eigentlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgegeben wurden, fanden umgehend den Weg zum Publikum – auf welchem, sei dahingestellt. Dies war zu erwarten.

Möglicherweise ist es eine Reaktion auf das geheime Verhandeln, das sich die Öffentlichkeit heutzutage nicht mehr gefallen lässt. Erstaunlich ist allenfalls, dass die Angaben dieser Frau „millimetergenau“ der Einschätzung der Mannheimer Staatsanwaltschaft entsprechen, wie die Verteidigung am Montag kritisierte.

Es wurde daher beantragt, die Chefredakteure der betreffenden Blätter als Zeugen zu laden. Wurde gezahlt? Wenn ja, wofür? Für Aussagen, die Kachelmann in ungünstigem Licht dastehen lassen?

Dies mutmaßt die Verteidigung auch im Fall einer Zeugin, mit der Kachelmann angeblich gegen ihren Willen verkehrt haben soll. Vor Gericht ruderte diese Zeugin dann etwas zurück: Sie habe zwar nicht gewollt, aber auch nicht „nein“ gesagt.

5000 Euro für eine Falschaussage in einer Illustrierten? Es liegt ziemlich nahe, dass die Erwartungshaltung jener Medien, die vom Exklusivgeschäft mit den „Lausemädchen“ profitieren, deren Aussagen auch vor Gericht beeinflusst haben. (Giesela Friedrichsen /Spiegel online)

21.3. ‘Ex-Geliebte wolle nur Geschäfte machen’ Im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann hat die Verteidigung die Berichterstattung von Focus und Bild am Sonntag kritisiert. Schwenn geht davon aus, dass die Frau „Informationsquelle“ für Berichte in beiden Blätter Anfang März war. Darin waren Details eines Treffens der Frau mit Kachelmann geschildert worden. Schwenn warf der Frau vor, sie habe nur Geschäfte machen wollen. Die Schweizerin hatte sich geweigert, vor einem deutschen Gericht auszusagen und war Mitte Februar in Zürich unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen worden. Richter, Staatsanwälte und Verteidigung aus Mannheim waren dazu eigens in die Schweiz gereist. (www.dnews.de)

21.3. Fortsetzung im Prozess gegen Jörg Kachelmann (52): Nach zweiwöchiger Prozess-Pause stellte Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn (63) am Montag Strafantrag gegen eine Zeugin – wegen angeblicher Falschaussage!

Die Zeugin, die bei einem Ortstermin in der Schweiz vernommen worden war (dort wurden damals zwei Frauen befragt), soll von Übergriffen Kachelmanns berichtet haben.

Weil der „Focus“ und BILD am SONNTAG darüber berichteten, unterstellt Schwenn der Schweizerin, ihre Geschichte verkauft zu haben. Schwenn: „Wer in Wahrheit nur Geschäfte machen will, kann nicht erwarten, dass das Gericht auch nur ein Wort glaubt.”

Am Montag sagte zudem eine Frau aus, die von Kachelmann mit einem Stock geschlagen worden sein soll. Die Vernehmung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Kachelmann bestreitet alle Vorwürfe.(Bild)

22.3. Jörg Kachelmann, der bekannteste deutschsprachige Wettermann, hat in Ausserschwyz eine neue Bleibe gefundenWollerau ist um einen prominenten Zuzüger reicher: Wetterfrosch Jörg Kachelmann wohnt seit Kurzem im Höfner Dorf.

Die Wollerauerinnen und Wollerauer machen schon gar keine grosse Sache mehr daraus: Roger Federer, Marcel Ospel, Lewis Hamilton, sie alle wohnen im Dorf am Beckihoger. Vielleicht ist es gerade die Zurückhaltung der Dorfbewohner gegenüber nationalen und internationalen Promis, die nun auch ihn angelockt hat: Jörg Kachelmann. Denn seit September 2010 muss sich der Wettermoderator wegen eines Sexualdelikts vor dem deutschen Landgericht Mannheim verantworten und meidet seither die Öffentlichkeit. Mehrfach gesehen Von offizieller Seite ist nichts über den Zuzug Kachelmanns in die Höfe zu erfahren. Wolleraus Gemeindepräsident Ueli Metzger wollte eine entsprechende Anfrage unserer Zeitung weder bestätigen noch dementieren und verwies auf das Recht auf Persönlichkeitsschutz eines jeden Bürgers. In Kachelmanns zuständigem Medienbüro gab man sich zugeknöpft. Man äussere sich nicht über die persönlichen Wohnverhältnisse von Jörg Kachelmann, hiess es dort. Unsere Zeitung weiss jedoch mit Bestimmtheit: Der 52-jährige Unternehmer hat sich in Wollerau niedergelassen. Im Dorf wurde er mehrfach gesehen – unter anderem auch in junger, weiblicher Begleitung. Eine zuverlässige Quelle hat den Zuzug des bekannten Wettermoderators bestätigt(www.marchanzeiger.ch)

22.3. Viele von uns verbinden den Wetterbericht noch heute mit dem Namen Kachelmann. Aber man muss sich heute eingestehen, dass solche Bilder, vom lächelnden, charmanten Moderator mit Witz und Körpersprache leider der Vergangenheit angehören wird. Wir möchten uns nicht an die Berichterstattung der Boulevardpresse beteiligen, da wir glauben, dass dies in den letzten 12 Monaten zur Genüge getan worden ist.
Unsere Analyse beschäftigt sich mehr mit der Frage: „Welche Auswirkungen hat der Kachelmann Prozess insgesamt auf unser Rechtssystem bzw. auf unsere zukünftige Rechtsauffassung ?“ Denn bei nüchterner Betrachtung der Geschehnisse und die Art der Vermarktung dieses „Schauprozesses“ stellt sich der Otto-Normalverbraucher folgende Frage: Wie lange soll sich denn dieser sinnlose Prozess noch hinziehen ? Geschweige von den Kosten. Nur eins kann man heute schon bestätigen, alle Medien, angefangen bei der Boulevardpresse, wie Bild oder Bunte bis hin zum Stern oder Focus, alle haben sich eine goldene Nase verdient. Und ein weiterer Aspekt kann heute bestätigt werden. Würde der Angeklagte Kachelmann ein ganz normaler „Bürger“ sein, wäre die Akte längst geschlossen und ein Urteil von Seiten des Gerichtes gesprochen, so einfach ist das.( http://skyline-politik.blogspot.com/2011/03/ein-jahr-kachelmann-prozess-resumee.html)

33.Prozesstag Mittwoch, 23. März 2011

23.3. Der Beamte nahm seine Tochter zur Festnahme mitAm Mittwoch, dem 33. Verhandlungstag, vernahm das Gericht einen Kriminalbeamten, der bei der Festnahme Kachelmanns am Frankfurter Flughafen am 20. März 2010 dabei war. Der Schweizer habe gefasst gewirkt, sagte der Polizist. Kachelmann steht wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung seit Anfang September in Mannheim vor Gericht. Seine 38 Jahre alte Ex-Geliebte aus Schwetzingen hatte ihn angezeigt. Der Moderator bestreitet die Vorwürfe.

Der Beamte hatte bei dem Einsatz seine Tochter mitgenommen, die ein Praktikum in der Dienststelle ihres Vaters machte. Schwenn kritisierte die Anwesenheit der Frau scharf und sprach von einem „Festnahme-Event“. Der Beamte räumte ein, dass Praktika von Verwandten auf derselben Dienststelle unüblich seien.

Wenig Erfolg hatte Schwenn mit dem Versuch, den Anwalt des mutmaßlichen Opfers als Zeugen zu vernehmen. Thomas Franz verweigerte die Aussage zu einem Telefonat mit dem umstrittenen Trauma-Experten Günter Seidler. Schwenn bezweifelt, dass der Anwalt dem Psychotherapeuten tatsächlich von Sorgen des Oberlandesgerichts Karlsruhe um die Ex-Geliebte berichtete, nachdem das Gericht am 29. Juli den Haftbefehl gegen Kachelmann aufgehoben hatte.

23.3. – Im Vergewaltigungs-Prozess gegen Jörg Kachelmann (52) machte sein Anwalt Johann Schwenn (63) am Mittwochmorgen wieder richtig Dampf: Er kündigte an, er werde aus dem Tagebuch des mutmaßlichen Opfers vorlesen.

Thomas Franz, der Anwalt der 38-jährigen Radiomoderatorin, beantragte daraufhin sofort den Ausschluss der Öffentlichkeit.

Zuvor hatte der Polizist ausgesagt, unter dessen Leitung Kachelmann am 20. März 2010 verhaftet worden war. Im Kreuzverhör schilderte er, wie schlecht es der jungen Frau bei den Vernehmungen gegangen sei, als sie über den Vorfall berichtete.

Alles „Theater “, urteilte Schwenn. Für ihn ist die 38-jährige Radiomoderatorin nicht glaubwürdig. Sie nimmt als Nebenklägerin am Prozess teil. Und im übrigen, attackierte er weiter, wolle der Zeuge nur seine Polizisten-Kollegen schützen.

Über 40 Minuten nahm der Verteidiger den Kriminalkommissar ins Kreuzverhör. Dabei kam auch zur Sprache, dass der Polizist seinerzeit seine Tochter mit zur Kachelmann-Verhaftung genommen hatte. Dafür sei er inzwischen auch von seinen Vorgesetzten gerügt worden.

Acht Beamte hatten den Wetterexperten bei seiner Rückkehr nach Deutschland von den Olympischen Spielen und den Paralympics in Kanada noch am Frankfurter Flughafen abgefangen.

Für Mittwoch war auch die Vernehmung des Anwalts des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers geplant – doch er verweigerte die Aussage.

Auf Antrag von Kachelmanns Verteidigung sollte geklärt werden, ob ihn ein Richter des Oberlandesgerichts Karlsruhe anlässlich der Aufhebung des Haftbefehls gegen Kachelmann anrief und ihm sagte, er habe Angst um das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer und deren Therapeuten. (www.bighaber.com)

23.3. Im Vergewaltigungs-Prozess gegen Jörg Kachelmann (52) machte sein Anwalt Johann Schwenn (63) am Mittwochmorgen wieder richtig Dampf: Er kündigte an, er werde aus dem Tagebuch des mutmaßlichen Opfers vorlesen.

Thomas Franz, der Anwalt der 38-jährigen Radiomoderatorin, beantragte daraufhin sofort den Ausschluss der Öffentlichkeit.

Alles „Theater “, urteilte Schwenn. Für ihn ist die 38-jährige Radiomoderatorin nicht glaubwürdig. Sie nimmt als Nebenklägerin am Prozess teil.

Und im übrigen, attackierte er weiter, wolle der Zeuge nur seine Polizisten-Kollegen schützen. Über 40 Minuten nahm der Verteidiger den Kriminalkommissar ins Kreuzverhör. Dabei kam auch zur Sprache, dass der Polizist seinerzeit seine Tochter mit zur Kachelmann-Verhaftung genommen hatte. Dafür sei er inzwischen auch von seinen Vorgesetzten gerügt worden.

Für Mittwoch war auch die Vernehmung des Anwalts des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers geplant – doch er verweigerte die Aussage.

Auf Antrag von Kachelmanns Verteidigung sollte geklärt werden, ob ihn ein Richter des Oberlandesgerichts Karlsruhe anlässlich der Aufhebung des Haftbefehls gegen Kachelmann anrief und ihm sagte, er habe Angst um das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer und deren Therapeuten.

Am Freitag soll sich das mutmaßliche Opfer erneut den Fragen von Kachelmanns Verteidigung stellen.(Bild)

23.3. Der Vorsitzende Richter Michael Seidling des Landgerichts Mannheim verteilte den Vertrag am Mittwoch, dem 33. Verhandlungstag, an die Prozessbeteiligten.

Demnach hat die Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann 50.000 Euro für ein Interview mit der „Bunten“ erhalten.

Die Frau, die in Hamburg lebt, hatte sich in dem Interview ausführlich über ihre langjährige Beziehung zu dem 52-jährigen Schweizer geäußert. Verteidiger Schwenn sprach von einer „Rekordsumme“ und warf am Mittwoch die Frage auf, welche Gegenleistungen die Zeugin neben dem Interview noch erbracht habe. Der Jurist vermutet, dass das die höchste Summe sei, die einer Ex-Geliebten im Fall Kachelmann gezahlt wurde. Auch andere Frauen hatten sich in diversen Medien geäußert.

… Erst nach Erscheinen der Titelgeschichte sagte sie als Zeugin vor Gericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. In ihrer Aussage ging es auch um Details aus dem Intimleben.

Der Burda-Verlag erklärte, dass die „exklusive Vereinbarung“ zwischen „Bunte“ und der Zeugin ein Interview und eine Fotoproduktion umfasste. „Darüber hinaus äußert sich Bunte nicht zu Honoraren.“ Das Gespräch enthalte keine Aussagen, „die (nach unserer Kenntnis) nicht auch schon zuvor von der Polizei zu Protokoll genommen wurden. Es enthält ebenfalls keinerlei Aussagen, die den Angeklagten juristisch belasten“, teilte der Verlag weiter mit.

„Event“: Polizist nahm Tochter mit zur Festnahme – Am Mittwoch vernahm das Gericht zudem einen Kriminalbeamten, der bei der Festnahme Kachelmanns am Frankfurter Flughafen am 20. März 2010 dabei war. Der Schweizer habe gefasst gewirkt, sagte der Polizist.

23.3. Der 33. Prozesstag – Heute begann ein kurzer Prozesstag um 9.15 Uhr.

Der Kriminalbeamte Dietrich aus Schwetzingen wurde in den Zeugenstand gerufen.

Kommentar Biggi M.: Es war seine zweite Vernehmung in dieser Sache. Er ist der Beamte, der JK damals am Flughafen verhaftet hat. Gut, er war nicht allein. Es gab ja einen Auflauf an Beamten an jenem Tag. Man könnte ihn den „Eventmanager“ dieses Tages nennen inkl. Freikarte für seine Tochter.

Nach dem heutigen Tag möchte ich gleich einmal vor Aufenthalten im Freien in Schwetzingen warnen. Es scheint dort ein Virus im Umlauf zu sein, und der scheint zu Gedächtnisverlust oder zumindest argen Erinnerungslücken zu führen. In letzter Zeit ist mir das bei Leuten aus Schwetzingen aufgefallen …

Er wurde zur Vernehmungssituation der Frau D.[xxxxx/Sabine W.] befragt. Hier ging es um die Vernehmung am 11.02.2010 bei der Herr [RA Thomas R.J.] Franz auch anwesen war. Diese fand in der Zeit von 10.05 h – 14.47 h statt mit einer Unterbrechung in der Zeit von 10.30.- 11.46 h, in der man mit ihr noch einmal in der Heidelberger Klinik bei Dr. Mattern war.

Ihre Verfassung schilderte er als ruhig aber niedergeschlagen. Sie habe geweint. Herr Schwenn wies ihn darauf hin, dass das seine subjektive Meinung sei. Er möchte mit solch einer Schilderung wohl Stimmung für die Nebenklägerin machen. Hierbei handelt es sich um eine fremdpsychologische Tatsache. Das weiß jeder Schutzmann. Bei diesen Worten wie „niedergeschlagen“, „aufgelöst“ in einer Polizeiaussage handele es sich um Klippschulwissen, dass man das nicht sage.

Herr Dietrich schilderte weiter, sie habe ein Taschentuch, dass er ihr gegeben habe zerknüllt. Bei Passagen, die die Tat betreffen, habe sie gezittert. Herr Dietrich schilderte es so, als habe er ihr das alles geglaubt. Das ließ Herrn Schwenn eine Äußerung tätigen: „Ehemalige Hilfsbeamte, die jetzt zu Ermittlungsbeamten befördert wurden, können die Wahrheit solcher Regungen nicht beurteilen.“

Bei Schilderungen die Beziehung betreffend habe sie geweint, bei Schilderungen die Vergewaltigung betreffend, habe sich ihre Stimme überschlagen. An bestimmte Fragen, die er ihr gestellt hatte, konnte er sich nicht mehr erinnern.

Kommentar Biggi M.: War ja bei Lapzit auch so. Der Virus eben.

Die Staatsanwaltschaft hatte auch noch gebeten, sie einiges am 09.02 zu fragen. Das wusste Herr Dietrich auch nicht mehr. Da ging es darum, ob sie wisse, ob er einen Vertrag mit dem SWR habe und noch mit anderen Programmen, mit welcher Linie er geflogen sei, und wann sein Rückkehrdatum sei. Sie wusste nur, dass es die Lufthansa war.

Kommentar Biggi M.: Na das ist ja mal eine Beziehung, wenn ich so gar nichts weiß, … die Beziehung Schwetzinger Art.

Sie wisse auch nicht, wer die Person auf den Tickets sei.

Kommentar Biggi M.: Wir wissen heute auch wieder gelogen.

Und die Tickets seien ja schon von 2008.

Nun ging es um den sichergestellten Laptop. Wann das genau war. Na, was hat Herr Dietrich geantwortet? Richtig! Er weiß es nicht mehr. Auch weiß er nicht mehr, was er ihr am Telefon gesagt habe, was sie geantwortet habe, wann das Telefonat war, um welche Uhrzeit, es sei wohl zügig nach dem Anruf auch die Abholung gewesen.

Kommentar Biggi M.: Man bedenke mal kurz, dass ist für diesen Ort so eine große Sache, dass alle zur Verhaftung fahren und später weiß man vom Fall seines Lebens nichts mehr. Na ja eben der Virus.

Man habe ihr mitgeteilt, dass man den Laptop auswerten müsse. Wie sie reagiert habe, wisse er nicht mehr. Sie habe ihn dann sofort herausgegeben.

Anmerkung: Und so war die Anhörung des Polizisten Dietrich tatsächlich! Biggi Meier berichtet: http://ritaevaneeser.wordpress.com/2011/03/14/jorg-kachelmann-und-das-chaos-chronik-ii/comment-page-2/#comments

23.3.Der Beamte hatte bei dem Einsatz seine Tochter mitgenommen, die ein Praktikum in der Dienststelle ihres Vaters machte. Schwenn kritisierte die Anwesenheit der Frau scharf und sprach von einem „Festnahme-Event“. Der Beamte räumte ein, dass Praktika von Verwandten auf der selben Dienststelle unüblich seien.(Web.de)

24.3. Treffen in Brasilien – Kachelmanns Ex mit Richter Schill in Rio gesehen – Was führt die beiden zusammen? Die Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann traf sich in Rio de Janeiro mit Hamburgs Ex-Innensenator Roland Schill.

Der Vergewaltigungsprozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann hat in den letzten Wochen immer wieder eine Frage aufgeworfen: Wie sehr sind die Ex-Geliebten des TV-Stars mit den Medien und der Justiz selbst verbandelt? Immerhin treten sie alle auch als wichtige Zeuginnen der Verhandlung auf.

Zwei aktuelle Ereignisse lassen diese Frage noch brisanter klingen. Am 33. Prozesstag stellte das Mannheimer Gericht fest, dass eine der Frauen von dem Magazin „Bunte“ 50.000 Euro für ein Exklusiv-Interview bekommen hat. Nun berichtet die „Bild“-Zeitung, dass dieselbe Frau an der Copacabana mit dem ehemaligen Hamburger Innensenator und Juristen Ronald Schill gesehen wurde. Woher die beiden sich kennen und warum sie sich getroffen haben, wollten sie dem Blatt nicht sagen.

Sicher ist, dass beide aus Hamburg stammen. Fakt ist auch, dass die 33-Jährige in einer zweiten Befragung demnächst dem Gericht darüber Auskunft geben soll, ob sie dem mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer die zwei Flugtickets zugespielt hat, die am angeblichen Tattag zum Streit zwischen Kachelmann und dem mutmaßlichen Opfer geführt haben sollen. Die Tickets waren auf den Namen des Angeklagten Jörg Kachelmann und der Zeugin ausgestellt. Der Prozess könnte zwischen den beiden Gesprächsthema gewesen sein. Auch weil Schill dem Kachelmann-Verteidiger laut „Bild“ schon einmal begegnet ist.

Ronald Schill war Gründungsvorsitzender der inzwischen aufgelösten rechtspopulistischen Partei Rechtsstaatlicher Offensive und von 2001 bis 2003 Zweiter Bürgermeister und Innensenator von Hamburg. 1999 bis 2001 sorgte der heute 52-Jährige für Aufsehen durch ein Strafverfahren wegen Rechtsbeugung. Schill, der in der Presse als „Richter Gnadenlos“ bekannt war, wurde freigesprochen.( http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12944774/Kachelmanns-Ex-mit-Richter-Schill-in-Rio-gesehen.html)

24.3. Rio de Janeiro – Vertraut schlendern sie am Meer entlang, unterhalten sich gestenreich und angeregt. Doch wir sehen hier kein gewöhnliches Touristenpärchen an der Copacabana. Es sind Viola S. (33), Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann, und der ehemalige Hamburger Innensenator Ronald Schill (52)!

WAS MACHT DIE KACHELMANN-EX MIT DEM EHEMALIGEN SKANDAL-RICHTER?

Zwei Wochen lang soll Viola S. in Rio Urlaub gemacht haben. Dabei traf sie sich offenbar mit Schill, der in der brasilianischen Metropole lebt. Aber warum?

Fest steht: Nächste Woche wird Viola S. (33) zum zweiten Mal im Prozess gegen Ex-Wettermoderator Jörg Kachelmann (52) als Zeugin aussagen. Sie soll Auskunft darüber geben, ob sie dem mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer Sabine W. (38, Name geändert) zwei Flugtickets zugespielt hat. Tickets nach Kanada, ausgestellt auf Viola S. und Kachelmann. Die Tickets sollen am angeblichen Tattag zum Streit zwischen dem TV-Star und Sabine W. geführt haben.

Weder Ronald Schill noch Viola S. wollten verraten, was sie verbindet, angeblich seien sie lediglich Bekannte. Allerdings soll der gelernte Jurist („Richter Gnadenlos“) seine „Bekannte“ auf ihre Aussage vorbereitet haben. Ein hilfreicher Freundschaftsdienst? Kachelmanns Anwalt, Johann Schwenn tut alles, um die Glaubwürdigkeit der Zeugin zu erschüttern. Gestern verkündete er, Viola S. habe von der Zeitschrift „Bunte“ 50 000 Euro Honorar für ein Interview über ihre Affäre erhalten. Pikant: Schwenn und Schill haben eine gemeinsame juristische Vergangenheit. Als 2002 wegen einer angeblichen Drogen-Affäre gegen den damaligen Innensenator Schill ermittelt wurde, sagte ein Zeuge gegen ihn aus – mit anwaltlicher Unterstützung von Johann Schwenn.( www.richestbaby.com)

25.3. Aus diesem Grund war erwartet worden, dass Schwenn die Nebenklägerin ausführlicher befragen würde. Er hatte zu Beginn der Verhandlung eine eigens erstellte Tabelle an die Prozessbeteiligten verteilt, in der angebliche Widersprüche in den bisherigen Aussagen aufgestellt waren. Vor Beginn der Vernehmung hatte Schwenn zudem beantragt, die Öffentlichkeit während der Vernehmung zu bestimmten Themen zuzulassen. Schwenn erwähnte unter anderem Kontakte des mutmaßlichen Opfers zur Feministin Alice Schwarzer, die für die „Bild“-Zeitung über den Prozess berichtet. Außerdem wollte er die Frau fragen, ob sie sich mit einem Polizeibeamten geduzt habe. Dies sollte in öffentlicher Sitzung geschehen, „damit der Öffentlichkeit nicht verborgen bleibt, welche gewichtigen Gründe gegen die Glaubwürdigkeit (der Nebenklägerin) sprechen“.

Im Laufe der Vernehmung jedoch nahm Schwenn den Antrag auf Zulassung der Öffentlichkeit wieder zurück. „Diese Themen haben an Bedeutung verloren“, sagte er im Anschluss an die Sitzung. (Hamburger Abendblatt)

25.3. Verteidiger Johann Schwenn will die Ex-Freundin des Schweizers mit der bisherigen Beweisaufnahme konfrontieren. Er geht davon aus, dass die Vergewaltigungsvorwürfe der Frau falsch sind.

Die Öffentlichkeit wurde zu Beginn der Vernehmung ausgeschlossen. Verteidiger Schwenn kündigte jedoch an, für einen Teil der Vernehmung die Zulassung der Öffentlichkeit zu beantragen. Er will die Ex-Freundin unter anderem öffentlich zu ihrer Beziehung zu Alice Schwarzer befragen, die für die „Bild“-Zeitung über den Prozess berichtet.

Kachelmann bestreite die Tat, seine Verteidiger sprechen von einer Falschanschuldigung.

Die Ex-Freundin soll die eigentliche Vergewaltigung nur lückenhaft geschildert haben. Ihr Therapeut, Professor Günter Seidler, erklärte die Erinnerungslücken vor Gericht mit ihrer Traumatisierung durch die Tat. Der gerichtlich bestellte Sachverständige und Psychiater Professor Hans-Ludwig Kröber gab dagegen an, dass Traumatisierungen nicht zu Gedächtnislücken führen. Opfer erinnerten sich in der Regel sehr gut an das Kerngeschehen.

Einen eindeutigen Sachbeweis für die Vergewaltigung gibt es nicht. Mit dem in der Wohnung sichergestellten Küchenmesser können zwar grundsätzlich die Halsverletzungen der Frau entstanden sein. Das Messer weist aber keine DNA-Spuren der Frau am Messerrücken auf. Da die Verletzungen jedoch nur mit dem Messerrücken entstanden sein können, soll ein Spezialist des Landeskriminalamts noch einmal zur Möglichkeit des Spurverlusts befragt werden.(RP-online)

26.3. Wichtiger Tag im Vergewaltigungs-Prozess Kachelmann lacht, seine Ex weint – Ein gut gelaunter Jörg Kachelmann (52) betrat gestern das Mannheimer Landgericht. Während der Verhandlung lachte und scherzte der Wettermoderator mit Anwälten und Fans – sein mutmaßliches Opfer, Sabine W.* (38, Name geändert), saß stattdessen teilweise schluchzend im Zeugenstand. (Bild)

26.3. Jörg Kachelmann hat geheiratet – Seit sich Jörg Kachelmann vor dem Landgericht Mannheim wegen Vergewaltigung verantworten muss, wird sein Äußeres bis ins kleinste Detail seziert. Sei es die Frisur, sei es sein Gewicht. So sorgte am Mittwoch auch ein neues Schmuckstück für Gerede: Kachelmann trug an der linken Hand einen goldenen Ring.

Der Vorsitzende Richter Michael Seidling fragte den Angeklagten, ob er sich dazu äußern wolle. Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn verneinte. Kachelmann hatte kürzlich über seinen Anwalt mitteilen lassen, dass er sich vor Gericht nicht mehr äußern werde – weder zum Tatvorwurf noch zu privaten Fragen.

Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE hat Kachelmann am vergangenen Wochenende geheiratet. Die Braut soll eine der Frauen sein, zu der der 52-Jährige seit Jahren eine Beziehung hat und die in der Schweiz lebt. Dort werden Eheringe traditionell links getragen.(Spiegel online)

26.3. Jörg Kachelmann – Durch die Vergewaltigungs Vorwürfe gegen Jörg Kachelmann erfuhr die Presse  dass der Fernsehmoderator Dutzende Geliebte gleichzeitig hatte. Eine von ihnen hat den  52-Jährigen nun aus dem Verkehr gezogen und geheiratet.

Aber im Prozess läuft es für Jörg nicht so gut: Der Vorsitzende Richter Michael Seidling fragte den Angeklagten, ob er sich zu den Vorwürfen äußern wolle. Kachelmanns Anwalt  Johann Schwenn sagte “Nein” .  Kachelmann hatte kürzlich über seinen Anwalt mitteilen lassen, dass er sich vor Gericht nicht mehr äußern werde – weder zur Tat, noch zu irgendwelchen Vorwürfen noch zu seinem Privatleben.( http://www.twyggy.net/news/5898)

26.3. Ex-Wettermoderator Jörg Kachelmann muss sich wegen Vergewaltigung verantworten. Dabei werden reihenweise ehemalige Freundinnen des Schweizers bekannt, die teilweise auch vor Gericht aussagen.

Am Mittwoch erschien der Angeklagte einmal mehr im Gerichtssaal und sorgte dabei mit einem neuen Schmuckstück für Aufsehen: Kachelmann trug an der linken Hand einen goldenen Ring, was umgehend Spekulationen über eine Heirat des 52-Jährigen zur Folge hatte.

Mit einer seiner Gespielinnen macht Kachelmann nun ernst. Wie «spiegel.de» berichtet, hat er am vergangenen Wochenende geheiratet. Die Braut wohne in der Schweiz und soll gemäss der Online-Zeitung eine der Frauen sein, zu der er seit Jahren eine Beziehung hat.

27.3. Kachelmann verurteilt sich zur Treue – Jörg Kachelmann (52) und ein goldener Ring an seinem linken Ringfinger. Am vergangenen Mittwoch fiel er damit erstmals im Landgericht Mannheim auf, wo er sich mindestens noch bis Ende Mai wegen Vergewaltigungsvorwürfen verantworten muss. Der Vorsitzende Richter Michael Seidling fragte ihn sogar: „Möchten Sie etwas dazu sagen?“ Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn verneinte. Gestern aber schrieb „Spiegel online“: Kachelmann hat geheiratet.

Er habe laut dem Nachrichtenmagazin am vergangenen Wochenende eine langjährige Freundin aus der Schweiz geehelicht. Sich quasi unabhängig vom Ausgang des Verfahrens zu ewiger Treue „verurteilt“. Der KURIER fragte bei Professor Ralf Höcker, dem Kölner Medienanwalt des Wettermoderators, nach. Seine spärliche Stellungnahme: „Herr Kachelmann hat am vergangenen Wochenende nicht geheiratet.“ Also, wann denn? Höcker schweigt. Keine weiteren Stellungnahmen. Der Ring spricht aber für sich. Denn Kachelmann trägt ihn links. Dort, wo die Schweizer Eidgenossen ihren Ehering traditionell zu tragen pflegen.

Kachelmann als Ehemann. Für ihn ist’s nicht das erste Mal. Bis Ende der neunziger Jahre war er schon mal verheiratet – mit Katja Hösli, einer Illustratorin, ist er bis heute geschäftlich verbandelt.

Auf das Verfahren in Mannheim, in dem Kachelmann die Vergewaltigungs-Vorwürfe bestreitet, hat die Ehe selbstverständlich keinen Einfluss. Aber über einen soliden Lebenswandel dürfte sich freilich jeder freuen.(Berliner Kurier)

28.3. Rätselraten um angebliche Hochzeit – Ein Ring aus Weißgold an seinem linken Ringfinger gibt seit Mittwoch Rätsel auf. Hat Moderator Jörg Kachelmann wirklich während seines Vergewaltigungsprozesses geheiratet? Justizkreise sollen das jetzt bestätigt haben.(Bunte)

28.3. «DOK»: Der Kachelmann-Prozess – Donnerstag, 31. März 2011, 20.05 Uhr, SF 1

Seit Monaten schon beschäftigt sich das Landgericht Mannheim mit dem Fall Kachelmann. Der Dokumentarfilm von Hansjürg Zumstein rekapituliert den harzigen Prozessverlauf und zeigt anhand vieler Dokumente Hintergründe des Verfahrens.

6. September 2010: Vor dem Landgericht Mannheim beginnt an diesem Tag das Verfahren gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 8. Februar 2010 seine Geliebte brutal vergewaltigt zu haben. Kachelmanns Verteidigung bestreitet dies und beschuldigt die Exgeliebte, alles erfunden zu haben. Wer hat Recht? Viele Medien haben schon im Vorfeld Position bezogen – und im Saal 1 des Landgerichts Mannheim suchen sie nach Belegen für ihre Hypothese.
Dutzende von Journalisten verfolgen den Prozess. Jeweils gewaltig ist auch der Publikumsaufmarsch. Doch bereits die ersten Verhandlungstage vor der 5. Grossen Strafkammer zeigen: Voyeuristische Neugierde wird nicht befriedigt. Die frühere Geliebte wird zwar stundenlang einvernommen, aber strikte unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Trotzdem kann Hansjürg Zumstein das Innenleben des Verfahrens dokumentieren. Er hat zahlreiche Dokumente ausgewertet und Stunden von aufgezeichnetem Material diverser Fernsehequipen visioniert. Anhand dieses Materials zeigt er, wie und weshalb plötzlich neue Erkenntnisse zur Nacht vom 8. Februar auftauchten. Und er erläutert Hintergründe zur Strategie der Verteidigung und zur Position der Staatsanwaltschaft. Thematisiert wird auch die Rolle der Medien. Quelle: Media Relations SRF

35.Prozesstag Dienstag, 29. März 2011

29.3. «Sie getrauen sich noch, anzurufen?», bellt ein Schweizer Anwalt von Jörg Kachelmann in den Hörer. Eine Antwort ist nicht gefragt. Lieber legt er selbst los: «Was Sie da schreiben, ist so ein Scheiss.» Nach einer Minute Redeschwall fragt man zurück, was denn falsch oder unfair gewesen sei in der Berichterstattung über den Mannheimer Vergewaltigungsprozess. Es antwortet der Summton. Der Anwalt hat aufgelegt.

Das einseitige Telefonat mag von der direkten Art des Rechtsvertreters zeugen. Oder von einer gewissen Nervosität im kachelmannschen Umfeld. Dem Angeklagten allerdings war keine Aufregung anzumerken am vergangenen Freitag im schmuck- und trostlosen Saal 1 des Mannheimer Landgerichts. Eben hatte Sabine W. (Name geändert) zum letzten Mal ausgesagt, die blonde Radiomoderatorin mit dem Halstuch, die ihn bezichtigt, er habe sie in der Nacht auf den 9. Februar 2010 bei ihr zu Hause bedroht und missbraucht. Jörg Kachelmann, immer gleich im grauen Anzug, aber neuerdings mit einem Goldring am linken Ringfinger, flachste mit seinen Anwälten und der Justizpolizei, er lächelte. Vielleicht ist die demonstrative Entspanntheit des Wind- und Wetterunternehmers dem Verfahrensstand angemessener als die Gereiztheit des Anwalts. Was an den mittlerweile 35 zähen Verhandlungstagen öffentlich erörtert worden ist, ist kaum geeignet, den Angeklagten fünf Jahre und länger wegzusperren. Allerdings ist bei weitem nicht alles bekannt, was in das Urteil einfliessen könnte. Immer wenn es persönlich, intim, also vermutlich interessant wird, leuchtet eine weisse Anzeige auf: «Öffentlichkeit ausgeschlossen». Den Grossteil der Hauptverhandlung, rund zwei Drittel, warteten Publikum und Presse vor der Gerichtstür. (http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/leute/Sex-Luegen-und-Aktenberge-/story/21518882)

29.3. „Die Zeugin heult Sie an, und Sie fragen nicht nach Am Nachmittag war es dann so weit. Frau S. beschrieb vor Publikum, wie die „Bunte“ auf sie zugekommen sei. „Ich war mit jemandem über Jahre zusammen, dem ich geglaubt und vertraut habe. Ich war mit seinen Kindern zusammen. Für mich war klar, mit wem ich Ostern und Weihnachten verbringe – das war meine Familie!“ Bei der „Bunten“ habe sie sich „verstanden gefühlt“. Es sei ihr darum gegangen, ihr Leben mit Kachelmann zu erzählen. Für sie sei ein Lebensplan zerbrochen. „Das Interview war ein Weg, wieder die Herrschaft über mein Leben zu gewinnen,“ sagte sie unter Tränen.

Anlass für Verteidiger Schwenn, die Aussage zu unterbrechen: „Die Zeugin heult Sie hier an, und Sie fragen nicht nach, was sie mit den 50.000 Euro gemacht hat“, rief er erbost dem Gericht zu.

„Frauentypisch“ eingekauft habe sie, ein wenig gespendet an Leute, „die es nicht so gut haben“, für die Steuer etwas zurückgelegt. 45.000 Euro seien noch da, so ihre Auskunft.

Die Zeugin war gut vorbereitet. Fragen nach ihren Kontakten zu dem umstrittenen ehemaligen Hamburger Richter Schill, mit dem sie unlängst in Rio de Janeiro gesehen wurde, wich sie geschickt aus. Allerdings gab sie zu, dass es 150 Seiten Gesprächsprotokolle mit der „Bunten“ gebe und dass es ihr ein Anliegen gewesen sei, „dass es rauskommt“.

Unangenehm wurde es für die Zeugin, als ihre Kontakte zu den Verantwortlichen in Kachelmanns Schweizer Firma zur Sprache kamen, wo man zeitweise offenbar vorhatte, ihn „rauszukicken“ und bei diesen Bestrebungen auf die Mithilfe von Ex-Gespielinnen setzte. „Wann war Ihr letzter Kontakt zur ‘Bunten’?“, fragte Verteidiger Schwenn schließlich beiläufig.

„Gestern“, antwortete die Zeugin zum Erstaunen aller. Die Chefreporterin habe Geburtstag gefeiert. „Waren Sie mit den Leuten von der ‘Bunten’ schon von Anfang an per du?“ fragte Schwenn weiter. „Ach, man hat so viel mit einander erlebt,“ sagte sie.(Giesela Friedrichsen-Eine Frage des Geldes www.spiegel.de/panorama/ )

29.3. Demnach hat Viola S. gesagt, sie wolle, dass Kachelmann „im Knast verreckt“. Für Anwalt Schwenn sind Zitate wie diese Beweis dafür, dass Viola S. in eine „Kampagne“ gegen seinen Mandanten eingebunden ist. Zu ihren Mitstreitern zählt Schwenn auch den Mit-Gesellschafter von Kachelmanns Firma Meteomedia Frank Werner. Genüsslich zitiert Schwenn aus einer angeblichen E-Mail von Werner aus dem Frühjahr 2010, aus der hervorgeht, dass Kachelmann offenbar aus dem Unternehmen gedrängt werden sollte. Man habe, so zitiert Schwenn Werner, zu diesem Zweck bereits einen „nuklearen Erstschlag“ gegen Kachelmann vorbereitet, zusammen mit Medien wie „Bunte“, „Bild“ oder dem stern. Mit Werner habe sie keinen Kontakt gehabt, sagt Viola S. „Ich habe nur mal gehört, dass sie ihn aus der Firma drängen wollen.“ Doch dann holt Schwenn einen weiteren Zettel hervor und liest aus einer E-Mail von Viola S. an eine andere Ex-Geliebte Kachelmanns wenige Tage nach dem „Bunte“-Interview vor: „Ich habe gehört, dass ich Herrn Werner einen großen Gefallen getan habe, weil er damit draußen ist.“ (Stern.de)

 29.3. Am frühen Nachmittag wurde die Öffentlichkeit wieder in den Saal gelassen und erlebte eine Zeugin, die teils unter Tränen und mit brüchiger Stimme vom Zustandekommen des Interviews berichtete. Nachdem sie im März 2010 erfahren habe, dass Kachelmann sie über Jahre getäuscht habe, seien „ganz, ganz viele Gefühle“ über ihr zusammengebrochen: „Ich war mit jemandem zusammen, dem ich vertraut und getraut habe“, sagte die Zeugin. Dann sei die „Bunte“ auf sie zugekommen und habe ihr angeboten, das Interview zu machen. „Ich wusste, wenn ich das Interview mache, dann bin ich jemand, den er nicht mehr kontaktieren wird.“

Kachelmanns Anwalt Schwenn sagte, die Zeugin geriere sich als „Mater Dolorosa“, ihr Auftritt vor Gericht sei „bezahlte Inszenierung“ und „Theater“. Schwenn zitierte aus E-Mails und mehreren Chatprotokollen, die seiner Ansicht nach nicht nur eine enge Verbindung zwischen der Zeugin und dem Burda-Verlag belegen, sondern auch beweisen, dass die Zeugin in eine Medienstrategie eingebunden gewesen sein soll, die Frank Werner, früher Geschäftspartner des Angeklagten Kachelmann bei dem gemeinsamen Wetterdienst Meteomedia, unter der Bezeichnung „nuklearer Erstschlag“ geführt haben soll. Ziel sei es gewesen, Kachelmann aus dem eigenen Unternehmen zu entfernen. Die Verteidigung werde sich nicht dagegen sperren, Werner als Zeugen zu laden, sagte Schwenn. (FAZnet)

29.3. Richter Joachim Bock gehen die Medienkontakte der Zeugin Viola S. so gegen den Strich, dass die ehemalige Verflossene des Wettermoderators Kachelmann über ihre Medienkontakte öffentlich Rechenschaft ablegen muss. . Die 31-jährige Diplom-Kauffrau ist ihrem ehemaligen Liebhaber – inzwischen – spinnefeind. Sie hat, wie andere Frauen auch, ihr Leben mit Kachelmann an die Bunte verkauft, und dafür das höchste Honorar von allen eingestrichen: 50.000 Euro. So viel, kommentiert Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn die Summe, „waren der Zeugin ihre Persönlichkeitsrechte und die des Angeklagten gleich mit wert.“ Auch dem Gericht geht das so gegen den Strich, dass Viola S. am 35. Verhandlungstag über ihre Medienkontakte öffentlich Rechenschaft ablegen muss.

Joachim Bock, Richter der 5. Großen Strafkammer, sagt dabei in ungewohnter Offenheit zu Viola S.: „Das Gericht sieht es als Respektlosigkeit an, dass Zeugen zur Presse marschieren, bevor es zur Hauptverhandlung kommt.“ Viola S. war zwischen 2003 und 2010 mit Kachelmann liiert. In der Bunten-Story nennt sie ihn „die Liebe meines Lebens“. Zunächst hielt sie offenbar zu ihrem Freund, der am 20. März 2010 in Frankfurt verhaftet wurde. Das positive Gefühl schwand aber bald, nachdem Viola S. merkte, dass sie nicht die einzige Frau im Leben Kachelmanns gewesen war.

Die Zeitschrift Bunte suchte den ersten Kontakt mit Viola S. nach deren Aussage am 14. April 2010, die Honorarvereinbarung über die dann mit 50 000 Euro honorierte Geschichte unterschrieb sie am 25. April. „Ich wusste, wenn ich das Interview mache, kontaktiert er mich nicht mehr“, sagt sie zur Begründung. „Es war auch ein Stück weit Selbstschutz.“ Kachelmanns Anwalt aber vermutet, neben dem üppigen Honorar, Rache als Motiv und zitiert aus einer polizeilichen Vernehmung, in der Viola S. die Hoffnung geäußert hat, dass Kachelmann „im Knast verreckt“. Nun änderte das Gericht seine Meinung: „Auch wir wollen uns nicht am Nasenring durch die Manege ziehen lassen“, sagt Bock.( www.fr-online.de/panorama)

29.3. Kachelmanns Ex fühlte sich verraten – „Ich habe seine Kinder kennengelernt, für mich war das meine Familie“, sagt S. „Für mich war klar, wo ich Ostern, Weihnachten verbringe. Dass war mein Leben. Dann erfuhr ich, dass er den Kindern aus dem Knast heraus gesagt hat, ich hätte ihn wegen der Kinder verlassen.“

Das sei der Grund für ihre Entscheidung gewesen: „Für mich ist mein Leben zusammengebrochen. Ich musste was tun.“ (B.Z.online)

29.9. Shoppen mit dem Kachelmann-Geld – Wer mit der „Bunten“ redet und 50.000 Euro dafür nimmt, der kann auch öffentlich befragt werden – so zumindest sah es das Gericht in Mannheim und ließ zum ersten Mal eine Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann in öffentlicher Verhandlung aussagen. Dessen Anwalt Schwenn nutzte die Chance und führte die Zeugin vor.
Flirtversuche“, sagt Anwalt Johann Schwenn scharf zu der jungen Frau, die vor ihm auf dem Zeugenstuhl sitzt und ihm gerade eine Frage beantwortet hat, „die wirken bei mir nicht“. Und dann belehrt er Viola S., die ihn selbstbewusst anschaut: „Sie müssen keinen Augenaufschlag machen. Sagen Sie nur ja oder nein.“ Neben Schwenn sitzt sein Mandant Jörg Kachelmann, starrt auf den Tisch, er zeigt keine Regung. Kachelmann war jahrelang mit Viola S. liiert. Nun treffen sie sich im Gerichtssaal in Mannheim wieder. Denn die 30-Jährige soll vor versammelter Presse und zahlreichen Zuschauern genau berichten, wie und warum sie ihr früheres Leben mit dem Wettermoderator im April 2010 in einem großen Interview ausgebreitet hat.

Mittlerweile ist jedoch bekannt, dass es Viola S. keineswegs nur um eine selbstlose Warnung ging. 50.000 Euro hat sie für das Interview bekommen. Ein Umstand, den Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn wütend macht. Er beantragt deshalb, Viola S. auch in öffentlicher Verhandlung zu hören, nachdem die Frau bereits im Oktober in nicht-öffentlicher Sitzung vernommen worden war. „Ich finde es indiskutabel, den Burda-Verlag Regie über diese Verhandlung führen zu lassen“, wettert Schwenn. Er wolle keine Frage stellen, die den unmittelbaren Persönlichkeitsbereich von Viola S. betreffe. Zudem müsse man auf diese Zeugin keine Rücksicht mehr nehmen. „Sie will, dass der Angeklagte im Knast verreckt. Das hat sie der Polizei gesagt und deshalb ist die öffentliche Verhandlung der richtige Ort.“( http://www.stern.de/panorama/prozess-gegen-tv-moderator-shoppen-mit-dem-kachelmann-geld-1669073.html)

29.3. Jahrelang habe sie Kachelmann geglaubt. «Für mich war das meine Familie. Es war klar, wo man Weihnachten und Ostern verbringt», sagte sie. 2003 hatte sie den Fernsehmoderator kennengelernt. In der «Bunten» hatte sie geschildert, dass sie regelmäßig seine Stiefkinder in Kanada besucht hatte.

Nach Bekanntwerden der Vergewaltigungsvorwürfe sei sie zunächst auf Kachelmanns Seite gewesen, erzählte die Zeugin. Sie habe gedacht: «Mein Partner ist festgenommen worden wegen eines wahnsinnigen Vorwurfs – da möchte man erstmal helfen.» Sie hatte sich sogar mit Kachelmanns damaligen Anwalt getroffen, um die Verteidigung zu unterstützen.

Dann kamen zahlreiche Anfragen für Interviews, erzählte die Zeugin. Im Büro, auf dem Handy, auf Privatmail, Geschäftsmail, Facebook und Xing. «Es kam von allen Seiten.» Anfangs habe sie gezögert. Dann habe sie gehört, dass Kachelmann seinen Stiefkindern erzählt habe, sie habe sich von ihm getrennt, weil er zu viel Zeit bei den Kindern erbracht habe. Das habe den Ausschlag gegeben.(Berliner Zeitung)

29.3. Richter rügen Medienauftritte von Kachelmanns Ex – Das Landgericht Mannheim hat die bezahlten Presseauftritte von Ex-Geliebten des Wettermoderators Jörg Kachelmann erstmals öffentlich kritisiert. Richter Joachim Bock sprach von einer „Respektlosigkeit gegenüber dem Gericht“. Es sei der Rolle eines Zeugen „nicht angemessen“, sich zunächst in der Presse zu äußern.

Gleichzeitig wies Richter Bock darauf hin, dass die in der Illustrierten erörterten Fragen nicht die Fragen des Gerichts seien. „Hier sind Sachen erörtert worden, die gar nichts in der Öffentlichkeit zu suchen haben“, so Bock. Deshalb gebe es gute Gründe für den Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Kammer stehe nun vor dem Problem, die Zeuginnen trotz ihrer Medienauftritte nicht-öffentlich zu hören.

Staatsanwalt Lars Torben Oltrogge befürwortete ein Splitten der Zeugenbefragung der Ex-Geliebten. Zur Beziehung zu Kachelmann und dessen Kindern solle die Frau hinter verschlossenen Türen befragt werden. Fragen der Verteidigung zu ihrer „Medienstrategie“ soll die Ex-Geliebte dann öffentlich beantworten. Auf den Vorschlag des Vorsitzenden Michael Seidling stimmte die Verteidigung dann dieser Aufteilung der Befragung zu.(Weltonline)

29.3. Inzwischen sind bei „Bild“ auch erste Fotos aufgetaucht, die die neue Ehefrau von Jörg Kachelmann zeigen soll. Mit der 25-jährigen Psychologie-Studentin Miriam aus Sachsen soll der Wettermoderator in der Stadt Wollerau am Zürichsee in der Schweiz zusammenleben. «Spiegel Online» hatte vermutet, dass Kachelmann seit Jahren eine Beziehung zu seiner jetzigen Ehefrau gehabt habe. Sie soll bei der Polizei positiv für ihn ausgesagt haben. (Pforzheimer Zeitung)

29.3. Lange Haare, dunkle Rehaugen, sanfter Blick. Das ist die junge Frau, die Ex-Wettermoderator Jörg Kachelmann (52) still und heimlich geheiratet hat. Sie heißt Miriam, ist erst 25 und studiert Psychologie. ER hat vielen Frauen die Ehe versprochen.

IHR hat er das Jawort gegeben.

Gelockte Haare, große Augen, scheuer Blick. Das ist die Frau, die Jörg Kachelmann (52) still und heimlich geheiratet hat.

…. Nicht einmal ihre Großeltern haben von ihrer Hochzeit etwas mitbekommen. Oma Heidemarie gestern traurig zu BILD: „Ich hätte ihr gerne gratuliert.“

Jörg Kachelmann hat die Familie seiner Frau bis zu seiner Festnahme nie kennengelernt. (Bildzeitung)

Anmerkung: Wie vieles was die Bild aufreisst ist dieser Artikel natürlich aus dem www verschwunden: http://www.bild.de/news/inland/joerg-kachelmann/neue-frau-kachelmann-studiert-psychologie-17133334.bild.html

29.3. Unterdessen gingen die Spekulationen über eine mögliche Heirat Kachelmanns weiter. Wie die Bild-Zeitung am Dienstag berichtete, soll der 52-Jährige eine 25 Jahre alte Psychologiestudentin geheiratet haben. Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker wollte den Bericht nicht bestätigen, dementierte ihn aber auch nicht. „Das geht keinen etwas an und das will auch keiner mehr wissen. Weder mein Mandant noch die Öffentlichkeit brauchen weitere Schnüffelreportagen aus seinem angeblichen Privatleben.“ (Schwäbische.de.)

29.3. Vom Standesamt in den Gerichtssaal: Nach der der Heirat mit einer 25-jährigen Psychologiestudentin geht für Wettermoderator Jörg Kachelmann der Vergewaltigungs-Prozess weiter. Als Zeugin wird erneut eine Ex-Geliebte befragt.(B.Z.online)

29.3. Die Ex-Geliebte hatte bis zur Verhaftung Kachelmanns am 20. März 2010 geglaubt, dessen einzige Partnerin zu sein. Sie hatte mehrmals Ferien mit Kachelmann gemacht und hatte sowohl mit seinen beiden in Kanada lebenden Kindern als auch zu seiner Mutter Kontakt.

Sie habe das Interview unter anderem gegeben, um die gescheiterte Beziehung zu verarbeiten, sagte die Frau vor dem Landgericht Mannheim. Für das Interview und Fotos hatte sie von der Zeitschrift 50’000 Euro bekommen.

Vor der Vernehmung hatte das Gericht die bezahlten Medienauftritte von Zeuginnen kritisiert. Dies sei «dem Respekt vor dem Gerichtsverfahren nicht angemessen», sagte Richter Joachim Bock. Das Gericht hatte von der Zeugin verlangt, ihre Honorarvereinbarung mit der «Bunten» offenzulegen.

Das Geld habe sie zu einem kleinen Teil gespendet. Ausserdem sei sie einkaufen gegangen und in die Ferien gefahren, sagte die Frau. «45’000 sind noch da.» Das Interview war noch vor Beginn des Prozesses veröffentlicht worden. Auch zwei andere Zeuginnen hatten sich nachweislich gegen Geld in den Medien geäussert.( www.vaterland.li)

29.3. Im Kachelmann-Prozess sagen gleich mehrere Ex-Geliebte des Moderators aus. Doch die Frauen äußern sich nicht nur vor Gericht – sondern auch in diversen Klatschpostillen. Kein geschickter Schachzug: In den Augen des Richters, so ließ dieser nun erkennen, könnte sie das unglaubwürdig machen.

Immer wieder war Johann Schwenn, dem Verteidiger Jörg Kachelmanns, vorgeworfen worden, er sei auf Krawall gebürstet – auch wegen seiner Angriffe auf jene Medien, denen Ex-Geliebte ihre Erlebnisse mit dem wegen Vergewaltigung angeklagten Wettermoderator erzählt haben. An diesem Dienstag hat das Landgericht Mannheim die bezahlten Presseauftritte der Frauen erstmals öffentlich kritisiert: Richter Joachim Bock sprach der Nachrichtenagentur dapd zufolge von einer „Respektlosigkeit gegenüber dem Gericht“. Es sei der Rolle eines Zeugen „nicht angemessen“, sich zuerst in der Presse zu äußern.(Süddeutsche.de)

36.Prozesstag Donnerstag, 31. März 2011

31.3. Am 36. Verhandlungstag im Fall Kachelmann ging es vor allem um die Glaubwürdigkeit des mutmasslichen Opfers und um die angebliche Voreingenommenheit der Staatsanwaltschaft. So musste am Donnerstag Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge vor dem Landgericht Mannheim Rede und Antwort stehen.

… Kachelmann-Anwalt Schwenn ist der Ansicht, dass es ein Fehler war, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen seinen Mandanten im vergangenen Jahr eröffnet hat, „obwohl das alles schon aktenkundig gewesen ist“. Er sieht diesen Umstand als „wesentliche Schwächung“ der Anklage.

Staatsanwalt Oltrogge hingegen erachtet die sogenannte „Brieflüge“ indes nicht als ausschlaggebenden Grund, an der Darstellung einer Vergewaltigung zu zweifeln. So habe das mutmassliche Opfer während der Vernehmung beispielsweise geweint und gezittert.

Die Frau sei auch ansonsten glaubwürdig gewesen. Die Beweisauswertung, die Spurensicherung sowie die medizinische Untersuchung hätten ihre Aussagen gestützt. (www.bluewin.ch)

31.3. Tja, was soll ich sagen … Eigentlich ist so was ja Privatsache, so eine Eheschließung. Aber im Fall Kachelmann ist es ja gerade das Private, das brisant ist. Und in der Tat gibt auch mir diese dritte Ehe des 52-Jährigen zu denken.

War es nur ein Zufall, dass die dritte Eheschließung des Angeklagten nach der Vernehmung aller Ex-Freundinnen, die ihm hätten gefährlich werden können, und vor der Urteilsverkündung bekannt wurde?

Eines ist vermutlich kein Zufall: Dass die Eheschließung ausgerechnet jetzt eine weitere Ohrfeige ist für die zahlreichen Frauen, die Kachelmann über Jahre miteinander betrogen hat. Und die nun auch noch öffentlich gedemütigt sind. Denn trotz alledem hatte sich die eine oder andere noch immer Hoffnungen gemacht …

Die 27 Jahre jüngere Psychologiestudentin, die das Rennen jetzt gemacht hat, scheint das schwächste Glied in der Frauenkette von Kachelmann gewesen zu sein. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung im März 2010 war sie die Jüngste unter den Ehe-Kandidatinnen – und wohl auch die Naivste.

Noch 2008 war Miriam ein unbekannter Fan, der dem bekannten TV-Moderator via Internet schöne Weihnachten wünschte. Dem folgte der übliche Chat-Verkehr, ein paar Wochen später ein erstes Treffen und ein paar Monate später der Umzug nach Konstanz. Angeblich auf seinen Wunsch hin. Dort geriet die Studentin offenbar in finanzielle Abhängigkeit von Kachelmann, der ihr seit Ende 2009 Geld gegeben haben soll.

Bei ihrer Vernehmung vor einem Jahr hatte Miriam erklärt, sie habe von den anderen Frauen nichts gewusst und sei davon ausgegangen, dass er so treu ist wie sie. Gleichzeitig erklärte sie, sie betrachte sich weiterhin als seine „feste Lebenspartnerin“ und wolle auf ihn warten. Die Psychologiestudentin wäre nicht die erste Frau in einer solchen Situation, die sich täuscht, wenn sie glaubt, alle anderen seien eben die Falschen gewesen – und sie sei endlich die Richtige.

Jetzt also der romantische Ringtausch. Ausgerechnet jetzt. Und ausgerechnet mit Miriam. Ein Ausdruck von Liebe? Oder ein weiterer Schachzug in dem Schmierentheater, das der Unstete uns seit einem Jahr liefert?

Eines ist klar: Diese erneute Heirat macht den der Vergewaltigung Angeklagten noch lange nicht zum Biedermann.(Alice Schwarzer bei Bild)

31.3. Oltrogges Kollege, Oberstaatsanwalt Oskar Gattner, bestätigte diese Aussage. Im Zeugenstand wies er darauf hin, dass aus Sicht der beiden Staatsanwälte nach wir vor ein Tatverdacht gegen Kachelmann bestehe, unabhängig von der Lüge bezüglich des Briefes: „Das ja bedeutet nicht, dass die Frau generell die Unwahrheit gesagt hat“, so Gattner.

Die frühere geliebte des Angeklagten sei während ihrer Aussage sichtlich mitgenommen, geradezu „aufgelöst“ gewesen. Nachdem sie eingeräumt hatte, dass der angeblich anonyme Brief von ihr gewesen sei, hatte sie befürchtet, Kachelmann – der damals in U-Haft saß – komme nun wieder auf freien Fuss. Nach Angaben Gattners habe sein Kollege Oltrogge darauf hingewiesen, dass dies nicht ohne weiteres geschehe.(Der Westen)

 31.3. Verhandlung – Einlass ist um kurz vor 09:00 Uhr. Dieser Prozesstag ist sehr gut besucht. Von den Reportern sind alle mit „Rang“ und „Namen“ anwesend. Frau Friedrichsen, Frau Rückert, etc. Von der Bunten ist Frau May Vorort. Auch die Zuschauer sind zahlreich erschienen. Ich würde sagen, über zwei Drittel der Plätze sind belegt. Es sitzen drei Staatsanwälte auf der Anklageseite!

Von den Gutachtern ist niemand anwesend. Auf Seiten der Staatsanwaltschaft sind noch die Schilder von Prof. Dr. Pleines und Greuel. Auf der Seite der Verteidigung stehen auch noch zwei Schilder. Die Namen kann ich trotz „Adleraugen“ nicht lesen, da ich fast ganz hinten im Saal sitze.

09:09 Uhr ist Einlass. Richter Seidling spricht das Programm des heutigen Tages an. Die Vernehmung von den Staatsanwälten StA Oltrogge und OStA Gattner. Vorher fragt er ob es Anträge gibt?

RA Schwenn meldet sich zu Wort. Er nimmt die heutige? (da bin ich nicht sicher), Ausgabe der Hamburger Bildzeitung zum Anlass die dortige Berichterstattung etwas in Augenschein zu nehmen. Dort werde gezeigt, wie eine gut gelaunte Viola S., nach ihrer Aussage in die Mittagspause geht. Eine Frau die vorher alles getan hatte, eine „leidenden Eindruck“ zu machen. RA Schwenn sagt, (wörtlich): „ihre Miniausbrüche seien Theater“! Dieses Bild habe sich zumindest bei Herrn Schwenn geprägt durch das Verhalten der Zeugin. Erst vor Gericht und dann in der Pause.

Richter Bock fragt ob RA Schwenn, inhaltlich die Aussage von Viola S. bestreitet?

RA Schwenn bestreitet nichts. Für ihn sei offensichtlich, dass alles in den Aussagen der Zeugin geprägt war um seinem Mandanten zu schaden. Es gäbe große Bereiche wo er sich nicht sicher ist ob sie die Wahrheit sag

Schwenn stellt also einen Augenscheinbeweisantrag!

StA Oltrogge ist der Meinung, RA Schwenn könne eine Momentaufnahme des Auftretens der Zeugin doch nicht als „Beweis“ ansehen, dass sie evtl. gelogen habe?

Schwenn: Nein, aber es sei doch seltsam, wie ein zu tiefst erschütternder Sachverhalt geschildert würde und kurz später tritt die Frau lächelnd vor die Kamera!

Richter Seidling wirft ein, sie kämen später auf den Beweisantrag zurück.

RA Schwenn meldet sich wieder zu Wort. Die Beweisaufnahme sei ein Irrweg gewesen. Er habe gedacht die Kammer hätte sich inzwischen auch von der Art der Beweiswürdigung verabschiedet, die bis jetzt statt gefunden habe. Sonst würde man garantiert noch länger als Ende Mai hier sitzen.

Richter Seidling meint dazu nur, alles sei im zeitlichen Rahmen. (Sinngemäß). Es geht nun darum wie ein Zeuge sich vor Gericht verhält? Es wäre darum gegangen, was die Zeugin zum Leben mit dem Angeklagten zu sagen habe. Der Angeklagte würde ja dazu schweigen, daher wollten sie das gemeinsame Leben durch die Aussage der Zeugin Viola S. erörtern. Die Kammer müsse sich ein Bild machen. Die Aussagen würden dann auch mit den Angaben in den Akten verglichen. Da gäbe es schließlich einen Mailverkehr, Chatprotokolle und vieles habe übereingestimmt.

RA Schwenn erwähnt nun, es habe kein gemeinsames Leben mit seinem Mandanten gegeben. Chatverkehr könne nichts über ein solches aussagen. Für ein freisprechendes Urteil käme es nicht auf die Vita an. Ein freisprechendes Urteil brauche kein Urteil der Person. Die Kammer müsse sich doch Gedanken machen: „Wohin die Reise gehen soll?“.

Wenn die Kammer über Beweisanträge berate, sollte man seinen Antrag vor dem Hintergrund sehen, dass die Angaben von Aussagen, gekaufter Zeuginnen kommen.

Seidling: NOCH sind wir in der Beweisaufnahme.

StA Oltrogge wirft ein, man solle keine Schwarz-Weis Malerei betreiben, was zu sagen sei im Hinblick auf „die Bunte“. Die Aussage müsse man differenzierter sehen.

RA Schwenn, sagt zu StA Oltrogge: ach so, keine Schwarz-Weis-Malerei. Ich freue mich auf ihre Vernehmung!

StA Oltrogge bittet nun um eine kurze Unterbrechung.

RA Schwenn findet, der neue Beisitzer, (Staatsanwalt) solle doch nun vorgestellt werden. Richter Seidling verkündet, dies sei Staatsanwalt Wegerle.

09:25 Uhr. Es ist Pause! Voraussichtlich 15 Minuten. (jedoch nicht ohne kurzen Wortwechsel seitens der Kammer. Frau RA Combé hätte den Namen des Staatsanwaltes, (Beistand) auch gekannt und ihn RA Schwenn mitteilen können. (Dann hätten wir, (Zuschauer) ihn jedoch immer noch nicht gewusst. Kleine Anmerkung meinerseits).

09:30 Uhr. Herr StA Oltrogge und OStA Gattner betreten gemeinsam den Saal. Ohne Robe und im „Zwillingslook“. Tragen beide einen braunfarbigen Blazer. Es folgt die Belehrung. Nicht sehr ausführlich, da die Herren ja Bescheid wissen. OStA Gattner wird gebeten für die Zeit der Vernehmung von StA Oltrogge draußen zu warten, jedoch erreichbar zu sein.

RA Schwenn spricht eine sogenannte „Aussagegenehmigung“ an. Diese liege vor….Alles was nicht in der Presse stand – Weiterlesen:  Mascheras Bericht - http://ritaevaneeser.wordpress.com/2011/03/29/jorg-kachelmann-und-das-chaos-chronik-teil-iii/comment-page-1/#comment-24102

31.3. Freispruch für Kachelmann liegt in der Luft -Jörg Kachelmanns Ankläger müssen erklären, warum sie dem mutmaßlichen Opfer trotz Lüge glaubten. Verteidiger Schwenn trumpft unterdessen auf. Der Anwalt spürt einen Wechsel in der Meinung der Richter. De Wahrheit sollte man sagen und nichts als die Wahrheit. Nicht erst vor Gericht, auch schon, wenn einen Staatsanwälte befragen. Claudia D., das mutmaßliche Opfer von Jörg Kachelmann, hat es nicht getan. Sie hat gelogen. Und trotzdem, man ermittelte weiter, beließ man Kachelmann in Haft, erhob schlussendlich Anklage.

Dafür müssen sich Lars-Torben Oltrogge und Oskar Gattner jetzt rechtfertigen, am 36. Prozesstag im Vergewaltigungsverfahren, jene Staatsanwälte, denen Kachelmanns Verteidiger vorwirft, sich rettungslos in den Schuldvorwurf verbissen zu haben. Sie müssen es in einer für sie ungewohnten Rolle tun: im Zeugenstand.

….Aber Claudia D. blieb bei den Vorwürfen – und verteidigte ihre Lügen. „Ich hatte große Angst, dass man mir nicht glauben wird“, soll Claudia D. laut Vernehmungsprotokoll gesagt haben. „Ich hatte Bedenken, dass alles geplant wirkt.“ Warum aber hat sie Kachelmann nicht früher zur Rede gestellt? „Ich habe den Mut nicht gefunden.“ Es sei alles so gut gelaufen mit ihm, sie habe sich Hoffnungen gemacht. Und nun schäme sie sich für ihre Falschaussagen.

„Ein Einschlag“, so nennt es Oberstaatsanwalt Gattner, als die Nachricht von der Computerauswertung kam. Doch man sei sich bald klar darüber geworden, dass dies für den Wahrheitsgehalt der Aussage zur angeblichen Tatnacht nichts bedeuten müsse – und zwar noch vor der denkwürdigen Vernehmung der Zeugin.

Was folgt aus einer solchen Lüge? Hätte Claudia D. nicht ihre – nach eigenen Worten ganze – Geschichte erzählt, Kachelmann wäre wohl auf freien Fuß gekommen. So deutet es Oltrogge gegenüber den Richtern an. Aber nein, „aus meiner Sicht schien das alles plausibel“, sagt der Staatsanwalt; der dringende Tatverdacht blieb, trotz der Lüge. „Auch, weil das nicht das Kerngeschehen betraf.“

….Immer wieder grätscht der Anwalt dazwischen, wenn eine Aussage Oltrogges ihm formal missfällt, fährt ihn an, er schulde mehr Respekt, weil ihm ein Satz zu frech erscheint, legt sich mit den Richtern an, weil er meint, sie guckten gelangweilt. „Manches hier kann man nur mit einem Lächeln ertragen“, entfährt es Richter Joachim Bock.

….„Im Dezember lief noch alles auf eine Verurteilung zu. Heute wissen wir alle, wohin die Reise geht“, sagt der für seine Selbstgewissheit bekannte Jurist, ohne das Wort Freispruch in den Mund zu nehmen. Möglich, dass er richtig liegt, auch wenn er das eigene Verdienst daran vermutlich zu hoch ansetzt. Sollte es Zweifel an Kachelmanns Schuld geben, so wäre offen, mit welchen Zeugen oder anderen Beweismitteln sie zu beseitigen wären. In vergleichbaren Verfahren – ohne die öffentliche Aufmerksamkeit – hätte man womöglich früher einen Schlussstrich gezogen. Hier will sich das Gericht unter keinen Umständen dem Vorwurf aussetzen, es habe das Geschehen nicht gründlich aufgeklärt.

Andererseits gibt es einen großen, dunklen Faktor, und das sind die Aussagen der Ex-Geliebten unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Auf sie scheint das Gericht viel Wert zu legen. Im Fall eines Schuldspruchs werden die Richter sehr gut erklären müssen, warum.(Tagesspiegel)

31.3. Am 36. Verhandlungstag im Fall Kachelmann ging es vor allem um die Glaubwürdigkeit des mutmasslichen Opfers und um die angebliche Voreingenommenheit der Staatsanwaltschaft. So musste am Donnerstag Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge vor dem Landgericht Mannheim Rede und Antwort stehen.

Dabei bekräftigte der 36-jährige Ankläger, er habe das mutmassliche Opfer nicht zu einer belastenden Aussagen gegen den Moderator ermuntert. Die ehemalige Geliebte beschuldigt Kachelmann der Vergewaltigung. Der wiederum bestreitet die Tat und äussert sich nicht in der Sache.

Um zu klären, ob die Staatsanwaltschaft gewissenhaft ihrer Aufgabe nachgekommen ist, hatte Kachelmann-Anwalt Johann Schwenn die Zeugenbefragung der beiden Ankläger Oltrogge und Gattner beantragt. Ausserdem hält Schwenn es für möglich, dass die beiden unzutreffende Protokollnotizen vorgelegt haben und Informationen an die Presse weitergegeben haben.

Allen Punkten widersprach Staatsanwalt Oltrogge mit Nachdruck. Er musste sich etwa zwei Stunden lang im Zeugenstand zur Sache äussern. Er betonte, er habe das angebliche Vergewaltigungsopfer nicht im Sinne der Anklage beeinflusst.

Im Gegenteil, habe er die 38-jährige Radiomoderatorin eindringlich darauf hingewiesen, dass sie bei Falschaussagen „in Teufels Küche“ kommen könne, also das ernste juristische Konsequenzen drohten.

Diese Bemerkung sei indes nicht grundlos gefallen, sagte der Staatsanwalt. So habe das mutmassliche Opfer während des Gesprächs eingeräumt, dass ein angeblich anonym verfasster Brief in Wirklichkeit von ihr selbst gestammt habe.(swissinfo.ch)

31.3. Die Radiomoderatorin hatte zunächst behauptet, sie habe erst am Tattag aus einem anonymen Schreiben erfahren, dass Kachelmann eine Beziehung zu einer anderen Frau habe.
Dann jedoch ergab die Auswertung der Daten auf ihrem Computer, dass sie schon vorher über Facebook Kontakt zu einer anderen Geliebten hatte. „Das war ein einschneidender Tag“, berichtete Oberstaatsanwalt Oskar Gatter. Konnte man Simone W. noch glauben? Die Ermittler waren sich recht früh einig: Selbst wenn sie in einem Punkt gelogen hatte, müsse dies nicht bedeuten, dass sie auch im Hinblick auf das „Kerngeschehen“, also die vorgeworfene Vergewaltigung, die Unwahrheit sagte.
Am 20. April vernahmen Oltrogge und Gattner die ehemalige Geliebte. Sie räumte ein, dass sie Mailkontakt zu einer anderen Geliebten hatte. Sie habe jedoch zunächst gehofft, dass es „nur ein Missverständnis ist“. Dann aber habe sie einen anonymen Brief erhalten – mit einer Kopie von Flugtickets, die auf Kachelmann und eine andere Frau lauteten. Diesen Brief habe sie am 8. Februar erhalten, also dem Tag der behaupteten Vergewaltigung.
Staatsanwalt Oltrogge fragte mehrmals nach und ermahnte die Frau: „Ihnen muss klar sein, dass, wenn das wieder nicht stimmt, Sie in Teufels Küche kommen.“ Doch Simone W. blieb bei ihrer Version. Erst in einer Vernehmungspause ließ sie über ihren Anwalt ausrichten, dass sie noch etwas zu sagen habe. Dann gab sie zu, dass sie schon Monate vorher die Kopien der Tickets bekommen habe. Sie habe an der Lüge festgehalten, weil sie befürchtet habe, man würde ihr sonst gar nichts mehr glauben.
Nach der Vernehmung sei Simone W. in Tränen ausgebrochen. „Jetzt kommt er doch bestimmt frei“, habe sie gesagt. Oltrogge beruhigte sie jedoch – für die Staatsanwälte änderten diese Lügen nichts am dringenden Tatverdacht. Allerdings: „Wenn sie nicht die Aussage korrigiert hätte, stand in der Diskussion, ob es nicht zu einer Haftentlassung gekommen wäre“, sagte Oltrogge.
So jedoch dauerte es noch mehr als drei Monate, bis Kachelmann auf Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe am 29. Juli 2010 bis zum Prozess aus der Untersuchungshaft freigelassen wurde. Zentrales Argument dabei: Die Nebenklägerin habe „bei der Anzeigeerstattung und im weiteren Verlauf des Ermittlungsverfahrens (…) zunächst unzutreffende Angaben(www.echo-online.de)

31.3. Dieser Donnerstag war eine Katastrophe für die Mannheimer Staatsanwaltschaft. Und zwar bis zur letzten Bemerkung des Anklagevertreters am späten Nachmittag: Der Vorwurf, die Mannheimer Staatsanwaltschaft habe im Fall Kachelmann nicht objektiv, sondern einseitig zum Nachteil ermittelt, sei an diesem Verhandlungstag eindeutig widerlegt worden.

War der Mann in einer anderen Veranstaltung?

Im Landgericht Mannheim nahm das Bild der Anklageentstehung gegen den Wettermoderator mehr und mehr Gestalt an.

Von den ersten Bewertungen der Kripobeamtinnen, die sich von den Tränen und dem Zittern der angeblich von Kachelmann vergewaltigten Claudia D. unmittelbar nach der „Tatnacht“ hatten beeindrucken lassen, war bereits in der Vergangenheit die Rede. An Donnerstag ging es nun um die Vernehmungen des mutmaßlichen Opfers durch die Mannheimer Staatsanwälte Lars-Torben Oltrogge und Oberstaatsanwalt Oskar Gattner.

Mehrmals mahnten die Ermittler Kachelmanns Ex-Geliebte, die Wahrheit zu sagen – doch in einem Punkt log das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer zunächst beharrlich.

Schon bei der Vernehmung am 20. April vorigen Jahres, als die Staatsanwaltschaft bereits im Besitz von schriftlichen Dokumenten war, die eine zumindest teilweise Falschaussage Claudia D.s belegten, hätten die Alarmsirenen bei Oltrogge und Gattner schrillen müssen. Trotzdem vernahm man ohne Tonband, ohne Video, diktiert wurde „abschnittsweise“. Und dies in einem derart brisanten Fall, in dem es um die Konfrontation der Frau mit ihren falschen Aussagen ging und eine genaue Dokumentation das A und O gewesen wäre.

…. Gattner äußerte sich noch offener auf Nachfrage, ob man sich Gedanken gemacht habe, wie man je nach Ausgang der Vernehmung verfahren wolle. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht“, sagt Gattner. „Denn diese Erkenntnisse, die man durch die Auswertung des Computers gewonnen hatte, waren ja ganz wesentliche! Aber wir hatten schon vor der Vernehmung das Ergebnis festgelegt. Diese Erkenntnisse bedeuteten nach unserer Auffassung nicht, dass insgesamt eine Falschaussage vorliegt.“ Das auffällige Verhalten der Frau in der Vernehmung änderte daran nichts mehr.

Staatsanwaltschaft erkennt „keine Belastungstendenz“ bei Zeugin – „Und nach dem Gespräch mit der Nebenklägerin im Anschluss an die Vernehmung?“ fragte die Richterin auch Gattner. „Sie war ziemlich aufgelöst und weinte immer wieder, wir ließen ihn jetzt frei. Darauf äußerte sich Herr Oltrogge.“

„Und wie?“  “Das weiß ich nicht mehr. So ungefähr: Nach dem derzeitigen Stand erfolge keine Freilassung. Das war auch meine Position. Wir hatten uns ja intensiv mit dieser Frage beschäftigt. Als die Computerauswertung kam mit den Hinweisen, dass die Nebenklägerin nicht die Wahrheit gesagt hatte, war das schon einschneidend. Ich weiß noch genau, dass ich gegen meine Gewohnheit allein zum Mittagessen ging.“

Hauptsache offenbar, Kachelmann blieb im Gefängnis. Letztlich blieben die Staatsanwälte vom Tatverdacht gegen den Moderator überzeugt.

…. „Sind ihr Zusagen gemacht worden?“ Beisitzer Joachim Bock stellte immer wieder die entscheidenden, die unangenehmen Fragen. Oltrogge wich erst einmal aus. Verteidiger Schwenn: „Habe ich mich verhört? Sie haben keine Zusagen gemacht? Mich interessiert, worüber Sie in den besagten 20 Minuten diskutierten. Nur über die Entlassung Herrn Kachelmanns?“. „Wir tranken Kaffee und Mineralwasser“, antwortete Oltrogge.

Eine interessante Frage auch: Hat Claudia D.s Anwalt von ihren Lügen gewusst? Oder hat sie auch ihn angelogen? Oltrogge umschiffte die Frage. Gattner hatte den Eindruck, auch Rechtsanwalt Franz sei seinerzeit ziemlich überrascht gewesen.(Giesela Friedrichsen : Geliebte belog die Staatsanwälte,Spiegel online)

31.3. Sehr geehrte Frau Schwarzer……Sie nennen sich immer noch unverzagt Journalistin, Publizistin, Chefredakteurin. Diesen offenen Brief bekommen Sie von mir in dieser Funktion — und nicht etwa in der als oberste Frauenrechtlerin der Republik. Seit Monaten begleiten Sie als Journalistin den Prozess um Jörg Kachelmann und haben sich dafür das feministische Leitmedium “Bild”ausgesucht. Das ist soweit Ihr gutes Recht, auch wenn ich den Widerspruch zwischen “Ich habe jetzt mehr Gefühl in den Nippeln” (Daniela Katzenberger in der “Bild”) und Ihrem hehren Anspruch, für die Frauen des Landes im Allgemeinen und die Opfer von Jörg Kachelmann im Speziellen zu kämpfen, immer noch nicht aufgelöst sehe. Sei´s drum.

Eines vorweg: Ich habe keine Ahnung, ob Jörg Kachelmann eine Frau vergewaltigt habe. Wenn es so war, wird er bestraft werden. Nur: Sie, Frau Schwarzer, haben leider auch keine Ahnung, ob Kachelmann schuldig im Sinne der Anklage ist. Trotzdem suggerieren Sie in allen Ihren “Kommentaren” in der “Bild” einen üblen Eindruck von Kachelmann, auf eine Art, die ich offen gestanden widerlich finde. Widerlich deswegen, weil es die selbe Art von vorverurteilendem Kampagnenjournalismus ist, die Sie doch gerne kritisieren.

….Was Sie betreiben, Frau Schwarzer, hat nichts mit Journalismus zu tun. Nicht mal dann, wenn man Ihnen diese Kampagne, die Sie betreiben, als Kommentar oder Meinungsäußerung durchgehen ließe. Sie haben es auf Kachelmann abgesehen, Sie wollen ihn zur Strecke bringen. Sie betreiben eine unerträgliche Vorverurteilung, die der Presserat jedem Provinz-Gerichtsreporter um die Ohren hauen würde. Eine Vorverurteilung, die Sie, beträfe sie das mutmaßliche Opfer, vermutlich sofort wutschnaubend in die nächste Kerner- oder Will- oder Illner-Sendung laufen ließe.

Ich hatte mal so etwas ähnliches wie Respekt vor Ihnen. Inzwischen gehören Sie zu den albernsten Figuren in den deutschen Medien, eine Art weiblicher Franz Josef Wagner. Immer drauf, immer raus mit dem eigenen Weltbild.

Journalistin jedenfalls, finde ich, sollten Sie sich besser nicht mehr nennen. http://www.blog-cj.de/blog/2011/03/31/sehr-geehrte-frau-schwarzer/

April 2011

2.4. Vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf – Patricia Riekel

Blitzhochzeit mit dieser Studentin – Tanja May… Bunte 14/2011

Anmerkung: Tendenziös, bösartig ,primitiv …..Welche *People* sind das für die solche Schreiberlinge Seiten füllen?

3.4.Die Ranch liegt mitten in der kanadischen Wildnis. Das Grundstück ist 38 Hektar groß, aus dem Haupthaus (300 Quadratmeter), ausgestattet mit Marmorbad und Fußbodenheizung, blickt man auf den Crescent-See. Auf dem Gelände stehen ein Gästehaus, eine Satellitenanlage – und ein Wetterturm. Der Preis, den der Makler für das Anwesen verlangt: 1,4 Millionen Kanadische Dollar (1,02 Millionen Euro). Wer sich bei ihm nach dem Verkäufer erkundigt, dem erzählt der Makler von einem berühmten Moderator aus Europa: Jörg Kachelmann.

Stück für Stück scheinen die Kosten für den Rechtsstreit das Lebenswerk des Wettermoderators aufzufressen – egal ob er am Ende schuldig gesprochen wird oder nicht. Auch die Wohnung von Jörg Kachelmann auf der Insel Hiddensee (Mecklenburg-Vorpommern) wurde zum Verkauf angeboten. (Bild)

3.4. Herr Kachelmann, die Prozesskosten und schöne Bilder seiner Ranch in Kanada – Alles zusammen scheint nicht zu funktionieren. Derzeit wird die in British Columbia in Kanada gelegene Big-Sky-Ranch von Jörg Kachelmann im Internet hier und dort zum Verkauf angeboten. Schöne Bilder einer tollen Ranch, die zum Preis von 1.400.000,- CAD einen neuen Eigentümer sucht.

Hintergrund mag die Tatsache sein, dass auch bei einem Freispruch nach § 467 StPO nur seine notwendigen Auslagen der Staatskasse zur Last fallen würden. Zu den notwendigen Auslagen gehören jedoch nur die gesetzlichen Gebühren eines Strafverteidigers und nicht die frei vereinbarten Honorare für zwei gefragte Spezialisten und in Eigenregie beauftragte Sachverständigengutachten. Bei der aktuellen Kachelmann-Umfrage glauben aber noch knapp 48% der Befragten an eine Verurteilung in erster Instanz. Eine rechtskräftige Verurteilung halten immerhin noch 21,58% für wahrscheinlich.( http://fachanwalt-fuer-it-recht.blogspot.com/2011/04/herr-kachelmann-die-prozesskosten-und.html)

37. Prozesstag Montag, 04. April 2011

4.4. Im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann (52) hat das Landgericht Mannheim erneut die partiellen Erinnerungslücken des mutmasslichen Vergewaltigungsopfers zu klären versucht. Am Montag sagte der Hirnforscher Hans Markowitsch aus Bielefeld vor der 5. Grossen Strafkammer aus.

Der Hirnforscher und Neuropsychologe führte im öffentlichen Teil seiner Aussage aus, dass traumatische Erlebnisse «unter gewissen Umständen» zu Erinnerungslücken führen können. Wenn in der Kinderheit Traumata aufgetreten sind, komme es später «öfter zu Gedächtnisblockierungen», erklärte Markotisch. Die Blockade könne sich darin äussern, dass Patienten sich entweder emotionslos nur noch an die Fakten erinnern oder umgekehrt nur noch die Gefühle wiedergeben können. Im zweiten Teil seiner Aussage sollte Markowitsch die Aussage des angeblichen Vergewaltigungsopfers beurteilen. Während dieser Äusserungen wurde die Öffentlichkeit erneut ausgeschlossen.

Ob der Hirnforscher überhaupt gehört wird, darüber war zuvor zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung gestritten worden. Verteidiger Johann Schwenn fand den Beitrag Markowitschs «unnötig», weil der gerichtlich bestellte Sachverständige bereits umfassende Angaben gemacht habe.

Dabei war es ursprünglich die Verteidigung gewesen, die Markowitsch als Sachverständigen geladen hatte. Kachelmanns früherer Verteidiger Reinhard Birkenstock hatte Markowitsch beauftragt. Schwenn zog ihn dann aber zurück. Daraufhin beantragte die Staatsanwaltschaft die Anhörung des Hirnforschers.(Basler Zeitung)

4.4. Kachelmann-Prozess: Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers unklar – Am Montag hat ein Hirnforscher im Kachelmann-Prozess ausgesagt. Thema waren die Erinnerungslücken des mutmaßlichen Opfers. Doch auch nach der Aussage des Experten herrscht Uneinigkeit.(Augsburger Allgemeine)

4.4. Die Aussage des Professors bringt Kachelmann heftig in Bedrängnis! Tag 37 des Mega-Verfahrens.

• 9.09 Uhr. Bevor der Professor zu Wort kommt, wird es wieder einmal laut im Saal. Denn: Markowitsch sagt heute auf Wunsch der Staatsanwaltschaft aus. Ursprünglich wurde er von der Verteidigung bestellt – Kachelmanns neuer Anwalt Johann Schwenn (63) aber wollte auf ihn verzichten und wettert: „Es geht der Staatsanwaltschaft doch nur darum, hier noch irgendwie Flagge zu zeigen!“

• Um 11.02 Uhr beginnt die Vernehmung. Die wichtigste Frage: Sind die Gedächtnislücken von Sabine W. medizinisch zu erklären – oder hat sie sich die Vergewaltigung ausgedacht und spart deshalb mit Details? Markowitsch: „Wenn es in Kindheit oder Jugend traumatische Erlebnisse gab, kann es zu Gedächtnislücken kommen.“

BILD erfuhr: Sabine W. hatte tatsächlich ein einschneidendes Erlebnis in ihrer Jugend: Sie war Hürdenläuferin, wollte Spitzensportlerin werden – bis eine Verletzung sie aus der Bahn warf. Kann ein solches Erlebnis zu späteren Gedächtnislücken führen? Der Hirnforscher zu BILD: „Ja.“

• Der Neuropsychologe im Zeugenstand über die Stunden nach der angeblichen Tat: „In der Zeit von Mitternacht bis acht Uhr morgens dürfte das mutmaßliche Opfer kaum geschlafen haben. Sie wird über Stunden gegrübelt, die Situation im Geiste hin und her thematisiert haben. Man kann nicht davon ausgehen, dass sich eine Person nach solch einer Ausnahmesituation normal verhält.“

Nächster Irrsinn in diesem Mammut-Verfahren: Das Gericht macht jetzt erst einmal für vier Wochen Prozess-Pause! Kachelmann macht Urlaub, reist nach Kanada, besucht seine Kinder. Der 38. Verhandlungstag ist für den 2. Mai geplant.(Bild)

5.4. Fall Kachelmann: Lauf, Staatsanwalt, lauf! – Ja, ich weiss, es gibt auch andere Staatsanwälte, solche, die zugunsten des Angeklagten tätig werden, die beide Seiten sehen, die auf die Ergebnisse der mündlichen Verhandlung reagieren, sachgemässen Einstellungen zustimmen oder sogar Freisprüche beantragen – und dies sind meistens diejenigen Staatsanwälte, die ihren Beruf lieben, so, wie ich den meinen liebe und so, wie dies sicherlich auch viele Richter mit dem ihren tun. Diese sind dann auch die, die die Rolle des Verteidigers richtig einordnen können und mit denen ein Umgang „auf Augenhöhe“ möglich ist. Aber, und damit kommen wir jetzt zum Fall Kachelmann, die beiden Akteure aus der Zaubermantelfraktion in Mannheim scheinen zu der erstbeschriebenen Gruppe zu gehören, denn nach ihrem sich aus den Medien ergebenden Verhalten und ihren eigenen Zeugenaussagen, so wie man sie in der Presse nachlesen kann, muss man wohl festhalten, für sie gilt ebenfalls das Motto: „Lauf, Staatsanwalt, lauf!“ (http://stscherer.wordpress.com/2011/04/05/fall-kachelmann-lauf-staatsanwalt-lauf/)

6.4. Sie ist eine der bekanntesten Zeuginnen im Kachelmann-Prozess: 50.000 Euro bekam die ehemalige Geliebte für ein Interview und Fotos in der Zeitschrift „Bunte“, die sie mit einem großen Porträt auf die Titelseite hob (“Jörg Kachelmann – Jetzt spricht die Ex-Freundin“). Nun aber geht die 34-Jährige großflächig gegen Medienberichte vor: Sie wehrt sich dagegen, dass in der Berichterstattung über den Prozess ihr Name genannt wird – auch wenn der Nachname mit nur einem Buchstaben abgekürzt wird.

Die gelernte Diplom-Kauffrau, die unter dem Pseudonym „Isabella M.“ in der „Bunten“ auftrat, präsentierte sich in ihrer Zeugenvernehmung vor dem Landgericht Mannheim in der vergangenen Woche überaus selbstbewusst: Sie versteckte ihr Gesicht nicht vor den Fotografen, auch die Fragen von Verteidiger Johann Schwenn parierte sie souverän.

Zahlreiche Medien berichteten über den Zeugenauftritt, viele kürzten den Nachnamen mit dem Anfangsbuchstaben ab. Am nächsten Verhandlungstag legte Schwenn sogar dem Gericht eigens die „Bild“-Zeitung mit den Fotos vor, um darauf hinzuweisen, dass die Zeugin in Verhandlungspausen „gut gelaunt“ gewesen sei. Das Gericht hatte die bezahlten Medienauftritte von Zeuginnen kritisiert. Dies sei „dem Respekt vor dem Gerichtsverfahren nicht angemessen“, sagte Richter Joachim Bock. Die Richter hatten von „Isabella M.“ verlangt, ihre Honorarvereinbarung mit der „Bunten“ offenzulegen.

Nun verschickte eine Hamburger Anwältin in ihrem Auftrag Abmahnschreiben an mindestens 18 Medienhäuser. Die Veröffentlichung des Namens, auch in abgekürzter Form, verletze das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Sie fordert Unterlassung und Ersatz der Anwaltskosten. Im Einzelfall können das je nach Streitwert um die 1000 Euro sein. Die Anwältin will sich in der Öffentlichkeit nicht zu den Fällen äußern.

Schon Monate vor ihrem Zeugenauftritt vor Gericht hatte „Isabella M.“ in der „Bunten“ ausgesagt. In der zehn Seiten langen Titelgeschichte berichtete sie über ihre Beziehung zu dem Moderator, dazu druckte die „Bunte“ zahlreiche Fotos, auch private Aufnahmen von Kachelmann und „Isabella M.“, sogar eine Kinderzeichnung von einem seiner Stiefsöhne. Vor allem aber: Ihr Bild ist auf der Titelseite des mit mehr als 680.000 Exemplaren verbreiteten Magazins.

„Die Veröffentlichung eines Titelbildes macht die Frau viel stärker identifizierbar als jedenfalls die Nennung des abgekürzten Namens“, sagt der Berliner Medienanwalt Christian Schertz, der zahlreiche Prominente in Presserechts-Prozessen vertritt, am Streit um die Kachelmann-Zeugin aber nicht beteiligt ist. „Es geht nicht an, einerseits für Geld die Identität und persönliche Details plakativst offenzulegen und dann zu sagen, ich möchte meine Privatsphäre schützen. Entweder ich mache die Tür auf oder ich mache die Tür zu.“

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands, Michael Konken, ergänzt: „Wer sich in einem weit verbreiteten Magazin mit Fotos öffentlich zur Schau stellt, will nicht länger anonym bleiben. Das Anonymitätsgebot des Pressekodex gilt für Opfer, nicht aber für Personen, die ihre Erlebnisse meistbietend vermarkten.“

Zahlreiche Medien wollen das Unterlassungsbegehren nicht akzeptieren. So etwa die Mediengruppe M. DuMont Schauberg, die unter anderem die „Frankfurter Rundschau“ und den „Kölner Stadt-Anzeiger“ verlegt. „Die Zeugin hat durch das Interview in der „Bunten“ zahlreiche private Details ihrer Beziehung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, sagt Du-Mont-Justiziarin Susanna Dahs. „Deshalb muss sie es hinnehmen, dass sich die Öffentlichkeit auch dann für sie interessiert, wenn ihr das nicht so recht ist.“

„Isabella M.“ hatte selbst in ihrer Zeugenaussage darauf hingewiesen, dass von den 50.000 Euro nach Steuern gar nicht mehr so viel übrig bleibe. Außerdem müsse man, wenn man so eine Geschichte mache, „mit den Konsequenzen leben“. Wenn die Dinge schlecht laufen für sie, dann könnte ein guter Teil des Honorars für Anwaltskosten fällig werden. (Hamburger Abendblatt)

7.4. „Der Kachelmann-Prozess“ Ein Frosch. Ein Kuss. Und kein Prinz – Dieser vielleicht schusselige, aber in seinem Sexualleben offensichtlich mehr sadistische als liebe Mann steht inzwischen nicht mehr nur vor Gericht, sondern auch vor den Trümmern seiner Existenz. Die Beweislage scheint dünn. Ein Rechtsmediziner sagt, die angebliche Schnittwunde am Hals des so genannten Opfers sei eher eine Schürfwunde. Die Blutergüsse an den Beinen seien eher selbst zugefügt. Ein zweiter Rechtsmediziner stellt fest, die Halswunde stamme eher nicht von einem Messer. Die Hämatome an den Schenkeln könnten größenbedingt eher nicht von Kachelmann kommen. Die Ritzwunden auf dem Bauch seien zu regelmäßig für einen dynamischen Tathergang.

7.4.Es war einmal- Der anonyme Brief einer anderen Geliebten, der den Streit ausgelöst haben soll, ist eindeutig von dem angeblichen Opfer selbst verfasst. Kurzum: Die Tat, die angebliche, zumindest wie der Film „Der Kachelmann-Prozess“ sie darstellt, versinkt mit jedem Monat des Prozesses mehr im Nebel. Den vielleicht beunruhigendsten Satz sagt Sabine Rückert sehr beiläufig: „Jeder Mann kann in so eine Situation kommen.“

Ein Urteil ist für Ende Mai angekündigt. Doch für den Wetterfrosch, den manche als Prinzen sehen wollten, heißt es schon jetzt: Es war einmal. (http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/der-kachelmann-prozess-ein-frosch-ein-kuss-und-kein-prinz_aid_614217.html)

8.4. Wenn ein Krokodil einen besonders mächtigen Brocken verschluckt, dann presst es ihm das Wasser aus den Augen – die sogenannten Krokodilstränen. Auch die Zeugin Viola S., eine der vielen Exgeliebten des Wettermoderators Jörg Kachelmann, vergießt vor dem Landgericht Mannheim Tränen.

…. Viola S. will sich herausreden, sie habe keine Erfahrung mit den Medien gehabt, sie habe noch nie zuvor ein Interview gegeben. Weder habe sie den Hintergrund der Ablichtungen ausgesucht noch die Inszenierung bestimmt.

»Ja, Sie haben sich auch nicht hingesetzt und sich auch nicht fotografieren lassen«, fährt Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn sarkastisch dazwischen. Sie habe Kachelmann jahrelang geglaubt und vertraut, fährt die Zeugin fort, sie habe seine Söhne in Kanada gekannt und mit einer Heirat gerechnet, dann aber plötzlich Dinge erfahren müssen, »die mich umgehauen haben«. Angesichts dieser Katastrophe seien ihr »ganz, ganz viele Gedanken durch den Kopf gegangen« und »ganz, ganz viele Gefühle« auf sie eingestürzt.

….. Fast ein Jahr vor ihrem öffentlichen Auftritt vor Gericht, am 1. April 2010, hat die Zeugin Viola S. eine Aussage bei der Polizei gemacht, in der sie die Beziehung zu »Jörg« deutlich weniger innig und vertrauensvoll schildert. Dort steht, sie habe »permanent versucht, in sein Leben reinzukommen«, habe aber immer draußen gestanden. Er habe zwar oft geäußert, »dass er mit mir zusammen sein will, in letzter Konsequenz habe ich aber gemerkt, dass dies nicht der Fall ist«. Auch dass der mit der Logistik seiner vielen Amouren zeitweise überforderte Kachelmann zu faustdicken Lügen griff, wusste die Zeugin, die ihm laut der Bunten doch »blind vertraut« haben will

…. Nicht wenige richteten ihr Leben nach Kachelmann aus. Einige zogen seinetwegen um. Wieder andere nahmen Geld von ihm. Warteten. Erbettelten Zusammenkünfte. Machten sich klein. Unterwarfen sich seinem Terminkalender, seinen sexuellen Wünschen. Fabulierten von der großen Liebe, obwohl die meisten ihn doch bloß ein paar Mal im Jahr zu Gesicht bekamen. Manche hofften auf bessere Zeiten, manche schickten ihm scharfe Selbstporträts, andere versuchten es mit bitteren Vorwürfen. Alle wurden von dem Fernsehstar mit durchsichtigen Schwindeleien, inhaltsarmen SMS und oberflächlichen E-Mails abgespeist und fieberten vor sich hin – dem nächsten Treffen entgegen. Für keine hatte er wirklich Zeit. Keine war wirklich zufrieden. Aber die meisten spielten mit. Kachelmanns Methoden mögen verwerflich gewesen sein – undurchschaubar waren sie nicht. Weiterlesen : Sabine Rückert: Kachelmanns Frauen – http://www.zeit.de/2011/15/WOS-Kachelmanns-Frauen

16.4. Kachelmann-Prozess: Zeugenaussagen und ihre (Un)Glaubwürdigkeit – Hat er nun oder hat er nun nicht? Das Tauziehen um die Schuldfrage des Angeklagten Jörg Kachelmann gestaltet sich immer dramatischer. Jetzt war sogar die fachkundige Meinung des renommierten Bielefelder Professors und Hirnforschers Hans J. Markowitsch vor Gericht gefragt. Markowitsch sollte dazu Stellung nehmen, wie aus wissenschaftlicher Sicht die Erinnerungslücken des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers zu bewerten seien. In Anbetracht der Brisanz und Medienwirksamkeit dieses sehr speziellen Strafverfahrens wundert es nicht, dass die Einlassungen von Professor Markowitsch sofort zu einem heftigen Donnerwetter zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft führten. Doch warum hat man hier überhaupt einen Psychologen geladen? Was ist der Beitrag der Psychologie zum Thema Zeugenaussage? ( /www.artikelmagazin.de)

18.4. BILD analysiert seine Urteile – So hart ist der Kachelmann-Richter!

Anmerkung: Schön das wenigstens das Wort Analyse richtig geschrieben ist, der Rest ist…..

Der Vorsitzende der 5. Großen Strafkammer hat neue Hauptverhandlungstermine im April und Mai 2011 bestimmt.

Montag, 04. April 2011 09.00 Uhr
Montag, 02. Mai 2011 09.00 Uhr
Donnerstag, 05. Mai 2011 09.00 Uhr
Montag, 09. Mai 2011 09.00 Uhr
Mittwoch, 11. Mai 2011 09.00 Uhr
Mittwoch, 18. Mai 2011 09.00 Uhr
Dienstag, 24. Mai 2011 09.00 Uhr
Freitag, 27. Mai 2011 09.00 Uhr

Fehler in den Beiträgen stammen vom jeweiligen Verfasser…

Wird fortgesetzt und ergänzt…

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Mannheimer Panoptikum

Wenn dies auch Tollheit ist, hat’s doch Methode!

William Shakespeare

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Dezember 2010

16. Prozesstag  Mittwoch, 01. Dezember 2010

1.12. Hier die Abstimmung: Wird Jörg Kachelmann in 1. Instanz vor dem Landgericht Mannheim wegen Vergewaltigung verurteilt? Wird er am Ende freigesprochen?

http://fachanwalt-fuer-it-recht.blogspot.com/2010/12/hier-die-abstimmung-wird-jorg.html

1.12. Jörg Kachelmanns neuer Verteidiger hat seinen ersten Auftritt in dem Vergewaltigungsprozess zu einem Rundumschlag gegen Medien und Gericht genutzt. Gleich zu Beginn der Verhandlung am Mittwoch äußerte der Hamburger Staranwalt Johann Schwenn scharfe Kritik an der Berichterstattung bestimmter Medien. Kurz darauf ließ er eine Zeugenvernehmung unterbrechen, um die Verhandlungsführung des Gerichts zu beanstanden. (FAZ.net)

1.12.„Aus berufsrechtlichen und prozessualen Gründen stehe ich zu keiner weiteren Auskunft in dieser Sache mehr zur Verfügung“, gab sich Birkenstock in Gesprächen mit Journalisten spröde. Kein Hinweis also auf „persönliche Gründe“, etwa seinen Gesundheitszustand. Birkenstock wird immerhin Heiligabend 66 Jahre alt, er ist ein schwerer Raucher, und er kam stets schwerfällig ins Landgericht geschnauft.(BerlinerMorgenpost)

1.12. Anwalt: Kachelmann wird fertig gemacht. Zu den Richtern: Das Frageprogramm sei „unappetitlich und abstoßend“. Er wolle die Richter „nicht ärgern oder vorführen“, aber es gehe darum, der Kammer die „Problematik bewusst“ zu machen, „ihrer Aufklärungspflicht zu genügen“. Zu einer Richterin: „Wenn Sie mit sichtbaren Zeichen der Verärgerung darauf reagieren, dass die Zeugin ihr Privatleben schützen will, haben Sie eine falsche Auffassung. Es geht auch um Körpersprache, eine Zeugin muss man nicht so ungeduldig behandeln. Das eine Frage mal missraten kann, kenne ich, das sollte aber nicht Methode haben.“

Schwenn: „Wenn Sie die Zeitspannen der nicht öffentlichen und der öffentlichen Verhandlungen vergleichen, sehen Sie, welches Gewicht diese Selbstanbieterinnen haben.“ Die Richter würden sich „als objektivste Behörde der Welt“ darstellen, „mir erscheinen Sie als Verfahrensbeteiligte, um nicht zu sagen Partei, die mit den Medien gemeinsam den Angeklagten fertiggemacht hat“. (B.Z.online)

1.12. Grosse Spannung wird jetzt bei der Fortsetzung des Prozesses erwartet. Alle stellen sich die Frage, wie der neue Anwalt Kachelmanns, der Hamburger Johann Schwenn, den Prozess führt. Er ist ein bundesweit bekannter und angesehener Strafverteidiger. Es wird gemutmasst, dass die Zeugenaussage des möglichen Opfers nicht so widersprüchlich und unglaubwürdig war, wie von der bisherigen Verteidigung dargestellt. Der Prozess soll noch bis nächsten März andauern. (SF)

1.12. Der Vergewaltigungs-Prozess gegen Medienmann Jörg Kachelmann geht in die 16. Runde. Am Mittwoch wird wieder vor dem Landgericht Mannheim verhandelt, diesmal mit neuem Anwalt.Wie vor zwei Tagen überraschend bekannt wurde, hat Jörg Kachelmann einen neuen Rechtsvertreter. Wie die Bildzeitung nun berichtet, entließ Jörg Kachelmann seinen Anwalt Dr. Reinhard Birkenstock per E-Mail.

Außerdem entließ Kachelmann auch den Kölner Juristen Klaus Schroth aus seinen Diensten. Schroth sagte bei Stern.de: „Es ist denkbar, dass Herr Kachelmann Herrn Schwenn in das Team hinzuziehen wollte und Herr Birkenstock das nicht wollte. Möglicherweise will Herr Kachelmann eine andere Strategie.“(netplosiv)

1.12. Staatsanwalt Oltrogge wies die Vorwürfe des neuen Verteidigers zurück. „Wir haben sehr knappe Pressemitteilungen herausgegeben“, sagte er. Die seien erst zu einem Zeitpunkt herausgegangen, als es nach dem Pressegesetz angezeigt gewesen sei. Die erste Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft wurde zwei Tage nach der Verhaftung Kachelmanns auf die Homepage der Ermittlungsbehörde gestellt. Den Namen des beschuldigten Moderators enthielt sie nicht. Die Medien fanden ihn aber schnell heraus und auf Anfrage wurde dann der Name Kachelmann bestätigt.

Die Ladung zahlreicher Zeuginnen hat das Gericht bereits zu Prozessbeginn damit begründet, dass es sich ein Persönlichkeitsbild von dem schweigenden Angeklagten machen müsse. Oltrogge erwiderte auf die Vorhaltung Schwenns, es seien zehn Zeugen aus Kachelmanns beruflichem Umfeld, aber nur fünf aus seiner Privatsphäre geladen. Allerdings hatten auch Berufskolleginnen sexuelle Beziehungen mit Kachelmann, sodass die Öffentlichkeit auch bei ihrer Vernehmung ausgeschlossen wurde. (Stern.de)

1.12. Der als Staranwalt angesehene Hamburger Johann Schwenn kritisierte explizit, dass einstmalige Geliebte von Jörg Kachelmann, die als Zeuginnen vernommen wurden, kurz darauf in der «Bunte» befragt worden waren.

Dort hätten sie sich dann teilweise anders geäußert als noch vor Gericht im Vergewaltigungsprozess. Kachelmann hatte Anfang dieser Woche sein Verteidigerteam umstrukturiert. Ihm wird vorgeworfen, seine Ex-Freundin mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Kachelmann bestreitet das.(AugsburgerAllgemeine)

1.12. Schwenn stellte den Antrag, auch Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker in den nichtöffentlichen Verhandlungen vor dem Landgericht Mannheim zuzulassen. Dies sei erforderlich, um die Persönlichkeitsrechte des angeklagten TV-Wettermoderators zu wahren.

Der Hamburger Staranwalt kritisierte vor allem, dass ehemalige Geliebte, die als Zeuginnen vernommen wurden, anschließend in der Zeitschrift „Bunte“ zu Wort kamen. Dort hätten sie sich zum Teil anders geäußert als vor Gericht. Deshalb müsse Medienanwalt Höcker bei den nichtöffentlichen Vernehmungen anwesend sein, um beurteilen zu können, „wann und ob es sich empfiehlt, gegen dieses Burda-Blatt vorzugehen“, sagte Schwenn.

Der Burda-Verlag verteidigte sich: „Es besteht ein überragendes öffentliches Informationsinteresse, das gerade durch solche Interviews angemessen befriedigt wird. Auch Herr Kachelmann hat die Medienöffentlichkeit gesucht“, teilte die „Bunte“-Chefredaktion mit. Als eine weitere Ex-Freundin des Wettermoderators vernommen wurde, erwirkte Schwenn eine Unterbrechung, um die Befragung der Zeugin durch die Richter zu beanstanden. Hierbei ging es offenbar um die Frage, inwieweit die Zeugin mit bestimmten Sexualpraktiken einverstanden war.(Focus)

1.12. Die Nebenklage beurteilte den Verteidigerwechsel als Rettungsversuch Kachelmanns. „Vielleicht schätzt der Angeklagte seine Situation realistischer ein, als sie seine Verteidiger bisher darstellten, zumindest gegenüber der Öffentlichkeit“, sagte der Anwalt des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers, Thomas Franz, am Mittwoch vor der Fortsetzung des Prozesses.

Der Annahme, Kachelmann verlange in dem Verfahren eine härtere Gangart gegenüber Staatsanwaltschaft und Gericht, konnte Franz nichts abgewinnen. „Ich hatte nicht den Eindruck, dass Birkenstock bisher einen Schmusekurs gefahren ist, weder in öffentlicher noch in nicht-öffentlicher Verhandlung“, sagte Franz.

Birkenstock hatte als Hauptverteidiger des Wettermoderators nach der 20-stündigen Vernehmung des mutmaßlichen Opfers mitgeteilt, man sei der Rehabilitierung Kachelmanns ein gutes Stück näher gekommen. Die Staatsanwaltschaft widersprach jedoch dieser Darstellung. (Spiegel)

1.12. Gegen ein Uhr nachts fuhr er von ihrer Wohnung in Schwetzingen auf die Autobahn nach Frankfurt-Mörfelden ins Hotel, am Folgetag flog er zu den Olympischen Spielen nach Kanada. Aber da gibt es ein Zeitproblem. Denn die Elektronik im Hotel registrierte die Schlüsselübergabe an den späten Gast um 3:28 Uhr. Ein Detail, das bei Kachelmanns Aussage vor dem Haftrichter noch keiner kannte, denn man hatte die Hotelrechnung erst vier Tage vorher bei seiner Festnahme gefunden.

Wieso brauchte Kachelmann statt 45 Minuten zweieinhalb Stunden für eine Strecke von 77 Kilometern? Könnte sein, dass ihm die Trennung doch nachging, dass er in einer Raststätte noch einmal ausstieg und nachdachte. Dies bestätigte er aber nicht.

Nach seiner Darstellung machte er nur einen kleinen Umweg über ein anderes Hotel, bei dem er aber wegen der ungünstigen Parkplatzsituation gar nicht erst ausstieg. Grosse Gemütsbewegungen verneint er. Er hätte ihr schon früher sagen sollen, dass er keine Perspektive für ihre Beziehung sehe, gab er an. Die Verteidigung hält die Aussage der Försterin für nachträglich konstruiert. Wie das angebliche Vergewaltigungsopfer wolle sie Rache nehmen (SF)

1.12. Alice Schwarzer (67, „Emma“), die den Prozess für BILD kommentiert, ist ebenfalls skeptisch: „Der neue Anwalt kann das Verfahren nicht aus eigenem Erleben beurteilen, er ist ganz den Behauptungen des Angeklagten ausgeliefert. Auffallend ist, dass Schwenn schon im Vorfeld öffentlich versucht hat, das Gericht einzuschüchtern. Die Schlammschlacht wird also jetzt noch schmutziger werden.“ (Bild)

1.12. Schwere Angriffe auf das Gericht Die folgenden Angriffe Schwenns hatten dann vor allem das Gericht zum Ziel. Offenbar hatte eine Ex-Geliebte unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt, dass sie mit den Sexualpraktiken Kachelmanns einverstanden sei, sich aber nicht genauer dazu geäußert. Schwenn kritisierte den Fragestil der Beisitzenden Richterin, die „konkrete“ Aussagen gefordert hatte. Wie eine Schülerin maßregelte er sie: „Eine Frage kann mal missraten, aber das sollte keine Methode haben. Wenn jemand sagt, er sei mit Praktiken einverstanden gewesen, ist das höchst konkret. Und wir werden jeder weiteren nicht-offenen Frage beanstanden.“ Schweigen auf der Richterbank. Schwenn: „Wenn Sie das bedenken, werden Sie in mir einen sehr ruhigen Zuhörer finden.“ Nachdem die Staatsanwaltschaft Verständnis für die Richterin äußerte, setzte Schwenn seinen nächsten Nadelstich. „Was ich von der Kammer zu halten habe, kann ich erst nach dem Urteil sehen. Ich bin aber gespannt, wie die weitere Befragung läuft.“ Rumms. Das saß.(Stern.de)

1.12. Doch vorher fragte RA. Schwenn ob Frau H. denn der Name Schillinger bekannt sei. Was diese bejahte. Er fragte sie, ob sie von Sch. kontaktiert wurde.

Frau H. erzählte, dass Sch. (SVS) ihr eine E-Mail geschickt hätte in der sie geschrieben hätte, dass sie J.K. seit geraume kennen würde, auch die Kinder seien ihr bekannt, ebenso J.K. Frau.

Sie hätte mit ihm Urlaube gemacht, wäre in Canada gewesen. Es sei eine Riesensauerei was J.K. mit den Frauen mache. Sie würde Katja H. wachrütteln und vor Schaden bewahren wollen.

Katja solle doch nicht weitere Zeit mit J.K. verschwenden. Und sie erbitte Rückmeldung.

Frau H. wurde gefragt ob sie sich bei Sch. gemeldet hätte, was diese verneinte. Da Mail wäre aber unmittelbar nachdem bekannt wurde, das J.K. verhaftet war, bei ihr eingelangt.

Dann fragte RA.Schwenn ob sie den von Medien kontaktiert worden sei.

Katja H. meinte „unterirdische“ Medien hätten sie und ihre Eltern belästigt (wörtlich!)

Bereits am 23.3. sind zwei Journalisten in W.(Schweiz) aufgetaucht , und hätten unsere Nachbarn belästigt, erzählt Katja H. Die Reporter wären von der Superillu (Schwenn DDR-Bunte) und der Bunten gewesen und hätten diese aufgefordert ihr doch Bescheid zu sagen, dass man mit ihr sprechen wolle.

29.3. Die Schwäbische Zeitung hat ihren Vater belästigt

31.3. seien ihre Eltern belästigt worden Bams -Reporte Klaus Schlichtmann (der sass im Saal mit einem hochroten Kopf!)

3.4. Reto Zimpel freier Journalist

13,4, Die Eltern von Katja H. wurden von Tanja May mehrfach belästigt (O-Ton Katja H.)

und der Vater bekam von ihr sogar eine E-Mail: Tenor man solle doch der Tochter ausrichten es wäre von Vorteil, wenn sie sich bei Tanja May aussprechen würde! Sie hätte sicher das Bedürfnis dazu!

22.4 Anette Lache Stern

22.4 Blick Adrian Schultess

22.4 Superillu

22.4 Schlichtmann Bams

22.4. Reto Zimpel nun für die Bunte

und weiter Journalisten..

Frau H. hat dann erklärt, sie würde auf Wunsch, dem Gericht und der Verteidigung eine genaue Liste, mit den Wortlaut der diversen E- Mails der „Belästiger “ überlassen. (Bericht R.E.N. aus Mannheim Teil 35)

1.12. Birkenstock ist schon seit Längerem wegen seiner zurückhaltenden Art kritisiert worden: ”Birkenstock ging im Ermittlungsverfahren lange Zeit viel zu defensiv an die Sache heran. Außerdem ist er kein Spezialist für solche Sexualverbrechen. Und gute Kollegen, die ihre Hilfe angeboten haben, hat er weggebissen.” So ein Anwalt aus dem Rheinland gegenüber stern.de (newsdash.de)

1.12. Der neue Strafverteidiger im Prozess gegen Jörg Kachelmann, Johann Schwenn, hat am Mittwoch eine Kostprobe seiner neuen Verteidigungsstrategie gegeben. Er ließ eine Zeugenvernehmung unterbrechen und kritisierte die Fragetechnik mehrerer Richter.

Anlass war die Befragung einer Freundin Kachelmanns, die am Mittwoch in nicht-öffentlicher Sitzung vernommen wurde. Die 40-Jährige hatte offenbar ausgesagt, sie habe stets einvernehmlichen Sex mit Kachelmann gehabt. Der beisitzende Richter befragte die Zeugin dann, ob sie bestimmte sexuelle Handlungen tun „musste“ oder „sollte“. Schwenn sah das als Suggestivfrage und beantragte eine Unterbrechung der Zeugenvernehmung.In einem kurzen öffentlichen Teil der Verhandlung kritisierte er auch die Beisitzerin, dass sie von der Zeugin Konkreteres hören wollte.(Berliner Morgenpost)

1.12. Der Kollege Ulrich Dost, Rechtsanwalt in Berlin, hat sich die Mühe gemacht, diesem Gedanken mithilfe eines Experten nachzugehen. Er kam zu folgendem – wenig überraschenden, aber treffenden – Ergebnis:

Der von mir befragte Liebespsychologe vermutet bei ihr ein tief verwurzeltes Gefühl der Inakzeptanz bei den männlichen Artgenossen. Ihre heimliche Hoffnung auf einen Lebenspartner blieb immer Illusion. Die daraus entstandenen Depressionen treten offenbar in Phasen auf. Der Experte nimmt an, dass sich Alice Schwarzer schon vor Jahrzehnten ihres inzwischen betagten Daseins in mediale Dauertherapie gegen die Depressionen begeben haben muss. Als sie nun kürzlich erfuhr, dass der Wetterfrosch einen ganzen Harem der von ihm sehr individuell und einfallsreich alle gleich als ”Lausemädchen” bezeichneten Frauen sein eigen nennen durfte, wurde ihr plötzlich und schmerzhaft klar: sie gehörte wieder nicht zum erlauchten Kreis ausgewählter Frauen eines Mannes. Und so kam es zu einem heftigen Depressionsschub, dem sie sich sofort mit der Medientherapie entgegenstellte …

Ja, genauso, wie es Rechtsanwalt Dost in seinem Weblog beschreibt, muß es sein. Ich warte gemeinsam mit ihm gespannt auf weitere Therapiesitzungen der Frau Schwarzer in (mit?) der BILD. (http://www.kanzlei-hoenig.info/index.php?s=kachelmann)

2.12. Der Wettermoderator Jörg Kachelmann will seine Wohnung auf der Ostseeinsel Hiddensee verkaufen. Kachelmann gründete 1998 auf der Insel Hiddensee ein Meteomedia-Wetterstudio und moderierte häufiger von dort Wetterberichte fürs Fernsehen. Im Zusammenhang damit kaufte sich Kachelmann die Wohnung auf der Prominenteninsel, auf der einst auch Filmlegenden wie Asta Nielsen oder der Schriftsteller Gerhart Hauptmann Häuser besaßen.

Das Haus ließ die jüdische Künstlerin Henni Lehmann im Jahr 1907 erbauen. Im Jahr 1937 ging es in den Besitz der Gemeinde über, die das Haus als Rathaus nutzte. Heute wird das Erdgeschoss für Veranstaltungen, Ausstellungen und für die Bibliothek genutzt. (http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/Kachelmann-verkauft-Wohnung-dpa-132773873.html?x=0)

2.12 . Die Nervensäge der Strafjustiz . Jörg Kachelmann hat ab sofort einen neuen Strafverteidiger. Wer ist Johann Schwenn?

Mit seinem neuen Rechtsanwalt hat sich Kachelmann jedenfalls einen Spezialisten für Sexualstrafsachen ausgesucht. Zwar gilt Schwenn als Fachmann für Revisionen und Wirtschaftsstrafsachen, und er ist wie alle renommierten Verteidiger vor allem da zu finden, wo das Geld sitzt – nämlich im Einsatz für Vorstände großer Unternehmen. Das Sinnstiftende seiner Tätigkeit erlebt er jedoch bei der Verteidigung von Menschen, die sich der ideologisch hoch aufgeladenen Anschuldigung ausgesetzt sehen, ein Sexualdelikt begangen zu haben – sei es der Fernsehstar Jörg Kachelmann, sei es ein Müllmann aus Sachsen. Bei dieser Deliktgruppe – so begründet Schwenn seinen Ehrgeiz – »ist die Ungerechtigkeit am größten«.

Auch in der aktuellen Dezemberausgabe der juristischen Fachzeitschrift Strafverteidiger schreibt Schwenn in seinem Aufsatz Fehlurteile und ihre Ursachen über Sexualdelikte: »Bei keinem anderen Straftatbestand ist die Bereitschaft zum Vorurteil so groß, die Unschuldsvermutung so unpopulär.« Schon ein Haftbefehl bedeute »das soziale Aus für den Verdächtigen«, selbst wenn sich dessen Unschuld zu guter Letzt herausstelle. Sogar unter den Verteidigern sei die »Kontamination durch solche Mandate gefürchtet«, weshalb manche Anwaltskollegen sich öffentlich etwas darauf zugutehielten, niemals mutmaßliche Vergewaltiger vor Gericht zu verteidigen.( Die Zeit)

2.12. Kachelmanans Medienanwalt Ralf Höcker zu BILD: „Das Gericht zieht den Prozess durch die Vernehmung lauter überflüssiger Zeuginnen nun bis März. Dadurch steigen die Prozesskosten, die Herr Kachelmann irgendwie finanzieren muss. Als Moderator arbeitet er ja nicht mehr.“(Bild – auch die Fehler!)

17. Prozesstag Freitag, 03. Dezember 2010

3.12. Johann Schwenn vergeudete an diesem Freitagmorgen keine Sekunde. Der Anwalt von Jörg Kachelmann hatte das Mikrofon vor sich auf der Anklagebank schon eingeschaltet, noch bevor sich die Richter setzen und die Fortsetzung der Verhandlung gegen seinen Mandanten verkünden konnten. Der Vorsitzende Richter Michael Seidling kam erst gar nicht dazu, den ersten Zeugen aufzurufen, da legte Schwenn los, präsentierte Anträge, wetterte gegen Gutachter, die Staatsanwaltschaft und sogar gegen seinen Vorgänger Reinhard Birkenstock. Und so stand auch dieser 17. Prozesstag gegen Jörg Kachelmann unter einer Überschrift: Attacke.

Obwohl man von einem „Prozess“, also einer wirklichen Weiterentwicklung, nicht sprechen kann. Denn zu den geplanten Zeugenaussagen kam es nicht. Das Verfahren wurde beherrscht von einem juristischen Kleinkrieg, angezettelt vom neuen Kachelmann-Verteidiger. Dieses Gezerre um Paragrafen und Auslegungen zeigte, dass sich Schwenn nicht nur von der Tonart sondern auch taktisch von seinem Vorgänger unterscheidet, ja dessen Strategie sogar komplett umkrempelt. (Stern.de)

3.12. Gar unsinnig ist Seidlers Theorie für Hans-Ludwig Kröber, Leiter des Instituts für Forensische Psychiatrie der Berliner Charité. Bei Menschen in extremen Situationen finde eine «Fokussierung aufs Kerngeschehen» statt, meint die Forensik-Koryphäe. Gerade in lebensbedrohlichen Situationen würden sich schmerzhafte Details ins Gehirn einbrennen. Kröber schliesst aus, dass während einer Vergewaltigung sich die Wahrnehmung beim Opfer ausschaltet. Und er äussert harte Kritik an Seidler: Der Therapeut von Sabine W. sei auf eine «Frau mit manipulativer Potenz» reingefallen.

Kröber wurde vom Gericht als Gutachter bestellt und soll beim Mannheimer Prozess heute Nachmittag zu Wort kommen. Ob auch Kröber, dessen Expertise für Kachelmann spricht, hinter verschlossenen Türen vernommen wird, ist noch offen. (tagesanzeiger)

3.12.Kachelmann-Prozess wird immer grotesker: Therapeut behauptet Todesangst zu riechen. Vorwurf: „Scharlatanesk anmutendes Gebaren“ Ein Zeuge musste seine leere Brotdose präsentieren. Danach warf Schwenn dem Therapeuten Seidler „scharlatanesk anmutendes Gebaren“ vor. Der Therapeut habe behauptet, Todesangst bei einem Menschen riechen zu können. Der Verteidiger beantragte deshalb, den als Zeugen bestellten Experten teilweise öffentlich zu vernehmen. Das lehnte die Kammer mit Hinweis auf das Arzt-Patient-Verhältnis ab. Als die Befragung des Therapeuten beginnen sollte, beantragte die Verteidigung die Beschlagnahmung seines Aktenkoffers. (news.at)

3.12. Die Staatsanwaltschaft bestreitet eine Beauftragung ohne Beteiligung der Verteidigung. Die Professorin Greuel sei in Absprache mit dem früheren Verteidiger Reinhard Birkenstock erfolgt. Er habe damals täglich mit der Staatsanwaltschaft Mannheim gesprochen.

Der Ablehnungsantrag gegen Greuel war deshalb überraschend, weil ihr Gutachten in Presseveröffentlichungen als Beleg für Kachelmanns Unschuld bewertet worden war. Aus ihrem Gutachten war in den Medien sogar wörtlich zitiert worden. Das Landgericht Mannheim berät derzeit noch über den Befangenheitsantrag gegen Greuel.(SF)

3.12. Herr Staatsanwalt, Sie können froh sein, dass Sie hier nicht als Zeuge vernommen werden!

Rechtsanwalt Johann Schwenn hat sich heute selbst übertroffen. Eigentlich wollten wir ja Prof. Kröber hören, aber leider war uns das nicht vergönnt.

Als um 9 Uhr 10 die Verhandlung eröffnet wurde, waren Sie alle da die besten der Forensiker!

Krober, Greuel, Matern, Rothschild und auch Gutacher ;Pleines der stille Beobachter von Jörg Kachelman.

Prof. Markowitsch wurde von seiner Gutachtertätigkeit durch die Verteidigung entbunden, dass muss aber bereits seit der

3 Wochen Prozesspause bekannt geworden sein.

Und wieder brachte RA,Schwenn den Ausschluss der Öffentlichkeit ins Spiel. Dieses Vorgehen der 5. Strafkammer ist ihm ein regelrechter Dorn im Auge.

Ganz besonders im Zusammenhang mit der Luftgitarrenspielerin. Diese hatte in ihrem Exklusivvertrag mit der Bunten vereinbart, dass

total abgeschirmt von jeden anderen Medienvertretern und dem „Volk“ durch einen Hinterausgang das Gerichtsgebäude betreten und verlassen muss.

Und das, so prangerte RA Schwenn an, wäre ohne tatkräftiger Hilfe der Justiz unmöglich gewesen. Solche Vereinbarungen würden diese Zeuginnen ohne Skrupel eingehen.

Das heisst im Klartext, Privatinteressen der Bunten und der jeweiligen <Zeuginnen überwiegt. Es wird aber dann so verfahren, dass die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird, obwohl diese Aussagen höchst relevant sind und auch an die ÖFFENTLICHKEIT GEHÖREN!

Dieses Vorgehen sei seiner Ansicht nach ein klarer Rechtsbruch Das kann durchaus bedeuten, dass ein Teil ihrer Aussagen vor der Öffentlichkeit wiederholt werden müssen!

Damit hat RA. Schwenn die Marschrichtung ganz deutlich vorgegeben.

Und die erste Nervosität bei der Kammer aber auch bei Sta. Oltrogge war nun deutlich zu spüren.

Aber es sollte noch härter kommen. (R.E.N.Bericht aus Mannheim Teil 35)

3.12. Vor dem Mannheimer Landgericht stellte er zudem zahlreiche Anträge – unter anderem einen Befangenheitsantrag gegen die Sachverständige Luise Greuel.

Schwenn liess zudem die Unterlagen eines Therapeuten des mutmasslichen Opfers beschlagnahmen. Ausserdem mäkelte er an der Strategie seines Vorgängers Reinhard Birkenstock herum.

Die Bremer Psychologin Greuel hatte in ihrem Gutachten, auf das sich die Staatsanwaltschaft auch bei ihrer Anklageerhebung stützte, die Glaubwürdigkeit des mutmasslichen Vergewaltigungsopfers analysiert.

«Sie ergeht sich in Spekulationen zu traumatisch bedingten Scheinerinnerungen und verlässt damit ihr Fachgebiet und wildert auf dem Gebiet der Psychiatrie», sagte Schwenn.

Indem die Psychologin dem mutmasslichen Opfer die Möglichkeit gebe, sich auf Schein-Erinnerungen zu berufen, habe sie ein «Netz» unter ihr gespannt, in das sie hineinfallen werde, wenn Kachelmann freigesprochen werden sollte.

Somit könne sie sagen, was sie will – rechtlich belangt werden könne sie dafür nicht. «Das ist ein typischer Ausdruck von Jagdinstinkt und begründet bei einem Sachverständigen die Befangenheit.» (Liechtensteiner Vaterland)

3.12. So viel kostet der Prozess : Der Saal 1 im Mannheimer Landgericht ist fensterlos, bietet aber viel Platz. Der ist auch nötig, um die 5. Kammer unterzubringen – drei Richter, ein Ergänzungsrichter, zwei Schöffen, zwei Ersatzschöffen, ein Gerichtschreiber. Ferner zwei Staatsanwälte, bis zu vier Verteidiger, ein Nebenklageanwalt, neun Gutachter. Dazu mehrere Justizbeamte. Der Personalaufwand für einen der größten Prozesse des Jahres ist hoch. Doch wie teuer kommt solch ein Mammutprozess den Staat, was muss der Angeklagte übernehmen – und wer zahlt am Ende welche Rechnung?

Auch ein solventer Angeklagter wie Jörg Kachelmann bekommt einen Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. Er soll verhindern, dass der Prozess bei eventueller Zahlungsunfähigkeit neu beginnen muss. Die Kosten für Pflichtverteidigerin Combé übernimmt zunächst der Staat. Für jeden Prozesstag bekommt sie den gesetzlich vorgesehenen Satz von 216 Euro. Sollte die Verhandlung zwischen fünf und acht Stunden dauern, gibt es 108 Euro extra, bei mehr als acht Stunden 216 Euro.

Eher karg im Vergleich zu den Honoraren, die Kachelmanns Wahlverteidiger einstreichen dürften. Bei renommierten Juristen sind Sätze bis zu 500 Euro nicht unüblich – pro Stunde. Allein seine bisherigen Anwälte Reinhard Birkenstock und Klaus Schroth haben Kachelmann pro Sitzungstag vermutlich mehrere tausend Euro gekostet. Die Büroarbeit kommt da noch obendrauf. Der neue Verteidiger Johann Schwenn, ein bekannter Promi-Anwalt, wird nicht billiger sein. Zudem muss Kachelmann seinen Medienanwalt bezahlen, auch für eine eventuelle Revision steht ein Jurist bereit.(Stern.de)

3.12. Kachelmann-Prozess wird immer grotesker: Therapeut behauptet Todesangst zu riechen Der Kachelmann-Prozess vor dem Landgericht Mannheim ist teilweise zur Groteske geworden. Die Verteidigung beantragte, den Koffer des Therapeuten des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers zu beschlagnahmen. Der als Zeuge geladene Therapeut Günter Seidler gab daraufhin den Inhalt freiwillig her und präsentierte unter anderem eine leere Brotdose.

Danach warf Schwenn dem Therapeuten Seidler „scharlatanesk anmutendes Gebaren“ vor. Der Therapeut habe behauptet, Todesangst bei einem Menschen riechen zu können. Der Verteidiger beantragte deshalb, den als Zeugen bestellten Experten teilweise öffentlich zu vernehmen. Das lehnte die Kammer mit Hinweis auf das Arzt-Patient-Verhältnis ab. Als die Befragung des Therapeuten beginnen sollte, beantragte die Verteidigung die Beschlagnahmung seines Aktenkoffers. Nach diesem Zwischenspiel machte das Gericht Mittagspause. (News.at)

4.12. Auch beim schweizerisch-deutschen Wetterunternehmen Meteomedia, das Kachelmann zur Hälfte gehört, fallen wegen des Mannheimer Verfahrens hohe Kosten an. Einerseits fehlt eine zentrale Arbeitskraft, da sich der Firmengründer vorübergehend aus dem Geschäft zurückgezogen hat, um sich auf den Prozess zu konzentrieren. Andererseits kam es im Unternehmen zu Querelen und zu unschönen Abgängen im Kader. Erkleckliche Abgangszahlungen folgten.

Bereits bevor die jüngste Prozessverlängerung bekannt wurde, hat der Wirtschaftsauskunftsdienst Moneyhouse die Kreditwürdigkeit von Meteomedia heruntergestuft. Die Risikoeinschätzung fiel im Oktober von 64 auf 58 Punkte. 100 wären möglich.

«Wir sehen das nicht als Problem an», sagt Meteomedia-Sprecher Urs Knapp. «Finanziell steht das Unternehmen auf tragfähiger Grundlage. Es ist auf Expansionskurs.» Auch Moneyhouse bezeichnet die Finanzlage von Meteomedia selbst nach der Rückstufung als «gut». Noch ist alles im grünen Bereich. (http://www.zueritipp.ch)

4.12. Im Fall um den Vergewaltigungsvorwurf gegen den ehemaligen Wettermoderator Jörg Kachelmann soll eine neue Zeugin den Angeklagten schwer belasten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“. Weiter berichtet der „Focus“, dass die Frau aus der Schweiz stamme und Kachelmann im Oktober 2009 kennen gelernt habe. Sie habe zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt, dass noch eine andere Frau im Spiel gewesen sei.

Kachelmann habe ihr sehr gut gefallen. Bei dem Vorfall am 17. Januar sei Kachelmann jedoch ein vollkommen anderer Mensch und brutal geworden, berichtete die Zeugin weiter. Sein Blick habe sich dabei gewandelt, und sie habe Angst empfunden, wie sie vorher noch nie gehabt habe. Die Übergriffe habe sie als Sado-Maso-Handlungen gewertet. (Weltonline)

5.12. Tief im verschneiten Schwarzwald in einer Lichtung bei Herrenschwand steht ein braunweisses Häusle. Bis vor kurzem fand sich dahinter, neben den beiden dunklen Tannen, eine Wetterstation. Nun ist sie weg. Anzunehmen ist, dass sowohl die Rechtsanwälte als auch die Forensiker, die zu den bekanntesten der Bundesrepublik gehören, dem TV-Meteorologen vierstellige Euro-Beträge pro Arbeitstag verrechnen. So dürften sich die Prozesskosten bis zum Urteil auf über 1 Million Franken belaufen. Davon gehen Kenner des Falls aus. Hinzu kommt für Kachelmann mindestens ein Jahr Verdienstausfall. Mit der Verhaftung im März war er auch seine lukrativen Werbemandate los. Vorträge hält er keine mehr. Wird Kachelmann dereinst freigesprochen, kann er einen Teil seiner Kosten zurückfordern und Schadenersatz verlangen. Wird er verurteilt, ist er auch finanziell ruiniert.

Auf Rosen gebettet scheint der Schaffhauser schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu sein. Zwar war sein Unternehmen Meteomedia nach stürmischen Jahren zuletzt auf Kurs. Doch vergangenes Jahr und in diesem Frühling musste Kachelmann laut einem kanadischen Scheidungsurteil umgerechnet rund 600’000 Franken an seine Ex-Frau bezahlen.

Nun scheint er sofort Geld zu brauchen. Nicht nur das Schwarzwälder Haus will er bald zu Cash machen. Auch seine schicken zwei Zimmer auf Hiddensee stehen zum Verkauf. Angeboten wird die «lichtdurchflutete Dachgeschoss-Maisonette-Wohnung mit Meerblick» auf der Ostseeinsel auf der Homepage der Immobilienfirma des Bruders von Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker. Die knapp 80 Quadratmeter Wohnfläche sind für 395’000 Euro zu haben. (http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/leute/Joerg-Kachelmann-braucht-Geld-und-verkauft-Haeuser-/story/18115794)

5.12. Jörg Kachelmann konnte Hypo-Zinsen nicht bezahlen – Keine Weihnachtsfeier bei Meteomedia. Kachelmann habe vor drei Wochen die Contenance verloren, wie drei Quellen gegenüber der Zeitung bestätigen. Als das Gericht in Mannheim 19 zusätzliche Termine bis im kommenden März anberaumte, sei er in Panik geraten. Seine Ex-Frau in Kanada erzählte den sechs und zehn Jahre alten Knaben bereits, dass der Vater «lange nicht mehr heimkommen wird». So selbstsicher er in den Prozess ging, rechnet der 52-Jährige jetzt auch mit einer Verurteilung.

Zum Verkauf seiner Wohnung auf der Ostseeinsel Hiddensee macht der „Sonntag“ neue Details bekannt. Kachelmann habe die Hypo-Zinsen nicht mehr bezahlen können. «Er hat im März eine Hypothek über 200 000 Euro aufgenommen, für die er monatlich Zins und Tilgung zahlen muss. Da klemmt es», so ein Vertrauter. Ob es bereits zu Zahlungsausfällen gekommen ist, will die betroffene Ostsee Sparkasse nicht kommentieren: «Wir äussern uns nicht zu Kundenbeziehungen», so eine Sprecherin.

Damit konfrontiert, sagt Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker: «Grund für den Verkauf der Wohnung ist der Umstand, dass der Prozess wegen der Vernehmung weiterer völlig überflüssiger Zeuginnen nun bis März dauern und entsprechend mehr Geld kosten wird.» Wie die Zeitung weiter berichtet, verzichtet die Meteomedia von Gründer Kachelmann dieses Jahr auf eine Weihnachtsfeier. (Sonntag)

6.12. Der Staatsanwalt rief sie an einem Dienstag an Ende September! Er sagte sie komme im Gerichtsverfahren gegen Jörg Kachelmann als Zeugin in Betracht. Sie antwortet, sie habe damit gerechnet. Obwohl sie darauf gehofft habe, das ihr das erspart bleibt. Schliesslich stellte die Schweizerin dem Juristen aus Mannheim noch eine Frage: Ob es denn nötig sei, dass sie mit dem angeklagten im selben Saal sitzen müsse? Damals nämlich, als es passiert sei, habe sie Angst bekommen. So grosse Angst habe sie noch nie empfunden. Focus 49/2010 Seite 53

Focus 49/2010 Seite 54: Im Detail, so erklärte Linda T. dem Staatsanwalt, während des Telefonats im September, habe sie noch nie von ihrem Erlebnis mit Kachelmann erzählt. Wohl um der Aussage vor Gericht nicht vorzugreifen, verzichtete der Strafverfolger denn auf weitere Nachfragen. Er liess die Schweizerin allerdings weitermachen. Und er notierte.

Weiter auf dieser Seite:  Nicht sie hatte sich als Belastungszeugin angeboten. Der Staatsanwalt hatte sie angerufen und um ihre Aussage gebeten.

6.12. So angelt man sich einen Mandanten : Wie der Fall Kachelmann strafrechtlich entschieden wird, ist noch offen. Standesrechtlich steht das Urteil fest. Kachelmanns neuer Verteidiger Johann Schwenn hat das Mandat mit einer Methode erobert, die viele seiner Kollegen für unanständig und standeswidrig halten.

Im Kampf der Anwälte um spektakuläre Fälle hat er das bisher schon fragwürdige Niveau noch um ein paar Grad nach unten gesenkt. Normalerweise bemühen sich Strafverteidiger vor Beginn eines Verfahrens um Kontakt zu den Beschuldigten, durchaus auch mit Hilfe von Journalisten, in der schlichtesten Form durch das Zustecken von Visitenkarten.

Johann Schwenn hat es fertiggebracht, sich mitten in ein laufendes Verfahren zu drängeln. Seine Propagandisten in den Medien und er selber haben den amtierenden Verteidiger Reinhard Birkenstock so schlecht aussehen lassen, dass Kachelmann sich von ihm trennte und Schwenn als den angepriesenen Rechts-Messias engagierte. (Rentner Markwort im Focus 49/2010 )

6.12. Der Prozess sollte ursprünglich bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Bereits vor dem Wechsel in der Verteidigung zeichnete sich jedoch ab, dass er sich bis März 2011 hinziehen wird. Birkenstock war in dem Prozess von Anfang an dabei.

Birkenstock beantragte nach Angaben des Amtsgerichts Köln zudem ein Ordnungsgeld gegen Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer. Er warf Schwarzer vor, sich nicht an eine Unterlassungserklärung gehalten zu haben. Schwarzer hatte Birkenstock in einem Artikel vorgeworfen, das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer des Fernsehmoderators zu diffamieren. So habe er die Frau als Stalkerin bezeichnet. Der Anwalt wies dies zurück und sagte, er habe das niemals gesagt.

Demnach hat die Frau der Staatsanwaltschaft in Mannheim berichtet, dass Kachelmann sie drei Wochen vor der angeblichen Vergewaltigung seiner Ex-Partnerin zu Hause besucht habe. Beim intimen Zusammensein soll es zu gewalttätigen Übergriffen seitens Kachelmanns gekommen sein. Die Frau soll schockiert und in der Folge wochenlang krank gewesen sein. (Die Zeit)

6.12. Bei seiner Festnahme hatte Jörg Kachelmann drei Handys bei sich. Die Polizisten beschlagnahmte alle drei. Doch die PIN kriegten sie nicht. Der Wettermoderator soll behauptet haben, sie vergessen zu haben. Nach Informationen von «Bild am Sonntag»-ist das Bundeskriminalamt (BKA) jetzt zu einem brisanten Ergebnis gekommen. Kachelmann habe auf dem Nokia-Handy zwar Hunderte SMS aufbewahrt, berichtet die Zeitung. Aber ausgerechnet in der Zeit der mutmasslichen Vergewaltigung am 9. Februar finde sich nur eine einzige. Eine knappe Bitte um Rückruf.
Die Spezialisten vom BKA hätten feststellen können, dass in dieser Zeit durchaus SMS von Kachelmanns Handy verschickt und empfangen wurden. Diese seien aber vor der Festnahme gelöscht worden. Auch der SMS-Verkehr mit seinem mutmasslichen Opfer, Petra S.*, fehle.
Trotzdem hätten die Beamten einige SMS rekonstruieren können. Die Ermittler sind laut «Focus» einer neuen Zeugin auf die Spur gekommen. Die Frau soll behaupten, dass Kachelmann sie beim Liebesspiel am 17. Januar plötzlich brutal behandelt habe. Er sei für kurze Zeit ein anderer Mensch geworden. Allerdings weigere sich die Schweizerin, vor einem deutschen Gericht auszusagen.
Dr. Ralf Höcker, Medienanwalt von Jörg Kachelmann, dementiert das alles. Er sagte zu «Bild»: «Keiner der Vorwürfe ist wahr. Hinter der ,Focus‘-Berichterstattung steckt eine üble Kampagne des Hubert-Burda-Verlags.» Pflichtverteidigerin Andrea Combé assistiert: «Es bleibt abzuwarten, ob diese neue Zeugin eine Rolle im Prozess spielen wird.»(Blick)

7.12. Er hat den Vater von Steffi Graf verteidigt, Rad-Star Jan Ullrich, den Ex-DDR-Spionagechef Markus Wolf, Gregor Gysi und den VW-Betriebsratschef Klaus Volkert. Als Jan-Philipp Reemtsma 1996 entführt wurde, war Johann Schwenn (63) Kurier bei einer gescheiterten Geldübergabe, vertrat ihn später im Prozess gegen den Kidnapper.

Der Anwalt mit der sehr aufrechten Haltung kleiner Männe ist ein brillanter Strafverteidiger. Angriffslustig und ironisch. Und er hat keine Probleme, seine gefühlte Überlegenheit zu demonstrieren. Das Verfahren Kachelmann hat Schwenn offenbar schon lange vor der offiziellen Mandatsübernahme beschäftigt: Im Magazin „Cicero“ schreibt er eine Abrechnung mit der Arbeit der Staatsanwälte („dilettantisches Herumermitteln“) und dem Thema sexueller Missbrauch (“gegen den Glauben an den Missbrauch scheint kein Kraut gewachsen“). Diagnosen wie „Trauma“ oder „posttraumatische Belastungsstörungen“ zerfetzt Schwenn in der Luft: „Am Ende blieb vom Trauma nie etwas übrig.“ Mit dieser Anti-Haltung hat Schwenn kürzlich eine spektakuläre Wiederaufnahme gewonnen: Das Landgericht Lüneburg sprach zwei Männer frei, die wegen angeblicher Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Haft saßen. Schwenn wies nach, dass das Mädchen psychisch krank war. Im Fall eines Arztes, der Patientinnen unsittlich berührt hatte, konnte Schwenn mit der „alles erfunden“-Verteidigung allerdings nicht punkten. Der Mann wurde zu sieben Monaten auf Bewährung verurteilt.(Berliner Kurier)

18.Prozesstag  Mittwoch, 08. Dezember 2010 – Sitzungsbeginn erst um 11.00 Uhr

8.12. Der Ton zwischen dem neuen Verteidiger Johann Schwenn und Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge vor dem Landgericht Mannheim wird zunehmend gereizt. Auch die 5. Große Strafkammer wurde am Mittwoch von Schwenn harsch kritisiert: „Es ist an der Zeit, dass das Gericht etwas Distanz zur Linie der Staatsanwaltschaft einnimmt“, ermahnte Schwenn die Richterbank. Aber auch den früheren Verteidiger Reinhard Birkenstock kritisierte Nachfolger Schwenn inzwischen in öffentlicher Hauptverhandlung. Nur das Publikum reagiert zunehmend belustigt. (Der Westen)

8.12. „Wenn ein Verlagshaus meint, seine Macht missbrauchen zu müssen, um ein Verfahren zu beeinflussen, dann ist das nicht mehr von der Pressefreiheit gedeckt,“ sagte Rechtsanwalt Schwenn. In seinem Antrag auf Durchsuchung der Redaktionen bezog er sich auf Kontakte zu ehemaligen Geliebten des Moderators, die sowohl als Zeuginnen vor Gericht aussagten als auch der „Bunten“ Interviews gegeben hatten.

Außerdem hatte der „Focus“ am Montag eine neue angebliche Belastungszeugin präsentiert, die in der Schweiz lebe und nicht vor einem deutschen Gericht aussagen wolle. Das Magazin habe außerordentlich früh von der Zeugin und ihrer Weigerung erfahren. Das nötige zu dem Schluss, dass es sich um eine von Redaktionsverantwortlichen der Burda-Verlagsgruppe geführte und bezahlte Person handele, sagte Schwenn. Einer Reporterin der Illustrierten „Bunte“ warf Schwenn vor, sie habe versucht, die Aussage einer Zeugin vor Gericht zu beeinflussen.(Financial Times Deutschland)

8.12. Im Laufe des 18. Verhandlungstages soll noch ein Heidelberger Traumatologie-Professor in den Zeugenstand treten. Der Therapeut des mutmaßlichen Opfers wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehört. Kachelmanns Ex-Geliebte wirft dem 52-jährigen Moderatoren vor, sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben.

Der Therapeut vertrat die Ansicht, dass Erinnerungslücken des mutmaßlichen Opfers auf eine Traumatisierung zurückzuführen sein könnten. Dies ist zwischen Anklage und Verteidigung höchst umstritten. Beim letzten Verhandlungstag der vergangenen Woche vor dem Landgericht Mannheim erzwang die Verteidigung die Herausgabe von Unterlagen des Therapeuten.(Stern.de)

8.12. Patricia Riekel versicherte: „„Bunte“ hält sich selbstverständlich an die journalistische Sorgfaltspflicht und wird weiter ausgewogen und neutral über den Fall Kachelmann berichten.“(Hamburger Abendblatt)

8.12. Denn auch wenn das Gericht den Moderator freispricht: Die Prozesskosten dürften Kachelmann nicht vollständig erstattet werden, sagt Thomas Fingerhuth. Die Entschädigungen deckten im Normalfall die Kosten nicht.

Und auch von Seiten der Kunden weht Kachelmanns Firma Meteomedia ein rauer Wind entgegen. So hat beispielsweise der Schweizer Verlag Ringier auf eine Zusammenarbeit mit Meteomedia verzichtet, als die angebliche Vergewaltigung an die Öffentlichkeit kam.

Wie Ringier-Sprecher Edi Estermann zu «tagesschau.sf.tv» sagte, habe man bei der Zusammenlegung der Blick-Medien nach einem einheitlichen Wetterlieferanten gesucht. Meteomedia sei in diese Evaluation miteinbezogen worden. Als die Verhaftung erfolgte, sei die Firma aber «in der Prioritätenliste weit nach unten gerutscht.» Und auch heute sei man an einer Zusammenarbeit mit Kachelmanns Unternehmen nicht interessiert.( http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/12/08/Vermischtes/Kachelmann-vor-Gericht-Spekulationen-um-finanzielle-Probleme)

Anmerkung: Und wer ist der Arbeitgeber der Schweizer Zeugin Toini L? Genau…

8.12. Explizit ging RA Schwenn noch auf die Zeuginnen Katherina T. und ihre Freundin Xenia R. ein. Diese haben sich am Abend vor der Vernehmung zusammen mit Tanja May getroffen. Eine Verabredung für den nächsten Morgen zwischen Frau Katherina T. und Tanja May sei dabei vereinbart worden, zu einem Exklusiv-Interview.

RA Schwenn sagt, er habe sich doch noch so einigen Rechtsfragen zu widmen, (sinngemäß). In der Zeit von RA Birkenstock sei doch einiges nicht angesprochen worden und schief gelaufen. Die Anwältin Frau Combé nahm er da raus, sie sei während dieser Phase ja quasi „entmündigt“ worden.

Nun meldet sich StA Oltrogge zu seiner „Verteidigung“ zu Wort. Die Zeuginnen seien alle VOR der Vernehmung vor dem Gericht und den Exklusiv-Aussagen von der Staatsanwaltschaft vernommen worden.

Das Treffen zwischen Katherina T. und Xenia R. hätte auch den Grund haben können, dass Frau Xenia R. Geburtstag gehabt habe und sie diesen feiern wollten.

Sehr fadenscheinige Argumentation, wie mir schien und das fällt natürlich auch RA Schwenn auf, der daraufhin direkt sagt: Sie lügen Herr Staatsanwalt. Frau May war abends dabei und es wurde für den nächsten Vormittag ein „isoliertes Treffen“ mit Tanja May vereinbart!

Es gehe ihm, RA Schwenn um das generelle Problem des Zeugnisverweigerungsrechtes. (Ich hoffe das habe ich richtig verstanden.) Die Staatsanwaltschaft habe möglicherweise eine „Aufräumaktion“ im Kopf. (Maschera als Prozessbesucherin Dezember 8, 2010 um 22:25 Teil 36)

8.12.Eine neue Zeugin aus der Schweiz könnte in dem Prozess gegen Wetterfrosch Jörg Kachelmann eine entscheidende Wende bringen. Nach Medienberichten soll eine Schweizerin Kachelmann gegenüber der Staatsanwaltschaft Mannheim schwer belastet und erklärt haben, dass es drei Wochen vor der angeblichen Vergewaltigung seiner Ex-Partnerin zu ähnlichen Vorfällen auch bei ihr gekommen sei.

Wenn sich diese Berichte bestätigen, so der Wormser Fachanwalt für Strafrecht Jürgen Möthrath, Präsident des VdSRA-Verband deutscher StrafrechtsAnwälte e. V. mit Sitz in Worms, könnte das im Fall „Kachelmann“ eine Trendwende herbeiführen, da die Glaubwürdigkeit Kachelmanns hierdurch geschwächt und die Angaben seiner Ex-Freundin glaubhafter würden (http://www.pressemitteilungen-online.de/index.php/trendwende-im-fall-kachelmann-neue-zeugin-erhebt-schwere-vorwuerfe/)

9.12. Am Donnerstag, 9. Dezember 2010, wurde eine neue Runde eingeläutet, denn in der aktuellen Ausgabe des Burda-Blattes „Bunte“ ist eine Reportage unter dem Titel „Wenn die neue Zeugin auspackt“ veröffentlicht, die sich an die Berichterstattung im „Focus“ – ebenfalls im Burda-Verlag erschienen – anlehnt. Es geht um eine Frau, die über einen längeren Zeitraum mit Kachelmann liiert gewesen sein soll und deren Adresse laut „Bunte“ über Handy-Daten ermittelt worden ist. Im Januar 2010 soll es zu einem unerfreulichen Zwischenfall zwischen dieser Frau und dem Wetter-Moderator gekommen sein. Während des Liebesspiels sei Kachelmann brutal geworden. (Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen: Kachelmann-Prozess wird immer turbulenter http://www.suite101.de/content/kachelmann-prozess-wird-immer-turbulenter-a94738#ixzz1JFSAYqgi)

9.12. Ungeachtet der durch den Durchsuchungsantrag entstandenen Verzögerungen begann das Gericht später unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit der Vernehmung des Therapeuten des mutmaßlichen Opfers, des Heidelberger Professors Günter Seidler. Ihm hatte Schwenn am vergangenen Freitag Züge von Scharlatanerie vorgeworfen, weil er der Auffassung sei, Todesangst riechen zu können. Vor allem Seidlers These, dass Erinnerungslücken der Frau auf eine Traumatisierung zurückzuführen sein könnten, ist zwischen Anklage und Verteidigung umstritten. Hörbar brach Schwenn gestern in Gelächter aus, als ein Anwalt Seidlers den Therapeuten als „weltweit anerkannten Traumatologen“ bezeichnete. Zweifel äußerte er auch am Sachverstand des noch von seinem Vorgänger Reinhard Birkenstock benannten Psychologen Hans Markowitsch.(SächsischeZeitung)

9.12. Unter der suggestiven Überschrift „Wenn die neue Zeugin auspackt“, schildert Reporterin Tanja May noch einmal, was im Focus bereits gestanden hatte. Munter zitiert die Journalistin dabei das Nachrichtenmagazin – ebenfalls aus dem Burda-Verlag. Die Geschichte ist also bereits hinlänglich bekannt: Die neue Zeugin habe man durch die Entschlüsselung von Kachelmanns Handy-Daten ausfindig gemacht. Sie wolle aber nicht vor einem deutschen Gericht aussagen.

Doch für die aktuelle Ausgabe des Regenbogenmagazins kamen Schwenns Äußerungen zu spät. Patricia Riekel hatte ihr gewohnt gefühliges Editorial (Thema: der Unfall bei Wetten, dass..?) bereits verfasst. Und das Heft ist längst im Druck, als der neue streitfreudige Anwalt am gestrigen Mittwoch erklärt, gegen die Burda-Blätter vorgehen zu wollen.

Seine Aussage: Man werde die Redaktionsräume durchsuchen lassen und dabei Unterlagen sicherstellen lassen, die geeignet sein sollen, den wegen Vergewaltigung angeklagten Jörg Kachelmann zu entlasten. Zudem warf er den Magazinen „üble Nachrede und Beeinflussung des Verfahrens“ vor. Er äußerte den Verdacht, dass Zeuginnen vom Burda-Verlag geführt worden seien, um im Prozess bestimmte Aussagen zu machen.(Süddeutsche.de)

19.Prozesstag Freitag, 10. Dezember 2010

10.12. Die Mannheimer Anklagevertreter Lars-Torben Oltrogge und Oskar Gattner greift Schwenn am Freitag scharf an, wirft ihnen Straftaten vor und verlangt ihre Ablösung: „Die beiden Herren hier mir gegenüber sind um einiges verdächtiger als Herr Kachelmann.“ Er fordert die Ankläger zudem auf, „alle schuldspruchrelevanten Unterlagen“ vorzulegen. Daraufhin wehrt sich Gattner: „Hier werden haltlose Spekulationen in den Raum gestellt.“ Hintergrund des Streits sind Artikel in den Burda-Blättern „Focus“ und „Bunte“. Im „Focus“ von dieser Woche kommt eine angebliche Kachelmann-Freundin zu Wort und schildert, wie Kachelmann bei einer sexuellen Begegnung im Januar brutal geworden sei. Die Frau ist jedoch Schweizerin und verweigert eine Aussage in Mannheim. Nach Darstellung Schwenns hat lediglich Staatsanwalt Gattner mit ihr telefoniert, erst Wochen später sei die Kammer davon in Kenntnis gesetzt worden. „So macht man das nicht“, sagt Schwenn am Rande der Verhandlung. Die Praxis der Staatsanwaltschaft laufe in Anbetracht der „Focus“-Veröffentlichungen darauf hinaus, dass eine Zeugin „jeden Mist in die Welt setzt, ohne sich dabei einem Risiko auszusetzen“. Sollte sich die Zeugin im Prozess oder bei einer Einvernahme im Ausland äußern, „halten wir Beweise bereit, sie zu widerlegen“. Notfalls müssten sich auch die Staatsanwälte als Zeugen äußern, auch könnten ihre Vermerke beschlagnahmt werden. (Der Tagesspiegel)

10.11. Anwalt Schwenn ist sofort von null auf hundert: Breitseite gegen den lockenköpfigen Anklageverfasser Lars-Torben Oltrogge und den in Ehren ergrauten Oberstaatsanwalt Oskar Gattner: „Beide Herren sind um einiges verdächtiger als Herr Kachelmann!“ Nun schreit jeder jeden an. Schwenn (wettert): „Sie beten das Beweisprogramm der Staatsanwaltschaft nach!“! Richter (empört): „Es geht hier nicht ums Nachbeten!“ Schwenn (braust auf): „Sie sind auf dem Holzweg!“ Staatsanwalt Oltrogge (näselt mit überschlagender Stimme): „Protokollieren Sie das!“ Richter (donnert): „Ich lasse mir die Prozessführung nicht aus der Hand nehmen!“ Schwenn: „Mein Ton ist gemäßigt, durch Ihr Desinteresse tragen Sie zur Schärfe bei!“ Oberstaatsanwalt Gattner (läuft rot an): „Sie haben kein Recht auf Narrenfreiheit!“ Schwenn: „Alles Tatsachen!“ Gattner: „Spekulationen!“

Schließlich holt der Kachelmann-Anwalt die große (Gerüchte-)Keule raus. Frage an MDR-Fernsehdirektor Wolfgang Vietze (64): „Hat Ihr Intendant berichtet, dass er von dritter Seite aufgefordert wurde, Kachelmann zu feuern?“ Vietze: „Nein.“ Schwenn: „Ist es richtig, dass diese dritte Person Herr Hubert Burda sein soll?“ Vietze: „Nein.“ Schwenn: „Sie haben nicht gehört, dass Burda den Intendanten aufforderte: ‚Schmeiß den Kachelmann raus’?“ Vietze: „Nein.“ Schwenn: „Kennen die sich?“ Vietze: „Ja. Der MDR überträgt den Bambi. Ich weiß nicht, ob sie per Sie oder per Du sind.“ Schwenn: „Was ist Bambi?“ Vietze: „Der traditionsreichste Medienpreis Deutschlands.“ Schwenn: „Ich dachte, das sei der Pulitzerpreis.“ (BZ)

10.11. Nun befragte RA Schwenn den Zeugen. – Achtung meine Lieben, jetzt wird´s interessant.
Schwenn: Wie wurde die Riverboot-Sendung mit JK beendet?
Zeuge: Durch einvernehmliche Kündigung
Schwenn: Und ohne einvernehmlich?
Zeuge: Aufgrund Schwierigkeiten der Termin- und Liveauftritte, die JK nicht einhalten konnte, kam es zum Ende. Das Kinderthema (Canada) war vordergründig der Grund.
Schwenn: Haben Sie mit irgendjemandem über den heutigen Termin geredet?
Zeuge: Ja, mit meiner Sekretärin.
Schwenn: Kennen Sie Prof. Reiter?
Zeuge: ja, das ist der Intendant von MDR
Schwenn: haben sie ihm auch Bescheid gegeben?
Zeuge: ja
Schwenn: warum und wie?
Zeuge: weil es selbstverständlich scheint und im Gespräch hätte er es ihm gesagt.
Schwenn: Haben Sie von 3. Seite gehört, das Reiter aufgefordert wurde, JK rauszuschmeißen?
Zeuge: nein
Schwenn: Prof. Reiter und Hubert Burda kennen die sich?
Zeuge: ja, die kennen sich, die Bambi Verleihung wird im MDR gemacht (oder so ähnlich)
Schwenn: Wissen sie, ob JK und H. Burda sich kennen?
Zeuge: wahrscheinlich

(Edda als Prozessbesucherin am Dezember 10, 2010 um 16:48 Teil 36)

Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann

Datum:  10.12.2010 Kurzbeschreibung:

Der Vorsitzende der 5. Großen Strafkammer hat neue Hauptverhandlungstermine im Jahr 2011 bestimmt. Die vier weiteren Dezembertermine 2010 finden wie angekündigt statt.

Freitag, 10. Dezember 2010 9.00 Uhr Saal 1
Montag, 13. Dezember 2010 9.00 Uhr Saal 1
Montag, 20. Dezember 2010 9.00 Uhr Saal 1
Dienstag, 21. Dezember 2010 9.00 Uhr Saal 1

Mittwoch, 19. Januar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Donnerstag, 20. Januar 2011 13.30 Uhr Saal 1
Montag, 24. Januar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Dienstag, 01. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Donnerstag, 03. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Mittwoch, 09. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Freitag, 11. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Dienstag, 15. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Mittwoch, 23. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Freitag, 25. Februar 2011 9.00 Uhr Saal 1
Dienstag, 01. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
Donnerstag, 03. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
Montag, 21. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
Mittwoch, 23. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
Freitag, 25. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
Dienstag, 29. März 2011 9.00 Uhr Saal 1
Donnerstag, 31. März 2011 9.00 Uhr Saal 1

10.12. Zeitgeist 2010 :Kachelmann bewegt die Welt (http://www.tierschutznews.ch)

11.12 Zitat Tagesspiegel vom 10.12.2010:

„MDR-Fernsehdirektor Wolfgang Vietze bestätigt als Zeuge vor Gericht, mit Kachelmann habe es Probleme bei seinen Liveauftritten im MDR-„Riverboat“ gegeben. Kachelmann habe Termine nicht eingehalten, weshalb man die Zusammenarbeit mit ihm beenden wollte.“

Zitat Bericht Edda vom 10.12.2010

„Schwenn: Wie wurde die Riverboot-Sendung mit JK beendet?

Zeuge: Durch einvernehmliche Kündigung
Schwenn: Und ohne einvernehmlich?
Zeuge: Aufgrund Schwierigkeiten der Termin- und Liveauftritte, die JK nicht einhalten konnte, kam es zum Ende. Das Kinderthema (Canada) war vordergründig der Grund.“ (Ottilie Dezember 11, 2010 um 19:39 Teil 36)

11.12 http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Kachelmann-und-die-TVKommissarin-/story/19570152

Anmerkung: Der Beitrag von Thomas Knellwolf ist total aus dem Internet verschwunden! Ich frage mich ob Burda, neben der Bunten und Schnittmustern auch Bücher verlegt?

11.12. Thomas Knellwolf berichtet, dass der Verleger Herbert Burda die Verbannung Jörg Kachelmanns vom Bildschirm nicht erst seit gestern angestrebt haben soll. Kachelmann und die Herbert Burda-Gattin Maria Furtwängler haben sich scheinbar viel zu gut gekannt – und in jeder Beziehung verstanden. Kachelmann hat daraus kein Geheimnis gemacht; er hat es seiner „Umweltaktivistin“ erzählt – und die dem Gericht. Die Talkshows Kachelmanns «Kachelmanns Spätausgabe» und das Unterhaltungsprogramm «Riverboat» wurden 2009 vom MDR abgesetzt. Vielleicht auf Herbert Burdas Intervention…
Maria Furtwängler will zu Kachelmann nichts sagen; sie verschanzt sich hinter ihrer Arbeit. Als Tatort-Kommissarin Lindholm. (SideEffects http://litart.twoday.net/stories/kachelmann-und-maria-furtwaengler/modTrackback)

11.12 Kachelmann-Verfahren: „Der deutsche Strafprozess – krank an Haupt und Gliedern“  Professor Dr. Bernd Schünemann, Ordinarius für Strafrecht an der Universität München, sieht derartige Schieflagen in der deutschen Justiz annähernd regelhaft: „Mit gewaltigen Konsequenzen ist die Stellung der Polizei im Ermittlungsverfahren in mehrfacher und sich wechselseitig potenzierender Weise so radikal verstärkt worden, dass die Kontrolle durch die Justiz weitgehend paralysiert und diejenige durch die Verteidigung praktisch beseitigt worden ist.“(  http://www.psychologie-aktuell.com/news/aktuelle-news-psychologie/news-lesen/article/2010/12/11/1292046265-kachelmann-verfahren-der-deutsche-strafprozess-krank-an-haupt-und-gliedern.html )

11.12. Fährt er den Prozess absichtlich an die Wand? Der Hamburger Verteidiger verdächtigt die Staatsanwälte, sie hätten Ermittlungsergebnisse an die Presse weitergegeben. «Die beiden Herren mir gegenüber sind um einiges verdächtiger als Herr Kachelmann», sagt er.

Konkreter wird er nicht, verlangt dafür eine Durchsuchung der Staatsanwaltschaft. Schwenn will auch die Redaktions-Räume von «Focus» und «Bunte» auf den Kopf stellen. Seine Theorie: «Es gibt konkrete Anhaltspunkte dafür, dass sich hier Schriftstücke und Datenträger befinden, die geeignet sind, den Angeklagten zu entlasten.»

Worauf zielt Kachelmanns Anwalt mit seinen Attacken? Handelt es sich um ein «vordergründiges Ablenkungsmanöver», wie es die «Focus»-Chefs nennen. Ist es ein gezielter Versuch, Journalisten zu kriminalisieren? Oder peilt Schwenn, dem die «Zeit» schon 2001 «eine Lust am Duell, am Hauen und Stechen» attestierte, sogar einen Prozessabbruch an?

Auch Richter Michael Seidling muss seinen Posten verteidigen – ohne (Sch)Wenn und Aber: «Ich lasse mir hier nicht die Prozessführung aus der Hand nehmen (Blick)

12.12. KACHELMANN PROZESS – STAATSANWALTSCHAFT präsentiert weitere LÜGENZEUGIN Während Alice Schwarzer munter ihre verbalen Ergüsse verbreitet, fanden BILD am Sonntag Redakteure heraus, dass die neue Zeugin offenkundig lügt. Die süsse Fotografin feierte angeblich monatelang krank, obwohl sie drei Tage nach ihrer Affäre mit Jörg Kachelmann am Züricher Flughafen fotografiert. http://www.pressinfocom.com/1/KACHELMANN-PROZESS—STAATSANWALTSCHAFT-_566159.html)

12.12. Kachelmann Prozess: Simsalabim eine neue Opfer-Zeugin

Sieh da, eine Neue! Nach der Sicherstellung und Auswertung des Handy’s von Jörg Kachelmann zog jetzt (reichlich spät) die Staatsanwaltschaft ein neues Opfer aus dem Hut. Linda, so ihr geänderter Name, behauptet, dass Jörg Kachelmann sie im Januar 2010 brutal “genommen” hätte und ihr große Angst eingeflößt habe. (http://www.samuidevelopment.com/2010/12/12/kachelmann-prozess-simsalabim-eine-neue-opfer-zeugin/)

12.12.Die Empörung der Damen, die schon am Telefon bereit sind, intimste Details aus ihrem Leben preiszugeben, richtet sich überwiegend gegen bekannte Verlagshäuser. Es scheint, bei diesen Medien hat ein Umdenken stattgefunden und die Preise für Kachelmann-Zeuginnen wurden drastig gesenkt. Zeugenaussage, inklusive Exklusiv-Interview und Foto-Shooting bringt derzeit nicht mal mehr € 5.000,- ein, ein absoluter Hungerlohn für qualifizierte Berufszeuginnen.(http://www.neu-news.de/content/kachelmann-prozess-opfer-beschweren-sich)

20. Prozesstag 13.Dezember 2010

13.12. Am Rande der Vernehmung kam es hinter verschlossenen Türen und ohne Kameras wieder zu einem lautstarken Wortgefecht im Gerichtssaal. Kachelmanns Anwalt sagt, an ihm liegt das nicht. Der Vorsitzende Richter habe den Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge zurückgewiesen. „Schreien tut die Staatsanwaltschaft. Ich mache nur den Rechtsstandpunkt der Verteidigung geltend. Und wer das als Krawall bezeichnet, ist im falschen Film“, so Schwenn.

Der Rechtsmediziner Bernd Brinkmann hat am Montag im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann ausgesagt. Brinkmann war ursprünglich von der Verteidigung als Sachverständiger geladen, dann aber vom Landgericht Mannheim als befangen abgelehnt worden. Er sagte am Montag deshalb nicht als Gutachter, sondern als sachverständiger Zeuge aus. Das bedeutet: Er durfte nur über seine Wahrnehmungen sprechen, jedoch vor Gericht keine Schlussfolgerungen daraus ziehen. (Focusonline)

13.12.Gutachter Brinkmann erklärte nun, die Struktur der Hämatome an den Oberschenkeln lasse auf Schläge mit Fäusten schließen, nicht auf statische Verletzungen mit den Knien bei einer Vergewaltigung. Auch habe das Messer bei seinem Versuch keine Doppelspur hinterlassen, wie bei der Ex-Freundin des Angeklagten. Zum Beweis legte er dem Gericht Fotos vor. Einige der Bilder, die der Rechtsmediziner mitgebracht hatte, waren auch von den Zuschauerbänken aus zu erkennen. Fotos von Blutergüssen auf den Oberschenkeln der Frau, die Jörg Kachelmann vergewaltigt haben soll, rötlich-violett auf blasser Haut.

Auch Kachelmann schaute die Bilder laut Prozessbeobachtern an, mit seiner Verteidigerin über die Fotomappe gebeugt. Dann machte er einen angedeuteten Faustschlag, als wollte er etwas demonstrieren.(Spiegel)

13.12. Um die Aussage des 71 Jahre alten Rechtsmediziners Bernd Brinkmann hatte es im Vorfeld einigen Wirbel gegeben: Ursprünglich war er von der Verteidigung Jörg Kachelmanns als Sachverständiger geladen, dann aber vom Landgericht Mannheim als befangen abgelehnt worden. Er sagte am Montag deshalb nicht als Gutachter, sondern als sachverständiger Zeuge aus.

Die langjährige Ex-Freundin Kachelmanns behauptet, sie sei am 9. Februar mit einem Messer bedroht und vergewaltigt worden. Bei ihr wurden blaue Flecke an den Oberschenkeln und Kratzspuren am Hals festgestellt.

Brinkmann sagte, er habe im Versuch ein Küchenmesser an den aufgelegten Oberarm eines Kollegen gepresst und dann die Kratz- und Druckspuren geprüft. Außerdem schlug er sich selbst mit Fäusten an seine Oberschenkel. Brinkmann legte der Strafkammer zahlreiche Fotos vor. Danach habe es bei seinen Experimenten mit dem Messer keine Doppelspur gegeben, wie sie bei der Ex-Freundin am Hals aufgetreten waren. Auch die Struktur der Hämatome an den Oberschenkeln lasse auf Schläge mit Fäusten schließen, nicht auf statische Verletzungen mit den Knien bei einer Vergewaltigung.

13.12 Maschera Gesendet am 13.12.2010 um 17:39

Jetzt möchte ich jedoch schon die „Schlussworte“ von RA Schwenn zur Sprache bringen. Es war RA Schwenn ein Bedürfnis, Prof. Dr. Brinkmann noch einige Fragen zu stellen.

RA Schwenn will wissen wie Prof. Dr. Brinkmann, als er noch als Sachverständiger im Prozess zugegen war behandelt wurde. Wie seine Durchsuchungen durchgeführt wurden und wie die Staatsanwaltschaft ihn behandelt habe?

Diese Fragen sind Prof. Dr. Brinkmann sichtlich unangenehm, aber er setzt zu seiner Schilderung an. Er schickt vorab, dass seine Eindrücke natürlich nicht frei von subjektiven Empfindungen seien. Sein Eindruck sei gewesen, dass die Dimension der Sicherheitsbedingungen schon sehr außergewöhnlich gewesen sei. Er hätte das so bei anderen Prozess-Besuchern/Gutachter-Kollegen nicht gesehen!

Die Untersuchungen seien sehr lange gewesen und intensiv und im wesentlichen auch direkt am Körper. Taschen abgetastet, etc.

Zwischenbemerkung von RA Schwenn an Dr. Bock: Würden sie sich das bitte anhören Dr. Bock? Oder sind diese Ausführungen für sie nicht interessant und sie besprechen lieber etwas mit ihrem Kollegen Richter Seidling?

Richter Bock: Wir haben uns nur kurz beraten. In diesem Augenblick schreit StA Oltrogge völlig außer Fassung dazwischen:. Ich konnte nicht verstehen was. Richter Bock fährt StA Oltrogge sehr deutlich an,: jetzt sind Sie mal still Herr Oltrogge! StA möge ihn zu Wort kommen lassen!

StA Oltrogge hört zunächst nicht und spricht weiter, :“ Ich beanstande die Weise“ . Richter Bock wird NOCH deutlicher laut: „Es reicht aber wirklich!“ Wir wollen uns doch um Sachlichkeit bemühen, bevor Prof. Dr. Brinkmann weiter spricht. Er erklärt, seine kurze Besprechung mit Richter Seidling habe mit Desinteresse nicht zu tun.

RA Schwenn fährt fort und bringt an: wie „verständig“ die Staatsanwaltschaft sich Prof. Dr. Brinkmann gegenüber verhalten habe, wenn die Kammer NICHT dabei war…..

StA Oltrogge steht auf und schreit: das ist ihre Behauptung!

RA Schwenn, wäre nicht RA Schwenn, wenn er sich aus der Ruhe bringen lassen würde. Also fährt er ganz ruhig fort. Ein kurzer Einwurf in Richtung Medien kam dann doch noch. Sie sollen doch notieren, dass dies KEIN Schreiduell sei, also zumindest nicht von seiner Seite!

Nun kommt von Richter Seidling die Bemerkung, diese extreme Durchsuchung sei auf SEINEN Anlass hin vorgenommen worden an Prof. Dr. Brinkmann. (????????)

RA Schwenn lässt nun Prof. Dr. Brinkmann beschreiben wie es ihm als Sachverständiger im Saal ergangen sei. Nun trug es sich wohl so zu, dass Herrn Prof. Dr. Brinkmann am ersten Tag ein Platz angewiesen wurde, nachdem er sich als Sachverständiger ausgewiesen hatte. Dies geschah durch einen Beamten. Kurz vor Begin der Verhandlung kam StA Oltrogge auf ihn zu und sagte ihm, er solle seinen Platz verlassen. Er sitze auf einem Gutachter-Platz der Anklage. Wo er sich denn sonst hinsetzen soll, habe Prof. Dr. Brinkmann ihn gefragt? Die Antwort von StA Oltrogge lautete: Das sei ihm egal!

RA Schwenn tat zum Schluss noch Kund, dass, das Verhalten des Staatsanwaltes Oltrogge sehr dazu beigetragen hat, dass der Angeklagte den Verdacht auf Befangenheit hat. Desweiteren teilte er mit, wenn Frau Dr. Greuel ausscheiden müsse, so habe sie das auch StA Oltrogge zu verdanken.

13:50 Uhr: Richter Seidling sagt, das Programm für heute sei abgeschlossen und die Verhandlung beendet.( Teil 37)

13.12. Jörg Kachelmann verabschiedet sich vom Fernsehen(Stern.de)

Mit ihm wird es kein Wetter mehr geben: Jörg Kachelmann sieht sich gezwungen, seine Karriere als Wetter-Moderator zu beenden und will nicht mehr vor der Kamera stehen. Staatsanwaltschaft und Medien hätten ihm eine weitere TV-Fernsehlaufbahn kaputt gemacht, indem sie sein „angebliches Privatleben“ in die Öffentlichkeit gezerrt hätten, klagt der einstige ARD-Wetterexperte. Seit September muss er sich vor dem Mannheimer Landgericht verantworten, die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine ehemalige Freundin vergewaltigt zu haben. Der 52-jährige Schweizer bestreitet die Vorwürfe. Aber der Verdacht der Vergewaltigung lastet schwer auf dem Moderator, der bislang eigentlich als netter Wetterfrosch galt. Als Autodidakt hat der Schweizer viel Geld mit dem TV-Wettergeschäft gemacht, seine Firma Meteomedia erwirtschaftet mit rund 100 Mitarbeitern mehrere Millionen Euro im Jahr. Zum Jahresrückblick 2010

14.12. Im Zweifel gegen den Angeklagten?

Der neue Anwalt Jörg Kachelmanns polemisiert auch als Autor: Johann Schwenn zieht gegen den Opferschutz bei Sexualdelikten ins Feld. Seine Fallbeispiele sind ebenso haarsträubend wie seine rechtspolitischen Thesen brisant. (Oliver Tolmein bei http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E17B1ADBD38CE428FAEF3C90909DCA56C~ATpl~Ecommon~Scontent.html)

15.12. Fazit :Es erscheint zweifelhaft, dass Kachelmann eine Vergewaltigung bewiesen werden kann, zumal sich in seiner Aussage einige gewichtige Realkennzeichen finden. Zudem fehlt Kachelmann ein plausibles Motiv für eine Vergewaltigung. Wahrscheinlicher ist, dass das mutmaßliche Opfer die Vergewaltigung vorgetäuscht und dieses von langer Hand als Racheakt geplant hat. Das mutmaßliche Opfer hatte nicht nur ein Motiv dafür, auch die Aussagen der Sachverständigen und Gutachter weisen in diese Richtung. (http://www.psychomeda.de/psychologie-blog/wie-glaubwuerdig-kachelmann.html)

16.12. Kachelmann dominiert Personensuche 2010. Jörg Kachelmann selbst ist unangefochtener Spitzenreiter der meistgesuchten Personen 2010 auf Yasni. Die häufige Suche nach Zeugin Claudia Dinkel unterstreicht zusätzlich das breite öffentliche Interesse am Prozess um den Wetter-Moderator.( http://blog.yasni.de/business/kachelmann-dominiert-personensuche-2010/)

17.12. Dass Schwenn es fertiggebracht hat, sich knapp drei Monate nach Beginn in den Prozess zu drängeln, wurde selbst in Kreisen renommierter Strafverteidiger als äußerst ungewöhnlich bewertet. Als Strippenzieherin im Hintergrund galt bislang Sabine Rückert, Gerichtsreporterin der „Zeit“. Seit Kurzem kursierte eine Mail, die sie Birkenstock im Mai geschickt haben soll. Darin empfahl die Journalistin dem Juristen, „einen Kollegen einzubinden, der Verfahren dieser Art gewachsen ist. Wenn Sie mein Buch gelesen haben, wissen Sie, wen ich in einem solchen Falle wählen würde.“ Das Buch, das sie meint, heißt „Unrecht im Namen des Volkes: Ein Justizirrtum und seine Folgen“. Der Anwalt, um den es geht, ist Schwenn, mit dessen Hilfe sie es verfasst hat. Doch Birkenstock reagierte nicht.

Wenig später machte Rückert gleich auf mehreren „Zeit“-Seiten deutlich, was sie von der Verteidigerarbeit des Kölners hält: nicht viel. Sie warf Birkenstock einen „Schmusekurs“ vor: „Auf leisen Sohlen verteidigt man nicht den Unschuldigen, sondern den Täter.“(Waldeckische Landeszeitung  http://www.wlz-fz.de/Welt/Buntes/Uebersicht/Garbsener-ueberzeugt-Kachelmann-von-Anwalt-Schwenn)

16.12. «Medienknall» angekündigt Wenig später soll Kachelmann den Herrn angerufen haben, der von Schwenn in einem aufwendigen Revisionsverfahren nach fünfeinhalb Jahren aus dem Gefängnis geholt worden war. Zum Schluss des etwa zehnminütigen Gesprächs habe Kachelmann gesagt: «Sie sind schuld, wenn es nächste Woche einen Medienknall gibt.»

Der Ratschlag aus Norddeutschland gepaart mit einer grossen Unsicherheit über den Verfahrensausgang in Mannheim liess den Schweizer Angeklagten wohl kurz darauf erneut zum Hörer greifen. Kachelmann wählte die Nummer von Rechtsanwalt Johann Schwenn in Hamburg. Vier Tage später liess er seinen bisherigen Verteidigern Reinhard Birkenstock und Klaus Schroth mitteilen, dass er ab sofort auf ihre Dienste verzichte. Es gab einen «Medienknall».

«Leise rieselt der Schnee», sagte Reinhard Birkenstock am Mittwoch spät, als er vom «Tages-Anzeiger» vom Inhalt des «Zeit»-Berichts erfuhr. Dann fügte er noch hinzu, dass er zum Fall Kachelmann nichts sagen werde.

Die ganze Sache hat ein Vorgeschichte: Birkenstock war bereits im Mai von Sabine Rückert, der Verfasserin des «Zeit»-Artikels, in einer E-Mail, die dem TA vorliegt, empfohlen worden, «einen Kollegen einzubinden, der Verfahren dieser Art gewachsen ist». Rückert nannte namentlich Johann Schwenn, mit dem es in anderen Fällen bereits eine «Zusammenarbeit zwischen Verteidigung und der ‹Zeit›» gegeben habe. Birkenstock trat nicht darauf ein. Denkbar wäre nun, dass das Duo Rückert/Schwenn den norddeutschen Karosseriebauer zum E-Mail-Schreiben ermutigt hat, um Kachelmann zum Verteidigerwechsel zu bewegen. Rückert beteuert aber, dass sie von der Absetzung Birkenstocks und der Einsetzung Schwenns ebenfalls am Tag des «Medienknalls» überrascht worden sei. Auch Schwenn sagt: «Denken Sie nicht daran, dass ich etwas damit zu tun habe. » (Knellwolf/BaslerZeitung)

21. Prozesstag Montag, 20. Dezember 2010

20.12. Nach Angaben des Gutachters vom Landeskriminalamt (LKA) befinden sich am Messergriff sowohl Spuren, die auf das mögliche Opfer hinweisen, als auch eine, allerdings geringere Spur, die auf Kachelmann hindeutet. „Wenn eine Person das Messer mehrere Minuten in der Hand gehabt hat, dann würde ich ein eindeutigeres Ergebnis erwarten“, sagte der Sachverständige Gerhard Bäßler am Montag vor dem Landgericht Mannheim.

Der Gutachter betonte, dass es sich bei der Spur am Messergriff um eine „Mischspur an der Nachweisgrenze“ handele. Die geringe Spur könne auch auf die glatte Oberfläche zurückgeführt werden. Eine andere Möglichkeit sei, dass die Spur in der Tüte der Spurensicherung verloren gegangen sei.

Eindeutiger sei die Spur dagegen an der Messerklinge. Hier fand der Sachverständige eine Spur, die dem möglichen Opfer, Kachelmanns langjähriger Freundin, zuzuordnen sei. Allerdings sei auch die Blutspur am Küchenmeser gering gewessen. Es habe sich um „winzige Abtragungen“ gehandelt, sagte Bäßler und fügte hinzu: „Es gibt hier nicht die klare Aussage: So muss es gewesen sein.“ (http://www.focus.de/panorama/welt/fall-kachelmann-wenig-dna-am-messer-viele-fragezeichen_aid_583369.html)

Anmerkung: Der komplette Artikel strotzt nur so von Fehlern

20.12. Mit diesem Messergriff und was auf ihm zu finden ist, beschäftigen sich auch Gutachter der Verteidigung, die Rechtsmediziner Markus Rothschild und Klaus Püschel und der DNA-Experte Steven Paul Rand. Sie schalten sich so intensiv wie bisher nie in die Verhandlung ein. Wenn auch vieles davon einer Debatte unter Experten über Nachweismethoden gleicht, bei denen das Publikum nur Bahnhof versteht, so konzentriert sich doch das hartnäckige Nachfragen auf einen Punkt. Müssten nicht an dem Messergriff wesentlich mehr Hautpartikel von Kachelmann zu finden sein, wenn er, wie von der Nebenklägerin geschildert, das Messer so lange an ihren Hals gehalten hat?

Bäßler spricht von „einem sehr schlechten Befund“. Und müssten nicht deutlich mehr Partikel von Sabine W. im gesamten Bereich der Schneide sein, wenn diese über so viele Minuten an ihrem Hals war? „Schon“, sagt Bäßler. Ganz grundsätzlich sagt er noch, dass „ab einem bestimmten Limit es bei der DNA-Analyse nicht mehr um den sicheren Fakt geht“.

Der Gutachter des LKA berichtet von weiteren Untersuchungen. So fanden die Kriminaltechniker an einem Tamponfaden eindeutig die DNA des Angeklagten, aber nicht die von ihr. Ein anderer Punkt betraf das Sofa im Wohnzimmer. Kachelmann schilderte den fraglichen Abend so, dass Sabine W. und er nach einvernehmlichem Geschlechtsverkehr gemeinsam auf dem Sofa gesessen und gegessen hätten. Die Polizei sicherte daraufhin nach der Festnahme Kachelmanns, mehr als sechs Wochen nach der vermeintlichen Tat, mögliche Spuren auf dem Möbelstück. Doch bei der Analyse fand sich kein Hinweis auf Sperma des Angeklagten auf dem Sofa, was seine Darstellung unterstützt hätte. (Frankfurter Rundschau)

20.12. „Wenn eine Person das Messer mehrere Minuten in der Hand gehabt hat, dann würde ich ein eindeutigeres Ergebnis erwarten“, sagte der Sachverständige Gerhard Bäßler vor dem Landgericht Mannheim. Der Gutachter betonte, dass es sich bei der Spur am Messergriff um eine „Mischspur an der Nachweisgrenze“ handele.

Allerdings ist es nach Auffassung des Sachverständigen auch möglich, dass im Nachhinein Spuren verlorengegangen sind. „Es kann sein, dass ein Kontakt stattgefunden hat.“ (Süddeutsche.de)

20.12. Und wieder Maschera am 22.12 aufbereitet und korrigiert um 18:18

Nun geht es RA Schwenn sinngemäß darum, wieso dieser Spurenverlust immer wieder angeführt werde. Ob denn so schlampig gearbeitet werde, dass so viele Spuren verloren gehen können?

Bäßler spricht von ganz normalem Spurverlust.

Schwenn: bemerkt, durch die Verzackung könne der Spurenverlust geringer sein? (Ja)

Bäßler: es gibt keinen Hinweis, dass mit dem Rücken und der Schneide eine Verletzung durchgeführt wurde.

Rand: will wissen: Wenn es flächenhaften Kontakt gegeben hat, könnten Sie dann nur die Punkte finden, die Sie gefunden haben?

Bäßler: Nicht die gesamte Klinge wurde untersucht. Es wurden Stichproben entnommen.

Combé: Gab es Blutspuren, seien das eher „Tropfen“?

Bäßler: es gäbe ganz kleine Spuren, unter einem Millimeter.
Hier sind Details wieder nicht zu verstehen. Alle Gutachter gehen nach vorne. Nur Greuel und Pleines nicht. RA Franz bleibt auch immer auf seinem Platz sitzen.

Oltrogge: Spricht nun die Transportsituation an. Er hat sich da auf die Frage von Schwenn hinsichtlich der Spurenverluste durch die Spurensicherung bezogen. Oltrogge erwähnt einen Spezial-Karton. Er habe ein Vermerk von Hr. Knopf: vom 10.02.10. Sonderband KTU. Messertransportkarton. Messer bleibt unbehandelt.

Bäßler: da kann ich Spurenverlust fast ausschließen! Spurenverlust ist zu vernachlässigen.

Oltrogge: Bei der daktyloskopischen Untersuchung [= Untersuchung auf Fingerspuren] wird mit Handschuhen gearbeitet. Die Rede kam auf eine „Dampfkammer. Ob bei diesen Untersuchungen ein Verlust von Spuren stattfindet?

Bäßler: betont wieder, dass natürlich der Umgang mit dem Material verantwortlich ist für Spurenverlust.

Mattern: Wurden die Spuren von Messer „abgepickt“?

Bäßler erklärt: Das Präparieren wurde auf „Verdacht“ vorgenommen. Kleine weiße Partikel wurden abgesucht. „Auf Verdacht“.

Mattern: Fand die Untersuchung unter Mikroskop statt? (Da muss ich wohl die Art des Mikroskops nicht mitbekommen haben, denn ohne ein Mikroskop können solche Untersuchungen wohl kaum stattfinden).

Bäßler: Man fand am Griff einzelne Schüppchen.

Rotschild: kommt auf den „MM Tatablauf“ zu sprechen, wie er Hr. Bäßler von Hr. Knopf geschildert wurde. Wann denn das MM Opfer, bzw. Zeugin das Messer gespürt hätte.

Bäßler: so viel er weiß, von der Küche bis ins Schlafzimmer. Sie habe zwischendurch versucht wegzukommen. War ihr nicht gelungen und dann habe sie das Messer wieder gespürt. Während des Geschlecht-Aktes habe sie die ganze Zeit das Messer am Hals gespürt.
Bäßler: sagt: er habe mehr Spuren erwartet. Zumal ja nun auch noch mal geklärt worden war, dass das Messer sicher transportiert wurde.

Püschel: Frage zum Griff/Schneide. Wenn das Messer am Hals in den ganzen Phasen gehalten wurde, hätten Sie mehr Spuren erwartet?

Bäßler: Ja.

Püschel: Frage zu der kreuzweisen Übertragung an den Gläsern. Könnte das auch beim Messer gelten?

Bäßler: eigentlich ja.

Rand: Wo waren Hautspuren? Wenn das Messer gesamt an den Hals gehalten wurde, hätten Sie mehr Spuren erwartet?

Bäßler: Ja!

Rand: Wo waren Epithelspuren? (GENAU). Wo haben sie Epithelschüppchen gesehen?

Bäßler: erklärt wieder, dass Stichproben gemacht wurden. Also nicht das gesamte Messer untersucht wurde.

Rand: Er hätte schon erwartet, dass der ganze Klingenbereich untersucht wird.

Bäßler: Es seien größere Bereiche untersucht worden.

Rand: Im mittleren Bereich wurde nichts gefunden?
Alle gehen vor zum Richterpult.

Bäßler: erklärt, Spitze sei extra untersucht worden. Rücken auch und Bereiche auf der Klinge.

Rand: Wenn es flächendeckender Kontakt mit dem Hals gegeben hat, hätte man das doch sehen müssen?

Bäßler: wenn das der Fall gewesen wäre, hätte man das protokolliert.

Püschel: Wenn das Messer Kontakt mit dem Hals der Zeugin hatte und es Spuren gab. Dann hätte man, andersherum ja evtl. auch Spuren am Hals vom Messer finden können? Partikel vom Messer evtl. mit Klebefolie gesichert?

Bäßler: Diese Untersuchung sei ihm nicht bekannt.

Das entspricht dem, was man in den Zeitungen lesen konnte. Interessant ist allerdings, daß Bäßler zunächst Thesen erörterte, die erklären könnten, warum auf dem Messer so wenig Spuren waren, bis er dann einräumte, daß er sich selbst auch sehr über den mageren Befund gewundert habe, der mit der Tatschilderung nicht vereinbar ist. Oltrogge hat erst auf Schwenns Vorwurf wegen schlampiger Ermittlungsmethoden auf die korrekte Handhabung (also kein Eintüten, wie es Bäßler voraussetzte) durch die Polizei verwiesen.

Unklar bleibt, ob die von Oltrogge angesprochene Fingerspur-Überprüfung (Besprühen mit Ninhydrin-Lösung, Aufbewahren in einem Bedampfungsschrank, woraufhin die Spuren lila-blau sichtbar werden) vor der DNA-Untersuchung nun stattgefunden hat oder nicht. Püschel weist auf ein Unterlassen der Rechtsmedizin (Mattern), Untersuchung des Halses auf Spuren des Messers hin. Ob Metall Mikrospuren hinterläßt, ist mir unbekannt.(Teil 38)

20.12. Es ist viel um E-Mails gegangen in den Medien, die das Verfahren gegen den Angeklagten Jörg Kachelmann begleiten: E-Mails des Wettermoderators an seine zahllosen Geliebten. E-Mails diverser Exfreundinnen an die Staatsanwaltschaft Mannheim. E-Mails von Journalisten an verschiedene Exgeliebte. Eine E-Mail der ZEIT- Gerichtsreporterin an Kachelmanns früheren Verteidiger. E-Mails der Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer an das angebliche Vergewaltigungsopfer Simone* und retour.

Nur von einer E-Mail ist noch nicht die Rede gewesen. Sie wurde am 24. November 2010 um 23.18 Uhr unter dem Betreff »wichtig« an die Schweizer Wetterfirma Meteomedia geschickt und lautet so: »Guten Tag, Herr Kachelmann. Ich weiß nicht, ob diese Mail Sie persönlich erreicht, aber ich glaube, dass ich es mal auf diesem Weg versuchen sollte. Mein Name ist Ralf Witte und ich bin vor kurzem am Landgericht Lüneburg von dem Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden, dank meines Verteidigers, Johann Schwenn aus Hamburg. Ich verfolge Ihren Fall mit großem Interesse und ich glaube, Sie sind nicht in den besten Händen mit Ihrem Anwalt. Sicher ist es sinnvoll, es gar nicht erst zu einer Revision kommen zu lassen, doch ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass Sie mit Ihrem Anwalt eine brauchen werden. Wenn es die Möglichkeit gibt, Sie mal persönlich zu sprechen, würde ich mich über einen Anruf freuen.« (Weiterlesen: Sabine Rückert, Schlacht um Kachelmann:  http://www.zeit.de/2010/51/DOS-Kachelmann)

»Es geht auch um Geld« Kachelmanns Verteidiger Schwenn über den Kampf vor Gericht

DIE ZEIT: Herr Schwenn, seitdem Sie der Verteidiger des Angeklagten Kachelmann sind, ist das Gericht in Mannheim zu einem Ort des Krawalls geworden. Sie attackieren Staatsanwälte, Sachverständige und Zeugen. Was bezwecken Sie damit?

Johann Schwenn: Was Sie Krawall nennen, ist der Versuch, ein entgleistes Verfahren mit deutlichen Worten und den richtigen Anträgen in Ordnung zu bringen. Die von mir angegriffenen Staatsanwälte haben Herrn Kachelmann durch ungeeignete, auf Demontage seines Ansehens und seiner beruflichen Existenz angelegte Ermittlungen nach Kräften beschädigt und haben deshalb keinen Grund, sich über einen Verteidiger zu beschweren, der endlich darauf angemessen reagiert. Eine Sachverständige, die haltlose Spekulationen anstellt, darf sich nicht wundern, wenn der Angeklagte sie deshalb wegen Besorgnis der Befangenheit ablehnt. Und Zeugen, die ihre Aussagen nach Honorierung von interessierter Seite zum Nachteil unseres Mandanten ändern oder das Verfahren nutzen wollen, um für sinistre Therapien Reklame zu machen, zählen besser nicht darauf, dass die Verteidigung dazu schweigt.( Weiterlesen: Gespräch mit STEFAN WILLEKE Die Zeit)

22. Prozesstag Dienstag, 21. Dezember 2010

21.12 Auf dem Programm stand die erneute Vernehmung der Polizistin Lapsit.

CSD Anwalt Franz (war anwesend) hatte offensichtlich am Vortag einen Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit per Fax an die Gerichtsgeschäftsstelle gestellt. RA Schwenn hatte nichts dagegen, solange es um intime Details von Frau Dinkel geht.
Zu den Vorgängen rund um die Festnahme von Jörg Kachelmann am Frankfurter Flughafen am 20.03.2010, bei der Frau Lapsit beteiligt war, fordert Schwenn jedoch ausdrücklich die Zulassung der Öffentlichkeit.

In Frankfurt dabei war u.a. ein KHK (Kriminalhauptkommissar) Dietrich. Schwenn sagte, nach Studium der Protokolle sei ihm aufgefallen, dass auch eine Polizeimeisterin zur Anstellung (einfach ausgedrückt: Auszubildende) Dietrich bei der Festnahme zugegen war. Hier wäre zu klären, ob zwischen dem KHK und der PM z.A. eventuell eine verwandtschaftliche Beziehung bestehe. Eine Festnahme bei der gleichzeitig Beamte der Kripo und der Schutzpolizei zugegen sind, wäre ohnehin ungewöhnlich. Schwenn wörtlich: „Das gibt es sonst nur im Fernsehen“. Die PM z.A. Dietrich soll sich die Festnahme zeitweise grinsend angeschaut haben.
Dies sind Sachverhalte, die sehr wohl in die Öffentlichkeit gehören, sagte Schwenn sinngemäß.
Das Gericht zog sich zur Beratung zurück. Seidling verkündete nach relativ kurzer Zeit den Ausschluss, sagte aber, dass über eine Wiederzulassung der Öffentlichkeit später entschieden werden soll.

Es war ca. 9.40 Uhr und wir waren schon wieder draußen. Im Gespräch mit anderen Zuschauern stellte sich heraus, dass viele wohl den hochnäsigen FAZ Artikel von Klaubert gelesen hatten. Neben anderen hier im Blog schon erwähnten dummen Bemerkungen stand da ja auch „gelangweilte Rentner … usw.“ (die ja nicht nur aus Mannheim kommen).

Zur Mittagspause kurz nach 13:00 sprach Schwenn zunächst in Kameras und Mikrofone, meines Erachtens mit einem Seitenhieb gegen RTL. Vielleicht hatte er auch etwas von der unterirdischen „Berichterstattung“ der RTL Senderfamilie (u.a. RTL, VOX, n-tv) vom Wochenende mitbekommen.

Schwenn war dann auch sichtlich froh, als die Kameras und Mikrofone dann mal aus waren. Bevor er zum Mittagessen ging, unterhielt er sich auch mit uns Zuschauern. Er sagte, dass die Verhandlung wahrscheinlich nach 14:00 Uhr zunächst noch ca. 30 Minuten nicht öffentlich fortgeführt und danach die Öffentlichkeit wieder hergestellt werden soll. Wörtlich sagte er: „Sie werden nicht enttäuscht!“

Ca. 15:10 Uhr: Die Zuschauer dürfen wieder in den Saal. Schwenn beantragt den Ausschluss der Zeugin Lapsit, bis über den Antrag die Öffentlichkeit wieder herzustellen formell entschieden ist. Seidling schickt Lapsit darauf kurz raus.
Um ca. 15:17 ist die Öffentlichkeit auch wieder formell hergestellt. Lapsit kommt wieder rein.
Zunächst geht es um ein „Zeugenschutzprogramm“ der PD Heidelberg, die Zusammenhänge haben wir nicht ganz verstanden.

RA Schwenn fragt Frau Lapsit ob und in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis KHK Dietrich und PM z.A. Dietrich stehen. Lapsit: „ Er ist der Vater“. Lapsit meint, dass die Beiden zusammenarbeiten wäre angeblich Zufall und nicht ungewöhnlich. RA Schwenn sagt, dass er das für überaus ungewöhnlich hält. RA Schwenn fragt wann der letzte Kontakt zwischen Frau Lapsit und Herrn Dietrich war. Lapsit: „Gestern“.

Dann zu den Vorkommnissen rund um die Festnahme von JAK. Von wem wurde Herr Kachelmann festgenommen? Lapsit: „ Von den Beamten Dietrich , Fischer und Krämer.

RA Schwenn sagte, dass Frau Kolbus (war glauben wir die Begleitung von JAK) sagte, eine Polizistin hätte bei der Festnahme gegrinst (offensichtlich die Dietrich Tochter).
RA Schwenn mahnt an, dass bei dieser Festnahme eines möglicherweise Unschuldigen, von den Beamten ein völlig unangemessenes Verhalten an den Tag gelegt wurde.

Schwenn sagt zwischendurch, die „Vereidigung sei eigentlich nicht mehr üblich“, aber er denke darüber nach den Antrag zu stellen, sie (Lapsit) vereidigen zu lassen. Sie (Lapsit) hätte die Gelegenheit Aussagen, die sie bei ihrer ersten Vernehmung gemacht habe, hier heute richtig zu stellen.

Dann wurden von RA Schwenn und danach auch von RA Combe´ noch Fragen zur Festnahme JAK gestellt, die unserer Meinung nach zum Teil ausweichend und unsicher von der Zeugin Lapsit beantwortet wurden. Lapsit hatte CSD ja auch zu einem frühen Zeitpunkt bereits vernommen und gestern nochmal gesagt, dass sie keinen Grund sah an der Version der Frau Dinkel zu zweifeln.

Anschließend kamen dann noch Fragen der Gutachter Rand und Püschel, wann sie von dem Gutachten von Prof. Mattern erfahren hatte und ob dies in ihre Beurteilung von Frau Dinkel eingegangen ist. Aus der Antwort von Frau Lapsit wurden wir ganz ehrlich gesagt nicht ganz schlau.

Nun gut, schließlich wurde die Vernehmung von Frau Lapsit beendet und sie für „heute“ entlassen. Eine Entscheidung über eine eventuelle Vereidigung wurde vertagt.
Richter Seidling kündigte an, bevor die Hauptverhandlung in die Weihnachtspause geht, hätte er noch einen Beschluss zu verkünden:

Der Antrag der Verteidigung auf Durchsuchung der Redaktionsräume der Zeitschriften „BUNTE“ und „FOCUS“ wird abgelehnt!

Monika fiel sofort auf, dass Oltrogge wieder dreckig grinste, anders kann man das wohl nicht sagen.
Auch RA Schwenn sagte völlig zu Recht etwas dazu.

Danach wurde die Hauptverhandlung bis zum 19.11.2011 11 Uhr unterbrochen. So wie wir mitgekriegt haben, soll dann in nicht öffentlicher Sitzung eine Video Vernehmung von Frau Dinkel abgespielt werden. (Fritz und Monika als Prozessbesucher am 22.12.2010 um 17:37 Teil 38)

21.12. Am letzten Verhandlungstag vor der Winterpause wurde überdies eine Polizistin vernommen. Sie hatte das mutmaßliche Opfer befragt. Das Gericht wollte damit unter anderem prüfen, inwieweit die damaligen Angaben mit der Aussage der 37-Jährigen vor Gericht übereinstimmen. Für die Vernehmung der Polizistin wurde größtenteils die Öffentlichkeit ausgeschlossen, da es um Vorgänge aus dem Intimbereich ging. Kachelmanns ehemalige Geliebte beschuldigt ihn, er habe sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Der 52-Jährige bestreitet das.

Im öffentlichen Teil der Vernehmung kritisierte Verteidiger Schwenn das Verhalten der Polizei bei der Verhaftung Kachelmanns am 20. März. Insbesondere störte sich der Verteidiger daran, dass die Tochter des zuständigen Sachbearbeiters bei der Kriminalpolizei – die selbst Polizistin in Ausbildung ist – bei der Festnahme am Frankfurter Flughafen dabei war. Es bestehe der Verdacht, dass sie aus sachfremdem Motiven bei einer „Promi-Verhaftung“ mitdurfte, so Schwenn. Die als Zeugin vernommene Kommissarin bestritt dies. (Stern.de)

21.12. Die Staatsanwaltschaft ist zwar gesetzlich verpflichtet, auch Anhaltspunkte zu ermitteln, die den Beschuldigten entlasten. Doch gerade im Verfahren gegen Kachelmann hatte die Verteidigung den Ermittlern immer wieder vorgeworfen, sie würden einseitig ermitteln.

Wenn aber Kachelmann Simone W. das Messer an den Hals gedrückt hätte, dann, so der Sachverständige, hätte er mehr Spuren erwartet – sowohl Spuren Kachelmanns am Messergriff als auch Spuren des mutmaßlichen Opfers an der 8,5 Zentimeter langen, geriffelten Klinge.

Zwar waren am Griff des Messers Spuren nachweisbar, hierbei handelte es sich jedoch um «Mischspuren», die Kachelmann nicht eindeutig zugeordnet werden konnten. Auch sei nicht auszuschließen, dass eine «Spurenübertragung» stattgefunden – also Simone W. winzige Hautpartikel ihres Ex-Geliebten auf das Messer übertragen hat.(news.de)

21.12. «Kein Respekt vor dem Gericht» Allerdings kritisierte der Vorsitzende Michael Seidling das Verhalten von mehreren früheren Kachelmann-Geliebten, die sich teilweise vor ihrer gerichtlichen Vernehmung in der Illustrierten geäussert hatten. «Das mag Respekt gegenüber dem Gericht vermissen lassen und kritikwürdig erscheinen», sagte Seidling.

Dieses Verhalten müsse jedoch in der späteren Beweiswürdigung berücksichtigt werden. Anhaltspunkte dafür, die Zeuginnen seien gezielt zu Falschaussagen angestiftet worden, gebe es jedoch nicht. (bazonline)

21.12. Der junge Staatsanwalt :Lars Torben Oltrogge vertritt die Anklage – meist zusammen mit seinem Vorgesetzten Oskar Gattner, der ihm aber die Verhandlungsführung weitgehend überlässt. In kleineren Runden wirkt Oltrogge ruhig und reflektiert; im Gerichtssaal allerdings klingt er mitunter etwas schrill. Verteidiger Schwenn gelang es regelmäßig, Oltrogge zu provozieren. Am 20. Verhandlungstag wurde es dem beisitzenden Richter Joachim Bock zu viel. Er schrie den Staatsanwalt geradezu an: «Jetzt sind Sie mal still, Herr Oltrogge!»

Der Vorsitzende Richter: Michael Seidling ist der vorsitzende Richter der 5. Großen Strafkammer. Er machte nicht immer den souveränsten Eindruck – etwa, als er sich zunächst kategorisch weigerte, «Simone W.» über ein Zeugnisverweigerungsrecht zu belehren und es dann unter dem Eindruck eines Befangenheitsantrags doch tat.( http://www.news.de/medien/855100433/auf-wen-es-jetzt-ankommt/1/)

21.12. Im Fall Kachelmann scheint es so, als ob dieser jetzt in Promikreisen weiter Fäden zieht. Die Gerüchteküche brodelt schon fast über…

Und das sind die Gerüchte: Zum einen hat Kachelmann-Verteidiger Johann Schwenn es abgelehnt, Maria Furtwängler, Frau des Verlegers Hubert Burda, als Zeugin vor Gericht zu laden. Gleichzeitig scheint es nun aber so, als ob jetzt das Landgericht Mannheim großes Interesse habe, Frau Furtwängler als Zeugin vor zu laden.

Was hat Maria Furtwängler mit dem Vergewaltigungs-Prozess gegen Jörg Kachelmann zu tun?

Hintergrund sind angeblich Ereignisse die unter dem Titel “Tanz von Lüneburg” geführt werden. Dort habe der Angeklagte mit Furtwängler einmal getanzt – nur getanzt ? Beide wurden früher bei unzähligen Anlässen gemeinsam gesehen und möglicher Weise könnte die berühmte Tatort-Kommissarin Kachelmann besser kennen, als so mancher es zu glauben mag.

Welche Art von Beziehung unterhielt Furtwängler zu Kachelmann? (http://netplosiv.org/201051925/leute/promis/geruechtekueche-was-hat-maria-furtwaengler-mit-kachelmann-zu-tun)

22.12. Das Landgericht Mannheim lehnt im Kachelmann-Prozess Durchsuchungen bei „Focus“ und „Bunte“ ab. Jörg Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn hatte den Burda-Magazinen die Beeinflussung von Zeuginnen vorgeworfen und sich von Durchsuchungen Material erhofft, das diesen Vorwurf stützt. Richter Michael Seidling sieht jedoch keine Anhaltspunkte für eine Beeinflussung von Zeugenaussagen und damit auch keinerlei Rechtfertigung für eine Durchsuchung der Redaktionsräume. Dass die Zeuginnen in Interviews, teilweise schon vor der Gerichtsvernehmung, Details über ihre Beziehung zu Kachelmann offenbarten, „mag den Respekt vor ihrer Rolle im Verfahren und damit dem Gericht vermissen lassen und insofern kritikwürdig erscheinen“, so Richter Seidling, rechtfertige jedoch keine Durchsuchung. Da keine begründeten Verdachtsmomente gegen die Zeitschriften vorliegen, müsse nicht entschieden werden, ob eine Durchsuchung angesichts der Pressefreiheit zulässig wäre. Zugleich weist Seidling Schwenns Verdächtigung zurück, die Staatsanwaltschaft habe unrechtmäßig Informationen zum Prozess weitergegeben. Dieser Vorwurf gehe „nicht über eine Vermutung hinaus“(Turi2.de)

22.12. Fall Kachelmann: Zum Fest der Liebe schiesst „Bild“ noch einmal aus vollen Rohren:

Der Prozess um Herrn Kachelmann vor dem Landgericht Mannheim treibt schon seine seltsamen Blüten – und damit sind nicht nur die Vorgänge im Gerichtssaal selber gemeint, sondern auch die diversen Kommentare in den Medien; und jetzt, kurz vor Weihnachten, legt die „Bild“ noch einmal richtig nach und lässt ihre Kolumnist(inn)en Alice Schwarzer und Franz Josef Wagner noch einmal so richtig aus dem Vollen schöpfen; deren Pamphlete muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen… (http://de.paperblog.com/fall-kachelmann-zum-fest-der-liebe-schiesst-bild-noch-einmal-aus-vollen-rohren-74181/)

22.12. Der nächste Verhandlungstag im Prozess Jörg Kachelmann ist für den 19. Januar 2011 festgesetzt. Doch zur Ruhe kommen wird Jörg Kachelmann sicherlich nicht. Denn die Anspannung, welche der Prozess mit sich bringt, ist dem Moderator sichtlich anzusehen. Während der Verhandlung achtet Jörg Kachelmann peinlich genau darauf, einen neutralen Blick zu haben. Dies ist auch kein Wunder, schließlich wird jede Regung des Angeklagten von den Medien beobachtet.

Eigentlich hätte der Jörg Kachelmann Prozess schon längst zu Ende sein sollen. Doch der Prozess scheint sich immer mehr in die Länge zu ziehen und für die Verteidigung und die Anklage immer aufwändiger zu werden.( http://www.entertainment-news-blog.de)

27.12. Zwar ist das Sündenregister der Mannheimer Staatsanwaltschaft lang. Sie hatte Ermittlungen unterlassen. Sie hatte gegen die Fortdauer der U-Haft keinen Finger gerührt, sogar als Falschaussagen des angeblichen Opfers offen zutage traten. Sie hat die Öffentlichkeit, freundlich ausgedrückt, einseitig informiert und getrickst, wenn es ihr opportun erschien.

Die Staatsanwaltschaft erhob auch Anklage ohne Rücksicht auf das Ergebnis eines von ihr selbst in Auftrag gegebenen aussagepsychologischen Gutachtens über die Nebenklägerin. Die Staatsanwaltschaftfragte ausgerechnet deren obskurenTherapeuten, ob die Erinnerungslücken und Widersprüche in der Aussage der Zeugin nicht typisch seien für ein durch sexuelle Gewalt traumatisiertes Opfer wissend, dass ein Traumatherapeut nicht prüft, ob die Patientin die Wahrheit sagt, sondern das Trauma, und damit die behauptete Tat, nicht in Frage stellt.

Doch zugelassen haben die Anklage die Richter. Und sie haben dabei ohne Not eine „hohe Verurteilungswahrscheinlichkeit“ prognostiziert. Auch den Beschluss, Kachelmann nicht aus der U-Haft zu entlassen, hatten diese Richter gefasst. Erst das Oberlandesgericht Karlsruhe setzte ihn ohne Auflagen auf freien Fuß. (Gisela Friedrichsen Strafjustiz entgleist Spiegel 52/2010)

28.12. Wäre sich der Angeklagte seiner sicher und würde fest mit einem Freispruch rechnen, hätte er nicht seinen Anwalt Reinhard Birkenstock vor die Tür gesetzt und den für seine hochfahrenden Auftritte bekannten Hamburger Verteidiger Johann Schwenn engagiert. Der wird ihm vermutlich sagen: „Stellen Sie sich darauf ein, in den Knast zu müssen. Und ich hole Sie dann wieder raus.“ Denn so war seine Strategie der letzten Tage, er redete viel von Revision und Bundesgerichtshof und wenig davon, wie klar die Unschuld seines Mandanten schon vor dem Mannheimer Landgericht zutage trete.

Eine Halbzeitbilanz, so man das hier nennen darf, fällt gemischt aus, im Sport würde man sagen: Gleichstand. Nach Aktenlage hielt das Gericht eine Verurteilung für wahrscheinlich, sonst hätte es das Verfahren nicht eröffnen dürfen. Doch so weit ist es auch „common sense“ unter Staatsanwälten und Richtern, bei Konstellationen „Aussage gegen Aussage“ in Vergewaltigungsdelikten sucht man nach der Wahrheit in der Hauptverhandlung. Gleichwohl hatten Gericht und Staatsanwälte in verschiedenen Beschlüssen und Mitteilungen durchklingen lassen, worauf sie ihre Vermutungen neben DNA-Spuren an der vermeintlichen Tatwaffe, einem Tomatenmesser, und den Aussagen des Opfers noch maßgeblich stützen: auf die „Persönlichkeit“ des profilierten Fernsehmannes.

Das Gericht gibt sich sehr viel Mühe, diese Persönlichkeit zu erforschen; weil Kachelmann sich gutachterlicher Exploration verweigert, sitzt ein Sachverständiger im Saal und versucht, die Gerichtsakten, die Regungen des Angeklagten und die Aussagen der Partner-Zeuginnen nach dem Stand seiner Wissenschaft zu lesen. Dass dabei nicht viel herauskommen wird, außer, dass der prominente Angeklagte multilaterale Frauenbeziehungen unterhielt, in ihnen zuweilen Gewalt- und Unterwerfungsfantasien auslebte und in seinen E-Mails zu gedrechselten, mitunter zynischen Wortwitzeleien neigt, darf vermutet werden.

Anmerkung Kommentar von Jost Müller-Lüdenscheid, pardon Müller-Neuhof Tagesspiegel (http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gleichstand-zur-halbzeit/3683396.html)

Januar 2011

3.01.  … die Mannheimer Strafkammer plane einen Befangenheitsantrag gegen den Angeklagten, um ihn aus dem Verfahren zu werfen. Der Schritt sei zwar einmalig in der deutschen Rechtsgeschichte, aber für die Richter alternativlos. “Eine sinnvolle Zusammenarbeit mit Herrn Kachelmann zum Zwecke seiner Aburteilung ist unmöglich, da zwischenzeitlich jedes Vertrauen fehlt.” zitiert Hannelore Crolly eine Satire der “Nachrichten aus Neubrandenburg” in der Welt am Sonntag. Das Thema ist allerdings alles andere als lustig.

(…)Update: Von dem Artikel in der Welt gibt es eine Variante, die sich in der Überschrift und im Satz ein wenig von dem oben zitierten Artikel unterscheidet. (…) (http://www.kanzlei-hoenig.info/kachelmann-befangen)

4.01. Das Strafgericht kennt keine Parteien :Wird in Verfahren um Sexualdelikte häufig der Opferschutz vor die Unschuldsvermutung gestellt? Johann Schwenn, der Verteidiger von Jörg Kachelmann, verwahrt sich gegen den Vorwurf, er versuche den Opferschutz in Strafprozessen zu relativieren. Von Johann Schwenn

Oliver Tolmein, Rechtsanwalt in Hamburg, hat sich in der F.A.Z. kritisch mit meinem im „Strafverteidiger“ publizierten Aufsatz „Fehlurteile und ihre Ursachen – die Wiederaufnahme im Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs“ auseinandergesetzt (siehe Kachelmann-Verteidiger Johann Schwenn: Im Zweifel gegen den Angeklagten?). Den Schutz von Menschen, die Opfer von Verbrechen oder Vergehen gegen die sexuelle Selbstbestimmung geworden sind, bekämpft mein bereits 2009 begonnener und Anfang September abgeschlossener Beitrag nicht. Behandelt wird eine Mehrzahl von Fehlerquellen, zu denen – neben der mitunter unzulänglichen Verteidigung – auch der von manchen Opferanwälten eingeforderte falsch verstandene Opferschutz gehört. Der Beitrag erinnert an das in den sechziger Jahren von Karl Peters vorgelegte dreibändige Werk „Fehlerquellen im Strafprozess“ und beklagt das Desinteresse der Wissenschaft heutiger Tage an den Gründen, die zu einem Fehlurteil führen können. (Weiterlesen: http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EE4C4188672B042D495B4DF518F70BBC5~ATpl~Ecommon~Scontent.html )

8.01. Jeden Morgen sitze ich an meinem geliebten silbernen MacBookPro, oft noch im Bademantel (mea culpa! Ich bin ein Medienjunkie), und studiere neugierig das Weltgeschehen auf den Onlineseiten der Tageszeitungen für meinen täglichen Blog beatewedekind50plus.blog.de. Und jeden Morgen ärgere ich mich schwarz über die Kachelmann-Schwemme und schwöre, NICHTS MEHR über den Fall des Ex-Moderators zu posten. Aber dann lese ich Hannelore Crolly auf welt.de, Gisela Friedrichsen auf spiegel.de und Johann Schwenn, Kachelmanns Anwalt, der sich auf faz.  net über seinen eigenen Fall ausmehren darf. Auch an Alice Schwarzer auf bild.de komme ich nicht vorbei. Dann poste ich doch: weil es mir eine Genugtuung ist, dass dieser Mann weiter und weiter entblößt wird. Was für ein Loser! (Ich ärgere mich aber auch über das „schwache“ Geschlecht, wie konnten all diese Frauen nur auf seine Spielchen reinfallen?!) Ich weiß, diese meine Meinung ist politically nicht correct, aber; I give a f… .(Wedekind beim Tagesspiegel)

Ottilie46 Gesendet am 08.01.2011 um 19:54

Im heutigen „Tagesspiegel“ hat sich in der Kolumne „Zu meinem Ärger“ Frau Beate Wedekind (auch schon mal „Bunte“-Chefredakteurin) geäußert.
http://www.tagesspiegel.de/medien/kachelmann-pfui-teufel-her-damit/3693372.htm

Auch Frau Wedekind nutzt den Namen Kachelmann in der Überschrift, genauso wie ihr Kollege Wagner von der „Bild“ und Frau Schwarzer von „Emma“, in erster Linie, um aufzufallen. Ich weiß zwar nicht, was sie mit „Pfui Teufel – her damit!“ meint, aber offenbar glaubt Frau Wedekind, dass ihr damit die Aufmerksamkeit des Lesers gewiss ist.
Zunächst erfährt dieser aber, dass Frau Wedekind jeden Morgen im Bademantel an ihrem „geliebten silbernen MacBookPro“ sitzt, um “ die Tageszeitungen für ihren Blog (wird in aller Ausführlichkeit angegeben, denn Klappern gehört ja zum Handwerk) zu lesen.

Bei dieser senilen Geschwätzigkeit (immerhin erwartete ich etwas über Jörg Kachelmann und nicht über die morgendlichen Gewohnheiten der Frau Wedekind zu erfahren) fragte ich mich etwas aufgestört, ob Frau Wedekind nicht zufällig mit Frau „Lockenkopf“ aus dem „Emma-Forum“ identisch ist.
Aber das ist offenbar nicht der Fall, sie äußert sich im weiteren nicht über Gottes Absichten in Fall Kachelmann.
Und dann?……………………..dann kommt immer noch nichts, was die Überschrift rechtfertigen würde.
Nein, Frau Wedekind erzählt, dass sie sich über die tägliche „Kachelmann-Schwemme“ ärgert und zählt (ist da ein wenig Neid im Spiel?) ihre zu diesem Thema schreibenden Journalisten-Kolleginnen und –Kollegen und deren Zeitungen auf.

Und nicht nur das!
Nein, wir erfahren auch, dass sie sich auch geschworen hat, nie wieder etwas zu diesem Fall zu posten.
Ach, hätte sie doch ihren Schwur gehalten !!!! (Weiterlesen: http://ritaevaneeser.wordpress.com/2011/01/05/jorg-kachelmann-und-das-chaos-teil-zweiundvierzig/comment-page-1/#comments)

11.1. Vor der Fortsetzung des Strafverfahrens gegen Wetterfrosch Jörg Kachelmann in der kommenden Woche, ermittelt die Staatsanwaltschaft erneut gegen Kachelmannn. Sie vermutet weitere Sexual-Delikte während des letzten Urlaubs von Jörg Kachelmann bei seiner Familie in Kanada. Bis dato unbestätigten Gerüchten zufolge soll Kachelmann während seines Urlaubs mehrfach Sex mit seiner eigenen Ehefrau gehabt haben, was in den Augen der Staatsanwaltschaft Mannheim offenbar den Gipfel der Perversion darstellt. Ob dieser Sex einvernehmlich erfolgte, ob auch sadomasochistische Praktiken im Spiel waren, ist derzeit noch unbekannt. „So lange wie diese Fragen nicht vollständig geklärt sind, werden wir weiterermitteln“, erklärte uns ein Sprecher. Kachelmann-Verteidiger Johann Schwenn äußerte sich bisher nicht. ( http://www.neu-news.de/content/kachelmann-neue-sex-vorw%C3%BCrfe)

14.1. Bei der Zürcher Staatsanwaltschaft sei dafür ein Rechtshilfeersuchen eingegangen, sagte der stellvertretende Leitende Zürcher Staatsanwalt Marcel Strassburger der Nachrichtenagentur SDA.

Strassburger ist unter anderem für die Internationale Rechtshilfe zuständig. Befragen dürften die Prozess-Beteiligten aus Deutschland die Zeugin nicht selbst. Die Staatsanwaltschaft Zürich kann für ein deutsches Gericht jedoch eine Einvernahme führen, wie Strassburger einen Bericht aus dem „Tages-Anzeiger“ vom Freitag bestätigte. Er werde das Gesuch nun prüfen und dann entscheiden. Falls er eine entsprechende Verfügung erlasse, sei diese von den Betroffenen anfechtbar. Das letzte Wort hätte dann das Schweizer Bundesstrafgericht. In einer Verfügung wird unter anderem festgelegt, wie eine Einvernahme stattfindet und wer daran teilnehmen darf.

Ein Rechtshilfeersuchen kann sowohl von einer Staatsanwaltschaft als auch von einem Gericht gestellt werden. Selten sei, dass dies erst während der Hauptverhandlung geschehe, sagte Strassburger. (Der Landbote)

14.1. Das Landgericht Mannheim hat im Prozess um den Wettermoderator Jörg Kachelmann um Rechtshilfe bei der Staatsanwaltschaft des Kanton Zürich ersucht. Dabei geht es um die Vernehmung einer Zeugin aus der Schweiz. Das Landgericht bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte, wollte sich aber nicht zu Einzelheiten äußern. Wann die Schweizer Behörde eine Entscheidung über das Ersuchen fällen wird, steht nicht fest.(Hamburger Abendblatt)

14.1. Wie der Schweizer Tages-Anzeiger berichtet, plant das Landgericht im Kachelmann-Prozess eine Reise nach Zürich. Dort soll eine Zeugin gehört werden, die sich geweigert hatte, zur Verhandlung nach Mannheim zu reisen. „Die deutschen Behörden haben ein Rechtshilfeersuchen in der Strafsache Jörg Kachelmann in Aussicht gestellt“, bestätigte der stellvertretende Leitende Staatsanwalt des Kantons Zürich dem Blatt. Eine Vernehmung per Videoübertragung sei nämlich nicht möglich, weil es zwischen Deutschland und der Schweiz keinen entsprechenden Staatsvertrag gibt.

Sollte es zu der Reise in die Schweiz kommen, wäre das mit großem Aufwand verbunden. Neben den fünf Richtern und ihren Ersatzleuten würden dann wohl auch die Verteidiger, die Staatsanwälte sowie mehrere Sachverständige nach Zürich fahren. (Augsburger Allgemeine)

18.1. Bahn frei für deutsche Richter in der Schweiz – Die Staatsanwaltschaft Zürich hat grünes Licht gegeben für die Befragung einer Schweizer Zeugin im Vergewaltigungs-Prozess gegen Wetterfrosch Jörg Kachelmann. Weil die Frau sich geweigert hatte, nach Mannheim zu reisen, soll sie nun von der Zürcher Staatsanwaltschaft befragt werden. Diese hat eine entsprechende Verfügung erlassen. Das Landgericht Mannheim hatte vergangene Woche ein Rechtshilfeersuchen gestellt.

Die Betroffene kann allerdings gegen den Zürcher Gerichtsentscheid noch Beschwerde einreichen, wie der zuständige stellvertretende Leitende Zürcher Staatsanwalt Marcel Strassburger, eine Meldung der deutschen Nachrichtenagentur dapd vom Dienstag bestätigte. Die Frist dafür läuft zehn Tage ab Empfang des Entscheids. In der Verfügung wird unter anderem festgelegt, wie eine Einvernahme stattfindet und wer daran teilnehmen darf. Sie findet in jedem Fall nicht öffentlich statt. (20minonline)

18.1. Da die Frau – die übrigens auch glaubte, Kachelmanns einzige Freundin zu sein – eine Aussage in Mannheim ablehnte, erwirkte die Strafkammer inzwischen wohl erfolgreich eine Vernehmung in der Schweiz im Zuge der internationalen Rechtshilfe. Der Bescheid ist ergangen, kann allerdings zehn Tage lang angefochten werden. Wann diese Frist endet, teilte der zuständige Staatsanwalt des Kantons Zürich, Marcel Strassburger, bisher nicht mit. Sollte das Gericht in die Schweiz reisen, müssen die Medien allerdings draussen bleiben. Die Öffentlichkeit ist bei der Zeugenvernehmung im Rahmen der Rechtshilfe ausgeschlossen.

Für den neuen Verteidiger Kachelmanns, Johann Schwenn, ist auch diese Zeugin eine Lügnerin. Vor der Weihnachtspause sagte er bereits, Kachelmann sei am fraglichen Tag an einem ganz anderen Ort auf einer Wetterstation gewesen. Schwenn deutete im Gerichtssaal an, sie sei möglicherweise von interessierten Medien zu einer Aussage animiert worden. (NZZonline)

18.1. Nach einer Parade von ehemaligen Geliebten des 52-Jährigen hatte sich das Gericht zuletzt mit der Auswertung konkreter Spuren beschäftigt. Und dabei gab es einen ersten Hoffnungsschimmer für Kachelmann. Ein Sachverständiger des Landeskriminalamts Baden- Württemberg hatte ausgesagt, weder an der Spitze des Messers, das Kachelmann Sabine W. bei der Vergewaltigung an den Hals gehalten haben soll, noch am Rücken der Klinge fänden sich nachweisbare DNA- Spuren, also auch nicht solche des mutmaßlichen Opfers.

In das Verfahren, das am 6. September begann und bis Ende März dauern soll, ist mittlerweile auch die Schweizer Justiz involviert. Das Landgericht Mannheim ersuchte die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich um Rechtshilfe, um eine Zeugin zu vernehmen. Das Magazin „Focus“ hatte Anfang Dezember eine neue angebliche Belastungszeugin aus der Schweiz präsentiert, die nicht vor Gericht aussagen wollte. ( /www.tageblatt.lu)

18.1. Im Namen der Öffentlichkeit : Der Fall Kachelmann und die Medien

Nach vier Wochen Pause geht der Prozess gegen Jörg Kachelmann weiter. Besonders die parteiische Berichterstattung vieler Medien während eines laufenden Prozesses sorgt für Sorgenfalten. Denn sowohl die Integrität Kachelmanns als auch die des möglichen Opfers mussten leiden.

In Deutschland gibt es zwar keine Geschworenen mehr, aber auch im Verfahren gegen Jörg Kachelmann sind zwei Laienrichter dabei. Und mindestens einer von ihnen muss die Entscheidung über Schuld und Unschuld mittragen – und das unabhängig davon, was er in den vergangenen Wochen und Monaten in den Medien gesehen, gehört und gelesen hat. (Ganzer Artikel von Brigitte Baetz : http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1368609/)

23.Prozesstag  Mittwoch 19.Januar 2011

19.1. Der Urteilsspruch war für Ende März geplant, der Prozess könnte allerdings länger dauern als geplant. Grund hierfür ist die Vernehmung einer Zeugin aus der Schweiz. Nachdem die Zeugin nicht in Deutschland aussagen wollte, hatte das Mannheimer Gericht in einem Rechtshilfeersuchen beantragt, die Frau in Zürich befragen zu dürfen. Die Staatsanwaltschaft in Zürich hatte dem stattgegeben. Allerdings darf die Zeugin nicht direkt befragt werden. Richter, Staatsanwalt und Verteidiger dürfen die Frau nicht direkt ansprechen und nur Fragen an einen Schweizer Staatsanwalt stellen. Außerdem kann die Zeugin innerhalb von zehn Tagen Beschwerde gegen diese Entscheidung einlegen. Der für Donnerstag (20.01.2011) angesetzte Verhandlungstermin entfällt somit. Am Montag (24.01.2011) soll erneut der Therapeut des mutmaßlichen Opfers Sabine W. als sachverständiger Zeuge befragt werden.(Radio Hamburg)

19.1. Nach einem Monat Unterbrechung ging heute (19. Januar) der Prozess gegen den ehemaligen Wettermoderator Jörg Kachelmann am Mannheimer Landgericht weiter. Wie „sueddeutsche.de“ berichtet, wurde die Öffentlichkeit jedoch – wie zu erwarten – bereits nach zwölf Minuten ausgeschlossen, da sich die Strafkammer ein Video der Polizeivernehmung des mutmaßlichen Opfers ansah.

Als eine Neuigkeit wurde am 23. Prozesstag bekannt gegeben, dass das Landgericht Mannheim zur Vernehmung einer weiteren Zeugin in die Schweiz reisen will. Eine ehemalige Schweizer Geliebte Kachelmanns soll ebenfalls von Gewalttätigkeiten berichtet haben, wolle jedoch nicht in Deutschland aussagen. Die Schweizerin lehne ein Erscheinen in Mannheim aufgrund des Medienrummels ab.

Das Landgericht Mannheim stellte daraufhin ein Rechtshilfeersuchen, um die Zeugin in der Schweiz zu vernehmen. Dieses kann sie jedoch noch innerhalb von zehn Tagen anfechten. Dadurch könnte der Prozess noch länger dauern, eigentlich wird das Urteil bereits im März erwartet. 17 weitere Verhandlungstage sind jedenfalls noch angesetzt. (Gala.de.)

19.1. Kachelmann – kurze Haare, längerer Prozess: Die Öffentlichkeit blieb an diesem 23. Prozesstag jedoch komplett ausgeschlossen. Die Strafkammer sah sich ein Video von einer früheren Vernehmung des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers an. Was zeigt das Video?

Die langjährige Freundin Kachelmanns schildert der Schwetzinger Polizei die angebliche Tat. Kriminalbeamtin Carola L. (40) von Kripo Schwetzingen hatte die Ex-Geliebte damals zwei Mal vernommen. Das erste Mal am 11. Februar, das zweite Mal am 30. März vor laufender Kamera.

Vor Gericht hatte Carola L. bereits am fünften Prozesstag ausgesagt, das mutmaßliche Opfer so geschildert: „Bei der Videovernehmung ging es ihr körperlich noch schlechter. Sie war fast nicht in der Lage, eine Treppe zum Vernehmungszimmer hochzugehen. Ihr Körper vibrierte während der Vernehmung. Sie konnte ihre Beine nicht still halten. Ich gab ihr ein Taschentuch, das sie in den Händen knetete. Ich hatte Angst, dass sie sich die Hände blutig kratzt. Aufgrund ihres Verhaltens hatte ich keinen Grund, an ihren Angaben zu zweifeln.“

Kachelmann-Anwaltin Andrea Combé: „Die Videoaufzeichnung ist wichtig, weil wir hier eine sehr frühe Aufzeichnung der belastenden Aussage der Nebenklägerin haben, die möglicherweise von späteren Aussagen abweicht.“ (Bild)

19.1. Vor dem Landgericht Mannheim ist der Prozess gegen den ehemaligen Wettermoderator Jörg Kachelmann fortgesetzt worden. Die Strafkammer schaute ein Video von einer früheren Vernehmung des möglichen Vergewaltigungsopfers an. Darauf schilderte die langjährige Freundin Kachelmanns der Polizei die angebliche Tat. Die Videoaufzeichnung soll zeigen, ob es Unterschiede zwischen der polizeilichen und der gerichtlichen Aussage gibt. Genau zwölf Minuten dauerte es, dann wurde erneut die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Das Gericht sah sich das Video zum Schutz der Intimsphäre der Zeugin und des Angeklagten ohne Publikum an. Auch bei der mehrtägigen Vernehmung der Ex-Freundin vor Gericht war die Öffentlichkeit im Oktober vergangenen Jahres ausgeschlossen worden.

(..)Kachelmann, der am 23. Verhandlungstag vor Gericht im dunklen Nadelstreifeanzug erschien und die Haare etwas kürzer trug, wurde nur von seiner Pflichtverteidigerin Andrea Combé vertreten. Sein prominenter Wahlverteidiger Johann Schwenn war nicht anwesend. (..) (Brisant)

19.1. Staatsanwalt Lars-Torsten Oltrogge geht inzwischen nicht mehr davon aus, dass der Prozess bis Ende März abgeschlossen ist. Als Grund nannte er nach dem 23. Prozesstag am Mittwoch unter anderem die mögliche Reise der Richter in die Schweiz zur Vernehmung einer Zeugin.

Die Frau hatte sich geweigert, nach Mannheim zu reisen, was aufgrund ihrer Schweizer Staatsbürgerschaft möglich ist. Das Landgericht Mannheim stellte daraufhin ein Rechtshilfegesuch an die Zürcher Staatsanwaltschaft. Diese gab gestern grünes Licht für die Befragung der Schweizer Zeugin. Die Frau kann innerhalb von zehn Tagen Beschwerde gegen den Entscheid einlegen.

Bei der Frau handelt es sich um eine ehemalige Partnerin von Kachelmann. Die Ermittler hatten die Frau kontaktiert, nachdem sie im beschlagnahmten Handy des Wettermoderators auf gelöschte Korrespondenz mir ihr gestossen sind.(Liechtensteiner Vaterland)

20.1.  Bei der neuen Zeugin (die ja so ein bisschen auftaucht wie der Mörder bei einem durchschnittlichen Derrick-Film 5 Minuten vor dem Ende der Folge – kurz nachdem Harry den Wagen geholt hat)  handelt es sich um eine in der Schweiz recht bekannte Fotografin, die wohl in erster Linie im Prominentenbereich arbeitet; vielleicht ist es ein wenig weit hergeholt, sie als Paparazza (wäre das die richtige weibliche Form? ) zu bezeichnen, aber sie ist wohl fest angestellt beim Blick, dem Pendant zu unserer Bildzeitung. In ihrer beruflichen Tätigkeit hat sie K. kennen- und – na, kann man seine Beziehungen mit einem solchen Wort bezeichnen? – „lieben“ gelernt, und das Techtelmechtel muss jedenfalls bis Januar 2010 gegangen sein.

Als er verhaftet wurde, waren es ihre Bilder, die von ihm zusammen mit den Berichten über ihn in der Schweiz veröffentlicht wurden, trotzdem wurde aber die Beziehung zwischen ihr und dem Wettermann nicht publik – und war es wohl auch nicht in der Schweiz vor der ganzen Affäre.

Erst den umfänglichen Recherchen unseres allseits beliebten Lars Torben Oltrogge  (für die Uninformierten: das ist der mannheimer Staatsanwalt mit der wehenden Haarpracht, ich gebe zu, er ist mir nicht sympathisch) ist es zu verdanken, dass ihre Telefonnummer bekannt wurde, denn in akribischer Kleinarbeit auf Kosten der Staatskasse wurden die Handys von Herrn Kachelmann geknackt  (wieso hatte der eigentlich drei?), und da kamen dann neben den gefühlten 100000 schon bekannten Gespielinnen  (ist hier ja inzwischen ein bisschen wie bei Iglesias oder Jagger) noch mindestens 10000 weitere hinzu…(http://de.paperblog.com/die-wundersame-welt-des-kachelmann-prozesses-92531/)

20.1. Das gerichtliche Verbot der Berichterstattung von BILD.de über die Frühphase des Ermittlungsverfahrens gegen Jörg Kachelmann ist vom Tisch: Die Anwälte des Wettermoderators haben es diese Woche vor dem Oberlandesgericht Köln komplett für erledigt erklärt. Das Landgericht Köln hatte dem Online-Angebot von BILD im April letzten Jahres, wenige Tage nach der Verhaftung Kachelmanns, per einstweiliger Verfügung noch pauschal untersagt, Einzelheiten aus der Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft zu veröffentlichen. Nach dem Widerspruch von BILD.de musste Kachelmann im Juli aber auf das Verbot wieder teilweise verzichten.

In der Berufungsverhandlung am Dienstag äußerte das Oberlandesgericht nun Zweifel daran, ob die Verdachtsberichterstattung von BILD.de Kachelmann überhaupt in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt hat. Ohnehin sei aber zum jetzigen Zeitpunkt das ursprüngliche Verbot der BILD-Berichte durch das Landgericht nicht mehr haltbar. Damit sei auch die zwischenzeitlich erhobene Klage Kachelmanns gegen BILD.de hinfällig. Der Senat empfahl, beide Verfahren insgesamt zu beenden, der Streit mache „keinen Sinn mehr“. Kachelmanns Anwälte erklärten daraufhin das Verfügungsverfahren nebst Klage für erledigt und verzichteten zugleich auf ihre ebenfalls eingeklagten Abmahnkosten. Damit war auch BILD.de einverstanden.

Claas-Hendrik Soehring, Leiter Verlagsrecht der Axel Springer AG: „Der Fall zeigt, wie unsinnig das Lostreten von Prozesslawinen mit Scharen von Anwälten im Mediengeschäft oft ist. Im Ergebnis hat Jörg Kachelmann überhaupt nichts erreicht: Nach zwei Instanzen ist von der Abmahnung, von der einstweiligen Verfügung und vom Urteil des Landgerichts Köln nichts mehr übrig. Und dafür muss er jetzt auch noch Prozesskosten an BILD.de zurückzahlen.“ (www.presseportal.de)

21.1. Rechtshilfe aus der Schweiz: Zeugin soll aussagen : Laut Oltrogge kann das Mannheimer Landgericht voraussichtlich eine Zeugin in der Schweiz vernehmen, die nicht in Deutschland aussagen will. Die Staatsanwaltschaft in Zürich habe dem Rechtshilfeersuchen des Mannheimes Gerichts stattgegeben, sagte Oltrogge. Die Frau kann allerdings innerhalb von zehn Tagen Beschwerde gegen die Entscheidung der Schweizer Behörde einlegen.

Das Magazin „Focus“ hatte Anfang Dezember eine neue angebliche Belastungszeugin aus der Schweiz präsentiert. Eine Befragung der Frau wäre laut Oltrogge nicht öffentlich. Zudem dürften Richter, Staatsanwälte und Verteidiger die Zeugin nicht direkt ansprechen. Sie könnten nur Fragen an einen Schweizer Staatsanwalt stellen. Das Gericht könne sich aber wenigsten einen persönlichen Eindruck von der Zeugin verschaffen. (SchwarzwaelderBote)

21.1. Jörg Kachelmann Er moderiert wieder das Wetter – im Radio

Der Prozess gegen den Schweizer Meteorologen ist noch im vollen Gange. Trotzdem wagte Jörg Kachelmann ein Comeback – als Wettermoderator auf «Radio Basel».

«Es ist ein Hauch von Winter über der Region …» Mit diesen Worten beginnt der Wetterbericht am Freitagmittag auf «Radio Basel». Daran wäre an sich nichts Aussergewöhnliches, wenn nicht Jörg Kachelmann, 52, diese Zeilen gesprochen hätte. Er ist zurück auf der Meteorologen-Bühne, obwohl der Vergewaltigungsprozess gegen ihn noch nicht abgeschlossen ist – ein Urteil wird in den nächsten Monaten erwartet.

Christian Heeb, Chef von «Radio Basel», erklärt gegenüber Blick.ch: «Ich stehe mit Jörg Kachelmann in Kontakt. Wir sind befreundet.» Der Sender und Kachelmanns Firma  Meteomedia hätten darüber hinaus einen Vertrag abgeschlossen. Heeb hofft, dass diese Radio-Zusammenarbeit noch «für sehr lange Zeit» halten wird. Eine Rückkehr zum Fernsehen kommt für Kachelmann hingegen nicht mehr infrage. Im Herbst sagte er: «Ich werde nach all dem keine Wettersendungen mehr moderieren können.» Dies, obwohl ihn gemäss einer Umfrage der «Bild am Sonntag» die Mehrheit der Deutschen zurück will. (Schweizer Illustrierte)

21.1. Tiefster Winter bei Kachelmanns Medienanwälten. Die Medienstrategie von Wettermoderator Jörg Kachelmann verfehlt weiterhin ihr Ziel. Und es kommt noch schlimmer. Sein «Medienanwalt» Ralf Höcker versucht das selbst ausgelöste Sturmtief auch noch schön zu reden. Konsequenz: Der Schaden für den angeklagten Wettermann – finanziell und punkto Reputation – wird nur noch grösser. (http://binz-krisenblog.blogspot.com/2011_01_01_archive.html)

22.12. Jörg Kachelmann (52) moderiert zum ersten Mal seit seiner Verhaftung wieder das Wetter. Obwohl er noch wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht steht, ist der Moderator wieder beim Schweizer Lokalsender Radio Basel zu hören. Der Chefredakteur des Senders, Christian Heeb, bestätigte der Nachrichtenagentur dpa am Freitag: „Jörg Kachelmann arbeitet wieder.“(FAZ.net)

23.12. Sogar die Schwarzer mimt ‘Erbarmen’…                                                                        Alice Schwarzer, die Frau, welche aus dem Männerhass ihr Geschäftsmodell gemacht hat, muss ja für die Bild-Zeitung die Gerichtsreporterin spielen. Erwartungsgemäss schüttet sie Spott und Häme über den Wettermann.

Schwarzer schreibt: “Dabei ist längst allen klar, dass Kachelmann in diesem Drama auch selbst ein Opfer ist. Sein eigenes Opfer. Denn der Mann ist wirklich nicht zu beneiden um sein absurd rastloses, verlogenes Leben. Dieses Leben mit mindestens sechs Frauen gleichzeitig, denen er allen die Ehe versprochen hatte“.

Es ist nicht wirklich klar, was dabei Ironie ist. Ich für meinen Teil habe mit dem lächerlichen Prozess abgeschlossen und warte nur darauf zu wissen, wer die Firma von Kachelmann nächstens übernimmt! Die wirkliche Ursache für diesen Prozess-Klamauk kann nur die eine sein: A unfriendly Takeover der Firma! Da diese eben nicht kotiert, sondern privat ist, muss man den Eigentümer brutal ausschalten und zum Verkauf zwingen. Die zukünftigen Eigentümer, wenn sie dann überhaupt jemals bekannt werden, sind einzig der wahre Schlüssel zum Geheimnis des Falles Kachelmann.( http://www.gregor-fischer.com/pages/kachelmann.php#sch)

24.Prozesstag Montag, 24. Januar 2011

24.1. Kachelmanns Verteidiger Schwenn hatte den Psychotherapeuten bei einer Befragung Anfang Dezember als „Scharlatan“ bezeichnet und Unterlagen von ihm beschlagnahmen lassen.  Dies begründete Schwenn mit E-Mails und Gesprächen zwischen Seidler, der Ex-Geliebten, der Staatsanwaltschaft und dem Vorsitzenden Richter, die nicht aktenkundig seien, aber für das weitere Verfahren von Bedeutung. Bei der folgenden Befragung erschien Seidler in Begleitung eines Rechtsbeistands. Fragen zu Kontakten Seidlers zu dem Anwalt des mutmaßlichen Opfers und zu Alice Schwarzer, die für die „Bild“-Zeitung über den Prozess berichtet, sollen bei der Verhandlung am 3. Februar teils öffentlich erörtert werden. (Hamburger Abendblatt)

24.1. Zwölf Fragen an den Therapeuten: Um die Glaubwürdigkeit von Seidler, der in dem Prozess als Zeuge auftritt, zu untergraben, formulierte Schwenn nun zwölf Fragen. Diese will er Seidler in öffentlicher Sitzung stellen. So will der Hamburger Anwalt von dem Psychotherapeuten wissen, ob er versucht habe, den Vorsitzenden Richter davon zu überzeugen, dass Silvia May auf keinen Fall von einem Nicht-Trauma-Experten und nicht von einem Mann begutachtet werden dürfe. Auch möchte Schwenn die Frage beantwortet haben, ob die Staatsanwaltschaft Seidler vermittelt habe, wie ein Gutachten gegen den Angeklagten eingesetzt werden könnte. Weiterhin möchte Schwenn erörtern, ob und warum Seidler vorgeschlagen habe, mehrere der Geliebten Kachelmanns zu versammeln. Auch die Frage, warum in seinen Protokollen über die Sitzungen mit May nicht auftauche, dass die Frau Kontakt mit der Kachelmann-kritischen Journalistin Alice Schwarzer gehabt habe, möchte Schwenn gerne an Seidler richten.(Stern.de.)

24.1. Wieder eine Überraschung im Kachelmann-Prozess! Anwalt Johann Schwenn holt sich Verstärkung – einen Anwalt mit Spezialgebiet Rechtsmedizin. Schwenns neue Wunderwaffe im Gerichtssaal heisst Dr. Mathias Mailänder. Laut der Zeitung «Bild» soll Mailänder in Sachen Gerichtsmedizin unterstützend wirken. Er ist der dritte Verteidiger an Bord – nebst Andrea Combé.

Der Zeitpunkt für die Verstärkung ist gut gewählt: Heute soll zum wiederholten Mal der Therapeut von Kachelmanns Ex-Geliebter Sabine W. befragt werden: Dr. Günter Seidler. Und der belastet Kachelmann schwer.

(..)Diese Thesen soll nun Mathias Mailänder offenbar zerpflücken. Schwenn bezeichnete den Therapeuten Seidler im Dezember im Rahmen seiner angriffigen Verteidigungs-Strategie als «Scharlatan» – im Gerichtssaal! Und liess sogar Seidlers Aktentasche beschlagnahmen. Die Schwenn-Show wird wohl heute weiter gehen, mit Mailänder(..)(Blick)

24.1. Am Verhandlungstag 24 wurde ein brisantes neues Detail bekannt: Nach Kachelmanns Freilassung aus der U-Haft im Juli 2010 fürchtete ein Richter offenbar um das Leben der Ex-Geliebten des TV-Mannes! Landgericht Mannheim, Montag, 9 Uhr. Nach seinem Australien-Urlaub kommt Kachelmann-Promi-Anwalt Johann Schwenn (63) leicht gebräunt in den Saal. An seiner Seite ein weiterer Verteidiger für den Moderator: Mathias Mailänder, er soll in Zukunft bei rechtsmedizinischen Fragen helfen.

Und Schwenn ist wieder auf Krawall gebürstet! Der Psycho-Doc selbst hat offenbar Angst um seine Patientin Sabine W. (37)! Angst vor Kachelmann! Nach BILD-Informationen berichtete der Opfer-Therapeut von einem Erlebnis am Tag der Freilassung Kachelmanns am 29. Juli 2010: Er habe einen Anruf vom Senatspräsidenten des Oberlandesgerichts Karlsruhe erhalten. Angeblich mit der Warnung: „Wir lassen jetzt den Kachelmann raus, bring deine Patientin in Sicherheit, es könnte sein, dass der die umbringt.“(Bild)

25.1. Aber mir stellen sich schon einige Fragen:

  • Warum ruft ein Richter, dessen Senat an demselben Tag einen Untersuchungshäftling freilässt – und zwar wegen des Wegfalls eines dringenden Tatverdachts – den Therapeuten der Anzeigeerstatterin an? Und zwar in einem Augenblick, als gerade dieser Richter an folgender Begründung für die Aufhebung des Haftbefehls mitgewirkt hat: “Zur Begründung hat der Senat insbesondere darauf hingewiesen, dass im Hinblick auf den den Tatvorwurf bestreitenden Angeklagten und die Nebenklägerin als einzige Belastungszeugin die Fallkonstellation der „Aussage gegen Aussage“ vorliege. Die Nebenklägerin, bei der Bestrafungs- und Falschbelastungsmotive nicht ausgeschlossen werden könnten, habe zudem bei der Anzeigeerstattung und im weiteren Verlauf des Ermittlungsverfahrens zu Teilen der verfahrensgegenständlichen Vorgeschichte und des für die Beurteilung des Kerngeschehens (dem Vergewaltigungsvorwurf) bedeutsamen Randgeschehens zunächst unzutreffende Angaben gemacht. Hinsichtlich der Verletzungen der Nebenklägerin könne derzeit aufgrund der bisher durchgeführten Untersuchungen und Begutachtungen neben einer Fremdbeibringung auch eine Selbstbeibringung nicht ausgeschlossen werden.“
  • Und warum ruft der Richter nicht etwa die die Staatsanwaltschaft oder die Polizei an, damit diese etwas zum Schutz des Opfers im Wege der Gefahrenabwehr tut – oder eventuell seinen Kollegen, den Vorsitzenden beim LG Mannheim, damit dieser etwas Derartiges unternimmt?
  • Und warum informiert er nicht auch die beteiligten Anwälte, insbesondere den der Anzeigeerstatterin, nicht zuletzt aber auch den des Angeklagten, der seinen Einfluss auf den Angeklagten nützen könnte?

Für mich wäre ein solches Verhalten eine vorsitzenden Richters am OLG, wie es jetzt die Bild-Zeitung unter Berufung auf eine Aussage des Therapeuten Seidler vermutet – nun ja, sagen wir mal äusserst ungewöhnlich, denn immerhin geht es doch um die Befürchtung der Tötung eines Menschens. (Weiterlesen: http://stscherer.wordpress.com/2011/01/25/fall-kachelmann-telefonierte-ein-richter-vom-olg-karlsruhe-mit-dem-therapeuten/)

26.1. Comeback bei der ARD? Comeback bei der ARD? Obwohl Jörg Kachelmann eigentlich nie mehr das Wetter am TV ansagen wollte, schliesst die ARD ein Comeback nicht mehr aus.(20minonline)

26.1. Kachelmann saß seit dem 20. März 2010 in Untersuchungshaft, da ihn seine Ex-Geliebte Silvia May (Namen geändert) der schweren Vergewaltigung bezichtigt. Erst das OLG Karlsruhe hob mit Beschluss vom 29. Juli den Haftbefehl aus, Kachelmann kam sofort frei. Der Sprecher des OLG bestätigte nun stern.de, dass der Vorsitzende Richter des 3. Strafsenats kurz vor der Verkündung des Urteils den Anwalt von Silvia May, Thomas Franz, angerufen habe, um ihn von der bevorstehende Freilassung Kachelmanns zu unterrichten. „Dieser Anruf diente dazu, dass Herr Franz seine Mandantin vorbereiten kann. Keinesfalls sind in diesem Gespräch solche Äußerungen gefallen, über die nun die ‘Bild’-Zeitung berichtet.“ Ein direktes Gespräch zwischen Seidler und dem Richter habe es nie gegeben.

Eine der Fragen Schwenns: Hat Seidler am 29. Juli einen Anruf von Rechtsanwalt Franz bekommen, in welchem dieser eine Warnung des OLG Karlsruhe vor Kachelmann weitergegeben habe? Der Anwalt hätte in diesem Fall also als ein Mittler gedient, das Gericht hätte demnach nicht direkt mit Seidler gesprochen.

Wolfgang Steffen, Anwalt von Günther Seidler, bestätigte stern.de: „Es gibt einen Vermerk in den Unterlagen von Herrn Seidler über ein Gespräch mit dem Senatsvorsitzenden. Da dies aber in nicht-öffentlicher Sitzung behandelt wurde, darf ich nicht sagen, was dort besprochen wurde und wer mit wem gesprochen hat.“

Thomas Franz bestreitet im Gespräch mit stern.de, eine Warnung weitergegeben zu haben. Er habe zwar einen Anruf des OLG-Richters bekommen. Dieser habe ihn von der bevorstehende Haftentlassung berichtet. Eine Warnung vor Kachelmann habe es dabei aber nicht gegeben. Auch habe er den Therapeuten Seidler nicht von einer Warnung des OLG vor Herrn Kachelmann berichtet. „Zu einer Warnung gab es keinen Grund“, sagte Franz.(Stern.de)

Anmerkung: Wer hier lügt ist bis heute nicht aufgeklärt!

26.1. Beim Fotografieren knipste es zwischen den beiden. Jetzt behauptet sie, er habe sie missbraucht

Linda T. ist die mysteriöse neue Zeugin im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann. Durch die Auswertung des Nokia-Handys des 52-jährigen Wettermoderators kamen die Ermittler auf ihre Spur.

Im September telefonierte die Staatsanwaltschaft mit Linda T, und in diesem Telefonat soll sie laut „Focus“ schwere Vorwürfe erhoben haben: Am 17. Januar 2010 habe Kachelmann sie zu Hause besucht. Beim Liebesspiel sei er brutal geworden, für kurze Zeit ein anderer Mensch. Sie sei schockiert gewesen, hätte Angst gehabt.

Nach BILD-am-SONNTAG-Recherchen gibt es mehrere Zweifel an der Version von Linda T: Am angeblichen Tattag arbeitete Kachelmann bei einem Skirennen in Wengen (Schweiz) als Meteorologe. Ohne Frauenbegleitung. Nachts verschickte Kachelmann noch geschäftliche E-Mails.

Linda T. sei laut „Focus“ nach dem angeblichen Übergriff Kachelmanns mehrere Wochen arbeitsunfähig gewesen. Auch das scheint zweifelhaft.

Am 20. Januar, drei Tage nach der angeblichen Tat, hatte sie bereits wieder Termine, fotografierte am Flughafen Zürich.(Bild)

26.1. Wer den Jörg Kachelmann Prozess regelmäßig verfolgt hat – sofern das möglich war -, scheint Jörg Kachelmann anzusehen, dass bei diesem die Angst vor dem Gefängnis immer größer wird. Denn jetzt hat Jörg Kachelmann, welchem im Prozess Vergewaltigung vorgeworfen wird, noch einen neuen Anwalt präsentiert.

Für viele ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass Jörg Kachelmann Angst davor hat, wegen Vergewaltigung verurteilt zu werden und ins Gefängnis zu müssen. Herbe Kritik musste Jörg Kachelmann bereits einstecken, nachdem er sich von seinem ersten Anwalt getrennt hat und die Gründe dafür nicht bekannt geben wollte.( www.websavvy.de)

Wird fortgsetzt und ergänzt….

 

Wird ergänzt…..

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Oktober 2010

1.10. Ergänzungen zum 5.Prozesstag und der Aussage der Polizistin, die man nicht in der Presse lesen konnte, Biggi M. (Teil 26)

Man hat sogar den Nachbarn im Flieger auf dem Flug nach Kanada ausfindig gemacht und auch der sagte nur er sei ganz entspannt gewesen und habe die meiste Zeit im Flieger geschlafen ihm sei nichts aufgefallen.
Am auffälligsten für alle war aber folgendes:!!!!
Die Beamtin sagte so nebenbei wir waren ja öfter in der Wohnung.
Nachfrage des Richters: „In der Wohnung der Nebenklägerin“

Die Beamtin: ja

Auf Frage: Warum?

Antwort:  „Weil man immer wieder Fragen hatte, und auch was holen musste.

Auf Frage: Auch ob der Laptop abgeholt wurde.

Antwort: ja

Ob sie wusste wann die Beamten kommen, sie meinte erst ja.

Also wusste sie wann sie kommen, dann hat sie sich rausgeredet ja aber nur dass wir kommen, nicht dass wir den Laptop mitnehmen…..(Blog Teil 26)

6.Prozesstag Montag, 04. Oktober 2010

4.10. Die Presse fragte draußen schon ob das Urteil bei so viel Ausschluss der Öffentlichkeit – laut Annahmen der Besucher – noch „im Namen des Volkes“ gesprochen werden kann. ( Biggi Meier,Prozessbesucherin )

4.10. Für Reporter wird der Prozess um Jörg Kachelmann zunehmend mühsam, und für Zuschauer, die früh morgens am Seiteneingang des Mannheimer Landgerichts für einen Beobachterplatz anstehen, frustrierend. Denn zur Beweisaufnahme treten mittlerweile fast nur Zeugen an, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit reden wollen – und vom Gericht auch das Recht dazu bekommen.

Zuvor war nun heute ihr Vater, der 71-jährige Schwetzinger Walter D., an der Reihe. Und auch der schmale, alerte Pensionär im braunen Anzug beantragte umgehend, die Medien und das Publikum aus dem Saal zu verbannen. So wurde der Saal 1 des Landgerichts nach wenigen Minuten auch schon wieder geräumt.

Vor dem Publikum musste Walter D. nur seinen Namen, sein Alter, die Adresse und eine zehnjährige Tätigkeit als Schöffe beim Schwetzinger Amtsgericht bestätigen. (Welt de)

4.10. Der Prozess gegen Moderator Jörg Kachelmann findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.(Radio Hamburg)

4.10. Das Gericht wollte vor allem die Frage klären, welche Art von Beziehung der Angeklagte und das mutmaßliche Opfer geführt haben. Elf Jahre waren die Eltern von Sabine W. schließlich davon ausgegangen, dass diese in fester Beziehung mit Jörg Kachelmann lebte. (Abendzeitung)

4.10. Seine Befragung sei sinnvoll, sagte Birkenstock. „Er kennt seine Tochter und die Situation, über die er berichtet.“ Es sei nötig, alles über die Aussage der 37-jährigen Ex-Freundin Kachelmanns zu erfahren. „Dafür ist es hilfreich, die Eltern zu vernehmen.“ (Spiegel)

4.10. Vater der Ex-Geliebten musste drei Stunden aussagen

+++ Öffentlichkeit ausgeschlossen +++ (Bild)

4.10. Der Vater, ein 71-jähriger pensionierter Studiendirektor, hatte selbst darum gebeten, seine Aussage ohne Zuschauer und Medienvertreter zu machen. Zuvor gab der Vater zu seiner Person an, dass er früher selbst Schöffe gewesen sei.(Augsburger Allgemeine)

4.10. Am Montag ist der Vergewaltigungsprozess gegen Fernsehmoderator Jörg Kachelmann fortgesetzt worden – weiter unter Ausschluss der Öffentlichkeit ist. Der Vater des mutmaßlichen Opfers sowie eine 23-jährige Ex-Freundin sagten als Zeugen vor dem Mannheimer Landgericht aus. In der Befragung der jungen Frau würden die sexuellen Gewohnheiten des 52-jährigen angeklagten Schweizers sowie der Zeugin selbst zur Sprache kommen, sagte der Vorsitzende Richter Michael Seidling.

Anmerkung: Diese Zeugin ist die von der Bunten bezahlte Anja Langer (Verena C.) die nackt  ein ernstes Gespräch wollte und dann falsche Angaben über eine angebliche Vergewaltigung bei Polizei/Gericht und der Bunten machte!

4.10. Kachelmann-Prozess:  Erneut bleiben die Türen zu! ( Süddeutsche)

4.10. „Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat der Vater des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers ausgesagt. Er war es, der nach der Tat die Polizei anrief. “(Welt)

Anmerkung: Tat? Nicht vermutliche oder angebliche Tat?

4.10. Zwischen den beiden Häuserreihen liegen nur die Gärten und nur ein schmaler, zugewucherter Pfad. Wohl auch deshalb soll Kachelmann bei mindestens einer Gelegenheit zu Gast bei den Eltern gewesen sein, bei einem Kaffeetrinken zum Geburtstag von Walter D. Aus Begebenheiten wie dieser hatten die Eltern offenbar abgeleitet, Kachelmann und ihre Tochter hätten tatsächlich eine ernsthafte, elf Jahre währende Beziehung.

Der Schweizer jedoch hatte das in seiner Aussage vor dem Mannheimer Amtsgericht – der einzigen Stellungnahme, die er zu den Vorwürfen abgeben wollte – bestritten. Man habe sich nur zehn bis zwölf Mal im Jahr gesehen, manchmal monatelang gar nicht, hatte Kachelmann gesagt. (Berliner Morgenpost)

4.10. Es klafft ein langes Zeitloch! Die lange Zeitspanne spricht nicht für die Version von der unspektakulären Trennung. Auch nicht, dass Kachelmann nach der Rückkehr aus Kanada bei seiner Verhaftung am Flughafen keinerlei Empörung zeigte. Es gibt aber auch Entlastendes. Seine Kollegen hatten ihn in den fünf Wochen während der Olympischen Winterspiele als normal, sogar positiv erlebt. Sie fielen aus allen Wolken, als sie von der Inhaftierung des Wettermanns erfuhren.(Kölner StadtAnzeiger)

Anmerkung: Der Beitrag ist von Ursula K. Jener Journalistin, die genau diese Angaben Monate später in einer Zusammenfassung wiederholt. Und dass, obwohl sich das angebliche „Zeitloch“ aufgeklärt hat. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, entweder Madame kann nicht rechnen, oder es fehlt ihr einfach an journalistischer Neutralität. Was damit zu erklären wäre, wie anbetend sie an den Lippen des jungen Oltrogge hängt.

4.10. Die große Blonde mit den tiefschwarz geschminkten Augen wirkt angeschlagen, aber entschlossen. Vier Jahre ist es her, dass die heute 22-Jährige mit dem angeklagten TV-Moderator Jörg Kachelmann liiert war. Jetzt treffen sie sich im Mannheimer Landgericht wieder. Er muss sich wegen Vergewaltigung an einer anderen Frau, Sabine W. (Name geändert) aus Schwetzingen, verantworten. Sie soll aussagen, wie das damals war zwischen ihr und Kachelmann. Dass da heute nichts mehr ist, kann im Gerichtssaal jeder beobachten. Die Auszubildende ignoriert ihren Ex-Freund, kein Blick geht auch nur andeutungsweise in seine Richtung. Die Anwältin an der Seite der Zeugin meldet sich sofort zu Wort, kündigt an, dass die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden soll. Nichts darf nach draußen dringen – selbst ihren Wohnort möchte die ehemalige Kachelmann-Geliebte nicht preisgeben (Morgenweb)

Anmerkung: Verena C. vulgo Anja L.will Jungfrau gewesen sein, als sie bereits bei zweiten Treffen mit ihm ins Hotel geht. Einige Treffen – immer in Hotels –  bis  29.Mai 2006. Nahm nicht nur eine Uhr als Weihnachtsgeschenk, sondern auch Geld!

5.10. Dem 71-jährigen Zeugen kam die elfjährige Fernbeziehung anfangs auch unkonventionell vor. «Ich habe so nach fünf Jahren einmal gefragt, wie das weitergehen soll», sagte er gemäss Protokoll. Die Eltern liessen sich aber dadurch beruhigen, dass ihre Tochter glücklich schien mit der Gegenwart und den gemeinsamen Zukunftsplänen. Mit Freude sahen sie, dass die 37-Jährige einen Partnerschaftsring Kachelmanns trug. Sie ahnten nicht, dass es viele weitere Frauen in seinem Leben gab.

Drei Tage nach Kachelmanns Verhaftung meldete sich eine 23-Jährige bei der Polizei. Gestern betrat sie sichtlich nervös das Gericht und beantragte erfolgreich den Ausschluss der Öffentlichkeit. Einer Polizistin hatte sie erzählt, sie habe als 18-Jährige eine halbjährige Liaison mit Kachelmann gehabt. Die Illustrierte «Bunte» stellte einen Sexualakt zwischen den beiden implizit als Nötigung dar. Gegenüber der Polizistin hatte die junge Frau dieselbe Begegnung mit dem 29 Jahre älteren Kachelmann harmloser geschildert. An welcher Version sie gestern festhielt, ist nicht bekannt. (Tagesanzeiger)

5.10. Das Landgericht Mannheim vernahm am Montag den Vater des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers. Der 71-jährige pensionierte Studiendirektor hatte selbst darum gebeten, seine Aussage ohne Zuschauer und Medienvertreter zu machen.

Grundsätzlich hat die Öffentlichkeit von Gerichtsverfahren hohen Rang. Ausnahmen sind aber zum Schutz der Persönlichkeit und des Intimlebens möglich. Die 5. Große Strafkammer begründet ihre Entscheidungen regelmäßig damit, dass die Zeugen auch über das engste Familienleben und intime Beziehungen befragt würden (Die Welt)

5.10. Mir fiel nur auf, dass Herr W. Dinkel frei sofort alles erzählte: ein Leben lang in Schwetzingen, Dipl. Ing. 18 Jahre Schöffe. Keiner hat ihn danach Da drängt sich mir die Vermutung auf, dass Frau Simone auch zuhause viele Informationen über den Verlauf einer Verhandlung erfahren hat?

Meine persönliche, (natürlich) Einschätzung vom Vater war, dass ihm sein Titel (Dipl. Ing.) und die Tätigkeit als Schöffe „viel bedeuten“. Dieser Mann konnte sein Mitteilungsbedürfnis zuhause sicher nicht zurückhalten…….

Das sind Spekulationen, aber gerechtfertigt, wie ich finde. Frau Simone ist in gewisser Weise mit einem „Gerichtsalltag“ aufgewachsen…….

Mich wundert, warum diese Tatsache von den Medien noch nicht „aufgegriffen“ wurde und bis jetzt nur am Rande erwähnt wird. gefragt. ( Maschera )

5.10. Dem 71-jährigen Zeugen kam die elfjährige Fernbeziehung anfangs auch unkonventionell vor. «Ich habe so nach fünf Jahren einmal gefragt, wie das weitergehen soll», sagte er gemäss Protokoll. Die Eltern liessen sich aber dadurch beruhigen, dass ihre Tochter glücklich schien mit der Gegenwart und den gemeinsamen Zukunftsplänen. Mit Freude sahen sie, dass die 37-Jährige einen Partnerschaftsring Kachelmanns trug. Sie ahnten nicht, dass es viele weitere Frauen in seinem Leben gab.(Tagesanzeiger)

7.Prozesstag Mittwoch, 06. Oktober 2010

6.10. Die inzwischen verheiratete 37-jährige Lehrerin sollte zum Intimleben Kachelmanns befragt werden. Sie sagte – wie die meisten anderen Zeugen im Verfahren vor dem Mannheimer Landgericht – unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Die verheiratete blonde Frau erschien vor der Kammer in Jeans und brauner Lederjacke (Schweizer Illustrierte)

6.10. 10.05 Uhr: Die Aussage der Zeugin ist beendet. Jetzt ist bis 13 Uhr eine Mittagspause angesetzt.

11.13 Uhr: Das Verteidiger-Team sitzt draußen in der Sonne in einem Café. Nicht dabei sind nur Kachelmann und seine Anwältin Combé.

12.01 Uhr: Etwa zwanzig Minuten vor dem Ende der Mittagspause wird mit dem Eintreffen der zweiten Zeugin gerechnet. Daher stehen auch schon zwei Einsatzfahrzeuge bereit – um das Auto, mit dem sie ankommt, abzuschirmen.

13.07 Uhr: Vorsitzender Michael Seidling: „Wir setzen die Beweisaufnahme fort in der Sache Kachelmann. Wir kommen am Nachmittag nun zur Vernehmung der Zeugin Juliane P.“ : Die 33-Jährige trägt ein schwarzes Kleid, eine schwarze Strumpfhose und schwarze Pumps. Ihre blonden Haare hat sie mit einem lilafarbenen Band zum Zopf gebunden. Sie ist Meteorologin und auch eine Ex-Freundin des Angeklagten. Jörg Kachelmann schaut Juliane P. nachdenklich, fast traurig an. Sie guckt ihn nicht an, schaut weg. Die Öffentlichkeit wird ausgeschlossen. (Bild)

Anmerkung: Die Meteorologin Juliane P. bekam für ihre Liebesdienste eine Job bei Meteomedia

Die Lehrerin Andrea P. Ist schon beim ersten Treffen in einem Kölner Hotel mit ihm ins Bett gegangen.Das Verhältnis war jedoch so angelegt, dass man sich alle 2 – 3 Monate zum Zweck des sexuellen Vollzugs getroffen hat! Auch sie nahm gerne Geschenke, darunter einen vergoldeten Vibrator, an!

Mittagspause von 10 Uhr 5 bis 13 Uhr?? Das ist zügig?
Verhandlung von 9 Uhr 20 bis 10 Uhr 5 = 45 Minuten? Davon noch abgezogen die Durchsuchung des Saales von 4 VIER Polizeibeamten = Das ist zügig?

6.10. Kachelmanns Gutachter als befangen abgelehnt Im Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann hat die Verteidigung am Mittwoch eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. Der von ihnen benannte Sachverständige Bernd Brinkmann wurde überraschend vom Landgericht Mannheim als befangen abgelehnt. Er kann deshalb nicht mehr als Gutachter am Prozess teilnehmen. (Bild)

6.10. „Der Beckenbauer der Rechtsmedizin“

Die Verteidigung kritisierte die Ablehnung des Gutachters am Mittwoch mit deutlichen Worten. „Brinkmann ist für die Rechtsmedizin so etwas wie Beckenbauer für die Fußballwelt“, betonte Kachelmanns Anwalt Reinhard Birkenstock. Brinkmann sei seit Jahrzehnten einer der führenden Experten der Rechtsmedizin in Deutschland und bekannt für sein klares Urteil. „Am Inhalt des Gutachtens geht kein Weg vorbei“, kritisierte Birkenstock.

Der Verteidiger beantragte eine Unterbrechung der Hauptverhandlung und will nun einen neuen Befangenheitsantrag gegen die Richter prüfen. Ein erster Versuch zum Auftakt des Verfahrens war gescheitert.

In den vier Wochen seit Prozessbeginn wird vor allem hinter verschlossenen Türen verhandelt. (Welt.de)

6.10. Die Verteidigung wendet ein, dass nach den medienfreudigen Vor-Aussagen die gerichtliche Vernehmung der Frauen nicht mehr viel wert sei. Laut Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge wurden alle Frauen von ihm schon vor ihren Äußerungen in den Medien vernommen. /Frankfurter Rundschau)

6.10. Haudrauf in Mannheim
Ich mache den Job schon 15 Jahre. Eigentlich dachte ich, so ziemlich jede merkwürdige Situation in einem Strafverfahren erlebt zu haben. Der Prozess gegen Jörg Kachelmann belehrt mich aber eines Besseren. Das Landgericht Mannheim hat es heute tatsächlich geschafft, einen Gutachter als befangen abzulehnen – weil ihm dessen Standpunkt und Ergebnisse nicht passen.

Wieso das Landgericht Mannheim aber meint, einen von der Verteidigung aufgebotenen Sachverständigen geradezu abkanzeln zu müssen, indem es ihn nicht mal anhört, sondern rausschmeißt wie einen renitenten Zuschauer, ist für mich nicht nachvollziehbar. Vor allem deshalb nicht, weil ich auch schon mal Gutachten von Bernd Brinkmann gehört habe. Der Mann beherrscht nicht nur sein Fach, er drückt sich auch klar aus.

Das Gericht bestätigt durch seine Entscheidung den Eindruck, dass es sich schon mal grob festgelegt hat und alles tut, um das anvisierte Ziel nicht zu verfehlen. (http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/10/06/haudrauf-in-mannheim/)

6.10. Der Vergewaltigungsprozess um den Wettermoderator Jörg Kachelmann am Mannheimer Landgericht geht voran – die Frage ist nur: „wie“? Denn auch am 7. Verhandlungstag wird die Öffentlichkeit bei den Zeugenvernehmungen ausgeschlossen…(Rhein-Neckar-Fernsehen)

Werbung mit Jörg Kachelmann – die Idee war so gut!

Publiziert am 06/10/2010 von swiss-kontaktlinsen.ch

Es ist unglaublich und wer hätte gedacht, dass eine solche Geschichte eines Mannes soviele Kreise zieht!? Irox, die inovative Schweizer Firma, die für Qualität und Design steht, hatte in Jörg Kachelman den vermeindlich perfekten Werbepartner gefunden und mit diesem eine ganze Wetterstation-Kollektion entworfen. Perfekte Geräte in bestem Design, bis hin zu den Zusatzsensoren! Die Geräte sind da, warten auf Ihren Einsatz – der Werbeträger hockt im Gefängnis und wartet auf sein Urteil! Aus diesem einzigen Grund und dem Werbephoto auf der Verpackung sieht sich Irox durch uns veranlasst, die Geräte praktisch zum Einkaufspreis abzugeben! Wem es also egal ist, dass vorgesehen war mit Herrn Kachelmann und dieser Porduktegruppe Werbung zu betreiben, der kommt nie mehr günstiger zur perfekten Temperatur-Heimüberwachung (http://swissaugenoptik.ch/klartext/joerg-kachelmann-irox/)

Anmerkung: Man beachte die Fehler in diesem KLARTEXT!

7.10. Wolfgang Joop und das Kachelmann-Syndrom . Im Erbstreit um das Anwesen der Familie Joop in Potsdam-Bornstedt verhärten sich die Fronten. Modemacher Wolfgang Jopp erkennt nach eigenen Worten bei seiner Tochter das „Kachelmann-Syndrom“. (Berliner Morgenpost)

7.10. Sprachlos und wie gelähmt reagieren vor allem Opfer, die schon mal ein traumatisches Erlebnis hatten – oder die so eingeschüchtert sind, dass sie keinen Ausweg mehr sehen.

Zur letzteren Kategorie scheint Kachelmanns Ex-Freundin zu gehören. Vieles deutet darauf hin, dass sie besonders eingeschüchtert ist bzw. war. So wartete sie elf Jahre lang geduldig auf ihn und fügte sich willig seinen Sexpraktiken. Und sie wagte es auch nicht, ihren Freund wegen der anderen – die sich dann als viele andere herausstellten – sofort zur Rede zu stellen.

Über Monate hatte die Radiomoderatorin hinter der anderen her recherchiert. Doch statt Kachelmann ganz einfach zu fragen, täuschte sie in einem komplizierten Manöver eine von Dritten zugespielte Information vor – nämlich mit einem selbst verfassten Brief, in dem es hieß: Er schläft mit ihr! Und das alles, weil sie offensichtlich zu schwach war, ihn direkt zur Rede zu stellen. „Gelernte Hilflosigkeit“ nennen das die Psychologen. (Bild)

8.10. Der Jurist und Mediziner Brinkmann ist einer der erfolgreichsten Rechtsmediziner Deutschlands. Er war 26 Jahre lang Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Münster, hat womöglich Pate gestanden für den dortigen „Tatort“-Ermittler Professor Boerne. Der grauhaarige Experte mit dem norddeutschen Tonfall war zwei Jahrzehnte lang einer der Köpfe des weltweit führenden rechtsmedizinischen Fachjournals. Er wies bei mutmaßlichen Kindsmördern nach, dass es sich nicht um Gewalt, sondern um plötzlichen Kindstod handelte. Er war auch der Erste, der im Fall des „Phantoms von Heilbronn“ auf die Möglichkeit hinwies, dass die Teststäbchen der Spurensicherung verunreinigt gewesen sein könnten. Das baden-württembergische Landeskriminalamt hatte den Verdacht damals empört zurückgewiesen, Brinkmann aber ins Schwarze getroffen. (Welt)

8.10. „Dem bisher so siegesgewissen Kachelmann drohen nun weitere Rückschläge – nachdem am Mittwoch bereits der wichtigste Gutachter der Verteidigung, der Rechtsmediziner Prof. Brinkmann, für „befangen“ erklärt und sein Gutachten als „ungeeignet“ abgelehnt worden war.“ (Schwarzer)

8.10. Die Justiz, in diesem Fall ein Vorsitzender Richter, gegen den ein im Kern berechtigter Befangenheitsantrag anhängig ist, gibt die Schlagzahl vor. Jetzt ist vieles privat, was Monate lang allzu öffentlich war. In der Logik der Gerichte, die sich wiederholt und vehement dagegen gewehrt haben, dass Filmaufnahmen von Prozessen gemacht werden dürfen oder dass wie in den USA ganze Verhandlungen live übertragen werden, ist das stringent. In der Wahrnehmung einer Medien- und Informationsgesellschaft wirkt dies wie ein konstanter Rückschritt ins publizistische Mittelalter.

Doch niemand wehrt sich offen gegen die Selbstherrlichkeit der Richter, die mitten in der Mediengesellschaft dazu legitimiert sind, öffentliche Verfahren nach eigenem Gutdünken auf ein unverstehbares Minimum zu reduzieren. Die Gerichtsreporter sind auf eben jene Klientel angewiesen und überlegen sich lange, ob sie rebellieren, wenn der Vorsitzende Richter sie auch von elementaren Phasen der Prozesse ausschließt. Am Ende stehen sie mit leeren Händen da, müssen ihren Blattmachern erklären, warum sie außer den vielseitig interpretierbaren Beobachtungen auf den Gerichtsfluren keine News aus der Verhandlung liefern können, obwohl sie doch auf Ortstermin mit Hotel, Taxi und Spesensatz sind. Um dann als Top-Reporter auch nicht mehr liefern zu können als der Kollege von der dpa oder der Lokalschreiber: Das ist für viele bitter, aber eben auch nicht zu ändern. (meedia.de)

10.10. Der Prozess entwickelt sich zur Geheimsache. Mit Spannung wird an diesem Mittwoch (13. Oktober) die wichtigste Zeugin erwartet: Die Frau, die den 52-jährigen Schweizer beschuldigt, sie Anfang Februar bedroht und vergewaltigt zu haben. Die 37 Jahre alte Radiomoderatorin – in den Medien meist Sabine genannt – soll seit 1998 ein Verhältnis mit Kachelmann gehabt haben. Dann erkannte sie nach Auskunft der Ermittler, dass ihr Geliebter neben ihr noch andere Freundinnen hatte. Sie stellte ihn zur Rede und wollte sich laut Anklage von ihm trennen. Daraufhin soll er sie mit einem Küchenmesser bedroht und zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben.

Er gab zu, seine Freundin gekränkt zu haben. Körperlich verletzt habe er sie nicht. Im Prozess hat der Moderator bislang ebenfalls nichts gesagt. Ungewöhnlich am Verfahren ist der Zeitplan: Das mutmaßliche Opfer sagt erst aus, nachdem die zahlreichen Geliebten von Kachelmann gehört wurden. Verteidiger Reinhard Birkenstock hatte das Prozedere heftig kritisiert. Das Gericht versuche damit, ein schlechtes Bild seines Mandanten zu zeichnen (

8. Prozesstag Montag, 11. Oktober 2010

11.10. Kachelmanns Anwälte kämpfen im Prozess mit allen Mitteln: Befangenheitsanträge gegen die Richter, Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Staatsanwälte sowie Anträge, die Ankläger als Zeugen vernehmen zu lassen.

Bislang ohne Erfolg. Im Gegenteil. Sie mussten immer wieder Niederlagen einstecken.

Ungewöhnlich an dem Verfahren ist der Zeitplan. Das mutmaßliche Opfer sagt erst aus, nachdem die zahlreichen Geliebten von Kachelmann gehört wurden.

Verteidiger Reinhard Birkenstock hatte das Prozedere heftig kritisiert. Das Gericht versuche damit, ein schlechtes Bild seines Mandanten zu zeichnen.(Bild)

11.10. Am 8.Prozesstag hat die Verteidigung im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann beantragt, dass das Gericht die Ablehnung des „Blaue-Fecken-Gutachters“ rückgängig macht. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit sagen heute drei ex-Geliebt Kachelmanns aus.
Am 13. Oktober soll das angeblich Opfer aussagen.
Möglich ist, dass die Verteidigung einen Befangenheitsantrag gegen das Gesamt-Gericht stellt, nachdem in der letzten Woche ein Sachverständiger Kachelmanns abgelehnt worden war.
Über den Verlauf des Prozesses wird heute Abend Alice Schwarzer berichten.( http://litart.twoday.net/stories)

11.10. Der am Verfahren nicht beteiligte Anwalt Dirk Dünnwald von der Hamburger Promi-Kanzlei Prinz erklärt das so: „Das Gericht will sich ein möglichst detailliertes Bild von Kachelmann und seinen früheren Partnerinnen machen.” Dahinter steht die Frage: Was für ein Mensch ist der Angeklagte? „So wollen die Richter auch die Aussage des mutmaßlichen Opfers besser einschätzen können, damit das, was sie sagt, nicht so allein im Raum steht.” (Bild)

11.10. Die schärfste seiner Waffen wollte Kachelmann-Anwalt Reinhard Birkenstock zwar vorerst nicht einsetzen gegen das Mannheimer Landgericht. Aber kampflos klein beigeben mochte der Strafverteidiger am achten Prozesstag auch nicht. Eine ganze Stunde lang las der Kölner Jurist den Richtern samt Schöffen daher die Leviten dafür, dass sie zuvor überraschend seinen wichtigsten Gutachter Bernd Brinkmann als befangen aus der Verhandlung ausgeschlossen hatten. (Welt.de)

11.10. Kampf mit allen Mitteln. Kachelmanns Anwälte kämpfen im Prozess mit allen Mitteln: Befangenheitsanträge gegen die Richter, Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Staatsanwälte sowie Anträge, die Ankläger als Zeugen vernehmen zu lassen.

Am heutigen Prozesstag warten auf den Wettermoderatoren drei ehemalige Geliebte, die dem Richter von ihrer Beziehung erzählen. Die Zeugenaussagen finden hinter verschlossenen Türen statt – die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen.(Grenchner Tagblatt)

11.10. Es bestünden Zweifel an seiner Unparteilichkeit, hatte Seidling erklärt. Er habe sexuelle Praktiken und andere Ursachen für die Verletzungen ausgeschlossen und sich auf die These der Selbstverletzung beschränkt.

Birkenstock sagte dazu: „Der Sachverständige Brinkmann gelangt aber in seiner Stellungnahme nicht zu dem Ergebnis einer von der Klägerin langfristig geplanten Falschbelastung des Angeklagten.“ Die Kammer solle sich noch einmal „gründlich und unbefangen“ mit der Stellungnahme des Gutachters befassen. „Sie wird dann zu dem Ergebnis kommen, dass eine Erwartung der Befangenheit nicht berechtigt ist.“ Er betonte seine Ansicht, dass der Rechtsmediziner zu den Größen seines Fachs gehört. „Brinkmann ist nicht Irgendeiner“, sagte Birkenstock. (stern)

9.Prozesstag 13.Oktober 2010

13.10 Immer, wenn es spannend wird – wenn die Kammer Aussagen zur Intimsphäre des Angeklagten und seiner sogenannten Lausemädchen hört – wird sie ausgeschlossen, weil ihr Interesse hinter den, so Gesetz und Gericht, „schutzwürdigen Interessen“ der Beteiligten zurücksteht. Wenn diese nicht dem Ausschluss widersprechen. Nach der Belehrung über die Wahrheitspflicht sagte die Zeugin aber entschlossen: „Ich möchte, dass die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird.“ Das Bild der schlanken Frau mit blondem Haar in Schwarz (Stiefel, Rock, Oberteil, Schal) und Pink (Lippen, Hemd) wurde per Videokamera an eine Leinwand über die Köpfe von Staatsanwaltschaft und Nebenklagevertreter projiziert, auf dass die medizinischen und psychologischen Sachverständigen und Fachleute, die im Rücken der Zeugin saßen, deren Mimik und Gestik verfolgen könnten.(FAZnet)

13.10. Birgit M. Das „mutmaßliche“ Opfer betritt den Saal. Sie kommt lachend und beschwingt herein, wirkt triumphierend und selbstsicher. Auf mich wirkt sie eher als ob sie zur Disco gehen will. Sie trägt einen schwarzen Jeansrock, schwarze Stiefel, schwarze Strümpfe und eine schwarze Jacke darunter ein pinkfarbenes Oberteil. Um den Hals hat sie ihr violettes Halstuch. Sie nimmt am Zeugentisch Platz und beantwortet zunächst die Fragen zur Person, Name, Alter 37 Jahre, ledig, Beruf Radiomoderatorin. JK schaut sie an, sie würdigt ihn keines Blickes.

Rechtsanwalt Birkenstock bemerkt dass sie nicht nach § 55 belehrt wurde (wer sich selbst belastet kann die Aussage verweigern) was der Richter allerdings als nicht notwendig ansah. Birkenstock beantragt sie auch nach § 55 zu belehren mit der Begründung sie habe bereits in einem entscheidenden Punkt nachweislich gelogen. Staatsanwalt Otrogge beantragt diese Belehrung nach § 55 abzulehnen. Während dieser Diskussion wirkt CSD eher nervöser. Es scheint sie zu nerven. Die Kammer zieht sich zur Beratung zurück. (Berichterstattung hier auf dem Blog)

13.10. Unterdessen hat das Gericht entschieden, dass im Prozess gegen den Fernsehmoderator Jörg Kachelmann ein von der Verteidigung bestellter Gutachter ausgeschlossen bleibt. Das Gericht lehnte am Mittwoch einen Antrag ab, den wegen der Besorgnis der Befangenheit abgelehnten Rechtsmediziner Bernd Brinkmann doch wieder zuzulassen. Kachelmanns Verteidiger hatten mit einem langen Schriftsatz versucht, die Zulassung zu erreichen. Brinkmann hatte in einer Stellungnahme die These vertreten, das mutmaßliche Opfer habe sich möglicherweise seine Verletzungen selbst zugefügt.(Hamburger Abendblatt)

13.10. Für Sabine W. muss es der schwerste Prozesstag im Fall Kachelmann gewesen sein. Die blonde, zierliche Frau und Kachelmann blickten sich während der Verhandlung immer wieder in die Augen. Als sie die Fragen des Richters zu ihrer Person beantwortete, klang Sabine W.’s Stimme brüchig.

„Auf die Frage, ob eine Zermürbung der Zeugin von der Verteidigung versucht werde, sagt Staatsanwalt Oltrogge zu Journalisten: „Ich bestreite nicht, dass so eine Taktik dahinter stecken kann.“ ( Bild)

13.10. Doch das Gericht lehnt den Antrag ab. Nun bricht auf der Verteidigerbank, wo Jörg Kachelmann zwischen seinen drei Anwälten hockt, unterdrückter Tumult aus.

Verteidiger Birkenstock erklärt, er habe „Beratungsbedarf“ mit seinem Mandanten. Dazu müsse die Sitzung jetzt für vier Stunden unterbrochen werden.

Vier Stunden? Es ist zwölf Uhr. Und die zunächst lächelnde, dann zunehmend angestrengt wirkende Hauptbelastungszeugin ist bereits viermal reingeholt und wieder rausgeschickt worden.

Denn dem Kachelmann-Verteidiger fallen immer neue Formalien ein und die Spitzen gegen Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge fliegen jetzt in Geschwadern( Schwarzer bei der Bild)

13.10. Der Antrag der Verteidigung wurde nun vom Gericht abgelehnt. Dabei wird am heutigen Verhandlungstag natürlich jemand ganz anderes im Fokus der juristischen und journalistischen Aufmerksamkeit stehen: Die mutmaßlich von Jörg Kachelmann vergewaltigte Radiomoderatorin selbst. Nachdem bislang viele Stimmen von Zeugen und Gutachtern gesammelt wurden, wird sie nun heute aussagen.

Die Öffentlichkeit ist abermals während der Befragung der Zeugin Sabine W. ausgeschlossen worden. Ein Ticker in Bild registriert jedoch interessante Details: Wie zum Beispiel, dass Jörg Kachelmann seine ehemalige Geliebte anstarrt, während sie seine Blicke ignoriert. Nur: Was verrät dieses Verhalten? Bedeutet das Starren von Jörg Kachelmann soviel wie “Warum tust du das? Ich weiß genau, dass du lügst?”. Oder will der Schweizer vielleicht genau diesen Effekt erreichen. Mit der Frage, wie er in der Öffentlichkeit wirken kann, ist der Moderator ja professionell vertraut. Man darf gespannt sein, was genau die möglicherweise vergewaltigte Radiomoderatorin Sabine W. heute aussagen wird. (news.myvideo.de/)

13.10. Die späte Aussage der Hauptzeugin wurde mit Terminproblemen begründet (Augsburger Allgemeine)

13.10. Heute dürfte es „spannend“ werden in Mannheim: das mutmaßliche Opfer Sabine W. sagt aus. Wettermoderator Jörg Kachelmann soll die Frau in ihrer Wohnung mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben. Die Belastung für beide ist extrem, natürlich auch abhängig davon, wer hier die Wahrheit sagt und wer nicht. (Wdr.de)

13.10. – Aussage des mutmaßlichen Opfers vertagt.Im Vergewaltigungsprozess gegen den ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann ist die Vernehmung des mutmaßlichen Opfers auf den kommenden Montag verschoben worden. Die Aussage der 37-Jährigen vor dem Landgericht Mannheim musste aus Zeitgründen vertagt werden. Die Verzögerung ergab sich daraus, dass die Richter über einen gegen sie gerichteten Befangenheitsantrag der Verteidigung zu beraten hatten.

Nun müssen andere Richter des Landgerichts über den Befangenheitsantrag von Kachelmanns Verteidigung entscheiden. Der Vorsitzende Richter Michael Seidling ordnete an, dass das Verfahren gleichwohl am kommenden Montag mit der Anhörung des mutmaßlichen Opfers fortgesetzt werde. Seidling begründete dies mit der Terminnot eines der bestellten Sachverständigen.(Stern.de)

13.10. Der Schweizer misstraut den deutschen Richtern
Sein Mandant sei besorgt darüber, dass die drei Berufsrichter ihm gegenüber parteiisch seien und die gebotene Distanz missen liessen, sagte Birkenstock. Stattdessen scheine das Gericht Petra S. zu glauben, ohne dass die bislang zu Wort gekommen sei.(Blick)

13.10. Die Ex-Freundin Kachelmanns musste ihre frühere Aussage teilweise korrigieren. Sie hatte bei der Polizei angegeben, die Kopie eines Flugtickets mit dem Namen Kachelmanns und dem einer anderen Frau im Briefkasten vorgefunden zu haben. Beigelegen habe die Notiz «Er schläft mit ihr». Nach mehreren Vernehmungen räumte sie jedoch ein, dass der Satz von ihr selbst geschrieben war. Sie hatte im Vorfeld Mail-Kontakt zu der Frau auf dem Ticket hergestellt und unter einem Vorwand von ihr erfahren, dass sie mit Kachelmann zusammen ist.Die Verteidigung sieht die selbst geschriebene Notiz «Er schläft mit ihr» als Beleg, dass auch die Vergewaltigung von ihr erfunden wurde. Die Staatsanwaltschaft verweist dagegen auf ihre von Anfang an gleich bleibende Schilderung der Tat. Die falsche Angabe zu der Notiz mache die Kernaussage nicht unglaubhaft.

Zwei Kripobeamtinnen, die die Ex-Freundin als erste vernahmen, beurteilten sie vor dem Landgericht Mannheim als glaubwürdig. Es fiel auch auf, dass sie den Namen Kachelmann erst auf gezielte Nachfrage angab. «Verfolgungseifer» stellten die Polizistinnen nicht bei ihr fest.( /www.news.de/)

13.10. Mannheim (dpa) – Im Vergewaltigungsprozess gegen den Wetterexperten Jörg Kachelmann soll heute das mutmaßliche Opfer aussagen. Die 37-jährige Ex-Freundin des Schweizers beschuldigt ihn, sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Kachelmann bestreitet dies. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist mit dem Ausschluss der Öffentlichkeit zu rechnen. Die späte Aussage der Hauptzeugin wurde mit Terminproblemen begründet. Zuvor muss das Gericht über einen Antrag der Verteidigung entscheiden: Sie will, dass ihr Gutachter Bernd Brinkman wieder als Sachverständiger zugelassen wird. Er war vom Gericht für befangen erklärt worden, weil er davon ausgeht, dass sich die Frau ihre Verletzungen selbst zugefügt hat.( www.mallorca24online.com) Um 10.40 Uhr betrat das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer den Gerichtssaal. Sie wurde zunächst zu ihrer Person befragt. Wegen Verfahrensfragen zur Belehrung der Zeugin wurde die Verhandlung unterbrochen.

Die 37-jährige Radiomoderatorin gibt an, in der Nacht zum 9. Februar 2010 von ihrem langjährigen Freund mit einem Messer bedroht und vergewaltigt worden zu sein. Der 52-jährige Schweizer bestreitet die Tat. Seine Verteidiger sprechen von einer Falschanschuldigung. Die Öffentlichkeit ist während der Befragung der Frau ausgeschlossen. Die Hauptbelastungszeugin hatte dies beantragt. Auch die Eltern und andere Freundinnen Kachelmanns, die bereits früher vernommen wurden, machten ihre Aussage hinter verschlossenen Türen.

Es wird erwartet, dass die Zeugenbefragung des mutmaßlichen Opfers den ganzen Tag über andauert. (Welt)

13.10. Silvia May* hatte sich ein lila Seidentuch um den Hals gedreht. Es passte farblich zu den Leggings, die sie an diesem Tag im Gerichtssaal trug. Es könnte aber auch noch einen anderen Grund für dieses Tuch geben. Dient es – wenigstens traumapsychologisch gesehen – als Anhaltspunkt, dass Jörg Kachelmann ihr in der Nacht zum 9. Februar ein Messer die Kehle presste? (Stern)

14.10. Sie lächelte gequält, biss sich auf die Unterlippe, fuhr sich nervös mit den Händen durchs Haar. Nervenkrieg im Kachelmann-Prozess! Mehrere Gutachter beobachten jede Regung. Der wichtigste: Prof. Hans-Ludwig Kröber aus Berlin. Er soll die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers bewerten. Weil er in den Wochen zuvor keine Zeit hatte, wurde Sabine W. erst jetzt, zum 9. Prozesstag, geladen. Der Richter fragt, ob die Zeugin mit Kachelmann verwandt sei. „Nein“, sagt sie. Verlobt? Empört schüttelt Sabine W. den Kopf. (Bild)

13.10. Kachelmanns Anwälte wollen Prozess kippen. Erneut stellten die Anwälte des Moderators einen Befangenheitsantrag gegen das Gericht. Kommt er durch, platzt der Prozess.(Mittelbayerische)

13.10. Für die eigentliche Vernehmung der Ex-Freundin soll die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden. Der Vorsitzende Richter befragte sie zunächst lediglich nach ihren persönlichen Daten und belehrte sie darüber, dass sie verpflichtet ist, vor Gericht die Wahrheit auszusagen. Daraufhin beantragte Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock, sie auch über das Zeugnisverweigerungsrecht nach Paragraf 55 der Strafprozessordnung zu belehren. Demnach dürfen Zeugen die Aussage verweigern, wenn die Gefahr besteht, dass sie sich selbst belasten und möglicherweise strafrechtlich verfolgt werden. Kachelmanns Verteidigung wittert wohl diese Gefahr, weil „Sabine“ in früheren Vernehmungen die Unwahrheit gesagt habe, und sich deshalb möglicherweise einer Falschaussage schuldig gemacht haben könnte.

Nachdem der Vorsitzende Richter zunächst den Antrag abgelehnt hatte, beantragte Birkenstock einen förmlichen Beschluss. Die Sitzung wurde ein weiteres Mal unterbrochen, nach fast 50-minütiger Beratung lehnte das Gericht den Antrag auf die Belehrung ab. Daraufhin beantragte die Verteidigung eine weitere Unterbrechung von vier Stunden. Birkenstock sagte im Anschluss, man wolle „den Mandanten beraten, ob ein Ablehnungsgesuch gestellt wird“.(Neue Presse)

13.10. Während die Kachelmann-Verteidigung mit einem Mega-Befangenheits-Antrag gegen das gesamte Gericht einen Paukenschlag versuchte, zeigte sich das mutmaßliche Opfer vor Gericht besonnen und aufgeschlossen.

Nachdem die Öffentlichkeit ausgeschlossen wurde, verlangt Kachelmann-Anwalt Birkenstock, die Nebenklägerin nach Paragraph 55 über ihr Recht auf Aussageverweigerung zu belehren. Der Paragraph besagt, dass jeder Zeuge die Auskunft auf Fragen verweigern darf, deren Beantwortung ihm selbst die Gefahr zuziehen würde, wegen einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit verfolgt zu werden. Das mutmaßliche Opfer reagiert genervt auf Birkenstocks Antrag, presst die Lippen aufeinander, lässt seinen Kopf in eine Hand sinken.

Prozessbeobachter meinen, das mutmaßliche Opfer hätte im Verlauf des Mittwoch zunehmend an Kraft verloren, wirkte labil und schien es nur schwer auszuhalten, mit Jörg Kachelmann in einem Raum zu weilen.

Kachelmann hingegen versucht zu scherzen.(netplosiv)

15.10. Der Kachelmann-Prozess geht weiter. Wie sich der Wettermann wohl fühlt, jetzt, da im Gerichtssaal jede seiner Regungen ständig von einem Psychologen beobachtet wird. Da kann er es sich nicht einmal leisten, die Reste eines Mittagessens aus den Zähnen zu saugen, denn sonst könnte der wissenschaftlich ver… gebildete Wahrsager gleich auf Aggressivität schliessen.

Petra S. …. ehm …. Sandra D. … öh…. Sabine W. … also die Klägerin durfte statt einer Aussage am Mittwoch nur Angaben zu ihrer Person machen, da ein juristisches Säbelrasseln zu einer weiteren Verzögerung führt. Taktik? Wenn ja, was soll das?

Irgendwie nervt es ja schon, dass die Medien sich nicht einmal auf ein einheitliches Pseudonym einigen konnten, nachdem man als Laie gerade mal drei Minuten im Netz braucht, um auf Claudia Simone Dinkels Namen samt Foto zu stossen. Die Radiomoderatorin aus Schwetzingen (Radio Sunshine) wird nach wie vor geschützt, verpixelt und abgeschirmt. Kachelmann dagegen wird sozusagen bis auf die Unterhose ausgezogen, sein ganzes Sexualleben inklusive Vorlieben durchleuchtet, seine sämtlichen (?) Ex-Geliebten ausfindig gemacht, vernommen, vorverurteilt (?) und vieles mehr. (http://kurzum.blogspot.com/2010/10/kachelmann-prozess-und-rechtsstaat.html)

15.10. Das OLG Karlsruhe hat in seiner Presseerklärung zur Aufhebung des Haftbefehls gegen Herrn Kachelmann auf mehrere Punkte abgestellt

a. Es gebe einen Unterscheid zwischen dem „dringenden Tatverdacht“ (Grundlage für den Haftbefehl) und dem „hinreichenden Tatverdacht (Grundlage der Anklageerhebung) – bitte beachten: zu einer Verurteilung muss sogar noch mehr vorliegen, nämlich die tatrichterliche Überzeugung; nur wenn das Gericht nach Durchführung einer Hauptverhandlung keinen vernünftigen Zweifel mehr an der Schuld des Angeklagten hat, darf es ihn verurteilen.

b. Im Hinblick auf den den Tatvorwurf bestreitenden Angeklagten und die Nebenklägerin als einzige Belastungszeugin liege die Fallkonstellation der „Aussage gegen Aussage“ vor.

c. Bei der Nebenklägerin könnten Bestrafungs- und Falschbelastungsmotive nicht ausgeschlossen werden.

d. Die Nebenklägerin habe bei der Anzeigeerstattung und im weiteren Verlauf des Ermittlungsverfahrens zu Teilen der verfahrensgegenständlichen Vorgeschichte und des für die Beurteilung des Kerngeschehens (dem Vergewaltigungsvorwurf) bedeutsamen Randgeschehens zunächst unzutreffende Angaben gemacht.

e. Hinsichtlich der Verletzungen der Nebenklägerin könne derzeit aufgrund der bisher durchgeführten Untersuchungen und Begutachtungen neben einer Fremdbeibringung auch eine Selbstbeibringung nicht ausgeschlossen werden. (http://stscherer.wordpress.com/2010/10/15/fall-kachelmann-warum-macht-es-sich-das-gericht-so-schwer/)

15.10. BILD sperrt Benutzerforum: (…)Die BILD hat Emma-Chefin Alice Schwarzer die Rolle der “unparteiischen” Gerichtsreporterin übernommen. Wie kaum anders zu erwarten gibt es keinen neutralen Blick auf die Geschehnisse vor Gericht, sondern nur ihre Sicht der Dinge. Und für Schwarzer ist Kachelmann schuldig, vollkommen klar. Das ist schlichtweg falsch, die Ex-Freundin hat in dieser Gerichtsverhandlung schon gelogen und dies auch zugeben müssen. Sich als Lügnerin hingestellt hat sie sich also schon selbst. Sieh auch: Beitrag von RA U.Vetter auf lawblog.de

Zum BILD-Artikel schrieb ich heute morgen (ca. 7Uhr) einen Kommentar – er wurde nicht veröffentlicht, schlichtweg zensiert. (http://www.pappnasen-politik.eu)

16.10. Kriminalität: Wenn sich auf Computern, Kameras oder Handys Beweise für eine Straftat befinden könnten, kommen die IT-Experten der Polizei ins Spiel

Aus den Untiefen der Festplatte. Auch wenn etwas weg ist, es ist meistens irgendwie immer noch da. Ja, so eine Computer-Festplatte hat durchaus etwas Übersinnliches. Und genau dafür interessiert sich Alexander Krahl, Kriminalhauptkommissar, ein kräftiger Mann mit Bürstenschnitt, der inmitten von Rechnern, Bildschirmen und Tastaturen in einem engen Büro im Polizeipräsidium sitzt. Der 48-Jährige ist einer von vier Mitarbeitern im Bereich „IT-Beweissicherung und Datenträgeruntersuchung“.(Morgenweb)

17.10. Fall Kachelmann hat eine neue, verwirrende Facette. Am Montag wird die Aussage des mutmaßlichen Opfers „Sabine“ vor Gericht erwartet. Zuvor tauchte ein ominöser Erpresserbrief auf. An verwirrenden Details hat es im Prozess gegen Jörg Kachelmann bislang nicht gefehlt. Da ist zunächst das komplizierte, organisatorisch hochkomplexe Beziehungsnetz, das den Wettermoderator mit mehreren Frauen zugleich verband. Und als wäre das noch nicht genug, soll nun auch noch eine ominöse Erpresserin aufgetaucht sein.(Welt)

17.10. Der Brief war im Kölner Büro von Kachelmanns Management eingeworfen worden, adressiert an „Herrn Kachelmann persönlich“, mit dem fett gedruckten Vermerk „EILT – Prozessrelevant!“ Inhalt: Eine DIN-A-4-Seite, mit dem Computer geschrieben.

In dem Brief, der BILD am SONNTAG vorliegt, lockt die Unbekannte mit einer geheimnisvollen Entlastungszeugin.

Die Frau, die angeblich Kachelmanns Unschuld beweisen kann, soll in den USA leben, pflegt dort Angehörige. Sie sei extra für den Prozess nach Deutschland gereist, wohne jetzt in einem kleinen Hotel in Kerpen (NRW). „Diese Zeugin kann wegen ihrer Justiznähe beweisen, dass die vom Gericht beauftragten Gutachter und Zeuginnen beeinflusst waren. Ebenso kann sie beschreiben und beweisen, warum diese Kampagne gegen Sie gestartet wurde“, so die Briefschreiberin.

17.10. Birgit M am Blog: Dieser Aktion die die BILD ja schilderte macht mich etwas stutzig.

Am Mittwoch wurde eine Bekannte von mir vor dem Gerichtsgebäude angesprochen was sie Herrn Birkenstock als Brief überreicht habe. Das war vor ca. 2 Wochen es handelte sich dort um simple Zeitungsberichte.
Dieser Herr fragte sie ob sie in engerem Kontakt zu Herrn B. oder JK stehe und und und. Leider konnte sie ihm ja nichts spektakuläres bieten.
Er sagte als er ging es sei von der BILD am Sonntag.

Dann genau die BILD am Sonntag berichtet jetzt von so einer Geschichte.
Gibt es da Zusammenhänge?.

Ich möchte natürlich nichts behaupten aber komisch ist das schon.

17.10. „Spiegel“-Gerichtsreporterin „Richter haben etwas gegen Kachelmann“

Anträge von Verteidiger Reinhard Birkenstock abgelehnt.

Die drei Mannheimer Richter im Fall Kachelmann sind darauf aus, den TV-Meteorologen zu verurteilen. Dieser Ansicht ist die renommierte „Spiegel“-Gerichtsrepoterin Gisela Friedrichsen, wie sie der Zeitung „Der Sonntag“ sagte. „Dies ist in der Tat auffallend“, so Friedrichsen: „Wenn das Gericht den Anträgen der Staatsanwaltschaft jeweils ohne lange Diskussion stattgegeben wird, bei der Verteidigung aber selbst die massvollsten Anträge abgewiesen werden, erweckt das zwangsläufig beim Angeklagten den Eindruck, die Richter hätten etwas gegen ihn.“( www.persoenlich.com)

10. Prozesstag 18. Oktober 2010

18.10. Nach langen Verzögerungen sagt endlich die Nebenklägerin im Kachelmann-Prozess aus. Der Wettermoderator soll sie vergewaltigt haben. Zu Beginn der Verhandlung war das Gericht dem Antrag der Verteidigung gefolgt, die Radiomoderatorin darüber zu belehren, dass sie keine Angaben machen muss, falls sie sich dabei selbst einer Straftat wie etwa falscher Verdächtigung bezichtigen würde. Die 37-Jährige wirft Kachelmann laut Anklage vor, sie nach einem Beziehungsstreit an den Haaren gepackt, ihr ein Tomatenmesser an den Hals gehalten und sie mit den Worten „Halt die Klappe, oder Du bist tot“ aufs Bett geworfen zu haben. Dort habe er sie ausgezogen und vergewaltigt. Auslöser des Streits sei gewesen, dass sie Kachelmann nach einem gemeinsamen Abendessen mit dem Vorwurf konfrontiert habe, ein Verhältnis mit einer anderen Frau zu haben. Kachelmann bestreitet die Vorwürfe. (Welt)

18.10. Am Montag zeigte sich nun ein gewandelter Vorsitzender. Seidling entsprach nicht nur Birkenstocks Antrag zur Belehrung und nahm damit die Luft aus dem Befangenheitsantrag. Der ansonsten so wortkarge Vorsitzende Richter erklärte zudem umfänglich, dass er die Nebenklägerin ja erst zu ihrem Lebenslauf befragen und erst dann speziell belehren wollte, wenn es um das eigentliche Tatgeschehen gehe. «Die Kammer hat leider versäumt», sagte Seidling mit Blick auf den Befangenheitsantrag von vergangener Woche, «ihren Standpunkt zu Paragraph 55 zu erläutern.»

Die Vernehmung der Radiomoderatorin, die in schwarzen Röhrenjeans, hochhackigen Schuhen und lila Schal erschien, wird das Gericht vermutlich noch bis in die kommende Woche hinein beschäftigen. Bei ihrer Aussage hinter verschlossenen Türen wird die Nebenklägerin mit einer Videokamera gefilmt und ihr Gesicht auf einer zwei Mal zwei Meter grossen Leinwand gezeigt. Dies soll mehreren Gutachtern ermöglichen, aus ihrer Mimik und ihren Reaktionen Rückschlüsse auf den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen zu ziehen. (Tagesanzeiger)

18.10. Der zehnte Prozesstag im Verfahren gegen Jörg Kachelmann endete am Montag, wie er begann: Mit der Befragung des mutmasslichen Vergewaltigungsopfers. Zum zweiten Mal ist Sabine W. vor das Landgericht Mannheim getreten. Die Vernehmung durch das Gericht wird aber voraussichtlich noch mehrere Tage andauern. «Die Vernehmung ist sehr ausführlich», sagte Kachelmanns Verteidiger Klaus Schroth vor den Medien in Mannheim. Bis zum Montagabend ist die 37-jährige Radiojournalistin offenbar nur zu ihrem Werdegang und der Beziehung zu Kachelmann befragt worden. Die Vernehmung zur angeblichen Vergewaltigung hat bisher noch gar nicht begonnen, wie es hiess. Geht die Befragung in diesem Tempo weiter, wird der Prozess wohl nicht vor 2011 enden. Nächsten Montag hätte bereits ein anderer Zeuge aussagen sollen. Das Urteil wurde bereits einmal von Ende Oktober auf Ende Dezember verschoben.(20min.ch)

18.10. Claudia D., das Trauma und der Seidenschal. Für das Quartett grauhaariger Damen, das den Mannheimer Vergewaltigungsprozess von Tag eins an eifrig auf den Zuschauerrängen verfolgt, steht nun endgültig fest: „Jörg Kachelmann ist unschuldig“, tönte eine der vier Seniorinnen vor dem Gerichtssaal im Brustton der Überzeugung in eine Fernsehkamera. Begründung: Das mutmaßliche Opfer habe „überhaupt nicht vergewaltigt gewirkt“. Offensichtlich hatte so mancher im Publikum erwartet, dass die 37-Jährige als bebendes Häuflein Elend, womöglich sogar weinend in den Zeugenstand treten würde. Doch die Radiomoderatorin, die genau sechs Wochen nach Verhandlungsbeginn endlich zur Aussage gegen ihren Ex-Geliebten Kachelmann gerufen wurde, kam mit forschen, fast beschwingtem Gang und einem Lächeln in den Raum.(Welt)

18.10. Andreas Grossmann, Sprecher Staatsanwaltschaft Mannheim: „Die Belehrung der Zeugin war vorab nicht zwingend notwendig. Sie wurde heute vorab belehrt, um das Verfahren zu beschleunigen. Das war kein Einknicken vor der Verteidigung.“
Ihre Aussage ist deshalb so wichtig, weil sie die Belastungszeugin ist. Zum Zeitpunkt der Anklageerhebung hielten wir ihre Aussage für glaubwürdig. Ihre Aussage vor Gericht macht sie gerade. Danach kann man sie erst bewerten.“

18.10. Sie wird im Moment zur Person vernommen und schildert ihren Werdegang bis zur beruflichen Tätigkeit, die sie jetzt ausübt“, sagte Kachelmanns Verteidiger Klaus Schroth in einer Sitzungspause. Die Vernehmung sei „sehr ausführlich“. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, er könne sich vorstellen, „dass diese Vernehmung mehrere Tage in Anspruch nehmen wird“.(Focus)

18.10. Eine Überraschung lieferte der Tag in einem anderen Punkt des Verfahrens. Das Gericht gab in einem prozessrechtlichen Streit mit der Verteidigung nach. Der Vorsitzende Richter belehrte die ehemalige Geliebte nun doch über ihr Aussageverweigerungsrecht nach Paragraf 55 der Strafprozessordnung.(süddeutsche)

18.10. Wenn die Anhörung der 37-Jährigen abgeschlossen ist, wird den bisherigen Plänen zufolge ein Experte des Bundeskriminalamts (BKA) dazu befragt, ob DNA-Spuren auf einem kleinen Messer, das Kachelmann der Frau an den Hals gehalten haben soll, dem Wetterexperten zuzuorden sind. Zudem soll der Beamte über die Anordnung von zahlreichen Sperma-, Sekret- und Menstruationsblutspuren berichten, die auf dem Bett und einem Sofa der Frau gefunden wurden. ( SAT 1)

18.10. Ein Rückzug aus freien Stücken war dies wohl nicht, sondern einer, der erst eines zähen Ringens hinter den Kulissen bedurft hatte. Dabei war es fünf vor zwölf für die Mannheimer Richter – auch wenn die Uhr erst halb elf Uhr zeigte an diesem Montagmorgen. Die Anwälte bezogen sich dabei vor allem auf den ausführlichen Beschluss des Oberlandesgerichts Karlsruhe, das Ende Juli die von der Mannheimer Strafkammer beharrlich verweigerte Entlassung Kachelmanns aus der damals bereits mehr als vier Monate währenden Untersuchungshaft herbeigeführt hatte.

In dieser Entscheidung war den Mannheimer Richtern nahegelegt worden, die Möglichkeit einer absichtlichen Falschaussage des mutmaßlichen Opfers, einer 37 Jahre alten Radiomoderatorin, besonders genau zu prüfen. (Spiegel)

18.10. Staatsanwalt Andreas Grossmann: „Zum Zeitpunkt der Anklageerhebung hielten wir die Zeugin für glaubwürdig!“( http://www.blick.ch/news/kachelmann-prozess-die-vernehmung-von-petra-s-laeuft-vid18647)

18.10. Der Vorsitzende Richter Seidling erklärte an diesem Montag, die Verteidigung hatte zuvor erneut auf der Belehrung der Zeugin über ihr Auskunftsverweigerungsrecht bestanden, die Kammer habe es in der vergangenen Woche „leider versäumt, ihren Standpunkt darzulegen“. Es sei geplant gewesen, sagte der Vorsitzende, die Nebenklägerin erst einmal über ihren Lebenslauf zu befragen, „um ein umfassendes Bild von ihrer Persönlichkeit“ zu bekommen. In diesem Punkt sehe die Kammer „derzeit keinen Grund“ für eine weitergehende Belehrung. „Anders ist es natürlich bei weiteren Angaben zum Tatgeschehen.“

Aber warum hat die Kammer dies nicht schon in der vorigen Woche zu erkennen gegeben? Warum stundenlange zermürbende Beratungen, Beschlüsse und anschließende Anträge? Der bloße Hinweis auf eine möglicherweise später zu erteilende Belehrung hätte dem Eindruck entgegengewirkt, die Kammer fasse die Zeugin – ganz im Gegensatz zum Angeklagten – mit Samthandschuhen an. Ein Halbsatz hätte genügt. Und die Verteidigung hätte keinen Anlass gehabt, das Gericht wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen.

„Wir haben die Belehrung nicht schon zu Anfang der Zeugenaussage erteilen wollen“, fuhr Seidling am Montag fort, „weil der Eindruck einer bloßen Förmelei verhindert werden sollte.“ Eine Belehrung, die die Zeugin auf die Gefahr einer möglichen Strafverfolgung hinweist, sei zu einem späteren Zeitpunkt „von größerer Wirksamkeit als zu Beginn“. An dieser Auffassung halte die Kammer fest. „Aber, um weitere Verzögerungen zu vermeiden“, Seidlings Widerstreben stand ihm ins Gesicht geschrieben, werde nun belehrt. Und noch einmal: „Aber eigentlich hält die Kammer an ihrer Auffassung fest.“

Bloße Förmelei? Mit solchen Argumenten begründen Richter normalerweise ihre Entscheidungen nicht. Die Strafprozessordnung besteht von A bis Z aus dem, was die Mannheimer Richter „Förmelei“ nennen.(Kehrtwende um fünf vor Zwölf-Spiegel online)

19.10. Die Kachelmann-Verteidigung im Vergewaltigungs-Prozess gegen den Medienmann zieht alle Register. Nach einem Befangenheits-Antrag gegen die gesamte Strafkammer am Landgericht Mannheim in der vergangenen Woche, haben die Anwälte um Verteidiger Birkenstock jetzt einen neuen Gutachter beantragt. Mit einem Sperma-Gutachten wollen die Verteidiger die Kachelmann-Version des fraglichen Abends stützen und das mutmaßliche Opfer der Lüge überführen.

Der von der Verteidigung beauftragte Rechtsmediziner ist Steven Paul Rand. Er fertigte ein Gutachten an, das belegen soll, dass an einem Küchenmesser keine Spuren von Kachelmann zu finden waren. Außerdem, so Anwalt Birkenstock, wertete der Experte die „Spermaspuren, Sekretanhaftungen und Spuren von Menstruationsblut“ aus. Nach den Ergebnissen von Steven Paul Rand, stammen die Sekretanhaftungen auf der Couch auch von Kachelmann.( netplosiv.org)

19.10. …Der bisherige Verlauf, angefangen von der Haftentlassung lässt annehmen, dass es Jörg Kachelmann nicht leicht gemacht werden soll. Alle Anträge der Staatsanwalt gehen problemlos durch, während die der Verteidigung grundsätzlich abgelehnt werden.

Man kann durchaus zu dem Schluss kommen: Die haben etwas gegen den Angeklagten.

G.Friedrichsen weiter zur Frage der Kamera und Grossleinwand im Saal: Sie kenne so etwas aus anderen Verfahren nicht. Das Gesicht erscheint auf dieser Leinwand, sie( die Nebenklägerin) sieht es immer aus den Augenwinkeln. Dass ist irritieren und stört ganz sicher.

Sie ist ja Radiomoderatorin und keine Kameras gewöhnt!( G.Friedrichsen ARD Nachrichtenmagazin)

19.10. Die Öffentlichkeit bleibt ausgeschlossen. Andererseits ist nicht nachvollziehbar, dass Zeuginnen das, was sie der Öffentlichkeit in bunten Blättern erzählt haben, nun unter Ausschluss derselben Öffentlichkeit wiederholen oder auch modifizieren können. Ausgeschlossen bleibt die Öffentlichkeit auch in jenen Bereichen, über die öffentlich zu berichten anderen Zeugen zugemutet wird. Das, was auf dem Frankfurter Flughafen während Kachelmanns Verhaftung geschehen ist, könnte problemlos öffentlich verhandelt werden, das, was in den Betten gemacht wurde, dagegen nicht. So, wie die Mannheimer Kammer agiert, ist es ausgeschlossen, dass sich irgendjemand außer den unmittelbar am Prozess Beteiligten ein eigenes Urteil bilden und so die Justiz kontrollieren kann. Das aber ist der Sinn öffentlicher Strafverfahren. Weil es zum Rechtsfrieden beitragen würde.(StuttgarterNachrichten)

20.10. Wenn das Gericht tatsächlich von Anfang an vorgehabt hätte, diese Belehrung nach der Vernehmung zur Person vorzunehmen, wie nunmehr von diesem angegeben wird, stellt sich die Frage, warum der Vorsitzende darauf nicht gleich hingewiesen hat, sondern stundenlange Beratungen des Gerichtes erforderlich waren. Dieses Vorgehen hinterlässt einen faden Beigeschmack.(NWZ-online)

20.10. Wegen Falschaussagen des mutmasslichen Opfers, fordert Reinhard Birkenstock einen Freispruch für Jörg Kachelmann im Vergewaltigungs-Prozess.(Blick)

20.10. Hinter dem hartnäckigen Verfahrensstreit vor dem Landgericht Mannheim steckt eine frühere Falschaussage der Ex-Freundin in Teilbereichen. Die Radiomoderatorin hatte der Polizei zunächst gesagt, sie habe Flugtickets mit dem Namen Kachelmanns und einer anderen Frau erhalten, dazu ein anonymes Schreiben mit dem Hinweis auf intime Beziehungen der beiden. Später räumte sie ein, dass sie nach Erhalt der Tickets selbst unter einem Vorwand Kontakt zu der anderen Frau aufnahm und dadurch die Untreue ihres langjährigen Freundes bestätigt fand. Das anonyme Schreiben mit dem Satz „Er schläft mit ihr“ hatte sie jedoch selbst geschrieben, um Kachelmann ihre Kontaktaufnahme mit der anderen Frau zu verbergen. Auch bei der Polizei gestand sie ihre eigenen Recherchen zunächst nicht ein. Diese Lüge bezüglich der Vorgeschichte sieht die Verteidigung als Beleg, dass auch der Vergewaltigungsvorwurf falsch sei.(themenportal)

20.10. Zwei Richter aus anderen Kammern des Landgerichts sowie ein Ergänzungsrichter, gegen den kein Befangenheitsantrag gestellt worden war, entschieden nun jedoch, dass es „die Freiheit des Vorsitzenden“ sei, „den Zeitpunkt einer Belehrung zu bestimmen“. Eine solche sei erst dann erforderlich, wenn ein Zeuge beginne, über Fragen auszusagen, die ihn in die Gefahr der Strafverfolgung brächten. Die Entscheidung, mit der Belehrung zu warten, „stellt keinen Ermessensmissbrauch dar“.(FAZ.net)

20.10. Mannheim. Die Befragung der ehemaligen Geliebten von Jörg Kachelmann wird vermutlich noch die kommende Woche in Anspruch nehmen. Das sagte Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge in einer Verhandlungspause. Am Nachmittag habe die Frau erstmals das angebliche Tatgeschehen geschildert. Die 37-Jährige beschuldigt Kachelmann, er habe sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Bislang scheine sie die stundenlange Aussage gut zu verkraften. „Unter den gegebenen Umständen hält sie sich ganz gut“, sagte Oltrogge (Morgenweb- Artikel ist im Nirwana verschwunden!)

20.10. Nach einem Vernehmungsmarathon von zehn Stunden muss die Ex-Freundin von Jörg Kachelmann am kommenden Montag (25. Oktober) erneut in den Zeugenstand. Am Mittwoch war das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer lediglich von den Richtern befragt worden. Staatsanwaltschaft, Verteidiger und neun Gutachter werden folgen. Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge sagte am Mittwoch in einer Verhandlungspause: „Unter den gegebenen Umständen hält sie sich ganz gut.“ Sie habe dem Gericht die Tatnacht geschildert, Nachfragen würden jetzt folgen.(Der Westen)

20.10. Der zweite Befangenheitsantrag gegen Jörg Kachelmanns Richter ist gescheitert (Bericht). Die Begründung klingt lapidar: Die Belehrung über das Auskunftsverweigerungsrecht nach § 55 Strafprozessordnung müsse erst erfolgen, wenn der Zeuge Dinge gefragt werde, bei denen er sich der Gefahr strafrechtlicher Verfolgung aussetze; den Zeitpunkt der Belehrung bestimme der Vorsitzende des Gerichts.

Das ist brav aus dem Standardkommentar Meyer-Goßner abgeschrieben. Aber es ist nur die halbe Wahrheit. Gerade wenn man die am Montag nachgeschobene Begründung des Gerichts berücksichtigt, man habe das mutmaßliche Opfer doch zunächst nur zu ihrer Person und ihrem Werdegang befragen wollen. Die von der Verteidigung beantragte Belehrung sei für einen späteren Zeitpunkt geplant gewesen. Wobei das Gericht wohl einräumte, dies alles nicht hinreichend kommuniziert zu haben.

Nicht nur das. In Wirklichkeit ließ sich die Kammer auf ein mehrstündiges Hickhack mit der Verteidigung ein. In den Presseberichten aus letzter Woche wird diese Kontroverse eher so dargestellt, als habe das Gericht die Belehrung überhaupt nicht für nötig gehalten – und dies auch so gesagt. Auch das publizierte Argument des Gerichts, der Angeklagte sei bei einer unterbliebenen “Belehrung” gar nicht beschwert und habe deshalb keinesfalls ein Recht, Fehler des Gerichts überhaupt zu rügen, spricht eine andere Sprache.( http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/10/20/mannheimer-wagenburg/)

20.10. Im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann soll heute die Vernehmung des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers fortgesetzt werden. Nachdem die 37-jährige Ex-Freundin des Angeklagten am Montag fünf Stunden zu ihrem Lebenslauf befragt worden war, soll es nun um ihre elfjährige Beziehung zu dem Schweizer Wetterexperten und die mögliche Vergewaltigung am 9. Februar gehen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft deutete bereits an, dass die Radiomoderatorin möglicherweise auch noch in der kommenden Woche im Zeugenstand stehen wird. Zunächst musste das Gericht über einen Befangenheitsantrag entscheiden, den Kachelmanns Verteidiger vergangene Woche gegen die Richter der Strafkammer gestellt hatten. Das Gericht lehnte den Antrag zu Beginn der Verhandlung ab. Der Vergewaltigungsprozess kann wie geplant fortgesetzt werden. (Stern)

20.10. Doch es ging um mehr als um prozessuale Kautelen. Es ging um die Frage, ob das Gericht sich von seinem Eröffnungsbeschluss hinreichend gelöst und zu der absoluten Objektivität und Ergebnisoffenheit gefunden hat, die ein solches Verfahren verlangt. Relevant ist nicht die Prominenz des Angeklagten – sondern die Tatsache, dass Aussage gegen Aussage steht und fünf Jahre Haft drohen.

Richter Seidling hatte es trotzdem unterlassen, die Hauptzeugin darauf hinzuweisen, dass sie ein Schweigerecht hat, wenn sie sich mit ihrer Aussage selbst belastet. Eine sinnvolle Belehrung, denn es steht eine Strafbarkeit wegen falscher Verdächtigung im Raum. Sinnvoll zumal, da die Zeugin bereits gelogen hat. Seidling hat die Belehrung nachgeholt und – formal korrekt – darauf verwiesen, sie sei erst nötig, wenn heikle Fragen kämen. Doch war es erstens unnötig und zweitens unüblich. Das Gericht mochte die Zeugin offenbar nicht sogleich mit der Haltung konfrontieren, man könnte ihr keinen Glauben schenken. Und man mochte sich schon gar nicht dem Willen der Verteidigung beugen, die eine solche Belehrung eingefordert hatte. Wenn das Gesetz vom „Anschein“ der Befangenheit spricht, den es zu vermeiden gilt – hier könnte er gewesen sein.(Tagesspiegel)

20.10. Es bleibt immer etwas hängen» Der renommierte Medienanwalt Peter Bratschi verurteilt die Verletzungen der Privatsphäre im Fall Kachelmann und kritisiert den Boulevardjournalismus, der immer mehr Narrenfreiheit beanspruche.

In den letzten Jahren wurde kaum ein Kriminalfall derart medial ausgeschlachtet wie der von Jörg Kachelmann. Selbst seriöse Zeitungen berichteten zu Themen wie Verhütung, Menstruationsblut, Sexspielzeuge und Tampon. Paparazzi schossen ungehindert Bilder von Kachelmann in Untersuchungshaft und veröffentlichten SMS. Darf das Allerprivateste eines Menschen derart ans Licht gezerrt werden? (Weltwoche)

Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann

Datum: 21.10.2010

Kurzbeschreibung:

Weiterer Ablauf der Hauptverhandlung

Die Vernehmung der Nebenklägerin wird am kommenden Montag (25.10.2010), ggf. auch noch am kommenden Mittwoch (27.10.2010), unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Die Pressestelle wird Sie umgehend informieren, sobald der weitere Ablauf der Hauptverhandlung feststeht.

 21.10. Sabine W. erzählt, wie sie und Kachelmann sich kennen gelernt hätten, wie sie ein Paar wurden, wie sie eine gemeinsame Zukunft planten. Dann spricht sie von der verhängnisvollen Nacht am 8. Februar 2010. Mehrere Gutachter beobachten das vermeintliche Opfer, ihre Körperhaltung und ihre Mimik.

Als sie von ihrer enttäuschenden Erkenntnis erzählt, dass sie nicht die einzige Frau im Leben des Meteorologen gewesen war, bricht Sabine W. in Tränen aus.

Ein Prozessbeobachter schildert der Zeitung: «Sie war glaubwürdig, überzeugend und sehr gut vorbereitet.» (Schweizer Illustrierte)

Anmerkung: Das schreibt die Autorin Yasmin Merkel dieses Blattes – obwohl an diesem Tag die Öffentlichkeit ausgeschlossen war. Wer also war der informative Prozessbesucher wirklich?

12. Prozesstag 25.Oktober 2010

25.10. Bei ihrer Ankunft am Landgericht erregte die Frau Aufsehen: Um sich vor den Fotografen zu schützen, hielt sie sich ein Buch vor den Kopf. Titel: „Der Soziopath von nebenan“. Untertitel: „Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks.“ „Natürlich sieht sie sehr angespannt aus“, sagte Combé über das mutmaßliche Opfer. „Sie weiß aber, dass sie da durch muss.“ Bis zum Nachmittag befragten die drei Richter der Strafkammer die Frau weiterhin. Erst anschließend sollten Staatsanwaltschaft, Gutachter und Verteidigung die Gelegenheit bekommen, Fragen zu stellen.(Welt)

25.10. Ein Soziopath studiere sein Opfer. Er „versucht herauszufinden, wie diese Person manipuliert und ausgenutzt werden kann und wie er dazu sein auserkorenes Spielobjekt umschmeicheln und betören kann“. Er habe ein Gespür dafür, „wer für sexuelle Avancen empfänglich sein könnte. Verführung ist eine weitere, sehr verbreitete soziopathische Technik.“

Über einen Betroffenen schreibt die Autorin:Frauen sind sexuelle Beute, sonst nichts. (…) Er hat kein echtes Interesse daran, Gefühlsbindungen einzugehen. (…) Er kann nicht lieben.“

Die Persönlichkeitsstörung ist unheilbar. Die Psychologin gibt 13 Tipps für den Umgang mit Soziopathen. Der letzte lautet: „Ein erfülltes Leben ist die beste Rache.“

Sabine W., das mutmaßliche Kachelmann-Opfer, habe das Buch von ihrem Psychotherapeuten empfohlen bekommen, sagte Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock gestern.

Der Anwalt süffisant: „Lesen bildet. Von dem Buch halte ich nicht so viel.“(Bild)

25.10. Pünktlich um 8.37 Uhr ist der BMW von Rechtsanwalt Thomas Franz am Montagmorgen vor das Landgericht Mannheim gebogen: auf dem Beifahrersitz Sabine W. Die 37-Jährige versteckt sich vor den Fotografen hinter einem Buch – «Der Soziopath von nebenan». Ein Buch über «Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks», wie der Untertitel verrät. Ein eindeutiges Zeichen der Hauptbelastungszeugin im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann.(20min-online)

25.10. Bei ihrer Ankunft am Landgericht Mannheim hat Sabine W. heute Morgen für Aufsehen gesorgt: Um sich vor den Fotografen zu schützen, hielt sie sich ein Buch vor den Kopf. Ein Buch, das zu Spekulationen Anlass gab. «Der Soziopath von nebenan», heisst der Titel. Der Untertitel lautet: «Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks.» Es ist sehr gut möglich, dass Sabine W. auf Jörg Kachelmann anspielen wollte.(Tagesanzeiger)

Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann

Datum:  26.10.2010

Kurzbeschreibung:

Weiterer Ablauf der Hauptverhandlung

Die Vernehmung der Nebenklägerin wird am Mittwoch (27.10.2010) um 10.00 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Sollte die Befragung der Nebenklägerin beizeiten abgeschlossen sein, ist noch am Nachmittag die Vernehmung eines Zeugen (kein Polizist) beabsichtigt. Aus Gründen des Schutzes der Persönlichkeitsrechte wird der Zeuge nicht namentlich benannt. Aus diesem Grund wird auch nicht mitgeteilt, ob es sich um eine männliche oder weibliche Person handelt. Auch über den Gegenstand des Beweisthemas werden keine Angaben gemacht. Bitte sehen Sie daher von weiteren Anfragen ab.

26.10. Schon zum 4. Mal musste das angebliche Opfer aussagen, aber die Zeugenvernehmung selbst finden immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die fünf Gutachter sind privat von Jörg Kachelmann bestellt worden und meinen belegen zu können, dass die Zeugenaussagen des vermeintlichen Vergewaltigungsopfers nicht wahr sind. Wie Welt online berichtet, sehen auch die Aussageexperten Hans Markowitsch (Bielefeld) und Günter Köhnken (Kiel) Mängel in der Aussage der 37-Jährigen.( newsdash.de/)

26.10. So ähnelt der Prozess einer Blackbox: Von außen kann niemand sagen, was passiert – und so machen auch kleine, mehr oder weniger geschickt gestreute Informationsfetzen schnell Karriere. Vergangene Woche hatte Staatsanwalt Oltrogge ein paar Allgemeinplätze über die Vernehmung der Nebenklägerin geäußert, etwa: „Unter den gegebenen Umständen hält sie sich ganz gut.“

Für Verteidiger Birkenstock Anlass genug, eine Attacke zu starten: Dass die Staatsanwaltschaft über eine nichtöffentliche Sitzung rede, sei eine „Unverschämtheit“, sagt er – und bringt das Kunststück zuwege, im selben Satz die Glaubwürdigkeit der Nebenklägerin infrage zu stellen. „Da muss man konsequent sein“, sagt Birkenstock und meint die Verschwiegenheit, „nicht so sehr aus Respekt vor der Zeugenaussage, die sich als Lüge offenbart, sondern aus Respekt gegenüber dem Gericht“. (Welt.de)

26.10. Doch gestern ist etwas anders. Bisher hatte Petra S. ihr Gesicht stets mit den Händen verdeckt, die Augen mit einer schwarzen Sonnenbrille. Alle bisherigen Fotos von ihr gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Diesmal aber hält sich die blonde Radiomoderatorin aus Schwetzingen (D) ein Buch vors Gesicht.

Kachelmann: Ein «Soziopath»? Und was für ein Buch! «Der Soziopath von nebenan» lautet der Titel des Werks. Untertitel: «Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks.»

Ein Zufall? Lag das Buch vielleicht einfach im Handschuhfach der Limousine von Petra S.’ Anwalt Thomas Franz, der seine Mandantin wie immer in die Tiefgarage des Gerichtsgebäudes fuhr?

«Sicher nicht!», sagt der Schweizer Medienprofi und Kommunikationsberater Hannes Hug. Der Mitinhaber der Agentur «Andreas und Conrad» zu BLICK: «Die Wahl dieses Buches ist kein Zufall, sondern eine gezielte Botschaft.»

Ganz bestimmt ist es kein netter Gruss an Kachelmann. Ein Soziopath soll er sein – also eine Persönlichkeit, die nicht fähig ist, Mitgefühl zu empfinden und die sich nur schwer in andere hineinversetzen kann.

Der Begriff stammt aus der angloamerikanischen Psychiatrie. Wie die Autorin des Buches: Dr. Martha Stout arbeitete 25 Jahre an der Harvard Medical School. Heute unterhält sie eine Privatpraxis in Boston.

Sie bekam das Buch vom Trauma-Experten BLICK weiss: Petra S. erhielt das Buch vom Traumatologen Günter Seidler von der Uni Heidelberg. Er hat es ihr gegeben, nachdem sie Anzeige gegen den TV-Star erstattet hatte. Gemäss Polizei-Protokollen hatte Petra S. später ausgesagt, zu bedauern, das Buch nicht schon früher gekannt und gelesen zu haben – dann hätte sie Kachelmann viel früher durchschaut. (Blick)

26.10. Nun muss Kachelmanns Verteidigung ran.Nach der Befragung der Ex-Geliebten durch die Staatsanwaltschaft ist nun die Verteidigung dran. Neun Gutachter beobachten die Aussage. Der Unterschied zwischen einem gerichtlich bestellten Sachverständigen und einem Privatgutachter ist, dass der gerichtlich Bestellte sein Gutachten der Strafkammer vorlegen muss. Gibt ein Angeklagter ein Gutachten in Auftrag, entscheidet er selbst über die Verwendung vor Gericht. Er könnte also ein für ihn weniger günstiges Ergebnis unberücksichtigt lassen. Außerdem wird in der privaten Bezahlung des Gutachters ein möglicher Mangel an Unabhängigkeit gesehen.

Im Kachelmann-Prozess hat die Verteidigung beantragt, die fünf Privatgutachter zu gerichtlichen Sachverständigen zu bestellen. Hierüber wurde bisher noch nicht entschieden. Das Fragerecht haben die Fünf im Gerichtssaal dennoch.

27.10. Kachelmann-Prozess: Ex-Freundin hält an Vergewaltigung fest. Im Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann steht weiter Aussage gegen Aussage. Kachelmanns Ex-Freundin hält an ihrer Version fest, dass Kachelmann sie vergewaltigt habe. Der Moderator bestreitet die Tat.

27.10. - Im Prozess gegen Jörg Kachelmann nähert sich die ausführliche Befragung der ehemaligen Geliebten dem Ende. Am Mittwoch wurde die Vernehmung des mutmaßlichen Opfers vor dem Landgericht Mannheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Nachdem bislang vor allem das Gericht und die Staatsanwaltschaft die 37- Jährige insgesamt rund 16 Stunden lang vernommen hatten, wird heute die Verteidigung ihre Fragen stellen. Wie einer der Anwälte vor Prozessbeginn sagte, habe das Gericht die Nebenklägerin sehr ausführlich befragt. Kachelmann-Prozess: Pikante Fotos und Chat-Auszüge?

Laut Bild Zeitung will die Verteidigung Kachelmanns pikante Fotos und Auszüge von „Chats“ zwischen Kachelmann und der Ex-Freundin als Beweismaterial nutzen.( www.dnews.de)

27.10. Es war eine ungewöhnlich lange Befragung: 20 Stunden lang musste sich das mutmassliche Opfer im Fall Kachelmann den Fragen vor Gericht stellen. Da die ganze Zeit die Öffentlichkeit ausgeschlossen war, bleiben nur die Interpretationen von Anklage und Verteidigung. Vier Tage lang hatte die hagere blonde Frau unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt. Nur als sie entschlossenen Schrittes zum Zeugenstuhl lief und mit fester Stimme ihre Personalien angab, bekamen die Zuschauer einen kurzen Eindruck von ihr.(NZZonline)

27.10. Vor Beginn der eigentlichen Verhandlung stellte Kachelmann-Anwalt Birkenstock eine Anfrage ans Gericht. Es geht um pikante Fotos und schriftlichen Chatverkehr zwischen Kachelmann und dem mutmaßlichen Opfer. Die Unterlagen, erklärte Birkenstock, sprächen für „keine sehr hohe Scham“ zwischen dem Moderator und seiner Ex-Geliebten.

Birkenstock wollte nun wissen, ob er Sabine W. mit den Fotos und den Texten während der Befragung konfrontieren solle, oder die Prozessbeteiligten alles in den Akten nachsehen und lesen sollen. Das Gericht entschied, dass der schriftliche Chatverkehr nachgelesen werden soll.

Die sehr pikanten Fotos jedoch sollen den Prozessbeteiligten in Anwesenheit der Zeugin präsentiert werden.(Bild)

27.10. Dabei hatte Birkenstock zuvor noch den jungen Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge kritisiert für seinen Satz, das mutmaßliche Opfer halte sich „unter den gegebenen Umständen gut“. Dass die Staatsanwaltschaft über eine nicht öffentliche Sitzung rede, sei eine „Unverschämtheit“, sagte er – und brachte dabei das Kunststück zustande, wieder einmal eine Attacke gegen die Nebenklägerin zu reiten. „Da muss man konsequent sein“, sagte Birkenstock in Bezug auf die Verschwiegenheit, „nicht so sehr aus Respekt vor der Zeugenaussage, die sich als Lüge offenbart, sondern aus Respekt gegenüber dem Gericht“.

Deutlich unbeholfener im Umgang mit den Medien zeigte sich der Anwalt des mutmaßlichen Opfers, Thomas Franz. Er verweigert konsequent jede Auskunft, auch, nach der vernichtenden Einschätzung durch Birkenstock. Die öffentliche Wirkung scheint ihm egal. „Der Prozess wird nicht durch SMS-Abstimmung entschieden“, sagt er zu einem Berichterstatter von dpa.

27.10. In der kommenden Woche legt die Kammer eine Pause ein. Ist es wirklich so, wie Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock sagt? „Meines Erachtens hat die Vernehmung der Anzeigeerstatterin uns unserem Ziel, der Rehabilitierung des Herrn Kachelmann, sehr viel näher gebracht.“ Oder hat Staatsanwalt Lars Torben Oltrogge Recht? Er entgegnet: „Ich halte das für Wunschdenken.“ Zeit für eine Zwischenbilanz.

Die wichtigste Frage lautet: Ist das Gericht der Wahrheit näher gekommen? Schon diese Frage ist kaum zu beantworten. Denn Öffentlichkeit und Presse waren bisher von einem Großteil der Verhandlung ausgeschlossen. Die Ex-Freundinnen des Moderators, die Eltern Silvia Mays und vor allem May selbst: Sie alle wurden ohne Publikum vernommen. Journalisten müssen sich daher mit vereinzelten Hinweisen von Verteidigern oder der Staatsanwaltschaft aus dem Gerichtssaal begnügen. So soll May bei ihrer bisherigen Aussage geblieben sein und ihren Ex-Geliebten weiterhin beschuldigen, sie in der Nacht zum 9. Februar vergewaltigt zu haben. Doch wie flüssig, wie ausführlich, wie glaubwürdig hat sie berichtet? Dieses entscheidende Detail können in diesem Fall nur die Verfahrensbeteiligten bewerten. Zu ihnen gehören die Gutachter.(Stern)

27.10. war im Sender swr4 eine Sendung zu hören:(Birgit hat davon berichtet)

Gast der Leiter des weissen Ringes, der erzählte:

CSD bekommt, ausser dem Anwalt Dr. Franz und ihren Therapeuten Dr. Seidler jede erdenkliche Hilfe vom Weissen Ring!

Sie wird umfassend und dauerhaft betreut! Man ging mit ihr vorher in den Gerichtssaal, damit sie den schon kennen lernte. Auch Staatsanwalt Oltrogge wurde einbezogen!

Man lasse ihre jede Hilfe zukommen, die sie benötigt!

27.10. Aber so gut wie nichts von dem, was in den Frühlings- und Sommerwochen, während denen Kachelmann in Mannheimer U-Haft saß, an Ermittlungsergebnissen und Gutachten in den Medien ausgebreitet wurde, ist bisher im Landgericht öffentlich erörtert worden. Das Verfahren, das schon zum Boulevard-Event des Jahres ausgerufen worden war, mutiert immer mehr zum Geheimprozess.

Das Gericht unter Vorsitz von Michael Seidling schließt die Saaltüren, wann immer die Verhandlung sich Richtung intimes Terrain zu bewegen scheint. Bisher regte sich dagegen kein Widerstand von Staatsanwaltschaft, Nebenklage oder Verteidigung. Und dieses Prinzip setzt sich fort. Gestern sagte Günter Seidler, Experte auf dem Gebiet der Traumapsychologie, aus – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. (FrankfurterRundschau)

27.10. Am Nachmittag will das Gericht erörtern, wieso es im Ermittlungsverfahren Lücken in der Aussage der Frau zum Ablauf der Vergewaltigung gab. Dazu soll der Psychotraumatologe Günter Seidler als Zeuge aussagen, der auch der Therapeut von Kachelmanns Ex-Freundin ist. Seidler, Leiter der Sektion Psychotraumatologie an der Universität Heidelberg, erklärt die Erinnerungslücken mit der Todesangst des möglichen Opfers als sie mit dem Messer bedroht wurde. Andere Gutachter widersprechen dem. Der vom Gericht beauftragte Berliner Psychiater Hans-Ludwig Kröber sieht keinen wissenschaftlich belegten Zusammenhand zwischen Traumatisierung und Gedächtnislücken. Wann Kröber als Sachverständiger gehört wird, ist noch offen.(Stern)

27.10. Die Gerichtsverhandlung, die Jörg Kachelmann durchzustehen hat, kommt langsam in die heiße Phase. Schon seit vier Verhandlungstagen wird die Ex-Freundin des Wettermannes und zugleich das angebliche Opfer der Vergewaltigung durch den Casanova befragt. Die Öffentlichkeit, vor allem aber die Presse, muss draußen bleiben. Hier ist die Saaltür verriegelt, um dem Opfer die Peinlichkeit, intime Details vor einem riesigen Publikum ausplaudern zu müssen, zu ersparen. Aber auch ohne die direkte Anwesenheit der Medien dringt jeden Tag etwas in die Zeitungen und die News Seiten im Netz.( /www.un.or.at)

13.Prozesstag 28.Oktober 2010

28.10. Sie hat die Prozedur der Befragung überstanden. Sabine W. hat ihre Aussage gegen Jörg Kachelmann beendet. Dabei blieb sie bei ihrer Aussage, dass der Journalist und Moderator sie vergewaltigt haben soll. Während ihrer Befragung soll sie angespannt gewesen sein und auch immer wieder in Tränen ausgebrochen sein, doch ihr Anwalt ist mit ihrer Aussage zufrieden.

Während der Aussage wurde Sabine W. auf Video aufgenommen und das Bild wurde auf eine Leinwand übertragen. So konnte sie von insgesamt neun Gutachtern beobachtet werden, die versucht haben anhand ihrer Körpersprache und Mimik herauszufinden, ob Sabine W. die Wahrheit sagt oder ob sie lügt. Da ist es natürlich auch kein Wunder, dass das mutmaßliche Opfer bei ihrer Aussage angespannt wirkte. ( promiano.de)

28.10. Fünf dicke Leitz-Ordner wurden am 13. Prozess-Tag im Fall Kachelmann vor Gericht gebracht. Sie enthalten Dinge, die eigentlich niemals für die Öffentlichkeit bestimmt waren, intime Gedanken, Wünsche, Sehnsüchte, Chat-Gespräche, die Medienmann Jörg Kachelmann (52) während seiner Bezeihung mit seinem späteren, mutmaßlichen Opfer führte, und wohl auch sehr intime Fotos.

Richter Michael Seidling entschied, die Ordner würden „in nichtöffentlicher Sitzung in Augenschein genommen“.

Die Ordner wurden daher am gestrigen Prozesstag an alle Prozessbeteiligten verteilt.

Dr. Reinhard Birkenstock, Anwalt des Wettermoderators zeigte sich äußerst zuversichtlich: „Ich überlege, ob ich der Zeugin Fotos aus dem Chatverkehr in der Vernehmung vorhalten soll, Fotos, die nicht für eine hohe Hürde der Scham zwischen den beiden sprechen.“(netplosiv.org)

Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann

Datum:  28.10.2010

Kurzbeschreibung:

Weiterer Ablauf der Hauptverhandlung im November
An den beiden Hauptverhandlungstagen im November 2010 (08. und 10.11.) ist die Vernehmung von insgesamt fünf Zeugen (keine Polizisten) beabsichtigt.
Montag, 08. November 2010
09.00 Uhr: sonstiger Zeuge
13.00 Uhr: sonstiger Zeuge
Mittwoch, 10. November 2010

09.00 Uhr: sonstiger Zeuge
11.00 Uhr: sonstiger Zeuge
14.00 Uhr: sonstiger Zeuge

28.10.Alice Schwarzer schreibt Buch über ihren Ex-Tanzpartner Jörg Kachelmann.Die Feministin meint, der Moderator geniesse zu viel Sympathie. Ihr Buch kann man bereits vorbestellen.(Tagesanzeiger)

28.10. Am Nachmittag hörte das Gericht den Heidelberger Traumatologen Günter Seidler, der Claudia D. seit März, kurz nach der Verhaftung von Kachelmann, behandelt. Er sollte sich dazu äußern, ob eine Traumatisierung zu Gedächtnislücken im Bezug auf die Vergewaltigung geführt haben könnte. Die These, dass Todesangst solche Lücken beschert, ist umstritten.

Was Seidler dazu meinte, wird die Öffentlichkeit aber nie erfahren, sie wurde erneut für die Aussage ausgeschlossen. Anwalt Birkenstock wehrte sich zwar nicht dagegen, nutzte die Gelegenheit aber für eines seiner berühmten Statements, die so viel zwischen den Zeilen sagen: Er sei „sehr erstaunt“, dass Professor Seidler einen Ausschluss der Öffentlichkeit wünsche, obwohl er mit Alice Schwarzer ein „publizistisches Projekt über Gewalt“ plane. Das finde „dann ja auch nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt“. Da es aber nicht um Diffamierung von Claudia D. oder ihres Therapeuten gehe, sondern ausschließlich darum, „die Lüge und Unwahrheit zu entlarven“, widersetze er sich dem Antrag nicht.(Welt)

28.10. Jörg Kachelmann geht es nach Angaben seines Anwalts nicht gut. Anwalt Birkenstock: „Herr Kachelmann leidet sehr darunter, dass sein ganzes Privatleben ausgebreitet wird. Angeklagt sein ist nicht schön – auch wenn man von mir verteidigt wird…“

Erst am 8. November geht der Prozess weiter. Bis dahin sollen die Schöffen alle intimen Chat-Protokolle gelesen haben.(netplosiv.de)

29.10. Mal wieder die Mitleidsmasche, die Kachelmann anscheinend bei vielen Frauen mit Erfolg ritt? Oder war diesmal etwas dran? Kann die mutmaßliche Vergewaltigung der Höhepunkt einer Krise gewesen sein – beziehungsweise könnte eine solche Tat ihn überhaupt erst in die Krise gestürzt haben?

Da Kachelmann selber weiterhin entschlossen scheint zu schweigen, wird dem Gericht und auch Gutachter Prof. Hartmut Pleines nichts anderes übrig bleiben, als sich auf Kachelmanns stumme Mimik, die Aussagen anderer zu stützen. Pleines ist der Psychiater, der ihn während des Prozesses beobachten und begutachten soll.

Ein Angeklagter hat das Recht zu schweigen – jedoch nicht die Pflicht. Am 8. November geht es weiter. (Alice Schwarzer-Kachelmann und die Mitleidsmasche – Nr. 11)

November 2010

3.11. Jörg Kachelmann hat seine BildschirmKarriere beendet. Nicht freiwillig, sondern gezwungen, wie der 52-Jährige meint. Staatsanwaltschaft und Medien hätten angebliche Details seines Privatlebens in die Öffentlichkeit gezerrt und ihm eine weitere Fernsehlaufbahn damit kaputt gemacht, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Das Kapitel Fernsehen ist dadurch für mich beendet worden.“ Der Wetter-Experte, der vor Gericht bestreitet, seine damalige Geliebte vergewaltigt zu haben, wolle in Zukunft hinter die Kamera wechseln und nur noch als Redakteur bei seinem Unternehmen Meteomedia AG arbeiten. Die Firma, die für das Erste und weitere Sender Vorhersagen macht, hatte er 1990 gegründet. (Tagesspiegel)

3.11. Jörg Kachelmann sieht sich gezwungen, seine Karriere als Wetter-Moderator zu beenden. Staatsanwaltschaft und Medien hätten sein angebliches Privatleben in die Öffentlichkeit gezerrt und ihm eine weitere TV-Fernsehlaufbahn damit kaputt gemacht, wie er der „Bild“-Zeitung sagte. Kachelmann: „Das Kapitel Fernsehen ist dadurch für mich beendet worden. Nachdem Staatsanwaltschaft und Medien mein angebliches Privatleben gewaltsam öffentlich gemacht haben, wärs mit dem Blumenkohlwolken-Onkel wohl schwierig.“

Auch für sein künftiges Privatleben hat sich Kachelmann einiges vorgenommen: „Ich war nicht immer treu, offen und ehrlich mit meinen Partnerinnen… Wenn ich in Zukunft eine Beziehung führe, werde ich monogam leben.“ Wo er später wohnen werde, wisse er noch nicht. „Vielleicht werde ich erst mal mit meiner Mutter zusammenwohnen“, sagte er der Zeitung. Am 21. Dezember soll im Kachelmann-Prozess das Urteil gesprochen werden. (Stern)

3.11. Kachelmann nie mehr im TV. Er war einer der beliebtesten und bekanntesten Fernsehmoderatoren Deutschlands, aber einen Weg zurück ins Geschäft sieht er nicht mehr: Jörg Kachelmann. Für die Zukunft gelobt der ehemalige Wettermann Treue: „Ich werde monogam leben“, sagt er. Wo das sein wird, weiß er noch nicht.(banken-undversicherung.at)

3.11. Keine Änderungen bei ARD-Wetter nach Kachelmanns TV-Aus. Nach dem angekündigten TV-Aus von Jörg Kachelmann wird das Wetter im Ersten und den Dritten Programmen vorläufig weiter von einem Trio präsentiert. „Die Verträge für die Wettersendungen laufen mit der Meteomedia AG, nicht mit Herrn Kachelmann“, sagte Claudia Scheibel, Sprecherin der zuständigen WDR Mediagroup. Bis Kachelmanns Unternehmen Gespräche mit der ARD aufnehme, gelte die seit März gültige Regelung mit Claudia Kleinert, Sven Plöger und Alexander Lehmann. Scheibel sagte, vor dem Ende des Prozesses gegen Kachelmann seien keine Gespräche zu erwarten.

Auch Urs Knapp, Mitgesellschafter der für Meteomedias Pressearbeit zuständigen Beratungsfirma Farner Consulting, bestätigte der Agentur die Regelung. Diese sei „erfolgreich und wird weitergeführt (Hamburger Abendblatt)

4.11. Die Kachelmänner. Das Grundsätzliche ist bekannt: Der Wetteransager der ARD, Jörg Kachelmann, ist in Mannheim der Vergewaltigung angeklagt. Über seine Schuld oder Unschuld im juristischen Sinne hat das Gericht zu befinden. Schuldig ist Kachelmann aber allemal: des Missbrauchs von Gefühlen, der Zerstörung von Lebensentwürfen und möglicherweise ganzer Menschen.

Er hat gleichzeitig mehreren Frauen vorgegaukelt, jeweils die Einzige in seinem Leben zu sein, die auserwählte künftige Ehefrau und Mutter seiner Kinder. Nun finden das gewisse Männer auch noch toll. In diversen Internetforen wie zum Beispiel wgvdl.com („Wie viel Gleichberechtigung verträgt das Land?“) wird Kachelmann abwechslungsweise als Held und Märtyrer gefeiert. Böse ist nur die betrogene und in jedem Falle malträtierte Frau, der unterstellt wird, Kachelmann in eine Falle zu locken, sich zu rächen, ihn abzocken zu wollen. Er hingegen wird bewundert ob seiner vielen Geliebten, seiner Potenz und seiner Fähigkeit, den Frauen etwas vorzumachen. (Welt. Gastkommentar Hollstein)

5.11. Ein Urteil im Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann wird zwar erst für den 21. Dezember erwartet, aber eigentlich ist es längst gesprochen. Kachelmann wird bis ans Ende seiner Tage der Mann bleiben, der die Radiomoderatorin Sabine W. mit Gewalt zum Sex gezwungen haben soll – ob er nun schuldig ist oder nicht. Dieser Makel wird haften bleiben, sein Leben bestimmen.

Am Mittwoch erklärte Kachelmann via Bild (wohl als Dankeschön für die durchweg faire Berichterstattung – hüstel) seine Fernsehkarriere für beendet: „Ich werde nach all dem keine Wettersendungen mehr moderieren können. Nachdem Staatsanwaltschaft und Medien mein angebliches Privatleben gewaltsam öffentlich gemacht haben, wärs mit dem Blumenkohlwolken-Onkel wohl schwierig. Das Kapitel Fernsehen ist dadurch für mich beendet worden. Welche „Medien“ er wohl meint? Bild jedenfalls fühlt sich nicht angesprochen. (KOLUMNE VON DAVID DENK – http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/wird-er-jemals-wieder-gluecklich/)

14. Prozesstag  8.November 2010

8.11. Der Prozess gegen Jörg Kachelmann wird vermutlich noch bis kommendes Jahr dauern. Dies sagte einer der Verteidiger im Mannheimer Landgericht. Am Montag wurde nach anderthalb Wochen Prozesspause eine weitere Ex-Geliebte des Fernsehmoderators vernommen. Am Montag wurde eine 29-Jährige Försterin vernommen. Eine auffällige, hübsche Frau, die selbstbewusst vor Gericht auftritt – mit ihrem Anwalt kommt sie in den Gerichtssaal, wirft ein nicht unsympathisches, leicht spöttisches Lächeln in die Runde, setzt sich auf den Zeugenstuhl.

Eine Frau, die den Auftritt nicht scheut – die sich in öffentlichen Aktionen für Umweltprojekte einsetzt, sich schon als Schauspielerin versucht hat und es mit einem etwas skurrilen Hobby zu ein paar Fernseh- und Bühnenauftritten gebracht hat. Sie soll über ihre Beziehung zu Kachelmann aussagen; wie bei der Vernehmung der anderen Ex-Freundinnen soll das dem Gericht dabei helfen, sich ein Bild von der Persönlichkeit des Angeklagten zu machen. Außerdem soll sie am Tag nach der mutmaßlichen Tat mit Kachelmann telefoniert haben – möglicherweise war sie die letzte, die vor seinem Abflug nach Kanada mit ihm sprach. (Focus)

8.11. - Mit der Vernehmung einer ehemaligen Geliebten ist am Montag nach anderthalb Wochen Pause der Prozess gegen Jörg Kachelmann vor dem Landgericht Mannheim fortgesetzt worden. Die 29 Jahre alte Försterin soll über ihre Beziehung zu dem Fernsehmoderator und Wetterexperten aussagen.(Abendblatt)

8.11. Kachelmanns Verteidiger Klaus Schroth war darüber mehr als erbost. Eine „Unverschämtheit und Missachtung des Gerichts“ nannte er dies. Allerdings ließ dass Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge so nicht „stehen“ – denn immerhin wäre auch vonseiten des Angeklagten versucht wurden, die Presse für seine Zwecke zu nutzen. Diesbezüglich sei es ebenso der Zeugin selbst überlassen, ob und mit welcher Illustrierten sie Verträge aushandelt bzw. abschließt. (Deutschlandmachtschlagzeilen)

8.11. Der Prozess gegen Medienmann Jörg Kachelmann wird heute fortgesetzt. Es ist der 14. Prozesstag im Vergewaltigungs-Verfahren gegen den 52-jährigen, der eine langjährige Lebensgefährtin zum Geschlechtsverkehr gezwungen und mit dem Tod bedroht haben soll.

Heute werden zwei weitere Geliebte des Ex-Wetter-Moderators in den Zeugenstand treten. (netplosiv)

8.11. Eine ehemalige Geliebte des Ex-Wettermoderators Jörg Kachelmann will nach ihrem Zeugenauftritt vor Gericht offenbar ihre Geschichte an eine Illustrierte exklusiv verkaufen. Das teilte Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock nach dem 14. Verhandlungstag am Landgericht Mannheim mit. Der Vertrag zwischen der Frau und der Illustrierten liege dem Gericht vor, sagte Birkenstock.

Die Ex-Geliebte hatte den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragt. Diesem Antrag war auch stattgegeben worden. Nach Auffassung Birkenstocks bestehe der Verdacht, dass sie die Öffentlichkeit ausschließen wollte, um ihre Geschichte exklusiv verkaufen zu können. Ob sie allerdings ihr Intimleben in der Illustrierten ausbreiten wird, sei offen. Der Anwalt meinte, das Gericht müsse das Verhalten der Zeugin nun bei der Beweiswürdigung berücksichtigen.

Die 29-Jährige Försterin aus Norddeutschland soll am Morgen nach der mutmaßlichen Vergewaltigung mit dem Angeklagten telefoniert und ihn bei diesem Gespräch als gestresst beschrieben haben. Diese Aussage machte sie bereits im Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft. In der Verhandlung soll auch eine Freundin der Försterin gehört werden, mit der sie über das angeblich auffällige Telefongespräch mit Kachelmann gesprochen hatte. (http://www.news.de/)

8.11. Heute wird vor dem Landgericht eine frühere Lebensgefährtin des Wettermoderators befragt. Im Wesentlichen erhoffe man sich einen Aufschluss über “sexuelle Gewohnheiten” des Angeklagten zu erlangen, so das Gericht.Neben der heute zu vernehmenden ehemaligen Partnerin Kachelmanns ist eine weitere Zeugin vorgeladen, deren offizielle Aussage ebenfalls noch am heutigen Montag erwartet wird.

Bei ihr handelt es sich um eine weitere Ex-Freundin Jörg Kachelmanns.Auch wenn es diesbezüglich noch keine Informationen gibt, so ist es durchaus wahrscheinlich, dass in diesem Fall weiterhin Eigenheiten von Kachelmanns Sexualleben eine Rolle spielen. ( www.spreadnews.de)

8.11. Jörg Kachelmann wird sich über die neue Ausgabe der Illustrierten „Bunte“ nicht freuen. Nicht, weil eine neue Frau neue Details aus dem Privatleben des TV-Moderators erzählt. Sondern weil diese neue Frau, Catharina T., Kachelmann möglicherweise schwer belastet.

Sie berichtete der Illustrierten von einem Telefongespräch zwischen ihr und dem Moderator – ein Gespräch, das nur einen Tag nach der mutmaßlichen Vergewaltigung, also am 9. Februar stattgefunden haben soll. „Die Vergewaltigung soll in der Nacht des 8. Februar passiert sein. Jörg hatte mich am 9. Februar vormittags abgerufen. Er wirkte völlig aufgelöst. Als sei etwas Schlimmes passiert“, zitiert „Bunte“ die 30-Jährige. Sie, der er wie vielen Anderen vorgemacht hatte, die Einzige zu sein, schickte ihm nach dem Gespräch eine besorgte SMS: „Was ist los mit Dir? Was ist passiert?“, fragte sie, und bekam die Antwort: „Mir geht es nicht gut. Aber ich wollte mein Versprechen halten, mich noch mal zu melden.“ (Welt)

9.11. Was weiss das Luftgitarren-Girl? Katharina T.* (29) tauchte gestern am Prozess gegen Jörg Kachelmann im schwarzen Röckchen, schwarzen Hemd und Stiefeletten auf. Sie hat Umweltwissenschaften studiert, reist gerne um die Welt – und hat eine wilde Seite.

Vor fünf Jahren wurde die nette Brünette deutsche Meisterin im Luftgitarrenspielen. Intelligent, attraktiv und wild – offenbar ganz nach dem Geschmack von Jörg Kachelmann. Katharina T. wurde eine der Geliebten des Schweizer Wettermoderatos. Gestern sagte sie am 14. Prozesstag aus. Über ihre Zeit mit Kachelmann und über ein Telefonat, das sie mit ihm geführt hatte.

Katharina T. zufolge hatte Kachelmann sie am 9. Februar angerufen – einen Tag nach der angeblichen Vergewaltigung von Kachelmanns Ex-Freundin Petra S. «Seine Stimme klang komplett aufgelöst. So habe ich ihn noch nie erlebt. Ich habe gedacht, dass etwas Schlimmes mit seinen Kindern passiert sein müsste», sagte Katharina T. gestern laut «Bild» dem Gericht.

Für Aufregung vor allem bei den Kachelmann-Anwälten sorgte dann aber die Ansage des Anwalts von Katharina T. Er kündigte an, dass Katharina T. ihre Erlebnisse mit Kachelmann veröffentlichen wolle. Und dass sie ihre Geschichte bereits einer Illustrierten verkauft haben soll. Inklusive aller brisanten Details. (Blick)

9.11. Eine ehemalige Geliebte des Ex-Wettermoderators Jörg Kachelmann will nach ihrem Zeugenauftritt am Montag vor Gericht offenbar ihre Geschichte an eine Illustrierte exklusiv verkaufen. Das teilte Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock nach dem 14. Verhandlungstag am Landgericht Mannheim mit.

Der Vertrag zwischen der Frau und der Illustrierten liege dem Gericht vor, sagte Birkenstock. Die Ex-Geliebte hatte den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragt. Diesem Antrag war auch stattgegeben worden. Ob sie allerdings ihr Intimleben in der Illustrierten ausbreiten wird, sei offen. Der Anwalt meinte, das Gericht müsse das Verhalten der Zeugin nun bei der Beweiswürdigung berücksichtigen.

Nach Auffassung Birkenstocks bestehe der Verdacht, dass sie die Öffentlichkeit ausschließen wollte, um ihre Geschichte exklusiv verkaufen zu können. Ob sie allerdings ihr Intimleben in der Illustrierten ausbreiten wird, sei offen. Der Anwalt meinte, das Gericht müsse das Verhalten der Zeugin nun bei der Beweiswürdigung berücksichtigen. (Morgenpost)

15. Prozesstag 10.November 2010

10.11. Zur Entlastung Kachelmanns präsentierte der Kölner Strafverteidiger zum Sitzungsende zudem noch eine neue Akte: gefüllt mit Mails, die der Wettermann just direkt nach der angeblichen Vergewaltigung an diverse Leute geschickt hatte. Kachelmann hatte angegeben, die Wohnung der Nebenklägerin gegen ein Uhr nachts verlassen zu haben, nachdem sich die beiden auf eine endgültige Trennung geeinigt hatten. Einer Hotelangestellten zufolge soll er gegen halb vier Uhr morgens in einem „Holiday Inn“ nahe dem Flughafen eingecheckt haben, am Nachmittag dieses Tages wollte er nach Vancouver zu den Olympischen Spielen abfliegen. Den von Birkenstock vorgelegten Dokumenten zufolge hatte Kachelmann zwischen 2.50 Uhr und 3.29 Uhr diverse elektronische Briefe losgeschickt, womöglich mit dem Blackberry. Darin ging es um durchweg alltägliche und ganz unterschiedliche Dinge wie Wetterstationen, Temperaturdaten, eine noch nicht bezahlte Rechnung oder die Planung eines Treffens mit seinen beiden Söhnen, die bei seiner Ex-Frau in Kanada leben.(Berliner Morgenpost)

10.11. Ein Interview, das der Wettermann nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft gab, muss sie so empört haben, dass sie sich erst dann bei der Mannheimer Staatsanwaltschaft meldete: Sie habe mit Kachelmann am Morgen nach der mutmaßlichen Vergewaltigung telefoniert, und er habe so gestresst und aufgelöst gewirkt wie nie zuvor, berichtete sie Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge am 12. August – also fast fünf Monate nach der Verhaftung. Was genau die Frau, eine Umweltaktivistin und ehemalige Deutsche Meisterin im Luftgitarrenspiel, am Montag vor Gericht ausgesagt hat, ist nicht bekannt. Denn die Vernehmung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Doch ihre Freundin musste sich vor versammeltem Publikum den Fragen stellen. Ziemlich wirr schilderte die Studentin dabei ihre Erinnerung an die Wahrnehmung, Kachelmann solle „total bedrückt und fahrig“ bei dem kurzen Telefonat geklungen haben. Einen konkreten Hinweis allerdings, worauf dieser Eindruck fußte, konnte sie nicht liefern. (Welt)

10.11. Für Geliebte war klar, dass bei Kachelmann irgendwann «die Bombe hochgeht» Noch vor der Mittagspause begann das Mannheimer Gericht mit der Vernehmung von Zeugen aus dem beruflichen Umfeld des Wettermoderators. In den Zeugenstand trat ein Redakteur des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), der mit Kachelmann zusammgearbeitet hatte. Dabei kam auch ein E-Mail zur Sprache, das der Schweizer TV-Mann am 10. Februar 2010 an die Programmdirektion des MDR gesendet hatte. Er wolle nicht als «Deisler reloaded» oder Heulsuse der Nation oder Schlimmeres enden. Deshalb wolle er künftig nur noch das Wetter, aber keine Talksendungen mehr moderieren, liess Kachelmann die Chefetage des MDR wissen.(DerBund)

10.11. Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge kritisierte die Pressearbeit der Verteidigung. Ein „medialer Berater“ Kachelmanns habe ihn vor der Anklageerhebung kontaktiert und damit gedroht, dass die Verteidigung im Falle einer Anklage gezwungen sei, an die Presse zu gehen. Dabei könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass einiges „auf dem Rücken der Nebenklägerin“ ausgetragen werde. Das Verhalten der Försterin konnte Staatsanwalt Oltrogge bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen. Die Entscheidung, ihre Geschichte in einem Magazin öffentlich zu machen, sei womöglich ihre Form der Verarbeitung. (Berliner Morgenpost)

10.11. Wie die Gynäkologin der Heidelberger Frauenklinik sagte, habe die Patientin am Morgen nach der mutmaßlichen Tat beginnende Hämatome an beiden Oberschenkeln gehabt. Ähnliche Verletzungen, so berichtete die Ärztin, habe sie auch schon bei einem anderen Vergewaltigungsopfer gesehen.

Außerdem sei eine Verletzung am Hals – „vergleichbar mit einer Kratzspur“ – erkennbar gewesen. Die Patientin sei „sehr ruhig und gefasst gewesen“. Sie habe weder den Namen des mutmaßlichen Täters noch Genaueres zum möglichen Tathergang berichtet. Die Patientin habe lediglich gesagt, dass es am Abend Streit mit ihrem Freund gegeben habe und er sie gegen 2.00 Uhr vergewaltigt und mit einem Messer bedroht habe. Bei den Untersuchungen des Unterleibs seien ihr keine Verletzungen aufgefallen, sagte die Ärztin vor dem Mannheimer Landgericht(Hannoversche Allgemeine).

10.11. Die Aussage der Gynäkologin wirft vor allem allgemein die Frage auf: Warum hatte das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer keine nennenswert feststellbaren Unterleibsverletzungen? Es ist nicht ungewöhnlich, dass Vergewaltigungsopfer keine inneren Verletzungen aufweisen. Der Tathergang an sich bzw. die Vorgehensweise des Täters, ist in diesem Zusammenhang immer in Betracht zu ziehen.

Nun gilt es für die zahlreichen Gerichtsmediziner, die an diesem Fall beteiligt sind, herauszufinden, ob tatsächlich eine Vergewaltigung vorliegt. Diese müssen die offensichtlichen Verletzungen des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers richtig deuten und vor allem sachkundig erläutern können.(Deutschlandmachtschlagzeilen)

10.11. Als letzter Zeuge des Tages trat ein Redakteur des Mitteldeutschen Rundfunks auf, der mit dem Schweizer über eine Fortsetzung der vor anderthalb Jahren aus dem Programm verschwundenen Talkshow „Kachelmann Spätausgabe“ verhandeln wollte. Es sei ein Termin für Ende März vereinbart gewesen, sagte der 41-Jährige. Doch dann hatte Kachelmann am 10.Februar eine Mail an den Sender geschickt und eine weitere Arbeit abgelehnt. Weitere Talkshows seien „auf ärztlichen Rat“ nicht machbar, schrieb Kachelmann und entschuldigte sich dafür, dass sich seine Psyche „nicht als stabil“ erwiesen habe. Er wolle nicht als „Deisler reloaded“ enden oder als „Heulsuse der Nation“. (Berliner Morgenpost)

10.11. Jörg Kachelmann, sagt der Zeuge vor Gericht, habe sich selbst öfter mal als „Klugschweizer“ bezeichnet. Jörg Kachelmann, so der Zeuge weiter, sei als Moderator eine „Rampensau“. Jörg Kachelmann grinst, sein Verteidiger grinst, selbst die Richter und die Staatsanwälte können sich eines leichten Schmunzelns nicht erwehren. Heitere Stimmung herrscht im Gerichtsaal in Mannheim, als ein Ex-Kollege des Wettermoderators über den Menschen Jörg Kachelmann und dessen „sehr spezielle“ Art plaudert. Für wenige Augenblicke ist an diesem Mittag nichts mehr von der angespannten Stimmung der vorangegangen Stunden zu spüren. Eine willkommene Verschnaufpause für alle Verfahrensbeteiligten, hatte es am Vormittag des 15. Verhandlungstages im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann doch einige brisante Momente gegeben(Stern)

10.11. Tollhaus Kachelmann-Prozess: Ein Redakteur der Deutschen Presse-Agentur ist vor dem Landgericht Mannheim vorübergehend festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn, die Kammer abgehört zu haben – dpa weist den Vorwurf entschieden zurück und beklagt den Eingriff in die Pressefreiheit. (Spiegel)

10.11. Birgit M. zum Prozesstag: Als nächstes betrat die Freundin der am 14. Verhandlungstag befragten Frau Katharina T. mit ihrem Anwalt den Saal. Es handelte sich um die Studentin der Theaterwissenschaften Xenia R. Sie gab an Frau Katharina T. seit 20 Jahren zu kennen.

Sie wisse dass Frau T. JK seit Ende 2006 kenne und bis Anfang 2010 mit ihm befreundet war.
Es sei aber ein schwieriges Verhältnis gewesen weil sie sich immer nur ab und an sahen.
Lediglich in der Zeit von Frühjahr 2009 bis zum Sommer 2009 habe sie sich als in einer richtigen Beziehung mit ihm geführt.
Am Mittag des 09.02.2010 habe die Freundin sie angerufen und von einem Anruf JK mit ihr berichtet. Er habe komisch geklungen, verwirrt, rede sonst anders. Es soll ein kurzes Gespräch gewesen sein wobei er leise gesprochen habe. Das Gespräch… sei ohne großen Inhalt gewesen. Sie sei besorgt gewesen ob da etwas passiert sei und wolle das mit ihrer Freundin besprechen.

Auch nachdem die beiden Ende Januar beschlossen hatten ihre nicht richtig geführte Beziehung zu beenden sei Frau T. JK nicht gleichgültig gewesen. Es bestand auch weiter email und vielleicht auch sms Kontakt. Zum genauen Inhalt des Gesprächs zwischen JK und der Freundin konnte sich Frau R. nicht erinnern. Sie sagte „Einzelheiten zum Wortlaut wisse sie nicht“. Sie habe nur geschildert er sei komisch, bedrückt und fahrig gewesen. Sie habe ihm gesagt er wolle doch nach Kanada und habe ihn gefragt wo er jetzt sei. Noch nie sei er so leise und bedrückt gewesen. Sie habe gedacht es müsse etwas passiert sein.

Der Kommentar von Herrn Schroth war treffen er sagte; „Ich bin wohl der dienstälteste Prozessbeteiligte hier, 40 Jahre und habe das was ich hier erlebe noch nirgendwo erlebt“.
Nach englischem Recht wäre eine Zeugin die vorher einen Vertrag mit der Presse schließt sofort vom Verfahren ausgeschlossen. (Blog Teil 32)

11.11. Ein Chor gegen Kachelmann. Am Montag spät gab ein ungewohnt zusammengesetztes Chörchen in der Nähe von Mannheim ein Geburtstagsständchen. Für eine Zeugin im Prozess gegen Jörg Kachelmann sangen ein Anwalt, eine Reporterin der Illustrierten «Bunte» sowie eine Freundin des Geburtstagskinds. Diese Freundin war jene Försterin, die den Wettermoderator bis Anfang Jahr geliebt, ihn aber zum Wochenauftakt im Zeugenstand schwer belastet hatte. Während der Vernehmung der inzwischen 29-Jährigen erfuhren die Prozessbeobachter, dass man sich am Montag nicht allein versammelt hatte, um die angehende Theaterpädagogin zu feiern. Es ging auch um einen publizistischen Deal. 8500 Euro erhält die Ex-Geliebte, wenn sie ihre Erinnerungen an Kachelmann in der Zeitschrift ausbreitet. Das alles wäre Nebensache, wenn es keinen Einfluss auf das Vergewaltigungsverfahren hätte. Doch es hat. Erst kurz vor ihrer Aussage soll die Försterin von der Idee abgekommen sein, als Erste von nun mittlerweile sieben (Ex)-Partnerinnen im Zeugenstand nicht den Ausschluss der Öffentlichkeit zu verlangen. Ob dem Vorhaben letztlich die Exklusivitätsgarantie an die «Bunte» entgegenstand? (Tagesanzeiger)

10.11. Katharina T. könnte man als Zeugin der Anklage bezeichnen. Doch hat die Frau, die vor fünf Jahren deutsche Meisterin im Luftgitarrespielen war, einfach nur die Seiten gewechselt? Verteidiger Reinhard Birkenstock zitierte aus einer Mail von T. an seine Kanzlei, in der T. an Kachelmann schrieb: „I stand by you.“ Im August meldete sie sich dann bei der Mannheimer Staatsanwaltschaft, weil ihr die Bedeutung ihres Telefonats am 9. Februar mit Kachelmann offenbar erst jetzt bewusst geworden war. Man durfte von Birkenstock aber auch erfahren, dass T. – jetzt offenbar bereits zur Kachelmann-Opposition gewechselt – ihrem Ex-Freund zum Geburtstag ein Kondom und Intimwaschlotion in die U-Haft geschickt hatte. Eine „intensive Geschmacklosigkeit“ nannte Birkenstock das. (Frankfurter Rundschau)

11.11. Am gestrigen 15. Prozesstag wurden auch erste Details aus der geheimen 40-stündigen Befragung des mutmasslichen Opfers bekannt.  Ein Richter fragte die Frau, wie es denn für einen Täter möglich sei, einen Tampon zu entfernen, wenn sich eine Frau dagegen wehre. Offenbar provoziert fragte sie zurück: «Sprechen Sie da aus Erfahrung?» Der Tampon spielt in der Beweisaufnahme eine zentrale Rolle. Am Faden stellten Gerichtsmediziner DNA-Spuren des Angeklagten fest. Kachelmann hatte in seiner einzigen Einvernahme behauptet, keinen Tampon angefasst zu haben. Nach Vorlage der DNA-Ergebnisse korrigierte er sich und sagte, er könne eine Berührung nicht ausschliessen. (BaZonline)

11.10. Kachelmann weg vom Wetter-Karton.  Ein Schweizer Thermometer-Hersteller warb bislang mit Jörg Kachelmann (52). Jetzt gibt´s neue Verpackungen ohne ihn. Kunden hatten sich zuvor beschwert.

Verkaufs-Chef Eckhard Markau (40) zu BILD: „Es gab einige Beschwerden, weil wir trotz des Verfahrens gegen Jörg Kachelmann weiter mit seinem Konterfei warben. Um Missverständnissen vorzubeugen, haben wir entschieden, unser Produkt mit neuen Verpackungen in den Handel zu bringen.” Auf dem Karton ist aber weiterhin groß die Internet-Adresse von Kachelmanns Wetter-Firma aufgedruckt. (Bild)

12.11. Mannheim – Seit mehr als einem Monat steht Jörg Kachelmann vor Gericht. Im Gegensatz zu den Tagen, die seiner Verhaftung folgten, dringt fast nichts mehr an die Öffentlichkeit. Die Zeugen – und vor allem die Zeuginnen: diverse frühere Geliebte des Fernsehmoderators – werden hinter geschlossenen Türen befragt. Der Prozess entwickelt sich zur Geheimsache!
Mit Spannung wurde die Aussage einer Ex-Geliebten als Zeugin erwartet. Doch wie auch schon an den vergangenen Verhandlungstagen wurde die Öffentlichkeit zum Schutz des Intimlebens der 33-Jährigen aus Hamburg vom Prozessgeschehen ausgeschlossen.
Doch die Frau hatte bereits vor Beginn des Prozesses in der Illustrierten „Bunte“ ausführlich über ihre Beziehung zu Kachelmann berichtet. (radio-starfighter)

Eine Kuriose Rechnung erhielt Jörg Kachelmann von seiner Ex-Freundin Katharina Tomaschek. Die Frau, die drei Jahre mit Kachelmann zusammen war, stellt dem Wettermoderator ihre jetzt einiges in Rechnung. Darunter Geschenke, Telefonkosten und Obst. 3729,40 Euro soll Kachelmann an seine Ex zahlen. Natürlich alles ohne Mehrwertsteuer, die gibt man bei Schwarzarbeit ja nicht mit an.

Bis zur Verhaftung des Moderators waren die beiden ein Paar und Katharina T. Wusste nichts von den anderen Frauen. Anfangs ließ sie ihn noch wissen, das sie zu ihm stehe. Als bekannt wurde, das Kachelmann nicht allzu viel von Monogamie hält, änderte sich ihre Einstellung ihm gegenüber natürlich.

Der Hass auf ihren Ex-Freund muss enorm sein. Zum Geburtstag schickte sie ihm Kondome und Gleitgel ins Gefängnis, dann folgte eine saftige Rechnung über verschiedene Ausgaben aus der Beziehung der beiden. Selbst ein Geschenk will sie bezahlt haben. Ein Specksteinschiff, das sie selber für ihren liebsten gebastelt hatte, stellt sie mit 2340 Euro in Rechnung. Fahrtkosten, zu gemeinsamen Treffen, Hotelkosten und sogar über hundert Euro für ihre 530 Liebes-SMS will sie haben. Andere Telefonkosten werden mit 50 Euro veranschlagt.

Beendet wird die Auflistung der Kosten mit 6 Pfirsichen für 12 Euro. Da sollte man vielleicht mal den Supermarkt wechseln. Zwei Gläser Honig für 10 Euro sind da auch nicht gerade ein Angebot.

Das Jörg Kachelmann diese Rechnung nicht zahlen wird, dürfte jedem Klar sein. Sein Anwalt R. Birkenstock nennt das eine zynische Verachtung seines Mandanten. Immerhin hat Frau Tomaschek ihre Geschichte samt Fotos einer Illustrierten verkauft. Warum eine so befangene Frau vor Gericht als Zeugin zugelassen ist und als Glaubwürdig gilt, ist fraglich. Birkenstock geht mittlerweile davon aus, dass der Prozess nicht wie angenommen im Dezember, sondern erst Anfang 2011 enden wird.(http://www.newsbo.de/2010/11/12/joerg-kachelmann-erhaelt-rechnung-ueber-leistungen-seiner-ex-freundin/)

12.11. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat ein Verfahren gegen den dpa-Korrespondenten eingeleitet, der versucht haben soll, die Richter der 5. Großen Strafkammer abzuhören. Oberstaatsanwalt Jochen Seiler sagte gestern unserer Zeitung, es würde wegen “Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes” ermittelt. “Wir überprüfen, was auf dem beschlagnahmten Aufnahmegerät zu hören ist”, erläuterte Seiler. “Allerdings ist schon der Versuch des illegalen Abhörens strafbar.” Das Strafmaß beläuft sich bei einer Verurteilung auf bis zu drei Jahre Haft – oder eine Geldstrafe. Der Redakteur und sein Arbeitgeber, die Deutsche Pressagentur, bestreiten den Abhörversuch entschieden – der Journalist habe vielmehr einen Radiobeitrag in ein Aufnahmegerät gesprochen.(Mannheimer Morgen)

12.11.Ein Journalist, der seit Monaten für die Deutsche Presse-Agentur über den Vergewaltigungsprozess gegen TV-Moderator Jörg Kachelmann berichtet, war am Mittwoch vorläufig festgenommen worden. Nach gut zwei Stunden kam er wieder frei. Nun hat die Staatsanwaltschaft den Abhörverdacht fallengelassen. Es gebe keinen Anlass, weiter gegen den Journalisten zu ermitteln, sagte der Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. „Das Ermittlungsverfahren wird eingestellt.“

Die Deutsche Presse-Agentur sieht sich damit in ihrem scharfen Protest gegen die Ermittlungen der Justiz in vollem Umfang bestätigt. „Das Vorgehen war völlig unverständlich und unbegründet“, sagte dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner.(Spiegel)

14.11. Der Prozess gegen Jörg Kachelmann ist für gut zwei Wochen unterbrochen worden. Diese Zeit will der Schweizer sinnvoll nutzen. Deshalb ist er am Freitag nach British Columbia geflogen, wie die «Sonntagszeitung» berichtet. In Kanada will er seine beiden Söhne besuchen. Zwar wurde in der Verhandlung bekannt, dass er nicht der natürliche Vater der sechs und zehn Jahre alten Kinder ist, trotzdem wolle er so viel Zeit wie möglich mit ihnen verbringen.Ist er auf Wiedergutmachung aus? Vor Gericht gab ein Zeuge an, dass Kachelmann während den Olympischen Spielen in Vancouver die beiden Knaben als seinen «Kuckucks-Kinder» bezeichnet habe. Das quittierte der Schweizer nur mit einem Kopfschütteln. Der Prozess wegen der Vergewaltigungsvorwürfe oll am 1. Dezember in Mannheim fortgesetzt werden. (Blick)

14.11. Er macht mal Pause in Kanada. Vor kurzem flatterte Jörg Kachelmann, 52, die Liebesrechnung einer enttäuschen Ex-Geliebten ins Haus. Jetzt hat der Schweizer Meteorologe die Koffer gepackt und ist laut «Blick» am Freitag nach British Columbia geflogen. In Kanada wolle Kachelmann seine beiden Söhne besuchen, obwohl – wie in der Verhandlung bekannt wurde – er nicht der leibliche Vater der sechs und zehn Jahre alten Knaben ist. Mit den beiden wolle nun Jörg Kachelmann möglichst viel Zeit verbringen.(Schweizer Illustrierte)

16.11. Seitdem kommt Neumann immer wieder. Auch am vergangenen Mittwoch sitzt er da, die ballonseidene Jacke spannt sich über seinen Bauch, er lächelt. Neumann stützt die Arme auf die Lehne der Sitzbank vor sich wie auf einen Gartenzaun. Mit wachen Äuglein beobachtet er den Angeklagten, der im grauen Anzug neben seinem Anwalt sitzt, über die Köpfe der anderen Zuschauer und Journalisten hinweg. Dann sagt er: „Wenn ich mich im Recht fühle, nehme ich nicht so viel ab wie der, wissen Sie?“ So dünn mache nur ein schlechtes Gewissen.

Besonders eine Gruppe von weiß- bis dunkelblonden Frauen mittleren Alters zetert über den „Skandalprozess“, wie eine aufgebracht sagt. Die Frauen haben sich auf den Zuschauerbänken des Gerichtssaals kennengelernt und verbündet. Sie telefonieren auch gelegentlich miteinander; auf der Facebook-Seite „Jörg Kachelmann – Unrecht im Namen des Gesetzes“ sind einige von ihnen aktiv. „Unschuldig!“, steht dort unter einem Foto des Angeklagten.

(..) „Ja, unschuldig“, sagt auch eine Frau, die ihren Namen in der Zeitung mit Birgit M. abgekürzt wissen will – so, wie es die Zeitungen auch bei den Zeuginnen machen. Birgit M. hat viel gelesen über den Fall, und sie ist an fast jedem Prozesstag in Mannheim. Wenn sie spricht, hören die anderen Frauen ehrfürchtig zu. „Ich verfolge Sachen, wo der Verdacht naheliegt, dass was nicht stimmt“, sagt Birgit M. und fügt an, dass sie auch schon mal Schöffin war. Ein Profi im Prozessbusiness, sagt ihr Blick. Ihr Urteil über die 37 Jahre alte Frau, die Kachelmann der Vergewaltigung beschuldigt: „Die kommt uns ja sowieso nicht vor wie so ‘ne Vergewaltigte.“ Birgit M. schnaubt verächtlich.(…)

(…) Noch ärmer sind nur noch Männer wie Kachelmann, finden die Frauen. Seine „Lausemädchen“ steckten „alle unter einer Decke“. Immer wieder loben sie dagegen das Blog „Jörg Kachelmann und das Chaos“, in dem eine Schweizerin über den Prozess schreibt. Ihr Engagement begründet sie damit, dass sie „eine spezielle Art von Frauen“ nicht möge: solche, die einen „Versorger“ finden wollen. „Klappt das nicht, spielt der Mann nicht mit, dann werden sie hysterisch. Dann wird gedroht, dann wird geheult, dann verlieren sie die Nerven“, heißt es in einem Blogeintrag. Jo, so ist das, meinen auch die Leserinnen, die nach Mannheim gekommen sind. (..)

(…)Ein bisschen gelassener gehen andere Gerichtstouristen die Sache an. Eher bräsig kauen etwa die Jurastudenten, die von der gegenüberliegenden Uni gekommen sind, an ihren Brezeln. Studentin Lea, die mit zwei Freundinnen extra für den Prozess eine Vorlesung schwänzt, glaubt „wie ja fast alle hier“, dass Kachelmann unschuldig ist: „Man merkt, wenn man drin sitzt, dass es ungerecht zugeht.“(..)

(…)Eine Mannheimerin etwa ärgert sich über die „tratschenden Hausfrauen, die nichts Besseres zu tun haben, als sich an der Dramatik hier zu ergötzen“. Sie selbst habe Urlaub und sei zum ersten Mal in einem Gerichtssaal, „um mal zu sehen, wie so etwas abläuft“. Einerseits sei es interessant, andererseits „hat es etwas Peinliches, als Zuschauer hier zu sein“. (..) (FAZ http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E3C8347B751A14C43B387685BDAADA285~ATpl~Ekom~SKom.html)

Lesermeinungen zu diesem Artikel:

Peter Friedrich (PeterFriedrich) 16.11.2010: Der Artikel ist zwar nicht unlustig, verkennt aber in seinem etwas arroganten Ton, dass die Öffentlichkeit von Gerichtsverhandlungen ein wichtiges Prinzip des Rechtsstaates ist. Es ist eben gewollt, dass Bürger, die vom Juristischen keine Ahnung haben, den Gerichtssaal besuchen und sich von Prozessen ein Bild machen. Wenn sich diese Bürger dann äußern, sollte man nicht die letzte juristische Präzision von ihnen verlangen.

Carolus Doomdey (Domday)16.11.2010 :Verstehe ich Sie recht, Frau Friderike Haupt: Nur Einfältige glauben an Herrn Kachelmanns Unschuld?

18.11. Er wollte, dass ich mein Studium abbreche um mehr Zeit für ihn zu haben.

Er hatte nicht die volle Kontrolle über mich. Das schien ihn maßlos zu ärgern.

Ich hatte schnell kapiert, dass man mit Jörg keine normale Beziehung führen kann.

Es gibt aus den vergangenen Jahren seitenweise E-Mail Verkehr, in dem ich ihn immer wieder auf seine Lügen anspreche. Doch Jörg behauptete stets:“Ich lüge dich nicht an. Ich habe noch nie gelogen.“

Ich meldete mich bei der Staatsanwaltschaft und erzählte von Jörgs seltsamen Anruf am 9.Februar.

Es ist meine Bürgerpflicht, das Gericht bei der Aufklärung dieser Strafsache zu unterstützen. (Bunte47/2010)

 18.11. Ex-Geliebte: «Er hatte ein Spuckritual»In der «Bunten» packt eine Ex-Geliebte des wegen Vergewaltigung angeklagten Jörg Kachelmann aus. Catherina T. erzählt von den Sexvorlieben des Wettermoderators, ihrer Beziehung und dem Zusammentreffen vor Gericht.

«Jörg wollte Sadomaso-Sex mit mir. Aber ich stehe da nicht drauf. Das habe ich ihm auch deutlich gemacht. Jörg hatte ein spezielles Spuckritual. Er packte mich fest am Handgelenk, spuckte mir in die Hand und verlangte, dass ich seine Spucke auflecke. Ich fragte ihn, ob er das nicht pervers fände.

Er sagte kein Wort, sah mich nur an und liess die Hand erst los, als ich tat, was er verlangte. Es ging ihm darum, mir seine Macht über mich zu demostrieren. Er wollte, dass Frauen ihm zu Diensten sind. Er wollte stets das Alphatier sein, der Bestimmer.» Als Kachelmann Catherina beim Sex einmal ins Gesicht schlug, «war ich total irritiert.»

« Ich hatte schnell kapiert, dass man mit Jörg keine richtige Beziehung führen kann. Er schrieb zwar ständig, dass er Kinder mit mir wolle und dass ich mit ihm nach Oklahoma ziehen soll. Dann liess er plötzlich wochelang nichts von sich hören und  verhielt sich nach dem Sex abweisender und kalt. Jörg hat zwei Gesichter. Er kann lieb und charmant sein – aber auch genau das Gegenteil.»

Am Geburtstag von Kachelmann, dem 15. Juli, schickte Catherina ihm Kondome ins Gefängnis. «Mein Geschenk sollte Jörg daran erinnern, wie ekelhaft und unverantwortlich er sich uns Frauen gegenüber verhalten hat. Er hatte schliesslich mit uns allen ungeschützten Sex. Als habe er noch nie etwas von ansteckenden Geschlechtskrankheiten gehört.»(Schweizer Illustrierte online)

22.11.Die Berichterstattung über den Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann hat erneut zu juristischem Streit geführt: Ein Sprecher des Landgerichts Köln sagte am Montag,Kachelmann-Anwalt Reinhard Birkenstock habe einen Ordnungsgeldantrag gegen „Emma“-Herausgeberin Alice Schwarzer eingereicht. Er wirft Schwarzer vor, sich nicht an eine Unterlassungserklärung gehalten zu haben. Das Landgericht hat über den Antrag noch nicht entschieden. Zurzeit wartet es auf eine Reaktion von Schwarzer.

Schwarzer hatte Birkenstock Mitte Oktober in einem Artikel vorgeworfen, das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer des Fernsehmoderators Jörg Kachelmann zu diffamieren. So habe er die Frau als Stalkerin bezeichnet. Der Anwalt bestritt dies und versicherte, dass er dies niemals gesagt habe. Daraufhin erließ das Landgericht eine einstweilige Verfügung, in der Alice Schwarzer die Wiederholung dieser Behauptung untersagt wurde. Nach Darstellung Birkenstocks hat sie sich daran aber nicht gehalten.(Hamburger Abendblatt)

Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann

Datum:  24.11.2010

Kurzbeschreibung:

Weiterer Ablauf der Hauptverhandlung in der
Kalenderwoche 48 (01. und 03.12.2010)

An den beiden Hauptverhandlungstagen in der Kalenderwoche 48 (01. und 03.12.2010.) ist von Seiten der Kammer folgendes Programm beabsichtigt:

Mittwoch, 01. Dezember 2010
09.00 Uhr: sonstiger Zeuge
13.00 Uhr: sonstiger Zeuge

Freitag, 03. Dezember 2010
09.00 Uhr: sonstiger Zeuge
anschließend gerichtlich bestellter Sachverständiger
anschließend ggf. noch ein vom Angeklagten geladener Sachverständiger

Abschließend möchte ich mich noch mit folgenden beiden Punkten an Sie wenden:

1. Das Landgericht Mannheim bittet um Verständnis dafür, dass in der Zeit vom 02. bis 14.12.2010 die Zahl der Tische, die den Journalisten zur Verfügung stehen, geringfügig reduziert werden muss, da in dieser Zeit die zweite juristische Staatsprüfung stattfindet, bei der diese Tische benötigt werden.

2. In der letzten Zeit gab es gewisse Unzuträglichkeiten, da nach Schluss der Sitzung die Pressearbeitsplätze nur noch begrenzt zur Verfügung stehen. Wir bitten dafür um Verständnis, da jede Verlängerung nicht nur mit Kosten verbunden ist (Überstunden der Wachtmeister), sondern die ohnehin stark belastete Mannschaft der Wachtmeister auch persönlich weiter belastet. Um die Verhältnisse aber etwas günstiger und vor allem transparenter zu gestalten, soll dies künftig wie folgt geregelt werden:

• Endet die Sitzung spätestens um 17.00 Uhr, können Sie davon ausgehen, dass jeweils noch eine Stunde im Hause gearbeitet werden kann.
• Bei Sitzungsende zwischen 17.00 Uhr und 17.30 Uhr bleibt das Haus bis 18.00 Uhr geöffnet; nach 17.30 Uhr können Sie einplanen, dass jedenfalls noch eine halbe Stunde im Haus gearbeitet werden kann.

Anmerkung: Nun auf diese Kosten kommt es wohl bei dem schlecht vorbereiteten und durch das Gericth/Staatsanwaltschaft (Einvernahme von unnötigen Zeuginnen) wohl nicht mehr an!

29.11. Für Kachelmann ist Kröbers Einschätzung wichtig – wenn er sie denn vortragen darf.
Denn ob dieser Sachverständige auch zu Wort kommen wird, können die Richter der 5. Großen Strafkammer nach Gusto entscheiden. Sie haben ihn zwar als Gutachter beauftragt, sie müssen ihn aber nicht aufrufen. Überdies schwebt nach der Überzeugung von Prozessbeobachtern über Kröber das Damoklesschwert der Ablehnung wegen Befangenheit durch die Staatsanwaltschaft: Der Berliner Professor hat Seidlers Theorie von der Gedächtnisstörung allzu genussvoll zerrissen und seine generelle Abneigung gegenüber Traumatologen erkennen lassen.
Schon eine andere Koryphäe, die Kachelmanns Version stützte, wurde von den Mannheimer Richtern wegen Befangenheit abgelehnt: Bernd Brinkmann, 71, emeritierter Professor für Rechtsmedizin aus Münster. Seine Kollegen wählten ihn vor ein paar Jahren zum besten Rechtsmediziner der Welt.
Brinkmann kam in seinem Gutachten für die Verteidigung zum Ergebnis, dass die vermeintlichen DNA Kachelmanns keine Beweiskraft hätten. Er spricht davon dass die Frau erst Kachelmann angefasst habe danach das angebliche Tatwerkzeug das Messer. Außerdem passe die gefundene lückenhafte DNA auf dem Messer auf Tausende Männer in Deutschland und müsse nicht vom Angeklagten stammen
Auch die blauen Flecken an den Beinen der Belastungszeugin fand Brinkmann wenig überzeugend. Sie sähen verdächtig nach selbst beigebrachten Faustschlägen aus.
Brinkmann wird in der übernächste Woche nur als „sachverständiger Zeuge“ aussagen.
Seine Ablehnung durch das Gericht erfolgte unmittelbar vor der Vernehmung der Polizeibeamten, die am angeblichen Tatort die Spuren gesichert haben
Als Gutachter hätte Brinkmann die Möglichkeit gehabt den Ermittlern unangenehme Fragen zu stellen.(Giesela Friedrichsen Spiegel 48/2010)

30.11. Der Neue ist smart und könnte auch in amerikanischen Gerichtsfilmen mitspielen. Er hat schon viele prominente Mandanten vertreten. Der Alte hat ein paar Kilos zu viel und wirkt so, als liebe er es gerne gemütlich. Auch er vertrat schon einige bekannte Klienten, nur sind es nicht ganz so viele.

Vielleicht war es zu erwarten, dass der angeklagte TV-Star Jörg Kachelmann irgendwann einen Verteidiger nimmt, der besser zu seiner einstigen Glitzer-Medienwelt passt.

Am Montag aber war es eine Sensation. Mitten in einer zweiwöchigen Prozesspause wechselte das Verteidigungsteam des einstigen ARD-Wettermoderators: Es ging der Kölner Anwalt Reinhard Birkenstock, der Mann, der immer neben Kachelmann saß. Auch der zweite Wahlverteidiger, der Karlsruher Rechtsanwalt Klaus Schroth, wurde von seinen Aufgaben entbunden. Nur die Pflichtverteidigerin Andrea Combé sowie der Medienanwalt Ralf Höcker bleiben.

Einzug hält ein Jurist, der als Spezialist für schwierige Fälle gilt: der Hamburger Strafverteidiger Johann Schwenn 63.(Süddeutsche.de)

30.11. Kachelmann-Prozess: Die Pest unserer Tage
von Johann Schwenn

Der Strafprozess gegen Jörg Kachelmann droht zu entgleisen. Die Staatsanwälte verlassen sich auf „posttraumatische Belastungsstörungen“ des angeblichen Vergewaltigungsopfers, das sich in Widersprüche seiner polizeilichen Aussagen verheddert hat.

Vom mutmaßlichen Opfer zum mutmaßlichen Täter ist der Weg manchmal nicht weit: Beruht der Verdacht eines Sexualdelikts vor allem auf der Aussage des vermeintlichen Opfers, sind außerdem Spuren des angeblichen Delikts nicht vorhanden und gibt es obendrein noch ein plausibles Motiv für eine falsche Verdächtigung oder gar Hinweise auf eine psychische Störung der Aussage­person – dann ist ein Rollentausch für Kenner der einschlägigen Materie keine Überraschung.( Weiterlesen. http://www.cicero.de/97.php?ress_id=4&item=5609)

30.11. Kachelmann-Prozess Ein Staranwalt steigt in den Ring

Lars-Torben Oltrogge bekommt es mit einem neuen Widersacher zu tun. Der junge Staatsanwalt im Kachelmann-Prozess trifft ab heute im Mannheimer Landgericht auf den Hamburger Staranwalt Johann Schwenn, der am Montag völlig unerwartet die Verteidigung des Schweizer Wettermoderators übernahm und die bisherigen Anwälte Reinhard Birkenstock und Klaus Schroth ablöste. Oltrogge, der Kachelmann der schweren Vergewaltigung von Sabine W. anklagt, kann sich auf eine deutlich verschärfte Gangart der Kachelmann-Seite einstellen (FrankfurterRundschau)

30.11. Nach 15 Verhandlungstagen und kurz vor der wohl entscheidenden Phase des Vergewaltigungsprozesses trennt sich der Schweizer von seinen Wahlverteidigern und setzt auf den Hamburger Staranwalt Johann Schwenn.

Was ist da passiert? „Es gab aus meiner Sicht keinerlei Anlass“, sagt der bisherige Kachelmann-Anwalt Klaus Schroth. „Das letzte Treffen mit Herrn Kachelmann nach der Hauptverhandlung war so einvernehmlich, dass ich nicht damit rechnen konnte, und deswegen ist es auch bei mir eine starke Überraschung.“Kachelmann habe die Entscheidung nicht weiter begründet, sagt Schroth. „Ich weiß auch nicht, ob und welche Ratgeber da möglicherweise am Werk waren.“ Die Pflichtverteidigerin Andrea Combé weiß wohl mehr, aber möchte sich nicht zu den Motiven äußern. „Es war auch für mich überraschend“, sagt sie nur. Combé gerät nun in eine Schlüsselrolle – sie bleibt dabei, und als einzige auf der Kachelmann-Seite hat sie nun den kompletten Prozess gesehen. Sie wollte sich am Dienstagabend erstmals mit Schwenn beraten.

Besonders scharf ging die Zeit-Journalistin Sabine Rückert im Juni zu Gericht. Da listete sie in einem dicken Dossier all die Gründe auf, die für eine Unschuld Kachelmanns sprächen. Birkenstock bezeichnete sie damals – neben Opferzeugin und Staatsanwaltschaft – als Kachelmanns „drittes Problem“. Zwar habe der Kölner Anwalt „die Lügen der Opferzeugin von Anfang an gerochen“ und die Staatsanwälte zu den entscheidenden Ermittlungen angehalten – darüber hinaus aber gebe es wenig zu rühmen.

Birkenstock kenne sich aus mit Wirtschaftsstrafsachen und bewirke hier Deals, damit aber sei Kachelmann nicht gedient. Fast schon wütend kritisierte die Autorin „Birkenstocks Schmusekurs“ und ätzte, der Anwalt nähere sich den Strafverfolgern „auf Samtpfötchen“(Süddeutsche.de)

 30.11. «Kachelmann hat viel Energie investiert, um Frauen zu zerstören»

Der Prozess gegen Jörg Kachelmann geht nach einer Pause weiter. Im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnetz sagt Alice Schwarzer, weshalb sogar dessen Verteidigung mit einer Verurteilung rechnet.

(..) Sie sind Kachelmann bestimmt schon persönlich begegnet. Welchen Eindruck hatten Sie von ihm? Und wie hat sich Ihre Meinung geändert, seit Kachelmann unter Vergewaltigungsverdacht steht?
Jörg Kachelmann habe ich bei zwei, drei gemeinsamen TV-Terminen getroffen. Ich mochte ihn immer gut leiden. Vor allem dieses leicht Anarchistische und wenig Angepasste vor der Kamera hat mir gefallen. Und heute? Nun ja, auch unabhängig von der Wahrheit der Nacht vom 8. auf den 9. Februar wissen wir ja inzwischen, dass er ein Mann ist, der viel Energie darin investiert hat, Frauen zu belügen, zu kontrollieren, in seine Macht zu bekommen – und zu zerstören. Kachelmann hat ja offensichtlich mindestens einem halben Dutzend Frauen gleichzeitig die Ehe versprochen und ihnen suggeriert, sie seien jeweils die Einzigen. Dafür steht er allerdings nicht vor Gericht. In dem Prozess geht es nicht um seine Lebensführung, sondern ausschliesslich um die Frage, ob er seine Ex-Freundin vergewaltigt und mit dem Tode bedroht hat.

Es ist sehr gut möglich, dass sich in diesem Prozess die Seite durchsetzen wird, die mehr Anwälte und Gutachter zur Verfügung hat – und da ist Kachelmann im Vorteil. Oder doch nicht?
Das wäre tragisch. Denn dann müsste der Angeklagte, der ja eine Armada von Anwälten und Gutachtern auf seiner Seite hat, auf jeden Fall recht bekommen. Egal, ob er unschuldig oder schuldig ist.

Wird fortgesetzt und aktualisiert…


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September 2010

1.9. Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann

Datum:  01.09.2010

Kurzbeschreibung:

Geplanter Ablauf der Hauptverhandlung

Zunächst wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Sitzungstage am 08. und am 27. September 2010 von Amts wegen aufgehoben wurden (vgl. die Pressemitteilung vom 23. August 2010).

Die Eröffnung der Beweisaufnahme ist von Seiten der Kammer für Mittwoch, den 15. September 2010 vorgesehen. Der Vorsitzende der 5. Großen Strafkammer hat für nachfolgende Sitzungstage Zeugen und Sachverständige geladen. Daneben ist noch die Vernehmung von vier weiteren Sachverständigen vorgesehen. Insoweit stehen noch keine konkreten Termine fest. ( Anmerkung : Es folgten die weiteren Termine bis zum  20.Oktober 2010))

2.9. Organisatorische Hinweise für Besucher der Hauptverhandlung im Verfahren gegen J. Kachelmann

Datum:  02.09.2010

Kurzbeschreibung:

Organisatorische Hinweise für Besucher der Hauptverhandlung im Verfahren gegen J. Kachelmann

2.9. Die Bunte präsentiert zum Prozessauftakt eine neue Zeugin:  Er hat mit mir Sex gehabt obwohl ich nein gesagt und geweint habe. Weinerlich berichtet Anja L. der Öffentlichkeit dass sie angeblich Jörg Kachelmann ihre Jungfräulichkeit dargeboten hätte.

Anmerkung: Später wird sich herausstellen, dass auch sie gelogen hat und für den Bunteartikel königlich bezahlt wurde! ( Bunte36/2010)

2.9. Laut BILD-Informationen weicht diese Darstellung der jungen Frau teilweise von ihrer Aussage bei der Polizei ab. Dort gab sie auch auf Nachfragen an, Kachelmann nicht direkt gesagt zu haben, dass sie keinen Sex möchte. Außerdem hätten beide bereits nackt im Bett gelegen, als es zur Diskussion um die Beziehung kam. Sie wird im Prozess als Zeugin aussagen.

2.9. Der Fall Kachelmann wird vor der 5. Großen Strafkammer des Landgerichts Mannheim verhandelt. Am Ende des Prozesses werden neben dem Vorsitzenden Richter, Michael Seidling (Bild), zwei Berufsrichter, Daniela Bültmann und Joachim Bock, sowie zwei Schöffen das Urteil fällen. Der Vorsitzende Richter Seidling nimmt öffentlich keine Stellung zu dem Prozess, er will auch währenddessen keine Medienanfragen beantworten. Der 60-Jährige verhandelt in seiner Kammer hauptsächlich Drogen- und Eigentumsdelikte. Er gilt als sachlich, kompetent und ruhig, auch bei emotionsgeladenen Befragungen. Seidling lebt in Oftersheim, wo er auch Gemeinderatsmitglied ist. Da im Vorfeld des Prozesses bereits spekuliert wurde, ob er die Eltern des mutmaßlichen Opfers aus seinem privaten Umfeld kennt, könnte die Verteidigung möglicherweise einen Befangenheitsantrag auftischen. Joachim Bock war bis zum Kachelmann-Verfahren Pressesprecher des Landgerichts, legte dieses Amt zumindest im Zusammenhang mit diesem Fall nieder. (Morgenweb)

2.9. Staatsanwaltschaft: „Erstaunlich, was die Medien alles wussten“

„Ich fand das mehr als erstaunlich, was die alles wussten“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim, Andreas Grossmann. Er betont: „Von uns hatten sie’s nicht.“ Vorwürfe, wonach die Staatsanwaltschaft Kachelmanns Persönlichkeitsrechte besser hätte schützen müssen, weist Grossmann zurück: „Es ist illusorisch anzunehmen, die Behörden könnten den Namen eines inhaftierten Prominenten über Monate geheim halten.“  (Hannoversche Allgemeine)

3.9. Ist Kachelmann schizophren? – Die vielen, die schlecht über ihn reden, zweifeln an der Version, wonach Kachelmann für einige dunkle Minuten zu Mr. Hyde mutierte. Eine Minderheit traut es ihm zu. Sie hält es für plausibel, dass er an einer dissoziativen Identitätsstörung leidet. Einen Link zu dieser Krankheit hat Kachelmann am Tag nach der folgenschweren Nacht in Schwetzingen höchstpersönlich in einer E-Mail an eine andere Partnerin verschickt……

Der Hypochonder – Allerdings streitet sich die Fachwelt, ob es die dissoziative Identitätsstörung überhaupt gibt. Ob Kachelmann an dieser umstrittenen Krankheit leidet? Ausser Andeutungen des angeblichen Betroffenen selbst sind keine Spuren bekannt: Dem Programmdirektor des Fernsehsenders MDR teilte Kachelmann kurz nach seiner letzten Schwetzinger Nacht mit, er wolle sich aus gesundheitlichen Gründen künftig aufs «Wettermachen» beschränken und keine Talkshows bestreiten. Bereits 2003 hatte er der Frau, die ihn angezeigt hat, gemailt, er lasse sich in den USA behandeln. Doch unterzog er sich tatsächlich eine Therapie in Seattle? Oder wollte er sich mit einer Ausrede einfach Ruhe verschaffen vor der Radiomoderatorin? Wer Jörg Kachelmann länger kennt, hält auch die zweite Variante für möglich.

Fast alle haben von ihm Geschichten von schweren Krankheiten gehört, zum Teil sehr unterschiedliche Geschichten von unterschiedlichen Krankheiten. Sind sie Dichtung? Sind sie Wahrheit? Das fragen sich viele. Schon lange. Aber heute mehr denn je.

«Jörg ist ein Hypochonder», sagt ein alter Freund, der ein Freund geblieben ist, «das meine ich nicht negativ.» Kachelmann glaube tatsächlich, er sei krank. Nach einem Anfall von Panik sei er plötzlich wieder genesen.

Pubertäres Verhalten- «Er bringt immer wieder abenteuerliche Begründungen, warum er kurzfristig Termine nicht einhalten kann», erzählt ein Geschäftspartner, «und alle zweifeln, ob es stimmt.» Mal sei die Mutter erkrankt, mal er selber. «Pubertäres Verhalten wie auf dem Gymnasium» sei es. Zweifle jemand eine Ausrede an, sei Kachelmann schwer beleidigt. «Am Schluss musste ich mich entschuldigen», erzählt ein Freund, «als Dank dafür, dass ich ihn mit unangenehmen Nachfragen konfrontiert habe.»…..

Der raffinierte Manipulator- «Wenn er reinkommt, geht die Sonne auf», sagt eine ehemalige Partnerin, die aufgrund der gemeinsamen Vorgeschichte manchen Grund hätte, andere Eigenschaften hervorzuheben. Kachelmann, besessen vom Wetter, ist Antreiber, Türöffner bei Kunden und Ämtern. «Er sprüht vor Ideen, von denen sich nur zehn Prozent umsetzen lassen», sagt ein Arbeitskollege, «aber diese zehn Prozent sind oft bahnbrechend.»

Kachelmann sei ein faszinierender Chaot, ein sympathischer Mensch, sagen die einen. «Das habe ich auch einmal gedacht», sagen die anderen. Zuletzt sei Kachelmann als Manipulator aufgefallen. Chronisch, notorisch, raffiniert. Nicht nur, aber besonders bei Frauen….(Tagesanzeiger)

Anmerkung: In dem Artikel Jörg und die Kachelmänner (Zitate oben) erwähnte 4-teilige Interwiev mit dem Magazin ist plötzlich und unerwartet aus dem Internet verschwunden.

3.9. Alice Schwarzer rettet die Welt: Denn die anderen Leitmedien der Republik – wie Spiegel oder Zeit – waren bisher in einem solchen Maße parteiisch pro Kachelmann, dass von diesen Seiten eine voreingenommene Berichterstattung zu befürchten ist. (Emma-Blog)

3.9. Auszug der Pressemitteilung Kanzlei Höcker:

„Und das Opfer? Das ist unsichtbar. Gesichtslos bzw. gepixelt, wie eine Verbrecherin.“

„Der Fall Kachelmann ist (…) längst zu einer Medienschlacht ausgeartet, bei der sich die Lager verfestigen: hie Anhänger der Unschuldsvermutung von Kachelmann – da Anhänger der Wahrheitsvermutung des Opfers.“

„In der aktuellen EMMA steht nur eine kleine Meldung, in der wir Ihnen den Rat geben: „Sollte der Vorwurf stimmen, verteidigen Sie sich nicht auch noch auf Kosten des Opfers.“ Nun, entweder der Vorwurf stimmt nicht – oder Sie verteidigen sich auf Kosten des Opfers. Und wie.“

Das Strafverfahren gegen Jörg Kachelmann missversteht Frau Schwarzer in geradezu grotesker Weise als Prozess über die Frage: „Ist sexuelle Gewalt in Beziehungen Privatsache? Oder ist sie ein Verbrechen?“

Mit diesem absurden Satz unterstellt Frau Schwarzer obendrein, dass es im Fall Kachelmann sexuelle Gewalt gegeben hat. Nur so lässt sich auch ihr boshafter Kommentar erklären:

„Und übrigens: Auch nette Männer vergewaltigen manchmal, Kollege Kachelmann. Leider.“

Frau Schwarzer möchte nun sicherstellen, dass in der BILD als einem „meinungsprägenden Blatt auch die Sicht des mutmaßlichen Opfers ernst genommen“ werde. Denn die anderen Medien seien so parteiisch pro Kachelmann, dass von dort eine voreingenommene Berichterstattung zu befürchten sei. (Weiterlesen :http://www.hoecker.eu/mitteilungen/artikel.htm?id=48)

Anmerkung: Schwarzer spricht wie Richter Seidling bereits vom OPFER!

3.9. «Bei jeder Messstation hat er eine Freundin», witzelten sie bei seiner Meteomedia AG. Kachelmanns Unternehmen sammelt an 820 Orten in Europa Wetterdaten. Als der Chef verhaftet wurde, blieb den Mitarbeitern das Lachen im Hals stecken. In der Ausserrhoder Zentrale meldeten sich zahlreiche Frauen. Mehrere hielten sich für die einzige Lebenspartnerin des Inhaftierten. Irgendwie hatte es der Heimatlose geschafft, gleichzeitig mit ihnen allen zusammenzuleben.(Der Bund)

4.9. Ein „Bild“- Sprecher bestätigte Freitagabend, dass Schwarzer den am Montag in Mannheim beginnenden Prozess regelmäßig für die Zeitung kommentieren wird. Auch für die Frauenzeitschrift „Emma“ werde sie weiter über den Fall berichten, schrieb die Journalistin und Verlegerin. Es sei gerade in diesem Fall nötig, dass in einem tagesaktuellen, meinungsprägenden Blatt auch die Sicht des mutmaßlichen Opfers ernst genommen wird. „Anderen Leitmedien der (deutschen, Anm.) Republik“ warf sie Parteilichkeit für Kachelmann vor.

Kachelmanns Rechtsanwalt Prof. Ralf Höcker (Köln) reagierte erbost. „Frau Schwarzer weiß also schon jetzt, wie die deutschen Medien über den Fall Kachelmann berichten werden, nämlich zu seinen Gunsten. Sie beweist damit seherische Qualitäten und rechtfertigt mit ihrer Unterstellung kurzerhand ihre eigene voreingenommene Berichterstattung über künftige Ereignisse“, teilte er mit. Eine objektive Berichterstattung könne man von ihr nicht erwarten. (Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Sa, 04.09.2010)

4.9. Alice Schwarzer will ab Montag in der Causa Kachelmann mitmischen: In ihrem Blog schreibt sie, es sei ihr besonders wichtig, dass in einem tagesaktuellen, meinungsprägenden Blatt auch die Sicht des mutmaßlichen Opfers ernst genommen werde. (Spiegel)

4.9. Dass Passagen von Ermittlungsakten an die Presse gelangen, ist nicht neu. Auch nicht bei Strafverfahren wie diesem. So erinnert der Fall an den Prozess gegen Peter Graf, Vater von Tennisspielerin Steffi Graf, der 1997 wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor dem Mannheimer Landgericht stand. Damals zitierte eine Boulevardzeitung aus einem psychiatrischen Gutachten über Graf, – noch bevor dieses – in nichtöffentlicher Sitzung – in den Prozess eingeführt wurde. Damals ermittelte die Staatsanwaltschaft, ohne Verantwortliche für das „Leck“ zu finden.

Nun hat die Mannheimer Behörde erneut Ermittlungen eingeleitet, weil auch diesmal Vertrauliches nach außen gelangt ist. Eine Zeugin hat Anzeige erstattet. Ihre persönlichen Daten waren an die Presse gelangt und sie wurde daraufhin von Journalisten belästigt.

Aber auch Kachelmann sieht seine Persönlichkeitsrechte durch die Berichterstattung vor allem in „Bild“ verletzt und hat den Springer-Verlag auf rund zwei Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Das Privatleben von Kachelmann sei in einer Weise an die Öffentlichkeit gezerrt worden, wie es bei weniger prominenten Verdächtigen nie der Fall gewesen wäre, kritisierte Jürgen Möthrath, Präsident des Verbandes deutscher Strafrechtsanwälte. (Anmerkung: Natürlich findet die Mannheimer Staatsanwaltschaft nie ein Leck in den eigenen Reihen.) Südkurier

4.9. Die Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann will beweisen, dass sie von ihm vergewaltigt und mit einem Messer bedroht wurde. Sie drängt gegen den Willen ihres Anwalts darauf, die Öffentlichkeit bei ihrer Aussage am Prozess nicht auszuschliessen.

Sie wird nicht dabei sein, wenn am Montag um 9 Uhr in Mannheim – 15 Kilometer von Schwetzingen entfernt – der Prozess gegen ihren Ex-Freund Jörg Kachelmann beginnt. Der Auftritt der Hauptbelastungszeugin ist frühestens für den 9. Prozesstagam 13. Oktober vorgesehen. Dann wird sie vom Vorsitzenden der 5. Grossen Strafkammer am Mannheimer Landgericht, Richter Michael Seidling, zunächst zur Person befragt.

Dabei wird klar werden, was in Schwetzingen längst kein Geheimnis mehr ist: Die 37-jährige Journalistin arbeitet wieder stunden- und tageweise bei einem Spartensender. «Sie wirkt im Hintergrund und gestaltet Beiträge, beispielsweise über Hip-Hop und House-Music», sagt ein Radio-Insider. Ihr Chef und Programmleiter sagt gegenüber dem «Sonntag» lediglich: «Was ich meiner Kollegin für den Prozess wünsche, werde ich keinem Pressekollegen sagen, sondern allenfalls meiner Kollegin selbst.»
Doch die Radiofrau will keine Lügnerin sein. Wie der «Sonntag» aus zuverlässiger Quelle weiss, führt sie mit ihrem Anwalt Thomas Franz intensive Gespräche über eine entscheidende Frage: Soll die Öffentlichkeit bei ihrer Aussage ausgeschlossen werden? Was ihr Anwalt, der bei der Opferhilfeorganisation Weisser Ring engagiert ist, eindringlich rät, stellt seine Klientin überraschend infrage.
«Sie will beweisen, dass sie die Wahrheit sagt, und öffentlich zeigen, dass sie nichts zu verbergen hat», so ein Freund der Familie in Schwetzingen zum «Sonntag». Laut Christian Hirsch, Richter und stellvertretender Pressereferent am Landgericht Mannheim, werde der Ausschluss der Öffentlichkeit «mit Sicherheit im Rahmen des Prozesses ernsthaft geprüft».

In Schwetzingen trauen insbesondere viele Frauen Kachelmanns Ex-Geliebter zu, die Tat aus Rache konstruiert zu haben. Doch wer mit Leuten im Umfeld der Familie spricht, bekommt zu hören, wie schwer der Radiofrau der Schritt zur Anzeige gegen den Star-Moderator gefallen ist. Als Medienprofi habe sie erahnt, was auf sie zukommen werde, «aber mit dem Wissen von heute würde sie es nicht mehr tun», so der Tenor.

Nach einem längeren Aufenthalt in einer Klinik kehrt das mutmassliche Vergewaltigungsopfer nur langsam ins Leben zurück, wie Hans Leyendecker in der «Süddeutschen Zeitung» schrieb. Er hatte Einsicht in die Akten. Sie könne «ihren Körper nicht mehr im Spiegel ansehen, sie ekele sich vor sich selbst».
Der neuerliche Schritt in die Radiowelt, die sie so liebt, hat diesen Weg erleichtert. Ob sie als Opfer aus dem Prozess des Jahres geht, wird ab Montag in Mannheim entschieden. (http://www.sonntagonline.ch/index.php?g=1&show=news&type=nachrichten&id=1210)

Anmerkung: CSD hat immer garbeitet, das kann man auch im Tagebuch nachlesen. Und Aufenthalt in einer Klinik? Wann soll das gewesen sein!

5.9. Die Nebenklägerin ist angeschlagen, kaum mehr arbeitsfähig, seit Monaten in Therapie(…)

(…) Doch noch  kann man sie  ,wie jüngst, in Ruhe im DM -Markt ein paar Kleinigkeiten einkaufen, am Schwetzinger Schlossgarten spazieren, vorbei am Edel-Italiener „Delle Rose“ , einen  der von Jörg Kachelmann favorisierten Restaurants ( das Wort“ sehen „fehlt)( …)

(..)Stattdessen kursieren im Ort Gerüchte, die Kripobeamten, zu denen Sabine W. am Morgen nach der mutmasslichen Tat kam, hätten sie im „schlimmen“ Zustand erlebt; nie und nimmer könne sich jemand selbst  in diese Verfassung befördern. (…)

(…) Dafür wurde Kachelmann im Dezember 2009 im nahegelegenen Speyer mit einer schwarzhaarigen Dame beim Dinner gesichtet. Es sei ihm sichtlich unangenehm gewesen, sagt ein Beobachter. Den Tisch habe die Dame auf einen anderen Namen reserviert (…)

(Nur einige Highlights der Printausgabe: Welt am Sonntag vom 5.9.2010 Die Akte Kachelmann )

5.9. Dieser Prozess wird ein Medienspektakel sondergleichen. Die beiden deutschen TV-Sender N24 und n-tv werden mit Übertragungswagen vor Ort sein und den ganzen Tag in diversen Sondersendungen live vom Prozess aus Mannheim berichten. 48 Journalisten sind für diesen Gerichtsprozess akkreditiert und werden von dem Gerichtsverfahren für diverse Medien berichten. Im Saal selber werden 85 Prozessbeobachter Platz finden, der Saal wird mit Sicherheit wegen des Riesenandrangs und Überfüllung geschlossen werden. (Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen)

5.9. Zwar hat die Frau bei ihren Aussagen in der Tat seltsame Haken geschlagen, die Schatten des Zweifels auf ihre Anschuldigungen werfen: Den anonymen Brief mit den auf Kachelmann und eine andere Geliebte ausgestellten Flugtickets, den sie kurz vor seinem Besuch im Briefkasten gefunden haben will, schrieb sie selbst. Auch dass sie mit jener Frau schon Wochen zuvor per Mail verkehrt hat, räumte sie erst auf hartnäckiges Nachfragen ein. Hat sie womöglich von langer Hand einen perfiden Racheakt vorbereitet? Oder waren dies nur die hilflosen Versuche einer verzweifelten Frau, das erschütterte Selbstwertgefühl wiederzuerlangen?( Süddeutsche.de)

5.9. Zwangsbegutachtung von Jörg Kachelmann: Im Vergewaltigungsprozess vor dem Landgericht Mannheim wird der Wettermoderator ab morgen von einem Psychiater beobachtet werden. Während vom mutmasslichen Opfer, 37, ein psychologisches Gutachten vorliegt, hat sich Kachelmann, 52, nie begutachten lassen. „Es besteht keine Veranlassung dazu“, sagt Ralf Höcker, Medienanwalt im Verteidigungs-Team. Und:“ eine Zwangsbegutachtung wäre unangemessen und diskriminierend. Rechtsexperten finden, mit einer Begutachtung könne der Angeklagte nur verlieren, weil sich jedes Wort gegen ihn wenden könne. Möglich, dass Kachelmann Schweigt (SonntagsZeitung)

5.9. swissinfo.ch: Wurden die Medienrechte im Fall Kachelmann verletzt?

P.S.: Meiner Meinung nach gab es eine Reihe von Berichten, welche die Privatsphäre von Kachelmann verletzten. Zum Beispiel hat der Blick-am-Abend eine so genannte Topnews Nummer 5 publiziert mit dem Titel: „So schleimte er per SMS“. Untertitel: „Schmalzig, der Wettermann schrieb 50 klebrige SMS an Popsternchen Indira…“ Und dann wird aus diesen privaten Messages zitiert.

All das hat nichts mit dem Fall zu tun, und es besteht kein gesellschaftliches Interesse für solche SMS.

swissinfo.ch: Ist jetzt Kachelmanns Ruf für immer geschädigt, auch wenn er freigesprochen würde?

P.S.: Nein, das glaube ich nicht. Wenn ein Freispruch erfolgt, wird wahrscheinlich wieder Gras über die Geschichte wachsen, obwohl der Ruf des Strahlemanns gewiss verschlissen ist.In Deutschland kann ich mir vorstellen, dass Kachelmann nach einer Abstandspause wieder zum Zug kommt. In der Schweiz ist er ja, soweit ich sehe, kaum mehr aufgetreten.

Medienrechtler Peter Studer fordert mehr Zurückhaltung und Respekt. http://www.swissinfo.ch/ger/gesellschaft/Kein_Eingriff_in_Privatsphaere_zwecks_Unterhaltung.html?cid=28215752

Anmerkung: Heisst, dass dieses „Sternchen“ Reklame brauchte und die SMS der Bildzeitung zur Verfügung gestellte – wobei es natürlich nicht ausgeschlossen ist- Geld stinkt nicht!

1.Prozesstag Montag 6.September 2010

6.9. Jörg Kachelmann Prozess geplatzt! Bunte Überschrift am 6.9.20.10 10:19 UHR

6.9. Um 9 Uhr 19 ist die mit grosser Spannung erwartete Gerichtsverhandlung gegen den Schweizer Wettermoderator Jörg Kachelmann am Landgericht Mannheim bereits wieder unterbrochen worden. Wie der Gerichtsvorsitzende Michael Seidling bekanntgab, hatte die Verteidigung am Wochenende per Fax ein Ablehnungsgesuch gegen zwei Richter wegen Befangenheit eingereicht. Das Gesuch richtet sich gegen den Gerichtsvorsitzenden Michael Seidling sowie die Beisitzerin Daniela Bültmann. Die Gründe für das Ablehnungsgesuch wurden am Gericht nicht erläutert. Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock erklärte vor den Medien, er wolle die Auseinandersetzung gegen die betroffenen Richter nicht in der Öffentlichkeit führen. Deshalb habe er sich auf eine schriftliche Begründung beschränkt, die über 60 Seiten umfasse. (NZZ)

6.9. Sie will nicht aussagen, nicht gegen Jörg Kachelmann und sowieso nicht, weil das alles schon so lange her sei. Sie habe doch keine Ahnung, ob er die Vergewaltigung begangen hat oder nicht. Die Ex-Geliebte hat Angst vor einem Spießrutenlauf bei jenem Verfahren, das diesen Montag beginnt und schon als „Prozess des Jahres“ tituliert wird.

Neun ehemalige Freundinnen des Wettermoderators hat das Landgericht Mannheim geladen. Einige kommen gern, aus welchen Gründen auch immer. Andere lässt die Vorstellung, dass jetzt Intimstes an die Öffentlichkeit gelangen wird, nicht mehr schlafen. Viel Rücksichtnahme dürfen sie wohl nicht erwarten. Eine der Frauen lehnte zunächst die Aussage bei der Staatsanwaltschaft ab. Daraufhin schrieb der ermittelnde Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge ihrem Berliner Anwalt einen Brief: Sollte seine Mandantin nicht freiwillig aussagen, müsste man eben eine Vorführung „zwangsweise“ durchsetzen. (Kampfansage in Mannheim :Spiegel.de)

6.9. Zur Begründung der Prozessunterbrechung sagte Verteidiger Reinhard Birkenstock: „Herr Kachelmann hat den Befangenheitsantrag gestellt, weil die Sorge besteht, dass die beiden abgestellten Richterpersönlichkeiten ihm nicht mit der nötigen Unvoreingenommenheit gegenüberstehen.“ Den Grund für die Befangenheitsbefürchtungen wolle man aus Rücksicht auf die Richter nicht öffentlich machen.

Vor dem Prozess hatte es Spekulationen gegeben, dass der Vorsitzende Richter privat mit dem Vater des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers bekannt ist: Die Bild-Zeitung schreibt, einer der beiden Richter stamme aus dem Nachbarort der Nebenklägerin.(Süddeutsche.de)

6.9. Peinlich, peinlicher, Pochers Auftritt! Bildunterschrift: Erkennen Sie den Mann in der Mitte? Nein, es ist nicht Jörg Kachelmann. Wer könnte es sonst noch sein? Kleiner Tipp: Es handelt sich um einen Comedian, der es derzeit etwas schwer hat, weil ihn das Publikum nicht mehr so richtig mag, und auch Harald Schmidt ihn verstoßen hat. Richtig: Oliver Pocher!

C-Promis wie Indira, die Sängerin der untergegangenen Popgruppe Brosis, stellen sich in die Warteschlange und wollen etwas abhaben von der medialen Aufmerksamkeit. „Es ist die große Kachelmann-Show und jede Show braucht ihre Zuschauer“, begründet die Sängerin, die mit dem Moderator einen Flirt via SMS gehabt haben will, ihre Anwesenheit. Dann setzt sie sich neben eine ältere Dame mit Krücken in den Zuschauerraum des Gerichtssaals, rückt ihren kurzen schwarzen Rock zurecht und legt ihre langen Beine übereinander. ( Stern)

6.9. Anders als erwartet, erschien das mutmaßliche Opfer in Begleitung ihres Anwalts vor Gericht. Die 37 Jahre alte Radiomoderatorin tritt als Nebenklägerin in dem Prozess auf. Ihr Verteidiger Thomas Franz bat vor Prozessbeginn darum, die Persönlichkeitsrechte seiner Mandantin nicht zu verletzen und keine Fotos oder Videos von ihr zu veröffentlichen. (Anmerkung: Dass die Persönlichkeitsrechte von Jörg Kachelmann unmässig verletzt wurden, scheint der Anwalt vergessen zu haben)

Für die 37-Jährige und gegen Kachelmann spricht zunächst das Gutachten des Heidelberger Traumatologen Günter Seidler im Auftrag der Staatsanwaltschaft. Er kam nach langen Gesprächen mit der Frau zu dem Schluss, es gebe keine Anhaltspunkte, dass die „behauptete Vergewaltigung nicht stattgefunden hat“. Dass sie sich an die angebliche Tat nur lückenhaft erinnern könne, begründet Seidler mit der Todesangst, die sie erlebt habe.

Demgegenüber steht die Expertise der Bremer Aussagepsychologin Luise Greuel. Sie stellt fest, dass die Aussagen der Frau nicht einmal die „Mindestanforderungen“ an logischer Geschlossenheit, Detailreichtum und Beständigkeit erfüllten. Ob es die Vergewaltigung gegeben habe, sei „nicht klar“. (ORF.at)

6.9. Obwohl beide Vereine kooperieren, hatte Seidling Medienberichten zufolge gesagt, er kenne weder den Vater noch „das Opfer“. Dass er dabei nicht vom „mutmaßlichen Opfer“ sprach, könnte aus Sicht der Verteidigung für eine Voreingenommenheit des Richters sprechen.

Gegenüber den Medien erklärte Verteidiger Birkenstock: Die Behörden, insbesondere die Staatsanwaltschaft, habe „die Medien gegen Herrn Kachelmann eingesetzt“. Unter anderem sei aus Ermittlerkreisen, Birkenstocks Vermutung zufolge von Seiten der Staatsanwaltschaft, die Information gestreut worden, dass am Tatmesser Spuren des Täters gefunden worden seien. „Jeder weiß, DNA-Spuren sind eine Täterüberführung“, sagte Birkenstock. Es habe jedoch nie DNA-Spuren gegeben. „Das war eine Falschinformation.“ (Welt.online)

6.9. Wie die auskunftsbereiten Frauen womöglich in die Medien kamen, darüber gibt es eine elektronische Spur. Aus der Redaktion der „Bunten“ stammt eine E-Mail, in der behauptet wird, dass Frank-Bernhard Werner, Mitgesellschafter von Kachelmanns Firma Meteomedia, dem Blatt eine „Kachelfrau aus der Schweiz“ angeboten habe, „die in einem Interview sagen will, dass sie SM-Sex mit der Fliese hatte und er sie dabei auch verletzt habe“. Weiter soll es heißen: „Wenn wir die Tante nicht nehmen, spricht sie Sonntag wohl in der BamS.“ (Spiegel36/2010)

6.9. Alles war so schön vorbereitet: „Breaking News“-Insert, Splitscreens, Reporter „vor Ort“ „Etwas Verwirrung hier“ gab es Montagmorgen beim deutschen Nachrichtensender n-tv. Beitrag abgebrochen, der nächste zu spät angespielt, Moderator stotterte und lächelte peinlich verlegen. Ausgelöst wurde die Pannenserie durch die Vertagung des Prozesses im Fall Jörg Kachelmann. Alles, um dem Ereignis das Drama zu geben, als das es seit Monaten aufgebaut wird: ein Fressen für den Boulevard. Dem kann sich ein kommerzieller Nachrichtensender eben nicht verschließen: Kachelmanns Ex-Freundin klagte, weil er sie „vergewaltigt habe“. Nur ein Wort trennt da vom „hat“ und von lupenreiner Vorverurteilung. Die Verteidigung sei der Ansicht, der Richter habe „sozusagen Heimvorteil“. Der Befangenheitsantrag wird mit lässiger Rhetorik ins Unglaubwürdige gezogen.( http://derstandard.at/1282979032915/Prozessbeginn-im-Fall-Kachelmann-Fressen-fuer-den-Boulevard)

7.9. Sein Anwalt Reinhard Birkenstock sagte hinsichtlich eines Messers, das bei der Vergewaltigung eine zentrale Rolle gespielt haben soll:O-Ton: „Es gibt keine Spuren an diesem Messer, von dem die Nebenklägerin behauptet, es sei ein Tatmesser, die Herrn Kachelmann zuzuordnen sind. Es handelt sich da um Nullspuren. Das war eine Falschmeldung.“Der leitende Staatsanwalt Oskar Gattner erklärte hingegen, die Medien nicht zu instrumentalisieren:O-Ton: „Das liegt sicher nicht an uns. Wir gewinnen dadurch auch nichts. Es gibt ja Hinweise darauf, auch auf die auszugsweise Veröffentlichung von Akten, Aktenteilen. Wir haben uns von Anfang an auf eine relativ zurückhaltende Medienpolitik beschränkt, und das haben wir auch durchgehalten. (SüdtirolNews)

6.9. Im Foyer des Gerichts und auf dem Bürgersteig nutzten Kachelmanns Anwälte jedes Mikrofon, um die Staatsanwaltschaft erneut für ihren bisherigen Umgang mit ihrem Mandanten zu kritisieren. „Mediale Notwehr“ nannte Professor Ralf Höcker dieses Vorgehen, nachdem man sich nach der Verhaftung Kachelmanns zwei Monate lange zurückgehalten habe. Den Kölner Medienexperten hatte Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock von Anfang an mit ins Boot geholt. Zum Ende des ersten Prozesstages sprach Höcker von einer „Hetzjagd gegen einen Menschen“, während Birkenstock der Staatsanwaltschaft vorwarf, „mit halbwahren und falschen Informationen“ an die Öffentlichkeit gegangen zu sein.(Frankfurter Rundschau)

7.9. Jörg Kachelmann hat neben seinem Strafverteidiger auch einen Medienanwalt engagiert. Welchen Eindruck haben Sie von der Öffentlichkeitsarbeit der Verteidigung Kachelmanns?

Die Prozess-PR war in diesem Fall so plump und offensichtlich durchschaubar, dass sie allein schon deswegen nur eine sehr beschränkte Wirkung haben wird. Die Richter merken natürlich, auf welch plumpe Art sie beeinflusst und unter öffentlichen Druck gesetzt werden sollen. Das fördert eher Trotzreaktionen, die Herrn Kachelmann nicht nützen werden.

(..) Gerade in einem solchen Fall wäre es die große Kunst der Litigation-PR gewesen, die öffentliche Diskussion möglichst wenig zu befeuern. Wenn gegen Prominente ermittelt wird, ist das natürlich immer eine Nachricht. Auch die besten Litigation-PR-Strategen hätten nicht verhindern können, dass über die Ermittlungen gegen Jörg Kachelmann öffentlich berichtet und diskutiert wird. Man hätte aber die öffentliche Debatte nicht immer wieder anheizen dürfen.(…)

Staatsanwaltschaft hat zu viele intime Details herausgegeben

Das gilt aber genauso für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsanwaltschaft. Sie hat viel zu viele intime Details peu à peu in die Öffentlichkeit gegeben und Jörg Kachelmann immer wieder bloßgestellt. Das war rechtswidrig. Damit hat sie aus meiner Sicht die Unschuldsvermutung verletzt – und Persönlichkeitsrechte von Jörg Kachelmann.

(…)Wenn ich das richtig sehe, hat der Anwalt des mutmaßlichen Opfers von Jörg Kachelmann hier sehr geschickt agiert: Er hat sich aus der Diskussion herausgehalten. Er hat nichts getan, um die öffentliche Debatte über seine Mandantin, die ehemalige Freundin von Herrn Kachelmann, anzuheizen(…) Anmerkung: Dann hat Volker Boehme-Neßler, Medienrechtler, der diess Interview gegeben hat, sich aber nicht genau informiert.(NDR:Die Öffentlichkeitsarbeit von Verteidigern und Staatsanwaltschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung – nicht nur im Fall Kachelmann. Der Medienrechtler Volker Boehme-Neßler erläutert das Phänomen.)

 7.9. «Peinlich, peinlicher, Pocher», überschreibt «Die Welt» ihre Bildstrecke vom ersten Prozesstag in Mannheim, bei dem die Frage geklärt werden soll, ob Jörg Kachelmann eine Frau vergewaltigt hat. Der Komödiant hatte sich als Doppelgänger des Angeklagten ausgegeben – und muss sich nun selbst Klagen ob seiner wenig originellen Vorstellung anhören. Das deutsche Feuilleton ätzt, die Pocher-Parodie sei mehr Ausdruck eines Dramas als ein Schwank. Es geht um die Grenze des guten Geschmacks: Billiger Klamauk habe bei einem Prozess dieser Tragweite nichts verloren, argumentieren die Kritiker.

(…) Eine Verzweiflungstat: Man muss kein Medienprofi sein, um hinter dem in Kauf genommenen Eklat den Quotendruck zu erkennen: Nachdem der TV-Sender Sat.1 Pocher gewiss nicht für ein Trinkgeld von der ARD losgeeist hatte, floppte die erste Staffel seiner Talk-Show am Freitagabend kläglich. Auch der neue Sendeplatz kann den Abwärtstrend nicht stoppen. Die ersten beiden Sendungen der «Oliver Pocher Show» erreichten am Freitagabend um 23.15 Uhr laut «Meedia.de» nur 9,5 Prozent und 6,5 Prozent der Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren: Die Luft für den Fernsehclown wird also dünn. (…)

(..) Ein entlarvendes Interview mit dem Deutschen haben die ORF-Angestellten Dirk Stermann und Christoph Grissemann im September 2009 geführt. Sie fragten ihn (bei Minute zehn) in «Willkommen Österreich»: «Muss man nicht auch ein Arschloch sein, um so was zu machen? Wenn man keine Hemmungen mehr hat?» Pochers peinlich-ausweichende Antwort: «Man ist dann ja auch in so einer Rolle…»

Diese Rolle des Arschlochs hat er offenbar verinnerlicht. (…) (http://www.20min.ch/people/international/story/19288214)

8.9. Alice im Wunderland. Angeführt von Bild, Blick und Focus wurden die Journalisten quasi zu Pressesprechern der Mannheimer Staatsanwälte. Täglich flüsterte die Justiz den Medien neue Verdachtsmomente ins Ohr. Die Medien druckten und sendeten das Geflüster ungeprüft und reicherten es zur Freude der Justiz mit allerlei schmutzigen Geschichten aus Kachelmanns Privatleben an. Erst als der Spiegel, die Zeit und die Weltwoche gegensteuerten, unterbrachten sie kurz die flotte Party der vereinigten Juristen und Journalisten. (Weltwoche36/2010)

8.9. Um die Wahrheit im Prozess gegen Jörg Kachelmann ans Licht zu bringen, hat sich der Vorsitzende Richter Michael Seidling für einen ungewöhnlichen Weg entschieden. Ein Psychiater soll den Wetter-Moderator fortan im Gericht beobachten und analysieren. Dagegen wehren sich Kachelmann und seine Anwälte. Strafrechtlerin Andrea Combé soll laut Bild-Zeitung gesagt haben: «Wir sehen keine Veranlassung für eine Begutachtung, weil unser Mandant unschuldig ist. Er wird daher nicht mitwirken.»

Was den Richter zu diesem Schritt bewegt hat? Die Glaubwürdigkeit der beiden Hauptpersonen, Klägerin (Kachelmanns Ex-Freundin) und Angeklagter (Kachelmann), ist entscheidend. Um dies beurteilen zu können, braucht er psychologische Gutachten. Auch will er sich im Streit von Verteidigung und Staatsanwaltschaft über bislang mehr als ein Dutzend Gutachten ein unabhängiges Bild machen und hat deshalb laut Bild den Heidelberger Psychiater Hartmut Pleines bestellt. Er soll Kachelmann während des Verfahrens begutachten und den Wahrheitsgehalt von dessen Aussagen einschätzen. (news.de)

9.9. Fall Kachelmann Ein verfahrenes Verfahren Prozessauftakt im Fall Kachelmann: Kann der Angeklagte noch auf eine faire Behandlung hoffen?

Zum Prozessauftakt am Montag dieser Woche hat Jörg Kachelmann die Mannheimer Strafjustiz eines Besseren belehrt. Entgegen den Prognosen der Staatsanwaltschaft und der Richter der 5. Großen Strafkammer, die ihn – mit der Begründung, er würde andernfalls flüchten – in Untersuchungshaft halten wollten, ist er zur Hauptverhandlung erschienen und nimmt zwischen seinen Verteidigern auf der Anklagebank des Landgerichts Platz. Da sitzt der ARD-Wetteransager mitten im Medientrubel und sieht aus wie einer, der nicht viel isst und nicht gut schläft in letzter Zeit.(DieZeit)

10.9. Befangenheitsantrag abgelehnt: Betroffen waren der Vorsitzende Richter, Michael Seidling, und die beisitzende Richterin Daniela Bültm. Die Anwälte befürchteten, die beiden seien nicht unvoreingenommen gegenüber Kachelmann. Denn der Vorsitzende Richter ist im selben Sportclub wie der Vater der Klägerin, die sagt, Kachelmann habe sie vergewaltigt und mit einem Messer bedroht. Die beisitzende Richterin Bültm soll die Klägerin in einem Interview als «Opfer» bezeichnet haben.

Jetzt haben die Richter im Prozess, die vom Befangenheitsantrag nicht betroffen sind, gemeinsam mit weiteren Richtern beschlossen, den Antrag abzulehnen. (Anmerkung: Die alte Geschichte von den Krähen!) Solothurnerzeitung.ch

10.9. Richter mit Interview-Faux-pas !

„Intime Details“ sind am Montag nicht zu erwarten. Vielmehr wird darüber entschieden werden, ob die beiden Richter tatsächlich befangen sind. Laut Medienberichten soll der Vorsitzende Richter, Michael Seidling, stellvertretender Präsident eines Sportvereins gewesen sein, der sich in der unmittelbaren Nachbarschaft mit einem anderen Sportverein befand, in dem der Vater der Klägerin den Vorsitz innehatte.

Zudem soll der Richter in einem Interview, die Radiomoderatorin als „Opfer“ und nicht als „mutmaßliches Opfer“ bezeichnet haben, was die Verteidigung als Voreingenommenheit auslegt.(OEat)

12.9. Die Bildzeitung bietet auch Thea Dorn( die, laut Wikipedia eine ideologiefreien Geschlechter- und Feminismusdebatte anstossen wollte) auf in der Schlacht Kachelmanvorverurteilung: Zwei Verlorene im Labyrinth der Lebenslügen

Weil sie hoffte, er würde ihr versichern, dass alles ein Missverständnis und nur sie seine wahre Liebe sei? Wie haltlos muss eine erwachsene Frau sein, die den Mann, der sie belügt, regelrecht anfleht, sie weiter zu belügen? Die glaubt, ein über elf Jahre errichtetes Luftschloss könne mit einem Streich in ein reales Schloss – oder zumindest ein Häuschen im Schwarzwald – verwandelt werden?

Die verzweifelte Königstochter hat den Wetterfroschkönig an die Wand geworfen. Doch der verwandelte sich nicht in einen Königssohn mit schönen und freundlichen Augen. Sondern in den bösen Wolf.( Anmerkung: Hatte Schwarzer keine Zeit?)

2. Prozesstag Montag, 13. September 2010

13.9. Kachelmanns Anwalt Reinhard Birkenstock hat scharfe Kritik an der Verhandlungsführung des Gerichts geübt. Er kritisierte vor allem den Plan, vor dem mutmaßlichen Opfer zunächst ehemalige Freundinnen des Angeklagten zu vernehmen. „Wir sind in einer Situation, in der alles danach schreit, dass jetzt Frau D. gehört wird“, sagte Birkenstock. „Ich kenne keine Verhandlung, in der nicht nach der angeklagten Person zuallernächst derjenige gehört wird, der behauptet, verletzt worden zu sein.“

Auch das mutmaßliche Opfer erschien am Montag im Landgericht Mannheim. Die 37 Jahre alte Radiomoderatorin, die als Nebenklägerin in dem Verfahren auftritt, saß mit ihrem Anwalt gegenüber von Kachelmann und dessen Verteidigern. Nach Verlesung der Anklage kündigte ihr Anwalt an, dass sie bis zu ihrer für den 13. Oktober vorgesehenen Zeugenaussage nicht mehr persönlich an der Hauptverhandlung teilnehmen werde. Dann verließ sie den Saal. (B.Z.online)

13.9. Es lieferte einen Einblick in die Geschehnisse dieser Nacht: «Drei Mal hat sie den Geschlechtsverkehr unterbrochen und mich gefragt: ‘Liebst Du mich?’», schilderte Kachelmann die einzige ungewöhnliche Szene der Nacht. Es blieben nicht die einzigen intimen Details: «Hatte Sie ihre Menstruation?» «Haben Sie Blut gesehen?» Solche und andere Fragen musste sich Kachelmann während der Befragung anhören. Seine Antworten verlas der Richter heute, sie könnten im weiteren Verlauf des Prozesses von Bedeutung werden. Noch hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen nicht offengelegt, noch steht die Aussage von Jörg Kachelmann genauso im Raum wie die von Sabine W.(20min online)

13.9. Einerseits sei es eine Zumutung, dass diese Frauen über intimste Sachen aussagen müssten, obwohl es nichts zum Fall beitragen würde. Er forderte deshalb, dass ein Teil der Zeuginnen ausgeladen wird oder zumindest in einem nicht öffentlichen Verfahren aussagt. Anderseits fand er, dass vor allem eine Zeugin das «Ansehen der Justiz» gefährde. «Die Zeugin ist von der «Bunten» ausgegraben worden und hat ihre Aussage dem Magazin exklusiv verkauft», so Birkenstock. ( 20minonline)

13.9. Prozesstag mit schwachen Beweisen. Der Angeklagte schilderte hier dem Richter den angeblichen Tatabend aus seiner Sicht: Ein ganz normaler Abend, wie er ihn häufig in der Wohnung der Gelegenheitsgeliebten verbracht habe – so normal, dass er nicht mehr sagen kann, was es zu essen gab, ob er die Küche betreten hat, und ob die Frau ihre Monatsregel hatte. Kachelmann weiß bloß noch, dass die Beziehung mit der Freundin an diesem Abend nach heftigen Vorwürfen ihrerseits zu Ende ging – aber auch dieser Trennungsakt kommt in Kachelmanns Schilderung farblos, undramatisch, fast gleichgültig daher.

Bei der Nebenklägerin, der Kröber durchaus einige „manipulative Potenz“ zuerkennt, hat der Kriminalpsychiater allerdings kein Trauma gefunden. Auch keine Löschung von Erinnerungen an den Tatablauf und auch keine schamvolle innere Hemmung, vom erzwungenen Geschlechtsverkehr zu berichten – „wohl aber eine normalpsychologisch nachvollziehbare emotionale Labilität, insbesondere durch Kränkungen, die ihr Jörg Kachelmann zugefügt habe“.

Vor allem aber entlarvt der Sachverständige in seinem Gutachten das zutiefst Unseriöse der Argumentation des die Nebenklägerin behandelnden Traumatologen. Der hatte bei seiner Patientin erst eine Posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert, um dann von der eigenen Diagnose darauf zu schließen, dass es die behauptete Vergewaltigung wirklich gegeben habe.(DieZeit)

 13.9. Jörg Kachelmann war gewohnt zu dominieren. Er hat es fertiggebracht, dass sich ihm Frauen reihenweise unterwarfen. Dabei scheint er es weniger auf die Herzen der stolzesten Frauen abgesehen zu haben. Sondern auf Frauen wie Sabine W., mit denen er ein erschreckend leichtes Spiel hatte. Ob ihm darüber, dass alles so einfach ging, das Bewusstsein abhanden gekommen ist, dass es letztlich ein gefährliches Spiel bleibt, das er mit seiner halsbrecherischen Affären- und Beziehungsakrobatik treibt?

Die Don Juans früherer Zeiten wussten, dass sie mit dem Feuer spielen, dass jederzeit ein Verlobter, Gatte oder sonstiger Verwandter der Verführten und Betrogenen mit dem Dolch vor ihnen stehen kann. Jörg Kachelmann ließ sich von seinen „Schwiegermüttern“ mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen bewirten. Vieles spricht dafür, dass er sich den Biedermann selbst geglaubt hat. Und es deshalb doppelt nicht fassen kann, dass die einst erfolgreich Unterworfene ihm nun als Nebenklägerin gegenübersitzt, während der öffentliche Meinungssturm ihm eine Höllenfahrt beschert.

Aber auch uns, dem schockiert-faszinierten Publikum, zeigt der „Fall Kachelmann“, dass es eine Schimäre bleibt zu glauben, wir könnten den Irrgarten unserer Begierden und Sehnsüchte zu einem übersichtlichen Schrebergarten machen. Mit ihrem Brachialvers „Sex ist eine Schlacht, Liebe ist Krieg“ dürften Rammstein selbst dort recht haben, wo keine neunschwänzigen Katzen und Handschellen im Spiel sind. (Bild)

Anmerkung: Weil mit dem Namen Kachelmann gute Kasse gemacht werden kann, hat nun Jeder etwas zu sagen, so auch: Thea Dorn, 40, Sie blickte in die Augen des Angeklagten, des mutmasslichen Opfers und in all die Abgründe, titelt die Bildzeitung…. Ferndiagnosen von unqualifizierten Personen!

13.9. Der Vergewaltigungsprozess gegen den TV-Moderator Jörg Kachelmann ist am Montag vor dem Landgericht Mannheim kurz nach Beginn für kurze Zeit unterbrochen worden. Die Verteidigung beantragte ein Rechtsgespräch, an dem das Gericht, die Staatsanwaltschaft und der Nebenklägervertreter teilnehmen soll.

Zugleich kündigte das mutmaßliche Opfer am Rande der Verhandlung an, nicht mehr an dem Prozess teilzunehmen.(Schenefelder Tagblatt)

13.9.„Sie hat eine gewaltige manipulative Potenz“

Birkenstock forderte außerdem, Oberstaatsanwalt Oskar Gattner und Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge als Zeugen zu vernehmen. Sie hätten dem mutmaßlichen Opfer versprochen, dass Kachelmann in Untersuchungshaft bleibe, auch nachdem die Frau ihre Aussage in einigen Punkten korrigiert hatte. Dieser Vorgang sei nicht in die Akten aufgenommen worden.(Stern)

13.9. Deshalb wurde am Montag erstmals öffentlich seine Einlassung verlesen, die er kurz nach seiner Festnahme beim Haftrichter machte.

Danach habe seine frühere Freundin am 9. Februar bereits in ihrem Schlafzimmer mit Handschellen und Reitpeitsche auf ihn gewartet. Es sei zu einvernehmlichem Sex gekommen, danach hätten sie zusammen gegessen. Erst dann habe seine damalige Freundin ihn wegen eines auf ihn und eine andere Frau ausgestellten Flugtickets zur Rede gestellt. Beide seien danach davon ausgegangen, dass die Beziehung zu Ende sei. Als er sie verlassen habe, sei sie unverletzt gewesen. Dass er ein Messer angefasst habe, verneinte er, relativierte dann aber, er könne sich jedenfalls nicht daran erinnern.

Im Übrigen wurde bekannt, dass Kachelmann zeugungsunfähig ist und er deshalb keine Kondome benutzt. Die beiden Kinder aus seiner früheren Ehe stammen nicht von ihm. Das habe er bei einem Test erfahren. Weil seine frühere Frau ihm die Kinder untergeschoben habe, habe er großes Misstrauen in Beziehungen gehabt. Sein Verhältnis zum mutmaßlichen Opfer schilderte er dem Haftrichter als locker.

Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge verlas am Montag die Anklageschrift. Danach habe Kachelmann seiner damaligen Freundin in ihrer Küche ein Messer vorgehalten und sie ins Schlafzimmer geschoben und ihr gedroht: „Halt die Klappe, oder du bist tot.“ Während der Tat habe er ihr den Mund zugehalten und das Messer an den Hals gedrückt, wovon sie Rötungen im Halsbereich davongetragen habe. Die Gewaltanwendung habe außerdem zu blauen Flecken an den Oberschenkeln geführt.(Main Post)

13.9. Der Angeklagte schilderte hier dem Richter den angeblichen Tatabend aus seiner Sicht: Ein ganz normaler Abend, wie er ihn häufig in der Wohnung der Gelegenheitsgeliebten verbracht habe – so normal, dass er nicht mehr sagen kann, was es zu essen gab, ob er die Küche betreten hat, und ob die Frau ihre Monatsregel hatte. Kachelmann weiß bloß noch, dass die Beziehung mit der Freundin an diesem Abend nach heftigen Vorwürfen ihrerseits zu Ende ging – aber auch dieser Trennungsakt kommt in Kachelmanns Schilderung farblos, undramatisch, fast gleichgültig daher.

Dann spricht der Verteidiger. Reinhard Birkenstock, der Rechtsanwalt Kachelmanns, fasst die aktuelle Gutachtenlage zusammen und die sieht nicht gut aus für Staatsanwaltschaft und Nebenklage: Eine Bremer Aussagepsychologin hält in ihrer Expertise die Vergewaltigungsschilderung der Opferzeugin für so dürftig und unplausibel, dass sich damit eine tatsächlich stattgefundene Vergewaltigung nicht beweisen lässt. (DieZeit online)

13.9. «Ich schwöre bei allem, was mir heilig ist, dass die Vorwürfe haltlos und falsch sind», sagte Kachelmann bei der Einvernahme. Er habe weder ein Messer berührt noch die langjährige Geliebte vergewaltigt. Was in der Wohnung von Sabine W. in Schwetzingen passierte, schilderte Kachelmann so: Als er am späten Abend des 8. Februar deren Wohnung betreten habe, sei die 37-jährige Frau bereits ausgezogen gewesen. Sie habe Reizwäsche angehabt, «in den Händen hielt sie Handschellen» und eine Reitgerte habe sie auch gehalten. So sei es praktisch immer gewesen, wenn sie miteinander Sex gehabt hätten.

«Es kam zum Geschlechtsverkehr – und dies erfolgte zu jedem Zeitpunkt in gegenseitigem Einvernehmen», sagte Kachelmann weiter. Danach hätten sie sich vor den Fernseher gesetzt und etwas gegesssen. Im Laufe des Abends habe ihr Sabine W. gesagt, dass die Vertrauensbasis der Beziehung nicht mehr gegeben sei, weil er eine andere Frau habe. Anschliessend hätten sie sich emotional, aber normal verabschiedet. Er habe in einem Hotel übernachtet und sei schliesslich nach Kanada geflogen.

Vor dem Haftrichter bestritt Kachelmann entschieden, dass er Sabine W. Verletzungen zugefügt habe. Als in der Nacht auf den 9. Februar die Wohnung in Schwetzingen verlassen habe, sei sie nicht verletzt gewesen. «Die Verletzung durch ein Messer am Hals und die Hämatome an den Oberschenkeln muss sie sich selber zugefügt haben.»(Der Bund)

13.9. „Ich möchte vorwegschicken, dass ich schwöre bei allem, was mir heilig ist, dass der Vorwurf falsch ist. Ich habe kein Messer berührt. Wir hatten uns per SMS verabredet. Frau W. wollte nackt auf dem Bett warten.“

„Ihr Strickkleidchen war bereits hochgeschoben, als sie mich empfing. Sie hielt die Handschellen bereits in der einen Hand, hatte eine Reitgerte bereitliegen. Wir hatten zunächst oralen und dann normalen Geschlechtsverkehr. (…) Danach war es üblich, dass wir uns vor den Fernseher setzten. Ich gehe davon aus, dass sich auf dem Sofa noch DNA-Spuren von mir finden, sozusagen vom Heraustropfen.“

„Nach dem Essen kam sie auf das Kuvert mit den Flugtickets zu sprechen. Ich gab zu, dass ich mit dieser Frau nach Vancouver geflogen war. Danach sah sie keine Vertrauensbasis für eine Beziehung mehr. Ich habe nicht gekämpft. Wir haben uns normal, aber emotional verabschiedet.“

• Kachelmann über die Beziehung mit Sabine W., die er seit 1998 kannte: „Ich habe sie 10- bis 12-mal im Jahr gesehen, dann wieder ein paar Monate nicht. (…) Telefonischer Kontakt war selten, mehr per SMS und Mail. (…) Die Perspektive war nie ein Thema. Die Treffen waren in ihrer Seltenheit für beide Seiten in Ordnung.“

• Kachelmann über finanzielle Hilfe für Sabine W.: „Ich habe sie unterstützt, habe ihr manchmal einen dreistelligen Betrag überwiesen, wenn sie knapp bei Kasse war.“

• Kachelmann über gemeinsame Aktivitäten mit Sabine W.: „Ich habe nur einmal für eine halbe Stunde am Familientisch gesessen. Ich war mit ihr einmal für eine knappe Woche in Oklahoma, doch das war für beide Seiten ein frustrierendes Erlebnis. Ich habe nie Weihnachten mit ihr verbracht.“

• Kachelmann über Hoffnungen, die sich seine Ex-Freundin machte: „Ich bemerkte im letzten halben Jahr ein wachsendes Interesse von ihr an mir. Ich sprach sie auch darauf an. Sie sagte, sie sei zu dem Schluss gekommen, dass ich doch nicht so dumm sei. (…) Ich muss mich bei Frau W. entschuldigen. Ich habe ihr nicht klar gesagt, dass ich keine Perspektive sehe.“

• Kachelmann über Untreue: „Ich war Frau W. nicht treu, ich hatte weitere Verhältnisse von der Art wie mit Frau W.“

• Kachelmann über seine Kinder: „Ich habe in Kanada zwei Kinder, von denen ich später erfuhr, dass sie nicht von mir sind. Seither habe ich ein großes Misstrauen in neue Bindungen. (…) Meine Kinder sind sechs und zehn Jahre alt.“

• Kachelmann berichtet über Zeugungsunfähigkeit: „Ich habe ein Spermatogramm gemacht. Dabei kam heraus, dass eine Befruchtung mit technischen Methoden wohl nicht ausgeschlossen sei, aber nicht auf dem Normalwege. (…) Frau W. wusste von meiner Zeugungsunfähigkeit, deshalb fand der Geschlechtsverkehr stets ohne Kondom statt.“

• Kachelmann über das Beziehungsende am Tatabend: „Erst kam das Essen, dann kam der Brief. Wir haben beide geweint. Das Gespräch hat auch viel Schweigen beinhaltet. Es dauerte so eine halbe Stunde. (…) Ich sagte: Das war es ja wohl? Sie sagte: Ja. Beim Sex fragte sie dreimal: Liebst du mich überhaupt? Hinterher wusste ich warum. Ich hätte mir gewünscht, sie hätte es früher thematisiert.“

• Kachelmann auf die Frage, ob er das Messer, mit dem Sabine W. verletzt worden sein soll, in der Hand hatte: „Nein, ich hatte das Messer nicht in der Hand. Ich kann mich nicht erinnern, an jenem Abend das Messer berührt zu haben. 100-prozentig kann ich aber nicht ausschließen, das Messer benutzt zu haben, erinnern kann ich mich aber nicht.“

• Bei der Vernehmung zeigt der Richter dem Moderator Fotos der Verletzungen von Sabine W.. Kachelmann bestreitet, etwas damit zu tun zu haben. „Ich habe nichts getan, was zu den Hämatomen führte. (…) Sie muss sich die Verletzungen selbst zugefügt haben. Als ich sie verließ, hatte sie die nicht.“( http://www.bild.de/news/2010/joerg-kachelmann/sie-hielt-die-handschellen-bereits-in-der-einen-hand-13951738.bild.html)

14.9. Aber erstmals wurde das verlesen, was er im März dem Haftrichter gesagt hatte. Die Öffentlichkeit kennt diesen Tag, denn nach dieser Aussage rief Kachelmann den vorm Mannheimer Landgericht wartenden Journalisten zu, dass er unschuldig sei. Die Szene lief in allen Fernsehsendern. Was Kachelmann damals dem Haftrichter erklärt hatte, wurde am Montag vor dem Landgericht öffentlich. Er sagte, seine Freundin habe bereits in ihrem Schlafzimmer mit Handschellen und Reitpeitsche auf ihn gewartet. Es sei zu einvernehmlichem Sex gekommen, danach hätten sie zusammen gegessen. Erst dann habe seine Freundin ihn wegen eines auf ihn und eine andere Frau ausgestellten Flugtickets zur Rede gestellt, sagte Kachelmann. Als er sie verlassen habe, seien beide vom Ende der Beziehung ausgegangen. Sie sei unverletzt gewesen. Ob er ein Messer angefasst hat, daran kann sich der wegen schwerer Vergewaltigung Angeklagte nicht erinnern.

3. Prozesstag Mittwoch, 15. September 2010

15.9. An der heutigen Verhandlung hatte das Landgericht Mannheim zunächst drei Polizisten befragt. Die Beamten schilderten die Umstände der Anzeige, die das mutmassliche Opfer Sabine W. erstattete. In der Verhandlung liess das Gericht den Telefonanruf der 37-jährigen Frau abspielen. Auch ihr Handy und der Computer wurden später sichergestellt und durchsucht. Dabei kam heraus, dass das mutmassliche Vergewaltigungsopfer Kachelmann noch zweimal im März anrief, wie die Nachrichtenagentur dapd berichtet. Die Ex-Geliebte Kachelmanns erklärte das der Polizei damit, dass sie sicher sein wollte, dass er noch im Ausland ist.

Im Weiteren erzählten die Polizisten, wie die Festnahme des 52-jährigen Kachelmanns am 20. März 2010 auf dem Flughafen Frankfurt erfolgte. Kachelmann, der aus Kanada gekommen war und von einer jungen Frau abgeholt wurde, sei von acht Polizisten beschattet worden. Diese hätten ihn bei der Gepäckausgabe und der herzlichen Begrüssung der 24-jährigen Frau beobachtet. «Es wurden Zärtlichkeiten ausgeteilt, rumgeknutscht», sagte ein Polizist bei der Befragung durch das Landgericht Mannheim.

Die Verhandlung, die um 9 Uhr begann, musste bereits nach wenigen Minuten unterbrochen werden – wegen eines Befangenheitsantrags gegen zwei Sachverständige der Verteidigung. Einer der beiden Gutachter ist der renommierte Rechtsmediziner Bernd Brinkmann. Den Befangenheitsantrag hatte die Staatsanwaltschaft gestellt. (Der Bund)

15.9. Obwohl klar war, dass Kachelmann noch am selben Tag nach Kanada zu den Olympischen Winterspielen fliegen wollte, entschied die Staatsanwaltschaft, ihn zunächst nicht festnehmen zu lassen. „Wir hatten seinerzeit Bedenken hinsichtlich eines dringenden Tatverdachts“, sagte Oberstaatsanwalt Oskar Gattner. (DieZeit)

15.9. Heute dritter Prozesstag gegen Jörg Kachelmann (52)! Am Nachmittag soll die erste von neun Geliebten aussagen.

 15.9. Der dritte Prozesstag zeigte auch, wie es weitergehen wird in diesem Verfahren. Der Vorsitzende Richter Michael Seidling lehnte Anträge der Verteidigung ab, Ex-Freundinnen als Zeuginnen „abzuladen“, wie es in der Gerichtssprache heißt. Auch soll es dabei bleiben, dass die Nebenklägerin erst nach den anderen Gefährtinnen Kachelmanns aussagt. „Die Reihenfolge ist sinnvoll und sachgerecht.“ Ein Einfluss auf die Schöffen sei nicht zu befürchten, sie könnten die Aussagen – wie Berufsrichter – differenziert beurteilen. „Keine der Zeuginnen wird von Vergewaltigungsszenen berichten, es geht um die Schilderungen sadomasochistischer Liebesspiele“, so Seidling. „Die Aussagen werden voraussichtlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.“ Zudem habe sich die Nebenklägerin vielfach zur Tat geäußert, „ihre Bekundungen lassen kaum Spielraum für Manipulationen.“

Reihenfolge der Zeugenauftritte ist umstritten : Der Streit um die Reihenfolge der Zeugenauftritte hat einen handfesten Hintergrund. Anders als die Verteidigung es behauptet, ist es durchaus nicht ungewöhnlich in der kritischen Konstellation „Aussage gegen Aussage“ bei einem Vergewaltigungsprozess die Belastungszeugin, das angebliche Opfer, erst spät anzuhören. Das Gericht kann so zunächst die Aussagen anderer sammeln und möglicherweise neue Anknüpfungspunkte finden, um die Zeugin mit neuen Tatsachen und Fragen zu konfrontieren. Motto: Wer schon etwas weiß, kann leichter Neues erfahren. Doch auch das Gegenargument aus Sicht der Verteidigung ist verständlich. Nebenklagevertreter Thomas Franz hat die Pflicht, seine Mandantin über den Ablauf der Hauptverhandlung zu informieren, auch über Zeugenaussagen anderer. So kann sich die mutmaßliche Opferzeugin besser auf ihre Aussage vorbereiten, Widersprüche vermeiden, Lücken schließen – und notfalls, auch das ist möglich, eben auch lügen. (Der Tagesspiegel)

15.9. Die Zeugin kam durch einen separaten Eingang, hat vorher im Zeugenzimmer gewartet. Sie hat langes dunkelbraunes lockiges Haar, braune Augen, ist sehr zierlich. Die Frau trägt ein eng anliegendes rot-weiß gestreiftes Hemd, schwarze Jeans und Jacke. Als sie den Gerichtssaal betrat, ging Kachelmanns das Gesicht auf, großes Lächeln. Vorher hatte er die ganze Zeit geguckt und gesucht, durch welchen Eingang sie reinkommt. Sie betrat mit Rechtsbeistand den Verhandlungssaal, sagte Namen, Alter, „ledig“ und „ich bin nicht mit Kachelmann verlobt“. (Bild)

Miriam K. (24) ist Psychologie-Studentin, stammt aus Leipzig. Nach BILD-Informationen glaubte sie – wie auch mehrere andere Frauen –, sie sei die Einzige, führe eine feste Beziehung mit Kachelmann. Sie sollen über Heirat und Kinder gesprochen haben. Die junge Studentin zog angeblich sogar nach Konstanz – um näher bei ihm zu wohnen.

Anmerkung: Miriam K. Leipzig. schrieb auf ihrer Homepage, sie würde gerne Queen oder Jörg Kachelmann kennen lernen. Queen war eine Nummer zu Gross für die kleine Leipzigerin, da nahm sie 2009 eben Jörg Kachelmann, den sie- nach Skypekontakt – dann bei Riverboat traf. Freiwillig ging sie mit ihm eine Beziehung ein, aber auch um zu profitieren! Nur Hoteltreffs, wie bei den meisten anderen Frauen, die sich Lebenspartnerinnen nennen! Was sie von Jörg Kachelmann bekam? Er zahlte Zahnarzt- und Führerscheinrechnung. Bargeld, nachdem ihr BAföG auslief) (Bild)

15.9. Ein Kriminaltechniker erzählte dem Gericht, wie sie zuvor das Dachgeschoss der Nebenklägerin unter die Lupe genommen hätten. „Wir haben uns größte Mühe gegeben, wie bei einem Tötungsdelikt“. Vor jedem neuen Asservat habe man die Handschuhe gewechselt. Auf dem Bett seien die Decken gerade gezogen gewesen, vor dem Bett auf dem Teppich lag ein Messer. Auch den Brief fand man, den, wie später herauskam, die Nebenklägerin selbst an sich geschickt hatte. Zwei Blätter, davon eine Kopie mit einem Flugticket, ausgestellt auf Kachelmann und eine Nebenfreundin, dazu ein Blatt mit dem Hinweis „Er schläft mit ihr“.

Auch soll es dabei bleiben, dass die Nebenklägerin erst nach den anderen Gefährtinnen Kachelmanns aussagt. „Die Reihenfolge ist sinnvoll und sachgerecht.“ Ein Einfluss auf die Schöffen sei nicht zu befürchten, sie könnten die Aussagen – wie Berufsrichter – differenziert beurteilen. „Keine der Zeuginnen wird von Vergewaltigungsszenen berichten, es geht um die Schilderungen sadomasochistischer Liebesspiele“, so Seidling. „Die Aussagen werden voraussichtlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.“ Zudem habe sich die Nebenklägerin vielfach zur Tat geäußert, „ihre Bekundungen lassen kaum Spielraum für Manipulationen.“(Tagesspiegel)

15.9.(..) „Ich habe alles an die Staatsanwaltschaft gemailt“, rechtfertigt sich der Polizeizeuge. „Wir bekamen keine Begründung“, warum er ausreisen durfte.(…)

(…)er dritte Zeuge, ein Kriminaltechniker, hatte an jenem Morgen „danach“ den Tatort untersucht. Das Bett mit „frischen Sekretantragungen“. Woher wusste er, dass sie frisch waren? „Die Wohnung war ja sonst aufgeräumt und ordentlich“, sagt der Mann. „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass jemand eine solche Bettwäsche lässt. Das sah man ja mit bloßem Auge! So etwas will man doch gewaschen haben!“ (…)

(…)Die Spuren seien zwar trocken -“brettartig!“ – gewesen. Aber doch frisch. „Woran sieht man, wenn die Flecken trocken sind, dass sie frisch sind?“ fragt die Beisitzerin. „Sperma wird doch abgerubbelt, wenn man nochmals drauf liegt“, sagt der Zeuge. Sekret, das sei seine Einschätzung nach „meinem Erfahrungswert“, falle ab.

Oder waren die Spuren noch feucht? „Ich denk’ mal, dass sie trocken waren“, antwortet der Kriminaltechniker.

(…) Rechtsmediziner Bernd Brinkmann, Gutachter der Verteidigung und einer der anerkanntesten Sachverständigen der Republik für die Spurenbewertung, schaltet sich ein: „Haben Sie darauf geachtet, ob bei den Flecken auf dem Bett Faltenaussparungen zu sehen waren?“ Nein, so genau habe er nicht geschaut, sagt der Zeuge. Das Bett habe wie „gemacht“ ausgesehen. Glattgezogen zumindest. „Wenn da zwei Personen drauf liegen, hätte da mehr durcheinander sein müssen.“ (…)

(…)“Haben Sie gefragt, wie lange diese Bettdecke da schon lag?“, fragt Rechtsmediziner Brinkmann den Zeugen. „Nein“, antwortet der und beteuert, dass man in diesem Fall so genau „wie bei einem Tötungsdelikt gearbeitet“ habe. (…) (Giesela Friedrichsen: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,717734-2,00.html)

15.9. Es gehört zur Perfidie des Verfahrens, dass bei mutmasslichen Sexualdelikten noch das Allerprivateste ans Licht gezerrt wird. Egal, wie der Prozess am Ende ausgeht, der Schaden für den Meteo-Unternehmer ist bereits enorm.

Hart zu kritisieren ist vor allem die Prozessführung des Mannheimer Gerichtspräsidenten. Die Ermittler haben zur Anschwärzung des Angeklagten nicht nur eine Reihe seiner früheren Freundinnen eingeladen. Sie staffelten auch die Abfolge der Zeugenaussagen zum grösstmöglichen Nachteil des Wettermoderators. Zuerst reden ungehindert die ehemaligen Lebens- und Tagesabschnittspartnerinnen, ehe dann die eigentliche Kronzeugin der Anklage, das mutmassliche Vergewaltigungsopfer, weitere Anschuldigungen platzieren darf. Das ist insofern höchst fragwürdig, als bereits bekannt ist, dass die Kronzeugin bei der Einvernahme nachweislich gelogen hat und versucht sein könnte, die eigenen Aussagen auf die Aussagen der anderen Kachelmann-Freundinnen abzustimmen.

Die über den Prozess berichtende Frauenrechtlerin Alice Schwarzer rechtfertigte im Fernsehen diese Vorführ- und Schauprozessjustiz ausdrücklich. Es sei eben wichtig, dass man ein vollständiges Bild der Persönlichkeit des Angeklagten erhalte, sagte Schwarzer sinngemäss. Welch ein Unsinn. Denken wir diesen Ansatz konsequent zu Ende, muss in Zukunft jede vor Gericht stehende Person fürchten, zur Ermittlung eines möglichst vollständigen Charakterbilds bis auf die Unterhose öffentlich ausgezogen zu werden – wobei sich immer ein Heer von Zeugen findet, das pikante Details brühwarm weiterreicht. Die Volksgerichtshöfe der Moral kennen kein Erbarmen. Es wäre richtig und anständig, wenn die Medien sich an der Kachelmann-Ausweidung nicht beteiligten und seine Intimsphäre so weit wie möglich respektierten. (http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2010-37/artikel-2010-37-editorial-kachelmann.html)

15.9. 9.15 Uhr Der Prozess ist erneut unterbrochen! Die Staatsanwaltschaft hat gegen zwei Experten der Verteidigung Befangeinheitsantrage gestellt. Der Prozess ist bis 10.15 Uhr unterbrochen. Die in Frage gestellten Experten – einer davon der Rechtsmediziner Bernd Brinkmann – sollten für die Verteidigung, Hämatome und Verletzungen sowie Waffe beurteilen, die laut Anklage nach der angeblichen Vergewaltigung beim mutmasslichen Opfer festgestellt, respektive in ihrer Wohnung gefunden wurden.

Der Staatsanwalt hält die Gutachter der Verteidigung für befangen, da sie bereits vor Prozessbeginn Stellungnahmen zugunsten Kachelmanns abgegeben hätten.

10.54 Uhr: Der Notruf von Petra S. wird im Gericht abgespielt: Zuerst ist Petras Vater zu hören. Er nennt Name und Wohnort und gibt dann seiner Tochter den Hörer. Petra sagt: «Guten Tag, mein Name ist Petra S. Ich bin heute Nacht vergewaltigt worden. Der Polizist fragt: «Von wem?» Petra: «Von… (kleine Pause) meinem Freund.»

11.03 Uhr: Hauptkommissar Hubert D. wird vernommen. Er schildert das Prozedere nach dem Anruf von Petra S. Wie man sie vernommen habe und schliesslich beschlossen habe, ihn am Flughafen zu verhaften.

13.15 Uhr: Andreas K. (40), Leiter der Kriminaltechnik, sagt aus. Er hat mit seinem Team die Wohnung von Petra S. untersucht. Neben dem Bett habe man das Messer gefunden. Auf der glattgezogenen Bettdecke seien Blut und sekretverdächtige Spuren festgestellt worden. In der Küche habe man im Mülleimer einen benutzten Tampon gefunden. Auf einem Handtuch im Bad seien ebenfalls Blutspuren festgestellt worden.

15.40 Uhr: Miriam K. (24), die Jörg Kachelmann vom Flughafen abgeholt hatte, betritt den Gerichtssaal. Ihr Anwalt beantragt, die Öffentlichkeit von der Verhandlung auszuschliessen. Dem wird stattgegeben.

16.05 Uhr: Miriam K. muss aussagen. Sie hat ein kindliches Gesicht, ist gross und schlank. Sie hat lange braune Locken, trägt ein rotweiss-gestreiftes Hemd. Medien und Zuschauer müssen nun den Saal verlassen. (Blick)

Anmerkung: Hubert D. vergisst jedoch zu erzählen, dass er seine Tochter zu dem Event Kachelmannverhaftung mitgenommen hat. Damit sie sich amüsieren konnte.

16.9. Alice Schwarzer kann nicht schweigen. Im Fall Kachelmann hätte sie aber lieber ihren Mund gehalten. Die Emma-Chefin schaltet sich via Bild-Zeitung in den Prozess ein und setzt damit ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel, die sie sich in den letzten vier Jahrzehnten hart erkämpft hat.

Ausgerechnet als Bild-Gerichtsreporterin ist Alice Schwarzer zum tragischen Star des Kachelmann-Prozesses geworden. Sie vertraut nicht auf die Unabhängigkeit der Justiz, sondern will auf das Urteil Einfluss nehmen. Nicht unbegründet wirft sie der medialen Öffentlichkeit – in persona der Spiegel-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen – vor, Partei für den mutmaßlichen Täter Kachelmann zu ergreifen. Doch anstatt objektiv in der Emma über den Prozess zu berichten, sieht sie sich in der Pflicht, die Sicht des mutmaßlichen Opfers medial zu vertreten. Und das ausgrechnet im auflagenstärksten Medium Deutschlands. Dabei hält sie mit ihrer Schuldvermutung gegenüber Kachelmann nicht hinterm Berg.( http://www.news.de/medien/855073557/alice-schwarzer-verraet-sich-selbst/1/)

16.9. Sie bringt sich um den letzten Rest ihrer ernstzunehmenden Reputation. Die Marke Schwarzer, die sie in 40 Jahren aufgebaut hat, richtet sie in fünf Sekunden zu Grunde. Und bei Pocher ist Hopfen und Malz verloren. Der Mann schafft sich derzeit selbst ab.

Da hackt die eine Krähe der anderen kein Auge aus. Beide freuen sich diebisch. Die Schwarzer macht damit satt Kohle. Das ist zumindest meine Vermutung. Die Emma läuft nicht und die Zeit der feministischen Feministin ist abgelaufen. Das ist der Offenbarungseid der Alice Schwarzer in reinster Form.

Herr Kachelmann wird irgenwann ein Buch darüber schreiben, wie es wirklich war. Er wird weiterhin auch Geld haben. Er wird aber Mühe haben, an sein altes Leben anzuknüpfen. Wenn Aussage gegen Aussage steht und der Mann notdürftig freigesprochen wird, dann bleibt immer noch dieser ganze selbstherrliche Umgang mit den Medien und der Gesellschaft. ( News.de – Jon Christoph Berndt, Jahrgang 1969, ist Medienexperte und Management-Trainer sowie Inhaber der brandamazing: Unternehmensberatung für Markenkommunikation in München. )

16.9. Kriminaltechniker: Nicht so genau hingeschaut

Der Kachelmann-Prozess macht heute eine Pause, die Diskussionen um den Fall aber nicht: Am dritten Tag vor Gericht in Mannheim ging es neben dem Ablauf der Verhaftung Kachelmanns vor allem um Detailfragen, die aber eine gewisse Brisanz mit sich bringen – wurde bei der Tatortsicherung geschlampt?

Wie die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen bei ‘Spiegel Online’ schildert, gab ein Kriminaltechniker, der am Morgen des Notrufs der Klägerin Sabine W. deren Wohnung untersucht hatte, kein gutes Bild vor Gericht ab.

Zunächst wusste der Zeuge von „frischen Sekretantragungen“ auf dem Bett zu berichten – auf die Nachfrage, warum er sich da so sicher sei, konnte der Beamte aber nur erwidern: „Die Wohnung war ja sonst aufgeräumt und ordentlich. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass jemand eine solche Bettwäsche lässt. Das sah man ja mit bloßem Auge! So etwas will man doch gewaschen haben!“

Außerdem hätte sich das Sperma auf der Decke nach Ansicht des Kriminaltechnikers gelöst, wenn man nochmals darauf gelegen hätte. Die Spuren seien trocken aber frisch gewesen. Auf die Nachfrage, ob die Spuren doch feucht waren, antwortete der Zeuge laut Friedrichsen: „Ich denk’ mal, dass sie trocken waren.“

16.9. «Wir orientierten die Staatsanwaltschaft darüber», sagte der leitende Ermittler am dritten Tag des Prozesses im Zeugenstand. Der dringende Tatverdacht war für die Staatsanwaltschaft zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben. Die Aussage der Angeklagten knapp 12 Stunden nach der Tat sei nicht ausführlich genügend gewesen, wie Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge erklärte. «Wir mussten sie unterbrechen, um die Spurensicherung an dem mutmasslichen Opfer durchzuführen.»

Geheime Spurensicherung: Der Beschuldigte hob aber bereits am Nachmittag ab in Richtung Olympische Spiele in Kanada. Die Polizei und Staatsanwaltschaft hielten daraufhin den Tatverdacht unter Verschluss, um eine Rückkehr des Moderators nicht zu verhindern. Während Jörg Kachelmann in Vancouver im Einsatz stand, sicherten die Behörden in Deutschland Spuren und Beweise, wie am Mittwoch klar wurde. Das Gericht berief den zuständigen Beamten der Spurensicherung in den Zeugenstand – es wurde eine Befragung der unappetitlichen Art.

«Auf dem Bett fanden wir Blut und Sperma», begann der zuständige Kriminaltechniker seine Ausführungen. Weitere Blutspuren wurden auf einem Handtuch im Bad gefunden. Zudem habe man einen Brief, ein Messer und einen Tampon sichergestellt. «Der blutige Tampon lag zuoberst im Müll. Wir drehten den Rückholfaden und stellten ihn gesondert sicher», beschrieb der Beamte die Suche nach Beweisen in der Wohnung des mutmasslichen Opfers Sabine W. Über eine Stunde beschrieb der Kriminaltechniker die Lage im Haus: Wo lag der Brief? War das Bett zerwühlt? Wo lag das Messer? Jedes Detail am mutmasslichen Tatort wurde mit Fotos dokumentiert. Das Gericht ging Bild für Bild durch.

(..)Das Ende des dritten Prozesstages erlebten die Journalisten nicht mehr im Saal: Die Befragung von Marion K.* erfolgte unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Medien waren nur bei der Personalienaufnahme der 24-jährigen Freundin von Jörg Kachelmann dabei. Die Psychologie-Studentin wurde zur Verhaftung befragt, sie hatte den Wettermoderator am Flughafen abgeholt, als er festgenommen wurde. Mit ihrer schlanken Figur erinnerte sie stark ans mutmassliche Opfer: Nur die dunklen, lockigen Haare unterscheiden die beiden Frauen. (..) (20minonline)

17.9. Die Crème de la Crème der Forensik

In Schweizer Gerichtsverhandlungen schauen die Experten vorbei, wenn sie gefragt sind, und gehen meist bald wieder. In Deutschland herrscht Anwesenheitspflicht. So sitzen Professoren an einem Dutzend Verhandlungstagen in Mannheim fest, obwohl die meisten irgendwo zwischen Nord- und Bodensee an Universitäten lehren und forschen müssten. Für viele ist es eine Prestigeangelegenheit, beim «Prozess des Jahres» mitzuwirken. So trifft sich während zweier Monate montags und mittwochs ein Teil der Crème de la Crème der deutschen Forensik in Mannheim.

Der Indizienprozess Kachelmann ist zum Expertenstreit geworden. Genauer: Es gibt zwei Auseinandersetzungen. Die einen Fachleute streiten sich, ob sich das mutmassliche Opfer selber verletzte oder ob die Spuren an Hals, Oberkörper und Beinen von einem anderen Menschen stammen. Die anderen Experten analysieren die Aussagen der Frau, die Jörg Kachelmann angezeigt hat, sowie den Angeklagten. Die schwierigste bis unmögliche Aufgabe hat der Psychiater Hartmut Pleines bekommen: Er soll Kachelmann begutachten. Aber der will nicht mittun, sondern schweigt.(Tageanzeiger –Knellwolf)

Anmerkung: Titel dieses Artikels: Die schwierigste Aufgabe hat Kachelmanns Psychiater! Kachelmanns Psychiater? Nein, das ist die moderne Foltermethode des Vorsitzenden der 5. Strafkammer. Pleines ist NICHT Kachelmanns Psychiater, er kennt ihn nicht, hört ihn nicht, kann nur seine Gesten oder Mimik beurteilen! Und da will dieser Herr ein Urteil abgeben? Lächerlich!

18.9. Gerichtspsychiater Volker Dittmann glaubt nicht, dass der TV-Meteorologe Jörg Kachelmann an einer schweren Störung leidet

18.9. Hörfunkstimmen bekamen beim Radiopreis ein Gesicht :D ie Laudatoren haben die aus TV und Film bekannten Gesichter, die Preisträger die vertrauten Stimmen: Zahlreiche öffentlich-rechtliche Sender und einige Privatradios haben die ersten Deutschen Radiopreise gewonnen.

(….) Ernstere Töne schlugen Kollegen des mutmaßlichen Opfers von TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann auf der Bühne an: „Eine Moderatorin von uns geht derzeit durch sehr schlechtes Wetter. Das ist auch Dein Preis und wir stehen hinter Dir.“ Die Moderatorin des Mannheimer Radiosenders Sunshine Live hatte Kachelmann wegen Vergewaltigung angezeigt. Der Prozess läuft derzeit vor dem Landgericht Mannheim. (…) (Focus)

19.9. Isabella M. (30, Name geändert), die im April in „Bunte“ als erste Ex-Geliebte über ihr Leben mit dem Wettermann berichtet hatte, macht in einer E-Mail deutlich, dass sie Kachelmann auf jeden Fall im Gefängnis sehen will: „Ja, er ist ein Schwein, und ich freue mich über jede einzelne Minute, die er einsitzt, bin ich doch der Meinung, selbst wenn er sie nicht vergewaltigt hat, hat er doch mit allen einen seelischen Missbrauch durchgeführt und sitzt zu Recht.“

Isabella M. soll am 6. Oktober im Prozess als Zeugin aussagen. Die Diplom-Kauffrau versuchte auch, andere Frauen zu überzeugen, öffentlich über Jörg Kachelmann zu sprechen: „Je mehr Frauen was sagen, desto besser für uns“, schreibt sie.

Anmerkung: Isabella M. das Korkenzieherlöckchen  hat ihre angebliche Geschichte, einschliesslich der Kinder und der Mutter von Jörg Kachelmann für sehr viel Geld – bereits vor ihrer Aussage -  an die Bunte verkauft( Bild)

19.9.Die Aussagen von Kachelmanns mutmasslichem Opfer erfüllen laut einer Gutachterin die «Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz» nicht. Wie liess sich das feststellen?
Sehr wahrscheinlich hätte in den Aussagen der Frau mehr kommen sollen – aufgrund kriminologischer und psychologischer Erfahrungen. Eine Radiomoderatorin hat normalerweise die intellektuelle Fähigkeit, eine Tat detailreicher und widerspruchsfreier darzustellen. Wenn jemand eine Vorgeschichte mit vielen Details wiedergibt – dann Treffen, dann den und den Wein getrunken – und bei der Tatschilderung die Erzählung plötzlich dürftig wird – im Stil: Da war noch ein Messer, und dann weiss ich fast nichts mehr –, ist höchste Skepsis angebracht.

Könnte ein Schock dies erklären?
Kaum. Eine Vergewaltigung ist ein eingreifendes Erlebnis. Ein Opfer müsste in der Lage sein, wesentliche Details zu schildern. Intellektuelle, geschulte Personen wissen aber, dass sie bei Falschbeschuldigungen sich in Widersprüche verstricken können, wenn sie zu viele unwahre Einzelheiten erzählen. Zudem können die Rechtsmedizin und die Spurensicherung dann Details überprüfen.

Lassen sich Erinnerungslücken nicht mit Verdrängung erklären?
Das gehört weitgehend ins Reich der Märchen. Wissenschaftlich lassen sich solche Lücken damit nicht erklären.

Also ist die Gleichung Traumatisierung = Erinnerungslücke falsch?
Das Gegenteil ist der Fall: Posttraumatische Belastungsstörungen führen zu quälenden Erinnerungen, die man nicht loswird. Ein totales Blackout gibt es kaum. Es kann zwar Erinnerungslücken bei Einzelheiten geben. Aber es gibt eine Fokussierung auf das Tatgeschehen. (Tagesanzeiger)

19.9. Bei den Schilderungen sexueller Praktiken, die der Vorsitzende aus dem Vernehmungsprotokoll vorliest, fühlt man sich bei aller voyeuristischen Lust unangenehm berührt. Manchmal aber ist es auch zum Schmunzeln: Vor jedem Treffen gab es SMS Verkehr. Die Frau habe immer wissen wollen, wann exakt er bei ihr Eintreffe. Der Grund: die Heizung im Haus stelle sich um 23 Uhr ab. Und sie wollte ihn jeweils nackt auf dem Bett liegend empfangen, ohne frieren zu müssen.(SonntagsZeitung)

19.9. Die bisher geheimen Internet-Einträge der Ex
„Ich freue mich jeden Tag, wenn er weiter sitzt“, schrieb eine der Frauen am 14. April – zwei Wochen nach der Verhaftung. Isabella M. (30, Name geändert) berichtete im April in der Bunten von ihrem Leben mit Kachelmann. Auch sie soll vergewaltigt worden sein. In einer E-Mail schreibt sie jetzt: „Ja, er ist ein Schwein, und ich freue mich über jede einzelne Minute, die er einsitzt, bin ich doch der Meinung, selbst wenn er sie nicht vergewaltigt hat, hat er doch mit allen einen seelischen Missbrauch durchgeführt und sitzt zu Recht.“ Am 6. Oktober soll M. als Zeugin vor Gericht aussagen. Via Internet ermutigte sie andere Frauen, ebenfalls öffentlich über Kachelmann zu sprechen: „Je mehr Frauen was sagen, desto besser für uns.“

Der stärkste Mail-Verkehr zwischen den Damen fand am 29. Juli statt, nachdem Kachelmann aus der U-Haft entlassen worden war. „Ein Horror“, lautet ein Kommentar. „Ja. Mich machen sie hier auch schon alle verrückt“,lautet die Antwort.

Für Frauen, die Kachelmann verteidigen wollen, hat die verschworene Netz-Gemeinschaft kein Verständnis übrig. „Er ist es nicht wert. Und er wird auch Sie immer weiter belügen.“ Und noch eindeutiger das Urteil einer anderen: „Wie dumm kann sie sein? Oder ist sie mittellos?“ Sprachen sich Zeuginnen vor ihren Aussagen ab?
Heikel: Laut Bild am Sonntag soll es zwischen dem mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer und zumindest einer Zeugin auch telefonischen Kontakt gegeben haben. Eine der Ex-Geliebten schrieb im Internet mit Hinblick auf die zahlreichen Kontakte: „Man muss sich auf Übereinstimmungen in den Zeugenaussagen von Sabine W. und einer anderen Frau einrichten.“(OE24at)

20.9. Das sagten die 7 Geliebten aus

Viele von ihnen halten seit Wochen Kontakt untereinander. Sie telefonieren regelmäßig, kommunizieren im Internet.

Ex-Geliebte Isabelle M. (30) schrieb den anderen Zeuginnen laut BILD am SONNTAG: „Ich freue mich über jede einzelne Minute, die er einsitzt.“

Kachelmann-Anwältin Andrea Combé befürchtet deshalb: „Dieser Informationsaustausch der Zeuginnen kann dazu führen, dass die Aussagen aufeinander abgestimmt sind und Zweifel an der Glaubwürdigkeit bestehen.

Wer sind die Zeuginnen? BILD liegen die Aussageprotokolle von sieben Ex-Geliebten vor, die von der Kripo vernommen wurden.

20.9. Schon der Aussagepsychologin Luise Greuel waren bei Durchsicht der Tatortfotos die Flecken aufgefallen, die über die ganze Fläche des Bezugs verteilt waren. Wie passt das zu einem einzigen kurzen Sexualakt, so wie ihn Simone beschrieben hat? „Woran merkten Sie, dass die Flecken frisch waren?“, fragt die Beisitzerin. Die Wohnung sei so ordentlich gewesen, erklärt der Polizeizeuge, da habe er sich nicht vorstellen können, „dass jemand das so lässt“. Einen solchen Bettbezug, „den will man doch gewaschen haben“. Frische Flecken, so der Zeuge, ließen sich überdies mit der Aussage der „Geschädigten“, wie er die angeblich vergewaltigte Nebenklägerin immer wieder nennt, mühelos in Einklang bringen. So steht es auch in seinem Bericht.

Doch vielleicht ist Simone doch nicht so aussagetüchtig, wie man es bei einer Radiomoderatorin annehmen möchte? Die 5. Große Mannheimer Strafkammer mit dem Vorsitzenden Richter Michael Seidling bat im Juli den Berliner forensischen Psychiater Hans-Ludwig Kröber, dieser Frage noch einmal nachzugehen. Möglicherweise beschlichen die Richter Zweifel, ob ein Therapeut die richtige Auskunftsperson ist, wenn es um die Glaubhaftigkeit einer Aussage seiner Patientin geht. Vielleicht kamen ihnen aber auch einige der emotionalen Ausführungen Seidlers merkwürdig vor.( High Noon in Mannheim: Spiegel 38/2010)

20.9. Um es freundlich auszudrücken: Professor Doktor Hans-Ludwig Kröber hält Professor Doktor Günter Seidler für einen Stümper, Nichtskönner und naiven Märchenerzähler.

(…) In der großen Show „Ich und Kachelmann“ liefert Psychiater Kröber allerdings die bislang irrste Einlage. In seinem Gutachten hält er sich mit den üblichen und offenbar langweiligen Ritualen wissenschaftlicher Bewertung nicht lange auf. Er zelebriert die verbale Exekution eines Kollegen.

In den Aufzeichnungen des Traumatologen Seidler, so Kröbers Verdikt, herrsche ein emotionalisierter und kritikloser Ton vor. Zu keinem Zeitpunkt zweifle Seidler an der unbedingten Wahrheitstreue seiner Patientin, die doch in Wahrheit eine große „manipulative Potenz“ besitze.

Kröber attestiert dem Heidelberger Forscher schlicht Willkür. Dieser urteile nach dem Prinzip: Jegliches normale Verhalten habe sich Sabine W. trotz des Traumas erhalten können; alles Ungewöhnliche, jegliche Erinnerungslücke sei Folge eines schweren Traumas.

Kröber unterstellt Seidler, er nutze die Begutachtung der Frau, um seine eigenen Forschungen, jene Themen, die ihm „am Herzen“ lägen, zu bestätigen. So untersuche Seidler seit Langem das Phänomen der Scham bei Gewaltopfern. Nur aus diesem Grund erkenne Seidler bei Sabine W. eine tiefe Scham. Für Kröber eine krasse Fehldiagnose. Das mutmaßliche Opfer sei im Gegenteil in der Lage, über die angebliche Gewalttat konzentriert und lückenlos zu berichten. (..) (Focus 38/2010 Versuchte Hinrichtung)

4. Prozesstag Mittwoch, 22. September 2010

22.9. Rätsel um Hämatome. Nächster Knackpunkt ist ein weiteres Gutachten von Brinkmann. Darin geht es um ältere Bilder, die man auf dem Laptop des mutmaßlichen Opfers gefunden hat. Zu sehen sind darauf Oberschenkel mit bräunlich-grünlichen Verfärbungen. Die Oberschenkel gehören Sabine W. Laut Anklage habe Brinkmann in seinem Gutachten den Eindruck entstehen lassen, dass es sich um „eine Art experimentelle Verletzung“ handelt. Es sollte der zeitliche Verlauf eines Hämatoms beobachtet werden. Hat Sabine W. also ausprobiert, wie man sich selbst Blutergüsse zufügt?

Die Staatsanwaltschaft hielt das zwar für eine mögliche Theorie, aber nicht für einen so zwangsläufigen Schluss wie der Gutachter. Oltrogge: „Es besteht die Sorge, dass der Sachverständige gezielt auf ein Szenario hinarbeitet, das den Vorstellungen seines Auftraggebers entspricht.“

Während Richter Michael Seidling den Befangenheitsantrag zurückstellte, empörte sich Kachelmann-Anwalt Reinhard Birkenstock: „Ich habe in meinem Berufsleben schon einigen Unsinn zu hören bekommen. Aber das ist der erstaunlichste Ablehnungsantrag, den ich je das zweifelhafte Vergnügen hatte zu hören.“

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit sagten dann die Eltern des mutmaßlichen Opfers aus. Begründung des Richters: Es gehe in den familiären und persönlichen Bereich. Dabei hatte die 70-jährige Mutter von Sabine W. einen Ausschluss nicht ausdrücklich gewünscht: „Das überlasse ich Ihnen. Ich versuche, mein Bestes zu geben, bin ein bisschen angespannt.“ (B.Z.)

22.9. Einen kurzen Blick hatten die Zuschauer auf die Mutter, Christel D., des mutmaßlichen Opfers werfen können. Und schon dabei wurde klar, welche Tortur die Aussage für die 70-Jährige gewesen sein muss. Die kleine, rundliche Frau in schwarzer Hose und schwarz-weißer Bluse schaute nicht Richtung Zuschauer, als sie durch einen Seiteneingang den Saal betrat, ihre Stimme zitterte, als sie ihren Namen nannte, und ihre Füße konnte sie kaum stillhalten.

Sie sei „sehr angespannt“, sagte sie zum Richter, als er fragte, ob sie einen Ausschluss der Öffentlichkeit wünsche. „Aber ich versuche, mein Bestes zu geben. Ich überlasse die Entscheidung Ihnen.“ (Berliner Morgenpost)

Anmerkung nur zur Erinnerung, dass Christel D. im März noch sehr gesprächig war:   Sie weint und lässt kein gutes Haar an «Jörg», der elf Jahre lang mit ihrer Tochter Petra* zusammen gewesen sei.
Petras Mutter sagt unter Tränen: «Das ganze Leben von Jörg ist eine Lüge. Er hat die ganzen elf Jahre nur gelogen.» (Blick-25.3. )

22.9. Zunächst wurden die Hotelangestellten des Hotels vernommen, in dem Kachelmann nach der mutmaßlichen Vergewaltigung am 9. Februar eingecheckt hatte. Sie beschrieben den Wettermoderator als einen unauffälligen, freundlichen Gast. „Er kam ziemlich spät“, erinnerte sich eine 36-jährige Hotelfachfrau. Eine andere Angestellte erzählte, dass sich Jörg Kachelmann von 3.30 Uhr bis 10.30 Uhr in dem Hotel aufgehalten habe. Am Folgetag flog er zu den Olympischen Spielen nach Vancouver, um Wettervorhersagen für die Winterspiele zu machen.

Der Prozess gegen Jörg Kachelmann wird voraussichtlich etwa zwei Monate länger dauern als zunächst geplant. Nach Angaben der Verteidigung soll mindestens bis zum 21. Dezember verhandelt werden. Im Laufe des Prozesses sollen zunächst weitere Ex-Freundinnen gehört werden, erst danach das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer – eine Vorgehensweise, die von der Verteidigung Kachelmanns kritisiert wird.(Gala.de)

22.9. Bericht aus Wolkenkuckucksheim. In Simones Wohnung gab es nicht einmal eine Zahnbürste oder ein Kleidungsstück Kachelmanns, nichts, was darauf hindeutete, dass er demnächst oder später, ja ob er irgendwann einmal die Ehe mit der jungen Frau einzugehen gedachte. Sie verbrachten keines der vielen Weihnachtsfeste miteinander. Sie fuhren nicht zusammen in Urlaub, jedenfalls nicht so, wie sich die meisten Menschen einen gemeinsamen Urlaub oder gemeinsam verbrachte Freizeit vorstellen. Simone war meist allein. Und wartete.(Spiegel.de.)

Bisher ist bekannt, dass Jörg Kachelmann und die 37-jährige Radiojournalistin aus Schwetzingen eine zwölf Jahre dauernde Beziehung hatten. Nach Angaben von Kachelmann trafen sie sich etwa zehn- bis zwölfmal pro Jahr. Es sei eigentlich nur um Sex gegangen. Die Frau habe sich ihm regelrecht aufgedrängt, sagte Kachelmann am 24. März 2010, vier Tage nach der Festnahme, dem Haftrichter. «Leider habe ich ihr nie klar genug gesagt, dass es zwischen uns keine Perspektive gibt», erklärte der 52-Jährige damals weiter.

22.9. Das Mannheimer Gericht erhofft sich von der am Mittwoch begonnenen Befragung der Eltern von Sabine W. mehr Informationen, um sich ein Bild über die Beziehung und die Person Kachelmanns zu machen. Bisher ist bekannt, dass Jörg Kachelmann und die 37-jährige Radiojournalistin aus Schwetzingen eine zwölf Jahre dauernde Beziehung hatten. Nach Angaben von Kachelmann trafen sie sich etwa zehn- bis zwölfmal pro Jahr. Es sei eigentlich nur um Sex gegangen. Die Frau habe sich ihm regelrecht aufgedrängt, sagte Kachelmann am 24. März 2010, vier Tage nach der Festnahme, dem Haftrichter. «Leider habe ich ihr nie klar genug gesagt, dass es zwischen uns keine Perspektive gibt», erklärte der 52-Jährige damals weiter.

Infoveranstaltung des Justizministers

Auch für die Befragung des Vaters von Sabine W., die am Nachmittag erfolgen sollte, war mit dem Ausschluss der Öffentlichkeit zu rechnen. Doch dazu kam es gar nicht, weil für 16 Uhr ausgerechnet im Saal, wo der Kachelmann-Prozess stattfindet, eine Informationsveranstaltung des baden-württembergischen Justizministers Ulrich Goll terminiert war. Das Thema: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Eingeladen waren Richter, Notare, Anwälte und Ärzte.

Nebst vielen Unterbrüchen und Verzögerungen gibt es im Kachelmann-Prozess auch seltsame Terminplanungen. Jedenfalls war der vierte Prozesstag frühzeitig vorbei. (Basler Zeitung)

22.9. Mit Spannung hatten Journalisten und Zuschauer am vierten Verhandlungstag aber vor allem auf die Aussagen der Eltern von Claudia D. gewartet, die für diesen Tag in den Zeugenstand geladen waren. Das Gericht hielt sich jedoch an das bereits im Fall einer Ex-Geliebten praktizierte Verfahren – und schloss die Öffentlichkeit aus. Die reagiert überrascht, denn eigentlich war erwartet worden, dass die Türen für Zuschauer nur dann verschlossen werden, denn es um intimste Details geht, etwa um die Sexualpraktiken, die Kachelmann mit seinen diversen Geliebten ausübte.

Doch auch die Eltern würden zu „Umständen aus dem persönlichen Lebens- und Intimbereich“ befragt, wenn nicht dem eigenen, so doch dem einer Familienangehörigen, begründete der vorsitzende Richter der 5. Großen Strafkammer, Michael Seidling.

Einen kurzen Blick hatten die Zuschauer auf die Mutter, Christel D., des mutmaßlichen Opfers werfen können. Und schon dabei wurde klar, welche Tortur die Aussage für die 70-Jährige gewesen sein muss. Die kleine, rundliche Frau in schwarzer Hose und schwarz-weißer Bluse schaute nicht Richtung Zuschauer, als sie durch einen Seiteneingang den Saal betrat, ihre Stimme zitterte, als sie ihren Namen nannte, und ihre Füße konnte sie kaum stillhalten.

Sie sei „sehr angespannt“, sagte sie zum Richter, als er fragte, ob sie einen Ausschluss der Öffentlichkeit wünsche. „Aber ich versuche, mein Bestes zu geben. Ich überlasse die Entscheidung Ihnen.“(BerlingerMorgenpost)

Anmerkung: Dabei war es Christel D. die bereits am 25. März 2010 bei der Presse schwere Beschuldigungen gegen Jörg Kachelmann erhoben hatte. Wurde deshalb die Öffentlichkeit ausgeschlossen? Jetzt, da man wusste das die Tochter mehrfach gelogen hatte. Die Erzählungen von Kaffeetrinken bei Ihr und Vater D. rechtfertigen den Ausschluss nicht!

22.9. Eine Hotelangestellte aus dem Holiday Inn Express in Mörfelden berichtete am Mittwoch über die Ankunft Kachelmanns in der Nacht des 9. Februar wenige Stunden nach der angeblichen Vergewaltigung. Sie beschrieb Kachelmann als freundlich, Auffälligkeiten habe es nicht gegeben. Die Übergabe des Zimmerschlüssels wurde nachts um 3.28 Uhr registriert. Nach der Anklage der Staatsanwaltschaft soll die Vergewaltigung zwischen 0.30 Uhr und 1 Uhr in Schwetzingen begangen worden sein. Kachelmann flog am Folgetag von Frankfurt aus zu den Olympischen Spielen nach Vancouver. (http://www.express.de)

22.9 Bisher ist bekannt, dass Jörg Kachelmann und die 37-jährige Radiojournalistin aus Schwetzingen eine zwölf Jahre dauernde Beziehung hatten. Nach Angaben von Kachelmann trafen sie sich etwa zehn- bis zwölfmal pro Jahr. Es sei eigentlich nur um Sex gegangen. Die Frau habe sich ihm regelrecht aufgedrängt, sagte Kachelmann am 24. März 2010, vier Tage nach der Festnahme, dem Haftrichter. «Leider habe ich ihr nie klar genug gesagt, dass es zwischen uns keine Perspektive gibt», erklärte der 52-Jährige damals weiter.(Tagesanzeiger)

Anmerkung: Zwölf Jahre?

23.9. Quasi nebenbei kam in der Begründung für diesen Befangenheitsantrag ein hochinteressantes Detail zutage: Die 37-Jährige Radiomoderatorin soll bereits lange vor der angeblichen Tat eine Art „blaue-Flecken-Selbsttest“ an ihren Oberschenkeln durchgeführt und die Ergebnisse fotografiert haben. Diesen Schluss zog zumindest Brinkmann. Die Ermittler haben auf Antrag der Verteidigung auf den PC der blonden Schwetzingerin durchsucht – und Fotoaufnahmen entdeckt, die unter anderem bräunlich-grün verfärbte Stellen an den Beininnenseiten zeigen. Claudia D., die als Nebenklägerin auftritt, hat wohl zugegeben, dass es sich um ihre Schenkel handelt. Die Bilder sollen schon älter sein, ein Jahr oder noch mehr. Die Fotos müssten „mit hoher Wahrscheinlichkeit an eine Selbststudie denken lassen“, schlussfolgerte Brinkmann, als er sie betrachtete. Wie der Streit über die mutmaßliche Befangenheit des Gutachters ausgeht, ist noch nicht entschieden.(Weltonline)

26.9. Man würde jetzt auch noch gern wissen, was Hartmut Pleines denkt. Er sitzt im Saal vorne halblinks und hat freie Sicht auf den Angeklagten Jörg Kachelmann. Das muss er auch, denn seine Aufgabe ist es, sich ein Bild von ihm zu machen. Das Mannheimer Landgericht hat den Psychiater aus Heidelberg mit dieser Expertise beauftragt. Pleines ist der einzige aus dem in der Nähe der Staatsanwaltschaft sitzenden Gutachter-Quartett, der sich ausschließlich mit Kachelmann befasst.

Höcker muss nicht im Juristenjargon bleiben, er kann draufhauen. Und also spricht er von einem „boulevardesken Schauprozess“, von einem „unwürdigen Spektakel“, von Zeuginnen, „die ihre Aussagen an die Bunte verkauft haben“. Kachelmann bezahlt Höcker dafür, dass er außerhalb des Saales die Deutungshoheit in dem Verfahren erkämpft und seine Persönlichkeitsrechte schützt, oder, wie es Birkenstock ausdrückt, ihn „vor Verunglimpfungen bewahrt“. Höckers Hauptwidersacher ist der Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge. Der sieht mit seinen halblangen, lockigen Haaren und dem Mittelscheitel nicht so aus, wie man sich einen Staatsanwalt vorstellt. Oltrogge, 36, macht in kurzen Verhandlungspausen, die er freilich nicht im Foyer verbringt, sondern im Saal, im Plausch mit Journalisten einen freundlichen Eindruck; er kann während der Verhandlung im Disput mit der Verteidigung harsch und eisig werden. Das Verhältnis zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft ist angespannt. Die Anwälte werden nicht müde, der Anklage vorzuwerfen, die Vorverurteilung ihres Mandanten betrieben zu haben. (Frankfurter Rundschau)

26.9. Nach vier Verhandlungstagen kann man über das Verhalten des Angeklagten vor Gericht zusammenfassend sagen: Er ist anwesend. So sehr Jörg Kachelmann direkt nach seiner Entlassung aus der U-Haft die Öffentlichkeit gesucht und Interviews gegeben hat, so sehr meidet er sie jetzt. Er betritt stets erst kurz vor den Richtern den Saal, immer in Anzug und Schlips, rasiert, frisiert, setzt sich und verbringt den Tag im Saal 1 des Mannheimer Landgerichts weitgehend sprach- und gestenlos. Zum Tatvorwurf wird er sich, vorerst zumindest, nicht äußern. Er tuschelt selten mit seinen Verteidigern, macht sich ab und zu Notizen und schaut manchmal mit unbestimmtem Blick ins Publikum.

Kachelmann wirkt oft versonnen, so viel lässt sich sagen. Warum er versonnen wirkt, lässt sich nicht sagen. Einmal, als der Schwetzinger Kriminalhauptkommissar Hubert Dietrich schildert, wie Kachelmann nach seiner Rückkehr von den Olympischen Winterspielen aus Vancouver am 20. März seine Freundin Miriam K. am Frankfurter Flughafen begrüßt und von „Rumgeknutsche“ spricht, lacht Kachelmann kurz. Mehr Emotion hat er sich bisher nicht geleistet oder nicht leisten wollen.

Der Angeklagte steht also unter ständiger Beobachtung von Pleines – und natürlich der Journalisten.

Über Sabine W., 37, Radiomoderatorin aus Schwetzingen, hat Verteidiger Birkenstock gesagt, sie sei „eine Frau mit gewaltiger manipulativer Potenz“. (Frankfurter Rundschau)

26.9. Ein „regelrechtes Staatsgeheimnis“ habe das Gericht aus der Identität der fünf Zeugen gemacht, die es geladen hatte, wobei es offensichtlich nicht zu dessen Stärken gehört, so ein Geheimnis entsprechend zu hüten. Sogar Pohl rechnete mit dem Erscheinen der Mitarbeiter jenes Hotels, in das Jörg Kachelmann in der Nacht nach der fraglichen Vergewaltigung eingecheckt hatte. Und als am späteren Nachmittag auch die Mutter der Nebenklägerin befragt wurde, war das für die meisten Prozessbeobachter schon lange keine Überraschung mehr. Was genau passieren würde, so vermutete Pohl dann noch, sei etwas offen, offenbar wolle sich das Gericht so langsam „an die Hauptpersonen herangrooven“.

(..)Es ist nicht ganz klar, mit welchem journalistischen Auftrag die Reporter dabei angereist waren: Der Verdacht, es könnte ihnen um sachdienliche Ergebnisse der Verhandlung gehen, bestätigte sich jedenfalls nicht. Die Möglichkeit, bei ausbleibenden Neuigkeiten nicht zu berichten, scheint vielen Medien nicht zur Verfügung zu stehen. Wenn es partout nichts zu berichten gibt, nehmen sie wenigstens mit beeindruckender Hartnäckigkeit immer wieder aktuelle Stimmungsbilder auf: vom an- und abfahrenden Kachelmann; von Anwälten, die Akten ins Gericht tragen; und von Menschen, die das Gebäude verlassen. (..)

(..)Schwarzer unterstellt Friedrichsen eine chronische Sympathie mit den Tätern (gemeint sind auch: die mutmaßlichen, das Wörtchen vergisst Schwarzer gerne), vor allem, wenn es sich dabei um Männer handelt. „Das Opfer ist bei Friedrichsen immer schuld. Tot oder lebendig“, schreibt Schwarzer und findet überall in Friedrichsens Texten „Frauen, die lieblose Schlampen, und Männer, die unverstandene Opfer sind“. (..)

(…)Mit der Arbeit einer Gerichtsreporterin jedenfalls hat Schwarzers Agitation nicht viel zu tun. Insofern ist es vielleicht sogar ganz gut, dass sie zuletzt ein wenig die Lust verloren zu haben scheint, sich den Prozess vor Ort anzusehen. (..) ( Harald Staun bei FAZnet http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E58F6AF0E6CBC40D580767DEED0274FCF~ATpl~Ecommon~Scontent.html )

27.10. Kachelmann-Anwalt Reinhard Birkenstock zeigt sich zufrieden. Gemäss «Bild.de» sagte er, die ausführliche Befragung von Petra S. habe der Verteidigung viele Nachfragen erspart.

Birkenstock selbst will Petra S. aber nichts ersparen: Nach dem strengen Befragungsmarathon soll sie heute mit pikanten Fotos aus ihrer damaligen Beziehung mit Kachelmann konfrontiert werden.

Neben den Fotos hat der Kachelmann-Anwalt auch schriftlichen Chatverkehr im Gepäck – beides spräche für «keine sehr hohe Scham» zwischen und Kachelmann und seiner damaligen Geliebten, sagte Birkenstock vor Prozessbeginn. So will der Verteidiger vor allem eines erreichen: die Glaubwürdigkeit von Petra S. zu untergraben.

Offenbar konnte Birkenstock vor Gericht tatsächlich punkten: Zwar wurde am Vormittag entschieden, dass die Prozessbeteiligten den ausgedruckten Chatverkehr selbst in den Akten nachlesen sollten.
Die intimen Fotos aber werden im Gerichtsaal gezeigt – in Anwesenheit von Sabine S.(Blick)

5. Prozesstag Mittwoch, 29. September 2010

29.9. (…) Der Richter fragt die Polizistin, die als erste Petra S. einvernommen hatte, ob ihre Schilderungen glaubwürdig gewesen seien. Auch diese antwortet ohne zu zögern: «Ich hatte schon den Eindruck, dass es sich so abgespielt hat, wie das Opfer es schildert.» (…)

(…) Das braune Stickkleid und den Schlüpfer, den sie während der Vergewaltigung getragen haben soll, habe Petra S. in einem Plastik-Sack mitgebracht. (..)

(…)«Sie wollte, dass man nun so schnell wie möglich etwas unternimmt gegen ihn», sagt die Polizistin. Man habe dem mutmasslichen Opfer schliesslich einen Anwalt vermittelt und sie wieder den Eltern übergeben, die ebenfalls sehr aufgewühlt gewesen seien. «Das ist so furchtbar», habe die Mutter immer wieder gesagt. (…) (Blick)

Im Zeugenstand saßen die zwei Polizeibeamtinnen, die das mögliche Tatopfer sofort am Morgen nach der angeblichen Tat und auch später noch mehrfach vernommen hatten. Die beiden Kripo-Beamtinnen von 40 und 59 Jahren haben lange Berufserfahrung. Sie haben auch schon Frauen vernommen, die Männer falsch anschuldigten. Aber bei der 37-jährigen Radiomoderatorin hatten bei Die Frau sei emotional gewesen, das sei aber normal. Sie habe immer wieder von ihrer Enttäuschung gesprochen, „elf Jahre“ habe sie immer wieder gesagt. Den Namen des Mannes habe sie aber erst nach ihrer ausdrücklichen Aufforderung genannt. de keine Zweifel.

Als auffällig schilderte die Polizeibeamtin jedoch, dass das mögliche Opfer zwei Tage später bei der Vernehmung am 11. Februar ihre Angst detailreich beschrieb. Als sie das Messer am Hals gehabt hätte, habe sie gedacht, sie überlebe nicht und habe deshalb angefangen zu beten.

Aufgefallen ist der Kriminalbeamtin weiter, dass sich der körperliche Zustand der 37-Jährigen zwischen der angeblichen Tatnacht am 9. Februar bis zu ihrer Videovernehmung am 30. März 2010 deutlich verschlechtert hatte

Die Verteidigung erklärt den schlechten Gesundheitszustand der Frau anders. Verteidiger Reinhard Birkenstock sprach von „einer gewaltigen Lüge der Anzeigenerstatterin“. Sicher ist, dass die Ex-Freundin Kachelmanns die Entlarvung seiner Untreue der Polizei ursprünglich falsch erzählt hatte. (fr-online)

29.9. Das Rätsel, ob Jörg Kachelmann seine Ex-Geliebte vergewaltigt hat oder nicht, wird die Öffentlichkeit weiterbeschäftigen – bis Weihnachten auf jeden Fall, womöglich gar bis in nächste Jahr. Neun neue Termine habe das Gericht jetzt festgelegt, verkündete Richter Michael Seidling zum Auftakt des fünften Verhandlungstages: zwei im November und sieben im Dezember. Bei der Vernehmung der altgedienten Schwetzinger Kriminalhauptkommissarin ging es danach viel um „Gefühle“ und „Eindrücke“. Besonders gut erinnern konnte sich die Polizistin zwar nicht an jenen Morgen, der ihr den wohl spektakulärsten Fall in ihrer 40 Jahre währenden Karriere als Beamtin bescherte.

Häufig fielen Sätze wie „das weiß ich jetzt nicht mehr so genau“, oder: „Das kann ich jetzt so nicht mehr sagen, aber es müsste in den Aufzeichnungen stehen.“ Genau wusste sie nur noch, dass sie das „Gefühl“ gehabt hatte, die Tat habe sich genau so zugetragen, wie das mutmaßliche Opfer sie schilderte.

Einen konkreten Anlass für dieses Gefühl hatte sie zwar nicht. Dennoch hielt sie den Akten fest, nach ihrem „Empfinden machte Claudia D. einen glaubwürdigen Eindruck“

Am deutlichsten erinnerte sich die Kommissarin an zwei Dinge: Zum einen sei es dem mutmaßlichen Opfer „peinlich“ gewesen, den Namen des angeblichen Vergewaltigers zu nennen. Dass es sich dabei um einen Prominenten handelte, hatte zuvor schon die Mutter angekündigt, die ihre angeblich sehr aufgelöste Tochter zum Schwetzinger Präsidium begleitete. Die Untreue hat Claudia D. also offenbar mehr beschäftigt als die Vergewaltigung selbst. „

Die Zeugin ist in Schwetzingen zuständig für Sittlichkeitsdelikte und hat nach eigenen Angaben viele Erfahrungen. Allerdings konnte sie sich im letzten Jahr nur an vier bis fünf Fälle erinnern, und nur einer davon wurde vor Gericht behandelt. Sie wusste auch nicht mehr, vor welchem Gericht: „Das kann ich jetzt nicht so genau sagen.“ (Berliner Morgenpost)

Amerkung :Prozessbericht von Biggi Meier:  Mein Banknachbar sagte es sei auffällig gewesen dass eine erfahrene Polizistin fast immer sagte weiss ich nicht genau oder kann ich nicht sagen. Auf die Frage wie viele Fälle sie bisher hatte mit Vergewaltigungsvorwurf immer sei „weiss ich nicht kann ich nicht genau sagen’“ gekommen. Nur dass sie der Dinkel glaubt, da sei sie sicher gewesen. Wen wundert es. (weiterlesen Teil 26)

29.9. Die Polizistin war offensichtlich beeindruckt von Claudia D. aus Schwetzingen – „dem Opfer“, wie die 40-Jährige Kripo-Beamtin bei ihrer Zeugenaussage mehrfach sagte und dabei jedes Mal tunlichst das Wort „mutmaßliche“ wegließ. Claudia D., die Ex-Freundin von Wettermoderator Jörg Kachelmann, habe ihr zwei Tage nach „der Tat“ nämlich „ungewöhnlich eindrucksvoll“ geschildert, wie sie Todesangst gelitten habe während der Vergewaltigung.

Und dass sie in dieser Nacht, das Messer am Hals, begonnen habe zu beten. „Sie war davon überzeugt, dass sie nicht überlebt“, sagte die Beamtin am fünften Tag des Prozesses gegen Jörg Kachelmann, an dem sie als Zeugin Nummer drei am Bänkchen hinter dem Mikrofon Platz nehmen musste.

Die Beamtin aus Schwetzingen hat Claudia D. nicht nur am Morgen nach der mutmaßlichen Tat ins Krankenhaus gefahren, sondern sie auch mehrfach vernommen. Erstmals geschah das zwei Tage nach der mutmaßlichen Vergewaltigung. Damals sei die Frau schon „fertig, völlig fertig“ gewesen, fahl und aufgelöst. Sieben Wochen später sei es ihr noch schlechter gegangen.

Da erst sollte die Aussage der Ex-Geliebten von der Kripo auf Video aufgezeichnet werden. Und dieses Zusammentreffen scheint der Polizistin richtiggehend nahe gegangen zu sein. Claudia D. habe am 30. März „am ganzen Körper gezittert, ihre Beine waren nicht mehr unter Kontrolle, sie wetzte ihre Finger aneinander, bis ich dachte, sie fängt gleich an zu bluten“, erinnert sich die Ermittlerin. „Es ging ihr wesentlich schlechter als direkt nach der Tat.“ Sie, die Beamtin, habe ihr dann ein Tempo-Taschentuch gereicht, „und das hat sie dann geknetet, statt an ihren Fingern herumzuzerren. Da war ich dann beruhigt.“

Reinhard Birkenstock, Kachelmanns grimmiger Verteidiger aus Köln, hatte später für die Zeugenaussage der 40-Jährigen allerdings nur einen spöttischen Kommentar übrig: „Jawohl, die Videoaussage der Anzeigeerstatterin war in der Tat eindrucksvoll. Das Video ist vor allem dort sehr plastisch, wo sie unter ergreifenden Tränen lügt, wie sie dann später zugeben muss.“ Er sei fest davon überzeugt, sagte Birkenstock bei einem kurzen Pressestatement, bevor er mit seiner Frau Johanna in die Mittagspause verschwand: Der Vorwurf an Jörg Kachelmann, seine damalige Freundin vergewaltigt zu haben, sei nichts anderes als „eine gewaltige Lüge“, die entlarvt werden würde. „Jörg Kachelmann wird rehabilitiert.“ (Welt online)

29.9. Sollte D. also tatsächlich eine Lügnerin sein, lieferte sie ihr Motiv für die Lüge gleich mit. Doch stutzig wurde niemand. Wenigstens ein Verdacht? „Überhaupt nicht“, betont die Zeugin. „Sie war aufgeregt, emotional, also für ein Opfer normal“, sagt sie. „Ich hatte den Eindruck, dass es sich so abgespielt hat, wie sie erzählt hat.“ Ihr seien keine Erinnerungslücken aufgefallen, die Frau habe ab und zu gestockt, sonst aber flüssig berichtet. Bis auf die Personalie des Verdächtigen kein ungewöhnlicher Fall, kein Anlass für mehr als die übliche Polizeiroutine. Von „Festlegevernehmung“ spricht die Zeugin und schließt mit einem Vermerk: „Nach hiesigem Empfinden hat D. einen glaubwürdigen Eindruck gemacht.“

Auch einer zweiten Polizistin kam kein Gedanke, hier werde jemand zu Unrecht beschuldigt. Noch eindringlicher schildert sie, wie Simone D. ihr erschien: „Sie war fix und fertig.“ Auch diese Zeugin hat seit mehr als zehn Jahren mit Vergewaltigungsopfern zu tun, sie weiß, sagt sie, dass man auch angelogen wird. Meist verwickelten sich die Betroffenen aber in Widersprüche, man merke schnell, wenn etwas nicht stimmt. Wollte Simone D. täuschen, dann ist es ihr auch vor dieser Polizistin gelungen: „Sie hat mir ihre Todesangst geschildert, wie sie dachte, ‚jetzt ist es aus’, wie sie sich ganz auf sich konzentrierte und angefangen habe, zu beten.“ Sie habe beim Erzählen heftig geweint, ihre Ängste noch einmal durchlebt; ihre Angst zu sterben sei nachhaltiger erschienen als der Geschlechtsakt selbst, was sie für die Zeugin offenbar noch einmal glaubhafter gemacht hat.

Bei einer Vernehmung über sechs Wochen später hatte sich der Zustand des mutmaßlichen Opfers nach Ansicht der Zeugin dramatisch verschlechtert. „Sie kam kaum die Treppen rauf“, sagt die Beamtin. Das Gespräch sollte auf Video aufgezeichnet werden, Simone D. habe am ganzen Körper vibriert, ihre Beine nicht kontrollieren können, sich die Hände fast blutig gekratzt. Alles nur Show? „Ich hatte keinen Anlass, an der Aussage zu zweifeln.“ (Der Tagesspiegel)

29.9. Haftrichter R. vernahm Jörg Kachelmann am 24.03.2010 anderthalb Stunden lang. Haftrichter: „Seine Schilderung zum Ablauf des Abends war mir nicht einleuchtend.“ Der Haftrichter weiter: „Ich ging davon aus, dass jemand, der einen einer solchen Straftat bezichtigt, wahrheitsgemäße Angaben macht. Es gab Bilder von den Verletzungen der Frau. Ich habe es ausgeschlossen, dass sich jemand diese Verletzungen selbst zufügt.“ „Mir war auch nicht einleuchtend, dass eine Frau erst freiwillig den Geschlechtsverkehr ausführt und sich dann zur Trennung bespricht. Ich kann nicht sagen, ob damals schon ein Gutachten zu DNA-Spuren am Messer vorlag. Jörg Kachelmann gab spontan an, weder das Messer noch andere Gegenstände angefasst zu haben bei der Essenszubereitung. Er war ja schon einige Tage in Haft, er hat sich gut überlegen können, was er sagt.“

Richter Seidling: „Wurde mit Herrn Birkenstock über ein Geständnis geredet?“ Haftrichter: „Ja, das habe ich mit Herrn Birkenstock später erörtert. Ich glaube, er hat sofort reagiert, dass so etwas nicht infrage komme, weil sein Mandant unschuldig sei.“

29.9. In einer Verhandlungspause kommentierte Birkenstock die Aussagen der Beamtinnen: „Eine subjektive Bewertung ist eine subjektive Bewertung. Mehr nicht.“

Subjektiv urteilte auch ein Amtsrichter aus Mannheim über den Fall Kachelmann. Siegfried Reemen hatte den 52-jährigen Schweizer kurz nach dessen Festnahme am 24. März angehört. „Nicht einleuchtend“ sei ihm Kachelmanns Version der fraglichen Nacht gewesen, meinte der Richter in der heutigen Verhandlung. So habe Kachelmann erst behauptet, weder ein Messer noch Mays Tampon angefasst zu haben. Nur auf Nachfrage, habe sich der Wettermoderator korrigiert, er könne dies nicht ausschließen. Zweifel am Tatverdacht befielen Reemen auch in den folgenden Wochen nicht, weshalb er für Kachelmann stets Haftfortdauer anordnete. Erst das Oberlandesgericht Karlsruhe ließ den Journalisten Ende Juli frei. (Stern)

29.9. Die Aussage des Haftrichters beim Amtsgericht Mannheim, Siegfried R. (60): Er schaut zu Kachelmann lange hinüber, der schaut weg.

Haftrichter R. vernahm Jörg Kachelmann am 24.03.2010 anderthalb Stunden lang. Richter Seidling befragt den Haftrichter, der Kachelmann ins Gefängnis schickte, als Zeugen.

Haftrichter R.: „Ich gab zu erkennen, dass ich Herrn Kachelmann nicht auf freien Fuß setzen würde und ich Haftfortdauer anordne.“

Richter Seidling: „Wurde mit Herrn Birkenstock (Anwalt von Jörg Kachelmann, Anm. d. Red.) über ein Geständnis geredet?“

Haftrichter: „Ja, das habe ich mit Herrn Birkenstock später erörtert. Ich glaube, er hat sofort reagiert, dass so etwas nicht infrage komme, weil sein Mandant unschuldig sei.“

Richter Seidling: „War Kachelmann aufgeregt oder empört über den Vorwurf?“

Haftrichter: „Dass er schwört, dass der Vorwurf falsch ist, ist ja schon Ausdruck einer Empörung. Aber in der Folgezeit war sehr ausdruckssicher und beherrscht. Beim Verlassen des Raumes bedankte er sich, dass man ihm zugehört habe und dass er diese Erklärung abgeben durfte. Dann hat er sich verabschiedet.“

Richter Seidling: „Was hat Sie veranlasst, nicht vom dringenden Tatverdacht abzurücken?“

Haftrichter: „Seine Schilderung zum Ablauf des Abends war mir nicht einleuchtend.“

Der Haftrichter weiter: „Ich ging davon aus, dass jemand, der einen einer solchen Straftat bezichtigt, wahrheitsgemäße Angaben macht. Es gab Bilder von den Verletzungen der Frau. Ich habe es ausgeschlossen, dass sich jemand diese Verletzungen selbst zufügt.“

„Mir war auch nicht einleuchtend, dass eine Frau erst freiwillig den Geschlechtsverkehr ausführt und sich dann zur Trennung bespricht. Ich kann nicht sagen, ob damals schon ein Gutachten zu DNA-Spuren am Messer vorlag. Jörg Kachelmann gab spontan an, weder das Messer noch andere Gegenstände angefasst zu haben bei der Essenszubereitung. Er war ja schon einige Tage in Haft, er hat sich gut überlegen können, was er sagt.“ (Bild)

Anmerkung: Prozessbericht von Biggi Meier: Dann kam der Haftrichter. Er hatte komischerweise auch sehr viel „Gedächtnislücken“ Auf Fragen ob bei der Befragung etwas überreicht worden sei von Birkenstock, oder wer anwesend war kam „das kann ich nicht mehr sagen“. Er sprach sehr verworren.

Es kam vor allem zum Gespräch warum Jürg Kachelmann den Medien vorgeführt wurde es sei doch auch möglich gewesen diesen Wagen etwas näher ranzufahren ohne dass er sich den Medien präsentieren müsse. Antwort: „Wie der Beschuldigte rauskommt aus dem Gebäude sei nicht seine Sache“ Er könne sich da auch an das was ausgemacht war nicht mehr erinnern.
Birkenstock meinte daraufhin „Mein Mandant kann sich aber noch sehr gut daran erinnern“ „Es wurde nichts mit ihm abgesprochen, den Fotografen wurde es erlaubt in den Hof zu kommen und Fotos zu machen. Kachelmann stand es nur frei mit einer Aktentasche vor dem Gesicht raus zu gehen oder hoch erhobenen Hauptes wozu Birkenstock ihm geraten habe.

Es sei keine Rede von Kaution gewesen, er habe Birkenstock aber angeraten seinen Mandanten zum bedeutend strafmildernden Geständnis zu bewegen. (weiterlesen Teil 26)

30.9. Reinhard Birkenstock, Kachelmanns grimmiger Verteidiger aus Köln, hatte später für die Zeugenaussage der 40-Jährigen allerdings nur einen spöttischen Kommentar übrig: „Jawohl, die Videoaussage der Anzeigeerstatterin ist eindrucksvoll. Das Video ist vor allem dort sehr plastisch, wo sie unter ergreifenden Tränen lügt, wie sie dann später zugeben muss.“ Er sei überzeugt, sagte Birkenstock bei einem kurzen Pressestatement, bevor er mit seiner Frau in die Mittagspause verschwand: Alles sei „eine gewaltige Lüge“, die bald entlarvt würde. „Jörg Kachelmann wird rehabilitiert.“ Von dieser Lüge, die Claudia D. offenbar tatsächlich in die Kameras der Polizei gesprochen hat, war bisher offiziell im Verfahren noch nicht die Rede. Doch schon im Mai hatte der „Spiegel“ aus Ermittlungsakten berichtet und offenbart, dass die Radiomoderatorin wohl vor der Polizei geschwindelt hatte, eben auch in der Videoaussage.

Kachelmann wird noch bis mindestens Dezember warten müssen, bis endgültig über sein Schicksal entschieden ist. Erst dann, so die neue Planung des Mannheimer Gerichts, wird ein Urteil gesprochen. Es ist eben ein schwieriges Unterfangen – bei so vielen subjektiven Eindrücken. (Welt.de)

30.9. Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann

Datum:  30.09.2010

Kurzbeschreibung:

Geplanter Ablauf der Hauptverhandlung – Aktualisierung

Der Vorsitzende der 5. Großen Strafkammer hat neue Hauptverhandlungstermine bestimmt. Nach aktuellem Stand findet die Hauptverhandlung noch an folgenden Tagen statt( Es folgen die neuen Termine bis Dezember 2010.)

Anmerkung: Die dilettantische Prozessvorbereitung war von Anfang an klar)

Wird ständig aktualisiert und ergänzt.

Man kann im Internet die Links sehr leicht finden, die Quellen sind angegeben..

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Februar 2010

9.2.2010 Die fast 37 Jahre alte CSD (Aliasnamen Sabine W., Tatjana R., Petra W. je nach Presseerzeugnis) aus Schwetzingen, Moderatorin eines Provinzradios, seit 11 Jahren von Jörg Kachelmann( Teil 10) einmal im Monat besuchte Sexpartnerin, geht 6 Stunden nach einer angeblichen Vergewaltigung zu ihren Eltern, und beschuldigt ihn der angebliche Täter zu sein. Der Vater(Provinzturnvereinsvorstand-Lehrer-Schöffe i.R.) verständigt die Schwetzinger Polizei. Zur Einvernahme wird sie von der Mutter begleitet, die den Polizistinnen den Namen des angeblichen Täters nennt. CSD fängt schon bei den ersten Aussagen zu lügen an. Das stellt sich aber erst später heraus.

Die Version ihrer Geschichte wie sich die Nacht vom 8/9.2.2010 abgespielt haben soll kann man auf Teil 39 nachlesen!

Die Polizistin Carin L. aus Ketsch empfiehlt CSD den Weissen-Ring –Anwalt Dr. Thomas Franz ebenfalls Ketsch.

Die Ermittler besuchen den angeblichen Tatort, der von CSD in einer Putzorgie gereinigt und arrangiert wurde. Man merkt nicht, dass Beweise, wie das später so wichtige Messer, am Boden arrangiert wurde. Der Tampon nicht im Badezimmereimer, wo er hingehörte ist, sondern zuoberst im Küchenmüll liegt. Wie wir heute wissen, wurde über diese Tatsachen nicht einmal der LKA Spezialist informiert. Die Couch im Wohnzimmer wird erst ein Monat nach der angeblichen Tat auf Spuren untersucht.

Es wird absolutes Stillschweigen vereinbart, man lässt Jörg Kachelmann, der sich noch in Deutschland befindet zu den Olympischen Spielen in Vancouver reisen. Obwohl man zu dieser Zeit wusste wo er sich aufhält und eventuelle Spuren hätten gesichert werden können.

Später wird OSTA Gattner  dazu folgendes sagen:

«Wir hatten seinerzeit Bedenken hinsichtlich eines dringenden Tatverdachts», sagte Oberstaatsanwalt Oskar Gattner. (SF-Schweizer Fernsehen)

Und der Kriminalhauptkommissar aus Schwetzingen wird am 15.9. vor Gericht erklären:

„Wir hatten seinerzeit Bedenken hinsichtlich eines dringenden Tatverdachts“, so der Ermittler. (BZ)

Die Polizistin L. baut ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu dem angeblichen MO auf. Besucht sie mehrfach in der Wohnung, informiert sie über Ermittlungsergebnisse.

Die Staatsanwaltschaft sagt CSD zu, sie immer auf dem Laufenden zu halten, sei es über Ermittlungen, oder die Rückkehr Jörg Kachelmann aus Vancouver.

CSD verfasst angeblich ein Tagebuch.(siehe Teil 39-42) Erzählt davon, dass sie sich dem Alkohol zuwendet und wünscht Jörg Kachelmann den Tod. Gleichzeitig baut sie schon vor, in dem sie schreibt, Jörg Kachelmann würde ihr oder ihrer Familie etwas „antun!“ Das wird noch eine Rolle spielen.

Jörg Kachelmann ist gewohnt locker, bei seinen Sendungen von den Olympischen Spielen in Vancouver. Er twittert humorvoll. Merkt dabei nicht,  wie sich die Schlinge – von einer Frau ,mit Hilfe Justizias, geknüpft, deren biologische Uhr tickt, die sich mit dem Ende der selbstgebastelten,realitätsfernen Traumwelt nicht abfinden kann – zusammenzieht.

Wenn es oben schneit, dazwischen regnet und unten tierisch matscht, ist Wetterexperte Kachelmann der erste deutsche Olympia-Star.

Sie haben einen Wetterfrosch nach Kanada mitgenommen, und sie sahen, dass es gut war. Jörg Kachelmann ist für die ARD bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver und Whistler im Einsatz, und er ist gleich zu Beginn ein gefragter Mann: Er redet Klartext – und ärgert nebenbei ein bisschen die Konkurrenz vom ZDF ( schreibt am 14.2. die Süddeutsche)

25. Februar. Die Staatsanwaltschaft Mannheim stellt einen Haftbefehl für Jörg Kachelmann an. Es wird weiterhin strengstes Stillschweigen vereinbart.

März 2010

19.03. Der Parkhaus-Bereich am Rhein-Main-Flughafen wird gesperrt, wo Kachelmann sein Auto geparkt hat!

20.03. Verhaftung von Jörg Kachelmann bei seiner Rückkehr aus Vancouver auf dem Frankfurter Flughafen. Schwetzinger Polizist nimmt – um ihr ein Amusement zu bieten – seine Tochter zum „Event Promi-Verhaftung“ mit.

22.03. 12 Uhr 58 BILD.de erfuhr exklusiv: Der Schweizer sitzt seit Samstag in Untersuchungshaft. Es geht um Vergewaltigung – Opfer soll seine langjährige Freundin sein! (Bild)

Anmerkung: Exklusiv also – wer von der Staatsanwaltschaft hat schon im März 2010 mit der Bildzeitung zusammen gearbeitet?

Bunte 22.03.2010 13:15 UHR | Jörg Kachelmann Er sitzt in Untersuchungshaft!

22.o3. Kachelmann wurde am Samstag in die JVA Mannheim überführt. Dort wurde er von einem Arzt untersucht. «Es geht ihm den Umständen entsprechend gut», sagte Anstaltsleiter Schüssler. Eine Spezialbehandlung bekommt der Meteorologe nicht. Das heisst: Eine Stunde Hofgang pro Tag, einmal pro Woche Sport. Besuch habe er bislang von seinem Anwalt bekommen. Aus Sicherheitsgründen werden Neulinge zunächst jeweils nicht alleine in eine Zelle gesteckt. Ob Kachelmann mittlerweile in eine Einzelzelle wechseln durfte, konnte der Anstaltsleiter nicht sagen.(20minonline)

22.03.Der Sprecher der Bundespolizei Armin T. Lobt das planmässige Vorgehen bei der Kachelmannverhaftung. Die Beamten klopften sich gegenseitig auf die Schulter und waren mit dem Ablauf hoch zufrieden.

22.03. Wegen Verdachts der Vergewaltigung seiner früheren Lebensgefährtin ist der ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann verhaftet worden. Der Sprecher der Bundespolizei, Armin Thiel, teilte am Montag mit, die Landespolizei Hessen habe Kachelmann am vergangenen Samstag am Frankfurter Flughafen bei der Einreise aufgrund eines Haftbefehls festgenommen. Der Vollzug wurde mit Fluchtgefahr begründet. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hatte zuvor berichtet, dass sie gegen einen 51-jährigen Schweizer Journalisten und Moderator ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vergewaltigung führt. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizeidirektion Heidelberg werde ihm vorgeworfen, Anfang Februar seine langjährige Freundin nach einem vorangegangenen Beziehungsstreit in ihrer Wohnung im Rhein-Neckar-Kreis gewaltsam zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Schon im Februar hatte sie ihn angezeigt. (mdr)

22.03. Die Bundespolizei bestätigte aber Informationen, dass es sich um Kachelmann handelt.(Thüringer Zeitungsgruppe)

22.03. Ab nun fühlt sich der Sprecher der Staatsanwaltschaft fast täglich dazu berufen, Statements abzugeben. Überwiegend mit dem Inhalt, Jörg Kachelmann ist schuldig. Unter anderem: Andreas Grossmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft, zu „Spiegel Online“: „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Angaben der Frau stimmen.“

Obwohl es in der Pressemitteilung ganz anders zu lesen stand:

Haftbefehl gegen Moderator

Datum:  22.03.2010

Kurzbeschreibung:

STAATSANWALTSCHAFT MANNHEIM

Pressereferent

(…)Weitergehende Auskünfte werden derzeit aus Ermittlungsgründen und im Hinblick auf die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten nicht erteilt.

Grossmann
Staatsanwalt (GL)

Die Persönlichkeitsrechte Jörg Kachelmanns hat die Staatsanwalt aber sofort auser Kraft gesetzt!

22.3. Jörg Kachelmann geht es in der Untersuchungshaft «den Umständen entsprechend gut», auch wenn er noch etwas geschockt sei. Dies erklärte der Leiter der Justizvollzugsanstalt Mannheim, Romeo Schüssler, auf Anfrage von «Radio 24».

Der Leiter der Justizvollzugsanstalt Mannheim, Romeo Schüssler bestätigt der Deutschen Presse-Agentur dpa am Montag 22.3.die Verhaftung des ARD-Wetterkundlers….

Romeo Schüssler der Leiter der Strafanstalt Mannheim ist eine „Plaudertasche“.Der zeitweise täglich ein Bulletin herausgibt! ( Teil 9 )und das natürlich bei der Bildzeitung. Solange bis:

Auch im baden-württembergischen Justizministerium wurde die Frage gestellt, ob die „Gästebetreuung“ im „Café Landes“ nicht vielleicht etwas zu weit geht. Seitdem darf der Anstaltsleiter keine öffentlichen Statements mehr zu seinem VIP-Gefangenen abgeben. „Sonst käme ich in Teufels Küche“, sagt Schüssler.

23.3. Der Leiter der Justizvollzugsanstalt Mannheim, Romeo Schüssler, und eine Sprecherin von meteomedia bestätigten der Deutschen Presse-Agentur dpa am Montag die Verhaftung des ARD-Wetterkundlers. Der Leiter der JVA Mannheim, Romeo Schüssler, bestätigt, dass Kachelmann nach seiner Verhaftung in Frankfurt in Untersuchungshaft gekommen ist. Der Wettermann der ARD sei in einem angespannten nervlichen Zustand gewesen. Ein Arzt und ein Psychiater hätten ihn untersucht und für haftfähig befunden. Kachelmann genieße in der Haftanstalt keinen Promi-Bonus. (Mittelbayerische)

23.3. „Ich kenne Herrn Kachelmann bislang auch nur aus dem TV. Doch ich werde ihn auf jeden Fall in seiner Zelle besuchen, um zu schauen, ob es ihm gut geht.“

Für Sonderbehandlungen ist in der Strafanstalt Mannheim nicht genug Platz, wie Gefängnisleiter Romeo Schüssler sagte. «Wir haben derzeit keine Einzelzelle zu vergeben.» steht im Liechtensteinischen Vaterland

23.3. Die Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht Mannheim sehen einen dringenden Tatverdacht. „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Angaben der Frau stimmen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, SPIEGEL ONLINE. Die Frau sei ausführlich vernommen worden. „Sowohl die Polizei als auch das Gericht schätzen ihre Aussage als glaubhaft ein“, so der Staatsanwalt(Spiegel)

Ab 23.03. wussten die Journalisten aller Couleur bereits die Namen und Anschriften der Ex-Geliebten Jörg Kachelmanns. Und schwärmten wie wild gewordene Hornissen aus.

23.03. Angeblich meldet sich eine Person die von einem Vorfall aus dem Jahre 2001 erzählt, bei der Staatsanwaltschaft. Was von dieser sofort an die Presse weitergegeben wird.

23.3. Fast täglich neue Berichte, vorwiegend in der Bildzeitung über das Liebesleben des angeblichen Täters.

Im Hintergrund bereiten Meteomedia-Verantwortliche die feindliche Übernahme vor, und wenn es nicht anders geht, mit rechtlich fragwürdigen Mitteln.

Mit schönem Wetter kann Jörg Kachelmann nichts anfangen. «Lieber im Tornado sterben, als nie einen Tornado sehen», lautet seine Devise. Doch nun hat sich über ihm ein Unwetter zusammengebraut, das ihm kaum gefallen dürfte. Jörg Kachelmann, 51, sitzt in einer Zwei-Personen-Zelle in einem Untersuchungsgefängnis in Mannhein. Verhaftet wurde er, weil er seine langjährige Freundin vergewaltigt haben soll.

Doch wer ist der Mann, der das deutsche Wetterfernsehen im Alleingang revolutionierte und aus den staubtrockenen Wetterprognosen ein Unterhaltungsereignis machte? Bei dem es «schiffte» statt regnete, der den Begriff «Blumenkohlwolken» erfand und von «schlürfenden Winden» schwadronierte?

Am Bildschirm präsentierte sich der Meteorologe stets aufgestellt, lebensnah, offen und witzig. Doch wer den echten Kachelmann entdecken wollte, stiess auf Granit. Wenn es um die eigene Person gehe, führe er seine Gesprächspartner doch lieber aufs Glatteis, schrieb die «FAZ» schon vor Jahren. «Ironie und sarkastische Übertreibung – das sind seine Abwehrmittel, wenn ihm Neugierige allzu nahe auf den Pelz rücken.» (bazonline)

23.03. Doch Opfer-Anwalt Thomas Franz bekräftigte gegenüber BILD die Vorwürfe: „Herr Kachelmann hat meine Mandantin vergewaltigt. Die Verletzungen und die Vergewaltigung wurden bei einer Untersuchung in der Gerichtsmedizin auch festgestellt. Meine Mandantin ging unmittelbar nach der Tat zur Polizei und erstattete Anzeige. Sie leidet stark unter den Vorkommnissen – schließlich war sie acht Jahre lang Herrn Kachelmanns feste Lebenspartnerin.“

23.3. Das bloggt der ARD-Nachrichtenchef

„Darum haben wir nichts vermeldet…“

Dr. Kai Gniffke, der Chef der zentralen Fernsehnachrichtenredaktion ARD-aktuell

23.03.2010 – 16:17 UHR

Die Nachricht von den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Jörg Kachelmann beherrscht seit Montagmittag die deutschen Medien.

Nur die ARD-Abendnachrichten erwähnten die Festnahme ihres Wetter-Anchorman mit keinem Wort.

ARD-Nachrichtenchef Dr. Kai Gniffke begründet die Entscheidung, Kachelmanns Festnahme nicht zu vermelden, im Tagesschau-blog:

„(…) gedanklich haben wir den Fall mit anderen Fernsehschaffenden einmal durchgespielt, mit Moderatoren, Schauspielern und Showstars. Mir fiel dabei so gut wie kein Name von ZDF, RTL oder Sat.1 ein, bei dem ich in einem vergleichbaren Fall eine Meldung in Erwägung ziehen würde. Warum dann also bei Kachelmann? Weil er ein ARD-Gesicht ist? Nur damit uns ja keiner Parteilichkeit vorwirft? Ich denke nicht daran, aus diesem Grund das Profil der Tagesschau zu verändern. (…) Diese Promi-Krimi-Vorwurf-Mixtur hat in einer Tagesschau im jetzigen Stadium nix verloren.“

Gniffke äußerte sich im Blog auch zu den Vorwürfen gegen seinen Wetterexperten:

„Natürlich kann man sagen, dass der Haftbefehl schon ein Hinweis darauf ist, dass der Vorwurf nicht völlig abwegig ist. Aber da Kachelmann keinen Wohnsitz in Deutschland hat, sondern in der Schweiz, wird bei ihm die Staatsanwaltschaft viel eher die Fluchtgefahr bejahen als bei anderen.“

Mit dieser Annahme hat Gniffke einerseits recht, die Fluchtgefahr ist ein Grund für die Inhaftierung des Schweizers. Doch die Staatsanwaltschaft sieht auch einen „dringenden Tatverdacht“ bei Kachelmann. Ohne diesen hätte der Richter den Haftbefehl auch aussetzen und stattdessen anordnen können, dass Jörg Kachelmann sich regelmäßig bei den Behörden melden muss. Auch Hausarrest wäre denkbar gewesen, um eine Flucht zu verhindern.

Allerdings sind die Vorwürfe gegen den Moderator offenbar schwerwiegend. „So etwas entscheidet man nicht von leichter Hand“, sagt die Staatsanwaltschaft Mannheim.

Dazu bloggt der ARD-Nachrichtenchef:

„Ich will hier überhaupt nicht spekulieren, ob was dran ist oder nicht. Und über die Schwere des in Rede stehenden Delikts dürfte es ja wohl auch keine Diskussion geben. Aber was, wenn sich Kachelmanns Unschuld herausstellt? Dann machen wir eine saubere Meldung, dass der ganze Medienzauber halt nur ein klitzekleiner Irrtum war. Dabei kann nach der heutigen Berichterstattung der Wetterkundler doch jetzt schon einpacken.“

23.3. Jörg Kachelmann will die Vergewaltigungsvorwürfe nicht auf sich sitzen lassen und hat den Star-Anwalt Professor Dr. Ralf Höcker eingeschaltet. Dieser berät auch Lionel Messi und Heidi Klum.  Nun wird auch der verhaftete Jörg Kachelmann von Höcker vertreten. Höcker hat die Anschuldigungen bereits entschieden zurückgewiesen. In seiner Stellungnahme heisst es: «Die gegen unseren Mandanten erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe sind haltlos. Sie sind frei erfunden.» (20 Minuten Online berichtete).

Wie mittlerweile feststeht, muss Jörg Kachelmann eine weitere Nacht hinter Gittern bleiben: Seine Anwälte erhielten den beantragten Haftprüfungstermin erst für Mittwochmorgen. Kachelmann kämpft um seine Freilassung aus der Untersuchungshaft: Sein Anwalt beantragte einen Haftprüfungstermin, wie der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim, Andreas Grossmann, dem Sender Radio Regenbogen sagte. Noch am Dienstagnachmittag war unklar, ob ein Antrag gestellt wurde. Nun ist Klar: Kachelmann muss am Mittwochvormittag vor dem Mannheimer Amtsgericht antraben.

«Am morgigen Mittwoch wird sich Herr Kachelmann gegenüber der Staatsanwaltschaft umfassend zu den Vorwürfen äussern», hiess es in einer Mitteilung der Anwälte Kachelmanns. Der Moderator habe die ihm vorgeworfene Tat nicht begangen und werde sich nur der Justiz gegenüber äussern. «Insbesondere wird er nicht der Unsitte folgen, nun eine mediale Schlammschlacht zu beginnen, denn hierunter würden alle Beteiligten nur noch zusätzlich zu leiden haben», schrieben die Anwälte.(20minonline)

23.03. Warum wollte der Anwalt keine Haftprüfung? Es sollte ein Triumphzug in die Freiheit werden – doch der Termin beim Haftrichter wurde für Jörg Kachelmann (51) zu einer Niederlage! Tagelang hatten die Anwälte des Wetterexperten dessen Unschuld beteuert. Die Vergewaltigung habe das Opfer „frei erfunden“. Ein Sieg beim Haftrichter sollte ein erster Beweis dafür sein. Doch dann nahm Kachelmanns Verteidiger den Antrag auf Entlassung zurück.

Warum dieser Rückzieher?Offenbar Taktik! BILD fragte den Strafrechtsexperten Steffen Kling (Mannheim). Er erklärt: „Einen Antrag auf Haftprüfung nimmt man nur zurück, wenn man genau weiß, dass man keinen Erfolg haben wird.“

Lehnt der Haftrichter die Entlassung bei einem Prüfungstermin ab, hat der Untersuchungshäftling erst nach 3 Monaten wieder Anspruch auf eine mündliche Verhandlung. Kachelmann hätten also mindestens 12 weitere Wochen in U-Haft gedroht!

Ist der Rückzieher ein Indiz dafür, dass die Vorwürfe stimmen? NEIN, sagen seine Anwälte! Dr. Reinhard Birkenstock: „Man ist in Deutschland, wenn ein solcher Verdacht an einem hängt, schnell verhaftet. Die Enthaftung dauert in der Regel länger. Aber wenn Herr Kachelmann heute seine Sicht der Dinge darstellt, wird sicherlich bei der Objektivität der Staatsanwaltschaft dort und auch bei Gericht neu nachgedacht. Und es wird alles überprüft werden, was Herr Kachelmann der Justiz mitzuteilen hat.“

Allerdings: Die Staatsanwaltschaft überzeugte Kachelmann mit seinen Aussagen und Unschuldsbeteuerungen offenbar nicht. Ein Sprecher bekräftigte nach dem Termin, Kachelmann sei weiterhin dringend tatverdächtig.

Was sagt der Anwalt der Frau, die Kachelmann wegen Vergewaltigung angezeigt hatte? Der Vertreter des mutmaßlichen Opfers war beim Gerichtstermin nicht dabei, erneuerte nach der Vernehmung die Vorwürfe. Thomas Franz: „Meine Mandantin hat hundertprozentig die Wahrheit gesagt und nichts als die Wahrheit.“ Sie habe sich nicht nur in der Gerichtsmedizin, sondern auch in der Gynäkologie nach der Vergewaltigung untersuchen lassen. Ein medizinisches Gutachten bestätige ihre Aussage. (Bild)

23.3. Die Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht Mannheim sehen einen dringenden Tatverdacht. „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Angaben der Frau stimmen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, SPIEGEL ONLINE. Die Frau sei ausführlich vernommen worden. „Sowohl die Polizei als auch das Gericht schätzen ihre Aussage als glaubhaft ein“, so der Staatsanwalt.

…Opfer-Anwalt Thomas Franz präzisiert die Anschuldigungen am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Tat, so Franz, folgte „spontan, unvermittelt und unvorhersehbar“ einer Diskussion und Streitigkeiten. Zuvor habe es in der Beziehung nie Gewalttaten gegeben. „Die Partnerschaft bestand über elf Jahre. Es war der Lebensgefährte meiner Mandantschaft, und es kam für sie völlig überraschend. Sie ist völlig verzweifelt darüber, dass die Partnerschaft so ihr Ende gefunden hat“, so Franz.

Gleichzeitig nahm er seine Mandantin in Schutz: „Es gibt eine Vielzahl von Unterstellungen, sie würde das machen, um Geld abzuziehen, … aus verschmähter Liebe, aus Rache“. Doch man dürfe davon ausgehen, dass der Haftrichter „nicht einfach so auf Zuruf“ einen Haftbefehl erlasse – „gerade wenn es sich um eine so bedeutende Persönlichkeit handelt“, so Franz.(Spiegel)

23.3. Seit Samstag sitzt der Fernsehmoderator Jörg Kachelmann in einer Zelle der Justizvollzugsanstalt Mannheim. Der Vorwurf, der gegen ihn erhoben wird, ist ungeheuerlich: Vergewaltigung – das bedeutet eine Mindeststrafe von zwei Jahren, eine Aussetzung zur Bewährung wäre kaum noch möglich, vom beruflichen Ruin ganz zu schweigen.

Die Faktenlage – soweit sichtbar – ist bisher noch unübersichtlich. Anfang Februar soll der 51-jährige Wetterexperte seine langjährige Freundin nach einem Beziehungsstreit in ihrer Wohnung im baden-württembergischen Schwetzingen zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben.

Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch die Angaben der Frau, was – wenn es der einzige Anhaltspunkt wäre – wohl zu wenig für den „dringenden Tatverdacht“ wäre, den ein Haftbefehl voraussetzt. Ihre Beweise will die Staatsanwaltschaft Mannheim nicht offenbaren, nur so viel teilt Behördensprecher Andreas Grossmann mit: „Wir haben mehr als eine bloße Anzeige.“

Nach SZ-Informationen liegt den Ermittlern ein Gutachten vor, in dem die Rechtsmedizin bei der Frau in den Tagen nach der angeblichen Tat blaue Flecken festgestellt hat, die auf eine Vergewaltigung hindeuten.  Ohne zusätzliche Indizien würde kein Gericht einen Haftbefehl wegen Vergewaltigung erlassen, das bestätigen auch Staatsanwälte, die nichts mit dem Fall zu tun haben. Andererseits: Dieselben Experten warnen vor vorschnellen Schlüssen. Weil bei Vergewaltigungen normalerweise keine Zeugen zugegen sind, eignen sich solche Anschuldigung auch für einen Rachefeldzug wegen verletzter Gefühle.

Verwunderlich ist zudem, dass das Opfer eine langjährige Freundin oder gar Lebensgefährtin von Kachelmann gewesen sein soll, doch selbst in den einschlägigen Magazinen nichts von ihr zu finden ist. (Süddeutsche de.)

Anmerkung: Wolfgang Janisch der Autor dieses Artikels schreibt bereits vom OPFER und nicht vom mutmasslichen Opfer – Vorverurteilung?

23.3. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft liegen jedoch genügend Indizien vor, um die Untersuchungshaft rechtfertigen zu können. Die Behörde geht davon aus, dass es bei einer Verurteilung zu einer mehrjährigen Haftstrafe käme. Schon deshalb geht man von einer Fluchtgefahr aus.

Seit Samstag sitzt Jörg Kachelmann in der Justizvollzugsanstalt Mannheim. Dort sorgt man sich um seinen Geisteszustand: «Untersuchungshäftlinge werden anfangs immer in Zweierzellen untergebracht», sagt Anstaltsleiter Romeo Schüssler zu BLICK, «zur Suizid-Prophilaxe.»

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts auf Vergewaltigung. Kachelmanns Anwalt weist alle Vorwürfe der Ex-Freundin als «erfunden und falsch» zurück. Wegen Fluchtgefahr – der Schweizer hat keinen festen Wohnsitz in Deutschland – bleibt Kachelmann aber vorläufig in U-Haft.

12 Quadratmeter für zwei Häftlinge – Viel Platz haben Kachelmann und sein Zellengenosse nicht: Zweierklausen sind etwa 11 bis 12 Quadratmeter gross. Eine Einerzelle in der JVA misst immerhin 9 Quadratmeter. Doch in die darf Kachelmann erst nach ein paar Tagen ziehen.

Dorthin kann er sich dann einen Fernseher bringen lassen. «Bisher hat er auf einen verzichtet», sagt Schüssler. «Vielleicht hatte er noch keine Zeit, sich einen zu mieten. Das müsste er übrigens selber zahlen.» Zeitungen und Bücher sind auch erlaubt, müssen aber vom Richter abgesegnet werden.

Spielgruppe und Sportprogramm – Tagwache ist um 7 Uhr. «In U-Haft stehen dann meist Anwaltsbesuche an», so Schüssler. Falls Kachelmanns Aufenthalt in der JVA länger dauert, kann er sich am Handwerks- und Sportprogramm beteiligen. Oder der Spielgruppe: Brettspiele in kleiner Runde. Eine Stunde pro Tag darf er an die frische Luft. Lichterlöschen ist um 21.30 Uhr.

Bekannt ist auch schon sein heutiges Menü: Heute steht Fleischkäse mit Wirsing und Kartoffeln auf dem Programm.«Wir machten uns Sorgen um ihn»

Die Verhaftung hat bei Jörg Kachelmann offenbar Spuren hinterlassen. Die Verhaftung kam für den Wettermann offenbar total überraschend. Romeo Schüssler, Chef der Justizvollzugsanstalt Mannheim, berichtet der «Bild»: «Er machte einen sehr niedergeschlagenen Eindruck, stellte mehrere Anträge, darunter telefonieren zu dürfen.» Sein Rechtsanwalt habe ihn gestern besucht. Er sei über seine Rechte aufgeklärt worden, weiss Schüssler laut «Bild.de».

Kachelmann habe ein aufgeknöpftes Hemd und Jeans getragen. «Seine Verfassung war so schlecht, dass der Leiter der Justizvollzugsanstalt sich Sorgen machte. «Da er so geschockt wirkte, liess ich ihn durch einen Psychologen untersuchen. Er ist nicht suizidgefährdet, bleibt aber in nächster Zeit in einer Zwei-Mann-Zelle», erzählt Schüssler. (Blick)

 

24.03. Ich kenne ihn seit Jahren und habe noch nie etwas von einer Freundin in Schwetzingen gehört», sagt Frank Werner, Verwaltungsrat von Kachelmanns Firma Meteomedia, gegenüber 20 Minuten.

24.03. Man könne jedoch nicht von einem eheähnlichen Verhältnis sprechen, er sei eher tage- oder nächteweise hier in Schwetzingen gewesen. Einige Schwetzinger sollen sich bei der Redaktion der Schwetzinger Zeitung gemeldet haben, die Kachelmann in Begleitung der Frau gesehen haben wollen.

 24.3. Jörg Kachelmann: Das ist das Vergewaltigungs-Opfer ! Seit Montag ist bekannt, der beliebte Wetter-Mann Jörg Kachelmann (51) sitzt in Untersuchungshaft, soll seine Ex-Freundin vergewaltigt haben.

Jetzt ist ein erstes Foto des mutmaßlichen Opfers aufgetaucht. Angeblich war Kachelmann mindestens acht Jahre lang mit seinem Opfer liiert. Bei einem Streit im Februar soll er die Frau schließlich vergewaltigt haben. Sie ließ die Tat unmittelbar gerichtsmedizinisch feststellen und erstattete Anzeige.

Jetzt wurde Kachelmann festgenommen, sitzt in Untersuchungshaft. Am Mittwoch soll er einem Richter vorgeführt werden.

Strafrechtler Dr. Reinhard Birkenstock und Medienrechtexperte Prof. Ralf Höcker vertreten Jörg Kachelmann. Beide bekräftigen die Unschuld ihres Mandanten.

In einer Mitteilung heißt es: „Jörg Kachelmann ist unschuldig. Er hat die ihm vorgeworfene Tat nicht begangen.“

Doch das Opfer lässt über seinen Anwalt ebenfalls mitteilen, dass es auf seinen Standpunkt beharrt. Opfer-Anwalt Thomas Franz erklärt: „Meine Mandantin wurde von Jörg Kachelmann vergewaltigt.“

Andreas Grossmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft, zu „Spiegel Online“: „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Angaben der Frau stimmen.“

Das Opfer ist mitte 30, attraktiv, arbeitet angeblich bei einem Radiosender und lebt in Schwetzingen.

Rechtsanwalt Franz: „Sie lernte Herrn Kachelmann bei einem Interview kennen. Sie führen seit über elf Jahren eine Beziehung, entschieden sich aber, das in den Medien nicht öffentlich zu machen.“

Doch Kollegen der Frau wollen jetzt von der Beziehung längst gewusst haben. Zuvor hieß es, niemand aus Schwetzingen habe Kachelmann jemals vor Ort gesehen.

Das Opfer will jetzt psychologische Hilfe in Anspruch nehmen, um die Vergewaltigung zu verarbeiten. (http://netplosiv.org/201042492/vermischtes/kriminalitaet/joerg-kachelmann-das-ist-das-vergewaltigungs-opfer)

Anmerkung: Für Levy Rubinstein stand am 24.3. schon fest DAS OPFER-DER VERGEWALTIGER.“ Mutmasslich“ scheint er nicht in seinem Sprachgebrauch zu haben. Das ist Vorverurteilung. Rubinstein hat noch nie etwas von :

Art. 11 Abs. 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948/Art. 6 Abs. 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK)/Ziffer 13 des Pressekodex/ Art 20 GG  ….gehört zu haben!

24.3. Kachelmanns Meteomedia ist heute eine der wichtigsten Wetter-Dienstleistungsfirmen Europas. Sie beschäftigt über 100 Mitarbeiter und hat Niederlassungen in der Schweiz, Deutschland, Kanada und den USA. Seit man vor ein paar Jahren begann, auf die Bedürfnisse von Versicherungen und Energiekonzernen zugeschnittene Dienstleistungen anzubieten, ist Meteomedia auch kommerziell erfolgreich. Vorher war es lange eher harzig gelaufen.

Dass jetzt Kachelmanns private Turbulenzen manchen Konkurrenten mit Schadenfreude erfüllen, liegt allerdings weniger am Erfolg des Wetterunternehmers als an seiner Rhetorik. Fast so alt wie Kachelmanns Wirken im Zeichen des Wetters sind seine Feldzüge gegen die staatlichen Wetterdienste in der Schweiz und Deutschland. Dem Bundesdienst Meteo Schweiz wirft Kachelmann vor, über viel zu wenige Messstationen zu verfügen, während er selber das eigene Netz Monat für Monat ausbaue. Dabei wäre Kachelmann nicht Kachelmann, wenn er seine Kritik im harmlos-umständlichen Deutsch der Branche vorbringen würde. Vielmehr tönt er so: «Mit den paar Statiönli von Meteo Schweiz kann man nicht arbeiten.» Oder: Meteo Schweiz habe eine Stationendichte «wie etwa Zimbabwe». Oder: Die Schweiz gehöre «wahrscheinlich zu den zehn schlechtestbedienten Ländern in Sachen Wetterbeobachtung im eigenen Land». Wer so redet, schafft sich Feinde.(Tagesanzeiger)

24.03. Sie arbeitet bei einem Radiosender und «lernte Herrn Kachelmann bei einem Interview kennen», sagt ihr Anwalt Thomas Franz. Das sei vor elf Jahren gewesen im Auftrag von Radio Regenbogen, schreibt auch die Schwetzinger Zeitung. Glaubt man den Ausführungen des Anwaltes, führten die beiden «eine harmonische Beziehung, entschieden sich aber, das in den Medien nicht öffentlich zu machen», so Franz. Am Morgen nach der Tat habe sie die Polizei gerufen und sich dann auf Anweisung der Beamten einer gerichtsmedizinischen Untersuchung unterzogen. Dabei stellte ein Arzt laut Franz eindeutige Spuren einer Vergewaltigung fest.

24.03. Der Weisse Ring schaltet sich bereits ein, wenn auch mit Falschinformationen:   Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand solche Taten ausdenkt, ist ziemlich gering», sagt Helmut Rüster vom Opferschutzbund Weisser Ring gegenüber Focus Online. Vor allem angesichts der Tatsache, dass die Anzeige offenbar kurz nach der Tat erfolgte und das Opfer nicht mit «dem Ekel allein sein wollte».

24.4. Aus den Angaben bei der Vernehmung: Kachelmann über finanzielle Hilfe für Sabine W.: „Ich habe sie unterstützt, habe ihr manchmal einen dreistelligen Betrag überwiesen, wenn sie knapp bei Kasse war.“

Kachelmann über gemeinsame Aktivitäten mit Sabine W.: „Ich habe nur einmal für eine halbe Stunde am Familientisch gesessen. Ich war mit ihr einmal für eine knappe Woche in Oklahoma, doch das war für beide Seiten ein frustrierendes Erlebnis. Ich habe nie Weihnachten mit ihr verbracht.“(Bild)

24.03. Der Haftrichter Siegfried R. kann sich ausser der Missionarsstellung keine anderen sexuellen Aktivitäten vorstellen, befindet aus diesem Grund, dass Jörg Kachelmann weiter in Haft bleibt. Bei der Vernehmung, die keine Haftprüfung war, ist auch der Staatsanwalt anwesend. Anschliessend wird J.K. der Presse vorgeführt, als er in den Polizeiwagen steigen musste.

24.3. Wo auch immer die Wahrheit in diesem Fall liegt, man muss damit rechnen, dass etwas an Jörg Kachelmann hängen bleiben wird. Für jemanden, dessen berufliche Existenz als Moderator auch von der Sympathie abhängt, die ihm sein Publikum entgegenbringt, ist dies eine Katastrophe. Wohl auch deshalb begnügte sich die Nachrichtenagentur dpa zunächst damit, lediglich zu vermelden, am Frankfurter Flughafen sein ein „bekannter Journalist und Moderator“ festgenommen worden.

(…) Bei dieser sachlichen Meldung blieb es nicht. „Bild.de“ veröffentlichte als erstes den Namen Kachelmanns, die meisten anderen Medien – auch evangelisch.de – taten dies später auch. Dies war ein Fehler.

Und doch bleibt ein fader Beigeschmack. Wir Journalisten können uns darauf verlassen, dass die Kollegen von „Bild“ den Namen nennen werden. Und anschließend können wir uns hinter der „Bild“ verstecken und so in einer ethischen Debatte auf den Boulevard zeigen. Damit macht man es sich leicht. So unrealistisch es ist, sich einer Namensnennung zu entziehen, so problematisch ist sie. Als Ausweg bleibt den Medien, seriös und sachlich zu berichten und einen Verdacht als solchen und nicht als Tatsache herauszustellen. Verantwortung hat dabei auch das Publikum selbst, durch dessen Einschätzung eine mögliche Vorverurteilung überhaupt erst möglich und wirksam werden könnte.

Jörg Kachelmann ist schon jetzt Unrecht widerfahren. Selbst dann übrigens, wenn sich der Vorwurf, der ihm aktuell gemacht wird, später als wahr herausstellen sollte. Den Namen eines Beschuldigten in den Medien nicht zu nennen, bedeutet aber eben nicht, diesen vorab freizusprechen. Auch dies wäre nämlich ein verfrühtes Urteil. (http://www.evangelisch.de/themen/medien/die-mediale-bestrafung-des-joerg-k14773)

24.3.Der Erfinder der “Blumenkohl-Wolken” steht nun selber arg im Schatten seines Wettervokabulars. Aber eines gleich vorneweg: Es geht hier nicht darum, einen Menschen für das was er angeblich getan haben soll, zu verurteilen. Das müssen die Untersuchungsbehörden entscheiden. “Ist es aber möglich, im Gesicht zu erkennen, ob jemand fähig ist, einem anderen Menschen schaden zuzufügen?” Jörg Kachelmann hat aus der einfachen Wettervorhersage ein richtig grosses Unternehmen geschaffen. Dazu braucht es Fähigkeiten, die sich im Gesicht zeigen. Ob man aus diesen Fähigkeiten etwas Positives erschafft oder etwas Negatives liegt in der Entscheidung jedes einzelnen Menschen.

Beim Gesicht von Jörg Kachelmann fällt vor allem auf, dass er eine sehr hohe, ausgeprägte Stirn hat. Das spricht für seine starken geistigen Fähigkeiten. Diese braucht es, um ein so grosses und bekanntes Unternehmen aufbauen zu können. Was weiter auffällt sind die Linien, die auf beiden Seiten von der Nase am Mund vorbei verlaufen. Das ist ein Zeichen dafür, dass dieser Mensch seine Lebensaufgabe gefunden hat. Wenn es darum geht, zu bestimmen, wie jemand mit emotionalen Situationen umgeht, dann achtet man am besten auf die Lippen. Jörg Kachelmann hat eine relativ schmale Oberlippe im Gegensatz zu einer ausgeprägten Unterlippe. Er ist also eine Person, die einerseits fähig ist, die Freuden des Lebens zu geniessen, dem es aber andererseits nicht immer leicht fallen könnte, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen oder angemessen darauf zu reagieren.(www.feng-shui-schule.ch)

24.3. Oh Gott, jetzt auch noch der Kachelmann!

“Herr Kachelmann sitzt in Untersuchungshaft, weil er seine langjährige Freundin vergewaltigt haben soll.” Der Satz zeigt, wie ein über Jahre aufgebautes und gepflegtes Image mit gerade mal einem einzigen Satz zerstört werden kann. Das ist die Stunde der Krisenkommunikation. Eine Analyse.

Die Ausgangslage ist klar: derzeit ist nichts gewiss. Alles was wir wissen, sind Verlautbarungen involvierter Parteien. Es steht Aussage gegen Aussage. Also gilt die Unschuldsvermutung.

Doch nicht der juristische Stand der Dinge ist weder jetzt noch nach dem Prozess von Interesse, sondern das, was das breite Publikum dem Herrn Kachelmann zu unterstellen bereit ist. Dass derzeit links und rechts die Missbrauchsfälle nur so explodieren, gibt dem Fall eine aktuelle Brisanz. Denn: Oh Gott, jetzt auch noch der Kachelmann!

So ist es nicht erstaunlich, dass man dem lässig-lockeren und ewig-jugendlichen Schweizer Wetterinterpreten, dem Langzeittraum deutscher Schwiegermütter, eine solche Tat durchaus zutraut. Weiterlesen: http://manfredmessmer.ch/2010/03/24/oh-gott-jetzt-auch-noch-kachelmann/

24.3. Arbeitskollegen haben «nie von einer Freundin in Schwetzingen gehört»

Was passiert, wenn man es dennoch tut, erlebte der «Blick» 1998: Die Boulevard-Zeitung berichtete von der Scheidung von seiner Frau – einer Infografikerin des Blicks-, worauf Kachelmann sogleich klagte. Dabei schien bereits der Fakt, dass Kachelmann überhaupt etwas anderes als Wetter interessieren könnte, überraschend; dass er eine Beziehung geführt hatte und diese am Ende war, schien nur die Garnitur zu sein.

Unter diesem Aspekt scheint es nicht verwunderlich, dass über die 37-jährige Sabine W., wie die Bild-Zeitung das mutmassliche Vergewaltigungsopfer von Kachelmann nennt, seine Mitarbeiter offenbar nichts wussten. «Ich kenne ihn seit Jahren und habe noch nie etwas von einer Freundin in Schwetzingen gehört», sagt Frank Werner, Verwaltungsrat von Kachelmanns Firma Meteomedia, gegenüber 20 Minuten. Die «Bild» schreibt: «Freunde von Kachelmann bestreiten die Beziehung, wollen nie etwas von der Frau gehört haben.» Ein «enger Geschäftspartner von Kachelmann» hat dem Blatt zudem gesagt, Kachelmann habe in Schwetzingen niemals eine langjährige Bekanntschaft gepflegt. Der Geschäftspartner habe von «Stalking» gesprochen. Den Namen dieser Quelle nannte «Bild» nicht. Frank Werner will dies zwar nicht bestätigen, sagt aber: «In der Vergangenheit kam es immer wieder zu einstweiligen Verfügungen wegen Stalking, letztmals Anfang Jahr.»(20min online)

25.03. Der Berliner Medienanwalt Christian Schertz spricht von einer „Vorführung“. „Mir ist kein Fall in der deutschen Pressegeschichte bekannt, wo es die Justiz ermöglicht hat, dass ein bloßer Beschuldigter vor laufenden Kameras in eine grüne Minna weggeschlossen wurde“, kritisierte er in einem dpa-Gespräch. Der Staat habe eine unbedingte Schutzpflicht.

Dagegen betonte das Amtsgericht, das Vorgehen sei mit Kachelmann abgestimmt gewesen. Außerdem könne ein Informationsanspruch der Öffentlichkeit „nicht ohne weiteres beiseitegeschoben werden“, sagte Gerichtssprecher Volker Schmelcher der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dieser Anspruch müsse mit dem Persönlichkeitsrecht Kachelmanns abgewogen werden. „Eine solche Abwägung hat das Amtsgericht pflichtgemäß vorgenommen“, sagte Schmelcher. (dpa)

25.03. CSD sucht den Weissen-Ring Therapeuten Seidler auf, der später im Prozess noch eine sehr zwielichtige Rolle spielen wird.

25.03. Die Mutter von CSD meldet sich bei Blick zu Wort: Meiner Tochter geht es gar nicht gut», sagt Petras Mutter zu BLICK.» Sie ist zusammengebrochen. Sie ist in der Klinik.» (Was nicht stimmte!)

25.03. Sogar der Oberbürgermeister der Stadt, René Pöltl, wusste Bescheid: „Aus privaten Kreisen habe ich von der langjährigen Beziehung zwischen ihr und Jörg Kachelmann gewusst“, sagt er zu „Blick“. „Die beiden sollen oft in Heidelberg unterwegs gewesen sein. Schwetzingen ist zu klein, da hätte sie ja jeder sofort erkannt.“ Er halte die Frau zudem für „äußerst glaubhaft“.

25.03. Staatsanwalt Andreas Grossmann: „Er könnte einen Antrag stellen, um in Küche oder Werkstätten zu arbeiten. Er darf sich über ein Restaurant von außen Essen bestellen, kann in der Bibliothek beschränkt Bücher leihen, TV schauen und Radio hören. Computer sind verboten.“

Außerdem kann Kachelmann im Gefängnisladen Lebensmittel kaufen. Da Bargeld verboten ist, wird alles von seinem Konto abgebucht.

Er kann auch seine eigene Bettwäsche benutzen. Er darf auch Gegenstände, die kontrolliert werden, besitzen und die Zelle damit ausstatten. Häftlinge können in Mannheim fünf Mal die Woche duschen. Staatsanwalt Grossmann: „Kosmetikartikel und Rasierklingen bekommt er von der Anstalt.“

U-Häftlingen kann gestattet werden, zu telefonieren. Die Gespräche werden überwacht, Kosten trägt der Häftling. Handys sind verboten. Seine Post – außer die vom Anwalt – wird kontrolliert.

Besuche, außer die von seinem Verteidiger, werden in der JVA überwacht. Dabei dürfen Geschenke dürfen mit Zustimmung der JVA übergeben werden, Nahrung und Genussmittel in geringer Menge. Grossmann: „Er darf Besucher mit Genehmigung und nur zweimal im Monat für je 30 Minuten empfangen.“

25.3. „Immer sehr verliebt“ – Wer ist die Frau, die Wetterexperte Jörg Kachelmann angeblich vergewaltigt hat? Boulevardblätter wollen die Identität des Opfers geklärt haben.

Glaubt man dem Schweizer Boulevardmagazin „Blick“, dann handelt es sich um eine 37-jährige Radiomoderatorin aus dem baden-württembergischen Schwetzingen, die der Schweizer Wetterprofi vor rund elf Jahren bei der Benefiz-Gala „Ball der Sterne“ im Rosengarten von Mannheim kennenlernte.

(..)“Blick“ schreibt: „In der Schwetzinger Altstadt ließen sich Jörg und Petra oft zusammen blicken.“ Als Beleg dafür zitiert das Blatt den Wirt eines Schwetzinger Restaurants: „Die beiden aßen oft zusammen in meinem Restaurant. Zuletzt waren sie im Januar bei mir. Die beiden wirkten immer noch sehr verliebt.“ Die Wirtin ergänzt: „Sie waren in den letzten Jahren oft meine Gäste. Und haben immer sehr verliebt und harmonisch zusammen gewirkt.“

In der Kleinstadt sei das langjährige Verhältnis nicht unbemerkt geblieben, meldet das Boulevardblatt. Petras Nachbar Giuseppe Romano zu „Blick“: „Ich habe hier öfter ein dunkles Auto mit Schweizer Kennzeichen vor der Tür gesehen. Kachelmann hat in ihrer Garage geparkt und war mal länger und mal kürzer da. Auch vor dem Haus hab ich ihn einige Male gesehen und erkannt.“ Aufgefallen sei ihm allerdings, dass sich der Schweizer in der letzten Zeit nicht mehr in der Siedlung habe sehen lassen.

(..)Petras Anwalt Thomas Franz habe erklärt, dass die Beziehung mit einem „großen Knall“ geendet habe. „Es gab einen Anlass, aufgrund dessen es zu einer Diskussion kam, dann zu Streitigkeiten. Dann folgte die Tat. Völlig spontan, unvermittelt und unvorhersehbar für meine Mandantin“, zitiert „Blick“ den Anwalt. Und: „Es kam in der Beziehung nie zu irgendwelchen Gewalttaten, nie zu irgendwelchen Ausrastern.“ Seine Mandantin sei „über das, was dann geschehen ist, sehr schockiert“.

(..)In Schwetzingen selbst herrscht seit Montag der Ausnahmezustand. Ein Redakteur eines regionalen Onlinemediums schreibt am Dienstag: „Es ist schon verrückt, was seit gestern über Schwetzingen hereinbrach. Fernsehteams aus ganz Deutschland und der Schweiz waren vor Ort, Reporter aller großen Zeitungen, gleich ob das Berliner Boulevardblatt BZ oder die seriöse Frankfurter Allgemeine Zeitung, ob die öffentlich-rechtlichen Teams vom Hessischen Rundfunk und ZDF oder die Boulevard-Magazine von RTL oder der Nachrichtensender N 24 – alle Fährten des Kachelmann-Falles führten in die Spargelstadt. In der Redaktion stand das Telefon nicht still. Wir hielten uns daran, den uns bekannten Namen des Opfers nicht preiszugeben.“

(..)“Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Angaben der Frau stimmen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, zu „Spiegel Online“. Die Frau sei ausführlich vernommen worden. „Sowohl die Polizei als auch das Gericht schätzen ihre Aussage als glaubhaft ein“, so der Staatsanwalt.

(..)“Es ist nicht abzusehen, wie lange er in Untersuchungshaft bleiben muss“, sagte Grossmann. (http://www.stern.de/lifestyle/leute/kachelmann-und-sein-mutmassliches-opfer-immer-sehr-verliebt-1553746.html)

26.03. Auf Betreiben der Verteidigung wird endlich auch der Laptop von CSD beschlagnahmt.

Bei weiteren Einvernahmen kommen die mehrfachen Lügen des MO zutage, werden aber von der Staatsanwaltschaft nicht berücksichtigt.

26.03. Der Vater von Sabine W. sagt vor der Haustür: „Meiner Frau und meiner Tochter geht es sehr schlecht.“

Angesprochen auf den Vorwurf, Kachelmann habe seine Tochter verletzt, versteinert sich sein Gesicht. Dann blickt er zu Boden, nickt und sagt nur noch: „Ich darf nichts sagen.“(Bild)

26.03. Rechtsanwalt Thomas Franz: „Er hat sie zum Sex gezwungen.“ Die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchung – sagt der Anwalt – „sind eindeutig“.

26.03. Kristina Schleß, Geschäftsführerin der Bochumer Meteomedia-Außenstelle, schrieb am 26. März an die Gesellschafter und Verwaltungsräte eine unmissverständliche Mail: „… was wir umsetzen müssen: 1. Aufhebung des Dienstverhältnisses … Beendigung der Tätigkeit als Moderator und Meteorologe. 2. Abberufung von JK als Verwaltungsrat JKP und MMCH … 3. Abtretung der Anteile an der JKP (zu klären: an wen? Gegenleistung? Vorschlag Frank: er kauft und übernimmt dafür die RA-Kosten) …“Mit Frank war Frank-Bernhard Werner gemeint, der Kachelmanns Anteile an der Firma kaufen und im Gegenzug die Rechtsanwaltskosten übernehmen sollte.

Am selben Tag wie die Geschäftsführerin Schleß meldete sich auch Werner bei den „Lieben Kollegen“. In seiner Mail heißt es unter anderem:

„Nicht unerwartet drehen die Medien das Thema Kachelmann mit vielen unappetitlichen Details weiter … Heute bleibt mir nur zu sagen, dass ich überzeugt davon bin, dass es uns allen mit gemeinschaftlicher Anstrengung gelingen wird, die Schäden dieses Spuks für unser Unternehmen überschaubar zu halten. Kopf hoch und beste Grüße fbw.“ (Spiegel)

26.3. Hin und wieder darf sie ihren Jörg sogar zu offiziellen Anlässen in Deutschland begleiten, u. a. zu einem Landespresseball. «Spätestens vor neun Jahren war allen klar, dass die beiden ein Paar sind», sagt ein Arbeitskollege. «Da können Sie jeden einzelnen Medienschaffenden in Mannheim fragen. Kachelmann war so oft hier, obwohl er in dieser Gegend beruflich gar nichts zu tun hat. Wegen ihr.» (Blick)

26.3. Auch dem Schwetzinger Oberbürgermeister geht der Fall sehr nahe. «Die ganze Sache ist ein Schock», sagt René Pöltl. «Es gibt viel zu viel häusliche Gewalt. Ich halte Petra für äusserst glaubhaft.» ( Blick, später will der OBB von Schwetzingen nie mit der Presse gesprochen haben)

26.3. Jürgen Wiesbeck, Programmleiter beim Mannheimer Sender Radio Sunshine Live, kennt Petra gut: «Sie hat 1996 bei uns als Volontärin angefangen», sagt er zu BLICK. Am vergangenen Montag ( 22.3.)  ist sie zum letzten Mal am Sender als Moderatorin zu hören.

26.3. Bürgermeister sagt: Die beiden waren ein Paar : Alle wussten es – sogar der Oberbürgermeister des Städtchens: «Aus privaten Kreisen habe ich von der langjährigen Beziehung zwischen Petra und Jörg Kachelmann gewusst», sagt René Pöltl (43). «Die beiden sollen oft in Heidelberg unterwegs gewesen sein. Schwetzingen ist zu klein, da hätte sie ja jeder sofort erkannt.»

Kachelmann also weiter in U-Haft. Ein Trost für Petras Eltern? «Uns allen geht es unverändert schlecht», sagt ihr Vater gestern zu BLICK. «Dass er weiter in Haft bleibt, das ändert für uns gar nichts.»

Auch dem Schwetzinger Oberbürgermeister geht der Fall sehr nahe. «Die ganze Sache ist ein Schock», sagt René Pöltl. «Es gibt viel zu viel häusliche Gewalt. Ich halte Petra für äusserst glaubhaft.»(Blick)

27.3. Die Schweizer Geschäftspartner von Jörg Kachelmann halten zum inhaftierten Meteorologen – noch. Der Kampf um seine Kunden hat schon begonnen.

…. Sein Internetportal meteocentrale.ch lässt sich Kachelmann von Weishaupt sponsern. Der «Sonntag» weiss aus zuverlässiger Quelle, dass es sich jährlich um einen Millionenbetrag handelt. Dafür prangt auf der Website das Logo des Energieunternehmens und der Star-Wetterfrosch stellt sich mit plumpen PR-Videos in die Dienste von Wärmepumpen.

…. Das freundschaftliche Geschäftsklima hat sich deutlich abgekühlt: «Weishaupt wartet wie alle anderen auf das Ergebnis der Untersuchungen», lässt das Unternehmen gegenüber dem «Sonntag» verlauten.

…..Für Kachelmanns ehemaligen Geschäftspartner Peter Wick, der 70 Prozent des privaten Wettermarktes in der Schweiz betreut, ist «der Schweizer Markt von Meteomedia gefährdet». Er sei mit seiner Firma Meteonews «gerne bereit – falls nötig – auszuhelfen». Thomas Bucheli, der neben dem Schweizer Fernsehen auch private Medien beliefert, will keinen Kommentar abgeben. Laut Branchenkennern wäre aber auch er wenig zurückhaltend, um im umkämpften Schweizer Wettermarkt neue Kunden an Land zu holen.

…. Der Geschäftsführer von Radio Basel, Christian Heeb, reagiert leicht indigniert darauf, ob er die Zusammenarbeit mit Meteomedia überprüfe: «Die Frage stellt sich nicht – Jörg ist ein Freund.» Der Redaktionsleiter von Radio Sunshine, Christian Albisser, versichert, Kachelmanns Verhaftung habe «keine Auswirkungen» auf die Geschäftsbeziehungen. Das hört der zum Krisenmanager mutierte Verwaltungsratspräsident von Meteomedia, Frank Werner, gerne: «Ich finde es unappetitlich, dass die Konkurrenz schon bereitsteht, bevor die Untersuchung abgeschlossen ist», sagt er dem «Sonntag». Gemäss seinen Angaben «müssen sich die Mitarbeiter von Meteomedia keine Sorgen machen». Doch auch sie wissen: Ihr bestes Aushängeschild sitzt auch heute Sonntag weiterhin in einer 13-Quadratmeter–Zelle.( http://www.sonntag-online.ch/index.php?show=news&id=943)

27.03. Die Festnahme des TV-Moderators Jörg Kachelmann am Frankfurter Flughafen war offenbar von langer Hand geplant. Eine Sonderkommision war mit dem Fall beauftragt. Die Festnahme des TV-Moderators Jörg Kachelmann am Frankfurter Flughafen war nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ von langer Hand geplant. Drei Wochen lang habe eine „Soko Flughafen“ die geheime Kommandoaktion vorbereitet. Die Beamten hätten gewusst, dass der unter Vergewaltigungsverdacht stehende Kachelmann am vergangenen Samstag und damit bereits einen Tag früher als geplant aus Vancouver ankommen würde. Deshalb wurde der Parkhausabschnitt rund um Kachelmanns Wagen bereits 24 Stunden zuvor abgeriegel.

Mehrere Kriminalbeamte aus Schwetzingen warteten am Wagen des Moderators, während Frankfurter Polizisten den TV-Star observierten. Kachelmann traf sich zunächst mit einer Frau, mit der er gemeinsam die Heimreise antreten wollte. An seinem Wagen im Parkhaus wurde er gegen 11.40 Uhr verhaftet. (Bunte)

27.3. Die hessische Landespolizei habe sich wegen der Aktion in einem internen Bericht ausgiebig selbst gelobt, berichtete das Magazin. Man habe „eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, dass es gelingen könne „an einem so offiziellen Platz wie dem Frankfurter Flughafen“ eine „Person der Öffentlichkeit festzunehmen, ohne dass die Öffentlichkeit davon etwas mitbekommt“. In einer ähnlichen Aktion war auch der Star- Regisseur Roman Polanski am Flughafen Zürich festgesetzt worden.( B.Z.online)

28.03. Mitschüler aus dieser Zeit, die Kachelmann 1977 mit dem Abitur im altsprachlichen Zweig beendet, verspotten ihn allerdings heimlich als schwul; an eine Freundin kann sich keiner erinnern. Männliche Kollegen erzählen von Wirtshausabenden, die peinlich enden, weil Kachelmann Bedienungen und weiblichen Gästen gegenüber ausfallend wird, sexistische Witze macht und frauenfeindliche Zoten durchs Lokal ruft. (Das erzählen sie angeblich der Bildzeitung)

28.03. Staatsanwaltschaft stolz auf Verhaftung ! Zudem waren die Beamten gut informiert. Kachelmann reiste einen Tag früher in Vancouver ab, als geplant. Die Beamten wussten es.

Um öffentliches Aufsehen zu vermeiden, wurde Kachelmann aber nicht direkt an der Sicherheitsschleuse am Flughafen verhaftet, sondern erst an seinem Auto. Frankfurter Kollegen observierten Kachelmann während er ganz normal auscheckte, eine Frau traf und schließlich zu seinem Wagen ging. Dort warteten Polizei-Kollegen aus Schwetzingen.

An seinem Wagen im Parkhaus sei er dann gegen 11.40 Uhr festgenommen worden.

Für diesen Erfolg habe man sich im Frankfurter Polizeipräsidium, so der „Spiegel“ weiter, ordentlich auf die Schultern geklopft. In einem internen Bericht heiße es, man habe „eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, dass es gelingen könne, „an einem so offiziellen Platz wie dem Frankfurter Flughafen“ eine „Person der Öffentlichkeit festzunehmen, ohne dass die Öffentlichkeit etwas davon mitbekommt“.

Tatsächlich bliebt die Verhaftung von Jörg Kachelmann von Samstag bis Montag ohne Meldung in der Presse. Erst dann brach das journalistische Interesse zu dem Fall los.

Kachelmann-Verteidiger Reinhard Birkenstock wirft der Bundespolizei allerdings trotzdem Geheimnis-Verrat vor und will juristische Maßnahmen ergreifen.

Bei der Bundespolizei und bei der Staatsanwaltschaft sieht man allerdings keinen Anlass für Ermittlungen wegen Geheimnis-Verrates. „So etwas sickert immer durch“, erklärte ein Sprecher. ( netplosiv.org)

28.03 Die Bildzeitung veröffentlicht die Nummer des Untersuchungshäftling Jörg Kachelmann.

28.3. Der Schweizer Wettermoderator Jörg Kachelmann ist in einer mehr als unangenehmen Lage: Er sitzt in Untersuchungshaft, nachdem er der Vergewaltigung beschuldigt wurde. Eine jahrelange heimliche Affäre hatte den sympathischen Medienprofi bei der Polizei angezeigt, woraufhin das Werbegesicht in Haft genommen wurde. Er beteuert seine Unschuld, wurde aber dennoch nicht entlassen.

Seit das Eklat an die Öffentlichkeit gekommen ist, diskutieren die Menschen: Ist Kachelmann wirklich ein Vergewaltiger? Oder soll ihm durch eine Intrige Schaden zugefügt werden? Der Anwalt des Opfers spricht von zeitnaher Anzeige, bei der auch Beweise sicher gestellt werden konnten. Für ihn ist es klar, dass Kachelmann nach einem Streit die Kontrolle über sich und die Situation verloren hat und seiner heimlichen Geliebten Gewalt angetan hat. Der Beschuldigte selbst streitet die Tat gänzlich ab. Er sei unschuldig, so Kachelmann, als er vor der Presse am Gericht Mannheim in einen Sträflingstransporter geführt wurde. Frisch rasiert und freundlich, aber mit Handschellen und streng bewacht wurde er nach dem Termin zur Haftprüfung an der Presse vorbeigeführt, was sein Anwalt streng kritisierte.

Wie die Sache ausgehen wird, ist im Moment nicht zu erahnen. Man wird wohl den Prozess oder vielmehr das Urteil abwarten müssen. Leider ist auch nicht sicher, ob im Falle eines Freispruches die berufliche Zukunft des Moderators, der die Meteorologie übrigens niemals studiert hat, noch so gut verläuft, wie seine bisherige Karriere. Es ist ja eine Tatsache, dass immer irgendwie geredet wird, wenn jemand in der Öffentlichkeit negativ aufgefallen ist. Da spielt es keine Rolle, ob nun ein Fünkchen oder die reine Wahrheit hinter dem Vorwurf der Vergewaltigung steckt, ob Jörg Kachelmann unschuldig oder schuldig ist. Man wird noch in 25 Jahren wissen, was heute so heiß umstritten ist. (http://www.un.or.at/?p=83)

Anmerkung: So werden Tatsachen verdreht! Jeder konnte sehen, dass Jörg Kachelmann keine Handschellen trug. Nur der admin dieser Seite nicht!

28.03. „Wir werden ihn nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen bis zum Prozesstermin in Haft behalten“, sagte der Mannheimer Staatsanwalt Andreas Grossmann der Schweizer „SonntagsZeitung“. Er habe die Tat, so der deutsche Ermittler, mit hoher Wahrscheinlichkeit begangen.

Der Focus verbreitet die Nachricht:  Jörg Kachelmann soll sich geweigert haben, freiwillig eine DNA-Probe abzugeben. Er sei dann per richterlichen Beschluss dazu gezwungen worden.

28.3. ….Mitschüler aus dieser Zeit, die Kachelmann 1977 mit dem Abitur im altsprachlichen Zweig beendet, verspotteten ihn allerdings heimlich als schwul; an eine Freundin kann sich keiner erinnern

….Männliche Kollegen erleben den Chef anders. Sie erzählen von Wirtshausabenden, die peinlich enden, weil Kachelmann Bedienungen und weiblichen Gästen gegenüber ausfallend wird, sexistische Witze macht und frauenfeindliche Zoten durchs Lokal ruft.

….Eine Mitarbeiterin aus dem „Riverboat“-Team: „Wenn er Frauen am Start hatte, waren das keine gestandenen Frauen. Mit denen hätte er auch gar nichts anfangen können. Und mit den anderen hat er nicht rumgemacht, weil er ewig rammelig war, sondern weil er kein Selbstwertgefühl hat.“

….Wie also ist so einer wirklich, an den sich die anderen so unterschiedlich und so widersprüchlich erinnern? Der als liebenswert geschildert wird und als abstoßend; als geistreich und als primitiv; als erfolgreicher Macher und als ganz arme Sau? Möglich, dass noch nicht einmal Jörg-Andreas Kachelmann selbst die Antwort kennt.

Und vielleicht ist es sogar besser für ihn.(Bild)

28.3. Drei Wochen Vorbereitung um Kachelfrosch abzugreifen ist Steuergeldverschleuderung. Und genau so lächerlich ist die Untersuchungshaft wg. “Fluchtgefahr”. Zwar kann ein Schweizer nicht ausgeliefert werden, würde er darauf bestehen, dass ihm den Prozess in der Schweiz gemacht würde. Die Kunden sind aber in Deutschland, und man kann sich kaum vorstellen, Kachelmann würde sich in der Schweiz verschanzen. Zumal er bei einem Prozess in der Schweiz in Deutschland alles verlieren, und in der Schweiz nichts gewinnen würde.

Das man über das Drama von einem, der gerne aus allen medialen Kanälen trompetet, Witze macht, ist zwingend. Aber Schadenfreude will sich bei Kachelmann keine einstellen, eher Mitleid. Da sähe man mach andere Medien-Krawallschachtel lieber stürzen. (Thomas Haemmerlis Die Kolumne aus der SonntagsZeitung vom 28.3.2010)

28.3. Heike Nocker-Bayer (48), Wetter-Moderatorin und Buchautorin, hat 1995 eine Affäre mit Kachelmann, von Liebe will sie nicht reden: „Ein Techtelmechtel, das ein paar Wochen ging, eine sexuelle Beziehung.“

Dass sie nicht die Einzige ist, mit der Jörg Kachelmann außerehelichen Sex hatte, störte Heike Nocker-Bayer nicht: „Er war ein kleiner Womanizer“, sagt sie heute, „bei ihm lief immer mehr als Eine parallel nebenher.“

Verständlich, verzeihbar – aus ihrer Sicht: „Er war sehr fürsorglich, liebenswert und vor allem Frauen gegenüber schüchtern. Er hat die Frauen verstanden.“(Bild)

29. März 2010, 15:13 Uhr   Ob es zum Prozess kommen werde, sei offen. „Vielleicht kommt es nie zu einer Anklage“, sagte Grossmann.

29.3. Exklusive Gästebetreuung – Dass die „Bild-Zeitung“ dennoch detailliert über Kachelmanns vorläufige Bleibe Bescheid wusste und ihrer Leserschaft in der vergangenen Woche miteilte, dass der ARD-Wetterexperte von Anstaltsleiter Romeo Schüssler persönlich herzlich begrüßt und während eines Gespräches mit den Gegebenheiten seiner neuen Umgebung vertraut gemacht werden sollte, sorgte nicht nur bei den Mitgefangenen für Irritationen. Auch im baden-württembergischen Justizministerium wurde die Frage gestellt, ob die „Gästebetreuung“ im „Café Landes“ nicht vielleicht etwas zu weit geht. Seitdem darf der Anstaltsleiter keine öffentlichen Statements mehr zu seinem VIP-Gefangenen abgeben. „Sonst käme ich in Teufels Küche“, sagt Schüssler.

 …“So einer kann sich warm anziehen“ -Heute geht es in der JVA Mannheim gesitteter zu. „Natürlich gibt es in einer so großen Anstalt wie unserer auch mehr Reibereien als in einer kleinen“, sagt Schüssler. Und natürlich gebe es auch manchmal Überbelegungen. Doch das sei normal. „Aber alles in allem haben wir hier moderne Haftbedingungen.“ Seit vier Jahren habe es zum Beispiel schon keinen Suizid mehr im Knast gegeben.

….Darunter rund 170 U-Häftlinge, die ebenso in einem eigenen Trakt untergebracht sind wie die aktuell zehn Sexualstraftäter, die in einer eigenen, vor zwei Jahren eingerichteten Abteilung betreut werden. „Weil es bei denen besondere Therapieansätze gibt und weil die oft von den anderen Gefangenen gemobbt werden“, sagt Schüssler. „Klar“, bestätigt der Ex-Knacki. „Wenn so einer auf der Stube ist, dann kann er sich warm anziehen. Solche Typen sind das allerletzte, und das zeigt man denen auch.“

….Dass es in Mannheim, wie in anderen JVA´s auch, gezielte Rituale zur Demütigung von Sexualstraftätern geben soll, hält Anstaltsleiter Schüssler für ein Gerücht. Zwar gebe es immer wieder Fälle, in denen den Sexualstraftätern von anderen Gefangenen gedroht wird, man werde sie „fertigmachen“. Auch „Psychospielchen“ und Schläge würden immer mal wieder bekannt. „Aber da gehen wir hart gegen vor.“(Stern)

Anmerkung: Schüssler hat, trotzdem er in „Teufels Küche“ gekommen wäre, dem Stern  ein ausführliches Interview gegeben. Besonders die Anspielungen auf Sexualstraftäter sind sehr umfassend! Was wollte er damit sagen? Zum Dank wurde er später Landesgerichtspräsident?

 Einstweilige Verfügung vom 29. März 2010:  Focus wurde darin verboten, Details zum angeblichen Tat- und Nachtatgeschehen sowie zur rechtsmedizinischen Untersuchung der Anzeigenerstatterin aus der Ermittlungsakte im Kachelmann-Verfahren zu veröffentlichen. Der Focus hatte zuvor umfangreich über entsprechende Details berichtet.

In der einstweiligen Verfügung vom 29. März 2010 bewertete das Landgericht Köln die Berichterstattung des Focus als rechtswidrig. Sie verletze die Persönlichkeitsrechte von Jörg Kachelmann

29.3. Nachbarn in Kanada berichten, dass seine Ex-Frau die Missbrauchsvorwürfe nicht glaube, sie gar für einen Racheakt hält. Kachelmann habe stets viele Liebesbriefe bekommen, Frauen seien ihm eher „nachgestiegen“. (Spiegel13/2010)

30.3. Wunderwaffe für die Frau Die Strafanzeige wegen sexueller Übergriffe ist eine ungemein effiziente und beliebte Kampfmassnahme für Frauen in der Trennung.

Und nun zum Ratschlag für ihn: Den gibt es leider nicht. Ein Angeschuldigter kann sich in solchen Fällen prinzipiell nie richtig verhalten. Gibt er sich ungezwungen und locker, ja lacht er vielleicht sogar in die laufenden Kameras (wie neulich Wetterfrosch Jörg Kachelmann), wird dies als Zeichen besonderer Skrupellosigkeit gedeutet. Gibt er sich verzweifelt, zerknirscht oder weinerlich, wird dies als indirektes Geständnis aufgefasst. Zeigt er sich indifferent, beweist dies nur mehr einen herzlosen Charakter. Sorry – dies ist ein Kampf, bei dem die Verlierer von Anfang an feststehenp. Zu diesen gehören leider auch echte Opfer von sexueller Gewalt, die damit rechnen müssen, dass ihnen niemand glaubt auch wenn es kaum einer offen sagt. (Alex Baur in der Weltwoche 13/2010)

30.03. März, nahm Werner die Sache höchstpersönlich in die Hand und reiste zu Kachelmann ins Gefängnis nach Mannheim. Im Gepäck hatte er einen Stapel rechtsverbindlicher Erklärungen, die der Inhaftierte unterschreiben sollte. Es ging um den Rücktritt von allen Ämtern und den Verkauf seiner Firmenanteile an eine Gesellschaft namens Rotbach Beteiligungs AG.

Die Firma gehört mehrheitlich Werner, seine Lebensgefährtin Katja Hösli firmiert als Mitglied der AG. Selbst die Löschung seines Namens aus dem Handelsregister sollte Kachelmann unterschreiben und obendrein ein Papier, dass Werner nach „Gutdünken“ mit seinen Fahrzeugen „verfahren“ könne. Vorsichtshalber ließ der schon mal einen Mitarbeiter nachforschen, wie viel Kachelmanns Volvo denn so bringen könnte.

Das Gespräch verlief ergebnislos, Kachelmann unterschrieb die Papiere nicht. Werner beklagte sich tags drauf in einem dreiseitigen Schreiben an den Uneinsichtigen. ( Spiegel)

30.03. Frank B. Werner zu BILD: „Ich habe mich nach Kachelmanns Festnahme auf die Brücke gestellt und das Kommando übernommen. Die Mitarbeiter sind verstört und brauchen einen Ansprechpartner.“

30.03. Staatsanwalt Andreas Grossmann sagte dem „Mannheimer Morgen“: „Sobald die Verurteilungswahrscheinlichkeit bei 51 Prozent liegt, kommt es auch zur Anklage. Nach derzeitigem Stand, und nur nach diesem, liegt die Wahrscheinlichkeit im Fall Kachelmann deutlich höher.

30.3. Polizeidirektion Heidelberg Die Frau sitzt in einem Vernehmungsraum. Seit kurzem ist sie die bekannteste Unbekannte der Republik. Sie heißt „Simone“ – ihr richtiger Vorname, aber nur der zweite, den sie nicht benutzt.Die Video-Vernehmung dauert 91 Minuten, es ist ihre dritte.Die Frau hatte sich entschieden nicht die Wahrheit zu sagen. Auf jeden Fall nicht die ganze. (Spiegel  23/2010)

Und Tanja May von der Bunten beginnt mit der Vorverurteilung Jörg Kachelmanns! Sie schreibt schon Ende März an das mutmaßliche Opfer:

Zitat aus dem Fax: „Wie ich Ihnen schon mehrfach geschrieben habe, habe ich Ihnen von Anfang an geglaubt, was Herr Kachelmann Ihnen angetan hat.“ [...] „Sonnengrüße schickt Ihnen die Tanja May.“ Und die sonnige Tanja May weiß offenbar ganz genau, was die vielen Frauen von Jörg Kachelmann durchmachen müssen. (NDR)

31.03. Jetzt melden sich alle die es immer schon wussten zu Wort: «Sein zweites Leben haben sehr viele Leute gekannt», gab sich Fernseh-Altstar Kurt Felix im Gespräch mit «Glanz und Gloria» überzeugt. Es sei allseits bekannt gewesen. «Es überrascht mich, dass das erst jetzt in der Zeitung kommt.» Jeder wusste etwas, auch wenn er nichts wusste. So wie der Wirt in Schwetzingen, der eine Falschaussage machte, weil es so schöne Reklame für sein Lokal war!

31.3. Nach wie vor bestehen dringender Tatverdacht und Fluchtgefahr“, sagte der Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, gestern auf Anfrage unserer Zeitung.Es liegt auch an Herrn Kachelmann, wie schnell das Verfahren bearbeitet wird. Momentan sind die Verdachtsmomente erheblich“, so Grossmann weiter.(Morgenweb)

31.3. Wetterfrosch Kachelmann wird wohl angeklagt -So wie es aussieht geht die Staatsanwaltschaft Mannheim derzeit von einer Anklage gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann wegen Vergewaltigung aus.

«Sobald die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung bei 51 Prozent liegt, kommt es zur Anklage», so der Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann gegenüber dem «Mannheimer Morgen». «Nach derzeitigem Stand liegt die Wahrscheinlichkeit im Fall Jörg Kachelmann deutlich höher», so Grossmann weiter. Noch ist unklar, wie lange der Wetterexperte im Gefängnis bleiben muss (http://www.nachrichten.ch/detail/434332.htm)

31.3. Neun Tage nach seiner Festnahme hat ihn jetzt erstmals seine Mutter besucht, wie «Bild.de» berichtet. Kachelmann war zuvor völlig von der Aussenwelt abgeschnitten: Ohne TV, Computer und Telefon. Seine Doppelzelle musste er sich mit einem Drogendealer teilen. Erst kürzlich wurde er in eine Einzelzelle mit Fernseher verlegt.

Es ist offen, wie lange der Schweizer noch im Gefängnis bleiben muss. «Nach wie vor bestehen dringender Tatverdacht und Fluchtgefahr», sagt der Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann der Zeitung «Mannheimer Morgen».

Zu Gerüchten, wonach es möglicherweise gar nicht zu einem Prozess kommen werde, sagt Grossmann: «Sobald die Verurteilungswahrscheinlichkeit bei 51 Prozent liegt, kommt es auch zur Anklage. Nach derzeitigem Stand, und nur nach diesem, liegt die Wahrscheinlichkeit im Fall Kachelmann deutlich höher.» (Blick)

April 2010

Die Staatsanwaltschaft gibt weitere Statements heraus.

1.04. Der verhaftete Medien-Mann Jörg Kachelmann (51) muss auch die Osterfeiertage in der JVA Mannheim hinter Gittern verbringen. Bis zum Gründonnerstag wurde keine neue Haftprüfung im Fall um die Vergewaltigungsvorwürfe beantragt. Das teilte ein Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft mit.

„Und wenn er jetzt nicht bald beantragt wird, dann wird das vor Ostern auch nichts mehr“, fügte Behördensprecher Andreas Grossmann hinzu.

Außerdem wird eine Anklage immer wahrscheinlicher. Der hinreichende Tatverdacht ist gegeben. Die Staatsanwaltschaft hält eine Verurteilung von Jörg Kachelmann für sehr wahrscheinlich.

2.4. Entsprechend großflächig servierte „Bild“ seinen Lesern (oder sollte man eher sagen Bilderschauern, nomen est omen) zentimeterhohe Schlagzeilen des Falls Kachelmann. Das ohnehin riesige Zeitungsformat schien wieder einmal nicht auszureichen, um dem Skandal in vollem Umfang gerecht zu werden. Die Berichte waren Paradebeispiele dafür, wie man ein Minimum an Fakten und Vermutungen mittels Druckerschwärze so lang ausdünnt, bis der Text vor lauter Buchstaben nicht mehr zu erkennen ist.

Der Wettermoderator ist ein willkommener Antiheld, weil er extravagant ist und viele Angriffsflächen bietet. Ganz unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Vorwürfe fräsen sich die Aussagen der Boulevardmaschinerie mittlerweile ins Gedächtnis aller, die Kachelmann kennen. Was auch in Österreich zumindest auf Seher der ARD zutrifft.

Was immer am Ende herauskommt, diesen Skandal wird der Schweizer nie mehr los, es sei denn, die ARD setzt ihn nach einer juristischen Entlastung wieder als Wettermoderator ein. Sollte Kachelmann für die ARD aber künftig nicht mehr tragbar sein, ist seine Fernsehkarriere wohl für beendet anzusehen. Die Affäre Kachelmann ist symptomatisch für den Umgang von Boulevardmedien mit Menschen, für die zwar die Unschuldsvermutung gilt, was Klatschjournalismus aber nicht (be)achtet.(SalzburgerNachrichten)

2.4. Drogentest im Knast? Kurz nach seiner Verhaftung hatte er sich noch geweigert, jetzt musste Jörg Kachelmann sich beugen – und einen Drogentest über sich ergehen lassen.

Hat Kachelmann seine Freundin Petra unter Drogen zu Sex gezwungen? Spielen Drogen wie Kokain eine Rolle im Leben des Schweizer TV-Moderators – und wenn ja, bis zu welchem Grad? Diese Fragen stellten sich die Ermittler im Fall Kachelmann diese Woche. Und ordneten einen Drogentest an.

Kurz nach seiner Verhaftung hatte sich Jörg Kachelmann noch geweigert, eine Speichelprobe abzugeben. Später stimmte er aber der Abgabe einer Haarprobe zu (im BLICK). Jetzt aber musste sich der inhaftierte TV-Moderator Jörg Kachelmann offenbar einem Drogentest unterziehen – Haar- und DNS-Probe inklusive, wie das Nachrichtenmagazin «Focus» in einem Vorabdruck berichtet.

Kachelmanns Strafverteidiger Reinhard Birkenstock wollte derzeit «keinen Kommentar zur Sache» abgeben.

Apropos Drogen: Zunächst teilte Kachelmann offenbar eine Zelle mit einem Drogendealer, bevor er in eine eigene Zelle verlegt wurde (Blick.ch berichtete). Ob er sich mit dem Mann über einschlägige Themen unterhalten konnte? (gux) (Blick)

2.04. Nimmt Kachelmann Drogen? – Soll Kachelmann nicht nur ein Vergwaltiger sein, sondern auch Drogen konsumiert haben? Haarproben musste er jedenfalls abgeben. Der Fall Jörg Kachelmann wird immer verwobener. Jetzt soll der ARD- Wettermann Kachelmann laut der Online- Ausgabe „Bunte.de“ einem Drogentest unterzogen worden sein. Wie das Magazin berichtet, soll der Wettermann neben einer DNA- Probe auch eine Haarprobe abgegeben haben. Kachelmann ein Vergewaltiger und Drogenkonsument? (http://www.vol.at/news/tp:vol:leute/artikel/nimmt-kachelmann-drogen/cn/news-20100402-02141393)

4.04. Freunde berichten von psychischen Problemen die CSD schon vor der angeblichen Tat gehabt haben soll. ( Bildzeitung)

4.04. Was kostet die Freiheit? – 25 Euro: Mit diesem Betrag würde Jörg Kachelmann für jeden Tag Untersuchungshaft entschädigt, sollte sich seine Unschuld herausstellen. Den persönlichen Schaden wiegt das längst nicht auf, meint unser Gastautor, ein Jurist.

Wäre Kachelmann abgetaucht?- Lebt der Angeklagte in Deutschland, ist er für die Ermittler in der Regel einfach aufzuspüren und in den Gerichtssaal zu bringen. Hat er aber wie im Fall Kachelmann keinen festen deutschen Wohnsitz, kann das Strafverfahren nur dann erfolgreich durchgeführt werden, wenn sich der Angeklagte der gerichtlichen Hauptverhandlung auf freiwilliger Basis stellt. Erscheint er nicht, muss er durch Haftbefehl zur Festnahme ausgeschrieben und weltweit gesucht werden, was lange dauert und oft nicht zum Erfolg führt.

Wäre Jörg Kachelmann abgetaucht? Die Ermittlungsbehörden hatten das wohl befürchtet. An dieser Einschätzung änderte offenkundig auch der Umstand nichts, dass der Meteorologe in den öffentlich-rechtlichen Sendern regelmäßig das Wetter auf deutschem Gebiet verkündet und sein Unternehmen mit unzähligen Wetterstationen auch in Deutschland arbeitet.

Was wäre, wenn Kachelmann unschuldig ist? – Wer kann schon sicher einschätzen, ob sich der 51-Jährige jemals wieder freiwillig nach Deutschland begeben hätte, wenn er von dem laufenden Ermittlungsverfahren und den gegen ihn erhobenen schweren Vorwürfen vor seiner Einreise aus Kanada Kenntnis gehabt hätte – zumal eine Auslieferung des Meteorologen durch die Schweiz, die sich bereits über die Herausgabe von Kundendaten ihrer Banken an Deutschland echauffiert, unwahrscheinlich gewesen wäre.( www.philibuster.de)

5.04. Staatsanwalt Andreas Grossmann hält Kachelmanns Ex-Freundin für glaubwürdig und geht davon aus, dass es bald zur Anklage gegen den Moderator kommt.

„Wir gehen immer noch von einem hinreichenden Tatverdacht aus. Daraus folgt, dass wir eine Anklage und auch eine Verurteilung im Moment für sehr wahrscheinlich halten“, sagte Grossmann.

7.04. Frau Weis „weiss“ natürlich auch etwas über Jörg Kachelmann!

7.04. In der Wetterstation am Deutschen Museum in München trafen sich Sängerin Indira Weis (30) und Wetterexperte Jörg Kachelmann (51) im Oktober zum ersten Mal. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, ging´s nach dem offiziellen Event zum Italiener, dann brachte er die hübsche Deutsch-Inderin nach Hause. „Wir haben noch lange im Wagen gesessen und geredet. Er fragte mich, ob ich einen Freund habe. Dann erzählte er mir von einer Wetterstation in Indien, die er mit mir besuchen möchte. Schmunzelnd meinte er noch, dass er nicht garantieren kann, dass er in Indien die Finger von mir lässt“, berichtet sie in „Bild“.

Danach bleiben die beiden offenbar per SMS in Kontakt. „50 Nachrichten habe ich von ihm danach bekommen“, erklärt Indira und zeigt die Kurzmitteilungen mit Flirt-Text in der „Bild“-Zeitung. Als Kachelmann zu den Olympischen Spielen nach Vancouver fliegt, bricht der Kontakt ab.( Bunte)

Anmerkung: Dazu ist sehr interessant der Beitrag vom 16.4. dass die Person Steuerschulden hat! Weiterlesen: http://www.talkteria.de/forum/topic-118635.html

7.o4. Das Kachelmann-Syndrom – Jörg Kachelmann führte ein Doppelleben. Wie Clinton, Mitterrand, Lindbergh oder Schröder. Was die Männer gemeinsam haben: Sie sind im Beruf erfolgreich, aber im Privatleben unreif.

Kachelmann ist in aller Munde. Hat er vergewaltigt? Hat er nicht? Hat er gar das Opfer mit dem Messer bedroht? Oder will ihm die betrogene Freundin einfach eins reinwürgen und sich rächen? Wir wissen es nicht. Aber wir werden es bestimmt einmal detailliert erfahren, und zwar von ihm persönlich. Irgendwann wird er aus der Haft entlassen und durch Talk-Sendungen touren, wird reumütig mit dem gewitzten Dackelblick von seinen Fehltritten und seiner Fehleinschätzung berichten. (Weiterlesen: Von Julia Onken Weltwoche 14/2010)

Leserbrief dazu: Arthur Müller     11.04.10 14:10     Einseitiger könnte das Thema nicht behandelt werden, wahrscheinlich wurde es daher im Gegensatz zur Autorenankündigung auf Seite 37 verbannt.
Was ist denn mit dem Psychogramm der Frauen die sich nur mit Millionären einlassen? Sind es nicht solche, so müssen die Männer wenigstens prominent sein. Sind sie es auch nicht, so soll es dann doch eine eierlegende Woll-Milchsau sein.
Trotz umfangreicher Psycholiteratur merkt Frau nichts von den versteckten charakterlichen Schwächen und begibt sich sofort mit dem scheinbar einmaligen Fang in die „Kiste“.
Werden dann die charakterlichen Schwächen unerträglich, kann dank dem amerikanischen Rechtssystem welches die Eigenverantwortung völlig ausblendet, ein veritabler Skandal mit Materiellem gewinn losgetreten werden.

8.04. Die Bunte(15/2010) hat bereits mehrere EX-Geliebte aufgespürt und sie zu gutbezahlten Aussagen veranlasst. Auch Andreas Grossmann äussert sich in der Bunten: Wir gehen von einem hinreichenden Verdacht aus und streben eine Anklage und einen Prozess an. Die Höchststrafe für so ein Delikt sind 15 Jahre Gefängnis.

Die Bunte veröffentlich Teile eines Dokuments, dass sie als Scheidungsurteil den staunenden Lesern verkauft. Dass das eine Falschinformation ist, wird nie von der Redaktion aufgeklärt!

Die Bunte weiter, sie (die Redaktion) hätte schon seit Juli 2009 von der Liaison Kachelmann/Anja S. gewusst – Alle rund  um Riverboat- einschliesslich der Hotelangestellten in Leipzig –  hatten davon Kenntnis. Nur SVS die im Dunstkreis der Sendung seit 2003 ihre Kreise zog und CSD wollen davon nichts gewusst haben? Von SVS  erzählen Informanten, sie hätte weit mehr gewusst, als sie jemals zugegeben hat.

10.4. Kachelmann droht Schweizer Zeitungen  – Der Meteorologe, der in Untersuchungshaft sitzt, geht juristisch gegen mehrere Schweizer Medien vor – wegen Eingriffen in seine Persönlichkeitsrechte.

Dies berichtet die «SonntagsZeitung». Der TV-Meteorologe, der in Mannheim wegen einer mutmasslichen Vergewaltigung in Untersuchungshaft sitzt, wehrt sich demnach gegen die Berichterstattung der letzten drei Wochen. Sein Medienanwalt Ralf Höcker sagte laut dem Artikel: «Wir haben rund zehn Abmahnungen an Schweizer Medien verschickt.» Darunter befinden sich laut Höcker Zeitungen der «Blick»-Gruppe aus dem Ringier-Verlag sowie «20 Minuten» und «Berner Zeitung» der Tamedia AG, zu der auch der «Tages-Anzeiger» gehört.

Die Publikationen hatten laut der Zeitung aus den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft zitiert oder über angebliche private SMS-Nachrichten von Kachelmann an die Popsängerin Indira berichtet. «Beides stellt einen schwerwiegenden Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Mandanten dar», so Höcker gegenüber der Zeitung.

Die betroffenen Medien, so heisst es in dem Bericht weiter, wurden laut dem Anwalt aufgefordert, Unterlassungserklärungen zu unterschreiben und Sachverhalte aus den Akten sowie die SMS-Nachrichten von Kachelmann an die Popsängerin nicht weiterzuverbreiten. Ausserdem sollten sie eine «Gebühr» in der Höhe von umgerechnet 2000 Franken bezahlen. (BernerZeitung)

10.04. Die Bildzeitung veröffentlicht angebliches Knastfoto. Gestern Mittag vertrieb sich der TV-Moderator die Zeit beim Hofgang. Die Sonne schien (16 Grad, leichter Wind von Nordost), Knackis drehten auf dem Sportplatz ihre Runden. Unter ihnen auch der ARD-Moderator. Kachelmann trug Jeans und eine dunkelblaue Jacke. Nachdem er sich die Beine vertreten hatte, schaute er anderen Insassen beim Schachspiel zu.

11.04. Der Vater von Anke H. zu BILD am SONNTAG: „Herr Kachelmann ist ein Charakterschwein. Er hat unserer Tochter mehrere Jahre lang eine Zukunft versprochen, mit Ehe und Kindern.“

Seine Tochter sei aus allen Wolken gefallen, als sie aus der Presse von den diversen Liebschaften Kachelmanns erfahren hat. „Sie ist davon ausgegangen, die einzige Frau an seiner Seite zu sein.“

Der Vater über Kachelmann: „Er war mir nie geheuer. Ich habe immer gedacht: Lieber Gott, möge diese Beziehung doch bald zu Ende sein.“

Anke H. ist SVS-das Korkezieherlöckchen,, die Begründerin des Clubs der Teufelinnen ( Die 31-Jährige war es auch, die während der Ermittlungen bei der Polizei ihre Nummer hinterließ und darum bat, die anderen Geliebten sollten sich doch mit ihr in Verbindung setzen.) die noch am 21.3. „bestürzt“ war, als sie angeblich von Dr. Birkenstock über die Verhaftung informiert wurde. Zu der Zeit als Papi das Interview gab, hatte sie bereits ihre Geschichte – für viel Geld – an die Bunte verkauft. Und ist nach Canada zu DW gereist um auch sie von einem Recontre mit Tanja May zu überreden.

11.04. Wetterexperte Jörg Kachelmann geht offenbar juristisch gegen Schweizer Medien vor. Er wehrt sich gegen die Berichterstattung der Medien seit seiner Verhaftung vor drei Wochen. «Wir haben rund zehn Abmahnungen an Schweizer Medien verschickt», sagte Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker zur «Sonntagszeitung».

Auf der Liste befinden sich demnach die Zeitungen der «Blick»-Gruppe sowie «20 Minuten» und die «Berner Zeitung».

Indem die Zeitungen über angebliche private SMS Kachelmanns an die Popsängerin Indira berichtet hätten, seien Persönlichkeitsrechte seines Mandaten verletzt worden, so der Anwalt.

«Ermittlungsakten zitiert» Hinzu komme, dass die Publikationsorgane aus den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft zitiert haben.

Kachelmann steht laut Staatsanwaltschaft im Verdacht, Anfang Februar seine angeblich langjährige Freundin nach einem Beziehungsstreit in ihrer Wohnung im baden-württembergischen Schwetzingen gewaltsam zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben.(news.ch)

11.04. Jörg Kachelmann (51) hat sich nach 22 Tagen in Untersuchungshaft in der JVA Mannheim offenbar ganz gut mit dem Knast-Alltag arrangiert. Er scheint sogar so etwas wie Freunde im Knast zu haben.

Jüngst wurde der Medien-Mann beim Hofgang gesehen. Zunächst vertritt er sich ausgibig die Beine, trägt dunkle Jeans und eine Jacke, läuft rund um den Platz, dann begrüß er per Handschlag einen Mit-Häftliing.

Schließlich genießt er die Sonne und schaut den anderen beim Schach-Spiel zu…(netplosiv.org)

12. 04. Dr. Birkenstock legt mehrere Gutachten von renommierten Wissenschaftlern vor, welche die Glaubwürdigkeit von CSD überwiegend in Frage stellen. (Einige Monate später: Es hat sich herausgestellt, dass einige Abmachungen wohl persönlich – ohne nachträgliche Niederschrift – zwischen Staatsanwaltschaft und Dr. Birkenstock gemacht wurde. Diese fehlen jetzt und RA Schwenn verlangte dringend darüber aufgeklärt zu werden. Selbst der sonst so schweigsame Oberstaatsanwalt musste zugeben, dass er mit RA. Birkenstock in dieser Art und Weise verhandelt habe. Prozesstag am 3.12.2011 )

14.o4 Der Club der EX-Geliebten chattet munter drauflos. Eine schreibt: „Ich freue mich jeden Tag, wenn er weiter sitzt“ SVS ermuntert alle Aussagen zu machen: Die Diplom-Kauffrau versuchte auch, andere Frauen zu überzeugen, öffentlich über Jörg Kachelmann zu sprechen: „Je mehr Frauen was sagen, desto besser für uns“, schreibt sie.

15.4. Der zuständige Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge hat ein Gutachten zur Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers bei der Bremer Psychologin Luise Greuel in Auftrag gegeben

18.4. CSD plaudert wieder im Radio (Focus)

19.04. Es sei noch kein Termin für eine neue Haftprüfung beantragt worden, sagte ein Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft geht nach eigenen Angaben dagegen von dringendem Tatverdacht aus. Dies würde nach derzeitigem Ermittlungsstand zu einer Anklage gegen den 51-Jährigen führen, sagte Sprecher Andreas Grossmann (Welt)

Die “Belastungszeugin wurde ein letztes Mal am 20. April von der Strafverfolgungsbehörde vernommen. Zu weiteren Widersprüchen, die danach aufkamen, die ihre Version des angeblichen Tathergangs schwer erschütterten, hat Staatsanwalt Oltrogge sie gar nicht vernehmen lassen. Warum auch, dann wäre Lars-Torben Oltrogge am Ende noch sein prominenter U-Häftling abhanden gekommen. ( A.Wicki)

Für den 20. April soll eine Generalversammlung einberufen werden – Ziel: die Abwahl Kachelmanns aus dem Verwaltungsrat. Der sollte nicht einmal erfahren, dass sich die anderen Firmeneigner ohne ihn treffen wollten.

Man hatte die Einladung einfach an seine Wohnadresse geschickt, was allerdings von Meteomedia-Geschäftsführerin Schleß dann doch beanstandet wurde. In einem internen „Memo zur Akte Kachelmann“ warnte sie vor der Trickserei: „Ich gebe nochmals zu bedenken, dass nach deutscher Rechtsprechung die Zustellung der Einladung an seine Wohnadresse in Kenntnis der Untersuchungshaft nicht ausreichend wäre.“

Zwischenzeitlich bekam auch Kachelmanns Rechtsanwalt Reinhard Birkenstock Wind von dem Putschversuch und schaltete den Schweizer Juristen Martin Kurer ein(Spiegel)

20.4. Danone oder der Kachelmann-Affekt – Danone hat kalte Füsse bekommen und ihren Antrag zurück gezogen. Es handelte sich dabei um eine EU-Verordnung, welche selbstredend auch für die Schweiz gilt, in welcher Werbebotschaften der Nahrungsmittelkonzerne halten müssen, was sie versprechen. Überprüft wird dies von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit.

Actimel soll «das Darmwohlbefinden steigern und die Abwehrkräfte aktivieren». Belegt ist das nicht, aber die kürzlichen Ereignisse um die Testperson J.K. aus der Schweiz lassen befürchten, dass die Produkte  aus dem Hause Danone unerwünschte Nebenwirkungen haben könnten. Ein beliebter TV-Wetterfrosch könnte zur unkontrollierbaren Sex-Kröte mutieren. Schlüssig bewiesen ist diese Verwandlung nicht, doch will man sich vor dem umgangssprachlich genannten «Kachelmann-Affekt» schützen und Klagen verhindern. (http://www.diebluemlisalpistnichtdietitanic.ch/index.php/2010/04/20/danone-kachelmann-affekt/)

20.04.  Das Landgericht Köln hat es dem Axel Springer Verlag und der BILD Digital GmbH & Co. KG am 16. April 2010 in einem einstweiligen Verfügungsverfahren untersagt Paparazzi-Fotos zu veröffentlichen, die den TV-Moderator Jörg Kachelmann bei seinem täglichen Hofgang in der Justizvollzugsanstalt Mannheim zeigen.

Nach Ansicht des Gerichts stellen die Bilder eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild dar. Auch gäbe es kein berechtigtes öffentliches Interesse an der bildlichen Darstellung des priva-ten Haftalltags eines Untersuchungshäftlings.

Mit der Entscheidung schränkt das Landgericht Köln zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage die Berichterstattung der BILD Zeitung ein. Bereits am 7. April 2010 hatte das Landge-richt in einem einstweiligen Verfügungsverfahren entschieden, dass BILD (Print und Online) keine privaten SMS-Nachrichten des Moderators mehr veröffentlichen darf, die dieser ver-meintlich an Dritte Personen versendet haben soll. Die Veröffentlichung solcher privaten Nachrichten, die zudem in keinem Zusammenhang mit den strafrechtlichen Vorwürfen ste-hen, stellt nach Ansicht des LG Köln eine schwerwiegende Persönlichkeitsrechtsverletzung dar.

Der Moderator Jörg Kachelmann setzt sich zurzeit mit mehreren einstweiligen Verfügungen gegen die vorverurteilende Berichterstattung unterschiedlicher Medien zur Wehr. Angesichts der zunehmend medialen Ausschlachtung solcher Fälle, an der sich neben der Presse immer öfter auch die Staatsanwaltschaften beteiligen (man erinnere sich an den Fall der „No Angels“ Sängerin) ist es beruhigend, dass Gerichte den Auswüchsen des Sensations-journalismus Einhalt gebieten wollen.( www.kwblog.de)

24.4. Kristina Schless kann es nicht lassen:“Die Zuschauerzahlen haben sich weder nach oben noch nach unten verändert“, sagte ein ARD-Sprecher dem Branchenmagazin „Kontakter“. Auch Kristina Schleß, Geschäftsführerin von Kachelmann Meteomedia GmbH, sieht den Zuspruch der Wetteransage in „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ nicht vom Auftreten des Frontmanns abhängig. ( Welt.de)

24.04. Wetterfrosch Kachelmann wird von niemandem vermisst – Der wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung einsitzende ARD-Wettermann Jörg Kachelmann wird von den Zuschauern offenbar nicht vermisst. „Die Zuschauerzahlen haben sich weder nach oben noch nach unten verändert“, sagte ein ARD-Sprecher dem Branchenmagazin Kontakter.

Selbst Kristina Schleß, Geschäftsführerin von Kachelmann Meteomedia GmbH, sieht den Zuspruch der Wetteransage in „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ nicht vom Auftreten des Wetter-Propheten abhängig. „Wie die Quoten bestätigen, hängt der Erfolg der Wetterpräsentation nicht von Herrn Kachelmann ab“, so die Meteomedia-Chefin. Kachelmann hatte an durchschnittlich fünf Tagen im Monat in der ARD und den Dritten Programmen das Wetter moderiert.( www.klatsch-tratsch.de)

25.04. Der Focus berichtet von einem beschlagnahmten Pastateller und die Süddeutsche von einem Messer auf welchem man Fingerabdrücke und DNA-Spuren von Jörg Kachelmann sicherstellen konnte.

25.4. Vergewaltigung: Beweise gegen Kachelmann? – Ermittler sollen in der Wohnung des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers von TV-Wettermann Jörg Kachelmann (51) ein Messer gefunden haben – mit Gen-Spuren und Fingerabdrücken des Moderators.

Laut Bild.de könnte es also eng werden für den Deutschlands bekanntesten Wettermann. Kachelmanns Verteidiger haben bisher keinen Antrag auf Haftprüfung gestellt und die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, genug gegen den Schweizer in der Hand zu haben, um ihn vor Gericht zu bringen.

Bereits vor vier Wochen hatte der „Focus“ bereits über ein Messer berichtet. Kachelmanns Anwälte ließen die Berichterstattung im Nachhinein verbieten. Jetzt schreibt die „Süddeutsche Zeitung“: „In der Wohnung des mutmaßlichen Opfers haben Polizeibeamte ein Messer gefunden. Die Ermittler prüfen nun, ob dieses bei der Tat eine Rolle gespielt haben könnte. An dem Messer fanden die Ermittler nach eigener Aussage Teile von Fingerabdrücken und DNS von Kachelmann.“ Laut Zeitung wollten die Anwälte des Moderators diese Darstellung nicht kommentieren.

Das mutmaßliche Opfer soll angeblich wieder arbeiten gehen. Seit Sonntag moderiere sie wieder bei einem lokalen Radiosender. Die Frau (37) sagte aus, sie habe elf Jahre lang eine Beziehung mit Kachelmann gehabt. Anfang Februar habe Kachelmann sie zum Sex gezwungen. Tags darauf war Kachelmann zu den Olympischen Spielen geflogen, bei seiner Rückkehr am 20. März wurde er am Frankfurter Flughafen festgenommen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. (www.nachrichten.at)

26.04 Die Fahnder allerdings sind davon überzeugt, dass ihre seit Wochen dauernden Ermittlungen sie inzwischen dicht an den wirklichen Ablauf des Abends geführt haben.

In der Wohnung des mutmaßlichen Opfers jedenfalls konnte die Polizei ein Messer sicherstellen, auf dem sich Fingerabdrücke und Genspuren Kachelmanns befinden sollen. Dieses Detail muss ihn nicht überführen, aber es belastet ihn möglicherweise stark.

Für die Zubereitung und den Verzehr des Essens kann das Messer eigentlich keine Rolle gespielt haben – Sabine W. gab an, sie habe für Kachelmann an jenem gemeinsamen Abend, der letzte vor seiner Abreise zu den Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver, Spaghetti gekocht.

26.04. Focus weiss bereits von einer Anklageerhebung im Mai.

Montag 26.04.2010, 00:00 · von FOCUS-Korrespondent Marco Wisniewski
Nach FOCUS-Informationen soll bereits in wenigen Wochen Anklage gegen Kachelmann erhoben werden. Vielleicht schon im Mai. Der Fernsehmoderator steht im Verdacht, eine Frau vergewaltigt zu haben.

26.4. Am vorvergangenen(18.4.) Sonntag hätte er die Stimme von Sabine W. in einem privaten Regionalradio hören können.Die Rundfunksprecherin moderierte eine Sendung, zum ersten Mal nach jener Nacht, die ihr altes Leben beendete – und das von Jörg Kachelmann.

Reine Falschinformation vom Focus! CSD hat doch im Tagebuch geschrieben sie würde am 22.2 / 23.2. bereits wieder arbeiten. Ausserdem war die Woche 12.2010 ihre Arbeitswoche, wie sie uns auch im Tagebuch festhielt.

27.04. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, zu BILD: „Über Art und Zeitpunkt des Abschlusses der Ermittlungen können von hier aus keine Prognosen geäußert werden.“

27.04. Bild berichtet über angeblichen „Stunk“ im Knast: Ein Insider zu BILD: „Es hat Stunk deswegen gegeben. Mithäftlinge sind sauer, weil sie monatelang auf diesen Job gewartet haben und sie der Meinung sind, dass er ihn durch seinen Promibonus weggeschnappt hat.“

29.04. Und dazu noch „Grausam wie ein Heiratsschwindler!“. Das schreibt jedenfalls die „Bunte“-Chefredakteurin Patricia Riekel im Editorial der neuen Ausgabe des Magazins.

Er hat meine Seele missbraucht jammert Isabella M, – SVS und verkauft der Bunten Bilder der Kinder Jörg Kachelmanns, nimmt keine Rücksicht auf eine alte Dame- die Mutter Jörg Kachelmanns. Das alles für einen hohen Betrag, der ihr vom Burdaverlag bezahlt wurde. Wahrheitsgehalt? Gleich Null, denn die Gute war kein Kind von Traurigkeit. (Die sich ungeniert als Patnerin von Jörg Kachelmann ausgibt, dabei genau wusste, dass er verheiratet war, und das war er 2007 noch. Sie hat also gelogen, als sie erzählte, sie hätte von nichts etwas gewusst!
Genau jene, die sich angeblich wegen Untreue 2003 von J.K. trennte, um 2007 sofort wieder ein Verhältnis zu beginnen!)

Sie macht in einer E-Mail deutlich, dass sie Kachelmann auf jeden Fall im Gefängnis sehen will: „Ja, er ist ein Schwein, und ich freue mich über jede einzelne Minute, die er einsitzt, bin ich doch der Meinung, selbst wenn er sie nicht vergewaltigt hat, hat er doch mit allen einen seelischen Missbrauch durchgeführt und sitzt zu Recht.“ (Bild)

ARD, Brisant vom 29.04.2010 Tanja May im Interview: „Seine Anwälte werden Schwierigkeiten haben zu beweisen, dass er ausgerechnet in diesem einen Fall in Schwetzingen, dass die Frau diejenige ist, die lügt und in allen anderen Fällen ist er derjenige, der lügt.“

29.4. Gesprächige Freundinnen : Denn es melden sich Frauen zu Wort, die angeblich mit Deutschlands bekanntesten Wettermann liiert waren. Sie lassen in Boulevardzeitungen reichlich aus den Liebesschwüren zitieren – ob echt oder erfunden steht dahin. Stammen die privaten SMS wirklich von Kachelmann, dürfen sie nach einer Entscheidung des Kölner Landgerichts nicht mehr publiziert werden, weil sie eine „schwerwiegende Persönlichkeitsverletzung“ darstellten

(..)Ob die angeblichen Geliebten und Ex-Gespielinnen sich ein Zubrot mit ihrem Bettgeflüster verdienen, mit der Darstellung ihr Ego aufputschen oder ihrer Fantasie vom Leben mit einem Promi freien Lauf lassen, mag offen bleiben. Besonders ausgiebig plaudert eine von ihnen in der aktuellen „Bunten“. Sie tut es zwar unter dem Pseudonym Isabella M., 30, aber mit vielen Bildern – und viel Zorn. Angeblich will sie keine Rache nehmen, sehr wohl aber „dass die Wahrheit über Kachelmann geschrieben wird“. Die Wahrheit, die Wahrheit, nichts als die Wahrheit? Isabella M. macht sich sogar zur Sprecherin von Kachelmanns mutmaßlichem Harem: „Seelisch missbraucht hat er uns alle.“

Mindestens mit sechs Frauen soll dieser Schweizer Romeo – zweimal verheiratet, zwei Kinder – gleichzeitig ein Verhältnis gehabt haben. Das Wort Doppelleben scheint deshalb zu schwach. Da könnte sich, wenn das alles stimmen sollte, Helg Sgarbi – ein Landsmann von Kachelmann – einreihen. Er brachte es, wie im März 2009 vom Landgericht München bestätigt, auf immerhin vier. Auch die BMW-Erbin Susanne Klatten gehörte dazu. (..) (Ksta.de)

30.04. Neue Anschuldigungen gegen Jörg Kachelmann –  Dafür redet jetzt eine andere, und wie. Das Prominenten-Magazin „Bunte“ hat mit einer gewissen Isabella W., 30, Diplomkauffrau aus Süddeutschland, eine „Kronzeugin“ präsentiert. Eine, die mit Jörg Kachelmann zusammen gewesen sein will und die deshalb nun unter falschem Namen haarklein aussagen kann, wie der jungenhafte Schweizer wirklich ist. Und die dies selbstverständlich vor allem deswegen tut, um andere Frauen zu schützen.

Offensichtlich ist das auch bitter nötig. Denn im Zuge der redaktionellen Ermittlungen kommen nun peu à peu weitere pikante Details ans Licht. Sie münden in dem für Jörg Kachelmann niederschmetternden Ergebnis, dass er, der erfolgreiche Meteorologe, Unternehmer und TV-Moderator, jahrelang mehrere Liebesbeziehungen parallel geführt haben soll, Ehegattin mit Kindern inklusive. Trotzdem soll er weitere Eheversprechen gegeben haben. Er soll ein regelrechtes „System“ aus Lügen, Notlügen und Liebesschwüren betrieben haben. Insgesamt soll es sich um sechs Frauen gehandelt haben, die er abwechselnd beglückt hat. Vorerst, denn vielleicht waren es sogar mehr. Und wer weiß schon, was der Schweizer in Kanada gemacht hat, neulich, während der Olympischen Winterspiele in Vancouver zum Beispiel. Das Land ist schließlich weit weg.

Erstaunlich: Keine dieser eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs Frauen will jedoch von einer oder mehreren anderen gewusst haben. Sagt „Bunte“-Kronzeugin und Anklägerin Isabelle W., die viele ihrer Informationen aus dem Internet gesogen und überdies erst durch die „Bunte“ selbst vom Doppelleben ihres Liebhabers erfahren haben will.

Da fällt es schwer, sich Jörg Kachelmann weiterhin als sympathischen Werbebotschafter für probiotische Drinks vorzustellen. Und denken künftig alle an Regen, wenn er mal wieder ein „Hoch im Norden“ ankündigen sollte? Denn Jörg Kachelmann ist laut „Bunte“ ein raffinierter König Blaubart, der – wenn die Vorwürfe stimmen – nach menschlichem Ermessen kaum mehr Zeit zum Arbeiten gefunden haben dürfte. Und dazu noch „Grausam wie ein Heiratsschwindler!“. Das schreibt jedenfalls die „Bunte“-Chefredakteurin Patricia Riekel im Editorial der neuen Ausgabe des Magazins. Um dann auch noch – sinngemäß – hinzuzufügen, dass der vorzeitig Verurteilte aufgrund seiner Tricks und Schwindeleien selbst dafür gesorgt habe, seine Karriere und sein Leben zu verpfuschen.

Der Grundsatz der Unschuldsvermutung wird ausgehebelt -Doch wie strafbar ist ein Doppelleben? Was würde passieren, wenn sich herausstellte, dass es sich doch bloß um fiese Racheakte enttäuschter Frauen handelt? Ist Trittbrettfahrerei justiziabel?

Selbst wenn der schwerwiegende Vorwurf der Vergewaltigung in allen Punkten widerlegt würde, könnte der Mann aufgrund der zweifelhaften Enthüllungen über sein angebliches Doppelleben für die nächsten Jahre einpacken. Mindestens. Sollte er am Ende schuldig sein, sowieso. Doch bis es so weit ist, gilt noch immer die Unschuldsvermutung. Warum nicht auch für Jörg Kachelmann? (Hamburger Abendblatt)

Mai 2010

1.05. Jetzt stellt die Staatsanwaltschaft klar: Kachelmann könnte noch bis zum Herbst im Gefängnis bleiben! Eine frühe Haftentlassung scheint nicht in Sicht. Beim Termin am 20. September muss dann von Amts wegen überprüft werden, ob eine Untersuchungshaft noch gerechtfertigt ist“, erläutert Oberstaatsanwalt Jochen Seiler aus Mannheim.

Und Andreas Grossmann: „Es ist derzeit nicht abzusehen, wann und ob Anklage erhoben wird.“Die Ermittlungen dauern nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch an. Erst wenn sie abgeschlossen sind und sich ein hinreichender Tatverdacht ergibt, wird Anklage erhoben.

2.o5. Thomas Franz, Anwalt des mutmaßlichen Opfers zu BILD am SONNTAG: „Sie können mich so zitieren: Bei einem Sexualdelikt geht es vor Gericht um die Glaubhaftigkeit der Aussagen.“

Die „schöne“ Melkerin Helen Sch. gibt Bild eine Interview und Fotos ( Preis?)

4.5. Prof.Mattern schreibt an STA Oltrogge:

Auch Mattern, der Rechtsmediziner,auf den sich die Staatsanwaltschaft stützt, reagiert in einem zweiten Gutachten vorsichtig. Zwar widerspricht er den Schlüssen Brinkmanns in ihrer Eindeutigkeit. Doch in der Tat, ob Vergewaltigung oder Selbstverletzung, das Spurenbild sei für beide Fälle ungewöhnlich, schrieb er am 4. Mai, an Oltrogge. Unter gewissenUmständen komme eine Vergewaltigung in Betracht. Zu beweisen sei sie anhandder Verletzungen nicht. Er stimmte nun sogar dem Kollegen Brinkmann zu, dass auch heftige Faustschläge für die Oberschenkelflecken verantwortlich sein könnten. Dagegen setzten Hämatome, verursacht durch die Knie des Täters, einen heftigen Gegendruck mit den Oberschenkeln voraus. Davon sei in den Aussagen der Frau aber keine Rede gewesen. Mit solchen Zweifeln haben die Ermittler das angebliche Opfer nie konfrontiert.

5.05. Ein Sprecher des Amtsgerichts Mannheim sagte zu BILD.de, Kachelmanns Anwalt habe neue Ansatzpunkte vorgebracht, die seinen Mandanten vom Vorwurf der Vergewaltigung entlasten sollen. Die Entscheidung über den Antrag auf Haftaufhebung wird zurückgestellt, bis die Staatsanwaltschaft Stellung genommen hat und die neuesten Ermittlungsergebnisse eingearbeitet sind“, bestätigte der Mannheimer Oberstaatsanwalt Jochen Seidler im Gespräch mit BILD.de. In welche Richtung die neuen Ermittlungen gehen, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen.

7.5. Da musste die Geschäftsführerin von Meteomedia Deutschland, Kerstin Schless, ihr Büro räumen – Hausverbot. Warum, dazu gibt es keinen Kommentar. Angeblich soll sie aber wieder zurück in den Dienst kehren …( Superillu)

10.05. Wie FOCUS erfuhr, ist für die kommenden Tage ein Treffen zwischen der 37-jährigen Radiomoderatorin Sabine W. (Name geändert) und einem Gutachter verabredet. Er soll die Frau, die Kachelmann der Vergewaltigung bezichtigt, auf ihre Glaubwürdigkeit hin überprüfen.

Nach FOCUS-Informationen wird in dieser Woche voraussichtlich auch der zuständige Mannheimer Haftrichter über den Antrag des Kachelmann-Anwalts Reinhard Birkenstock zur Aufhebung des Haftbefehls befinden. Die Entscheidung darüber war zunächst vertagt worden. Erst müssten weitere Ermittlungsergebnisse vorliegen, teilte das Amtsgericht mit.

10.05. Wettermoderator Jörg Kachelmann muss voraussichtlich noch mindestens bis zum 1. Juni in Untersuchungshaft bleiben. Erst zu diesem Termin ist eine Haftprüfung angesetzt. (Der alle 4 Haftprüfungsablehnungen mitverantwortliche Richter war der dem Prozess Vorsitzende Richter Michael Seitling aus Altersheim, 1,3 km von Schwetzingen und Vorsitzender des TSV Schwetzingen/Altersheim, Vater D. war Jahrelang Vorsitzender des TV Schwetzingen! Aber man kennt sich natürlich nicht! ) Die Staatsanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern. Kachelmann sei weiterhin, dringend verdächtig, seine ehemalige Lebensgefährtin vergewaltigt zu haben, sagte ein Sprecher lediglich. Die Ermittlungen gingen weiter. Dpa

Am 12. Mai, führen die von der Staatsanwaltschaft Mannheim beauftragte Rechtspsychologin Professorin Greuel und der verantwortliche Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge ein Telefongespräch über die Glaubwürdigkeit der Zeugin in dem Ermittlungsverfahren gegen Jörg Kachelmann.

Doch wie Oltrogge selbst in einem Aktenvermerk am 12. Mai notierte, hatte sie absolut nichts zum Ausgang ihres Gutachtens gesagt. Die Gespräche mit der Probandin seien beendet, das Ergebnis noch nicht absehbar. Eine aussagepsychologische Bewertung könne erst gegen Ende Mai erfolgen. (Spiegel)

12.05 Weil ja Haftsachen mit der grösstmöglichen Beschleunigung bearbeitet werden müssen, wie Jürgen Gremmelmaier von der Karlsruher Generalstaatsanwaltschaft die Eile rechtfertigte. Außerdem habe die Sachverständige in ihrer Kurzmitteilung die Ansicht vertreten, die Zeugin sei aussagetüchtig. Was stimmt – aber nichts darüber sagte, ob die Zeugin log oder nicht.

14.5.Der Der TV-Moderator Jörg Kachelmann hat vor der 28. Zivilkammer des Landgerichts Köln einen ersten Sieg über die Berichterstattung seines Falles errungen. Die Pressekammer bestätigte am Mittwoch in einem Urteil die einstweilige Verfügung gegen die Zeitschrift Focus, die detailliert Informationen aus Ermittlungsakten veröffentlicht hatte.

In der mündlichen Verhandlung hob das Gericht die Probleme bei der „Verdachtsberichterstattung“ hervor: im Fall Kachelmann, in dem noch nicht einmal Anklage erhoben worden ist, seien besondere „Sorgfaltsanforderungen“ vonnöten, befand das Gericht. Dem berechtigten öffentlichen Interesse an der Berichterstattung über ein Ermittlungsverfahren gegen einen Prominenten stehe das Persönlichkeitsrecht des Beschuldigten gegenüber. Mehrmals fiel der Begriff von der Stigmatisierung, die auch durch eine spätere Berichterstattung nicht getilgt werden könne. (Berliner Zeitung)

15.05. CSD muss Lügen zugeben. Ehemalige Kachelmann-Freundin muss Teile ihrer Aussage revidieren (Spiegel)

17.05. Die Staatsanwaltschaft hat ein aussagepsychologisches Gutachten in Auftrag gegeben – und ist damit dem Wunsch der Kachelmann-Verteidiger gefolgt, die Glaubhaftigkeit der gesamten Aussage zu prüfen.

17.05. Focus schreibt: Das Nachrichtenmagazin FOCUS wird auch in Zukunft wahrheitsgemäß die Fakten im Fall des wegen Vergewaltigung unter Verdacht stehenden Wettermoderators Jörg Kachelmann darstellen. (17.05.2010, 00:00 Focussiert)

19.05. Anklageerhebung: Die Staatsanwaltschaft stützt sich in ihrer Anklage nach eigenen Angaben neben den Aussagen des mutmaßlichen Opfers auf die Ergebnisse kriminaltechnischer sowie rechtsmedizinischer Untersuchungen.

Mit der Anklageerhebung vor dem Landgericht Mannheim beantragte die Staatsanwaltschaft zudem, die Untersuchungshaft für Kachelmann andauern zu lassen. Damit ist laut Staatsanwaltschaft der für den 1. Juni geplante mündliche Haftprüfungstermin vor dem Haftrichter hinfällig. Über die Fortdauer der Untersuchungshaft und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheide nun die zuständige Große Strafkammer des Landgerichts, erklärte Joachim Bock, Vorsitzender Richter am Landgericht Mannheim. (Dr. Joachim Bock darf später beim Prozess Beisitzer werden!)

Dr. Bock gibt Pressemitteilung heraus! Pressemitteilung J. Kachelmann

Datum:  19.05.2010 Kurzbeschreibung:

Anklageschrift im Verfahren gegen Jörg Kachelmann eingegangen

Ohne auf das Ergebnis des Gutachtens zu warten hat Staatsanwalt Lars Torben Oltrogge Anklage erhoben.

19.05. Opfer-Anwalt Thomas Franz: „Meine Mandantin ist froh, dass das Ermittlungsverfahren abgeschlossen ist und sich der Sachverhalt nach den umfangreichen Ermittlungen bestätigt und zur Anklageerhebung geführt hat.“

Nach den Aussagen des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers, kriminaltechnischer sowie rechtsmedizinischer Untersuchungen hat der Schweizer TV-Wettermoderator in der Nacht des 9. Februar 2010 seiner damals 36 Jahre alten langjährigen Freundin in deren Schwetzinger Wohnung ein Messer mit einer acht Zentimeter langen Klinge an den Hals gesetzt und sie zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Außerdem soll er sie während und nach der Tat noch mit dem Tod bedroht haben.(Bild)

19.05 Mannheims Landgericht-Sprecherin Stefanie Völker zu BILD: „In Deutschland sitzt niemand länger als sechs Monate in U-Haft ohne entweder einen Verhandlungstermin zu haben oder eine Überprüfung des Oberlandesgerichts zu bekommen.“

19.05 Die Anklage stützt sich auch auf die Ergebnisse kriminaltechnischer sowie rechtsmedizinischer Untersuchungen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Deren Sprecher Andreas Grossmann sagte der Nachrichtenagentur DAPD, an dem Messer sei Blut gewesen, aber eine richtige Schnittverletzung habe die Frau nicht gehabt. Eine deutliche Hautrötung sei mehrere Tage sichtbar gewesen. Außerdem habe der Rechtsmediziner Blutergüsse an ihren Beinen festgestellt.

19.05. Die Staatsanwaltschaft hat von der Psychologin, die das Glaubwürdigkeitsgutachten über das Opfer noch nicht vorgelegt hat, bereits erfahren, dass die 36-Jährige bei ihren Angaben geblieben ist. Es gebe keinen Anlass, an ihrer Glaubwürdigkeit zu zweifeln, sagte Grossmann. Dass sie zwei Punkte korrigieren musste, betreffe nur „Vorgeschichten“. (sz-online)

19.05. Eine „Kurzmitteilung“ der Gutachterin lasse den Schluss zu, dass „der Tatverdacht gegen Kachelmann nicht entkräftet wurde“, sagte der Sprecher Andreas Grossmann. Außerdem wurden auch „Frauen aus Kachelmanns Umfeld“ als Zeuginnen benannt.

20.05. Einen Tag nach der Anklageerhebung stürmt der Weisse Ring-Anwalt Thomas Franz zu der sat1 Talk-Show zu Kerner und weisst schon auf das Trauma hin:

Zur Befindlichkeit des mutmaßlichen Opfers Sabine W.* (36) nach Erhebung der Anklage sagte Franz: „Ich kann ihnen versichern, meine Mandantin kennt seit dem Tattag keine Freude mehr. Sie lebt in Angst, sie ist in erheblichem Umfang durch diese Tat, wie jedes andere Opfer einer solchen Tat, traumatisiert.“

Der Anwalt weiter: „Wir können nur hoffen, dass sie mit entsprechender therapeutischer Hilfe dieses Trauma überstehen wird.“

23. Mai 2010 Die Skyline-Nachrichten schreiben:  Bei genauer Studie der bis heute zur Verfügung stehenden Informationen, bekommt man ein gewissen bitteren Beigeschmack, dass an dieser ganzen, vor allem in der Boulevard-Presse dargestellten Story irgendetwas nicht stimmt bzw. der wahre Tatbestand bis heute noch nicht analysiert worden ist.
Was wäre, wenn dieses Szenario langfristig professionell geplant wurde, um das „Kachelmann Imperium“ zu zerschlagen, um eigenen Vorteil aus der Geschichte zu ziehen? Es gibt keine Zufälle. Jeder Mordfall oder jedes Ereignis begründet immer eine Ursache bzw. ein Motiv. Es stellt sich hier die Frage: „Wem bzw. wer zieht Vorteile aus dem Untergang bzw. Neuverteilung der Aktienanteile des „ Kachelmann Imperiums “?

26.05. Aus Polizeikreisen lässt sich die Bunte die Information geben, dass eine Liste mit 14 angeblichen Geliebten vorliegt. Die Luusmeitli-Story wird geboren. Ebenso weiss die Bunte einer Verschwörung:  Denn sechs von ihnen schlossen einen Pakt, als sie merkten, dass sie nicht die Einzige im Lebens des TV-Stars waren. Allerdings führte dieser Pakt auch dazu, dass eine von ihnen den Wettermann zur Rede stellte. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll Kachelmann sie, so die Anklage, mit einem Messer am Hals verletzt und vergewaltigt haben.

Das heisst, CSD und andere Frauen kannten sich schon vor der angeblichen Tat?

26.05. Die Bildzeitung veröffentlicht Polizei-Fotos von Jörg Kachelmann.

Offensichtlich ist Justitia in Mannheim besonders scharf darauf und sehr fleißig, das Leben von Männern mit “Schlag bei Frauen” bis ins Detail auseinanderzunehmen und zu veröffentlichen.

27.5. Es sind mit Sicherheit keine positiven Eigenschaften, die Jörg Kachelmann sein eigen nennt und er muss, wie jeder andere auch, für sein Handeln geradestehen, doch rechtfertigt es nicht, schon allein mit ständigen unzureichend bewiesenen Nachrichten einen Menschen zu verurteilen. Erst war es nur eine, jetzt sind es inzwischen vierzehn Frauen, die angeblich mit Jörg Kachelmann gleichzeitig eine Beziehung gehabt haben sollen. Als sechs von den Frauen dies merkten, schlossen sie sich zusammen, doch erst jetzt, zwei Monate später gehen sie mit dieser “Wahrheit” hausieren! Sehr fragwürdig!(die punyhumans)

27.5 Die ehemaligen Nebenbuhlerinnen haben sich vereint und stemmen sich nun gemeinsam gegen das «Böse» in der Person des gefallenen Wetterpropheten. (Will heissen, sie sprechen ihre Aussagen ab.)

Und weil jetzt jeder glaubt etwas im Fall Kachelmann wissen zu müssen meldet sich der Sozialpsychologe Mario Gollwitzer von der Uni Marburg zu Wort: „Rache hat etwas Gutes, weil sie dem anderen Grenzen zeigt. Es ist eine Form der Kommunikation, die – wenn sie richtig dosiert wird und dem Zweck dient, dem anderen eine Botschaft zu übermitteln – dem gesellschaftlichen Zusammenleben dienen kann» (Tages-Anzeiger.ch/newsnetz)

30.5. Jetzt meldete sich offenbar eine weitere Ex-Lebensgefährtin  – Kachelmann soll mindestens sieben Frauen gleichzeitig gehabt haben – bei der Bildzeitung und legte ein E-Mail-Schreiben vor, in dem sie eine andere Frau bereits im Jahr 2008 vor Kachelmann warnte. „Du wirst allein und unglücklich sein…“  heißt es da. „Er wird nie Zeit für Dich haben. Du wirst meist allein und unglücklich sein, während er überall unterwegs ist, nur nicht am Abend daheim … Wir Frauen sollten zusammenhalten.“

Die Schreiberin, die vor Kachelmann warnte, war offenbar mehrere Jahr mit dem Moderator liiert. Sie trennte sich nach eigenen Angaben ebenfalls wegen Untreue. Später suchte sie im Internet nach anderen Kachelmann-Frauen, fand die Homepage einer neuen Eroberung.  Dieser schriebt sie ebenfalls eine E-Mail: „ … Du siehst so aus und erweckst den Eindruck, dass Du etwas Besseres haben kannst als einen alternden Almöhi.“

Die Homepage fand sie mit einer Internet-Suchmaschine, weil Kachelmann einen der Beiträge seiner neuen Freundin kommentiert hatte. Zwar unter Pseudonym („Darling“)

Die Kachelmann-Ex spart nicht mit Häme, schrieb an die Neue: „Entweder siehst Du nicht wirklich so gut aus wie auf dem Foto, oder er musste Dir sehr viel bezahlen, damit Du mit diesem Spasti losziehst.“ Die angeschrieben Frau glaubte den Warnungen nicht, lebte noch mehr als ein Jahr als Kachelmann-Lebensgefährtin. (netplosiv)

Anmerkung: Das heisst als, man kannte sich, die Erzählungen aller: „Man hätte nicht gewusst, dass Jörg Kachelmann mehrere Frauen hatte sind schlicht und einfach Schwindel. Die „herzzerreissenden „Beteuerungen, man habe gedacht immer nur die „Einzige“ zu sein, sind Lügen!“

Wenn die Empfängerin dieser Einträge die Vorsitzende des Clubs der Teufelinnen war, dann wundert es nicht, dass die Tickets auf den Namen SVS lauteten.  Zudem wissen wir, dass der Herkunftsort von ihr in Baden Württemberg liegt.

Auffallend die Aussage: „Er wird nie Zeit für Dich haben. Du wirst meist allein und unglücklich sein, während er überall unterwegs ist, nur nicht am Abend daheim …“

Das klingt nach enttäuschter Ehefrau!

Juni 2010

2.6. Die Staatsanwalt erhält das126 Seiten starkes Gutachten von Professor Luise Greuel aus Bremen. Sabine W., die einzige “Belastungszeugin” bezeichnete Jörg Kachelmann in dem elfstündigen Gespräch mit der Rechtspsychologin Greuel als ein “Schwein”, sie schildert ihren Hass auf ihn.

2.6. In einem Gutachten zur Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers kommt die Bremer Psychologin Luise Greuel zu dem Schluss, dass die Schilderung der Vergewaltigung nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz erfülle. Das mutmaßliche Opfer könne die Tat selbst bei eingehender Befragung nur vage und oberflächlich wiedergeben. Es würden auch Sachverhalte dargestellt, die handlungstechnisch unwahrscheinlich bis unmöglich seien. (20.min online)

4.6. Bilanz berichtet von „Gewitterwolken“ bei Meteomedia und einem Besuch von Norbert Steffens in der JVA Mannheim

5.6. In einem von der Staatsanwaltschaft Mannheim in Auftrag gegebenen Gutachten, das am vergangenen Mittwoch einging, kommt die Bremer Psychologin Luise Greuel zu dem Schluss, dass die Schilderung der Vergewaltigung nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz erfülle.

Das mutmaßliche Opfer könne die Tat selbst bei eingehender Befragung nur vage und oberflächlich wiedergeben, so Greuel. Es würden auch Sachverhalte dargestellt, die handlungstechnisch unwahrscheinlich bis unmöglich seien. Zwar ist damit laut Greuel keineswegs eine Falschaussage erwiesen. Die im gerichtlichen Kontext gebotene Zuverlässigkeit der Aussagen sei aber nicht gegeben. (Spiegel)

6.6.Was steht in dem brisanten, 126 Seiten dicken Gerichtsgutachten von Prof. Luise Greuel aus Bremen?

Die Psychologin befragte Sabine W. elf Stunden lang. Laut „Spiegel“ kam sie zu dem Ergebnis, dass die Darstellung der Geliebten nicht belastbar sei. Die Schilderung erfülle nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz. Das angebliche Opfer gebe die Tat nur vage und oberflächlich wieder, könne auch zu zentralen Aspekten der Vergewaltigung keine Angaben machen, die Erinnerungslücken seien außergewöhnlich umfassend. (Bild)

6.6. Bleiben die drängenden Fragen: Warum wartete die Staatsanwaltschaft Mannheim die selbst in Auftrag gegebenen Gutachten nicht ab? Wurde vorschnell Klage eingereicht und damit Jörg Kachelmann in der Öffentlichkeit vorzeitig und fahrlässig zum Täter stigmatisiert?(OVBonline)

6.6. Die Tat konnte nach eingehender Befragung nur oberflächlich vom mutmaßlichen Opfer wiedergegeben werden. Die Frau gäbe Sachverhalte wieder, die nicht nur unwahrscheinlich seien, sondern in Teilen sogar unmöglich.

Damit sei zwar nicht erwiesen, dass es sich um eine Falschaussage handelt, die Frau habe aber bereits zwei Lügen zugegeben. Auch die Blutspuren am Messer, dass Kachelmann zur Durchführung der Tat benutzt haben soll, können nicht eindeutig zugewiesen werden. Die Rechtsmedizin kann die vorgefundenen Verletzungen auch weder eindeutig einer Fremdeinwirkung noch einer Selbstverletzung zuordnen.

Ein weiterer, von der Verteidigung eingesetzter, Rechtsmediziner kommt sogar zu dem Ergebnis, dass die geschilderte Tat mit der vorgefundenen Verletzung nicht in Einklang gebracht werden kann und folgert daraus eine vorgetäuschte Tat.(upsetnet)

 6.6.Streit um Kachelmanns Firma. Sven Plöger und Claudia Kleinert wenden sich von ihrem Mentor ab. In einem verzweifelten Brief haben sich die Mitarbeiter der Meteomedia AG an ihren inhaftierten Chef Jörg Kachelmann gewandt: „Du kannst die Situation hier überhaupt nicht beurteilen und solltest bitte alles unterlassen, was die Stabilität der Firma gefährdet.“

Unter dem Brief stehen auch die Namen von Claudia Kleinert und Sven Plöger, die Kachelmann auf dem Bildschirm vertreten.

Die Mitarbeiter scheinen zu fürchten, dass Kachelmann seiner Firma mit Sitz in Gais (Schweiz) schaden könnte: „Bisher hatten wir die Dinge einigermaßen im Griff, obwohl die Berichterstattung über das Verfahren und Dein Privatleben für alle eine sehr große Belastung darstellen.“

Von einem Streit unter den Aktionären ist die Rede, mittlerweile darf Kachelmann in seiner Firma nichts mehr allein entscheiden. Möglicherweise um beleidigte Alleingänge des Chefs zu verhindern.

Laut dem Schweizer Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ soll er die Entlassung einer Mitarbeiterin veranlasst haben, möglicherweise weil sie ausgeplaudert haben soll, dass die Einschaltquoten auch ohne Kachelmann stabil bleiben. Der Brief der Mitarbeiter endet mit einem Appell: „Wir bitten Dich, alles zu tun, damit Meteomedia diese Krise überlebt und das derzeit führungslose Schiff nicht untergeht.“(Bild)

7.6. Das Ergebnis der Bremer Psychologin Luise Greuel aber wartete Oltrogge nicht mehr ab, sondern erhob schon am 17. Mai Anklage, mit allen Folgen für das Bild, das die Öffentlichkeit so gewinnen musste: Kachelmann, der Vergewaltiger. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte zwar, dass das Greuel-Gutachten noch gefehlt habe. Aus einer Kurzmitteilung der Gutachterin sei allerdings hervorgegangen, dass „der Tatverdacht gegen Kachelmann nicht entkräftet wurde“.

Das war, freundlich gesagt, getrickst.(Spiegel 23/2010)

7.6. Spiegel: Er schläft mit ihr! Am Ende fragen die Beamten, ob ihr eigentlich Facebook ein Begriff sei, diese Kontaktbörse im Internet. Ja sicher, Facebook, kenne sie, aber selbst sei sie da nicht. Und der Name Christina? Ob der ihr was sagt? Sie überlegt, nein, höchstens von früher, im Kindergarten war sie mal mit einer Christina befreundet. Und Brandner, der Name Brandner? Nein, sagt ihr überhaupt nichts.

Das hätte er aber müssen: Christina Brandner ist ein Name aus der Vorabendserie „Verbotene Liebe“. Unter diesem Namen hatte „Simone“ versucht, Frau S. auszuspionieren. Ihre Nebenbuhlerin. Sie hatte ihr geschrieben, über Facebook, sie hatte so getan, als hätte man sich früher mal flüchtig in Kanada kennengelernt. Und weil das alles über Wochen ging, war „Simone“ auch nicht erst am 8. Februar auf den Namen der Konkurrentin gestoßen, wie sie in drei Vernehmungen eisern behauptete. Sondern lange vorher.

7.6.Focus: „Dann sage ich, du hast mich vergewaltigt“  Der Münchener Strafverteidiger Steffen Ufer hält das für durchaus wahrscheinlich. „Am Ende einer Beziehung versuchen Frauen nicht selten ihren Partner mit dem Vorwurf der Vergewaltigung unter Druck zu setzen“, so der Jurist. Im Interview mit FOCUS Online übt Ufer zudem heftige Kritik an den Ermittlungsbehörden – und dem Gesetzgeber, der Fälle wie die „Causa Kachelmann“ erst ermöglicht habe.

7.6. Hausmitteilung Betr.: Kachelmann

Die Unschuldsvermutung ist ein eherner rechtsstaatlicher Grundsatz, der sogar in der Uno-Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben steht – auch Journalisten sind ihm verpflichtet. Werden jedoch Prominente zu Beschuldigten, scheint die universelle Regel oft ihre Gültigkeit zu verlieren, wie auch der Fall des Wettermoderators Jörg Kachelmann, 51, zeigt. Ihm wird zur Last gelegt, Anfang Februar seine deutsche Freundin vergewaltigt zu haben; die Staatsanwaltschaft Mannheim hat Anklage erhoben. Früh schon erschien der Schweizer Bürger Kachelmann vielen als Täter, obwohl er die Tat vehement bestritt. Wer aber in diesem Verfahren die Wahrheit sagt und wer lügt, wird vielleicht nie geklärt werden können. In wochenlangen Recherchen haben die SPIEGEL-Redakteure Jürgen Dahlkamp, 45, Simone Kaiser, 31, und Barbara Schmid, 53, herausgefunden, dass die Beweislage gegen Kachelmann, so Schmid, „nicht so stark ist, wie bisher vermutet wurde“. Unabhängig von der Schuldfrage gebe es, sagt die Redakteurin, „schon jetzt zwei Verlierer“. Sowohl das Leben des Moderators als auch das seiner früheren Freundin sei „schwer belastet, wenn nicht gar zerstört“(Spiegel online)

7.6 Die Staatsanwaltschaft Mannheim hält nach Angaben des Südwestrundfunks am Vorwurf der Vergewaltigung fest. Oberstaatsanwalt Oskar Gattner sagte am Montag dem Sender, es gebe auch nach den jüngsten Veröffentlichungen keinen Anlass zur Neubewertung (Tagesspiegel)

8.6. Inzwischen wird das Vorgehen der Staatsanwaltschaft kritisiert: Sie soll verfrüht Anklage erhoben haben. Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker schießt jetzt scharf gegen die Behörde! Laut Höcker werde mit diesem Verhalten nicht nur Kachelmanns Ruf zerstört, sondern „gleichzeitig das Leben des angeblichen Opfers, das sich in eine fatale Lüge verstrickt hat.“

Die Mannheimer Staatsanwaltschaft bestreitet inzwischen, voreilig Anklage gegen den Wettermoderator erhoben zu haben: „Die Anklage steht und fällt mit der Aussage der ehemaligen Freundin Kachelmanns“, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde – und diese sei glaubhaft gewesen. (Bild)

9.6. Die Mannheimer Staatsanwaltschaft hat bestritten, voreilig Anklage gegen TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann wegen Verdachts der Vergewaltigung erhoben zu haben. „Die Anklage steht und fällt mit der Aussage der ehemaligen Freundin Kachelmanns“, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Dienstag – und diese sei glaubhaft gewesen. (Allg.Zeitung)

8.6. ZDF Markus Lanz: Mögliche Wende im Fall Kachelmann: Für Jörg Kachelmann jedenfalls, für den bis zu einer Verurteilung eigentlich die Unschuldvermutung gelten sollte, sieht es auch bei einem Freispruch nicht gut aus. „Er ist vernichtet, sein Privatleben ist transparent geworden“, befand „Stern“-Chefkolumnist Jörges. Ein Hallodri, der auf schamlose Weise Frauen betrügt.“ Wie solle der jetzt noch in seinen Job zurückfinden?

9.6. Promis an den Pranger: Generalstaatsanwalt Pflieger hält dies im Prinzip für richtig: „Wenn wir mit Journalisten reden, können wir ein objektiveres Bild des Verfahrens vermitteln.“ Auch Anwalt Schertz will der Staatsanwaltschaft nicht jede Öffentlichkeitsarbeit verbieten. Aber sie habe eine Mitverantwortung dafür, dass der „Medien-Tsunami“ nicht schon viel zu früh, also im bloßen Ermittlungsstadium, über prominente Beschuldigte hereinbricht. „Zur Auskunft sind Sie nur verpflichtet, wenn das öffentliche Interesse überwiegt“, sagte Scherz an die Adresse des Staatsanwalts, „und die Prominenz des Beschuldigten allein reicht als Grund für eine Information der Medien nicht aus.“ (taz)

13.6. Das Magazin Focus berichtet “exclusiv* von Ermittlungsergebnissen und den Tampon an dem angeblich DNA Spuren Jörg Kachelmanns haften. Wer hat diese Mitteilungen an den Focus wieder weitergegeben?

15.6. Wieder keine Entscheidung: TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann bleibt in Deutschland weiter in Haft. Das Landgericht Mannheim hat eine Entscheidung über die Aufhebung des Haftbefehls erneut verschoben. Derweil bleiben einige Ungereimtheiten im Fall Kachelmann.

Die Strafkammer werde erst in der nächsten Woche entscheiden, teilte das Gericht mit. Der 51-jährige Schweizer sitzt seit 20. März in Untersuchungshaft, weil er seine Ex-Freundin vergewaltigt haben soll. Kachelmann bestreitet dies. (glanzundgloria)

15.6. Ich weiß nicht, wie viele Seiten Papier Kachelmanns Anwalt eingereicht hat. Aber Landgerichte sind normalerweise in der Lage, auch dicke Akten in kurzer Zeit zu bewerten. Dass nun wieder etliche Tage ins Land gehen sollen, erscheint schon etwas merkwürdig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Haftsachen absolute Priorität verdienen. Hierbei darf nun wirklich nichts, aber auch gar nichts auf die lange Bank geschoben werden. (Law blog)

15.6. Giesela Friedrichsen bei 20min online: Die Öffentlichkeit ist natürlich schon wegen des Unterhaltungswerts an Fragen der Moral oder Unmoral von Prominenten interessiert. Gleichzeitig wirft der Fall Fragen auf, zum Beispiel, wie ein Mann, wenn er denn nichts Unrechtes getan hat, sich gegen solche Vorwürfe schützen kann. Und welche Genugtuung er bekommt, sollte es sich herausstellen, dass die Vorwürfe aus Rache, Wut oder Gekränktheit vorgebracht wurden. Was könnte Kachelmann gegen seine Ex-Freundin unternehmen, falls sie der Lüge überführt würde? Er ist längst ruiniert. Und sie? Ich kenne keinen Fall, in dem die Frau für den Schaden, den sie angerichtet hat, wirklich einstehen musste. Man wird sie eher noch bedauern, dass ihr nicht geglaubt wurde.

19.6 Begutachten bis es passt:  Der Fall Kachelmann wird immer kurioser: Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat ein zweites Gutachten beauftragt. Jenes entkräftet teilweise das erste Gutachten eine Psychologin aus Bremen.  Psychologe Nummer zwei schenkt den Vorwürfen offenbar mehr Glauben.

Dieser Psychologe ist Prof Seidler aus Heidelberg, der behandelnde Arzt von CSD der von der Staatsanwaltschaft ins Boot geholt wurde. Seidler wird im Prozess noch eine unrühmliche Rolle spielen. Sein Gutachten umfasst gerade mal 30 Seiten. Dass die Staatsanwaltschaft ihr eigenes Gutachten mit einer weiteren Stellungnahme auszuhebeln versucht, gilt als ungewöhnlich. Damit soll offenbar eine baldige Haftentlassung des Wettermoderators verhindert werden. (Leipzigseiten)

20.6. Gutachter-Duell: Jörg Kachelmann doch unschuldig? Kurz sah es ganz so aus, als ob Jörg Kachelmans Freundin alles nur erfunden hat. Ein Gutachten offenbarte, dass das vermeintliche Opfer vage und nur oberflächlich aus der angeblichen Tatnacht erzählen konnte. Dann tachten immer merkwürdigere Beweise auf: So sollte ein Tampon die Schuld Kachelmanns belegen.(Markenpost.de.)

24.4. Sabine Rückert Die Zeit Schuldig auf Verdacht: Seit März sitzt Jörg Kachelmann wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung in Untersuchungshaft. Obwohl der Strafjustiz die Beweise abhandenkommen, hält sie an ihrer Anklage fest – und zerstört die Existenz des Fernsehmeteorologen

Datum: 25-06-2010

Mündliche Haftprüfung auf den 02. Juli angesetzt

Keine Entscheidung am selben Tag

In dem Verfahren gegen Jörg Kachelmann hat die 5. Strafkammer des Landgerichts Mannheim, unter dem Vorsitz von Richter Dr. Bock, den Termin für die mündliche Haftprüfung auf Freitag, den 02. Juli 2010 festgesetzt. Der Termin sieht u.a. die mündliche Anhörung des Herrn Kachelmann durch das Gericht (ohne Schöffen) vor und wird vormittags in der Justizvollzugsanstalt Mannheim stattfinden.

Die Haftprüfung ist nicht öffentlich.

Im Anschluss an diesen Haftprüfungstermin wird die Kammer über die Fortdauer der Untersuchungshaft beraten.

27.6. “Verbotene Liebe” brachte Jörg Kachelmann ins Gefängnis – der Fall Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge beauftragte Gutachterin erklärt, sie könne noch nichts zur Glaubwürdigkeit der Zeugin sagen, er, Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge, müsse sich noch bis Ende Mai 2010 gedulden. Schließlich legte Professorin Greuel ihr 126 Seiten starkes Gutachten Ende Mai vor. Da war es jedoch schon für einen Rückzieher der Staatsanwaltschaft Mannheim zu spät. Schon fünf Tage nach dem Telefonat mit der Gutachterin, meinte Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge seine fragwürdige Anklage gegen Jörg Kachelmann am 17. Mai 2010 beim Landgericht Mannheim erheben zu müssen.( Kommentar Anatol Wiecki) Dabei werde auch Kachelmann erneut gehört.

27.6. Inspiriert wurde sie wohl durch die gebührenfinanzierte Serie „VERBOTENEN LIEBE“ der ARD.

Bereits Ende März wunderten sich die Kachelmann-Anwälte über die blumige, übertriebene Sprache mit der das mutmaßliche Opfer die Tat schilderte. Kachelmanns angebliches Eingeständnis, vom Hass auf Frauen getrieben zu sein, ihre Beschreibung, wie sich sein Blick vor der mutmaßlichen Vergewaltigung plötzlich änderte. Alle wohl nur erstunken und erlogen von einer rachefreudigen Frau.
Auch das Auftauchen eines großen Unbekannten, der Sabine W. vor Kachelmanns Untreue gewarnt haben soll, erinnere an das Drehbuch einer Seifenoper.
Tatsächlich stießen die Ermittler auf viele Parallelen zur ARD-Vorabendserie „VERBOTENE LIEBE“. Als Sabine W. eine ihrer Nebenbuhlerinnen anonym anschreibt, gibt sie sich den Namen Christina Brandner, einer Figur aus der Serie.
Das vermeintliche Opfer, eine Radiomoderatorin, hatte den Kontakt zu anderen Kachelmann-Frauen stets bestritten. Erst als die Polizei ihren Computer ausgewertet hatte, gab sie die Lüge zu.
Eine andere Figur der ARD-Serie, Lydia Brandner, teilt sogar das Schicksal von Sabine W.: Auch sie eine Frau aus einfachem Haus, die mit einem Prominenten zusammen ist, der sie betrügt. Wie Sabine W. wünscht sie sich unbedingt Kinder.
Sabine W. soll die Serie regelmäßig geguckt haben. Und kurz bevor Sabine W. das VERLEUMDUNGSOPFER KACHELMANN angezeigt hat, wurde im Internet eine inszenierte Vergewaltigung aus Eifersucht als neuen Handlungsstrang angekündigt.
Leider wird erst frühestens Freitag wird entschieden, ob Kachelmann aus der U-Haft kommt. Die schlampige Arbeit der Justiz treibt so wieder neu Stilblüten. (http://www.news4press.com/WURDE-KACHELMANN-OPFER-von-&quotVERBOTE_535880.html )

28.6. Was ihre eigene Beziehung zu dem Wettermann angeht, so behauptete Simone, seit elf Jahren dessen »Lebensgefährtin« zu sein, konnte der Polizei allerdings weder die Anschrift von Kachelmanns Schweizer Firma nennen noch die Frage beantworten, ob er einen Wohnsitz in Deutschland habe. In der Gesamtschau aller Aussagen und Tatsachen stellt sich das Verhältnis der beiden weniger als ein reales und beständiges Miteinander dar denn als ein aus bürgerlichen Illusionen, utopischen Theorien und erotischen Fantasien zusammengefügtes Gedankengebäude. Ein Luftschloss, in dem niemand haust.

Keinen einzigen Tag hat die Moderatorin mit Jörg Kachelmann eine gemeinsame Adresse gehabt. Die Polizei fand in ihrer Wohnung keine seiner Utensilien: keine Zahnbürste, keine Socke, keine Unterhose. Es gab keine gemeinsamen Skiurlaube, keine Weihnachtsfeiern, keine Silvesterpartys. Nicht einmal zu seinem fünfzigsten Geburtstag war sie eingeladen. Das bisschen Wirklichkeit, das es gab, waren vor allem kurze Nächte, meist auf der Durchfahrt, alle paar Wochen. Sie freute sich mächtig auf ihn. Er kam spät und ging früh. Stürmte durch die Republik von Messstation zu Messstation, von Medienevent zu Medienevent – angeblich immer im Stress. Dass dieser Zeitdruck auch daher rührte, dass Kachelmann eine Art ambulanter Liebhaber war und Schwetzingen bei Weitem nicht seine einzige Anlaufstelle, weiß Simone inzwischen. Und mit ihr weiß es die ganze Nation. Irgendwann müssen Wolken, Luft und Winde ganz von Kachelmann Besitz ergriffen haben: Er wurde selber wie das Wetter. Er zog vorbei. (Schuldig auf Verdacht – Sabine Rückert http://www.zeit.de/2010/26/DOS-Justiz-Kachelmann )

28.6 OSTA Gattner wirft dem Spiegel vor zu manipulieren:

Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim, Oskar Gattner, spricht von einer „Minimal-Erklärung“. Der Oberstaatsanwalt sagt, es sei absolut naiv zu glauben, dass die Nachricht von der Verhaftung Kachelmanns nicht auch ohne dieses offizielle Statement an die Medien gelangt wäre. Gattner sagt, die Behörde sei einerseits nach dem Landespressegesetz verpflichtet, ihrer Informationspflicht gegenüber der Presse nachzukommen. Dazu gehöre auch, dass die Kollegen nicht lügen dürften, wenn sie gefragt werden, ob es sich bei dem Beschuldigten um Jörg Kachelmann handele.

Andererseits sei man durchaus bestrebt, Prozesse im Gerichtssaal und nicht in der Öffentlichkeit zu führen, sagt er im Hinblick auf einen Bericht des Spiegel. In seiner ersten Juni-Ausgabe hatte das Nachrichtenmagazin aus Ermittlungsakten im Fall Kachelmann zitiert – offenbar mit dem Ziel, die Arbeit der Ermittler zu diskreditieren und Druck auf die Behörde auszuüben, um die Freilassung Kachelmanns zu erreichen.(Frankfurter Rundschau)

28.6. Kachelmann, der Name steht für die mediale Vorverurteilung von Prominenten. Er hat ein grelles Licht auf das Spannungsverhältnis zwischen Persönlichkeitsrecht und Presse- und Informationsfreiheit geworfen.

Besorgt fragen sich Juristen und Medienwissenschaftler: Wie schwer wiegt das Persönlichkeitsrecht, wenn die Staatsanwaltschaft Mannheim nach der Verhaftung des Schweizer Meteorologen eine Pressemitteilung herausgibt, die ihn zwar nicht namentlich nennt, aber genügend Informationen enthält, um den Medien eine eindeutige Identifizierung zu ermöglichen?

Für den Hamburger Medienanwalt Matthias Prinz zeigt der Fall des inhaftierten Wettermoderators, wie es die Medien geschafft haben, das 2004 von dem Europäischen Menschengerichtshof verhängte „Caroline-Urteil“ wieder aufzuweichen. Für die monegassische Prinzessin hatte der Medienrechtler seinerzeit gegen die Veröffentlichung von Fotos aus dem Privatleben seiner Mandantin geklagt.

„Niemand muss Eingriffe in seine Privatsphäre hinnehmen, wenn dies lediglich der Unterhaltung anderer dienen soll. Ein Eingriff muss vielmehr durch eine Information gerechtfertigt sein, die für die Gesellschaft von Bedeutung ist“, fasst Prinz heute das Urteil zusammen. (FrankfurterRundschau)

29. 6 – Haftbeschwerde: Kachelmanns Anwalt Birkenstock legt beim Oberlandesgericht Karlsruhe Haftbeschwerde ein. Damit fällt der Haftprüfungstermin am 2. Juli aus. Mit einer Entscheidung aus Karlsruhe wird Mitte Juli gerechnet.(Spiegel/Panorama)

29.6. Justizskandal Kachelmann: Die Verteidigung sieht den Freiheitsanspruch ihres Mandanten auf skandalöse Weise missachtet. Sie hat dringenden Anlass zu der Befürchtung, die Mannheimer Justiz schütze durch die Aufrechterhaltung des Haftbefehls gegen Herrn Kachelmann die Täterin einer Falschbeschuldigung – wahrend über Verlautbarungen der Staatsanwaltschaft fortgesetzt verbreitet wird, sie sei das Opfer einer Vergewaltigung. (Aus der Medienerklärung der Kanzlei Dr.R.Birkenstock)

Juli 2010

1.7. Jörg Kachelmann bleibt weiter in Untersuchungshaft. Das Landgericht Mannheim wies am Donnerstag den Antrag des Verteidigers vom 2. Juni auf Aufhebung des Haftbefehls zurück. Nun muss das Oberlandesgericht Karlsruhe über eine Haftbeschwerde der Verteidigung entscheiden. Nach Angaben des Landgerichts sind die Aussagen des mutmaßlichen Opfers zur Tat sowie zum Geschehen vor und nach der Tat „nach Aktenlage glaubhaft“. Damit bestehe weiter ein dringender Tatverdacht gegen Jörg Kachelmann.

Das Landgericht hingegen hält in seiner Erklärung vom Donnerstag Kachelmanns Äußerungen zum mutmaßlichen Tathergang für wenig plausibel. (Faz.net)

4.7. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft hatte die renommierte Bremer Psychologieprofessorin Luise Greuel stundenlang mit Simone gesprochen. Danach notierte die Gutachterin auf 126 Seiten massive Zweifel an der Glaubwürdigkeit der 37-jährigen Blondine. So konnte Simone nicht plausibel machen, wie Kachelmann sie und sich selbst teilweise entkleidet haben soll. Seltsam sei auch, dass sich Simone an die Gewalttat selbst kaum erinnere. Eine „absichtliche Falschbelastung“ sei nicht auszuschließen, so das Resümee. Die Geschichte erschien prompt im „Spiegel“.

Was Wunder, dass das verärgerte Mannheimer Gericht heftig auf die Anwürfe regierte. Die von Birkenstock beantragte Freilassung des prominenten Untersuchungshäftlings wurde harsch verweigert. Nur zwei Tage nach der Attacke des Anwalts ließen die Richter die Öffentlichkeit kaum verklausuliert sogar wissen, dass sie Kachelmann für schuldig hielten. Es bestehe „dringender Tatverdacht“, formulierte Gerichtssprecher Christian Hirsch ungewöhnlich offen und nannte das Opfer im selben Atemzug „glaubwürdig“.

Nach Ansicht von Strafrechtsexperten wie Arnd Hüneke von der Universität Hannover wagen sich Gerichte noch vor Eröffnung einer Hauptverhandlung nur dann so weit vor, wenn sie der Meinung sind: Der Beschuldigte geht ziemlich sicher einer Verurteilung entgegen. (Welt online: Kachelmanns Sex, Lügen und Wettervorhersagen)

7.7. Karlsruhe: Generalstaatsanwaltschaft will Kachelmann in Haft halten. Im Verfahren über die Haftbeschwerde des Fernsehmoderators Jörg Kachelmann hat die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe die Fortdauer der Haft beantragt. Die Gründe für die Anordnung der Untersuchungshaft bestünden weiterhin fort, teilte die Behörde mit (dpa)

8.7. Der Prozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann soll am 6. September beginnen. Bis dahin muss er wohl in Untersuchungshaft bleiben.

Der Prozess gegen den wegen Verdachts der besonders schweren Vergewaltigung inhaftierten Wettermoderator Jörg Kachelmann, 51, soll am 6. September beginnen. Die zuständige 5. Große Strafkammer des Landgerichts Mannheim wird voraussichtlich am Freitag den Eröffnungsbeschluss bekannt geben. (süddeutsche)

Die Süddeutsche wusste das also schon am 8.7. um 17 Uhr 36 bevor das Gericht am 9.7.2010 eine Pressemitteilung herausgab!

Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann

Datum:  09.07.2010 Kurzbeschreibung: Hauptverfahren gegen Herrn Kachelmann eröffnet

Mit Beschluss vom heutigen Tag hat die 5. Große Strafkammer des Landgerichts Mannheim das Hauptverfahren gegen Herrn Kachelmann eröffnet und die Anklage der Staatsanwaltschaft unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen.

9.7 Der Fernsehmoderator Jörg Kachelmann muss sich ab dem 6. September wegen des Verdachts der Vergewaltigung vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Das Verfahren mit 15 Verhandlungstagen soll bis Ende Oktober dauern, teilte das Gericht am Freitag mit. Unabhängig von dieser sogenannten Eröffnung des Hauptverfahrens prüft das Oberlandesgericht Karlsruhe derzeit die Haftbeschwerde Kachelmanns. Das Landgericht hatte dessen Antrag auf Aussetzung der Untersuchungshaft mit dringendem Tatverdacht und Fluchtgefahr begründet. (Faz.net)

9.7. Richter Michael Seidling (59) ist Vorsitzender der 5. Großen Strafkammer am Mannheimer Landgericht. 2001 verdonnerte er „Flowtex“-Betrüger Manfred Schmider zu elfeinhalb Jahren Haft.

JETZT LEITET ER DEN PROZESS DES JAHRES (Bild)

Und Bild weiss schon alles ganz genau:

• Wie kommt Kachelmann zum Gericht?

Der Moderator fährt mit einem Gefangenen-Transport 4,1 Kilometer von der JVA direkt in die Tiefgarage unter dem Gericht. Dort befindet sich ein Gewahrsamszimmer im Keller. Von dort geht es über einen Treppenaufgang direkt in den Saal.

• Was bekommt er in Verhandlungspausen zu essen?

Kachelmann bekommt im Gewahrsamszimmer Wurst- und Käsebrötchen, Tee oder Kaffee. Es gibt keine Kantine, aber neben dem Gerichtsgebäude ein Café

11.7 Es geht um Geld, Macht und Liebe: Hat sich der junge Jurist hier zu heftig in seinen bisher größten Fall verbissen?

Ein Anzeichen dafür: Als Oltrogge Kachelmann anklagte, lag ein wichtiges Gutachten zur Glaubwürdigkeit des ­angeblichen Opfers noch nicht vollständig vor. Die Verteidiger des TV-Stars werfen ihm deshalb „blinden Jagdeifer“ vor.

Prognose: Stellt sich im Prozess heraus, dass ­Sabine W. gelogen hat, müsste Oltrogge in der Öffentlichkeit Kachelmanns lange Zeit in U-Haft rechtfertigen und sich den Vorwurf gefallen lassen, er habe sich auf Kosten eines Prominenten zu profilieren versucht.(Bild)

11.7 Nahezu wöchentlich überraschte der „Focus“ mit neuen Details aus den Ermittlungsakten. Fast immer stützten sie die Anklage der Staatsanwaltschaft. (Bild)

15.7 Franz, der für die Organisation Weißer Ringarbeitet, hat nie mutmaßliche Täter, immer nur mutmaßliche Opfer vertreten. Meist stimmten deren Vorwürfe, manchmal aber nicht. Im Fall Simones glaube er, dass sie die Wahrheit sage .Er sei in der Nacht nicht dabei gewesen, sagt er, aber er habe so ein Bauchgefühl. (Süddeutsche Nr. 160 Der Fall Kachelmann)

15.7. Heute 52. Geburtstag im KnastHeute wird Wetterexperte Jörg Kachelmann 52 Jahre alt – und es wird wohl sein einsamster Geburtstag!

Offenbar gibt es keine Torte, keine Feier – und Besuch bekommt er höchstens von seinem Anwalt. Kachelmann verbringt seinen Geburtstag im Knast. Früher feierte er mit Freunden – heute ist er ganz alleine.(Bild)

15.7 Seinen 52. Geburtstag hat sich Jörg Kachelmann sicher auch anders vorgestellt: Der TV-Wettermoderator verbrachte ihn am Donnerstag in der Justizvollzugsanstalt Mannheim, in der er seit dem 20. März in Untersuchungshaft einsitzt. Geburtstagsfeiern mit Blumen, Geschenken oder Kuchen seien in der Haft nicht üblich, sagte Anstaltsleiter Romeo Schüssler.(Spiegel)

15.7. Gefängniszelle statt Feier: Seinen 52. Geburtstag verbringt Wetter-Mann Jörg Kachelmann am Donnerstag in der Justizvollzugsanstalt Mannheim.

Geburtstagsfeiern mit Blumen, Geschenken oder Kuchen seien in der Haft nicht üblich, sagte Anstaltsleiter Romeo Schüssler auf Anfrage. Der Schweizer sitzt seit dem 20. März in Untersuchungshaft, weil er seine Ex-Freundin in ihrer Schwetzinger Wohnung mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben soll. Kachelmann, der sich vom 6. September an vor Gericht verantworten muss, bestreitet die Vorwürfe. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. (Focus)

15.5 Professor Killian: Das natürlich das Opfer die einzige Zeugin sei , ist problematisch denn das Missbrauchspotential in einem solchen Fall sei sehr hoch.

Was die den jungen Staatsanwalt betreffe sei das üblich. Ein Mechanismus in der Justiz. Er sei ein sehr junger Staatsanwalt der nun eine ‘Cause célèbre’( Aufsehen erregender Prozess.) behandeln kann. Er kann sich profilieren und noch seinen Enkeln davon erzählen, dass er es gewesen sei, der den Prominenten hinter Gitter gebracht hätte.(SF 10 vor 10)

Die Staatsanwaltschaft hat sich viel zu früh festgelegt, großen Flurschaden angerichtet, sich zu weit aus dem Fenster gelehnt, und nun will sie nicht zugeben dass sie Fehler gemacht haben.

17.7. Generalversammlung hinter Gittern: Jörg Kachelmann hat die Aktionäre einer seiner Firmen ins Gefängnis eingeladen. Ein Programmpunkt soll unter anderem die Wahl des Verwaltungsrates sein, an dessen Spitze zurzeit der Moderator steht.(Spiegel)

17.7. Andrang im Knast! Tausende drängt es zum Tag der offenen Tür am Sonnabend in die Justizvollzugsanstalt Mannheim – aber nur 600 Besucher werden reingelassen. Dieser Ansturm ist kein Wunder, denn hier sitzt Wettermann Jörg Kachelmann seit März in U-Haft.

„Innerhalb weniger Stunden war unsere Besucherliste komplett ausgebucht“, sagt JVA-Direktor Romeo Schüssler zum KURIER. Zwischen 8.30 und 15.30 Uhr werden die Teilnehmer in Gruppen zwei Stunden lang durch den Knast geführt. „Sie bekommen einen Einblick in Haftgebäude, unsere Kirche, Freizeit-, Arbeits- und Versorgungsbereiche“, fügt er hinzu.

Zuvor sei es ruhig, auch wenn der berühmteste JVA-Insasse Geburtstag hat: Kachelmann wird am Donnerstag 52 Jahre alt. „Für Kachelmann machen wir nichts Besonderes“, kommt der JVA-Direktor allen Fragen zuvor. „Natürlich kann er jederzeit Besuch empfangen, aber nur nach vorheriger Anmeldung und nur drei Stunden im Monat“, erklärt Schüssler Geschenke oder ein Geburtstagskuchen wären möglich: „Jedoch wird alles, selbst jedes Blatt Papier, gründlich kontrolliert.“
Einsamer Geburtstag für Kachelmann, der seit 20. März im Mannheimer Knast sitzt. Am 19. Mai erhob der Staatsanwalt Anklage gegen ihn wegen des Verdachts der schweren Vergewaltigung und Körperverletzung – Prozess ab 6. September.(Berliner Kurier)

17.7. Kachelmann, der neue Schänzer der JVA Mannheim! Ach“, seufzte Vollzugsleiter Michael Zahs, als er eine Gästegruppe durch die Gefängnistrakte schleuste, „irgendwann hat man wirklich jeden Kachelmann-Witz zum 30. Mal gehört.“ Kaum eine telefonische Anmeldung zum Knast-Besuch ohne Nachfrage, ob denn auch eine Autogrammstunde eingeplant sei. (Welt)

18.7. Es ist Samstagvormittag und wir besuchen den Kachelknast. Es ist Tag der offenen Tür. Dann dürfen wir die Zelle eines Gewaltverbrechers begutachten: ein kleiner Fernseher, ein Bett, ein Tisch, 2 Stühle. Einer steht schon am Fenster, um draufzuklettern und rauszugucken. Es ist kühl, die Mauern sind dick. Wie dick genau, wird geheim gehalten (Ganz besonders süffisant der Artikel in der Bildzeitung)

18.8. «Kachelmann: Zweifel an der Unabhängigkeit des Richters» Der Richter, der im Strafprozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann das Gericht präsidiert, steht der Familie Weitere Zweifel an der Neutralität des Richters nähre auch ein Communiqué des Gerichts zum Fall Kachelmann, wie die „SonntagsZeitung“ weiter schreibt. Auf die Frage, ob er Richter Seidling kenne, legte der Vater des Opfers den Telefonhörer auf. Richter Seidling sagt gegenüber der SonntagsZeitung: „Ich kenne weder den Vater noch das Opfer. Es gibt keine Nähe zwischen uns.“ Dennoch sei die Konstellation heikel, denn im Zentrum der Gerichtsverhandlungen werden voraussichtlich die Frage nach der Glaubwürdigkeit von Kachelmann und Opfer stehen. Das Opfer geniesst dabei laut dem Bericht klaren Heimvorteil. des angeblichen Vergewaltigungsopfers nahe.

20.7. Die für heute angesetzte Aktionärsversammlung von Jörg Kachelmanns Schweizer Produktions AG in der Mannheimer Justizvollzugsanstalt wurde nun kurzfristig abgesagt. Medienberichten zufolge sollen sieben wichtige Aktionäre wieder ausgeladen worden sein.(Welt.de)

21.7. Wie die «Schwetzinger Zeitung» berichtet, bestreitet Richter Michael Seidling den Vorwurf vehement.

Der Richter dementiert vehement :«Das alles ist schlicht nicht wahr, ich habe weder Kontakt zum Vater noch zum Opfer gehabt, noch, wie es in der ‘SonntagsZeitung’ behauptet wird, mit der weiteren Verwandtschaft der Familie. Im Gegenteil, ich kenne die Leute nicht einmal», zitiert die Lokalzeitung den Richter.

21.7 Richter Seidling wolle aufgrund der Tatsache, «dass ein solcher Befangenheitsantrag vielleicht beim Prozess neuerlich gestellt wird, dazu aus formalen Gründen nichts sagen», heisst es in der deutschen Zeitung weiter. Es könnte ihm sonst so ausgelegt werden, als müsse er sich verteidigen. «Das sieht doch so aus, als würde ich nun nach dem Motto ‘getroffener Hund bellt’ handeln – eine Sache, die ich nicht möchte», so Seidling.

«Wenn ein Zweifel an Richter Seidling bezüglich seiner Befangenheit bestanden hätte», wird Zöbeley zitiert, «dann wäre dies in einem förmlichen Verfahren vor der Kammer zur Sprache gekommen». Bei Richter Seidling habe zu keiner Zeit ein Zweifel an der Neutralität und Objektivität (20min online)

21 .7. Wir sehen den Gefängnishof der Justizvollzugsanstalt Mannheim. Es ist Mittag, 30 Grad, die Sonne scheint. Einige Häftlinge schlendern umher, andere sitzen auf dem Rasen. Unter ihnen auch ein Mann mit braunen Haaren und nacktem Oberkörper…( Die Bildzeitung setzt ihrer Schmuddelkampagne gegen Jörg Kachelmann die Krone auf)

26.7 Am 21. März hatte sich die Frau aus dem Internet ein Merkblatt für Vergewaltigungsopfer heruntergeladen“

Die Verletzungen lassen sich nicht nur mit den Angaben des mutmasslichen Opfers in einklag bringen, sondern auch mit weiteren Erkenntnissen der Fahnder – nämlich „dem objektiven Spurenbild“ des Tatorts. So schreibt Marco Wiesniewski unter dem Titel „Wir werden uns hassen“  in einen tendenziösen Artikel . Und schliesst:

Ja ich bin ein Wüstling alles, was man sich auf diesem Gebiet vorstellen kann, habe ich mir vorgestellt, aber ich habe durchaus nicht alles getan, was ich mir vorgestellt habe, das würde ich auch nie tun. Ich bin ein Wüstling, aber ich bin weder ein Verbrecher noch ein Mörder. So verteidigte sich einst Marquis de Sade. Ein unangenehmer Typ , aber völlig harmlos. Und Kachelmann? (Focus30/2010)

30.7«Promis müssen brav sein» Klaus Heer warnt denn auch vor der gängigen Meinung, es handle sich um Sex-Psychopathen. «Man ist nicht sexsüchtig, bloss weil man viel Sex mit vielen Frauen hat, sondern wenn man selbst unter seiner zwanghaften Hypersexualität leidet. Man kann kaum die Nummer 1 im Golf und gleichzeitig sexsüchtig sein. Sexsüchtig zu sein, ist so etwas wie eine quälende Vollbeschäftigung.» Häufig würden jedoch Frauen ihren Männern «Sexsucht» vorwerfen, als Kampfmittel oder aus Verzweiflung.

Also alles ganz normal? Gemäss der Meinung der Experten schon. «Wenn man sich nicht so verhält, wie es sich die Sittenwächter vorstellen, heisst das noch lange nicht, dass man seine Sexualität nicht im Griff hat», findet Klaus Heer. Ausserdem seien Geld, Macht und Ansehen wohl die Hauptanziehungspunkte bei prominenten Männern. Erfolgreiche oder mächtige Frauen hingegen hätten es bei Männern eher schwer. (Bernerzeitung.ch/Newsnetz)

28.7 Der Richter Michael Seidling begeht der Schwetzinger Zeitung zufolge bei seiner Rechtfertigung den für einen Juristen fast unverzeihlichen Fehler, als er sagt: „Das alles ist schlicht nicht wahr, ich habe weder Kontakt zum Vater noch zum Opfer gehabt . Im Gegenteil, ich kenne die Leute nicht einmal.“ Das fehlende Wörtchen „mutmaßlich“ hat den Kommentar eines Strafrechtlers in der Schweizer Sonntagszeitung heraufbeschworen. Henning Ernst Müller aus Regensburg schreibt: „Sollte er tatsächlich von ,Opfer’ statt von ,mutmaßlichem Opfer’ gesprochen haben, wäre das ein ernsthafter Anlass zur Besorgnis der Befangenheit.“ Denn ob es sich bei Simone um ein Opfer handle oder nicht, sei ja gerade die Frage, die erst im Prozess geklärt werden soll. (Berliner Zeitung)

27.9. Von „manipulativem Aussageverhalten spricht etwa Beate Daber, eine Düsseldorfer Spezialistin für Psychologische Forensik. Sie hat den Verdacht, dass Silvia May Affekte wie Weinen und Pausenmachen „strategisch einsetze. Dass bei ihr auch „Täuschungsbereitschaft und Täuschungskompetenz vorhanden sei.

Prof. Greuel: Es gebe Details, die unwahrscheinlich bis unmöglich seien: So habe Kachelmann ihr keinesfalls die ganze Zeit ein Messer an den Hals halten können, während er ihr gleichzeitig den Mund zugehalten, Strickkleid und Höschen ausgezogen, einen Tampon entfernt und die eigene Hose ausgezogen habe. ( Stern31/2010 Mit aller Macht)

29.7. Dr. Reinhard Birkenstock: «Gott sei Dank, es gibt noch Richter.» „Mit dem Beschluss ist die Unschuldsvermutung wieder auferstanden in diesem Verfahren. Und die Rechtsstaatlichkeit ist zurückgekehrt“

Der dritte Strafsenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe hat mit Beschluss vom heutigen Tage der Haftbeschwerde des vor dem Landgericht Mannheim angeklagten Meteorologen Jörg Kachelmann stattgegeben und seine umgehende Freilassung aus der Justizvollzugsanstalt Mannheim angeordnet.

Jörg Kachelmann wurde aufgrund Haftbefehls des Amtsgerichts Mannheim vom 25.02.2010 wegen des Vorwurfs, die Nebenklägerin in der Nacht vom 08. auf den 09.02.2010 unter Einsatz eines Messers vergewaltigt und sich deshalb der besonders schweren Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig gemacht zu haben, am 20.03.2010 festgenommen und befand sich danach bis heute ununterbrochen in Untersuchungshaft.

Nachdem die Staatsanwaltschaft Mannheim am 17.05.2010 Anklage zum Landgericht Mannheim erhoben hatte, wies die dort zuständige Strafkammer am 01.07.2010 einen Antrag des Angeschuldigten auf Aufhebung des Haftbefehls zurück und ordnete die Haftfortdauer an. Der noch am selben Tag über seinen Verteidiger erhobenen Haftbeschwerde des Angeschuldigten half das Landgericht am 02.07.2010 nicht ab und legte die Akten dem Oberlandesgericht Karlsruhe zur Entscheidung über das Rechtsmittel vor. Dieses hat Erfolg.

Vor dem Hintergrund der am 09.07.2010 erfolgten Eröffnung des Hauptverfahrens und der Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung durch die zuständige Strafkammer des Landgerichts Mannheim hat der 3. Strafsenat im Rahmen der Beschwerdeentscheidung zunächst auf den Unterschied zwischen dem nach § 203 StPO für die Eröffnung des Hauptverfahrens genügenden hinreichenden Tatverdacht, der auch die besseren Aufklärungsmöglichkeiten in der Hauptverhandlung in Rechnung zu stellen habe, und dem für die Untersuchungshaft nach § 112 Absatz 1 Satz 1 StPO erforderlichen dringenden Tatverdacht hingewiesen, der einen stärkeren Verdachtsgrad erfordere.

Der 3. Strafsenat hat sodann ausgeführt, dass jedenfalls im derzeitigen Stadium des Verfahrens kein dringender Tatverdacht mehr bestehe. Zur Begründung hat der Senat insbesondere darauf hingewiesen, dass im Hinblick auf den den Tatvorwurf bestreitenden Angeklagten und die Nebenklägerin als einzige Belastungszeugin die Fallkonstellation der „Aussage gegen Aussage“ vorliege. Die Nebenklägerin, bei der Bestrafungs- und Falschbelastungsmotive nicht ausgeschlossen werden könnten, habe zudem bei der Anzeigeerstattung und im weiteren Verlauf des Ermittlungsverfahrens zu Teilen der verfahrensgegenständlichen Vorgeschichte und des für die Beurteilung des Kerngeschehens (dem Vergewaltigungsvorwurf) bedeutsamen Randgeschehens zunächst unzutreffende Angaben gemacht. Hinsichtlich der Verletzungen der Nebenklägerin könne derzeit aufgrund der bisher durchgeführten Untersuchungen und Begutachtungen neben einer Fremdbeibringung auch eine Selbstbeibringung nicht ausgeschlossen werden.

Im Hinblick auf den aktuell nicht mehr bestehenden dringenden Tatverdacht könne ferner – so der 3. Strafsenat – dahinstehen, ob in der Person des Angeklagten derzeit noch der Haftgrund der Fluchtgefahr (§ 112 Abs. 2 Nr. 2 StPO) gegeben sei.

Aufgrund der zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr bestehenden gesetzlichen Voraussetzungen für die Untersuchungshaft hat der 3. Strafsenat im Ergebnis die Haftfortdauerentscheidung des Landgerichts Mannheim vom 01.07.2010 sowie den ihr zugrunde liegenden Haftbefehl des Amtsgerichts Mannheim vom 25.02.2010 aufgehoben und die Freilassung des Angeklagten angeordnet.”

Oberlandesgericht Karlsruhe, Beschluss vom 29. Juli 2010 (3 Ws 225/10)”

29.7.Jörg Kachelmann sass 132 Tage in Untersuchungshaft. Jetzt spricht sein Anwalt Reinhard Birkenstock erstmals – und Kachelmann geniesst die frische Luft in Freiheit.(Blick)

29.7. Die Entscheidung des Oberlandesgerichts sagt aber noch nichts über Schuld oder Unschuld des Moderators aus. Darüber muss das Landgericht Mannheim entscheiden. Schon jetzt droht das Verfahren zu einem Duell der Gutachter zu werden. (Spiegel)

29.7 Die ARD lässt ihren Wetterexperten Jörg Kachelmann nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis noch nicht vor die Kamera. „Wir warten das schwebende Verfahren ab“, sagte ein Sprecher der ARD- Programmdirektion in München. „Durch die Aufhebung des Haftbefehls ist für uns keine neue Ausgangslage entstanden.“(Welt)

29.7. „Ich bin nicht dazu da, Vorwürfe zu machen. Ich bin Strafverteidiger, mein Beruf ist es, ungerecht einsitzende Gefangene aus der Untersuchungshaft zu holen und das ist uns heute Gott sei Dank gelungen“, sagte Birkenstock (manager-magazin)

29.7. Kachelmann ist jetzt ein freier Mann und kann sich ohne Auflagen bewegen. Da er in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, ist zu vermuten, dass er in seine Heimat Schweiz fahren wird. Kehrt er zum Prozess nicht zurück, wird ihn die Schweiz nicht an Deutschland ausliefern. In der Bundesverfassung sei der Grundsatz verankert, eigene Staatsangehörige nicht auszuliefern, sagte ein Sprecher des Schweizer Bundesamts für Justiz.(Mitteldeutsche Zeitung)

29.7. Die OLG-Entscheidung ist zweifellos ein wichtiger Etappensieg für Kachelmann. Das Gericht hat die Freilassung des Schweizers angeordnet, weil es „keinen dringenden Tatverdacht sieht“ – was einer Ohrfeige für die Staatsanwaltschaft gleichkommt.(RP-online)

29.7. Allerdings dürfte eine Debatte um eine Vorverurteilung des Moderators entflammen. Obwohl bis zum Schuldspruch die Unschuldsvermutung gilt, bedeutet die Inhaftierung eines Prominenten oft, dass der Ruf ruiniert ist – egal, wie der Prozess später ausgeht.( RTL)

29.7. Jörg Kachelmann aus U-Haft entlassen. Der TV-Wettermoderator kommt nach fast vier Monaten frei – Prozessbeginn 6. September (derStandard.at)

29.7. Das liegt schon am Tatvorwurf. Wer weiß schon, was sich hinter Schlafzimmerwänden abspielt? Von Kachelmann sind mittlerweile mehr Dinge bekannt, als die Öffentlichkeit zu interessieren hat. Das Harmloseste davon ist noch, dass er kein treuer Gefährte ist, sondern eher ein Luftikus und notorischer Herzensbrecher. Ist es nicht denkbar, dass eine Enttäuschte, Betrogene, Verlassene ihm heimzahlen will, was er ihr angetan hat?

(…) Für das zu erwartende Strafverfahren lässt das nichts Gutes erwarten, könnte man meinen. Doch in Prozessen, das lehrt die Erfahrung, ist alles möglich. Manchmal sogar ein überfälliges Wunder. ( Gisela Friedrichsen : Wehe, Sie sind prominent!)

30.7. Bildreporter jagen Jörg Kachelmann: Nach der Freilassung und einem gezwungenen Lächeln für die Presse verschwindet Kachelmann im schwarzen Range Rover seines Anwalts Reinhard Birkenstock. Mit dabei ist auch dessen Ehefrau. Das Trio fährt zügig richtig Koblenz, wie Bild.de berichtet. Bei der Raststätte Wonnengau ein kurzer Stopp: Birkenstocks Frau holt Zigaretten und Chips. (Bild)

30.7. Am Abend soll der Wettermoderator dann mit rund 25 Freunden im italienischen Restaurant „Teatro“ in Köln gefeiert haben. Laut Bild mietete Kachelmann einen abgetrennten Raum des Lokals und ließ die Fenster mit Tischdecken zuhängen. dpa

30.7. Für die Anklägerin, Kachelmanns Ex-Freundin Sabine W., 37, eine schlimme Wendung, wie ihr Anwalt mitteilte: «Meine Mandantin und ich sind bestürzt über die Aufhebung des Haftbefehls, obwohl die Beiweislage gegen Kachelmann eindeutig ist. Meine Mandatin ist emotional sehr aufgewühlt. (Bild)

30.7. Widersprüche, die Kachelmann entlasten : Petra erklärte später, sie habe erst falsch ausgesagt, weil ihr die Wahrheit niemand geglaubt hätte. Sie sei sich dumm vorgekommen, dass sie wegen der Untreue Kachelmanns so lange nichts unternommen habe.» (Blick)

30.7. Erstes Interview von Jörg Kachelmann: Dieser Albtraum ist noch nicht vorbei», wie er heute in seinem ersten TV-Interview sagt.
In einem schlichten blauen Hemd stellt er sich den Kameras. Er scheint der Welt zeigen zu wollen, dass er nichts zu verbergen hat. «Das ist das Furchtbarste, was mir im Leben passiert ist. Unschuldig im Gefängnis zu sitzen und sich nur langsam mit Hilfe eines hervorragenden Anwalts wehren zu können, und nie zu wissen, wann die Unschuld auch von den anderen erkannt wird.»
Nur der Austausch mit seinen Mitgefangenen habe die Haft einigermassen erträglich gemacht. «Da drinnen wird man schnell zu Kumpels», sagt Kachelmann. «Dieser Austausch fehlt mir bereits.» Vor allem in René, einem der anderen Häftlinge, habe er einen Freund gefunden. (Blick)

30.7. „Wenn ich er wäre, würde ich nach Kanada gehen“ Werner will demnach den Namen Kachelmanns künftig aus dem Unternehmen heraushalten, um weiteren Schaden vom Image abzuwenden. Dazu gesellen sich Berichte unter der Überschrift: „Verlässt der Moderator Europa?“ Demnach habe ihm ein „langjähriger Geschäftspartner“ empfohlen: „Wenn ich er wäre, würde ich nach Kanada gehen.“ Tatsächlich heißt es im Umfeld des einstigen Star-Meteorologen unverhohlen: Als Wetter-Anchorman vor der Kamera sei er „auf absehbare Zeit unbrauchbar“. (FAZ.net)

30.7. RTL-Magazine berichteten am meisten über Fall Kachelmann –  Der Fall des ARD-Wettermoderators Jörg Kachelmann hat für viele Fernseh-Berichte in Magazinen gesorgt – die meisten liefen bei RTL.

Insgesamt 127 Meldungen, Berichte und Liveschaltungen gab es zu dem Thema in deutschen TV-Magazinen zwischen der Erhebung des Vergewaltigungsvorwurfs im rtl_logo_transparentMärz bis zur Freilassung aus der Untersuchungshaft am Donnerstag. Das hat die Zählung einer Münchner Beratungsfirma ergeben, die den Inhalt von 21 TV-Magazinen auswertet.

69 der 127 Berichte – also mehr als die Hälfte – stammten aus RTL- Redaktionen, vor allem von „Punkt 12″ (37) und „Exclusiv ­ Das Starmagazin“ (31). Dies teilte Contrend mit, wie die tagesaktuelle Erhebung der Magazin-Inhalte heißt, das die Münchner Beratungsfirma GGmedia anfertigt.

Geschulte „Codierer“ erfassen dort die Inhalte von 21 täglichen oder wöchentlichen TV-Magazinen. ProSieben („taff“) mit fünf Berichten und Sat.1 („Das Sat.1- Magazin“) mit vier Berichten hielten sich im Gegensatz zu RTL beim Thema Kachelmann zurück.

Das ZDF, das bei „Leute heute“ am 22. März die Verhaftung als erster Sender aufgriff, kommt laut Contrend auf insgesamt 26 Berichte, während die ARD dem Fall ihres bisherigen Wettermoderators im Magazin „Brisant“ insgesamt 22 widmete. Laut Contrend ist Kachelmann „eindeutig ein Thema der Fernseh- Daytime“, also des Programms tagsüber. Lediglich zweimal sei das Thema in einem Primetime-Magazin am Abend erwähnt worden.

Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann

Datum: 30.07.2010

Kurzbeschreibung:

Hauptverhandlung beginnt wie angekündigt

Die Kammer hat mitgeteilt, dass sie an ihrer bisherigen Planung festhalten und wie vorgesehen die Hauptverhandlung gegen Herrn Kachelmann am 6. September 2010 beginnen und an den bereits bekannt gegebenen Folgeterminen fortsetzen wolle (vgl. die Pressemitteilung vom 09. Juli 2010). Trotz der Aufhebung des Haftbefehls sieht die Kammer das Verfahren im Hinblick auf den schwerwiegenden Tatvorwurf weiterhin als eilbedürftig an.
Ich darf Sie darauf hinweisen, dass ich mich bis einschließlich 17.08.2010 in Urlaub befinde. Frau Richterin am Landgericht Völker befindet sich in der Zeit vom 02. bis 06.08.2010 in Urlaub und ist ab 09.08.2010 wieder erreichbar.
Da Frau Völker und ich die Pressearbeit im Fall Kachelmann übernommen haben und intensiv mit der Vorbereitung befasst sind, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie organisatorische Anfragen bis zur Urlaubsrückkehr von Frau Völker zurückstellen könnten.
Dr. Hirsch
Richter (stellvertretender Pressereferent)

30.7. Kachelmann auf freiem Fuss – Blick zurück und nach vorn – Auch in der Schweiz gibt es gelegentlich überlange Untersuchungshaft, vor allem im Wirtschaftskriminalitätsbereich. Aber in der Regel sind hierzulande drei Bedingungen für Haft zu erfüllen: Dringender Tatverdacht und ernsthafte Befürchtung (a) einer Fluchtgefahr, (b) einer Verfälschung von Beweismitteln und (c) weiterer Vergehen – so die neue Eidgenössische Strafprozessordnung. Im deutschen Strafprozessrecht reicht offenbar der dringende Tatverdacht – und mitgespielt hat gewiss der Verdacht, die Schweiz würde ihren Bürger Kachelmann nach seiner Heimkehr nicht ausliefern. Das sagte jedenfalls der Sprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim. Jetzt hat das offenbar keine Rolle mehr gespielt.

Jedem Beobachter des «Verfahrens gegen Kachelmann» waren schon lange Fragezeichen aufgestiegen. Im Juni hatten «Der Spiegel» und «Die Zeit» umfangreiche Dossiers veröffentlicht. Sie weckten massive Zweifel am Tatverdacht der Vergewaltigung einer Freundin Kachelmanns. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mannheim hatte die Bremer Psychologieprofessorin Luise Greuel gefolgert, dass die Angaben der Opferzeugin nicht einmal den qualitativen Anforderungen einer tragfähigen Aussage genügen würden. Höchstwahrscheinlich habe die Anzeigestellerin die behaupteten Vergewaltigungshandlungen nicht erlebt.

Am weitesten ging der «Blick am Abend». Er hatte sogar einen erotischen E-Mail-Verkehr «enthüllt» (gekauft?), den «der Schleimer» Kachelmann mit einem Schlagersternchen ausgetauscht haben soll. Kachelmanns Anwalt verlangte eine Abstandserklärung, laut der das Haus Ringier und andere Verlage offenbar auf Wiederholung verzichten wollten. Genützt hat’s nichts. Es wurde laufend Neues nachgeschoben. Wenn immer die grauslige «Bunte» einen neuen Knochen vorlegte, zitierten auch renommierte Portale wie «tagesanzeiger.ch» das Behauptete.

Der Schweizer Journalistenkodex schreibt in Richtlinie 7.2. treuherzig:

«Journalisten wägen die beteiligten Interessen (der Öffentlichkeit und der Privatsphäre) sorgfältig ab. Namensnennung ist zulässig, sofern eine Person in der Öffentlichkeit allgemein bekannt ist und der Medienbericht damit im Zusammenhang steht.»

Kachelmann ist bekannt als Wetterfrosch und eher glückloser Unterhaltungsmoderator (in Deutschland). Das steht in keinem Zusammenhang mit der bereits arg löchrigen Vergewaltigungsbehauptung.

Selbst wenn Kachelmann – im Zweifel für den Angeklagten – freigesprochen werden sollte, wäre sein Ruf dahin. In der Öffentlichkeit stünde er dank den Medien weiterhin als Sexmonster, als Ritter Blaubart da. Eben: Protokoll eines beispiellosen Journalismus des Verdachts. Mit vernichtenden Wirkungen.

(Der Jurist Peter Studer war Chefredaktor des «Tages-Anzeigers» und des Schweizer Fernsehens, bevor er von 2001 bis 2007 den Schweizer Presserat präsidierte. Als Chefredaktor hatte er Jörg Kachelmann Anfang der 90er Jahre die Wettermoderation am Schweizer Fernsehen übertragen. http://www.medienspiegel.ch/archives/002675.html)

30.7. Währenddessen übte der Präsident des Verbandes deutscher Strafrechtsanwälte, Jürgen Möthrath, scharfe Kritik am Verhalten der Justiz im Fall Kachelmann.

Es gebe einen regelrechten Malus für Prominente, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. „Es ist wahrscheinlich ein bisschen schön, wenn man einen Prominenten vorführen kann.“ Das Privatleben des Wettermoderators sei in einer Weise an die Öffentlichkeit gezerrt worden, wie es bei normalen Sexualstraftätern nie der Fall gewesen wäre.

„Jeder, der in der Öffentlichkeit steht, der Erfolg hat, wird schnell mit Namen genannt und nicht nur mit dem Kürzel.“ Unter der Hand würden Informationen an die Presse weitergeben, sagte der Strafverteidiger und erinnerte an den Fall des früheren Postchefs Klaus Zumwinkel „Diese Form, an die Medien zu gehen, ist aus meiner Sicht unmoralisch“, sagte Möthrath. Mit dem Mittel der Vorverurteilung werde ein gewisser öffentlicher Druck aufgebaut, was die Arbeit eines Strafverteidigers belaste. ( http://www.gmx.net/themen/nachrichten/panorama/806hip4-kachelmann-erholt-aus-dem-knast#.A1000146)

31.7. FOCUS und BUNTE donnern nach der Haftentlassung: Neue Ermittlungsverfahren gegen Jörg Kachelmann eingeleitet.

Gegen den Fernsehmoderator Jörg Kachelmann läuft ein weiteres Ermittlungsverfahren. Kachelmanns Anwalt Reinhard Birkenstock bestätigte einen Bericht des Münchner Magazins „Focus“, nach dem die Staatsanwaltschaft Mannheim wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Kachelmann soll laut „Focus“ schon vor Jahren eine Frau in ihrer Wohnung geschlagen haben.

Kachelmanns Anwalt erklärte: „Der Ersatzvorwurf aus dem Jahr 2000 wird von uns nicht kommentiert.“ Der Fall habe auch dem Oberlandesgericht Karlsruhe vorgelegen, als dieses am Donnerstag den Haftbefehl gegen Kachelmann aufhob.

31.7. Draußen aber, und das wird dem U-Häftling Kachelmann vielleicht nur undeutlich zu Bewusstsein gekommen sein, wartet eine andere Welt auf ihn. Unabhängig vom Ausgang seines Prozesses ist er nun mit einer Öffentlichkeit konfrontiert, die alle Aspekte seines Privat- und Sexuallebens zu kennen meint, und die in ihm nun nicht den freundlichen Wettermann, sondern den Liebessüchtigen sieht, den Treulosen mit der Vorliebe für ausgefallene Sexspiele.

Auch ein Freispruch wird die verlorene Ehre des Jörg Kachelmann nur bedingt wieder herstellen. Man frage den früheren TV-Moderator und „Mr. Charming“ Andreas Türck, der 2005 von der Anklage der Vergewaltigung freigesprochen wurde, aber dennoch seinen Job verlor.

Einige Bildungsbürger waren schnell mit einer Verurteilung der Boulevardzeitungen bei der Hand; aber die Tratschsucht in Sachen gefallene Promis geht weit über die Leserschaft der großen Boulevardblätter hinaus. Problematischer als der vermeintlich problematische Boulevard – wer durch ihn lebt, wird auch durch ihn sterben: das Gesetz ist bekannt und unerbittlich – erscheint die Bereitschaft der Staatsanwaltschaft, nicht nur in diesem Fall, die Medien mit Details anzufüttern, um eine Vorverurteilung zu erreichen. Dieses Unrecht ist nicht wiedergutzumachen. (welt.de)

August 2010

1.8. Am aggressivsten agierte im Fall Kachelmann die Zeit-Journalistin Sabine Rückert, die ein Dossier über den Fall veröffentlichte. Rückert ist allerdings eine der sachkundigsten Reporterinnen. Nach der Veröffentlichung wurde eine E-Mail bekannt, die Rückert im Mai dem Kachelmann-Verteidiger geschickt hatte: „Wir können nur zusammenkommen, wenn Ihre Verteidigung in einem angedeuteten Sinne professionalisiert wird, dazu sollten Sie sich überlegen, einen Kollegen einzubinden, der Verfahren dieser Art auch gewachsen ist“, schrieb die Journalistin, die dem Anwalt vorwarf, „auf leisen Sohlen“ zu verteidigen. (So verurteilt Hans Leyendecker in der SZ)

1.8. Anne Will fühlt sich berufen, jetzt auch eine Kachelmann –Sendung zu machen um das Sommerloch zu stopfen: Eigentlich hatte die ARD den Aufbau dieser Talkrunde am Sonntagabend dem 01. August 2010 anders und allgemeiner fassend geplant. Anne Will hatte gleich zu Beginn ihrer Sendung klargestellt: „Die Frage, ob Jörg Kachelmann schuldig oder unschuldig ist, wird der Prozess klären, nicht wir. Das haben wir auch gar nicht vor.“

Trotz des vorgegebenen und allgemein gefassten Themas kamen die Gäste immer wieder auf die Frage zurück, ob nun der Meteorologe Jörg Kachelmann schuldig sei oder nicht. Auch Anne Will schaffte den ihr von der ARD vorgegebenen Spagat nicht wirklich souverän. (Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen)

1.8. Alice Schwarzer mischt im Fall Kachelmann vorverurteilend ein!

Alice Schwarzer erklärte bei „Anne Will“: „Wenn das alles stimmt, was die Medien schreiben, dass er fünf bis sechs Frauen die Ehe versprochen hat, jeder erzählt hat, er möchte mit ihr ein Kind und so weiter, dann handelt es sich um einen ziemlich gestörten Menschen, der unter anderem dringend in Therapie gehört“.

1.8. Patricia Rieckel schreibt Jörg Kachelmann seine zukünftige Lebensplanung vor und bleibt natürlich bei den Vorverurteilungen:

Ihr scheint unzweifelhaft, dass er Frauen und ihre Gefühle tief verletzt hat. Selbst nach einem Freispruch werde er der Mann bleiben, der Frauen betrogen und belogen hat. Das mag ungerecht sein, aber sein Image als fröhlicher Wettermann ist zerstört (Anmerkungen: Hauptsache durch die hochbezahlten, unbewiesenen Aussagen der EXEN in der Bunten) .Rieckels Rat:  Kachelmann müsse sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen und für längere Zeit im karikativen Bereich arbeiten. Für andere da sein und nicht nur für sich und seine eigenen Bedürfnisse! (Blick)

1.8. Ein alter Mann ( spricht vom zauseligen Moderator und sieht selber nicht gerade appetitlich aus)  reiht sich in die Riege der Vorverurteiler ein:

Nun kommt heraus – und daran ist Kachelmanns Anwalt Birkenstock maßgeblich nicht unschuldig, weil er alles aus Gutachten herausposaunen lässt, was das vermeintliche Opfer Kachelmanns in Misskredit setzt -, dass Kachelmann seine Gespielin, die, psychisch schwach, sich nur anfangs wehrte, mit Peitschen- und Folterspielen wund geschlagen hat und sich, zwecks sexueller Erregung, diese Bilder von Striemen und Verletzungen in ihrem Computer mit Zeichen wohlwollender Erregung angeschaut hat: ein sadistischer Voyeur sozusagen. Auch andere Opfer seines aggressiven Wohlgefallens wurden zitiert. Und es wird – mit Recht – gesagt, das alles sei nicht strafbar. Es ist nur peinlich, und noch peinlicher und perverser ist, dass ein Wettermoderator denkt, er könne je wieder mit verschmitztem Lausbubenlächeln das Wetter ansagen wie bisher.

Ob er nun verurteilt wird oder nicht – es bleibt von Kachelmann das elende Bild eines Gewalttäters, der mit Zustimmung ichschwacher Frauen sein übersteigertes Ego auslebte, das ihm nach seinen wolkigen Fernsehprognosen in den Kopf und sonst wohin gestiegen war. Die Werbung entlarvt ihn rückblickend als verlogenen Tartuffe. ( Karasek Berliner Morgenpost)

2.8. Das Mannheimer Gefängnis hat die Kritik von Fernsehmoderator Jörg Kachelmann an den hygienischen Verhältnissen in der Justizvollzugsanstalt zurückgewiesen. „Das ist weit überzeichnet“, sagte der Sprecher der JVA, Bernhard Feuerstein. Zwar gebe es generell ein Problem mit Ungeziefer in den Gefängnissen, aber insgesamt werde viel Wert auf Sauberkeit gelegt. „Die Gänge werden mehrmals täglich gereinigt“, sagte Feuerstein, der auch stellvertretender Leiter des Gefängnisses ist. Für die Sauberkeit in den Hafträumen seien die Gefangenen selbst verantwortlich: „Wie der Einzelne da für Reinlichkeit sorgt, ist unterschiedlich.“ (Bild)

2.8. Kaum hatte das Oberlandesgericht Karlsruhe seine sofortige Freilassung angeordnet, schoben ihn sein Anwalt und dessen Ehefrau auf den Rücksitz ihres Geländewagens. Der Anwalt gab Gas, und eine Meute aus Reportern, Kameraleuten und Fotografen jagte hinterher. Sie rasten über die Autobahn, hielten an einer Raststätte, hetzten weiter, wie auf der Flucht. Zwischendurch wechselten sie die Autos.

In Köln stieg Kachelmann über eine Mauer, um den Verfolgern zu entkommen. Abends schlich er mit seinem Verteidiger Reinhard Birkenstock in das Hinterzimmer eines Restaurants, bestellte Scampi, und als draußen wieder Kameraleute auftauchten, löschten sie das Licht, um nicht gesehen zu werden. Zwei Stunden saßen sie im Dunkeln. Michael Seidling steht es frei, wie er sein Verfahren führt und wie er die Aussagen und Beweise würdigt. (Spiegel31/2010 Auf der Flucht)

2.8. Und natürlich wieder der Focus:   Tausende Ermittlungsseiten protokollieren die Spurensuche im Kriminalfall des Jahres. FOCUS dokumentiert exklusiv die wichtigsten Indizien, Aussagen und Gutachten,

Wer die Tausenden Seiten durchforstet, in denen die Fahnder den Fall Kachelmann dokumentieren, der dürfte aber auch erkennen: Mit ihrer Einschätzung, es stehe eben „Aussage gegen Aussage“, haben die OLG-Richter das Ermittlungsergebnis (gelinde gesagt) ziemlich verkürzt dargestellt. Mehrere Gutachter – Psychiater, Psychologen und Gerichtsmediziner (siehe Seite 26) – haben in dicken Expertisen zu klären versucht, ob Sabine W. glaubwürdig ist oder ob sie sich ihre Verletzungen womöglich selbst zufügte.

Die Polizei musste Spuren am angeblichen Tatort deuten – und sie musste eine große Menge digitaler Indizien sichern: den E-Mail- und Chat-Verkehr Kachelmanns mit seinen diversen Partnerinnen – und, besonders wichtig: die Spuren, die das angebliche Vergewaltigungsopfer in der virtuellen Welt hinterließ. Mit wem hatte sie Kontakt? Welche Online-Seiten suchte sie auf? Welche Identitäten benutzte sie auf ihren Internet-Streifzügen?

Am 26. März beschlagnahmte die Polizei den Laptop von Sabine W. – und entdeckte in der Datei „warum.doc“ ein Tagebuch, das die 37-jährige Radiomoderatorin wenige Tage nach der angeblichen Vergewaltigung begonnen hatte. Der Text (siehe Seite 30) zählt nun zu den zentralen Beweisstücken des Falles. (Wie kam der Focus zu den Tausenden Ermittlungsseiten: Die Akte Kachelmann 31/2010)

2.08. Er ist doch nicht tot. Schade . . .Titel des Focus 31/2010

2.08.  Kachelmann glotzt mich an – Es geht im Folgenden nicht um Wissenschaft, nur um ein ärgerliches Unbehagen.
Wenn einer als Fernsehmensch bekannt ist, viel Sex hat (egal welcher Art) und mit der Justiz Probleme bekommt, ist ihm das große Geld hierzulande sicher. Seit dem Wochenende glotzt mich Kachelmann von vielen Blättern an, und selbst die Talkrunde der ARD, die jeden Nobelpreis an sich vorbeirauschen lässt – da gibt es kaum Sex und wenig Verbrechen -, hat nichts anderes zu tun, als eine ganze Stunde jemandem zu widmen, der gerade einmal das Wetter vorhersagen kann und viele Frauen kennt. Wir werden sicher bald das Buch zum Knast bekommen und es auf die Bestsellerlisten bringen. Jeder Promi wird es gelesen haben und sich im TV dazu mit sorgenvoller Mine äußern.
Ich halte das für ein Armutszeugnis – nicht für die Medien, sondern für das Publikum. Es will mit diesem Geschwätz bedient werden und fühlt sich dabei gut. Bleibt die Frage: Wie sollen wir ihm Wissenschaft vermitteln? Gegenfrage:Will sie überhaupt etwas wissen – außer, welche Frauen Kachelmann ….( www.scienceblogs.de)

2.8. Alice Schwarzer stellt auf Ihrer Internetseite Jörg Kachelmann bloss und veröffentlicht eine private E-Mail an sie. Ihrer vorverurteilenden Antwort:

Nun, entweder der Vorwurf stimmt nicht – oder Sie verteidigen sich auf Kosten des Opfers. Und wie. Vielleicht geht Ihnen aufgrund Ihrer Sexualpraktiken aber auch alles durcheinander. Vielleicht wissen Sie gar nicht, dass das kein Spielchen ist, wenn eine Frau im Ernstfall Nein sagt, sondern Ernst. Und übrigens: Auch nette Männer vergewaltigen manchmal, Kollege Kachelmann. Leider.» (Basler Zeitung)

2.8. Die Süddeutsche beteiligt sich zynisch an der Kachelmannvorverurteilung und titelt Jekyll and Hyde

Mit der derzeit handelsüblichen Kachelmannn-Metaphorik könnte man sagen: Es ist Medienkrieg. Der Krieg geht dort weiter, und er selbst kämpft an vorderster Front. Aber wenigstens hat ihm die 80-jährige Mutter beim Gefängnisbesuch ihren Beistand ausgesprochen. Das war für ich wichtig, und der Mann, der in den Krieg der Gazetten zieht, hat auch dafür den richtigen Lagebericht: „Die Heimatfront stand.“

2.8. Kachelmann: Es regnet, es regnet, die Firma wird nass : In den kommenden Wochen soll eine Entscheidung getroffen werden, die das operative Geschäft von der Person Kachelmann trennt. Das könnte bedeuten, dass Kachelmann nicht wieder als Verwaltungsrat gewählt wird. Er hält zwar 49 Prozent der Aktien, besitzt aber damit keine absolute Mehrheit der Firmenanteile. Er wäre dann nur noch Gesellschafter. Als Kachelmann erst wenige Wochen inhaftiert war, sagte Verwaltungsrat Werner in einem Interview, die Rolle Kachelmanns für die Firma werde überschätzt.

Kachelmann von geringer Bedeutung:  Meteomedia hat allerdings viele Abnehmer, die nicht im Mediengeschäft tätig sind, zum Beispiel Sparkassen und Versicherungen. Für sie ist die Personalie Kachelmann von geringer Bedeutung. Sie kaufen Unwetterwarnungen für einen Warnservice aufs mobile Telefon. Beeinflusst Kachelmanns Geschichte die Kooperation mit Meteomedia? Nein, heißt es aus diesen Kreisen, Meteomedia sei ein zuverlässiger Dienstleister – mit oder ohne Kachelmann. Man käme dabei auch ohne Kachelmann zurecht, sagt die Firmensprecherin auf SZ-Anfrage(Süddeutsche.de)

2.8. - Der Fall Kachelmann ist ein Beispiel für die mediale Demontage eines Prominenten. Die Medien haben dabei längt ein „Nebengericht“ aufgemacht und ringen um Deutungshoheit. Die „Bild“-Zeitung hatte den Fall reißerisch ans Licht geholt, in der Folgeberichterstattung aber auch geschickt changiert. Mal machte sie mit belastenden, mal mit entlastenden Momenten auf. Respekt vor der Privatsphäre des Beschuldigten zeigte sie zu keinem Zeitpunkt. Jede Banalität aus dem Untersuchungsknast-Alltag meldete die mit Informanten stets gut ausgestattete „Bild“: wie groß Kachelmanns Zelle ist, was er zum Mittagessen bekommt, ob er nachmittags in der Sonne gelegen hat. Eine große Nachrichtenagentur fabulierte unter der platten Überschrift „Vom Hoch ins Tief“ über Kachelmanns „durchwachsenes Image“, zu dem auch sein „flaumartiges Gekräusel zwischen Nase und Kehlkopf“ beitrage. ( http://www.evangelisch.de/themen/medien/j%C3%B6rg-kachelmann-und-das-mediale-nebengericht21331)

2.8. Es gab schwierige Momente

TV-Moderator Jörg Kachelmann, 52, über den gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwurf, seinen Haft-Job als Hilfsreiniger und die Frage, wie man in der Zelle das Wetter voraussagt

SPIEGEL: Herr Kachelmann, Ihre Entlassung nach über vier Monaten Untersuchungshaft bedeutet keinen Freispruch. Vor dem anstehenden Prozess steht Aussage gegen Aussage. Was ist dran an dem Vergewaltigungsvorwurf gegen Sie?

Kachelmann: Ich habe keinen Fehler gemacht, jedenfalls keinen von irgendwelcher juristischer Relevanz. Ich bin der gesetzestreueste Musterbürger, den man sich vorstellen kann.

SPIEGEL: Dennoch hat der Vorwurf einer Ex-Freundin lange Zeit für einen Haftbefehl ausgereicht.

Kachelmann: Diese Beziehung lief länger, als ich es hätte zulassen sollen. Dadurch habe ich diese Frau in einer Weise gekränkt, die ich in der Nachschau nur im höchsten Maße bedauern kann. Ihre Tragik ist, dass ihr Leben durch den unberechtigten Vergewaltigungsvorwurf eine solche Wende genommen hat. Ich hoffe, dass es ihr gelingt, durch die Rücknahme des Vorwurfs Frieden mit sich selbst wiederherzustellen.

SPIEGEL: Aus Ihrer Sicht – war es Rache?

Kachelmann: Ich habe keine andere Erklärung. Ich habe nichts von alledem gemacht. Mir haben viele Menschen geschrieben, auch Mitgefangene aus anderen Justizvollzugsanstalten, dass Frauen in einer gekränkten Situation zu so etwas fähig sind. Und wie man an mir sieht, ist das wirklich eine sehr effiziente Möglichkeit, Rache zu nehmen.

SPIEGEL: In einem Gutachten geht es auch um den Vorwurf Ihrer Ex-Freundin, Sie seien ein Narziss.

Kachelmann: Ich habe das große Latinum, und da haben wir auch die Sage vom Narcissus gelesen. Der Jüngling hat sich in sein Spiegelbild verliebt, als er in einen Fluss geschaut hat. Das ist schon seltsam, so etwas auf mich anzuwenden. Die Hauptzuschriften, die ich in all meinen Fernsehjahren bekommen habe, lauteten in etwa so: „Sie sehen so scheiße aus, Sie sollten nicht im Fernsehen auftreten.“

SPIEGEL: Es gibt zurzeit in Deutschland wohl kaum jemanden, über dessen Charakter, Affären und Sexualvorlieben so viel diskutiert wird: Wie lebt es sich damit?

Kachelmann: Ich habe niemanden um die Veröffentlichungen gebeten. Ich habe vorher als viertklassiger TV-Promi niemanden mit meinem Privatleben belästigt, Homestorys gab es bei mir nie. (Weiterlesen: Spiegel 31/2010  http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-72462690.html)

3.8. Die Beobachter waren sich nach dem Entscheid des Oberlandesgerichtes Karlsruhe sicher: Jörg Kachelmann wird sich nach seiner Freilassung zurückziehen und bis zum Vergewaltigungsprozess im September schweigen. Prompt bestätigte er die Prophezeiung der Experten: Still trat er nach der Entlassung aus der U-Haft vor die Medien. Sein Anwalt gab ein kurzes Statement ab, dann düsten die beiden gemeinsam ab. Kaum jemand hätte zu diesem Zeitpunkt damit gerechnet, dass der Wettermoderator nur knapp 48 Stunden später bereits wieder vor die Medien treten würde. Doch er tat es – und das gleich doppelt. Erst bediente er mit einer Videobotschaft den deutschen Boulevard (siehe oben), anschliessend traf er sich mit dem «Spiegel» zu einem ausführlichen Interview.(20minonline)

3.8. Dann die Haftentlassung. Jetzt hätte Jörg Kachelmann den inzwischen aufgekommenen Rückenwind nutzen können. Stattdessen fängt er eine ungeschickte, sofort durchschaute PR-Schlacht an mit dem offensichtlichen Ziel, seine Reputation aufzupolieren. Er gibt vereinzelte Interviews, bevorzugt in jenen Medien, welche ihm wohlgesinnt waren. Und er versucht auch erfolglos, die kritischen Redaktionen auf seine Seite zu ziehen. Er gibt sich klassisch bescheiden, streut sich mitunter Asche aufs Haupt und spielt das rechtschaffene Unschuldslamm und kokettiert offensichtlich mit Mails an Redaktionen, etwa an Alice Schwarzer. Moralisch freilich gibt er sich taktierend selbstkritisch. Und er beginnt, selber Kritik auszuteilen. (http://binz-krisenblog.blogspot.com/2010/08/wie-wetterexperte-jorg-kachelmann-seine.html)

3.8. Schadenfreude ist da schon eher ein Motiv. Mancher empfindet es sicher als persönliche Genugtuung, wenn einer der „Großen“ tief fällt, möglichst noch am eigenen bescheidenen Sozialstatus vorbei. Solches Gefallen am Missgeschick anderer hat auch etwas mit Gruppengrenzen zu tun, haben Psychologen beobachtet. Schadenfreude empfinden wir nämlich da besonders stark, wo die Gräben zwischen Menschen auch vor dem auslösenden Ereignis tief waren. Durch Neid zum Beispiel. (Kopfwelten zum Fall Kachelmann: Stern.de)

3.8. Die Bildzeitung suggeriert ihren Lesern Mauschelei mit einer Richterin und dem Gutachter! Vor sechs Tagen feierte Jörg Kachelmann (52) beim Edel-Italiener „Teatro“ in Köln seine Freilassung. Es gab Weißwein, die Feier ging bis nachts halb drei …

Jetzt kommt heraus: An dem Abend war außer einer Richterin auch Gutachter Prof. Dr. Tilman Elliger dabei.

3.8. Der so auskunftsfreudige JVA-Leiter  in der Causa Kachelmann wird versetzt: Neuer Präsident des Landgerichts Mosbach ist Romeo Schüssler.(Nokzeit)

4.8. Nicht nur, dass sie den Knall nicht gehört hat, was Gleichberechtigung betrifft, sie versucht auch immer wieder durch absolute unpassende, aber hauptsächlich laute Kommentare zurück ins öffentliche Interesse zu rutschen. Nur weil das klappt, heißt das aber nicht, dass sie alles richtig macht. ( Kommentar auf www.paraportal.de)

4.8. Die FAZberichtet am 2.8.10 von Anne Wills Kachelmann-Sendung. Nils Minkmar will die “Diskussions”-Teilnehmerin Alice Schwarzer feiern und faselt etwas vom Ungleichgewicht der juristischen Kräfte, die diese habe herausstellen wollen. Dies sei ihr gelungen, denn sie habe erzählt, der Anwalt der Nebenklägerin (wird beharrlich als “Klägerin” bezeichnet) habe sie, Schwarzer “bis zu Sendebeginn nicht zurückgerufen”, während “ihr Kachelmanns Anwalt eine freundliche Email mit seiner Mobilfunknummer” geschrieben habe “und dem Hinweis, er sei für Fragen jederzeit erreichbar”. Das soll ein Beleg für das Ungleichgewicht der juristischen Kräfte sein. Was bilden sich Schwarzer und Minkmar eigentlich ein? Muß man jetzt jeden Medienfuzzi gleich zurückrufen um nicht als juristisches Leichtgewicht hingestellt zu werden?

(..)Der Artikel endet übrigens mit weiteren peinlichen Lobhudeleien für Alice Schwarzer. Ihr Gespür für Witz und Timing! Wie Reich-Ranicki! Einfach ekelhaft!(http://www.raflauaus.de/2010/08/faz-versucht-sich-im-fall-kachelmann-an-einer-ard-kritik-und-scheitert/)

5.8. Alle machen dabei mit – die Medien, mit potenziell desaströsen Folgen für die Unbefangenheit der Richter; viele Anwälte, die mit strategisch kalkulierten Indiskretionen Journalisten zu beeinflussen suchen. Das vielleicht Bedrohlichste aber ist, dass sich zusehends auch die Ankläger ins mediale Getümmel stürzen. Mit Durchstechereien. Mit kaum verhüllten Presseinformationen über intime Details Verdächtiger (wie im Fall der HIV-infizierten No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa). Mit Verhaftungen Verdächtiger vor laufenden Kameras (wie im Fall des damaligen Postchefs Klaus Zumwinkel). Mit beinahe reflexartigen Kommentaren zu allen Entlastungsversuchen eines Verdächtigen (wie im Fall des SPD-Abgeordneten Jörg Tauss).

Die Staatsanwälte sind die Fachleute für Zweifel, ihr Beruf ist es, schnelle Antworten zu verweigern. Sie haben »nicht nur die zur Belastung, sondern auch die zur Entlastung dienenden Umstände zu ermitteln«. So steht es explizit im Gesetz. Und das heißt auch: Sie müssen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit jeden Hauch von Parteilichkeit vermeiden.(DieZeit)

6.8. Die Pressefreiheit, Herr Wagner, ist ein hohes Gut. Sie jedoch auf diese Weise zu nutzen, das hat in etwa so viel Charme wie auf den Strich zu gehen. Besonders abgeschmackt ist es, die Kommentare zwischendurch mit einer Prise Mitleid zu würzen (»Kachelmann ist ein freier Mann. Er wird nie wieder frei sein. «)

Dass es aus Auflagegründen gewisse Zwänge zum Anfüttern der niederen Instinkte des Lesers gibt, das ist bekannt und unbenommen. Doch es sollte nicht so weit kommen, dass eine Einschränkung der Pressefreiheit notwendig wird, weil ihre Nutzer keine Grenzen kennen. Das hieße, Kräften in die Hände zu spielen, denen es mit Sicherheit nicht um die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen geht, die diese aber nur zu gerne ins Feld führen würden, um der Presse insgesamt Fesseln anzulegen. ( Ursula Prem http://www.ein-buch-lesen.de/2010/08/freitagskolumne-post-wagner-jorg.html)

7.8. Die überwiegende Mehrheit der deutschen Fernsehzuschauer will den in persönliche Turbulenzen geratenen Wetterpropheten Jörg Kachelmann wieder auf dem Bildschirm sehen. 73 Prozent der 500 Befragten ab 14 Jahre sprachen sich in einer Umfrage der ‘Bild am Sonntag’ für eine Rückkehr ins Fernsehen aus. Vorausgesetzt, er wird freigesprochen. Lediglich 18 Prozent wollen den berühmtesten Wettermann Deutschlands auch in diesem Fall nicht mehr im TV sehen.

Kein anderer vor ihm hatte die Wettervorhersagen so unorthodox und originell angesagt. (klatsch-trasch.de)

7.8. Und die öffentliche Schlacht um die Deutungshoheit beeinflussen auch die Staatsanwaltschaft, die Verteidigung sowie die Richter, wie der Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger herausgefunden hat.

Der Forscher hatte Hunderte von Juristen zu diesem Thema gefragt. Ergebnis: „In mehr als der Hälfte haben der Richter und Staatsanwälte angegeben, dass Medienberichte sich auf ihr Verhalten auswirken.“ 42 Prozent der Staatsanwälte hätten auf die Frage, ob sie bei dem geforderten Strafmaß an das Echo in der Öffentlichkeit denken würden, mit „Ja“ geantwortet. Bei den Richtern seien es 58 Prozent gewesen. „Ein Drittel gab zu, dass Medienberichte Einfluss auf die Höhe der Strafe haben. Und fast jeder Vierte sagte, dass davon die Frage, ob eine Bewährung bewilligt oder verweigert wird, beeinflusst wird, so der Forscher in einem Interview mit der Nachrichtenagentur DPA. ( Stern.de)

7.8. Nun hat Alice Schwarzer an Kachelmann einen Brief geschrieben, der in „Bild“ abgedruckt wurde. Darin schreibt sie: „Vielleicht geht Ihnen auf Grund ihrer Sexualpraktiken alles durcheinander. Vielleicht wissen Sie gar nicht, dass das kein Spielchen ist, wenn eine Frau im Ernstfall Nein sagt.“ Alice Schwarzer diskutiert also öffentlich über die Sexualität einer anderen Person, mehr noch, sie äußert sich abfällig. Jemand, der so etwas tut, ist – „vielleicht“ – auch als Verdächtiger in einem Vergewaltigungsprozess ein bisschen verdächtiger als andere. Ist es wirklich so, dass es eine richtige und eine falsche Sexualität gibt, eine verdächtige und eine unverdächtige, und dass Alice Schwarzer dazu berufen ist, darüber zu urteilen? Sie selber macht von dem Recht Gebrauch, ihr Intimleben im Dunkeln zu lassen, aber das hindert sie augenscheinlich nicht daran, Zensuren an jemanden zu verteilen, dessen Neigungen gegen seinen Willen geoutet wurden. ( Harald Martenstein http://www.tagesspiegel.de/meinung/was-treibt-kachelmann/1899492.html)

8.8. Putsch gescheitert. Doch der «Putsch» ist misslungen: Kachelmann ist wieder in Freiheit und hat mit 49 Prozent die relative Aktienmehrheit. Der bevorstehende Prozess und die Berichterstattung über sein Privatleben schaden der Wetterfirma (120 Angestellte, 20 Millionen Franken Jahresumsatz). (20minonline)

8.8. Schweizer Professor kritisiert deutsche Behörden. Weiter hätte man überlegen müssen, ob nicht seitens der Frau – sehr begreifliche – Rachemotive im Spiele sein könnten. Die körperlichen Verletzungen waren zwar da, aber waren sie eindeutig auf Fremdeinwirkung zurückzuführen? Seit der Geschichte mit der angeblich von rechtsextremen Schlägern malträtierten Brasilianerin weiss die ganze Schweiz, dass Selbstverletzungen vorkommen.

Haben die Experten, die sie begutachteten, diese Möglichkeit bedacht? Die Art, wie die Staatsanwaltschaft die Verhaftung und den weiteren Verlauf des Verfahrens kommuniziert hat, sei zu hinterfragen: Wieso musste die Verhaftung gleich ausposaunt werden? Hätte man nicht erst mal warten können, was der Mann zu sagen hat? Wieso wurde Anklage erhoben, bevor alle Gutachten vorlagen? Medienwirksame Fälle mit Prominenten seien «zumal für junge Staatsanwälte eine Chance zur Profilierung und darum eine grosse Versuchung.» Staatsanwälte seien «keine weisse Ritter ohne Fehl und Tadel, als die sie in Medien erscheinen, die ihre absolute Unabhängigkeit fordern.»(20min online)

8.8. Kachelmann hat auf „100 Prozent nicht schuldig“ gesetzt (Nicht auf „Blackout“, „Missverständnis“, „Sucht“ in Verbindung mit einer emotionalen Entschuldigung). Lautet der Richterspruch also „schuldig“, hat er keine Chance. Bei einem sauberen Freispruch wird es wieder einen öffentlichen (Wetter-)Kachelmann geben – und das trotz der Verbreitung intimer Details seines Privatlebens. Das ist so voraussagbar wie das Wetter von morgen…( Jens Nordlohne http://www.pr-journal.de/redaktion-aktuell/themen-der-zeit/8929-heiter-bis-wolkig-der-medienfall-kachelmann.html )

10.8. Deshalb wurde Kachelmann Ende März, als er noch in U-Haft saß, kurzerhand entmachtet. Zwar durfte er seinen Titel als Präsident des Verwaltungsrates der JPK behalten, doch nur „ohne Zeichnungsberechtigung“, wie in Dokumenten des Schweizer Handelsregisters vermerkt ist.

Hinter diesem Schritt steckte der Münchner Investor Frank B. Werner, dem die Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“ und auch 38 Prozent der JPK gehören. Zwischen der Dachgesellschaft und der Person Kachelmann, forderte er, müsse dringend eine „Brandschutzmauer“ gezogen werden. Und weiter: „Ich halte es für eine Frage der Hygiene, dass sich jemand nach solchen Vorwürfen zurückzieht.“

Ohnehin werde die Rolle des Gründers für die Gruppe überschätzt. Doch Kachelmann, der vermeintlich zahnlose Tiger, wehrte sich – schließlich ist er mit 49 Prozent größter JPK-Aktionär. Statt ihm hat sich jetzt Werner zurückgezogen. Er legte rückwirkend zum 1. Juli hat seinen Posten als Mitglied des Verwaltungsrates nieder.

Bei dem Streit von erbitterter Härte spielen möglicherweise auch private Aspekte eine nicht zu unterschätzende Rolle. Medienberichten zufolge ist Werner ausgerechnet mit jener Schweizerin liiert, die auch die erste Ehefrau Kachelmanns war. (welt.de)

11.8. Wenn aus Lügen Beweise werden. Der wegen Vergewaltigung angeklagte Schweizer Unternehmer Jörg Kachelmann ist auf freiem Fuss. Der Weltwoche liegt der Gerichtsbeschluss vor, der zur Freilassung führte. Offenbar sind die deutschen Ermittler auf die Falschaussagen des angeblichen Opfers hereingefallen. Der Bericht zeichnet das Bild eines planmässig aufgebauten Lügengebäudes: Dass sie ihre falschen Aussagen in vier Vernehmungen aufrechterhalten habe(selbst gegenüber ihrem Therapeuten) erschüttert zweifellos die Glaubwürdigkeit der Nebenklägerin. (Weltwoche 32/2010)

11.8. Altruismus pur. Wie die Ex-Freundin Kapital aus ihrer Beziehung schlug. Jetzt spricht die Ex-Freundin (Bunte) Ihre Begründung für diesen medialen Rundumschlag gegen einen weitgehend wehrlosen Untersuchungshäftling: Sie wolle keine Liebesrache nehmen, aber sie wünsche sich, dass die Wahrheit über Kachelmann geschrieben werde- um andere Frauen vor dem Inhaftierten zu schützen. Zwischen 50.000 und 70.000 Euro sollen gemäss gutinformierten Quellen in einem Bieterwettbewerb von Medienhäusern für ihre altruistischen Absichten geboten worden sein. ( Weltwoche 32/2010)

11.8. Medieninvestor Werner, dem auch Finanztitel wie „Euro“ und „Euro am Sonntag“ gehören, hält auch weiterhin 38 Prozent der Anteile an der im schweizerischen Gais ansässigen Meteomedia AG.

Er fürchtet, dass Kachelmann der Firma schadet. „Es sind weniger die strafrechtlichen Vorwürfe der Vergewaltigung, die vom 6. September an vor Gericht geklärt werden müssen, als vielmehr die Nebengeräusche aus dem Privatleben, die bedauerlicherweise an die Öffentlichkeit gelangt sind“, sagte Werner dem Tagesspiegel. „Die Firma ist nun damit konfrontiert, dass in den Medien die Zuverlässigkeit von Herrn Kachelmann infrage gestellt wird. Wenn vom privaten auf den geschäftlichen Kachelmann geschlossen wird, könnte das ein Problem geben.“

Wenn er jetzt den Rückzug von Kachelmann fordere, handele es sich keineswegs um einen Machtkampf bei Meteomedia, sagte Werner: „Es geht nicht um die Frage, er oder ich, sondern darum, die Firma zu optimieren.“ Da es kein Einverständnis über die zukünftige Rolle von Kachelmann gab, habe er den Posten am 1. Juli niedergelegt – da saß Kachelmann noch in Untersuchungshaft. „Ich habe nach seiner Entlassung versucht, Kontakt mit ihm aufzunehmen, um über die Firma zu sprechen, ich habe keine Rückmeldung von ihm bekommen“, sagte Werner. Weder Steffen noch Kachelmanns Anwälte wollten sich am Mittwoch auf Anfrage zu Werners Forderung nach Kachelmanns Rückzug äußern.(Tagesspiegel)

14.8. Seine Mitarbeiter sind irritiert:  Schwäbrig bei Gais AR am Mittwoch vor einer Woche: Am Sitz der Meteomedia AG findet eine Grill-Party für die Mitarbeiter statt. Eingeladen haben der IT-Chef und die Grafikabteilung. Gefeiert wird, dass die Meteomedia in Frankreich neu Unwetterwarnungen anbietet. Jörg Kachelmann taucht überraschend an dem Anlass auf, wie zwei Quellen dem «Sonntag» versichern: «Er riss ein paar Witze, die er im Gefängnis hörte, beantwortete keine Fragen zum Fall und liess die Mitarbeiter nach kurzer Zeit ratlos zurück.» ( sonntagonline)

14.8. Seine Partner bei Meteomedia wollen ihn aus der Firma drängen, bevor sich Kunden abwenden oder Gelder für Anwaltskosten eingesetzt werden.

Der Kommentar: Es gibt den Privatmann Kachelmann und sein bizarres Privatleben. Es gibt aber auch den Geschäftsmann Kachelmann und sein turbulentes Geschäftsleben. Was im Normalfall nichts miteinander zu tun haben sollte, lässt sich hier nicht trennen. Denn die Zukunft seines Lebenswerks Meteomedia ist kausal mit dem Namen Kachelmann verbunden. Auf den ersten Blick verständlich, wenn er seine relative Aktienmehrheit nicht einfach aufgeben will. Doch Kachelmann denkt zu fest an sich selbst. Den verunsicherten Mitarbeitern und frustrierten Aktionären bleibt verborgen, ob jetzt Meteomedia die Zeche bezahlen muss. Sei es wegen Kunden, die abspringen, oder sei es wegen Firmengeldern, die für Anwaltskosten herhalten müssten. Da ist es den Aktionären nicht zu verübeln, wenn sie ihren Gründer aus der Schusslinie nehmen wollen, um Meteomedia zu retten. Doch Kachelmann versteht es als «Putsch». Dabei hätte er in erster Linie eine Verantwortung gegenüber seinen 120 Mitarbeitern. Wahrgenommen hat er sie bisher nicht, wie aus der Meteomedia übereinstimmend zu hören ist. Statt die offenen Punkte zu klären, stellt er sich auf dem Schwäbrig lieber an den Mitarbeiter-Grill und reisst Gefängniswitze. (http://www.sonntagonline.ch/blog/179/)

 Anmerkung: Wer den Kommentar geschrieben hat, das verschweigt der Sonntag natürlich! Eine der zwei bis drei Quellen(Denunzianten) direkt vor Ort?

15.8. Wie die Zeitung «Sonntag» zwei Quellen zitiert, habe er dabei ein paar Witze aus dem Gefängnis erzählt, keine Fragen zum Fall beantwortet und seine Mitarbeiter nach kurzer Zeit ratlos zurückgelassen. Der schräge Auftritt ist bezeichnend für die Unruhe in der Meteomedia-Gruppe.

Frank B. Werner, der aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten ist, will erwirken, dass sich der zerstrittene Aktionärskreis trifft. Werner ist weiterhin im Besitz von einem Drittel der Aktien und verschärft gegenüber dem «Sonntag» die Tonlage: «Mein Anliegen ist, dass Herr Kachelmann als Verwaltungsrat zurücktritt. Seine Rolle bleibt problematisch.»

Bald Zahlungsschwierigkeiten? Der Starmoderator wird zum Geschäftsrisiko, wie laut dem Zeitungsbericht auch der Wirtschaftsinformationsdienst Teledata verdeutlicht. Dort liegt Meteomedia bei der Risikoentwicklung unter dem Branchendurchschnitt. Die Kurve fällt markant und bewegt sich von der Risikoklasse C in Richtung D. Das heisst: Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass bei der Meteomedia in den nächsten 12 Monaten mit einem Zahlungsausfall zu rechnen ist.

Kachelmann hat nach seiner Freilassung unterdessen im kleineren Kreis bestätigt, dass sich die bisherigen Anwaltskosten bereits auf 300’000 Euro belaufen. In der Ermittlungsakte hat er sein jährliches Gehalt mit 200’000 Euro und sein Vermögen mit 650’000 Euro angegeben. Doch Kachelmann zerrinnt das Geld zwischen den Fingern, noch bevor der Prozess begonnen hat. Aktionäre befürchten, dass für die hohen Anwaltskosten jetzt Firmengelder eingesetzt werden. (www.radio24.ch)

18.8. Szenen einer Scheinehe. Aber es zeigt, dass Simone in der Lage ist, Lügen zu konstruieren und unter Druck aufrecht zu erhalten. Sie passte ihre Aussagen immer erst den Ermittlungen an, wenn es nicht mehr anders ging. Mit den Lügen habe sie ihre Glaubwürdigkeit erhöhen wollen, sagt3 sie. Erreicht hat sie das Gegenteil .Spätestens am 31. Mai als das Gutachten von Professor Luise Greuel vorlag, hätte Kachelmann aus der U-Haft entlassen werden müssen. (Weltwoche 33/2010)

19.8. Die Bunte verfolgt Jörg Kachelmann bis Canada und spart nicht mit hinterhältigen Kommentaren: So entspannt macht er Urlaub in Kanada! Und: Hoffentlich verpasst er den Rückflug nicht! ( Bunte 34/2010)

20.8. Die Führung der Firma des unter Vergewaltigungsverdacht stehenden Wettermoderators Jörg Kachelmann wird neu organisiert. Wie die Meteomedia AG am Freitag mitteilte, besteht der Verwaltungsrat unter der Leitung Kachelmanns künftig aus zwei weiteren Mitgliedern. Demnach werden der Rechtsanwalt Martin Kurer sowie Dietmar Gamp als Mitglied der Geschäftsleitung in das Gremium berufen. (http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/kachelmann-firma_meteomedia_stellt_sich_neu_auf_1.7278647.html

21.8. 132 Tage hatte Moderator und Unternehmer Kachelmann wegen des von ihm bestrittenen Vergewaltigungsvorwurfs in Untersuchungshaft gesessen. In dieser Zeit tobte in seiner Meteomedia ein Machtkampf. Gestern nun informierten die Sieger die Mitarbeiter über den Ausgang der zum Teil öffentlich geführten Auseinandersetzung, über Konsequenzen in der Chefetage und über den Geschäftsgang.

Im Streit aus dem Verwaltungsrat geschieden ist Frank B. Werner. Der Münchner Verleger hatte dem inhaftierten Kachelmann die Kontrolle über das Unternehmen entreissen wollen – dies, wie er sagt, um einen Imageschaden von der Firma abzuwenden. Doch Kachelmann setzte sich durch, da er mit seinen Aktien sein Lebenswerk kontrolliert. Werner bleibt mit mehr als einem Drittel Anteil zweitgrösster Teilhaber. Abgesetzt wurde – wie beide Konfliktparteien bestätigen – auch die Geschäftsführung des deutschen Meteomedia-Teils mit Lars Quiring und Kristina Schless, die dem Werner-Lager zugerechnet wird.

An den Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten im schweizerisch-deutschen Wetterimperium beteiligt sich die Person, um die sich alles dreht, nur am Rande. «Jörg Kachelmann lässt zurzeit seine Position im Verwaltungsrat ruhen», heisst es, «damit er sich auf den Prozess vorbereiten kann.»

Zudem wurden laut Steffen alte Verflechtungen aufgelöst. Beim bekennenden Chaoten Kachelmann hatten sich Persönliches und Geschäftliches oft überlagert. So hatte eine frühere Ehefrau des Meteorologen die Wettergrafiken geliefert. Nun erst hat sie diesen Geschäftsteil Meteomedia verkauft. Die Frau ist seit längerem mit Kachelmanns Widersacher Werner liiert. (BaZ online)

21.8. Die Anwälte des TV-Wetterexperten Jörg Kachelmann haben Dienstaufsichtsbeschwerden gegen ermittelnde Behörden eingereicht. Der Schweizer ist wegen Vergewaltigung seiner Ex-Freundin angeklagt.

Die Beschwerden richteten sich gegen die Staatsanwaltschaft Mannheim und die Karlsruher Generalstaatsanwaltschaft, bestätigte am Samstag ein Sprecher des Justizministeriums einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Sonntag Aktuell“. Das Ministerium, das für die im Juni eingereichte Beschwerde gegen die Karlsruher Behörde zuständig ist, habe diese aber bereits als unbegründet abgewiesen. Zum Stand der Beschwerde gegen die Mannheimer Staatsanwaltschaft lagen ihm keine Informationen vor.

Als Begründung für die Dienstaufsichtsbeschwerden hatte Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker gegenüber der „Sonntag Aktuell“ erklärt, die Staatsanwaltschaft Mannheim sei „von blindem Jagdeifer auf einen Prominenten gepackt“ gewesen. Er und Strafverteidiger Reinhard Birkenstock werfen den Behörden vor, nicht oder zu spät einzelnen Hinweisen nachgegangen zu sein. Sie gehen vom Racheakt einer enttäuschten Geliebten aus.(Focus)

22.8. Kachelmanns Anwälte reichen Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Mannheim sowie die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe ein. Die Staatsanwaltschaft habe schlampig gearbeitet, zu unseriösen Verfahrenstricks gegriffen und durch «die Schwatzhaftigkeit gegenüber den Medien» die Persönlichkeitsrechte Kachelmanns massiv verletzt.( SF glanzundgloria)

22.8.Die Anwaltskosten rund um seinen Prozess kommen Jörg Kachelmann teuer zu stehen. Nun hat der Wetterfrosch laut einem Zeitungsbericht Massnahmen ergriffen, um wieder an Geld zu kommen.

Die Verkäufe seiner Wetterfirmen, sollen ihm neues Geld einbringenGemäss der aktuellen Ausgabe der «SonntagsZeitung» verschafft sich Jörg Kachelmann mit einer Umschichtung seiner Wetterfirmen Bargeld. Dieser Tage verkauft der Wettermoderator laut dem Bericht seine zwei privat gehaltenen Überseegesellschaften WeatherOK Inc. in den USA und The Weatherman Inc. in Kanada an Meteomedia, in der er mit 49 Prozent Anteilen nach wie vor Hauptaktionär ist.

Ebenso soll Meteomedia die Firma Media Design kaufen, die derzeit noch im Besitz einer Ex-Frau von Kachelmann ist. Letzten Freitag wurden die über 100 Meteomedia-Mitarbeiter an einer Telefonkonferenz über die Änderungen informiert. Diese Transaktionen dürften Kachelmann Geld in die Kasse spülen, so die «SonntagsZeitung» weiter.

Unterdessen steigen laut dem Bericht noch immer Kachelmanns Anwaltskosten wegen des kommenden Strafprozesses, in dem er sich ab 6. September in Mannheim gegen eine Anklage wegen angeblicher Vergewaltigung verteidigen muss.(BaslerZeitung)

22.8. Wie der „Spiegel“ berichtet, habe er Kachelmann aufgefordert, auf alle seine Ämter zu verzichten und seine Firmenanteile an eine Gesellschaft zu verkaufen, die mehrheitlich Werner gehört. Sogar eine Wohnung, die Meteomedia für Kachelmann angemietet hatte, solle ihm weggenommen werden.

Werner dementiert beide Vorwürfe: „Die Wohnung wird von einer Ex-Freundin von Jörg Kachelmann bewohnt – sie hatte sich gewünscht, ab jetzt allein im Mietvertrag zu stehen.“

Zum zweiten Vorwurf sagt er: Kachelmanns Firmenanteile wären als Sicherheit für Anwaltskosten, die bisher Meteomedia auslegt habe, gedacht gewesen. Quasi als Pfand für einen Kredit. Laut Frank Werner sei Kachelmann schließlich bereit gewesen, anfallende Gewinne aus Aktienverkäufe mit seinen Schulden bei der Firma zu verrechnen.

Kachelmann erhielt von dem Rest seiner Verwaltungsrat-Kollegen am Freitag Rückendeckung. Einer sagte: „Es gab Angriffe auf die Person Kachelmann, die wir als gescheitert betrachten.“ (Bild)

22.8 . Jörg Kachelmann verkauft seine zwei privat gehaltenen Überseegesellschaften WeatherOK Inc. (USA) und The Weatherman Inc. (Kanada) an Meteomedia, in der er mit 49 Prozent Anteilen Hauptaktionär ist. Dies schreibt die Sonntagszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe. Ebenso kauft Meteomedia die Firma Media Design, derzeit noch im Besitz einer Ex-Frau Kachelmanns. Diese Transaktionen sollen Geld für den kommenden Prozess in Kachelmanns Kasse spülen. Zwar sind die beiden Überseefirmen dem Vernehmen nach nicht besonders wertvoll. Doch eine Immobilie im Eigentum der amerikanischen WeatherOK wird noch vor dem Verkauf herausgelöst und dem Privatmann Kachelmann übertragen. «Wir kaufen nur die meteorologischen Assets», wird Meteomedia-Finanzchef Norbert Steffen in der Sonntagszeitung zitiert. Der Kauf der beiden Kachelmann-Gesellschaften werde zum Anschaffungswert erfolgen. Die Bewertung sei noch im Gange. Der Verkauf dürfte einige Zehntausend Franken einbringen.

Noch immer steigen Kachelmanns Anwaltskosten wegen des kommenden Strafprozesses. Zwar wird Kachelmanns Medienanwalt zu einem grossen Teil von Meteomedia bezahlt, da dessen Interventionen im Interesse des Unternehmens seien, heisst innerhalb der Firma. Die restlichen Kosten aber müsse der Wettermoderator vorläufig selber berappen – obwohl ihn seine Firma auch hier unterstütze.

Ausserdem gab Meteomedia zwei neue Verwaltungsräte bekannt: den Zürcher Anwalt Martin Kurer und den deutschen Anwalt Dietmar Gamp. Letzterer war früher bei der WDR Media Group tätig, der Vertragspartnerin für die Sendung «Das Wetter im Ersten».

(http://www.werbewoche.ch/kachelmann-verkauft-zwei-privat-gehaltene-firmen)

30.8. BILD liegt die Liste der Zeugen vor. An den 15 bisher angesetzten Verhandlungstagen sollen insgesamt vier Gutachter und 23 Zeugen aussagen. Darunter auch die Eltern des mutmaßlichen Opfers. Nach BILD vorliegenden Vernehmungsprotokollen werden ihn einige Frauen entlasten, andere belasten.

30.8. Reisserischer Aufmacher beim SZ Magazin: Wer hat Angst vor Jörg Kachelmann

Zu mindestens 18 Frauen, Freundinnen wie Kolleginnen von Jörg Kachelmann, haben wir Kontakt aufgenommen. Wir wollten nicht fragen, ob er schuldig ist im Sinne der Anklage, sondern eine persönliche Einschätzung. Denn das ist ja der Punkt, den man in dieser Geschichte überhaupt nicht versteht: Was, bitte, ist an ihm so unwiderstehlich, dass die Frauen reihenweise ihr Leben mit ihm verbringen wollten? Viele Frauen reagierten panisch auf unsere Frage, obwohl sie Anonymität garantiert bekamen. Manche sagten erst zu, dann wieder ab. Mit einigen, die bereit waren zu sprechen, trafen wir uns in Hotels, zwei wollten nicht, dass wir sie sehen, Interviews waren nur per Telefon möglich.

(Anmerkung: Was haben die 18 dafür kassiert?)

31.8. Ein Zellen-Nachbar, der mit Jörg Kachelmann im Gefängnis saß, berichtete darüber, wie der Wettermoderator hinter Gittern eine Sonderbehandlung bekam und nicht bei allen Insassen beliebt war. (Natürlich: Die Bunte)

Kachelmann – Die Blumenkohlwolken lichten sich

31. Juli 2010 – 23:18 Rosano Verde

Die Affäre Kachelmann scheint sich zu einer Justizposse zu entwickeln. Ein Staatsanwalt setzt den Wetterfrosch für 4 Monate hinter Gitter. Warum? War es Fluchtgefahr oder Verdunkelungsgefahr oder war Kachelmann „allgemein gefährlich“, ein Sexmaniak, der wahllos Frauen vergewaltigt und im Genitalbereich mit dem Küchenmesser verletzt? So sieht der 52-jährige Playboy nun wirklich nicht aus.

In jedem Städtchen hatte er ein Mädchen. Das ist aktenkundig. Frauen finden Kachelmann toll, vor allem auch jüngere. Gut für Kachelmann. Aber man soll es nicht übertreiben. Seine Ex, jene, die ihn in U-Haft gebracht hat, war arg enttäuscht, weil er sie sitzen liess oder „eine andere hatte“ – mittlerweilen wissen wir: Es waren wohl ein rundes Dutzend.

Vier Monate U-Haft ist vielleicht die gerechte Strafe für einen derart lockeren Lebenswandel. Laster hat seinen Preis. Aber rechtens ist es kaum. Jetzt hat man Kachelmann auf freien Fuss gesetzt. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Beweislage ist – nach 4 Monaten – dürftig geworden. Meine Prognose: Kachelmann wird freigesprochen, seine Ex wird wegen „Irreführung der Rechtspflege“ angeklagt und der zuständige Staatsanwalt hat sich masslos blamiert. Seine Karriere ist auf der Kippe. Zeit in die Privatwirtschaft zu wechseln. Dort haben solch groteske Fehlbeurteilungen kaum Folgen, d.h. der reduzierte Bonus wird durch eine Erhöhung des Grundsalärs kompensiert. Und so ist die Welt wohl schon bald wieder in Ordnung. Übrigens: Wenn nicht alles täuscht, wird Kachelmann ein Buch schreiben: „Knastbruder in Deutschland -  Ein Tatsachenbericht“. Ein vorderster Platz auf der Bestsellerliste ist diesem Werk sicher. Und Blick war dabei. So sicher wie das Amen morgen Sonntag in der Kirche. Man sollte wieder mal hingehn (http://www.seniorweb.ch/type/forum-topic/2010-07-31-kachelmann-die-blumenkohlwolken-lichten-sich)

Anmerkung: Also nach christlichen Verständnis der Kirchgänger muss jemand bestraft werden, nur weil er nicht nach deren Auffassung lebt. Wie der Verfasser auch gleich anregt 4 Monate Knast sind angemessen! Man kann nur den Kopf schütteln!

Wird ständig aktualisiert und ergänzt….

Die Quellen sind angegeben, und die Links hier auf dem Blog oder im www  einfach und problemlos zu finden!



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Was wir diese Woche in der Causa Kachelmann erlebt haben, spiegelt nur das wieder, was wir seit dem 20.März 2010  -  nein, wahrscheinlich schon viel früher, mit dem Haftbefehl vom 25.Februar 2010  -  von der Staatsanwaltschaft Mannheim an unüberlegten, voreingenommenen Handlungen kennen.

Es war bekannt, dass das MO bzw. die Nebenklägerin in wichtigen Teilen ihrer Aussage gelogen hatte, trotzdem wurde der Haftbefehl erlassen.

Die Staatsanwaltschaft hat sich anschliessend in keiner Weise zurückgehalten und fast täglich Statements, die immer auf die angebliche Schuld Jörg Kachelmanns hinwiesen, abgegeben. Von Zurückhaltung keine Spur. Das MO war glaubwürdig! Punkt!

Dass es die gesetzliche Pflicht einer Staatsanwaltschaft ist, auch zu Gunsten eines Beschuldigten zu ermitteln, ist von Mannheim in geradezu unfassbarer Weise ignoriert worden.

Nicht nur, dass man sich direkt mit den Medien gemein und diesen Akteninhalte zugänglich machte. Dabei stand die Bildzeitung an vorderster Front mit fast täglichen Berichten über die Geliebten, mit Polizeifotos und Häftlingsnummern, mit den unappetitlichen Knastfotos oder Interviews mit dem Gefängnisdirektor oder Mitinsassen. Auch Focus, Bunte, Stern, allerdings auch der Spiegel (in gemässigter Form) konnten sich diese auflagensteigernden Schlagzeilen offenbar nicht entgehen lassen. Man unterstüzte diese Berichterstattung mit eigenen Aussagen ( OSTA Gattner im Morgenweb!)

Gerade der Focus brachte Details, die nur von Insidern, oder als Aktenkopien an die Redaktion oder die dort angestellten Journalisten übermittelt worden sein konnten. Ich denke da nur an das Tagebuch, die Tatortfotos und ganz zum Schluss die angebliche Aussage der Schweizer Medienschaffenden.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen Artikel in der Legal Tribune hinweisen. Hier schreibt Prof. Dr. jur. habil. Dr. rer.pol. Volker Boehme-Neßler  am 6. September 2010:

Zitat: Ganz problematisch ist die Rolle der Staatsanwaltschaft in dieser Medienschlacht. Kein Staatsanwalt gibt es zu. Dennoch spricht vieles dafür, dass Staatsanwälte, die mit den Ermittlungen befasst sind, unter der Hand Informationen aus den Ermittlungsakten an die Medien weitergegeben haben. Woher etwa kennen die Journalisten von BUNTE und BILD die – wie sie es nennen – „pikanten Details“ aus dem Sexleben von Jörg Kachelmann und seiner ehemaligen Freundin? Wie kommt FOCUS an Informationen, um – unter der Überschrift „Die Akte Kachelmann“ – die wichtigsten Indizien, Aussagen und Gutachten zu nennen und zu zitieren? Noch einmal: Woher haben die Journalisten diese detaillierten, intimen Informationen aus den Ermittlungsakten? Von den Anwälten, die Jörg Kachelmann vertreten? Sicher nicht. Zitat Ende

Und weiter in diesem Beitrag: Die Staatsanwaltschaft nimmt für sich in Anspruch, die „objektivste Behörde der Welt“ zu sein. Im Fall Kachelmann ist sie bisher eher ihrem Ruf als „Kavallerie der Justiz“ gerecht geworden.

http://www.lto.de/de/html/nachrichten/1365/staatsanwaelte-kachelmann-Kavallerie-der-Justiz-statt-objektivster-BehC3B6rde-der-Welt-/

Ich habe am 15.Dezember 2010 mit einem Journalisten telefoniert, der mit kühl sagte: „Natürlich haben wir Akteneinsicht!“

Die Staatsanwaltschaft hat übereifrig und vorschnell Anklage erhoben, obwohl das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten der Professorin Greuel aus Bremen nicht fertiggestellt war. Aber Teile davon waren schon in den Medien zu lesen, die absolut nicht für das MO sprachen. Warum dann diese vorschnelle Anklageerhebung? Wirklich nur um einen Karrieresprung eines jungen Staatsanwalts aus der Provinz zu fördern? War der leitende Oberstaatsanwalt nicht in der Lage, diesen Jungspund zurückzupfeifen? Schliesslich musste er doch schon zu dieser Zeit erkennen, dass die Ermittlungen nicht nur schlampig, sondern auch mehr als laienhaft erfolgt waren. Er hätte mitbekommen müssen, dass die Polizei in Schwetzingen und die Ermittler nicht professionell gearbeitet hatten, dem MO Informationen zukommen liessen und sie „freundschaftlich“ betreuten. Eine Distanz zu dem Fall bestand in Schwetzinger Polizeikreisen zu keiner Zeit.

Der Oberstaatsanwalt hätte aber auch den Lügen des MO und den Interventionen ihres Therapeuten Seidler mehr Aufmerksamkeit schenken müssen. Oder liess er seinen Staatsanwalt einfach schalten und walten? Jetzt wird auch noch bekannt, dass der LKA–Spezialist Dr. Bässler nichts davon wusste, dass das MO mit dem Messer  anlässlich der  Putzorgie „Messerverrücken“ spielte, obwohl das der Staatsanwaltschaft bekannt gewesen sein musste. Die Presse wusste jedenfalls davon! Wieder etwas, das einfach unglaublich ist!

Immer wieder bestand man auf Haftfortdauer, obwohl die Beweise auf mehr als tönernen Füssen standen und das MO schon mehrfach beim Lügen ertappt worden war!

Nur weil der Haftrichter sich die Möglichkeiten der individuellen Gestaltung eines Sexuallebens nicht vorstellen konnte und den vermeintlichen Täter zu einem Geständnis zwingen wollte, wurde dieser 129 Tage von der Aussenwelt abgeschnitten. In dieser Zeit beteiligte sich die Staatsanwaltschaft an seiner persönlichen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Demontage!

Spätestens nach der Entscheidung des OLG Karlsruhe hätte jedoch die Mannheimer Staatsanwaltschaft eine Anklageerhebung überdenken sowie eventuell noch einmal genau und umfassend ermitteln müssen. Aber nein, man musste auf umgehender Anklage bestehen!

Und weil Richter Seidling 4 –VIER – Haftentlassungsanträge abgelehnt hatte, bekam er dann den Zuschlag das bereits jetzt „verfahrene Verfahren“  zu leiten?http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-72462689.html  Auf der Flucht

Natürlich wird jeder sagen, die Verteidigung, die Nebenklage, sie alle hatten die Akten zur Begutachtung tagelang zur Verfügung. Das stimmt sicher. Manches kann durchaus von dieser Seite her in die Presse gelangt sein. Da wollen wir uns doch gar nichts vormachen.

Aber der überwiegende Teil kommt schon von der Staatsanwaltschaft. Oder glaubt jemand, dass der Focus über die Schweizer Zeugin in dieser Form und mit dieser Ausführlichkeit von deren angeblicher Aussage durch die Nebenklage oder Verteidigung informiert wurde? Die Nebenklage hätte sich doch nur ein Eigentor geschossen, wenn – wie es jetzt den Anschein hat – alles nicht stimmt, was im Focus stand. Und die Verteidigung? Warum, um Himmels willen, hätte sie diesen Bericht lancieren sollen?

Es war die Staatsanwaltschaft in Mannheim, die völlig unnötige Zeuginnen aufgeboten hat, um den Tatvorwurf mit ihren Aussagen zu untermauern. Zeuginnen, die mit der angeklagten Tat absolut nicht zu tun hatten, die keinerlei Angaben dazu machen konnten, die nur als Beiwerk das staatsanwaltlich vorgefertigten Feindbild Jörg Kachelmann diskreditieren sollten.

Und hier war die Staatsanwaltschaft mit diesen Zeuginnen auch durchaus einig, dass sie wohl unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagten, aber ihre Aussagen und gerade das geschützte Intimleben gegen hohe Summen verkauften konnten. Hier gab es keinen Protest, nur Zustimmung und Privilegien durch Richter und Staatsanwalt, damit die bereits durch die Presse bezahlten Beschuldigerinnen vor Erscheinen der Bunten für das „blöde, aber zahlende Volk“ unsichtbar blieben!

Der Wert der rachelüsternen Aussagen dieser Teilzeitgeliebten war und ist weniger als Null!

Die Staatsanwaltschaft wusste von führenden Wissenschaftlern, dass die Angaben des MO und die Spurenbilder nicht in Einklang zu bringen waren. Selbst ihr Haus– und Hofgutachter Mattern musste das zugeben, widerwillig, aber immerhin. Die Art und Weise, mit der man den grossartigen Professor Dr. Bernd Brinkmann dann in die Schublade der Käuflichkeit, der Befangenheit steckte, war infam! Aber dafür man bot einen Therapeuten als Zeugen auf, dessen Angaben und Therapien mehr als fragwürdig sind! Fingerspitzengefühl und Interesse an Tatsachen und Wahrheit scheinen dieser Staatsanwaltschaft nicht gegeben zu sein, oder aber man hat in den entsprechenden Vorlesungen einfach gefehlt!

Worauf will man sich denn jetzt noch stützen? Auf die Aussage von Frau Professor Greuel, die ein ausgezeichnetes Gutachten hätte abliefern können, wenn, ja, wenn sie sich jeder Einschätzung der Person Kachelmann, den sie niemals gesprochen oder gesehen hatte, enthalten hätte. Sich nur auf die Angaben der Nebenklägerin und Chatprotokolle zu stützen (wir alle wissen, was im Chat für Schwachsinn geschrieben wird), ist einer solchen anerkannten Wissenschaftlerin nicht würdig. Warum ihr dieser Fehler unterlaufen ist, wäre interessant zu wissen. Wenn es auf Anweisung der Staatsanwaltschaft war, dann ist es klar, warum RA Schwenn sie als befangen ansieht!

Professor Kröbers Stellungnahme wird hochinteressant werden, falls die Öffentlichkeit nicht wieder eliminiert wird.

Denn eines ist sicher, nach dem vermutlichen Schweizdebakel werden die Staatsanwaltschaft und die 5.Strafkammer weniger denn je Freude an Journalisten und Prozessbesuchern  haben. Die stolzgeschwellte Brust beim Einzug der Karawane in der Schweiz muss inzwischen einem Gefühl der Blamage gewichen sein.

Ausser Spesen nichts gewesen!

Trotzdem, meine Herren Staatsanwälte, werte Richter – auch wenn  Sie „das Volk“ verabscheuen – die Frage, wer der Presse  und ganz besonders dem Focus (Hier ist das Augenmerk besonders auf den Artikel „Neue Zeugin gegen Kachelmann“ im Focus Nr. 49/2010 zu legen!) seit einem Jahr Akteneinsicht und Informationen geliefert hat,  bedarf  dringender denn je einer Antwort.

 Und sie darf nicht einfach aus den Medien oder dem Internet verschwinden, wie z.B. der vorstehend genannte Focus-Artikel!

Eines sei in Ihr Stammbuch geschrieben:

„Arroganz können Sie sich wohl kaum noch leisten!!!“

Gleichheit vor dem Gesetz heißt noch lange nicht gleiche Behandlung durch die Justiz.
© Prof. Querulix
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Wer meint, sich hinter einer Lüge verstecken zu können, demaskiert sich selbst.

© Volkmar Frank

 9.Februar 2011

Heute ist also der Jahrestag, an welchem sich eine Provinzradiomoderatorin entschlossen hat, den Menschen, den sie angeblich über alles liebte, zu ruinieren. Zusammen mit der Presse der Lächerlichkleit preisgegeben hat. Und fast hat sie das ja schon geschafft. Wenn es nicht Freunde gäbe, die zu Jörg Kachelmann halten. Leider gibt es auch viele Feiglinge…

11 Jahre – 4015 Tage – hat sie in einem Luftschloss gelebt und sich Träume zusammengebastelt, die es in der Realität nie gegeben hat. Sie wollte die Realität gar nicht erkennen, wollte nicht sehen, dass es einfach nur ein Penne-Sex-TV-Verhältnis würde, das sie 1999 einging, als sie Jörg Kachelmann auf dem Rosenball in Mannheim ihre Telefonnummer gab …

11 Jahre hat sie nicht darüber nachgedacht, warum der „Geliebte“ sie zu keiner gesellschaftlichen Veranstaltung mitnahm. Sie hat sich in den vielen Jahren nicht gewundert, dass er kaum Zeit für sie hatte, sondern nur einmal im Monat, manchmal öfter, manchmal auch monatelang überhaupt nicht bei ihr auftauchte, und wenn, dann immer nur, um Sex zu haben. Ihren Eltern machte sie weiss, das sei eine Lebenspartnerschaft, und alles sei in Ordnung. Obwohl im Umfeld von J.K. niemand von ihr etwas wusste.

Niemals in den ganzen Jahren hat sie sich informiert, was der „Geliebte“ machte, sie will nicht gewusst haben, dass er inzwischen Vater von zwei Kindern geworden war und geheiratet hatte. Sie will nicht gewusst haben, dass er seine Sendungen mehr als ein Jahr lang von Kanada aus präsentierte, weil er dort – samt der Familie – Wohnsitz genommen hatte.

 Kein Weihnachtsfest, kein Ostern, keine Familienfeiern, ausser angeblich einer Taufe ihres Neffen, hat er mitgemacht. Es gab auch keine Feste in der Schweiz!

Sie hat niemals im Internet recherchiert. Obwohl dort nicht nur dienstliche, nein, auch private und amtliche Unterlagen zu finden gewesen wären. Heute will sie nicht nur den Untersuchungsbehörden, sondern auch der Öffentlichkeit weismachen, von nichts, von absolut gar nichts etwas gewusst zu haben. Dabei hat sie bereits 2006 ihrem Geliebten andere Frauen „erlaubt“, wenn es denn mit Kondom geschah.

Das kann einfach der Wahrheit nicht entsprechen! CSD ist doch kein romantischer Teenager, sondern eine Frau, die auf die 40 zugeht. Andere Frauen hätten in diesen 11 Jahren Karriere gemacht, Kinder bekommen, mit oder ohne Hochzeit in Weiss, ihr Leben im Griff gehabt, etwas geleistet.

 Hieran die Schuld Jörg Kachelmann zuzuschieben, er habe sie gezwungen und immer dominiert, ist einfach nur billig. Nein, sie wollte den Promi, den sie an der Angel zu haben glaubte, nicht verlieren, um vor der Familie, den Kollegen, den Bekannten nicht als das dazustehen, was sie doch tatsächlich war, eine Bekannte, zu der ein Mann kommt, um sich Entspannung zu holen.

Und weil sie genau wusste, dass sie nie Madame Kachelmann werden würde, dass es andere Frauen als nur sie allein in seinem Leben gab, sann sie auf Rache.

 Sie sammelte… die Tickets; jetzt wusste sie auf einmal, wie man im Internet sucht, sich informiert. Und dann inszenierte sie die Vernichtung Jörg Kachelmanns. Wenn sie im Beruf nur halb so viel Phantasie gehabt hätte, wäre sie nicht bei einem Kleinradio in Schwetzingen, als Kirchenfunksprecherin, hängen geblieben.

Mit Akribie hat sie alles vorbereitet und mit derselben Pedanterie die Falle – in die Jörg Kachelmann hineintappte – ausgelegt. Es wurde ihr „hohe manipulative Tendenz“ bescheinigt, mit Recht: sie hat diese Tendenz voll ausgespielt. Zugute kam ihr auch, dass die Schwetzinger Connection einwandfrei funktionierte und ein kleiner Staatsanwalt endlich grosse Karriere machen wollte.

 Schon bei den Ermittlungen wurden die Diskrepanzen ihrer Aussagen, ihrer Darstellungen, ihrer Behauptungen nicht zur Kenntnis genommen. Das Lügengebäude das sie errichtete, hätte eigentlich bei der zweiten Vernehmung bereits zusammenkrachen müssen. Doch immer, wenn sie in Tränen ausbrach, wurde ihr Schonung gewährt und die Befragung ausgesetzt.

 Man wünschte sich in Mannheim offensichtlich einen Sensationsprozess, es war der Staatsanwaltschaft egal, ob sie log. Ob sie den angeblichen Tatort präpariert hat, was sie in den langen Stunden bis zur Anzeige machte, warum Spuren gelegt wurde! Die Ermittlungen waren schlampig, oder aber im Zweifel für die Anzeigeerstatterin durchgeführt worden. Waren das alle Schwetzinger?

Mit dubiosen Zeugen und Therapeuten, Hausgutachtern aus Heidelberg und fragwürdigen Untersuchungsergebnissen versuchten sie, die angebliche Vergewaltigung zu untermauern, und als sich dann noch Alice Schwarzer einmischte und Jörg Kachelmann diffamierte, war es klar, dass Anklage erhoben wurde.

Anklage, nicht auf Beweise gestützt, nicht einmal Indizien waren vorhanden, nein, man liess einfach einige ehemalige – gut honorierte – Bettgenossinnen Jörg Kachelmanns aufmarschieren, die zwar nichts zum angeblichen Kerngeschehen beitragen konnten, aber ihn möglichst als bösen Menschen – im Sinne der bürgerlich-christlichen Moralvorstellungen – präsentieren mussten. Wer nicht aussagen wollte, dem wurde mit Zwangsmassnahmen gedroht. So ging und geht die Staatsanwaltschaft vor.

 Der letzte Coup soll jetzt mit der Schweizer Medienschaffenden gelandet werden, die sich einfach irgendwann im September/Oktober an die dümmlichen Aussagen dieser Vorgängerinnen angehängt hat.

Wie glaubwürdig solche „Damen“ sind, kann sich jeder ausrechnen, der sieht, dass Hass und Rache ihr Motiv bilden und sie ihre Aussagen abgesprochen haben, weil SVS sich dafür stark machte. Jeder, der ein klein wenig Hirn besitzt, weiss das, nur unverbesserliche Emanzen und bornierte Suffragetten blöken: „Hängt ihn!“

Selbst das OLG Karlsruhe ging am 29.7.2010 von eine möglichen Falschbeschuldigung aus, nur das will die Staatsanwaltschaft in Mannheim, bis heute,  nicht wahrhaben!

Sie haben bei all dem ganz aus dem Blick verloren, dass die Gestaltung des Privatlebens jedem einzelnen – nach wie vor! – freigestellt ist und dass daher – das ist das Wichtigste! – das Sexualleben Jörg Kachelmanns kein Bestandteil der Anklage ist und nicht einmal Alice Schwarzer und schon gar nicht den Staatsanwalt etwas angeht.

 Heute hat sich also auch der Hausgutachter Mattern von dem famosen Messer als Tatwaffe verabschieden müssen. Spuren einer Vergewaltigung hat schon Dr. Kerstin Brock ausgeschlossen. Die blauen Flecke, deren Erschaffung CSD bereits vor einem Jahr geübt hat, sind ebenfalls nicht beweisrelevant. Und wenn auf der viel besprochenen wandernden Bettdecke Sperma- und Blutspuren zu finden sind, was soll es, man hatte ja Sex! Bestreitet das jemand?

Mattern auch: «Man kann alle diese Dinge, wenn man entschlossen genug ist, sich selbst zufügen.»

 Die Bremer Psychologin Luise Greuel kommt zu dem Schluss, dass die Schilderung der Vergewaltigung nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz erfülle.

LKA Dr.Bässler: Keine  eindeutigen Spuren am Messer.

Dr. Kerstin B. : Die mutmassliche Tatzeit gab sie mit gegen 2 Uhr morgens an.

Heute am Jahrestag der „Inszenierung einer angeblichen Vergewaltigung“ wäre es an der Zeit, dass auch der Staatsanwaltschaft in Mannheim aufgehen müsste, dass sie einer Fiktion, einem „Fake“ aufgesessen ist. Der Prozess gehört sofort beendet und nicht noch durch die Aussagen von Ex-Püppis verlängert.

Natürlich darf man aber nicht vergessen: Tanja May von der Bunten hat schon im März 2010 „Sonnige Grüsse“ an das „Opfer“ versandt. Möglicherweise ist schon ein Vertrag geschlossen, Geld über den Tisch bei Burda gegangen… für die „Wahre Geschichte der CSD“ am Tag nach Prozessende…??

Dass die Nebenklägerin niemals die Wahrheit sagen wird, wahrscheinlich nicht einmal mehr sagen kann oder darf, das muss allen klar sein. Die Konsequenzen wären unabsehbar. Und sie ist wohl der Typ, der prima lügen kann; aber zur Wahrheit zu stehen, dazu braucht man Charakter und Anstand!

Jeder Mensch trägt einen Dämon in sich, der ihn reizt und ihn zu seinen Handlungen treibt.

Sokrates

 

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Leserbrief

Werte Frau Schwarzer,

es ist ja bekannt, dass sie grundsätzlich nur Ihren Standpunkt kennen und zulassen.

Verständlich! Vielen von uns geht das so. Das hat nicht einmal etwas mit Altersstarrsinn zu tun, so etwas würde ich Ihnen niemals unterstellen; leicht rechthaberisch sind wir ja alle.

Vor langer, langer Zeit hatten Sie ihre Erfolge. Möglicherweise haben Sie einigen Frauen geholfen. Ich kann das nicht beurteilen, ich brauchte Sie und Ihre Bewegung noch nie. 

Warum haben Sie nicht Ihr Bundesverdienstkreuz genommen, es sich um den Hals gehängt, und gut war es? Jetzt fangen Sie an, lächerlich zu werden. Haben Sie das Statement der Studenten gelesen? Das ist unsere Jugend, auf die sollten wir hören. Denn wir, Frau Schwarzer, können nur mehr raten, aber nicht mehr führen oder tonangebend sein! Und Ihre Ansichten sind wirklich überholt.

Natürlich werden Sie zu TV- Sendungen eingeladen, aber nicht, weil man Ihre Meinung hören will, nein, ganz und gar nicht. Sie werden aufgeboten, weil mit einer Krawalltante im „Talkteam“ höhere Quoten erreicht werden können.

Weil man weiss, dass Sie Andersdenkende, die Ihnen missliebig sind, öffentlich beleidigen und ankeifen, wie Sie es z.B. mit Frau Friedrichsen getan haben, kann der Sender mit ein paar Zusehern mehr rechnen. Da geht es also weniger um Ihre Ansichten, sondern darum, dass ein Clown in der Runde präsentiert werden kann.

Aber sehen Sie, die Frauen sind inzwischen emanzipiert, und die es nicht sind, werden es auch nicht mehr schaffen. Da können Sie noch so herumschreien!

Und im Fall Kachelmann präsentieren Sie genau diese Frauen, die sich nicht emanzipieren liessen, als arme, geschändete und betrogene Opfer. Dabei haben diese Häschen doch nichts anderes gemacht als das, was Sie seit den 1970-er Jahren propagieren. Sie sind mit einem Mann – freiwillig! – ins Bett gestiegen und haben das sehr genossen; „ der Sex war wunderbar“! Aber, jetzt kommt der Unterschied, möglicherweise, weil diese Girlies nicht regelmässig Emma gelesen haben: diese Frauen wollten genau das, was Millionen von Frauen seit Jahrhunderten lebten:

Diese Frauen wollten in keine „freie Sexualität und ökonomische Unabhängigkeit“! Nein, meine Beste, sie wollten ganz rasch ein Häuschen mit Garten, nicht mehr den Kampf um die Karriere. Und möglichst rasch Kinderchen, um den angeblich so Geliebten in die christlich-bürgerliche Moralvorstellung von Tante Else, Onkel Edwin, Mama und Papi – das Kind muss unter die Haube – einzubinden. Ihm subito die Luft zum freien Atmen abzuschnüren, ihn in einen Puschenheini verwandeln. Haben Sie, Frau Schwarzer, nicht gerade DAS immer bekämpft?

Sie müssten eigentlich heulen, wenn Sie von solchen Frauen hören und lesen. Man sieht aber auch, dass Sie vom Zusammenleben von Frau und Mann ausschliesslich theoretische Kenntnisse haben, sonst würden Sie nicht so viele Eigenartigkeiten darüber verbreiten!

Ach ja, lesen: woher haben Sie eigentlich die Gewissheit, dass diese Frauen die Wahrheit sagen? Haben Sie mit allen Kontakt aufgenommen und nicht nur mit dem MO, an das Sie sich mit E-Mails angebiedert haben, an die Sie dann plötzlich nicht erinnern wollten? Ich meine, eine Gazette wie die Bunte lesen Sie doch sicher nicht, die ist doch überwiegend sexistisch! Oder gilt das nicht, wenn es um Jörg Kachelmann geht? Gehen Sie, voreingenommen wie Sie sind, auch mit der Bunten einig, wie Sie es jetzt mit der Bild-Zeitung machen, nur um Jörg Kachelmann zu schaden? Jetzt auf einmal tolerieren Sie halbnackte Mädchen auf Titelbildern, was Sie vor nicht allzu langer Zeit noch angeprangert haben, nur um Ihre Pamphlete gegen Jörg Kachelmann loszuwerden? Man paktiert mit dem Teufel, um „Beelzebub“ diffamieren zu können? Das ist doch einfach nur verwerflich!

Sehen Sie, ich glaube zu allererst einmal einer Frau gar nichts. Warum? Weil ich alle Mätzchen und Schachzüge kenne, sie teilweise selber angewandt habe. Sie aber, Frau Schwarzer, nehmen jedes Wort dieser Teilzeitgeliebten für bare Münze, hinterfragen den Wahrheitsgehalt überhaupt nicht. Was in der Bunten, der Bild-Zeitung und dem Focus steht, ist für Sie eine Tatsache. Dabei hätte Ihnen, wenn Sie sich wirklich mit der Causa Kachelmann beschäftigt hätten, klar werden müssen, dass manche Verhältnisse nur über wenige Monate gingen, mit sporadischen Sextreffen. Von Partner- oder Lebensgemeinschaft kann hier nicht die Rede sein. Man hat sich zum Zwecke der sexuellen Entspannung getroffen – in welcher Form die stattgefunden hat, geht keinen, weder Sie, noch mich, noch den Staatsanwalt oder die Bildleser etwas an. Dafür hat es Annehmlichkeiten, wie bares Geld, Zahlung der Zahnarztrechnungen, Mietzuschüsse und vieles andere gegeben, aber das war es dann schon.

Nicht einmal die von Ihnen so bedauerte CSD kann sich auf eine Partnerschaft berufen. 4015 Tage, davon gerade mal ca. 132 Tage Treffen, mit immer gleichem Ablauf – Sex, Essen, TV -: das kann nicht einmal der Wohlmeinendste als Partnerschaft mit Eheversprechen werten. Kein Weihnachten, kein Ostern im Kreis von Mamili, Papili und Tante Mitzi, ein einziger Trip nach Oklahoma, rasche Treffen in Herrenschwand mit dem Wanderlaken im Gepäck!

Müssen Sie nicht vor Wut in Ihre Schreibtischkante beissen, wenn Sie so etwas hören oder lesen? Das sich eine Frau aus freiem Willen selber so erniedrigt? Nie etwas hinterfragt oder irgendwann auf den Tisch haut und den Mann rauswirft? Das entspricht doch so gar nicht Ihrem Dogma!

Aber klar, nicht sie trägt die Schuld, nein, natürlich nicht: Jörg Kachelmann hat sie ja 11 (in Worten ELF) Jahre lang dazu gezwungen! Sehen Sie nicht, wie absurd diese Anschuldigung ist?

Er hat keines dieser Geschöpfe gezwungen! Nicht eine einzige, alle haben sehr gerne mitgemacht. Sicher, wir wissen genau, was Mann und Frau erzählen, um das Objekt ihrer Begierde dorthin zu bekommen, wo sie es haben wollen. Ja, auch Frauen, Frau Schwarzer, sind im Versprechungen-Machen Meister der Märchenkunst.

Manchmal zieht einfach schon die Vorstellung: Ich will eine gute Hausfrau sein (schrecklich); ich will deine sexuellen Wünsche erfüllen (schon besser). Dazu gehören aber Diskussionen, die beide wollen und ernst meinen. Es liegt an jedem einzelnen, ob er darauf eingeht oder nicht. Und glauben Sie mir, das muß im Fall Kachelmann ganz und gar anders gelaufen sein. Sonst hätte es wohl schon vor Jahren gekracht! 

Jemanden zu erlauben, wie es das von Ihnen so in den Himmel gehobenen MO tat, er dürfe andere Sexpartnerinnen haben, wenn es denn nur mit Kondom geschehe, müsste auch Ihnen, Frau Schwarzer, zu denken geben. (Aber nein, ich vergesse ganz, das von Ihnen so verehrte Paar Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre haben ja nichts anderes getan.)

Da versuchen Sie, ihren „treuen“ Schwestern im Geiste doch nur etwas vorzumachen. Denn wenn wir es richtig sehen, dann sind immer noch 80% der Frauen der Ansicht, wenn er mich hat, braucht er keine andere, und mit dem Ehering hat der Partner aufzuhören, ein Mann zu sein, und ausschliesslich zwischen Ikea-Ambiente und Barchentdecke zu funktionieren. Daran konnten sie, Frau Schwarzer, gar nichts ändern.

Sie hätten sich wirklich besser über die Protagonistinnen im Fall Kachelmann informieren sollen. Oder hat man Sie vielleicht abgewiesen, weil keine der Püppis gerne mit Ihnen in Zusammenhang gebracht werden wollte? Oh nein, Ihnen geht es nur darum, das aussergewöhnliche Leben des Jörg Kachelmann zu verteufeln. Und genau dabei outen Sie sich jetzt: alles was Sie einer Frau zugestehen wollen, das darf ein Mann nicht mehr. Frauen sollen sich – in jeder Hinsicht – emanzipieren und das auch mit allen Mitteln durchsetzen. Aber ein Mann, der das tut, der nicht konventionell lebt, ist für Sie ein Verbrecher.

Und weil Sie das denken, versuchen Sie, auf das Urteil in Mannheim mit Ihren Aktionen – Schreiben an Staatsanwalt und Gericht, Beeinflussung des Therapeuten, eventuell auch des Anwalts des MO – grösstmöglichen Einfluss zu nehmen.

Sogar die Lügen von CSD finden Sie gerechtfertigt, Frau Schwarzer. Wollen Sie die Gesetze geändert sehen? Angebliche Opfer dürfen lügen wie gedruckt, um jemanden ins Gefängnis zu bringen, egal ob er schuldig ist oder nicht?

Sie wollen Jörg Kachelmann verurteilt sehen, koste es, was es wolle, egal wofür, und wenn es nur für 5 oder 6 Geliebte ist, die sich zusammengeschlossen haben, um ihn hinter Gitter zu bringen, „weil er die Seele verletzt hat“. Diese unsäglichen Spiele machen Sie mit, auf diesen Zug sind Sie aufgesprungen, um sich wieder ins Gespräch zu bringen!

Denn den Grundsatz der Unschuldsvermutung haben Sie mit der Vorverurteilung in Ihren tendenziösen Artikeln leider schon lange mit Füßen getreten!

Ja, Frau Schwarzer, wenn CSD nur so gehandelt hätte wie Lorena Bobbitt, nicht wahr, dann hätten Sie heute nicht solche Mühe mit Jörg Kachelmann, dann können Sie wieder jubeln:

Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische* Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!

Alice Schwarzer: Emma 1995 (Quelle Wikipedia)

 *und Ihrer Meinung nach auch deutsche Hausfrauen? Aber warum- Ihrer Meinung nach –  eigentlich nur Hausfrauen?

R.E.N

P.S. Jetzt fällt mir etwas auf! Womöglich hat sich CSD doch daran erinnert, dass „Küchenmesser“ nicht mehr nur zum Petersiliehacken zu gebrauchen sind. Sie sind auch zum Untermauern einer möglichen Falschbeschuldigung bestens geeignet! Wäre das in Ihrem Sinne, Frau Schwarzer?

 

 

Was ist Emanzipation anderes als der Versuch einer Mehrheit der Frauen, denen es an Intelligenz fehlt, sich auf dieselbe Stufe mit den Männern zu stellen, die sie selbst emporheben, -  während die Klugen schweigend darüber stehen.

Ivonne Weingart

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Der Zufall ist eine böse Macht, der man so wenig wie möglich anheimstellen soll.  *

 Es gibt eine Unzahl von sehr merkwürdigen Zufällen im Fall Kachelmann, einige habe ich aufgelistet. Ich bin aber überzeugt es gibt noch viel mehr davon!

Zufällig wird im, zwischen „Christina Brandner“ und ihrer Rivalin geführten Chat, der Name FRANK genannt?

Zufällig wird eine Tankstelle in Kanada erwähnt, obwohl doch CSD niemals in Kanada war?

Zufällig bekommt CSD ausgerechnet Tickets die auf den Namen von SVS ausgestellt sind?

Zufällig will CSD einen anonymen Anruf von einem Mann bekommen haben?

Zufällig wurde J.K. in ein einem Restaurant zu Speyer mit einer „dunkelhaarigen“ Frau gesehen?

Zufällig wusste Denise W. bereits seit 2007 Namen und E-Mail-Adresse von CSD?

Zufällig war 2007 SVS bereits in Kanada?

 11 Jahre lang : Ankunft von J.K. –Sex – Essen! Wir hatten niemals Kuschelsex!

Zufällig soll das am 8.2.2010 auf einmal anders gewesen sein?

Zufällig wartet CSD mehr als 5 Stunden bevor sie – nein, nicht die >Polizei was das richtige Vorgehen wäre< sondern ihre Eltern über die angebliche Vergewaltigung informiert.

Rein zufällig greift der Papa zum Telefon und nicht sie!

Zufällig nennt die Mutter bei den Polizeibeamten den Namen Jörg Kachelmanns und nicht CSD!

Zufällig hat CSD die selben blauen Flecken schon ein Jahr vorher fotografiert.

Auch hier variiert ihre Aussage, mal waren es Bildchen nach dem Sex extra für J.K. angefertigt, mal die Überprüfung der was? Ach ja, der „Selbstheilungskräfte“…. Zufall?

Zufällig hob – nach eigenen Angaben- CSD anlässlich der Putzorgie das „bluttriefende“ Messer auf, legte es weg, damit es die Ermittler, auch wieder ganz zufällig, dann am Teppich fanden?

Zufällig liegt der Tampon zuoberst im KÜCHENMÜLL, und nicht im Bad /Toilette, wo er eigentlich hingehört!

Selbstverständlich rein zufällig gibt es dafür keine plausible Erklärung wer den Tampon dort deponiert hat!

Wann waren diese Tatortermittler eigentlich in der kleinen Dachwohnung tätig?

Reiner Zufall, dass die Couch vergessen und erst 1 Monat später untersucht wurde?

Zufällig war Vater D. nicht mit bei der ersten polizeilichen Einvernahme!

Zufällig brachte CSD Kleid und Slip in einer Tüte mit zur Polizei und ebenso zufällig erzählte sie Dr. Kerstin B. in Heidelberg, die Kleidung wäre noch zu Hause.

Zufällig macht CSD sehr unterschiedliche Zeitangaben, was die angebliche Tat betrifft!

Zufällig lügt sie mehrfach bei den diversen Einvernahmen!

Zufällig ist die Frontalkamera am 30.3.2010 bei einer weiteren Einvernahme von CSD defekt und ebenso zufällig merken die einvernehmenden Beamten( auch Frau Polizebeamtin Lapsit) das – bis kurz vor Schluss – nicht!

Zufällig wohnt die –Freundin und Helferin – Polizistin Carin L. in Ketsch.

Zufällig empfiehlt genau diese Polizistin CSD den Weissen-Ring-Anwalt Franz aus Ketsch!

Und zufällig befindet sich Justizminister Goll am 9.2.2010 in Ketsch!

Und ganz zufällig ist der – nach 6 Wochen todesangstriechende und lange Verstorbene analysierende – Prof. Seidler –  welcher nunmehr der Haustherapeut von CSD und Lieblingsexperte der Staatsanwaltschaft ist – ebenfalls vom Weissen Ring!

Zufällig sind Richter Seidling und Vater D. im gleichen Verein involviert, kennen sich aber rein zufällig überhaupt nicht!

Zufällig ist Hans Peter Müller in Oftersheim (Seidling Vorstandmitglied für Recht und Sport) Kassenwart und Erster Vorsitzender in Schwetzingen(Vater D. langjähriger Vorsitzender)“Erster Polizeihauptkommissar a.D. langjähriger stellvertr. Revierleiter Polizeirevier Schwetzingen!“

Zufällig verschwinden plötzlich – nachdem das bekannt wird- Fotos und Beiträge beider Sportklubs aus Schwetzingen/Oftersheim aus dem Internet.

Zufällig ist, als bekannt wird, wer der angebliche Täter und wer das angebliche Opfer ist, das Internet fast völlig D………lfrei!

Zufällig ist Vater D. ehemaliger Schöffe und kennt sich in der Strafverfolgung und /oder deren Möglichkeiten bestens aus!

Zufällig ist der OB von Schwetzingen mit allen Beteiligten gut bekannt und ist der erste „Promi“ der sich vorverurteilend zu dem Fall äussert!

Zufällig sind am 22.3 bereits bestimmte Journalisten und Gazetten über die Namen der Freundinnen Jörg Kachelmanns informiert, so dass sie die Möglichkeit haben, an den Wohnorten die Nachbarn zu belästigen!

Zufällig fährt ein Bildreporter nach Hamburg um SVS am Arbeitsplatz abzuholen und zu befragen!

Nur aus reinem Zufall, soll Jörg Kachelmann noch im März 2010, und mit dem Versuch nicht legale Mitteln anzuwenden, aus der Firma gedrängt werden!

Zufällig wird CSD von den Ermittlern über den Stand der Ermittlungen, der Ankunft J.K. in Europa, der Beschlagnahme des Laptops u.a.m. ausführlich unterrichtet!

Zufällig wird CSD mehrfach von  der Polizistin Carin L. zu Hause besucht!

Zufällig hat SVS die Möglichkeit, die Polizei zu beauftragen, sie über die Namen und Adressen anderer Teilzeitgeliebten zu informieren. Was ja scheinbar auch funktioniert hat!

Zufällig findet man auch kaum mehr etwas über den Staatsanwalt Lars Torben Oltrogge, nach dem er – natürlich rein zufällig – mit Repressalien gedroht hatte!

Zufällig vergisst Staatsanwalt Oltrogge Herrn Professor Brinkmann mitzuteilen, dass die Fotos der blauen Flecken nicht 30 Minuten, sondern nur Sekunden auseinander lagen!

Zufällig erhebt Staatsanwalt Oltrogge Anklage gegen Jörg Kachelmann, ohne das von ihm in Auftrag gegebene Gutachten von Prof. Greuel , abzuwarten.

Zufällig beurteilt eben jene Professorin Jörg Kachelmann, ohne ihn jemals gesehen oder gesprochen zu haben, nur auf Grund der Aussage von CSD und der Chatprotokolle.

Obwohl sie der Aussage von CSD „ nicht das Mindestmass einer Glaubwürdigkeit und eine hohe manipulative Tendenz“ bescheinigt! Zufall , dass sie sich damit in den „Geruch“ der Befangenheit begibt?

Zufällig vergisst die Staatsanwaltschaft Handakten vorzulegen, sodass RA Schwenn diese reklamieren musste!

Zufällig nimmt Polizist D. aus Schwetzingen seine Tochter zum Event *Kachlemannverhaftung* mit! Und ebenso zufällig wissen die Kollegen davon!

Zufällig widmet der Programmdirektor von Radio Sunshine, anlässlich einer Preisverleihung, CSD als Kollegin “ die viel durchmacht“ diesen Preis!

Zufällig bleiben das Landesgericht und die Staatsanwaltschaft Mannheim bei dem Prozesstermin vom 6.9.2010, obwohl die Ermittlungen schlecht, die Beweise kaum verwendbar und das OLG feststellte, dass „Bestrafungs- und Falschbelastungsmotive“ nicht ausgeschlossen werden können, und überdies  keinen dringenden Tatverdacht mehr sah.

Zufällig werden anerkannte und höchstqualifizierte Gutachter, von einem kleinen Provinzstaatsanwalt als befangen und – weil von Herrn Kachelmann bestellt und bezahlt – als käufliche, geldgeile Kerle, die Gefälligkeitsgutachten erstellen,  hingestellt. Während seine – tatsächlich Geld- und Promigeilen – Zeuginnen nicht nur den roten Teppich ausgerollt bekommen, nein, auch jede Unterstützung von ihm (Einfahren in die Gerichtsgarage, abschirmen durch Polizei etc.) erhalten, damit die ekelhafte Artikel, in den voreingenommenen Schmuddelblättern, gut verkäuflich sind.

Zufällig findet Staatsanwalt Lars Torben Oltrogge immer wieder – gerade wenn seine Beweise sich in Luft auflösen- neue „Belastungszeuginnen“ die mit dem KERNGESCHEHEN überhaupt nichts zu tun haben, aber seinem -Oltrogges- moralischen Anspruch genügen, dass Jörg Kachelmann verurteilt gehört, weil er so „amoralisch“ mit Frauen umgeht.

 Und das kann Baron von Suderstein nicht ertragen! Damit bringt er sich – ganz zufällig selbstverständlich – im BW (christlich-bürgerlich-gutmenschlich) kurz vor der Wahl ins Gespräch!

Und zufällig finden sich auch immer „demimondes“, die sich gerne dafür hergeben!

Rein zufällig fährt Lars Torben Oltrogge um genau diese -haarsträubenden – Aussagen aufzunehmen, quer durch Deutschland. Bedroht , nur ganz zufällig – Aussageunwillige mit polzeilicher Vorführung. Und reist, welch ein Zufall, auch gerne- mit dem ganzen Tross aus Mannheim, auf Kosten der Steuerzahler –  in die Schweiz, um eine solche Person, die nichts zur angeklagten Tat beitragen kann, ihre infantilen Unsinnigkeiten abzukaufen!

Wir halten fest, dass es natürlich ein Zufall ist, dass er diese „Belastungspüppis“ Monate nach der Anklage oder während des Prozesses, wie Kaninchen aus seinem staatsanwaltlichen Hut zieht!

Es ist natürlich und selbstverständlich ein grosser Zufall, dass die Klatschblättliknipserin diese „Böse Blickgeschichterln“ schon ausführlich, von Rivalinnen, erzählt, in den Medien nachlesen konnte!

Und ist es wirklich nur ein Zufall, dass an den meisten Verhandlungstagen die ÖFFENTLICHKEIT ausgeschlossen wird? Dass Richter Seidling den Prozess Kachelmann durchgehend zu einer „Geschlossenen Gesellschaft“ erklären will?

Zufällig beauftragte Richter Seidling die Wachebeamten, welche am Eingang kontrollieren: Herrn Prof. Dr. Bernd Brinkmann, Jurist und Mediziner,  habilitiert für Rechtsmedizin, anerkannter Wissenschaftler und Aufdecker der absurden jahrelangen polizeilichen Mord-Ermittlung , die sich dann als Verunreinigung der „Wattestäbchen“ in der Produktion herausstellten...besonders scharf und genau unter die Lupe zu nehmen, abzutasten und damit herab zu würdigen!

Nachtrag: UND REIN ZUFÄLLIG WILL PROFESSOR RAINER MATTERN (langjähriger Einwohner von Schwetzingen) JETZT GANZ RASCH EIN DRITTES GUTACHTEN ERSTELLEN!

Beim Zufall handelt es sich um den Übergang aus einer Ausgangssituation, die mehrere Endsituationen ermöglicht, in genau eine dieser Endsituationen, wobei zum einen keine erkennbare Ursache für das Zustandekommen dieser einen Endsituation vorliegt und zum anderen bei wiederholtem Vorliegen derselben Ausgangssituation auch die anderen Endsituationen eintreten können. (Wikipedia)

*Arthur Schopenhauer

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Ist aber nichts an dem, dessentwegen sie mich verklagen, so darf mich niemand preisgeben.( tà biblia)

 Es gibt keine Beweise!

 Das Mo und Nebenklägerin CSD hat nachweislich mehrfach bei den Vernehmungen vor Polizei und Staatsanwaltschaft gelogen. Mehrfach…..: Die Frau hatte sich entschieden nicht die Wahrheit zu sagen.

Der „Beipackbrief“ zu den Flugscheinen wurde von ihr verfasst.

Die Tickets hatte sie bereits seit Ende 2008.

Sie wusste seit 2006, dass Kachelmann auch andere Frauen hatte. Dafür hat er von ihr „plein pouvoir“ erhalten, so es denn nur mit Kondom geschieht.

Von der Facebooksuche wollte sie nichts wissen!

Was hat sie wirklich in den langen- mindestens –  5 Stunden  zwischen 2 Uhr und dem Anruf bei der Polizei durch ihren Vater gemacht?

Warum hat sie die Wohnung geputzt?

Wie kam das Messer wieder auf den Teppich, nachdem sie angegeben hat, es aufgehoben und weggelegt zu haben?

Das Messer trägt keine beweisrelevanten Spuren und gehört deshalb ausgeschlossen!

Wer hat den Tampon im Küchenmüll – für die Ermittler dekorativ – deponiert?

Die Zeit der angeschuldigten Tat war gegen 2 Uhr, wie CSD ruhig und gefasst der Ärztin Dr. Kerstin B. erzählte:

Die gynäkologische Untersuchung der Frau sei unauffällig gewesen, gab die 28-jährige Assistenzärztin vor Gericht an. Die 37-Jährige habe „sehr ruhig und gefasst“ gewirkt und habe nicht geweint. Sie habe weder den Namen des mutmaßlichen Täters noch Genaueres zum möglichen Tathergang gesagt, sondern lediglich berichtet, dass es am Abend Streit mit ihrem Freund gegeben habe und er sie gegen 2.00 Uhr vergewaltigt und mit einem Messer bedroht habe.

Ich bin überzeugt, dass es darüber ein Untersuchungsprotokoll und Aufzeichnungen gibt. Ebenso, dass Frau Dr. Kerstin B. keine Veranlassung hatte, falsche Angaben im Untersuchungsbericht oder vor Gericht zu machen.

Damit fällt aber die Annahme der Staatsanwaltschaft, die mutmassliche Tat wäre sich zwischen 0 Uhr 30 und 1 Uhr begangen worden weg. Wer aber hat dieses Zeitfenster tatsächlich aufgestellt, CSD die sich sowieso immer in Lügen verstrickt hatte, oder die Vernehmungsbeamten, oder etwa sogar die Staatsanwaltschaft?

Wenn man also eine angebliche Tatzeit von „gegen“ 2 Uhr früh annimmt, stimmen Jörg Kachelmanns Aussagen, welche von den Hotelangestellten, den versandten E-Mails, der Fahrzeit (Winter-Strassenzustand-Nacht) bestätigt wurden!

Ausserdem ist Kachelmann Brillenträger, es kann durchaus sein, dass er kein besonders rasanter Nachtfahrer ist!

Somit ist die von Staatsanwalt Lars Torben Oltrogge „verlorene“ Stunde wohl gefunden. Auch wenn ihm das ganz und gar nicht gefallen dürfte. Und dieses Detail fast ganz aus den Berichten verschwunden „worden“ ist!

Carin Lapsit, die freundliche Polizistin erzählt vor Gericht, das von ihr so geschätzte MO hätte das Strickkleid und den Slip zu Polizei in einer Tüte mitgebracht. Die Rolle dieser Polizistin ist überhaupt sehr undurchsichtig!

Das MO erzählt der Ärztin, die Kleidung sei zu Hause und müsse erst geholt werden!

Die Spermawischspuren und das Blut, sowie die DNA von J.K. und CSD  auf dem blauen Badezimmerhandtuch sind logisch. Also wenigstens die Hände wird man sich nach dem Sex und vor dem Essen gewaschen haben. Kein Indiz für Vergewaltigung!

 Am Stofftaschentuch, welches im Volvo J.Ks. gefunden wurde, befanden sich Speichel und Blut von ihm. Keiner weiss wann dieses Stofftaschentuch benutzt wurde. Und solche Spuren können durchaus auf einem Taschentuch sein, bei jedem. Auf die Lippe gebissen, an einer Dose beim trinken verletzt. Möglichkeiten gibt es viele. Kein relevanter Beweis!

Auf der Bettdecke gäbe es vielfältige Blutspuren, verwischtes Sekret.
Für das LKA sei es aber unmöglich festzustellen, ob das Menstruations- oder Verletzungsblut ist! In der Mitte des Bettes ist das Sekret eine Spermaflüssigkeit gewesen. Ebenso eine Wischspur mit Blut. Ob das Verletzungsblut ist, kann nicht festgestellt werden! Ergo kein Beweis!

Das deckt sich doch mit den Angaben Jörg Kachelmanns! Als er kam habe man Sex gehabt, erst oral, dann normal. Natürlich müssen auf der Bettdecke die entsprechenden Spuren zu finden sein. Aber ein Indiz für eine eventuelle Vergewaltigung ist daraus nicht zu konstruieren! Ein Beweis ist das schon gar nicht!

Das auf der Couch keine Spuren gefunden wurden schein mir nicht abwegig. Denn diese Untersuchung wurde er 1 ( in Worten Ein ) Monat nach der angeblichen Tat vorgenommen. 

Möglicherweise sogar erst nach der Aussage von J.K. am 24.3? Das ist genau abzuklären. Und wie vielen Reinigungsprozeduren kann diese Couch inzwischen unterworfen worden sein. Das kann bereits in der Nacht vom 8/9.2.2010 begonnen haben. Denn laut Angaben J.K. hat man ja nach dem Sex ,nackt, vor dem Fernseher , gegessen. Es könnte sein dass es „getröpfelt“ habe.

Da stellt sich die Frage, wie wurde diese Untersuchung vorgenommen- oberflächliche Abriebe?  Jeder weiss, dass es auch andere Untersuchungsmethoden gibt um Blut oder Sperma sichtbar zu machen. Warum wurde nicht der ganze Bezug abgenommen? Bezugsstoffe sind sehr stark, es könnte doch sein, dass Flüssigkeiten an die Unterseite gesickert sind!

Wie in einem „Tötungsdelikt“ sind die Ermittler ganz bestimmt nicht vorgegangen. Die ganze Untersuchung war dilettantisch und sicher nicht nach dem neuesten Stand der Forensik!

Es gibt also nur die Aussage von CSD. Es gibt keine Beweise!

Führende Wissenschaftler bezweifeln den angeblichen Tatvorgang: die Professoren Brinkmann, Kröber, Rothschild, Dr. Schulthess , Dr. Rand, Dr.Püschel, auch Prof. Ellinger etc. Wer ein, der Staatsanwaltschaft nicht genehmes, Gutachten erstellt, wird als befangen erklärt und abqualifiziert!

Und wenn Professor Rainer Mattern jetzt ein drittes Gutachten konstruieren will, um der Staatsanwaltschaft zu gefallen und Beweise herbei zu schaffen, dann wirft das kein gutes Licht auf diesen Herrn, der Jahre in Schwetzingen domiziliert war!

Selbst Prof. Dr. Luise Greuel bescheinigt CSD eine „hohe manipulative Tendenz“ , auch wenn sie sich – auf welchen Druck auch immer – dann zu einer Einschätzung über Jörg Kachelmann hinreissen liess, was durchaus als grenzwertig zu betrachten ist. Ihr Gutachten zeigt jedoch – im Grossen und Ganzen – dass von einem Beweis das CSD die Wahrheit sagt, keine Rede sein kann.

Führende Rechtsexperten prangern die Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft und des Gerichts an!

Last but not least:

Die Vorladungen und Aussagen der „Beischlafdämchen“!  Zum eigentlichen und angeklagten Tatgeschehen können diese Geschöpfe nichts, aber schon gar nichts beitragen. Denn keine diese Püppis war am 8.2.2010 in Schwetzingen dabei! Es muss dem Gericht und der Staatsanwalt doch klar sein, dass sie nur ihre Hass – und Rachegefühle ausleben wollen(wollten) weil sie nicht die Nr.1 in Jörg Kachelmanns Diary waren. Eben, mehr oder weniger gut honorierte, Sexpartnerinnen.

Diese Aussagen haben also mit dem angeklagten KERNGESCHEHEN nichts zu tun und werden von den Staatsanwälten Gattner und Oltrogge nur an den Haaren herbei gezerrt um ein möglichst schlechtes Licht auf Jörg Kachelmann zu werden. Aber als Beweise sind diese Angaben sicher NICHT zu werten. Wenn man jetzt sogar in die Schweiz reisen will um ein solches Girlie zu vernehmen, dann ist das nicht nur Verschwendung von Steuergeld, es ist auch eine Infamie der Staatsanwaltschaft, wie es wohl einmalig in der deutschen Prozessgeschichte ist!

Es gibt keine Beweise, es gibt nur Lügen von dem MO, CSD, es sollen aber Beweise konstruiert werden. Denn Jörg Kachelmann muss verurteilt werden, die Mittel und Wege welche die Staatsanwaltschaft und Richter Seidling – dessen Verstrickung in diesem Fall sehr undurchsichtig ist – anwenden, sind nicht mehr nachvollziehbar. Ob diese inquisitorische Methode noch mit dem Recht in Einklang zu bringen ist, mag durchaus bezweifelt werden.

Jörg Kachelmann ist unschuldig. Aber er soll für sein unkonventionelles Leben – nach Ansicht der Mannheimer Staatsanwaltschaft, der 5.Strafkammer – verurteilt werden. Denn nach deren Rechtsverständnis ist nicht die mutmassliche Vergewaltigung die Rechtsgrundlage, sondern dass er eben mehrere Geliebte -gleichzeitig – hatte und das geht wohl nicht an! Deshalb werden auch immer mehr solche Racheteufelinnen aus dem Hut gezogen!

Und es stellt sich immer noch die Frage: Was hat Justiziminister Goll am 9.2.2010 im Goldenen Lamm zu Ketsch noch- ausser dem Bericht der Landeshauptstadt – besprochen?

 

Viel größer noch als die Genüsse der Sinnenlust
sind die befriedigten Gefühle der Rachsucht.

Honoré de Balzac
 
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© Gerd W. Heyse

Erinnern wir uns, am 1.7.2010 konnte man lesen, dass die Hauptverhandlung am 6.9.2010 eröffnet würde.

Mittag dementierte das Landgericht diesen Termin, es sei noch kein Entscheid gefallen!

Am späten Nachmittag verkündete das Gericht dann überraschend, dass das Hauptverfahren doch am 6.9. eröffnet werde.

Was war dazwischen passiert? Dr. Birkenstocks Rechtsschrift war beim Gericht eingetroffen – das aber wohl unabhängig davon längst entschieden hatte.

Warum diese Entscheidung innerhalb von wenigen Stunden?

Weil Richter Michael Seidling doch voreingenommen war?

So wie Oberbürgermeister René Pöltl , der sich bereits im März  eindeutig festgelegt hatte: Ich halte sie für äusserst glaubhaft?

Bürgermeister und Richter kennen sich gut, nicht nur weil beide in der Kommunalpolitik aktiv sind.

Nein, auch von gemeinsamen Feiern beim Handballverein Oftersheim/Schwetzingen . Eine Fusion von TV Schwetzingen und TSV Oftersheim . Im ersten Club war Walter D. viele Jahre Präsident, im anderen ist der Richter heute noch Vizepräsident. Aber auch Walter D. hat Beziehungen zum Oberbürgermeister, sie feierten gemeinsam Jubiläum im TV Schwetzingen.

 Der Bürgermeister ist natürlich nur einer von mehreren Bekannten des Richters und Walter D. Roland Seidel z.B. der ehemalige Leiter des Schwetzinger Kultur und Sportamtes und heute noch Präsident des TSV Oftersheim,  – Vize ist Richter Seidling. Mit Walter D. feierte Seidel das 20-Jahr-Jubiläum der Geschäftsstelle des TV Schwetzingen.

Quelle Sonntagszeitung ch.

Quelle Sonntagszeitung ch.

Und Richter Michael Seidling sagt ohne mit der Wimper zu zucken: Ich kenne diese Familie nicht.Es gibt keine Nähe zwischen uns!

Walter D. ist ehrlicher, er legt bei der Frage: Kennen Sie Richter Seidling, den Telefonhörer auf. Er wollte wohl nicht lügen!

So frage ich mich, wer hat entschieden, dass Richter Seidling NICHT befangen ist? Wurde das in der kurzen Frist überhaupt ausreichend überprüft. Eventuelle Zeugen dafür gehört? Oder reichte den Richterkollegen das Wort Herrn Seidlings, das eventuell so nicht der Wahrheit entsprach? Wurde Walter D. bei seiner Einvernahme darüber befragt- vielleicht sogar mit dem Hinweis der Eidesleistung?

CSD hatte die Tickets seit Anfang 2008 in ihrem Besitz. Seit 2006 wusste sie um andere Frauen die Jörg Kachelmann neben ihr hatte. Die von ihr toleriert wurden. Warum hat sie weder 2006 noch 2008 diese Beziehung beendet? 

Warum nicht nach dem angeblich so schrecklichen Urlaub in Oklahoma?

CSD war einmal mit ihm in der Schweiz, wo? Es gab doch nur zwei Häuser, in dem einen wohnt Helen Sch. dem anderen Katja H.

Wieso wusste sie bei der Einvernahme dann weder Namen, noch Sitz der Firma Jörg Kachelmanns? Sie war doch angeblich 11 Jahre lang die Lebensgefährtin.

Wer hat die Pläne – die angeblich in den Chatprotokollen zu lesen sind – wirklich geschmiedet.

In Chats wird so viel geschrieben, der Wahrheitsgehalt ist meist gleich Null. Gab es einen definitiven Heiratsantrag mit Terminplanung für die Hochzeit?

Davon müssten die Eltern aber gewusst haben. Denn CSD sagte ihrem Vater auf Anfrage: Wenn es etwas Neues gäbe, würde er es schon erfahren. Und das wäre doch etwas „Neues“ gewesen.

Warum, wenn alles so gewesen ist wie CSD aussagte, hat sie dann gegenüber der Polizei mehrfach gelogen?

Warum musste sie den „Beipackbrief“ fälschen?

Warum gab sie bei der Polizei und der Ärztin im Uniklinikum gegensätzliche Uhrzeiten an.

Warum hatte CSD sich auch noch vergewissert, dass J.K. auch ganz bestimmt an diesem Tag kommen würde?

 Nur weil es üblich war, dass sie ihn normalerweise nackt auf dem Bettliegend empfangen hatte und es sonst kalt sein könnte, weil die Heizung abgestellt wäre?

Und ausgerechnet an 8.2. sollte sich an dieser Praxis auf einmal etwas geändert haben? CSD wusste doch ganz genau, dass J.K. nur wegen dem SEX zu ihr kam, die aufgewärmten Nudeln werden nicht der wahre Grund gewesen sein.

Warum also die sexbereite Kleidung, die Komplettrasur, wenn man sie nicht damit gerechnet hatte, nur eine Aussprache wollte?

Warum hat sie wirklich mehr als 6 Stunden gewartet, bis sie zu den Eltern ging. Die Frau ist 37 Jahre alt, in dem Alter sollte man wirklich schon so weit sein, das Telefon bedienen  zu können und die Polizei anzurufen.

Was machte sie in der Zeit zwischen 2 Uhr und 8 Uhr wirklich?

Warum musste die Anzeige erst mit den Eltern abgesprochen werden?

CSD gibt einmal an J.K. hätte gesagt: „ Jetzt bist du dran“, bei einer anderen Vernehmung gibt sie an J.K. hätte gesagt „ Halt die Klappe, sonst bist du tot“. Diese Diskrepanz hätte den Vernehmungsbeamten schon frühzeitig auffallen müssen.

Warum wurde eigentlich nicht der ganze 14 seitige Beschluss des OLG Karlsruhe veröffentlicht, sondern nur Auszüge daraus?  

Die Weltwoche schreibt dazu: Der Bericht, welcher zur Freilassung von J.K. führte, wird seither wie ein Kronjuwel unter Verschluss gehalten!

Der Beschluss ist von hoher Brisanz. Er zeigt auf vierzehn Seiten, in aller Deutlichkeit, auf welch dünnem Eis die Anklage steht.

Er lässt nicht nur auf Parteilichkeit der Behörden schliessen, sondern auch auf schlampige Ermittlungsarbeit.

Wichtigste Erkenntnis: Bereits seit dem 20. April 2010 war den Mannheimer Untersuchungsbehörden bekannt, dass das vermeintliche Opfer konsequent über längere Zeit hinweg gelogen hat.

Planmässig gezimmerte Lügengebilde!

Warum wurde, als das OLG Karlsruhe festgestellt hatte –  “Die Nebenklägerin hat ein nicht unbeachtliches Fantasie- und Beharrungsvermögen unter Beweise gestellt. Dadurch, dass sie auch unter Befragungsdruck ihre Falschangaben durchgehalten hat, hat sie ihre Fähigkeit zur Konstruktion und Aufrechterhaltung einer Falschaussage unter Beweis gestellt..“ –  nicht sofort von der Staatsanwaltschaft gehandelt? Sie wären gesetzlich,  auch Enlastungsmaterial zusammen zu tragen, verpflichtet gewesen!

Die Zeugenaussage zur angeblichen Vergewaltigung wie wenig detailreich und genüge nicht den erhöhten Anforderungen an die Glaubwürdigkeit eines derart schwerwiegenden Vorwurfs.

Zu dieser Zeit lagen bereits die diversen Gutachten von LKA, Prof.Greuel, dem damals noch nicht abgelehnten Prof. Brinkmann, von Professor Mattern, Dr.Schulthess, Prof. Rothschild u.s.w. vor!

Warum, so frage ich mich wurde dann der Prozess doch so rasch angesetzt und nicht wenigstens jetzt, eine neue, unvoreingenommene Ermittlermannschaft, die keine freundschaftlichen Beziehungen zu CSD pflegte, herangezogen?

Man denke nur an die Couch, die Wochen später erst auf Spuren untersucht wurde! Die Hausbesuche der Polizistin Lapsit. Die Vorwarnung der Beschlagnahme des Laptops. Die freundliche Unterstützung der Polizistin während der Ermittlungen!

Warum hat Staatsanwalt Lars Torben Oltrogge – völlig unmotiviert und ohne das Greuel-Gutachten, eventuelle ausführliche Ermittlungsergebnisse abzuwarten – so früh die Anklage erhoben?

Schliesslich war ihm seit dem 20.April bekannt dass ihre „Kronzeugin“ in wesentlichen Punkten Falschaussagen gemacht hatte!

Bekannt deshalb , weil die Zeugin an diesem Datum erstmals von ihr gemachte Aussagen in Anwesenheit der Staatsanwälte korrigieren musste!

Die Erklärung des OLG liest sich gespenstisch: Die Mannheimer Staatsanwälte – involviert sind Gattner, Grossmann und Oltrogge – betrachteten die unwahren Aussagen gewissermassen als Beweis für die Vergewaltigung!

Für die Staatsanwälte waren die Falschdarstellungen die Folge einer „posttraumatischen Belastungsstörung“ des Opfers…. Aus den Lügen der Anklägerin leiteten sie einen Beleg für deren Glaubwürdigkeit ab.

Festgestellt hatte das aber Prof Seidler – jener Experte der Todesangst nach Wochen noch riechen kann und  lange Verstorbene analysiert – er hatte dies der Staatsanwaltschaft mitgeteilt, darum wurde er von CSD von der Schweigepflicht entbunden.

Nur, CSD gibt an, den Psychologen erst am 25.3 das erste Mal aufgesucht zu haben

Warum diese Eile im April 2010 ?

Warum wurde Frau Professor Luise Greuel von Staatsanwalt Oltrogge so vorgeführt? Das Gutachten war zum Zeitpunkt der Anklage NICHT fertig!

Anhand dieser Verdachtslage wäre die Mannheimer Staatsanwaltschaft eigentlich verpflichtet gewesen, ein Ermittlungsverfahren gegen das angebliche Opfer wegen Falschaussage und Vortäuschens einer Straftat einzuleiten, schreibt die Weltwoche weiter. Was jedoch bis heute nicht geschehen ist.

Warum eigentlich?

Warum wurden also diese fahrlässigen Ermittlungsergebnisse nicht korrigiert?

Die Justiz verschärfte den Fall Kachelmann auch noch dadurch, dass sie die Medien seit Monaten mit ihren Untersuchungsergebnissen fütterte.

Gerhard Strate, bekannter Strafrechtsexperte aus Hamburg konstatiert:“ Im Fall Kachelmann wurde ein regelrechter Aktenhandelt betrieben!“

Marlis Prinzig, Journalistik-Professorin Köln: Es ist ein medialer Volksgerichtshof!

Speziell Bild und Focus wurden zu Amtsblättern der Mannheimer Justiz.

Frage:  Wollte sich die Justiz in Mannheim die Unterstützung, die „carte blanche“ des „Volkes“, der Leserschaft holen, weil die Beweise einfach nicht ausreichen? Weil ja alles stimmt was in Bild und Focus steht, muss Jörg Kachelmann verurteilt werden.

Hat man deswegen bei der Staatsanwaltschaft Mannheim so viel Wert auf die Aussagen der „Beischlafdämchen“ gelegt, weil sonst ihre ganze Anklage sich in Luft auflösen würde?

Soll Jörg Kachelmann nur für einen ungewöhnlichen Lebensstil verurteilt werden, weil nicht sein kann, was nicht- nach christlich-bürgerlichen Moralvorstellungen – sein darf?

Werden deshalb die besten Gutachter Deutschland disqualifiziert und beleidigt? Aber der Hausarzt und Leibpsychiater von CSD als die ultimative Koryphäe anerkannt? 

 Mit 132 Tagen Untersuchungshaft wurde Jörg Kachelmann von der Staatsanwaltschaft bereits ein Teil seines Lebens gestohlen. Mit den absonderlichen Ermittlungsergebnissen und den „Fütterungen“ der Medien, ein weiterer Teil. Mit der Anklageerhebung und diesem absurden Prozess der Rest.

Nur sehr einfältige Individuen können zur Überzeugung gelangen, dass im Fall Kachelmann die Untersuchungen  gesetzeskonform,unvoreingenommen und fehlerlos ermittelt und bewertet wurden!

Ich glaube auch, der Fragenkatalog kann  unendlich ergänzt werden , jeden fällt etwas anderes auf.  Tampon oder der

Weisse Ring: War Kriminalhauptkommissar Thomas Habermehl persönlich der Ansprechpartner von CSD?

Ist es üblich, dass Kriminalbeamte angebliche oder mutmassliche Vergewaltigungsopfer auf den Prozess vorbereiten, das heisst Tipps und Tricks verraten oder geben? Und wenn ja, ab wann begleitet der Polizeibeamte dann diese MOs? Ist das nicht eine unangemessene Hilfestellung und eventuelle Vorverurteilung?

 Weiter das Vorpreschen des Anwaltes Franz im TV, Grossmanns tägliche Presseerklärungen, unendlich viele Fragen….

Ob es Antworten gibt? Kaum! Aber vielleicht Erklärungen?

 

Wo es Zweifel gibt, gibt es Freiheit.
Publius Syrus

Quellen : Weltwoche, Sonntagszeitung ch., Spiegel, Internet….

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13 – Jenseits vom Ende der Zeit – Schlussakkord 

Der Mensch hasst nur eines wirklich: die Wahrheit. – Tief in seinem Inneren liebt er es, betrogen zu werden und sich selbst zu betrügen.(Georg Rechner)

 

11.3 Sie würden sich für den Rest ihres Lebens hassen. Nie mehr würden sie miteinander sprechen. Dass es so enden musste, sei unfassbar und auch sehr traurig.

Anmerkung:  Dieser Eintrag ist so widersinnig, wie fast keiner anderer aus dem „Tagebuch“. Sie wollte doch in der Nacht von 8/9.2. das Verhältnis beenden. Was will sie noch einmal gesagt haben?

„Er möge die Wohnung sofort verlassen und NIE mehr wiederkommen!“

Und jetzt sinniert sie darüber, dass man nie mehr miteinander sprechen würde? 

Was hatte sie gedacht? Dass J.K. nach dieser schrecklichen Beschuldigung jemals noch Kontakt aufnehmen würde?

12.3. Aus diesem Albtraum gebe es kein Erwachen.

13.3. Was geschehe, wenn die Polizei in endlich gefasst habe? Dann beginne der Horror. Sie habe Angst vor der Zukunft – und davor, dass er ihre und ihrer Familie etwas antue.

Anmerkung:  Nicht nur, dass sie ihm eine mögliche Tötungsabsicht bei ihr unterstellte. Jetzt geht sie soweit, dass sie Jörg Kachelmann auch in den Verdacht bringt, er würde der Familie etwas antun. Was hat sie damit gemeint?  Was sollte er der Familie antun? Wie, wenn er doch verhaftet würde? Mörder dingen?

Sind diese Zeilen eigentlich noch ernst zu nehmen, ist dieses Tagebuch nicht der Versuch Jörg Kachelmann als Verbrecher hinzustellen, weil sie wusste, irgendwann wird es veröffentlicht, oder zu mindestens bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft bekannt?Suggestion? Manipulative Tendenz wurde ihr bescheinigt! Spielt sie in dem Tagebuch genau diese aus?

14.3. Den ganzen Tag habe sie die Fröhliche spielen müssen. Sie habe von ihm geträumt. Er sei die Liebe ihres Lebens gewesen. Und jetzt wolle sie seinen Tod.

Anmerkung: Vor wem hat sie die Fröhliche gespielt, welch schauspielerisches Talent kommt da zum Vorschein. Rückwirkend betrachtet, hat sie immer geschauspielert. Wenn wir an ihr dreistes Auftreten vor Gericht und die Buchgeschichte denken, dann schauspielert sie auch heute noch!

Auch jetzt wieder: Sie wünscht seinen Tod. Das ist sogar verständlich, ein toter J.K. gehört nur ihr…Wie grässlich!

Ich habe das einmal irgendwo gelesen: Um einen toten Mann lässt es sich angenehmer trauern, als um einen Untreuen!

15.3. Sein Rückflug sei für den 21. Geplant. Ausgerechnet in ihrer Arbeitswoche.

Anmerkung: Staatsanwaltschaft oder Polizei, wer hat ständig Ermittlungsergebnisse an sie weitergeleitet?

16.3. Sie sei einkaufen gewesen. Sie vermeide Blickkontakt. Habe Angst vor vielen. Sie sei sehr unglücklich¨

17.3. Er soll leiden. Er soll sich quälen. Der Tod sei eine gerechte Strafe oder zumindest eine lebenslange Qual. Sie habe grosse Angst, dass er freikomme.

Anmerkung: Manchmal habe ich den Eindruck, sie wünscht sich, dass jemand die Sache in die Hand nimmt. Immer wieder hofft sie auf Jörg Kachelmanns Tod. Sollen für CSD aus Schwetzingen die Gesetze geändert werden, oder was meint sie damit?

Und wieder dieser  – für eine moderne Frau -unbegreiflich  schwülstige Ton!

18.3. Eine Grippe habe sie erwischt. Ihre Kräfte würden schwinden. Noch funktionier sie irgendwie.

19.3. Für den Dienstag (den 23.März) stehe er auf dem Dienstplan der ARD. Er komme also tatsächlich zurück. Wie krank müsse er sein, wie skrupellos und abgebrüht? Vor diesem Monster müsse die Welt beschützt werden.

Anmerkung: Wer hat ihr den Dienstplan der ARD gegeben? Warum sollte J.K. nicht zurück kehren, er wusste doch von der Anschuldigung durch sie gar nichts? Ist es nicht ein Zeichen, dass er sich nichts vorzuwerfen hatte, dass er nach Deutschland kam und nicht in Kanada blieb oder die Schweiz reiste?

Und:  Um die Welt vor dem „Monster“ zu beschützen, war ihr wohl jedes Mittel recht! Auch die Anzeige wegen Vergewaltigung.?

20.3. Er sei festgenommen worden. Sie hätten ihn. Hoffentlich bleibe er in U-Haft. Er habe den Überraschten gespielt. Was für ein verdammter Heuchler.

Anmerkung: Er WAR überrascht! Er wusste doch nicht, dass eine Teilzeitgeliebte aus Schwetzingen inzwischen mit Polizei und Staatsanwaltschaft diese schreckliche Beschuldigung – ohne Beweise – konstruiert hatten!

Nun frage ich mich, wer sie von der Festnahme benachrichtig hatte? Polizistin Lapsit, Polizist Dietrich, sein als lachende Zuseherin anwesendes Töchterchen, die Staatsanwaltschaft, oder erst der News Ticker von ntv gegen 21 Uhr?

21.3. Der Sadist schmore im Knast. Dort gehöre er hin.

22.3 Die Hölle sei losgebrochen. Die Medien würden Bescheid wissen. Reporter seien in ihrer Strasse unterwegs und befrage die Nachbarn.

Anmerkung:  Wer hat denn die Medien verständigt? Wer hat eigentlich den Presseleuten gesagt, dass sie, die kleine Radiomoderatorin aus Schwetzingen, das angebliche Opfer war?

Wer wollte die Welt vor dem Monster schützen, dann musste die Welt auch wissen, war das Monster, wer angeblich die „Geschändete“ war, oder sehe ich das falsch?

Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Mannheim (Baden-Württemberg) teilte gestern mit: „Ihm wird nach den bisherigen Ermittlungen der Polizeidirektion Heidelberg vorgeworfen, Anfang Februar seine langjährige Freundin nach einem vorangegangenen Beziehungsstreit in ihrer Wohnung im Rhein-Neckar-Kreis gewaltsam zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben.“

 23.3. Man verbreite Lügen über sie, bezeichne sie als Stalkerin. Bei der Festnahme am Flughafen sei eine Frau dabei gewesen. Eine von vielen, vielen Frauen, mit denen er sie all die Jahre betrogen habe.

Woher wusste CSD am 23.3. schon das es „viele, viele“ Frauen gewesen sein sollen?

Wer hat der Bunten und SuperIllu Informationen gegeben, die bereits am 23.3 in der Schweiz dem Wohnort von Katja H. die Nachbarn belästigten!

Und die Stalkerin X.R., die gab es tatsächlich!

Auch am 23.3. zu lesen:  Opfer-Anwalt Thomas Franz bekräftigte gegenüber BILD die Vorwürfe: „Herr Kachelmann hat meine Mandantin vergewaltigt. Die Verletzungen und die Vergewaltigung wurden bei einer Untersuchung in der Gerichtsmedizin auch festgestellt. Meine Mandantin ging unmittelbar nach der Tat zur Polizei und erstattete Anzeige. Sie leidet stark unter den Vorkommnissen – schließlich war sie 8 Jahre lang Herrn Kachelmanns feste Lebenspartnerin.“

Wie kann er angeben „Es liege ein rechtsmedizinisches Gutachten vor, das ihre Aussagen bestätige!“

Ein wenig schlecht informiert, der Herr Opferanwalt! Wie wir heute wissen, wurde die Vergewaltigung keineswegs gesichert festgestellt (Dr. Kerstin B., LKA etc.) Von fester Lebenspartnerin konnte nie die Rede sein. Und auch die Jahre stimmen nicht, was hat sie ihm wohl erzählt…Und auch Herr RA Franz hat die Unschuldsvermutung aus seinem Gesetzbuch gestrichen!

„Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Angaben der Frau stimmen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, SPIEGEL ONLINE. Die Frau sei ausführlich vernommen worden. „Sowohl die Polizei als auch das Gericht schätzen ihre Aussage als glaubhaft ein“, so der Staatsanwalt. 23.03.2010

 Also noch einmal die Frage: Wer hat die Presse mit Details versorgt. Die Verteidigung bestimmt nicht…

25.3. Sie sei heute bei einem Therapeuten gewesen. Sie fühle sich in guten Händen. Heute sei Haftprüfungstermin. Gott sei Dank komme er nicht frei. Vor der versammelten Presse habe er seine Unschuld beteuert. Man wolle sie fertigmachen. Aber das werde nicht gelingen. Die Öffentlichkeit stehe klar hinter dem Psychomonster. Wenn andere doch nur wüssten, was sich hinter der Fassade verberge. Welche Abgründe.

Die Einvernahme durch Haftrichter Reemen fand am 24.3. statt! Lediglich Haftrichter, Staatsanwalt, der Beschuldigte und sein Verteidiger nahmen an dem Termin teil.

Warum kein Eintrag am 24.3.? Es war ihr ja von Staatsanwalt Oltrogge versprochen worden, dass J.K. sicher in Haft bleibt! ¨

Dieser Irrtum und der fehlende Eintrag zeigt, dass unser *Liebes Tagebuch* ein Fake ist.

Meiner Tochter geht es gar nicht gut», sagt Petras Mutter zu BLICK(25.3.).» Sie ist zusammengebrochen. Sie ist in der Klinik.»  Mutter Christel D. scheint es auch mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen, wenn es um den verlorenen Schwiegersohn geht!

Das Foto vom Haus und der Strasse wurde vom Blick veröffentlicht! In einer ruhigen Wohnstrasse mit biederen Reihenhäuschen und Kleinwagen vor der Tür wohnt die Frau, die Kachelmann angezeigt hat. 25.3.

Dort hat sie am selben Tag Eintragungen in ihr Tagebuch gemacht? Wird man nicht, wenn ein Zusammenbruch erfolgt sein soll, mit Medikamenten behandelt, auf dass man sich beruhige und erhole… von dem angeblichen Zusammenbruch? Und wenigstens einige Tage stationär behandelt?

Der Therapeut ist wohl Prof. Seidler? Nun, von dem wissen wir inzwischen mehr….

Die Öffentlichkeit stand NIE klar zu Jörg Kachelmann, da scheint sie etwas falsch verstanden zu haben, oder aber sie hat sich über die unsäglichen, gemeinen und abartigen Presseberichte nicht informiert. Sie muss ja getanzt haben vor Freude, als sie mitbekam, wie rasch die Demontage Jörg Kachelmanns erfolgte! Schliesslich war – neben dem Wunsch, dass er tot sei - das ihr ganzes Sinnen, ihr Ziel: „Das Monster soll leiden!“

” „Er bestreitet die Vergewaltigung“, sagte der Sprecher der Anklagebehörde, Andreas Grossmann. Kachelmann habe sich vorbehalten, weitere Beweisanträge zu stellen und einen neuen Haftprüfungstermin zu beantragen. „Wir schätzen die Aussagen der Frau als glaubhaft ein.“ Es bestehe ein dringender Tatverdacht gegen den TV-Moderator. sagt Grossmann 25.04.2010

 26.3. aus der Zeitung habe sie erfahren, dass er eine andere geheiratet habe, während sie mit ihm zusammen gewesen ist. Das habe er doch immer abgestritten. Alles sei gelogen gewesen. Einfach alles.

Anmerkung: Also hat sie es doch gewusst, sicher schon seit 2006, dass Jörg Kachelmann noch andere Frauen hatte, sonst hätte sie ihn ja nicht damit konfrontieren können, und er hätte nichts abstreiten brauchen (können?) Schliesslich hatte sie ihm ja andere Sexpartnerinnen gestattet. Und eines ist doch klar: Denise W. wusste seit 2007 von ihrer Existenz, ihren Namen und ihre E-Mailadresse. Senta Viola Sch. wusste seit 2007 von Denise W. und den Kindern….

Der grosse Auftritt in der Nacht vom 8. Auf den 9.2. mit der Flugkartenpräsentation, war demnach nur eine Inszenierung. Als er ihrer – wohl nicht ganz ernst gemeinten Forderung – zu gehen, nachkam ging, war auch die letzte Hoffnung: „ Du bist in Zukunft die Einzige, nur dich liebe ich“ für immer vorbei. Und sie hatte viele Stunden Zeit ihren Hass zu pflegen und die Rachepläne zu schmieden….

 Möglicherweise war es nicht ganz fair, dass J.K. sie nie über ihren wahren Wert in seinem Leben aufklärte. Aber wie einfältig muss jemand sein, 11 Jahre lang mit Scheuklappen durch die Welt zu gehen, sich nicht zu informieren – informieren wollen, alles von sich wegzuschieben, einfach schleifen zu lassen.

Doch  wenn man das Tagebuch so liest, dann geht es ihr nur darum J.K, – ihr Süssbärchen – zu diffamieren und wenn schon nicht den physischen Tod herbei führen zu können, wenigstens den medialen Tod!

Résumé

Es ging in diesem Tagebuch von der ersten bis zur letzten Zeile nur um Rache… er hatte ihre Illusionen, ihr Traumgebilde vom Gartenzwerg (der in ihrem Vorgarten steht, wie Blick schreibt) zerstört als er ging. Das konnte sie nicht verkraften, sie konnte nicht zulassen, dass er sein Leben weiter – ohne sie – leben und gestalten durfte.

Wie lange hatte sie schon von der angeordneten Beschlagnahme des Laptops gewusst, denn mit dem 26.März 2010 endet diese „Tagebuch“! An dem Tag kamen die Freunde und Helfer um es abzuholen. Auf Antrag der Verteidigung, die Staatsanwaltschaft fand eine umfassende Ermittlung – die auch CSD, das MO, die Nebenklägerin  einschloss – nicht für notwendig.

Natürlich erschien und erscheint es der Mannheimer Staatsanwaltschaft nicht nachvollziehbar, dass ein solches Tagebuch allein die Geschichte einer erfundenen Vergewaltigung nachzeichnet.

Für die stand von Anfang an fest, dass Jörg Kachelmann der Vergewaltiger ist, Unschuldsvermutung war für Grossmann &.Co. immer ein Fremdwort.

Und selbstverständlich auch für die „unteriridische Presse!“

Für Richter Michael Seidling, der vom Opfer und nicht vom mutmasslichen Opfer sprach!(Das aber vehement bestreitet, wie alles andere auch!)

Für all jene von Polizei , Staatsanwaltschaft, Ermittler,Gutachter, für Alice Schwarzer, und viele andere, die vorverurteilten, das Wort „mutmasslich“ wohlweislich aus ihrem Sprachgebrauch gestrichen hatten – und immer noch haben! 

Was bleibt?

Was dir davonläuft, fällt auf dich zurück.
© Almut Adler
Tagebuchaufzeichnungen(ohne Anmerkungen) nachzulesen Focus 31/2010
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Jörg Kachelmann und das Chaos – Teil Einundvierzig

Nach dem Zusammenbruch aller Illusionen genügt die Suche nach der Wahrheit, um uns fest ans Leben zu ketten.
Sully Prudhomme

Anmerkung: CSD scheint diese Gedanken des ersten Nobelpreisträgers für Literatur nicht zu kennen. Mit Wahrheit hat sie es nicht so….

25.2. Heute habe sie viel geweint. Die Angst würde grösser.

Anmerkung: Vermutlich wurde sie unterrichtet – von ihrer neuen Vertrauten bei der Polizei -, dass an diesem Tag der Haftbefehl ausgestellt wurde.  Die Geister die sie rief….

Und auffallend, an diesem Tag hat sie sich auch das Merkblatt über Vergewaltigungen heruntergeladen. Brauchte sie jetzt unbedingt Tipps?

26.2. Mit viel Alkohol habe sie ihre Trauer betäubt. Sie wolle ihr Leben zurück.

Anmerkung: Aufgefallen ist der Kriminalbeamtin auch, dass sich der körperliche Zustand der Frau zwischen der angeblichen Tatnacht am 9. Februar bis zu ihrer Videovernehmung am 30. März 2010 deutlich verschlechtert hatte. Dabei, so die Beamtin, sei sie in einer sehr schlechten körperlichen Verfassung gewesen. „Sie war fast nicht fähig, die Treppe hoch zu gehen.“ Sie habe blass und eingefallen gewirkt. „Ihr Körper hat vibriert während der Vernehmung. Sie konnte die Beine nicht still halten und hat die Finger aneinander gewetzt“, schilderte die Polizistin.

Noch Fragen?

27.2. Morgen gehe Olympia zu Ende. Und dann? Wann fliege er zurück?

28.2. Komme er morgen zurück oder bleibe er in Kanada? Sie fühle sich schwach und ausgeliefert. Die Angst schnüre ihr die Luft ab.

Anmerkung: Wovor? Sie wusste doch inzwischen, dass er am Flughafen verhaftet werden würde. Es konnte ihr doch gar nichts mehr passieren. Oder war es die Angst , was jetzt kommen würde.? Das eventuell auch die Polizei dahinter kam, dass sie sich nicht an die Wahrheit gehalten hatte?

1.3. Er twittere fröhlich weiter. Ob sie sein Handy anrufen solle? Am Klingeln würde sie erkennen ob er noch in Nordamerika sei. Was aber wenn er rangehe. Sie sei ihm ausgeliefert. Sie habe die Kontrolle über sich und ihr Leben verloren.

Anmerkung:  Und noch immer, obwohl sie ja angeblich nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte, ihm angeblich in der Nacht 8/9.2 gebeten hatte für immer zu verschwinden Kontrolle!   Kontrolle was J.K. wo machte, wo er sich aufhält. Warum Nordamerika? Warum nicht Kanada? Wusste sie mehr als sie zugab?

2.3 Warum habe man ihn nicht vor seiner Abreise am 9.Februar geschnappt? Jetzt komme er wohl nicht zurück. Wenn er sich in die Schweiz absetzt, sei er fein heraus und sie gehe kaputt. Sie habe ihren Mut zusammengenommen und ihn angerufen. Dem Klingeln nach sei er noch drüben. Sie zittere am ganzen Körper.

Anmerkung:  Wenn CSD sofort nachdem J.K. das Haus verlassen hat, die Polizei verständigt hätte, dann wäre er wohl noch am selben Tag einvernommen und eventuell verhaftet worden. Warum also hat sie das nicht getan. Und warum schreibt sie jetzt darüber. Dieses Tagebuch ist so konstruiert um es eventuell bei einer Untersuchung vorlegen zu können. Schliesslich hatte sie sich ja ein Merkblatt für Vergewaltigungen (Weisser Ring?) heruntergeladen.

Wie wenig hat sie den *ach so Geliebten* gekannt. Ein Geschäftsmann, ein TV-Moderator, der sich in die Schweiz absetzt und von diesem Moment an keine Bewegungsfreiheit mehr hat? J.Ks. Connections haben sich in Deutschland oder Kanada abgespielt, in der Schweiz ist nur der Firmensitz. Wie sollte er da weiterarbeiten? Diese Zeilen zeugen von reiner Dummheit. Aber sie wussste ja bei der ersten Vernehmung weder Namen, noch Firmensitz seines Lebenswerkes. Wie es scheint, hat sie sich auch dafür nie interessiert…

Warum hat sie angerufen? Damit auf seinen Handy: „Anruf in Abwesenheit von Bärchens Liebling“ aufscheint? Warum  wirklich? Wieder Kontrolle…?

3.3. Sie haben erfahren, dass er einen Rückflug für Ende März gbucht habe. Die Kripo stehe mit der Lufthansa in Kontakt. Sie müsse ihren Alkoholkonsum reduzieren!

Anmerkung: Der 3.3. ist der Geburtstag. Wieso wurde das mit keinem Wort erwähnt. Ich könnte mir vorstellen, dass gerade dieser Tag in einem echten Tagebuch vermerkt würde. Mit larmoyanten Ausbrüchen über das angebliche Unglück, die verlorene Zeit mit dem Ungetreuen, was man eben so schreibt, wenn man „Down Under“ ist.

Es stellt sich die Frage: Warum Lapsit von der Kripo sie mit Nachrichten über den Ermittlungsverlauf gefüttert hat! Sie hatte bei der Lufthansa angerufen! Die Beamtin Lapsit hat auch zugeben müssen, dass sie öfters in der Wohnung war! Sie war es auch, die in der Weltgeschichte herumtelefoniert hat!(Siehe auch Bericht Birgit 29.9.) Das heisst CSD war über alles informiert? Ist das in Deutschland so üblich, oder eine Sonderbehandlung in Schwetzingen?

Und warum den Alkoholkonsum nur reduzieren? Auch hier die Frage, wurde eigentlich ein Drogenscreening   gemacht. Ich meine jetzt nicht die verbotenen Drogen, sondern denn ganz normalen Wahnsinn, den sich jeder verschaffen kann: Alkohol, Aufputschmittel, Schlaftabletten, Valium etc. Und wenn ja wann? Sofort am 9.2. und/oder immer wieder dazwischen? Es wäre doch auch für die Glaubwürdigkeit wichtig gewesen.

Die Ermittler untersuchen nach einem „Focus“-Bericht, ob er Drogen genommen hat. Neben seiner DNA musste Kachelmann auch eine Haarprobe abgeben, so das Magazin. Damit können auch nach Wochen noch Drogenrückstände nachgewiesen werden 2.4.2010

Bei Jörg Kachelmann ja, bei Claudia Simone nicht?

4.3. Seit zwei Tagen habe er nicht mehr getwittert. Ob er sich etwa umgebracht hat?

Anmerkung: Wie überaus dumm, Sie muss ja gelesen haben:

Das wars von den Olympischen Spielen, vielen Dank fürs Mitlesen. Wer mag, es wird @JoergKachelmann weitergehen. Herzlich jk 6:27 AM Feb 28th via web

Warum sollte sich jemand der gerade beste Arbeit abgeliefert hatte und vor den Paraolympics, stand sich umbringen. Wem wollte CSD mit diesen Einträgen etwas suggerieren. Oder war es nur die Wut darüber, dass es ihm gut ging und sie mit ihrer vermutlichen Falschbeschuldigung jetzt ganz tief in der Tinte sass? Man kann sich vorstellen, wie die Eltern reagierten…

5.3. Selbstmordgedanken würden wie Schmetterlinge vorbeiflattern. Mal vage und verschwinden, dann wieder sehr konkret und klar. Was habe er aus ihr gemacht. Wie könne er mit dieser Schuld weiterleben.

Anmerkung: Sie projiziert ihre Schuldgedanken auf J.K. er sollte sich am Tag vorher umbringen, am anderen Tag sie.. Dazu wieder Eugenie Marlitt oder Groschenheftli in Reinkultur!

6.3. Er ist sei ein Frauenhasser und Menschenverächter. Er müsse aus dem Verkehr gezogen werden.

7.3. Claudia Simone D. vulgo Sabine W. notiert nur einzelne Wörter:

Vergewaltigt.Geschändet.Gedemütigt.Gequält.Ermordet.Todesangst.Schockstarre.Depression.Suizid. Unruhe. Angst. Wut.

8.3. Heute vor einem Monat sei ihre Seele gestorben.

Anmerkung:  Also er müsse aus dem Verkehr gezogen werden, weil er ein Frauenhasser ist, nicht weil er sie angeblich vergewaltigte…

Dann diese Schlagwörter, die so absurd  zusammengestellt sind, dass es durchaus eine Abschrift irgendwelcher Internetseiten sein kann. Normalerweise schreibt man nicht geschändet und Suizid. Das ist KEIN Tagebuch……

Wieder die Seele, einige Wochen später wird dieses Wort vom Korkenzieherlöckchen missbraucht!

9.3. Warum twittere er nicht. Ob er abgetaucht oder in der Psychiatrie sei. Wenn er für immer verschwunden bliebe, könne sie nicht weiterleben. Andererseits bliebe ihr dann ein entwürdigender Prozess erspart.

Anmerkung: Nach diesen exaltierten Ausbrüchen, flugs an den PC geeilt und überblickt ob der Schuft noch twittere. Gerade noch geschändet, jetzt PC….Unglaublich!

10.3. Er twittere wieder. Also sei er doch nicht tot. Schade!

Anmerkung: Sehr wichtig, dass er wieder twittere. Der Rest ist einfach nur Gemeinheit pur. Ich glaube da genügt wirklich nicht Träumerle Seidler, das braucht handfeste, umfassende psychiatrische Behandlung, aber nicht für J.K. sondern für die Schreiberin des angeblichen Tagebuches….

 

Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zugleich das Glück. Henrik Ibsen
 
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Jörg Kachelmann und das Chaos – Teil Vierzig

 

Und jetzt wird es kurios denn:

Der nächste Tagebuch-Eintrag datiert auf den 16. Februar!

Anmerkung:  Wie wir wissen, hat CSD keine Freunde oder Freundinnen, lebte angeblich sehr zurückgezogen. Die Kollegenkontakte dürften auch auf das Minimalste beschränkt gewesen sein. Das heisst doch, keine gute Freundin um den ganzen Müll von Frust, Wut und Enttäuschung abladen zu können. Keinen, bei dem man mal so richtig über den Kerl schimpfen konnte, der einen betrogen hat, oder ausgiebig heulen könnte. Warum eigentlich nicht? Hatte sie Angst die Wahrheit bekennen müssen? Und die Wahrheit war ja wohl, keine Beziehung, sondern nur ab und zu ein Besuch für Penne, Rotwein und Sex, des Promi Jörg Kachelmann? Hatte sie aber schon vom ausgesuchten Brautschleier erzählt und Bilder von Herrenschwand als neues Domizil herumgezeigt?

 Dabei müssten doch die Tage ab der Anzeige bei der Polizei sehr unangenehm gewesen sein. Vernehmungen, Untersuchungen Ermittlungen. Wenn die Polizei vor dem Haus auffährt auch die kritischen und neugierigen Blicke der Nachbarn. Oder hat man dem Kind aus Schwetzingen -Tochter des angesehenen Bürgers und Schöffen D. – Vorzugsbehandlung gewährt und ist in neutralen Autos gekommen? Die Utensilien zur Spurensicherung im Aldi-Sackerl?

Also wohin dann,  zum lieben Tagebuch? Hier könnte sie doch alles abladen, noch dazu wo sie annehmen konnte, das es keiner lesen wird, oder? Die Polizei hat sich zu dieser Zeit um den Laptop nicht gekümmert.

 Nur genau in dieser Zeit finden sich keinerlei Einträge und das ist sehr auffallend. Wann also wurde dieses Tagebuch wirklich geschrieben.

Doch zurück zum 16.Februar:

Sie fühle nichts mehr. Keine Trauer, keinen Schmerz, keinen Hass,  und keine Angst. Sie sei nur leer. Sie könne auch nicht mehr weinen. Sie sitze nur mehr vor dem Fernsehe und stopfe Essen in sich rein.

Am 17.Februar schreibt sie dann, sie wünsche dass er tot sei. Wie solle sie weiterleben, solange er am Leben sei? Warum habe er ihr das angetan?

Anmerkung: Wieder Sätze die nicht passen. Erst fühlt sie weder Hass, noch Schmerz. Kurz darauf wünscht sie J.K. den Tod. Das sind exaltierte Ausbrüche, die konstruiert wirken. Ausserdem ist es abartig, genauso wie die Schreibweise. Jemanden den Tod zu wünschen IST abartig! Egal in welcher Situation…

18.2. Am schlimmsten ist das morgendliche Aufstehen. Sie sei unendlich müde. Sie wolle nur noch einschlafen und nie mehr aufwachen.

Anmerkung: Warum hat sie jetzt nicht um professionelle Hilfe gebeten? Ihr Anwalt wird sie doch sicher in der Richtung beraten haben und der Weisse Ring bezahlt doch solche Hilfen, schreiben sie auf ihrer Homepage. Und jetzt stellt sich die Frage, wann hat sich der Weisse Ring eingeschaltet? Als bekannt wurde, dass der angebliche Täter ein Promi ist? Man damit Reklame bekommen könnte?

20.2. Sie habe ihm doch vertraut und ihm geglaubt. Wie habe sie so dumm sein können. Kein Mann werde so etwas je wieder mit ihr machen.

Anmerkung: Wie schön, sie dachte als am 19.2. schon wieder an eventuelle neue Beziehungen! Kann es sein, dass sie mit den Worten:  Kein Mann(…).nicht die angebliche Vergewaltigung meint, sondern die 11 Jahre, die sie in den Sand gesetzt hatte?

20.2. Sie werde weiterleben. Sie müsse es versuchen. Er dürfe nicht gewinnen. Sie müsse irgendwie durchhalten. Morgen habe sie ihren ersten Arbeitstag. Sie müsse eine Kirchensendung moderieren. Sie müsse es schaffen.

Anmerkung: War sie krankgeschrieben, wenn ja welche Begründung, wurde hier eine Diagnose erfunden. Oder hatte in der Zeit sowieso keine Termine? Schliesslich hat sie ja nicht mehr oft gearbeitet. Und… kein Wort von den Eltern? Normalerweise bittet man doch wenigstens die Mutter um Beistand!

21.2. Womit habe sie dieses Leid verdient? Anderer Frauen bekämen einen Mann, der sie aufrichtig liebe. Und sie gerate an dieses Monster. Was habe sie getan? Sei es Gottes Strafe? Sie sei doch nie böse gewesen. Oder habe sie einfach nur Pech gehabt, dass sie am 11.9.98 diesen Irren kennen gelernt habe? Das schwarze Loch sei immer noch da. Aber sie zeihe sich da raus. Jeden Tag ein paar Millimeter. Sie werde kämpfen. Er kriege sie nicht klein Er nicht.

Anmerkung:  Sie hat ganz vergessen, dass sie ihm ihre Telefonnummer gegeben hat. Es war ihre freie Entscheidung. 11 Jahre war er der Geliebte? Jetzt auf einmal ein Monster, nur weil er eingestanden hat, dass er eben noch andere Frauen hatte. Sie hatte rund 3.285 Tage Zeit, dieses Verhältnis zu beenden, eine andere Entscheidung zu treffen, als sie sah, dass sie den Frosch nicht in ein Glas sperren konnte! Das hat sie nicht getan!  

Aber es geht in dem Elaborat von Anfang an nicht um die angebliche Vergewaltigung, es geht um die Enttäuschung, da sie erkennen musste, dass es keine „Lebenspartnerschaft“ war, die sie sich eingebildet hat. Ihr Vater sagte doch aus, dass sie ihm auf Anfrage( etwa 3 Jahre vor dem Bruch) geantwortet hätte:“ Alles sei in Ordnung!“ Sie hat sich immer etwas eingebildet und ihrer Umgebung weisgemacht, das niemals so war. CSD hat sich Illusionen hingegeben und eine Traumwelt erfunden!

Diese überspannte Schreibweise -Gottes Strafe, sie sei nie böse gewesen- klingt eingeübt und eingelernt. Wie eine Gemeinschaftsarbeit von Tanja May und Alice Schwarzer. Manchmal bekommt man beim lesen das Gefühl, dieses Tagebuch wurde geschrieben, weil die Möglichkeit bestand, dass es irgendwann veröffentlich werden würde.

22.2. Der Radiojob sei heute mühsam gewesen. Die Kollegen hätten nach im gefragt, die hätten ihn bei den Übertragungen der Olympischen Winterspielen aus Kanada gesehen. Sie habe versucht, sich nichts anmerken zu lassen. Sie (die Ermittlungsbeamten) hätten ihr gesagt, sie solle sich professionelle Hilfe holen. Aber sie wolle nicht zu einem Psychologen gehen. Sie sei doch nicht verrückt.

Anmerkung: Die Ermittlungsbeamten, stand sie ausser mit Carin Lapsit, von der wir wissen, dass sie CSD einige Male in der Wohnung besucht hat- und ihr bedingungslos von Anfang an glaubte –  noch mit anderen in persönlichen Kontakt. Ist das üblich in einem Fall, dass sich die Ermittler so um ein angebliches Opfer kümmern. Oder sind das Schwetzinger Zugeständnisse?

Weiter ist auffallend, wer schreibt schon:  … bei den Olympischen Winterspielen in Kanada … Normal wäre doch …im TV gesehen ….Besonders in der angeblich schlechten Verfassung.

23.2. Nach der Arbeit habe sie auf dem Heimweg einen Weinkrampf erlitten. Ob sie vielleicht doch zum Psychdoc gehen solle? Sie habe ihn im Fernsehen gesehen – und dabei nichts gefühlt.

Anmerkung : Wieder  erst  Schreibweise aus Romanheftchen, dann  der Ausfall :P sychodoc! Radiojob! Das heisst, diese Konstruktion der Sprache ist CSD nicht gewöhnt. Sie hat nie so geschrieben, ausser bei diesem Tagebuchgebilde.

 Der Hang zum Masochismus ist bei ihr schon sehr ausgeprägt, wer schaut sich schon seinen angeblichen Peiniger und potenziellen Morddroher im Fernsehen an, wie er lacht, charmant und witzig seine Reportagen abliefert?

24.2. Vielleicht sei es doch ein Fehler gewesen zur Polizei u gehen. Für sie und ihre Familie wär es sich besser gewesen, wenn sie geschwiegen hätte. Aber er müsse bestraft werden. Für den Mord an ihrer Seele.

Anmerkung:  Also nicht wegen der angeblichen Vergewaltigung, sondern dem Mord an ihrer Seele.Rache nur dafür, nicht die einzige gewesen zu sein, werden wohl die Beweggründe der Anzeige gewesen sein! Nur, genau das hat doch Senta Viola Sch. wörtlich im April in der Bunten gesagt! Die Focus Ausgabe mit dem Tagebuch ist vom 2.August 2010. Wann also wurde das Tagebuch wirklich verfasst? Haben sich die Protagonistinnen abgesprochen?

  Die späte Einsicht , dass es besser gewesen wäre, den Stein nicht ins Rollen zu bringen , hat wohl damit zu tun, dass CSD die Sache über den Kopf zu wachsen schien, sie wusste genau, dass sie gelogen hatte und es nur eine Frage der Zeit war, dass auch die Polizei dahinter kommen würde. Ich denke auch, dass die Eltern – besonders der Vater – wusste was dann kommen würde!

 

Tagebuchauszüge Focus35/2010

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Jörg Kachelmann und das Chaos – Teil Neununddreissig

Tagebuch : Eintrag vom  8.Februar 2010 Frage: Wann wurde DAS wirklich geschrieben?

    Auszug
     ……Dann nach einigen Momenten, habe sich sein Blick plötzlich verändert. Er habe nicht mehr schockiert und irritiert gewirkt, sondern böse und hasserfüllt. Er sei in die Küche gegangen und sie hinter ihm her. Er habe ein Messer genommen, das neben der Spüle lag.

Anmerkung: Aussage bei der Polizei, das Messer habe im Abtropfkorb gelegen!

Alles sei so schnell gegangen. Sie habe noch gefragt, was er da mache, da habe er sich schon umgedreht, sie an den Haaren gepackt ihren Kopf nach hinten gezogen und das Messer an den Hals gedrückt:

Anmerkung: Es war in keiner Aussage der Experten, auch nicht durch Dr. Bässler von ausgerissenen Haaren die Rede. Und bei einem solchen Vorgang bleiben unbedingt Haare in der Hand des angeblichen Täters, die dann, durch die Spurensicherung ,zu finden sein müssen.

Es war auch bei den Untersuchungen (Gynäkologie oder Rechtsmedizin Heidelberg) niemals die Rede davon, dass sie entsprechende Verletzungen am Kopf oder  Kopfschmerzen durch diese brutale Vorgehensweise gehabt hätte.

Ich bitte jeden einen Selbstversuch zu machen….

Ruhig habe er gesagt: Halt die Klappe oder du bist tot!

Anmerkung: Das sagt jemand der auf dem Weg zur Arbeit nach Vancouver ist…? .Will sie damit andeuten er hätte- um sie zum Schweigen zu bringen – einen Mord begangen? Lächerlich…. Das kann doch selbst ein Staatsanwalt nicht glauben, der bis jetzt nur im Jugendrecht tätig war!

Sie habe leise gefleht: Bitte nicht..

Anmerkung: Leise flehen meine Lieder… was ist das für eine Diktion… Wenn einem jemand unmotiviert in die Haare greift und den Kopf zurück zieht, schreit man automatisch auf… Selbsterhaltungstrieb!

Doch er habe sie ins Schlafzimmer gedrängt und aufs Bett geworfen. Sofort sei er über ihr gewesen. Das Messer habe er ihr immer noch an den Hals gepresst und mit der andren Hand Mund und Nase zugedrückt.

Anmerkung: ZUGEDRÜCKT, Wo bitte sind die Beschreibungen der Verletzungen an Nase und Mund- durch die Rechtsmedizin, die Gynäkologie in Heidelberg – eventuell noch weitere im Gesicht. Die hätte es geben müssen, wenn ihr der Mund UND die Nase ZUGEDRÜCKT worden wäre!

Dann habe er sie vergewaltigt.

Anmerkung: Alles zur gleichen Zeit!

Das Messer an den Hals gepresst…

Mund und Nase zugedrückt….

Tampon herausgezogen….

Sich zu mindestens die Hosen und Unterhosen ausgezogen…

Ihren Slip entfernt…

Die Beine auseinandergedrückt…

Sie an den Armen verletzt..

Sie am Bauch verletzt….

Und die Vergewaltigung….also Penis hochbringen, platzieren , eindringen…

Alles gleichzeitig, sozusagen aus dem Stand….Ein Wahnsinn, der Mann…

Sie soll still sein, sonst bringe er sie um. Dann habe er sie vergewaltigt.

Anmerkung:  Diese Aussage er würde sie umbringen, ist genau das, was ihre Schilderung so unglaubwürdig macht.

Sie habe versucht, zur Türe zu entfliehen

Anmerkung: Wann wollte sie „ENTFLIEHEN“? Er war doch über ihr, hat ihr die blauen Flecke an den Beinen fabriziert…

Doch sofort habe er sie wieder auf das Bett geworfen. Die ganze Zeit sei er ruhig und beherrsch gewesen. Eiskalt, fremd und unheimlich. Als sie gemerkt habe, dass sie keine Chance hatte, habe sie aufgegeben. Sie habe ruhig gelegen. Es sollte bloss nicht so weh tun. Sie habe die Augen geschlossen, leise geweint und still gebetet. Lieber Gott lass mich das hier überleben. Sie sei sich aber sicher gewesen, dass sie sterben würde. Dann nach einer gefühlten Ewigkeit sei es vorbei gewesen.

Anmerkung:  Nicht nur, dass die Schreibweise an Courths-Mahler erinnert, stimmt doch etwas nicht. Die angebliche Vergewaltigung war doch schon vollzogen.

Gefühlte Ewigkeit, gefühltes Messer = gefühlte angebliche Vergewaltigung?

Er sei aufgestanden, habe ihr noch einmal mit dem Tod gedroht, wenn sie nicht schweige – und sei ins Bad gegangen.

Anmerkung: Warum „ENTFLOH“ sie jetzt nicht, im Haus sind Mietparteien, die Eltern wohnen gegenüber, die Wahrscheinlichkeit, dass er sie coram publico ermorden würde , war  denkbar gering! Das sind Hirngespinste, die sich in einem Tagebuch grossartig ausnehmen…

Dann sei er aus dem Bad gekommen, habe seine restlichen Klamotten angezogen und sei gegangen. Er habe sie einfach liegen gelassen. Wie Dreck. Nach elf Jahren. Er sei die Liebe ihres Lebens gewesen.

Ende der Tagebucheintragung vom : 8.2.2010

Anmerkung:

Aber jetzt muss sie den angeblichen Vergewaltiger und Morddroher doch wegfahren gehört haben.. Warum also nicht sofort die Eltern, die Polizei verständigt? Er war ja weg… es konnte nichts mehr passieren. Und J.K. hätte noch in dieser Nacht, oder spätestens am Morgen wenigstens zu den Vorwürfen befragt werden können. Alle Spuren wären noch frisch gewesen, auch eventuelle Spuren an dem angeblichen Vergewaltiger!

Und nun fehlt auch die Fortsetzung dieser Nacht. CSD schreibt mit keinem Wort, dass sie sofort über die Wohnung hermachte und putzte was das Zeug hielt. Das Messer – das angeblich auf dem Boden lag- aufhob und weglegte. Staubsaugte,sogar die CDs nach dem Alphabeth ordnete! Viele Opfer haben doch nur eines im Sinn, sich zu duschen, den Dreck der Vergewaltigung abzuspülen, sich zu säubern, das hat sie nicht getan, so traumatisiert war sie denn doch nicht, um Spermaspuren abzuwaschen. Die wurden ja noch gebraucht! Nein, sie hat die Wohnung arrangiert….Stundenlang!

Wenn man bedenkt, dass sie vermutlich bei der Assistenzärztin die Wahrheit sagte und J.K. verliess die Wohnung gegen 2 Uhr morgens, hatte sie mehr als 5 (in Worten FÜNF) Stunden Zeit um sich das Vergewaltigungsscenario zurecht zu legen, die Wohnung zu präparieren (Tampon zuoberst in den KÜCHENEIMER) ….Jeder der Ordnung macht, wäscht zuerst das Geschirr ab, aber das wurde ja als Spurenträger noch benötigt! Fliegen nicht Handtücher wenn sie gebraucht sind und Schmutz, sogar Blutspuren an sich haben, sofort in die Wäsche? Besonder wenn es der „Täter“ benützt hatte?

Ja, es ist bekannt, dass sie auf Sauberkeit nur wenig Wert legte – Wanderlaken und verdreckte Tagesdecke- warum aber die anderen Reinigungsarbeiten?

Inzwischen wissen wir auch, dass auf dem Sofa Spuren, die nicht Jörg Kachelmann zugeordnet werden konnten, vorhanden waren. Was sollte also weggesaugt – geputzt werden?

Zuerst die Diktion aus dem 18.Jahrhundert..Entfliehen und gefleht… und dann „Klamotten“, das passt nicht in eine durchgehende Beschreibung eines Sachverhaltes…Wieso war aber die erste Eintragung mit dem 8.2. datiert und nicht mit dem 9. oder 15. als sie das Tagebuch begann?

Es stellt sich die Frage, wann hat sie wirklich mit diesem Tagebuch begonnen? Als ihr Polizistin Lapsit mitteilte, dass der Laptop beschlagnahmt würde?

Unter anderem schreibt sie an diesem „Datum“: Jörg Kachelmann hätte erzählt, er hätte schon darum gebeten, dass man ihn wegsperrt…

Also wirklich, ein erfolgreicher Geschäftsmann, mit mehreren, jeder Zeit zur Verfügung stehenden „Bereitschaftsdämchen“ will so einen Ausspruch von sich gegeben haben. Da ist mehr der Wunsch von CSD der Vater dieser Gedanken….dieses Geschreibsels…

Ich würde dem jungen Herrn Oltrogge und dem sehr viel älteren Herrn Seidling empfehlen, die Angaben ihrer Hauptzeugin einmal nachzustellen, nachzuspielen….

Ja, Herr Untersuchungsrichter Reemen, man kann sich kaum vorstellen, wie sich jemand so etwas ausdenkt, da haben sie vollkommen recht, und deshalb hätten sie Jörg Kachelmann gar nicht erst in Untersuchungshaft nehmen dürfen, so unglaubwürdig ist die Geschichte von CSD!

Ihr  wird eine hohe manipulative Tendenz bescheinigt, das heisst:

Ich lüge nicht. Ich reduziere bloß den Wahrheitsgehalt meiner Aussagen auf Null.(Ludin)

 

 

 

 

 

 

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Jörg Kachelmann und das Chaos – Jahreswechsel

01 – The Winner Takes It All Freie Übersetzung :

 Der Gewinner bekommt alles. Die Verliererinnen werden fallen…
……nach dem Sieg, ist das ihr Schicksal!

Wenn das neue Jahr kommt,
dann stellen wir uns oft die Frage –
Was wir es uns bringen?
Keiner kann diese Frage beantworten.
Doch in diesem Jahr, kennen wir die Antwort.
Darum lasst uns das neue Jahr mit dem Wunsch nach Erfolg beginnen!

 Allen die hier schreiben und lesen :

Viel Glück und Gesundheit!

Jörg Kachelmann und seinen Anwälten den erhoften Sieg vor Gericht!

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Jörg Kachelmann und das Chaos – Weihnachten

04 – Amazing Grace

    E-MAIL FÜR UNS: 

    Joerg Kachelmann an mich;

    Details anzeigen: 23.12.2010 18:59

     Sehr geehrte Damen und Herren
    Für Ihre Unterstützung im zu Ende gehenden Jahr möchte ich mich herzlich bedanken. Sie kämpfen für die richtige und gerechte Sache, aber ich weiß, dass dieser Kampf alles andere als selbstverständlich ist und denke jeden Tag mit Respekt und Dankbarkeit an Ihre Arbeit und alle, die mithelfen, dass am Ende Recht und Gerechtigkeit siegen. Ich werde nie vergessen, was Sie durch Ihre Arbeit für meine Familie, meine Freunde und für mich getan haben.
    Herzlich jk

     

    Joerg Kachelmann an mich;

    Details anzeigen 21:02

    Oh, ein kleiner Abschnitt ist aus dem word-Entwurf nicht rübergekommen, bitte noch anhängen:

    Ich wünsche Ihnen und Ihren MitstreiterInnen für das neue Jahr ebenfalls nur das Beste.

    Herzlich jk

     

    Anmerkung von mir: Das habe ich natürlich gerne gemacht

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Jörg Kachelmann und das Chaos – Teil Achtunddreissig

 

Die Gleichheit vor dem Gesetz ist ein Betrug, denn sie trägt nicht den natürlichen und sozialen Erfordernissen Rechnung und führt tatsächlich zur Ungleichheit.

Anatole France

Sind wir doch ehrlich Julien Assange hat gestohlene Unterlagen publiziert. Damit hat er Straftaten unterstützt. Vielleicht ist es ganz gut so, dass die Welt weiss, was die „Mächtigen“ im Geheimen machen.

Ob es interessant ist, was ein Politiker über den anderen denkt? Ich weiss es nicht, das ist Ansichtssache. Und ich habe natürlich nichts dagegen einzuwenden. Ob es gut ist, die Sicherheit der Armeeangehörigen der verschiedensten Länder zu riskieren? Auch das zu beurteilen ist schwer.

Jörg Kachelmann hat mehr oder minder gute Sendungen abgeliefert, aber er hat die langweilige Wettervorhersage zu einem Programm gemacht, das gern gesehen wurde. Das ist auch ein grosser Verdienst und er hat – ohne Geheimnisse zu verraten – aus dem Nichts eine doch gut fundierte Firma aufgebaut.

Beide haben also Neider und Feinde.

Und jetzt werden die Unterschiede klar:

Julien Assange ist genauso wie Jörg Kachelmann eines Sexualvergehens verdächtig.

Und hier beginnen die Unterschiede. Im Fall Assange überschlägt sich die Presse mit den Schlagzeilen, dass alles nur getürkt, dass die Aussagen der Frauen von Geheimdiensten, Feinden etc. gesteuert wurde. Hier gilt die Unschuldsvermutung und hier wird sofort von Verschwörung geschrieben, gesprochen. Er ruft um Hilfe und seine Freunde formieren sich…

Im Fall Kachelmann aber überschlagen sich die Medien seit Monaten mit Diffamierungen und Vorverurteilungen, wie wir es seit Jahren nicht gelesen oder gehört haben. Der Grundsatz der Unschuldsvermutung wurde am 20.3.2010 von der Presse, den TV-Sendern ausser Kraft gesetzt. Kachelmanns „Freunde“ haben sich perfid abgesetzt….

Wo ist denn die Bunte, der Focus, die Vorjodler in der Anti-Kachelmann-Kampagne jetzt bei Assange? Sind Frau May und ihre Kohorten schon auf dem Wege um Herrn Assanges Privatleben zu durchleuchten und alle seine EXEN zu befragen, zu bezahlen, für gewinnträchtige Schlagzeilen. Möglicherweise hat er ja auch sexuelle Vorlieben die den p.t. Lesern/Sehern das Frühstück oder Abendbrot verschönern würden.

Wo ist die Bildzeitung, welche die Gabe hat, auch mit Toten zu kommunizieren, im Fall Assange?

Sind sie alle noch nicht in Schweden gewesen? In der Schweiz haben sie doch auch tagelang die Häuser, die Wohnungen belagert, Verwandte, Freunde, Nachbarn belästigt! Sonnige Grüsse versandt, um auch noch das kleinste Detail herauszubekommen.

Nein, das machen sie nicht, denn Julian Assange ist ja unschuldig… Jörg Kachelmann nicht, dass wissen die Macher der „unterirdischen“ Presse so was von 100%ig… Dabei bleiben sie, auch wenn das Gegenteil bewiesen wird, wenn die Anzeigeerstatterin lügt, wenn die ihre Denunziantinnen lügen. Ganz egal….

Dabei lautet der Vorwurf, für die Assange vor Gericht kommen soll, auch nicht anders als bei Jörg Kachelmann.

Und natürlich kann jeder der beiden, auch nur ein Opfer von Medien – und geldgeilen Geschöpfen sein. Das ist sogar wahrscheinlich.

Besteht nicht die Möglichkeit, dass Jörg Kachelmann natürlich einer Verschwörung zum Opfer gefallen ist. Wollte sich vielleicht jemand an seinem Lebenswerk mästen? „Mich interessiert nicht Macht, mich interessiert nur Geld“, haben wir schon lesen dürfen, von einem der die Finger im Spiel haben könnte!

Für Julien Assange setzen sich unzählige Menschen ein, man spendet – obwohl er sicher nicht zu den Armenhäuslern gehört – bezahlt Kautionen, schmückt sich mit ihm.

Jörg Kachelmann wird wirtschaftlich so ruiniert, dass er alles was er sich mühevoll, mit ARBEIT aufgebaut und erworben hat, verkaufen muss. Und das Landgericht, die Staatsanwaltschaft in Mannheim, sind tatkräftig an dieser erbärmlichen Existenzvernichtung, mit dem weiteren Hinauszögern des Prozesses – aus fadenscheinigen Gründen – beteiligt.

Wer hilft ihm? Wer von der Prominenz setzt sich für ihn ein? Keiner! Mit dem Namen Assange in Verbindung gebracht zu werden, das macht berühmt, das hat was, da kann man für sich Reklame machen.

Das alles ist wohl bei Jörg Kachelmann nicht der Fall, den lassen wir – die Promis, die wir ihn alle gut kennen, mit ihm After-Show-Partys gefeiert haben – fallen, wie eine heisse Kartoffel! Wie überaus schäbig…

Natürlich, ich weiss, Julien Assange ist international bekannt, Jörg Kachelmann nur national, aber ist denn so ein grosser Unterschied?

Verdächtigt sind sie beide wegen Sexualdelikten, aber eben:

Vor dem Gesetz sind – angeblich – weltweit alle Menschen gleich, nur einige sind halt viel „Gleicher“….

 

Veröffentlicht unter kachelmann Jörg, Viola Schillinger, FrankB.Werner, Claudia Simone Dinkel, Staatsanwaltschaft Mannheim, Schwetzingen, Lars Torben Oltrogge, Wissenschaft, Forensik, Koryphäen, Professoren, Richter Seidling, WeisserRing, Geier, Hyänen | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 1.244 Kommentare

Jörg Kachelmann und das Chaos – Teil Siebenunddreissig

Die Staatsanwaltschaft ist mir um einiges verdächtiger als Herr Kachelmann.“ Johann Schwenn
 „Ich wünschte er wäre tot „ CSD
 Ihr Motiv sei jetzt, andere Frauen vor ihm zu warnen. Senta Viola Korkenzieherlöckchen
 „I stand by you“ Katharina Luftgitarre
Die „Bunte“ halte sich selbstverständlich an die journalistische Sorgfaltspflicht und werde weiter „ausgewogen und neutral über den Fall Kachelmann berichten“. Patricia Riekel
 Staatsanwalt Andreas Grossmann am 31.3.2010: „Anklage wahrscheinlich“
 Frank B. Werner: Die Bedeutung von Kachelmann für Meteomedia werde überschätzt, da das Mediengeschäft nur einen kleinen Teil der Aufträge ausmache.
„Wie die Quoten bestätigen, hängt der Erfolg der Wetterpräsentation nicht von Herrn Kachelmann ab“,  Kristina Schless
Richter Michael Seidling:“ Ich bin nicht befangen!“
„Staatsanwalt Lars –Torben Oltrogge gilt äußerst medienscheu, möchte, so kündigt er bereits jetzt an, auch während des Prozesses am liebsten keine Interviews geben.“
Mannheims Oberstaatsanwalt Oskar Gattner: „Es gibt keinen Anlass für eine Neubewertung des Falles. Wir berufen uns auf die Ermittlungen und auf das nur teilweise veröffentlichte Gutachten. Daher besteht weiterhin dringender Tatverdacht gegen Herrn Kachelmann.“ 7.6.2010
Gott sei Dank, es gibt noch Richter… Dr. Reinhard Birkenstock 29.07.2010

Es wäre doch sehr interessant zu wissen, wie eigentlich zum KERNGESCHEHEN, also zur eigentlich angeklagten Tat, wirklich ermittelt wurde.

Inzwischen kommen immer mehr Ungereimtheiten – besonders in Bezug auf die Staatsanwaltschaft Mannheim, vordringlich durch die Herren Oltrogge und Gattner – zu Tage.

Wir wissen auch, dass der Staatsanwalt dem MO nicht nur Nachricht gegeben hat, wann Jörg Kachelmann aus Vancouver zurückkehren wird, nein auch die Zusicherung, dass er in Haft bleiben würde. Und genau so war es, mit fadenscheinigen Begründungen wurde die Haftdauer immer wieder verlängert.

Fluchtgefahr: Bei drei nachweislichen Wohnsitzen in Deutschland!

Als klar wurde, dass Prof. Luise Greuels Gutachten nicht zur Zufriedenheit Staatsanwalt Oltrogges ausfallen würde, gab es ein Telefongespräch zwischen den beiden. Wurde hier die anerkannte Wissenschaftlerin dazu bewogen, ein Psychogramm Jörg Kachelmanns zu erstellen- ohne ihn je gesehen oder gesprochen zu haben –  um die Anklageerhebung zu untermauern. Einer solchen Persönlichkeit würden doch keine Fehler in dieser Art unterlaufen, oder doch?

Zitat:  „Ausgeprägte Narzissten reagieren auf eine derartige seelische Verletzung schon mal übermäßig heftig“, Prof.Luise Greuel (Focus) Zitat Ende

 Rechtsanwalt Schwenn betont immer wieder das verschiedene „Handakten“ nicht  den Hauptakten beigefügt wären.

Warum hat Staatsanwalt Oltrogge dann vorschnell – ohne das Gutachten abzuwarten – Anklage erhoben. Was oder wer hat ihn dazu veranlasst?

Ich kann nur immer wieder daran erinnern, dass Staatsanwalt Grossmann ab dem 23.3.2010 wie eine kaputte Schallplatte und Stereotyp im gesamten deutschsprachigen Raum, erklärt hat: Die Staatsanwalt geht von der Schuld Jörg Kachelmanns aus! Rund 300 Google News enthalten wörtliche Zitate von Andreas Grossmann, dem Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Mannheim.

Warum sagt Staatsanwalt Oltrogge so dezidiert: Er habe nie etwas an die Presse weitergegeben.

Zitat: Weltwoche Nr. 36.10
Im Fall Kachelmann zeigte sich dasselbe Muster. Angeführt von Bild, Blick, Bunte und Focus, wurden die Journalisten quasi zu Pressesprechern der Mannheimer Staatsanwälte Zitat Ende

Warum werden die besten Forensiker von der Staatsanwaltschaft und auch der 5.Strafkammer zu Stümpern degradiert, als befangen erklärt, nur weil sie die Beweislage und die Angaben der Nebenklägerin und MO als nicht gerechtfertigt sehen.

Warum erzählt Staatsanwalt Oltrogge, dass alle Frauen VOR Gesprächen mit der Presse ihre Aussagen gemacht haben. Das stimmt so nicht,das ist einfach nicht wahr! Erinnern wir uns an die Aussage von Katja H. wann die „unterirdische“Presse bereits vor ihrer Haustüre stand!

Rechtsanwalt Schwenn wird doch noch fragen dürfen, welche Absprachen zwischen der Staatsanwaltschaft und Dr. Birkenstock, die NICHT offiziell protokoliert wurden es gegeben hat. Oberstaatsanwalt Gattner hat ja schon zugegeben, dass es solche Gespräche gab!

Warum muss Rechtsanwalt Schwenn die Handakten der Staatsanwaltschaft erst beschlagnahmen lassen? „Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Staatsanwaltschaft Unterlagen zurückhält.“

Abgeklärt gehört auch, warum die Bunte Viola Sch. ausgerechnet Isabella nannte. Wir wissen aus dem Buch, dass Baron von Sudersteins Gattin Isabella hiess.

Richterin Bültmann zeigt ihre ablehnende und befangene Art, gegen den Angeklagten und seine Rechtsanwälte ganz offen, sie hat ihre Mimik nicht im Griff. Man kann es sehen, dass sie bei „Schuldig“ die Hand heben wird. Umsonst wurde sie nicht in den Befangenheitsantrag vom Prozessbeginn eingeschlossen.

Es ist noch immer nicht geklärt, wer dem Focus die Tatortfotos und viele andere Unterlagen aus den Prozessakten überlassen hat.

Es ist noch immer nicht geklärt wer der Bildzeitung die Häftlingsnummer und das Polizeifoto zugespielt hat.

Es ist noch immer nicht geklärt, wer die Polizistin Carin Lapsit zu voreingenommen Aussagen veranlasst hat. Und wer sie beauftragte, das MO von der Beschlagnahme des Laptops zu unterrichten.

Wie es auch noch immer nicht abgeklärt ist, wieso die Gerüchteküche über den Zustand des MOs am 9.2.2010 – VOR Prozessbeginn – in Schwetzingen kochen konnte. Doch nur durch Indiskretionen der Polizei! (WamS)

Es ist noch immer nicht geklärt, warum die Ermittlungen mit der Methode “Wanninger“ ausgeführt wurden.

Welcher Polizist oder Staatsanwalt hat Viola S. die Namen und Adressen der EXEN angegeben, so dass sie diese – oft schon vor der Einvernahme kontaktieren – und auf gemeinsame Aussagen einschwören - konnte? ( Aussage Katja H.) Das wäre auch ein Verstoss gegen den Datenschutz!

Wenn nicht das OLG Karlsruhe der Willkür der Staatsanwaltschaft Mannheim einen Riegel vorgeschoben hätte, wäre Jörg Kachelmann noch immer in Haft.

Es ist noch immer nicht geklärt, wer der Bunten ab dem 23.3. – also drei Tage und einem Wochenende – nach der Verhaftung Jörg Kachelmanns die gesammelten Adressen und Namen seiner Teilzeitgeliebten überlassen hat. Denn Katja H. sagte aus, die unterirdische Presse, allen voran die Bunte, hätte sie und ihre Eltern, schon an diesem Tag belästigt, also war es bestimmt auch so bei den anderen Geschöpfen, die aber nicht so loyal waren wie Katja H. sondern sich gerne noch ein Zubrot verdienten und gleichzeitig die Möglichkeit bekamen ihre Rache auszuüben. Lange bevor der Prozess begann und sie ihre – geheimen Aussagen – mit Hilfe von Staatsanwalt Oltrogge und Richter Seidling machen durften!

Warum will Richter Michael Seidling aus dem Prozess unbedingt eine Geheimverhandlung machen und schliesst die Öffentlichkeit bei jeder nur sich bietenden Möglichkeit aus?

Weil Anja K. der Azubi bei der Presse und bei der Polizei eine Falschaussage gemacht hat?Haben andere Personen auch gelogen und keiner darf es wissen?

Das Intimleben von Jörg Kachelmann auszubreiten und auszuschlachten wurde ja auch gestattet und unterstützt. Sind diese „Selbstanbieterinnen“ etwas besseres. Sie haben sich ja gut honorieren lassen! Während und nach den Bettgeschichten mit Jörg Kachelmann!

Warum schreit die gesamte Presse jetzt wie Katzen, denen auf den Schwanz getreten wird. Sie haben ja die Hatz auf Jörg Kachelmann charakterlos und voreingenommen begonnen und führen sie bis heute weiter.

Von 98% der Medien wurde die Unschuldsvermutung – die gesetzlich verankert ist – wissentlich ausser Acht gelassen. Die Vorverurteilung Jörg Kachelmanns war in den Redaktionen, seit dem 20.2.2010, eine beschlossene Sache.

Da wird doch Rechtsanwalt Schwenn fragen dürfen, warum diese unverhältnismässige und vor allem gleichgeschaltete Berichterstattung. Und wenn es Anhaltspunkte gibt, dass es sich hier um Eingriffe durch Dritte gibt, wird es Zeit das genau und umfassend aufzuklären.

Sich hinter dem Presserecht zu verstecken, kann doch nicht evenutelle Strataten als rechtens erklären!

Erinnern wir uns doch an einen Vorwurf der Bildzeitung (vielleicht weil sie nicht so mit Details gefüttert wurde):

 Zitat: In Saal 1 wird auch ein vergleichsweise unwichtiges, aber spannendes Duell entschieden: das der berichterstattenden Medien. Nahezu wöchentlich überraschte der „Focus“ mit neuen Details aus den Ermittlungsakten. Fast immer stützten sie die Anklage der Staatsanwaltschaft 11.07.2010 Zitat Ende

Es ist auch noch immer nicht geklärt, ob Frank B. Werner die Strippen in Bezug auf die Presse gezogen hat. Besonders was die EXEN betrifft. Das E-Mail wo er angeblich „Luusmeitli“ anbietet muss zu den Akten, oder der Empfänger in den Zeugenstand.

Nicht geklärt ist auch, warum die feindliche Übernahme der Firma Meteomedia, welche er mit Kristina Schless inszenieren wollte, wirklich mit einer strafbaren Handlung ausgeführt werden sollte.

Es ist bis jetzt aber auch noch nicht geklärt, ob der Tatvorwurf durch das MO nicht doch eine Co-Produktion von mehreren Personen war.

Es ist auch nicht geklärt, warum Anklage erhoben wurde, bevor die Ermittlungen umfassend und gesetzeskonform, auch zugunsten von Jörg Kachelmann ,abgeschlossen waren und es immer noch heimliche Nachermittlungen gibt, die selbstverständlich erst der Presse und dann erst der Verteidigung zugänglich gemacht werden!

Und sind wir doch ehrlich, die zunehmende Hysterie und Aufgeregtheit bei Staatsanwaltschaft, Richtern und Presse zeigt doch, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht, zugegangen sein kann.

Warum also das Wehgeschrei überall, wenn sich Rechtsanwalt Johann Schwenn genau mit diesen – und noch viel mehr offenen Fragen im Prozess gegen seinen Mandanten –  befasst?

Hier wird keine Partie Rote und Weisse Kamele gespielt!

„Wir sind hier nicht im lieblichen Feld!“

Es ist ein Prozess, bei dem es um das Leben und die Zukunft eines Menschen geht!

 

Veröffentlicht unter kachelmann Jörg, Viola Schillinger, FrankB.Werner, Claudia Simone Dinkel, Staatsanwaltschaft Mannheim, Schwetzingen, Lars Torben Oltrogge, Wissenschaft, Forensik, Koryphäen, Professoren, Richter Seidling, WeisserRing, Geier, Hyänen | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 859 Kommentare