Februar 2010
9.2.2010 Die fast 37 Jahre alte CSD (Aliasnamen Sabine W., Tatjana R., Petra W. je nach Presseerzeugnis) aus Schwetzingen, Moderatorin eines Provinzradios, seit 11 Jahren von Jörg Kachelmann( Teil 10) einmal im Monat besuchte Sexpartnerin, geht 6 Stunden nach einer angeblichen Vergewaltigung zu ihren Eltern, und beschuldigt ihn der angebliche Täter zu sein. Der Vater(Provinzturnvereinsvorstand-Lehrer-Schöffe i.R.) verständigt die Schwetzinger Polizei. Zur Einvernahme wird sie von der Mutter begleitet, die den Polizistinnen den Namen des angeblichen Täters nennt. CSD fängt schon bei den ersten Aussagen zu lügen an. Das stellt sich aber erst später heraus.
Die Version ihrer Geschichte wie sich die Nacht vom 8/9.2.2010 abgespielt haben soll kann man auf Teil 39 nachlesen!
Die Polizistin Carin L. aus Ketsch empfiehlt CSD den Weissen-Ring –Anwalt Dr. Thomas Franz ebenfalls Ketsch.
Die Ermittler besuchen den angeblichen Tatort, der von CSD in einer Putzorgie gereinigt und arrangiert wurde. Man merkt nicht, dass Beweise, wie das später so wichtige Messer, am Boden arrangiert wurde. Der Tampon nicht im Badezimmereimer, wo er hingehörte ist, sondern zuoberst im Küchenmüll liegt. Wie wir heute wissen, wurde über diese Tatsachen nicht einmal der LKA Spezialist informiert. Die Couch im Wohnzimmer wird erst ein Monat nach der angeblichen Tat auf Spuren untersucht.
Es wird absolutes Stillschweigen vereinbart, man lässt Jörg Kachelmann, der sich noch in Deutschland befindet zu den Olympischen Spielen in Vancouver reisen. Obwohl man zu dieser Zeit wusste wo er sich aufhält und eventuelle Spuren hätten gesichert werden können.
Später wird OSTA Gattner dazu folgendes sagen:
«Wir hatten seinerzeit Bedenken hinsichtlich eines dringenden Tatverdachts», sagte Oberstaatsanwalt Oskar Gattner. (SF-Schweizer Fernsehen)
Und der Kriminalhauptkommissar aus Schwetzingen wird am 15.9. vor Gericht erklären:
„Wir hatten seinerzeit Bedenken hinsichtlich eines dringenden Tatverdachts“, so der Ermittler. (BZ)
Die Polizistin L. baut ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu dem angeblichen MO auf. Besucht sie mehrfach in der Wohnung, informiert sie über Ermittlungsergebnisse.
Die Staatsanwaltschaft sagt CSD zu, sie immer auf dem Laufenden zu halten, sei es über Ermittlungen, oder die Rückkehr Jörg Kachelmann aus Vancouver.
CSD verfasst angeblich ein Tagebuch.(siehe Teil 39-42) Erzählt davon, dass sie sich dem Alkohol zuwendet und wünscht Jörg Kachelmann den Tod. Gleichzeitig baut sie schon vor, in dem sie schreibt, Jörg Kachelmann würde ihr oder ihrer Familie etwas „antun!“ Das wird noch eine Rolle spielen.
Jörg Kachelmann ist gewohnt locker, bei seinen Sendungen von den Olympischen Spielen in Vancouver. Er twittert humorvoll. Merkt dabei nicht, wie sich die Schlinge – von einer Frau ,mit Hilfe Justizias, geknüpft, deren biologische Uhr tickt, die sich mit dem Ende der selbstgebastelten,realitätsfernen Traumwelt nicht abfinden kann – zusammenzieht.
Wenn es oben schneit, dazwischen regnet und unten tierisch matscht, ist Wetterexperte Kachelmann der erste deutsche Olympia-Star.
Sie haben einen Wetterfrosch nach Kanada mitgenommen, und sie sahen, dass es gut war. Jörg Kachelmann ist für die ARD bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver und Whistler im Einsatz, und er ist gleich zu Beginn ein gefragter Mann: Er redet Klartext – und ärgert nebenbei ein bisschen die Konkurrenz vom ZDF ( schreibt am 14.2. die Süddeutsche)
25. Februar. Die Staatsanwaltschaft Mannheim stellt einen Haftbefehl für Jörg Kachelmann an. Es wird weiterhin strengstes Stillschweigen vereinbart.
März 2010
19.03. Der Parkhaus-Bereich am Rhein-Main-Flughafen wird gesperrt, wo Kachelmann sein Auto geparkt hat!
20.03. Verhaftung von Jörg Kachelmann bei seiner Rückkehr aus Vancouver auf dem Frankfurter Flughafen. Schwetzinger Polizist nimmt – um ihr ein Amusement zu bieten – seine Tochter zum „Event Promi-Verhaftung“ mit.
22.03. 12 Uhr 58 BILD.de erfuhr exklusiv: Der Schweizer sitzt seit Samstag in Untersuchungshaft. Es geht um Vergewaltigung – Opfer soll seine langjährige Freundin sein! (Bild)
Anmerkung: Exklusiv also – wer von der Staatsanwaltschaft hat schon im März 2010 mit der Bildzeitung zusammen gearbeitet?
Bunte 22.03.2010 13:15 UHR | Jörg Kachelmann Er sitzt in Untersuchungshaft!
22.o3. Kachelmann wurde am Samstag in die JVA Mannheim überführt. Dort wurde er von einem Arzt untersucht. «Es geht ihm den Umständen entsprechend gut», sagte Anstaltsleiter Schüssler. Eine Spezialbehandlung bekommt der Meteorologe nicht. Das heisst: Eine Stunde Hofgang pro Tag, einmal pro Woche Sport. Besuch habe er bislang von seinem Anwalt bekommen. Aus Sicherheitsgründen werden Neulinge zunächst jeweils nicht alleine in eine Zelle gesteckt. Ob Kachelmann mittlerweile in eine Einzelzelle wechseln durfte, konnte der Anstaltsleiter nicht sagen.(20minonline)
22.03.Der Sprecher der Bundespolizei Armin T. Lobt das planmässige Vorgehen bei der Kachelmannverhaftung. Die Beamten klopften sich gegenseitig auf die Schulter und waren mit dem Ablauf hoch zufrieden.
22.03. Wegen Verdachts der Vergewaltigung seiner früheren Lebensgefährtin ist der ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann verhaftet worden. Der Sprecher der Bundespolizei, Armin Thiel, teilte am Montag mit, die Landespolizei Hessen habe Kachelmann am vergangenen Samstag am Frankfurter Flughafen bei der Einreise aufgrund eines Haftbefehls festgenommen. Der Vollzug wurde mit Fluchtgefahr begründet. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hatte zuvor berichtet, dass sie gegen einen 51-jährigen Schweizer Journalisten und Moderator ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vergewaltigung führt. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizeidirektion Heidelberg werde ihm vorgeworfen, Anfang Februar seine langjährige Freundin nach einem vorangegangenen Beziehungsstreit in ihrer Wohnung im Rhein-Neckar-Kreis gewaltsam zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Schon im Februar hatte sie ihn angezeigt. (mdr)
22.03. Die Bundespolizei bestätigte aber Informationen, dass es sich um Kachelmann handelt.(Thüringer Zeitungsgruppe)
22.03. Ab nun fühlt sich der Sprecher der Staatsanwaltschaft fast täglich dazu berufen, Statements abzugeben. Überwiegend mit dem Inhalt, Jörg Kachelmann ist schuldig. Unter anderem: Andreas Grossmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft, zu „Spiegel Online“: „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Angaben der Frau stimmen.“
Obwohl es in der Pressemitteilung ganz anders zu lesen stand:
Haftbefehl gegen Moderator
Datum: 22.03.2010
Kurzbeschreibung:
STAATSANWALTSCHAFT MANNHEIM
Pressereferent
(…)Weitergehende Auskünfte werden derzeit aus Ermittlungsgründen und im Hinblick auf die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten nicht erteilt.
Grossmann
Staatsanwalt (GL)
Die Persönlichkeitsrechte Jörg Kachelmanns hat die Staatsanwalt aber sofort auser Kraft gesetzt!
22.3. Jörg Kachelmann geht es in der Untersuchungshaft «den Umständen entsprechend gut», auch wenn er noch etwas geschockt sei. Dies erklärte der Leiter der Justizvollzugsanstalt Mannheim, Romeo Schüssler, auf Anfrage von «Radio 24».
Der Leiter der Justizvollzugsanstalt Mannheim, Romeo Schüssler bestätigt der Deutschen Presse-Agentur dpa am Montag 22.3.die Verhaftung des ARD-Wetterkundlers….
Romeo Schüssler der Leiter der Strafanstalt Mannheim ist eine „Plaudertasche“.Der zeitweise täglich ein Bulletin herausgibt! ( Teil 9 )und das natürlich bei der Bildzeitung. Solange bis:
Auch im baden-württembergischen Justizministerium wurde die Frage gestellt, ob die „Gästebetreuung“ im „Café Landes“ nicht vielleicht etwas zu weit geht. Seitdem darf der Anstaltsleiter keine öffentlichen Statements mehr zu seinem VIP-Gefangenen abgeben. „Sonst käme ich in Teufels Küche“, sagt Schüssler.
23.3. Der Leiter der Justizvollzugsanstalt Mannheim, Romeo Schüssler, und eine Sprecherin von meteomedia bestätigten der Deutschen Presse-Agentur dpa am Montag die Verhaftung des ARD-Wetterkundlers. Der Leiter der JVA Mannheim, Romeo Schüssler, bestätigt, dass Kachelmann nach seiner Verhaftung in Frankfurt in Untersuchungshaft gekommen ist. Der Wettermann der ARD sei in einem angespannten nervlichen Zustand gewesen. Ein Arzt und ein Psychiater hätten ihn untersucht und für haftfähig befunden. Kachelmann genieße in der Haftanstalt keinen Promi-Bonus. (Mittelbayerische)
23.3. „Ich kenne Herrn Kachelmann bislang auch nur aus dem TV. Doch ich werde ihn auf jeden Fall in seiner Zelle besuchen, um zu schauen, ob es ihm gut geht.“
Für Sonderbehandlungen ist in der Strafanstalt Mannheim nicht genug Platz, wie Gefängnisleiter Romeo Schüssler sagte. «Wir haben derzeit keine Einzelzelle zu vergeben.» steht im Liechtensteinischen Vaterland
23.3. Die Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht Mannheim sehen einen dringenden Tatverdacht. „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Angaben der Frau stimmen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, SPIEGEL ONLINE. Die Frau sei ausführlich vernommen worden. „Sowohl die Polizei als auch das Gericht schätzen ihre Aussage als glaubhaft ein“, so der Staatsanwalt(Spiegel)
Ab 23.03. wussten die Journalisten aller Couleur bereits die Namen und Anschriften der Ex-Geliebten Jörg Kachelmanns. Und schwärmten wie wild gewordene Hornissen aus.
23.03. Angeblich meldet sich eine Person die von einem Vorfall aus dem Jahre 2001 erzählt, bei der Staatsanwaltschaft. Was von dieser sofort an die Presse weitergegeben wird.
23.3. Fast täglich neue Berichte, vorwiegend in der Bildzeitung über das Liebesleben des angeblichen Täters.
Im Hintergrund bereiten Meteomedia-Verantwortliche die feindliche Übernahme vor, und wenn es nicht anders geht, mit rechtlich fragwürdigen Mitteln.
Mit schönem Wetter kann Jörg Kachelmann nichts anfangen. «Lieber im Tornado sterben, als nie einen Tornado sehen», lautet seine Devise. Doch nun hat sich über ihm ein Unwetter zusammengebraut, das ihm kaum gefallen dürfte. Jörg Kachelmann, 51, sitzt in einer Zwei-Personen-Zelle in einem Untersuchungsgefängnis in Mannhein. Verhaftet wurde er, weil er seine langjährige Freundin vergewaltigt haben soll.
Doch wer ist der Mann, der das deutsche Wetterfernsehen im Alleingang revolutionierte und aus den staubtrockenen Wetterprognosen ein Unterhaltungsereignis machte? Bei dem es «schiffte» statt regnete, der den Begriff «Blumenkohlwolken» erfand und von «schlürfenden Winden» schwadronierte?
Am Bildschirm präsentierte sich der Meteorologe stets aufgestellt, lebensnah, offen und witzig. Doch wer den echten Kachelmann entdecken wollte, stiess auf Granit. Wenn es um die eigene Person gehe, führe er seine Gesprächspartner doch lieber aufs Glatteis, schrieb die «FAZ» schon vor Jahren. «Ironie und sarkastische Übertreibung – das sind seine Abwehrmittel, wenn ihm Neugierige allzu nahe auf den Pelz rücken.» (bazonline)
23.03. Doch Opfer-Anwalt Thomas Franz bekräftigte gegenüber BILD die Vorwürfe: „Herr Kachelmann hat meine Mandantin vergewaltigt. Die Verletzungen und die Vergewaltigung wurden bei einer Untersuchung in der Gerichtsmedizin auch festgestellt. Meine Mandantin ging unmittelbar nach der Tat zur Polizei und erstattete Anzeige. Sie leidet stark unter den Vorkommnissen – schließlich war sie acht Jahre lang Herrn Kachelmanns feste Lebenspartnerin.“
23.3. Das bloggt der ARD-Nachrichtenchef
„Darum haben wir nichts vermeldet…“
Dr. Kai Gniffke, der Chef der zentralen Fernsehnachrichtenredaktion ARD-aktuell
23.03.2010 – 16:17 UHR
Die Nachricht von den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Jörg Kachelmann beherrscht seit Montagmittag die deutschen Medien.
Nur die ARD-Abendnachrichten erwähnten die Festnahme ihres Wetter-Anchorman mit keinem Wort.
ARD-Nachrichtenchef Dr. Kai Gniffke begründet die Entscheidung, Kachelmanns Festnahme nicht zu vermelden, im Tagesschau-blog:
„(…) gedanklich haben wir den Fall mit anderen Fernsehschaffenden einmal durchgespielt, mit Moderatoren, Schauspielern und Showstars. Mir fiel dabei so gut wie kein Name von ZDF, RTL oder Sat.1 ein, bei dem ich in einem vergleichbaren Fall eine Meldung in Erwägung ziehen würde. Warum dann also bei Kachelmann? Weil er ein ARD-Gesicht ist? Nur damit uns ja keiner Parteilichkeit vorwirft? Ich denke nicht daran, aus diesem Grund das Profil der Tagesschau zu verändern. (…) Diese Promi-Krimi-Vorwurf-Mixtur hat in einer Tagesschau im jetzigen Stadium nix verloren.“
Gniffke äußerte sich im Blog auch zu den Vorwürfen gegen seinen Wetterexperten:
„Natürlich kann man sagen, dass der Haftbefehl schon ein Hinweis darauf ist, dass der Vorwurf nicht völlig abwegig ist. Aber da Kachelmann keinen Wohnsitz in Deutschland hat, sondern in der Schweiz, wird bei ihm die Staatsanwaltschaft viel eher die Fluchtgefahr bejahen als bei anderen.“
Mit dieser Annahme hat Gniffke einerseits recht, die Fluchtgefahr ist ein Grund für die Inhaftierung des Schweizers. Doch die Staatsanwaltschaft sieht auch einen „dringenden Tatverdacht“ bei Kachelmann. Ohne diesen hätte der Richter den Haftbefehl auch aussetzen und stattdessen anordnen können, dass Jörg Kachelmann sich regelmäßig bei den Behörden melden muss. Auch Hausarrest wäre denkbar gewesen, um eine Flucht zu verhindern.
Allerdings sind die Vorwürfe gegen den Moderator offenbar schwerwiegend. „So etwas entscheidet man nicht von leichter Hand“, sagt die Staatsanwaltschaft Mannheim.
Dazu bloggt der ARD-Nachrichtenchef:
„Ich will hier überhaupt nicht spekulieren, ob was dran ist oder nicht. Und über die Schwere des in Rede stehenden Delikts dürfte es ja wohl auch keine Diskussion geben. Aber was, wenn sich Kachelmanns Unschuld herausstellt? Dann machen wir eine saubere Meldung, dass der ganze Medienzauber halt nur ein klitzekleiner Irrtum war. Dabei kann nach der heutigen Berichterstattung der Wetterkundler doch jetzt schon einpacken.“
23.3. Jörg Kachelmann will die Vergewaltigungsvorwürfe nicht auf sich sitzen lassen und hat den Star-Anwalt Professor Dr. Ralf Höcker eingeschaltet. Dieser berät auch Lionel Messi und Heidi Klum. Nun wird auch der verhaftete Jörg Kachelmann von Höcker vertreten. Höcker hat die Anschuldigungen bereits entschieden zurückgewiesen. In seiner Stellungnahme heisst es: «Die gegen unseren Mandanten erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe sind haltlos. Sie sind frei erfunden.» (20 Minuten Online berichtete).
Wie mittlerweile feststeht, muss Jörg Kachelmann eine weitere Nacht hinter Gittern bleiben: Seine Anwälte erhielten den beantragten Haftprüfungstermin erst für Mittwochmorgen. Kachelmann kämpft um seine Freilassung aus der Untersuchungshaft: Sein Anwalt beantragte einen Haftprüfungstermin, wie der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim, Andreas Grossmann, dem Sender Radio Regenbogen sagte. Noch am Dienstagnachmittag war unklar, ob ein Antrag gestellt wurde. Nun ist Klar: Kachelmann muss am Mittwochvormittag vor dem Mannheimer Amtsgericht antraben.
«Am morgigen Mittwoch wird sich Herr Kachelmann gegenüber der Staatsanwaltschaft umfassend zu den Vorwürfen äussern», hiess es in einer Mitteilung der Anwälte Kachelmanns. Der Moderator habe die ihm vorgeworfene Tat nicht begangen und werde sich nur der Justiz gegenüber äussern. «Insbesondere wird er nicht der Unsitte folgen, nun eine mediale Schlammschlacht zu beginnen, denn hierunter würden alle Beteiligten nur noch zusätzlich zu leiden haben», schrieben die Anwälte.(20minonline)
23.03. Warum wollte der Anwalt keine Haftprüfung? Es sollte ein Triumphzug in die Freiheit werden – doch der Termin beim Haftrichter wurde für Jörg Kachelmann (51) zu einer Niederlage! Tagelang hatten die Anwälte des Wetterexperten dessen Unschuld beteuert. Die Vergewaltigung habe das Opfer „frei erfunden“. Ein Sieg beim Haftrichter sollte ein erster Beweis dafür sein. Doch dann nahm Kachelmanns Verteidiger den Antrag auf Entlassung zurück.
Warum dieser Rückzieher?Offenbar Taktik! BILD fragte den Strafrechtsexperten Steffen Kling (Mannheim). Er erklärt: „Einen Antrag auf Haftprüfung nimmt man nur zurück, wenn man genau weiß, dass man keinen Erfolg haben wird.“
Lehnt der Haftrichter die Entlassung bei einem Prüfungstermin ab, hat der Untersuchungshäftling erst nach 3 Monaten wieder Anspruch auf eine mündliche Verhandlung. Kachelmann hätten also mindestens 12 weitere Wochen in U-Haft gedroht!
Ist der Rückzieher ein Indiz dafür, dass die Vorwürfe stimmen? NEIN, sagen seine Anwälte! Dr. Reinhard Birkenstock: „Man ist in Deutschland, wenn ein solcher Verdacht an einem hängt, schnell verhaftet. Die Enthaftung dauert in der Regel länger. Aber wenn Herr Kachelmann heute seine Sicht der Dinge darstellt, wird sicherlich bei der Objektivität der Staatsanwaltschaft dort und auch bei Gericht neu nachgedacht. Und es wird alles überprüft werden, was Herr Kachelmann der Justiz mitzuteilen hat.“
Allerdings: Die Staatsanwaltschaft überzeugte Kachelmann mit seinen Aussagen und Unschuldsbeteuerungen offenbar nicht. Ein Sprecher bekräftigte nach dem Termin, Kachelmann sei weiterhin dringend tatverdächtig.
Was sagt der Anwalt der Frau, die Kachelmann wegen Vergewaltigung angezeigt hatte? Der Vertreter des mutmaßlichen Opfers war beim Gerichtstermin nicht dabei, erneuerte nach der Vernehmung die Vorwürfe. Thomas Franz: „Meine Mandantin hat hundertprozentig die Wahrheit gesagt und nichts als die Wahrheit.“ Sie habe sich nicht nur in der Gerichtsmedizin, sondern auch in der Gynäkologie nach der Vergewaltigung untersuchen lassen. Ein medizinisches Gutachten bestätige ihre Aussage. (Bild)
23.3. Die Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht Mannheim sehen einen dringenden Tatverdacht. „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Angaben der Frau stimmen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, SPIEGEL ONLINE. Die Frau sei ausführlich vernommen worden. „Sowohl die Polizei als auch das Gericht schätzen ihre Aussage als glaubhaft ein“, so der Staatsanwalt.
…Opfer-Anwalt Thomas Franz präzisiert die Anschuldigungen am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Tat, so Franz, folgte „spontan, unvermittelt und unvorhersehbar“ einer Diskussion und Streitigkeiten. Zuvor habe es in der Beziehung nie Gewalttaten gegeben. „Die Partnerschaft bestand über elf Jahre. Es war der Lebensgefährte meiner Mandantschaft, und es kam für sie völlig überraschend. Sie ist völlig verzweifelt darüber, dass die Partnerschaft so ihr Ende gefunden hat“, so Franz.
Gleichzeitig nahm er seine Mandantin in Schutz: „Es gibt eine Vielzahl von Unterstellungen, sie würde das machen, um Geld abzuziehen, … aus verschmähter Liebe, aus Rache“. Doch man dürfe davon ausgehen, dass der Haftrichter „nicht einfach so auf Zuruf“ einen Haftbefehl erlasse – „gerade wenn es sich um eine so bedeutende Persönlichkeit handelt“, so Franz.(Spiegel)
23.3. Seit Samstag sitzt der Fernsehmoderator Jörg Kachelmann in einer Zelle der Justizvollzugsanstalt Mannheim. Der Vorwurf, der gegen ihn erhoben wird, ist ungeheuerlich: Vergewaltigung – das bedeutet eine Mindeststrafe von zwei Jahren, eine Aussetzung zur Bewährung wäre kaum noch möglich, vom beruflichen Ruin ganz zu schweigen.
Die Faktenlage – soweit sichtbar – ist bisher noch unübersichtlich. Anfang Februar soll der 51-jährige Wetterexperte seine langjährige Freundin nach einem Beziehungsstreit in ihrer Wohnung im baden-württembergischen Schwetzingen zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben.
Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch die Angaben der Frau, was – wenn es der einzige Anhaltspunkt wäre – wohl zu wenig für den „dringenden Tatverdacht“ wäre, den ein Haftbefehl voraussetzt. Ihre Beweise will die Staatsanwaltschaft Mannheim nicht offenbaren, nur so viel teilt Behördensprecher Andreas Grossmann mit: „Wir haben mehr als eine bloße Anzeige.“
Nach SZ-Informationen liegt den Ermittlern ein Gutachten vor, in dem die Rechtsmedizin bei der Frau in den Tagen nach der angeblichen Tat blaue Flecken festgestellt hat, die auf eine Vergewaltigung hindeuten. Ohne zusätzliche Indizien würde kein Gericht einen Haftbefehl wegen Vergewaltigung erlassen, das bestätigen auch Staatsanwälte, die nichts mit dem Fall zu tun haben. Andererseits: Dieselben Experten warnen vor vorschnellen Schlüssen. Weil bei Vergewaltigungen normalerweise keine Zeugen zugegen sind, eignen sich solche Anschuldigung auch für einen Rachefeldzug wegen verletzter Gefühle.
Verwunderlich ist zudem, dass das Opfer eine langjährige Freundin oder gar Lebensgefährtin von Kachelmann gewesen sein soll, doch selbst in den einschlägigen Magazinen nichts von ihr zu finden ist. (Süddeutsche de.)
Anmerkung: Wolfgang Janisch der Autor dieses Artikels schreibt bereits vom OPFER und nicht vom mutmasslichen Opfer – Vorverurteilung?
23.3. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft liegen jedoch genügend Indizien vor, um die Untersuchungshaft rechtfertigen zu können. Die Behörde geht davon aus, dass es bei einer Verurteilung zu einer mehrjährigen Haftstrafe käme. Schon deshalb geht man von einer Fluchtgefahr aus.
Seit Samstag sitzt Jörg Kachelmann in der Justizvollzugsanstalt Mannheim. Dort sorgt man sich um seinen Geisteszustand: «Untersuchungshäftlinge werden anfangs immer in Zweierzellen untergebracht», sagt Anstaltsleiter Romeo Schüssler zu BLICK, «zur Suizid-Prophilaxe.»
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts auf Vergewaltigung. Kachelmanns Anwalt weist alle Vorwürfe der Ex-Freundin als «erfunden und falsch» zurück. Wegen Fluchtgefahr – der Schweizer hat keinen festen Wohnsitz in Deutschland – bleibt Kachelmann aber vorläufig in U-Haft.
12 Quadratmeter für zwei Häftlinge – Viel Platz haben Kachelmann und sein Zellengenosse nicht: Zweierklausen sind etwa 11 bis 12 Quadratmeter gross. Eine Einerzelle in der JVA misst immerhin 9 Quadratmeter. Doch in die darf Kachelmann erst nach ein paar Tagen ziehen.
Dorthin kann er sich dann einen Fernseher bringen lassen. «Bisher hat er auf einen verzichtet», sagt Schüssler. «Vielleicht hatte er noch keine Zeit, sich einen zu mieten. Das müsste er übrigens selber zahlen.» Zeitungen und Bücher sind auch erlaubt, müssen aber vom Richter abgesegnet werden.
Spielgruppe und Sportprogramm – Tagwache ist um 7 Uhr. «In U-Haft stehen dann meist Anwaltsbesuche an», so Schüssler. Falls Kachelmanns Aufenthalt in der JVA länger dauert, kann er sich am Handwerks- und Sportprogramm beteiligen. Oder der Spielgruppe: Brettspiele in kleiner Runde. Eine Stunde pro Tag darf er an die frische Luft. Lichterlöschen ist um 21.30 Uhr.
Bekannt ist auch schon sein heutiges Menü: Heute steht Fleischkäse mit Wirsing und Kartoffeln auf dem Programm.«Wir machten uns Sorgen um ihn»
Die Verhaftung hat bei Jörg Kachelmann offenbar Spuren hinterlassen. Die Verhaftung kam für den Wettermann offenbar total überraschend. Romeo Schüssler, Chef der Justizvollzugsanstalt Mannheim, berichtet der «Bild»: «Er machte einen sehr niedergeschlagenen Eindruck, stellte mehrere Anträge, darunter telefonieren zu dürfen.» Sein Rechtsanwalt habe ihn gestern besucht. Er sei über seine Rechte aufgeklärt worden, weiss Schüssler laut «Bild.de».
Kachelmann habe ein aufgeknöpftes Hemd und Jeans getragen. «Seine Verfassung war so schlecht, dass der Leiter der Justizvollzugsanstalt sich Sorgen machte. «Da er so geschockt wirkte, liess ich ihn durch einen Psychologen untersuchen. Er ist nicht suizidgefährdet, bleibt aber in nächster Zeit in einer Zwei-Mann-Zelle», erzählt Schüssler. (Blick)
24.03. Ich kenne ihn seit Jahren und habe noch nie etwas von einer Freundin in Schwetzingen gehört», sagt Frank Werner, Verwaltungsrat von Kachelmanns Firma Meteomedia, gegenüber 20 Minuten.
24.03. Man könne jedoch nicht von einem eheähnlichen Verhältnis sprechen, er sei eher tage- oder nächteweise hier in Schwetzingen gewesen. Einige Schwetzinger sollen sich bei der Redaktion der Schwetzinger Zeitung gemeldet haben, die Kachelmann in Begleitung der Frau gesehen haben wollen.
24.3. Jörg Kachelmann: Das ist das Vergewaltigungs-Opfer ! Seit Montag ist bekannt, der beliebte Wetter-Mann Jörg Kachelmann (51) sitzt in Untersuchungshaft, soll seine Ex-Freundin vergewaltigt haben.
Jetzt ist ein erstes Foto des mutmaßlichen Opfers aufgetaucht. Angeblich war Kachelmann mindestens acht Jahre lang mit seinem Opfer liiert. Bei einem Streit im Februar soll er die Frau schließlich vergewaltigt haben. Sie ließ die Tat unmittelbar gerichtsmedizinisch feststellen und erstattete Anzeige.
Jetzt wurde Kachelmann festgenommen, sitzt in Untersuchungshaft. Am Mittwoch soll er einem Richter vorgeführt werden.
Strafrechtler Dr. Reinhard Birkenstock und Medienrechtexperte Prof. Ralf Höcker vertreten Jörg Kachelmann. Beide bekräftigen die Unschuld ihres Mandanten.
In einer Mitteilung heißt es: „Jörg Kachelmann ist unschuldig. Er hat die ihm vorgeworfene Tat nicht begangen.“
Doch das Opfer lässt über seinen Anwalt ebenfalls mitteilen, dass es auf seinen Standpunkt beharrt. Opfer-Anwalt Thomas Franz erklärt: „Meine Mandantin wurde von Jörg Kachelmann vergewaltigt.“
Andreas Grossmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft, zu „Spiegel Online“: „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Angaben der Frau stimmen.“
Das Opfer ist mitte 30, attraktiv, arbeitet angeblich bei einem Radiosender und lebt in Schwetzingen.
Rechtsanwalt Franz: „Sie lernte Herrn Kachelmann bei einem Interview kennen. Sie führen seit über elf Jahren eine Beziehung, entschieden sich aber, das in den Medien nicht öffentlich zu machen.“
Doch Kollegen der Frau wollen jetzt von der Beziehung längst gewusst haben. Zuvor hieß es, niemand aus Schwetzingen habe Kachelmann jemals vor Ort gesehen.
Das Opfer will jetzt psychologische Hilfe in Anspruch nehmen, um die Vergewaltigung zu verarbeiten. (http://netplosiv.org/201042492/vermischtes/kriminalitaet/joerg-kachelmann-das-ist-das-vergewaltigungs-opfer)
Anmerkung: Für Levy Rubinstein stand am 24.3. schon fest DAS OPFER-DER VERGEWALTIGER.“ Mutmasslich“ scheint er nicht in seinem Sprachgebrauch zu haben. Das ist Vorverurteilung. Rubinstein hat noch nie etwas von :
Art. 11 Abs. 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948/Art. 6 Abs. 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK)/Ziffer 13 des Pressekodex/ Art 20 GG ….gehört zu haben!
24.3. Kachelmanns Meteomedia ist heute eine der wichtigsten Wetter-Dienstleistungsfirmen Europas. Sie beschäftigt über 100 Mitarbeiter und hat Niederlassungen in der Schweiz, Deutschland, Kanada und den USA. Seit man vor ein paar Jahren begann, auf die Bedürfnisse von Versicherungen und Energiekonzernen zugeschnittene Dienstleistungen anzubieten, ist Meteomedia auch kommerziell erfolgreich. Vorher war es lange eher harzig gelaufen.
Dass jetzt Kachelmanns private Turbulenzen manchen Konkurrenten mit Schadenfreude erfüllen, liegt allerdings weniger am Erfolg des Wetterunternehmers als an seiner Rhetorik. Fast so alt wie Kachelmanns Wirken im Zeichen des Wetters sind seine Feldzüge gegen die staatlichen Wetterdienste in der Schweiz und Deutschland. Dem Bundesdienst Meteo Schweiz wirft Kachelmann vor, über viel zu wenige Messstationen zu verfügen, während er selber das eigene Netz Monat für Monat ausbaue. Dabei wäre Kachelmann nicht Kachelmann, wenn er seine Kritik im harmlos-umständlichen Deutsch der Branche vorbringen würde. Vielmehr tönt er so: «Mit den paar Statiönli von Meteo Schweiz kann man nicht arbeiten.» Oder: Meteo Schweiz habe eine Stationendichte «wie etwa Zimbabwe». Oder: Die Schweiz gehöre «wahrscheinlich zu den zehn schlechtestbedienten Ländern in Sachen Wetterbeobachtung im eigenen Land». Wer so redet, schafft sich Feinde.(Tagesanzeiger)
24.03. Sie arbeitet bei einem Radiosender und «lernte Herrn Kachelmann bei einem Interview kennen», sagt ihr Anwalt Thomas Franz. Das sei vor elf Jahren gewesen im Auftrag von Radio Regenbogen, schreibt auch die Schwetzinger Zeitung. Glaubt man den Ausführungen des Anwaltes, führten die beiden «eine harmonische Beziehung, entschieden sich aber, das in den Medien nicht öffentlich zu machen», so Franz. Am Morgen nach der Tat habe sie die Polizei gerufen und sich dann auf Anweisung der Beamten einer gerichtsmedizinischen Untersuchung unterzogen. Dabei stellte ein Arzt laut Franz eindeutige Spuren einer Vergewaltigung fest.
24.03. Der Weisse Ring schaltet sich bereits ein, wenn auch mit Falschinformationen: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand solche Taten ausdenkt, ist ziemlich gering», sagt Helmut Rüster vom Opferschutzbund Weisser Ring gegenüber Focus Online. Vor allem angesichts der Tatsache, dass die Anzeige offenbar kurz nach der Tat erfolgte und das Opfer nicht mit «dem Ekel allein sein wollte».
24.4. Aus den Angaben bei der Vernehmung: Kachelmann über finanzielle Hilfe für Sabine W.: „Ich habe sie unterstützt, habe ihr manchmal einen dreistelligen Betrag überwiesen, wenn sie knapp bei Kasse war.“
Kachelmann über gemeinsame Aktivitäten mit Sabine W.: „Ich habe nur einmal für eine halbe Stunde am Familientisch gesessen. Ich war mit ihr einmal für eine knappe Woche in Oklahoma, doch das war für beide Seiten ein frustrierendes Erlebnis. Ich habe nie Weihnachten mit ihr verbracht.“(Bild)
24.03. Der Haftrichter Siegfried R. kann sich ausser der Missionarsstellung keine anderen sexuellen Aktivitäten vorstellen, befindet aus diesem Grund, dass Jörg Kachelmann weiter in Haft bleibt. Bei der Vernehmung, die keine Haftprüfung war, ist auch der Staatsanwalt anwesend. Anschliessend wird J.K. der Presse vorgeführt, als er in den Polizeiwagen steigen musste.
24.3. Wo auch immer die Wahrheit in diesem Fall liegt, man muss damit rechnen, dass etwas an Jörg Kachelmann hängen bleiben wird. Für jemanden, dessen berufliche Existenz als Moderator auch von der Sympathie abhängt, die ihm sein Publikum entgegenbringt, ist dies eine Katastrophe. Wohl auch deshalb begnügte sich die Nachrichtenagentur dpa zunächst damit, lediglich zu vermelden, am Frankfurter Flughafen sein ein „bekannter Journalist und Moderator“ festgenommen worden.
(…) Bei dieser sachlichen Meldung blieb es nicht. „Bild.de“ veröffentlichte als erstes den Namen Kachelmanns, die meisten anderen Medien – auch evangelisch.de – taten dies später auch. Dies war ein Fehler.
Und doch bleibt ein fader Beigeschmack. Wir Journalisten können uns darauf verlassen, dass die Kollegen von „Bild“ den Namen nennen werden. Und anschließend können wir uns hinter der „Bild“ verstecken und so in einer ethischen Debatte auf den Boulevard zeigen. Damit macht man es sich leicht. So unrealistisch es ist, sich einer Namensnennung zu entziehen, so problematisch ist sie. Als Ausweg bleibt den Medien, seriös und sachlich zu berichten und einen Verdacht als solchen und nicht als Tatsache herauszustellen. Verantwortung hat dabei auch das Publikum selbst, durch dessen Einschätzung eine mögliche Vorverurteilung überhaupt erst möglich und wirksam werden könnte.
Jörg Kachelmann ist schon jetzt Unrecht widerfahren. Selbst dann übrigens, wenn sich der Vorwurf, der ihm aktuell gemacht wird, später als wahr herausstellen sollte. Den Namen eines Beschuldigten in den Medien nicht zu nennen, bedeutet aber eben nicht, diesen vorab freizusprechen. Auch dies wäre nämlich ein verfrühtes Urteil. (http://www.evangelisch.de/themen/medien/die-mediale-bestrafung-des-joerg-k14773)
24.3.Der Erfinder der “Blumenkohl-Wolken” steht nun selber arg im Schatten seines Wettervokabulars. Aber eines gleich vorneweg: Es geht hier nicht darum, einen Menschen für das was er angeblich getan haben soll, zu verurteilen. Das müssen die Untersuchungsbehörden entscheiden. “Ist es aber möglich, im Gesicht zu erkennen, ob jemand fähig ist, einem anderen Menschen schaden zuzufügen?” Jörg Kachelmann hat aus der einfachen Wettervorhersage ein richtig grosses Unternehmen geschaffen. Dazu braucht es Fähigkeiten, die sich im Gesicht zeigen. Ob man aus diesen Fähigkeiten etwas Positives erschafft oder etwas Negatives liegt in der Entscheidung jedes einzelnen Menschen.
Beim Gesicht von Jörg Kachelmann fällt vor allem auf, dass er eine sehr hohe, ausgeprägte Stirn hat. Das spricht für seine starken geistigen Fähigkeiten. Diese braucht es, um ein so grosses und bekanntes Unternehmen aufbauen zu können. Was weiter auffällt sind die Linien, die auf beiden Seiten von der Nase am Mund vorbei verlaufen. Das ist ein Zeichen dafür, dass dieser Mensch seine Lebensaufgabe gefunden hat. Wenn es darum geht, zu bestimmen, wie jemand mit emotionalen Situationen umgeht, dann achtet man am besten auf die Lippen. Jörg Kachelmann hat eine relativ schmale Oberlippe im Gegensatz zu einer ausgeprägten Unterlippe. Er ist also eine Person, die einerseits fähig ist, die Freuden des Lebens zu geniessen, dem es aber andererseits nicht immer leicht fallen könnte, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen oder angemessen darauf zu reagieren.(www.feng-shui-schule.ch)
24.3. Oh Gott, jetzt auch noch der Kachelmann!
“Herr Kachelmann sitzt in Untersuchungshaft, weil er seine langjährige Freundin vergewaltigt haben soll.” Der Satz zeigt, wie ein über Jahre aufgebautes und gepflegtes Image mit gerade mal einem einzigen Satz zerstört werden kann. Das ist die Stunde der Krisenkommunikation. Eine Analyse.
Die Ausgangslage ist klar: derzeit ist nichts gewiss. Alles was wir wissen, sind Verlautbarungen involvierter Parteien. Es steht Aussage gegen Aussage. Also gilt die Unschuldsvermutung.
Doch nicht der juristische Stand der Dinge ist weder jetzt noch nach dem Prozess von Interesse, sondern das, was das breite Publikum dem Herrn Kachelmann zu unterstellen bereit ist. Dass derzeit links und rechts die Missbrauchsfälle nur so explodieren, gibt dem Fall eine aktuelle Brisanz. Denn: Oh Gott, jetzt auch noch der Kachelmann!
So ist es nicht erstaunlich, dass man dem lässig-lockeren und ewig-jugendlichen Schweizer Wetterinterpreten, dem Langzeittraum deutscher Schwiegermütter, eine solche Tat durchaus zutraut. Weiterlesen: http://manfredmessmer.ch/2010/03/24/oh-gott-jetzt-auch-noch-kachelmann/
24.3. Arbeitskollegen haben «nie von einer Freundin in Schwetzingen gehört»
Was passiert, wenn man es dennoch tut, erlebte der «Blick» 1998: Die Boulevard-Zeitung berichtete von der Scheidung von seiner Frau – einer Infografikerin des Blicks-, worauf Kachelmann sogleich klagte. Dabei schien bereits der Fakt, dass Kachelmann überhaupt etwas anderes als Wetter interessieren könnte, überraschend; dass er eine Beziehung geführt hatte und diese am Ende war, schien nur die Garnitur zu sein.
Unter diesem Aspekt scheint es nicht verwunderlich, dass über die 37-jährige Sabine W., wie die Bild-Zeitung das mutmassliche Vergewaltigungsopfer von Kachelmann nennt, seine Mitarbeiter offenbar nichts wussten. «Ich kenne ihn seit Jahren und habe noch nie etwas von einer Freundin in Schwetzingen gehört», sagt Frank Werner, Verwaltungsrat von Kachelmanns Firma Meteomedia, gegenüber 20 Minuten. Die «Bild» schreibt: «Freunde von Kachelmann bestreiten die Beziehung, wollen nie etwas von der Frau gehört haben.» Ein «enger Geschäftspartner von Kachelmann» hat dem Blatt zudem gesagt, Kachelmann habe in Schwetzingen niemals eine langjährige Bekanntschaft gepflegt. Der Geschäftspartner habe von «Stalking» gesprochen. Den Namen dieser Quelle nannte «Bild» nicht. Frank Werner will dies zwar nicht bestätigen, sagt aber: «In der Vergangenheit kam es immer wieder zu einstweiligen Verfügungen wegen Stalking, letztmals Anfang Jahr.»(20min online)
25.03. Der Berliner Medienanwalt Christian Schertz spricht von einer „Vorführung“. „Mir ist kein Fall in der deutschen Pressegeschichte bekannt, wo es die Justiz ermöglicht hat, dass ein bloßer Beschuldigter vor laufenden Kameras in eine grüne Minna weggeschlossen wurde“, kritisierte er in einem dpa-Gespräch. Der Staat habe eine unbedingte Schutzpflicht.
Dagegen betonte das Amtsgericht, das Vorgehen sei mit Kachelmann abgestimmt gewesen. Außerdem könne ein Informationsanspruch der Öffentlichkeit „nicht ohne weiteres beiseitegeschoben werden“, sagte Gerichtssprecher Volker Schmelcher der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dieser Anspruch müsse mit dem Persönlichkeitsrecht Kachelmanns abgewogen werden. „Eine solche Abwägung hat das Amtsgericht pflichtgemäß vorgenommen“, sagte Schmelcher. (dpa)
25.03. CSD sucht den Weissen-Ring Therapeuten Seidler auf, der später im Prozess noch eine sehr zwielichtige Rolle spielen wird.
25.03. Die Mutter von CSD meldet sich bei Blick zu Wort: Meiner Tochter geht es gar nicht gut», sagt Petras Mutter zu BLICK.» Sie ist zusammengebrochen. Sie ist in der Klinik.» (Was nicht stimmte!)
25.03. Sogar der Oberbürgermeister der Stadt, René Pöltl, wusste Bescheid: „Aus privaten Kreisen habe ich von der langjährigen Beziehung zwischen ihr und Jörg Kachelmann gewusst“, sagt er zu „Blick“. „Die beiden sollen oft in Heidelberg unterwegs gewesen sein. Schwetzingen ist zu klein, da hätte sie ja jeder sofort erkannt.“ Er halte die Frau zudem für „äußerst glaubhaft“.
25.03. Staatsanwalt Andreas Grossmann: „Er könnte einen Antrag stellen, um in Küche oder Werkstätten zu arbeiten. Er darf sich über ein Restaurant von außen Essen bestellen, kann in der Bibliothek beschränkt Bücher leihen, TV schauen und Radio hören. Computer sind verboten.“
Außerdem kann Kachelmann im Gefängnisladen Lebensmittel kaufen. Da Bargeld verboten ist, wird alles von seinem Konto abgebucht.
Er kann auch seine eigene Bettwäsche benutzen. Er darf auch Gegenstände, die kontrolliert werden, besitzen und die Zelle damit ausstatten. Häftlinge können in Mannheim fünf Mal die Woche duschen. Staatsanwalt Grossmann: „Kosmetikartikel und Rasierklingen bekommt er von der Anstalt.“
U-Häftlingen kann gestattet werden, zu telefonieren. Die Gespräche werden überwacht, Kosten trägt der Häftling. Handys sind verboten. Seine Post – außer die vom Anwalt – wird kontrolliert.
Besuche, außer die von seinem Verteidiger, werden in der JVA überwacht. Dabei dürfen Geschenke dürfen mit Zustimmung der JVA übergeben werden, Nahrung und Genussmittel in geringer Menge. Grossmann: „Er darf Besucher mit Genehmigung und nur zweimal im Monat für je 30 Minuten empfangen.“
25.3. „Immer sehr verliebt“ – Wer ist die Frau, die Wetterexperte Jörg Kachelmann angeblich vergewaltigt hat? Boulevardblätter wollen die Identität des Opfers geklärt haben.
Glaubt man dem Schweizer Boulevardmagazin „Blick“, dann handelt es sich um eine 37-jährige Radiomoderatorin aus dem baden-württembergischen Schwetzingen, die der Schweizer Wetterprofi vor rund elf Jahren bei der Benefiz-Gala „Ball der Sterne“ im Rosengarten von Mannheim kennenlernte.
(..)“Blick“ schreibt: „In der Schwetzinger Altstadt ließen sich Jörg und Petra oft zusammen blicken.“ Als Beleg dafür zitiert das Blatt den Wirt eines Schwetzinger Restaurants: „Die beiden aßen oft zusammen in meinem Restaurant. Zuletzt waren sie im Januar bei mir. Die beiden wirkten immer noch sehr verliebt.“ Die Wirtin ergänzt: „Sie waren in den letzten Jahren oft meine Gäste. Und haben immer sehr verliebt und harmonisch zusammen gewirkt.“
In der Kleinstadt sei das langjährige Verhältnis nicht unbemerkt geblieben, meldet das Boulevardblatt. Petras Nachbar Giuseppe Romano zu „Blick“: „Ich habe hier öfter ein dunkles Auto mit Schweizer Kennzeichen vor der Tür gesehen. Kachelmann hat in ihrer Garage geparkt und war mal länger und mal kürzer da. Auch vor dem Haus hab ich ihn einige Male gesehen und erkannt.“ Aufgefallen sei ihm allerdings, dass sich der Schweizer in der letzten Zeit nicht mehr in der Siedlung habe sehen lassen.
(..)Petras Anwalt Thomas Franz habe erklärt, dass die Beziehung mit einem „großen Knall“ geendet habe. „Es gab einen Anlass, aufgrund dessen es zu einer Diskussion kam, dann zu Streitigkeiten. Dann folgte die Tat. Völlig spontan, unvermittelt und unvorhersehbar für meine Mandantin“, zitiert „Blick“ den Anwalt. Und: „Es kam in der Beziehung nie zu irgendwelchen Gewalttaten, nie zu irgendwelchen Ausrastern.“ Seine Mandantin sei „über das, was dann geschehen ist, sehr schockiert“.
(..)In Schwetzingen selbst herrscht seit Montag der Ausnahmezustand. Ein Redakteur eines regionalen Onlinemediums schreibt am Dienstag: „Es ist schon verrückt, was seit gestern über Schwetzingen hereinbrach. Fernsehteams aus ganz Deutschland und der Schweiz waren vor Ort, Reporter aller großen Zeitungen, gleich ob das Berliner Boulevardblatt BZ oder die seriöse Frankfurter Allgemeine Zeitung, ob die öffentlich-rechtlichen Teams vom Hessischen Rundfunk und ZDF oder die Boulevard-Magazine von RTL oder der Nachrichtensender N 24 – alle Fährten des Kachelmann-Falles führten in die Spargelstadt. In der Redaktion stand das Telefon nicht still. Wir hielten uns daran, den uns bekannten Namen des Opfers nicht preiszugeben.“
(..)“Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Angaben der Frau stimmen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, zu „Spiegel Online“. Die Frau sei ausführlich vernommen worden. „Sowohl die Polizei als auch das Gericht schätzen ihre Aussage als glaubhaft ein“, so der Staatsanwalt.
(..)“Es ist nicht abzusehen, wie lange er in Untersuchungshaft bleiben muss“, sagte Grossmann. (http://www.stern.de/lifestyle/leute/kachelmann-und-sein-mutmassliches-opfer-immer-sehr-verliebt-1553746.html)
26.03. Auf Betreiben der Verteidigung wird endlich auch der Laptop von CSD beschlagnahmt.
Bei weiteren Einvernahmen kommen die mehrfachen Lügen des MO zutage, werden aber von der Staatsanwaltschaft nicht berücksichtigt.
26.03. Der Vater von Sabine W. sagt vor der Haustür: „Meiner Frau und meiner Tochter geht es sehr schlecht.“
Angesprochen auf den Vorwurf, Kachelmann habe seine Tochter verletzt, versteinert sich sein Gesicht. Dann blickt er zu Boden, nickt und sagt nur noch: „Ich darf nichts sagen.“(Bild)
26.03. Rechtsanwalt Thomas Franz: „Er hat sie zum Sex gezwungen.“ Die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchung – sagt der Anwalt – „sind eindeutig“.
26.03. Kristina Schleß, Geschäftsführerin der Bochumer Meteomedia-Außenstelle, schrieb am 26. März an die Gesellschafter und Verwaltungsräte eine unmissverständliche Mail: „… was wir umsetzen müssen: 1. Aufhebung des Dienstverhältnisses … Beendigung der Tätigkeit als Moderator und Meteorologe. 2. Abberufung von JK als Verwaltungsrat JKP und MMCH … 3. Abtretung der Anteile an der JKP (zu klären: an wen? Gegenleistung? Vorschlag Frank: er kauft und übernimmt dafür die RA-Kosten) …“Mit Frank war Frank-Bernhard Werner gemeint, der Kachelmanns Anteile an der Firma kaufen und im Gegenzug die Rechtsanwaltskosten übernehmen sollte.
Am selben Tag wie die Geschäftsführerin Schleß meldete sich auch Werner bei den „Lieben Kollegen“. In seiner Mail heißt es unter anderem:
„Nicht unerwartet drehen die Medien das Thema Kachelmann mit vielen unappetitlichen Details weiter … Heute bleibt mir nur zu sagen, dass ich überzeugt davon bin, dass es uns allen mit gemeinschaftlicher Anstrengung gelingen wird, die Schäden dieses Spuks für unser Unternehmen überschaubar zu halten. Kopf hoch und beste Grüße fbw.“ (Spiegel)
26.3. Hin und wieder darf sie ihren Jörg sogar zu offiziellen Anlässen in Deutschland begleiten, u. a. zu einem Landespresseball. «Spätestens vor neun Jahren war allen klar, dass die beiden ein Paar sind», sagt ein Arbeitskollege. «Da können Sie jeden einzelnen Medienschaffenden in Mannheim fragen. Kachelmann war so oft hier, obwohl er in dieser Gegend beruflich gar nichts zu tun hat. Wegen ihr.» (Blick)
26.3. Auch dem Schwetzinger Oberbürgermeister geht der Fall sehr nahe. «Die ganze Sache ist ein Schock», sagt René Pöltl. «Es gibt viel zu viel häusliche Gewalt. Ich halte Petra für äusserst glaubhaft.» ( Blick, später will der OBB von Schwetzingen nie mit der Presse gesprochen haben)
26.3. Jürgen Wiesbeck, Programmleiter beim Mannheimer Sender Radio Sunshine Live, kennt Petra gut: «Sie hat 1996 bei uns als Volontärin angefangen», sagt er zu BLICK. Am vergangenen Montag ( 22.3.) ist sie zum letzten Mal am Sender als Moderatorin zu hören.
26.3. Bürgermeister sagt: Die beiden waren ein Paar : Alle wussten es – sogar der Oberbürgermeister des Städtchens: «Aus privaten Kreisen habe ich von der langjährigen Beziehung zwischen Petra und Jörg Kachelmann gewusst», sagt René Pöltl (43). «Die beiden sollen oft in Heidelberg unterwegs gewesen sein. Schwetzingen ist zu klein, da hätte sie ja jeder sofort erkannt.»
Kachelmann also weiter in U-Haft. Ein Trost für Petras Eltern? «Uns allen geht es unverändert schlecht», sagt ihr Vater gestern zu BLICK. «Dass er weiter in Haft bleibt, das ändert für uns gar nichts.»
Auch dem Schwetzinger Oberbürgermeister geht der Fall sehr nahe. «Die ganze Sache ist ein Schock», sagt René Pöltl. «Es gibt viel zu viel häusliche Gewalt. Ich halte Petra für äusserst glaubhaft.»(Blick)
27.3. Die Schweizer Geschäftspartner von Jörg Kachelmann halten zum inhaftierten Meteorologen – noch. Der Kampf um seine Kunden hat schon begonnen.
…. Sein Internetportal meteocentrale.ch lässt sich Kachelmann von Weishaupt sponsern. Der «Sonntag» weiss aus zuverlässiger Quelle, dass es sich jährlich um einen Millionenbetrag handelt. Dafür prangt auf der Website das Logo des Energieunternehmens und der Star-Wetterfrosch stellt sich mit plumpen PR-Videos in die Dienste von Wärmepumpen.
…. Das freundschaftliche Geschäftsklima hat sich deutlich abgekühlt: «Weishaupt wartet wie alle anderen auf das Ergebnis der Untersuchungen», lässt das Unternehmen gegenüber dem «Sonntag» verlauten.
…..Für Kachelmanns ehemaligen Geschäftspartner Peter Wick, der 70 Prozent des privaten Wettermarktes in der Schweiz betreut, ist «der Schweizer Markt von Meteomedia gefährdet». Er sei mit seiner Firma Meteonews «gerne bereit – falls nötig – auszuhelfen». Thomas Bucheli, der neben dem Schweizer Fernsehen auch private Medien beliefert, will keinen Kommentar abgeben. Laut Branchenkennern wäre aber auch er wenig zurückhaltend, um im umkämpften Schweizer Wettermarkt neue Kunden an Land zu holen.
…. Der Geschäftsführer von Radio Basel, Christian Heeb, reagiert leicht indigniert darauf, ob er die Zusammenarbeit mit Meteomedia überprüfe: «Die Frage stellt sich nicht – Jörg ist ein Freund.» Der Redaktionsleiter von Radio Sunshine, Christian Albisser, versichert, Kachelmanns Verhaftung habe «keine Auswirkungen» auf die Geschäftsbeziehungen. Das hört der zum Krisenmanager mutierte Verwaltungsratspräsident von Meteomedia, Frank Werner, gerne: «Ich finde es unappetitlich, dass die Konkurrenz schon bereitsteht, bevor die Untersuchung abgeschlossen ist», sagt er dem «Sonntag». Gemäss seinen Angaben «müssen sich die Mitarbeiter von Meteomedia keine Sorgen machen». Doch auch sie wissen: Ihr bestes Aushängeschild sitzt auch heute Sonntag weiterhin in einer 13-Quadratmeter–Zelle.( http://www.sonntag-online.ch/index.php?show=news&id=943)
27.03. Die Festnahme des TV-Moderators Jörg Kachelmann am Frankfurter Flughafen war offenbar von langer Hand geplant. Eine Sonderkommision war mit dem Fall beauftragt. Die Festnahme des TV-Moderators Jörg Kachelmann am Frankfurter Flughafen war nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ von langer Hand geplant. Drei Wochen lang habe eine „Soko Flughafen“ die geheime Kommandoaktion vorbereitet. Die Beamten hätten gewusst, dass der unter Vergewaltigungsverdacht stehende Kachelmann am vergangenen Samstag und damit bereits einen Tag früher als geplant aus Vancouver ankommen würde. Deshalb wurde der Parkhausabschnitt rund um Kachelmanns Wagen bereits 24 Stunden zuvor abgeriegel.
Mehrere Kriminalbeamte aus Schwetzingen warteten am Wagen des Moderators, während Frankfurter Polizisten den TV-Star observierten. Kachelmann traf sich zunächst mit einer Frau, mit der er gemeinsam die Heimreise antreten wollte. An seinem Wagen im Parkhaus wurde er gegen 11.40 Uhr verhaftet. (Bunte)
27.3. Die hessische Landespolizei habe sich wegen der Aktion in einem internen Bericht ausgiebig selbst gelobt, berichtete das Magazin. Man habe „eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, dass es gelingen könne „an einem so offiziellen Platz wie dem Frankfurter Flughafen“ eine „Person der Öffentlichkeit festzunehmen, ohne dass die Öffentlichkeit davon etwas mitbekommt“. In einer ähnlichen Aktion war auch der Star- Regisseur Roman Polanski am Flughafen Zürich festgesetzt worden.( B.Z.online)
28.03. Mitschüler aus dieser Zeit, die Kachelmann 1977 mit dem Abitur im altsprachlichen Zweig beendet, verspotten ihn allerdings heimlich als schwul; an eine Freundin kann sich keiner erinnern. Männliche Kollegen erzählen von Wirtshausabenden, die peinlich enden, weil Kachelmann Bedienungen und weiblichen Gästen gegenüber ausfallend wird, sexistische Witze macht und frauenfeindliche Zoten durchs Lokal ruft. (Das erzählen sie angeblich der Bildzeitung)
28.03. Staatsanwaltschaft stolz auf Verhaftung ! Zudem waren die Beamten gut informiert. Kachelmann reiste einen Tag früher in Vancouver ab, als geplant. Die Beamten wussten es.
Um öffentliches Aufsehen zu vermeiden, wurde Kachelmann aber nicht direkt an der Sicherheitsschleuse am Flughafen verhaftet, sondern erst an seinem Auto. Frankfurter Kollegen observierten Kachelmann während er ganz normal auscheckte, eine Frau traf und schließlich zu seinem Wagen ging. Dort warteten Polizei-Kollegen aus Schwetzingen.
An seinem Wagen im Parkhaus sei er dann gegen 11.40 Uhr festgenommen worden.
Für diesen Erfolg habe man sich im Frankfurter Polizeipräsidium, so der „Spiegel“ weiter, ordentlich auf die Schultern geklopft. In einem internen Bericht heiße es, man habe „eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, dass es gelingen könne, „an einem so offiziellen Platz wie dem Frankfurter Flughafen“ eine „Person der Öffentlichkeit festzunehmen, ohne dass die Öffentlichkeit etwas davon mitbekommt“.
Tatsächlich bliebt die Verhaftung von Jörg Kachelmann von Samstag bis Montag ohne Meldung in der Presse. Erst dann brach das journalistische Interesse zu dem Fall los.
Kachelmann-Verteidiger Reinhard Birkenstock wirft der Bundespolizei allerdings trotzdem Geheimnis-Verrat vor und will juristische Maßnahmen ergreifen.
Bei der Bundespolizei und bei der Staatsanwaltschaft sieht man allerdings keinen Anlass für Ermittlungen wegen Geheimnis-Verrates. „So etwas sickert immer durch“, erklärte ein Sprecher. ( netplosiv.org)
28.03 Die Bildzeitung veröffentlicht die Nummer des Untersuchungshäftling Jörg Kachelmann.
28.3. Der Schweizer Wettermoderator Jörg Kachelmann ist in einer mehr als unangenehmen Lage: Er sitzt in Untersuchungshaft, nachdem er der Vergewaltigung beschuldigt wurde. Eine jahrelange heimliche Affäre hatte den sympathischen Medienprofi bei der Polizei angezeigt, woraufhin das Werbegesicht in Haft genommen wurde. Er beteuert seine Unschuld, wurde aber dennoch nicht entlassen.
Seit das Eklat an die Öffentlichkeit gekommen ist, diskutieren die Menschen: Ist Kachelmann wirklich ein Vergewaltiger? Oder soll ihm durch eine Intrige Schaden zugefügt werden? Der Anwalt des Opfers spricht von zeitnaher Anzeige, bei der auch Beweise sicher gestellt werden konnten. Für ihn ist es klar, dass Kachelmann nach einem Streit die Kontrolle über sich und die Situation verloren hat und seiner heimlichen Geliebten Gewalt angetan hat. Der Beschuldigte selbst streitet die Tat gänzlich ab. Er sei unschuldig, so Kachelmann, als er vor der Presse am Gericht Mannheim in einen Sträflingstransporter geführt wurde. Frisch rasiert und freundlich, aber mit Handschellen und streng bewacht wurde er nach dem Termin zur Haftprüfung an der Presse vorbeigeführt, was sein Anwalt streng kritisierte.
Wie die Sache ausgehen wird, ist im Moment nicht zu erahnen. Man wird wohl den Prozess oder vielmehr das Urteil abwarten müssen. Leider ist auch nicht sicher, ob im Falle eines Freispruches die berufliche Zukunft des Moderators, der die Meteorologie übrigens niemals studiert hat, noch so gut verläuft, wie seine bisherige Karriere. Es ist ja eine Tatsache, dass immer irgendwie geredet wird, wenn jemand in der Öffentlichkeit negativ aufgefallen ist. Da spielt es keine Rolle, ob nun ein Fünkchen oder die reine Wahrheit hinter dem Vorwurf der Vergewaltigung steckt, ob Jörg Kachelmann unschuldig oder schuldig ist. Man wird noch in 25 Jahren wissen, was heute so heiß umstritten ist. (http://www.un.or.at/?p=83)
Anmerkung: So werden Tatsachen verdreht! Jeder konnte sehen, dass Jörg Kachelmann keine Handschellen trug. Nur der admin dieser Seite nicht!
28.03. „Wir werden ihn nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen bis zum Prozesstermin in Haft behalten“, sagte der Mannheimer Staatsanwalt Andreas Grossmann der Schweizer „SonntagsZeitung“. Er habe die Tat, so der deutsche Ermittler, mit hoher Wahrscheinlichkeit begangen.
Der Focus verbreitet die Nachricht: Jörg Kachelmann soll sich geweigert haben, freiwillig eine DNA-Probe abzugeben. Er sei dann per richterlichen Beschluss dazu gezwungen worden.
28.3. ….Mitschüler aus dieser Zeit, die Kachelmann 1977 mit dem Abitur im altsprachlichen Zweig beendet, verspotteten ihn allerdings heimlich als schwul; an eine Freundin kann sich keiner erinnern
….Männliche Kollegen erleben den Chef anders. Sie erzählen von Wirtshausabenden, die peinlich enden, weil Kachelmann Bedienungen und weiblichen Gästen gegenüber ausfallend wird, sexistische Witze macht und frauenfeindliche Zoten durchs Lokal ruft.
….Eine Mitarbeiterin aus dem „Riverboat“-Team: „Wenn er Frauen am Start hatte, waren das keine gestandenen Frauen. Mit denen hätte er auch gar nichts anfangen können. Und mit den anderen hat er nicht rumgemacht, weil er ewig rammelig war, sondern weil er kein Selbstwertgefühl hat.“
….Wie also ist so einer wirklich, an den sich die anderen so unterschiedlich und so widersprüchlich erinnern? Der als liebenswert geschildert wird und als abstoßend; als geistreich und als primitiv; als erfolgreicher Macher und als ganz arme Sau? Möglich, dass noch nicht einmal Jörg-Andreas Kachelmann selbst die Antwort kennt.
Und vielleicht ist es sogar besser für ihn.(Bild)
28.3. Drei Wochen Vorbereitung um Kachelfrosch abzugreifen ist Steuergeldverschleuderung. Und genau so lächerlich ist die Untersuchungshaft wg. “Fluchtgefahr”. Zwar kann ein Schweizer nicht ausgeliefert werden, würde er darauf bestehen, dass ihm den Prozess in der Schweiz gemacht würde. Die Kunden sind aber in Deutschland, und man kann sich kaum vorstellen, Kachelmann würde sich in der Schweiz verschanzen. Zumal er bei einem Prozess in der Schweiz in Deutschland alles verlieren, und in der Schweiz nichts gewinnen würde.
Das man über das Drama von einem, der gerne aus allen medialen Kanälen trompetet, Witze macht, ist zwingend. Aber Schadenfreude will sich bei Kachelmann keine einstellen, eher Mitleid. Da sähe man mach andere Medien-Krawallschachtel lieber stürzen. (Thomas Haemmerlis Die Kolumne aus der SonntagsZeitung vom 28.3.2010)
28.3. Heike Nocker-Bayer (48), Wetter-Moderatorin und Buchautorin, hat 1995 eine Affäre mit Kachelmann, von Liebe will sie nicht reden: „Ein Techtelmechtel, das ein paar Wochen ging, eine sexuelle Beziehung.“
Dass sie nicht die Einzige ist, mit der Jörg Kachelmann außerehelichen Sex hatte, störte Heike Nocker-Bayer nicht: „Er war ein kleiner Womanizer“, sagt sie heute, „bei ihm lief immer mehr als Eine parallel nebenher.“
Verständlich, verzeihbar – aus ihrer Sicht: „Er war sehr fürsorglich, liebenswert und vor allem Frauen gegenüber schüchtern. Er hat die Frauen verstanden.“(Bild)
29. März 2010, 15:13 Uhr Ob es zum Prozess kommen werde, sei offen. „Vielleicht kommt es nie zu einer Anklage“, sagte Grossmann.
29.3. Exklusive Gästebetreuung – Dass die „Bild-Zeitung“ dennoch detailliert über Kachelmanns vorläufige Bleibe Bescheid wusste und ihrer Leserschaft in der vergangenen Woche miteilte, dass der ARD-Wetterexperte von Anstaltsleiter Romeo Schüssler persönlich herzlich begrüßt und während eines Gespräches mit den Gegebenheiten seiner neuen Umgebung vertraut gemacht werden sollte, sorgte nicht nur bei den Mitgefangenen für Irritationen. Auch im baden-württembergischen Justizministerium wurde die Frage gestellt, ob die „Gästebetreuung“ im „Café Landes“ nicht vielleicht etwas zu weit geht. Seitdem darf der Anstaltsleiter keine öffentlichen Statements mehr zu seinem VIP-Gefangenen abgeben. „Sonst käme ich in Teufels Küche“, sagt Schüssler.
…“So einer kann sich warm anziehen“ -Heute geht es in der JVA Mannheim gesitteter zu. „Natürlich gibt es in einer so großen Anstalt wie unserer auch mehr Reibereien als in einer kleinen“, sagt Schüssler. Und natürlich gebe es auch manchmal Überbelegungen. Doch das sei normal. „Aber alles in allem haben wir hier moderne Haftbedingungen.“ Seit vier Jahren habe es zum Beispiel schon keinen Suizid mehr im Knast gegeben.
….Darunter rund 170 U-Häftlinge, die ebenso in einem eigenen Trakt untergebracht sind wie die aktuell zehn Sexualstraftäter, die in einer eigenen, vor zwei Jahren eingerichteten Abteilung betreut werden. „Weil es bei denen besondere Therapieansätze gibt und weil die oft von den anderen Gefangenen gemobbt werden“, sagt Schüssler. „Klar“, bestätigt der Ex-Knacki. „Wenn so einer auf der Stube ist, dann kann er sich warm anziehen. Solche Typen sind das allerletzte, und das zeigt man denen auch.“
….Dass es in Mannheim, wie in anderen JVA´s auch, gezielte Rituale zur Demütigung von Sexualstraftätern geben soll, hält Anstaltsleiter Schüssler für ein Gerücht. Zwar gebe es immer wieder Fälle, in denen den Sexualstraftätern von anderen Gefangenen gedroht wird, man werde sie „fertigmachen“. Auch „Psychospielchen“ und Schläge würden immer mal wieder bekannt. „Aber da gehen wir hart gegen vor.“(Stern)
Anmerkung: Schüssler hat, trotzdem er in „Teufels Küche“ gekommen wäre, dem Stern ein ausführliches Interview gegeben. Besonders die Anspielungen auf Sexualstraftäter sind sehr umfassend! Was wollte er damit sagen? Zum Dank wurde er später Landesgerichtspräsident?
Einstweilige Verfügung vom 29. März 2010: Focus wurde darin verboten, Details zum angeblichen Tat- und Nachtatgeschehen sowie zur rechtsmedizinischen Untersuchung der Anzeigenerstatterin aus der Ermittlungsakte im Kachelmann-Verfahren zu veröffentlichen. Der Focus hatte zuvor umfangreich über entsprechende Details berichtet.
In der einstweiligen Verfügung vom 29. März 2010 bewertete das Landgericht Köln die Berichterstattung des Focus als rechtswidrig. Sie verletze die Persönlichkeitsrechte von Jörg Kachelmann
29.3. Nachbarn in Kanada berichten, dass seine Ex-Frau die Missbrauchsvorwürfe nicht glaube, sie gar für einen Racheakt hält. Kachelmann habe stets viele Liebesbriefe bekommen, Frauen seien ihm eher „nachgestiegen“. (Spiegel13/2010)
30.3. Wunderwaffe für die Frau Die Strafanzeige wegen sexueller Übergriffe ist eine ungemein effiziente und beliebte Kampfmassnahme für Frauen in der Trennung.
Und nun zum Ratschlag für ihn: Den gibt es leider nicht. Ein Angeschuldigter kann sich in solchen Fällen prinzipiell nie richtig verhalten. Gibt er sich ungezwungen und locker, ja lacht er vielleicht sogar in die laufenden Kameras (wie neulich Wetterfrosch Jörg Kachelmann), wird dies als Zeichen besonderer Skrupellosigkeit gedeutet. Gibt er sich verzweifelt, zerknirscht oder weinerlich, wird dies als indirektes Geständnis aufgefasst. Zeigt er sich indifferent, beweist dies nur mehr einen herzlosen Charakter. Sorry – dies ist ein Kampf, bei dem die Verlierer von Anfang an feststehenp. Zu diesen gehören leider auch echte Opfer von sexueller Gewalt, die damit rechnen müssen, dass ihnen niemand glaubt auch wenn es kaum einer offen sagt. (Alex Baur in der Weltwoche 13/2010)
30.03. März, nahm Werner die Sache höchstpersönlich in die Hand und reiste zu Kachelmann ins Gefängnis nach Mannheim. Im Gepäck hatte er einen Stapel rechtsverbindlicher Erklärungen, die der Inhaftierte unterschreiben sollte. Es ging um den Rücktritt von allen Ämtern und den Verkauf seiner Firmenanteile an eine Gesellschaft namens Rotbach Beteiligungs AG.
Die Firma gehört mehrheitlich Werner, seine Lebensgefährtin Katja Hösli firmiert als Mitglied der AG. Selbst die Löschung seines Namens aus dem Handelsregister sollte Kachelmann unterschreiben und obendrein ein Papier, dass Werner nach „Gutdünken“ mit seinen Fahrzeugen „verfahren“ könne. Vorsichtshalber ließ der schon mal einen Mitarbeiter nachforschen, wie viel Kachelmanns Volvo denn so bringen könnte.
Das Gespräch verlief ergebnislos, Kachelmann unterschrieb die Papiere nicht. Werner beklagte sich tags drauf in einem dreiseitigen Schreiben an den Uneinsichtigen. ( Spiegel)
30.03. Frank B. Werner zu BILD: „Ich habe mich nach Kachelmanns Festnahme auf die Brücke gestellt und das Kommando übernommen. Die Mitarbeiter sind verstört und brauchen einen Ansprechpartner.“
30.03. Staatsanwalt Andreas Grossmann sagte dem „Mannheimer Morgen“: „Sobald die Verurteilungswahrscheinlichkeit bei 51 Prozent liegt, kommt es auch zur Anklage. Nach derzeitigem Stand, und nur nach diesem, liegt die Wahrscheinlichkeit im Fall Kachelmann deutlich höher.
30.3. Polizeidirektion Heidelberg Die Frau sitzt in einem Vernehmungsraum. Seit kurzem ist sie die bekannteste Unbekannte der Republik. Sie heißt „Simone“ – ihr richtiger Vorname, aber nur der zweite, den sie nicht benutzt.Die Video-Vernehmung dauert 91 Minuten, es ist ihre dritte.Die Frau hatte sich entschieden nicht die Wahrheit zu sagen. Auf jeden Fall nicht die ganze. (Spiegel 23/2010)
Und Tanja May von der Bunten beginnt mit der Vorverurteilung Jörg Kachelmanns! Sie schreibt schon Ende März an das mutmaßliche Opfer:
Zitat aus dem Fax: „Wie ich Ihnen schon mehrfach geschrieben habe, habe ich Ihnen von Anfang an geglaubt, was Herr Kachelmann Ihnen angetan hat.“ [...] „Sonnengrüße schickt Ihnen die Tanja May.“ Und die sonnige Tanja May weiß offenbar ganz genau, was die vielen Frauen von Jörg Kachelmann durchmachen müssen. (NDR)
31.03. Jetzt melden sich alle die es immer schon wussten zu Wort: «Sein zweites Leben haben sehr viele Leute gekannt», gab sich Fernseh-Altstar Kurt Felix im Gespräch mit «Glanz und Gloria» überzeugt. Es sei allseits bekannt gewesen. «Es überrascht mich, dass das erst jetzt in der Zeitung kommt.» Jeder wusste etwas, auch wenn er nichts wusste. So wie der Wirt in Schwetzingen, der eine Falschaussage machte, weil es so schöne Reklame für sein Lokal war!
31.3. Nach wie vor bestehen dringender Tatverdacht und Fluchtgefahr“, sagte der Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, gestern auf Anfrage unserer Zeitung.Es liegt auch an Herrn Kachelmann, wie schnell das Verfahren bearbeitet wird. Momentan sind die Verdachtsmomente erheblich“, so Grossmann weiter.(Morgenweb)
31.3. Wetterfrosch Kachelmann wird wohl angeklagt -So wie es aussieht geht die Staatsanwaltschaft Mannheim derzeit von einer Anklage gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann wegen Vergewaltigung aus.
«Sobald die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung bei 51 Prozent liegt, kommt es zur Anklage», so der Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann gegenüber dem «Mannheimer Morgen». «Nach derzeitigem Stand liegt die Wahrscheinlichkeit im Fall Jörg Kachelmann deutlich höher», so Grossmann weiter. Noch ist unklar, wie lange der Wetterexperte im Gefängnis bleiben muss (http://www.nachrichten.ch/detail/434332.htm)
31.3. Neun Tage nach seiner Festnahme hat ihn jetzt erstmals seine Mutter besucht, wie «Bild.de» berichtet. Kachelmann war zuvor völlig von der Aussenwelt abgeschnitten: Ohne TV, Computer und Telefon. Seine Doppelzelle musste er sich mit einem Drogendealer teilen. Erst kürzlich wurde er in eine Einzelzelle mit Fernseher verlegt.
Es ist offen, wie lange der Schweizer noch im Gefängnis bleiben muss. «Nach wie vor bestehen dringender Tatverdacht und Fluchtgefahr», sagt der Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann der Zeitung «Mannheimer Morgen».
Zu Gerüchten, wonach es möglicherweise gar nicht zu einem Prozess kommen werde, sagt Grossmann: «Sobald die Verurteilungswahrscheinlichkeit bei 51 Prozent liegt, kommt es auch zur Anklage. Nach derzeitigem Stand, und nur nach diesem, liegt die Wahrscheinlichkeit im Fall Kachelmann deutlich höher.» (Blick)
April 2010
Die Staatsanwaltschaft gibt weitere Statements heraus.
1.04. Der verhaftete Medien-Mann Jörg Kachelmann (51) muss auch die Osterfeiertage in der JVA Mannheim hinter Gittern verbringen. Bis zum Gründonnerstag wurde keine neue Haftprüfung im Fall um die Vergewaltigungsvorwürfe beantragt. Das teilte ein Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft mit.
„Und wenn er jetzt nicht bald beantragt wird, dann wird das vor Ostern auch nichts mehr“, fügte Behördensprecher Andreas Grossmann hinzu.
Außerdem wird eine Anklage immer wahrscheinlicher. Der hinreichende Tatverdacht ist gegeben. Die Staatsanwaltschaft hält eine Verurteilung von Jörg Kachelmann für sehr wahrscheinlich.
2.4. Entsprechend großflächig servierte „Bild“ seinen Lesern (oder sollte man eher sagen Bilderschauern, nomen est omen) zentimeterhohe Schlagzeilen des Falls Kachelmann. Das ohnehin riesige Zeitungsformat schien wieder einmal nicht auszureichen, um dem Skandal in vollem Umfang gerecht zu werden. Die Berichte waren Paradebeispiele dafür, wie man ein Minimum an Fakten und Vermutungen mittels Druckerschwärze so lang ausdünnt, bis der Text vor lauter Buchstaben nicht mehr zu erkennen ist.
Der Wettermoderator ist ein willkommener Antiheld, weil er extravagant ist und viele Angriffsflächen bietet. Ganz unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Vorwürfe fräsen sich die Aussagen der Boulevardmaschinerie mittlerweile ins Gedächtnis aller, die Kachelmann kennen. Was auch in Österreich zumindest auf Seher der ARD zutrifft.
Was immer am Ende herauskommt, diesen Skandal wird der Schweizer nie mehr los, es sei denn, die ARD setzt ihn nach einer juristischen Entlastung wieder als Wettermoderator ein. Sollte Kachelmann für die ARD aber künftig nicht mehr tragbar sein, ist seine Fernsehkarriere wohl für beendet anzusehen. Die Affäre Kachelmann ist symptomatisch für den Umgang von Boulevardmedien mit Menschen, für die zwar die Unschuldsvermutung gilt, was Klatschjournalismus aber nicht (be)achtet.(SalzburgerNachrichten)
2.4. Drogentest im Knast? Kurz nach seiner Verhaftung hatte er sich noch geweigert, jetzt musste Jörg Kachelmann sich beugen – und einen Drogentest über sich ergehen lassen.
Hat Kachelmann seine Freundin Petra unter Drogen zu Sex gezwungen? Spielen Drogen wie Kokain eine Rolle im Leben des Schweizer TV-Moderators – und wenn ja, bis zu welchem Grad? Diese Fragen stellten sich die Ermittler im Fall Kachelmann diese Woche. Und ordneten einen Drogentest an.
Kurz nach seiner Verhaftung hatte sich Jörg Kachelmann noch geweigert, eine Speichelprobe abzugeben. Später stimmte er aber der Abgabe einer Haarprobe zu (im BLICK). Jetzt aber musste sich der inhaftierte TV-Moderator Jörg Kachelmann offenbar einem Drogentest unterziehen – Haar- und DNS-Probe inklusive, wie das Nachrichtenmagazin «Focus» in einem Vorabdruck berichtet.
Kachelmanns Strafverteidiger Reinhard Birkenstock wollte derzeit «keinen Kommentar zur Sache» abgeben.
Apropos Drogen: Zunächst teilte Kachelmann offenbar eine Zelle mit einem Drogendealer, bevor er in eine eigene Zelle verlegt wurde (Blick.ch berichtete). Ob er sich mit dem Mann über einschlägige Themen unterhalten konnte? (gux) (Blick)
2.04. Nimmt Kachelmann Drogen? – Soll Kachelmann nicht nur ein Vergwaltiger sein, sondern auch Drogen konsumiert haben? Haarproben musste er jedenfalls abgeben. Der Fall Jörg Kachelmann wird immer verwobener. Jetzt soll der ARD- Wettermann Kachelmann laut der Online- Ausgabe „Bunte.de“ einem Drogentest unterzogen worden sein. Wie das Magazin berichtet, soll der Wettermann neben einer DNA- Probe auch eine Haarprobe abgegeben haben. Kachelmann ein Vergewaltiger und Drogenkonsument? (http://www.vol.at/news/tp:vol:leute/artikel/nimmt-kachelmann-drogen/cn/news-20100402-02141393)
4.04. Freunde berichten von psychischen Problemen die CSD schon vor der angeblichen Tat gehabt haben soll. ( Bildzeitung)
4.04. Was kostet die Freiheit? – 25 Euro: Mit diesem Betrag würde Jörg Kachelmann für jeden Tag Untersuchungshaft entschädigt, sollte sich seine Unschuld herausstellen. Den persönlichen Schaden wiegt das längst nicht auf, meint unser Gastautor, ein Jurist.
Wäre Kachelmann abgetaucht?- Lebt der Angeklagte in Deutschland, ist er für die Ermittler in der Regel einfach aufzuspüren und in den Gerichtssaal zu bringen. Hat er aber wie im Fall Kachelmann keinen festen deutschen Wohnsitz, kann das Strafverfahren nur dann erfolgreich durchgeführt werden, wenn sich der Angeklagte der gerichtlichen Hauptverhandlung auf freiwilliger Basis stellt. Erscheint er nicht, muss er durch Haftbefehl zur Festnahme ausgeschrieben und weltweit gesucht werden, was lange dauert und oft nicht zum Erfolg führt.
Wäre Jörg Kachelmann abgetaucht? Die Ermittlungsbehörden hatten das wohl befürchtet. An dieser Einschätzung änderte offenkundig auch der Umstand nichts, dass der Meteorologe in den öffentlich-rechtlichen Sendern regelmäßig das Wetter auf deutschem Gebiet verkündet und sein Unternehmen mit unzähligen Wetterstationen auch in Deutschland arbeitet.
Was wäre, wenn Kachelmann unschuldig ist? – Wer kann schon sicher einschätzen, ob sich der 51-Jährige jemals wieder freiwillig nach Deutschland begeben hätte, wenn er von dem laufenden Ermittlungsverfahren und den gegen ihn erhobenen schweren Vorwürfen vor seiner Einreise aus Kanada Kenntnis gehabt hätte – zumal eine Auslieferung des Meteorologen durch die Schweiz, die sich bereits über die Herausgabe von Kundendaten ihrer Banken an Deutschland echauffiert, unwahrscheinlich gewesen wäre.( www.philibuster.de)
5.04. Staatsanwalt Andreas Grossmann hält Kachelmanns Ex-Freundin für glaubwürdig und geht davon aus, dass es bald zur Anklage gegen den Moderator kommt.
„Wir gehen immer noch von einem hinreichenden Tatverdacht aus. Daraus folgt, dass wir eine Anklage und auch eine Verurteilung im Moment für sehr wahrscheinlich halten“, sagte Grossmann.
7.04. Frau Weis „weiss“ natürlich auch etwas über Jörg Kachelmann!
7.04. In der Wetterstation am Deutschen Museum in München trafen sich Sängerin Indira Weis (30) und Wetterexperte Jörg Kachelmann (51) im Oktober zum ersten Mal. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, ging´s nach dem offiziellen Event zum Italiener, dann brachte er die hübsche Deutsch-Inderin nach Hause. „Wir haben noch lange im Wagen gesessen und geredet. Er fragte mich, ob ich einen Freund habe. Dann erzählte er mir von einer Wetterstation in Indien, die er mit mir besuchen möchte. Schmunzelnd meinte er noch, dass er nicht garantieren kann, dass er in Indien die Finger von mir lässt“, berichtet sie in „Bild“.
Danach bleiben die beiden offenbar per SMS in Kontakt. „50 Nachrichten habe ich von ihm danach bekommen“, erklärt Indira und zeigt die Kurzmitteilungen mit Flirt-Text in der „Bild“-Zeitung. Als Kachelmann zu den Olympischen Spielen nach Vancouver fliegt, bricht der Kontakt ab.( Bunte)
Anmerkung: Dazu ist sehr interessant der Beitrag vom 16.4. dass die Person Steuerschulden hat! Weiterlesen: http://www.talkteria.de/forum/topic-118635.html
7.o4. Das Kachelmann-Syndrom – Jörg Kachelmann führte ein Doppelleben. Wie Clinton, Mitterrand, Lindbergh oder Schröder. Was die Männer gemeinsam haben: Sie sind im Beruf erfolgreich, aber im Privatleben unreif.
Kachelmann ist in aller Munde. Hat er vergewaltigt? Hat er nicht? Hat er gar das Opfer mit dem Messer bedroht? Oder will ihm die betrogene Freundin einfach eins reinwürgen und sich rächen? Wir wissen es nicht. Aber wir werden es bestimmt einmal detailliert erfahren, und zwar von ihm persönlich. Irgendwann wird er aus der Haft entlassen und durch Talk-Sendungen touren, wird reumütig mit dem gewitzten Dackelblick von seinen Fehltritten und seiner Fehleinschätzung berichten. (Weiterlesen: Von Julia Onken Weltwoche 14/2010)
Leserbrief dazu: Arthur Müller 11.04.10 14:10 Einseitiger könnte das Thema nicht behandelt werden, wahrscheinlich wurde es daher im Gegensatz zur Autorenankündigung auf Seite 37 verbannt.
Was ist denn mit dem Psychogramm der Frauen die sich nur mit Millionären einlassen? Sind es nicht solche, so müssen die Männer wenigstens prominent sein. Sind sie es auch nicht, so soll es dann doch eine eierlegende Woll-Milchsau sein.
Trotz umfangreicher Psycholiteratur merkt Frau nichts von den versteckten charakterlichen Schwächen und begibt sich sofort mit dem scheinbar einmaligen Fang in die „Kiste“.
Werden dann die charakterlichen Schwächen unerträglich, kann dank dem amerikanischen Rechtssystem welches die Eigenverantwortung völlig ausblendet, ein veritabler Skandal mit Materiellem gewinn losgetreten werden.
8.04. Die Bunte(15/2010) hat bereits mehrere EX-Geliebte aufgespürt und sie zu gutbezahlten Aussagen veranlasst. Auch Andreas Grossmann äussert sich in der Bunten: Wir gehen von einem hinreichenden Verdacht aus und streben eine Anklage und einen Prozess an. Die Höchststrafe für so ein Delikt sind 15 Jahre Gefängnis.
Die Bunte veröffentlich Teile eines Dokuments, dass sie als Scheidungsurteil den staunenden Lesern verkauft. Dass das eine Falschinformation ist, wird nie von der Redaktion aufgeklärt!
Die Bunte weiter, sie (die Redaktion) hätte schon seit Juli 2009 von der Liaison Kachelmann/Anja S. gewusst – Alle rund um Riverboat- einschliesslich der Hotelangestellten in Leipzig – hatten davon Kenntnis. Nur SVS die im Dunstkreis der Sendung seit 2003 ihre Kreise zog und CSD wollen davon nichts gewusst haben? Von SVS erzählen Informanten, sie hätte weit mehr gewusst, als sie jemals zugegeben hat.
10.4. Kachelmann droht Schweizer Zeitungen – Der Meteorologe, der in Untersuchungshaft sitzt, geht juristisch gegen mehrere Schweizer Medien vor – wegen Eingriffen in seine Persönlichkeitsrechte.
Dies berichtet die «SonntagsZeitung». Der TV-Meteorologe, der in Mannheim wegen einer mutmasslichen Vergewaltigung in Untersuchungshaft sitzt, wehrt sich demnach gegen die Berichterstattung der letzten drei Wochen. Sein Medienanwalt Ralf Höcker sagte laut dem Artikel: «Wir haben rund zehn Abmahnungen an Schweizer Medien verschickt.» Darunter befinden sich laut Höcker Zeitungen der «Blick»-Gruppe aus dem Ringier-Verlag sowie «20 Minuten» und «Berner Zeitung» der Tamedia AG, zu der auch der «Tages-Anzeiger» gehört.
Die Publikationen hatten laut der Zeitung aus den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft zitiert oder über angebliche private SMS-Nachrichten von Kachelmann an die Popsängerin Indira berichtet. «Beides stellt einen schwerwiegenden Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Mandanten dar», so Höcker gegenüber der Zeitung.
Die betroffenen Medien, so heisst es in dem Bericht weiter, wurden laut dem Anwalt aufgefordert, Unterlassungserklärungen zu unterschreiben und Sachverhalte aus den Akten sowie die SMS-Nachrichten von Kachelmann an die Popsängerin nicht weiterzuverbreiten. Ausserdem sollten sie eine «Gebühr» in der Höhe von umgerechnet 2000 Franken bezahlen. (BernerZeitung)
10.04. Die Bildzeitung veröffentlicht angebliches Knastfoto. Gestern Mittag vertrieb sich der TV-Moderator die Zeit beim Hofgang. Die Sonne schien (16 Grad, leichter Wind von Nordost), Knackis drehten auf dem Sportplatz ihre Runden. Unter ihnen auch der ARD-Moderator. Kachelmann trug Jeans und eine dunkelblaue Jacke. Nachdem er sich die Beine vertreten hatte, schaute er anderen Insassen beim Schachspiel zu.
11.04. Der Vater von Anke H. zu BILD am SONNTAG: „Herr Kachelmann ist ein Charakterschwein. Er hat unserer Tochter mehrere Jahre lang eine Zukunft versprochen, mit Ehe und Kindern.“
Seine Tochter sei aus allen Wolken gefallen, als sie aus der Presse von den diversen Liebschaften Kachelmanns erfahren hat. „Sie ist davon ausgegangen, die einzige Frau an seiner Seite zu sein.“
Der Vater über Kachelmann: „Er war mir nie geheuer. Ich habe immer gedacht: Lieber Gott, möge diese Beziehung doch bald zu Ende sein.“
Anke H. ist SVS-das Korkezieherlöckchen,, die Begründerin des Clubs der Teufelinnen ( Die 31-Jährige war es auch, die während der Ermittlungen bei der Polizei ihre Nummer hinterließ und darum bat, die anderen Geliebten sollten sich doch mit ihr in Verbindung setzen.) die noch am 21.3. „bestürzt“ war, als sie angeblich von Dr. Birkenstock über die Verhaftung informiert wurde. Zu der Zeit als Papi das Interview gab, hatte sie bereits ihre Geschichte – für viel Geld – an die Bunte verkauft. Und ist nach Canada zu DW gereist um auch sie von einem Recontre mit Tanja May zu überreden.
11.04. Wetterexperte Jörg Kachelmann geht offenbar juristisch gegen Schweizer Medien vor. Er wehrt sich gegen die Berichterstattung der Medien seit seiner Verhaftung vor drei Wochen. «Wir haben rund zehn Abmahnungen an Schweizer Medien verschickt», sagte Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker zur «Sonntagszeitung».
Auf der Liste befinden sich demnach die Zeitungen der «Blick»-Gruppe sowie «20 Minuten» und die «Berner Zeitung».
Indem die Zeitungen über angebliche private SMS Kachelmanns an die Popsängerin Indira berichtet hätten, seien Persönlichkeitsrechte seines Mandaten verletzt worden, so der Anwalt.
«Ermittlungsakten zitiert» Hinzu komme, dass die Publikationsorgane aus den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft zitiert haben.
Kachelmann steht laut Staatsanwaltschaft im Verdacht, Anfang Februar seine angeblich langjährige Freundin nach einem Beziehungsstreit in ihrer Wohnung im baden-württembergischen Schwetzingen gewaltsam zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben.(news.ch)
11.04. Jörg Kachelmann (51) hat sich nach 22 Tagen in Untersuchungshaft in der JVA Mannheim offenbar ganz gut mit dem Knast-Alltag arrangiert. Er scheint sogar so etwas wie Freunde im Knast zu haben.
Jüngst wurde der Medien-Mann beim Hofgang gesehen. Zunächst vertritt er sich ausgibig die Beine, trägt dunkle Jeans und eine Jacke, läuft rund um den Platz, dann begrüß er per Handschlag einen Mit-Häftliing.
Schließlich genießt er die Sonne und schaut den anderen beim Schach-Spiel zu…(netplosiv.org)
12. 04. Dr. Birkenstock legt mehrere Gutachten von renommierten Wissenschaftlern vor, welche die Glaubwürdigkeit von CSD überwiegend in Frage stellen. (Einige Monate später: Es hat sich herausgestellt, dass einige Abmachungen wohl persönlich – ohne nachträgliche Niederschrift – zwischen Staatsanwaltschaft und Dr. Birkenstock gemacht wurde. Diese fehlen jetzt und RA Schwenn verlangte dringend darüber aufgeklärt zu werden. Selbst der sonst so schweigsame Oberstaatsanwalt musste zugeben, dass er mit RA. Birkenstock in dieser Art und Weise verhandelt habe. Prozesstag am 3.12.2011 )
14.o4 Der Club der EX-Geliebten chattet munter drauflos. Eine schreibt: „Ich freue mich jeden Tag, wenn er weiter sitzt“ SVS ermuntert alle Aussagen zu machen: Die Diplom-Kauffrau versuchte auch, andere Frauen zu überzeugen, öffentlich über Jörg Kachelmann zu sprechen: „Je mehr Frauen was sagen, desto besser für uns“, schreibt sie.
15.4. Der zuständige Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge hat ein Gutachten zur Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers bei der Bremer Psychologin Luise Greuel in Auftrag gegeben
18.4. CSD plaudert wieder im Radio (Focus)
19.04. Es sei noch kein Termin für eine neue Haftprüfung beantragt worden, sagte ein Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft geht nach eigenen Angaben dagegen von dringendem Tatverdacht aus. Dies würde nach derzeitigem Ermittlungsstand zu einer Anklage gegen den 51-Jährigen führen, sagte Sprecher Andreas Grossmann (Welt)
Die “Belastungszeugin wurde ein letztes Mal am 20. April von der Strafverfolgungsbehörde vernommen. Zu weiteren Widersprüchen, die danach aufkamen, die ihre Version des angeblichen Tathergangs schwer erschütterten, hat Staatsanwalt Oltrogge sie gar nicht vernehmen lassen. Warum auch, dann wäre Lars-Torben Oltrogge am Ende noch sein prominenter U-Häftling abhanden gekommen. ( A.Wicki)
Für den 20. April soll eine Generalversammlung einberufen werden – Ziel: die Abwahl Kachelmanns aus dem Verwaltungsrat. Der sollte nicht einmal erfahren, dass sich die anderen Firmeneigner ohne ihn treffen wollten.
Man hatte die Einladung einfach an seine Wohnadresse geschickt, was allerdings von Meteomedia-Geschäftsführerin Schleß dann doch beanstandet wurde. In einem internen „Memo zur Akte Kachelmann“ warnte sie vor der Trickserei: „Ich gebe nochmals zu bedenken, dass nach deutscher Rechtsprechung die Zustellung der Einladung an seine Wohnadresse in Kenntnis der Untersuchungshaft nicht ausreichend wäre.“
Zwischenzeitlich bekam auch Kachelmanns Rechtsanwalt Reinhard Birkenstock Wind von dem Putschversuch und schaltete den Schweizer Juristen Martin Kurer ein(Spiegel)
20.4. Danone oder der Kachelmann-Affekt – Danone hat kalte Füsse bekommen und ihren Antrag zurück gezogen. Es handelte sich dabei um eine EU-Verordnung, welche selbstredend auch für die Schweiz gilt, in welcher Werbebotschaften der Nahrungsmittelkonzerne halten müssen, was sie versprechen. Überprüft wird dies von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit.
Actimel soll «das Darmwohlbefinden steigern und die Abwehrkräfte aktivieren». Belegt ist das nicht, aber die kürzlichen Ereignisse um die Testperson J.K. aus der Schweiz lassen befürchten, dass die Produkte aus dem Hause Danone unerwünschte Nebenwirkungen haben könnten. Ein beliebter TV-Wetterfrosch könnte zur unkontrollierbaren Sex-Kröte mutieren. Schlüssig bewiesen ist diese Verwandlung nicht, doch will man sich vor dem umgangssprachlich genannten «Kachelmann-Affekt» schützen und Klagen verhindern. (http://www.diebluemlisalpistnichtdietitanic.ch/index.php/2010/04/20/danone-kachelmann-affekt/)
20.04. Das Landgericht Köln hat es dem Axel Springer Verlag und der BILD Digital GmbH & Co. KG am 16. April 2010 in einem einstweiligen Verfügungsverfahren untersagt Paparazzi-Fotos zu veröffentlichen, die den TV-Moderator Jörg Kachelmann bei seinem täglichen Hofgang in der Justizvollzugsanstalt Mannheim zeigen.
Nach Ansicht des Gerichts stellen die Bilder eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild dar. Auch gäbe es kein berechtigtes öffentliches Interesse an der bildlichen Darstellung des priva-ten Haftalltags eines Untersuchungshäftlings.
Mit der Entscheidung schränkt das Landgericht Köln zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage die Berichterstattung der BILD Zeitung ein. Bereits am 7. April 2010 hatte das Landge-richt in einem einstweiligen Verfügungsverfahren entschieden, dass BILD (Print und Online) keine privaten SMS-Nachrichten des Moderators mehr veröffentlichen darf, die dieser ver-meintlich an Dritte Personen versendet haben soll. Die Veröffentlichung solcher privaten Nachrichten, die zudem in keinem Zusammenhang mit den strafrechtlichen Vorwürfen ste-hen, stellt nach Ansicht des LG Köln eine schwerwiegende Persönlichkeitsrechtsverletzung dar.
Der Moderator Jörg Kachelmann setzt sich zurzeit mit mehreren einstweiligen Verfügungen gegen die vorverurteilende Berichterstattung unterschiedlicher Medien zur Wehr. Angesichts der zunehmend medialen Ausschlachtung solcher Fälle, an der sich neben der Presse immer öfter auch die Staatsanwaltschaften beteiligen (man erinnere sich an den Fall der „No Angels“ Sängerin) ist es beruhigend, dass Gerichte den Auswüchsen des Sensations-journalismus Einhalt gebieten wollen.( www.kwblog.de)
24.4. Kristina Schless kann es nicht lassen:“Die Zuschauerzahlen haben sich weder nach oben noch nach unten verändert“, sagte ein ARD-Sprecher dem Branchenmagazin „Kontakter“. Auch Kristina Schleß, Geschäftsführerin von Kachelmann Meteomedia GmbH, sieht den Zuspruch der Wetteransage in „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ nicht vom Auftreten des Frontmanns abhängig. ( Welt.de)
24.04. Wetterfrosch Kachelmann wird von niemandem vermisst – Der wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung einsitzende ARD-Wettermann Jörg Kachelmann wird von den Zuschauern offenbar nicht vermisst. „Die Zuschauerzahlen haben sich weder nach oben noch nach unten verändert“, sagte ein ARD-Sprecher dem Branchenmagazin Kontakter.
Selbst Kristina Schleß, Geschäftsführerin von Kachelmann Meteomedia GmbH, sieht den Zuspruch der Wetteransage in „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ nicht vom Auftreten des Wetter-Propheten abhängig. „Wie die Quoten bestätigen, hängt der Erfolg der Wetterpräsentation nicht von Herrn Kachelmann ab“, so die Meteomedia-Chefin. Kachelmann hatte an durchschnittlich fünf Tagen im Monat in der ARD und den Dritten Programmen das Wetter moderiert.( www.klatsch-tratsch.de)
25.04. Der Focus berichtet von einem beschlagnahmten Pastateller und die Süddeutsche von einem Messer auf welchem man Fingerabdrücke und DNA-Spuren von Jörg Kachelmann sicherstellen konnte.
25.4. Vergewaltigung: Beweise gegen Kachelmann? – Ermittler sollen in der Wohnung des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers von TV-Wettermann Jörg Kachelmann (51) ein Messer gefunden haben – mit Gen-Spuren und Fingerabdrücken des Moderators.
Laut Bild.de könnte es also eng werden für den Deutschlands bekanntesten Wettermann. Kachelmanns Verteidiger haben bisher keinen Antrag auf Haftprüfung gestellt und die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, genug gegen den Schweizer in der Hand zu haben, um ihn vor Gericht zu bringen.
Bereits vor vier Wochen hatte der „Focus“ bereits über ein Messer berichtet. Kachelmanns Anwälte ließen die Berichterstattung im Nachhinein verbieten. Jetzt schreibt die „Süddeutsche Zeitung“: „In der Wohnung des mutmaßlichen Opfers haben Polizeibeamte ein Messer gefunden. Die Ermittler prüfen nun, ob dieses bei der Tat eine Rolle gespielt haben könnte. An dem Messer fanden die Ermittler nach eigener Aussage Teile von Fingerabdrücken und DNS von Kachelmann.“ Laut Zeitung wollten die Anwälte des Moderators diese Darstellung nicht kommentieren.
Das mutmaßliche Opfer soll angeblich wieder arbeiten gehen. Seit Sonntag moderiere sie wieder bei einem lokalen Radiosender. Die Frau (37) sagte aus, sie habe elf Jahre lang eine Beziehung mit Kachelmann gehabt. Anfang Februar habe Kachelmann sie zum Sex gezwungen. Tags darauf war Kachelmann zu den Olympischen Spielen geflogen, bei seiner Rückkehr am 20. März wurde er am Frankfurter Flughafen festgenommen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. (www.nachrichten.at)
26.04 Die Fahnder allerdings sind davon überzeugt, dass ihre seit Wochen dauernden Ermittlungen sie inzwischen dicht an den wirklichen Ablauf des Abends geführt haben.
In der Wohnung des mutmaßlichen Opfers jedenfalls konnte die Polizei ein Messer sicherstellen, auf dem sich Fingerabdrücke und Genspuren Kachelmanns befinden sollen. Dieses Detail muss ihn nicht überführen, aber es belastet ihn möglicherweise stark.
Für die Zubereitung und den Verzehr des Essens kann das Messer eigentlich keine Rolle gespielt haben – Sabine W. gab an, sie habe für Kachelmann an jenem gemeinsamen Abend, der letzte vor seiner Abreise zu den Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver, Spaghetti gekocht.
26.04. Focus weiss bereits von einer Anklageerhebung im Mai.
Montag 26.04.2010, 00:00 · von FOCUS-Korrespondent Marco Wisniewski
Nach FOCUS-Informationen soll bereits in wenigen Wochen Anklage gegen Kachelmann erhoben werden. Vielleicht schon im Mai. Der Fernsehmoderator steht im Verdacht, eine Frau vergewaltigt zu haben.
26.4. Am vorvergangenen(18.4.) Sonntag hätte er die Stimme von Sabine W. in einem privaten Regionalradio hören können.Die Rundfunksprecherin moderierte eine Sendung, zum ersten Mal nach jener Nacht, die ihr altes Leben beendete – und das von Jörg Kachelmann.
Reine Falschinformation vom Focus! CSD hat doch im Tagebuch geschrieben sie würde am 22.2 / 23.2. bereits wieder arbeiten. Ausserdem war die Woche 12.2010 ihre Arbeitswoche, wie sie uns auch im Tagebuch festhielt.
27.04. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Grossmann, zu BILD: „Über Art und Zeitpunkt des Abschlusses der Ermittlungen können von hier aus keine Prognosen geäußert werden.“
27.04. Bild berichtet über angeblichen „Stunk“ im Knast: Ein Insider zu BILD: „Es hat Stunk deswegen gegeben. Mithäftlinge sind sauer, weil sie monatelang auf diesen Job gewartet haben und sie der Meinung sind, dass er ihn durch seinen Promibonus weggeschnappt hat.“
29.04. Und dazu noch „Grausam wie ein Heiratsschwindler!“. Das schreibt jedenfalls die „Bunte“-Chefredakteurin Patricia Riekel im Editorial der neuen Ausgabe des Magazins.
Er hat meine Seele missbraucht jammert Isabella M, – SVS und verkauft der Bunten Bilder der Kinder Jörg Kachelmanns, nimmt keine Rücksicht auf eine alte Dame- die Mutter Jörg Kachelmanns. Das alles für einen hohen Betrag, der ihr vom Burdaverlag bezahlt wurde. Wahrheitsgehalt? Gleich Null, denn die Gute war kein Kind von Traurigkeit. (Die sich ungeniert als Patnerin von Jörg Kachelmann ausgibt, dabei genau wusste, dass er verheiratet war, und das war er 2007 noch. Sie hat also gelogen, als sie erzählte, sie hätte von nichts etwas gewusst!
Genau jene, die sich angeblich wegen Untreue 2003 von J.K. trennte, um 2007 sofort wieder ein Verhältnis zu beginnen!)
Sie macht in einer E-Mail deutlich, dass sie Kachelmann auf jeden Fall im Gefängnis sehen will: „Ja, er ist ein Schwein, und ich freue mich über jede einzelne Minute, die er einsitzt, bin ich doch der Meinung, selbst wenn er sie nicht vergewaltigt hat, hat er doch mit allen einen seelischen Missbrauch durchgeführt und sitzt zu Recht.“ (Bild)
ARD, Brisant vom 29.04.2010 Tanja May im Interview: „Seine Anwälte werden Schwierigkeiten haben zu beweisen, dass er ausgerechnet in diesem einen Fall in Schwetzingen, dass die Frau diejenige ist, die lügt und in allen anderen Fällen ist er derjenige, der lügt.“
29.4. Gesprächige Freundinnen : Denn es melden sich Frauen zu Wort, die angeblich mit Deutschlands bekanntesten Wettermann liiert waren. Sie lassen in Boulevardzeitungen reichlich aus den Liebesschwüren zitieren – ob echt oder erfunden steht dahin. Stammen die privaten SMS wirklich von Kachelmann, dürfen sie nach einer Entscheidung des Kölner Landgerichts nicht mehr publiziert werden, weil sie eine „schwerwiegende Persönlichkeitsverletzung“ darstellten
(..)Ob die angeblichen Geliebten und Ex-Gespielinnen sich ein Zubrot mit ihrem Bettgeflüster verdienen, mit der Darstellung ihr Ego aufputschen oder ihrer Fantasie vom Leben mit einem Promi freien Lauf lassen, mag offen bleiben. Besonders ausgiebig plaudert eine von ihnen in der aktuellen „Bunten“. Sie tut es zwar unter dem Pseudonym Isabella M., 30, aber mit vielen Bildern – und viel Zorn. Angeblich will sie keine Rache nehmen, sehr wohl aber „dass die Wahrheit über Kachelmann geschrieben wird“. Die Wahrheit, die Wahrheit, nichts als die Wahrheit? Isabella M. macht sich sogar zur Sprecherin von Kachelmanns mutmaßlichem Harem: „Seelisch missbraucht hat er uns alle.“
Mindestens mit sechs Frauen soll dieser Schweizer Romeo – zweimal verheiratet, zwei Kinder – gleichzeitig ein Verhältnis gehabt haben. Das Wort Doppelleben scheint deshalb zu schwach. Da könnte sich, wenn das alles stimmen sollte, Helg Sgarbi – ein Landsmann von Kachelmann – einreihen. Er brachte es, wie im März 2009 vom Landgericht München bestätigt, auf immerhin vier. Auch die BMW-Erbin Susanne Klatten gehörte dazu. (..) (Ksta.de)
30.04. Neue Anschuldigungen gegen Jörg Kachelmann – Dafür redet jetzt eine andere, und wie. Das Prominenten-Magazin „Bunte“ hat mit einer gewissen Isabella W., 30, Diplomkauffrau aus Süddeutschland, eine „Kronzeugin“ präsentiert. Eine, die mit Jörg Kachelmann zusammen gewesen sein will und die deshalb nun unter falschem Namen haarklein aussagen kann, wie der jungenhafte Schweizer wirklich ist. Und die dies selbstverständlich vor allem deswegen tut, um andere Frauen zu schützen.
Offensichtlich ist das auch bitter nötig. Denn im Zuge der redaktionellen Ermittlungen kommen nun peu à peu weitere pikante Details ans Licht. Sie münden in dem für Jörg Kachelmann niederschmetternden Ergebnis, dass er, der erfolgreiche Meteorologe, Unternehmer und TV-Moderator, jahrelang mehrere Liebesbeziehungen parallel geführt haben soll, Ehegattin mit Kindern inklusive. Trotzdem soll er weitere Eheversprechen gegeben haben. Er soll ein regelrechtes „System“ aus Lügen, Notlügen und Liebesschwüren betrieben haben. Insgesamt soll es sich um sechs Frauen gehandelt haben, die er abwechselnd beglückt hat. Vorerst, denn vielleicht waren es sogar mehr. Und wer weiß schon, was der Schweizer in Kanada gemacht hat, neulich, während der Olympischen Winterspiele in Vancouver zum Beispiel. Das Land ist schließlich weit weg.
Erstaunlich: Keine dieser eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs Frauen will jedoch von einer oder mehreren anderen gewusst haben. Sagt „Bunte“-Kronzeugin und Anklägerin Isabelle W., die viele ihrer Informationen aus dem Internet gesogen und überdies erst durch die „Bunte“ selbst vom Doppelleben ihres Liebhabers erfahren haben will.
Da fällt es schwer, sich Jörg Kachelmann weiterhin als sympathischen Werbebotschafter für probiotische Drinks vorzustellen. Und denken künftig alle an Regen, wenn er mal wieder ein „Hoch im Norden“ ankündigen sollte? Denn Jörg Kachelmann ist laut „Bunte“ ein raffinierter König Blaubart, der – wenn die Vorwürfe stimmen – nach menschlichem Ermessen kaum mehr Zeit zum Arbeiten gefunden haben dürfte. Und dazu noch „Grausam wie ein Heiratsschwindler!“. Das schreibt jedenfalls die „Bunte“-Chefredakteurin Patricia Riekel im Editorial der neuen Ausgabe des Magazins. Um dann auch noch – sinngemäß – hinzuzufügen, dass der vorzeitig Verurteilte aufgrund seiner Tricks und Schwindeleien selbst dafür gesorgt habe, seine Karriere und sein Leben zu verpfuschen.
Der Grundsatz der Unschuldsvermutung wird ausgehebelt -Doch wie strafbar ist ein Doppelleben? Was würde passieren, wenn sich herausstellte, dass es sich doch bloß um fiese Racheakte enttäuschter Frauen handelt? Ist Trittbrettfahrerei justiziabel?
Selbst wenn der schwerwiegende Vorwurf der Vergewaltigung in allen Punkten widerlegt würde, könnte der Mann aufgrund der zweifelhaften Enthüllungen über sein angebliches Doppelleben für die nächsten Jahre einpacken. Mindestens. Sollte er am Ende schuldig sein, sowieso. Doch bis es so weit ist, gilt noch immer die Unschuldsvermutung. Warum nicht auch für Jörg Kachelmann? (Hamburger Abendblatt)
Mai 2010
1.05. Jetzt stellt die Staatsanwaltschaft klar: Kachelmann könnte noch bis zum Herbst im Gefängnis bleiben! Eine frühe Haftentlassung scheint nicht in Sicht. Beim Termin am 20. September muss dann von Amts wegen überprüft werden, ob eine Untersuchungshaft noch gerechtfertigt ist“, erläutert Oberstaatsanwalt Jochen Seiler aus Mannheim.
Und Andreas Grossmann: „Es ist derzeit nicht abzusehen, wann und ob Anklage erhoben wird.“Die Ermittlungen dauern nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch an. Erst wenn sie abgeschlossen sind und sich ein hinreichender Tatverdacht ergibt, wird Anklage erhoben.
2.o5. Thomas Franz, Anwalt des mutmaßlichen Opfers zu BILD am SONNTAG: „Sie können mich so zitieren: Bei einem Sexualdelikt geht es vor Gericht um die Glaubhaftigkeit der Aussagen.“
Die „schöne“ Melkerin Helen Sch. gibt Bild eine Interview und Fotos ( Preis?)
4.5. Prof.Mattern schreibt an STA Oltrogge:
Auch Mattern, der Rechtsmediziner,auf den sich die Staatsanwaltschaft stützt, reagiert in einem zweiten Gutachten vorsichtig. Zwar widerspricht er den Schlüssen Brinkmanns in ihrer Eindeutigkeit. Doch in der Tat, ob Vergewaltigung oder Selbstverletzung, das Spurenbild sei für beide Fälle ungewöhnlich, schrieb er am 4. Mai, an Oltrogge. Unter gewissenUmständen komme eine Vergewaltigung in Betracht. Zu beweisen sei sie anhandder Verletzungen nicht. Er stimmte nun sogar dem Kollegen Brinkmann zu, dass auch heftige Faustschläge für die Oberschenkelflecken verantwortlich sein könnten. Dagegen setzten Hämatome, verursacht durch die Knie des Täters, einen heftigen Gegendruck mit den Oberschenkeln voraus. Davon sei in den Aussagen der Frau aber keine Rede gewesen. Mit solchen Zweifeln haben die Ermittler das angebliche Opfer nie konfrontiert.
5.05. Ein Sprecher des Amtsgerichts Mannheim sagte zu BILD.de, Kachelmanns Anwalt habe neue Ansatzpunkte vorgebracht, die seinen Mandanten vom Vorwurf der Vergewaltigung entlasten sollen. Die Entscheidung über den Antrag auf Haftaufhebung wird zurückgestellt, bis die Staatsanwaltschaft Stellung genommen hat und die neuesten Ermittlungsergebnisse eingearbeitet sind“, bestätigte der Mannheimer Oberstaatsanwalt Jochen Seidler im Gespräch mit BILD.de. In welche Richtung die neuen Ermittlungen gehen, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen.
7.5. Da musste die Geschäftsführerin von Meteomedia Deutschland, Kerstin Schless, ihr Büro räumen – Hausverbot. Warum, dazu gibt es keinen Kommentar. Angeblich soll sie aber wieder zurück in den Dienst kehren …( Superillu)
10.05. Wie FOCUS erfuhr, ist für die kommenden Tage ein Treffen zwischen der 37-jährigen Radiomoderatorin Sabine W. (Name geändert) und einem Gutachter verabredet. Er soll die Frau, die Kachelmann der Vergewaltigung bezichtigt, auf ihre Glaubwürdigkeit hin überprüfen.
Nach FOCUS-Informationen wird in dieser Woche voraussichtlich auch der zuständige Mannheimer Haftrichter über den Antrag des Kachelmann-Anwalts Reinhard Birkenstock zur Aufhebung des Haftbefehls befinden. Die Entscheidung darüber war zunächst vertagt worden. Erst müssten weitere Ermittlungsergebnisse vorliegen, teilte das Amtsgericht mit.
10.05. Wettermoderator Jörg Kachelmann muss voraussichtlich noch mindestens bis zum 1. Juni in Untersuchungshaft bleiben. Erst zu diesem Termin ist eine Haftprüfung angesetzt. (Der alle 4 Haftprüfungsablehnungen mitverantwortliche Richter war der dem Prozess Vorsitzende Richter Michael Seitling aus Altersheim, 1,3 km von Schwetzingen und Vorsitzender des TSV Schwetzingen/Altersheim, Vater D. war Jahrelang Vorsitzender des TV Schwetzingen! Aber man kennt sich natürlich nicht! ) Die Staatsanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern. Kachelmann sei weiterhin, dringend verdächtig, seine ehemalige Lebensgefährtin vergewaltigt zu haben, sagte ein Sprecher lediglich. Die Ermittlungen gingen weiter. Dpa
Am 12. Mai, führen die von der Staatsanwaltschaft Mannheim beauftragte Rechtspsychologin Professorin Greuel und der verantwortliche Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge ein Telefongespräch über die Glaubwürdigkeit der Zeugin in dem Ermittlungsverfahren gegen Jörg Kachelmann.
Doch wie Oltrogge selbst in einem Aktenvermerk am 12. Mai notierte, hatte sie absolut nichts zum Ausgang ihres Gutachtens gesagt. Die Gespräche mit der Probandin seien beendet, das Ergebnis noch nicht absehbar. Eine aussagepsychologische Bewertung könne erst gegen Ende Mai erfolgen. (Spiegel)
12.05 Weil ja Haftsachen mit der grösstmöglichen Beschleunigung bearbeitet werden müssen, wie Jürgen Gremmelmaier von der Karlsruher Generalstaatsanwaltschaft die Eile rechtfertigte. Außerdem habe die Sachverständige in ihrer Kurzmitteilung die Ansicht vertreten, die Zeugin sei aussagetüchtig. Was stimmt – aber nichts darüber sagte, ob die Zeugin log oder nicht.
14.5.Der Der TV-Moderator Jörg Kachelmann hat vor der 28. Zivilkammer des Landgerichts Köln einen ersten Sieg über die Berichterstattung seines Falles errungen. Die Pressekammer bestätigte am Mittwoch in einem Urteil die einstweilige Verfügung gegen die Zeitschrift Focus, die detailliert Informationen aus Ermittlungsakten veröffentlicht hatte.
In der mündlichen Verhandlung hob das Gericht die Probleme bei der „Verdachtsberichterstattung“ hervor: im Fall Kachelmann, in dem noch nicht einmal Anklage erhoben worden ist, seien besondere „Sorgfaltsanforderungen“ vonnöten, befand das Gericht. Dem berechtigten öffentlichen Interesse an der Berichterstattung über ein Ermittlungsverfahren gegen einen Prominenten stehe das Persönlichkeitsrecht des Beschuldigten gegenüber. Mehrmals fiel der Begriff von der Stigmatisierung, die auch durch eine spätere Berichterstattung nicht getilgt werden könne. (Berliner Zeitung)
15.05. CSD muss Lügen zugeben. Ehemalige Kachelmann-Freundin muss Teile ihrer Aussage revidieren (Spiegel)
17.05. Die Staatsanwaltschaft hat ein aussagepsychologisches Gutachten in Auftrag gegeben – und ist damit dem Wunsch der Kachelmann-Verteidiger gefolgt, die Glaubhaftigkeit der gesamten Aussage zu prüfen.
17.05. Focus schreibt: Das Nachrichtenmagazin FOCUS wird auch in Zukunft wahrheitsgemäß die Fakten im Fall des wegen Vergewaltigung unter Verdacht stehenden Wettermoderators Jörg Kachelmann darstellen. (17.05.2010, 00:00 Focussiert)
19.05. Anklageerhebung: Die Staatsanwaltschaft stützt sich in ihrer Anklage nach eigenen Angaben neben den Aussagen des mutmaßlichen Opfers auf die Ergebnisse kriminaltechnischer sowie rechtsmedizinischer Untersuchungen.
Mit der Anklageerhebung vor dem Landgericht Mannheim beantragte die Staatsanwaltschaft zudem, die Untersuchungshaft für Kachelmann andauern zu lassen. Damit ist laut Staatsanwaltschaft der für den 1. Juni geplante mündliche Haftprüfungstermin vor dem Haftrichter hinfällig. Über die Fortdauer der Untersuchungshaft und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheide nun die zuständige Große Strafkammer des Landgerichts, erklärte Joachim Bock, Vorsitzender Richter am Landgericht Mannheim. (Dr. Joachim Bock darf später beim Prozess Beisitzer werden!)
Dr. Bock gibt Pressemitteilung heraus! Pressemitteilung J. Kachelmann
Datum: 19.05.2010 Kurzbeschreibung:
Anklageschrift im Verfahren gegen Jörg Kachelmann eingegangen
Ohne auf das Ergebnis des Gutachtens zu warten hat Staatsanwalt Lars Torben Oltrogge Anklage erhoben.
19.05. Opfer-Anwalt Thomas Franz: „Meine Mandantin ist froh, dass das Ermittlungsverfahren abgeschlossen ist und sich der Sachverhalt nach den umfangreichen Ermittlungen bestätigt und zur Anklageerhebung geführt hat.“
Nach den Aussagen des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers, kriminaltechnischer sowie rechtsmedizinischer Untersuchungen hat der Schweizer TV-Wettermoderator in der Nacht des 9. Februar 2010 seiner damals 36 Jahre alten langjährigen Freundin in deren Schwetzinger Wohnung ein Messer mit einer acht Zentimeter langen Klinge an den Hals gesetzt und sie zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Außerdem soll er sie während und nach der Tat noch mit dem Tod bedroht haben.(Bild)
19.05 Mannheims Landgericht-Sprecherin Stefanie Völker zu BILD: „In Deutschland sitzt niemand länger als sechs Monate in U-Haft ohne entweder einen Verhandlungstermin zu haben oder eine Überprüfung des Oberlandesgerichts zu bekommen.“
19.05 Die Anklage stützt sich auch auf die Ergebnisse kriminaltechnischer sowie rechtsmedizinischer Untersuchungen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Deren Sprecher Andreas Grossmann sagte der Nachrichtenagentur DAPD, an dem Messer sei Blut gewesen, aber eine richtige Schnittverletzung habe die Frau nicht gehabt. Eine deutliche Hautrötung sei mehrere Tage sichtbar gewesen. Außerdem habe der Rechtsmediziner Blutergüsse an ihren Beinen festgestellt.
19.05. Die Staatsanwaltschaft hat von der Psychologin, die das Glaubwürdigkeitsgutachten über das Opfer noch nicht vorgelegt hat, bereits erfahren, dass die 36-Jährige bei ihren Angaben geblieben ist. Es gebe keinen Anlass, an ihrer Glaubwürdigkeit zu zweifeln, sagte Grossmann. Dass sie zwei Punkte korrigieren musste, betreffe nur „Vorgeschichten“. (sz-online)
19.05. Eine „Kurzmitteilung“ der Gutachterin lasse den Schluss zu, dass „der Tatverdacht gegen Kachelmann nicht entkräftet wurde“, sagte der Sprecher Andreas Grossmann. Außerdem wurden auch „Frauen aus Kachelmanns Umfeld“ als Zeuginnen benannt.
20.05. Einen Tag nach der Anklageerhebung stürmt der Weisse Ring-Anwalt Thomas Franz zu der sat1 Talk-Show zu Kerner und weisst schon auf das Trauma hin:
Zur Befindlichkeit des mutmaßlichen Opfers Sabine W.* (36) nach Erhebung der Anklage sagte Franz: „Ich kann ihnen versichern, meine Mandantin kennt seit dem Tattag keine Freude mehr. Sie lebt in Angst, sie ist in erheblichem Umfang durch diese Tat, wie jedes andere Opfer einer solchen Tat, traumatisiert.“
Der Anwalt weiter: „Wir können nur hoffen, dass sie mit entsprechender therapeutischer Hilfe dieses Trauma überstehen wird.“
23. Mai 2010 Die Skyline-Nachrichten schreiben: Bei genauer Studie der bis heute zur Verfügung stehenden Informationen, bekommt man ein gewissen bitteren Beigeschmack, dass an dieser ganzen, vor allem in der Boulevard-Presse dargestellten Story irgendetwas nicht stimmt bzw. der wahre Tatbestand bis heute noch nicht analysiert worden ist.
Was wäre, wenn dieses Szenario langfristig professionell geplant wurde, um das „Kachelmann Imperium“ zu zerschlagen, um eigenen Vorteil aus der Geschichte zu ziehen? Es gibt keine Zufälle. Jeder Mordfall oder jedes Ereignis begründet immer eine Ursache bzw. ein Motiv. Es stellt sich hier die Frage: „Wem bzw. wer zieht Vorteile aus dem Untergang bzw. Neuverteilung der Aktienanteile des „ Kachelmann Imperiums “?
26.05. Aus Polizeikreisen lässt sich die Bunte die Information geben, dass eine Liste mit 14 angeblichen Geliebten vorliegt. Die Luusmeitli-Story wird geboren. Ebenso weiss die Bunte einer Verschwörung: Denn sechs von ihnen schlossen einen Pakt, als sie merkten, dass sie nicht die Einzige im Lebens des TV-Stars waren. Allerdings führte dieser Pakt auch dazu, dass eine von ihnen den Wettermann zur Rede stellte. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll Kachelmann sie, so die Anklage, mit einem Messer am Hals verletzt und vergewaltigt haben.
Das heisst, CSD und andere Frauen kannten sich schon vor der angeblichen Tat?
26.05. Die Bildzeitung veröffentlicht Polizei-Fotos von Jörg Kachelmann.
Offensichtlich ist Justitia in Mannheim besonders scharf darauf und sehr fleißig, das Leben von Männern mit “Schlag bei Frauen” bis ins Detail auseinanderzunehmen und zu veröffentlichen.
27.5. Es sind mit Sicherheit keine positiven Eigenschaften, die Jörg Kachelmann sein eigen nennt und er muss, wie jeder andere auch, für sein Handeln geradestehen, doch rechtfertigt es nicht, schon allein mit ständigen unzureichend bewiesenen Nachrichten einen Menschen zu verurteilen. Erst war es nur eine, jetzt sind es inzwischen vierzehn Frauen, die angeblich mit Jörg Kachelmann gleichzeitig eine Beziehung gehabt haben sollen. Als sechs von den Frauen dies merkten, schlossen sie sich zusammen, doch erst jetzt, zwei Monate später gehen sie mit dieser “Wahrheit” hausieren! Sehr fragwürdig!(die punyhumans)
27.5 Die ehemaligen Nebenbuhlerinnen haben sich vereint und stemmen sich nun gemeinsam gegen das «Böse» in der Person des gefallenen Wetterpropheten. (Will heissen, sie sprechen ihre Aussagen ab.)
Und weil jetzt jeder glaubt etwas im Fall Kachelmann wissen zu müssen meldet sich der Sozialpsychologe Mario Gollwitzer von der Uni Marburg zu Wort: „Rache hat etwas Gutes, weil sie dem anderen Grenzen zeigt. Es ist eine Form der Kommunikation, die – wenn sie richtig dosiert wird und dem Zweck dient, dem anderen eine Botschaft zu übermitteln – dem gesellschaftlichen Zusammenleben dienen kann» (Tages-Anzeiger.ch/newsnetz)
30.5. Jetzt meldete sich offenbar eine weitere Ex-Lebensgefährtin – Kachelmann soll mindestens sieben Frauen gleichzeitig gehabt haben – bei der Bildzeitung und legte ein E-Mail-Schreiben vor, in dem sie eine andere Frau bereits im Jahr 2008 vor Kachelmann warnte. „Du wirst allein und unglücklich sein…“ heißt es da. „Er wird nie Zeit für Dich haben. Du wirst meist allein und unglücklich sein, während er überall unterwegs ist, nur nicht am Abend daheim … Wir Frauen sollten zusammenhalten.“
Die Schreiberin, die vor Kachelmann warnte, war offenbar mehrere Jahr mit dem Moderator liiert. Sie trennte sich nach eigenen Angaben ebenfalls wegen Untreue. Später suchte sie im Internet nach anderen Kachelmann-Frauen, fand die Homepage einer neuen Eroberung. Dieser schriebt sie ebenfalls eine E-Mail: „ … Du siehst so aus und erweckst den Eindruck, dass Du etwas Besseres haben kannst als einen alternden Almöhi.“
Die Homepage fand sie mit einer Internet-Suchmaschine, weil Kachelmann einen der Beiträge seiner neuen Freundin kommentiert hatte. Zwar unter Pseudonym („Darling“)
Die Kachelmann-Ex spart nicht mit Häme, schrieb an die Neue: „Entweder siehst Du nicht wirklich so gut aus wie auf dem Foto, oder er musste Dir sehr viel bezahlen, damit Du mit diesem Spasti losziehst.“ Die angeschrieben Frau glaubte den Warnungen nicht, lebte noch mehr als ein Jahr als Kachelmann-Lebensgefährtin. (netplosiv)
Anmerkung: Das heisst als, man kannte sich, die Erzählungen aller: „Man hätte nicht gewusst, dass Jörg Kachelmann mehrere Frauen hatte sind schlicht und einfach Schwindel. Die „herzzerreissenden „Beteuerungen, man habe gedacht immer nur die „Einzige“ zu sein, sind Lügen!“
Wenn die Empfängerin dieser Einträge die Vorsitzende des Clubs der Teufelinnen war, dann wundert es nicht, dass die Tickets auf den Namen SVS lauteten. Zudem wissen wir, dass der Herkunftsort von ihr in Baden Württemberg liegt.
Auffallend die Aussage: „Er wird nie Zeit für Dich haben. Du wirst meist allein und unglücklich sein, während er überall unterwegs ist, nur nicht am Abend daheim …“
Das klingt nach enttäuschter Ehefrau!
Juni 2010
2.6. Die Staatsanwalt erhält das126 Seiten starkes Gutachten von Professor Luise Greuel aus Bremen. Sabine W., die einzige “Belastungszeugin” bezeichnete Jörg Kachelmann in dem elfstündigen Gespräch mit der Rechtspsychologin Greuel als ein “Schwein”, sie schildert ihren Hass auf ihn.
2.6. In einem Gutachten zur Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers kommt die Bremer Psychologin Luise Greuel zu dem Schluss, dass die Schilderung der Vergewaltigung nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz erfülle. Das mutmaßliche Opfer könne die Tat selbst bei eingehender Befragung nur vage und oberflächlich wiedergeben. Es würden auch Sachverhalte dargestellt, die handlungstechnisch unwahrscheinlich bis unmöglich seien. (20.min online)
4.6. Bilanz berichtet von „Gewitterwolken“ bei Meteomedia und einem Besuch von Norbert Steffens in der JVA Mannheim
5.6. In einem von der Staatsanwaltschaft Mannheim in Auftrag gegebenen Gutachten, das am vergangenen Mittwoch einging, kommt die Bremer Psychologin Luise Greuel zu dem Schluss, dass die Schilderung der Vergewaltigung nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz erfülle.
Das mutmaßliche Opfer könne die Tat selbst bei eingehender Befragung nur vage und oberflächlich wiedergeben, so Greuel. Es würden auch Sachverhalte dargestellt, die handlungstechnisch unwahrscheinlich bis unmöglich seien. Zwar ist damit laut Greuel keineswegs eine Falschaussage erwiesen. Die im gerichtlichen Kontext gebotene Zuverlässigkeit der Aussagen sei aber nicht gegeben. (Spiegel)
6.6.Was steht in dem brisanten, 126 Seiten dicken Gerichtsgutachten von Prof. Luise Greuel aus Bremen?
Die Psychologin befragte Sabine W. elf Stunden lang. Laut „Spiegel“ kam sie zu dem Ergebnis, dass die Darstellung der Geliebten nicht belastbar sei. Die Schilderung erfülle nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz. Das angebliche Opfer gebe die Tat nur vage und oberflächlich wieder, könne auch zu zentralen Aspekten der Vergewaltigung keine Angaben machen, die Erinnerungslücken seien außergewöhnlich umfassend. (Bild)
6.6. Bleiben die drängenden Fragen: Warum wartete die Staatsanwaltschaft Mannheim die selbst in Auftrag gegebenen Gutachten nicht ab? Wurde vorschnell Klage eingereicht und damit Jörg Kachelmann in der Öffentlichkeit vorzeitig und fahrlässig zum Täter stigmatisiert?(OVBonline)
6.6. Die Tat konnte nach eingehender Befragung nur oberflächlich vom mutmaßlichen Opfer wiedergegeben werden. Die Frau gäbe Sachverhalte wieder, die nicht nur unwahrscheinlich seien, sondern in Teilen sogar unmöglich.
Damit sei zwar nicht erwiesen, dass es sich um eine Falschaussage handelt, die Frau habe aber bereits zwei Lügen zugegeben. Auch die Blutspuren am Messer, dass Kachelmann zur Durchführung der Tat benutzt haben soll, können nicht eindeutig zugewiesen werden. Die Rechtsmedizin kann die vorgefundenen Verletzungen auch weder eindeutig einer Fremdeinwirkung noch einer Selbstverletzung zuordnen.
Ein weiterer, von der Verteidigung eingesetzter, Rechtsmediziner kommt sogar zu dem Ergebnis, dass die geschilderte Tat mit der vorgefundenen Verletzung nicht in Einklang gebracht werden kann und folgert daraus eine vorgetäuschte Tat.(upsetnet)
6.6.Streit um Kachelmanns Firma. Sven Plöger und Claudia Kleinert wenden sich von ihrem Mentor ab. In einem verzweifelten Brief haben sich die Mitarbeiter der Meteomedia AG an ihren inhaftierten Chef Jörg Kachelmann gewandt: „Du kannst die Situation hier überhaupt nicht beurteilen und solltest bitte alles unterlassen, was die Stabilität der Firma gefährdet.“
Unter dem Brief stehen auch die Namen von Claudia Kleinert und Sven Plöger, die Kachelmann auf dem Bildschirm vertreten.
Die Mitarbeiter scheinen zu fürchten, dass Kachelmann seiner Firma mit Sitz in Gais (Schweiz) schaden könnte: „Bisher hatten wir die Dinge einigermaßen im Griff, obwohl die Berichterstattung über das Verfahren und Dein Privatleben für alle eine sehr große Belastung darstellen.“
Von einem Streit unter den Aktionären ist die Rede, mittlerweile darf Kachelmann in seiner Firma nichts mehr allein entscheiden. Möglicherweise um beleidigte Alleingänge des Chefs zu verhindern.
Laut dem Schweizer Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ soll er die Entlassung einer Mitarbeiterin veranlasst haben, möglicherweise weil sie ausgeplaudert haben soll, dass die Einschaltquoten auch ohne Kachelmann stabil bleiben. Der Brief der Mitarbeiter endet mit einem Appell: „Wir bitten Dich, alles zu tun, damit Meteomedia diese Krise überlebt und das derzeit führungslose Schiff nicht untergeht.“(Bild)
7.6. Das Ergebnis der Bremer Psychologin Luise Greuel aber wartete Oltrogge nicht mehr ab, sondern erhob schon am 17. Mai Anklage, mit allen Folgen für das Bild, das die Öffentlichkeit so gewinnen musste: Kachelmann, der Vergewaltiger. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte zwar, dass das Greuel-Gutachten noch gefehlt habe. Aus einer Kurzmitteilung der Gutachterin sei allerdings hervorgegangen, dass „der Tatverdacht gegen Kachelmann nicht entkräftet wurde“.
Das war, freundlich gesagt, getrickst.(Spiegel 23/2010)
7.6. Spiegel: Er schläft mit ihr! Am Ende fragen die Beamten, ob ihr eigentlich Facebook ein Begriff sei, diese Kontaktbörse im Internet. Ja sicher, Facebook, kenne sie, aber selbst sei sie da nicht. Und der Name Christina? Ob der ihr was sagt? Sie überlegt, nein, höchstens von früher, im Kindergarten war sie mal mit einer Christina befreundet. Und Brandner, der Name Brandner? Nein, sagt ihr überhaupt nichts.
Das hätte er aber müssen: Christina Brandner ist ein Name aus der Vorabendserie „Verbotene Liebe“. Unter diesem Namen hatte „Simone“ versucht, Frau S. auszuspionieren. Ihre Nebenbuhlerin. Sie hatte ihr geschrieben, über Facebook, sie hatte so getan, als hätte man sich früher mal flüchtig in Kanada kennengelernt. Und weil das alles über Wochen ging, war „Simone“ auch nicht erst am 8. Februar auf den Namen der Konkurrentin gestoßen, wie sie in drei Vernehmungen eisern behauptete. Sondern lange vorher.
7.6.Focus: „Dann sage ich, du hast mich vergewaltigt“ Der Münchener Strafverteidiger Steffen Ufer hält das für durchaus wahrscheinlich. „Am Ende einer Beziehung versuchen Frauen nicht selten ihren Partner mit dem Vorwurf der Vergewaltigung unter Druck zu setzen“, so der Jurist. Im Interview mit FOCUS Online übt Ufer zudem heftige Kritik an den Ermittlungsbehörden – und dem Gesetzgeber, der Fälle wie die „Causa Kachelmann“ erst ermöglicht habe.
7.6. Hausmitteilung Betr.: Kachelmann
Die Unschuldsvermutung ist ein eherner rechtsstaatlicher Grundsatz, der sogar in der Uno-Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben steht – auch Journalisten sind ihm verpflichtet. Werden jedoch Prominente zu Beschuldigten, scheint die universelle Regel oft ihre Gültigkeit zu verlieren, wie auch der Fall des Wettermoderators Jörg Kachelmann, 51, zeigt. Ihm wird zur Last gelegt, Anfang Februar seine deutsche Freundin vergewaltigt zu haben; die Staatsanwaltschaft Mannheim hat Anklage erhoben. Früh schon erschien der Schweizer Bürger Kachelmann vielen als Täter, obwohl er die Tat vehement bestritt. Wer aber in diesem Verfahren die Wahrheit sagt und wer lügt, wird vielleicht nie geklärt werden können. In wochenlangen Recherchen haben die SPIEGEL-Redakteure Jürgen Dahlkamp, 45, Simone Kaiser, 31, und Barbara Schmid, 53, herausgefunden, dass die Beweislage gegen Kachelmann, so Schmid, „nicht so stark ist, wie bisher vermutet wurde“. Unabhängig von der Schuldfrage gebe es, sagt die Redakteurin, „schon jetzt zwei Verlierer“. Sowohl das Leben des Moderators als auch das seiner früheren Freundin sei „schwer belastet, wenn nicht gar zerstört“(Spiegel online)
7.6 Die Staatsanwaltschaft Mannheim hält nach Angaben des Südwestrundfunks am Vorwurf der Vergewaltigung fest. Oberstaatsanwalt Oskar Gattner sagte am Montag dem Sender, es gebe auch nach den jüngsten Veröffentlichungen keinen Anlass zur Neubewertung (Tagesspiegel)
8.6. Inzwischen wird das Vorgehen der Staatsanwaltschaft kritisiert: Sie soll verfrüht Anklage erhoben haben. Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker schießt jetzt scharf gegen die Behörde! Laut Höcker werde mit diesem Verhalten nicht nur Kachelmanns Ruf zerstört, sondern „gleichzeitig das Leben des angeblichen Opfers, das sich in eine fatale Lüge verstrickt hat.“
Die Mannheimer Staatsanwaltschaft bestreitet inzwischen, voreilig Anklage gegen den Wettermoderator erhoben zu haben: „Die Anklage steht und fällt mit der Aussage der ehemaligen Freundin Kachelmanns“, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde – und diese sei glaubhaft gewesen. (Bild)
9.6. Die Mannheimer Staatsanwaltschaft hat bestritten, voreilig Anklage gegen TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann wegen Verdachts der Vergewaltigung erhoben zu haben. „Die Anklage steht und fällt mit der Aussage der ehemaligen Freundin Kachelmanns“, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Dienstag – und diese sei glaubhaft gewesen. (Allg.Zeitung)
8.6. ZDF Markus Lanz: Mögliche Wende im Fall Kachelmann: Für Jörg Kachelmann jedenfalls, für den bis zu einer Verurteilung eigentlich die Unschuldvermutung gelten sollte, sieht es auch bei einem Freispruch nicht gut aus. „Er ist vernichtet, sein Privatleben ist transparent geworden“, befand „Stern“-Chefkolumnist Jörges. Ein Hallodri, der auf schamlose Weise Frauen betrügt.“ Wie solle der jetzt noch in seinen Job zurückfinden?
9.6. Promis an den Pranger: Generalstaatsanwalt Pflieger hält dies im Prinzip für richtig: „Wenn wir mit Journalisten reden, können wir ein objektiveres Bild des Verfahrens vermitteln.“ Auch Anwalt Schertz will der Staatsanwaltschaft nicht jede Öffentlichkeitsarbeit verbieten. Aber sie habe eine Mitverantwortung dafür, dass der „Medien-Tsunami“ nicht schon viel zu früh, also im bloßen Ermittlungsstadium, über prominente Beschuldigte hereinbricht. „Zur Auskunft sind Sie nur verpflichtet, wenn das öffentliche Interesse überwiegt“, sagte Scherz an die Adresse des Staatsanwalts, „und die Prominenz des Beschuldigten allein reicht als Grund für eine Information der Medien nicht aus.“ (taz)
13.6. Das Magazin Focus berichtet “exclusiv* von Ermittlungsergebnissen und den Tampon an dem angeblich DNA Spuren Jörg Kachelmanns haften. Wer hat diese Mitteilungen an den Focus wieder weitergegeben?
15.6. Wieder keine Entscheidung: TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann bleibt in Deutschland weiter in Haft. Das Landgericht Mannheim hat eine Entscheidung über die Aufhebung des Haftbefehls erneut verschoben. Derweil bleiben einige Ungereimtheiten im Fall Kachelmann.
Die Strafkammer werde erst in der nächsten Woche entscheiden, teilte das Gericht mit. Der 51-jährige Schweizer sitzt seit 20. März in Untersuchungshaft, weil er seine Ex-Freundin vergewaltigt haben soll. Kachelmann bestreitet dies. (glanzundgloria)
15.6. Ich weiß nicht, wie viele Seiten Papier Kachelmanns Anwalt eingereicht hat. Aber Landgerichte sind normalerweise in der Lage, auch dicke Akten in kurzer Zeit zu bewerten. Dass nun wieder etliche Tage ins Land gehen sollen, erscheint schon etwas merkwürdig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Haftsachen absolute Priorität verdienen. Hierbei darf nun wirklich nichts, aber auch gar nichts auf die lange Bank geschoben werden. (Law blog)
15.6. Giesela Friedrichsen bei 20min online: Die Öffentlichkeit ist natürlich schon wegen des Unterhaltungswerts an Fragen der Moral oder Unmoral von Prominenten interessiert. Gleichzeitig wirft der Fall Fragen auf, zum Beispiel, wie ein Mann, wenn er denn nichts Unrechtes getan hat, sich gegen solche Vorwürfe schützen kann. Und welche Genugtuung er bekommt, sollte es sich herausstellen, dass die Vorwürfe aus Rache, Wut oder Gekränktheit vorgebracht wurden. Was könnte Kachelmann gegen seine Ex-Freundin unternehmen, falls sie der Lüge überführt würde? Er ist längst ruiniert. Und sie? Ich kenne keinen Fall, in dem die Frau für den Schaden, den sie angerichtet hat, wirklich einstehen musste. Man wird sie eher noch bedauern, dass ihr nicht geglaubt wurde.
19.6 Begutachten bis es passt: Der Fall Kachelmann wird immer kurioser: Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat ein zweites Gutachten beauftragt. Jenes entkräftet teilweise das erste Gutachten eine Psychologin aus Bremen. Psychologe Nummer zwei schenkt den Vorwürfen offenbar mehr Glauben.
Dieser Psychologe ist Prof Seidler aus Heidelberg, der behandelnde Arzt von CSD der von der Staatsanwaltschaft ins Boot geholt wurde. Seidler wird im Prozess noch eine unrühmliche Rolle spielen. Sein Gutachten umfasst gerade mal 30 Seiten. Dass die Staatsanwaltschaft ihr eigenes Gutachten mit einer weiteren Stellungnahme auszuhebeln versucht, gilt als ungewöhnlich. Damit soll offenbar eine baldige Haftentlassung des Wettermoderators verhindert werden. (Leipzigseiten)
20.6. Gutachter-Duell: Jörg Kachelmann doch unschuldig? Kurz sah es ganz so aus, als ob Jörg Kachelmans Freundin alles nur erfunden hat. Ein Gutachten offenbarte, dass das vermeintliche Opfer vage und nur oberflächlich aus der angeblichen Tatnacht erzählen konnte. Dann tachten immer merkwürdigere Beweise auf: So sollte ein Tampon die Schuld Kachelmanns belegen.(Markenpost.de.)
24.4. Sabine Rückert Die Zeit Schuldig auf Verdacht: Seit März sitzt Jörg Kachelmann wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung in Untersuchungshaft. Obwohl der Strafjustiz die Beweise abhandenkommen, hält sie an ihrer Anklage fest – und zerstört die Existenz des Fernsehmeteorologen
Datum: 25-06-2010
Mündliche Haftprüfung auf den 02. Juli angesetzt
Keine Entscheidung am selben Tag
In dem Verfahren gegen Jörg Kachelmann hat die 5. Strafkammer des Landgerichts Mannheim, unter dem Vorsitz von Richter Dr. Bock, den Termin für die mündliche Haftprüfung auf Freitag, den 02. Juli 2010 festgesetzt. Der Termin sieht u.a. die mündliche Anhörung des Herrn Kachelmann durch das Gericht (ohne Schöffen) vor und wird vormittags in der Justizvollzugsanstalt Mannheim stattfinden.
Die Haftprüfung ist nicht öffentlich.
Im Anschluss an diesen Haftprüfungstermin wird die Kammer über die Fortdauer der Untersuchungshaft beraten.
27.6. “Verbotene Liebe” brachte Jörg Kachelmann ins Gefängnis – der Fall Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge beauftragte Gutachterin erklärt, sie könne noch nichts zur Glaubwürdigkeit der Zeugin sagen, er, Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge, müsse sich noch bis Ende Mai 2010 gedulden. Schließlich legte Professorin Greuel ihr 126 Seiten starkes Gutachten Ende Mai vor. Da war es jedoch schon für einen Rückzieher der Staatsanwaltschaft Mannheim zu spät. Schon fünf Tage nach dem Telefonat mit der Gutachterin, meinte Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge seine fragwürdige Anklage gegen Jörg Kachelmann am 17. Mai 2010 beim Landgericht Mannheim erheben zu müssen.( Kommentar Anatol Wiecki) Dabei werde auch Kachelmann erneut gehört.
27.6. Inspiriert wurde sie wohl durch die gebührenfinanzierte Serie „VERBOTENEN LIEBE“ der ARD.
Bereits Ende März wunderten sich die Kachelmann-Anwälte über die blumige, übertriebene Sprache mit der das mutmaßliche Opfer die Tat schilderte. Kachelmanns angebliches Eingeständnis, vom Hass auf Frauen getrieben zu sein, ihre Beschreibung, wie sich sein Blick vor der mutmaßlichen Vergewaltigung plötzlich änderte. Alle wohl nur erstunken und erlogen von einer rachefreudigen Frau.
Auch das Auftauchen eines großen Unbekannten, der Sabine W. vor Kachelmanns Untreue gewarnt haben soll, erinnere an das Drehbuch einer Seifenoper.
Tatsächlich stießen die Ermittler auf viele Parallelen zur ARD-Vorabendserie „VERBOTENE LIEBE“. Als Sabine W. eine ihrer Nebenbuhlerinnen anonym anschreibt, gibt sie sich den Namen Christina Brandner, einer Figur aus der Serie.
Das vermeintliche Opfer, eine Radiomoderatorin, hatte den Kontakt zu anderen Kachelmann-Frauen stets bestritten. Erst als die Polizei ihren Computer ausgewertet hatte, gab sie die Lüge zu.
Eine andere Figur der ARD-Serie, Lydia Brandner, teilt sogar das Schicksal von Sabine W.: Auch sie eine Frau aus einfachem Haus, die mit einem Prominenten zusammen ist, der sie betrügt. Wie Sabine W. wünscht sie sich unbedingt Kinder.
Sabine W. soll die Serie regelmäßig geguckt haben. Und kurz bevor Sabine W. das VERLEUMDUNGSOPFER KACHELMANN angezeigt hat, wurde im Internet eine inszenierte Vergewaltigung aus Eifersucht als neuen Handlungsstrang angekündigt.
Leider wird erst frühestens Freitag wird entschieden, ob Kachelmann aus der U-Haft kommt. Die schlampige Arbeit der Justiz treibt so wieder neu Stilblüten. (http://www.news4press.com/WURDE-KACHELMANN-OPFER-von-"VERBOTE_535880.html )
28.6. Was ihre eigene Beziehung zu dem Wettermann angeht, so behauptete Simone, seit elf Jahren dessen »Lebensgefährtin« zu sein, konnte der Polizei allerdings weder die Anschrift von Kachelmanns Schweizer Firma nennen noch die Frage beantworten, ob er einen Wohnsitz in Deutschland habe. In der Gesamtschau aller Aussagen und Tatsachen stellt sich das Verhältnis der beiden weniger als ein reales und beständiges Miteinander dar denn als ein aus bürgerlichen Illusionen, utopischen Theorien und erotischen Fantasien zusammengefügtes Gedankengebäude. Ein Luftschloss, in dem niemand haust.
Keinen einzigen Tag hat die Moderatorin mit Jörg Kachelmann eine gemeinsame Adresse gehabt. Die Polizei fand in ihrer Wohnung keine seiner Utensilien: keine Zahnbürste, keine Socke, keine Unterhose. Es gab keine gemeinsamen Skiurlaube, keine Weihnachtsfeiern, keine Silvesterpartys. Nicht einmal zu seinem fünfzigsten Geburtstag war sie eingeladen. Das bisschen Wirklichkeit, das es gab, waren vor allem kurze Nächte, meist auf der Durchfahrt, alle paar Wochen. Sie freute sich mächtig auf ihn. Er kam spät und ging früh. Stürmte durch die Republik von Messstation zu Messstation, von Medienevent zu Medienevent – angeblich immer im Stress. Dass dieser Zeitdruck auch daher rührte, dass Kachelmann eine Art ambulanter Liebhaber war und Schwetzingen bei Weitem nicht seine einzige Anlaufstelle, weiß Simone inzwischen. Und mit ihr weiß es die ganze Nation. Irgendwann müssen Wolken, Luft und Winde ganz von Kachelmann Besitz ergriffen haben: Er wurde selber wie das Wetter. Er zog vorbei. (Schuldig auf Verdacht – Sabine Rückert http://www.zeit.de/2010/26/DOS-Justiz-Kachelmann )
28.6 OSTA Gattner wirft dem Spiegel vor zu manipulieren:
Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim, Oskar Gattner, spricht von einer „Minimal-Erklärung“. Der Oberstaatsanwalt sagt, es sei absolut naiv zu glauben, dass die Nachricht von der Verhaftung Kachelmanns nicht auch ohne dieses offizielle Statement an die Medien gelangt wäre. Gattner sagt, die Behörde sei einerseits nach dem Landespressegesetz verpflichtet, ihrer Informationspflicht gegenüber der Presse nachzukommen. Dazu gehöre auch, dass die Kollegen nicht lügen dürften, wenn sie gefragt werden, ob es sich bei dem Beschuldigten um Jörg Kachelmann handele.
Andererseits sei man durchaus bestrebt, Prozesse im Gerichtssaal und nicht in der Öffentlichkeit zu führen, sagt er im Hinblick auf einen Bericht des Spiegel. In seiner ersten Juni-Ausgabe hatte das Nachrichtenmagazin aus Ermittlungsakten im Fall Kachelmann zitiert – offenbar mit dem Ziel, die Arbeit der Ermittler zu diskreditieren und Druck auf die Behörde auszuüben, um die Freilassung Kachelmanns zu erreichen.(Frankfurter Rundschau)
28.6. Kachelmann, der Name steht für die mediale Vorverurteilung von Prominenten. Er hat ein grelles Licht auf das Spannungsverhältnis zwischen Persönlichkeitsrecht und Presse- und Informationsfreiheit geworfen.
Besorgt fragen sich Juristen und Medienwissenschaftler: Wie schwer wiegt das Persönlichkeitsrecht, wenn die Staatsanwaltschaft Mannheim nach der Verhaftung des Schweizer Meteorologen eine Pressemitteilung herausgibt, die ihn zwar nicht namentlich nennt, aber genügend Informationen enthält, um den Medien eine eindeutige Identifizierung zu ermöglichen?
Für den Hamburger Medienanwalt Matthias Prinz zeigt der Fall des inhaftierten Wettermoderators, wie es die Medien geschafft haben, das 2004 von dem Europäischen Menschengerichtshof verhängte „Caroline-Urteil“ wieder aufzuweichen. Für die monegassische Prinzessin hatte der Medienrechtler seinerzeit gegen die Veröffentlichung von Fotos aus dem Privatleben seiner Mandantin geklagt.
„Niemand muss Eingriffe in seine Privatsphäre hinnehmen, wenn dies lediglich der Unterhaltung anderer dienen soll. Ein Eingriff muss vielmehr durch eine Information gerechtfertigt sein, die für die Gesellschaft von Bedeutung ist“, fasst Prinz heute das Urteil zusammen. (FrankfurterRundschau)
29. 6 – Haftbeschwerde: Kachelmanns Anwalt Birkenstock legt beim Oberlandesgericht Karlsruhe Haftbeschwerde ein. Damit fällt der Haftprüfungstermin am 2. Juli aus. Mit einer Entscheidung aus Karlsruhe wird Mitte Juli gerechnet.(Spiegel/Panorama)
29.6. Justizskandal Kachelmann: Die Verteidigung sieht den Freiheitsanspruch ihres Mandanten auf skandalöse Weise missachtet. Sie hat dringenden Anlass zu der Befürchtung, die Mannheimer Justiz schütze durch die Aufrechterhaltung des Haftbefehls gegen Herrn Kachelmann die Täterin einer Falschbeschuldigung – wahrend über Verlautbarungen der Staatsanwaltschaft fortgesetzt verbreitet wird, sie sei das Opfer einer Vergewaltigung. (Aus der Medienerklärung der Kanzlei Dr.R.Birkenstock)
Juli 2010
1.7. Jörg Kachelmann bleibt weiter in Untersuchungshaft. Das Landgericht Mannheim wies am Donnerstag den Antrag des Verteidigers vom 2. Juni auf Aufhebung des Haftbefehls zurück. Nun muss das Oberlandesgericht Karlsruhe über eine Haftbeschwerde der Verteidigung entscheiden. Nach Angaben des Landgerichts sind die Aussagen des mutmaßlichen Opfers zur Tat sowie zum Geschehen vor und nach der Tat „nach Aktenlage glaubhaft“. Damit bestehe weiter ein dringender Tatverdacht gegen Jörg Kachelmann.
Das Landgericht hingegen hält in seiner Erklärung vom Donnerstag Kachelmanns Äußerungen zum mutmaßlichen Tathergang für wenig plausibel. (Faz.net)
4.7. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft hatte die renommierte Bremer Psychologieprofessorin Luise Greuel stundenlang mit Simone gesprochen. Danach notierte die Gutachterin auf 126 Seiten massive Zweifel an der Glaubwürdigkeit der 37-jährigen Blondine. So konnte Simone nicht plausibel machen, wie Kachelmann sie und sich selbst teilweise entkleidet haben soll. Seltsam sei auch, dass sich Simone an die Gewalttat selbst kaum erinnere. Eine „absichtliche Falschbelastung“ sei nicht auszuschließen, so das Resümee. Die Geschichte erschien prompt im „Spiegel“.
Was Wunder, dass das verärgerte Mannheimer Gericht heftig auf die Anwürfe regierte. Die von Birkenstock beantragte Freilassung des prominenten Untersuchungshäftlings wurde harsch verweigert. Nur zwei Tage nach der Attacke des Anwalts ließen die Richter die Öffentlichkeit kaum verklausuliert sogar wissen, dass sie Kachelmann für schuldig hielten. Es bestehe „dringender Tatverdacht“, formulierte Gerichtssprecher Christian Hirsch ungewöhnlich offen und nannte das Opfer im selben Atemzug „glaubwürdig“.
Nach Ansicht von Strafrechtsexperten wie Arnd Hüneke von der Universität Hannover wagen sich Gerichte noch vor Eröffnung einer Hauptverhandlung nur dann so weit vor, wenn sie der Meinung sind: Der Beschuldigte geht ziemlich sicher einer Verurteilung entgegen. (Welt online: Kachelmanns Sex, Lügen und Wettervorhersagen)
7.7. Karlsruhe: Generalstaatsanwaltschaft will Kachelmann in Haft halten. Im Verfahren über die Haftbeschwerde des Fernsehmoderators Jörg Kachelmann hat die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe die Fortdauer der Haft beantragt. Die Gründe für die Anordnung der Untersuchungshaft bestünden weiterhin fort, teilte die Behörde mit (dpa)
8.7. Der Prozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann soll am 6. September beginnen. Bis dahin muss er wohl in Untersuchungshaft bleiben.
Der Prozess gegen den wegen Verdachts der besonders schweren Vergewaltigung inhaftierten Wettermoderator Jörg Kachelmann, 51, soll am 6. September beginnen. Die zuständige 5. Große Strafkammer des Landgerichts Mannheim wird voraussichtlich am Freitag den Eröffnungsbeschluss bekannt geben. (süddeutsche)
Die Süddeutsche wusste das also schon am 8.7. um 17 Uhr 36 bevor das Gericht am 9.7.2010 eine Pressemitteilung herausgab!
Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann
Datum: 09.07.2010 Kurzbeschreibung: Hauptverfahren gegen Herrn Kachelmann eröffnet
Mit Beschluss vom heutigen Tag hat die 5. Große Strafkammer des Landgerichts Mannheim das Hauptverfahren gegen Herrn Kachelmann eröffnet und die Anklage der Staatsanwaltschaft unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen.
9.7 Der Fernsehmoderator Jörg Kachelmann muss sich ab dem 6. September wegen des Verdachts der Vergewaltigung vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Das Verfahren mit 15 Verhandlungstagen soll bis Ende Oktober dauern, teilte das Gericht am Freitag mit. Unabhängig von dieser sogenannten Eröffnung des Hauptverfahrens prüft das Oberlandesgericht Karlsruhe derzeit die Haftbeschwerde Kachelmanns. Das Landgericht hatte dessen Antrag auf Aussetzung der Untersuchungshaft mit dringendem Tatverdacht und Fluchtgefahr begründet. (Faz.net)
9.7. Richter Michael Seidling (59) ist Vorsitzender der 5. Großen Strafkammer am Mannheimer Landgericht. 2001 verdonnerte er „Flowtex“-Betrüger Manfred Schmider zu elfeinhalb Jahren Haft.
JETZT LEITET ER DEN PROZESS DES JAHRES (Bild)
Und Bild weiss schon alles ganz genau:
• Wie kommt Kachelmann zum Gericht?
Der Moderator fährt mit einem Gefangenen-Transport 4,1 Kilometer von der JVA direkt in die Tiefgarage unter dem Gericht. Dort befindet sich ein Gewahrsamszimmer im Keller. Von dort geht es über einen Treppenaufgang direkt in den Saal.
• Was bekommt er in Verhandlungspausen zu essen?
Kachelmann bekommt im Gewahrsamszimmer Wurst- und Käsebrötchen, Tee oder Kaffee. Es gibt keine Kantine, aber neben dem Gerichtsgebäude ein Café
11.7 Es geht um Geld, Macht und Liebe: Hat sich der junge Jurist hier zu heftig in seinen bisher größten Fall verbissen?
Ein Anzeichen dafür: Als Oltrogge Kachelmann anklagte, lag ein wichtiges Gutachten zur Glaubwürdigkeit des angeblichen Opfers noch nicht vollständig vor. Die Verteidiger des TV-Stars werfen ihm deshalb „blinden Jagdeifer“ vor.
Prognose: Stellt sich im Prozess heraus, dass Sabine W. gelogen hat, müsste Oltrogge in der Öffentlichkeit Kachelmanns lange Zeit in U-Haft rechtfertigen und sich den Vorwurf gefallen lassen, er habe sich auf Kosten eines Prominenten zu profilieren versucht.(Bild)
11.7 Nahezu wöchentlich überraschte der „Focus“ mit neuen Details aus den Ermittlungsakten. Fast immer stützten sie die Anklage der Staatsanwaltschaft. (Bild)
15.7 Franz, der für die Organisation Weißer Ringarbeitet, hat nie mutmaßliche Täter, immer nur mutmaßliche Opfer vertreten. Meist stimmten deren Vorwürfe, manchmal aber nicht. Im Fall Simones glaube er, dass sie die Wahrheit sage .Er sei in der Nacht nicht dabei gewesen, sagt er, aber er habe so ein Bauchgefühl. (Süddeutsche Nr. 160 Der Fall Kachelmann)
15.7. Heute 52. Geburtstag im KnastHeute wird Wetterexperte Jörg Kachelmann 52 Jahre alt – und es wird wohl sein einsamster Geburtstag!
Offenbar gibt es keine Torte, keine Feier – und Besuch bekommt er höchstens von seinem Anwalt. Kachelmann verbringt seinen Geburtstag im Knast. Früher feierte er mit Freunden – heute ist er ganz alleine.(Bild)
15.7 Seinen 52. Geburtstag hat sich Jörg Kachelmann sicher auch anders vorgestellt: Der TV-Wettermoderator verbrachte ihn am Donnerstag in der Justizvollzugsanstalt Mannheim, in der er seit dem 20. März in Untersuchungshaft einsitzt. Geburtstagsfeiern mit Blumen, Geschenken oder Kuchen seien in der Haft nicht üblich, sagte Anstaltsleiter Romeo Schüssler.(Spiegel)
15.7. Gefängniszelle statt Feier: Seinen 52. Geburtstag verbringt Wetter-Mann Jörg Kachelmann am Donnerstag in der Justizvollzugsanstalt Mannheim.
Geburtstagsfeiern mit Blumen, Geschenken oder Kuchen seien in der Haft nicht üblich, sagte Anstaltsleiter Romeo Schüssler auf Anfrage. Der Schweizer sitzt seit dem 20. März in Untersuchungshaft, weil er seine Ex-Freundin in ihrer Schwetzinger Wohnung mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben soll. Kachelmann, der sich vom 6. September an vor Gericht verantworten muss, bestreitet die Vorwürfe. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. (Focus)
15.5 Professor Killian: Das natürlich das Opfer die einzige Zeugin sei , ist problematisch denn das Missbrauchspotential in einem solchen Fall sei sehr hoch.
Was die den jungen Staatsanwalt betreffe sei das üblich. Ein Mechanismus in der Justiz. Er sei ein sehr junger Staatsanwalt der nun eine ‘Cause célèbre’( Aufsehen erregender Prozess.) behandeln kann. Er kann sich profilieren und noch seinen Enkeln davon erzählen, dass er es gewesen sei, der den Prominenten hinter Gitter gebracht hätte.(SF 10 vor 10)
Die Staatsanwaltschaft hat sich viel zu früh festgelegt, großen Flurschaden angerichtet, sich zu weit aus dem Fenster gelehnt, und nun will sie nicht zugeben dass sie Fehler gemacht haben.
17.7. Generalversammlung hinter Gittern: Jörg Kachelmann hat die Aktionäre einer seiner Firmen ins Gefängnis eingeladen. Ein Programmpunkt soll unter anderem die Wahl des Verwaltungsrates sein, an dessen Spitze zurzeit der Moderator steht.(Spiegel)
17.7. Andrang im Knast! Tausende drängt es zum Tag der offenen Tür am Sonnabend in die Justizvollzugsanstalt Mannheim – aber nur 600 Besucher werden reingelassen. Dieser Ansturm ist kein Wunder, denn hier sitzt Wettermann Jörg Kachelmann seit März in U-Haft.
„Innerhalb weniger Stunden war unsere Besucherliste komplett ausgebucht“, sagt JVA-Direktor Romeo Schüssler zum KURIER. Zwischen 8.30 und 15.30 Uhr werden die Teilnehmer in Gruppen zwei Stunden lang durch den Knast geführt. „Sie bekommen einen Einblick in Haftgebäude, unsere Kirche, Freizeit-, Arbeits- und Versorgungsbereiche“, fügt er hinzu.
Zuvor sei es ruhig, auch wenn der berühmteste JVA-Insasse Geburtstag hat: Kachelmann wird am Donnerstag 52 Jahre alt. „Für Kachelmann machen wir nichts Besonderes“, kommt der JVA-Direktor allen Fragen zuvor. „Natürlich kann er jederzeit Besuch empfangen, aber nur nach vorheriger Anmeldung und nur drei Stunden im Monat“, erklärt Schüssler Geschenke oder ein Geburtstagskuchen wären möglich: „Jedoch wird alles, selbst jedes Blatt Papier, gründlich kontrolliert.“
Einsamer Geburtstag für Kachelmann, der seit 20. März im Mannheimer Knast sitzt. Am 19. Mai erhob der Staatsanwalt Anklage gegen ihn wegen des Verdachts der schweren Vergewaltigung und Körperverletzung – Prozess ab 6. September.(Berliner Kurier)
17.7. Kachelmann, der neue Schänzer der JVA Mannheim! Ach“, seufzte Vollzugsleiter Michael Zahs, als er eine Gästegruppe durch die Gefängnistrakte schleuste, „irgendwann hat man wirklich jeden Kachelmann-Witz zum 30. Mal gehört.“ Kaum eine telefonische Anmeldung zum Knast-Besuch ohne Nachfrage, ob denn auch eine Autogrammstunde eingeplant sei. (Welt)
18.7. Es ist Samstagvormittag und wir besuchen den Kachelknast. Es ist Tag der offenen Tür. Dann dürfen wir die Zelle eines Gewaltverbrechers begutachten: ein kleiner Fernseher, ein Bett, ein Tisch, 2 Stühle. Einer steht schon am Fenster, um draufzuklettern und rauszugucken. Es ist kühl, die Mauern sind dick. Wie dick genau, wird geheim gehalten (Ganz besonders süffisant der Artikel in der Bildzeitung)
18.8. «Kachelmann: Zweifel an der Unabhängigkeit des Richters» Der Richter, der im Strafprozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann das Gericht präsidiert, steht der Familie Weitere Zweifel an der Neutralität des Richters nähre auch ein Communiqué des Gerichts zum Fall Kachelmann, wie die „SonntagsZeitung“ weiter schreibt. Auf die Frage, ob er Richter Seidling kenne, legte der Vater des Opfers den Telefonhörer auf. Richter Seidling sagt gegenüber der SonntagsZeitung: „Ich kenne weder den Vater noch das Opfer. Es gibt keine Nähe zwischen uns.“ Dennoch sei die Konstellation heikel, denn im Zentrum der Gerichtsverhandlungen werden voraussichtlich die Frage nach der Glaubwürdigkeit von Kachelmann und Opfer stehen. Das Opfer geniesst dabei laut dem Bericht klaren Heimvorteil. des angeblichen Vergewaltigungsopfers nahe.
20.7. Die für heute angesetzte Aktionärsversammlung von Jörg Kachelmanns Schweizer Produktions AG in der Mannheimer Justizvollzugsanstalt wurde nun kurzfristig abgesagt. Medienberichten zufolge sollen sieben wichtige Aktionäre wieder ausgeladen worden sein.(Welt.de)
21.7. Wie die «Schwetzinger Zeitung» berichtet, bestreitet Richter Michael Seidling den Vorwurf vehement.
Der Richter dementiert vehement :«Das alles ist schlicht nicht wahr, ich habe weder Kontakt zum Vater noch zum Opfer gehabt, noch, wie es in der ‘SonntagsZeitung’ behauptet wird, mit der weiteren Verwandtschaft der Familie. Im Gegenteil, ich kenne die Leute nicht einmal», zitiert die Lokalzeitung den Richter.
21.7 Richter Seidling wolle aufgrund der Tatsache, «dass ein solcher Befangenheitsantrag vielleicht beim Prozess neuerlich gestellt wird, dazu aus formalen Gründen nichts sagen», heisst es in der deutschen Zeitung weiter. Es könnte ihm sonst so ausgelegt werden, als müsse er sich verteidigen. «Das sieht doch so aus, als würde ich nun nach dem Motto ‘getroffener Hund bellt’ handeln – eine Sache, die ich nicht möchte», so Seidling.
«Wenn ein Zweifel an Richter Seidling bezüglich seiner Befangenheit bestanden hätte», wird Zöbeley zitiert, «dann wäre dies in einem förmlichen Verfahren vor der Kammer zur Sprache gekommen». Bei Richter Seidling habe zu keiner Zeit ein Zweifel an der Neutralität und Objektivität (20min online)
21 .7. Wir sehen den Gefängnishof der Justizvollzugsanstalt Mannheim. Es ist Mittag, 30 Grad, die Sonne scheint. Einige Häftlinge schlendern umher, andere sitzen auf dem Rasen. Unter ihnen auch ein Mann mit braunen Haaren und nacktem Oberkörper…( Die Bildzeitung setzt ihrer Schmuddelkampagne gegen Jörg Kachelmann die Krone auf)
26.7 Am 21. März hatte sich die Frau aus dem Internet ein Merkblatt für Vergewaltigungsopfer heruntergeladen“
Die Verletzungen lassen sich nicht nur mit den Angaben des mutmasslichen Opfers in einklag bringen, sondern auch mit weiteren Erkenntnissen der Fahnder – nämlich „dem objektiven Spurenbild“ des Tatorts. So schreibt Marco Wiesniewski unter dem Titel „Wir werden uns hassen“ in einen tendenziösen Artikel . Und schliesst:
Ja ich bin ein Wüstling alles, was man sich auf diesem Gebiet vorstellen kann, habe ich mir vorgestellt, aber ich habe durchaus nicht alles getan, was ich mir vorgestellt habe, das würde ich auch nie tun. Ich bin ein Wüstling, aber ich bin weder ein Verbrecher noch ein Mörder. So verteidigte sich einst Marquis de Sade. Ein unangenehmer Typ , aber völlig harmlos. Und Kachelmann? (Focus30/2010)
30.7«Promis müssen brav sein» Klaus Heer warnt denn auch vor der gängigen Meinung, es handle sich um Sex-Psychopathen. «Man ist nicht sexsüchtig, bloss weil man viel Sex mit vielen Frauen hat, sondern wenn man selbst unter seiner zwanghaften Hypersexualität leidet. Man kann kaum die Nummer 1 im Golf und gleichzeitig sexsüchtig sein. Sexsüchtig zu sein, ist so etwas wie eine quälende Vollbeschäftigung.» Häufig würden jedoch Frauen ihren Männern «Sexsucht» vorwerfen, als Kampfmittel oder aus Verzweiflung.
Also alles ganz normal? Gemäss der Meinung der Experten schon. «Wenn man sich nicht so verhält, wie es sich die Sittenwächter vorstellen, heisst das noch lange nicht, dass man seine Sexualität nicht im Griff hat», findet Klaus Heer. Ausserdem seien Geld, Macht und Ansehen wohl die Hauptanziehungspunkte bei prominenten Männern. Erfolgreiche oder mächtige Frauen hingegen hätten es bei Männern eher schwer. (Bernerzeitung.ch/Newsnetz)
28.7 Der Richter Michael Seidling begeht der Schwetzinger Zeitung zufolge bei seiner Rechtfertigung den für einen Juristen fast unverzeihlichen Fehler, als er sagt: „Das alles ist schlicht nicht wahr, ich habe weder Kontakt zum Vater noch zum Opfer gehabt . Im Gegenteil, ich kenne die Leute nicht einmal.“ Das fehlende Wörtchen „mutmaßlich“ hat den Kommentar eines Strafrechtlers in der Schweizer Sonntagszeitung heraufbeschworen. Henning Ernst Müller aus Regensburg schreibt: „Sollte er tatsächlich von ,Opfer’ statt von ,mutmaßlichem Opfer’ gesprochen haben, wäre das ein ernsthafter Anlass zur Besorgnis der Befangenheit.“ Denn ob es sich bei Simone um ein Opfer handle oder nicht, sei ja gerade die Frage, die erst im Prozess geklärt werden soll. (Berliner Zeitung)
27.9. Von „manipulativem Aussageverhalten spricht etwa Beate Daber, eine Düsseldorfer Spezialistin für Psychologische Forensik. Sie hat den Verdacht, dass Silvia May Affekte wie Weinen und Pausenmachen „strategisch einsetze. Dass bei ihr auch „Täuschungsbereitschaft und Täuschungskompetenz vorhanden sei.
Prof. Greuel: Es gebe Details, die unwahrscheinlich bis unmöglich seien: So habe Kachelmann ihr keinesfalls die ganze Zeit ein Messer an den Hals halten können, während er ihr gleichzeitig den Mund zugehalten, Strickkleid und Höschen ausgezogen, einen Tampon entfernt und die eigene Hose ausgezogen habe. ( Stern31/2010 Mit aller Macht)
29.7. Dr. Reinhard Birkenstock: «Gott sei Dank, es gibt noch Richter.» „Mit dem Beschluss ist die Unschuldsvermutung wieder auferstanden in diesem Verfahren. Und die Rechtsstaatlichkeit ist zurückgekehrt“
Der dritte Strafsenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe hat mit Beschluss vom heutigen Tage der Haftbeschwerde des vor dem Landgericht Mannheim angeklagten Meteorologen Jörg Kachelmann stattgegeben und seine umgehende Freilassung aus der Justizvollzugsanstalt Mannheim angeordnet.
Jörg Kachelmann wurde aufgrund Haftbefehls des Amtsgerichts Mannheim vom 25.02.2010 wegen des Vorwurfs, die Nebenklägerin in der Nacht vom 08. auf den 09.02.2010 unter Einsatz eines Messers vergewaltigt und sich deshalb der besonders schweren Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig gemacht zu haben, am 20.03.2010 festgenommen und befand sich danach bis heute ununterbrochen in Untersuchungshaft.
Nachdem die Staatsanwaltschaft Mannheim am 17.05.2010 Anklage zum Landgericht Mannheim erhoben hatte, wies die dort zuständige Strafkammer am 01.07.2010 einen Antrag des Angeschuldigten auf Aufhebung des Haftbefehls zurück und ordnete die Haftfortdauer an. Der noch am selben Tag über seinen Verteidiger erhobenen Haftbeschwerde des Angeschuldigten half das Landgericht am 02.07.2010 nicht ab und legte die Akten dem Oberlandesgericht Karlsruhe zur Entscheidung über das Rechtsmittel vor. Dieses hat Erfolg.
Vor dem Hintergrund der am 09.07.2010 erfolgten Eröffnung des Hauptverfahrens und der Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung durch die zuständige Strafkammer des Landgerichts Mannheim hat der 3. Strafsenat im Rahmen der Beschwerdeentscheidung zunächst auf den Unterschied zwischen dem nach § 203 StPO für die Eröffnung des Hauptverfahrens genügenden hinreichenden Tatverdacht, der auch die besseren Aufklärungsmöglichkeiten in der Hauptverhandlung in Rechnung zu stellen habe, und dem für die Untersuchungshaft nach § 112 Absatz 1 Satz 1 StPO erforderlichen dringenden Tatverdacht hingewiesen, der einen stärkeren Verdachtsgrad erfordere.
Der 3. Strafsenat hat sodann ausgeführt, dass jedenfalls im derzeitigen Stadium des Verfahrens kein dringender Tatverdacht mehr bestehe. Zur Begründung hat der Senat insbesondere darauf hingewiesen, dass im Hinblick auf den den Tatvorwurf bestreitenden Angeklagten und die Nebenklägerin als einzige Belastungszeugin die Fallkonstellation der „Aussage gegen Aussage“ vorliege. Die Nebenklägerin, bei der Bestrafungs- und Falschbelastungsmotive nicht ausgeschlossen werden könnten, habe zudem bei der Anzeigeerstattung und im weiteren Verlauf des Ermittlungsverfahrens zu Teilen der verfahrensgegenständlichen Vorgeschichte und des für die Beurteilung des Kerngeschehens (dem Vergewaltigungsvorwurf) bedeutsamen Randgeschehens zunächst unzutreffende Angaben gemacht. Hinsichtlich der Verletzungen der Nebenklägerin könne derzeit aufgrund der bisher durchgeführten Untersuchungen und Begutachtungen neben einer Fremdbeibringung auch eine Selbstbeibringung nicht ausgeschlossen werden.
Im Hinblick auf den aktuell nicht mehr bestehenden dringenden Tatverdacht könne ferner – so der 3. Strafsenat – dahinstehen, ob in der Person des Angeklagten derzeit noch der Haftgrund der Fluchtgefahr (§ 112 Abs. 2 Nr. 2 StPO) gegeben sei.
Aufgrund der zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr bestehenden gesetzlichen Voraussetzungen für die Untersuchungshaft hat der 3. Strafsenat im Ergebnis die Haftfortdauerentscheidung des Landgerichts Mannheim vom 01.07.2010 sowie den ihr zugrunde liegenden Haftbefehl des Amtsgerichts Mannheim vom 25.02.2010 aufgehoben und die Freilassung des Angeklagten angeordnet.”
Oberlandesgericht Karlsruhe, Beschluss vom 29. Juli 2010 (3 Ws 225/10)”
29.7.Jörg Kachelmann sass 132 Tage in Untersuchungshaft. Jetzt spricht sein Anwalt Reinhard Birkenstock erstmals – und Kachelmann geniesst die frische Luft in Freiheit.(Blick)
29.7. Die Entscheidung des Oberlandesgerichts sagt aber noch nichts über Schuld oder Unschuld des Moderators aus. Darüber muss das Landgericht Mannheim entscheiden. Schon jetzt droht das Verfahren zu einem Duell der Gutachter zu werden. (Spiegel)
29.7 Die ARD lässt ihren Wetterexperten Jörg Kachelmann nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis noch nicht vor die Kamera. „Wir warten das schwebende Verfahren ab“, sagte ein Sprecher der ARD- Programmdirektion in München. „Durch die Aufhebung des Haftbefehls ist für uns keine neue Ausgangslage entstanden.“(Welt)
29.7. „Ich bin nicht dazu da, Vorwürfe zu machen. Ich bin Strafverteidiger, mein Beruf ist es, ungerecht einsitzende Gefangene aus der Untersuchungshaft zu holen und das ist uns heute Gott sei Dank gelungen“, sagte Birkenstock (manager-magazin)
29.7. Kachelmann ist jetzt ein freier Mann und kann sich ohne Auflagen bewegen. Da er in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, ist zu vermuten, dass er in seine Heimat Schweiz fahren wird. Kehrt er zum Prozess nicht zurück, wird ihn die Schweiz nicht an Deutschland ausliefern. In der Bundesverfassung sei der Grundsatz verankert, eigene Staatsangehörige nicht auszuliefern, sagte ein Sprecher des Schweizer Bundesamts für Justiz.(Mitteldeutsche Zeitung)
29.7. Die OLG-Entscheidung ist zweifellos ein wichtiger Etappensieg für Kachelmann. Das Gericht hat die Freilassung des Schweizers angeordnet, weil es „keinen dringenden Tatverdacht sieht“ – was einer Ohrfeige für die Staatsanwaltschaft gleichkommt.(RP-online)
29.7. Allerdings dürfte eine Debatte um eine Vorverurteilung des Moderators entflammen. Obwohl bis zum Schuldspruch die Unschuldsvermutung gilt, bedeutet die Inhaftierung eines Prominenten oft, dass der Ruf ruiniert ist – egal, wie der Prozess später ausgeht.( RTL)
29.7. Jörg Kachelmann aus U-Haft entlassen. Der TV-Wettermoderator kommt nach fast vier Monaten frei – Prozessbeginn 6. September (derStandard.at)
29.7. Das liegt schon am Tatvorwurf. Wer weiß schon, was sich hinter Schlafzimmerwänden abspielt? Von Kachelmann sind mittlerweile mehr Dinge bekannt, als die Öffentlichkeit zu interessieren hat. Das Harmloseste davon ist noch, dass er kein treuer Gefährte ist, sondern eher ein Luftikus und notorischer Herzensbrecher. Ist es nicht denkbar, dass eine Enttäuschte, Betrogene, Verlassene ihm heimzahlen will, was er ihr angetan hat?
(…) Für das zu erwartende Strafverfahren lässt das nichts Gutes erwarten, könnte man meinen. Doch in Prozessen, das lehrt die Erfahrung, ist alles möglich. Manchmal sogar ein überfälliges Wunder. ( Gisela Friedrichsen : Wehe, Sie sind prominent!)
30.7. Bildreporter jagen Jörg Kachelmann: Nach der Freilassung und einem gezwungenen Lächeln für die Presse verschwindet Kachelmann im schwarzen Range Rover seines Anwalts Reinhard Birkenstock. Mit dabei ist auch dessen Ehefrau. Das Trio fährt zügig richtig Koblenz, wie Bild.de berichtet. Bei der Raststätte Wonnengau ein kurzer Stopp: Birkenstocks Frau holt Zigaretten und Chips. (Bild)
30.7. Am Abend soll der Wettermoderator dann mit rund 25 Freunden im italienischen Restaurant „Teatro“ in Köln gefeiert haben. Laut Bild mietete Kachelmann einen abgetrennten Raum des Lokals und ließ die Fenster mit Tischdecken zuhängen. dpa
30.7. Für die Anklägerin, Kachelmanns Ex-Freundin Sabine W., 37, eine schlimme Wendung, wie ihr Anwalt mitteilte: «Meine Mandantin und ich sind bestürzt über die Aufhebung des Haftbefehls, obwohl die Beiweislage gegen Kachelmann eindeutig ist. Meine Mandatin ist emotional sehr aufgewühlt. (Bild)
30.7. Widersprüche, die Kachelmann entlasten : Petra erklärte später, sie habe erst falsch ausgesagt, weil ihr die Wahrheit niemand geglaubt hätte. Sie sei sich dumm vorgekommen, dass sie wegen der Untreue Kachelmanns so lange nichts unternommen habe.» (Blick)
30.7. Erstes Interview von Jörg Kachelmann: Dieser Albtraum ist noch nicht vorbei», wie er heute in seinem ersten TV-Interview sagt.
In einem schlichten blauen Hemd stellt er sich den Kameras. Er scheint der Welt zeigen zu wollen, dass er nichts zu verbergen hat. «Das ist das Furchtbarste, was mir im Leben passiert ist. Unschuldig im Gefängnis zu sitzen und sich nur langsam mit Hilfe eines hervorragenden Anwalts wehren zu können, und nie zu wissen, wann die Unschuld auch von den anderen erkannt wird.»
Nur der Austausch mit seinen Mitgefangenen habe die Haft einigermassen erträglich gemacht. «Da drinnen wird man schnell zu Kumpels», sagt Kachelmann. «Dieser Austausch fehlt mir bereits.» Vor allem in René, einem der anderen Häftlinge, habe er einen Freund gefunden. (Blick)
30.7. „Wenn ich er wäre, würde ich nach Kanada gehen“ Werner will demnach den Namen Kachelmanns künftig aus dem Unternehmen heraushalten, um weiteren Schaden vom Image abzuwenden. Dazu gesellen sich Berichte unter der Überschrift: „Verlässt der Moderator Europa?“ Demnach habe ihm ein „langjähriger Geschäftspartner“ empfohlen: „Wenn ich er wäre, würde ich nach Kanada gehen.“ Tatsächlich heißt es im Umfeld des einstigen Star-Meteorologen unverhohlen: Als Wetter-Anchorman vor der Kamera sei er „auf absehbare Zeit unbrauchbar“. (FAZ.net)
30.7. RTL-Magazine berichteten am meisten über Fall Kachelmann – Der Fall des ARD-Wettermoderators Jörg Kachelmann hat für viele Fernseh-Berichte in Magazinen gesorgt – die meisten liefen bei RTL.
Insgesamt 127 Meldungen, Berichte und Liveschaltungen gab es zu dem Thema in deutschen TV-Magazinen zwischen der Erhebung des Vergewaltigungsvorwurfs im rtl_logo_transparentMärz bis zur Freilassung aus der Untersuchungshaft am Donnerstag. Das hat die Zählung einer Münchner Beratungsfirma ergeben, die den Inhalt von 21 TV-Magazinen auswertet.
69 der 127 Berichte – also mehr als die Hälfte – stammten aus RTL- Redaktionen, vor allem von „Punkt 12″ (37) und „Exclusiv Das Starmagazin“ (31). Dies teilte Contrend mit, wie die tagesaktuelle Erhebung der Magazin-Inhalte heißt, das die Münchner Beratungsfirma GGmedia anfertigt.
Geschulte „Codierer“ erfassen dort die Inhalte von 21 täglichen oder wöchentlichen TV-Magazinen. ProSieben („taff“) mit fünf Berichten und Sat.1 („Das Sat.1- Magazin“) mit vier Berichten hielten sich im Gegensatz zu RTL beim Thema Kachelmann zurück.
Das ZDF, das bei „Leute heute“ am 22. März die Verhaftung als erster Sender aufgriff, kommt laut Contrend auf insgesamt 26 Berichte, während die ARD dem Fall ihres bisherigen Wettermoderators im Magazin „Brisant“ insgesamt 22 widmete. Laut Contrend ist Kachelmann „eindeutig ein Thema der Fernseh- Daytime“, also des Programms tagsüber. Lediglich zweimal sei das Thema in einem Primetime-Magazin am Abend erwähnt worden.
Pressemitteilung im Verfahren gegen J. Kachelmann
Datum: 30.07.2010
Kurzbeschreibung:
Hauptverhandlung beginnt wie angekündigt
Die Kammer hat mitgeteilt, dass sie an ihrer bisherigen Planung festhalten und wie vorgesehen die Hauptverhandlung gegen Herrn Kachelmann am 6. September 2010 beginnen und an den bereits bekannt gegebenen Folgeterminen fortsetzen wolle (vgl. die Pressemitteilung vom 09. Juli 2010). Trotz der Aufhebung des Haftbefehls sieht die Kammer das Verfahren im Hinblick auf den schwerwiegenden Tatvorwurf weiterhin als eilbedürftig an.
Ich darf Sie darauf hinweisen, dass ich mich bis einschließlich 17.08.2010 in Urlaub befinde. Frau Richterin am Landgericht Völker befindet sich in der Zeit vom 02. bis 06.08.2010 in Urlaub und ist ab 09.08.2010 wieder erreichbar.
Da Frau Völker und ich die Pressearbeit im Fall Kachelmann übernommen haben und intensiv mit der Vorbereitung befasst sind, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie organisatorische Anfragen bis zur Urlaubsrückkehr von Frau Völker zurückstellen könnten.
Dr. Hirsch
Richter (stellvertretender Pressereferent)
30.7. Kachelmann auf freiem Fuss – Blick zurück und nach vorn – Auch in der Schweiz gibt es gelegentlich überlange Untersuchungshaft, vor allem im Wirtschaftskriminalitätsbereich. Aber in der Regel sind hierzulande drei Bedingungen für Haft zu erfüllen: Dringender Tatverdacht und ernsthafte Befürchtung (a) einer Fluchtgefahr, (b) einer Verfälschung von Beweismitteln und (c) weiterer Vergehen – so die neue Eidgenössische Strafprozessordnung. Im deutschen Strafprozessrecht reicht offenbar der dringende Tatverdacht – und mitgespielt hat gewiss der Verdacht, die Schweiz würde ihren Bürger Kachelmann nach seiner Heimkehr nicht ausliefern. Das sagte jedenfalls der Sprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim. Jetzt hat das offenbar keine Rolle mehr gespielt.
Jedem Beobachter des «Verfahrens gegen Kachelmann» waren schon lange Fragezeichen aufgestiegen. Im Juni hatten «Der Spiegel» und «Die Zeit» umfangreiche Dossiers veröffentlicht. Sie weckten massive Zweifel am Tatverdacht der Vergewaltigung einer Freundin Kachelmanns. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mannheim hatte die Bremer Psychologieprofessorin Luise Greuel gefolgert, dass die Angaben der Opferzeugin nicht einmal den qualitativen Anforderungen einer tragfähigen Aussage genügen würden. Höchstwahrscheinlich habe die Anzeigestellerin die behaupteten Vergewaltigungshandlungen nicht erlebt.
Am weitesten ging der «Blick am Abend». Er hatte sogar einen erotischen E-Mail-Verkehr «enthüllt» (gekauft?), den «der Schleimer» Kachelmann mit einem Schlagersternchen ausgetauscht haben soll. Kachelmanns Anwalt verlangte eine Abstandserklärung, laut der das Haus Ringier und andere Verlage offenbar auf Wiederholung verzichten wollten. Genützt hat’s nichts. Es wurde laufend Neues nachgeschoben. Wenn immer die grauslige «Bunte» einen neuen Knochen vorlegte, zitierten auch renommierte Portale wie «tagesanzeiger.ch» das Behauptete.
Der Schweizer Journalistenkodex schreibt in Richtlinie 7.2. treuherzig:
«Journalisten wägen die beteiligten Interessen (der Öffentlichkeit und der Privatsphäre) sorgfältig ab. Namensnennung ist zulässig, sofern eine Person in der Öffentlichkeit allgemein bekannt ist und der Medienbericht damit im Zusammenhang steht.»
Kachelmann ist bekannt als Wetterfrosch und eher glückloser Unterhaltungsmoderator (in Deutschland). Das steht in keinem Zusammenhang mit der bereits arg löchrigen Vergewaltigungsbehauptung.
Selbst wenn Kachelmann – im Zweifel für den Angeklagten – freigesprochen werden sollte, wäre sein Ruf dahin. In der Öffentlichkeit stünde er dank den Medien weiterhin als Sexmonster, als Ritter Blaubart da. Eben: Protokoll eines beispiellosen Journalismus des Verdachts. Mit vernichtenden Wirkungen.
(Der Jurist Peter Studer war Chefredaktor des «Tages-Anzeigers» und des Schweizer Fernsehens, bevor er von 2001 bis 2007 den Schweizer Presserat präsidierte. Als Chefredaktor hatte er Jörg Kachelmann Anfang der 90er Jahre die Wettermoderation am Schweizer Fernsehen übertragen. http://www.medienspiegel.ch/archives/002675.html)
30.7. Währenddessen übte der Präsident des Verbandes deutscher Strafrechtsanwälte, Jürgen Möthrath, scharfe Kritik am Verhalten der Justiz im Fall Kachelmann.
Es gebe einen regelrechten Malus für Prominente, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. „Es ist wahrscheinlich ein bisschen schön, wenn man einen Prominenten vorführen kann.“ Das Privatleben des Wettermoderators sei in einer Weise an die Öffentlichkeit gezerrt worden, wie es bei normalen Sexualstraftätern nie der Fall gewesen wäre.
„Jeder, der in der Öffentlichkeit steht, der Erfolg hat, wird schnell mit Namen genannt und nicht nur mit dem Kürzel.“ Unter der Hand würden Informationen an die Presse weitergeben, sagte der Strafverteidiger und erinnerte an den Fall des früheren Postchefs Klaus Zumwinkel „Diese Form, an die Medien zu gehen, ist aus meiner Sicht unmoralisch“, sagte Möthrath. Mit dem Mittel der Vorverurteilung werde ein gewisser öffentlicher Druck aufgebaut, was die Arbeit eines Strafverteidigers belaste. ( http://www.gmx.net/themen/nachrichten/panorama/806hip4-kachelmann-erholt-aus-dem-knast#.A1000146)
31.7. FOCUS und BUNTE donnern nach der Haftentlassung: Neue Ermittlungsverfahren gegen Jörg Kachelmann eingeleitet.
Gegen den Fernsehmoderator Jörg Kachelmann läuft ein weiteres Ermittlungsverfahren. Kachelmanns Anwalt Reinhard Birkenstock bestätigte einen Bericht des Münchner Magazins „Focus“, nach dem die Staatsanwaltschaft Mannheim wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Kachelmann soll laut „Focus“ schon vor Jahren eine Frau in ihrer Wohnung geschlagen haben.
Kachelmanns Anwalt erklärte: „Der Ersatzvorwurf aus dem Jahr 2000 wird von uns nicht kommentiert.“ Der Fall habe auch dem Oberlandesgericht Karlsruhe vorgelegen, als dieses am Donnerstag den Haftbefehl gegen Kachelmann aufhob.
31.7. Draußen aber, und das wird dem U-Häftling Kachelmann vielleicht nur undeutlich zu Bewusstsein gekommen sein, wartet eine andere Welt auf ihn. Unabhängig vom Ausgang seines Prozesses ist er nun mit einer Öffentlichkeit konfrontiert, die alle Aspekte seines Privat- und Sexuallebens zu kennen meint, und die in ihm nun nicht den freundlichen Wettermann, sondern den Liebessüchtigen sieht, den Treulosen mit der Vorliebe für ausgefallene Sexspiele.
Auch ein Freispruch wird die verlorene Ehre des Jörg Kachelmann nur bedingt wieder herstellen. Man frage den früheren TV-Moderator und „Mr. Charming“ Andreas Türck, der 2005 von der Anklage der Vergewaltigung freigesprochen wurde, aber dennoch seinen Job verlor.
Einige Bildungsbürger waren schnell mit einer Verurteilung der Boulevardzeitungen bei der Hand; aber die Tratschsucht in Sachen gefallene Promis geht weit über die Leserschaft der großen Boulevardblätter hinaus. Problematischer als der vermeintlich problematische Boulevard – wer durch ihn lebt, wird auch durch ihn sterben: das Gesetz ist bekannt und unerbittlich – erscheint die Bereitschaft der Staatsanwaltschaft, nicht nur in diesem Fall, die Medien mit Details anzufüttern, um eine Vorverurteilung zu erreichen. Dieses Unrecht ist nicht wiedergutzumachen. (welt.de)
August 2010
1.8. Am aggressivsten agierte im Fall Kachelmann die Zeit-Journalistin Sabine Rückert, die ein Dossier über den Fall veröffentlichte. Rückert ist allerdings eine der sachkundigsten Reporterinnen. Nach der Veröffentlichung wurde eine E-Mail bekannt, die Rückert im Mai dem Kachelmann-Verteidiger geschickt hatte: „Wir können nur zusammenkommen, wenn Ihre Verteidigung in einem angedeuteten Sinne professionalisiert wird, dazu sollten Sie sich überlegen, einen Kollegen einzubinden, der Verfahren dieser Art auch gewachsen ist“, schrieb die Journalistin, die dem Anwalt vorwarf, „auf leisen Sohlen“ zu verteidigen. (So verurteilt Hans Leyendecker in der SZ)
1.8. Anne Will fühlt sich berufen, jetzt auch eine Kachelmann –Sendung zu machen um das Sommerloch zu stopfen: Eigentlich hatte die ARD den Aufbau dieser Talkrunde am Sonntagabend dem 01. August 2010 anders und allgemeiner fassend geplant. Anne Will hatte gleich zu Beginn ihrer Sendung klargestellt: „Die Frage, ob Jörg Kachelmann schuldig oder unschuldig ist, wird der Prozess klären, nicht wir. Das haben wir auch gar nicht vor.“
Trotz des vorgegebenen und allgemein gefassten Themas kamen die Gäste immer wieder auf die Frage zurück, ob nun der Meteorologe Jörg Kachelmann schuldig sei oder nicht. Auch Anne Will schaffte den ihr von der ARD vorgegebenen Spagat nicht wirklich souverän. (Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen)
1.8. Alice Schwarzer mischt im Fall Kachelmann vorverurteilend ein!
Alice Schwarzer erklärte bei „Anne Will“: „Wenn das alles stimmt, was die Medien schreiben, dass er fünf bis sechs Frauen die Ehe versprochen hat, jeder erzählt hat, er möchte mit ihr ein Kind und so weiter, dann handelt es sich um einen ziemlich gestörten Menschen, der unter anderem dringend in Therapie gehört“.
1.8. Patricia Rieckel schreibt Jörg Kachelmann seine zukünftige Lebensplanung vor und bleibt natürlich bei den Vorverurteilungen:
Ihr scheint unzweifelhaft, dass er Frauen und ihre Gefühle tief verletzt hat. Selbst nach einem Freispruch werde er der Mann bleiben, der Frauen betrogen und belogen hat. Das mag ungerecht sein, aber sein Image als fröhlicher Wettermann ist zerstört (Anmerkungen: Hauptsache durch die hochbezahlten, unbewiesenen Aussagen der EXEN in der Bunten) .Rieckels Rat: Kachelmann müsse sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen und für längere Zeit im karikativen Bereich arbeiten. Für andere da sein und nicht nur für sich und seine eigenen Bedürfnisse! (Blick)
1.8. Ein alter Mann ( spricht vom zauseligen Moderator und sieht selber nicht gerade appetitlich aus) reiht sich in die Riege der Vorverurteiler ein:
Nun kommt heraus – und daran ist Kachelmanns Anwalt Birkenstock maßgeblich nicht unschuldig, weil er alles aus Gutachten herausposaunen lässt, was das vermeintliche Opfer Kachelmanns in Misskredit setzt -, dass Kachelmann seine Gespielin, die, psychisch schwach, sich nur anfangs wehrte, mit Peitschen- und Folterspielen wund geschlagen hat und sich, zwecks sexueller Erregung, diese Bilder von Striemen und Verletzungen in ihrem Computer mit Zeichen wohlwollender Erregung angeschaut hat: ein sadistischer Voyeur sozusagen. Auch andere Opfer seines aggressiven Wohlgefallens wurden zitiert. Und es wird – mit Recht – gesagt, das alles sei nicht strafbar. Es ist nur peinlich, und noch peinlicher und perverser ist, dass ein Wettermoderator denkt, er könne je wieder mit verschmitztem Lausbubenlächeln das Wetter ansagen wie bisher.
Ob er nun verurteilt wird oder nicht – es bleibt von Kachelmann das elende Bild eines Gewalttäters, der mit Zustimmung ichschwacher Frauen sein übersteigertes Ego auslebte, das ihm nach seinen wolkigen Fernsehprognosen in den Kopf und sonst wohin gestiegen war. Die Werbung entlarvt ihn rückblickend als verlogenen Tartuffe. ( Karasek Berliner Morgenpost)
2.8. Das Mannheimer Gefängnis hat die Kritik von Fernsehmoderator Jörg Kachelmann an den hygienischen Verhältnissen in der Justizvollzugsanstalt zurückgewiesen. „Das ist weit überzeichnet“, sagte der Sprecher der JVA, Bernhard Feuerstein. Zwar gebe es generell ein Problem mit Ungeziefer in den Gefängnissen, aber insgesamt werde viel Wert auf Sauberkeit gelegt. „Die Gänge werden mehrmals täglich gereinigt“, sagte Feuerstein, der auch stellvertretender Leiter des Gefängnisses ist. Für die Sauberkeit in den Hafträumen seien die Gefangenen selbst verantwortlich: „Wie der Einzelne da für Reinlichkeit sorgt, ist unterschiedlich.“ (Bild)
2.8. Kaum hatte das Oberlandesgericht Karlsruhe seine sofortige Freilassung angeordnet, schoben ihn sein Anwalt und dessen Ehefrau auf den Rücksitz ihres Geländewagens. Der Anwalt gab Gas, und eine Meute aus Reportern, Kameraleuten und Fotografen jagte hinterher. Sie rasten über die Autobahn, hielten an einer Raststätte, hetzten weiter, wie auf der Flucht. Zwischendurch wechselten sie die Autos.
In Köln stieg Kachelmann über eine Mauer, um den Verfolgern zu entkommen. Abends schlich er mit seinem Verteidiger Reinhard Birkenstock in das Hinterzimmer eines Restaurants, bestellte Scampi, und als draußen wieder Kameraleute auftauchten, löschten sie das Licht, um nicht gesehen zu werden. Zwei Stunden saßen sie im Dunkeln. Michael Seidling steht es frei, wie er sein Verfahren führt und wie er die Aussagen und Beweise würdigt. (Spiegel31/2010 Auf der Flucht)
2.8. Und natürlich wieder der Focus: Tausende Ermittlungsseiten protokollieren die Spurensuche im Kriminalfall des Jahres. FOCUS dokumentiert exklusiv die wichtigsten Indizien, Aussagen und Gutachten,
Wer die Tausenden Seiten durchforstet, in denen die Fahnder den Fall Kachelmann dokumentieren, der dürfte aber auch erkennen: Mit ihrer Einschätzung, es stehe eben „Aussage gegen Aussage“, haben die OLG-Richter das Ermittlungsergebnis (gelinde gesagt) ziemlich verkürzt dargestellt. Mehrere Gutachter – Psychiater, Psychologen und Gerichtsmediziner (siehe Seite 26) – haben in dicken Expertisen zu klären versucht, ob Sabine W. glaubwürdig ist oder ob sie sich ihre Verletzungen womöglich selbst zufügte.
Die Polizei musste Spuren am angeblichen Tatort deuten – und sie musste eine große Menge digitaler Indizien sichern: den E-Mail- und Chat-Verkehr Kachelmanns mit seinen diversen Partnerinnen – und, besonders wichtig: die Spuren, die das angebliche Vergewaltigungsopfer in der virtuellen Welt hinterließ. Mit wem hatte sie Kontakt? Welche Online-Seiten suchte sie auf? Welche Identitäten benutzte sie auf ihren Internet-Streifzügen?
Am 26. März beschlagnahmte die Polizei den Laptop von Sabine W. – und entdeckte in der Datei „warum.doc“ ein Tagebuch, das die 37-jährige Radiomoderatorin wenige Tage nach der angeblichen Vergewaltigung begonnen hatte. Der Text (siehe Seite 30) zählt nun zu den zentralen Beweisstücken des Falles. (Wie kam der Focus zu den Tausenden Ermittlungsseiten: Die Akte Kachelmann 31/2010)
2.08. Er ist doch nicht tot. Schade . . .Titel des Focus 31/2010
2.08. Kachelmann glotzt mich an – Es geht im Folgenden nicht um Wissenschaft, nur um ein ärgerliches Unbehagen.
Wenn einer als Fernsehmensch bekannt ist, viel Sex hat (egal welcher Art) und mit der Justiz Probleme bekommt, ist ihm das große Geld hierzulande sicher. Seit dem Wochenende glotzt mich Kachelmann von vielen Blättern an, und selbst die Talkrunde der ARD, die jeden Nobelpreis an sich vorbeirauschen lässt – da gibt es kaum Sex und wenig Verbrechen -, hat nichts anderes zu tun, als eine ganze Stunde jemandem zu widmen, der gerade einmal das Wetter vorhersagen kann und viele Frauen kennt. Wir werden sicher bald das Buch zum Knast bekommen und es auf die Bestsellerlisten bringen. Jeder Promi wird es gelesen haben und sich im TV dazu mit sorgenvoller Mine äußern.
Ich halte das für ein Armutszeugnis – nicht für die Medien, sondern für das Publikum. Es will mit diesem Geschwätz bedient werden und fühlt sich dabei gut. Bleibt die Frage: Wie sollen wir ihm Wissenschaft vermitteln? Gegenfrage:Will sie überhaupt etwas wissen – außer, welche Frauen Kachelmann ….( www.scienceblogs.de)
2.8. Alice Schwarzer stellt auf Ihrer Internetseite Jörg Kachelmann bloss und veröffentlicht eine private E-Mail an sie. Ihrer vorverurteilenden Antwort:
Nun, entweder der Vorwurf stimmt nicht – oder Sie verteidigen sich auf Kosten des Opfers. Und wie. Vielleicht geht Ihnen aufgrund Ihrer Sexualpraktiken aber auch alles durcheinander. Vielleicht wissen Sie gar nicht, dass das kein Spielchen ist, wenn eine Frau im Ernstfall Nein sagt, sondern Ernst. Und übrigens: Auch nette Männer vergewaltigen manchmal, Kollege Kachelmann. Leider.» (Basler Zeitung)
2.8. Die Süddeutsche beteiligt sich zynisch an der Kachelmannvorverurteilung und titelt Jekyll and Hyde
Mit der derzeit handelsüblichen Kachelmannn-Metaphorik könnte man sagen: Es ist Medienkrieg. Der Krieg geht dort weiter, und er selbst kämpft an vorderster Front. Aber wenigstens hat ihm die 80-jährige Mutter beim Gefängnisbesuch ihren Beistand ausgesprochen. Das war für ich wichtig, und der Mann, der in den Krieg der Gazetten zieht, hat auch dafür den richtigen Lagebericht: „Die Heimatfront stand.“
2.8. Kachelmann: Es regnet, es regnet, die Firma wird nass : In den kommenden Wochen soll eine Entscheidung getroffen werden, die das operative Geschäft von der Person Kachelmann trennt. Das könnte bedeuten, dass Kachelmann nicht wieder als Verwaltungsrat gewählt wird. Er hält zwar 49 Prozent der Aktien, besitzt aber damit keine absolute Mehrheit der Firmenanteile. Er wäre dann nur noch Gesellschafter. Als Kachelmann erst wenige Wochen inhaftiert war, sagte Verwaltungsrat Werner in einem Interview, die Rolle Kachelmanns für die Firma werde überschätzt.
Kachelmann von geringer Bedeutung: Meteomedia hat allerdings viele Abnehmer, die nicht im Mediengeschäft tätig sind, zum Beispiel Sparkassen und Versicherungen. Für sie ist die Personalie Kachelmann von geringer Bedeutung. Sie kaufen Unwetterwarnungen für einen Warnservice aufs mobile Telefon. Beeinflusst Kachelmanns Geschichte die Kooperation mit Meteomedia? Nein, heißt es aus diesen Kreisen, Meteomedia sei ein zuverlässiger Dienstleister – mit oder ohne Kachelmann. Man käme dabei auch ohne Kachelmann zurecht, sagt die Firmensprecherin auf SZ-Anfrage(Süddeutsche.de)
2.8. - Der Fall Kachelmann ist ein Beispiel für die mediale Demontage eines Prominenten. Die Medien haben dabei längt ein „Nebengericht“ aufgemacht und ringen um Deutungshoheit. Die „Bild“-Zeitung hatte den Fall reißerisch ans Licht geholt, in der Folgeberichterstattung aber auch geschickt changiert. Mal machte sie mit belastenden, mal mit entlastenden Momenten auf. Respekt vor der Privatsphäre des Beschuldigten zeigte sie zu keinem Zeitpunkt. Jede Banalität aus dem Untersuchungsknast-Alltag meldete die mit Informanten stets gut ausgestattete „Bild“: wie groß Kachelmanns Zelle ist, was er zum Mittagessen bekommt, ob er nachmittags in der Sonne gelegen hat. Eine große Nachrichtenagentur fabulierte unter der platten Überschrift „Vom Hoch ins Tief“ über Kachelmanns „durchwachsenes Image“, zu dem auch sein „flaumartiges Gekräusel zwischen Nase und Kehlkopf“ beitrage. ( http://www.evangelisch.de/themen/medien/j%C3%B6rg-kachelmann-und-das-mediale-nebengericht21331)
2.8. Es gab schwierige Momente
TV-Moderator Jörg Kachelmann, 52, über den gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwurf, seinen Haft-Job als Hilfsreiniger und die Frage, wie man in der Zelle das Wetter voraussagt
SPIEGEL: Herr Kachelmann, Ihre Entlassung nach über vier Monaten Untersuchungshaft bedeutet keinen Freispruch. Vor dem anstehenden Prozess steht Aussage gegen Aussage. Was ist dran an dem Vergewaltigungsvorwurf gegen Sie?
Kachelmann: Ich habe keinen Fehler gemacht, jedenfalls keinen von irgendwelcher juristischer Relevanz. Ich bin der gesetzestreueste Musterbürger, den man sich vorstellen kann.
SPIEGEL: Dennoch hat der Vorwurf einer Ex-Freundin lange Zeit für einen Haftbefehl ausgereicht.
Kachelmann: Diese Beziehung lief länger, als ich es hätte zulassen sollen. Dadurch habe ich diese Frau in einer Weise gekränkt, die ich in der Nachschau nur im höchsten Maße bedauern kann. Ihre Tragik ist, dass ihr Leben durch den unberechtigten Vergewaltigungsvorwurf eine solche Wende genommen hat. Ich hoffe, dass es ihr gelingt, durch die Rücknahme des Vorwurfs Frieden mit sich selbst wiederherzustellen.
SPIEGEL: Aus Ihrer Sicht – war es Rache?
Kachelmann: Ich habe keine andere Erklärung. Ich habe nichts von alledem gemacht. Mir haben viele Menschen geschrieben, auch Mitgefangene aus anderen Justizvollzugsanstalten, dass Frauen in einer gekränkten Situation zu so etwas fähig sind. Und wie man an mir sieht, ist das wirklich eine sehr effiziente Möglichkeit, Rache zu nehmen.
SPIEGEL: In einem Gutachten geht es auch um den Vorwurf Ihrer Ex-Freundin, Sie seien ein Narziss.
Kachelmann: Ich habe das große Latinum, und da haben wir auch die Sage vom Narcissus gelesen. Der Jüngling hat sich in sein Spiegelbild verliebt, als er in einen Fluss geschaut hat. Das ist schon seltsam, so etwas auf mich anzuwenden. Die Hauptzuschriften, die ich in all meinen Fernsehjahren bekommen habe, lauteten in etwa so: „Sie sehen so scheiße aus, Sie sollten nicht im Fernsehen auftreten.“
SPIEGEL: Es gibt zurzeit in Deutschland wohl kaum jemanden, über dessen Charakter, Affären und Sexualvorlieben so viel diskutiert wird: Wie lebt es sich damit?
Kachelmann: Ich habe niemanden um die Veröffentlichungen gebeten. Ich habe vorher als viertklassiger TV-Promi niemanden mit meinem Privatleben belästigt, Homestorys gab es bei mir nie. (Weiterlesen: Spiegel 31/2010 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-72462690.html)
3.8. Die Beobachter waren sich nach dem Entscheid des Oberlandesgerichtes Karlsruhe sicher: Jörg Kachelmann wird sich nach seiner Freilassung zurückziehen und bis zum Vergewaltigungsprozess im September schweigen. Prompt bestätigte er die Prophezeiung der Experten: Still trat er nach der Entlassung aus der U-Haft vor die Medien. Sein Anwalt gab ein kurzes Statement ab, dann düsten die beiden gemeinsam ab. Kaum jemand hätte zu diesem Zeitpunkt damit gerechnet, dass der Wettermoderator nur knapp 48 Stunden später bereits wieder vor die Medien treten würde. Doch er tat es – und das gleich doppelt. Erst bediente er mit einer Videobotschaft den deutschen Boulevard (siehe oben), anschliessend traf er sich mit dem «Spiegel» zu einem ausführlichen Interview.(20minonline)
3.8. Dann die Haftentlassung. Jetzt hätte Jörg Kachelmann den inzwischen aufgekommenen Rückenwind nutzen können. Stattdessen fängt er eine ungeschickte, sofort durchschaute PR-Schlacht an mit dem offensichtlichen Ziel, seine Reputation aufzupolieren. Er gibt vereinzelte Interviews, bevorzugt in jenen Medien, welche ihm wohlgesinnt waren. Und er versucht auch erfolglos, die kritischen Redaktionen auf seine Seite zu ziehen. Er gibt sich klassisch bescheiden, streut sich mitunter Asche aufs Haupt und spielt das rechtschaffene Unschuldslamm und kokettiert offensichtlich mit Mails an Redaktionen, etwa an Alice Schwarzer. Moralisch freilich gibt er sich taktierend selbstkritisch. Und er beginnt, selber Kritik auszuteilen. (http://binz-krisenblog.blogspot.com/2010/08/wie-wetterexperte-jorg-kachelmann-seine.html)
3.8. Schadenfreude ist da schon eher ein Motiv. Mancher empfindet es sicher als persönliche Genugtuung, wenn einer der „Großen“ tief fällt, möglichst noch am eigenen bescheidenen Sozialstatus vorbei. Solches Gefallen am Missgeschick anderer hat auch etwas mit Gruppengrenzen zu tun, haben Psychologen beobachtet. Schadenfreude empfinden wir nämlich da besonders stark, wo die Gräben zwischen Menschen auch vor dem auslösenden Ereignis tief waren. Durch Neid zum Beispiel. (Kopfwelten zum Fall Kachelmann: Stern.de)
3.8. Die Bildzeitung suggeriert ihren Lesern Mauschelei mit einer Richterin und dem Gutachter! Vor sechs Tagen feierte Jörg Kachelmann (52) beim Edel-Italiener „Teatro“ in Köln seine Freilassung. Es gab Weißwein, die Feier ging bis nachts halb drei …
Jetzt kommt heraus: An dem Abend war außer einer Richterin auch Gutachter Prof. Dr. Tilman Elliger dabei.
3.8. Der so auskunftsfreudige JVA-Leiter in der Causa Kachelmann wird versetzt: Neuer Präsident des Landgerichts Mosbach ist Romeo Schüssler.(Nokzeit)
4.8. Nicht nur, dass sie den Knall nicht gehört hat, was Gleichberechtigung betrifft, sie versucht auch immer wieder durch absolute unpassende, aber hauptsächlich laute Kommentare zurück ins öffentliche Interesse zu rutschen. Nur weil das klappt, heißt das aber nicht, dass sie alles richtig macht. ( Kommentar auf www.paraportal.de)
4.8. Die FAZberichtet am 2.8.10 von Anne Wills Kachelmann-Sendung. Nils Minkmar will die “Diskussions”-Teilnehmerin Alice Schwarzer feiern und faselt etwas vom Ungleichgewicht der juristischen Kräfte, die diese habe herausstellen wollen. Dies sei ihr gelungen, denn sie habe erzählt, der Anwalt der Nebenklägerin (wird beharrlich als “Klägerin” bezeichnet) habe sie, Schwarzer “bis zu Sendebeginn nicht zurückgerufen”, während “ihr Kachelmanns Anwalt eine freundliche Email mit seiner Mobilfunknummer” geschrieben habe “und dem Hinweis, er sei für Fragen jederzeit erreichbar”. Das soll ein Beleg für das Ungleichgewicht der juristischen Kräfte sein. Was bilden sich Schwarzer und Minkmar eigentlich ein? Muß man jetzt jeden Medienfuzzi gleich zurückrufen um nicht als juristisches Leichtgewicht hingestellt zu werden?
(..)Der Artikel endet übrigens mit weiteren peinlichen Lobhudeleien für Alice Schwarzer. Ihr Gespür für Witz und Timing! Wie Reich-Ranicki! Einfach ekelhaft!(http://www.raflauaus.de/2010/08/faz-versucht-sich-im-fall-kachelmann-an-einer-ard-kritik-und-scheitert/)
5.8. Alle machen dabei mit – die Medien, mit potenziell desaströsen Folgen für die Unbefangenheit der Richter; viele Anwälte, die mit strategisch kalkulierten Indiskretionen Journalisten zu beeinflussen suchen. Das vielleicht Bedrohlichste aber ist, dass sich zusehends auch die Ankläger ins mediale Getümmel stürzen. Mit Durchstechereien. Mit kaum verhüllten Presseinformationen über intime Details Verdächtiger (wie im Fall der HIV-infizierten No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa). Mit Verhaftungen Verdächtiger vor laufenden Kameras (wie im Fall des damaligen Postchefs Klaus Zumwinkel). Mit beinahe reflexartigen Kommentaren zu allen Entlastungsversuchen eines Verdächtigen (wie im Fall des SPD-Abgeordneten Jörg Tauss).
Die Staatsanwälte sind die Fachleute für Zweifel, ihr Beruf ist es, schnelle Antworten zu verweigern. Sie haben »nicht nur die zur Belastung, sondern auch die zur Entlastung dienenden Umstände zu ermitteln«. So steht es explizit im Gesetz. Und das heißt auch: Sie müssen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit jeden Hauch von Parteilichkeit vermeiden.(DieZeit)
6.8. Die Pressefreiheit, Herr Wagner, ist ein hohes Gut. Sie jedoch auf diese Weise zu nutzen, das hat in etwa so viel Charme wie auf den Strich zu gehen. Besonders abgeschmackt ist es, die Kommentare zwischendurch mit einer Prise Mitleid zu würzen (»Kachelmann ist ein freier Mann. Er wird nie wieder frei sein. «)
Dass es aus Auflagegründen gewisse Zwänge zum Anfüttern der niederen Instinkte des Lesers gibt, das ist bekannt und unbenommen. Doch es sollte nicht so weit kommen, dass eine Einschränkung der Pressefreiheit notwendig wird, weil ihre Nutzer keine Grenzen kennen. Das hieße, Kräften in die Hände zu spielen, denen es mit Sicherheit nicht um die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen geht, die diese aber nur zu gerne ins Feld führen würden, um der Presse insgesamt Fesseln anzulegen. ( Ursula Prem http://www.ein-buch-lesen.de/2010/08/freitagskolumne-post-wagner-jorg.html)
7.8. Die überwiegende Mehrheit der deutschen Fernsehzuschauer will den in persönliche Turbulenzen geratenen Wetterpropheten Jörg Kachelmann wieder auf dem Bildschirm sehen. 73 Prozent der 500 Befragten ab 14 Jahre sprachen sich in einer Umfrage der ‘Bild am Sonntag’ für eine Rückkehr ins Fernsehen aus. Vorausgesetzt, er wird freigesprochen. Lediglich 18 Prozent wollen den berühmtesten Wettermann Deutschlands auch in diesem Fall nicht mehr im TV sehen.
Kein anderer vor ihm hatte die Wettervorhersagen so unorthodox und originell angesagt. (klatsch-trasch.de)
7.8. Und die öffentliche Schlacht um die Deutungshoheit beeinflussen auch die Staatsanwaltschaft, die Verteidigung sowie die Richter, wie der Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger herausgefunden hat.
Der Forscher hatte Hunderte von Juristen zu diesem Thema gefragt. Ergebnis: „In mehr als der Hälfte haben der Richter und Staatsanwälte angegeben, dass Medienberichte sich auf ihr Verhalten auswirken.“ 42 Prozent der Staatsanwälte hätten auf die Frage, ob sie bei dem geforderten Strafmaß an das Echo in der Öffentlichkeit denken würden, mit „Ja“ geantwortet. Bei den Richtern seien es 58 Prozent gewesen. „Ein Drittel gab zu, dass Medienberichte Einfluss auf die Höhe der Strafe haben. Und fast jeder Vierte sagte, dass davon die Frage, ob eine Bewährung bewilligt oder verweigert wird, beeinflusst wird, so der Forscher in einem Interview mit der Nachrichtenagentur DPA. ( Stern.de)
7.8. Nun hat Alice Schwarzer an Kachelmann einen Brief geschrieben, der in „Bild“ abgedruckt wurde. Darin schreibt sie: „Vielleicht geht Ihnen auf Grund ihrer Sexualpraktiken alles durcheinander. Vielleicht wissen Sie gar nicht, dass das kein Spielchen ist, wenn eine Frau im Ernstfall Nein sagt.“ Alice Schwarzer diskutiert also öffentlich über die Sexualität einer anderen Person, mehr noch, sie äußert sich abfällig. Jemand, der so etwas tut, ist – „vielleicht“ – auch als Verdächtiger in einem Vergewaltigungsprozess ein bisschen verdächtiger als andere. Ist es wirklich so, dass es eine richtige und eine falsche Sexualität gibt, eine verdächtige und eine unverdächtige, und dass Alice Schwarzer dazu berufen ist, darüber zu urteilen? Sie selber macht von dem Recht Gebrauch, ihr Intimleben im Dunkeln zu lassen, aber das hindert sie augenscheinlich nicht daran, Zensuren an jemanden zu verteilen, dessen Neigungen gegen seinen Willen geoutet wurden. ( Harald Martenstein http://www.tagesspiegel.de/meinung/was-treibt-kachelmann/1899492.html)
8.8. Putsch gescheitert. Doch der «Putsch» ist misslungen: Kachelmann ist wieder in Freiheit und hat mit 49 Prozent die relative Aktienmehrheit. Der bevorstehende Prozess und die Berichterstattung über sein Privatleben schaden der Wetterfirma (120 Angestellte, 20 Millionen Franken Jahresumsatz). (20minonline)
8.8. Schweizer Professor kritisiert deutsche Behörden. Weiter hätte man überlegen müssen, ob nicht seitens der Frau – sehr begreifliche – Rachemotive im Spiele sein könnten. Die körperlichen Verletzungen waren zwar da, aber waren sie eindeutig auf Fremdeinwirkung zurückzuführen? Seit der Geschichte mit der angeblich von rechtsextremen Schlägern malträtierten Brasilianerin weiss die ganze Schweiz, dass Selbstverletzungen vorkommen.
Haben die Experten, die sie begutachteten, diese Möglichkeit bedacht? Die Art, wie die Staatsanwaltschaft die Verhaftung und den weiteren Verlauf des Verfahrens kommuniziert hat, sei zu hinterfragen: Wieso musste die Verhaftung gleich ausposaunt werden? Hätte man nicht erst mal warten können, was der Mann zu sagen hat? Wieso wurde Anklage erhoben, bevor alle Gutachten vorlagen? Medienwirksame Fälle mit Prominenten seien «zumal für junge Staatsanwälte eine Chance zur Profilierung und darum eine grosse Versuchung.» Staatsanwälte seien «keine weisse Ritter ohne Fehl und Tadel, als die sie in Medien erscheinen, die ihre absolute Unabhängigkeit fordern.»(20min online)
8.8. Kachelmann hat auf „100 Prozent nicht schuldig“ gesetzt (Nicht auf „Blackout“, „Missverständnis“, „Sucht“ in Verbindung mit einer emotionalen Entschuldigung). Lautet der Richterspruch also „schuldig“, hat er keine Chance. Bei einem sauberen Freispruch wird es wieder einen öffentlichen (Wetter-)Kachelmann geben – und das trotz der Verbreitung intimer Details seines Privatlebens. Das ist so voraussagbar wie das Wetter von morgen…( Jens Nordlohne http://www.pr-journal.de/redaktion-aktuell/themen-der-zeit/8929-heiter-bis-wolkig-der-medienfall-kachelmann.html )
10.8. Deshalb wurde Kachelmann Ende März, als er noch in U-Haft saß, kurzerhand entmachtet. Zwar durfte er seinen Titel als Präsident des Verwaltungsrates der JPK behalten, doch nur „ohne Zeichnungsberechtigung“, wie in Dokumenten des Schweizer Handelsregisters vermerkt ist.
Hinter diesem Schritt steckte der Münchner Investor Frank B. Werner, dem die Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“ und auch 38 Prozent der JPK gehören. Zwischen der Dachgesellschaft und der Person Kachelmann, forderte er, müsse dringend eine „Brandschutzmauer“ gezogen werden. Und weiter: „Ich halte es für eine Frage der Hygiene, dass sich jemand nach solchen Vorwürfen zurückzieht.“
Ohnehin werde die Rolle des Gründers für die Gruppe überschätzt. Doch Kachelmann, der vermeintlich zahnlose Tiger, wehrte sich – schließlich ist er mit 49 Prozent größter JPK-Aktionär. Statt ihm hat sich jetzt Werner zurückgezogen. Er legte rückwirkend zum 1. Juli hat seinen Posten als Mitglied des Verwaltungsrates nieder.
Bei dem Streit von erbitterter Härte spielen möglicherweise auch private Aspekte eine nicht zu unterschätzende Rolle. Medienberichten zufolge ist Werner ausgerechnet mit jener Schweizerin liiert, die auch die erste Ehefrau Kachelmanns war. (welt.de)
11.8. Wenn aus Lügen Beweise werden. Der wegen Vergewaltigung angeklagte Schweizer Unternehmer Jörg Kachelmann ist auf freiem Fuss. Der Weltwoche liegt der Gerichtsbeschluss vor, der zur Freilassung führte. Offenbar sind die deutschen Ermittler auf die Falschaussagen des angeblichen Opfers hereingefallen. Der Bericht zeichnet das Bild eines planmässig aufgebauten Lügengebäudes: Dass sie ihre falschen Aussagen in vier Vernehmungen aufrechterhalten habe(selbst gegenüber ihrem Therapeuten) erschüttert zweifellos die Glaubwürdigkeit der Nebenklägerin. (Weltwoche 32/2010)
11.8. Altruismus pur. Wie die Ex-Freundin Kapital aus ihrer Beziehung schlug. Jetzt spricht die Ex-Freundin (Bunte) Ihre Begründung für diesen medialen Rundumschlag gegen einen weitgehend wehrlosen Untersuchungshäftling: Sie wolle keine Liebesrache nehmen, aber sie wünsche sich, dass die Wahrheit über Kachelmann geschrieben werde- um andere Frauen vor dem Inhaftierten zu schützen. Zwischen 50.000 und 70.000 Euro sollen gemäss gutinformierten Quellen in einem Bieterwettbewerb von Medienhäusern für ihre altruistischen Absichten geboten worden sein. ( Weltwoche 32/2010)
11.8. Medieninvestor Werner, dem auch Finanztitel wie „Euro“ und „Euro am Sonntag“ gehören, hält auch weiterhin 38 Prozent der Anteile an der im schweizerischen Gais ansässigen Meteomedia AG.
Er fürchtet, dass Kachelmann der Firma schadet. „Es sind weniger die strafrechtlichen Vorwürfe der Vergewaltigung, die vom 6. September an vor Gericht geklärt werden müssen, als vielmehr die Nebengeräusche aus dem Privatleben, die bedauerlicherweise an die Öffentlichkeit gelangt sind“, sagte Werner dem Tagesspiegel. „Die Firma ist nun damit konfrontiert, dass in den Medien die Zuverlässigkeit von Herrn Kachelmann infrage gestellt wird. Wenn vom privaten auf den geschäftlichen Kachelmann geschlossen wird, könnte das ein Problem geben.“
Wenn er jetzt den Rückzug von Kachelmann fordere, handele es sich keineswegs um einen Machtkampf bei Meteomedia, sagte Werner: „Es geht nicht um die Frage, er oder ich, sondern darum, die Firma zu optimieren.“ Da es kein Einverständnis über die zukünftige Rolle von Kachelmann gab, habe er den Posten am 1. Juli niedergelegt – da saß Kachelmann noch in Untersuchungshaft. „Ich habe nach seiner Entlassung versucht, Kontakt mit ihm aufzunehmen, um über die Firma zu sprechen, ich habe keine Rückmeldung von ihm bekommen“, sagte Werner. Weder Steffen noch Kachelmanns Anwälte wollten sich am Mittwoch auf Anfrage zu Werners Forderung nach Kachelmanns Rückzug äußern.(Tagesspiegel)
14.8. Seine Mitarbeiter sind irritiert: Schwäbrig bei Gais AR am Mittwoch vor einer Woche: Am Sitz der Meteomedia AG findet eine Grill-Party für die Mitarbeiter statt. Eingeladen haben der IT-Chef und die Grafikabteilung. Gefeiert wird, dass die Meteomedia in Frankreich neu Unwetterwarnungen anbietet. Jörg Kachelmann taucht überraschend an dem Anlass auf, wie zwei Quellen dem «Sonntag» versichern: «Er riss ein paar Witze, die er im Gefängnis hörte, beantwortete keine Fragen zum Fall und liess die Mitarbeiter nach kurzer Zeit ratlos zurück.» ( sonntagonline)
14.8. Seine Partner bei Meteomedia wollen ihn aus der Firma drängen, bevor sich Kunden abwenden oder Gelder für Anwaltskosten eingesetzt werden.
Der Kommentar: Es gibt den Privatmann Kachelmann und sein bizarres Privatleben. Es gibt aber auch den Geschäftsmann Kachelmann und sein turbulentes Geschäftsleben. Was im Normalfall nichts miteinander zu tun haben sollte, lässt sich hier nicht trennen. Denn die Zukunft seines Lebenswerks Meteomedia ist kausal mit dem Namen Kachelmann verbunden. Auf den ersten Blick verständlich, wenn er seine relative Aktienmehrheit nicht einfach aufgeben will. Doch Kachelmann denkt zu fest an sich selbst. Den verunsicherten Mitarbeitern und frustrierten Aktionären bleibt verborgen, ob jetzt Meteomedia die Zeche bezahlen muss. Sei es wegen Kunden, die abspringen, oder sei es wegen Firmengeldern, die für Anwaltskosten herhalten müssten. Da ist es den Aktionären nicht zu verübeln, wenn sie ihren Gründer aus der Schusslinie nehmen wollen, um Meteomedia zu retten. Doch Kachelmann versteht es als «Putsch». Dabei hätte er in erster Linie eine Verantwortung gegenüber seinen 120 Mitarbeitern. Wahrgenommen hat er sie bisher nicht, wie aus der Meteomedia übereinstimmend zu hören ist. Statt die offenen Punkte zu klären, stellt er sich auf dem Schwäbrig lieber an den Mitarbeiter-Grill und reisst Gefängniswitze. (http://www.sonntagonline.ch/blog/179/)
Anmerkung: Wer den Kommentar geschrieben hat, das verschweigt der Sonntag natürlich! Eine der zwei bis drei Quellen(Denunzianten) direkt vor Ort?
15.8. Wie die Zeitung «Sonntag» zwei Quellen zitiert, habe er dabei ein paar Witze aus dem Gefängnis erzählt, keine Fragen zum Fall beantwortet und seine Mitarbeiter nach kurzer Zeit ratlos zurückgelassen. Der schräge Auftritt ist bezeichnend für die Unruhe in der Meteomedia-Gruppe.
Frank B. Werner, der aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten ist, will erwirken, dass sich der zerstrittene Aktionärskreis trifft. Werner ist weiterhin im Besitz von einem Drittel der Aktien und verschärft gegenüber dem «Sonntag» die Tonlage: «Mein Anliegen ist, dass Herr Kachelmann als Verwaltungsrat zurücktritt. Seine Rolle bleibt problematisch.»
Bald Zahlungsschwierigkeiten? Der Starmoderator wird zum Geschäftsrisiko, wie laut dem Zeitungsbericht auch der Wirtschaftsinformationsdienst Teledata verdeutlicht. Dort liegt Meteomedia bei der Risikoentwicklung unter dem Branchendurchschnitt. Die Kurve fällt markant und bewegt sich von der Risikoklasse C in Richtung D. Das heisst: Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass bei der Meteomedia in den nächsten 12 Monaten mit einem Zahlungsausfall zu rechnen ist.
Kachelmann hat nach seiner Freilassung unterdessen im kleineren Kreis bestätigt, dass sich die bisherigen Anwaltskosten bereits auf 300’000 Euro belaufen. In der Ermittlungsakte hat er sein jährliches Gehalt mit 200’000 Euro und sein Vermögen mit 650’000 Euro angegeben. Doch Kachelmann zerrinnt das Geld zwischen den Fingern, noch bevor der Prozess begonnen hat. Aktionäre befürchten, dass für die hohen Anwaltskosten jetzt Firmengelder eingesetzt werden. (www.radio24.ch)
18.8. Szenen einer Scheinehe. Aber es zeigt, dass Simone in der Lage ist, Lügen zu konstruieren und unter Druck aufrecht zu erhalten. Sie passte ihre Aussagen immer erst den Ermittlungen an, wenn es nicht mehr anders ging. Mit den Lügen habe sie ihre Glaubwürdigkeit erhöhen wollen, sagt3 sie. Erreicht hat sie das Gegenteil .Spätestens am 31. Mai als das Gutachten von Professor Luise Greuel vorlag, hätte Kachelmann aus der U-Haft entlassen werden müssen. (Weltwoche 33/2010)
19.8. Die Bunte verfolgt Jörg Kachelmann bis Canada und spart nicht mit hinterhältigen Kommentaren: So entspannt macht er Urlaub in Kanada! Und: Hoffentlich verpasst er den Rückflug nicht! ( Bunte 34/2010)
20.8. Die Führung der Firma des unter Vergewaltigungsverdacht stehenden Wettermoderators Jörg Kachelmann wird neu organisiert. Wie die Meteomedia AG am Freitag mitteilte, besteht der Verwaltungsrat unter der Leitung Kachelmanns künftig aus zwei weiteren Mitgliedern. Demnach werden der Rechtsanwalt Martin Kurer sowie Dietmar Gamp als Mitglied der Geschäftsleitung in das Gremium berufen. (http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/kachelmann-firma_meteomedia_stellt_sich_neu_auf_1.7278647.html
21.8. 132 Tage hatte Moderator und Unternehmer Kachelmann wegen des von ihm bestrittenen Vergewaltigungsvorwurfs in Untersuchungshaft gesessen. In dieser Zeit tobte in seiner Meteomedia ein Machtkampf. Gestern nun informierten die Sieger die Mitarbeiter über den Ausgang der zum Teil öffentlich geführten Auseinandersetzung, über Konsequenzen in der Chefetage und über den Geschäftsgang.
Im Streit aus dem Verwaltungsrat geschieden ist Frank B. Werner. Der Münchner Verleger hatte dem inhaftierten Kachelmann die Kontrolle über das Unternehmen entreissen wollen – dies, wie er sagt, um einen Imageschaden von der Firma abzuwenden. Doch Kachelmann setzte sich durch, da er mit seinen Aktien sein Lebenswerk kontrolliert. Werner bleibt mit mehr als einem Drittel Anteil zweitgrösster Teilhaber. Abgesetzt wurde – wie beide Konfliktparteien bestätigen – auch die Geschäftsführung des deutschen Meteomedia-Teils mit Lars Quiring und Kristina Schless, die dem Werner-Lager zugerechnet wird.
An den Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten im schweizerisch-deutschen Wetterimperium beteiligt sich die Person, um die sich alles dreht, nur am Rande. «Jörg Kachelmann lässt zurzeit seine Position im Verwaltungsrat ruhen», heisst es, «damit er sich auf den Prozess vorbereiten kann.»
Zudem wurden laut Steffen alte Verflechtungen aufgelöst. Beim bekennenden Chaoten Kachelmann hatten sich Persönliches und Geschäftliches oft überlagert. So hatte eine frühere Ehefrau des Meteorologen die Wettergrafiken geliefert. Nun erst hat sie diesen Geschäftsteil Meteomedia verkauft. Die Frau ist seit längerem mit Kachelmanns Widersacher Werner liiert. (BaZ online)
21.8. Die Anwälte des TV-Wetterexperten Jörg Kachelmann haben Dienstaufsichtsbeschwerden gegen ermittelnde Behörden eingereicht. Der Schweizer ist wegen Vergewaltigung seiner Ex-Freundin angeklagt.
Die Beschwerden richteten sich gegen die Staatsanwaltschaft Mannheim und die Karlsruher Generalstaatsanwaltschaft, bestätigte am Samstag ein Sprecher des Justizministeriums einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Sonntag Aktuell“. Das Ministerium, das für die im Juni eingereichte Beschwerde gegen die Karlsruher Behörde zuständig ist, habe diese aber bereits als unbegründet abgewiesen. Zum Stand der Beschwerde gegen die Mannheimer Staatsanwaltschaft lagen ihm keine Informationen vor.
Als Begründung für die Dienstaufsichtsbeschwerden hatte Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker gegenüber der „Sonntag Aktuell“ erklärt, die Staatsanwaltschaft Mannheim sei „von blindem Jagdeifer auf einen Prominenten gepackt“ gewesen. Er und Strafverteidiger Reinhard Birkenstock werfen den Behörden vor, nicht oder zu spät einzelnen Hinweisen nachgegangen zu sein. Sie gehen vom Racheakt einer enttäuschten Geliebten aus.(Focus)
22.8. Kachelmanns Anwälte reichen Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Mannheim sowie die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe ein. Die Staatsanwaltschaft habe schlampig gearbeitet, zu unseriösen Verfahrenstricks gegriffen und durch «die Schwatzhaftigkeit gegenüber den Medien» die Persönlichkeitsrechte Kachelmanns massiv verletzt.( SF glanzundgloria)
22.8.Die Anwaltskosten rund um seinen Prozess kommen Jörg Kachelmann teuer zu stehen. Nun hat der Wetterfrosch laut einem Zeitungsbericht Massnahmen ergriffen, um wieder an Geld zu kommen.
Die Verkäufe seiner Wetterfirmen, sollen ihm neues Geld einbringenGemäss der aktuellen Ausgabe der «SonntagsZeitung» verschafft sich Jörg Kachelmann mit einer Umschichtung seiner Wetterfirmen Bargeld. Dieser Tage verkauft der Wettermoderator laut dem Bericht seine zwei privat gehaltenen Überseegesellschaften WeatherOK Inc. in den USA und The Weatherman Inc. in Kanada an Meteomedia, in der er mit 49 Prozent Anteilen nach wie vor Hauptaktionär ist.
Ebenso soll Meteomedia die Firma Media Design kaufen, die derzeit noch im Besitz einer Ex-Frau von Kachelmann ist. Letzten Freitag wurden die über 100 Meteomedia-Mitarbeiter an einer Telefonkonferenz über die Änderungen informiert. Diese Transaktionen dürften Kachelmann Geld in die Kasse spülen, so die «SonntagsZeitung» weiter.
Unterdessen steigen laut dem Bericht noch immer Kachelmanns Anwaltskosten wegen des kommenden Strafprozesses, in dem er sich ab 6. September in Mannheim gegen eine Anklage wegen angeblicher Vergewaltigung verteidigen muss.(BaslerZeitung)
22.8. Wie der „Spiegel“ berichtet, habe er Kachelmann aufgefordert, auf alle seine Ämter zu verzichten und seine Firmenanteile an eine Gesellschaft zu verkaufen, die mehrheitlich Werner gehört. Sogar eine Wohnung, die Meteomedia für Kachelmann angemietet hatte, solle ihm weggenommen werden.
Werner dementiert beide Vorwürfe: „Die Wohnung wird von einer Ex-Freundin von Jörg Kachelmann bewohnt – sie hatte sich gewünscht, ab jetzt allein im Mietvertrag zu stehen.“
Zum zweiten Vorwurf sagt er: Kachelmanns Firmenanteile wären als Sicherheit für Anwaltskosten, die bisher Meteomedia auslegt habe, gedacht gewesen. Quasi als Pfand für einen Kredit. Laut Frank Werner sei Kachelmann schließlich bereit gewesen, anfallende Gewinne aus Aktienverkäufe mit seinen Schulden bei der Firma zu verrechnen.
Kachelmann erhielt von dem Rest seiner Verwaltungsrat-Kollegen am Freitag Rückendeckung. Einer sagte: „Es gab Angriffe auf die Person Kachelmann, die wir als gescheitert betrachten.“ (Bild)
22.8 . Jörg Kachelmann verkauft seine zwei privat gehaltenen Überseegesellschaften WeatherOK Inc. (USA) und The Weatherman Inc. (Kanada) an Meteomedia, in der er mit 49 Prozent Anteilen Hauptaktionär ist. Dies schreibt die Sonntagszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe. Ebenso kauft Meteomedia die Firma Media Design, derzeit noch im Besitz einer Ex-Frau Kachelmanns. Diese Transaktionen sollen Geld für den kommenden Prozess in Kachelmanns Kasse spülen. Zwar sind die beiden Überseefirmen dem Vernehmen nach nicht besonders wertvoll. Doch eine Immobilie im Eigentum der amerikanischen WeatherOK wird noch vor dem Verkauf herausgelöst und dem Privatmann Kachelmann übertragen. «Wir kaufen nur die meteorologischen Assets», wird Meteomedia-Finanzchef Norbert Steffen in der Sonntagszeitung zitiert. Der Kauf der beiden Kachelmann-Gesellschaften werde zum Anschaffungswert erfolgen. Die Bewertung sei noch im Gange. Der Verkauf dürfte einige Zehntausend Franken einbringen.
Noch immer steigen Kachelmanns Anwaltskosten wegen des kommenden Strafprozesses. Zwar wird Kachelmanns Medienanwalt zu einem grossen Teil von Meteomedia bezahlt, da dessen Interventionen im Interesse des Unternehmens seien, heisst innerhalb der Firma. Die restlichen Kosten aber müsse der Wettermoderator vorläufig selber berappen – obwohl ihn seine Firma auch hier unterstütze.
Ausserdem gab Meteomedia zwei neue Verwaltungsräte bekannt: den Zürcher Anwalt Martin Kurer und den deutschen Anwalt Dietmar Gamp. Letzterer war früher bei der WDR Media Group tätig, der Vertragspartnerin für die Sendung «Das Wetter im Ersten».
(http://www.werbewoche.ch/kachelmann-verkauft-zwei-privat-gehaltene-firmen)
30.8. BILD liegt die Liste der Zeugen vor. An den 15 bisher angesetzten Verhandlungstagen sollen insgesamt vier Gutachter und 23 Zeugen aussagen. Darunter auch die Eltern des mutmaßlichen Opfers. Nach BILD vorliegenden Vernehmungsprotokollen werden ihn einige Frauen entlasten, andere belasten.
30.8. Reisserischer Aufmacher beim SZ Magazin: Wer hat Angst vor Jörg Kachelmann
Zu mindestens 18 Frauen, Freundinnen wie Kolleginnen von Jörg Kachelmann, haben wir Kontakt aufgenommen. Wir wollten nicht fragen, ob er schuldig ist im Sinne der Anklage, sondern eine persönliche Einschätzung. Denn das ist ja der Punkt, den man in dieser Geschichte überhaupt nicht versteht: Was, bitte, ist an ihm so unwiderstehlich, dass die Frauen reihenweise ihr Leben mit ihm verbringen wollten? Viele Frauen reagierten panisch auf unsere Frage, obwohl sie Anonymität garantiert bekamen. Manche sagten erst zu, dann wieder ab. Mit einigen, die bereit waren zu sprechen, trafen wir uns in Hotels, zwei wollten nicht, dass wir sie sehen, Interviews waren nur per Telefon möglich.
(Anmerkung: Was haben die 18 dafür kassiert?)
31.8. Ein Zellen-Nachbar, der mit Jörg Kachelmann im Gefängnis saß, berichtete darüber, wie der Wettermoderator hinter Gittern eine Sonderbehandlung bekam und nicht bei allen Insassen beliebt war. (Natürlich: Die Bunte)
Kachelmann – Die Blumenkohlwolken lichten sich
31. Juli 2010 – 23:18 Rosano Verde
Die Affäre Kachelmann scheint sich zu einer Justizposse zu entwickeln. Ein Staatsanwalt setzt den Wetterfrosch für 4 Monate hinter Gitter. Warum? War es Fluchtgefahr oder Verdunkelungsgefahr oder war Kachelmann „allgemein gefährlich“, ein Sexmaniak, der wahllos Frauen vergewaltigt und im Genitalbereich mit dem Küchenmesser verletzt? So sieht der 52-jährige Playboy nun wirklich nicht aus.
In jedem Städtchen hatte er ein Mädchen. Das ist aktenkundig. Frauen finden Kachelmann toll, vor allem auch jüngere. Gut für Kachelmann. Aber man soll es nicht übertreiben. Seine Ex, jene, die ihn in U-Haft gebracht hat, war arg enttäuscht, weil er sie sitzen liess oder „eine andere hatte“ – mittlerweilen wissen wir: Es waren wohl ein rundes Dutzend.
Vier Monate U-Haft ist vielleicht die gerechte Strafe für einen derart lockeren Lebenswandel. Laster hat seinen Preis. Aber rechtens ist es kaum. Jetzt hat man Kachelmann auf freien Fuss gesetzt. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Beweislage ist – nach 4 Monaten – dürftig geworden. Meine Prognose: Kachelmann wird freigesprochen, seine Ex wird wegen „Irreführung der Rechtspflege“ angeklagt und der zuständige Staatsanwalt hat sich masslos blamiert. Seine Karriere ist auf der Kippe. Zeit in die Privatwirtschaft zu wechseln. Dort haben solch groteske Fehlbeurteilungen kaum Folgen, d.h. der reduzierte Bonus wird durch eine Erhöhung des Grundsalärs kompensiert. Und so ist die Welt wohl schon bald wieder in Ordnung. Übrigens: Wenn nicht alles täuscht, wird Kachelmann ein Buch schreiben: „Knastbruder in Deutschland - Ein Tatsachenbericht“. Ein vorderster Platz auf der Bestsellerliste ist diesem Werk sicher. Und Blick war dabei. So sicher wie das Amen morgen Sonntag in der Kirche. Man sollte wieder mal hingehn (http://www.seniorweb.ch/type/forum-topic/2010-07-31-kachelmann-die-blumenkohlwolken-lichten-sich)
Anmerkung: Also nach christlichen Verständnis der Kirchgänger muss jemand bestraft werden, nur weil er nicht nach deren Auffassung lebt. Wie der Verfasser auch gleich anregt 4 Monate Knast sind angemessen! Man kann nur den Kopf schütteln!
Wird ständig aktualisiert und ergänzt….
Die Quellen sind angegeben, und die Links hier auf dem Blog oder im www einfach und problemlos zu finden!